Von Canberra nach Perth

6:15

Der erste Flug nach Sydeny fing damit an dass wir ein klein wenig später wegflogen. Der Grund: Es war nicht nur ein sondern gleich zwei Feuer ausgebrochen in Sydney. Eines im Kontrolltower und eines in internationalen Terminal. Das machte mich ein wenig hibbelig wegen dem Anschlussflug, doch ich vermutete mal, dass wenn mein Flieger ein wenig später ankommt, wird der andere auch später abfliegen, weil eh alles verspätet ist. Dem war auch so. Ich hoffte innerlich dass mein Koffer es auch geschafft hatte, was ich aber erst in Perth erfahren sollte.

Yep, der Koffer war mitgekommen. Da der Flug fünf Stunden dauerte, sah ich mir über das Handy eine Serie aus dem Streamprogramm des Flugzeuges an. Nine Perfect Strangers von David E. Kelly, der so manche gute Serie geschrieben hat. Ein sehr edeles Wellness Resort, verspricht aus völlig zerbrochenen Menschen binnen zehn Tagen jemand völlig neues zu machen. Leiterin des Wellness ist eine Russin gespielt von Nicole Kidman. Eine weitere Hauptrolle wurde mit Melissa Mc.Carthy besetzt und der schöne Luke Evans ist auch dabei. Ich konnte aber leider nicht alle acht Folgen bingen, weil fünf Stunden nicht genug waren. Ich fand die Serie sehr gelungen, zumindest bis zur fünften Folge.

In Perth angekommen rückte die Uhr wieder drei Stunden nach hinten und schlug mir die Hitze entgegen. Puh! Mir war nicht mehr bewusst wie heiß es hier werden kann. Ich erinnerte mich an einen Tag vom letzten mal als die Temperatur im Schatten 42 Grad betrug!

Ich hatte keine Lust mich großartig zu plagen und den neuen Zug zu nehmen, und nahm ein Taxi in die Innenstadt. Ich bin wieder in einem Ibis, aber diesmal nicht das Styles, wie das letzte mal sondern eines das mehr im Zentrum liegt. Und gegenüber denen von davor hat dieses Hotel ein bitterböses Touchup nötig. Zumidest mein Zimmer sieht schon sehr verlebet aus. Nun ja. Ich bin ja nicht hier um die Tage im Zimmer zu verbringen. Ich kümmerte als erstes um die Wäsche. Ich hatte nur noch für zwei Tage anzuziehen. Dann wird es gewöhnungsbedürftig was den Geruch angeht. Und da bin ich für mich selbst sehr pingelig.

Was mir hier übrigens mehr auffiel wie irgendwo sonst auf der ganzen Reise; es kam mir hier wesentlich mehr Schweißgeruch in Duftwolken entgegen als irgendwo sonst.

Ich erinnerte mich an das großartige Restaurant Petition Kitchen von der letzten Reise, von dem ich oft noch schwärmte, als ich im Lockdown war und mir alles vorkam als ich die ganze Reise nur geträumt. Ja es gibt es immer noch! Aber ich war nicht fix genug und bekam für den Abend keinen Tisch mehr.

Das es Sonntag war, war eh viel geschlossen und ich wanderte ein wenig durch die Straßen um zu sehen war es sonst noch so gab. Ich fand einen hochanständigen Italiener.

Ich hatte Tagliata vom Rind unter Rucola begraben:

War aber sehr gut.

Canbera: National Gallery & National Portrait Gallery

Die beiden liegen nebeneinander. Die National Gallery ist das Pendant zum Mudam und zeigt zeitgenössische Kunst und sammelt auch. Es gab zudem eine große Retrospektive der Australierin Cressida Campbell zu sehen, die ich nicht kannte.

In permanenten Ausstellung waren große Klassiker zu sehen. Ich werde jetzt mal keine Namen dazu schrieben und ihr schreibt mir in die Kommentare war der Künstler ist. Und seid bitte fair und benutzt nicht die Reverse Bilder Suche von Google.

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Das war so schön, dass ich es zweimal ablichten musste.
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5.
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Bei Bild 3. überkam mich eine große Herzenswärme, weil ich den Künstler einfach sehr mag und mir immer das Gefühl gibt, jemanden ganz fest und innig in den Arm zu nehmen. Bild 5 ist wohl das bekannteste Werk von ihm zumindest in der Farbkombi mit Orange und schwarz habe ich schon sehr oft gesehen aber halt nie das Original. Nummer 6. ist vielleicht ein wenig kniffliger. Kleiner Typ: Das Kunstwerk ist aus Stahl.

So ich bin gespannt auf die Antworten.

Ein weiterer Teil der Ausstellung war australischer Kunst vorbehalten. Hier setzte man ganz Aborigene Kunst neben Künstler die sich das gleiche Thema ausgesucht hatten, um einen Dialog herzustellen, den es davor nicht gab.

Aborigene Kunst wird ja als eine Art Volkskunst angesehen, die ihren Ursprung in alten Zeiten hatte und demnach auch keine Evolution mit macht. Das stimmt aber nicht und das sieht man an folgendem Beispiel:

Für Cambell musste man eine Zeitschiene beachten, denn der Andrang war groß um sich die Retrospektive anzusehen.

Ich kann verstehen warum man ihre Kunst so beliebt ist aber ich wusste nicht so richtig etwas damit anzufangen. Es ist viel Stilleben und Landschaften die immer perspektivisch leicht schräg sind, so dass es immer ein wenig naiv wirkt.

Ich konnte selten ein Foto frontal von vorne machen, denn es war sehr voll in den Sälen:

Am besten gefielen mir noch ihre Selbstporträts. Sie hat immer diesen leicht bockigen Gesichtsausdruck:

In der Porträt Gallery dann war es viel ruhiger. Der Großteil der Werke waren vor allem Persönlichkeiten aus der einheimischen Szene von denen ich nur wenige kannte. Eine Sonderausstellung beschäftigte sich mit der Frage „Who are you?“ Und da waren ein paar Werke dabei von denen ich sehr beeindruckt war und eine freudige Überraschung gab es auch.

Über die zwei alten Damen freute ich mich sehr weil ich sie sofort wiedererkannt hatte. Es sind Figuren von Ron Mueck, ein Künstler den ich seit Jahren sehr mag, aber von dem man in den letzten Jahren nicht mehr viel gehört hat.

Ich nahm ein Taxi zurück zum Hotel. Draußen herrschten inzwischen satte 34 Grad. Ich legte mich eine Weile hin und schrieb schon mal den Großteil hier vor.

Am Abend ins Rizla noch einmal dem M. Ich scheine definitiv ein gutes Näschen für gute Restaurants zu haben, den das Ritzla war ein Volltreffer.

Ein letztes Foto vom Balkon des Hotels:

Und morgen geht es sehr früh los. Ich muss um 4:00 aufstehen und gegen 5:30 am Flughafen sein. Weiter geht es nach Perth durch drei Zeitzonen auf die Westseite des Kontinents.

Canberra: National Museum Australia

Aua!

Aua!

Auaaaa!

Mein erster Gang nach dem Aufstehen und Duschen war gradewegs in die Apotheke. Auch wenn die Muskelschmerzen gestern sich noch einigermaßen hielten von dem Gewaltmarsch vorgestern, so war es heute schlimmer. Die kleinste Unebenheit ließ das linke Knie bedenklich wackeln. Ich kaufte Aspirin, was bei mir wirklich gegen Muskelschmerzen hilft. Ich warf eine ein und entschied den Weg zum National Museum zu Fuss zu gehen. Ich würde langsam gehen und selbst wenn ich keine 26 Minuten brauchen würde, wie Google das angab. (Das stimmt übrigens NIE! Es ist immer länger!) Es dauerte ein volle Stunde bis ich da war. Aber gut ich bin ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Das Straßenschild passte übrigens sehr gut meinem Gang. Genau so…

Eine Wanderausstellung aus dem British Museum war zu sehen.

Interessant war das man versucht alle Darstelungsweisen durch die ganze Menschheitsgeschichte der Frau darzustellen. Die älteste Figur war von ungefähr 3200 BC:

Figuren von Meerfrauen der Ureinwohner Australiens.
Göttin Kahli

Spannend war auch die beiden Figuren unten. Einmal Aphordite im klassischen Sinne aus der griechischen Mythologie und vor das Original Kostüm von Kyle Minogue als die gleiche Figur aus der Tournee Mighty Aphrodite von 2011:

Am Abend danneine schöne Begenung mit einem Italiener , dem M., der hier an der Uni arbeitet. Wir speisten ganz wundervoll bei Miss Van’s einem Japanischen Fusionrestaurant bei mir um die Ecke.

Später dann ging es noch auf einen Absacker in die eine Bar wo das Foto unten entstand.

Von Sydney nach Canberra

Heute ist Australia Day. Ein wie ich heute morgen Fernsehen hörte, umstrittener Tag. An dem Tag wird auch der/ die Australier*in des Jahres verkündet. Diesmal war es eine Frau die sich in der letzten Zeit massiv gegen Bodyshaming eingesetzt hat.

Das alles bekam ich noch vor dem Frühstück mit.

Ansonsten war ich sehr früh wach weil meine Putzhilfe mich anrief morgens um 2:00 und völlig vergessen hatte dass es so etwas wie eine Zeitverschiebung gibt. Sie entschuldigte sich tausendmal. Ich brauchte jedoch op lange um noch einmal einzuschlafen. Kurz nach 8:00 war ich am Flughafen. Hier, im Gegensatz zu Melbourne ist der Check-in Bereich anders geregelt und das läuft irgendwie runder, selbst bei Hochbetrieb. Ich hätte demnach gar nicht so früh hier sein müssen. Aber ok.

Der Flug war ereignislos und ohne Vorkommnisse. Aber ich merkte doch, dass ich nich sehr geschlaucht war von Tag davor. Meine Oberschenkelmuskel waren sehr grantig bei jedem Schritt. Ich checkte früh im Hotel ein und bekam glücklicherweise sofort mein Zimmer.

Später am Nachmittag drehte ich eine Minirinde Minirunde durch die Stadt in der aber sehr viel geschlossen war wegen dem Australia Day.

Morgen gibt es mehr zu sehen.

***

Da heute wieder so leicht ereignisloser Tag sein wird, weil fliegen die Hauptsache sein wird. Möchte euch etwas zeigen das mir in den letzten Tagen in der Stadt auffiel.

Das Bild sah ich mehrfach in der Stadt kleben. Durch eine Rückwärtssuche fand ich heraus wer das war. Peter Drew ist ein Australischer Künstler der immer noch auf die white policy aufmersam macht.

Sydeny: Letzter Tag mit einem gewaltigen ungewollten Bushwalk

Es ergab sich dass ich zwei ältere Herren begleiten sollte, zu einer Bucht die sehr viel weiter außerhalb liegt, hinter dem Royal National Park, nicht weit von Otford entfernt. Ich hatte gesehen dass dort auch ein Zug hinfuhr, ich begleitete aber die beiden Herren die ein Auto zur Verfügung hatten. Die Fahrt dauerte übrigens eine volle Stunde. Die Werrong Beach war auf den Fotos wunderschön anzusehen. Was ich nicht wusste, war dass man nur dorthin kommt mit einer enormen Kraxelei den Berg hinunter, die mich sehr an die Kraxeltouren aus den Cevennen erinnerte, aber in sehr viel schlimmer. Wandern macht mir im Prinzip nichts aus. Ich weiss aber auch dass meine Knie nicht die stablisten der Welt sind. Waren sie nie.

