Grünewald Chef’s Table

Ich hatte es in den letzten Wochen schon ein oder zweimal kurz angedeutet. Und es brauchte auch eine Weile bis wir endlich Platz bekamen, aber am 11.11 war es soweit. Unabhängig davon, dass da auch die fünfte Jahreszeit beginnt, (in anderen Gegenden, hier nicht) war es das Datum an dem es jedem passte.

Aber von vorn.
Der Tag war ansonsten recht ereignislos. Am Morgen war ich kurz zum Markt, brauchte aber nicht viel. Es gab einen Kaffee im Torino, das wie gewohnt am Samstag brechend voll war. Ich muss sagen dass ich Menschenmengen oder große Menschenaufläufe nicht mehr vertrage und ich frage mich seit einer Weile schon, woher das kommen mag, denn das war nicht immer so. Ist das ein Überbleisel von der Pandemie oder werde ich einfach alt?

Am Nachmittag schaute ich mir den Film The Killer von David Fincher mit Michael Fassbender an auf Netflix. Die D, hatte ihn mir an Herz gelegt, Er kam erst vorgestern raus.

Insgesamt hat der Film etwas sehr beruhigendes, was wiederum beunruhigend ist, denn es ist ein Thriller und es geht um einen Auftragsmörder. Doch die sehr beruhigende Off Stimme von Fassbender, die beschreibt was in seinem Inneren vorgeht, wenn er einen Auftrag zu erfüllen hat, war ein wenig so, als ob man eine ruhige Doku über eine Handwerkskunst sieht, für die man Muße mitbringen muss. Dennoch ist der FIlm sehr brutal. Da ich beim Vorspann nicht aufgepasst hatte, wer noch alles mitspielt, war ich sehr überrascht als zu einem Moment die wunderbare Tilda Swinton auftaucht.
Ein recht unterhaltsamer Film, der die „Geschäftsbeziehungen“ in einem Millieu beschreibt, von dem man besser Abstand halten sollte.

Am Abend dann ging es Dommeldange zum Chef’s Table Vom Hotel du Grünewald. Es öffnete seine Türen erst vor ein paar Monaten. Und da es nicht viele Sitzplätze gibt, braucht es schon einer Weile bis man endlich einen Platz an der großen Bar bekommt. Es gibt nur einen Tisch, der eher dafür vorgesehen ist, wenn Gäste aus Gründen nicht auf den bequemen Hockern um die Bar herum Platz nehmen können. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind es 16 Plätze an der Bar. In der Mitte wuseln die Köche umher und man kann ihnen beim Arbeiten zusehen. Im Hintergrund gibt es aber dann auch die eigentliche Küche. Das was die Gäste vorne sehen, ist nur ein Teil der eigentlichen Arbeit.

Ab jetzt lasse ich die Fotos sprechen. Es gab offiziell von dem was auf der Karte stand, neun kleine Gänge, aber es waren eigentlich elf und wenn ich den kleinen Kuchen am Ende mitzähle, der jeder als kleines Abschiedsgeschenk bekam, waren es sogar zwölf. Zwei habe ich verpasst abzulichten.

Ein wunderschöner Abend. Was mich vor allem sehr freute ist, dass es dort absolut nicht steif und gediegen zuging. Es ist ein lockeres Ambiente und muss nicht im Abendkleid oder mit Smoking erscheinen. Das hatte soweit ich das sah auch niemand an.

Zum Abschluss gab es ein Foto mit Clovise dem Chefkoch, von dem ich ja schon öfters berichtet habe und der vom Gault&Millaut als junger Nachwuchskoch des Jahres gekürt wurde.

Die Zeit verging wie im Flug und es kam und absolut nicht so vor, als ob wir 4 Stunden am Tisch an der Bar gesessen hätten.

Tagesfrage & Reifenwechsel

Was war dein Lieblingsfach in der Schule?

Das ist eine spannende Frage weil das mit den Jahren wechselte und mit den jeweiligen Lehrern. Denn davon hing es auch ab, wie toll der Unterricht gestaltet war, ob dann das Fach in der Hitparade stieg. In meinem ersten Jahr Englisch hatte ich zu Anfang eine Lehrerin die das sehr beflügelte. Dann kam ich, ob meiner gesamt guten Noten, noch während dem Schuljahr in eine andere Klasse (ja das war damals ein seltsames System) in der wir eine Lehrerin hatten, die „sehr viel Wert auf ihr gepflegtes Äußeres“ legte, der Rest war zweitrangig. Und somit rutschte meine Note im letzten Trimester unter den Durchschnitt.

Aber Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch) waren aber immer meine liebsten Fächer. Der Rest wie Biologie, Geschichte und Geografie, hielten sich wacker im Mittelfeld. Physik und Chemie nahm ich so mit. Ganz weit hinten auf Liste war Mathe, aber das auch nicht zu Anfang. Erst als man mir beizubringen versuchte, dass man mit BUCHSTABEN auch rechnen kann war es für mich aus.

***

Ansonsten war es ein trüber Tag mit viel Nass und Kalt.

Am Morgen bekam das Auto seine Winterreifen. Das ging sehr fix. In einer halben Stunde war ich durch. Es reichte so just für einen Kaffee zu trinken und einen Blick in die Tageszeitung zu werfen.

Danach fuhr ich heim und räumte die Wohnung auf. Es unglaublich wieviel anfällt, wenn man zwei Tage nur rumgegammelt hat. Am Nachmittag kam nämlich die Putzfrau (nicht die Aufräumfrau) und die wird nur fürs putzen bezahlt.

Ich ging derweil eine Runde Schwimmen, was sehr gut tat. Wenn ich morgen beizeiten wach bin werde ich das wiederholen. Danach verzog ich mich ins Renert für eine Leserunde im New Yorker und weil ich dem Putzwirbel nicht im Weg sein wollte.

So richtig zum Lesen kam ich aber nicht, denn ich traf Bekannte und grüßte hier und da und ehe ich mich versah war der Nachmittag vorbei.

Im Letz Boys war es dann wesentlich ruhiger und ich konnte ich Ruhe im Blog vorschreiben.

Es lief Tanzmusik aus dem 80ern auf die ich abging, als sie in den Hitparaden war unter anderem ein Lied das ich jahrelang nicht gehört hatte:

Es ist schon seltsam wie sehr sich die Lieder ins Gedächtnis einbrennen und ich noch jedes einzelne Wort mitsingen konnte.

Ich blieb nicht allzulange.

Zuhause schaute schaute ich mir einen Film an den ich nicht im Kino gesehen hatte. Live By Night von und mit Ben Affleck. Ich hatte damals wenig von dem Wirbel um den Film mitbekommen. Und ja, der Film ist wirklich nicht besonders. Allen voran Ben Affleck ist sehr hölzern und unüberzeugend.

Ein geretteter Tag

Ich brauchte sehr lange um einzuschlafen. Das letzte mal, dass ich wissentlich auf den Wecker sah, war es 3:36. Am Morgen knappe fünf Stunden später, wachte ich mit verquollenen Augen auf und fühlte mich elend. Mein Hirn muss in der Nacht sehr viel verarbeitet haben, weil ausgeschlafen fühlt sich anders an.

Die beste Ablenkung ist immer noch das Internet leer lesen, was ich auch tat. Zwei voll Stunden lang. Danach war ich endlich bereit zum aufzustehen und für eine Tasse Kaffee.

Diese Jahreszeit tut mir nicht gut und der November ist eh der schlimmste Monat. Und wenn es dann so ein Tag ist wie heute, an dessen Vorgänger vor zehn Jahren, ich mich mit fast allen traurigen Details erinnern kann, dann macht das die Gesamtsituation nicht besser.

Andererseits schalt ich mich selbst, was das alles soll. Ich wusste ja dass der Tag kommen würde, dass ich gut daran täte, ihn schon vorab zu ‚bekämpfen‘ mit irgendwelchen Ritualen oder ihn sehr viel bewusster anzugehen mit schönen Erinnerungen u.s.w., aber nein. Er knüppelte mich rücklings so nieder, dass alles was ich sonst mache, (ganz bestimmte Musik hören, oder mir das tröstliche Bild in Erinnerung rufen, das ich in der Therapie entwickelt habe) keine Wirkung mehr zeigte.

Kurz nach Mittag raffte ich mich dann auf und überlegte was ich tun könnte. Was ich diese Woche schändlich vernachlässigt hatte, war Schwimmen. Nein, auch nicht. Werde ich morgen früh machen gleich nach dem Winterreifen Wechsel. Und so mäanderte ich durch den Rest des Nachmittages durch die Wohnung , schrieb im Blog ein wenig vor und tat lauter Dinge die mich ablenkten.

Am Abend dann ein kompletter Programmwechsel. Das war nämlich schon vor langer Zeit vorprogrammiert und das war sehr gut so. Ich besuchte mit der D. die Voraberöffnung der Art Week.

Es war so brechend voll dass wir es nicht sehr lange aushielten.

Ich schlug vor, dass wir das neue koreanische Restaurant Sodam in meinem Viertel aufsuchen. Es hat erst vor wenigen Wochen eröffnet und ich hörte bis jetzt nur positives. Es gibt deren sehr wenige in unser Gegend und zu Anfang dachte ich, dass es wieder einer dieser Asiaten sei, der alles anbietet. Aber nein. Die Karte ist sehr klein gehalten.

