Es fängt wieder richtig heiß zu werden und die Wohnung ist wieder ein Backofen. Ich muss eine Technik entwickeln wie ich das erfolgreich ignorieren kann.
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Mir fällt auf, dass es nicht mehr gewohnt bin lange Fahrtzeiten wegen der Arbeit auf mich zu nehmen. Ich bin nun fast 5 Jahre in der Hauptstadt angesiedelt und hier sind die Wege kurz. Doch das Freilichtspektakel in Grosbous ist 40 km von Luxemburg entfernt. Als ich noch in der alten Heimat wohnte, brauchte ich für solche Strecken kein Navi, da ich sämtliche Strecken wie meine Westentasche kannte. Grosbous gehörte auch dazu. Doch da ich nun anders fahren muss um hinzukommen, gab es verschiedene Optionen und ich zog das Navi zu Rate. Seltsamerweise leitete es mich immer wieder anders, je nachdem von welchem Punkt der Hauptstadt aus ich es startete. Gestern habe ich nun endlich die logischste und schnellste Stecke gefunden. Erfreulicherweise brauchte ich nur noch knappe 35-40 Minuten. Dabei ist es nicht die kürzeste Strecke.
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Da es weit nach Mitternacht war, bevor ich gestern (bzw heute) nach hause kam, erlebte ich zum ersten Mal die Sprinkelanlage der Place des Marthys, die meiner Meinung nach aber eine gewaltige undichte Stelle hat, oder es hat jemand daran herumgefummelt.
Dieser kleine Springbrunnen mitten in der Anlage sieht sehr falsch aus. Ein weiteres Kuriosum war, dass das Wasser irgendwo hinläuft, nur nicht auf die Straße. Ich hoffe dass es nicht in der darunterliegenden Tiefgarage landet. Ich schwimme an sich gerne, aber nicht unbedingt in der Tiefgarage bis zu meinem Auto hin…
Ein Baustellentermin in der Wohnung gestern morgen, zusammen mit der Innenarchitektin, fiel ernüchternd und negativ aus. Dabei hatte mein Bauchgefühl es mir schon angekündigt, doch ich wollte es nicht wahrhaben. Merke: Man sollte grundsätzlich keine Erwartungshaltung einnehmen, denn die Erwartung wird meistens nicht erfüllt.
Die Maler- und die Fliesenfirma haben getrödelt. Zudem rückt der Kollektivurlaub der Baufirmen immer näher, und es wird nicht alles termingerecht fertig.
Den Umzugstermin den ich für Mitte August angesetzt habe, kann ich knicken. Es wird sich alles gute zwei Wochen nach hinten verschieben. Wenn wir nicht noch ein richtig tollen Idian Summer haben, sehe jegliche Hoffnung schwinden den neuen Balkon noch vollen Zügen genießen zu können.
Das läßt jedoch meine angedachten Pläne, eine paar Tage zu verduften, wieder aufleben. Die A. hatte mich eingeladen mit ihr zusammen in ihrem Haus in der Ardèche in Frankreich ein paar Tage zu verbringen. Ich hatte zu Anfang abgelehnt weil alles zu eng getaktet schien, doch jetzt…
Es ist meine letzte Produktion für die Saison 2016/2017, die außerordentlich gut gefüllt war. So sehr, dass es mir fast zu viel wurde. Und danach ist erst mal Ruhe bis September.
Aufgeführt wird es von der Schankemännchen a.s.b.l. ,eine Laientruppe die alle zwei Jahre ein großes Freilichtspektakel auf die Bühne bringt. Was ich ganz besonders finde, ist dass sie seit ein paar Jahren keine Boulevardstücke mehr nehmen, sondern sich an die ganz großen Klassiker herantrauen, und diese ins luxemburgische übersetzen. Das vorletzte Stück z,B. war „Besuch der alten Dame“ von Dürrenmatt.
Premiere ist am Donnerstag. Wenn ihr Lust habt euch das Stück anzusehen, solltest ihr euch sputen Karten zu bekommen. Es gibt noch welche aber ein paar der Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Karten bekommt ihr auf der Seite von Schankemännchen.
Erst mal was in eigener Sache. Da ich auf das Angebot von Facebook nie eingehe, mich für ein paar Euro häufiger zu verlinken, als sie es automatisch tun, verlinken sie mich immer weniger. Zumal wenn ich etwas mehr Zeit habe und darum mehr schreibe, werden die Links ungleich weniger oft bei Facebook angezeigt. Zudem nehmen sie immer öfter das Foto nicht an und zeigen nur einen textbasierten Eintrag.
Ich habe deswegen beschlossen nicht mehr jeden Beitrag zu verlinken. Wenn ihr trotzdem wissen wollt was bei Joel.lu abgeht, versucht es doch mal mit einen altmodischen aber effektiven Abo der RSS Feed. Den Link dazu findet ihr ganz unten auf der Seite. Es gibt zudem Programme zu Hauf die das für euch regeln. Bloglovin‘ z.B. oder eine App für den Firefox Browser wie Bamboo Feed Reader (nutze ich selbst auch)
Oder wie wäre es mit dem guten alten Bookmark? Weiß noch jemand was das ist?
Ich werde immer mehr ein Fan der Artikel von Stephen Greenblatt im New Yorker. Letztens verlinkte ich von ihm den Beitrag über die Erfindung des Sex. Heute der Artikel was Shakespeare ihm beigebracht hat. Sehr lesenswert.
Ha!
Diesmal hab ich dran gedacht!
Wer nicht weiß was 12 von 12 ist, schaut bitte hier nach.
Ich erwachte spät da ich keinen Wecker gestellt hatte.
Am Vorabend hatte ich diesen Artikel über Kaffee von SpOn gepostet (nicht auf den Blog).
Per Whats App erreichte mich dann das hier worüber ich sehr lachen musste. Der Tag fing gut an.
Ich schmiss die Waschmaschine an.
Und während die Maschine die Klamotten wusch, reinigte ich den Unterbau der Kleidung; ich duschte.
Die Wohnung ist von den letzten Hitzetagen noch immer sehr aufgeheizt. Da ich in diesem Mini Studio aber nur ein Fenster habe, kann ich nicht durchlüften. Und so steht seit gestern Abend der Ventilator vor dem weit geöffneten Fenster und pumpt nur halbherzig frische Luft in die Wohnung.
Wäscheaufhängen, anziehen, los!
Ein trister, trüber Tag, so wie ich sie nicht mag.
Ich musste nach Trier zum Perückenladen meines Vertrauens. Die einzige Perücke die im Freilufttheaterstück vorkommen wird, war in den drei Fundussen*, die mir zur Verfügung stehen, nicht so richtig vorhanden. Das ist egentlich immer so, wenn man etwas ganz Spezifisches sucht. Also muss eine Neue her.
Da ich erst kurz nach Mittag in Trier ankam, und der Laden über Mittagsstunde geschlossen hat (einer der seltenen Läden der das noch macht) ging ich wie gewöhnlich in die Trier Brasserie.
Als Tagesmenü Kalbskotelett mit Pfifferlingen. Es wäre zum ersten mal seit gefühlten 30 Jahren, dass ich ein Kotelett esse. Ich mag Kotelett nicht, weder vom Schwein noch vom Rind. Lammkotelett ja, aber nur wenn sie als Krone gebraten werden. Es gab nur eine Frau auf der ganzen Welt, die Schweine- und Kalbskotelett so braten konnte, dass sie nicht trocken und zäh schmeckten, nämlich meine Großmutter Thérèse. Sogar ihre Tochter (meine Mutter) die wirklich sehr gut kochen konnte, bekam es nicht hin.
„Was soll das, Joël, stell dich nicht so an! Du isst jetzt ein Kotelett! Vielleicht schmeckt es dir ja doch, nach all den Jahren.“
Es sah sehr gut aus und war es eine gewaltige Portion. Aber geschmeckt hat es nicht, sorry.
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In Trier, weitaus mehr als in Luxemburg, sieht man oft Leute, die wie aus der Zeit gefallen aussehen. Für mich als Maskenbildner sind das natürlich spannende Studienobjekte. Und als solches möchte ich auch folgendes Foto verstanden wissen. Denn gegen die Frau selbst habe ich nichts und es geht mir auch nicht darum sie in irgendeiner Form zu dissen. Sie ist nur Firsurtechnisch in einer anderen Zeit hängen geblieben. Sie ist Anfang/ Mitte 70, genau so schlank wie sie mit 20 oder 30 Jahren war. Eine lange naturkrause wallende Mähne fast bis zur Taille, massiv mit Strähnchen durchgebleicht. Dazu ein bauschiger Pony bis zu den Wimpern. Ein wenig wie die letztes Jahr verstorbene Sonja Rykiel, aber in Blond.
