Mach doch mal was mit… Beziehung

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In der lockeren Reihe „Mach doch mal was…“ heute mal ein ganz anderes Thema. Beziehung.

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich überhaupt etwas dazu schreiben soll, und wenn ja,was? Nun ist das so ein Thema, das leicht in mein sehr privates Privatleben ausufern kann, und gehört demnach nicht ins Blog. Ich lege zwar hier sehr oft meine seelischen Zustände dar, und so lange es nur mich betrifft, ist das okay. Doch wenn andere darin involviert sind, wird es komplizierter. Das Wort Beziehungen sagt es schon von sich aus; man nimmt Bezug auf eine weitere Person.

Hier wird es allerdings etwas anders sein. Ich werde ein bisschen herum philosophieren und ein wenig aus meinem eigenen Lebenserfahrungen berichten ohne dass es direkt Dritte miteinbezieht.

Ich bin nun seit zwei vollen Jahren solo. Nach dem Aus der letzten Beziehung hat es ein gutes Jahr gebraucht, bis die Wunden einigermaßen verheilt waren. Es war um so schlimmer, weil ich zum ersten Mal seit langem wieder dachte, dass ich wirklich jemand gefunden hätte, mit dem ich mit vorstellen konnte, alt zu werden. Aber nein, es sollte nicht sein.

Ich habe im Nachhinein versucht zu ergründen, an was es gelegen haben könnte. ICH bekam ja den Korb. Jetzt, mit der zweijährigen Distanz, habe ich meine eigene Theorie an was es scheiterte, und an was mein zukünftigen Beziehungen scheitern werden, wenn ich nicht darauf achte.

Es ist mein Job.

Ich lebe, atme und bin meine Arbeit. Sie füllt mich fast zur Gänze aus, macht mich glücklich und ich könnte mir nicht vorstellen etwas anderes zu tun. (Was so gesehen auch nicht mehr so ganz stimmt, doch solange ich keine andere lukrative Alternative dafür gefunden  habe, werde ich weitermachen) Als freischaffender Maskenbildner braucht es, wie in jedem freischaffenden Job, eine lange Anlaufzeit bis man endlich etabliert ist und die Aufträge einigermaßen regelmäßig kommen. Doch selbst dann, ist kein Auftrag eine Selbstverständlichkeit und die Zukunft ist immer ungewiss. Ich mache mir z.B. jetzt schon leichte Sorgen für das nächste Jahr und die nächste Spielzeit, da ich noch nicht genug konkrete Zusagen habe.

Ich lebe seit 18 Jahren mit diesem Damoklesschwert über meinen Kopf und man gewöhnt sich daran, doch es ist immer präsent. Wenn man erfolgreich sein will muss man das, und man sagt selten Nein zu einem Auftrag, immer aus Angst es könnte keiner weiterer folgen. Im Umkehrschluss hat mich das aber zu einem der meistbeschäftigten Maskenbildner des Landes gemacht, und es gibt Zeiten ich denen ich unter Last der Aufträge stöhne. (Es fällt mir schwer das zuzugeben, aus Angst es könnte einmal nicht mehr so sein)

Wenn ich den Job so ausführlich darlege, dann wegen dem was jetzt folgt.

Ich lebe/lebte immer nach dem Credo was da hieß, „Don’t fuck around in your job“ und das im sprichwörtlichen Sinn. Doch muss ich inzwischen feststellen, dass es dann sehr schwer wird, jemanden zu finden, der die Freiheit aber auch die Last eines Freischaffenden versteht.

Alle meine Beziehungen waren, bis auf eine Ausnahme, Angestellte und waren nicht im Entferntesten im künstlerischen Milieu tätig. Vor allem bei der letzten, war es mir sehr wichtig, dass er meinen Job versteht, und warum es zeitweise sehr stressig ist, und zeitweise gar nicht. Ich bezog ihn soweit es möglich war in meinen Job ein. Er konnte die ganze Atmosphäre und den Ablauf hinter der Bühne mitverfolgen.  Er lernte viele meiner Arbeitskollegen und Freunde kennen. Doch er verstand es nicht. Lange Trennungen, weil ich in Aufträgen feststeckte, verkraftete er nicht. Es schien immer so, als ob ich den Job meiner Beziehung vorzog…

Das war, neben der geographischen Entfernung, der Grund warum es in Brüche ging.

Fazit: Freischaffende und Angestellte, in einem regulären ‚9 to 5‘ Job, passen nicht zusammen. Ich habe lange nicht verstanden warum z.B. Filmschaffende weitgehend nur Beziehungen mit Partnern aus der gleichen Branche eingehen. Ganz einfach: weil es die einzigen sind, die den Job kennen und verstehen was es heißt,  über längere Zeit getrennt zu sein.

Nun sind dies meine ganz persönlichen Erfahrungen und es gibt ganz sicher 1000 Ausnahmen zur Regel. Und wenn dem so ist, können wir das gerne in Kommentaren ausdiskutieren.

PS: Diesen Post habe ich vorgeschrieben und er wird erscheinen, wenn ich auf dem Weg nach Rumänien zu einem Theaterfestival bin. Ob ich von dort aus blogge, hängt wie gewöhnlich vom WLAN ab. Wenn nicht, folgt ein großer Bericht am Montag

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Neues von der Baustelle 1

Mein ganzes Umfeld weiß es bereits und ich hatte es hier einmal kurz erwähnt.
Ich werde umziehen, …bald. Wenn alles glatt geht, im August.
Ich werde mich vergrößern, vom 25 m² auf 110 m².
„Du wirst Google Maps in der Wohnung brauchen, Joël, sonst verläufst du dich“, ist zur Zeit der Running Gag.

Die Wohnung selbst ist ein 6er im Lotto, weil sie so gut gelegen wie selten eine andere. Ich habe keine 2 Minuten zu Fuß entfernt zwei Bäcker, ein Supermarkt, eine Bank, eine Apotheke und ein Metzger, also alles für den täglichen Einkauf. Desweiteren befinden sich am gleichen Ort ein Teppichhändler, ein Inneneinrichter, ein Dönerladen, ein Zeitungsladen, zwei Kneipen und ein zwei Restaurants.

Die Umbauarbeiten haben sich jedoch in die Länge gezogen, da ich Anfang des Jahres dachte, ich könnte mich bereits im Juni auf dem Balkon räkeln. Doch die neuen Fliesen fürs Balkon wurden erst am Montag fertig verlegt. Es war eine größere Aktion die Fliesen, aus Italien nach Luxemburg zu bekommen und die Verzögerung machte mich mürbe. So entstand ein Stillstand auf der Baustelle von fast zwei Monaten.

Doch seit zwei Wochen geht es endlich weiter. Hier ein Pano Foto des Badezimmers.

Die Möbel sind auch alle bestellt und das Farbkonzept für die Wände ist auch unter Dach und Fach.

Nächste Woche fängt der Anstreicher an mit den falschen Decken, den Tapeten und Farben und anschließend werden die Parktettböden verlegt.

Es geht voran.

 

 

Visite: Hostellerie du Grünewald

© by hdg.lu

Ich war am Freitag bereits dort, doch weil gestern viel Privates nicht Blogbares anstand, schreibe ich erst heute darüber.

Die A. und ich sollten schon länger hin, doch es klappte termintechnisch nie. Am Freitag war es dann endlich soweit. Die Cousine der A., Aline, hat zusammen mit ihrem Mann die legendäre Hostellereie du Grünewald übernommen. Davor war es für kurze Zeit umgetauft worden in „Brigitte“. Ich hatte mehrfach bei anderen Bloggern darüber gelesen.

Doch die neuen Betreiber wollten den Namen nicht beibehalten und  gingen zurück zum alten Namen.

Ich kenne die Hostellereie solange ich denken kann. Der Vorort Dommeldange, wo die Hostellerie angesiedelt ist, hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Großmutter Thérèse besaß 30 Jahre lang quer gegenüber ein Bekleidungsgeschäft, und ich habe ein Großteil meiner Kindheit und Jugend dort verbracht. Da es für mich heute keinen zwingenden Grund gibt dort hinzugehen, war auch eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit.

Nach einem aufgezeichneten Mal, (Ich hatte Boeuf Black Angus mit Kartoffelpüree mit Trüffeln) zeigte Aline uns das Hotel. Es gibt noch so einiges was gemacht werden muss, aber das Hotel hat jetzt schon einen modernen, schlichten Charme.  Es wird somit in der nächsten Zeit das Hotel werden, das ich empfehle, wenn ich Bekannte und Freunde aus den Ausland unterbringen muss. (Letzterer Satz ist mit einem kleinen Augenzwinkern nach München)

Unser Tisch auf der Rückseite des Hauses in einem wunderschönen Hof, in dem Weinreben angelegt wurden.

Die Servietten mit Logo

Die Bar

Die Eingangshalle

Das Hotel ist ebenfalls interessant für alle, die etwas länger in Luxemburg verweilen, da es ein Gemeinschaftraum mit Küche gibt, wo man sich abends selbst etwas kochen kann.

Die Hotelzimmer. Die Fotos sind etwas zu dunkel geraten, weil es schon spät war, und ich sie ohne Blitz aufnehmen wollte. Doch es wird bezüglich der Beleuchtung  auch noch etwas unternommen werden in den nächsten Wochen.

Das Restaurant (der Flamingoraum) habe ich nicht abgelichtet, da er noch voll mit Gästen saß und ich mir keinen Rüffel einhandeln wollte.

 

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Netflix: The Keepers

Keepers

In der Doku The Keepers von Netflix versuchen zwei alte Freundinnen den Mord an ihrer Lehrerin, der Ordensfrau Cathy Cesnik aufzuklären, die eines Tages im Jahr 1969 spurlos verschwand und 2 Monate später ermordet in einem Wald aufgefunden wurde.

Ich habe die siebenteilige Serie schon vor über einer Woche beendet und musste sie erst einmal sacken lassen, bevor ich drüber schreibe.  Die Geschichten die die einzelnen Protagonisten erzählen sind bisweilen so haarsträubend, dass man sich wundert dass sie (vor allem eine Frau) überhaupt noch klar denken können.

Schwester Cathy unterrichtete an einer Mädchenschule und war bei den Schülerinnen sehr beliebt. Doch in dieser Schule regierte auch der Priester und Rektor Maskell, der viele Mädchen der Schule zusammen mit einem anderen Priester nach Strich und Faden missbrauchte.  In der Dokumentation geht man davon aus, dass Schwester Cathy davon wusste, und versuchte es zu stoppen, jedoch mit dem Leben dafür bezahlte…

Priester Maskell wurde späterhin der Prozess gemacht, wegen sexuellem Missbrauch, doch es kam nie zu einer Verurteilung.

