Mach doch mal was mit Seife

Irgendwie kam mir heute die Idee, den Beitrag Mach doch mal was mit Marmelade in eine lockere Serie umzuwandeln. Und wie so oft, kam die Idee unter der Dusche. Es gibt eine Reihe von Dingen in meinem Tagesablauf, die ich willentlich anders mache, als die die Mehrheit. Warum sie also nicht teilen. Vielleicht inspiriert es ja jemanden es mir gleich zu tun.

***

Heute geht es um Seife.

Ich benutze kein Duschgel sondern ein Stück Seife. Zur Zeit ist es Marseille Seife mit Olivenöl von Fragonnard mit Lavendelduft.

Seife

 

Ich habe seit langem festgestellt, dass es meiner Haut um einiges besser geht, wenn ich eine etwas aggressivere Seife nehme, als eine Duschgel vollgestopft mit Pflegestoffen. Natürlich gibt es auch Gels auf Basis von Marseille Seife, zum Beispiel diese hier: Savon liquide de Marseille Lavande.  (Wer es noch gemerkt haben sollte; ich mag Lavendel)
Doch finde ich Seife am Stück inzwischen angenehmer, platzsparender und wesentlich ergiebiger, als Flüssigseife.

 

Seife

 

Da ich letztes Jahr verstärkt mit dem Flieger unterwegs war, und es mich nervte die Flüssigkeiten immer wieder extra einzupacken, suchte ich nach Lösungen alles in Trockenform zu finden.  Die Fragonnard Seife war die erste Lösung. „Und was ist mit Shampoo?“ Da gibt es von Lush gibt es Shampoo Bars. Sie sind zugegeben sehr schnell aufgebraucht und für meinen Geschmack zu stark parfümiert aber, weil nicht flüssig, sehr praktisch für die Reise.

„Und was ist mit Zahnpasta?“ Ich benutze schon seit Jahren keine mehr, sondern nehme Bikarbonat Pulver. Es entwickelte mit den Jahren ein  seltsamer Würgereflex wenn ich Schaum im Mund habe. Ich nahm immer weniger Paste um die Schaumbildung zu vermeiden bis es gar nicht mehr ging. Inzwischen fand ich eine Paste mit Namen Settima, mit der es wieder einigermaßen geht, aber auch nicht jeden Tag.

Und mit was schrubbt ihr euch so?

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Warum es mir in Fingern kribbelt und ich doch nicht darüber schreibe

schreiben

Letztens fragte mich wieder jemand warum ich nicht mehr über meine Arbeit schreibe. Ich hätte ja einen Beruf den es so oft nicht gibt. Nicht jeder kennt einen Maskenbildner. Dabei gäbe es viel zu erzählen.

Ich habe das hier schon öfters abgehandelt. Es nun mal so, dass ich zeitweise sogar vertraglich gebunden bin, über das Projekt zu schweigen. Es ist vor allem bei Filmen der Fall. In Theaterstücken weniger. Zudem ist der Evolutionsprozess einer Aufführung nicht immer ein Zuckerschlecken und es passieren oft Dinge über die man besser stillschweigen bewahrt.

Da wären zum Beispiel:
Zwischenmenschliche Konflikte
Proben die völlig aus dem Ruder laufen
Regisseure die unfähig sind
Amoureuse Beziehungen die eigentlich nicht sein dürften
Ticks von Schauspielern
Ticks von Schauspielern in der Maske
Ticks von Schauspielern während den Umzügen
Kollegenschweine

Ich könnte die Liste endlos weiterführen.

Ein anderer Grund ist die Qualität des Stückes. Das geht von absolut genial bis grottenschlecht. Wenn ich zum Beispiel über ein Projekt schreiben würde, bei ich schon während der Entstehung merke, dass es den Bach runter geht, käme es mir so vor vor als ob ich mich selbst verraten würde. Es kam auch schon vor, dass ich total falsch lag und das Stück hochgelobt wurde.

Wenn ich in seltenen Fällen darüber berichte dann, weil es ein Riesenspaß macht und ich von der Qualität überzeugt bin.

Now you know…

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Mach doch mal was mit Marmelade

Wenn ich mich frühstücksmäßig in die süße oder salzige Liga einordnen soll, kann ich nur sagen dass ich zu beiden gehöre. Es gab heute Morgen Baguette (die ich bei der Cactus Lotterie zu deren 50. Geburtstag gewonnen hatte) teils mit Käse, teils mit Marmelade.

Was Marmelade angeht, bin ich in dem letzten Jahren sehr wählerisch geworden. Ich kaufe grundsätzlich keine mehr im Supermarkt, da sie mir alle zu süß sind und Diätmarmelade ist ein Widerspruch in sich. Da ich das Glück habe jeden Samstag den Wochenmarkt quasi vor der Haustür zu haben, kaufe ich sie dort. Es gibt dort zwei Marmeladenfrauen. Die eine ist aus Luxemburg und verkauft bodenständige Varianten. Die andere ist aus Querschied (Saarland) und hat eine sagenhafte Auswahl.

 

Marmelade
Die Birne/Ingwer Sorte, zum Beispiel, schmiere ich nie aufs Brot, sondern rühre sie in einen griechischen Joghurt oder Quark.

 

Zur Zeit habe ich ebenfalls ein Faible für Glühwein Gelee.

 

Dieses Glas Quittengelee (das leider schon fast leer ist) kommt aus Bayern und wurde von der Mama der Kaltmamsell hergestellt. Das Gelee schmeckt übrigens herrlich und ist nicht zu süß.

 

Während meines Aufenthaltes in Münster fand die dieses Glas Orangen Marmelade aus dänischer Herstellung, die ich aus Neugierde gekauft hatte. Himmel, ist die lecker!!!

 

Und was schmiert ihr euch so aufs Brot?

Die ersten Gehversuche im neuen Viertel & ein Restaurantbesuch

Seitdem die befreundete Nachbarin (sie wohnt nur vier Häuser von mir entfernt) weiß, dass aus dem Projekt, das ich vor zwei Jahren schon angedacht hatte, eine Realität wird, versäumt sie keine Gelegenheit, mir die Ohren vollzujammern.  Ich werde, wenn Gott, die Innenarchitektin und alle Handwerksleute wollen, in ungefähr 6 Monaten umziehen.  Mehr kann und will ich noch nicht verraten, denn vieles davon, ist nur auf geduldigem Papier festgehalten. Konkret umgesetzt ist noch nichts.

In dem letzten Wochen hatte ich diesbezüglich Termine über Termine. Ich habe Fliesen und Parkettböden ausgesucht, Badewannen, Waschbecken und Armaturen begutachtet und mir im Geiste immer wieder alles vorgestellt, mit allen möglichen Formen und Farben. Die nächsten Termine werden in Möbelhäusern sein.

***

Der Friseur meines langjährigen Vertrauens befindet sich im gleichen Viertel, in das ich umziehen werde. Gestern war ich kurz vor Mittag dort. Ich speiste anschließend im Restaurant „Le fin Gourmand„, das sich gleich nebenan befindet. Ich hatte schon einmal kurz über das Restaurant berichtet, als der Koch und Inhaber Nicolas bei der „Cuisine des Amis“ im Dipso zu Gast war.

Das Fin Gourmand befindet sich an der route d’Esch, eine der meist befahrenen Straßen der Stadt, was an sich eine gute Lage ist, wenn der Straßenlärm nicht wäre. Doch die Fenster bieten eine gute Schallisolation, dass man das Getöse nicht mitbekommt.

Ich wählte das Tagesmenü, bestehend aus einer Vor- und Hauptspeise und einem Café Gourmand. Als Vorspeise wählte ich die Suppe (sehr ungewöhnlich für mich, da ich ein Suppenkaspar bin, doch mir war a….kalt). Es war eine Zwiebelsuppe mit ein paar ungewöhnlichen Kräutern, Croutons und geriebenem Käse. Sehr gut. Als Hauptspeise gab es eine Choucroute Alsacienne. Der Speck, die Würstchen und das Räucherfleisch schmeckten ausgezeichnet, das Sauerkraut leider nicht so gut. Irgendwie fehlte dem Kraut etwas. Wahrscheinlich die Wacholderbeeren und/oder das Lorbeerblatt. Schade, denn ich mag Sauerkraut. Ich darf nur nie zuviel davon essen, da es einen „durchschlagenden“ Erfolg auf meine Verdauung hat… (aber das interessiert ja niemand)

Leider habe ich es versäumt die Speisen abzulichten, stattdessen gibt es ein Foto vom Innenraum, der noch leer war als ich ankam.

