Geist in einer Muschel

So manche werden wissen von was ich jetzt spreche.Vielen wird es aber kein Begriff sein. Als ich vor 2 Jahren das letzte Mal in Cannes auf den Filmfestspielen war, hatte ich vom Manga Innocence gesprochen. Ich fand den damals sehr sehr schön, obwohl ich gestehen muss, dass ich nicht alles verstanden hatte. Das kam daher, dass ich nicht wusste, dass es bereits einen ersten Teil gab. Jetzt da ich beide gestern auf DVD gesehen habe, bin ich schlauer.

Ghost in the Shell

Ghost in the Shell 2 Innocence

*Ein wenig später habe ich dann festgestellt, dass MTV die Serie Ghost in the Shell-Stand alone Complex jeden Sonntag Abend im Programm hat. Das hebt den Sender der nur profundes Wissen über Klingeltöne vermittelt um einiges…*

Gipfeltreffen

Einen sehr vergnüglichen Abend gestern verbracht. Wenn Diane und ich uns treffen, dann nennen wir das immer Gipfeltreffen, den Putin und Bush sehen sich öfter als wir beide.

Kurz davor schickte sie mir ein paar Fotos. Eine Werbeaktion der französischen Bahn, die schon im März dieses Jahres über die Bühne ging. Etwas für Französisch Kenner.

Na? Habt ihr das Wortspiel verstanden?

Ups…

Bevor ihr hier weiter lest, lest zuerst den Eintrag aus der Schattenzeit. Kam gestern per Trackback…
Ich weiß nicht ob ich den Kopf schütteln soll, oder laut lachen.
Das Posting über den Vergleich der Antworten von einem Frageblog (hier) scheint dieser Dame nicht gefallen zu haben. Da sie selbst auf die Fragen geantwortet hat standen ihre Antworten im Vergleich natürlich mit dabei.
Offensichtlich stört es sie, dass ich eine eigene Meinung habe. Zudem hört sich ihr Eintrag an, als ob sie ihre eigenen Antworten rechtfertigen müsste. Warum wohl?!?!

Auf 2 Bemerkungen von ihr möchte ich eine Antwort geben. Das mit den Schreibfehlern z.B. Hierzu lese man bitte diesen Satz, der seit Menschengedenken im Blog steht, unten auf der Seite „über mich“ , der da lautet: “Schreibfehler sind gewollt und dienen der Unterhaltung.”
Ich verbessere sie aber ab und zu wenn ich nachträglich welche finde. Aber seit in der deutschen Rechtschreibung die Anarchie vorherrscht…aber das ist ein anderes Thema. Warum meine Kommentare meistens ausgeschaltet sind, kann man dort auch nachlesen, was der Schattenzeitdame übrigens auch nicht passte.
Der andere Vorwurf von ihr ist, dass ich nicht alles und jeden verlinkt habe. Man kann es ohne großen Aufwand nachverfolgen, wer was geantwortet hat, indem man die Trackbacks und Kommentare bei Gimme5 anklickt. (Genau so habe ich das nämlich auch getan.)
Aber um des Friedens willen, bitteschön:
Antworten von „Schattenzeit“ auf die Fragen von Gimme5 vom 13 September.
Die anderen könnt ihr wie oben beschrieben nachverfolgen.

Googlewerbung für Ratzi

Zwei Dinge vorweg.
Der Serverumzug meines Providers ist dann doch nicht so glimpflich verlaufen wie angekündigt. Ich wollte gestern Abend in aller Ruhe noch ein Posting schreiben, was aber nicht ging denn das ganze Blog war weg! Es war als ob mich jemand mit dem Hammer erschlagen hätte. 3 ½ Jahre meines Lebens auf einen Schlag gelöscht. Nach vielem hin und her fand ich dann alles wieder, d.h. die Daten waren noch alle vorhanden, sie wurden nur nicht angezeigt. Ich reif am späten Vormittag beim Hoster IFL an,( einer von den beiden hat übrigens auch ein Blog) und man versprach mir, dass man sich heute darum kümmern würde. Uff… Nicht auszudenken wenn alles weg gewesen wäre.
Der zweite Grund warum ich wenig schreibe in den letzten Tagen, ist die Arbeit die mich voll im Griff hat.

Nichtsdestotrotz habe ich ein paar Fundstücke ausgegraben die euch nicht vorenthalten kann. Eine Fanpage über den Papst, die ich über meine Counterseite gefunden habe. Die Frau die diese Homepage betreibt, hat nämlich dafür bei Google massiv Werbung geschaltet. Und das nicht grade klein wie das Bild unten zeigt.