Zugegeben die Serie ist langatmig und  fünf Folgen a 60 Minuten hätten gereicht es genauso detailgetreu zu erzählen. (Aber wir sind nunmal in den Staaten und man muss alles mehrfach erklären)

Was mir dabei schon ziemlich zu Anfang auffiel war, dass der Mord an der Nonne und die Missbrauchsfälle an der Schule zwei völlig verschiedene Geschichten sind. Die einzige Zeugin die beides miteinander verstrickt, ist eine der Schülerinnen die fast täglich von den Priestern missbraucht wurde. Als sie einen der Priester nach der Nonne fragte, zeigte der ihr wo sie im Wald lag und drohte ihr, dass es ihr, der Schülerin, genauso ergehen würde wenn sie den Mund nicht halten würde. Diese Schülerin, heute ein ältere Frau behauptet es weiterhin steif und fest, dass sie Schwester Cathy zuletzt als Leiche gesehen habe.

Doch es werden auch weitere Hintergründe aufgedeckt, die darauf schließen lassen, dass die Nonne vielleicht nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, oder ihr Mord ein völlig anderes Motiv hatte, als sie zum Schweigen zu bringen.

Die Dokumentation ist trotz der Widersprüche und der Langatmigkeit absolut sehenswert. Vor allem wenn man sieht, wie es heute noch manchen Leuten im Kopf herumspukt und manche Zeugen vor der Kamera ganz offensichtlich lügen oder schweigen.

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Kino am Mittag: The Mummy

Nein, der Film ist keine weitere Folge der Mummy Verfilmungen mit Brandon Frasier von 1999, 2001  und 2008, sondern etwas völlig neues. Und wenn die ersten beiden Folgen recht witzig und spannend waren, (die dritte war ein Schuss in den Ofen), so ist der neue Mumien Film mit Tom Cruise ein selten schlechter Flop.

Man fragt sich warum Hollywood wieder das ausgeleierte Thema der ägyptischen Mumien ausgräbt. Doch ich war von meiner Freundin und Kinokritikerin, der D., vorgewarnt worden. Als wir uns nach wochenlanger Abstinenz wieder einmal zu einer Mittwoch Mittag Kinosession verabredeten, sagte sie schon, dass uns wahrscheinlich Schlimmes bevorstünde.

Nick Morton (Tom Cruise) und Chris Vail (Jake Johnson) sind zwei kleine Schatzjäger die Gräber plündern und die Schätze dann auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Eines Tages stoßen sie auf eine kleines Dorf mitten in der Wüste und endecken dort eine verschollene Grabstätte in der die ägyptische Prinzessin Ahmanet in einem !Quecksilber! See begraben liegt… Der Sage nach hat sie sich mit de Gott des Todes Seth verbündet um Unsterblichkeit zu erlangen doch ihr Plan ging schief, und sie wurde (jetzt kommt’s!) LEBENDIG mumifiziert!

Als dieser Satz in einer Vorgeschichte (damit auch jeder Doofman mitkommt) rauskam, konnte ich den Rest des Films nicht mehr ernst nehmen.  Die D. und ich hatten einen Lachanfall.

Der Rest der Geschichte erspare ich euch. Ich konnte streckenweise die völlig flachen und einfallslosen Dialoge von vornherein in bedeutungsschwangere Momenten vorsagen, und ich hatte jedes mal recht. Das ist, so gesehen, recht lustig, macht dem Film aber um keinen Deut besser. Tom Cruise ist so schlecht wie immer, und hier noch ein wenig schlechter als sonst. Sehr schön, wenn auch sehr schlecht, ist die Schauspielerin Annabelle Wallis als Arecheologin Jenny Halsay, die mit den platten Dialogen gar nicht klar kommt, und man glaubt ihr keine einzige Zeile.

Streckenweise will der Film auf die witzige Schiene steigen, weil es das einzige wäre, was ihn noch retten könnte, doch auch hier versagen die Dialoge.

Völlig absurd wird es dann mit dem Erscheinen von Russell Crowe als Dr. Jekyll, der sich immer wieder mit einem absonderlichen Instrument ein Serum in die Hand spritzen muss, damit er sich nicht in Mr. Hyde verwandelt, was dann irgendwann doch passiert, und er Tom Cruise gehörig die Fresse poliert. (Das ist dann wiederum eine innerliche Genugtuung, denn man kann Tom Cruise gar nicht genug vermöbeln)

Der Schluss ist dann nur noch eine große Peinlichkeit, und das Ende des Films schreit geradezu nach einem Mummy Teil 2.

Mit einem Budget von 125 Millionen Dollar, fragt man sich, ob die anderweitig nicht besser angelegt worden wären. Zugegeben, es sind ein paar schöne Spezial Effekte und Action Szenen dabei, doch der Großteil wurde aus den ersten Mummy Filmen abgekupfert.

Fazit: Sehr enttäuschend und absolut keine Empfehlung.

PS: Verrisse schreiben, macht übrigens Spaß twisted

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Heartland

My Urban Piano ist ein Projekt von David Ianni das quer durch Europas Kulturhauptstädte geht. Dort wird jeweils ein Musikvideo gedreht immer mit dem alten Urban Piano. Die Stadt Esch-sur-Alzette und die Umgebung sind dabei eine kleine Ausnahme, da sie erst 2022 Kulturhauptstadt wird. Das Lied was David spielte und verfilmt wurde, heißt Heartland.

Ich war doch ein klein wenig nervös, nach so vielen Jahren wieder an einem Filmset zu stehen. Das letzte mal war vor vier Jahren.

Doch es war schön und nach den ersten Einstellungen und einem Location Umzug, war ich wieder so angefixt wie davor. Es waren ein paar richtig spektakuläre Orte dabei. Und wenn ich davon heute ein paar Fotos zeigen kann, dann weil David es mir ausdrücklich erlaubt hat.

Die Schauspielerin Brigitte Urhausen auf einer Brücke der sogenannten Gebläsehalle auf Belval. Man geht nur auf Gittern durch die man hindurch sehen kann. und geht es gute 30-40 Meter in die Tiefe. Ich habe an sich kein Problem damit, doch es gab auch für mich Momente, an denen ich merkte, dass ich nicht so ganz schwindelfrei bin.

 

David am Piano am gleichen Ort, aber unten auf festem Grund und Boden. Neben ihm das Regie- und Kamerateam, das nur aus Frauen bestand. Mit im Bild, die Kamerafrau.

***

Am zweiten Tag wurde es dann fast surreal. Wir drehten an der seit langem geschlossenen Eisenhütte in Schifflange.

Heartland

Der erste Ort war ein leerer Wasserturm in den dieses Foto entstand.

 

Unendlich weite Hallen, so groß dass man nicht von einem Ende zum anderen sieht.

***

 

Später am Nachmittag des zweiten Tages drehten wir noch im Haus der Großmutter von David. Dort entdeckte ich etwas, das mich augenblicklich über 40 Jahre in der Zeit zurück katapultierte.

Ein Telefunken Radiowecker. Mein Bruder bekam ihn zu seiner ersten Kommunion geschenkt und ich bekam ihn im selben Jahr zu Weihnachten. Er ist an der Rückseite mit einem Batteriefach ausgestattet. Im Falle eines Stromausfalls, lief er trotzdem weiter und weckte wie gewohnt mit der Lieblingsradiostation. Er begleitete mich lange Jahre durch meine Internatszeit. Er hatte an der Seite eine Kopfhörerbuchse, die sehr nützlich war, wenn ich spät abends Radio hören wollte und nicht mehr durfte, weil ich ja schlafen sollte. An der Vorderseite war er mit einem Lichtsensor ausgestattet. Wenn das Licht im Zimmer ausgeschaltet wurde, dimmte sich auch die Leuchtanzeige der Uhr.

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich ihn sogar noch in meiner ersten eigenen Wohnung. Als nach mehr als 20 Jahren die Leuchtanzeige kaputt ging, fand ich keinen mehr der so einen guten Klang hatte die der Telefunken. Es sollte lange dauern bis endlich die Internet Radiowecker erfunden wurden, die eine gleichwertige Tonqualität besaßen.

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Eine Delle, ein Geburtstag & skurriler Modegeschmack

Da ich am Donnerstag Nachmittag besseres zu tun hatte, (ich musste sonnenbräunen und im Freibecken planschen) musste ich am Freitag Nachmittag mein ganzes Arbeitsmaterial vom Theater zurück fahren. Und so kam es, dass mir jemand, mitten auf dem Pont Adolphe, während der Rush Hour, auf die hintere Stoßstange knallte. Resultat: eine Delle. Ich war sehr sauer.

Delle

Am Samstag abend wurde ich spontan zu einem Geburtstag eingeladen. Die T. wurde 50. Es war eine schöne Feier in einem wundervollen Garten mit Rosenbüschen.

***

Am Samstag Morgen auf dem Wochenmarkt entdeckte ich diese skurrile Modeerscheinung. Aua!

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Das war alles vor Pfingsten. Über die Feiertage hinweg stehe ich seit 4 Jahren mal wieder auf einem Filmset. Aber davon berichte ich am Dienstag.

 

Freibad? In Luxemburg Stadt? Nicht so richtig!

Wer schon etwas länger hier mitliest weiß, ich liebe meine Stadt heiß und innig. Doch ein Mackel hat sie. Man hat hier sehr wohl eine schöne Auswahl an Schwimmbädern. Die Badeanstalt in der Oberstadt z.B., mit Saunabereich und Masseur und diversen Whirlpools. (Obwohl das Bad zur Zeit für einige Wochen wegen Renovierungen geschlossen hat) Das Olympia Bad, das nur wegen seiner olympischen Ausmaße den Namen trägt. (Olympiade gab es noch keine in Luxemburg) Dann gibt es eins Bad in Bonnevoie, mit der gleichen Ausstattung. Und es gibt noch ein kleineres Becken im Val St.-Croix, das aber nur am Wochenende fürs Publikum geöffnet ist.

Was fehlt ist ein schönes großes Freibecken. Und jetzt höre ich schon manche schreien, dass es doch ein Becken in Dommeldange gibt. Stimmt. Es gibt eins aber das ist in privater Hand und an ein Hotel angeschlossen. Man kann es von Juni bis August besuchen. Zudem ist es nicht besonders groß und an Wochenenden ziemlich überfüllt.

Es fehlt ein richtig öffentliches Freibad. Oder warum nicht ein Schwimmteich der ganzjährig geöffnet ist? Letztens las ich von einem solchen in London, bei Journelle im Blog, und war ganz begeistert davon. Ich weiß sogar, dass in meiner alten Heimat ein Schwimmteich/see angedacht war/wird/wurde. Warum also nicht in der Hauptstadt?

Doch ich will JETZT in ein Freibecken, möglichst für mich alleine und ohne schreiende Kinder. Und dann ist es schön wenn man Freunde hat, die ein solches besitzen.

Wenn ihr also wissen wollt was ich gestern den ganzen Nachmittag gemacht habe,…

Freibad

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Links, zwei, drei, vier! Links!