Zum Ausgleich frönte ich meiner Leidenschaft: Schuhe. Ich fand im Step by Step ein paar Grashopper, die ich als Kind immer potthässlich fand aber trotzdem, wegen der Einlagen tragen musste. Damals nannte man sie Waldläufer. Wenn sie, wie dieses Paar, in giftgrün mit weißen Sohlen gewesen wären, hätte ich sie angezogen.
Auf dem Heimweg stand ich im Stau.
Am frühen Abend machte ich auf zum Dipso. Unterwegs machte ich ein Foto von dem Kopf, der inzwischen gruselig weiß angestrichen wurde.
Es wurde ein angenehmer Abend. Die S. und der M. waren da, sowie den N. , mit der ich vor etlichen Jahren die erste luxemburger Sitcom bestritt. Ich in der Maske, sie in der PR. Wir kramten viel in alten Erinnerungen und stellten fest, dass wir demnächst wieder zusammen auf einem Projekt arbeiten werden. Es wird sehr spannend werden, aber davon berichte ich im September, wenn es soweit ist.
Auf dem Rückweg bestellte ich mir ein Taxi. Ich machte noch ein Foto von der Ecke in der das Dipso verschachtelt zwischen all den anderen Lokalen liegt.
Und das, meine Damen und Herren waren meine 12von12 im Juli. Ich bin froh, dass ich sie nicht verpasst habe.
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* ja, ich war auch perplex bei der Pluralbildung von Fundus, aber ich habe extra nachgesehen. Fundi geht, Fundusse auch.
Ein Baustellentreffen zwischen Innenarchitektin, Bauleitung und mir, letzte Woche Freitag, viel ein wenig ernüchternd aus. Die Maler- und Gipserfirma hat getrödelt und dadurch alles in Verzug gebracht. Zudem wurden ein paar Mängel entdeckt, die den Job der Bauleitung in Frage stellen. Nun ja…
Es sind aber ein paar Neuerungen zu verzeichnen die ich euch zeigen möchte.
So sah die Küche aus als ich die Wohnung bekam
Und so sieht es jetzt aus.
Der Heizungskörper und die Fensterbank wurde entfernt, da dort das Kochfeld hinkommt. Der Heizkörper kommt an die Wand hinter mir, dort wo ich stand, um das Foto zu machen. Auch der Sicherungskasten, der sich über Tür befand, wurde neben die Tür verlegt.
Die falsche Decke im Wohnzimmer wurde eingezogen.
Und auf dem Balkon steht bereits die Wanne, noch eingepackt, und wartet darauf im Badezimmer installiert zu werden.
Die Wandfarbe auf dem Balkon wird auch eine andere werden.
Die Dokuserie von O.J.: Made in America jedoch ist etwas anderes. Sie lief am Freitag und Samstag auf Arte, dauerte volle 7 ½ Stunden und ist in 5 Episoden aufgeteilt. Sie gewann 2016 den Oskar für die beste Dokumentation. Ich hatte sie aufgenommen und schaute sie mir am Sonntag und Montag an.
Was ich hier zum ersten Mal verstand, sind die Umstände in denen O.J. groß wurde und wie es eigentlich soweit kommen konnte. Wie er erfolgreich wurde. Wie er es schaffte, dass die weiße Gesellschaft ihn ganz akzeptierte und seine Hautfarbe plötzlich nicht mehr relevant war, er sich jedoch dabei selbst verlor. Was mir lange auch nicht klar war, wie sehr die Rassenfrage hier eine Rolle gespielt hat und wie sein Fall ein ganzes Land spaltete. Interessant fand ich den Anfang der Doku in der sein Lebenslauf beschrieben wird, wie sehr er dafür kämpfte Erfolg und ganz besonders Anerkennung zu haben.
Zeitenweise, ganz besonders im dritten und vierten Teil, in dem es um den achtmonatigen Prozess geht, habe ich nicht zugesehen, weil ich die Bilder noch von CNN kannte. Ich hörte stattdessen zu und werkelte im Haushalt. Das machte mich dann doch stutzig hinsichtlich der Doku selbst, die bisweilen besser als Hörspiel den als Film funktioniert. Auch nicht so besonders fand ich wie am Ende der vierten Episode versucht wird eine Spannung aufzubauen, wie das Urteil denn jetzt lautet, denn war ja bekannt. Bekannt war mir auch dass er im anschließenden Zivilprozess für schuldig befunden wurde, und sein ganzes Vermögen verlor.
Wie es dann weiter ging war wusste ich nicht, weil das auch hier in Europa nicht mehr weiter thematisiert wurde. Man erlebt einen gebrochenen O.J. der immer noch noch glaubt, er sei ein Held, und versucht seine Andenken und Trophäen von einem Memorabilia Händler zu stehlen und dabei erwischt wird. Dafür sitzt er heute ein und bekam dafür die Maximalstrafe.
Ich war froh und erleichtert dass ich die vollen 7 ½ Stunden durchgehalten habe, weil ich jetzt aber auch so einiges besser verstehe, z.B. wie das korrupte amerikanische Rechtssystem funktionniert und wie sehr der Promistatus und die Hautfarbe eine Rolle spielen.
Die Doku ist noch bis Anfang August in der Arte Mediathek zu sehen.
Es fiel mir heute morgen dann doch einer schöner Vergleich ein, um den Samstag zu beschreiben, den ich ja schon vorab als emotionalen Spagat bezeichnet hatte. Zu den Bestattungsriten der alten Ägypter gehörte die Pilgerreise nach Abydos, zu der der Leichnam mit einem Boot befördert wurde das auch anschließend eine Grabbeigabe war.
Am späten Samstag Nachmittag wurde Françoise beigesetzt, und keine drei Stunden später befand ich mich auf einem Boot in Remich auf der Mosel.
Die I. hatte zu ihrem 50.Geburtstag eingeladen, und es kostete mich einiges an Überwindung hinzugehen. Ich war kurz davor abzusagen, doch konnte die I. ja nichts dafür, dass beides nun mal am gleichen Tag stattfand. Also holte ich tief Luft schnallte den Gürtel fester und ging trotzdem hin. Schließlich arbeite ich im Showbusiness und die Show muss weitergehen…
Und die Fahrt auf dem Boot erwies sich als äußerst vergnüglich aber auch beruhigend für mein Gemüt.
Vor der Schleuse von Stadtbredimus bei VollmondDie A. und ich
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Da Remich doch fast eine Stunde per Auto von Luxemburg City entfernt ist und ich den Teufel nicht herausfordern wollte, hatte ich mir vorab ein Hotelzimmer auf der Esplanade gebucht.
Das alte Hotel du Cygne, das sehr lange geschlossen war, wurde in The Nest umgetauft und erfuhr eine komplette Renovierung.
Ich hatte eines der letzten Einzelzimmer bekommen das zwar sehr schön renoviert, aber auch sehr klein war. Es erinnerte mich ein wenig an die Hotelzimmer in London, die auch alle immer ein Idee zu klein sind. Bei Booking.com hat es die wohlverdiente Note 8,3, die meiner Meinung nach sogar noch ein wenig höher sein könnte. Eine empfehlenswerte Adresse in Remich, bei der ich irgendwann das Restaurant ausprobiere.
Ich hatte ja bereits über die korrupte Aktion von Photobucket geschrieben.
Aber es war gar nicht so schwer das Problem zu lösen. Ich kaufte beim Provider 5GB Speicherplatz, die nicht so teuer sind. Es kostet mich jetzt jedes Jahr 150.-€ mehr. Das sind aber noch immer keine 400$ die Photobucket von mir haben wollte!
Letztendlich hat aber ein sehr nützliches Plugin, das man mir im WordPress Forum empfohlen hat, den Rest getan. Es heißt „Better Search Replace“ und ist auch auf Deutsch verfügbar. Es hat mir mit einem Klick sämtliche Bilder URL in der Datenbank geändert. Es hat sogar die URLs ersetzt die sich mit früheren Umzügen und Namensänderungen des Blogs auch verschoben hatten. Somit sind ALLE Bilder wieder sichtbar!
Die nächste Aktion ist, alle Bilder von Imgur hochzuladen und die URL ebenfalls zu ändern. Das wird für euch, meine Leser, nichts ändern, denn die Hotlinks von Imgur sind ja alle da. Doch ich will nicht noch einmal ein solches Desaster erleben.
Hach, der Samstag fängt gut an!
Aber er wird noch ein emotionales Spagat werden, das weiß ich jetzt schon, doch darüber schreibe ich morgen.
Ja, der Titel des Beitrags gefällt mir. Ja, ich gebe es zu, bisweilen bin ich jemand der Facebook liest wie andere die Tageszeitung. Ich bin auch nicht stolz drauf.
Als ich diese beiden Fotos bei P. sah dachte ich ‚Randale in Consdorf‘, ein Nachbardorf aus meiner alten Heimat. In gewisser Weise sind es Randale, aber keiner geht gegen den Missetäter vor.