Die Aufmachung von der Seite ist grauenvoll. Wenn man von einem Modetrend in der heutigen Homepagegestaltung ausgeht, hat diese Seite Steinzeitlook. Klickt man dann etwas weiter, sieht man dass diese Frau ebenfalls ein großer Fan von Alice Cooper ist.(Lebt der noch oder vegetiert er schon?) Alice Cooper, der seine Konzerte immer wie schwarze Messen zelebriert hat mit Schlangen und dergleichen. Wie bitteschön passt das zusammen? Als Erklärung dafür schreibt sie:

Alice Cooper is now a new born christian and a man of high spirit.

Na ja, das mit dem „high spirit“ war ja schon davor, aber eben für die andere Seite…

Sehnsucht

Nachdenken über das exzessive Schreiben. Ich gehe langsam auf das vierte Jahr meines Blogs zu. Wenn ich es hochrechne wären das 10 % meines gesamten Lebens die ich in kurzen Abschnitten niedergeschreiben habe. Irgendwie würde ein schlauer oder weiser Spruch passen, aber ich habe grad keinen parat.

Ausschalg für die Rückbesinnung war das zurückblättern im Blog. Ich sass nicht ganz unfreiwillig gestern oder vorgestern hier und zappte mich durch die Einträge. Dabei las ich mich in der Zeit fest in der ich über einen Monat in Berlin war. Ich fand ein Foto von mir mit dem Kommentar „ein durchgefrorener aber glücklicher Joël“. War ich das wirklich so? Oder erlag ich dem Trugschluss eines Augenblicks? Wenn ich mir die Zeit im Gedächnis zurückrufe, was ja die Essenz davon ist, dann weiss ich dass es eine schöne Zeit war in der eine sehr enge Freundschaft gab, die sich längst entzweit hat. Wenn ich die Passagen durchlese erkenne ich aber auch an den Zwischentönen, dass es auch eine Zeit war in der ich zeitenweise die Sehnsucht packte. Die Sehnsucht nach Dingen die mir heute recht diffus erscheinen. Was es genau war weiss ich nicht mehr. Ich weiss nur noch das ich oft sehnsüchtig war….

So wie jetzt. Und seltsamerweise kann ich es wieder an nichts Konkretem festmachen.

Zwischenruf

Da mein Hostingprovider mich angeschreiben hatte, dass in den nächsten Tagen einiges nicht klappen würde wie üblich, da Umbauarbeiten am Server stattfinden, (noch bis Dienstag) und eh nicht viel passiert ist, ist es hier auch etwas ruhiger.

Zudem hat mich die Arbeit wieder voll im Griff. Ein englisches Theaterstück im GDL. Broadway in the shadows.

Sascha Ley

Konzert im Inoui. Nein, ich habe gestern mal ausnahmsweise nicht dort gearbeitet, sondern war ein regulärer Zuhörer eine Jazz Konzertes. Moment…ich suche den Link. Hier. Sascha Ley hat zum ersten Mal alles selber geschrieben, komponiert und arrangiert. Es ist Jazz pur, und sehr sehr schön. Und das schönste ist; eine CD davon kommt im Dezember auf den Markt. Hatte ich schon mal erwähnt dass Sascha eine gute Freundin von mir ist? Es gibt ein Bild im hier im Log(wo genau weiss ich nicht mehr) in dem ich mit ihr abgeblidet bin….

Hier. (es ist einfacher das Bild in Photobucket zu suchen) Das ist schon ein Weile her im Musical „Alice Underground“
Und heute geht endlich die Arbeit wieder los. Gott sei Dank, denn es war jetzt lange nichts.

Eintrag für den ich mich zutiefst schäme

Heute Morgen ins Badezimmer schlurfend, mich aufs Klo setzend, seitlich zum Fenster hinausschauend, das trübe Wetter betrachtend, dann vor mir eine Kiste Aldi-Kleenex entdeckend, die Aufschrift betrachend:

SUNNY DAY ON THE BEACH; und tief seufzend wieder zu Fenster hinausschauend, mein Geschäft verrichtet.

Das Parfum

Ich war sehr skeptisch, weil die letzte große Romanverfilmung die ich mir angesehen habe, der Da Vinci Code, ein Flop sondergleichen war.

Doch hier war ich angenehm überrascht. Ein sehr schöner Film mit einer opulenten Bilderflut, sehr leise und dezent erzählt, und kein bisschen langweilig. Sogar der Hauptdarsteller, den viele in den Kritiken als zu schwach skizziert bezeichnen, finde ich nicht so schlimm. Es geht schließlich um Geruch,um Gestank, um Parfum, um edele Gerüche genau so wie um faulen Fisch. Natürlich können Bilder keinen Geruch ersetzen, keine innere geistige Haltung, also alles das was den Roman von Patrick Süßkind immer als unverfilmbar gelten ließ. Und doch muss ich gestehen, dass die „Essenz“ (um in der gleichen Sprache zu bleiben) der Geschichte nicht verloren geht. Die Bilder sind so eindringlich, dass man es nicht riechen muss.