Mit sehr viel Liebe gesteht Katharina Seieser ihre Schwäche zum Toast Hawaii. Beim Lesen kamen augenblicklich alte Bilder einer WG in Trier hoch, zu der ich für einen Spieleabend eingeladen war. Zwischendurch gab Toast Hawaii den ich als so gerade noch essbar empfand, aber nicht unbedingt noch einmal haben müsste. Doch nach Katharinas Bericht werde ich dem Klassiker noch einmal eine Chance geben.

toast hawaii – (m)ein rezept

***

Via Anke Gröner den Bericht vom Guardian Me and my penis: 100 men reveal it all entdeckt.  Sehr lesenswert. Ach ja, wer keine Penisse sehen mag, sollte die Seite nicht anklicken. Es gibt sehr viele in allen Formen, Größen und Farben zu sehen.

A lot more men feel a sense of shame or anxiety about their size, or an aspect of their performance, than I ( the author) would have thought. What really moved me is how much that shame and inadequacy had bled into different parts of their life.

***

Die Kaltmamsell verlinkte einen höchst kuriosen Artikel über Trump. Anhand von Interviews sieht man, dass er sich früher viel besser und gewählter ausdrücken konnte, als heute. Die Schlussfolgerung wäre eine langsam fortschreitende Demenz (und glaubt mir, darin kenne ich mich aus, denn meine Tante Gritty litt daran)

Trump wasn’t always so linguistically challenged. What could explain the change?

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Absolutely Fabrice

Fabrice

Das hier wird ein etwas längerer Beitrag werden. Ich hatte ihn schon teilweise geschrieben bevor ich nach Berlin musste.

Es fiel mir am Mittwoch Abend auf, dass ich noch nie etwas über Fabrice geschrieben habe. Dabei kenne ich ihn schon so lange und zähle ihn zu meinen besten Freunden.

Fabrice ist mit Leib und Seele Barmann. Seit kurzem arbeitet er in einem Restaurant, das eine kleine sehr gemütliche Bar im ersten Stock eingerichtet hat. Die Idee dahinter ist, dass man dort zuerst gemütlich sein Apérértif zu sich nimmt, um anschließend im Restaurant etwas zu verspeisen.

Man kann aber auch in der Bar bleiben und ein paar sehr leckere Tapas ordern. Es sind kleine Häppchen die aber nur den Namen nach mit den original spanischen Tapas etwas gemeinsam haben. Sie sind eher an die französische Küche angelehnt. Das Restaurant heißt „La P’tite Maison“ und befindet sich an gleicher Stelle an der sich das legendäre Opéra befand. Nun hat im ersten Stock die Bar eröffnet und hier regiert Fabrice.

***

Als ich ihn vorgestern besuchte, war es wie in alten Zeiten…

Fabrice sah ich zum ersten mal in einer Bar am Boulevard Royal, Anfang der 90er, als es noch kein großes Loch und eine unendliche Baustelle war. Sehr viel später sah ich ihn dann wieder als er seiner erste eigene Bar eröffnete. Wir wurden Freunde. Ich hatte schon begonnen vom alten Beruf zum Maskenbildner umzusatteln, und ich ging regelmäßig nach den Sommervorstellungen des Kasemattentheaters dorthin. Als in der Oberstadt vom damaligen Bürgermeister entschlossen wurde, dass keine Bar mehr länger als 1:00 Uhr nachts geöffnet sein dürfte, brach es ihm finanziell das Genick und er musste schließen.

Kurze Zeit später wurde er mein Nachbar in der alten Heimat.

Es war zu einer Zeit in der ich schon länger Maskenbildner war und quasi jeden Tag in die Hauptstadt fuhr zum Arbeiten. Ich pendelte zwischen zwei Welten von der die eine nie richtig die meine gewesen war, und die andere war so nah und doch 35 km entfernt. Ich hatte zu der Zeit wenig Freunde, und die, die mir in der alten Heimat geblieben waren, sah ich kaum noch.

Und plötzlich war Fabrice da und riss mich aus meinem Alttagestrott, aus allem was trist und langweilig war. Ich lernte seine engsten Freunde kennen und er nahm mich mit zu den wildesten Partys. Und plötzlich gab es wieder, wie in meinen wilden 20ern, durchtantzte Nächte bis zum Morgengrauen. Dezente morgendliche Kater, die gepflegt werden mussten.  Ich hatte das Gefühl ich würde wieder leben.

Ich lernte einen anderen Fabrice kennen.

Ich kann mich an ein Weihnachten erinnern, an dem er in meinem Elternhaus zu Gast war. Meine Mutter war noch gesund. Die PSP Krankheit hatte schon Anlauf genommen, (wir sollten erst viel später erfahren dass es sich um diese Krankheit handelte) doch sie konnte noch alles selber regeln. Sogar Autofahren ging noch. Sie machte ihren legendären Lammbraten. Es war das letzte Mal dass sie ihn machte…

Fabrice brauchte ein paar Jahre um wieder finanziell auf die Beine zu kommen, doch er schaffte es. Es ging langsam aber sicher bergauf.

Er verhalf dem Banana’s zu neuem Glanz und plötzlich lief die Bar wieder wie geschmiert. Dort entstand das Konzept von der Bar in der Bar. Und die Bar in der Bar, für die Fabrice verantwortlich war, war an manchen Abenden besser besucht als die eigentliche Bar.

Fabrice ist überhaupt als Barmann ein Phänomen. Er hat eine treue Anhängerschaft an Freunden und Bekannten die ihm bedingungslos überall hin folgen. Es war somit kein Wunder, als die Side Bar ihn einstellte, diese plötzlich nur so brummte und jeden Abend zur Apéro Zeit gerammelt voll war. Es waren schöne Jahre und ich denke gerne an die Side Bar Zeit zurück.

Die Side Bar wurde jedoch an einen anderen Besitzer verkauft, und ab da ging stimmte die Chemie nicht mehr. Fabrice ging und die Bar schloss für lange Zeit.

An einen sehr traurigen Tag möchte ich noch erinnern, an dem ich ihm sehr dankbar bin, dass er für mich da war. Es war das Begräbnis meiner Großmutter. Als sie urplötzlich starb war ich nicht da. Ich war in Recklinghausen und mit einem Theaterstück beschäftigt. Ich fuhr noch in der gleichen Nacht zurück um alles zu regeln, doch etwas hatte ich übersehen. Als der Tag des Begräbnisses kam, hatte ich kein Lokal vorgesehen. Doch waren so viele gekommen, dass ich nach dem Gottesdienst etwas unternehmen musste. Fabrice kümmerte sich in Windeseile um alles und organisierte uns einen großen Tisch nicht all zu weit vom Krematorium entfernt in einem Restaurant. Es waren viele Freunde mitgekommen.
„Was trank Oma denn gerne?“, fragte er.
„Protwein.“
Und als die erste Runde an Getränken kam stand in der Mitte vom Tisch, ein kleines Glas Portwein und alle prosteten der Großmutter zu. Es war in mitten all der Trauer, der Tränen und der innerlichen Leere, ein Lichtstrahl der alles erhellte. Ich glaube es hätte Großmutter gefallen.

Merci Fabrice. ♥

Nachtrag zur Blitzvisite Berlin

Diese schnellen Reisen hin und her, ohne richtigen Aufenthalt, fühlen sich bisweilen doch sehr irreal an. Ich will nicht wissen wie es sich für Manager oder ähnliches anfühlt, jeden Tag in einer anderen Stadt zu sein. Im Prinzip mag ich ja reisen, aber Blitzvisiten sind beschwerlich und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck.

***

Die nächtliche Fahrt zurück mit anschließender Vorstellung morgens früh, gab mir den Rest. Ich arbeitete mechanisch alle Akteure ab, die mich, Gott sei Dank ohne Groll, darauf hinwiesen, wenn ich etwas vergessen hatte. (Augenbrauen nachziehen, Schnauzer ankleben…) Und irgendwie saß gestern die Perücke von Göhring ganz leicht schief…. nun ja.

Der Rest des Tages verbrachte ich schlafend auf den Sofa und im Bett.

Daher kommen erst jetzt die versprochenen Bilder, die auf dem Weg zwischen dem Deutschen Theater und dem Augustinenhof machte. Sprayerkunst an alten Gemäuern, bisweilen sehr alte Sachen, aber immer noch schön und von einer Art, wie man sie nur in Berlin findet.

 

Folgende Fassade habe ich schon oft gesehen. Sie ist in der Oranienburgerstraße. Mit all den Bauarbeiten ringsum, riskiert jedoch bald zu verschwinden.

 

Und dann war noch diese sehr schöne verwitterte Fassade, die auf den ersten Blick ein wenig verschwommen aussieht, als wäre es ein altes Gemälde, oder ein Foto, das man mit einem Blurry Filter bearbeitet hat. Hier ist es ein „analoger“ Filter. Die Fassade ist mit einem Netz überzogen. Ganz besonders schön finde ich Löwenköpfe.

Eine nächtliche Fahrt von Berlin nach Luxemburg

Es ist 23:00 Uhr.

Das hier wird ein live Blogging durch die Nacht, weil ich nicht weiß was ich sonst tun soll.

Wir sind seit ungefähr einer Stunde unterwegs. Der Schauspieler S. und ich haben morgen um 10:00 eine Vorstellung in Luxemburg. Wir sitzen in einer sehr komfortablen Limousine die uns zurückfährt. Ich wusste ja dass mir das blühen würde und niemand vom Rest der Truppe, die in Berlin zurückgeblieben sind, beneidet uns deswegen. Aber jetzt, so wie ich hier sitze, mit freiem WLAN, Minibar und Knabberzeug, komme ich mir verdammt wichtig vor.

Mann sieht nicht viel. Es ist stockfinster draußen.

Und da es nichts zu sehen gibt werde ich mir jetzt den Rest des Hörspiels anhören, das ich auf dem Flug mach Berlin angefangen hatte.

‚Fünf tote alte Damen‘ von Hans Gruhl.

Wenn ich es aus habe und währenddessen nicht eingeschlafen bin erzähle ich euch nachher etwas darüber,,.

***

2:40 Uhr

Nein, es war nicht der Gärtner. Ein etwas langatmiges Kriminalhörspiel von etwas mehr als 5 Stunden. Zumindest bin ich drangegblieben. Und jetzt versuche ich zu schlafen. Zumindest ein bisschen.

***

5:30 Uhr

Vor 5 Minuten sind wir über die Grenze gefahren. Willkommen in Luxemburg. Ich habe vielleicht knappe 2 Stunden geschlafen.

Nun ja.

Später gibt es noch ein paar Fotos.

Blitzvisite im Ausland mit Panoramafotos

Das wird ein Tag in Panoramafotos und ihr dürft raten wo ich bin.

Flughafen Luxemburg

Die Gepäck Bänder eines anderen Flughafen.

Und jetzt dürfe es nicht mehr allzu daher sein.