Wir hatten beide den Klassiker Bibimbap und der war großartig.

Und so furchtbar wir der Tag begonnen hatte, so schön endete er.

Aus dem Familienalbum 50

Es ging mir am Dienstag nicht besonders. Am Morgen war ich noch guter Dinge und dann langsam verdüsterte sich meine Stimmung. Als ich nach Unverblogbarem, das mir heute schwerer fiel als gewöhnlich, wieder in den eigenen vier Wänden war, ging ich noch die Straße hinunter zur A. Und plötzlich schwante mir warum es mir so schlecht ging. Ich blätterte im Blog zurück:

Heute vor zehn Jahren am 9. November 2013, verstarb meine Mutter. Das Foto ist von 2006 kurz bevor die schleichende Krankheit zuschlug und sie sieben Jahre später dahinraffte.

Zehn Jahre. Und doch gibt es manchmal Momente an denen es sich anfühlt, als ob es erst gestern gewesen wäre.

Und da war sie wieder, diese übermächtige Traurigkeit, die mich schon seit einigen Wochen begleitet und die ich an nichts festmachen konnte.

Ich brauchte lange bevor ich endlich schlafen konnte…sehr lange.

Asterix & Luxchat

Viel Unverblogbares. Und dafür sauste ich gleich am Morgen kurz nach Trier und zurück um wegen der Premierengeschenke.

Am Nachmittag nahm ich mir die Zeit um den neuen Asterix und die weiße Iris zu lesen. Ich laß auf französisch.

Er ist ein wenig anders, da es hier um psychologische Spielchen geht, so wie auch schon in La Zizanie. Und doch finde ich ihn sehr gelungen, weil auch wieder Heutiges mit der Römerzeit bzw. Gallierzeit verbunden wird. Ganz besonders gelacht habe ich über sie SNCF und den CGV (Chare à Grande Vitesse) und dessen Verspätungen. Das dürfte für die deutschen Übersetzter eines der kleineren Probleme gewesen sein, (die deutsche Fassung gibt es ja schon) denn die DB mit dem Intercity steht dem ja in nichts nach.

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Letztes Jahr schon brachte der Luxemburger Staat ein internes Chat System mit einer Messengerapp heraus, das nur den Staatsbeamten vorbehalten war. Joel Adami berichtete letztes Jahr im November darüber in der Woxx.
Jetzt gibt es auch eine öffentliche App, die jeder herunterladen kann. Luxchat.

Ich werde mich die nächsten Tage mal eingehender damit beschäftigen und dann berichten. Was mich vor allem interessieren würde wäre, ob das auch im Ausland funktioniert, oder nur ein internes luxemburgisches System ist, mit dem sich ausschließlich mit Luxemburger Nummern an anmelden kann. Wäre einer meiner Leser aus dem Ausland so nett und versucht mal ob das geht?

Montag mit anfänglichem Missmut & anschließendem Spaß

Am Morgen erst einmal das gestrige Posting von Null an geschrieben. Sonst schreibe ich ja immer am Tag selbst ein wenig vor. Das dauerte dann diesmal länger.

Dann entdeckte ich etwas, um das ich mich schon hätte früher kümmern müssen. Ich hatte ja die Kalender von Plonk et Replonk bestellt, die immer noch nicht angekommen sind. Was der Lieferant mir vergessen hatte mitzuteilen, war, dass sie an eine Abholstelle geliefert wurden und nicht zu mir heim. Das sah ich aber erst als ich mich in mein Konto einloggte, wo ich sie bestellt hatte. Die Abholstelle behalten die Pakete maximal eine Woche und dann sind sie wieder weg! Ich hätte sie durchaus abholen können wenn man es mir geschrieben hätte! Verdammter Mist! Ich hatte nämlich nie angegeben dass ich sie dorthin haben möchte. Grr! Also alles nochmal von vorn.

Ich kaufte also gleichmal Frustschockolade. Das half aber nur so mittelmäßig. Es gab eh noch genug anderes am Rechner zu tun, was mich in letzter Zeit mehr nervt als sonst.

Zwischendurch, einfach weil ich das kann und es im Anschluss besser durch den Tag bringt, ein Nickerchen. Sehr gut.

Später dann ein bisschen Spaß im Theater:

Es gibt selten Perücken, in denen ich gut aussehe. Aber die hier geht eigentlich und gibt mir auch etwas Cilchéhaftes. Eine Mischung zwischen Andy Warhol und David Bowie aus dem Discounter.

Keine Lust zu kochen. Zudem konnte ich früher weg als gedacht. Also ging ins Parc Belair. Die neue Wintermenükarte kam heute und darauf stand ein Gericht, das ich schon lange nicht mehr hatte. Ein Lammnüsschen mit schwarzem Knoblauch. Oh ja, bitte:

Es war köööööstlich.

Noch ein Café Gourmant hinterher und der Tag war gelaufen.

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Den Film würde ich gerne sehen. Das scheint ein großer Spaß zu sein.

WMDEDGT: Ein Sonntag mit viel Regen

Ich habe schon lange nicht mehr bei der Was machst du eigentlich den ganzen Tag Aktion mitgemacht, fiel mir mal auf, also machen wir das heute. (Aber ich mache es ja eh fast jeden Tag.)

Diese Stürme der letzten Tage und auch das Wetter hatten zur Folge, dass ich mehrfach heftige Kopfschmerzen hatte. Und wie es schien, war ich damit nicht allein, denn es klagten mehrere Menschen in meinem Umfeld über das gleiche Phänomen.

Da ich am Samstag kopfschmerzbedingt das Schwimmen gestrichen hatte, wollte ich das am Sonntag Morgen nachholen. Aber es regnete so sehr, dass ich zum Schwimmbecken hätte hin schwimmen müssen. Also werkelte ich daheim herum. Nach einem Kaffee und Internet leer lesen, nahm ich mir das, vor was ich schon seit Tagen hätte tun sollen.

Ich verarbeitete jetzt endlich die Quitten die ich gekauft hatte, die sich aber sehr gut halten wenn man sie kühl und dunkel lagert. Dafür ist der Schrank draußen auf dem Balkon ideal.

Ich schälte und schnippelte sie klein, zusammen mit einem ordentlichen Stück Ingwer, setzte einen Liter Earl Grey Schwarztee auf und kochte die Quittenstückchen nach diesem Rezept der Kaltmamsell ein. Prinzipiell bin ich nicht der große Quitten Fan. Quitten Gelee mag ich z.B. gar nicht. Aber so, als eingelegtes Obst mag ich sie, zum Beispiel mit Frischkäse oder Joghurt, oder auch zu Vanille Eis passt das hervorragend, da man ja eh schon einen Vanillestange im Sud mitköcheln lässt.

Fertige, frisch aus dem Ofen heiße Abfüllgläser zum Befüllen.

Ich betätigte die Waschmaschine mehrfach und sah mir zwischendurch eine Doku auf Arte an, über neue Erkenntnisse von Höhlenmalereien aus Frankreich an, die wahrscheinlich nicht vom Homosapiens stammen, sondern vom Neanderthaler. So ganz konnten sie mich nicht überzeugen, aber es weisst alles darauf hin, dass es tatsächlich so sein könnte.

Am späten Nachmittag entschloss sich die sehr dichte Wolkendecke dann doch noch einmal aufzureißen.

Ein paar kleine rosa Flecken. Es gibt sie noch, die Sonne.

Am frühen Abend ließ ich mich vom Fernseher berieseln und schlief sofort darüber ein. Ich schnarchte eine volle Stunde lang, denn ich erwachte als es schon dunkel war und mit trockenem Hals.

Ich beschloss mit Komfort Food zu machen, Mäc’n Cheese, mein Klassiker seit Jahren, den ich immer wieder abwandele, je nachdem was der Kühlschrank oder der Speiseschrank hergibt. Diesmal machte ich Orcceitte mit Peccorino, statt Parmesan und Kampot Pfeffer. Da ich noch eine kleine Dose Thunfisch hatte, geräuchert und in Öl eingelegt krümmelte, ich davon ein wenig darüber, erstmal nur um zu sehen ob das schmeckt und es passte gut.

Spät zu Bett, denn nach dem Nickerchen war ich noch lange hellwach.

Die Tagesfrage & CAL

Gibt es ein Lebensalter oder Lebensjahr, das du noch einmal erleben möchtest?

Ganz ehrlich, nein. Es gab immer wieder Abschnitte dazwischen die Sch…. waren. Es gab mal eine Zeit in der ich überzeugt war, dass die ungeraden Jahre besser wären als die anderen. Das hat sich letztendlich auch nicht so sehr bestätigt. Es gab einen Tag als ich 19 Jahre war, der so perfekt war, dass ich ihn heute noch in Erinnerung habe. Aber das war nur diese einzige Tag. Ein Tag im Sommer, an einem Getreidefeld vorbeifahrend auf einer Straße die es nicht mehr gibt -und Radio lief ‚Forever Young‘.