Aber ich muss ebenfalls gestehen, dass ich das Buch vor mehr als 15 Jahren (wenn nicht länger) gelesen habe und es nicht kurz davor aus dem tiefsten Winkel ausgegraben habe. Somit ist mir ein präziser Vergleich kaum möglich. Aber ich werde es jetzt im Nachhinein lesen. Vielleicht ist es sogar besser so.

(zum Verlinken hatte ich keine Lust…mach ich morgen…gähn)

Der Unterschied

Ich hatte bereits an dieser Stelle die sogenannten Frageblogs erwähnt wie Gimme 5 oder Die freitäglichen Fünf. Diese Blogs stellen jede Woche 5 Fragen man in seinem eigenen Blog beantworten kann. Auf einem Streifzug gestern habe ich erstauterweise festegestellt, dass manche Blogs ohne diese Fragen gar nicht exsitieren würden, so als ob an der eigenen Initiative fehlt, etwas selbst zustande zu bringen.

Einen Frageblock von Gimme 5 habe ich gestern herausgenommen und mir die einzelnen Antworten angesehen. Und da die Fragestellung an sich schon interessant war ließen Antworten recht tief blicken. Hier die Fragen:

Spontan
1. Woran musst du spontan denken, bei: deiner Mutter?
2. … deinem Vater?
3. … deinen Geschwistern?
4. … deiner besten Freundin/deinem besten Freund aus der Schulzeit?
5. … deinem liebsten Haustier?

Bei Muttern gehen die Antworten von Bewunderung, Ehrfurcht tiefe Liebe hin zur Nervensäge. Dazwischen gab es fast nichts:

  • Bescheidenheit und dass sie mir das Liebste ist.
  • Herzensguter Mensch
  • Der wichtigste Mensch in meinem Leben
  • Linzertorte! Keine schmeckt sooo gut wie die von meiner Mum.
  • Immer mit dem Strom schwimmen und bloss kein Risiko eingehen.
  • Sie hatte vor zwei Wochen ihre erste Schönheitsoperation…
  • Stress und Ärger
  • Supernette Frau, die mich auch ohne grosse Worte versteht.

Ganz interessant fand ich die Linzertorte und die Schönheits OP. Wenn das der erste Gedanke ist den einem durch den Kopf geht bei der eigenen Mutter… naja

Bei Papi ist es da schon etwas anders:

  • Ich vermisse ihn schrecklich, obwohl wir uns häufig gestritten haben (aber eigentlich nie ernsthaft).
  • zu früh von uns gegangen
  • Lebt er überhaupt noch?
  • Computer & Aktien! Mein Dad ist da mal so richtig fit!
  • Wenn wir uns mal nicht streiten, reden wir nicht miteinander.
  • Ich bin gerade am überlegen, wozu ich ihn in nächster Zeit noch zwingen wollte…
  • den habe ich total lieb
  • Schade das er so früh verstorben ist
  • Würde gerne mit ihm mehr unternehmen. Aber auch so eine supertolle Person.

Hier gehen die antworten auch querbeet aber anders. Die Antworten über die Geschwister sind da neuraler als die zu den Eltern.

  • An unsere Haßliebe und dass er so viel Pech in seinem Leben hatte. Außerdem hätte er noch ein bisschen mehr Zeit auf diesem Planeten verdient gehabt.
  • Hätte gern welche gehabt.
  • Fussball! Mein Bruder wirds auch noch irgendwann ganz weit bringen!
  • Er wird nächste Woche 26… allerdings habe ich ihn seit über drei Jahren nicht mehr gesehen und auch nicht gesprochen. Da er einen amerikanischen Pass hat, wird er wohl nicht mehr in GER sein. Who knows…
  • Meine Schwester war letzte Woche in Wien und hat mir eine Karte mit Sujets von der Spanischen Hofreitschule geschickt. Cool.
  • wir haben zwar Kontakt, leben aber irgendwie in zwei unterschiedlichen Welten
  • Mein lieber kleiner (großer) Bruder, nach Papa – der beste Mensch meiner Welt
  • Hab zwei tolle Schwestern. Ich habe wirklich Glück mit meiner Familie. Wir verstehen uns alle super.