Restaurantbesuch

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Und während ich auf das Essen wartete, bewunderte ich das neue Cover vom New Yorker. Sehr schön mit Martin Luther King.

 

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Vorfreude, Lippenstifte, Erkältung und andere Nichtigkeiten

Eine Perückenprobe verlief recht gut. Weitere folgen heute über den ganzen Nachmittag verteilt.

Ich sprach gestern von diesen kleinen Fluchten. Eine davon bereitete ich mir gestern mit dem Buchen des Fluges nach Berlin zur re:publica. Zudem habe ich mir ein tolles Hotel mitten auf dem Ku’damm gebucht, sehr schön und edel, und zur Zeit bei Booking ein Schnäppchen. Zudem war es mir wichtig nicht durch halb Berlin fahren zu müssen um zu den Hallen der re:publica zu kommen. Vorfreude ist sooo schön…

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Mit der Post kam heute eine Lippenstift Palette von Anastacia Bervely Hills an. Das Problem mit Lippenfarben für  Maskenbildner ergibt schon aus dem Namen. Liffenstift. Es sind einzelne Stifte, und die nehmen bisweilen gewaltig viel Platz in einem Schminkkoffer weg.  Also weiche ich immer auf Paletten aus, die es aber bis jetzt nur von den Profimarken gab, die aber nur bedingt eine gute Qualität haben.

Zwei große Marken aus dem „Fußvolk“ Bereich haben das jetzt geändert. Urban Decay brachte vor kurzen einem Palette heraus mit 12 Farben. Und vor wenigen Tagen entdeckte ich ein Video von Alissa Ashley, die die brandneue Palette von Anastacia Berveley Hills vorstellte. Sie schwärmte davon wie hochpigmentiert die Farben sind.

Lippenstifte

Also bestellte ich sie letzte Woche und heute kamen sie schon an. Es ging erstaunlich schnell. Was mich bei der Palette vor allem ansprach, waren die Primärfarben in der unteren Reihe, sowie eine kleine metallene Mischpalette und und ein Spachtel. Das hat dem großen Vorteil, dass ich die Farben mischen kann, ohne sie einzeln kaufen zu müssen. Lindgrün wurde ich letztens gefragt oder eisblau. Das ist nun alles kein Problem mehr.

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Zudem merkte ich seit gestern Nachmittag, dass eine Erkältung im Anflug ist. Als ich von der Perückenprobe zurück kam, war mir kalt. Anstatt die Heizung dann aufzudrehen, dreht ich Dusel den Knopf verkehrt herum, also zu, und es wurde noch kälter… nun ja. Glücklicherweise hatte ich noch Lemsip, Hustensaft, ein Berg Taschentücher, und Sinutap, um alles unter Kontrolle zu behalten. Zudem gab es viel heißen Kräutertee und Obst. (Seltsamerweise kann ich bei Erkältungen nur Obst essen, alles andere ekelt mich an)

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Erster Verleser des Tages auf luxemburgisch. Im Header von RTL.lu hatte ich „Si hu gepennt“ gelesen.*seuftz*

 

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Jetzt ist Frühling! & Schumann bei Bovary

Eisige Temperaturen gestern auf dem Wochenmarkt. Ich kaufte nur das nötigste und einen Strauß Blumen. Ich habe beschlossen dass der Winter vorbei ist. Bei mir zieht jetzt der Frühling jetzt ein. Punkt!

Frühling

***

Wenn ich in solch riesige Arbeiten wie ‚Living‘ verstrickt bin, suche ich mir kleine Fluchten. Eine davon war gestern Abend. Gregoire Baumberger gab ein Konzert im Bovary. Obwohl das Bovary ein literarischer Ort ist, so finden ab und an auch Konzerte statt.

Gregoire war schon mehrfach zu Gast. Heute stellte er den Komponisten Robert Schumann vor. Er spielt nicht nur einfach seine Kompositionen, sondern erzählte auch ein wenig vom Schumann und seiner gequälten Seele.

Es war mucksmäuschenstill im Bovary. Jeder hing ein seinen Gedanken nach. So auch ich.

Ich dachte an einen Freund der noch vor wenigen Tagen versuchte mich zu erreichen. Doch war ich wie gewöhnlich zu mit Arbeit zugekleistert, und als ich endlich daran dachte, ihn anzurufen, schickte es sich breites nicht mehr. Er es ist auch eine gequälte Seele wie Schumann es war, deshalb dachte ich heute ganz besonders an ihn.

Ich verspeiste einen Teller der weltbesten Spagetti al Pesto und trank ein wenig zu viel weißen Sauvignon.

Der nachhaltige Knall mit dem ich die Heimat verließ

Wenn es in den nächsten Tagen hier wieder etwas ruhiger wird, dann hat das, wie immer, mit der Arbeit zu tun. Ich breite ein Musical vor, das Ende das Monats Premiere hat. Es sind 21 Akteure, und im Moment wird mir noch leicht schwindlig, wenn ich daran denke, weil vieles noch nicht fertig ist. Das Stück heißt ‚E Living in Amerika‘ und wer mehr darüber erfahren will, schaue bitte hier und hier nach.

***

 

Ich weiß nicht in wie weit ich für einen Missstand verantwortlich gemacht werde, zumindest wurde bis heute nichts an mich herangetragen. Der Grund dass ich heute darüber schreibe, ist ein Artikel aus dem LW den ich gestern per Zufall wiederfand.

Aber vielleicht sollte ich dort beginnen wo die Geschichte begann.

Als meine Großmutter in den achtziger Jahren in Rente ging, verließ sie Luxemburg Stadt und kaufte sich zusammen mit ihrer Schwester „Tante Greidi“ (nicht zu verwechseln mit Gritty) ein Haus in meiner alten Heimat. Das Haus hatte eine Geschichte. Es gehörte im 19. Jahrhundert  der Familie von André Duchscher dem späteren Großindustriellen und Autor von luxemburgischen Theaterstücken. Der kleine André wuchs dort auf. Am Haus selbst gab es auch ein Schild auf dem es erwähnt wurde.  Als die alte Heimat in den 90er Jahren einen Touristenbummelzug bekam, wurde dies auch auf dem mitlaufenden Tonband erwähnt.

Als Großmutter starb, verkaufte ich das Haus an einen Nachbarn. Besagter Nachbar, ist eine Baufirma die durch ganz Luxemburg Appartments und Familienhäuser baut. Es war eine langwierige Angelegenheit und es kam zu vielen Verzögerungen. Doch nachdem alle Genehmigungen vom Land und von der Stadt eingeholt waren, ging es wahnsinnig schnell. Letztes Jahr, Anfang Januar, unterzeichnete ich die den Kaufvertrag und noch im selben Monat wurde das Haus abgerissen.

Als die Bagger dann anrückten und das Gemäuer eingerissen wurde war das Geschrei groß.

Ohne die Mitglieder des 
Gemeinderats nur im Geringsten zu informieren, geschweige denn den Echternachern eine Stimme zu 
geben, hat der Bürgermeister ]…[ eine ,Autorisation de démolition‘ eines Hauses erlassen, das zum historischen, kulturellen und 
architektonischen Erbe der Stadt gehörte“…

Den ganzen Artikel im LW: Ein Abriss mit Folgen

Der jetzige Bürgermeister musste sich mit allen Mitteln gegen Schuldzuweisungen wehren.

Im März kam die Chose dann noch einmal hoch

Wie nicht anders zu erwarten, brachte auch ein Echternacher Bürger bei dem Treffen den vor wenigen Wochen erfolgten Abriss des einstigen Wohnhauses des Industriellen André Duchscher zur Sprache. Er wollte wissen, ob das historische Haus, das einem Immobilienprojekt weichen muss, nicht aufgrund des Denkmalschutzkriteriums „Schutz der Gebäudehülle“ wieder aufgebaut werde.

Den ganzen Artikel hier: Bürger kritisieren Denkmalschutzpläne

Glaubt ihr mir, dass ich heilfroh bin, mit dem ganzen Geschrei und Gezeter nichts mehr zu tu zu haben?

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Ein Gamepad zu gewinnen

Vor Jahren hatte ich kleine Rätsel im Blog in denen ich DVD’s verschenkte.
Heute ist es wieder soweit!
Es gibt ein Gamepad zu gewinnen für sämtliche mobilen Geräte von Apple ab IOS7.