Es ist ein Fuchs, der jeden Dienstag, wenn die Mülltonnen vor der Tür stehen, alles durchwühlt um Fressbares für seine Jungen zu finden. P., der Bäcker ist, schreibt, wenn er nicht früh genug loszieht, um die Straße zu kehren, sind bereits gute 50 Autos durchgefahren und es sieht dann wie auf den Fotos aus.
Bemerkenswert ist dass,in den ganzen Kommentaren ( und es sind deren nicht wenige): NIEMAND dem Fuchs die Schuld gibt. Es werden Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen diskutiert. Es wird sogar ein Politiker dazu aufgefordert jede Woche die Straße zu säubern. Der Missetäter selbst bleibt verschont. Sehr bemerkenswert.
Es war ein schöner Abend und ich hatte mächtig zu tun.
Diese Ladies Afterwork Partys werden regelmäßig von der Revue organisiert. Mady fragte mich bereits mehrfach ob ich keine Lust hätte mitzumachen, aber es ergab sich nie. Meistens hatte ich im Theater zu tun. Doch für gestern Abend sagte ich zu. Zudem war es mal wieder ein gute Gelegenheit „normales“ Fußvolk zu schminken, als nur Schauspieler und Modells. Vom Restaurant du Sud, wurde sie kurzfristig ins Ikki verlegt, weil die Musikanlage einen Schaden hatte und nicht klar war ob man das noch vor der Party beheben könne. Ich wurde sehr oft nach falschen permanenten Wimpern gefragt. Da dies jedoch in den Bereich der Schönheitsinstitiute fällt, konnte ich nur Auskunft geben aber kleben konnte ich keine.
Das wäre mal eine Maßnahme für die Afterworkparty ein Kosmetikerin die sich damit auskennt.
Da die Party das Thema Pink Flamingo hatte, standen überall ein paar von den Viechern rum.
Ein gelungener Abend. RTL war auch zugegen und wenn die Reportage online ist werde ich sie nachreichen.
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Seit Montag plagt mich der Ischiasnerv im rechten Bein. Ich hatte am Sonntag während der Probe keinen trockenen Sitzplatz gefunden und stand volle 2 Stunden auf einer krummen feuchten Wiese rum. Es ist zum ersten Mal dass ich überhaupt damit geplagt bin. Somit schalt ich nur selbst am Montag und Dienstag und solle mich nicht so anstellen. Doch am Mittwoch war es immer noch keinen Deut besser. Also ging ich in die Apotheke und kaufte Schmerztabletten und orderte einen Termin beim Osteopathen… Mit dem Schmerztabletten überstand ich aber die Afterworkparty ohne beständig zu hinken.
Der Tag gestern schob sich so endlos dahin. Ich dachte viel an Françoise, an die vielen Cannes Reisen, an tolle Begegnungen die ich nie gehabt hätte, wenn sie nicht gewesen wäre… Es ist ein großer Verlust für mich und ich bin untröstlich dass sie nicht mehr da ist…
Am späten Nachmittag wohnte ich noch einer Bauprobe im Grossen Theater bei für ein Stück der nächsten Spielzeit.
Ich konnte und wollte nicht nach hause gehen und ich beschlos noch ein wenig durch die Stadt zu wandern.
Da das Wetter heute endlich nach zwei sehr nasskalten Tagen wieder etwas besser war, beschloss ich den Skyliner zu besteigen.
Danach schlenderte ich zum Annexe, dort wo ich Françoise zum letzten mal glücklich sah. Danach ging es bergab…
Das Annexe ist und bleibt eines meiner Lieblingsrestaurants. Der Küchenchef der letztes Jahr den Preis gewann, und für das Menü an meinem Geburtstag verantwortlich war, ist nicht mehr da. Stattdessen ist der Souschef zum Chef aufgestiegen. Und es ist immer noch so lecker wie davor. Kochen IST eine Kunst.
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Meine Freundin Mady, die die tolle Reportage von mir in der Revue machte (ich berichtete davon) fragte mich vor kurzem wieder ob ich denn dieses Mal Zeit hätte, für die Laydies Afterwork Party. Ich musste ihr mehrfach absagen, da ich zeitgleich immer im Theater beschäftigt war. Aber dieses mal bin ich mit dabei.
Wenn ich ihr also Schminktipps von mir haben wollt, dann schaut morgen Abend im Restaurant Le Sud vorbei. Ich stehe euch ab 18:00 Uhr für zwei Stunden zur Verfügung.
Männer sind übrigens zu diesem Abend auch herzlich willkommen. (Im Gegensatz zu der Ladiesnight im Kino, wo ich weiß, dass Männer ausgebuht werden!!!)
Heute Morgen, kurz nach 8:00 erreichte mich die SMS. Françoise, meine langjährige Freundin schloss zum letzten Mal ihre Augen.
Es war abzusehen. Die Chemo, die sie schon über ein Jahr über sich ergehen ließ, hatte nicht die gewünschte Wirkung. Ich hatte sie noch vor ein paar Tagen besucht. Doch ich hätte nicht gedacht dass jetzt so schnell gehen würde…
Sie mochte nicht wenn man Bilder von ihr machte. Sie sah sich nicht gern auf Fotos. Das letzte Foto von ihr das ich habe, entstand letztes Jahr an meinem 50. Geburtstag.
Ich lernte Françoise in dem kleinen Kinoshop vom Utopia kennen, den sie regelmäßig betreute. Es war ihr Beitrag als Mitglied der Utopiagruppe, eine Bande von Filmfreaks die es weit gebracht hatten, und ein Kino mit 5 Sälen aufgebaut hatten. Damals konnte sie noch an Krücken gehen und fuhr selbst Auto.
Sie war einer der letzten Fälle in Luxemburg die an Kinderlähmung erkrankt waren, bevor die Schluckimpfung gefunden wurde und war ab der Hüfte nach unten hin gelähmt.
Ihr erlernter Beruf war Übersetzerin. Sie arbeitete für die EU in der Terminologie Abteilung für Französisch. Manchmal erzählte sie davon welche abenteuerlichen Recherchen sie machen musste, um einen Begriff ins Französische zu übersetzen, was meistens in einer Umschreibung des Begriffes endete. Aber um es zu Umschreiben musste sie selbst verstehen um was es ging. Somit arbeitete sie auch aktiv am Eurodicautom mit.
Weil sie ebenfalls Mitglied des Office du Film war, der für Luxemburg die Filme indizierte (in Deutschlad ist das die FSK) fuhr sie jedes Jahr nach Cannes zum Filmfestival um sich schon vorab eine Menge Filme anzusehen. Das ersparte ein wenig Arbeit über das Jahr hinweg. Ich begleitete sie über 10 Jahre dorthin. Ein paar der Festivals habe ich auch verbloggt. (Sucht einfach nach „Cannes“ im Blog)
Aus praktischen Gründen war es für Cannes einfacher wenn sie im Rollstuhl saß. Manchmal mussten wir zwischen zwei Filmen je nach Anfangszeiten der Filme regelrecht rennen um in den nächsten Kinosaal zu kommen. Ein anderer Vorteil war, dass das Schlangestehen vor den Sälen entfiel. Somit schafften wir an manchen Tagen 6 Filme. In der Regel waren es meistens fünf.
Es war eine schöne Zeit einmal im Jahr so nah am Geschehen dabei zu sein. Wir mieden mit einer Ausnahme immer die Abendvorführungen bei denen ich einen Smoking tragen müsste. Abends fielen wir Steine in Bett um morgens dann wieder in aller Frühe aufzustehen weil der Erste Film bereits um 8:30 lief. Nach 10 Tagen waren wir völlig k.o. aber voll von neuen Eindrücken aus der ganzen Welt.
Es waren wunderbare Jahre. Wir besuchten am Anfang und am Ende des Festivals immer ihre Freundin Rosemarie in Bedoin bei der wir übernachteten. Ich hatte hier einmal etwas über sie geschrieben. Es war wie ein Ritual, das ich in den ersten Jahren einfach mitmachte, doch danach hätte ich es um keinen Preis der Welt missen wollen.
2006 oder 2007 waren wir zum letzten mal dort. Danach hatte sie einen schlimmen Muskelriss in der Schulter und war komplett an den Rollstuhl gefesselt. Es brauchte über ein Jahr bis er ganz ausheilte. Danach traute sie sich nicht mehr die lange Reise nach Südfrankreich auf sich zu nehmen und das Apartment, das wir jedes Jahr bezogen, war auch nicht komplett Rollstuhl geeignet.
Bis heute versetzt es mir jedes Jahr einen leichten Stich von Wehmut, wenn das Festival in Cannes im Mai losgeht…
Hier zwei Bilder von ihr die ich 2005 in Bedoin machte.
Ich hatte es ja schon in einem Beitrag davor angedeutet.
Für die, die es noch nicht mitbekommen haben, Photobucket hat den Zugang als 3rd Party gesperrt und über 3000 Fotos erscheinen nicht mehr im Blog. Es fühlt sich an als ob man mir meine Arbeit von 13 Jahren gekidnappt hat.