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Ein grauseliger Tag der mit gewaltigen Kopfschmerzen losging, so sehr, dass ich kurz nach dem Aufstehen am Morgen schon wieder in der Horizontale lag. Ich rauschte dann kurz vor Mittag kurz zum Wochenmarkt und wieder zurück und wurde dabei platschnass. Nicht schön.

Am frühen Nachmittag besuchte ich mit der D. die alljährliche Ausstellung des CAL.

Es waren wie immer ein paar sehr schöne Objekte dabei, aber nichts bei dem ich Liebe auf den ersten Blick verspürte. Das Bild oben ganz in schwarz, mit Kohle gezeichnet, das aber im Foto nicht zur Geltung kommt, mochte ich schon sehr.

Am Abend dann zweite HP.

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Ein Foto wollte ich noch zeigen, das ich schon vor Tagen gemacht hatte. So sehen die Haare nach der Dusche aus:

Nach vorne spitz zugeschnitten.

Friseur & singende Nonne

Friseur am Morgen vertreibt… ihr kennt den Spruch. Es ist alle drei Wochen das gleiche Ritual. Jetzt sieht das wieder aus wie neu:

Es ist gruselig kalt, grau und nass. Am liebsten hätte ich much daheim verkrochen, unter die Bettdecke mit einem Buch, doch das ging nicht. Ich hatte eine erste Hauptprobe.

Alles lief glatt.

Später am Abend schaute ich mir eine Doku auf Arte.tv an über Soeur Sourire, die singende Nonne aus den 60ern, die einen Welterfolg hatte, mit dem Lied Dominique. Ich hätte vor ein paar Jahren beinah auf einen Spielfilm über ihr Leben gearbeitet. Ihre Geschichte kannte ich gar nicht. Ich weiß noch, dass mein Vater die Platte von ihr hatte. Es ist eine traurige Dokumentation, die auf den Aufzeichnungen ihres Tagesbuchs basiert. In den 80ern, lange nachdem sie aus dem Orden ausgetreten war, beging sie Selbstmord.

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Für die, die des Französischen mächtig sind:

Baba au Rhum ou Savarin?

Die beiden Desserts ähneln sich wie die Faust aufs Auge und doch sind die Namen do verschieden, dass ich mir schon seit jeher dachte, dass es da einen Unterschied geben muss. Und in der Tat:

(Übersetzt)

Auf den ersten Blick könnten ungeübte Geschmacksknospen etwas schnell sagen, dass der Baba au Rhum und Savarin den gleichen Geschmack haben. Das ist nicht ganz falsch, aber ein bisschen simpel. Diese beiden Desserts, die zu den beliebtesten gehören, haben jedoch eine sehr starke Verwandtschaft,…

Singular‘s

Zugegeben, der Text ist von jemandem geschrieben, der nicht nur eine Vorliebe für lange Sätze hat, (so wie ich hin und wieder) sondern eine Obsession. Das macht ihn etwas holperig zu lesen.

Der Baba ist vor allem viel älter und stammt aus der russisch orthodoxen Küche, zu Anfang aber ohne Rum.

Schwimmen, re: & Jazz

Schwimmen am Morgen… und so weiter.

Es gibt wenig zu berichten, mit Ausnahme dass ich diesmal durch einen glücklichen Zufall ein Early Bird Ticket für die re:publica erwischte, weil die Kaltmamsell es postete. Das lohnt in dieser Hinsicht sehr, denn das reguläre Ticket ist um Längen teurer. Und damit ist es ja nicht getan, denn es fehlt noch die Anreise und die Unterkunft.

Am Abend ein Konzert in Mersch.

Sascha Ley & Gerog Ruby – Hildegard Knef Revisited

Sascha lernte ich kennen als ich meine ersten zarten Gehversuche in der Luxemburger Kulturszene machte. Die neue Konzertreihe über Hildegard Knef hatte Permiere in Luxemburg. Ich muss sagen, dass Jazz in der Form nur sehr bedingt my cup of tea ist. Aber bei Sascha mache ich eine Ausnahme, denn sie macht recht außergewöhnliche Dinge mit ihrer Stimme und hat zudem eine enorme Präsenz auf der Bühne, die dich einfach gefangen hält.

Und dann noch etwas was mich dann doch recht stutzig machte gestern. Auf dem Hinweg nach Mersch hörte ich im Radio von den vielen umgefallenen Bäumen und all den Menschen die durch ganz Europa durch den Orkan ums Leben kamen. Auch hier in Luxemburg hatte er ein paar Bäume entwurzelt. Ich hatte aber, bis zu dem Zeitpunkt als ich es in den Nachrichten hörte, rein gar nichts von dem Sturm mitbekommen. Auch am Morgen sah und hörte ich nichts außergewöhnliches. Ging das anderen auch oder bin ich hier in einer Ecke gewesen die verschont blieb?

Im Kino: The Boy an the Heron, der neue Miyazaki.

Fangen wir gleich mal mit dem Trailer an, den ich absichtlich nicht vorab gesehen hatte.

Wenn ihr die wunderschönen Filme von Hayao Miyazaki kennt, die er davor gemacht hat, wisst ihr zu welchen großen Anime Filmen der Mann fähig ist. Es ist nicht umsonst der erste und bis dato einzige japanische ^Zeichentrickfilm Macher, der einen Oscar erhielt. Ich bin schon seit Jahren ein Fan von ihm und ich gebe es auch auch ganz unumwunden zu.

Die D. hatte mich gefragt ob ich mir den neuen Film ansehen heute an Allerheiligen ansehen mag. ( Manchmal muss man mich auf mein Glück aufmerksam machen.) Ich sagte sofort zu. Zudem ist ein Film der sehr gut zu dem Feiertag passt.

Ich mag eigentlich gar nicht über die Geschichte selbst sprechen. Ich kann nur sagen, dass ich so tief darin abgetaucht war und die so weit in der Phantasie geht und so viele irrsinnige und verrückte Charaktere hat, dass ich einen Moment brauchte wieder aufzutauchen. Wir waren uns beide einig dass, wir ihn uns noch einmal ansehen müssen.

Jetzt, da ich ein bisschen Abstand dazu gewonnen habe, muss ich sagen, dass der Film weitaus dunkler ist, als Ponyo oder Totoro oder auch noch Chihiro, und eher in der die Richtung Laputa geht, den ich immer um einen Gangart härter empfunden habe. Es kein Film für kleine Kinder.

Aber er ist so großartig dass ich ihn mir als DVD kaufen werde.

Ein letztes Bild vom Boulevard Royal, aus einer sehr ruhigen Innenstadt, bevor es heim ging.

Die Tagesfrage passend für die kommenden Tage

Das Wetter ist trist und grau. Da passt es doch gut, dass ich hinsichtlich der Tagesfrage ein wenig Lesestoff rausgesucht habe. Holt euch was zu trinken. Kaffee, Tee, für die Zartbesaiteten vielleicht auch was Stärkeres, denn das ist alles nicht so lustig. Und da Allerheiligen ja vor der Tür steht, wo man den Menschen gedenken soll, die nicht mehr da sind, inspiriert es vielleicht einen von euch auch mal etwas über ein verstorbenes Familienmitglied zu schreiben.

Beschreibe ein Familienmitglied.

Das habe ich schon über all die Jahre, mit allen Familienmitgliedern getan.

Mein Bruder

Mein Vater

Meine Mutter

Großmutter Marie

Großmutter Thérèse

Großtante Géidi

Großonkel Nicolas

Tante Gritty (Ich las den Text jetzt eben noch einmal und fand, dass ich da irgendwann nachbessern muss. Er wird ihr nicht gerecht.)

Wochenmarkt, Pferde und Blue

Ich muss auch mal wieder was schreiben.

Am Morgen beim Aufwachen sehr gelacht weil mir das etwas vom INA in die Timeline gespült wurde:

Die Gogotänzer !!! In den 80er war ja vieles anders, aber das muss man doch damals auch nicht ernst genommen haben, oder? Auch der Text des Liedes ist sehr grenzwertig. Fast ein bisschen wie Shu Shu Shu, Sha Sha Sha.

***

Kurz auf den Wochenmarkt.

Volle Suppe Regen. Wenn ich nicht gemusst hätte, wäre ich daheim geblieben. Aber ich wollte Quitten haben. Und ich fand schöne, die ich am Sonntag in schwarzem Tee einlegen werde, nach einem Rezept der Kaltmamsell.

Am späten Nachmittag fuhr ich mit der D. zum Pferdegehöft von Dalton. Die A. gibt Dalton regelmäßig zu einer Springreiterin, da Dalton in sehr jungen Jahren ein wenig ‚hüpfen’ gelernt hatte, und er liebt es über alles.

Hier der letzte Rundlauf:

Anschließend gingen wir eine Runde mit Calido, dem Pferd was die A. in Pflege hat und doppelt so alt ist wie Dalton. Ich führte in am Halfter.

Calido ist im Gegensatz zu Dalton, obwohl er größer ist, fast ein Schoßpferdchen, so brav ist er.

Geplant war dass wir anschließend zu dritt uns ins benachbarte Frankreich begeben, wegen der ‚Nuit des Chateau‘ (die Schlössernacht). Doch das Wetter war so kaltnass, dass wir die Begeisterung nur sehr schwer unterdrücken konnten, nicht zu gehen.