Gamepad

Das Gamepad von Mad Gatz wird über Bluetooth angeschlossen (klappt einwandfrei, hab’s probiert) und es gibt auch Möglichkeiten es über den Fernseher zu leiten. Die Zahl der Spiele die mit dem Gamepad komatibel sind, ist ellenlang.

Was ihr tun müsst? Hinterlasst ein Kommentar im Blog (nicht auf Facebook oder Twitter) mit Mail Adresse und ich ziehe am Donnerstag Morgen ein Gewinner. (so richtig mit Zettel und Körbchen…)

Das Ende einer Kaffeemaschine

Gestern während dem verkaufsoffenen Sonntag, spazierte ich mit der befreundeten Nachbarin durchs Viertel. Ich wollte in den nahgelegenen Elektrogroßmarkt (ihr wisst, schon der mit dem Planetennamen) und schaute mich nach neuen Kaffeeautomaten um. Meine Maschine ist inzwischen älter als dieses Blog wenn ich es richtig in Erinnerung habe (13 oder 14 Jahre). Sie läuft immer noch, doch leider ist das Mahlwerk für die Bohnen hinüber. Im Trester finde ich immer wieder große Bohnenstücke die nicht ordentlich gemahlen sind. Auf Anfrage beim Elektrohandel in dem ich sie damals in der alten Heimat gekauft hatte, sagte man mir, dass diese Maschine ganz aus dem Programm genommen sei und es mit gr0ßer Wahrscheinlichkeit keine Ersatzstücke mehr gibt.

Und als ob die Maschine es geahnt hätte, ging heute morgen das Brühelement kaputt. Die Lämpchen blinkten über eine Stunde vor sich hin, doch warm wurde sie nicht mehr.

Kaffeemaschine
Ein letztes Foto bevor sie entsorgt wird.

Nach einen hoch erfreulichen Termin im Theater, der mich schon seit Tagen plagte, jedoch viel besser verlief als ich es mir vorgestellt hatte fuhr ich zum Markt. Das kleine Parkhaus Nobilis kann man übrigens eine Stunde lang gratis nutzen wenn man einen Einkauf im Großhandel tätigt.

Da ich schon am Sonntag alle Maschinen in Augenschein genommen hatte und mir letzten Monat schon ein Stiftung Wahrentest Magazin zugelegt hatte in dem es um Kaffeeautomaten ging, war die Wahl schnell getroffen. Es wurde diese hier:

 

Es ist wieder eine Saeco aus der gleichen Incanto Serie wie die Alte. Sie schnitt im Test verhältnismäßig gut ab. Sie ist um einiges schmaler aber dafür ein paar Zentimeter tiefer. Da die diversen Einfüllstellen für Wasser und Bohnen etwas anders liegen musste ich sie auch anders aufstellen. Sie sieht richtig schick aus und ist um einiges geräuschärmer als der Vorgänger.

Und ich bin gleich am Anfang des Jahres um 550€ ärmer…

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Die Verkaufstechniken von Obey Your Body

Obey

Jeder glaubt was er glauben mag. Bei kosmetischer Pflege ist es eh eine Glaubensfrage. Und wenn ich mir heute Obey Your Body vorknöpfe, dann nicht, um die Produkte an sich in Frage zu stellen. Die Marke sieht sich im sogenannten High-End, da sie, ihrer Aussage nach, nur sehr hochwertige Stoffe verwenden. So kann eine Creme schon mal bis zu 340 € und mehr kosten. Ganz schön viel Geld für ein „Holistic Lifestyle Skincare Concept“.

Was mich viel mehr stört ist ihre Verkaufstechnik, die europaweit die Gleiche zu sein scheint. Das fiel mir in den letzten Wochen ganz besonders auf, da sie auch Stände an Flughäfen in Barcelona und München haben.

In Luxemburg wechsele ich  fast automatisch auf die gegenüberliegend Häuserseite, da ich es leid bin angesprungen, und mit einer Probe Handcreme gelockt zu werden. So betrete ich kaum noch den Zeitungsladen der gleich neben dem Obey Laden liegt, da mich die Anmache nur noch nervt. Auf die lauthals schreiende Frage, „Monsieur! Une crème pour le mains?“, bin ich sehr versucht zu antworten, „Madame! Mon point dans la geule?“

Ist der Kunde erst mal Laden drin, kommt er nicht mehr raus ohne etwas gekauft zu haben, da die Verkäufer/innen so trainiert sind, jeglichen Widerstand niederzuknüppeln. Da geht es dann nicht mehr um Holistik sondern nur noch ums Verkaufen.

Dieses aggressives Abgreifen von Kunden verträgt sich absolut nicht mit dem High End, das sie verkaufen wollen. Cremes aus dem hochwertigen Segment bekomme ich auch bei Sephora, Douglas, Paris 8e oder Paris XXL, und dort werde ich nicht dumm angemacht, da Armani, Chanel, Dior und Co. es nicht nötig haben.

Und so gehorche ich meinen eigenen holistischen Konzept und meide den Laden.

Camper Schuhe in Barcelona kaufen

Wer schon etwas länger hier mitließst weiß, dass ich ein Schuhtick habe. Was ich vor ein paar Tagen, als ich in Barcelona war, verschwiegen habe, war, dass ich mir ein paar Schuhe der Marke Camper gekauft habe.

Da es in Luxemburg keinen Schuhladen (mehr) gibt der Camper hat, und keinen reinen Camper Laden,  werde ich im Ausland, sei es in Berlin oder in London, immer wieder wie ein Motte vom Licht magisch in einen Camperladen hinein gezogen. So erging es mir auch am ersten Weihnachtstag in Barcelona. Doch der Laden war geschlossen. „Gut so“, dachte ich. „Dann kommst du wenigstens nicht auf die Idee, NOCH ein paar Schuhe zu kaufen. Doch als ich am letzten Tag einen Rundgang durch das gotische Viertel startete, ging ich wieder an dem Laden vorbei, der jetzt leider geöffnet war, und schwupps… Zu spät!

Ich kaufte mir ein paar Winterschuhe aus der xtralight Serie. Das sind Schuhe aller Art, die den Anspruch haben, wesentlich leichter zu sein, als „normales“ Schuhwerk. So habe ich mir bereits aus dieser Serie mehrfach Trunschuhe gekauft, die ich alle auf Filmsets verschlissen habe, ohne ein je schmerzende Füße zu haben, nach einen 12-13 Stunden Tag.

Die Schuhe aus Barcelona sehen so aus:

Schuhe
© Camper / Modell: Capsule

Nachdem ich sie jetzt ein paar Tage getragen habe, kann ich bestätigen, dass sie, obwohl sie federleicht sind, die Füße absolut warm halten. Meine befreundete Nachbarin meinte, dass sie aussehen wie die Pantoffeln von Opa.  Ich gebe zu, dass sie ein kleine wenig daran erinnern, doch finde ich sie total hip, und wer sagt dass Opa Schlappen nicht wieder in Mode kommen? In London sah ich letztes Jahr die Leute Schlange stehen, vor einem Birkenstock Laden. Ergo, kann der Kauf von Stiefeletten in Opa Look nicht so falsch sein…

Als ich nach einem Foto der Schuhe suchte, wurde ich seltsamerweise erst im U.S. Store fündig. Im deutschen Online Store gibt es sie nicht.

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency

Neben dem Gefeiere hatte ich auch Zeit mir eine neue Serie auf Netflix anzusehen.

Dirk

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency ist einer der schrägsten Serien, die ich seit langem gesehen habe. Dirk Gentley (Samuel Barnett, der total anders aussieht als in Penny Dreadful) ist ein eher nerviger Charakter. Star der Story ist Todd, (Elijah Wood) der kleine unbescholtene Liftboy in einem großen Hotel, wird vom Direktor beordert, in einer Suite nach den Rechten zu sehen. Dort trifft er auf einen Tatort der sehr bultig und bizzar aussieht… Und mit einem Kamera Travelling über diesen grausigen Tatort beginnt die erste Folge.

Es ist schwierig etwas über den Plot zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Da die Serie auf einer Novelle von Douglas Adams beruht, kann man sich allerdings denken, dass es ohne Sci-fi nicht geht, obwohl die Geschichte absolut in der heutigen Zeit spielt. Streckenweise erinnerte es mich auch ein wenig an Doctor Who, vor allem gegen Ende der Serie. In dem Moment wächst Dirk Gentley auch über sich hinaus, als er den wahren Täter findet.