Wenn, dann müsste ich ein Abo nehmen für satte 400$ im Jahr. Dass man plötzlich für etwas bezahlen muss das davor gratis war, ist nichts Ungewöhnliches. Dass man es aber so drastisch umsetzt, ohne Vorwarnung, lässt vermuten dass Photobucket in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt.
Ich habe schon davor, mehrfach ihren Kundenservice angeschrieben, weil es immer wieder Probleme mit dem Upload gab. Nichts, null, keine Reaktion. Dabei war Photobucket mal einer der größten Anbieter in Sachen Fotohosting und über Jahre hinweg vertrauenswürdig.
Aber alles Geschrei und Wüten wie Rumpelstilzchen hilft nicht. Ich muss ein Lösung finden. Und ich glaube, ich hab sie gefunden mit Hilfe von meinem bloggenden Namensvetter Joel A.
Es ist machbar, wird aber nicht so einfach werden. Mit ein bisschen Glück und Hilfe von Experten…
Ein Anruf ließ mich am morgen alle Pläne umwerfen, weil ich dringend auf der Baustelle der neuen Wohnung gebraucht wurde. In diesem Zusammenhang folgt demnächst auch ein Update. Somit war der Skyliner ebenfalls hinfällig und das Wetter spielte auch nicht mit.
Ein Opel. Ganz ehrlich, ich war froh dass ich einen anderen fahrbaren Untersatz als Ersatz hatte. Aber ich war noch viel glücklicher als ich mein Auto am späten Nachmittag zurück bekam. Opel und ich werden keine Freunde.
Gestern sah ich zum ersten Mal seit fast einem Jahr den Y. wieder. Ich hatte ihn zu meinem Geburtstag eingeladen und er war nicht erschienen, völlig ohne Entschuldigung. Ich war stinksauer. Er war überhaupt völlig von der Bildfläche verschwunden. Wir sprachen uns aus und es wurde ein schöner Abend.
Irgendwann landeten wir im Café des Artistes. (!Facebook Link!)
Die urigste Bar der Stadt.
Wenn man wissen will wie Luxemburg klingt und singt, sollte man dorthin gehen. Es sitzt fast jeden Abend jemand am Klavier und spielt alte luxemburgische Lieder und alle singen mit. Ich bin nicht sehr oft dort, weil…ja weil ich meistens dann auf dem Stuhl kleben bleibe mitsinge und mitrinke, bis spät in die Nacht. Die Folgen an Tag danach sind dann verehrend. Doch ein Besuch lohnt sich immer.
Es war Mittwoch und die D. ging ihrer Pflicht als Kinokritikerin nach; Filme anschauen. Ich begleitete sie, da das Wetter sich eh nicht dafür eignete mit dem Skyliner zu fahren.
Es kommt mir inzwischen dann doch vor als wäre ich die Mutter Theresa der betrübten Kinokritiker weil, siehe Titel des Films. Es war wieder ein Actionfilm. Die Transformers kamen in Europa auf den Markt, als ich mich für dem Kram à la Goldorak (Grendizer) und Co. nicht mehr interessierte. Ich weiß noch, dass mein jüngerer Bruder eine Transformers Actionfigur geschenkt bekam und auch regelmäßig die Anime Serie im Fernsehen sah.
Ich gebe euch diesmal keine Inhaltsangabe. Ich schreibe euch einfach auf was an dem Film gut war und was nicht.
Was gut war:
-Der Film fängt mit einer Schlachtszene im Mittelalter zu Zeiten von Merlin dem Magier (Stanley Tucci) an. Weil die Szene so ewig lange dauerte fragte ich mich, ob wir nicht im falschen Saal im falschen Film gelandet seien. Denn Transformers sind doch Roboter, oder? Doch wir waren im richtigen Film. Die Handlung ist dann erstaunlicherweise sehr komplex und wird, so ganz unamerikanisch, nicht 100 mal erklärt, damit auch der letzte Doofmann es kapiert hat.
-Die Dialoge sind bisweilen sehr lustig und lockern das ganze auf.
-Mark Wahlberg als Hauptdarsteller ist glaubwürdig (im Gegensatz zu einen Tom Cruise, siehe hier) ebenso Anthony Hopkins als steinreicher exzentrischer Lord.
Was schlecht war:
-Er ist mit 2 Stunden und 29 Minuten !!!, viel… viel… viel… zu lang!
-Es ist ein totaler Overkill, an Schlacht- und Actionszenen noch dazu in 3D, die von der Gesamtlänge fast 2 Stunden des ganzen Films ausmachen. Ich kam mir anschließend vor, als wäre ich ununterbrochen Achterbahn gefahren mit verstärktem Krach und Geschrei auf den Ohren. Ab einem gewissen Punkt lässt man es nur noch über sich ergehen. Die D. und ich schwankten leicht benebelt aus der Vorstellung und brauchten eine Weile bis wir unsere Sinne wieder geordnet hatten. Dabei fragten wir uns beide, ob wir inzwischen nicht zu alt seien für ein solches ohrenbetäubendes Spektakel.
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Ich musste eben mit Schrecken feststellen, dass Photobucket, die ich über Jahre hinweg als 3rd Party verwendet habe, um meine Fotos im Blog zu hosten, seine Bedingungen geändert hat. Die Fotos von dem letzten 13!!! Jahren Blogging sind nicht mehr sichtbar!
Ich hatte mich ja schon vor eine Weile über Photobucket beklagt, weil sie ohne Vorwarnung eine Reihe von Fotos gelöscht hatten, und weil es gewaltige Uploadprobleme gab. Darum wechselte ich zu Imgur.com und bin auch dort sehr zufrieden. Das Einzige was ich nicht tat, waren sämtliche Fotos von Photobucket zu Imgur zu transferieren, da sich ja dann die URL’s alle ändern und Imgur die URL alle selbstständig neu generiert. Demnach müsste ich dann auch alle URL’s in 3000 Postings per Hand ändern.
Um die Fotos als 3rd Party wieder sichtbar werden, müsste ich bei Photobucket ein Abo abschließen. Unverschämterweise geht das nur mit der teuersten Variante mit 39.99$ pro Monat!!!! Ich finde das eine unglaubliche Sauerei und könnte gerade schreien vor Wut. Man gibt sich über all die Jahre hinweg die größtmögliche Mühe und dann wird einem alles Zunichte gemacht!
David Ianni, der Pianist, Produzent, und, und, und, war dann doch etwas nervös. Da wir vor der Premiere alle gemeinsam mit der Crew essen gingen, war die Stimmung recht ausgelassen und alle freuten sich, den Videoclip zu sehen. Für die Crew gab es kurz vor dem offiziellen Screening eine private Vorführung in einem anderen Raum.
David erklärte was es mit den Projekt auf sich hat und dass es insgesamt 12 verschiedene Videos sein werden in 12 verschiedenen Kulturhauptstätten.
Noch bis zum nächstes Jahr März geht die Ausstellung von Edward Steichen in der Villa Vauban mit dem Titel Space Time Continuum.
„Photographien von Edward Steichen im Dialog mit Malerei.“
Dazu muss man sagen, dass es ausschließlich Luxemburger Maler aus der gleichen Zeit sind. Hier ein paar Eindrücke:
Was mich bei den Aufnahmen von Steichen immer wieder fasziniert, ist das Einfangen eines Momentes in dem man bis in die Seele der Menschen schauen kann. Das findet man auch in den Ölbildern. Ähnlich ist es auch in der Ausstellung „Family of Men“, die zwar von Steichen initiiert wurde, aber nur ein paar wenige Fotos sind von ihm selbst.
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Und hier nun der Trum, der City Skyliner, der ab morgen geöffnet sein wird. Zu finden ist er auf der Place de la Constitution und das noch bis Anfang August. Ich werde ihn für alle die, die nicht schwindelfrei sind, besteigen. Davon berichte aber erst am Donnerstag, denn morgen steht die Premiere des Videoclips an.
Manchmal kommt mir diese Fotorubrik dann doch ein bisschen wie Resteverwertung vor. Aber wenn ich im Blog zurückschaue, sind es sind es fast immer die Beiträge die ich nachschlage, weil ich weiß, dass dort Fotos sind, die vielleicht noch mal verwerten kann. So wie jetzt beim ersten Foto:
Jedes Jahr gibt sich die rue Phillipe II die Mühe eine Art Kunstwerk in der Straße auszustellen und über den Köpfen schweben zu lassen.
So waren es z.B, Regenschirme…
…Schaukeln,…
…und dieses Jahr ist ein Kunstwerk aus Metallschläuchen, das mir ganz besonders gut gefällt.
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Eine Aussicht von der rue Notre Dame aus, auf Luxemburgs größte Baustelle, die mir zum ersten Mal auffiel, wahrscheinlich wegen dem schönen Abendlicht. Es wird sie in einem Jahr (meiner Meinung nach zwei Jahren) so nicht mehr geben.