Ich bin in Berlin. Schon wieder. Es wurde mir kurzfristig angeboten. Ich habe die Maske für ein Stück übernommen, das ich schon einmal vor 2 Jahren gemachte hatte.  Es ging alles ganz schnell und ich nicht viel Zeit zum nachdenken. Ich sagte zu.

Aber so schnell ich die Zusage machte, so schnell packte ich auch die Koffer am Freitagabend. Und als ich merkte, dass ich das doppelseitige Toupet Tape vergessen hatte wurde es eng.

Der Kryolan Laden schließt Samstags bereits um 15:00 und es war 20 Minuten vor Ladenschluss. Ich nahm kurzentschlossen ein Taxi von Mitte nach Charlottenburg, und feuerte den Fahrer quasi mit der Peitsche an.  Als zusätzliches Hindernis war die Stadt voll mit Fußballfans, was die Chose nicht erleichterte. Doch der Fahrer kannte die Straßen wie seine Westentasche und ich kam 5 Minuten vor Schließung an. Uff. Und das war mir satte 5 € Trinkgeld wert.

Die Vorstellung lief in den Kammerspielen vom Deutschen Theater. Das ist nebst der Komödie am Kuhdamm und dem Berliner Ensemble, das dritte Theater in Berlin indem ich gearbeitet habe.

Die Vorstellung lief gut und wir saßen anschließend noch im Vorhof des Theaters, wo ich dieses Panoramafoto machte.

Panoramafotos

Ein wunderschöner lauer Abend.

Für Sonntag ist noch eine Vorstellung vorgesehen. Und dann werde ich zusammen mit einem Schauspieler in einem Taxi über Nacht nach Luxemburg in Windeseile zurückgefahren, weil wir am Montag schon um 10:00 Uhr morgens eine Vorstellung haben. Ein Höllenritt also, aber davon berichte wenn ich ihn hinter mir habe.

Untergebracht bin ich im Augustinenhof, das an sich ein sehr schönes Hotel ist,mit tollem Frühstück u.s.w. aber das WLAN ist eine einzige Katastrophe. Langsam wie ein altes 56k Modem und nicht in jedem Zimmer empfangbar. Nicht zu empfehlen für datenabhängige Nomaden wie ich. Ich zahle gern etwas mehr um gutes WLAN zu haben, aber das scheint in diesem Hotel noch nicht angekommen zu sein.

Ces enfants bizarres / Crachés dehors comme par hasard*

Angeregt durch zwei sehr schöne Blogeinträge von Kitty Koma und Frau Modeste, möchte ich heute schreiben was mir aus „dieser“ Zeit in Erinnerung geblieben ist. Eines gleich vorweg. Es wird nicht schön.

Zeit

In World War II the average age of the combat soldier was twenty-six
In Vietnam he was nineteen
Paul Hardcastle- 19

Als das Lied 1985  ein Hit wurde, wurde ich im September 19.

Und wenn ich Fotos von mir aus der Zeit anschaue, (es gibt leider nicht sehr viele) sehe ich einen pickeligen Jungen, der sich immer zu dick fand und der sein Leben gerne anders gestaltet hätte. Ich war wollte tanzen, schauspielern und singen. Das alles durfte ich nicht. Ich durfte bei der Pantomimentheater Gruppe in der Schule mitmachen. Das war alles.

Irgendwie sollte nichts so kommen wie geplant. Ich sollte Krankenpfleger werden. Die ersten zwei der paramedizinischen Schuljahre hatte ich hinter mir. Doch am Ende versagte ich wegen einem Fach, das ich hasste, und von dem ich bis heute nicht einsehe, was es in den Vorjahren für einen medizinischen Pflegeberuf zu suchen hat. Mathematik. Und das nebst den Sprachen, als eines der Hauptfächer.

Ich durfte nichts bis zu dem Tag an dem es zwischen mir und meinem Vater gehörig schepperte. „Du brauchst dich nicht zu wundern wenn deine Koffer eines Tages vor der Tür stehen!“, schrie er. Ich kannte den Satz. Es war die ultimative Drohung, die ich über Jahre hinweg immer wieder gehört hatte. „Du musst dich nicht bemühen, Ende des Monats ziehe ich aus.“, entgegnete ich eiskalt. „Umso besser!, schrie er, und knallte die Zimmertür zu als er ging. Das war Mitte Oktober. Und ich war 19.

Später am Abend hörte ich durch die Tür meine Mutter wie sie weinte. Für sie war es, als ob Vater mich in den Krieg geschickt hätte.

Ich machte die Drohung wahr. Ich zog zwei Wochen später aus und machte eine Lehre als Friseur.

Ab da begann der jahrelange Kampf mit Richtungen und Dingen die sich allesamt falsch anfühlten, doch in die ich breites so verstrickt war, dass nicht zurück konnte. Es waren 13 lange Jahre, von denen ich heute nur sehr wenig weiß.

Ich suchte Fluchtwege in allen möglichen Formen. Zusätzlich zur Lehre, in der ich nur einen Hungerlohn verdiente, kellnerte ich nachts in Diskotheken bis morgens vier Uhr um dann um acht wieder im Salon zu stehen. Es war die Zeit des zu dick aufgetragenen Make-ups und der kräftigen Solariumbräune, und das war gut so. So sah man mir die Müdigkeit nicht all zu sehr an.

Es war auch die Zeit in der mein Vater und ich uns kaum noch sahen und sich unsere Vater/Sohn Beziehung in Rauch auflöste. Das was wir an Beziehung hatten, waren nur Konflikte gewesen. Als die verschwanden blieb nichts mehr übrig. Er war mein Erzeuger, mehr nicht.

Drei Jahre später nachdem ich ausgezogen war, starb er. Es war wie eine Erlösung. Ich fühlte mich frei. Und obwohl ich weiß, dass man nicht schlecht über Tote sprechen soll, kann ich nichts Gutes von ihm erzählen.

Und wenn ich heute zurückdenke, sind es immer die Momente gewesen, in denen ich mich zur Wehr gesetzt habe, in denen ich mich über Konventionen hinweg setzte, und genau das Gegenteil von dem tat was man von mir erwartete, in denen es mir anschließend besser ging.

*Die Überschrift ist aus dem Lied „Christine“ von Christine And The Queens

Und hier auch das Video von Paul Hardcastle „19“

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Von Blumen, Vorstellungen und geschlossenen Läden

Blumen

Am Samstag bei doch recht trübem Wetter ein paar Blumen au dem Wochenmarkt für die Wohnung gekauft.

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Ein Foto von der einzigen Schauspielerin gemacht die bei Ashcan dabei ist. Es ist ja ansonsten einer Männerrunde. Gintare Parulyte spielt eine Doppelrolle. Hier hat sie bereits das Make Up für die Rolle der Claire Waldorf. (aber noch keine Perücke)

Das ganze Wochenende über Vorstellungen von Ashcan gefahren, inklusive heute morgen um 10:00 Uhr für Schulklassen. Eine ungewohnte Uhrzeit für eine Vorstellung. Für gewöhnlich arbeite ich nur Abends, oder Sonntags auch mal eine Nachmittagsvorstellung. Aber 10:00 Uhr ist zu früh. Denn ich muss ja für die Maske noch früher da sein.

Heute Morgen stand übrigens ganz im Sinne des Stückes ein alter amerikanischer Jeep von 1944 vor der Tür.

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Die frühe Vorstellung verhalf mir aber zu einem freien Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein, und ich fuhr mit offenem Verdeck nach Trier. Entsetzt stellte ich fest, dass ein Geschäft, das ich sehr mochte, nicht mehr da ist.

Der Signum Store ist weg. Es ist eine der seltenen Marken die wirklich zu mir passt. Super günstig ist die Marke nicht, aber die Hemden hielten jahrelang. Erst vor kurzem habe ich ein Hemd das über 10 Jahre alt war, in Berlin entsorgt. Im Storefinder der Homepage habe ich gesehen, dass ich schon recht weit fahren muss, um eine anderen Shop zu finden der auch die Hemden hat. Und online bestelle ich keine Klamotten. Ich muss die Sachen vorab anprobieren. Sehr schade.

Auch im Schuhladen meines Vertrauens fand ich nichts was mir zusagte. Die Shoppingausbeute war ein paar neue Kissen für das Sofa und ein T-shirt.

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Und ich merke beim Schreiben der dieses Textes, dass mich die Tastatur im Stich lässt. Das ‚F‘ will nicht mehr. *seuftz*

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Fotoausbeute & Wenn zwei sich streiten freut sich…keiner

Erst mal die Bilder

streiten

Variation eines Themas. Dunkler regenverhangener Himmel mit einer Sonne, die sich immer nur ein paar Sekunden zeigte.

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Das obligate Gruppenfoto nach der Generalprobe von Ashcan. Ich stehe irgendwo ganz weit hinten.

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Ihr kennt das wenn man zwischen zwei Streithähnen sitzt.  Besser gesagt zwei Streithennen.

Die A. und die N. haben sich gefetzt. Und das, nach N.’s Meinung, nicht zu knapp. Die N. erzählte mir vor ein paar Tagen davon. Nun kenne ich die N. relativ gut und weiß, dass sie emotional  über sehr hohe Berge und durch sehr tiefe Täler fahren kann, manchmal mehr als angemessen. Ich möchte mich jetzt in kleine Details verstricken, doch hat die A. ein paar sehr unschöne Dinge gesagt, die die N. so schockiert haben, dass diese beschloss, nicht mehr mit der A. zu sprechen. Die Ausmaßen sind weitreichend, aber dazu komme ich gleich.

Die A. hingegen, klagte über die N, dass sie ihr gründlich den Kopf gewaschen hätte, hinsichtlich einer anderen Geschichte, bei der die A. eigentlich Zuspruch und Trost gebraucht hätte. Doch die N. meinte, die A. würde nur auf hohem Niveau jammern, und sie solle endlich mal wieder mit den Füßen auf den Boden der Realität zurückkommen.

Zuerst dachte ich, beide würden über den gleichen Vorfall reden, bis merkte dass es zwei verschiedene Dinge sind, und beide blenden aber jeweils einen Vorfall mir gegenüber aus. Vor allem die A. hat noch mit keinem Wort den Streit erwähnt, weswegen die N. so außer sich ist.

Nun steht demnächst eine größere Feier an. Die N. feiert ihren runden Geburtstag und hat bereits vor Monaten ihren ganzen Freundeskreis das Datum blockieren lassen. Doch sagte die N. mir auch, bei unserem letzten Zusammentreffen, dass sie nicht vor hat, die A. einzuladen.