Also gab es ein improvisiertes Abendessen bei der A.

Ja, das struppige Etwas ist Blue. Sie geht nächste Woche zu trimmen, dann sieht sie wieder chic aus.

Kurz nach 23:00 war Schluss und ich ging auf einen letzten Absacker noch ins Letz Boys.

Ich kann, weil ich will, was ich muß

Das kleine blaue Notizheftchen schenkte mir die A. vor einigen Tagen und es war so, als ob sie es unbewusst geahnt hätte. Es wurde zu meinem Mantra der letzten Tage.

Wieso, weshalb, warum, drüber kann ich nicht schreiben. Nur so viel, ich schreibe zur Zeit auch anderweitig und das ist kräftezehrender, als ich dachte. Aber es ist bei weitem nicht der einzige Grund, warum es hier still ist. Es gab unter anderem auch ein paar technische Probleme mit der Homepage.

Ich bitte um Nachsicht, das wird auch wieder besser. Hoffentlich.

Tarte Tatin mit Tomaten

Am Morgen ein Großeinkauf im benachbarten Ausland. Es war höchste Zeit, denn mir fehlte so manches in Haushalt.

Und wenn ich schon mal dort war, fuhr ich noch ein Stück weiter nach Orscholz, nicht um mir dir Sasrschleife anzusehen ( die hatte ich schon einmal hier gezeigt) sondern um Infos zu bekommen zwecks eins kleinen Wellnessaufenthaltes im Landhotel Saarschleife.

Wieder daheim tat ich für ein paar Stunden Unverblogbares um später dann ich der Küche zu werkeln, da die A. mit Hundedame Blue zum Abendessen kam.

Blue bekam ein paar Leckerlis und für uns gab es das was in der Überschrift steht. Ok, I‘m late to the party, denn ich hatte den ganzen Sommer über das Rezept mehrfach in Shorts auf Insta gesehen.

Es wird weitaus schöner wenn man Tomaten verschiedener Couleur nimmt. Die bekommt man aber nicht mehr im Herbst. Also griff ich auf die festeren, länglichen, italienischen Tomaten zurück, die nicht so viel Saft haben.

Im einer Pfanne brät man zuerst ein große kleingeschnittene rote Zwiebel an in Öl mit etwas Salz und Pfeffer weich bis sie anfängt zu karamellisieren. Auf kleiner Hitze bitte damit sie nicht verbrennt. Für gewöhnlich nimmt dafür auch eine Prise Zucker, aber in mir sträubt sich alles, denn die rote Zwiebel hat an sich schon eine ganz leichte Süße und ich wollte ja keinen Nachtisch machen. Wenn die Zwiebeln nach ungefähr 15 Minuten durch sind, nimmt man sie aus der Pfanne und gibt nochmal einen kleinen Schuss Öl hinein. Die Tomaten werden dann in verhältnismäßig dicken Scheiben in der Pfanne ausgelegt, so dass der ganze Boden bedeckt ist. Pfeffern und salzen und bei mittlerer Hitze braten. Wenn dann der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist, gibt man gibt man einen Schuss dickflüssigen Balsamicoessig dazu und ein paar Zweige frischen Thymian ( ich hatte getrockneten genommen, ging auch) das lässt man ein Weilchen weiter braten, bis der etwas beißende Essiggeruch weg ist. Anschließend verteilt man die gebratenen Zwiebeln darüber und zerkrümelt noch Fetakäse darüber.

Dann nimmt man die Pfanne vom Herd und gibt den ausgerollten Blätterteig (ich hatte TK Teig genommen) darüber und schlägt ihn, so gut es geht, ohne sich die Finger zu verbrennen (so wie ich), seitlich ein, damit die Tomaten ganz darunter verschwinden. Dann wandert die Pfanne in Backofen, bei 180 Grad Umluft, für 25-30 Minuten.

Wenn der Teig hellgolden ist, die Pfanne herausnehmen:

Umgekehrt auf eine Platte stürzen und sofort servieren. Das sieht dann so aus:

Die Tarte sieht mega aus und ist sündhaft lecker. Reicht für zwei Personen, wenn man noch einen gescheiten Salat dazu serviert.

Man könnte auch Kirschtomaten nehmen. Da sah ich mehrfach, als ich das Rezept googelte. Aber ich denke, es geht wohl am besten mit einer Sorte die wenig Saft hat.

Nachtrag:
Ein Foto wollte ich noch posten. Den ganzen Tag über hatte es ordentlich geschüttet. Ganz besonders als ich von benachbarten Ausland wieder heim fuhr. Erst als der Tag zu Neige ging, bot sich mir dieses Schauspiel auf den Balkon:

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Könnt ihr euch erinnern, dass sich kurz nach der Pandemie ein Zusammenschluss von Köchen hervor tat, die einen Homeservice anboten, bei dem man den Koch zu sich nachhause bestellen konnte und er kochte an Ort und Stelle? Ich hatte drüber berichtet, weil die Revue einen mehrseitigen Bericht darüber gemacht hatte und ich den Koch bei mir daheim hatte. Es war Clovis Degrave aus der Hostellerie du Grünewald. Seit gestern ist bekannt, dass Gault&Millau ihn nun zum Nachwuchschef des Jahres in Luxemburg gekürt hat.
Clovis hat inzwischen zwei Restaurants, eines vom Hotel, das andere ist das Chef’s Table und ich werde das Anfang November probieren.

Sonntag

Am Morgen langsam in die Gänge gekommen und erstmal in Ruhe, noch im Bett liegend, den Vortag verbloggt. Es war ein Glas Wein zu viel gestern und das spürte ich. Diesmal konnte ich das Wetter nicht für das Schädelbrummen verantwortlich machen. Es war meine Schuld.

Das Lied von Robin S. ließ mich nicht los. Und so fing ich an eine Dancefloor Playlist zu erstellen mit den Songs auf die ich in den 90ern abging, wie Schmitz Katze. Was ich bei Apple Music sehr schade finde, ist dass ihr Algorithmus, egal wie sehr ich ihn beeinflusse, mir nie die Vorschläge bringt die ich eigentlich suche. Zum Suchen ist YouTube dann wesentlich besser, obwohl die inzwischen unglaublich nerven mit Werbung. Ich habe das Gefühl, dass sie sich in den letzten beiden Jahren vervierfacht hat. Die einzige werbefreie Lücke die es noch gibt ist, wenn ich Videos ins Blog setze. Ich schweife ab…

Jedenfalls bastelte ich an der Liste, die aber noch nicht fertig ist, aber man kann schon mal hier reinhören.

Ich las heute in meiner Timeline im blauen Hommel Himmel, etwas über Linkdin. Tummeln sich da ein paar meiner geschätzten Leser? Ich war vor etlichen Jahren mal dort bis ich herausfand, dass das so gar nicht meine Welt ist und ich dort in punkto Business gar nicht die Leute finde, die für mich von Relevanz sind. Die Einzigen die mir hinterher hechteten waren Werbeagenturen, für die ich nun wahrlich nur sehr begrenzt was mache. Ansonsten fand ich nur Managergebrabbel, das sich, wenn man es wirklich in seine Bestanteile zerlegte, wie Luft anfühlte, also nichts handfestes. Im Gegenteil, es zeugte sogar sehr oft von großer Inkompetenz.

Für den Rest des Tages saß ich lange am Rechner und schrieb, nicht im Blog, sondern anderweitig und das über mehrere Stunden. Es ging gut voran. Aber danach war ich auch leer im Kopf. Ich bin es ja nicht gewohnt über Stunden hinweg zu schreiben. Das tägliche Bloggen ist ja nur Zustandsbericht, aber das hier war etwas anderes.

Am Abend ein Baumgartner Video. Ich finde es nach all den Jahren immer noch faszinierend, dass er immer noch mit neuen Techniken und Methoden zur Restaurierung daher kommt, die er noch nicht gezeigt hat.

Samstag mit Schwimmen, Dierfgen & Cinnamood Test

Seit Dienstag ist die Badeanstalt wieder geöffnet und ich hatte nicht daran gedacht, hinzugehen. Jetzt aber! Kurz nach 10:00 war ich im Wasser. Eine Wohltat für Leib und Seele. Ich schwamm 20 Minuten toujours durch. Fragt mich nicht wieviele Meter das waren, ich zähle die Bahnen nie, denn das macht mich wuschig im Kopf.

Anschließend kurz über den Markt. Einen schnellen Kaffee im Renert und eine Runde durch die Grand Rue.

Ich hatte den neuen Cinnamood Laden schon einmal gezeigt am Tag der Eröffnung als eine lächerlich lange Schlange vor der Tür stand. Ich beschloss ein paar Wochen verstreichen zu lassen und dann reinzugehen, wenn der erste Hype durch ist. Derweil machte ich mich ein wenig schlau über den Laden. Der erste Laden wurde in Köln eröffnet und es ist eine Franchise Kette, die aus einem Startup erwuchs. Wir sind uns ja alle einig, dass diese Zimtschnecken nicht an Ort und Stelle hergestellt werden. Die Läden werden beliefert und es wird an Ort und Stelle aufgebacken. Es ist also im besten Sinne eine Aufbackstation und die Topings werden kurz davor draufgeschmiert.