Und wenn man die Antworten durchliest merkt man dass manche der Blogger doch irgendwie mit einem Schuss zu viel Oberflächlichkeit gesegnet sind. Bei dem nächsten Antworten Block über Freunde sind die Antworten quasi gleich:

  • An die tollen gemeinsamen Erlebnisse und ob sie sich wohl auch noch dran erinnert.
  • Was macht er wohl heute?
  • Wie es ihr so ergangen ist und was sie heute wohl macht. Was mag die jetzt machen, wie mag’s ihr gehen? Wäre wirklich interessant zu wissen!
  • K. meine beste Freundin aus der Primarschule und B. meine beste Freundin aus der Sek hab ich beide kürzlich getroffen. Es war ganz angenehm, jetzt ist der Abstand so gross, dass wir uns sogar freuen, einander zu sehen. Ich bin auch immer neugierig, was aus den Leuten wurde. Aber es ist schon so, wir haben uns auseinandergelebt, leben in verschiedenen Welten.
  • würde mich interessieren was aus ihr geworden ist…
  • Schulzeit, niemand, da waren nur Idioten
  • Leider lebt sie nicht mehr. Was mich unheimich traurig stimmt.

Die Antworten über die Haustiere sind wieder unterschiedlicher, und ein paar haben gar nicht darauf geantwortet. Ich vermute dass sie kiene besitzen.

  • Also, ich hatte alle meine Haustiere (Hunde) lieb und jeder war auf seine Weise etwas ganz besonderes. Jetzt hab ich ja nur noch Marder als Untermieter
  • Liegt sicherlich faul auf der Couch rum, mit vollgefressenem Magen und döst vor sich hin.
  • Der Vogel in meinem Kopf! Manchmal wundere ich mich echt über mich selbst! (hab kein normales Haustier!)
  • Ich habe keine Haustiere mehr, aber wenn ich suche, finde ich bestimmt irgendwo eine einsame Stubenfliege. Und da fällt mir dann nur eins ein: raus mit ihr (dead or alive)…
  • Schnauzi das freche Vieh schläft jeweils auf meinem Gesundheitskissen, wenn ich am Computer sitze. Sieht total süss aus. Hinterlässt eine Menge Haare. Gestern habe ich sogar ein ausgefallenes Schnauz-Schnauzhaar gefunden. Sie ist so süss, manchmal könnte ich sie auffressen. Moumou aka das Monster scheint zu merken, dass ich sie nicht ganz so sehr mag. Was vor allem daran liegt, das sie sowieso der Liebling von meinen BesucherInnen, aber in Tat und Wahrheit ein hinterhältiges Biest ist. Wenn ich sie streichle, schlägt sie irgendwann zu. Meine Hand sieht im Moment ziemlich zerkratzt aus. Gestern war sie aber total süss. Ich lag halb auf dem Rücken, halb seitlich, da kam sie und legte sich in meine Armbeuge. Sie schnurrte und liess sich knuddeln. Es war einfach nur wunderbar. Ich bin so unglaublich froh, dass ich die beiden habe…
  • Meine Ex- Katze Silvie die sich nach einem Umzug ein neues Heim gesucht hat, man sollte halt nicht mir einer “drinnen” Katze auf´s Land ziehen. Ich hoffe es geht ihr gut und sie hat freundliche neue “Dosenöffner” gefunden
  • Oehrly.. unsere erste Hauskatze (Europäisch Kurzhaar, graugetigert). Hab sie sehr sehr lieb gewonnen. Leider musten wir sie einschläfern lassen (Metastasen im Bauchbereich). Nun habe ich einen eigenen 15 Jahre jungen Hauskater, auch ein Europäisch Kurzhaar, graugetigert und ein Knuddelmonster erster Klasse. Lässt sich kneten, durchs Fell wuscheln und schubsen. Knurrt nicht, beisst und kratz nicht, faucht sehr selten

Ganz aufschlussreich was da so manche von sich geben. Vom oberfläcklichen Bla Bla bis hin zu kurzen Stichworten, die es genau auf den Punkt bringen. Man könnte es wöchentlich mit jedem Frageblog tun.
Ich hoffe ihr wisst die ganze Formatierungsarbeit zu schätzen. Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet.

Missbrauch eines Wortes

An Tagen an denen man gerne hätte dass es bestimme Dinge einfach gibt, weil es sie nun mal gibt, gibt es sie nicht, weil sie nicht wollen. Ich spreche von Technik. Ich spreche von WLAN. Ich spreche von öffentlichem WLAN z.B. im Café de la Poste in Echternach. Nun ja….

Ich habe heute über das Wort Experte nachgedacht. Ein Wort das, wie mir in letzter Zeit immer mehr auffällt, sehr missbraucht, ja sogar vergewaltigt wird. Es darf sich heute alles und jeder Experte nennen. Ich selbst wurde schon mal als Experte gehandelt im Bezug auf das Internet. Ich weise dieses sehr weit von mir. Ich bin in nichts Experte. Ich mute mir den Titel nicht einmal in meinem eigenen Beruf zu.