Wir brauchten gute 30 Minuten um hinzukommen. Je tiefer und steiler es hinunter ging, umso mulmiger wurde es mir, weil ich wusste dass es auch irgendwann wieder hoch gehen musste. Zudem kam dass mich unterwegs mehrere Blutegel befallen hatten und mir an den Waden hingen. Einer der älteren Herren meinte, dass es noch nie so viele so lange gegeben hätte. Es hätte zu lange und zu viel geregnet in der letzten Zeit. Das sah man auch an Stellen des Weges die regelrecht weggespült worden und gefährlich waren.

Wenn man mir erklärt hätte dass der Weg so wäre wäre ich nicht mitgegangen. Die Bucht war schön, aber das Meer sehr wild und unmöglich darin zu schwimmen. Ich ließ mich ein paar mal von den Wellen umhauen, was sehr abkühlte und gut tat. Aber nur deswegen herkommen was es nicht wert gewesen. Ich versuchte so gut es ging mich nicht in Unmut reinzusteigern.

Der Aufstieg war so schrecklich wie vermutet. Fast am Ende der Eskalde wurde mir Bange, den die Knie hatten keine Lust mehr und versagten Burchteile von Sekunden, dass ich immer wieder das Gefühl hatte ich würde im nächsten Augenblick auf der Nase laden. Und die Hitze war auch nicht zu unterschätzen.

Ich möchte an dieser Stelle betonen dass die beiden Herren die davor wie Kaninchen den Berg hinuter gehopst sind, jetzt auch ihre Schwierigkeiten hatten. Blutegel befielen mich diesmal keine, aber die beiden Herren hatten mehrere erwischt.

Unterwegs begegneten wir einer Schlange:

Eine rotbäuchige Schwarzotter. Ein wunderschönes Tier die nur missmutig den Weg frei machte. Wir beobachteten sie mit gebührendem Abstand und sie uns, schlängelte sich dann aber weg. Und ja, sie ist giftig.

Wir fuhren zurück und die Herren entließen mich nei einer Zugstation, die mich schnell wieder ins Zentrum brachte.

Ein letztes schnelles Abendmahl im Zoha und ich ab in die Federn, denn morgen geht es weiter nach Canberra.

Sydney: Perfekter Strandtag

Sonne und ein paar kleine Wolken. Der Tag hätte nicht besser sein können für einen Strandtag.

Doch zu Anfang hatte es dann nicht so ganz geklappt. Ich hatte mir nämlich eine Bucht ausgesucht, die mit dem Bus gut zu erreichen war und die auf den Fotos sehr schön ausgesehen hatte. Zudem war es ein Nacktstrand und nicht mit Kindern gesegnet. Nackt ist für mich kein Problem, ich wollte vor allem kein Kindergeschrei haben.

Doch als ich dort ankam war der Strand zu und ich sah einen Helikopter herum kreisen. Auf dem Schild stand dass die Bucht geschlossen bleibt wegen Bauarbeiten. ?

Ich wußte dass etwa 400 Meter weiter auch ein Strand ist. Doch der war so brechend voll, dass ich wieder zurück zur Bushaltestelle ging. Himmelgotverdammtesch… es kann doch nicht alles an zwei Tagen hintereinander schieflaufen was ich mir vornehme! Ich beschloss die Lady Jane Bay aufzusuchen an der ich schon mal war. Sie liegt aber auf der anderen Seite. Luftlinie eigentlich gar nicht so weit entfernt, doch um hinzukommen, musste ich wieder zum Anfangspunkt zurück.

Ich fand jedoch zwei Ferrys die das schneller bewältigten.

Wunderschön. Und weil das Meer so schön ruhig war konnte ich auch eine Runde schwimmen.

Am Abend was leichtes:

Gute Nacht.

Sydney: Ein Ausflug zum Olympia Parc

Was ich gestern vergaß zu erwähnen, die Musik aus ist Babylon fabelhaft. Und die bekam glaube ich auch schon Preise.

Ich war früh wach. Da ich ja am Donnerstag wieder los muss dachte ich mir dass es vielleicht von Nuzen wäre mich heute um die Wäsche zu kümmern. In Hotel ist das System diesmal sehr kompliziert, weil ich selbst in der Wäscherei anrufen muss. Aber gleich neben dem Hotel ist nich eine die genau das gleiche macht und da gab ich sie ab. Morgen um 14:00 ist sie fertig. Perfekt.

Ihr könnt eich erinnern dass ich mal in das falsche Boot eingestiegen war? Da saß ich nämlich in dem Boot das weit raus fahren sollte zum Olympia Parc. Nun, warum eigentlich nicht? Ich fuhr raus mit dem Ferry.

Die Fahrt dauerte fast eine Stunde. Dabei bekam ich auch mal Außenbezirke von Sydney zu sehen. Und was ich da sah, huiii, da waren sehr schöne Häuser dabei, mache auch mit eigenem Steg und Boot vor der Haustür. Abgelichtet habe ich leider keine, weil die Ferrys doch sehr schnell daran vorbei flitzen.

Unterwegs sah ich einen gewaltigen Kahn der in Begleitung in einen Seitenarm gelotst wurde.

Der Olympia Parc war eine Enttäuschung. Ich dachte ich bekäme das Stadion zu sehen. Denkste. Das Stadion lag noch einmal gute fünf Kilometer landeinwärts. Das hatte ich nicht gegoogelt. Ich wanderte somit durch die Erweiterung des Olympia Dorfes ( es war schon nicht mehr der Teil der eigentlich für die Spiele gebaut worden war) Zudem schlug das Wetter um und ich hatte keine Lust mehr. Ich fuhr zurück.

Auf dem Weg zurück entdeckte ich eine Umstimmigkeit im Blog die mich ein wenig verzweifeln ließ. Ich konnte nämlich nichts mehr hochladen. Zudem sah ich dass ich etwas mit der Sim Karte machen musste weil die sonst übermorgen abläuft. Alles Dinge die ich nur vom Hotel aus erledigen konnte. Also fuhr ich zurück.

Ich legte mich hin für ein Nickerchen. Die beste Idee des Tages.

Am Abend ging ich zu Jordon‘s. Ein weiteres Restaurant am Wharf bei mir im die Ecke.

Ich hatte keinen großen Hunger und bestellte ein Thunfisch Tartar mit kleinen Garlic Rolls. Sehr gut. Dazu gab es ein Glas sehr trockenen Riesling von Jim Barry.

Wieder im Hotel plante ich noch ein paar Dinge wegen der Reise und machte beizeiten Schluss, denn morgen möchte ich gerne in eine Bucht fahren um Sonne zu tanken.

Sydney: Im Regen unterwegs

Es war so ein Tag an dem ich nichts wirklich geplant hatte und mich treiben lassen wollte, vielleicht ein Ausflug zu einer Bucht außerhalb machen…

Ich hatte lange und sehr gut geschlafen. Ich erwachte gegen halb neun…huch!

Nach ausführlichem Bloggen (ich sah schon an der Fensterscheibe des Hotels dass es regnete) und verpasstem Frühstück im Hotel, holte ich mir lediglich einen Kaffee an der Bar und ging los. Ich checkte über die App wie ich zum Circular Key von meiner Bucht aus mit dem Ferry kommen könnte. An der Wharf 1 nahm ich das Boot bis ich bemerkte dass ich in das falsche eingestiegen war. Es fuhr in die andere Richtung. Ich stieg also an der ersten Station wieder aus. Es war Cockadoo Island, eine Insel von ich nicht anders wegkommen würde als wieder mit einem Boot.

Also beschloss ich die Insel zu erkunden. Gleich beim Steg befand sich Pavillon für Besucher wo man mir erklärte, dass die Insel früher (Gott sei Dank nicht schon wieder eine Strafkolonie) eine Weft für Schiffsreparaturen war. Also so gar nicht mein Ressort. Ich setzte mich also kurz in das Kaffee nebenan, in dem ich und nur zwei weitere Damen die einzigen Gäste waren und wartete auf das nächste Schiff, das nur 15 Minuten später kam.

Ein Foto vom Ferry aus. Sydney im Regen ist genau so grau und dunkel wie Luxemburg. Und regnete immer noch.

Also beschloss ich ins Kino zu gehen. Zum ersten mal in einem Australischen Kino. Auf dem Programm Babylon mit Aussie Superstar Margot Robbie. Ich hatte zwar vorab ein paar Kritiken gelesen die das soso lala fanden, aber ok. Die andere Option um die Uhrzeit wäre Avatar 2 gewesen und den wollte ich mir wirklich nicht antun.

Der Film ist mit drei Stunden viel zu lang. Die nicht enden wollende Schlussszene lässt den Zuschauer grantig aus dem Kino gehen. Zudem ist der Film ein ziemliches Chaos, da er sehr unreflektiert daher kommt. Es liegt nicht an den Darstellern, die wirklich alle durch die Bank sehr gut sind. Auch Tobey Maguire, den ich lange nicht gesehen hatte, der recht spät im Film auftritt und einen schmierigen Boss der Unterwelt spielt, ist schon sehr groß. Ich musste schon ein paar mal laut lachen, weil ich die Branche ja kenne, aber sonst hat keiner gelacht. Es sieht ein wenig aus als hätte man einen trashigen Baz Luhrman Film drehen wollen. Es passt nicht so richtig zusammen. Ich fühlte trotzdem gut unterhalten aber eher durch den Umstand das ich lange an Filmsets gearbeitet habe. Der Film war nur sehr viel zu lang.

Zudem muss ich etwas über das Kino selbst erzählen, weil ich das bis dahin nie so etwas gesehen hatte. Ich musste eine Vorstellung mit sogenanntem Goldenticket kaufen, da es kein anderes zu der Uhrzeit gab. Die Vorstellung war im einem kleineren Saal, aber dafür gab es ausschließlich große Clubsessel die man elektrisch in Liegeposition fahren konnte. Zudem gab es eine Menükarte! Man konnte sich, wenn man wollte, ein komplettes Dreigängemenü an den Platz bringen lassen! Von Wein über Cocktail bis zu Brandy und Whiskey, alles da! Das fand ich schon sehr… Aber wahrscheinlich muss man das hier so handhaben, da man die Menschen sonst nicht mehr ins Kino bekommt. Ich hatte zwei Frauen neben mir sitzen, in der ersten Reihe, die das komplette Programm geordert hatten. Kostenpunkt: 50 Dollar pro Sitzplatz(die ich ja auch bezahlt hatte) plus Menü für zwei 115 Dollar! Yeah!

Als ich aus den Kino kam schüttete es so wie oben auf dem Foto. Zum heulen.

Ich fuhr mit der Tram zurück ins Hotel und beschloss in der Kings Wharf etwas zu essen. Da es Sonntag war, war nicht alles geöffnet und wählte noch einmal das Zoha in den ich am ersten Tag schon einmal war.

Ich wählte Chimichurri Beef. Sehr gut.