Nun sah ich heute die A., weil sie unbedingt etwas mit mir besprechen wollte, nämlich über ein Geburtstagsgeschenk für die N. Ich habe der A. nicht gesagt, dass die N. sie ausgeladen hat. Beide sprechen ja seit einer Woche nicht miteinander. Stattdessen verwies ich auf die Schwester der N. und sie solle das auch mit ihr besprechen…

Ich bin der A. gegenüber nicht ganz ehrlich gewesen und habe das Thema elegant umschifft. Denn egal wie ich es angehe, wenn ich versuche einzugreifen, werde ich mir nur die Finger verbrennen…oder?

Codename Ashcan

Es war mit lange nicht klar ob ich etwas darüber schreiben soll, oder nicht. Wenn ich nicht selbst darin involviert wäre, wäre es leichter. Aber so ist es wieder diese Gratwanderung, die ich schon einmal hier beschrieben habe und der Grund warum ich dann meistens nichts schreibe.

Hier ist es etwas anders. Es geht um ein Stück luxemburgische Geschichte, die weitgehend unbekannt ist.

In der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges, 1945, wurden eine ganze Reihe von Nazi Größen nach Luxemburg gebracht. Sie wurden in ein Hotel in Mondorf einquartiert, das Palace Hotel, das es heute nicht mehr gibt. Das Ganze lief unter strengster Geheimhaltung der Amerikaner. Deshalb erhielt das Hotel auch einen Codenamen; Ashcan. Dort sollten die Herren während Monaten verhört werden bevor sie nach Nürenberg gebracht wurden, wo ihnen dann der Prozess gemacht wurde. Unter andrem waren dabei Hermann Göhring, Franz von Papen, Juluis Streicher, Frank Hans und viele mehr.

Nun ist aus all diesen Unterlagen die man zusammengetragen hat, ein Theaterstück entstanden, das zusätzlich von einer Filmcrew begleitet wird, zwecks eines Dokumentarfilms.

Ich habe letzte Woche die erste Durchlaufprobe gesehen. Und heute war bereits die zweite Hauptprobe. Das Stück ist keine leichte Kost. Aber es lohnt sich, da es ein Reigen grandioser Schauspieler ist.

Ashcan
Die Perücke von Göhring

Codename Ashcan im TNL

Der erste Trailer zum Dokumentarfilm und zum Theaterstück

Nachtrag: Die Premiere ist restlos ausverkauft aber für alle anderen Vorstellungen gibt es noch Karten.

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An einem Sonntag: Bettwäsche, Trauriges, ESC und ein Spaziergang

Sonntag ist Bettwäsche Tag.
Vielleicht interessiert das ja jemand.
Da ich heute den Matratzenschoner mitgewaschen habe, dauerte es länger.

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Es gibt immer wieder kleine Meldungen, die mich traurig stimmen, wie diese hier, die ich gleich am Morgen las, nachdem ich Sonntagsrätsel von Deutschlandfunk Kultur gelöst hatte:

D’Librairie Alinéa mécht zou (Die Buchhandlung Alinéa schließt endgültig)

Es ist nun leider so, dass auch ich nicht unbedingt dazu beitrage, dass es dem Buchgeschäften in Luxemburg besser gehen würde. Was ich mir in den letzten Jahren weitgehend abgewöhnt habe ist, Bücher, die ich in fester Form haben möchte, online zu kaufen. Sollte übrigens jeder tun, der ein Herz für Buchhändler hat.

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Nein, ich habe kein ESC geschaut. Vor etlichen Jahren in der alten Heimat habe ich mal live Blogging gemacht. Das übernimmt ja heute Twitter und Snapchat, und letzeres habe ich nicht. Am Morgen habe ich mir kurz das Lied von Portugal angehört, das gewonnen hat, (ich mag es nicht sonderlich). Bei der Suche auf den Link ESC 2017.org geklickt, etwas völlig anderes vorgefunden, und laut gelacht.

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Nebenbei bemerkt: Bei mir übernimmt Suche im Netz seit einer Weile schon DuckDuckGo und nur noch in ganz seltenen Fällen Google. DuckDuckGo verfolgt mich nicht, wenn ich mal eine Suche über ‚Putzfrauen umbringen‚ machen sollte.

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Mein Spaziergang führte mich, wie fast immer, durch das Petrustal. Oben ist einer von mehreren Weidenbäumen, die immer bis zum Stumpf zurückgeschnitten werden. Ich bin jedesmal entsetzt darüber, und frage mich, ob überhaupt noch mal etwas rauswächst. Ja, alle Jahre wieder.

Natürlich bin ich neugierig wie es mit den Bauarbeiten voran geht. Die blaue Brücke ist bis zur Hälfte wieder abgebaut.

Und endlich sieht man wieder den Pont Adolphe. Ich werde, wenn das Gerüst ganz weg ist, ein Foto von vor ein paar Jahren raussuchen und dann ein vorher/nachher Vergleich machen. Schließlich wurde die komplette Brücke ja Stein für Stein auseinander genommen, gereinigt und wieder zusammengesetzt. Da sollte man schon einen Unterschied sehen.

Jetzt sieht man auch endlich die ominös angekündigte Brücke unter der Brücke die aber noch nicht geöffnet ist, und die ich mir spektakulärer vorstellt habe.

Hier ein Foto der Sankt Quirin Kapelle, die sich fest an den Felsen schmiegt und von weiten sehr malerisch aussieht. Aus der Nähe betrachtet, ist es aber eine Ruine. Schade eigentlich. Sie ist übrigens auch ein Pokéstop. Das habe ich durch das ganze Tal hindurch gespielt, und jede Menge Pokémon gefangen inklusive drei neue Tierchen die ich noch nicht hatte.

Als ich dann zum Minigolfplatz kam, änderte sich das Wetter schlagartig.

Der Wind peitschte plötzlich durch die Bäume und ein gewaltiger Wolkenbruch ging hernieder. Ich war heilfroh dass ich bis zum Golfplatz geschafft hatte und mich dort unterstellen konnte, denn ich hatte keinen Schirm mit. Es dauerte gute zehn Minuten und es war wieder vorbei. Als ich dann Minuten später mit Aufzug oben beim Gericht wieder herauskam, schien schon wieder die Sonne.

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Die Tage nach re: & Donnerwolken

Ein bedrohlicher Himmel mit Donnerwolken über der Stadt.

Donnerwolken
© by C.
© by C.

Beide Fotos machte die C. von Limpertsberg aus.

Bei mir vorm Fenster sah es vor einer halben Stunde noch trüber aus.

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Eine sehr unangenehmes Ereignis widerfuhr mir, als ich ziemlich müde gegen 10 Uhr Abends endlich vor meiner Haustür stand.
Der letzte Tag in Berlin war sehr gemütlich gewesen. Ein bisschen herum gewandert, einen Bekannten zum Kaffee getroffen, auf Terrassen gesessen und den letzten New Yorker ausgelesen. Der Flieger war auf die Minute pünktlich.

Doch dann stand ich vor der Wohnungstür und der Schlüssel dreht sich nicht im Schloss. Ich wusste augenblicklich was passiert war. Während meiner Abwesenheit war die Putzfrau hier. Sie hatten den zweiten Wohnungsschlüssel innen nicht ganz eingesteckt sondern nur zur Hälfte und man kann den Schlüssel auf der anderen Seite dann nicht mehr drehen. Alles Wehklagen half nicht. Ich musste einen Schlüsselnotdienst rufen. Es kostete mich satte 200 Euro.
Himmel war ich sauer!
Wäre die Putzfrau dagewesen, ich hätte sie in der Luft zerrissen!

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Neues von der Weizenfront:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der Weizen und vor allem die Hefe ist, die ich nicht vertrage. Auf der re:pbulica hatte ich am letzten Tag ein Teller Spagetti verdrückt. Schlecht wurde mir nicht, aber ich flatulierte und rülpste den ganzen Nachmittag vor mich hin. Am Tag der Abreise hatte ich weiter nichts gegessen als morgens zum Frühstück ein Schüssel Joghurt mit frischen Früchten, und als ich im Flieger saß, hatte ich dann doch ziemlich Hunger. Ich hoffte auf ein bisschen Obst, doch es gab ein Sandwich wahlweise mit Schinken oder Käse. Ich nahm das Schinkensandwich. Als ich dann später nach der Schlüsselhavarie zu Hause war, ging das Gegrummel im Bauch los und mir wurde schlecht. Das bestärkt mich in der Annahme, dass es auch die Hefe sein muss, die mir zu schaffen macht.
Ich werde weiter testen.

re:publica Tag3

Nicht so gut geschlafen wie ich es mir gewünscht hätte.

Als ich am Frühstückstisch die Vortragsliste für den dritten Tag durchsah, viel mir auf den großen Bühnen nichts auf was mir zugesagt hätte, außer:
“My God; what if’…!” – Science Fiction ist Geisteshaltung von Katja Böhne.

Katja ist seit etlichen Jahren für Marketing und Kommunikation bei der Frankfurter Buchmesse verantwortlich. Was mich an ihr so faszinierte war ihre Aufgeregtheit und dass sie über ihr privates absolutes Lieblingsthema sprechen durfte. Es war ein bisschen ein Gathering von SciFi Nerds und alle hatten (ich inklusive) Dauergrinsen im Gesicht. Das ist übrigens ein Thema was ich noch nie verblogt habe, ich und SciFi…. Kommt noch…

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Strategies for Critical Internet Cultures in the Age of Trump von Geert Lovink

Der Vortrag dauerte eine halbe Stunde und war etwas zu sehr, eine Werbeveranstaltung für ein Lab in Amsterdam. Obwohl Herr Lovink durchaus die richtigen Prognosen stellte, wie z. b. dass das Zeitalter in dem wird den Content bei Facebook und Google mit unseren gesammelten Daten bezahlen, bald vorbei sein wird, so verriet er nur sehr wenig an was das Lab für die Zukunft bastelt. Eine Idee fand ich gut und das war ein neues soziales Netzwerk, das auf Peer to Peer Basis läuft…

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Notes from an Emergency von Maciej Ceglowski

Wie geht es weiter, jetzt nach Brexit und Trump? Das war einer der Fragen viel und oft gestellt wurden. Was Herr Ceglowski sehr schön aufzeigte waren die Zusammenhänge der Globalplayer wie Google und Co. und wie wenig sich eigentlich gewehrt haben, als Trump mit seiner restriktiven Einwanderungspolitik kam. Es war einer der klügsten Beiträge der #rp17 und sein Schlusswort war: regulate, regulate, regulate.

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A Robot Psychiatrist and a Battle-Robot builder walk into a bar- and talk mit Lisa Winter und Joanne Pransky als Roboter.

 

Sehr schönes Zwiegespräch zwischen Berlin und L.A. in dem der Robter die junge Frau Lisa interviewte die seit ihrem 10. Lebensjahr Kampfroboter baut.

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Your Pictures are Looking at You… von Trevor Paglen.

