Die Sonne scheint, die Krähen krächzen, ein schöner Tag zum Wäsche waschen, den Koffer vom Dachboden zu holen und erste Reisevorbereitungen zu treffen. Am Freitag geht es für eine Woche in die Sonne.
Da die Festplatte des kleinen Notebooks sich seit Samstag in den endgültigen Ruhestand begeben hat,aus Gründen sie sich meiner profunden Kenntnis über Computer leider entziehen, erübrigt sich die Frage ob ich ein PC mitnehmen soll oder nicht. Ich habe das Notebook das ich hier beschrieb im PC Laden zwecks Reparatur abgegeben. Es wird zurück zu Acer geschickt und man versicherte mir hoch und heilig auf die Frage hin, wie viele Jahre es dauern würde, dass ich es in 2 bis 3 Wochen wiederhaben würde.
Meine lieb gewonnene Angewohnheit abends oder morgens früh noch im Bett liegend zu bloggen muss ich notgedrungen für eine Weile aufgeben.
Fouer, die Letzte
Kurze Stippvisite mit einer Freundin auf der Fouer heute nachmittag. Dabei ein Foto aus dem Riesenrad geschossen. Die Qualität der Fotos des neuen Handys sind wahrlich erstaunlich.

Zuviel Masse
Kann es sein, dass neu erworbene Muskelmasse an Waden und Schenkel ein Teil der Gehirnmasse als Tribut fordert? Oder wie ist es sonst zu erklären dass ich seit Samstag nichts mehr geschrieben habe?
Als ich die letzte Tour am Sonntag für den Duerchzuch um Giele Botter hinter mir hatte, war ich ziemlich fix und fertig mit mir und der Welt.
Doch war es noch lange nicht vorbei, da ich bei Claude eingeladen war. Ein Grund war unter anderem, dass ich in meinen Geburtstag hinein gefeiert habe. Es war urgemütlich und ich musste mich gleich zu Anfang bremsen, da es köstlichen Muscat Wein gab, ich diesen aber etwas zu schnell genoss und sofort einen Schwips hatte. Fotos habe ich von der Feier keine gemacht, jedoch von der der Kulturaktion Giele Botter.

Kurz vor der Zugabfahrt


Thomas und Bernd während ihrer Performance

Liquid Pinguin mit Flüstertüten in Aktion

Rupert Kraushofer, einer der drei Schauspieler mit dem ich jeder Tour unterwegs war und der im Verlauf der Wanderung eine Reihe von Texten vortrug.
Waden aus Stahl
Seit Dienstag begehe ich nun jeden Tag den Weg den die Wanderer des Duerchzuch um Giele Botter begehen. Heute beging ich ihn zwei mal. Meine Beine fühlen sich wie Blei an und die Waden sind nicht mehr aus Beton sondern aus Stahl. Wie werden sie morgen sein? Was ist noch härter als Stahl? Titan? Aber dann wären sie um einiges leichter.
Gerne würde ich euch noch ein paar neue Fotos zeigen, doch ich bin zu müder dafür.
Waden aus Beton
Gut, ich gebe zu ich bin kein Sportmensch und bin relativ schnell außer Atem, wenn es z. B. steil bergauf geht. Da der Duerchzuch um Giele Botter aber im Prinzip nichts anderes ist als eine stramme Wanderung, die gleich zu Anfang mit einem kräftigen bergauf Marsch beginnt….nun ja, eine Schilderung meines Japsens werde ich euch nicht bieten. Die ersten Tage schmerzten meine Beine so sehr, dass ich mich Abends bewegte, als ob ich eine schwere Kriegsverletzung hätte. Heute habe ich nun dem ganzen Weg zum vierten oder fünften mal beschritten und meine Beine machen alles ohne zu murren mit. Daher auch die Überschrift.
Heute war nun die erste Wanderung mit Publikum. Und ich habe es natürlich völlig verschwitzt ein paar Fotos zu schießen obwohl ich meine Kamera dabei hatte. Ein paar habe ich an den Tagen davor gemacht.