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Eine Mini-Palette mit klassischen Lidschattenfarben im Travelformat von Clarins, die ich in Stuttgart am Flughafen erworben hatte. Da ich bis dato noch nie Make-up Produkte von Clarins hatte, (ihre Pfelgeprodukte sind sehr gut!!!) war ich neugierig, zumal sie im Sonderangebot war. Ich hab sie verschenkt, denn für meine Ansprüche taugt sie nicht. Die Farben sind nicht sehr hochpigmentiert und ausnahmslos alle Farben haben einen Perlmuttglanz, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Schade.
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Und dann sah ich gestern Abend „DEN TURM“ der schon vor Wochen angekündigt wurde, und die Sommerattraktion der Stadt werden wird. Auf der Place da la Constitution haben sie neben der „Gëlle Fra“ einen Turm mit eine fahrbaren Aussichtsplattform aufgestellt. Das Foto selbst machte ich von der Place des Martyrs aus. Wer sich auskennt, weiß, dass es gute 850 Meter Luftlinie entfernt ist.(Ich habe extra bei Google Maps nachgemessen) Da ich heute Mittag eine Verabredung mit der V. im Annexe habe, das gleich daneben liegt, werde ich berichten…
Die EU stört sich an der Art und Weise wie Pommes Frites hergestellt werden. In allen belgischen Pommesbuden werden frische, nicht eingefrorene Kartoffeln genommen und traditionsgemäß zweimal frittiert. Doch dabei entsteht ( wie in allen Lebensmitteln, die gebraten, frittiert und getoastet werden) der Stoff Acrylamid, der krebserregend ist.
Man befürchtet nun dass sie verboten werden. (Was totaler Quatsch ist, denn dann stünde uns der Exit von Belgien ins Haus, der Bexit, ohne ‚r‘.)
Heike Langenkamp von Die im Wald lebt ist seit Wochen auf dem Low Carb Trip und tüftelt mit allen möglichen Brotsorten herum. Ich muss gestehen, dass manche Brote sehr lecker aussehen. Klickt euch einfach durch ihre letzten Beiträge. Ich werde demnächst das eine oder andere ausprobieren und berichten.
…Den Tag, an dem in Parndorf ein Lastwagen mit 71 Leichen gefunden wurde, bezeichnet er als den schrecklichsten Moment seines Lebens. Ein Gespräch über den europäischen Massenmord…
Ich werde jetzt alle enttäuschen. Denn ich war am Vorabend nicht unterwegs. Wenn ihr etwas über die Aktivitäten die während der ganzen Nacht stattfanden, wissen wollt, schaut bei hiesigen Medien vorbei.
Ich hatte am Vortag arbeitstechnisch in Saarbrücken zu tun. Und wenn es in Luxemburg den ganzen nicht regnete (irgendwie zogen alle Gewitterfronten an uns vorbei) so war das in Saarbrücken nicht der Fall. Als ich am Mittag losfuhr, war eitel Sonnenschein, doch je näher ich an Saarbrücken kam, umso düsterer wurde es. Auf den letzten Metern der Stadtautobahn geriet ich einen Regen- und Hagelsturm, dass mir Angst und Bange wurde.
Es erinnerte mich schlagartig an den Anfang der 90er. Ich war ebenfalls auf den Autobahn ‚gefangen‘ und es fielen Hagel so groß wie Taubeneier. Ich fuhr Gott sei Dank hinter einem großen Laster der durch seine große Plane die Hagelbrocken abbremste bevor sie mir aufs Auto krachten. Aber ganz ohne Dellen im Lack, kam ich nicht davon. Zumindest war meine Frontscheibe nicht zerdeppert wie ich es bei vielen anderen Autos gesehen hatte.
Als ich endlich von Autobahn runter konnte, fuhr ich sofort in die Tiefgarage neben der Staatsoper und wartete bis das Schlimmste vorbei war.
Ich besuchte die B. , die beste Maskenbildnerfreundin der Welt. Wir kennen uns seit dem Film „Kreuzzug in Jeans“ den wir streckenweise gemeinsam bestritten. Sie wohnte damals noch in Leipzig. Kurze Zeit später übernahm sie den Posten der Chefmaskenbildnerin in Saarbrücken.
Wir hatten eigentlich anvisiert ein wenig durch Saarbrücken zu laufen. Stattdessen setzen wir uns auf eine überdachte Terrasse und schauten bei Eistee dem Regen zu.
Ich wollte mir noch ein paar neue Sandalen besorgen, da die Alten vom letzten Sommer zwar bequem sind, sich aber seltsamerweise nicht so gut dafür eignen, einen ganzen Tag darin herumzulaufen. Fündig wurde nicht. Ich fand aber eine neue kurze Jeans.
Auf dem Heimweg versuchte ich Temperaturanzeige im Wagen abzulichten.
35,5° C
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Am Feiertag selbst, wachte ich dann doch recht früh auf. Es hatte gründlich abgekühlt. Satte 10 Grad weniger und ich öffnete das Fenster zu beiden Seiten groß um die Hitze aus der Wohnung zu bekommen.
Da Feiertage bei mir wie Wochentage sind, hatte ich einen Termin mit der Kostümbildnerin für das nächste große Freiluftstück, das Ende Juli stattfindet.
Die große Militärparade erschwert mir an dem Tag immer das Rein- und Rausfahren aus der Parkgarage. Doch ich hatte am Vortag den Parkwächter gefragt ob es ein Problem sei und dieser meinte dass es kein Problem sei um rauszukommen. Ich merkte mir wie die einzelnen Straßen abgesperrt waren, und somit war es zum wieder reinfahren auch kein Problem.
Die Place de Paris ist wie jedes Jahr an dem Tag mit einer kleinen Kirmes belegt. Ich setzte mich ins Bistro de Paris und genoss ein Aperol Spritz.
Und als ich mich umsah und den Gedanken ein wenig freien Lauf ließ, wurde mir bewusst dass es die letzten Tage sind, die ich in diesem Viertel, dem Bahnhofsviertel verbringe. Die Menschen sind hier noch etwas bodenständiger und ethnisch bunter gemischt, als in dem Viertel in das ich bald ziehen werde. Man sieht Nutten, Landstreicher, Bettler, Neureiche die ihren Wohlstand nach außen hin sehr zum Ausdruck bringen, Touristen aller Couleur, 100 verschiedene Sprachen, und irgendwo dazwischen ein wenig luxemburgisch. Und es ist wunderbar!!!
Und obwohl es nur vier Straßen weiter ist, (zu Fuß knappe 15 Minuten) sind beide Viertel durch das Pertustal getrennt und das macht einen Riesenunterschied. Ich werde es irgendwie doch vermissen, das weiss ich jetzt schon. Es waren fast fünf aufregende Jahre die ich hier verbracht habe.
Die Hitze macht mir eigentlich nicht schaffen. Es geht mir sogar recht gut dabei. Und da ich ein paar Tage frei habe bevor ich das nächste große Freiluft Theaterstück habe, machte ich es mir am ersten Hitzetag in der alten Heimat im Freibad gemütlich.
Ich hatte schon einmal über Bollendorf geschrieben. Als ich dort kurz vor 14:00 ankam war es angenehm. Ich zog ein paar Bahnen durch das kühle Nass und dachte mir dass ich so den ganzen Nachmittag verbringen könnte, mit lesen und zwischendurch einer Abkühlung im Becken. Aber gegen halb vier waren derart viele plärrende Kinder und grölende Halbwüchsige im Bad dass ich es nicht mehr aushielt.
Um so ruhiger und idyllischer war es auf dem Rückweg vom Bad zum Auto.
Ein Blick von der deutschen Seite über die Sauer hinüber zu luxemburgischen Seite
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Da ich früher zurück fuhr als geplant, blieb mir Zeit für eine Stippvisite in Berdorf. Ich überlegte lange wann ich das letzte mal dort war. Es fiel mir nicht ein. Ich wollte dort schon immer einmal den neuen Wasserturm mit Aussichtsplattform besteigen. Den sogenannten Aquatower.
Er liegt am Ende des Dorfes in Richtung Consdorf. Da Berdorf einer der höchst gelegenen Dörfer der Umgebung ist, brauchte es immer einen Wasserturm.
Dieser war davor in der Turmspitze der Kirche eingelassen, weil es das höchste Gebäude der Gegend war. Er reichte aber der wachsenden Gemeinde längst nicht mehr aus, und so wurde diese riesige Turm gebaut, der zugleich eine kleine Ausstellung und didaktische Infos über Trinkwasser enthält.
Hoch geht es mit einem Aufzug, obwohl ich mich innerlich auf Treppensteigen vorbereitetet hatte.
Berdorf von oben
Die Gegend sieht bei der Höhe fast flach aus obwohl sie sehr hügelig ist.