Das war eine der beängstigsten Vorträge und ich brauchte danach eine Pause. Herr Paglen, seines Zeichens Fotokünstler, erklärte, wie man es fertiggebracht hat, dass Computer Gesichter wiedererkennen und dass wir die Bilder nicht ansehen sondern sie uns. Denn die meisten Bilder die irgendwo von einer Überwachungskamera aufgenommen werden, werden nicht mehr von Menschen gesichtet sondern von Maschinen.  Es ist gut dass es hier in Europa noch eine Gesetzgebung gibt, die es verbietet und das hoffentlich noch sehr lange, sich diese  öffentlichen Bilder per Maschine zu Nutze zu machen.
Und jetzt wo ich darüber nachdenke läuft es mir immer noch kalt über den Rücken.

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Ich wanderte durch die Halle in der die Stände aller Couleur standen, dort wo ich das Foto mit der Maus und Trump machte. Eine Mitarbeiterin von Terre des Hommes animierte mich zu einer Challenge, und ich sollte doch eine aus dem großen Glas ziehen. Auf dem Zettel stand ich solle für 10€ sammelen und dafür ein Kinderlied singen, und an Facebook senden. Ich machte den Spaß mit, und wir bekamen tatsächlich 10 Euro zusammen. Also gab ich ihr mein Smartphone in die Hand und sie sollte mich dann filmen. Ich sang aus voller Seele ein luxemburgisches Kinderlied. Ich versprach dass ich es online stellen würde. Als ich dann später das Handy checkte war NICHTS aufgenommen.
Tja, ich hätte es ja gerne gepostet aber die Dame hat nicht aufs rote Knöpfchen gedrückt… *sagte er und  wischte die Schweißperlen von der Stirn*  Das ist soooo schade, denn ihr werdet es nie zu hören bekommen.

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Und dann kam das hier, von dem mir alle gesagt hatten, dass ich den Vortrag auf keinen Fall verpassen soll.

Update: Die Kunst des Liebens von Felix Schwenzel. Es ging um das berühmte Buch von Erich Fromm, das ich in einer Zeit las, als ich nicht einmal die Hälfte davon verstand.

Und das habe ich ich anschließend getwittert.

Selbstsucht≠Selbstliebe

Genau der Satz traf mich so sehr und wühlte alte vergessene Dinge so sehr in mir auf, dass ich noch eine Weile brauchte bis ich wieder klar denken konnte.

Denn gleich anschließend folgte die Abschlusszeremonie.

 

Fazit: Ich bin sehr froh hier gewesen zu sein. Und in Gegensatz zum letzten Mal, wo ich völlig überfordert war und absolut nicht vorbereitet, weil ich keine Ahnung hatte wie groß das Angebot ist, so konnte ich dieses Mal die re:publica richtig genießen. Ich habe viele neue BlogerInnen kennengelernt, manche davon lese ich schon seit Jahren und war froh sie endlich mal persönlich kennenzulernen. Und wenn es terminlich irgendwie machbar ist, gehe ich nächstes Jahr wieder hin.

Zwei Vorträge habe ich nicht verbloggt. Einer davon war ein total Reinfall,  und das von Herr Häusler selbst, dem Erfinder re:publica, und ich hätte dafür lieber etwas anderes gesehen. Ein anderer war über eine Stadt in China, bei ich den Kopf so weit abgeschaltet hatte, dass ich nicht einmal die Hälfte mitbekam.

Wenn ihr eine andere Sicht der Dinge haben wollt, schaut einfach bei der Kaltmamsell vorbei, sie hat nämlich die beiden letzten Tage andere Vorträge besucht als ich. Es gibt nicht viele Überschneidungen.

In den nächsten Tagen versuche ich so viele Beiträge wie möglich zu verlinken mit den Videos.

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re:publica Tag2

11:19 Uhr

Da ich heute zwischen den einzelnen Vorträgen auch ein wenig Leerlauf habe, (weil mich da kein Thema interessiert) schreibe ich mal ein bisschen vor.

Flachsinn – über gute und schlechte Aufmerksamkeit, wie man sie bekommt, wer gewinnt und wohin alles führt.

Was für ein Titel!
Gunter Dueck referierte über Filterblasen und die Aufmerksamkeitsspanne im Netz. Fazit: Ein Shitstorm, mitunter die einzige Form die heute noch Aufmerksamkeit erregt, dauert nicht länger als 7 Minuten. Trump z.B. bedient diese Form von Kommunikation sehr gut, und hat fatalerweise damit Erfolg.
Herr Dueck hat schon eine spezielle Art und Weise sich dem Thema zu nähern. Ich hielt aber bis zum Ende durch.

Link zum Video

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13:42 Uhr

Zwischendurch etwas zum Auflockern. Ich und die Maus.

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Online Radicalisation – Myths and Reality mit Peter Neumann

Soweit einer spannendsten Vorträge, weil ich hier zum ersten mal Zusammenhänge erkannte, die mir davor nie bewusst waren. Herr Neumann recherchierte jahrelang über ISIS und wie die Radikalisation funktioniert. Was mich bei seiner Einführung erstaunte war, dass das Netzwerk und das Suchen nach Gleichgesinnten nicht anders war, als ob Liesschen Müller nach Gleichgesinnten fürs Klöppeln sucht. ISIS gebrauchte genau die gleichen online Tools wie alle anderen auch. Die Rdikalisation aber fand hauptsächlich offline statt.
Der Schlüssel dazu, und das ist in allen radikalen Gruppen, ist es dich auf einen einzigen Nenner herunterzustufen. „Du bist Moslem/Arier/Katholik und das ist alles was zählt“
Beängstigende Vorstellung.

Link zum Video

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16:47

Kleine Pause. Hunger. Tafelspitz mit Reis und Gemüse. Schmeckte gut.

 

republica

Eine etwas zu kurzer aber prägnanter Vortrag war:
The human story behind the last big scoop in tech news: Ahmed Mansoor

Er passte gut zu dem was ich davor von Peter Neumann gehört hatte, und zeigte auf wie die arabischen Emirate mit Friedensaktivisten verfahren am Beispiel Ahmed Mansoor.

Ich hatte mir diesen Vortrag aber rausgesucht weil im gleichen Saal anschließend über die europäische Digital Charta diskutiert wurde, und da Sascha Lobo mit in der Runde war, riskierte ich keinen Platz zu bekommen. So saß ich dann in der ersten Reihe.

Es gibt bereits einen Vorentwurf über den gestern und heute in anderen Gesprächsrunden diskutiert wurde, und der aus 23 Punkten besteht.

Da ich diese Runden zugunsten anderer Vorträge nicht gesehen hatte, stand ich hier ein wenig auf dem Schlauch. Diese Charta soll auf einer Art Meta Ebene, Regeln für die digitale Welt zu erstellen. Ein langes und schwieriges Thema und bevor ich da mehr darüber schreibe muss ich mich einlesen.

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Kübra Gümüşay: Die Emanzipation der Gutmenschen
Wer Kübra nicht kennt: bitte schön. Ihren Vortrag vom letzten Jahr hatte ich verpasst, konnte ihn aber hier nachholen. Er war sehr bewegend.

Ein sehr schöner Beitrag , doch die Gute spricht sehr schnell und ich hatte Mühe nicht ganz abzuschalten, denn es war inzwischen 17:30. Ich erinnere mich an ihr Schlussantwort auf eine Frage. Sie vermisst Räume in denen man nicht ständig besonnen und reflektiert sein muss, in denen man auch Fehler machen kann und nicht immer Gutmensch sein muss.

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Für mich das richtige Schlusswort des Tages, denn anschließend hatte ich genug, und fuhr zurück nach Charlottenburg wo ich auf dem Kuhdamm bei Kempinski ein Rindertartare verdrückte und eine halbe Flasche Riesling, gefolgt von einer Mousse au Chocolat.
Vom Gutmensch zum Genussmensch…

Bis morgen.

Soweit es mir möglich ist, werde ich die einzelnen Vorträge verlinken wenn ich sie als Video finde.

re:pubilca Tag 1

„Nicht mein Bett“, sagte mein Körper.  Und dementsprechend trotzig verhielt er sich auch. Ich wachte bereits kurz nach 5 Uhr auf. Also schreib ich den Beitrag vom Tag davor zu Ende.

Kurz vor 9 Uhr war ich an der Station und war sooo froh wieder hier zu sein. Ein klein wenig Schlange stehen und ich hatte mein obligates Armband, das Umhängeschlid und die Stofftasche mit sämtlichem Werbezeug.

Das Foto postete ich bereits heute morgen per Twitter und Facebook. Ich hatte mich eigentlich gar nicht mit Slogan auseinandergesetzt bis ich ihn dort auf der Treppe sah. Ich sollte ihn aber noch etwas ausführlicher später erklärt bekommen, aber dazu komm ich noch.

Wiedersehen mit der Kaltmamsell und ich lernte jede Menge neue Blogger und Leute aus dem Netz kennen.

Dabei entstand dieses Foto, ganz im Sinne von Love out Loud, obwohl ich dem richtigen Herren wahrscheinlich ein scheuern würde.

Irgendwann öffneten sich das die Türen zur Stage 1 und der Saal wurde brechend voll.

Und dann standen sie da. Tanja Haeusler, Johnny Heausler, Markus Beckedahl und Andreas Gebhard und erklärten die 11. re:publica für eröffnet.

Und dann kam der Vortrag für den das Herkommen allein sich schon gelohnt hat. Reflextion: Love out Loud von Carolin Emcke.  Ein Vortag über Liebe und Empathie, on-und offline.  Wenn ich den Vortrag als Stream finde, werde ich ihn verlinken.  (Nachtrag: hier ist er, aber leider mit englischer Voice over Übersetzung) Zum Zeitpunkt als ich das hier schrieb, gab es ihn noch nicht.

Sehr interessant auch die Diskussion über das Darknet.  Es zum einen ein Tummelplatz für Drogendealer und Waffenhändler. Auf der anderen Seite ist es ein Zufluchtsorts für Dissidenten oder kritische Journalisten die aus diktatorischen Ländern berichten. So schilderte ein Staatsanwalt Andreas May anhand von Beispielen wie die Polizei trotzdem an manche Waffen und Drogenhändler kommen. Der syrische Fotograph und Journalist Ahmad Alifaee erzählte davon, wie ihm das Darknet das Leben rettete, und er trotz allem aus dem Land berichten konnte ohne dass man ihm auf die Spur kam, bis 2011 flüchtete.

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Ich hätte nicht gedacht dass ich einmal dem größten Schachweltmeister, Menschenrechtler und Putin Kritiker Garry Kasparov begegnen würde.

Doch er war hier zu einer Diskussionsrunde „Hacking Democracy“ Macht und Propaganda im Digitalen Zeitalter. Er zeigte klipp und klar auf warum Putin eigentlich überhaupt gar keine Macht hat, und wie er mit allen möglichen Mitteln der digitalen Ära versucht Propaganda zu machen. Ich bewundere den Mann, der absolut keine Angst hat und dazu ein brillanter Redner ist.