Die Eisenbahnstrecke des Train 1900 an der Stelle des Fuusbesch wo die Wanderer aussteigen, um weiter nach ober in das Gebiet des Giele Botter zu steigen.

Eine der Tänzerinnen die eine Performance in einem abgetragenen Landstück tanzt.

Das Schlussbild kurz bevor die Kunstwanderung zu Ende geht.
Morgen ist äußerst gut besucht aber am Sonntag in der Wanderung von 9:45 sind noch Plätze frei.
Fundstück
Einfacher geht es nun wirklich nicht mehr. Thumblr ist ein neues Bloggingportal das es wirklich JEDEM ermöglicht ein Blog herzustellen. Dem Betreiber nach braucht man ganze 30 Sekunden dafür. Der spartanische Look mag gewöhnungsbedürftig sein, und Kommentarfunktion gibt es auch (noch) keine. Aber da bin ich ja der beste Beweis dafür dass man auch Jahre lang ohne Kommentar auskommt.
Für „Laien“ ist es eine gute Einstiegsmöglichkeit in die Bloggosphere.
Auf längere Sicht ist dann aber ein System wie WordPress besser.
Via Westropolis
Das erste Foto
Duerchzuch um Giéle Botter
Ich möchte ein wenig Werbung machen für ein neues Projekt von Maskénada auf dem ich seit heute arbeite. Es heißt ‚Duerchzug um Giéle Botter‘ und findet in Pétange statt in einem Naturreservat, das sich eben Giéle Botter nennt. Es handelt sich um eine geführte Wanderung durch das Reservat bei der man verschiedene Performances und Installationen entdecken wird.
Ok, mit diesem Satz haut man echt niemanden vom Hocker, aber es ist den Umweg echt Wert. Ich bin heute den ganzen Wanderweg einmal abgelaufen und war begeistert.
Hier ein Ausschnitt aus der Presseerklärung:
Künstlerische Streifzüge und Installationen
7, 8 und 9 September 2007
Der Standort Giele Botter, ein altes Industriebrachland in der Nähe von Niedercorn, ist heute ein Naturreservat. Während eines künstlerischen Streifzuges entdeckt das Publikum diesen prächtigen Ort, in den etwa zwanzig Künstler ihre Arbeiten integrieren. Unter Führung eines Begleiters begegnen die Wanderer Tänzern, Musikern, bildenden Künstlern und Schauspielern, die diesen Raum mit temporären Installationen formen. All diese Künstler schaffen Bilder rund um die Themen des Wandels, der Wegkreuzung und der Begegnung. Diese für die Geschichte des Ortes repräsentativen Themen berühren auch die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Funktionen des Giele Botter. Durch seine Anwesenheit nimmt der wandernde Zuschauer aktiv teil an der allgemeinen Bewegung dieses Ereignisses und wird so zu einem wesentlichen Bestandteil der Choreographie dieses Ortes.Vorverkauf für die Führung :
www.luxembourgticket.lu
T. 47 08 95-1
Die Reservierung wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Erwachsene : 7 €, Kinder von 7 bis 14 Jahren : 3 €
Für weitere Informationen :
www.maskenada.luAblauf :
Treffpunkt auf dem Bahnhofsteig des Train 1900 in Pétange (in der Nähe des CFL Bahnhofes; die Korrespondenzen mit Zügen aus oder nach Luxemburg-Stadt sind gewährleistet; Buslinien, die freitags und samstags den Bahnhof von Pettingen oder Petingen Kiirfecht anfahren: 1,212,330,335,394 – www.mobiliteit.lu)
07/09 : 16 Uhr
08/09 : 9.45 und 16 Uhr
09/09 : 9.45 und 15.15 Uhr
Für alle Wanderungen gibt es noch Karten und die Preise sind bewusst niedrig gehalten. Und ich bin ja auch dabei. Wer mich also kennen lernen will, dies ist ein gute Gelegenheit dafür.
P1
Wo fang ich an? Denn jetzt da es sich nicht mehr um Film handelt kann ich nach Herzenslust berichten.
Seit gestern habe ich ein neues Handy. Das neue Sony Ericsson P1. Ein selten schickes Teil das wirklich alles kann, außer vielleicht bügeln und Geschirr abwaschen.