Heute ging ich hin weil und ich just einen guten Moment erwischt hatte, und keine Schlage vor der Tür war. Ich kaufte zwei Stück.

Einmal den Klassiker nur mit Zimt und eine mit Krümel und Creme aus Karamellgebäck.

Da ich in Bad Ischl mehrfach frische warme Zimtschnecken von einer kleinen Schaubäckerei, dem Rührwerk, gegessen hatte, die wirklich famos waren, konnte ich vergleichen.

Die D., die sie schon davor probiert hatte, hatte mich vorgewarnt. Und sie behielt recht.

Die Zimtschnecken von Cinnamood fallen komplett durch. Vom Teig her sind die Dinger irgendwie nicht richtig durchgebacken. Es zerschmilzt sofort im Mund zu einem Brei. Man bekommt nicht die Chance einmal zu kauen, denn es ist sofort weg. Das konnte man sehr gut beim Klassiker sehen, der ansonsten vom Geschmack her gut war und nicht zu süß. Die Schnecke mit Topping aber haute mir fast die Zähne aus dem Mund, so süß war sie. Und wieder war der Teig auch nur so ein schaumiges Etwas das im Mund sofort zerfällt. Zudem bezahlte ich für die zwei Teile stolze 10,30€. Anderweitig bekommt man in der Stadt überall Schnecken (aus Plunderteig wohlgemerkt) die die Hälfte kosten und der Hammer sind.

Fazit: Cinnamood ist für mich ein NoGo und nicht zu empfehlen. Schade, denn richtig gute Zimtschnecken auf Hefeteigbasis können sehr köstlich sein. Aber es ist wie immer. Es wird ein Hype erschaffen und alle Doofen fallen darauf rein.

Am Abend war ich dem J. im Dierfgen verabredet. Ich war schon lange nicht mehr dort gewesen. Leider habe ich keine Fotos gemacht, aber es war schön mal wieder dort zu essen, zumal es ein paar schöne Erinnerungen hervorrief. Das Dierfegen ist nämlich ein Lokal mit deftigen teilweise luxemburger Gerichten.

Einen letzten Absacker gab es im Letz Boys.

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Über Herrn Buddenbohm ein Podcast über Neurodiversität gefunden und gehört.

Neurodiversität: Zwar anders, aber völlig richtig im Kopf

Sehr hörenswert.

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Ich sollte anfangen, mich mehr mit KI zu beschäftigen und wie ich das für meine Zwecke nutzen kann. Ich denke dass es mir sehr helfen könnte wenn ich Recherchen machen muss, hinsichtlich von Looks die in einem Theaterstück zur Anwendung kommen. Ich sah vorgestern bereits eine Reportage auf Phönix und was da inzwischen alles machbar ist. Sie stellten einen deutschen Radiosender vor, der vollkommen auf KI aufgebaut ist. Die Nachrichten und Wettervorhersagen werden von einer synthetischen Stimme vorgelesen. The Rock /Radio Helgoland.

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Vor 30!!!! (Ich kann es nicht glauben, dass es schon so lange her ist) 30 Jahren, zog mir dieser Song immer die Schuhe aus und die Tanzfläche war stets brechend voll, sobald der erste Ton kam. Und die Stimme von Robin! Gänsehaut pur.

Und jetzt bitte alle auf das Video klicken und auf sehr laut stellen, ja?

Freitag mit Pot-au-Feu

Sehr spät erwacht.

Pot-au-feu (französisch für „Topf auf dem Feuer“) ist ein klassischer Eintopf der ländlichen Küche Nordfrankreichs, bestehend aus Rindfleisch, Gemüse und einem Bouquet garni, bei dem auch eine Brühe entsteht.

Das hatte ich für den Besuch gekocht, immer davon ausgehend, dass ich für Gäste Dinge koche, die ich für mich allein nicht machen würde, weil es zu aufwendig ist oder als Einzelportion nicht machbar. Das sah dann so aus:

Und es war so ungemein lecker, dass ich es noch einmal machen werde in den nächsten Tagen.

Ich fand in der Küche im Regal ein Buch wieder, ich völlig vergessen hatte. Kann sich nich jemand an die Sendungen mit Werner O. Feißt und Karhrin Rüegg erinnern, „Was die Großmutter noch wusste“?

Die Kochsendung lief ewig lang im SWR. Verschiedenes habe ich damals auch nachgekocht. Ich kann mich erinnern, dass ich einmal den Großteil des Weihnachtsmenüs der Sendung nachgekocht hatte. Meine Mutter und meine Tante waren große Fans der Sendung. Sie gingen sogar einmal mit auf eine organisierte Reise der Sendung und davon gibt es auch ein Foto:

Der Herr in der roten Schürtze ist Herr Feißt. Meine Mutter hatte damals auch die Produzentin der Sendung, die ebenfalls mit dabei war, kennengelernt und diese Freundschaft hielt noch viele Jahre an.

Ich blätterte eine Weile in dem Buch, das sich dann dich als nicht so spannend und interessant herausstellte, zumindest gab ich für mich keine nennenswerte Rezepte.

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Eine der schönsten Melodien die Ryuichi Sakamoto je geschrieben hat:

Mittwoch und Donnerstag

Ich hatte mir am Mittwoch morgen Zeit gelassen mit Bloggen und hatte daheim ein bisschen Unverblogbares getan. Dann hatte ich ungewohnt früh schon die Aufzeichnung der Sendung, weil zwei Stück hintereinander aufgezeichnet wurden. Ich war in der ersten dabei. Das hieß aber auch ich misste den Wochenmarkt von Programm nehmen.

Ich traf mich anschließend fix mit der D. für einen Snack in der Casa Gabriele. Es befindet sich gleich neben dem Renert, ist winzig klein und ist eigentlich ein Pastageschäft. Doch in der Mittagszeit kann man dort auch essen:

Ich hatte Ravioli mit Lachs gefüllt, die schlicht großartig waren. Wow! Da gehe ich jetzt öfters hin. Warum habe ich das nicht schon früher ausprobiert?

Ich musste mich leider sputen mit dem Essen, da ab 14:00 der Heitzungsmensch antreten sollte, damit ich nicht mehr friere. Er schaffte es tatsächlich die altersschwache Pumpe noch einmal in Gang zu kriegen, doch ich bleute ihm in dem Kopf ein, eine neue zu bestellen und die zeitnah einzubauen, denn es hätte schon letztes Jahr passieren sollen. Gut, letzten Winter war ich auch zwei Monate nicht da und hatte nicht mehr nachgehackt.

Für das Abendessen war Frau Brüllen meine Inspiration, denn sie aß Raclettea am Tag davor, postete auch ein Foto und nun dürft ihr raten was ich gegessen habe:

Bingo!

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Den Donnerstag verbrachte ich zum Großteil mit Besprechungen über die Dinge der kommenden Wochen. Anschließend fuhr ich zum Studio und gab meine Bilder der letzten Woche ab.

Da es fast den ganzen Tag mit Unterbrechungen regnete, hatte ich auch wieder mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Das geht auch wieder vorbei wenn ich mich kurz hinlege, was ich am Nachmittag auch tat, nachdem die Putzfrau gegangen war. Die kam diese Woche schon am Donnerstag.

Ich lag außergewöhnlich früh in den Federn.

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Ein schönes Interview mit den übriggebliebenen Mitgliedern der Rolling Stones.

Dienstag mit einem Klassiker

Den Morgen mit viel Papierkram verbracht.

Dann stellte ich wieder einmal fest, dass die die Heizung nicht ansprang. Das heisst, die Heizung an sich geht. Es ist die Pumpe. Schon wieder. Letztes Jahr brachte ich sie selbst nicht zum Laufen, bestellte den Installateur, der es dann noch einmal schaffte. Ich bat ihn um einen weiteren Termin, damit die Pumpe ausgetauscht wird gegen ein Neue. Doch das schien vergessen worden zu sein. Ich dachte dann auch nicht mehr daran und von Weihnachten an war ich eh für zwei Monate weg.

Ich rief die Hausverwaltung BB an die mir einen Termin aber erst für morgen Nachmittag ausmachte. Früher war nichts frei. Mist.

Ich war dann froh für den kleinen Warmluftpuster, den ich mal für den Keller gekauft hatte. Ich schleppte ihn von Zimmer zu Zimmer in denen ich mich aufhielt.

Ja, ich weiß das Ding ist ein Stromfesser. Aber ich bin ja auch ein frierendes Dingsbums.

Am Abend machte ich mir einen Klassiker, den ich schon lange nicht mehr gemacht hatte. Mac‘n Cheese mit Orechiette. Ich hatte noch Pecorino im Kühlschrank statt Parmesan und es klappte perfekt.

Das Rezept gibt es bei hier.

Und während ich in der Küche herum werkelte war ich froh um den Stromfresser und um das iPad mit dem ich Netfilx und die Fernsehsender schauen konnte. Im Wohnzimmer war es mir zu kalt.

Ich ging beizeiten ins Bett, denn morgen muss ich früher los als sonst.