Die Windmühlen im vorne stehen in Luxemburg, die dahinter in Deutschland.
Ich fand auch die Siedlung in der mein Elternhaus steht. Sie liegt im oberen Bild am Waldrand.
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Zurück in der Stadt saß ich abends im Annexe die mir ein neues Aperitif anboten.
Crémant mit Rabarbersaft, Minze und viel Eis. Herrlich!
Veganer verzichten auf tierische Produkte. Doch was, wenn die Lust auf Käse kommt? Dann gibt es pflanzliche Alternativen, und zwar inzwischen ziemlich viele.Allerdings dürfen rein pflanzliche Produkte nicht unter Bezeichnungen wie „Milch“, „Rahm“, „Butter“, „Käse“ oder „Joghurt“ vermarktet werden. Das hat der Europäische Gerichtshof auf Kirchberg am Mittwoch entschieden.
Pflanzliche Butter zum Beispiel hat seit Jahr und Tag schon einen eigenen sehr geläufigen Namen: Margarine. Und das schon bevor es überhaupt ein vegane Bewegung gab. Oder veganes Leben hip wurde.
Es gibt mehrere Dinge die mich an der veganen Bewegung sehr stören und das jeden Tag ein bisschen mehr.
1. Vegan heißt weder Bio noch Artgerecht. Vegan geht nur vom Prinzip aus dass nichts tierisches verarbeitet werden darf. Ob das Gemüse biologisch gezüchtet wurde, oder vollgepumpt ist mit Kunstdünger und mit Unkrautvernichtungsmittel zugespritzt wurde, ist nebensächlich.
2. Noch schlimmer finde ich all diese Ersatzprodukte, wie vegane Fleischwurst z.B. Ich will nicht wissen was da alles an chemischen Stoffen verarbeitet wurde damit es nach Fleisch schmeckt und trotzdem keines ist. (allein schon beim schreiben des Satzes schüttelt es mich)
3. Als Veganer würde es mich sehr stören dass die ganze Bewegung von der Lebensmittelindustrie wie eine Modeerscheinung und superhip verkauft wird, bei der man auf nichts verzichten muss. Es gibt schließlich für alles Ersatz.
Wenn ich Veganer wäre, würde ich gegen die Lebensmittelindustrie in den Krieg ziehen, die Vegane Bewegung zu einem modischen Witz verkommen lassen. Warum schmeißt sich zum Beispiel die Werbeindustrie nicht ins Zeug und erfindet neue Namen? (Notgedrungen müssen sie es, denn Pflanzkäse und „Tofubutter“ geht nicht mehr.)
Ich möchte noch einmal betonen, dass ich kein Veganer bin,(und wahrscheinlich auch keiner werde) doch mag ich vegane Gerichte sehr. Ich möchte auch noch einmal auf das tolle Kochbuch von Katharina Seiser verweisen „Immer schon Vegan„, das ich auch habe und regelmäßig benutze.
Gestern war also der Startschuss von RTLyou. Ich hatte den Aufruf schon vor Monaten gehört, dass RTL versucht etwas auf de Beine zu stellen mit Bloggern und Vloggern aus Luxemburg. Einer meiner FreundeYaya van Chique, der ein Trend- und Modeblog für Männer betreibt macht ebenfalls mit. Hier das erste Video von ihm.
Ich hatte mir lange überlegt ob ich mich melden sollte, doch funkte mir, wie so oft, der Job dazwischen. Zudem geht es hauptsächlich ums Vloggen, und das mache ich ja nicht. Nicht dass ich keine Ideen hätte. Es reicht einfach von der Zeit her nicht. Zudem musste ich mich in ein völlig neues Feld, dem Videoediting, einarbeiten. Ich müsste mir in meiner 25 Quadratmeterbutze ein eine Filmecke einrichten. Jedes Posting wäre mit den 100fachen Aufwand verbunden, als ein Posting im Blog.
Zudem, und das ist eine meiner Minderwertigkeitsanwandlungen, glaube ich nicht dass ich in das Format passe. Wenn ich die Alterspanne der verschiedenen Blogger/Vlogger sehe, liege weit drüber. Mein Blog ist und war immer etwas, das ich ganz allein zu verantworten habe und in dem ich, und nur ich der Chef bin. Wenn ich jetzt etwas auf einer fremden Plattform in Gang setzten würde, wäre ich nicht mehr mein eigener Boss…
Aber hey, Glückwunsch all denen die es geschafft haben dabei zu sein. Ich wünsche euch alles Gute und lasst euch nicht unterkriegen.
Ich bin nicht zum ersten mal hier. Das letzte mal war vor vier Jahren in Rumänien auf dem gleichen Festival in Sibiu.
Damals haben wir in einer alten Halle gespielt, die inzwischen aber in sich zusammengekracht ist.
Diesmal waren wir im Teartu National untergebracht in dem weitgehend alles zur Verfügung stand, was ein Theater zur Verfügung haben sollte.
Während der Fahrt als morgens die Sonne aufging
Die Fahrt und der Flug waren schrecklich. Da die Festivalleitung den vorangekündigten Flug über München schlichtweg verpasst hatte zu buchen, wurden wir morgens um 2:00 Uhr per Bus nach Stuttgart gefahren um anschließend mit dem Billigflieger BlueAir nach Sibiu zu kommen. An Schlaf war nicht zu denken, und so kamen wir in Sibiu völlig übermüdet an. Da die Vorstellung aber erst am Samstag war, hatten wir einen Tag Zeit wieder auf die Beine zu kommen.
Ich ließ mich also am ersten Tag durch die Altstadt treiben und von Festivalfieber anstecken. Es finden hier an die 50 verschiedene Shows pro Tag statt, sowohl in Räumen als auch auf den Straßen. Es wird also richtig was geboten.
Und hier ein Video das ich mit dem iPhone 7 machte. Ich bin völlig platt wie gut die Qualität der Aufnahmen inzwischen ist.
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Untergebracht waren wir im Hotel Imparatul Romanilor, was soviel heißt wie römischer Kaiser. Ein ehemaliges Bonzenhotel, das es aber verpasst hat mit der Zeit zu gehen und jetzt ein Abklatsch dessen ist, was es einmal war. WLAN gab es, aber es war grottenlangsam oder gar nicht vorhanden.
Der Frühstücksraum und die Eingangshalle sehen fabelhaft aus, doch bei näherer Betrachtung, vor allem der Zimmer, bröckelt der Stuck und der Putz ab. In punkto Sauberkeit ist es…. okay. Ich hatte ein Zimmer bekommen das einigermaßen in Ordnung war. Andere der Truppe leider nicht.
Ein relativ gutes WLAN gab es im Theater und so konnte ich zumindest Teile dieses Textes vorschreiben.
Da die Vorstellung bereits um 16:00 Uhr war, war es umso hektischer, alles bei Zeiten fertig zu haben. Die Beleuchter taten mir besonders leid. Sie hatten die ganze Nacht durchgeackert ohne Pause, ohne Schlafen um dann noch die Vorstellung zu fahren. Auch die drei Schauspielerinnen waren mehr als nervös weil sie nur Textproben in der Loge machen konnten und kein Durchlauf auf der Bühne. Zudem war der Premierminister von Luxemburg UND der von Rumänien bei der Vorstellung zugegen. Und es war RTL eine Reportage wert.
Nach der Vorstellung ging es zur Casa Luxemburg, wo unser Premier zu einem Drink eingeladen hatte. Dann schlug das Wetter um. Es fing an zu regnen und es wurde schweinekalt. Ich kehrte abends noch in ein empfohlenes Restaurant ein, das aber ein ziemlicher Reinfall war.
Die Fahrt zurück am Sonntag war noch ein wenig mühsamer, da wir ja ab Stuttgart, wieder in einem Bus saßen, der diesmal aber mehrfach in Stau stand.
Das hört sich alles viel Gejammer an. Aber Festival Vorstellungen sind Stress pur, im Gegensatz zu regulären Gastspielen, bei denen alles etwas gemächlicher von statten geht. Missen möchte ich diese Erfahrungen jedoch nicht. Es ist immer ein Abenteuer, ganz besonders wenn es mich in Länder führt in denen ich noch nie war.
In der lockeren Reihe „Mach doch mal was…“ heute mal ein ganz anderes Thema. Beziehung.
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich überhaupt etwas dazu schreiben soll, und wenn ja,was? Nun ist das so ein Thema, das leicht in mein sehr privates Privatleben ausufern kann, und gehört demnach nicht ins Blog. Ich lege zwar hier sehr oft meine seelischen Zustände dar, und so lange es nur mich betrifft, ist das okay. Doch wenn andere darin involviert sind, wird es komplizierter. Das Wort Beziehungen sagt es schon von sich aus; man nimmt Bezug auf eine weitere Person.