Die Geschichte springt in die Vergangenheit und wieder zurück in die Gegenwart und behandelt mehrere Erzählstränge. Einer davon gefiel mir ganz besonders gut. Bart Curlish (hervorragend gespielt von Fiona Durif) ist eine holistische Mörderin, der man nichts anhaben kann.

Eigentlich genau das richtige für die kalten Winterabende.

 

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Huch, Schnee!!!

Silvester und Neujahr habe ich bei Freunden in Münster verbracht. Es war schön. Wir haben viel gelacht. Wir haben Blei gegossen, Heliumballons eingeatmet und rumgealbert. Um Mitternacht sind wir raus in die eiskalte Nacht, um den Nachbarn beim Böllern und Raketenzünden zuzusehen und die Hunde beruhigt, die wegen der Knallerei dem Herzinfarkt nahe waren.

Es gab Raclette zu Silvester und Resteessen Raclette zu Neujahr.  Und seltsamerweise schmeckte es mir am zweiten Tag fast noch besser.

Die Bewohner das Hauses sind Technisch immer auf dem neuesten Stand, vor allem was die Deko angeht. So wurde nachts die Fassade von einem Laser ausgeleuchtet und das Rollo im Bad gab dem Zimmer eine… Disconote?

‚Wenn alles gesagt und getan ist‘ , war an Silvester ein Satz, der mir im Kopf herumschwirrte. Es bestand immer noch eine kleine Hoffnung in meinem Hinterkopf, doch letztendlich musste ich einsehen, dass beziehungstechnisch  nichts mehr neu verklebt werden kann, das vor anderthalb Jahren mit lautem Knall, in tausend Stücke zersprang. Versteht mich nicht falsch. Es hat nichts mit Trauer zu tun. Es ist lediglich eine Feststellung und neue Erfahrung.

***

Schnee

Als ich heute Morgen erwachte und zum Fenster hinaus schaute, sah ich… Schnee. Doch der Weg über A1 war sauber und erfreulich wenig befahren, dass ich ohne große Anstrengung die ganze Stecke ohne Pause schaffte.

Sogar durch die (Schn)eifel ging es erstaunlich gut.

***

Eben las ich bei Modeste ein Text, der genau das ausdrückt ich schon lange fühle, spüre mit jeder Faser meines Körpers, und es doch nicht in Worte fassen kann. Sie kann es.

Mein Leben und das meiner Freunde hat in den allermeisten Fällen vermutlich seine Endausbaustufe erreicht. Für romantische Komödien sind wir zu alt. Unsere Erfolge sind eingetreten oder kommen nicht mehr. Die meisten Überraschungen werden unangenehm ausfallen.

Modeste

Rückblick 2016

 

Ich wollte nichts mehr schreiben für dieses Jahr. Doch saß ich vorhin hier, und sah den berühmten ‚Rückblick‘, den ja viele im Blog schreiben. Und vielleicht ist es ja ganz gut dass ich ihn am letzten Tag des Jahres schreibe.  Nun den…

Zugenommen oder abgenommen?
Auf und nieder, immer wieder. Am Ende des Jahres geht es immer wieder bergauf mit den Kilos.

Haare länger oder kürzer?
Seit einem halben Jahr, kürzer

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Beides hat sich verschlechtert.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Ich war schon ewig nicht mehr schwimmen.

Mehr Kohle oder weniger.
Gefühlt weniger, aber wenn ich die Auftragszahlen vergleiche, dürfte es ungefähr gleich sein.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Das war dieses Jahr mahr als sonst das neuen Auts wegen. Aber 2017 wir teuer….sehr teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Zu denken dass gefühlsmäßig noch was geht, wenn alles gesagt und getan ist. Das musste ich genau heute erst feststellen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mich mit dem Steueramt anzulegen, hätte ganz schön schief gehen können. Aber am Ende hat es sich aber gelohnt und das Amt haben klein beigegeben.

Die teuerste Anschaffung?
Ein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Im Oro e Argento und mein Geburtstagsmenü.

Das beeindruckenste Buch?
Cosi van Tutte von Alan Bennett

Das enttäuschendste Buch?
Das muss ich nochmal zu hause in die Hand nehmen, (ich bin außerhalb) denn weder Titel noch Schriftsteller fallen mir jetzt ein. (was beweist wie wenig es mich beeindruckt hat)

Der ergreifendste Film?
Asche auf mein Haupt. Ich erinnere mich an keinen der nachhaltig hängen blieb.

Die beste Musik?
Wie die Kaltmamsell habe ich mich mit vielen verstorbenen Musikern befasst, doch eine wirkliche Neuentdeckung machte nicht. Wenn, dann vielleicht das neue Album von Katie Melua / Winter.

Das beste Theater?
Performance im Theatre du Centaure

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dingen die unerfreulich sind, wie Trauer, Papaierkram, diverse Ämter…

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Einer alten Freundin in Berlin und überhaupt die ganze Berlin Zeit im Sommer.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Endlichkeit.

2016 zum ersten Mal getan?
– Mir ein anderes Auto einer anderen Marke in einer anderen Werkstatt gekauft. Ein großer Schritt, wenn man davor 32 Jahre lang (also vom Führerschein an) der  elterlichen Tradition wegen, nichts anderes hatte als Peugeot.
– Ein Haus verkauft.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
3 Wochen Urlaub hintereinander.

2 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Begräbnis der letzten Verwandten
Sich bewusst werden, dass man der letzte seiner Art ist.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass man für meinen Beruf brennen muss, oder man kann gleich Kassierer/in im Supermarkt werden…

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
All meinen Freunden eine grandiose Feier an meinen Geburtstag geboten .

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mich für einen Nachmittag aus einem tiefen Trauertal reißen und mir aufzeigen, dass es noch neue Perspektiven gibt.

2016 war mit 1 Wort…?
Endlichkeitsbewußtwerdung.

Vorsätze für 2017?
Durchhalten.
Neue Perspektiven schaffen.

Wir sehen uns. Guten Rutsch!

Barcelona – Tag 4 1/2 – Zurück in die Kälte

„Sch…e ist das kalt hier!“, entfuhr es mir als aus dem Flughafen kam. Ich hatte ein wenig vorgesorgt mit Strickjacke und Schal, aber es half nur bedingt.

***

Da der Flieger erst um um 14:30 fliegen sollte, hatte ich noch den ganzen Morgen und wanderte noch einmal ein wenig durch die Innenstadt.

Zurück
Die Krankheit habe ich mir eingfangen 🙂

Zurück ging es über die Schweizer Alpen

Barcelona – Tag 4 – Shopping und andere Zwischenfälle

Ich erwachte früh und war dann, nachdem es am Vortag nicht so toll war , kurz nach 8 schon im Frühstücksraum. Da klappte der Service dann tadellos.

Da ich am Tag zuvor die Ramblas nicht ganz durchschritten hatte, nahm ich mir den unteren Teil vor, der zum Hafen führt.

Manchmal überrascht mich mein iPhone dann doch mit atemberaubenden Fotos.

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Es sollte sich als interessant erweisen, die Ramblas von der anderen Seite durchwandern. Bei U-Bahn Station  der Oper sah ich ein Katz und Maus Spiel zwischen Afrikanern, die Kopien von teuren Taschen verkauften, und der Polizei, die sie verscheuchte. Die Afrikaner sind es wahrscheinlich gewohnt und darauf auch vorbereitet, gejagt zu werden. Sie standen alle in Reih und Glied ihr Bettlacken ausgebreitet mit allen Taschen und Geldbeutel drauf. Ich erkannte das Logo von Chanel und Gucci. Die vier Ecken des Lackens waren jeweils mit einem Stück Seil verbunden, die sie alle in einer Hand hielten. Es dauerte keine 30 Sekunden und eine Polizeiwagen fuhr vor. Die ganze Hehlerbande zog wie auf Kommando die vier Seile mit den Lackenenden zusammen und die Wahre landete Huckepack auf dem Rücken. Alle verschwanden sofort die Treppe hinunter in die Gänge der U-bahn.  Die Polizei blieb gelassen, und blieb oben bei den Eingängen stehen.

Irgendwie muss das Ganze ein Spiel sein, dass schon seit langem geht. Die Kellner der umliegenden Cafés und Restaurants schenkten der ganzen Aktion keine Beachtung. Nur die Touristen schauten zu.

Kletternikoläuse gibts auch hier. War aber das einzige mal dass ich welche sichtete.