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Anschließend machte ich Schluss, denn der Kopf wollte nicht mehr.
Morgen mehr.

Ach ja, das Umhängeschlid… hier bitte.

Zwischen Luxemburg und Berlin

Als ich aus dem Flieger stieg und das Smartphone aus dem Flugmodus herausholte, sprang sofort die Eilmeldung vom französischen Wahlergebnis aufs Display.

Uff. Aber wirklich nur Uff. Juchhu ist nicht angebracht. Wir werden sehen…

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Der Transitbereich im Flughafen Luxemburg war brechend voll als ich ankam. Ich bekam nur knapp einen Sitzplatz.

Der Flug war pünktlich und mit einem leichten Zwischenfall versehen. Ich hatte eine Frau neben mir die Flugangst hatte. Als der Flieger auf der Flugbahn an Tempo zulegte ging es los. Ihr kullerten unentwegt die Tränen hinunter und saß derart verkrampft im Sessel, dass sie später wahrscheimlich Muselkater hatte. Dabei entschuldigte sie sich beständig, sie könne nichts dagegen tun. Auf längeren Flügen würde sie Tabletten nehmen, aber bei knappen 80 Minuten Flug lohne es sich nicht. Ich beschloss sie irgendwann nicht mehr zu beachten, stöpselte die Kopfhörer ein und lauschte einem Hörbuch.

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Ich habe dieses mal in einem anderen Hotel eingecheckt, da das Hotel gegenüber dem Messegelände der re:publica lächerlich teuer ist. Fazit: ich bin in einem besseren Hotel zu einem kleineren Preis, mitten auf dem Ku’damm.

Somit war es kein Wunder dass ich noch im Reinhard’s landete um zu Abend zu essen.

Es gab Bœuf bourguignon.

Sehr lecker, aber auch sehr gut bezahlt. Nun ja. Aber preislich ist Berlin dabei aufzuholen.

 

Vorbereitungen, Befürchtungen und andere blogrelevante Dinge

Heute mal ein Kessel Buntes an Vorbereitungen…

Das Theaterstück wegen dem ich vor ein paar Tagen in Kaiserslautern war, fängt an Wellen zu schlagen in hiesigen Medien.
RTL brachte eine größere Reportage schon vorab darüber. Und hier im Quotidien.
Für mich ist das Stück soweit vorbereitet und ich warte darauf, dass es in die Endproben geht.

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Vorbereitungen

Zwischenzeitlich werde ich aber mal eben kurz nach Berlin verduften zur re:publica und bin dafür voll in den Vorbereitungen. Ich habe seit ein paar Tagen diese App mit allen Uhrzeiten und Veranstaltungen, habe auch schon ein bisschen was rausgesucht, werde es aber in Berlin mit den BloggerkollegInnen abgleichen. Ich freue mich so sehr…hach. Kann das jemand nachvollziehen? Denn in meinem Bekanntenkreis versteht das keiner so richtig.

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Was mich die letzten Tage mehr beschäftigt, ist die Präsidentenwahl in Frankreich. Alles zeigt drauf hin, dass es die Le Pen nicht werden wird, doch es wird knapp werden. Denn wenn ja, dann wird es in Europa ein Erdbeben geben… Ich hatte diesbezüglich gestern ein Termin, bei dem es weitgehend davon abhängt was jetzt in Frankreich passiert, und was ich danach zu tun gedenke. Das klingt jetzt sehr geheimnisvoll, aber mehr möchte ich darüber nicht sagen. Hier fängt sozusagen die unsichtbare Grenze an, von dem was ich im Blog preisgebe und was nicht.

Ich schweife ab…

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Was man aber im Zusammenhang mit Marine Le Pen machen kann, vorausgesetzt man ist gläubig, ist zur Muttergottes Oktave zu pilgern und eine Kerze anzünden. Deshalb möchte ich euch das Plakat zeigen, mit dem Spruch der diesjährigen Oktave, der sehr unglücklich gewählt ist. Mein Freund C. postete das auf Facebook und ich musste sehr lachen.

Wer des Luxemburgischen nicht mächtig ist, hier die Erklärung:

Zéi eraus, soll so viel heißen wie „Zieh hinaus“. Eine sehr schlechte Übersetzung ins Luxemburgische. Wenn man es etwas anders ausspricht könnte man auch sagen, „Zéí e raus“, also „Zieh ihn raus!“. Den Rest überlasse ich eurer Fantasie. Nur soviel: der erste Kommentar auf FB war, das man sich sofort an die einzige Verhütungsmethode der katholischen Kirche erinnert fühlt. Und je mehr ich drüber nachdenke, des so mehr bin ich davon überzeugt, dass es Absicht war.

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Ein kleines feines Café findet man in dem Vorhof des Alima Boures. Mir ist schleierhaft warum ich noch nicht darüber geschrieben habe, denn ich dort ziemlich häufig anzutreffen.

Das Casa del Caffé hat für meinen Geschmack den besten italienischen Kaffee der Stadt. Wenn man ihn richtig stark und schwarz mag, mit ganz viel Geschmack , dann sollte man ihn hier trinken. Zudem bieten sie kleine süße Köstlichkeiten an, die perfekt dazu passen. Die Besitzer sind sehr zuvorkommend und freundlich.

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Und jetzt geht es ans Kofferpacken.

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Ein 3. Mai in Bildern

…und ein bisschen Text.

Auf dem Weg zum Friseur meines Vertrauens ging ich an einer Kletterpflanze vorbei. So ähnlich wie Efeu aber mit Beeren. Weiß jemand was das ist?

Kann man das essen? Ich hab es nicht versucht. Ich wollte nicht während dem Haareschneiden tot umfallen.

Apropos Haareschneiden:

Währdend ich darauf warte, dass J-P hinter mir mit der anderen Kundin fertig wird, hat sich da etwas in meiner Armbeuge versteckt. Es ist der Hund des B. , ein weiterer Friseur des Ladens. Er erkennt mich inzwischen wieder und hopst gleich fröhlich an mir hoch, wenn ich in den Laden komme. Wenn er dann bis auf meinem Schoß sitzt, ist er brav wie ein Engelchen. Aber eben AUF dem Schoß.

Ich machte ein Foto einer kleinen aber sehr robusten Haarschneidemaschine von Wahl, die zudem sehr retro und schick aussieht.

Ich werde sie mir zulegen,… demnächst.

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Anschließend war wieder eine Fahrt in die alte Heimat fällig, aber dieses mal wegen der Arbeit. Das Musical, von ich schon mal an Rande berichtet hatte, geht für eine Vorstellung morgen ins Trifolion. Doch wollte ich schon heute alles vorbereiten.  Auf dem Weg dorthin, sahen die Wolken sehr düster aus.

3. Mai

Auf dem Rückweg, war mir nach Bovary zu mute aus zwei Gründen. Ich hatte Lust auf einen Apérol Spritz. Und im Bovary gibt es den besten Apérol Spritz aus ganz Luxemburg! Zum anderen fand ich heute morgen sehr zu meinem Unmut gleich zwei Ausgaben des New Yorkers im Briefkasten, die ich lesen wollte.

Wieso bekommt jedes mal nach ein paar fetten Feiertagen, wie Weihnachten oder Ostern, die Auslieferung des Magazins ein Schluckauf? Es nervt ein wenig. Passend dazu ein Spruch.

Hab ich was vergessen? Ach ja, die Frisur!

Es ist dieses mal richtig ratzekurz auf den Seiten und im Nacken.

Und das wars für den 3. Mai !

Gedanken an einem 1.Mai

Trübes Wetter.

Der Kühlschrank gibt nichts her.

Ich muss raus, trotz des Wetters, denn irgendetwas essen muss ich ja.

Der 1.Mai und das Oro e Argento hätten gut zusammengepasst, aber das hatte geschlossen. Geschlossen wie so vieles an einem 1.Mai. Und wenn man wie ich freischaffend ist, geht man auch nicht auf Kundgebungen der Gewerkschaften. Denn davon gibt es jede Menge in Luxemburg am 1.Mai. Es sind aber weitgehend lustige Familientreffen mit Hüpfburg und Kinderschminken. So oder so ähnlich gestern in Remich gesehen, gleich neben dem Tapas Street, wo man schon die ersten Vorbeireitungen traf.  (Nein, solche Schminkaufträge nehme ich nicht mehr an)

Da mir nichts besseres einfiel, fuhr ich in die alte Heimat ins Petit Poète. Ich hatte Glück und bekam den letzten freien Tisch. Das Restaurant war proppenvoll mit großen Familien. Ich bekam einen Tisch im oberen Teil, wo ich einen Ausblick auf die Eingangstür hatte. Es wurden immer wieder Leute abgewiesen die es ohne Reservierung versuchten.

1.Mai

***

Ich ließ den Gedanken freien Lauf…

Was wäre wenn man den 1.Mai zum Tag der guten Vorsätze erklären würde, anstatt dem 31. Dezember? Es spricht doch alles dafür! An einem 31. Dezember feiert man das neue Jahr mit Feuerwerk und Schampus und hat alles andere als Lust, sich dann noch an gute Vorsätze zu halten. An einem 1. Mai hingegen, sind die kalten Tage soweit ausgestanden. Es grünt und blüht, und irgendwie herrscht eine Aufbruchstimmung.

Warum also nicht der 1.Mai?

Und jetzt, meine Damen und Herren, kommt die Fangfrage. War wären denn meine guten Vorsätze?

Nach meinem gesundheitlichen Purzelbaum vor ein paar Wochen, ist der Vorsatz nicht schwer, aber wahrscheinlich nicht so einfach umzusetzen. Ich werde die Handbremse in punkto Arbeit anziehen. Ich werde keine Projekte mehr parallel laufen lassen. Eins nach dem anderen. Ich möchte wieder mehr schreiben (was ich durch mein Blog die letzten Tage schon tue) weil ich merke, dass es mir gut tut. Es gilt Platz im Kopf zu schaffen für neue Ideen, Gedanken und Pläne. Wenn ich auch nicht viel über die Welt an sich schreibe und wie das Weltgeschehen mich berührt (Trump, französische Wahlen, und überhaupt die globale Rückwärtsrolle in Sachen Offenheit und Akzeptanz) so möchte ich mich mehr engagieren, weil ich meine eigene Machtlosigkeit müde bin.

Zudem gibt es noch immer eine Baustelle in der neuen Wohnung die auch versorgt werden will.

Und was wären eure Vorsätze für den 1.Mai?

Ein Restauranttest und ein Ausflug an die Mosel

Mosel
Am Freitag nach einem tristen und wolkigen Tag, brach später am Abend die Sonne durch und hüllte die Wohnung urplötzlich in ein tiefes rosa gelb.

 

Man sollte nicht meinen, dass ich vor über einer Woche noch völlig antriebslos und ohne Kraft war.