Aber wie schon beim P910 werde ich eine Woche brauchen bis ich wieder weiß wie ich telefonieren kann 😉
Am Morgen getanzt
Genau das richtige um morgens gleich gut gelaunt zu sein. Dabei ist das Ding schon acht Jahre alt. Ein absoluter Klassiker.
Das Spiel mit den Vorahnungen
Es gibt unzählige Wörter dafür. Das Gespür, der Instinkt, das Bauchgefühl, die Vorahnung, die innere Stimme, das Unterbewusstsein. Man fühlt, dass es etwas nicht richtig ist, oder in naher Zukunft nicht richt richtig sein wird.
Wenn es mich selbst betrifft, ist es ganz allein meine Sache es zu ignorieren oder wahrzunehmen. Was aber wenn ich das Gefühl bei anderen Leuten habe? Was dann? Sage ich es ihnen oder sage ich es nicht? Mache ich alles nur noch schlimmer oder rette ich sie vor dem Unvermeidlichen? In dem Punkt lässt mich die Vorahnung im Stich.
Verlegenheit
Wie so oft an den Sonntagen war ich zum Mittagessen bei meiner Mutter eingeladen. Irgendwann kam das Thema Schouberfouer zur Sprache. Da mein Vater viele Jahre lang in einem Sportschießverein war, kamen wir kein Jahr um das traditionelle Foto schießen herum. Meine Mutter hat noch alle Fotos von 1965 bis 1987, das Jahr bevor mein Vater starb. Wir haben uns die Fotos angesehen und gelacht weil wir alle, meine Mutter, mein Bruder und ich, daneben stehen und entweder gelangweilt oder genervt dreinschauen just in dem Moment wenn das Foto geschossen wurde.
Zu gerne hätte ich sie gefragt ob ich die Fotos haben kann um sie einzuscannen, allein schon wegen den Veränderungen der immer gleichen Personen. Da ich aber auf die Frage des Warum und Wofür in Verlegenheit geraten wäre, da sie nämlich nichts von dem Blog weiß, habe ich es sein lassen.
Gut in Fahrt
Sonntagmorgen. Die beste Zeit zum Schreiben. Aber die Zeit rennt mir davon, oder andersrum, ich renne der Zeit hinterher. Dabei war ich kopfmäßig grad so gut in Fahrt um ein Posting hinzulegen das sich gewaschen hat. Das muss jetzt warten. Schade.
Gestern, heute und zwischendurch
Ein Kurzfilm gestern zu Ende gedreht, heute nachmittag ein Meeting mit einer Produzentin eines mir völlig unbekannten Studios, und morgen stecke ich in einem völlig anderen neuen Projekt, das gar nichts mit Film zu tun hat.
Und dazwischen kaum Zeit zum Luftholen.
Hier mal zur Abwechselung ein ganz doofes Foto von mir. Solche Dinger entstehen meistens wenn man am Set sitzt und grad nichts zu tun hat.