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Ich weiß nicht ob das ein anderer Mann versteht der nicht Maskenbildner ist. Ich habe heute und gestern 250 Euro für Make-up ausgegeben das ich nicht an mir gebrauche sondern für den Job. Ich fand hier im Sephora Marken die ich in Luxemburg schmerzlich vermisse. Zum Beispiel Kat von D. oder die komplette Serie von Too Faced. Endlich habe ich eine ganze Serie von guten Liquid Lipsicks, die matt werden und kussfest sind.

Das Bild mit dem blauen Jüngling ist die Tüte von Camper. (Ja, ich habe Schuhe gekauft..ich bin ein hoffnungsloser Fall.) Und dann habe ich mir noch eine große Flasche Blackpepper gegönnt.

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Noch ein Bild vom Patio in dem ich jeden Abend saß. Hier mal am Tag abgelichtet.

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Und heute geht es in aller Ruhe zurück. Es war wunderschön und meinem Gemüt tat es mehr als gut weggewesen zu sein. Aber es war definitiv zu kurz. Es muss noch mal wiederholt werden.

Barcelona – Tag3 – Zwischen Entdeckungen und Pflichtprogramm

Eine sehr unruhige Nacht verbracht. Ich hatte im Hotel abends noch ein paar Tapas bestellt, die aber nicht besonders waren, im Gegenteil, sie lagen mir auf dem Magen.

Also begann ich den Tag etwas später. Den Frühstücksraum sollte man definitiv früher besuchen. Er war proppenvoll als ich ankam und ich genoss nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit der Kellner wie an ersten Tag. Das Frühstück viel dementsprechend leicht aus. Ein bisschen Müsli, mehr ging nicht.

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Gerogre Michael spukte mir noch lange im Kopf herum. Auf Facebook entdeckte ich alle Videos von ihm, die Youtube und Vimeo hergaben. Ich mochte ja bei ihm auch wenn er eine etwas härtere Gangart in seinen Songs einlegte.  Wie zum Beispiel Freeek…

….oder Killer/Papa was a Rolling Stone

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Das Wetter war heute NOCH besser als gestern und ich konnte die Strickjacke ganz weglassen. Nun dachte ich mir dass ich doch ein wenig Pflichtprogramm absolvieren sollte. Ich ließ mich durch die Gassen des Gotischen Viertels treiben. Das erste was ich zu mir nahm und sehr gut schmeckte, war ein Eis.

Man kann sich eigentlich in Barcelona nicht verirren, der Straßenplan ist Ritter Sport (quadratisch, praktisch, gut) mit eine langen Diagonale einmal quer durch.

Da ich des Spanischen und Katalanischen nicht mächtig bin, schlage ich mich so durch mit den paar Brocken die ich kann, der Rest ist Englisch und sicheres auftreten.

Ramblas, Placa de Catalunya, Picasso Museum, obwohl dieses erst nachmittags geöffnet hatte. Man läuft viel hier. Das U-Bahn Ticket für 2 Tage hätte ich mir sparen können.

Entdeckungen

Und dann tat ich etwas was ich bis dato noch nie gemacht habe. Da ich nicht schon wieder Tapas haben wollte und mir sonst auch nichts zusagte, setzte ich mich auf der Placa de Catalunya ins …Hard Rock Café. Das erste mal dass ich überhaupt eines betrete. Ich bekam sofort einen Tisch und eine auf  sehr nett und auf Hard Rock Café durchtrainierte Bedienung. Der Wein war ok, das Essen (ich hatte Pulled Pork) war auch ok.

Warum die Leute aber Souvenir T-shirts und ähnliche Dinge kaufen ist mir schleierhaft. Ich  verbuche den Besuch unter „been there, done it“ und kann es von der Strichliste abhacken.

Barcelona – Tag2 – Erkundungen und die traurige Nachricht von George

Eigentlich freute ich mich darauf am Morgen ein tolles Posting zu schreiben. Als ich dann vor dem zu Bett gehen ein letztes Mal, auf Handy schaute, stand es da… George Michael ist tot.

Es  ist nicht fair! Mein Gott, er war  53!  Drei Jahre älter als ich! Ausgerechnet an Weihnachten! Ich war so erschüttert und traurig, dass ich anfing zu weinen. ..

Es gab mal im Blog eine Serie, die ich „Moment mal…“ nannte. Die meisten Beiträge habe ich herausgekommen, doch werde ich den von George wieder einsetzten.  Er ist der einzige Sänger über den ich je so geschrieben habe. Ich schrieb den Beitrag am  28. August 2008 hier.

***

Ich erwachte sehr früh.
Ich ging also bei Zeiten los auf Erkundungstour.

Wenn ich vom Hotel aus Richtung Norden gehe, komme ich zu diesem Triumphbogen.

Erkundung

Und dann sah ich das hier…

Die Sagrada Familia ist DER Magnetpunkt für Touristen und es erstaunte mich, wie viele Menschen auf dem kleinen Vorplatz waren, im Winter, an einem Feiertag. Ich will nicht wissen was hier im Sommer los ist. Eintrittskarten zur Besichtigung waren ausverkauft, stand da zu lesen, und es wäre besser welche im Internet zu erwerben.

Ich saß noch ein wenig auf der Bank in dem kleinen Park und fand neue Spielereien im Handy die ich noch nicht kannte, so wie diese hier…

Auf meine Weg hinunter zum olympischen Dorf fand ich diese kleine Kuriosität….

Während dem Bau dieses Springbrunnens haben sich 2 Möwen im Beton verewigt.

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Das was ich in der Reflektion des Glashauses sah, sah anschließend von Strand so aus…

Und dann entstand das Bild das schon auf Facebook für Furore gesorgt hat.

Weihnachten am Strand. Eine der besten Ideen die ich in der letzten Zeit hatte. Es war windstill und in der Sonne konnte ich dicke Oberjacke und die Strickjacke ausziehen.

Das Weihnachtsmenue nahm ich in einem spanischen-japansichen Fusionrestaurant ein. Das Weihnachtsmenü im Aushang hörte sich spannend an und war sehr lecker.

 

Barcelona – Tag1 – Ankommen in einer fremden Stadt

Ich flog über Zürich nach Barcelona, und da der Flieger von Luxemburg aus prall gefüllt war, und sich deswegen alles verzögerte, kam ich in Zürich kurz vor knapp am nächsten sehr entlegenen Gate an, um wieder einzucheken. Und dort hatte ich Glück. Die eigentliche Maschine, mit der wir fliegen sollten, hatte einen Schaden und wurde durch ein kleinere Maschine ersetzt. Es wurden dann willkürlich 30 Leute vom Flug gestrichen, und ich war Gott sei Dank nicht dabei. Uff.

So sehen die Pyrenäen von oben aus.

Barcelona

Ich gönnte mir ein Taxi in die Innenstadt.

Das Hotel wurde mir als Hotel de Charme angepriesen, was es aber, wenn ich es genau nehme, nicht stimmt. Es ist von außen ein altes Gebäude aber von innen ein hochmoderner Bau, sehr elegant und alles scheint noch sehr neu zu sein. Großartig mit gutem WLAN, sonst würdet ihr das hier nicht lesen. Versteht mich nicht falsch, das Hotel ist der Knaller. Das Wort Charme stimmt irgendwie nicht.

Das schönste aber ist die SONNE! Endlich Sonne und kein trübes kaltes Schmuddelwetter mehr! Das hob schon bei der Taxifahrt meine Stimmung so sehr, dass ich fast zu singen begann…

Ich wanderte am späten Nachmittag  noch ein wenig durch die Straßen des Ribera Viertels, ging dann aber wieder zurück ins Hotel weil ich nur noch müde war. Doch das was ich bis jetzt gesehen habe, gefällt mir sehr gut. Fotos habe ich keine gemacht, die folgen morgen.

 

Was von Weihnachten übrig bleibt

Weihanchten

Das Foto machte vor über 10 Jahren in der Wohnung in Berlin meines damaligen Gatten, der inzwischen zu „Somebody I used to know“ herabgestuft wurde.  Ich weiß nicht einmal ob er noch lebt. Es war das einzige Weihnachten das ich nicht in Luxemburg verbrachte. Vor ein paar Tagen fand ich die restlichen Fotos dieser Berlintage in den Tiefen meiner Festplatte wieder…

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Das mir ausgerechnet dieses Jahr der Abschiedsgruß“…und schöne Feiertage!“ all meiner Arbeitskollegen so verlogen und heuchlerisch vorkommt, hat damit zu tun, dass es niemanden mehr gibt, mit dem ich feiern könnte. Dabei war der Gruß bestimmt ehrlich gemeint, auch wenn er bei den meisten nur so dahergesagt wird.