Vom Verdacht zur Gewissheit

Ich hatte gestern schon den Verdacht, aber heute kam die erschreckende Gewissheit:

Das ist kein Puderzucker auf den Dächern! Das ist FROST! AAAAAAAAAAAH!

(Sofort holte ich den großen Koffer aus dem Schrank, packte für eine unbestimmte Zeit, bestellte ein Taxi, fuhr zum Flughafen und flog auf eine Insel näher am Äquator.)

Ich holte nicht den Koffer aus dem Schrank, obwohl ich das gerne gemacht hätte. Ich hatte am PC zu tun.

Am Abend war ich bei der A.2 eingeladen und es gab ein sehr herzliches Wiedersehen mit den I. aus New York, den ich das letzte Mal vor der der Pandemie gesehen hatte.

Dabei entstand die Idee im Frühling nächsten Jahres nach New York zu fliegen. Lust hätte ich schon. Das letzte mal dass ich in den Staaten war, standen die WTC Türme noch…

Zu essen gab es ein veganes Curry Coucous das sehr gut war.

Ein Ausflug in den sehr hohen Norden

Ich muss gestehen, ich war nur ein einziges mal in Weiswampach. Es war vor fast 30 Jahren einmal sehr spät Abends für ein Date, das aber schief ging. Sehr schief. Es kann sein dass ich später noch einmal dort war, wegen einem Filmdreh, aber das habe ich wahrscheinlich verdrängt, oder er hat keine nennenswerten Spuren in Gedächtnis hinterlassen.

Jedenfalls war das die Idee die ich an diesem Sonntag hatte. Hier gibt es nämlich einen See, der vor einer Weile schon in den Schlagzeilen war, wegen einem großen Wellnesshotel das dort gebaut werden soll. Befürworter und Gegner kamen zu Wort. Da ich den See noch nie gesehen hatte und es aber auch sicherlich Wanderwege dort gibt, fuhr ich hin.

Eine neue Playlist bei Apple erstellt. Songs Clinged On Memories. Da merkt man schon sehr, dass ich ein Kind der 80er bin. Ich hörte sie während ich in den hohen Norden fuhr.

Es sind zwei kleiner Seen. Und in der Mitte der beiden wird dieser gewaltige Komplex gebaut. Ich kann durchaus nachvollziehen warum es Gegner gab. Andererseits soll es die Gegend aufwerten, was aber noch abzuwarten bleibt.

Ich umrundete den ersten See zu etwas weniger als der Hälfte bis zur Absperrung, kehrte um und ging dann dem oberen Teil wieder bis zum Bauabschnitt. Ganz daran vorbeigehen wollte ich nicht, denn es hatte geregnet, es war rutschig und ich hatte nicht das richtige Schuhwerk dabei.

Es ist schon schön und ich konnte nachvollziehen dass dieser Komplex die Landschaft sehr verändern wird und das nicht zwingenderweise zum Vorteil. Die Zukunft wird es zeigen.

Während ich zum Wagen , fing es an zu regnen. Ich war genau zum richtigen Zeitpunkt zurückgelaufen.

Ich aß eine Kleinigkeit beim Chinesen im Ort. Es war ganz Ordnung, aber mehr auch nicht.

Dann trat ich den Weg zurück an, es war immerhin eine Stunde Fahrt.

Nich einen kurzen Abstecher bei der A. und dann war es höchste Zeit ins Bett zu gehen.

Idyllisches aus Beaufort & die Nacht der Museen

Das war ein bisschen sehr viel, aber es war meine Schuld, weil ich etwas übersehen hatte. Was genau bleibt mein Geheimnis. Denn letztlich hat alles geklappt. Nur des A. aus der Alten Heimat weiß Bescheid und der nimmt das Geheimnis mit ins Grab.

Fangen wir in Beaufort an, wo ich mich mit meiner kleinen Cousine der A. traf.

Idyllische Bilder eines Schlosses:

Und die feuerrote Jacke hatte heute zu ersten mal Ausgang,denn es hatte ganz schön abgekühlt.

Am Abend dann, obwohl ich mich dazu aufraffen musste, ein Besuch der Nacht der Museen. Ich machte zwei Museen. Anschließend wurde es so voll ,dass ich keine Lust mehr hatte. Zudem war es schweinekalt.

Auf dem Weg ins MUDAM, an der Philharmonie vorbei.
Das Mudam bei Nacht nochmal einen ganz besonderen Charme.
Auf dem Bild steht genau das was ich tat. Ich fotografierte es digital ab, wissend dass ich mit auf dem Bild bin, skallierte es und schnitt es zurecht.
Eine der zahlreichen Performances.
Und ein wenig Provokation muss auch sein.Dann was wäre Kunst ohne Seitenhiebe?

Ich fuhr mit der Tram Zurück in die Innenstadt und besichtigte, weil es halt das nächstgelegene Museum war, das Casino, denn von den Temperaturen her war ich nicht gewillt noch durch die halbe Stadt zu rennen.

Die schwarz/weiß Ausstellung von Jérôme Zonder. Joyeuse Apocalypse!
Im Erdgeschoss befand sich eine andere Ausstellung von Tessa Perutz.

Letztes Bild war in einem Raum mit sehr monochromatischen Landschaftsbildern, die mich nicht so sehr von Hocker hauten. Interessant und zugleich sehr intensiv war aber der Geruch den Räumen von kiloweise verstreuten getrockneten Lavendelblüten auf dem Fussboden. Es war so intensiv, dass es fast unangenehm war, obwohl ich Lavendelduft eigentlich sehr mag.

Durch die Kalte ging ich heim und lag kurz vor Mitternacht im Bett.

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Wenn die Kult Serie Twin Peaks von Pixar gemacht worden wäre.

Freitag mit Unterschiedlichem

Der erste Gang am Morgen war zur Änderungsschneiderei bei der ich die neue Jeans abholte und meinen liebsten Sommerpulli, in den ich mir ein Loch gerissen hatte. Über den Pulli war ich untröstlich, doch die Näherin konnte ihn retten und man sieht fast gar nicht wo er geflickt wurde. Aber anziehen werde ich ihn dieses Jahr wohl nicht mehr. Die Temperaturen stützen die kommenden Tage auf einstellige Zahlen. Brrr.

Ich musste an die Mosel fahren wegen dem Drink & Draw Abend, den die „Freunde der 9.Kunst“ organisiert hatten.

Ich hatte die Kamera mitgenommen damit ich auch ein paar Bilder habe, für die Sendung nächste Woche.

Und so lernte ich an dem Abend viele neue Comic Zeichnerinnen kennen. Ein paar kante ich schon von vorher, denn es waren auch ein paar von den inzwischen schon der etablierten Künstler dabei.

Wieder in der Hauptstadt hatte ich noch keine Lust in den eigenen vier Wänden wieder unterzutauchen und ich ging nach für einen letzten Absacker ins Letz Boys, und ich sehr viel später heim als ich gedacht hatte.

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Beim Einschlafen noch dieses Feature gehört. Liebe und Gewalt – Dieter, Katrin und Daniel. Ein Mann verschwindet. Das hielt mich dann doch noch eine Stunde wach.

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73.7 % der Einwohner in Luxemburg haben einen Mirgationshintergrund in irgendeiner Form. Die Zahl verwundert mich nicht. Ich z.B. gehöre zu den 9,4 % Luxemburgern, die hier geboren sind und von denen ein Elternteil nicht aus Luxemburg stammt. Das ist die zweithöchste Anteil. Der höchste Anteil, 32,2 %, sind Europäer, die im Ausland geboren wurden, von Eltern aus Europa. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen, ADR* und ersticke daran.

*ADR, für meine deutschen Leser, ist das Pendant zur AFD, auch wenn sie das immer vehement bestreiten, von der Hand weisen können sie es nicht, siehe hier. (Paywall, leider. Es wäre wichtig den Artikel ohne zu haben)

Donnerstag mit Bananen & Kino

Der Mittwoch war, so wie es ausschaut wahrscheinlich der letzte Tag, an dem man noch spät abends draußen sitzen konnte, denn das Wetter schlug in der Nacht auf Regen um.

Ich hatte eh genug Beschäftigung daheim um nicht rausgehen zu müssen und ich hatte auch Lust in der Küche zu werkeln. Ich hatte Bananen gekauft und absichtlich ein wenig liegen lassen, damit sie überreif werden. Die wurden zu einem Bananenbrot verarbeitet. Frisch aus dem Ofen duftete es durch die ganze Wohnung.

Es ist von den Mengenverhältnissen an das Rezept von BBC Good Food angelehnt, aber statt normalen Zucker nahm ich Malzzucker und die kleine zweigeteilte Banane obenauf ist auch optional. Ich finde sie macht aber von der Optik schwer was her und macht es noch bananiger.

Und während ich drinnen werkelte und bug, ging draußen eine Schauer nach der nächsten nieder. Auch die Dachdecker die zur Zeit gegenüber auf dem Dach hämmerten, machten Schluss.

Dann kam eine Nachricht, die mich nicht unbedingt aus der Bahn warf, doch ich muss in den nächsten Monaten eine größere Entscheidung treffen. Und ich denke da brauche ich Entscheidungshilfe.