Sydney: Nochmal Frida, ein Nachbar und eine Vorstellung im Sydeny Opera House

Ein bisschen länger geschlafen.

Gestern hatte ich ein Plakat entdeckt das im Rahmen der Sydney Fedtivals ebenfalls eine Frida Kahlo Ausstellung ankündigte. Nach Auckland dann also noch einmal Frida.

Doch die Ausstellung war eine Enttäuschung, zumindest für mich. Gleich zu Anfang wurde sie wie eine Muttergottes Statue auf einem Altar ausgestellt, was mich schon erschaudern ließ, und den Ton für den Rest der Ausstellung vorgab. Dann folgte ein langer Gang mit Tafeln mit ihrer Biographie kurz und knapp die ich aber zur Genüge kenne, dass ich daran vorbei ging.

Es versprach eine immersive Ausstellung zu sein, doch es war eigentlich eine technische Spielerei von vorn bis hinten die mir nichts Neues erzählte. Sie trägt lediglich zum Kult der Figur Kahlos bei. Es gab nicht ein einziges Original Bild von ihr zu sehen. Man konnte sich 360 Grad Filme ankucken oder in virtuelle Welten mit einer Brille eintauchen, die zwar alle sehr schön waren aber im Prinzip nur eine irreale Welt zeigten, die nicht zwingend die Welt der Frida Kahlo war.

In einem Raum konnte man selbst ein Bild ausmalen und dann unter einer Kamera ein ‚bewegtes‘ Bild davon erleben.

Ich denke dass ich vor allem enttäuscht war, weil die Ausstellung in Auckland um Längen besser war und mir mehr erzählte, als diese 3D, 380 Grad, Disney Welt ,die zwar viel fürs Auge bot, aber nichtssagend war.

Ich beschloss weiter zu wandern, durch den Barangaroo Park zur Harbour Bridge. Da der Park höher liegt, hatte man einen guten Ausblick auf den oberen Teil der Darlingbucht und dass hier noch ordentlich viel gebaut wird.

Unter der Harbourg Brücke fand ich dieses Bild aus der Zeit als sie gebaut wurde.

Kunst im Kreisverkehr können sie auch hier.

Dann erhielt ich eine SMS, die mich sehr happy machte. Mein Nachbar und früherer Arbeitskollege, meldete sich bei mir. Er hatte einen Auftrag im Opera House. Wir verabredeten uns auf der Terrasse der Opernbar:

Und dann am Abend, das große Ereignis.
Ich hatte berichtet dass ich durch schieres Glück eine letzte Karte bekam, für die letzte Vorstellung von Amadeus im großen Saal.

Ich machte mich also beizeiten auf, weil ich davor eine Kleinigkeit in der Oper essen wollte und von oben die Aussicht über die Harbour genießen.

Gelernt habe ich, dass der Film Amadeus aus den 80ern von eben diesem Theaterstück stammt, das somit älter ist. Antonio Salieri gespielt von Michael Sheen, erzählt die Geschichte, wie er Mozart umgebracht hat.
Sheen ist eine absolute Urgewald auf der Bühne. Mit einer Dauer von 3 Stunden inklusive eine Minipause, ist es doch recht lang und fordert auch das Publikum heraus. Doch Sheen führt glänzend durch das Stück. Da er der Erzähler ist und nicht ein einziges mal abgeht ist es schon eine gewaltiges Stück Arbeit. Es war vorauszusehen, dass das Publikum am Ende Vorstellung quasi sofort auf den Stühlen stand.

Ein schöner Abend und kurz vor Mitternacht war ich wieder im Hotel

Sydney: Museum of Modern Art

Da gehe ich morgen hin. Hiiiihaaa!

Heute erwachte ich wieder zu der Zeit die ich von Anfang an gewohnt bin, nämlich zwischen 5 und 6 Uhr. Ich nahm das Sparflammenfrühstück im Hotel ein. Der arme Barman der das alles alleine stemmen musste tat mir ein wenig leid. Der Kaffee ( der übrigens hier Long Black genannt wird) schmeckte so halbwegs. Dazu hatte ich ein Croissant das ganz ok war.

Wieder Regen. *Seuftz* Ich wäre wirklich gerne zu einem der Strände rausgefahren auf der anderen Seite der gewaltigen Bucht, doch im Regen macht dass wirklich keinen Spaß.

Gestern hatte ich auch unterirdischen Weg gefunden, den ich eigentlich hätte nehmen sollen, um gradewegs von der Schnelltram zum Hotel gelangen. Das wäre viel einfacher gewesen. In diesen recht langen Gängen fand ich einen kleinen Barbershop. Ich war mehr als fällig zum Haareschneiden. Das Ergebnis:

Es ist mit dem Geföhne etwas eckiger geraten als ich das mag, zudem hatte er sie wieder auf Scheitel gebürstet. Morgen nach Waschen werde ich sehen wie ich damit klar komme.

Es regnete immer noch, also ging ich ins Museum.

Das Museum of Modern Art ist seit einem Jahr in der Hand einer Australierin, die davor das MUDAM in Luxemburg geleitet hat. Ich hatte weit davor ein Mail geschrieben mit der Bitte um ein Interview. Ich hätte nämlich gerne etwas für No Art on Air gemacht, doch ich bekam nie eine Antwort. Selbst noch einmal nachhaken mit einer anderen Email Adresse half nichts. Na gut, dann eben nicht.

Wieder einmal hatte ich Glück im Unglück. Das Museum hatte freien Eintritt, weil der Tag von einer großen australischen Firma gesponsort war die alle Eintritte übernahmen. Und was ich zu sehen bekam war schon sehr spannend. Es gab eine Retrospektive des koreanischen Künstlers Do Ho Sun. Er ist vor allem bekannt für seinen Anti Monumentalismus.

Die Rüstung ist aus Erkennungsmarken gefertigt die Soldaten an einer Kette um den Hals tragen.

Ansonsten gab es auch moderne aboriginale Kunst zu sehen. Das hier fand ich ganz besonders schön.

Von Dach des Museums konnte ich die Queen Elisabeth gut ablichten, die heute in Sydney zu Besuch war. Aber größer passt glaube ich kein Schiff mehr in die Bucht.

Wieder draußen fand ich ich um die Ecke ein kleines Kaffee und aß ein Sandwich. Das Wetter war noch immer nicht besser geworden.

Neben den Hotel fand ich bei einem Hydrantenanschluss in der Wand eine Spinne, die anders spinnt als unsere Spinnen in Europa.

Unsere Spinnen machen das ja schön kreisförmig. Die hier spinnt kreuz und quer.

In dem kleinen Verschlag saß sie drin und wartete auf ‚Kundschaft‘. Sie war nicht sehr groß aber anfassen wollte ich sie auch nicht. Hier soll es ja Tierchen geben die ein klein wenig giftiger sind als bei uns…

Sydney: Kurze Pause

Ich machte mich später auf den Weg als sonst. Im Hotel wird das Frühstück auf Sparflamme serviert, irgendwie immer noch eine Auswirkung der Pandemie und dem weltweiten Hotelpersonalmangel. Lustigerweise hatte das selbe Restaurant wie an Abend davor schon am Morgen geöffnet und ich bestellte ein leichtes Frühstück mit gutem Kaffee. Ich ging noch einmal kurz zurück ins Hotel, denn ich hatte mich vertan was das Wetter angeht, es war doch sehr frisch und nahem eine Jacke mit.

Ich wanderte eine Weile umher um zu merken dass sich verkehrstechnisch so einiges im Zentrum getan hat. Wow.
Ich ging hinunter zum Circular Key und aus reiner Neugierde ging ich hinüber zur Operahouse.

Dabei fiel mir ein Plakat ins Auge eines Theaterstückes über das ich vor einigen Wochen schon einmal etwas im Fernsehen gesehen hatte. Das Theaterstück Amamdeus, in dem früher Michael Sheen die Hauptrolle des Mozart gespielt hatte und dafür Preise bekam. Jetzt gibt es das Ganze in der Wiederaufnahme auch mit Micheal Sheen aber nicht mehr in der Amadeus Rolle, sondern die Rolle des Salieri. Ich ging zur Hauptkasse, und siehe da, ich bekam einen Restplatz in der 11 Reihe. Das ist erstaunlich nahe bei dem riesigen Saal. Zudem ist es die letzte Show. Ich freute mich riesig, denn damit bekomme ich auch einmal den ganz großen Saal zu sehen. Ich hätte theoretisch auch ein Führung mitmachen können, aber wie es hinter den Kulissen ausschaut, ist sicherlich hier nicht anders als in jedem anderen Theater. Zudem werde ich wahrscheinlich die Gelegenheit haben in den kommenden Tagen mir das Gebäude privat ansehen zu können. Aber dazu mehr wenn es soweit ist.

Ich fuhr noch einmal ein Stück weit mit der Tram hoch in die Stadt und kaufte mir bei Meyer frische Socken, weil ich bei der letzten großen Waschaktion in Hobart im Air B&B mehrere Socken bei Trockenen auf der Terrasse wahrscheinlich weggeflogen waren, so dass ich nur noch 3 Paar vollständig besaß.

Ich wurde fast jedes mal nass bei jedem Gang auf die Straße, so dass ich beschloss es für den Rest des Tages gut sein zu lassen. Zudem hatte ich wegen dem Wetterumschwung leichte Kopfschmerzen. Ich setzte mich in ein Kaffee las ein wenig, sah den Menschen au der Straße zu und ging dann zurück ins Hotel.

Von Hobart nach Sydney

Ein Reisetag.

Es ist für mich unumgänglich, dass ich an Reistagen genug Zeit habe alles so einzupacken damit ich alles wiederfinde und vor allem, ja nichts vergesse. So suchte ich am Morgen lange nach dem australischen Adapterstecker, den ich dann ich Safe wiederfand. Ohne den bin ich echt blöd dran weil ich dann nichts laden kann.

Es war gut dass ich beizeiten am Flughafen war, denn die Computer zickten rum und es dauerte lange bis ich eingecheckt war. Da Jetstar einen Flug gestrichen hatte lungerten sehr viele in der kleinen Halle rum um den nächsten Flug zu bekommen. Ich sagte es ja schon einmal davor; nie,wieder,Jetstar. Ich flog heute mit Virgin, MIT Anschlussflug, MIT leichter Verspätung aber OHNE Probleme.

Auf dem ersten Flug hörte ich Elke Heidenreich zu, die mir etwas über den Rhein erzählte. Auf dem zweiten Flug las ich die letzten drei heimischen Zeitungen.

Als ich in Sydney ankam war der Koffer nicht mitgekommem. Mist. Ich ging zum Claim wo man mir sagte dass der Koffer im nächsten Flieger mitkommen würde und er wäre in 20 Mintuen da. Dem war auch so. Uff.

Das Hotel ist auch diesmal wieder ein Ibis. Ich hätte auch was anderes suchen können, doch will ich mich nicht stundenlang herumschlagen müssen mit suchen und abwägen. Ibis ist ein gewisser Grundstandart was die Zimmer angeht und den gibt es überall. Er ist zugegeben nicht absolut super bombastisch, aber ich kann damit leben. Zudem ist die Sauberkeit immer gegeben, die ich schon einmal sehr schmerzhaft in Sydney vermisst habe, so sehr, dass es mich jeden Morgen Überwindung kostete in die Dusche zu steigen. Brrr…

Neu in Sydney ist die Anbindung des Flughafens an den Zug. Das gab es das letzte mal noch nicht. Das machte es sehr einfach ins Zentrum zu kommen. Man kauft eine Opal Karte die für alle Öffis gut ist und los gehts! Ich hätte noch eine gehabt, aber die liegt daheim in der Schublade… nun ja.