Ich bin es sowas von leid, in Selbstmitleid zu versinken, und mich Jahr für Jahr immer wieder damit auseinanderzusetzen, dass Weihnachten für mich nicht mehr das ist, was es einmal war.  Es ist dieses Jahr um so schlimmer, da im Juni meine letzte Verwandte, Tante Gritty, starb…

Gritty war krank, sie litt an Alzheimer, und innerlich hatte ich ihr schon vor Jahren Lebewohl gesagt.  Als ich heute morgen erwachte, kam mir dieser Moment wieder in den Sinn, und ich erinnerte mich an den Tag genau. Es war als ich ihre Koffer packte, und sie im Krankenhaus abholte, um sie ins Altenheim zu bringen. Dass sie noch mal zurück nach hause gehen sollte, stand außer Frage. Ich verließ ihre Wohnung, wuchtete die zwei großen Koffer in den Kofferraum und setzte mich ans Steuer. Und plötzlich war es so, als ob ich eine fremde Frau abholen würde, eine Frau die nicht mehr meine Tante und Patin war, sondern ein Schatten, der nur äußerlich an sie erinnerte. Ich bekam einen fürchterlichen Weinkrampf und es dauerte eine ganze Weile, bis ich endlich fahren konnte.

In zwei Stunden werde ich im Flugzeug sitzen und nach Barcelona fliegen, fliehen, flüchten.  Ob ich von dort aus schreiben werde, hängt weitgehend vom WLAN des Hotels ab.

Ich wünsche euch allen, ehrlich gemeinte, frohe Weihnachten. Doch bitte ich euch, sie mir nicht zu wünschen, denn ich werde nicht feiern.

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Sich selbst was Gutes tun

Das Massaker auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin lähmte mich gestern dann doch mehr, als ich erwartet hatte. Ich erinnerte mich an meine Erkundungen im August, als ich zum ersten Mal im Bikini, gleich neben dem Breitscheidplatz, war… Das seltsame war, dass ich mit einer Bekannten zeitgleich auf dem Weihnachtsmarkt hier war, als das in Berlin passierte…

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Es war somit der ideale Tag etwas für mich zu tun.

Die Maskenbildnerkollegin Claudine hat sich umschulen lassen zur Bioenergetik Masseurin und eröffnete vor kurzem ihr Studio einen Katzensprung von meiner Wohnung entfernt. Gestern war ich zum ersten mal dort.  Wer mehr über Bioenrgetische Massage wissen will schaue bitte hier und hier nach.

Claudine kenne ich schon so lange wie ich auf Filmsets arbeite. Da ich aber vor ein paar Jahren beschloss, im Filmbusiness kürzer zu treten (entweder man hat ein Leben oder man arbeitet für die Filmbranche), sehen wir uns nicht mehr so oft wie davor.

Die Massage selbst ist sehr angenehm und sie hätte noch eine Stunde weiter kneten können. Mir ging es auch anschließend sehr gut. Doch man spürt später dass der Körper irgendwie „in Schwingungen“ geraten ist, und das noch eine ganz Weile anhält. So fühle ich zum Beispiel heute dass mein Energielevel um einiges höher ist als gestern. Zudem hatte Claudine mir gesagt, dass ich viel Flüssigkeit zu mir nehmen soll. Das forderte mein Körper gestern Abend und heute morgen von selbst, ich hatte ausgesprochen hohes Durstgefühl.

Wer noch ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht oder sich selbst nachhaltig verwöhnen lassen möchte, hier die Anschrift und die Telefonnummer vom Studio.

Gutes
6 Rue Glesener, 1630 Luxembourg

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A propos Weihnachtsgeschenk: Macarons glacé gibt zur Zeit in jedem Supermarkt. Die meisten sind von Motta und schmecken nur grauenhaft süß. Gestern fand ich im Feinkostladen meines Vertrauens meine Lieblings Macaron glacé. Es sind die Makronen aus Collobrières, das Kastanien Dorf im Süden Frankreichs schlechthin. Sie sind nicht geschenkt, der Kilopreis ist surreal. Doch wenn ihr wirklich mal welche essen wollt ,die noch nach Kastanien schmecken und nicht nur nach Zucker, solltet ihr diese probieren.

Zu finden bei Thym Citron

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Zur Weihnachtsfeier Kuchen backen

Ich hatte gebacken für die Weihnachtsfeier des Künstlerkollektivs.

Es ist der Orangenkuchen mit Icing den ich fast immer hinbekomme.

Kuchen

Der Kuchen ist supersaftig und das Iceing genial. Da ich immer wieder nach dem Rezept gefragt werde, werde ich es hier reinschreiben. Gefunden habe ich es vor etlichen Jahren bei der Kaltmamsell.

Wie der Anschnitt aussah kann ich leider nicht zeigen, dafür ging er auf der Feier zu schnell weg.

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Orangenkuchen mit Orangenicing
(für eine kleine Kastenform von 26 cm Länge)

Für den Kuchen:
3 Eier (Größe L)
1 Priese Salz
150 g weiche Butter
175 g Zucker *
abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Orangen
300 g Mehl
2 Tl etwas gehäufte Weinstein-Backpulver
150 g griechischer Joghurt **
Saft von 1 der beiden unbehandelten Orangen (ca. 60 g)***

Für die Glasur:
250 g Puderzucker
2 El sehr weiche Butter
Saft von 1/2 der beiden unbehandelten Orangen***

Den Backofen auf 160 °C Umluft oder Heißluft vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Ich nehme immer eine Silikonform, dann fällt das Backpapier weg.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und beiseite stellen.
Die weiche Butter, den Zucker und die abgeriebene Orangenschale in einer Rührschüssel mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine einige Minuten lang zu einer dicken Creme aufschlagen. Dann die drei Eigelb einzeln gründlich unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen und auf die Buttermasse sieben.
Joghurt und Orangensaft glatt rühren und ebenfalls zum Teig geben. Alles kurz, aber gründlich vermischen, zum Schluss den Eisschnee unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen etwa 55-60 Minuten backen.
Den Kuchen danach in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten:
Den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben. Die weiche Butter dazu geben und unterrühren. Nun soviel Orangensaft hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz für das Icing erreicht ist.

Den Kuchen aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte setzen. Mit der Glasur überziehen und diese etwas fest werden lassen. Den Kuchen erst anschneiden, wenn er komplett ausgekühlt ist.

*Ich reduziere die immer auf 150 g,
** weil ich einen griechischen Joghurt mit Honig von Luxlait nehme.
*** man kann auch Blutorangen nehmen, dann bekommt der Kuchen und die Glasur eine rosa Farbe.

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Fotos von Fotos und andere Fotos

Eine etwas seltsame Überschrift. Hier die Erklärung.

Folgendes Foto machte ich in München und ich hatte es bereits auf den Server geladen, als mich dann doch dazu entschloss es nicht zu posten, weil ich es nicht sooo toll fand.

Ich fand das Motiv ganz lustig wegen der vielen Tauben.

Doch dann bekam der Fotografierende (also ich) ein Bild in dem er abgelichtet wurde. Das sah dann so aus.

© Kaltmamsell

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Ich fand dann doch endlich mal Zeit über den heimatlichen Weihnachtsmarkt zu gehen, so mitten in Woche an einem frühen Nachmittag. Geändert hat sich nichts, es sind immer noch die gleichen Stände. Wer Fotos davon sehen will schaue bitte hier und hier. Ich erinnerte mich an den sagenhaft tollen Flammkuchen. Er ist immer noch toll, und für mich der beste den man, leider nur für kurze Zeit in Luxemburg finden kann.

 

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Das trübsinnige Wetter der letzten drei Tage macht mir zu schaffen. So sah der Himmel heute über Luxemburg aus; trist.

 

Als ich gestern die letzte Vorstellung eines Theaterstückes im Escher Theater absolvierte, kam es mir vor, als ob mich alles doppelt und dreifach so viel Kraft kostet. Zudem gab kurz davor einen kräftigen Adrenalinstoß, weil zwei Schauspieler im Zug Richtung Esch saßen, und dieser wegen eines Komplettausfalls des Stellwerkes irgendwo stecken blieb und nicht weiterfuhr. Eine Viertelstunde vor Beginn erschienen beide endlich. Die Maske der Schauspielerin die normalerweise 40 Minuten in Anspruch nimmt, reduzierte ich auf 10 Minuten runter in dem ich die Hälfte der Arbeitsgänge strich und für den Rest den Turbo einlegte. Was dabei herauskam war ok, aber schön ist anders.  Hier ein Foto von ihr das sie auf Facebook postete, als genug Zeit dafür hatte.