Am Nachmittag beschloss ich spontan ins Kino zu gehen, weil die Arbeit daheim verrichtet war.

Ich schaute mir Anatomie eines Falls an. Der Film wurde im Mai 2023 bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt und gewann mit der Goldenen Palme. Ich hätte ihn schon in St.Jean sehen können und die D., die ihn schon gesehen hatte, hatte ihn mir wärmstens empfohlen. Sandra Hüller, die Hauptdarstellerin ist atemberaubend gut in ihrer Rolle als Schriftstellerin, Ehepartnerin und Mutter, deren Mann von kleinen Sohn leblos vor dem Haus gefunden wird nach einem Sturz aus dem dritten Stock. Es ist ein Krimi der bis zur letzten Minute spannend bleibt. Die Zerrissenheit der Mutter und des Sohnes sind so spürbar, wenn langsam alles ans Licht kommt. Großartiger Film und ein große Empfehlung von mir.

In einem sehr trüben Licht ging ich vom Utopia ins Renert, dachte noch eine Weile über den Film nach und schrieb dort schon mal in großen Teilen im Blog vor.

Was mir dabei im letzter Zeit sehr auffällt, ist dass ich immer wählerischer werde, was ich mir im Fernsehen ansehe. Ich bin von dem was die Stramingdienste anbieten in letzter Zeit sehr schnell gelangweilt. Eine Serie bingen geht schon seit einer Weile nicht mehr. Es geht soweit, dass ich inzwischen lieber irgendwas im Haushalt wurschtele und derweil ein Podcast oder Hörspiel oder Hörbuch laufen lasse. Das still Rumsitzen geht nur noch beim Schreiben oder Lesen. Das einzige was noch geht sind abgeschlossene Geschichten von maximal anderthalb Stunden und keine endlosen Fortsetzungen. Ich frage mich oft warum das so ist. Früher konnte ich, wenn es mich wirklich packte, eine ganze Nacht durch eine Serie schauen. Geht nicht mehr. Vor allem bei den Netflix hauseigenen Produktionen erkenne ich immer mehr ein Muster, das sich gängig durchzuziehen scheint und alles scheint endlos in die Länge gezogen, dass ich nach drei oder vier Folgen die Geduld verliere. Kennt noch jemand das Phänomen?

Am Abend ging ich heim und fragte mich was ich nebst dem Bananenbrot kochen könnte, denn auf ein Restaurant hatte ich keine Lust. Ich wanderte ein wenig lustlos durch den Supermarkt um letztendlich nur ein wenig Käse zu kaufen.

Wieder in den eigenen vier Wänden, schaute ich mir den Irland Krimi auf ARD an. Nun ja. Nach einer guten halben Stunde war mir klar, wer der Mörder ist.

Mittwoch mit Eis

Ein ruhiger Tag.

Ich hatte jedoch wahnsinnige Lust auf Eis. Also machte ich welches selbst. Im Sommer war ich, durch meine langen Aufenthalte anderswo nicht dazu gekommen. Ich nahm das altbewährte Rezept der Villa Martha, mit ein paar kleinen Änderungen. Die Kristallzuckermenge reduzierte auf 175 gr. und gab einen kleinen Teelöffel Glukose dazu. Das reduziert die Zuckermenge ein wenig und die Glukose verhindert die zu große Eiskristallbildung und macht das Eis cremiger.

Und wenn das Eis in der Maschine anfängt ‚Fäden‘ zu ziehen kann man es umfüllen:

Seitdem ich mein Vanilleeis selber mache, schmeckt mit kein anderes mehr. Ich schmecke sofort raus ob Vanillearoma verwendet wurde oder echte Vanille.

Später ging es mit der A. auf ‚unsere Terrasse‘ im Hotel Parc Belair. Dort blüht und grünt immer nich alles in voller Pracht:

Zu Essen gab es für mich eine Feierstengszalot mit ein paar Pommes.

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Da musste ich unweigerlich lachen, weil ich noch nie von Alfons XIII von Spanien und seinem „Hobby“ gehört hatte:

Dienstag mit Unverblogbarem

Aber nicht alles. Ein bisschen was geht schon noch.

Ich hatte mich für die Nacht gut eingepackt und geschwitzt, damit ich dem Infekt Herr werden sollte. Hat auch geholfen, aber so ganz hergestellt bin ich noch nicht.

Gegen Mittag traf ich mich mit dem P. im Renert und wir machten ein kleines Debriefing vom Wochenende, dann da gab es so einiges. Was genau gehört nicht hierher.

Um 14:00 hatte ich einen Termin in dem nigel nagel neuen Gebäude der Krankenkasse. Es ging hauptsächlich um dem ganzen Papierkram den ich noch vom August aus dem Salzkammergut hatte. In der einen Praxis wurde ich nämlich mit meiner Europäischen Krankenhauskarte ganz in deren System aufgenommen und ich musste nicht mal in Vorkasse gehen. Beim Zahnarzt aber schon, weil die Sekretärin schlicht zu faul überlastet war, die ganze Prozedur der Aufnahme zu machen. Man erklärte mir, dass es bis zu zwei MONATE dauern könnte bevor da eine Rückzahlung kommt!

Im Anschluss holte ich mir die erste Ausgabe des Fanzine ‚Dajee!‘, weil ich da etwas für die No Art Sendung machen muss.

Ich setzte mich noch einmal in den Renert las das Fanzine und erinnerte mich ürplötzlich an den Kalender von Plonk et Replonk den ich noch bestellen sollte. Und was die Jahre davor nicht klappte, klappte jetzt einwandfrei.

Am Abend hatte ich keine Lust auf lesen und ich schaute mir die drei weitere Folgen von Babylon Berlin an.

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Markus Beckedahl schreibt über die massenhafte Abwanderung der User bei Twitter und wo die alle hingehen. Der Exodus von Twitter zu Bluesky und die Hoffnung

Schon lange haben viele Twitter-Nutzer:innen den Wunsch, eine alternative Plattform zu finden. Bei Musks Übernahme im vergangenen Herbst kam es zum ersten Exodus Richtung Fediverse mit seinen zahlreichen Mastodon-Instanzen. […] Die Dezentralität mit einer damals nicht funktionierenden globalen Suche und vielen unterschiedlichen Instanzen mit verschiedenen Regelwerken führten zu einer Unsicherheit, wenn man einfach nur mit seinen gewohnten Peer-Groups weiter kommunizieren wollte, wie es viele für mehr als ein Jahrzehnt lang auf Twitter getan hatten.

Netzpolitik.org

Ja da war auch, der Grund warum ich mich zu Anfang schwer tat mit Mastodon. Inzwischen geht es besser, doch ich habe eine Weile gebraucht um es zu kapieren, insbesondere weil ja dezentral. Beckedahl zweifelt aber auch daran ob Bluesky die Antwort ist.

Schnupfen (argh) & Winterkleidung

Ich hätte es wissen müssen. Sobald es um ein paar Grad nachts kälter wird, ereilt mich der hochgradig tödliche Männerschnupfen. Ich erwachte am Morgen mit verstopfter Nase und trockenem Mund, da ich notgedrungen die ganze Nacht durch den Mund geatmet hatte. Ach Mist und gottverdammte Scheiße, echt jetzt? Muss ich die nächsten Tage wirklich wieder mit dem Tode ringen?

Am Morgen hatte ich einen letzten Termin beim Chiro, der sehr zufrieden mit mir war. Ich hatte die Woche über, immer wenn ich daran dachte, meine Übungen gemacht, die er mir letzte Woche mit auf den Weg gegeben hatte. Er legte mich noch einmal auf die Folterpritsche, zog, schob und drückte, dass ein paar mal krachte, aber es war nichts, im Vergleich mit den Wochen davor. Er findet übrigens zu 100 % immer genau die Stellen im Rücken wo die Knötchen sitzen. Halleluja!

Dann fuhr ich fix nach Trier und holte den Mantel und die Jacke an die ich unbedingt haben wollte und bestellt hatte.

Sehr froh bin ich über Jacke die feuerrot ist und nicht einer dieser üblichen tristen Winterfarben hat. Ich habe sie dann doch noch in meiner Größe bekommen, wo man mir ja in Berlin keine Hoffnungen gemacht hatte. Und den Mantel hat das halbe Internet ja schon hier gesehen.

Am Abend ein paar letzte Hercule Poirot Folgen aus den Aufnahmen der TV Box abgeschaut und gelöscht.

Früh zu Bett.

Das Bear Pride Wochenende

Ein langer Samstag mit einer langen Nacht und ein müder Sonntag.
Aber von vorn.

Am Samstag Morgen strich ich den Wochenmarkt. Es war mir zu kalt und außerdem wäre es in Hetzerei ausgeartet, da ich das Auto hätte nehmen müssen, denn gleich im Anschluss hatte ich einen Termin in Esch, für ein Projekt für nächstes Jahr.

Gleich im Anschluss ging es zurück nach Luxemburg für ein Mittagessen mit dem A. und der J., die aus der Alten Heimat angereist waren. Es obliegt meistens mir ein Restaurant auszusuchen. Ich beschloss beide ins Podenco zu führen, in dem diese Woche schon einmal gewesen war, aber das schadet ja nichts. Ich hatte mir fest vorgenommen, dass ich mich NICHT überfressen würde. Resultat: Ich überfraß mich. (Es hätte mich auch gewundert, wenn es anders gekommen wäre.)