Ganz schlimm viel es mir vor allem in der letzten Zeit auf, in solchen Experten TV Sendern, in dem man für 2 Euro pro Minute sich einem Expertenpool anvertrauen kann. Experten im Hellsehen, Astrologie, Kartenlegen, Karma, Reiki, sogar Familientherapie. Es fällt mir ebenfalls in Presse auf, sogar in der seriösen Presse.
Hier Beispiel:

Klimaerwärmung. Experten warnen vor…

Oder:

Experten haben herausgefunden, dass…

Experte in was bitteschön? Im Klodeckel auf und zu klappen? Braucht es dafür einen Experten? Was ist überhaupt ein Experte? Einer der Bescheid weiß? Einer der weiß wo es lang geht?
Das Wort müsste neu definiert werden, einen Gütesiegel, der den Missbrauch verbietet…

*Und als ich mit dem eintrag fertig war ging das WLAN plötzlich wieder.*

Abfertigungsautomatismus

Ich weiss dass ich mich heute wiederhole und das mir das was ich jetzt schreiben werde, schon mehrfach geschrieben habe. Aber es ist mir noch nie so aufgefallen wie heute. Ein Tag wie dieser ist ein Tag an dem ich eigentlich nichts ins Log schreiben sollte, da alles was war vielleicht nicht unbedeutend war, aber es verfällt in einem Abfertigungsautomatismus. Dinge werden erledigt und rutschen weg um neuen Erledigungen Platz zu machen die der gleichen Unbewusstheit erledigt werden und am ende des Tages fragt man sich wie man eigentlich den ganzen Tag verbracht hat…

Etwas Neues habe ich aber heute nachmittag ausprobiert allein schon, weil mir das tägliche Schwimmen fehlt das ich in Corsica keinen Tag ausgelassen habe. Es gibt nicht allzuweit von hier in Bitburg ein sogenanntes Erlebnisbad, das ich bis jetzt noch nie besucht hatte obwohl man mir immer vorschwärmte wie toll es dort sei und toll die Saunalandschaft wäre. Das Saunagelände ist in der Tat eine Wucht, aber die Schwimmbecken, zumindest die Innen, sind nicht so toll. Zumal das große Schwimmbecken in dem man eigentlich richtige Bahnen schwimmen sollte, ist vollgestopft im kreischenden Kindern denen man immer wieder ausweichen muss. Zudem passen kreischende Kinder und ich nicht zusammen. Aber das is ein Thema das wir mal aussenvor lassen. Es würde den Rahmen dieses Postings sprengen.

Und so rieselte mir der Tag zwischen Erledigungen und Erlebnisbad durch die Finger und zu später Nachtstunde sitze ich frage mich was denn heute alles war.

Café de la Poste

Ich hatte es schon mal erwähnt, dass es hier ein gratis WLAN gibt und sogar Notebooks zur freien Verfügung stehen. Der Typ der im Moment bedient ist nicht so besonders. Ein kleiner Wichtigtuer…na ja. *Author googelt grade eine eventuelle Homepage des Betriebes*…hier. Ist nicht die offizielle Homepage vom Café aber hier sind sie mit der Adresse vermerkt. Die Leute die hier ein und aus gehen, sind breitgefächert. Das Café wurde vor wenigen Jahren von Grund auf renoviert als der Sohn es vom Vater übernahm. Daher verkehren hier noch immer ein paar alte „Thekenfliegen“(sagt man das so?), die der junge Besitzer von Vater übernommen hat. Etwas eigenwillig eingerichtet, zumal die seltsamen die blaugrünen Oberlichter der Fenster sind irgendwie fehl am Platz. Die Musik ist ein Tick zu laut und nicht so sehr nach meinem Geschmack. Und alles in allem frage ich mich grade was ich hier mache, wenn mich so vieles stört? Wahrscheinlich weil ich hier der Außenseiter bin und man mich weitgehend in Ruhe lässt…
Ich sollte über das Wetter reden das wunderschön ist und für diese Jahreszeit in Luxemburg eher ungewöhnlich. Wenn es nach mir ginge könnte es so weitergehen bis Allerheiligen.

Kennen sie Steinberg?

Ich kannte ihn bis vor einer Woche noch nicht. Gelesen über ihn habe ich im Fludie Glacial in Ajaccio am Strand. Eine Comic Zeitung die es wahrlich in sich hat im positiven wie im negativen Sinn. Saul Steinberg ist Zeichner und Maler. Den Stempel Comic Zeichner wollte er sich nie aufdrücken lassen, weil er meine seine Zeichnugen seinen nicht witzig genung. Steinberg gehört auch nicht zu der Kategorie „Fluide“ Zeichner (über die man sich ein sehr gutes Bild auf deren Homepage machen kann) sondern eher zu den Minimalisten.