Fotos

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Triste Tage und trauriges Gemüt

Das nasskalte Wetter macht mir zu schaffen. Körperlich ist es unangenehm und mein Gemüt leidet auch darunter. Am Gemüt nagt aber nicht nur das Wetter, sondern die ganze Jahreszeit. Wir gehen auf Weihnachten zu und es ist das erste Weihnachten, an dem niemand mehr…
Heute war so ein Tag an dem ich sehr viel an alle dachte und ich das Bild von Gritty vor Augen als ich sie das letzte mal sah.

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Das Cover des neuen New Yorker der sich heute im Briefkasten befand rang mir das erste Schmunzeln des Tages ab, als ich es aus des Plastikhülle zog. So sweet.

Als ich vor ein paar Tagen las, dass in Venezuela neue Geldscheine eingeführt werden wegen  der galoppierenden Inflation, erinnerte es mich, dass ich vor ungefähr einem Monat einen Bericht im New Yorker las, der mich nicht kalt ließ. Venezuela, a Failing State.

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Eine große Kiste voll mit altem Schminkzeug durchgesehen und viele Sachen aussortiert. Es ist ein Stück das vor über einem Jahr zum letzten Mal aufgeführt wurde und jetzt auf Tournee durch Frankreich geht. Anschließend war ich auf den winzigen Weihnachtsmarkt von der Place da Paris. Es kommt mir so vor als ob es noch kleiner geworden ist. Und wieder lief, wie sollte es anders sein, Last Christmas von Wham. Das seltsame an dem Lied ist, dass ich irrsinnig viele Erinnerungen damit verbinde…

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Der Kühlschrank gab heute Abend alles her um Raclette zu machen.

Gemüt

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Um mich abzulenken von dem tristen Alltag fing ich eine neue Serie auf Netflix an. So ganz neu ist sie nicht, die erste Staffel kam bereits 2012 heraus. The Bletchley Circle ist eine Gruppe von vier Frauen die im Krieg geheime Nachrichten abfingen und entzifferten. Neun Jahre später geht ein Sereienmörder um, und anhand der Indizien die sie richtig zu deuten wissen, kommen sie ihm auf die Spur.  Very Britisch und very spannend.

Zurück nach Luxemburg mit Hindernis

Nach einer sehr unruhigen Nacht in der ich wenig geschlafen hatte, riss mich der Wecker heute morgen aus einem Tiefschlaf. Ich war soweit weg dass ich zu Anfang nicht wusste wo ich war. Doch der Koffer stand schon bereit und konnte mir Zeit lassen zu mir zu kommen.

Ich fuhr mit einer zum platzen gefüllten U-Bahn und S-bahn weit hinaus zum Flughafen. Ich kam auch mehr als pünktlich an. Ich flutschte ohne Hindernisse durch alle Kontrollen. (Darüber sollte ich mal ausführlich schreiben, denn damit das so ohne weiteres von statten geht, bedarf es einiger Vorbereitung.) Um dann aber mit den größten Hindernis konfrontiert zu werden, einer satten zweistündigen Verspätung, durch Nebel. Der Luxairflug kam mit gewaltiger Verspätung an, und da man anschließend nur eine Start und Landebahn bediente, zog sich alles so in Länge, dass ich statt um 13:00 erst kurz nach 15:00 Uhr in Luxemburg ankam.

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Während der langen Warterei fand ich das wunderschöne Puzzle Spiel Samorost 3. Mit einer atemberaubenden Graphik, und lauter kleinen seltsamen Tierchen und sehr viel Liebe fürs Detail.

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Unterwegs über den Wolken machte ich dieses Foto.

Wunderschön von der Ästhetik. Doch es sind die Atommeiler von Cattenom, und das hinterlässt dann einen bitteren Nachgeschmack.

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Am Abend hatte ich dann noch ein Wiedersehen mit meinen drei Damen vom Grill aus den Neunzigern. Wir saßen im Bovary und es war ein vergnügter Abend.

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München Tag 3 – Shoppingausbeute & Beobachtungen

Zugegeben, nach den gestrigen Hochnebel durch den Sonne nicht durch kam, mit eiskalten Temperaturen, war es heute Nachmittag schon fast warm.

Ich ging noch einmal zu Ludwig Beck und kaufte mir das Parfüm, das man mir als Probe mitgegeben hatte. Ich besuchte ebenfalls die 5. Etage mit der Musikabteilung, von der ich schon gehört hatte und die man mir sehr ans Herz gelegt hatte. Sie ist unglaublich. Ich habe schon seit ewigen Jahren keine solche gut sortierte Abteilung mehr gesehen, vor allem was die klassische Musik und Jazz angeht. Um ein Haar hätte ich eine Vynil Platte gekauft, obwohl ich seit Jahren keinen Plattenspiler mehr besitze. Ich versuchte anschließend nochmal mein Glück bei Dallmayr, der tatsächlich nicht so voll war wie am Samstag.  Doch bei den Pralinen musste trotzdem Schlange stehen.

Und hier ein Foto der gesamten Ausbeute von gestern und heute. Ansichtskarten sind übrigens aus dem Buchladen vom Tollwood.

Shoppingausbeute

Abends ging noch einmal zu dem gleichen Italiener bei dem wir schon vorgestern waren. Tarullo’s Osteria ist sehr heimelig und der Besitzer Giovanni ist ein absolutes Unikum.

Noch ein paar Worte zum Hotel Mariandl und seiner Lage. Es ist ein Altbau und Stufen knarzen laut wenn hochsteigt.  Die Zimmer der gehobenen Kategorie ist sehr geräumig. Wer allerdings einen Fernseher braucht hier ist hier fehl. Es gibt keine. dafür hat es aber eine exzellent gutes WLAN.

Zudem ist das Hotel regelrecht umzingelt von Kliniken aller Art. Wenn mir mir was zugestoßen wäre, ich wäre bestens versorgt gewesen. In der Nußbaumstraße gleich nebenan, durch die ich mehrmals ging, um zum Sendlinger Tor zu kommen, befindet sich die Psychiatrische Klinik. Sowohl am Samstag als auch heute Abend hörte ich Musik. Am Samstag war es ein komplettes philharmonisches Orchester zu hören, heute Abend war es ein großer mehrstimmiger Chor. Gehört das etwa mit zur Therapie?? Wenn ja, und sollte ich irgendwann mal so weit sein, dass man mich einliefern muss, bitte nach München.

Es war ein wunderschönes Wochenende. Und das schönste ist ja bekanntlich die Vorfreude. Ich werde im April von Berufswegen wieder hier sein. Es war also nicht zum letzten Mal.

München Tag 2 – Der etwas andere Weihnachtsmarkt.

Ausschlafen, Frühstücken, Bloggen und Internetlesen. In der Reihenfolge verbrachte ich fast den ganzen Vormittag.

In dem kleinen Badezimmer, das ich nebst der Badewanne mitten im Zimmer habe, befindet sich eine Regendusche, die allerdings ein paar Tücken besitzt. Da ich mehr oder weniger zeitgleich mit allen anderen Gästen aus dem Hotel duschte, war es nicht so ganz einfach die Wassertemperatur gleichbleibend zu behalten. Und es geschah das was dann immer geschieht. Ich stand voll eingeseift da, als das Wasser eiskalt wurde…brr. War ja klar.

Gegen 11 wanderte ich hinüber zur Theresienwiese, auf der sich zur Zeit der Tollwood befindet. Tollwood, so habe ich mir sagen lassen gibt es zwei mal im Jahr. Die Wintervariante ist eine Art Weihnachtsmarkt der mal als Alternativmarkt begann.

 

Tollwood
Schon der Weihnachtsbaum aus alten Fahrrädern, verrät dass hier alles etwas anders ist.

Es gibt große Zelte die alle thematisiert sind. So sind z.B. im Tollwood Zelt sämtliche Kunsthandwerksstände untergebracht. Im Hilton Zelt gibt es täglich Shows zu sehen. Im Heimat Zelt ist ein Buchladen untergebracht und es gibt Lesestände und eine große Lesebühne.