Arme
Es gibt Gerüche, Musik, Laute und Düfte die Erinnerungen hervor rufen.
Das Parfüm ‚Fahrenheit‘ von Christian Dior zum Beispiel, erinnert mich an meine erste Reise nach Cannes. Ich war grade 22 geworden und verbrachte meinen ersten Urlaub in Cannes, als meine Tante dort noch ein Haus in den Anhöhen besaß. Fahrenheit war grade auf den Markt gekommen und ich hatte mir dort meine erste Flasche davon gekauft, deren noch sehr viele folgen sollten.
Musikbeispiele brauche ich keine aufzuzählen, da hat jeder mehr als genug Beispiele selbst davon.
Dass mich aber ein paar Unterarme eines Aufnahmeleiters an etwas erinnern würden,das hat es noch nicht gegeben. Dabei bin ich grade am überlegen, ob ich es wirklich erzählen soll, ob es nicht doch zu persönlich ist…
So mittendrin im Setgeschehen, bei denen ich immer wieder das Schreiben abbrechen muss, weil es Wichtigeres zu tun gibt,ist es schwierig über solche Dinge zu schreiben.
Hinken
Ich wusste ja von Anfang an dass sich das Filmset wieder auf einem Schloss bzw. einer Burg befindet. Das letzte Mal war alles schön zugänglich und flach. Dieses Mal ist alles auf einem Berg und es geht entweder nur steil bergauf oder bergab. Meine Beine fühlten sich wie Blei an als ich vorhin nach hause fuhr. Da wir früher schluss hatten, hinkte ich noch schnell durch den Supermarkt…
Anschließend viel ich wie ein Stein auf mein Sofa und regte mich nicht mehr bis eben.
Erinnerungen
Alls ich heute Abend mit Romain im Hotel Le petit Poète speiste (ich hatte ein unglaublich leckeres Thunfischsteak mit Pfeffersoße) gingen unsere Gespräche quer feldein über Geschichten aus unser beider Kindheit. Dabei kamen Dinge zur Sprache an die ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gedacht habe und es traf mich wie ein Schlag. Es waren alles kleine Geschichten und Anekdoten die es absolut verdienen aufgeschrieben zu werden.
Wir haben viel über meine Großmutter gesprochen, die bereits 91 ist. Ich dachte an kleine Episoden zurück ich längst vergessen hatte, als sie noch ein Bekleidungsgeschäft führte….
Heute werde ich allerdings nichts mehr aufschreiben, da ich morgen schon um 4:30 !!! aufstehen muss. Die nächsten fünf Tage werde ich auf einem Kurzfilm arbeiten und hier wird es wahrscheinlich auch etwas ruhiger werden.
Schouberfouer 2007
Alle Jahre wieder. Der größte Jahrmarktsfest in Luxemburg, die Schueberfouer. Sie dauert gute 3 Wochen und jeder geht hin. Wirklich jeder. Somit ist es die Gelegenheit Leute zu treffen die du seit Ewigkeiten nicht gesehen hast, vielleicht sogar nie wieder sehen wolltest. Auf der Schouberfouer triffst du sie bestimmt. Alle kommen aus den letzten Rattenlöchern gekrochen.
Ich auch.
Ich war heute Abend dort und habe Anne getroffen, die ich seit einer Weile nicht gesehen hatte, obwohl wir im gleichen Ort wohnen. Anne war auch in der Pantomime Truppe, von der ich schon vor langer Zeit berichtet habe.

Die Tradition will dass man auf der Schouberfouer einen gebackenen Fisch verspeist. Ganz Hartgesottene drücken dann noch eine Waffel mit Sahne und Erdbeeren hinterher um sich anschließend auf einem Fahrgeschäft gründlich durchschütteln zu lassen und alles in hohem Bogen auszuspeien…
Da wir nicht zu dieser Sorte gehören, waren wir nur einen Fisch essen und eine Weile später auf eine riesige Wildwasserbahn. Auf einer slochen riesigen Attraktion, ist das Erinnerungsfoto unumgänglich.

Die Qualität das Bildes ist für das heutige Digitalzeitalter sehr schlecht und dafür 2,50 zu verlangen ist schlichtweg eine Frechheit.
Und doch ist das Foto großartig, weil man Anne darauf sieht, wie sie vom blanken Horror gepackt ist.