Und als ich eben Steinberg googelte fand ich sogar eine Foundation. Mir gefallen seine Zeichnungen sehr.

Ich kanns nicht mehr hören!!!

Jedes Jahr am 10. September feiere ich meinen Geburtstag.

Jedes Jahr am 11. Septemebr haben wir gefälligst geschockt zu sein und in tiefer Trauer zu zerfließen, wegen dem Anschlag auf das WTC. ICH KANNS NICHT MEHR HÖREN VERDAMMT NOCH MAL!!!
Das Leben geht weiter und solange wir daraus immer wieder ein Welttrauertag verantstalten, bleiben wir am gleichen Fleck kleben und kommen nie von der Stelle. Und jedes Jahr immer wieder die gleiche Frage. Wo war man denn als das grade passierte und man davon hörte? Ich weiß es nicht mehr und es interessiert mich auch nicht mehr! Und wer bis heute noch immer nicht damit klar kommt wie z.B. die ganze Pressewelt, sollte sich bitte schleunigst in eine Therapie für verschleppte Trauer begeben.

MOVE ON!

Zu Hause

Gestern abend kurz nach 10 in Luxemburg gelandet. Ein langer Tag. In Ajaccio noch das Musée Fesch besucht. Ein Musum das ausschließlich Malerei zeigt. Jedoch sind die Räume nicht zum besten beleuchtet und die Klimanlagen gehen auch nur zum Teil so dass die Werke die manchmal bis ins 15. Jahrhundert zurück reichen wahrschnlich mit der Zeit arg in Leidenschaft gezogen werden. Es sind sehr viel Gottes- und Heiligenbilder. Nicht so ganz mein Geschmack.

Da ich erst seit wenigen Stunden wach bin, und heute noch so einiges auf mich zukommen wird (heute ist ja DER Tag an dem ich die 30er entgültig verlassen werde) schreibe ich später mehr.

Ach ja Aprestu, der Titel vom vorigen Eintrag ist Korsisch und heisst Aufwiedersehen.

Aprestu

Der letzte Tag in Korsika. Ganze 14 Tage habe ich hier verbracht auf den Spuren meiner Kindheit, ein paar kleine dinge wiedergefunden, aber vor allem festgestellt, dass die Welt sich weiterdreht und nichts von Bestand ist.

In ein paar Stunden werde ich wieder zuhause sein, und euch dqnn noch ein paar Fotos nachsenden.

Vorletzter Tag

Und wie der Zufall so spielt, haben die im Hotel mehr Probleme mit dem WLAN als erwartet. Der Grund warum ich heute leider wieder mit Handy blogge. Dabei war vorhin die Stimmung so schön und die Ideen sprudelten nur so in meinem Kopf was ich denn alles schreiben wollte. Jetzt nach dem ganzen Gehadere mit WLAN und einloggen oder nicht, ist alles futsch.
Es ist der vorletzte Tag vor meine Abreise und schon sind die Gedanken schon dort wo sie eigentlich noch nicht sein sollten, nämlich bei der Abreise. Ein Grund dafür dass ich ich heute schon darüber überlege könnte am Vollmond liegen. Er scheint hier so hell und klar das ich eben als ich noch einmal unten am Strand war und mir das Meer im Mondschein angesehen habe. So romantisch schon fast kitschig und doch ist es ein Augenblick den ich so in der Form nicht in Luxemburg haben werde.
Quallen gab es heute übrigens fast keine mehr und ich konnte wieder schwimmen. Da es heute recht diesig und schwül war, wie ich es nur von Luxemburg her gewöhnt bin, war das alle halbe Stunde kurz ins Meer hüpfen eine Wohltat.
In der Hoffnung dass morgen Abend das WLAN wieder einigermaßen klappt, damit ich euch zumindest noch ein paar Fotos zeigen, werde ich jetzt ins Bett verschwinden und den den Roman von Tess Geritsen fertig lesen. (…denn ich per Handy übrigens auch nicht verlinken kann…)
 

Quallen

Ich muss mich heute sehr kurz fassen, da ich auf dem PC der Rezeption schreibe und die hier ein Problem mit dem WLAN haben. Schwimmen im Meer war heute leider nicht drin, weil alles urploetzlich voll von Quallen war. Ausserdem habe ich hier eine AZERTY Tastatur und ich werde meschugge, weil ich sonst ein QWERTZ Tastatur gewoehnt bin. Morgen hoffentlich dann wieder etwas ausfuehrlicher. 