Eine Geburtstagsfeier am Samstag sollte mich ein wenig auf die Probe stellen, wie partyerprobt ist wieder bin. Es war die Geburtstagsfeier des S. und sie hatte auf Facebook einen lustigen Titel: I’m not turning 42. I’m an 18 year old with 24 years of experience. Es waren noch ein paar andere Bekannte da und es wurde ein lustiger Abend im Dipso.

Da es jedoch sehr wenig zu essen gab und ich nicht nur Wein trinken konnte, beschlossen der H., der A. und ich zu etwas später Stunde, uns auf die Suche nach einem Restaurant zu machen. In einer europäischen Hauptstadt wie Luxemburg sollte man meinen, dass es kein Problem sein sollte. Es war schon nach halb elf als wir loszogen. Bei einem naheliegenden Chinesen und in einer Pizzeria beim alten Gerichtsgebäude wurden wir abgewiesen. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und mich an den trüben Gedanken gewöhnt,  zu Mc Donalds oder Quick zu müssen. Dann fiel dem H. jedoch ein, dass das Grand Café auf der Place de Paris bis Mitternacht die Küche geöffnet hätte.

Eine gute Gelegenheit das Grand Café zu testen, da ich seit der Eröffnung noch nicht dort war. Ausgesprochen freundliches Personal (was in Luxemburg nicht unbedingt immer der Fall ist) Die Karte jedoch ist etwas ernüchternd. Es steht zwar alles drauf was man von einer Brasserie Karte erwartet, aber das was letztendlich auf dem Teller landet ist dann doch eher lieblos präsentiert. Wir hatten zu dritt je ein Filetsteak mit Pfeffersauce bestellt. Am Fleisch selbst war nicht auszusetzen, es war von einwandfreier Qualität. Die Sauce hatte ordentlich Wumms, was ich zwar mag, aber wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack sein wird. Die Pommes waren tiefgefroren. Der Salat war so so la la. Es schmeckte alles, aber ich hatte mir mehr erwartet. Die Deko im Erdgeschoss ist auch etwas enttäuschend, was ich aber schon von mehreren gehört hatte. Wenn, sollte im ersten Stock platz nehmen.

***

Am Sonntag hatte die befreundete Nachbarin beschlossen, dass wir doch mal wieder an die Mosel fahren sollten. Eine Idee die mit großem Hallo von der S., der P. und von mir angenommen wurde. Wir fuhren nach Remich in die Tapas Street, von der ich schon einmal berichtet hatte. Remich ist an Sonntagen ein enormer Anziehungsmagnet mit seinen großen Wiesen an der Mosel entlang und lädt regelrecht dazu ein, ein Picknick dort zu veranstalten.

Die Fahrt dorthin taten wir im Cabrio mit offenem Verdeck.

Wir aßen auf der Terrasse und ich kann nur noch einmal bestätigen dass der Umweg nach Remich in dieses spanische Restaurant gleich neben dem Schwimmbad sich wirklich lohnt.

Die Aussicht vom Tapas Street über die Mosel.

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Stippvisite Kaiserslautern

Es ist nicht das erste mal dass ich dort bin. Vor zwei Jahren hatte ich schon mal ein Theaterstück das in Koproduktion mit dem Pfalztheater in Kaiserslautern stattfand. Damals fuhr ich einmal schnell hin und zurück um eine Übergabe zu machen. Ich hatte das Stück maskentechnisch relativ einfach gehalten, dass ein kurzes Gespräch reichte.

Dieses mal wird es etwas aufwendiger. 12 Herren und eine Dame. Nachkriegszeit 1945. Ich bin immer bemüht es einfach zu halten wenn das Stück späterhin noch von anderen MaskebildnerInnen betreut wird. Doch da es sich um historische Personen handelt, die es tatsächlich gab, muss ich mich an Vorlagen halten. Mehr möchte ich noch nicht verraten, es wird spannend.

Die Fahrt dorthin dauert ein dreiviertel Stunden und ist locker zu bewältigen, da es nur Autobahn ist, allerdings mit ein paar ekligen Baustellen. Nach dem Konzeptionsgespräch, wollte ich nicht gleich wieder los, sondern mir ein wenig die Altstadt ansehen und auch was essen.

Kaiserslautern
Schillerplatz

 

Haus am Schillerplatz

Da es zwischendurch immer wieder nieselte, hatte ich keine große Lust viel herum zu wandern und kehrte in ein Extrablatt ein, dass sich mitten im Zentrum befindet. Die Extrablatt Cafés sind eine Kette und von Stil her wie eine Brasserie angelegt. Ich kannte die Kette, weil ich vor Jahren in Recklinghausen in einem dieser Lokale war. Gegessen hatte ich dort nichts, als so war es heute eine Premiere. Die Speisen sind einfach gehalten. Ich hatte ein Schweizer Burger. Ziemlich lecker und sehr groß. Der aufmerksame Leser wird erstaunt sein, da ich ja jetzt Brot gegessen habe. Ja stimmt, ich hab nicht aufgepasst. Asche auf mein Haupt. Auf dem Heimweg bekam ich prompt die Rechnung präsentiert, in Form von Blähungen und leichten Magenkrämpfen mit einer Müdigkeit die sonst immer als Fressnarkose abgetan habe.

Fazit: Brot werde ich Zukunft meiden. Doch ein paar Unverträglichkeitstests werde ich auch machen lassen.

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Kino am Mittag – Guardians of the Galaxy 2

 

Guardians
Es ist so seltsam das Logo vom Utopolis nicht mehr auf den Eintrittskarten zu sehen ist. Ein weiteres Stück meiner Geschichte das der Vergangenheit angehört…

Es war Mittwoch und nach einer kleinen Pause über Ostern, ging es heute wieder mit der D. ins Kino. Sie hatte die zweite Folge von Guardians of the Galaxy ausgewählt. Ich war sehr erfreut, weil ich den ersten Film vor nicht allzu langer Zeit bei Netflix gesehen hatte. (Er ist übrigens nicht mehr bei Netfilx verfügbar)

Die meistgestellte Frage wenn ein Kinofilm zur Serie wird: Kann man sich den zweiten Film ansehen, ohne dass man den ersten gesehen hat? Ja und Nein. Ja, weil die Geschichte eine in sich abgeschlossene und runde Geschichte ist. Nein, weil die einzelnen Guardians so schräg sind, dass man ihre Macken und Beweggründe nicht immer nachvollziehen kann.

Doch insgesamt ist es ein schöner Unterhaltungsfilm mit viel Action und Humor. Gerade durch den Humor ist er nicht pathetisch und schwülstig, was ja gerne bei Heldenfilmen der Fall ist. Der Schluss ist sogar ziemlich traurig. Die Musik ist ein ziemlich wichtiger Baustein der Geschichte. Es sind (mit Ausnahme der Hintergrundmusik) alles Songs, aus den 70er und 80er. Sie wurden herzerfrischend über verschiedene Action Szenen gelegt, dass sie dann fast lustig aussehen.

Es schon lange her, dass ich mir wieder ein Film in 3D ansah, da er in keiner 2D Fassung lief. Es lässt mich immer aufstöhnen, da 3D für mich den Genuss nicht steigert, sondern mindert. Seitdem ich eh eine Brille tragen muss, ist es ein Unding über die erste Brille noch eine zweite zu ziehen, und nach einer Stunde, tränen mir die Augen.

***

Via die Kaltmamsell die eine Buchbesprechung über A Handmaid’s Tail von Margret Atwood postete, las ich gestern einen Artikel im New Yorker über die Schriftstellerin bei den es mir schon im ersten Absatz kalt über den Rücken lief.

When Margaret Atwood was in her twenties, an aunt shared with her a family legend about a possible seventeenth-century forebear: Mary Webster, whose neighbors, in the Puritan town of Hadley, Massachusetts, had accused her of witchcraft. “The townspeople didn’t like her, so they strung her up,” Atwood said recently. “But it was before the age of drop hanging, and she didn’t die. She dangled there all night, and in the morning, when they came to cut the body down, she was still alive.” Webster became known as Half-Hanged Mary…

Lesenswert. Margaret Atwood, the prophet of Dystopia

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Dixi mit Aussicht

Als ich am Montag aus der ‚alten Heimat‘ zurück kam, mit dann doch sehr gemischten Gefühlen, war es mir nicht danach allein zu sein und ich simste der V. ob sie in der Mittagsstunde keine Zeit hätte. Hatte sie leider nicht.

Also beschloss ich allein ins Restaurant zu gehen. Wenn mir nichts einfällt, ist das Annexe immer ein gute Alternative, weil das Mittagsmenü, neben der regulären Karte, jeden Tag wechselt und auch günstiger ist.  Ich saß zum ersten mal dieses Jahr draußen in der vollen Sonne und es war wunderbar.

Das Annexe hat das Glück genau gegenüber einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt zu sein, bei dem mich aber schon seit geraumer Zeit etwas sehr stört. Wenn ich zurückdenke sind es glaube ich fast zwei Jahre, wenn nicht noch länger. Ich hatte schon mal diesen Aussichtspunkt gepostet, weil man dort drei verschiedene Epochen der Stadt auf einmal sieht. Allerdings stand ich da neben den Zaun damit ich das Dixiklo nicht mit aufs Bild bekomme. Heute nahm ich mal ein Bild von etwas weiter, und sieht dann so aus.

Dixi

Dieses Klo steht, samt den Sandhaufen, nun schon gute zwei Jahre an den gleichen Ort und nichts passiert. Das verwundert mich dann doch, denn am gleichen Ort sind Parteibüros der Demokraten und der Grünen, und keiner beschwert sich. Zudem ist nicht ersichtlich wo denn da gebaut oder saniert wenden soll, denn es gibt keine Baustelle.

Würde das bitte mal jemand wegräumen?

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Veränderte Besitzverhältnisse

Es hat zu lange gedauert. Der Termin wurde so oft verschoben, dass ich schon nicht mehr daran glaubte. Geplatzte Termine und Vorverkaufsverträge machten mich mürbe. Doch gestern morgen war es endlich soweit. Meine Besitzverhältnisse ändern sich.

Besitzverhältnisse

Am Sonntag machte ich auf in die ‚Alte Heimat‘ ein letztes mal. Ein letztes mal durch das Elternhaus gehen, ein letztes mal alle Räume betreten, die Zählerstände von Wasser und Strom ablesen und ablichten. Ich hatte den A. mitgenommen weil ich nicht mehr allein ins Haus gehe. Doch hätte ich es nicht gebraucht. Die Geister die das Haus so lange bewohnt haben, sind ausgezogen. Die Wände sind leer. Es war nicht so schlimm wie bei dem Haus der Großmutter davor.

Am Montag in aller Frühe war der Termin beim Notar mit den neuen Besitzern.

Es war gut dass ich mir gleich einen weiteren wichtigen Termin dahinter gelegt hatte. Es ging um die Möbel für die neue Wohnung aber davon berichte ich ein anderes mal.