Ich checkte im Hotel ein, kümmerte mich um die Wäsche und beschloss es für heute gut sein zu lassen. Ich ging jedoch noch einmal raus um was ehrbares zu essen denn das hatte ich heute noch nicht.

Ich fand ein Restaurant unten beim Hafen Brangaroo. Zoha.

Gegrillter Baramundi und Cheesecake

Als ich wieder ins Hotel wollte, donnerte von einer Sekunde zur nächsten eine heftige Regenschauer hernieder und kühlte alles ab. Ich wurde aber nicht weiter nass. Früh in den Federn.

***

Da es an Reisetagen nicht so viel zu berichten gibt möchte ich eich heute eine kleine weitere AI Spielerei zeigen, die man als App erhält. Gefunden habe ich sie über Mumutabu, der damit ein ziemliches geiles neue Profilfoto erstellte. Wer mir auf Mastodon folgt, hat es eh schon gesehen.

Die App heisst Lensa und ist nicht ganz billig, aber die Ergebnisse sind, wenn auch nicht alle, schon sehr erstaunlich. Das oben ist nur nur eine Auswahl von 100 Stück.

Hobart: Port Arthur

Pünktlich um 7:30 musste ich am Hafen sein. Dort wartete ein Bus der die ganze Gruppe zum Port Arthur fuhr.

Von Hobart aus nach Port Arthur sind es 90 km und wir brauchten etwas mehr als eine Stunde. Dann gab es erst mal Kaffee auf einem Zwischenstopp.

Danach wurde es spannend. Wir fuhren zu der anderen Seite des historischen Geländes, wo wir alle in ein Boot stiegen und knallrote Ponchos bekamen.

Es war eine Bootstour mit Speedbooten. Ich dachte mit Schrecken an die Speedboote in Queenstown und dass ich das nicht haben wollte. Doch mit allem was wir an Naturschönheiten zu sehen bekamen war ich froh dass wir Speedboote hatten. Wir sprangen über die Wellen die doch stellenweise hoch waren. Mit einem normalen Boot wäre das eine endlose Tuckerpartie geworden, denn die Bucht von Port Arthur ist gewaltig groß.

Ich werde das ganze heute nicht nur mit Fotos sondern auch mit Karten zeigen, denn das ist alles so abgelegen, dass ich manchmal das Gefühl ich müsste das tun, sonst versteht niemand dass ich tatsächlich am ‚Ende‘ der Welt bin.

Von Port Arthur aus ging es dann bis ganz hinunter zum südlichsten Punkt Tasman Island, eine Insel die den Seerobben vorbehalten ist, aber dazu später mehr.

Kommen wir zu den Fotos:

Die roten Ponchos waren schon wichtig, weil das Meer auch wenn der Aussage des Kapitäns nach, sehr ruhig war, doch stellenweise sehr ungestüm war. Wenn wir mit 80km/h über die Wellen jagten, spritzte es doch bisweilen ganz schön und es wurde richtig kalt.

Hier sah man zu ersten mal wie weit wir rausfahren würden. Bis ganz hinten hin wo die zwei ‚kleine‘ Hügel hochragten.

Wir fuhren in eine von zwei Höhlen, weil das heute machbar war. Es ist nur selten der Fall.

Was hier so rosa ausschaut ist eine chemische Reaktion der Algen mit dem Gestein. A propos Gestein; wir bekamen auch eine Lehrstunde in Sachen Geologie. Auf dem Foto unten schlägt jedem Geologen das Herz höher. Die untere Schicht ist aus der Jurrasic Zeit und liest sich für jeden Geologen wie ein Tagebuch der Zeit weil es so schön sauber abgetragen wurde und man wirklich jede einzelne Epoche der Ära erkunden kann.

Neben den beiden kleinen Felsen, die übrigens the two monkeys genannt werden, befindet sich links mit satten 360 Metern die höchste Klippe der südlichen Hemisphäre. Ich bekomme immer Gänsehaut wenn ich solche Dinge erfahre. Als wir dann kurze Zeit später näher dran waren, war sie nicht mehr zu sehen, weil eine Wolke sie umhüllte. Ich war froh dass ich zumindest einmal von weitem sah.

Und da war die Klippe weg:

Auf der Tasman Island dann gibt es einen inzwischen unbewohnten Leuchtturm und sehr viele Robben. Ich habe unzählige Fotos der Robben gemacht, aber die zwei sind die schönsten. Sie liegen rum als ob die Felsen ultrabequem wären. Manchmal hatte ich das Gefühl sie werfen sich extra in Pose nur fürs Foto.

***

Was danach folgte war das totale Kontrastprogramm. Port Arthur ist nicht zwingend für seine wilde Küste bekannt, die übrigens nur 2500 km von der Antarktika entfernt ist. Port Arthur ist ein großer Schandfleck in der australischen Geschichte.

Das ganze Areal ist sehr gepflegt und die alten Gemäuer werden sehr gut in Stand gehalten. Aber wenn man erst erfährt was das war, wird einem mulmig. Es war eine riesige Gefängnisanstalt, für Männer, Frauen, sogar Jugendliche und kleine Kinder waren dort.

In England hatte man beschlossen dass alle die Menschen die „unerwünscht“ sind von der Insel verbannt werden sollten. Das konnten Bettler sein, Menschen die kein Zuhause mehr hatten oder solche die aus der Not heraus stahlen. Zu Anfang wurden sie nach Amerika verschifft, später nach Australien. Was sie jedoch dort erwartete war schlimmer als der Tod.

Ich wanderte eine Weil umher, doch wegen der inzwischen fast unerträglichen Hitze wollte ich nicht das komplette Gelände erkunden und kaufte mir das Buch:

Ich setzte mich an ein schattiges Plätzchen und fing an zu lesen. Nach der rauen, jedoch schönen Gewalt der Natur, schlug mir hier die raue Gewalt der Menschheit entgegen. Nach der Einleitung und der ersten Seiten musste ich aufhören. Es ging mir zu nahe.
Dass heute auf dem Gelände nur noch Ruinen stehen, hat mit den späteren Buschfeuern zu tun die sehr viel zerstört haben.

Gerne hätte ich noch die Isle of the Dead besichtigt, eine winzig kleine Insel die einen Katzensprung vom Gelände entfernt ist. Doch es war leider keine Zeit mehr dafür. Über 1700 Menschen sind dort begraben, der Großteil davon sind die Strafgefangenen, die ohne Grabstein, ohne Kreuz, ohne Markierung, namenlos in der Erde verschachert wurden.

Am Abend, als ich wieder in Hobart war, hatte ich dringende Bedürfnis zu schwimmen und schwamm ein paar Längen in Hotelpool. Später nahm ich einen kleinen Happen im Hotel Restaurant zu mir und verschwand früh im Zimmer.

Hobart: Erkundung anderer Wege

Auf eine richtig große Tour hatte ich keine Lust. Wir erinnern uns: Urlaub! Keine Bildungsreise!

Ich ging am Morgen nach dem Frühstück hinunter zum Hafen und orderte eine große Tour für morgen und für abends ein Restaurant, in dem ich schon einmal war, das mir damals sehr gut gefallen hatte. The drunken Admiral.

Ich beschloss einen Spaziergang zu machen aber diesmal die nördliche Seite des Hafens zu erkunden die noch nie hochgelaufen war. Und während ich hoch ging verstand ich warum ich mir das nie angesehen hatte. Es war davor eine riesige Baustelle dort.

Am Hafen entdeckte ich Robben und Pinguine.

Nein keine echten obwohl ich auch schon eine richtige Robbe im Hafen sah.

Diese Häuserfront war einst die Fabrik Henry Jones & Co., die eingelegtes Gemüse und Marmelade herstellte. Eine der erfolgreichsten Firmen der Insel Heute ist darin ein Teil der Uni untergebracht und ein paar Restaurants unter anderem der Drunken Admiral. Weiter oben befindet sich dann eine überdimensionale große Gedenkstätte für alle Weltkriege. Der Platz wird auch für nichts anderes genutzt. Es ist eine Anhöhe von der man aus ganz Hobart überblicken kann und auch die gewaltige Tasman Bridge sieht.

Ich verstand nicht warum das Areal so riesig ist. Überhaupt pflegen sie hier sehr ihre Kriegsopfer aus dem ersten wie dem zweiten Weltkrieg. Wenn man die Memorial Bridge von dort aus begeht, kommt man am städtischen Schwimmbad vorbei und später durch einen Park, wo jeder Baum einem gefallenen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg gewidmet ist.

Wieder im Zentrum setzte ich mich in ein Kaffee und schrieb schon mal vor, was ich am liebsten immer machen würde. Das erleichtert das Berichterstatten sehr.

Wieder im Hotel ging ich schwimmen. Das Hotel verfügt über einen sehr angenehmen Pool im den oberen Etagen mit Blick über die Stadt. Danach legte ich mich für ein wohlverdientes Nickerchen hin.

Am Abend dann Dinner im Drunken Admiral. Die Wolken hatten sich verzogen und es herrschte eitel Sonnenschein. Ich ging wieder hinunter zum Hafen an einem unglaublichen Stau vorbei. Später erfuhr ich dass es einen Unfall gegeben hatte und es keine Ausweichmöglichkeiten gab um aus Hobart rauszukommen.

Zu Essen beim Admiral gab es:

Ein Oystershoot. Eine frische Auster in feurigem Tomatensaft mit Vodka.

Gegrillte Austern einmal mit Chilly und einmal Knoblauch.

Ein halber Hummer gegrillt. Danach fühlte ich mich sehr überfressen.

Ich ging zurück zum Hotel und machte früh Schluss, denn morgen geht es sehr früh los.

Hobart: Bruny Island

Die Insel liegt südlich von Hobart und ist schon groß dass man sie nur schwerlich an einem Tag ganz erkunden kann, es sei den man rast mit dem Auto darüber hinweg. Der Süden und Norden werden durch einen schmalen natürlichen Steg zusammengehalten.
Der H. hatte von der Kusine seiner Frau den Wagen geliehen bekommen für einen Ausflug dorthin. Wir fuhren von Hobart also in südliche Richtung bis nach Kettering um dort auf die Fähre zu kommen. Von dort erkundeten wir dann den Norden der Insel, weil für mehr keine Zeit war.

Ein Großteil der Wege besteht aus Schotterstraßen. Wir wollten eine Stelle finden an der wir ein wenig wandern konnten, was sich dann aber zu einer kleinen Suchaktion entpuppte. Wir fuhren hoch bis an die Nordspitze der Insel.

Um den Süden der Insel zu erkunden muss ich entweder noch einmal herkommen (das wird ziemlich der Fall sein) oder morgen oder übermorgen eine geführte Tour buchen, denn ich setze mich hier nicht an ein Autosteuer. (Die fahren ja hier alle auf der verkehrten Seite…) Zudem ist die Bruny Island dann doch gute 60 km lang.