Hier wird es allerdings etwas anders sein. Ich werde ein bisschen herum philosophieren und ein wenig aus meinem eigenen Lebenserfahrungen berichten ohne dass es direkt Dritte miteinbezieht.
Ich bin nun seit zwei vollen Jahren solo. Nach dem Aus der letzten Beziehung hat es ein gutes Jahr gebraucht, bis die Wunden einigermaßen verheilt waren. Es war um so schlimmer, weil ich zum ersten Mal seit langem wieder dachte, dass ich wirklich jemand gefunden hätte, mit dem ich mit vorstellen konnte, alt zu werden. Aber nein, es sollte nicht sein.
Ich habe im Nachhinein versucht zu ergründen, an was es gelegen haben könnte. ICH bekam ja den Korb. Jetzt, mit der zweijährigen Distanz, habe ich meine eigene Theorie an was es scheiterte, und an was mein zukünftigen Beziehungen scheitern werden, wenn ich nicht darauf achte.
Es ist mein Job.
Ich lebe, atme und bin meine Arbeit. Sie füllt mich fast zur Gänze aus, macht mich glücklich und ich könnte mir nicht vorstellen etwas anderes zu tun. (Was so gesehen auch nicht mehr so ganz stimmt, doch solange ich keine andere lukrative Alternative dafür gefunden habe, werde ich weitermachen) Als freischaffender Maskenbildner braucht es, wie in jedem freischaffenden Job, eine lange Anlaufzeit bis man endlich etabliert ist und die Aufträge einigermaßen regelmäßig kommen. Doch selbst dann, ist kein Auftrag eine Selbstverständlichkeit und die Zukunft ist immer ungewiss. Ich mache mir z.B. jetzt schon leichte Sorgen für das nächste Jahr und die nächste Spielzeit, da ich noch nicht genug konkrete Zusagen habe.
Ich lebe seit 18 Jahren mit diesem Damoklesschwert über meinen Kopf und man gewöhnt sich daran, doch es ist immer präsent. Wenn man erfolgreich sein will muss man das, und man sagt selten Nein zu einem Auftrag, immer aus Angst es könnte keiner weiterer folgen. Im Umkehrschluss hat mich das aber zu einem der meistbeschäftigten Maskenbildner des Landes gemacht, und es gibt Zeiten ich denen ich unter Last der Aufträge stöhne. (Es fällt mir schwer das zuzugeben, aus Angst es könnte einmal nicht mehr so sein)
Wenn ich den Job so ausführlich darlege, dann wegen dem was jetzt folgt.
Ich lebe/lebte immer nach dem Credo was da hieß, „Don’t fuck around in your job“ und das im sprichwörtlichen Sinn. Doch muss ich inzwischen feststellen, dass es dann sehr schwer wird, jemanden zu finden, der die Freiheit aber auch die Last eines Freischaffenden versteht.
Alle meine Beziehungen waren, bis auf eine Ausnahme, Angestellte und waren nicht im Entferntesten im künstlerischen Milieu tätig. Vor allem bei der letzten, war es mir sehr wichtig, dass er meinen Job versteht, und warum es zeitweise sehr stressig ist, und zeitweise gar nicht. Ich bezog ihn soweit es möglich war in meinen Job ein. Er konnte die ganze Atmosphäre und den Ablauf hinter der Bühne mitverfolgen. Er lernte viele meiner Arbeitskollegen und Freunde kennen. Doch er verstand es nicht. Lange Trennungen, weil ich in Aufträgen feststeckte, verkraftete er nicht. Es schien immer so, als ob ich den Job meiner Beziehung vorzog…
Das war, neben der geographischen Entfernung, der Grund warum es in Brüche ging.
Fazit: Freischaffende und Angestellte, in einem regulären ‚9 to 5‘ Job, passen nicht zusammen. Ich habe lange nicht verstanden warum z.B. Filmschaffende weitgehend nur Beziehungen mit Partnern aus der gleichen Branche eingehen. Ganz einfach: weil es die einzigen sind, die den Job kennen und verstehen was es heißt, über längere Zeit getrennt zu sein.
Nun sind dies meine ganz persönlichen Erfahrungen und es gibt ganz sicher 1000 Ausnahmen zur Regel. Und wenn dem so ist, können wir das gerne in Kommentaren ausdiskutieren.
PS: Diesen Post habe ich vorgeschrieben und er wird erscheinen, wenn ich auf dem Weg nach Rumänien zu einem Theaterfestival bin. Ob ich von dort aus blogge, hängt wie gewöhnlich vom WLAN ab. Wenn nicht, folgt ein großer Bericht am Montag
Mein ganzes Umfeld weiß es bereits und ich hatte es hier einmal kurz erwähnt.
Ich werde umziehen, …bald. Wenn alles glatt geht, im August.
Ich werde mich vergrößern, vom 25 m² auf 110 m².
„Du wirst Google Maps in der Wohnung brauchen, Joël, sonst verläufst du dich“, ist zur Zeit der Running Gag.
Die Wohnung selbst ist ein 6er im Lotto, weil sie so gut gelegen wie selten eine andere. Ich habe keine 2 Minuten zu Fuß entfernt zwei Bäcker, ein Supermarkt, eine Bank, eine Apotheke und ein Metzger, also alles für den täglichen Einkauf. Desweiteren befinden sich am gleichen Ort ein Teppichhändler, ein Inneneinrichter, ein Dönerladen, ein Zeitungsladen, zwei Kneipen und ein zwei Restaurants.
Die Umbauarbeiten haben sich jedoch in die Länge gezogen, da ich Anfang des Jahres dachte, ich könnte mich bereits im Juni auf dem Balkon räkeln. Doch die neuen Fliesen fürs Balkon wurden erst am Montag fertig verlegt. Es war eine größere Aktion die Fliesen, aus Italien nach Luxemburg zu bekommen und die Verzögerung machte mich mürbe. So entstand ein Stillstand auf der Baustelle von fast zwei Monaten.
Doch seit zwei Wochen geht es endlich weiter. Hier ein Pano Foto des Badezimmers.
Die Möbel sind auch alle bestellt und das Farbkonzept für die Wände ist auch unter Dach und Fach.
Nächste Woche fängt der Anstreicher an mit den falschen Decken, den Tapeten und Farben und anschließend werden die Parktettböden verlegt.
Ich war am Freitag bereits dort, doch weil gestern viel Privates nicht Blogbares anstand, schreibe ich erst heute darüber.
Die A. und ich sollten schon länger hin, doch es klappte termintechnisch nie. Am Freitag war es dann endlich soweit. Die Cousine der A., Aline, hat zusammen mit ihrem Mann die legendäre Hostellereie du Grünewald übernommen. Davor war es für kurze Zeit umgetauft worden in „Brigitte“. Ich hatte mehrfach bei anderen Bloggern darüber gelesen.
Doch die neuen Betreiber wollten den Namen nicht beibehalten und gingen zurück zum alten Namen.
Ich kenne die Hostellereie solange ich denken kann. Der Vorort Dommeldange, wo die Hostellerie angesiedelt ist, hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Großmutter Thérèse besaß 30 Jahre lang quer gegenüber ein Bekleidungsgeschäft, und ich habe ein Großteil meiner Kindheit und Jugend dort verbracht. Da es für mich heute keinen zwingenden Grund gibt dort hinzugehen, war auch eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit.
Nach einem aufgezeichneten Mal, (Ich hatte Boeuf Black Angus mit Kartoffelpüree mit Trüffeln) zeigte Aline uns das Hotel. Es gibt noch so einiges was gemacht werden muss, aber das Hotel hat jetzt schon einen modernen, schlichten Charme. Es wird somit in der nächsten Zeit das Hotel werden, das ich empfehle, wenn ich Bekannte und Freunde aus den Ausland unterbringen muss. (Letzterer Satz ist mit einem kleinen Augenzwinkern nach München)
Unser Tisch auf der Rückseite des Hauses in einem wunderschönen Hof, in dem Weinreben angelegt wurden.
Die Servietten mit Logo
Die Bar
Die Eingangshalle
Das Hotel ist ebenfalls interessant für alle, die etwas länger in Luxemburg verweilen, da es ein Gemeinschaftraum mit Küche gibt, wo man sich abends selbst etwas kochen kann.
Die Hotelzimmer. Die Fotos sind etwas zu dunkel geraten, weil es schon spät war, und ich sie ohne Blitz aufnehmen wollte. Doch es wird bezüglich der Beleuchtung auch noch etwas unternommen werden in den nächsten Wochen.
Das Restaurant (der Flamingoraum) habe ich nicht abgelichtet, da er noch voll mit Gästen saß und ich mir keinen Rüffel einhandeln wollte.
In der Doku The Keepers von Netflix versuchen zwei alte Freundinnen den Mord an ihrer Lehrerin, der Ordensfrau Cathy Cesnik aufzuklären, die eines Tages im Jahr 1969 spurlos verschwand und 2 Monate später ermordet in einem Wald aufgefunden wurde.