Herrlich.
Schonfrist
Ich bin noch da. Nicht dass ich gestern oder vorgestern keine Lust zum Schreiben gehabt hätte, es dreht sich wieder alles um das Thema Arbeit bei dem ich wie immer schweigen muss. Gestern ein Breakdown Meeting, heute waren die Fittings dran. Und da ist sie schon wieder, die Filmsprache, die ich immer etwas außen vor lassen möchte weil kein „Normalsterblicher“ sie versteht. Obwohl…
Breakdown Meeting: Das Breakdown ist das Auseinanderbrechen oder das Aufzummseln eines Drehbuches. Der Film wird Szene für Szene auseinander genommen und jede Szene wird einzeln besprochen. Von jeder Crew die es betrifft ist ein Mitglied anwesend. Diese Meetings können Stunden lang dauern. Für einen Spielfilm kann es einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Daraus ergibt sich dann der sogenannte Shootingorder. Es gibt eine Person die das alles im Auge behält, das Scriptgirl. Für mich eine wichtigsten Personen, die mich schon oft gerettet hat, wenn meine Anschlüsse nicht mehr stimmten.
Fittings: Das ist die nichts anderes als die Kostüm- und Maskenprobe.
Ich habe noch zwei Tage Schonfrist und am Montag fangen wir mit Drehen an.
Ich war erst heute im RTL Magazin zu sehen. Das kleine fette Etwas, das einen Kommentar abgibt, währendem es an einem Haarschopf zupft, das bin ich. Es stimmt was man sagt. Das Fernsehen lässt jeden mindestens 5 Kilo fetter erscheinen als er tatsächlich ist.
Hier geht es zum RTL Archiv zu dem Magazin Beitrag.
Von Betten & Gewissensbissen
Die Frage ob ich mich noch in anderen Möbelhäusern umsehen soll setzte ich heute Nachmittag in die Tat um. Ich fuhr nach Konz zu Möbel Martin. Die Bettenausstellung war so riesengroß mit einer unendlichen Auswahl, dass ich gar nichts fand. Als ich dann noch die Preise sah wurde mir übel.
Als ich zurück fuhr über Grevenmacher fuhr ich an der Galerie Moderne vorbei und ich fuhr schnurstracks auf den Parkplatz ohne lange zu überlegen. Die Ausstellungsfläche ist wesentlich kleiner, doch fand ich auch dort zum größten Teil auch das wieder was ich bereits in Konz gesehen hatte. Dann entdeckte ich ein Bett was in etwa dem entsprach was ich mir vorstellte. Während dem Gespräch mit einem sehr kompetenten Verkäufer, der wirklich nur beriet und nicht aufschwatzte, war mir sehr schnell klar was in Frage käme und was nicht. Ich entschied mich für die schweizer Marke Hasena die in verschiedenen Serien nach dem Baukastensystem funktioniert. Man sucht sich zusammen was man haben will, den Bettkasten in Holzsorte und Größe, die Füße und das Rückenteil. So in etwa sieht das Bett aus was ich mir zusammengesucht habe:

Der Preis liegt sehr weit über dem was ich geplant hatte auszugeben. Ich gab mir einen Ruck und unterschrieb den Kaufvertrag. Als ich dann wieder im Auto saß und nach hause fuhr, überkamen mich die größten Gewissensbisse. „Joel, wie konntest du nur. Bist du völlig übergeschnappt?“
Noch während der Fahrt klingelte das Handy und eine Produzentin rief an um mich für einen größeren Film zu buchen. Als ich auflegte atmete ich tief durch. Uff…Schwein gehabt. Endlich konnte ich mich freuen über die neue Errungenschaft. In 6 bis 8 Wochen wird geliefert.
Von Betten & Aufträgen
Draußen schüttet es was das Zeug hält.
Auf luxemburgisch: Et reent aal Fraen an Heegafelen. Es regnet alte Weiber und Heugabeln.
Auf englisch wären es cats and dogs.
Ich liege in meinem Bettchen, dessen Tage gezählt sind, und fühle mich bereits wie im tiefsten Herbst oder Anfang Winter und Weihnachten ist nicht mehr weit.
HALLO! Wir haben August!
Aber davon wollte ich gar nichts schreiben. Wetterberichte sind im Nachhinein das lesensunwerteste was in einem Blog gibt. Ich wollte von den gezählten Tagen meines Bettes berichten. Ich habe in dem letzten zwei Monaten geschuftet wie ein Tier. Filmtage sind kein Pappenstiel und deshalb denke ich, dass ich mir etwas gönnen kann. Ich werde mir ein neues Bett kaufen. Neue Betten kauft man bekanntlich wie neue Autos, wenn man der Marke nicht treu ist. Man fängt an sämtliche Möbelhäuser abzuklappern. Ich habe heute bei IKEA angefangen und bin gleich fündig geworden.
Das hier wäre so in etwa das ich suche:

Ich frage mich grade ob noch weitere Möbelhäuser abklappern soll oder nicht. Zugegeben es war keine Liebe auf den ersten Blick, und wenn ich das Foto jetzt so betrachte bin ich mir noch immer nicht ganz sicher. Denn mit dem Bettkasten fängt es ja erst an. Dann kommen noch Lattenrost und Matratze hinzu, bei denen ich auf keinen Fall irgendwas billiges nehmen werde und wenn wir schon dabei sind, zwei Nachttische und zwei Stehlampen.
Ich werde eh bis September damit warten müssen, denn bis dahin erwartet mich noch eine Menge Arbeit.
Ich weiß seit heute, dass ich bis Ende des Monats auf einem Kurzfilm arbeiten werde. Das heißt dass alles was zuhause anfällt noch einmal aufgeschoben werden muss.
Ach ja, der Beitrag im Fernsehn wurde übrigens heute nicht gesendet. Morgen vielleicht.
Media
Erste Feedbacks trudeln ein über die Sendung.
Heute habe ich nun endlich zwei luxemburgische Blogger persönlich kennengelernt. Thierry und Joël. Das Interview lief gut. Um eine Antwort war ich noch nie verlegen und auf den Mund gefallen bin ich auch nicht.
Ich war natürlich nicht so schlau und habe total verschwitzt die Sendung aufzunehmen.
Morgen bin ich im RTL Magazin zu sehen, wenn sie mich nicht rausgeschnitten haben.
Ich reite auf einer Mediawelle. Autogrammkarten sind in Vorbereitung 😉
Nachtrag: Thierry hat das Interview auf seinem Blog zur Verfügung gestellt.
http://www.sadautumn.com/blog/?p=847
Aus aktuellem Anlass
Heute ab 16:00 Uhr bin ich bei Radio ARA Gast in der Sendung Crumble.
Den Livestream davon gibt es hier im low und hier im high
Und wenn ihr ganz schlau seid, dann benutzt Phonostar. Da ist der Sender auch gelistet und ihr könnt die Sendung aufnehmen.
(Man könnte fast den Verdacht hegen, dass ich von Phonostar gesponsert werde, so oft wie ich das Programm schon erwähnt habe)
Schlaf?
Jetzt erst machen sich die Nachwehen der ganzen Nachtdrehtage bemerkbar. Ich habe seit gestern noch kein Auge zugetan. Irgendwann muss ich aber schlafen. Ich werde es jetzt versuchen. Wenn auch nur für ein paar Stunden.
Saturday Night
Ich hatte seit längerem das Bedürfnis den Partytiger in mir aufleben zu lassen.
Eine Verabredung mit 2 Freunden sollte uns in den von Grund auf renovierten Byblos führen, das früher einmal das Café de la Gare war. (Ganz früher hieß es mal Metropolis und war einer der angesagtesten Schuppen in Europa. Die Leute kamen von Paris, Brüssel, Frankfurt, Köln her. Aber das war 1988.) Der Tanzpalast sieht wirklich klasse aus. Von der Farbgestaltung und der Möblierung her merkt man dass die einen guten Innenarchitekten hatten. Aber die Stimmung ist zum fortrennen. Wenn man den Laden betritt erwarten einen nicht weniger als 7 Rausschmeißer am Eingang und ein Securityguard mit Pitbull. Im Laden selbst zählte ich noch mal mindestens drei oder vier Stück. Man hat das Gefühl als ob man ein Hochsicherheitsgefängnis betreten würde. Das was an Publikum dort herumschwirrt, ist dann auch alles andere als erfreulich. Es herrscht eine Stimmung als ob es jeden Moment eine Schlägerei geben könnte. 12 Euro Eintritt sind schlichtweg zuviel. Über Musikgeschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber wenn ich abends weggehe möchte ich nicht die Musik hören die vor einem Jahrzehnt in der Campingdisco der ‚Grande Motte‘ in Mode war.
Wir tranken brav unser Cocktail und gingen zurück zur Garderobe. Der Typ in der Garderobe fragte: Vous partez déjà?
-Oui. Das ‚Oui‘ fiel ziemlich knapp aus.