Am frühen Nachmittag Uhr fuhren wir zurück auf und gaben das Auto ab. Ich verabschiedete mich vom H. der einen Flug nach Melbourne heim nahm. Ich werde ihn noch einmal im Februar sehen bevor ich zurückfliege.

Ich hingegen wechselte auch das Domizil von dem schönen Air B&B in ein Hotel in der Innenstadt. Es war das gleiche Hotel wie schon beim letzten mal, da ich hier sehr zufrieden war.

Da Sonntag war, wurde es wenig schwierig ein Restaurant zu finden, das zufriedenstellend und geöffnet war. Ich fand nichts wirklich und kaufte mir dann ein Sandwich und erledigte im Hotel Reihe Dinge für die nächsten Tage. Es bleibt weiterhin spannend weil ich ja nicht bis zum Ende durchgeplant habe.

Hobart: Bruny Island

Die Insel liegt südlich von Hobart und ist schon groß dass man sie nur schwerlich an einem Tag ganz erkunden kann, es sei den man rast mit dem Auto darüber hinweg. Der Süden und Norden werden durch einen schmalen natürlichen Steg zusammengehalten.
Der H. hatte von der Kusine seiner Frau den Wagen geliehen bekommen für einen Ausflug dorthin. Wir fuhren von Hobart also in südliche Richtung bis nach Kettering um dort auf die Fähre zu kommen. Von dort erkundeten wir dann den Norden der Insel, weil für mehr keine Zeit war.

Ein Großteil der Wege besteht aus Schotterstraßen. Wir wollten eine Stelle finden an der wir ein wenig wandern konnten, was sich dann aber zu einer kleinen Suchaktion entpuppte. Wir fuhren hoch bis an die Nordspitze der Insel.

Um den Süden der Insel zu erkunden muss ich entweder noch einmal herkommen (das wird ziemlich der Fall sein) oder morgen oder übermorgen eine geführte Tour buchen, denn ich setze mich hier nicht an ein Autosteuer. (Die fahren ja hier alle auf der verkehrten Seite…) Zudem ist die Bruny Island dann doch gute 60 km lang.

Am frühen Nachmittag Uhr fuhren wir zurück auf und gaben das Auto ab. Ich verabschiedete mich vom H. der einen Flug nach Melbourne heim nahm. Ich werde ihn noch einmal im Februar sehen bevor ich zurückfliege.

Ich hingegen wechselte auch das Domizil von dem schönen Air B&B in ein Hotel in der Innenstadt. Es war das gleiche Hotel wie schon beim letzten mal, da ich hier sehr zufrieden war.

Da Sonntag war, wurde es wenig schwierig ein Restaurant zu finden, das zufriedenstellend und geöffnet war. Ich fand nichts wirklich und kaufte mir dann ein Sandwich und erledigte im Hotel Reihe Dinge für die nächsten Tage. Es bleibt weiterhin spannend weil ich ja nicht bis zum Ende durchgeplant habe.

Hobart: Bruny Island

Die Insel liegt südlich von Hobart und ist schon groß dass man sie nur schwerlich an einem Tag ganz erkunden kann, es sei den man rast mit dem Auto darüber hinweg. Der Süden und Norden werden durch einen schmalen natürlichen Steg zusammengehalten.
Der H. hatte von der Kusine seiner Frau den Wagen geliehen bekommen für einen Ausflug dorthin. Wir fuhren von Hobart also in südliche Richtung bis nach Kettering um dort auf die Fähre zu kommen. Von dort erkundeten wir dann den Norden der Insel, weil für mehr keine Zeit war.

Ein Großteil der Wege besteht aus Schotterstraßen. Wir wollten eine Stelle finden an der wir ein wenig wandern konnten, was sich dann aber zu einer kleinen Suchaktion entpuppte. Wir fuhren hoch bis an die Nordspitze der Insel.

Um den Süden der Insel zu erkunden muss ich entweder noch einmal herkommen (das wird ziemlich der Fall sein) oder morgen oder übermorgen eine geführte Tour buchen, denn ich setze mich hier nicht an ein Autosteuer. (Die fahren ja hier alle auf der verkehrten Seite…) Zudem ist die Bruny Island dann doch gute 60 km lang.

Am frühen Nachmittag Uhr fuhren wir zurück auf und gaben das Auto ab. Ich verabschiedete mich vom H. der einen Flug nach Melbourne heim nahm. Ich werde ihn noch einmal im Februar sehen bevor ich zurückfliege.

Ich hingegen wechselte auch das Domizil von dem schönen Air B&B in ein Hotel in der Innenstadt. Es war das gleiche Hotel wie schon beim letzten mal, da ich hier sehr zufrieden war.

Da Sonntag war, wurde es wenig schwierig ein Restaurant zu finden, das zufriedenstellend und geöffnet war. Ich fand nichts wirklich und kaufte mir dann ein Sandwich und erledigte im Hotel Reihe Dinge für die nächsten Tage. Es bleibt weiterhin spannend weil ich ja nicht bis zum Ende durchgeplant habe.

Hobart: Ein heißer Tag & Tasmanien Museum and Art Gallery

Es waren 30 Grad angesagt worden, was hier eher ungewöhnlich ist.

Es war somit schon gleich am Morgen heiß als wir über den samstäglichen Salamanca Market wanderten. Ich fand auf Anhieb den Stand mit dem Tasmanischen Pfeffer wieder und kaufte gleich mal drei Tütchen davon. Ich sah den Gitarristen Cary Levincamp wieder, der noch immer jeden Samstag auf dem Markt sitzt und seine CD’s verkauft.

Wir waren zudem mit der S., die Kusine von H‘s Frau verabredet, die hier wohnt und hatten einen gemütlichen Brunch. Der H. hatte Kirschen gekauft, mein Lieblingsobst.

Zu den heißesten Stunden hatten wir uns das Tasmanien Museum and Art Gallery vorgenommen, das das letzte mal als ich hier war noch renoviert wurde und zum Großteil geschlossen war. Hier wird auch die Geschichte verarbeitet oder man versucht es zumindest, dass der weiße Mann die Aborigines der Insel völlig ausgerottet hatte.

Beuteltiere.

Anschließend schlenderten wir herum und gingen später in Richtung North Hobart, wo man uns ein gutes Restaurants angegeben hatte. The Willing Bros. ist eine Weinbar mit angeschlossenem Restaurant.

Doch bis dahin wanderten wir durch dann dich recht brütende Hitze. Die Tasmanier stöhnten alle dass es viel zu heiß sei und sehr ungewöhnlich für hier. Zwischendurch fanden wir einen kleinen Park mit einem schattigen Platz und kehrten später noch in eine Pub ein.

Als wir dann langsam Hunger verspürten machten wir uns auf zu den Willing Bros.

Dort trank ich zum ersten mal im meinem Leben einen weißen Grenache Wein. Ich wusste gar nicht dass es so etwas überhaupt gibt. Nach den sehr leckeren Sardinen oben gab es anschließend für mich ein Ragu mit Parpadelle,

Ein letzter Absacker als wir wieder in der Wohnung waren und alle Türen und Fenster weit aufrissen, denn es hatte inzwischen gut abgekühlt.

Hobart: Back to MONA, yeah!

MONA! Endlich wieder! Es ist und bleibt einer meiner liebsten Museen auf der Welt. Der Museum ist zwar in privater Hand aber wahrscheinlich gerade deswegen ist so attraktiv und auch für Menschen die nur bedingt etwas mit moderner Kunst anfangen können.
Kleine Episode von gestern in Flugzeug. Die wirklich betagte Dame neben mir erzählte mir, dass sie schon einmal in dem Museum gewesen wäre. „You will see strange things, but it’s very interessting!“
Ja, gerade deshalb gehe ich ja auch hin!

Hier und hier habe ich auch schon einmal darüber berichtet, denn ich war noch jedesmal dort wenn ich in Hobart war.

Wie gewohnt fuhren wir mit dem Boot hin.

Man geht noch immer die langen Stufen hinauf, die zum Erlebnis dazu gehören. Oben angekommen, fährt man immer noch wieder komplett in die Tiefe und arbeitet sich von einer Etage zur nächsten hoch. Ich hatte jedoch mit dem H. etwas anderes vor, ich wollte mit ihm unbedingt in Divine Comedy nach Dante, ein Kunstwerk von Alfredo Jaar. Man darf immer noch keine Fotos darin machen oder filmen. Man muss immer noch schweigen. Und es ist ein ganz klein wenig anders als vor ein paar Jahren. Mich hatte das damals sehr beeindruckt. Man durch die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies.

Es gab ein Wiedersehen für mich mit einem alten Bekannten aus den Palais de Tokyo aus Paris wo ich 2018 die Ausstellung von Tomas Saraceno mit seinen Spinnweben sah.

Hier war es aber eine Retrospektive seiner Werke.

Wim Delvoye der Künstler der hier am häufigsten anzutreffen ist, ist immer noch mit seim Doppellaster vertreten.

Aber es gab auch so manch neues zu sehen wie zum Beispiel die Ladys Lounge, Ein Kunstwerk in das nur Frauen dürfen. Was innen passiert weiß ich nicht.

Auch der Tisch hier war neu.

Der H. hatte vor ein paar tagen einen Tisch in einem Konzept Restaurant Faro bestellt das es das letzte mal so noch nicht gab als ich hier war. Den Ort mit dem Restaurant gab es aber schon aber nicht so. Da steht immer noch gewaltige Kugel von James Turrell, Seen-Unseen. in der ich immer noch nicht war, die wir aber diesmal von innen sahen. Aber dazu später mehr.

Wir buchten einen Tisch um ein Menü zu essen das sehr schon von den Namen her sehr außergewöhnlich war.

Am besten hatte mit Pollution Decicious geschmeckt, auf den Fotos rechts oben.

Auf jeden Fall können die Australier kochen, das steht fest!

Nach den Essen hatte wir die Kugel gebucht. Ein sehr psychedelisches Erlebnis. Absolut nichts für jemand der Srobboskope nicht verträgt.

Und dann ging es auch schon wieder zurück.

Am Abend gab es dann noch ein bisschen Käse und Wein in der Wohnung und machten nicht zu spät Schluss.

Von Gold Coast nach Hobart

Der Wecker klingelte um 4:00, damit ich Zeit genug hatte um zu packen und in aller Ruhe einen Kaffee zu trinken.

Die Ruhe war von Nöten, da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wußte was auf mich zukommen würde. Ich hatte zwei Flüge hintereinander mit der gleichen Gesellschaft. Was ich nicht wusste war, dass Jetstar die aufgegebenen Gepäckstücke nicht bis zur Endstation durchcheckt, nein, man muss sich dazwischen selbst darum kümmern. Das bedeutet, das Gepäck wird ausgeladen und von mir wieder eingecheckt. Zudem war der erste Flug als internationaler Flug gekennzeichnet was er aber nicht war. Das kam durch das Gate das sich an der Gold Coast im internationalen Bereich befand. Ich musste trotzdem durch all die ganzen Monster Checks von Gepäck und Passkontrolle. Hinzu kam dass der erste Flieger Verspätung hatte. Ich musste extrem Gas geben, weil ich von Terminal 1 zu Terminal 4 musste, also einmal quer durch den gesamten Melbourner Flughafen mit Koffer, Treppe hoch, Treppe runter, Koffer wieder einchecken und wieder durch Pass- und Handgepäckkontrolle. Um dem ganzen noch eine Sahnehaube mit Kirsche zu verpassen, lag mein Gate natürlich am weitesten entfernt.