Links

Was soll man schreiben, wenn man den gazen nichts tut außer in der Sonne braten und wenn es zu heiß ist, kurz im Meer zu baden? Die meisten von euch werden sagen dass es langweilig und öde ist. Stimmt. Aber da ich endlich mal wieder zum ausgiebenigen Lesen komme, ist es gar nicht so öde. Habe seit Anfang der Woche 2 Audiobooks und anderthalb Bücher verschglungen. Für andere wäre das nicht mal die Hälfte was die scahffen würden, aber da ich nun mal langsam lese, ist das für mich schon recht viel.

Da hier im Hotel ein gratis Wireless LAN zur Verfügung steht, habe ich mir gedacht dass ich euch mal all die Links biete die ich letzte Woche gesammelt habe, euch aber nicht bieten konnte, da das mit der Handybloggerei sehr umständlich ist.

Ajaccio, die Hauptstadt von Korsika. (Das sagt man so, auch wenn nicht unbedingt wahr ist, denn Korsika ist ja ein Deparetement von Frankreich und Ajaccio ist die Bezirksstadt davon.)

Bonifacio ist eine der schönsten Städte von Korsika, die man bei einer Rundreise unter keinen Umständen verpassen darf. (Ich sehe grade dass die Homepage davon auch sehr schön gestaltetet ist.)

Corte ist im Binnenland der Insel gelegen und ist, den Reiseführern nach die heimliche Hauptstadt von Korsika. Corte hat sogar eine Universität. Eine die ich sofort besuchen würde, wenn ich denn einen Abiturabschluss hätte. Das Hotel hier, das etwas außerhalb von Corte gelegen ist, ist sehr zu empfehlen. Traumhaft schön gelegen und für franzsösische Verhältnisse ein feudales Frühstück. Bei weitem noch nicht das was man in Berlin oder sonstwo in Deutschland geboten bekommt, aber immerhin…

Bastia ist nicht zu empfehlen. Eine Arbeitsstadt die wahrlich nichts zu bieten hat was andere Großstädte nicht auch haben. Und lasst euch nicht von der Homepage blenden, es täuscht gewaltig. Doch wenn ihr schon da seid, meidet bitte dieses Hotel!!! Es liegt zwar sehr zentral und ist sauber und die Zimmer sind gut eingereichtet, aber die alte Schachtel die das Hotel führt, ist unausstehlich. Sie verbreitet in Hotel eine Stimmung dass sogar das Personal nicht kaum traut die Gäste anzusprechen. Eine ganz furchtbare unzufriedene Person, die die Gäste wie durchfahrendes Vieh behandelt. Ich habe einige Hotels in den letzten Jahren gesehen, ob beruflich oder privat, aber das ist mir bis jetzt noch nie untergekommen.

Porto sollte man auch unbedingt gesehen habe. Ich habe vor ein paar Tagen ja etwas ausführlicher darüber berichtet. Von Porto aus kann man viele kleine Tagesreisen machen da es dort in der Gegend sehr viel zu entdecken gibt. Piana z.B mit den sagenhaften „Calanches“ ist keine 15 Minuten davon entfernt.

Aber auf einen negativen Aspekt muss ich leider auch aufmerksam machen, so schön und herrlich die Insel auch sein mag. Korsika ist teuer, sehr teuer. Im Verlgleich zu anderen Fereienorten wie Mallorca oder Tunesien, um ein Vielfaches. Ich rutsche so grade noch unter den 3000 Euro durch, für die zwei Wochen mit der Rundreise, dem Mietauto und dem 4 Sterne Hotel. Darin sind in allen Hotels nur das Früstück enthalten. Also kein Mittag- oder Abendessen. Eine nothing-inclusive Reise. Aber dafür findet man hier auch kein Ballerman Ambiente sondern viel atemberaubend schöne Natur, die einzigatig ist und saubere Städte und Plätze.

Braun werden

Nach der Tour de Force einmal über die ganze Insel, war heute der erste Tag, an dem Entspannen pur angesagt war. Das Hotel, (das ich jetzt endlich mal verlinken kann) hat einen kleinen Privatstrand mitten den Felsen. Ein absoluter Traum. Niemand der stört oder rumschreit oder lautstark jedem sein mp3 Player mit Lautsprecherboxen präsentiert.

Das kleine Besäufnis gestern Abend war eigentlich die Schlussfeier der letzten Tage. Ab heute wird gefaulenzt. Den Kriminalroman Der Meister von Tess Geritsen angefangen. Ich habe selten etwas blutrünstigeres gelesen. Aber da schon vorne auf dem Buch steht, der Spiegel hätte geschreiben, das Buch sei nichts für Mimosen… Beim Lesen selbst lassen mich die greueltaten eiskalt. Erst im Nachhinein haben sie eine Wirkung.