– Si tôt?
-Oui. Das ‚Oui‘ fiel noch knapper aus.
Er fragte nicht weiter. Er hatte verstanden.
Was für ein Unterschied zum Fashion Club von dem ich vor ein paar Wochen berichtete.
Tage nach den Tagen
Die Tage nach den Tagen sind manchmal noch anstengender als die Tage selbst. Klingt das jetzt wirr oder logisch? Nachtdrehtage (das Wort ist leicht paradox) sind für das Schlimmste. Zumal am Ende der Nacht, wenn es hell wird, werden meine Geister auch wieder wach und fällt noch schwerer sich ins Bett zu legen und zu schlafen. Hinzu kommt dass das ’normale ‚ Leben außer Kraft gesetzt ist und alles liegen bleibt. Gestern war nun der erste ’normale‘ Tag. In meinem trauten Heim sieht es als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Der Wäschekorb steht kurz vor dem Zusammenbruch, die Ausbeute des Kühlschrankes ist lächerlich. Zudem ruft alle zwei Minuten wer an und will etwas von mir.
Aber ich will nicht!!!
Elvis Presley
Bevor ich wieder in anderthalb Stunden wieder los muss, hier noch ein Gedankengang.
Es gibt Datume ( oder Datums?) an denen man auch nach 10, 20 oder 30 Jahren weiß wo man war und was man getan hat. Der 11 September ist so ein Datum, als die WTC Türme zusammenkrachten. Der heutige Tag ist es aber auch. Heute vor 30 Jahren starb Elvis Presley und ich weiß noch genau wo ich damals war. Ich war 10 Jahre alt und ich war mit meinen Eltern im Elsass. Wir waren bei einem alten Freund von meinem Vater im Hotel im Jägertal. Den ganzen Tag hörte man fast nichts anderes als Elvis Musik zu seinem Gedenken. Auf Europe 1, dem Lieblingssender meines Vaters, hatten sie sogar während einem Jahr eine kurze Rubrik eingerichtet in der jeden ein Tag Elvis Lied lief.
10 Jahre später war ich mit einer Bekannten unterwegs nach Köln. Auf der Fahrt hörten wir immer wieder Berichte und Musik vom King.
20 Jahre später…tja, das weiß ich leider nicht mehr.
30 Jahre später fuhr ich morgens leicht übermüdet von einem Filmset nach hause und hörte kurz vor 6 Uhr den ersten Bericht über den King im Deutschlandfunk.
Und wo wart ihr, damals?
Zwischen Tag & Nacht
In einem gottverlassenen Schloss irgendwo ‚in the middle of nowhere‘ . Ich wäre am liebsten zu hause in meinem Bett… Wenn ich Glück habe ist das in 3 Stunden der Fall.
Morgen das ganze noch einmal und dann ist es vorbei.
Uff…
Watte
Der erste Tg nach einem Nachtdreh ist ein Wattetag. Ich sehe die Welt wie durch einen Nebelschleier und fühle mich wie in Watte eingepackt…
Nur gut, dass ich Watte nicht als ekelig empfinde und sie ohne eine Gänsehaut zu bekommen, anfassen kann. Es soll Menschen geben, denen es dabei kalt über dem Rücken läuft.
Into the night
Bevor ich es vergesse, da ich nicht weiß ob ich viel Zeit zum Schreiben habe; ab morgen Abend bzw. heute, ist wieder Nachtdreh angesagt. Ich verspüre keine große Lust dazu, aber wenn ich die hinter mir habe ist zumindest die Rechnung vom Reisebüro bezahlt.
e-Lake
Ach ja. Alle Jahre wieder. Ich war bestimmt nicht mehr seit sieben oder acht Jahren dort. Bis heute. Fabrice schleppte mich mit. Als Beweis dieses Foto:

Ich kann mich noch an die aller ersten Partys am See erinnern. Damals hieß das noch Open-Air Disco. Ich war achtzehn. Es waren ein paar Lautsprecher ein paar blinkende Lichtlein und eine kleine Discokugel. Am Samstag waren vielleicht 500 Leute dort. Es gab ein Stand mit Getränken und ein Stand mit Würsten und Pommes. Mehr war da nicht.
Und heute?
Zu groß, zu laut und zu viel von allem.