Ich kam so just noch in letzter Sekunde schweißgebadet an. Was lernen wir daraus? Nie wieder die Billigairline Jetstar, der übrigens gar nicht so billig ist!

Aber es war die Unbillen wert. Als ich in Hobart ausstieg war der ganz Unmut weg. Ich bin endlich wieder in Tasmanien! Meine liebste Insel auf der Welt! Ich stieg in den Shuttlebus der mich ins Zentrum brachte, wo der H. aus Melbourne schon auf mich wartete. Ja, der H. war auch hier.

Erstmal saßen wir beide eine Weile auf der Terrasse von Post Street Social, bevor es in die b&b Wohnung ging, die ein wenig außerhalb liegt, dafür aber eine begnadet schöne Aussicht über ganz Hobart hat.

Für den Abend hatten wir vorab einen Tisch im Glas House bestellt. Ich konnte mich wage erinnern, dass auf meiner allerersten Reise hierher einmal dort war und nur etwas getrunken hatte, aber richtig geschlemmt hatte ich dort nie. Das holten wir jetzt nach.

Oben nur eine Auswahl von dem ‚feed me‘ Menü, das sensationell war.

Kurz vor Mitternacht wieder in der Wohnung und sofort ins Bett gefallen.

Gold Coast: Letzter Tag

Es ist schon mein letzter Tag hier. So sieht der Blick von meinem Fester aus:

Und auf dem Rasen wanderten schwarze Schwäne umher:

Sie haben, das kann man hier schlecht sehen, rote Augen.

Ich machte heute einen auf Gemütlich. Ich muss es mir immer wieder selbst vorbeten. Ich mache Urlaub, keine Bildungsreise.

Ich legte mich am Nachmittag kurz an den Pool, den ich gern fotografiert hätte, wenn es nicht so bevölkert gewesen wäre. Zudem kamen nach einer Weile eine Horde junger Burschen und es wurde laut und mit dem Lesen war es vorbei.

Ich las weiter im Zimmer und später auf der Wiese vor dem See.

Und Morgen ist schon wieder ein Reisetag.

***

Gestern hatte ich es auf Twitter gelesen, wusste es aber schon, als ich noch in Luxemburg war. Nach *zählt auf den Fingern ab* 24 Jahren bringt Everything But The Girl wieder ein neues Album raus und gestern kam die erste Single Auskopplung. Nothing left to loose. Es ist immer noch dieser melancholischer Synthesizer Sound für den sie am Ende des letzten Jahrtausends so bekannt waren. Auch wenn die Stimme von Tracey Thorn nicht mehr diese ganz helle Glasklarheit hat von einst, so ist sie immer noch wunderschön und ich kann ihr immer noch stundenlang zuhören.
Auch das Video ist sehr schön geworden und in einem einzigen Take aufgenommen.

***

Und dann wäre da noch ein Video das ich seit ein paar Tagen immer wieder in den Shorts angezeigt bekam. Was der japanische Tänzer The D Soraki gleich zu Anfang macht ist schon sehr sehenswert.

Gold Coast: Erste Erkundung

Das ist die Antwort für den H. aus Melbourne: „Ja, du hattest recht was die Gold Coast betrifft. Und es ist gut dass ich nur bis Donnerstag früh hier bin.“ Zur Erklärung: Der H. hatte mich vorgewarnt, weil er mich kennt. Ich sollte meinen Aufenthalt an der Gold Coast kurz halten, das wäre nichts für mich.

Ich greife wieder alles und allem vor…

Eine sehr gute Nacht. Ich hatte geschlafen wir ein Bär. (Die Probleme der Reichen und Schönen scheinen mich sehr zu beruhigen) Ich machte mir einen Kaffee und schrieb das Posting von gestern fertig.

Mit dem Bus und Tram fuhr ich in die Innenstadt. Dort bekam ich das zu sehen was ich schon vorausgesagt bekommen hatte. Die Gold Coast ist ‚Las Vegas am Meer‘. Grellbunte Spielzentren laut und voll und endlos viele Geschäfte. Das was mich am meisten an Las Vegas denken ließ war ein Shop der Botox und Lipfiller ‚On the Go’ anbot.

Geht man dann allerdings ein wenig darüber hinaus, merkt man auch dass es viel Leerstand gibt. Die Pandemie hat auch hier Spuren hinterlassen.

Ein paar Fotos:

Mein Hotel Resort Bay of Palms
Links das höchste Gebäude der Stadt, das man auch besteigen kann für 90 Dollar.
Das Meer hat hier eine starke Grünfärbung.

Mittagessen gab in einem der zahlreichen Bars in dem mir die Karte nicht vollgepackt mit Junkfood schien. Ich hatte gegrillten Baramundi mit Gemüse und Bratkartoffeln. War ganz in Ordnung.

…und vom Tisch nebenan schaute mir eine Möwe zu.

Nach mehreren Stunden herumwandern fuhr ich zurück und legte mich hin. Bei 30 Grad im Schatten und 65% Luftfeuchtigkeit ist das doch anstrengender als erwartet.

Am Abend hatte ich ein Telefonat mit den Lieben daheim und ich ging recht früh ins Bett.

Von Queenstown zur Gold Coast

Nur zur Info, dem Fotorückblick 2022 habe ich abgeheftet, aber es ist immer noch da und man kann sich immer noch einfügen.

Ein Reistag. Zurück nach Australien an die Gold Coast. Ein Ort der nicht sehr weit von Brisbane entfernt ist. Brisbane war, als ich 2017 die Weltreise antrat, die erste Stadt in der ich meinen Fuß auf Australischen Boden setzte.

Ich merkte erst am Morgen dass ich mich gründlich vertan hatte was die Uhrzeit des Abfluges angeht. Ich war felsenfest überzeugt dass ich den Flug um 11:35 hätte, dabei war es 13:35. Ich war also sehr viel zu früh da. Das machte aber nichts, denn ich hatte das Posting über Milford noch nicht fertig, da ich am Abend davor ziemlich früh in die Horizontale gekippt war.

Da es wieder ein internationaler Flug war, gelten hier andere Regeln und man durchläuft mehrere Kontrollen, vor dem Flug sowohl als direkt danach. Alles ohne Zwischenfälle.
Jet Air bei der der Flug gebucht war, ist nun wahrlich nicht die beste Fluggesellschaft Downunder (nicht ganz so schlimm wie Ryanair) aber ich hatte nicht wirklich eine Wahl. Der Flug dauerte drei Stunden und zog mir durch die Zeitverschiebung die drei Stunden ab, so dass ich um 13:40 an der Gold Coast war. Das heißt, jetzt sind es nur noch 9 Stunden Unterschied zu Europa.

Hier nahm ich dann ein Taxi zum Resort das ein wenig außerhalb liegt. Hier herrschten dann auch gleich mal 30 Grad. Das war angenehm, machte mich aber sehr müde und ich beschloss den Rest des Nachmittags beim und im Pool des Resorts zu verbringen. Da kein Restaurant angeschlossen ist, es aber gleich neben dem Hotel eine Shopping Mall gibt, ging ich später dorthin, besorgte mir ein wenig Kaffee und Saft für den Tag danach. Dort fand ich übrigens (ja, es gibt sie inzwischen auch hier) ein Aldi!
Ich aß ein paar Sushi in einem Sushi Train Laden zum Abendessen. Die waren ganz ok, aber jetzt nicht so dass ich noch einmal hingehen würde.

Und sah ich wie die Welt und auch Australien auf das Interview von William hinfieberte. Ich schaute mir das ein wenig an und schlief darüber ein, so sehr interessierte mich das ganze. Sehr viel später als ich erwachte sah ich noch in einer Nachrichtensendung eine Zusammenfassung darüber. Und mir war klar dass ich wirklich nichts verpasst hatte. Es ist Geschichte eines Mannes der zu früh seine Mutter verlor und heute darüber berechtigte Fragen stellt. Das kann ich übrigens gut nachvollziehen. Ansonsten ist es jemand der mit den ‚Problemen‘ eines reichen Promis plagen muss.

Keine Fotos heute. Ich fand nichts was es wirklich wert gewesen wäre. Morgen, versprochen.

***

I love it. Vor allem das depperte Gesicht des Vaters.

Queenstown: Milford Sound

Ich hatte mir extra den Wecker gestellt ich wollte auf gar keinen Fall verschlafen und zu spät kommen. Denn dafür war der Ausflug schlicht zu teuer. Man holte mich pünktlich von Hotel ab und dann ging es zum Flughafen. In einer Cessna flogen wir dann nördlich nach Milford Sound.

Google Map

Die Fliegercompanie hieß übrigens Glenorchy Air, die eine ganze Flotte von kleinen Fliegern hat und auch Ausflüge nach Mont Cook anbieten, wo ich ja schon einmal war.

Milford Sound ist ein gewaltiger Fjord, so groß dass es auf den Fotos nicht immer zu Geltung kommt wenn ich keinen Referenzpunkt im Bild hatte, wie ein anderes Boot zum Beispiel. Dort angekommen ging es auf einem Boot weiter in den gewaltigen Fjord hinein. Wir wurden von allen, dem Piloten, und der Bordcrew immer wieder als Lucky Bastards bezeichnet, in Milford Sound regnet es für gewöhnlich 300 Tage im Jahr. Das ich einen der sonnigen Tage ohne eine einzige Wolke erwischt hatte, war schon außergewöhnlich.

Kommen wir zu der Auswahl einer Million von Fotos:

Der winzig schwarze Punkt ist ein Helikopter der auf den Gletscher gelandet ist.
Ankunft in Milford Sound
Dann ging es zu Fuss hinüber zum Hafen.
Das ‚kleine’ Boot vor uns hat 3 Decks und kann ungefähr 200 Passagiere fassen. Es ist riesig.
Das offene Meer. Geradeaus weiter ginge es nach Australien und nach links zum Südpol. Wir fuhren zurück.
Ein im Gesicht leicht angebratener Joël, der zu Anfang vergessen hatte dass man hier ohne wenn aber Sonnenschutzcreme nehmen MUSS! Die Sonne ist hier so stark wie nirgendwo.
Mit Flieger ging es auf einer anderen Route zurück.

40 Minuten später waren wir wieder in Queenstown.

Ich sag es gleich vorneweg, das Video habe ich in zwei Minuten mit iMovie zusammengebastelt.

Ein paar von euch werden es schade finden dass ich keine Kiwis gesehen habe. Fotos hätte ich eh nicht machen können, das hatte man mir schon beim letzten mal gesagt, dass Fotos im Kiwigehege verboten sind. Aber das gibt mir nochmal eine Ausrede in den nächsten Jahren nochmal herzukommen.

Und morgen geht es weiter zur Gold Coast. (Australien)

Queenstown: Wanderung um Queenstown Gardens

Morgens Frühstück im Hotel. Ich hatte Befürchtungen dass es sehr voll wäre, war es aber nicht. Das Buffet anders als in Auckland aber insgesamt frischer und es sah auch leckerer aus.