Ein Lesestand sah so aus.

 

An einem der Handwerksstände fand ich diese Flaschenöffner…

 

Da bekommt der
Da bekommt der „Einführungspreis“ eine völlig neue Bedeutung!

Das Tollwood nimmt nicht mal ein Drittel der ganzen Theresienwiese ein. Da ich ja noch nie hier war zum Oktoberfest (und auch nie werde) wurden mir aber die gewaltigen Ausmaße des Areals richtig bewusst.

Am frühen Vormittag wurde das Tollwood dann richtig voll und es war kein Durchkommen mehr. Vor allem die monströsen Kinderwagen die inzwischen so groß sind wie Geländewagen,(und wahrscheinlich auch so viel kosten) verstopften sämtliche Durchgänge.  Wenn die Eltern auch noch auftreten wie Platzhirsche, muss ich ganz schnell Land gewinnen, sonst könnte es böse enden…

Später machte ich eine kleine Runde durch die Innenstadt, um zu sehen ob ich mich alleine zurecht finde, da ich gestern der Kaltmamsell wie ein Schaf hinterher trabte, und nicht acht gab, wo wir waren und in welche Richtung es ging.  Dabei entstand dieses Foto.

***

Abendessen gab es bei der Kaltmamsell, die mich vorab gefragt hatte, was ich mir denn wünsche. Ich hatte mir ein bayrisches Gericht gewünscht, das ich in Luxemburg nicht an jeder Ecke bekomme. Es gab Schweinebraten mit Krautsalat und Semmelknödel. Als Nachtisch gab es eine Weincreme. Ein Foto davon seht ihr hier. Es war so lecker, dass ich mich überfressen habe….

Und so wackelte ich glückselig und ein wenig beschwipst vom Wein und dem Schlehenlikör, zurück ins Hotel.

Zu Besuch in München

Der Münchner Dom. Sonst glaubt mir keiner dass ich hier war.

Dass es am Freitag nach Mitternacht werden würde, bevor ich ins Bett komme war nicht geplant. Und so saß ich nach nur knapp 4 Stunden Schlaf im Flieger nach München. Zum Glück konnte ich eine kleine Mütze Schlaf in der Luft nachholen.

Ich gestehe, ja, es ist zum ersten Mal dass ich hier bin. Ich hätte vor ungezählten Jahren einmal hier sein können als Teenager, mit der Schultheatertruppe. Aber das ist ein anderes Thema…

Der Flughafen befindet sich soweit außerhalb der Stadt, dass die Münchner sagen, sie hätten überhaupt kein Flughafen. Zumindest war das die Aussage der Kaltmamsell, die ich am späten Vormittag wiedersah. Große Weidersehensfreude.
Das Hotel das ich auf die Empfehlung der Kaltmamsell buchte, ist schon sehr außergewöhnlich, hat aber jede Menge Charme. Das Hotel Mariandl ist ein älterer Bau mit sehr hohen Zimmern.

 

Huch, jetzt sehe ich erst, dass das Foto ein unfreiwilliges Selfie ist. :-)
Huch, jetzt sehe ich erst, dass das Foto ein unfreiwilliges Selfie ist. 🙂 Und ja, die Badewanne steht mitten im Zimmer.

Die Kaltmamsell ließ es sich nicht nehmen mir den Stadtkern von München zu zeigen. Was mir sehr auffiel, und das wusste ich davor nicht, dass München architektonisch eine sehr junge Stadt ist. Richtig steinalte Bauten so wie man sie Luxemburg oder anderweitig sieht, gibt es hier kaum welche. Das lässt die Stadt sehr jung und hip aussehen.
Wir schlenderten gemütlich durch die Straßen und das Gewusel von Menschen an einem Samstagnachmittag. Es war strahlend schönes Wetter, wenn auch eiskalt. Wir fuhren mit der Christkindltram. Eine Straßenbahn weihnachtlich durchdekoriert, mit Glühwein und ….

ja, Last Christmas von Wham. Das erste Mal dass ich es dieses Jahr höre. Es hatte natürlich zur Folge dass ich das Lied den ganzen Nachmittag nicht mehr aus dem Kopf bekam.

Zum Aufwärmen gingen wir ins Tambosi, ein sehr schönes Café, bei der die Leute sogar bei den eisigen Temperaturen draußen saßen. Ich aß seit ewigen Zeiten mal wieder einen Topfenstrudel.

Abends hatte ich dann die Kaltmamsell nebst Gatten zum Essen eingeladen in ein Restaurant ihrer Wahl. Ein italienisches Restaurant proppenvoll und eng aber außergewöhnlich lecker.

Als wir dann nach einem Absacker im Heim der Kaltmamsell Schluss machten, es war so gegen 10, hatte ich das Gefühl es wäre schon 2 Uhr morgens. Ich sackte wie Stein im Hotel ins Bett.

Gedanken an einem 1. Dezember

Als ich heute morgen wie gewohnt mich durch die einzelnen Posts der Blogger klickte, die ich regelmäßig lese, fiel mir dieses einzelne Bild ohne Text bei Anke Gröner auf.

Die rote Schleife.

Gestern noch hörte ich einen Bericht im Radio, der über die aktuelle Situation in Luxemburg berichtete. Demnach soll die Zahl der Neuansteckungen gestiegen sein. Und es zeigte sich, dass das die Ansteckungszahl der Heterosexuellen gleichauf ist mit denen der Homosexuellen.

Ich selbst dachte an all die Leute die ich in Jahren durch das HIV Virus verloren habe. Ich dachte an eine Zeit in der die Infizierten wie Aussätzige behandelt wurden und man allen Ernstes vorschlug, sie weit weg in Camps zu verbannen. Ich erinnerte mich vor allem an eine Oprah Winfrey Show in der ein ganzer County einen Mitbewohner verjagen wollte.

Ich dachte an einen luxemburgischen Schauspieler P., den ich ganz zu Anfang meiner Maskenbildnerkarriere kennenlernte. Er war damals schon sehr krank und konnte nicht mehr auf der Bühne stehen. Ich dachte an meinen Ex R., von dem ich seit über 15 Jahren nichts mehr gehört habe… Ich weiß nicht wo er wohnt und ob er überhaupt noch lebt…

Ich dachte an Fernsehsendungen und Galaabende in denen Spenden gesammelt wurden. Ich dachte daran wie sehr es die Community der Schwulen und Lesben eine Zeit lang eng zusammenschweißte. Heute merkt man kaum noch etwas von dem Zusammenhalt.

Im letzten Abschnitt müssten Sätze folgen wie ‚Schützt euch‘ oder ‚zieht Kondome an‘.  Da ich aber kein Moralapostel bin möchte dass ihr etwas anderes macht. Gedenkt still all denen, die ihr durch AIDS verloren habt. Denn es sind es wert dass man sie nicht vergisst.

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Foto-,Video-, Link- und Zeitungsausbeute

Fangen wir mit den Links an.

Kennt ihr Chilly Gonzales? Ich weiß auch nicht warum ich nie über ihn geschrieben habe, denn er begleitet mich schon seit einer Weile. Eines seiner Lieblingsalben für mich ist Solo Piano 2. Bis vor ein paar Tagen gab es auf der Soundcloud auch das Live Konzert aus München von 2012. Es wurmt mich ein wenig dass es nicht mehr zu finden ist. Wenn jemand von euch es zufällig downgeloadet hat, (es stand nämlich frei zur Verfügung von Künstler selbst), wäre nett wenn ihr mir das mitteilen würdet. Hier findet ihr eines meier Lieblingslieder des Albuns.

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Heute am ersten Advent fand ich ein Video bei der Kaltmamsell. Es ist so schrecklich dass es schon wieder gut ist.

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Seit Anfang der Woche geht der Lichterwahnsinn wieder los.

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Das letzte Mal als ich auf dem Basar International war, befand er sich noch in der Victor Hugo Halle. Inzwischen ist es so groß, dass es in die Messe Hallen auf Kirchberg umgezogen ist. Gestern war zum ersten mal seit etlichen Jahren wieder da.

Ich erwarb einen neuen Brotkorb aus Burundi, eine Pulle Schnaps und ein Beerensaft aus Island, eine Kiste voll mit Baklava aus dem Libanon, aß ein paar Häppchen mit Lachs, Hering und Fischeiern aus Russland und trank ein Glas Crémant am Luxemburger Stand. Der ganze Basar ist sehr inspirierend und eine Fundgrube für außergewöhnliche Geschenke.

 

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