Wenn es in den nächsten Tagen etwas ruhiger werden sollte hier, dann hat das nur damit zu tun, dass der größte Stress darin besteht, mich mit Sonnenschutzcreme einzucremen. Und ausser einem einzigen Mal ist das nicht erwähneswert.

Fotos der letzten Tage

Der Genuesenturm in Porto

Strand in Porto

Casanova rette uns.

Bastia am Pier

der Fährenhafen in  Bastia

Und das Schönste am Schluss. Ein Foto des für mich sagenumwobenen Hotel meiner Kindheit in mitten des sagenhaften Panoramas das Korsika zu bieten hat.

Zurück in Ajaccio

Ich bin wieder dort wo ich die Reise angefangen habe, in Ajaccio. Jetzt aber nicht mehr mitten im Zentrum sondern etwas außerhalb 10 Minuten von den „Iles Sanguinaires“, den blutigen Inseln entfernt.

Ich werde heute nicht viel berichten, weil ich leicht besäuselt bin, wegen zu viel Wein. Ein Bericht folgt morgen. Aber hier im Hotel gibt es WLAN. Edlich!!! Die andere Variante war ok, kostet mich aber ein Vermögen und ist Bilder- und Linklos. Ihr dürft euch auf eine Reihe Bilder gefasst machen.

Porto

Wo soll ich anfangen?
Es war ein Tag in den ich eine ganze Reihe Hoffnungen, Sehnsüchte und Erwartungen hineingelegt habe und irgendwie wurden alle nicht richtig erfüllt. Der Versuch etwas herbeizuführen das nicht mehr ist, selbst wenn man es noch so forciert, ist ziemlich frustrierend. Ich hätte es wissen können. Wie konnte ich nur so dumm sein.
Die Fahrt von Calvi nach Porto war die Schlimmste bis jetzt. Ich hatte zwar schon eine Reihe von von Serpentienenstraßen hinter mir von den letzten Tagen, aber das war alles nur Übung im Vergleich zu heute morgen. Dabei war sie zu Anfang ganz nett, aber je näher wir an Porto herankamen um so schlimmer wurde sie.
Ich versuchte je näher wir an die Porto herankamen Dinge wiederzuerkennen. Ich machte mich gegenüber meine Reisebegleitung fast lächerlich. Porto war meine Kindheit, ein Teil von mir, hier habe ich jeden Sommer verbracht bis ich 5 Jahre alt war. Danach kamen noch ein paar Sommer und der letzte davon war als ich 10 oder 11 Jahre alt.  Dazwischen liegen 30 Jahre.
Ich habe das Hotel wiedergefunden, in dem wir jedes Jahr waren. Ein kleines Hotel etwas außerhalb von Porto direkt am Fluss gelegen. Es hat sich dort nicht viel verändert. Und doch hat sich alles geändert. Die Zeit ist hier so wenig stehen geblieben wie in Luxemburg. Die Zeit hat hier so viele Spuren hinterlassen wie anderswo.  Es gab und gibt heute noch immer neben den Hotel ein kleine Tankstelle mit einer Werkstatt. Aus lauter Nostalgie habe ich dort getankt. Jedem, aber wirklich jedem der es hören wollte, (oder auch nicht) lallte ich die Ohren zu, dass ich schon mal vor 30 Jahren hier war. Ob es jemanden interessiert weiß ich nicht. Es war mir auch irgendwie egal. Ich wollte es loswerden, und vielleicht ein Echo von jemandem bekommen, der damals schon hier gelebt hat. Reaktionen kamen so gut wie keine…
Es war enttäuschend und ich hatte Mühe die Tränen zu unterdrücken als wir weiterfuhren.
Es gibt in Porto einen Genusenturm, von denen es über 100 Stück auf der ganzen Insel entlang der Küste gibt. Selbst den habe ich nicht wiedererkannt, weil von Grund auf renoviert wurde und sich heute ein kleines Museum darin befindet.
Und dann fast am Ende des Tages fand ich ein Geschäft mit einem Atelier das Schmuck und andere Gegenstände aus Nacker verkauft. Im Geschäft erkannte ich Dinge wieder die es schon damals gab. Im Eingang stand eine riesige Hälfte einer Muschel auf einem Sockel die damals ein Springbrunnen war. Mir schlug das Herz höher und ich hatte Gänsehaut. Ich erkannte die Muschel wieder. In der Ecke der Kasse stand eine ganz alte Amphohre, die sonst immer in der Auslage stand. Mein Herz machte einen Luftsprung.  Ich kaufte  eine Eule aus Nacker für meine Sammlung, so kitschig, dass ich sie mir unter anderen Umständen wahrscheinlich nicht gekauft hätte.
Aber für mich ist ein Stück meiner Vergangenheit, von dem was ich war und was ich heute bin.