Als ich zum Stadtzentrum ging sah ich einen Markt, der mich ein wenig an den Salamanca Markt in Hobart erinnerte. Aber viel viel kleiner.

Ich machte eine Wanderung um die Queenstown Gardens. Der Weg, so sah ich das unterwegs, ist auch schon ein Teil des Frankton Track und ich musste vielen Fahrrädern ausweichen.

Und irgendwo ganz hinten liegt Mittelerde und ein wenig weiter Gondor.

Die Wolken verzogen sich als ich zurück ging und ich wanderte nur den halben Weg zurück und dann über den Hügel auf dem sich der Park befindet.

Ich entdeckte eine Wiese voll mit Rosenbüschen. Ich roch an manchen und ein paar davon hatten ein wenig Duft.

Als ich an diesen Rosen roch dachte ich zu Anfang es sei ein Scherz und roch an einer anderen. Der gleiche Geruch:

Es duftete ganz eindeutig nicht nach Rosen sondern nach Honig. Auf dem Schild stand der Name Matwhero Magic. Eine Sorte die es nach ein paar Google Versuchen nur hier zu geben scheint.

Leichtes spätes Mittagessen im Bathhouse.

Und dann beschloss ich die Kiwis im Birdlife Park sausen zu lassen. Morgen könnte ich auch noch einmal doch da fliege ich raus nach Milford Sound. Also Nickerchen!

Und das tat gut. Ich muss mich immer wieder selbst ermahnen, dass ich im Urlaub bin und nicht auf einer Bildungsreise. Und wenn ich mal einen Nachmittag faulenze, dann ist das auch ok.

Den Abend mit lesen verbracht und früh zu Bett denn morgen muss ich fit sein. Morgen geht es nach tatsächlich nach Mittelerde!

Queenstown: Bob‘s Peak & Kiwi Birdlife Parc

Ein spätes Frühstück heute. Wieder bei Ivy & Lolas, da es gestern sehr gut war.

Diesmal orderte ich das Big Breakfast:

Morgen jedoch werde ich zum ersten mal das Frühstück im Hotel probieren das allerdings im Längen teurer ist und wahrscheinlich nicht mehr bietet als hier. Aber das sehen wir morgen.

Als ich die Straße hochging zu den Gondeln im zu Bob‘s Peak zu fahren , bekam ich ein Foto von daheim von einem „Wachhund“ in meiner Wohnung:

Darwin, die bessere Hälfte der N., bewacht andächtig das Wohnzimmer.

Zurück zu den Kiwis. Ich sah die elend lange Schlange von Menschen vor den Gondeln und mich verließ der Mut. Doch einer der Mitarbeiter meinte dass es doch sehr schnell gehen würde und ich wäre in maximal 20 Minuten oben.

Ich wunderte mich über die dann doch sehr breite Schneise durch den Wald und fragte mich ob es vielleicht ein Sturm gewesen ist.

Nein, ist es nicht. Sie haben die Schneise verbreitert weil, den Ankündigungen nach nächsten Sommer eine komplett neue Bahn dort stehen soll mit größeren Gondeln die bis zu 10 Personen pro Gondel transportieren sollen. Also alles nach dem Motto größer, schneller, mehr.

Ich war froh noch mit der alten Bahn fahren zu können, den ich hatte eine Gondel für mich allein.

Oben war ich dann doch erstaunt, wie groß Queenstown ist.

Ich sah eine Bunjeebrücke, aber sie war ‚leider‘ zu. Sonst wäre ich…

Wieder von Berg zurück entdeckte ich den Kiwi Birdlife Park den ich bis jetzt nirgendwo angeschlagen gesehen hatte. Es ist ein Park der sich im bedrohte Vogelarten und ein paar Reptilien der Insel kümmert, vor allem um den Nationalstar, den Kiwi selbst. Da der Park in privater Hand ist und fast ausschließlich von Spenden lebt, wunderte es mich dann doch dass nicht mehr Werbung dafür gemacht wird.

Der in einem Hang liegt sind ein paar der Wege etwas beschwerlicher. In einer Voliere zeigten sie ein Reptil, den Tuatara, der ein Reptil ist und keine Echse, sonst ist er beleidigt.

Das bedeutet wenn man ihr einen Finger vor die Nase hält, sollte man den nehmen, den man am wenigsten mag… Ansonsten gab es nich eine einheimische Taube zu sehen und eine herzallerliebste kleine Eule in die ich mich sofort verliebte. Einen echten Kiwi zeigten sie uns hier nicht. Aber es gab sehr viel Info über den Kiwi. Ich wußte zu Beispiel nicht, dass der Kiwi zu seiner Körpergröße sie riesigsten Eier legt die ein Vogel legen kann. Sie nehmen fast zwei drittel seines Körpervolumens ein.

Nach der halbwegs Vogelschau, verließ ich den Park. Das Ticket ist noch für zwei Tage gültig und ich werde noch einmal zurückgekommen und mir die Kiwis ansehen.

Am Abend im Hotel fing es an böse winden und es sah nach Sturm aus. Doch so dunkel es wurde und sich der Himmel zuzog, eine halbe Stunde später war der Spuck vorbei.

Queenstown: Erkundungen im Regen & Parfüm

Ich bin darauf eingefahren und es gehr wahrscheinlich nicht mehr anderes. 6:00 Uhr, ping, Joël ist wach!

Ich schoss das Posting von gestern raus und setzte mich auf die Terrasse meines Zimmers. Das Hotel, ein Rydges, wurde Ende 80er gebaut, ist also schon etwas älter, wurde aber sehr gepflegt und in Schuss gehalten. Fabelhaft gutes Internet.

Frphstück im Hotel hatte ich keine Lust. Ich machte mir eine Tasse Kaffee im Zimmer und zog dann los.

Regen. Das wußte ich aber seit gestern dass es heuten nicht so toll werden würde. Es kam zum erstem mal meine neue Errungenschaft zu Einsatz. Eine Regenjacke von K-Way die man komplett umstülpen kann und in der Jackentasche der Jacke verstauen kann. Das sieht dann so aus:

Als Kinder hatten wir alle so eine Jacke um den Bauch gebunden. Ich war vor kurzem erst sehr erstaunt, dass es die Marke noch gibt und die Plastikjacken immer noch herstellt. Denn da ist nix von wegen atmungsaktiv!

Am Hotel auf der anderen Straßenseite läuft ein Weg am See vorbei aus Queenstown raus. Den wollte ich erkunden wo er hinführt und wie weit ich den laufen kann.

Der Weg führte aber nicht sehr weit raus. Ich kehrte um und ging in die Innenstadt. Es hatte zu regnen begonnen. Ein spätes Frühstück bei Ivy and Lolas: Es gab Egs Benny mit Lachs.

Da ich mir nicht sicher war ob ich wirklich heute mit der Gondel den Berg hochfahren wollte um wegen der Wetterverhältnisse nicht viel zu sehen, ging ich ein paar andere Straßen ab und fand einen sehr spannenden Laden. Miller Road. Dort buchte ich für den Nachmittag einen Kursus um mein erstes eigenes Parfum herzustellen.

Inzwischen hatte sich das Wetter gebessert.

Diese Aussicht jeden Tag von meinem Wohnzimmer aus… ja das wäre schon was.

Der Parfum Kurs war ein wenig das was ich mir vorgestellt hatte. Viel beibringen kann mir in der Materie eh nicht mehr. Die geschätzten Leser die schon länger hier mitlesen wissen warum.

Am Anfang bekamen wir erklärt dass es in jedem Parfüm drei Noten gibt, die Kopf-, die Herz- und die Grundnote. Das sollte aber inzwischen allgemeint bekannt sein. Und dann gibt es noch Duftnoten die das ganze zusammenhalten. (Da bin ich mir wiederum nicht so sicher ob das nicht ein Trick ist um es nicht in ein stinkendes Etwas ausarten zu lassen)

Das war die Parfümorgel (sehr reduziert), die jeder der Teilnehmer vor sich stehen hatte. Wir rochen uns durch ALLE Flaschen die da standen. ALLE! Was ich aber gleich bemerkte war, das gewisse Duftnoten ganz fehlten. Ylang Ylang zum Beispiel oder Patchulli und Vanille. Es hab hingegen sehr viele Fruchtnoten. Yasmin und Orris ( beide schwierig herzustellen) jedoch gab es. Man erklärte uns dass man verschiedene Duftnoten hier nicht zur Verfügung stellte, weil sie zum Rest nicht passen würden.

Das ganz musste alles schnell zusammengestellt werden, denn der gesamte Kursus dauerte nur zweieinhalb Stunden. Ich war schon bei der Kopfnote überfordert. Wir durften maximal nur vier Stück wählen, sie auf Prüfstreifen tröpfeln und anschließend zusammen riechen. Ich hatte aber allein vom Geruch her, ohne die Namen zu kennen schon über zehn Stück rausgesucht. Das passierte mir bei jeder Note und ich hinkte hinterher.

Da es im Laden sowieso schon sehr stark roch, mussten wir auch teilweise vor die Tür zum riechen.

MeinDuft besteht letztendlich aus den Kopfnoten Cologne, Fruitchouli, Wood Homme und Amber Floral. Herznoten: Lactone, Melon, Lilac und Tobacco/Whiskey. Übergangsnoten: White Oak, Lime Zest und ISO E Super (was immer das auch sein mag). Grundnoten: Oud Leather, Ozone, Seaweed, Ceadarwood und Mushroom.

Ich muss gestehen, er gefällt mir leider in der Kombi nicht so sehr. Nun ist aber auch so dass man irgendwann im Kurs nur noch die Düfte ineinander fügt und nicht mehr wirklich in der Kombi einzeln riechen kann.

Aber vielleicht muss ich ihn auch eine Weile weg legen und nicht mehr riechen, denn nach fast drei Stunden durchweg den Riechkolben auf Hochtouren laufen zu lassen ist sehr ungewohnt und man riecht gar nichts mehr.

Den Namen New Scentland hatte ich mir übrigens lange überlegt.

Im Warf Pub gab es dann erstmal was gegen das Hungergefühl. Fish and Chips mit einem Coleslaw Salat. Schmeckte gut.

Anschließend setzte ich mich in die Bar des Hotels und schlürfte zum Abschluss des Tages noch einen Riesling.

Prost.

Von Auckland nach Queenstown

Ich war früh wach, packte die Koffer und der C. holte mich ab um zum Flughafen zu fahren.

Dort dann ein Schreck. Wir waren beim Haupteingang angekommen, als der Alarm losging und wir alle gebeten wurden das Gebäude sofort zu verlassen. Huch!

Alle, auch das Personal des Flughafen musste raus. Ich staunte dann doch mit welcher Gelassenheit das hier alle hinnahmen und wie ruhig das vonstatten ging. Bei uns hätte das ein Tumult gegeben. Ein Geschwader an Feuerwehrautos fuhr vor und binnen 10 Minuten war der ganze Spuck wieder vorbei. Das war erstaunlich. Alle rauschten wieder in Abfertigungshalle zurück. Ich checkte den Koffer ein und das ging wie am Schnürchen.