Ich habe die siebenteilige Serie schon vor über einer Woche beendet und musste sie erst einmal sacken lassen, bevor ich drüber schreibe. Die Geschichten die die einzelnen Protagonisten erzählen sind bisweilen so haarsträubend, dass man sich wundert dass sie (vor allem eine Frau) überhaupt noch klar denken können.
Schwester Cathy unterrichtete an einer Mädchenschule und war bei den Schülerinnen sehr beliebt. Doch in dieser Schule regierte auch der Priester und Rektor Maskell, der viele Mädchen der Schule zusammen mit einem anderen Priester nach Strich und Faden missbrauchte. In der Dokumentation geht man davon aus, dass Schwester Cathy davon wusste, und versuchte es zu stoppen, jedoch mit dem Leben dafür bezahlte…
Priester Maskell wurde späterhin der Prozess gemacht, wegen sexuellem Missbrauch, doch es kam nie zu einer Verurteilung.
Zugegeben die Serie ist langatmig und fünf Folgen a 60 Minuten hätten gereicht es genauso detailgetreu zu erzählen. (Aber wir sind nunmal in den Staaten und man muss alles mehrfach erklären)
Was mir dabei schon ziemlich zu Anfang auffiel war, dass der Mord an der Nonne und die Missbrauchsfälle an der Schule zwei völlig verschiedene Geschichten sind. Die einzige Zeugin die beides miteinander verstrickt, ist eine der Schülerinnen die fast täglich von den Priestern missbraucht wurde. Als sie einen der Priester nach der Nonne fragte, zeigte der ihr wo sie im Wald lag und drohte ihr, dass es ihr, der Schülerin, genauso ergehen würde wenn sie den Mund nicht halten würde. Diese Schülerin, heute ein ältere Frau behauptet es weiterhin steif und fest, dass sie Schwester Cathy zuletzt als Leiche gesehen habe.
Doch es werden auch weitere Hintergründe aufgedeckt, die darauf schließen lassen, dass die Nonne vielleicht nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, oder ihr Mord ein völlig anderes Motiv hatte, als sie zum Schweigen zu bringen.
Die Dokumentation ist trotz der Widersprüche und der Langatmigkeit absolut sehenswert. Vor allem wenn man sieht, wie es heute noch manchen Leuten im Kopf herumspukt und manche Zeugen vor der Kamera ganz offensichtlich lügen oder schweigen.
Nein, der Film ist keine weitere Folge der Mummy Verfilmungen mit Brandon Frasier von 1999,2001 und 2008, sondern etwas völlig neues. Und wenn die ersten beiden Folgen recht witzig und spannend waren, (die dritte war ein Schuss in den Ofen), so ist der neue Mumien Film mit Tom Cruise ein selten schlechter Flop.
Man fragt sich warum Hollywood wieder das ausgeleierte Thema der ägyptischen Mumien ausgräbt. Doch ich war von meiner Freundin und Kinokritikerin, der D., vorgewarnt worden. Als wir uns nach wochenlanger Abstinenz wieder einmal zu einer Mittwoch Mittag Kinosession verabredeten, sagte sie schon, dass uns wahrscheinlich Schlimmes bevorstünde.
Nick Morton (Tom Cruise) und Chris Vail (Jake Johnson) sind zwei kleine Schatzjäger die Gräber plündern und die Schätze dann auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Eines Tages stoßen sie auf eine kleines Dorf mitten in der Wüste und endecken dort eine verschollene Grabstätte in der die ägyptische Prinzessin Ahmanet in einem !Quecksilber! See begraben liegt… Der Sage nach hat sie sich mit de Gott des Todes Seth verbündet um Unsterblichkeit zu erlangen doch ihr Plan ging schief, und sie wurde (jetzt kommt’s!) LEBENDIG mumifiziert!
Als dieser Satz in einer Vorgeschichte (damit auch jeder Doofman mitkommt) rauskam, konnte ich den Rest des Films nicht mehr ernst nehmen. Die D. und ich hatten einen Lachanfall.
Der Rest der Geschichte erspare ich euch. Ich konnte streckenweise die völlig flachen und einfallslosen Dialoge von vornherein in bedeutungsschwangere Momenten vorsagen, und ich hatte jedes mal recht. Das ist, so gesehen, recht lustig, macht dem Film aber um keinen Deut besser. Tom Cruise ist so schlecht wie immer, und hier noch ein wenig schlechter als sonst. Sehr schön, wenn auch sehr schlecht, ist die Schauspielerin Annabelle Wallis als Arecheologin Jenny Halsay, die mit den platten Dialogen gar nicht klar kommt, und man glaubt ihr keine einzige Zeile.
Streckenweise will der Film auf die witzige Schiene steigen, weil es das einzige wäre, was ihn noch retten könnte, doch auch hier versagen die Dialoge.
Völlig absurd wird es dann mit dem Erscheinen von Russell Crowe als Dr. Jekyll, der sich immer wieder mit einem absonderlichen Instrument ein Serum in die Hand spritzen muss, damit er sich nicht in Mr. Hyde verwandelt, was dann irgendwann doch passiert, und er Tom Cruise gehörig die Fresse poliert. (Das ist dann wiederum eine innerliche Genugtuung, denn man kann Tom Cruise gar nicht genug vermöbeln)
Der Schluss ist dann nur noch eine große Peinlichkeit, und das Ende des Films schreit geradezu nach einem Mummy Teil 2.
Mit einem Budget von 125 Millionen Dollar, fragt man sich, ob die anderweitig nicht besser angelegt worden wären. Zugegeben, es sind ein paar schöne Spezial Effekte und Action Szenen dabei, doch der Großteil wurde aus den ersten Mummy Filmen abgekupfert.
Fazit: Sehr enttäuschend und absolut keine Empfehlung.
My Urban Piano ist ein Projekt von David Iannidas quer durch Europas Kulturhauptstädte geht. Dort wird jeweils ein Musikvideo gedreht immer mit dem alten Urban Piano. Die Stadt Esch-sur-Alzette und die Umgebung sind dabei eine kleine Ausnahme, da sie erst 2022 Kulturhauptstadt wird. Das Lied was David spielte und verfilmt wurde, heißt Heartland.
Ich war doch ein klein wenig nervös, nach so vielen Jahren wieder an einem Filmset zu stehen. Das letzte mal war vor vier Jahren.
Doch es war schön und nach den ersten Einstellungen und einem Location Umzug, war ich wieder so angefixt wie davor. Es waren ein paar richtig spektakuläre Orte dabei. Und wenn ich davon heute ein paar Fotos zeigen kann, dann weil David es mir ausdrücklich erlaubt hat.
Die Schauspielerin Brigitte Urhausen auf einer Brücke der sogenannten Gebläsehalle auf Belval. Man geht nur auf Gittern durch die man hindurch sehen kann. und geht es gute 30-40 Meter in die Tiefe. Ich habe an sich kein Problem damit, doch es gab auch für mich Momente, an denen ich merkte, dass ich nicht so ganz schwindelfrei bin.
David am Piano am gleichen Ort, aber unten auf festem Grund und Boden. Neben ihm das Regie- und Kamerateam, das nur aus Frauen bestand. Mit im Bild, die Kamerafrau.
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Am zweiten Tag wurde es dann fast surreal. Wir drehten an der seit langem geschlossenen Eisenhütte in Schifflange.
Der erste Ort war ein leerer Wasserturm in den dieses Foto entstand.
Unendlich weite Hallen, so groß dass man nicht von einem Ende zum anderen sieht.
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Später am Nachmittag des zweiten Tages drehten wir noch im Haus der Großmutter von David. Dort entdeckte ich etwas, das mich augenblicklich über 40 Jahre in der Zeit zurück katapultierte.
Ein Telefunken Radiowecker. Mein Bruder bekam ihn zu seiner ersten Kommunion geschenkt und ich bekam ihn im selben Jahr zu Weihnachten. Er ist an der Rückseite mit einem Batteriefach ausgestattet. Im Falle eines Stromausfalls, lief er trotzdem weiter und weckte wie gewohnt mit der Lieblingsradiostation. Er begleitete mich lange Jahre durch meine Internatszeit. Er hatte an der Seite eine Kopfhörerbuchse, die sehr nützlich war, wenn ich spät abends Radio hören wollte und nicht mehr durfte, weil ich ja schlafen sollte. An der Vorderseite war er mit einem Lichtsensor ausgestattet. Wenn das Licht im Zimmer ausgeschaltet wurde, dimmte sich auch die Leuchtanzeige der Uhr.
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich ihn sogar noch in meiner ersten eigenen Wohnung. Als nach mehr als 20 Jahren die Leuchtanzeige kaputt ging, fand ich keinen mehr der so einen guten Klang hatte die der Telefunken. Es sollte lange dauern bis endlich die Internet Radiowecker erfunden wurden, die eine gleichwertige Tonqualität besaßen.