Ich hatte noch Zeit für einen letzten Kaffee mit dem C. Wir sagten uns Lebewohl und dass wir uns spätestens 2024 wiedersehen, dann aber in Luxemburg.

Dann sah ich die elend lange Schlange an der Kontrolle und mir wurde schlecht. Doch hier erwies sich das Kontrollpersonal als sehr effektiv. Alle Scanner waren geöffnet und das Personal wurde blitzschnell aufgestockt. Binnen zehn Minuten war ich durch die Kontrolle. Respekt!

Wettervorhersage für Auckland versprach nicht besonders gut zu werden für die kommenden Tage in Queenstown jedoch sah das besser aus.

Anderthalb Stunden später landete ich hier, zwischen den Bergen, bei den sieben Zwergen:

Mein Hotel liegt am See Wakatipu und das war schon mal überwältigend:

Kleine Schneeflecken ganz hoch oben.

Diese Weite, die Luft, das hat schon was.

Ich wanderte ein wenig durch das Zentrum von Queenstown das wirklich sehr klein ist. Es besteht aus einer Hauptstraße die eine Fußgängerzone ist und ein paar Seitenstraßen.

Ein Laden in hauptsächlich Halbedelsteine aller art verkauft wurden, erregte meine Aufmerksamkeit und ich ging hinein. An der Kasse saß eine ältere Frau die mich ansprach. Überhaupt sind die Menschen hier sehr kontaktfreudig, denn ich wurde schon ziemlich überall angesprochen. Sie hatte gesehen, dass ich mit die Maori Amulette ansah. Ich zeigte ihr meines, das ich mir das letzte mal gekauft hatte und das ich, seitdem mir die Juwelierin in St.Jean die Kette dafür gemacht hat, nicht mehr ausgezogen habe:

Sie gab mir eine kleine Beschreibung über die ich mich sehr freute , denn ich hatte meine damals verloren.

Die Dame heißt Hettie und führt New Zealand‘s oldest Crystal Shop.

Der nächste Gang war zu einem Büro das Touren verkauft. Ich habe mir für Sonntag eine Tour gebucht die sich preislich zwar gewaschen hat, aber dafür werde ich ordentlich was sehen (und meine Blogleser ja auch)

Am Abend blieb ich ich im Hotel . Eine Bar mit kleinem Restaurant im sechsten Stock:

Ich orderte Pizza die sehr lecker war:

Und als ich so zum Abschluss mein Espresso Martini schlürfte, den Drink den ich hier in Ozeanien kennen und lieben gelernt habe:

… überfiel mich ein Gefühl von großer Dankbarkeit.

Ich bin Neuseeland! Ein Ort den ich mir nie hätte vorstellen können je zu besuchen und das jetzt schon zum zweiten mal. Mit alledem was ich in meinem Leben schon erlebt habe, wie viel ich über die Jahre einstecken und durchleiden musste, wie ich immer wieder gewaltige Lektionen in Demut bekam, ich insgesamt alles in meinem Leben hinnahm, aber gottlob nie daran zerschellte… Ich will nicht sagen, dass ich mir das verdient habe, das käme großkotzig daher. Nein, ich bin einfach nur dankbar, dass mir jetzt das im Leben geschenkt wurde, was ich fast nicht zu träumen wagte.

Auckland: Ein Regen- und Windtag

In Melbourne sagt man ja, man könnte die vier Jahreszeiten an einem Tag erleben. Das gleiche gilt für Auckland. Das Wetter änderte sich im Minutentakt.

Ich ging es langsam an am Morgen. In Odettes Eatery nahm ich mein Frühstück ein und nicht im Hotel, wo es ja sehr eintönig ist und nicht wechselt. Odette kannte ich nich von meiner letzten Reise. Das Frühstücksrestaurant boomte wie gewohnt. Leider kein Foto.

Da man hier die Feiertage ja nachholt, war heute auch nich einmal so ein Tag und vieles geschlossen. Ich versuchte mein Glück am Hafen um eine Bootstour zu bekommen, doch als ich das recht wilde Meer sah, war mit mein Frühstück doch lieber IM Magen, als dass ich damit die Fische füttere.

Ich suchte nach den Tassen um die mich Mumutabu gebeten hatte und wurde schnell fündig.

Am Abend holte mich der C. ab und wird fuhren raus zu Monut Eden zu diesem kleinen sehr unscheinbaren Chinesen. Guilin Nudeln sind dicke Reisnudeln die etwas fester sind als Nudeln aus Weizen. Aber es war lecker nur den Sud den man mir separat servierte schmeckte mir gar nicht.

Ihr findet man ganz im Gegensatz zu Europa richtige chinesische Küche und die schmeckt sehr anders.

Wieder in Hotel kümmerte ich mich um Mails und Co. von daheim, sah nich ein wenig Neuseeländisches Fernsehen und war schnell eingeschlafen.

Auckland: Devenport & Takapuna

Auckland ist groß, sehr groß. Und es gibt so manches was ich außerhalb des Zentrums noch nicht gesehen habe. Der C. fuhr mit mir nach Devenport über die Harbour Bridge.

Devenport ist eine Halbinsel, die das Militär im zweiten Weltkrieg für sich vereinnahmte und dort Bunker baute mit Kanonen und Schießschächten. Man befürchtete die wildgewordenen Japaner würden auch Neuseeland angreifen. Taten sie aber nicht.

Diese kleinen Hügel. die es verstreut durch ganz Auckland gibt, waren übrigens kleine Vulkane. Darum ist die Stadt auch nicht flach sondern es gibt immer wieder stramme Anhöhen.

Das ist ein Baum der hier Weihnachtsbaum genannt wird und um Feiertage herum blüht.

Und dann gibt es hier auch diese gewaltigen Gummibäume die wir in Europa mit viel Liebe in Kübeln züchten. Hier werden das überdimensionale Monster.

Das Wetter war sehr unstet und es änderte sich alle paar Minuten.

In der Ferne die Insel Rangitoto, auch eine Insel mit erloschenem Vulkan. Sie ist unbewohnt und gilt als Naturschutzgebiet.

Einer der Eingänge zum Bunker

Eine wunderbare Aussicht auf Takapuna und im Hintergrund die Skyline.

Dann fuhren wir hinüber Takapuna, ein Viertel das der C. recht gut kannte und wir ging zum Strand.

Und hier kam ich zum erstem mal zum Schwimmen im Südpazifik.

Das Wasser hatte eine angenehme St.Jean Temperatur, nicht zu kalt, aber ich habe ja auch mehr als genug Neopren Biopren.

Da Neujahr auf Sonntag fiel und die Feiertage nachgeholt werden, war vieles geschlossen und ich hatte etwas mehr Mühe Abends ein Restaurant zu finden. Die Denny‘s Kette hatte geöffnet und ich ging dorthin. Geschmeckt hat es nicht besonders, es so just noch ok.

Später chattete ich noch mit Mumutabu, für den ich morgen was besorgen soll. Ich bin gespannt op ich das finde.

Ich lag für meine Verhältnisse sehr früh flach.

Auckland: Ein Tag Pause & Rückblick 2022 ohne Fotos

Selbst mir steht der Schweiß auf der Stirn allein beim Lesen, was ich in den letzten Tagen alles erlebt und gesehen habe. Darum mache ich heute einen Tag Pause. Ich war ziemlich spät wach und musste mich erstmal mal mit der Rezeption herumschlagen weil man mich aus dem Hotel haben wollte. Ich hatte das Hotel nämlich über eine Reiseagentur zusammen mit dem Flieger gebucht. Der Touroperator hatte hatte zwei Buchungen vorgenommen, eine für 2022 und eine 2023. Das klärte sich dann aber sehr schnell auf. Ansonsten passierte recht wenig. Ich las und schrieb.

Darum gibt es heute den Rückblick 2022 den es mit Lücken auch schon die Jahre davor gab.

Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Und doch wenn ich im Moment ansehe oder auf die Waage steige ist es definitiv mehr als sonst.

Haare länger oder kürzer?
Die sind jetzt am Ende des Jahres so kurz wie schon lange nicht mehr.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Mit der neuen Brille dieses Jahr wurde noch einmal ein Test gemacht und die Kurzsichtigkeit stieg nich einmal an.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr weil ich das Schwimmen für mich wieder fast neuentdeckt habe und regelmäßig in der Badanstalt passiere. Obwohl jetzt als es kalt wurde… brr.

Mehr Kohle oder weniger?
Das ist unwesentlich mehr gewesen als fas letzte Jahr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger wenn ich die größte Ausgabe für den neuen Wagen nicht in Betracht ziehe, die aber letztendlich nicht so heftig war.

Der hirnrissigste Plan?
„Anfang des Jahres zu glauben, dass ich vielleicht Ende des Jahres wieder eine längere größere Reise machen könnte.“
Der Satz stand letztes Jahr genau so hier und man kann es immer noch als hirnrissig ansehen; aber diesmal hab ich es umgesetzt!
Ich schriebe den Rückblick in AUCKLAND!

Die gefährlichste Unternehmung?
Da war diesmal nichts wirklich von Belang.

Die teuerste Anschaffung?
Der E-Wagen und am Ende des Jahres diese Reise.

Das leckerste Essen?
Mit großem Abstand Ryodo, das Geschenk für mein Geburtstag.

Das beeindruckenste Buch?
Die Aline Mayrisch Biographie

Das enttäuschendste Buch?
Da gab es keines was mir wirklich nachdrücklich aufgefallen wäre.

Der ergreifendste Film?
300 Years of Longing

Die beste Musik?
Franceso Tristano – On Early Music.
Mit allen zusätzlichen Tanz Remixes die es noch nebenher davon gab.

Das beste Theater?
Das Scott Joplin Musical Treemonisha

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Grübeln über das was ich in der Zukunft mit mir selbst anstellen soll.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mit dem S. Es war nur sehr kurz aber dafür sehr schön und es mich so sehr berührt, dass ich immer noch gerne daran zurück denke. Es wird wahrscheinlich nie mehr werden als das was es in dem Augenblick war, doch wie so oft stirbt die bekanntlich Hoffnung zuletzt.

Vorherrschendes Gefühl 2022?
Das Gefühl in der Schwebe zu hängen habe ich seit Beginn der Pandemie und ich mag es nicht. Selbst jetzt da die Pandemie bei weitem nicht mehr so präsent ist, ist es immer noch da. Ich würde das gern in eine Aufbruchstimmung umwandeln, doch ich weiß nicht wie.

2022 zum ersten Mal getan?
Ein E-Auto erworben.

2022 nach langer Zeit wieder getan?
Im Sommer einen vierwöchigen Schreiburlaub angetreten.

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die von ihren Eltern völlig überforderten schreienden Kinder in St. Jean-de-Luz. Interessanterweise kam ich seitdem noch ein paar mal in solche Situationen wo es aber bei weitem gesitteter zuging als dort.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da gab es niemanden den ich retten musste.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ein Restaurantbesuch, der aber erstim April eingelöst wird.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Restaurantbesuch im Ryodo, dem ersten japanischen Sternerestaurant in Luxembourg.

2022 war mit 1 Wort…?
Ratlosigkeit

Vorsätze für 2022?
Weiter suchen damit dieses Schwebegefühl aufhört.