Darum strich für den Nachmittag die Eröffnung einer Vernissage im Rainbow Center. Ich hole sie die kommenden Tage nach. Stattdessen fuhr heim und legte mich eine Weile hin, da ich in der Nacht nicht so gut geschlafen hatte. Ich wachte sehr gerädert auf. War vielleicht doch nicht die beste Idee gewesen.

Am Abend dann das große Bärentreffen. Zuerst im Lentz und anschließend im Letz Boys. Ich fühlte mich nicht besonders wohl da ich noch immer am Verdauen des Essens vom Mittag war. Ich aß jedoch eine Kürbissuppe, die sehr gut schmeckte, aber überteuert war. 17€ für eine Suppe ist eine Frechheit.
Im Letz Boys blieb ich nicht lange.

Die Woof Party war wie gewohnt im Ground (ex. Elelvator). Vielleicht reiche ich da noch das eine oder andere Foto von mir nach, wenn ich sie vom ‚Hoffotografen‘ bekomme.
Gegen 4:00 lag ich im Bett.

Das Foto entstand in der Nacht im Innenhof meines Hauses. Der Himmel war so klar, dass ich zum ersten mal die Plejaden ablichten konnte. In der Mitte, groß und Hell steht Jupiter und links etwas weiter oben, ein kleiner Sternenhaufen; die Plejaden.

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Auf den Sonntag hin schlecht geschlafen, was mich aber nicht weiter wunderte. Party bis in frühen Morgenstunden und das in meinem Alter…

Am Morgen in den Rotondes zum Brunch mit den Bären.

Die Rotondes (Rotunden) waren die früheren runden Lokomotivschuppen, die unter Denkmalschutz stehen. Einer davon wurde komplett renoviert und dient heute als Stätte für Konzerte und Theatervorstellungen. Den geschichtlichen Hintergrund kann man hier lesen. Von Buvette kann durch ein großes Fenster in die Halle sehen, die noch nicht renoviert ist.

Das es aussieht wie eine Ausgrabungsstätte, ist eine Installation.

Ein gab schönes Buffet mit viel Verschiedenem. Ich war totmüde nach dem Essen und ging wieder heim.

Am Abend fing ich an mir die vierte Staffel von Babylon Berlin anzusehen. Ich schaute ich schaute mir die ersten vier Folgen an.

Derweil kuckte ich mir immer auf die Wahlergebnisse der Landeswahlen. Was schon im Voraus klar war, war dass die Grünen Einbußen hinnehmen müssen. Das was auch der Fall. Es wird nicht mehr reichen für die Dreier Koalition, die wir bis jetzt hatten. Ich bin sehr gespannt was es jetzt werden wird. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Manche davon sind stabiler als andere. Wir werden sehen…

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Die Lange Nacht von DLF Kultur hatte diese Woche eine Reportage über Disney, da sie Jahre 100 Jahre alt werden. Eine sehr differenzierte Reportage über die Weltfirma, die einerseits für die Ausbeutung und Unterdrückung ihrer Mitarbeiter schon mehrfach in die Schlagzeilen geriet, sich andereseits aber sehr weltoffen und inklusiv gibt. Wie geht das zusammen?
100 Jahre Disney

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Und zum versprochenen Link der No Art On Air Sendung geht es hier lang.

Die Tagesfrage & die Wiederbelebung des Inouï

Der Freitag brachte viel Emotionales über das ich nicht berichten kann. Darum eine Frage:

Erzähle uns von einer Zeit, in der du dich fehl am Platz gefühlt hast.

Das braucht vielleicht etwas länger. Holt euch schon mal eine Tasse Kaffee.

Tatsache ist, dass wenn man zu einer Minderheit gehört und das so ziemlich von Anfang weiß, ohne es wirklich ein Worte fassen zu können, kommt man sich irgendwie immer fehl am Platz vor. Ich wusste schon als ganz kleiner Junge dass ich schwul war.

Dieser Umstand hat im meinem gesamten Leben immer wieder dazu geführt dass ich mich fehl am Platz fühlte insbesondere auf Feten und in Diskotheken in den 80ern.
Ich habe immer für mein Leben gerne getanzt, je nach DJ und Disko oft über Stunden. Doch dann gab es auch immer wieder die Momente, (heute gibt es die auf Partys gar nicht mehr) an denen die langsamen Lieder gespielt wurden. Einer der dann immer neben der Piste stand war ich. Auch wenn sich zu später Stunde die Pärchen formten, war ich nie einer von denen der wild knutschend einer dunklen Ecke stand.

Ein anderer Umstand den ich auch sehr hasste, war die Sportstunde wenn es um Gruppensport ging, wie Fussball, Handball, Volleyball und ganz schlimm, Völkerball. Aber Turnen, Geräteturnen, Schwimmen und Leichtathletik mochte ich sehr. Durchschnittlich hatte ich immer gute Noten im Sport.

Interessanterweise fühlte ich mich aber nie fehl am Platz wenn ich eingeladen wurde, auf Abende mit mir völlig fremden Menschen. Irgendwie fand ich bis jetzt noch immer einen Weg mich anzupassen. Es gab nur einen einzigen Abend, an den ich mich lebhaft erinnere, der dir große Ausnahme war. Das war weil ich mich ein wenig verknallt hatte in einem Mann, bei dem ich null Chancen hatte, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Er hatte shahlblaue Augen und war einer meiner Kunden im Friseurladen in meinem früheren Leben. Irgendwann hatte er schon spitz gekriegt, dass ich ihn anhimmelte und nutzte das zu seinen Zwecken aus.
Dann kam ein Zeit an dem ich ihn lange nicht sah, weil ich den Salon gewechselt hatte. Als. Ich dann meinen eigenen Laden aufmachte, stand er plötzlich in der Tür. Ich hatte inzwischen wieder meine Distanz gewonnen und ich sah ihn nur noch als guten Bekannten.
Wir schrieben den 10. September 1996. Mein 30. Geburtstag. Meine Mutter war mit Großmutter, der Großtante und und ihrer besten Freundin in Urlaub gefahren. Auch Tante G. die damals noch verheiratet war, war nicht da. Sogar mein Bruder war weg.

Der (ich kann keinen Buchstaben schreiben weil ich seinen Namen nicht mehr weiß) hatte mich eingeladen zu sich nach hause zu seiner Freundin, die, wenn ich das noch richtig weiß, hochschwanger war. Es sollte ein kleines Abendessen werden mit Freunden und Bekannten vor allem von seiner Freundin, die ich davor nie kennengelernt hatte. Es war einer der Abende an dem ich mich so unwohl fühlte wie nie davor. Ich kam mir vor wie ein Fremdkörper, so als ob ich stören würde. Vor allen die Freunde der Freundin des Mannes würdigten mich kaum eines Blickes. Ich weiß nicht mal mehr was es zu essen gab. Am Ende des Essens wollte ich mich diskret verabschieden, was aber nicht ging, denn es gab Nachtisch. Die Lichter gingen aus und es wurde ein Kuchen herein gebracht mit Kerzen, ein Geburtstagskuchen, den die Freundin des ( kein Buchstabe) auch noch selbst gebacken und dekoriert hatte. Das machte die Chose nicht besser sondern nur noch schlimmer. Die, die mich keines Blickes gewürdigt hatten, mussten jetzt auch noch Happy Birthday singen. Es entstand eine selten peinliche Situation, weil niemand von denen gewusst hatte, dass mein Geburtstag war. Denn plötzlich war ich im Mittelpunkt und alle mussten sich mit mir beschäftigen, ich, der den ganzen Abend sehr still in seiner Ecke gesessen hatte. Es verlängerte den peinlichen Abend um eine Stunde, bevor ich endlich gehen konnte.

Nachtrag: Der Vorname fiel mir wieder ein. Es ist der oder war der B. Ich weiß nicht ob er noch lebt.

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Zu meiner großen Überraschung, las ich heute einen Bericht im LW, dass das Inouï nach über 13 Jahren wieder eröffnet werden soll. Noch überraschter war ich als ich den ersten Abschnitt des Artikels las:

Und wer den Abschnitt nicht lesen kann:

Der Blogger Joel (ohne Punkte auf dem e, auf die ich aber bestehe) schrieb den Satz tatsächlich so im Mai 2007. Leider gibt es den Artikel nur gegen Bares. Aber ich kann in Frieden sterben. Mein Blog wird von der größten Tageszeitung des Landes zitiert.

Ja, in Inouï Zeiten waren andere Zeiten. Ob man die noch einmal aufleben lassen kann, ist ein anderes Thema. Es wäre schon schön…

Zwei Tage mit zwei Abendessen

Fangen wir mit dem Mittwoch an, an dem sich der Morgen als einen ziemlich emsiger Morgen ergab. Gegen 11:00 ging ich hinüber zum „Gudde Wëllen“ für die Aufzeichnung der No Art On Air Sendung. Meine erste Sendung nach dem Sommer. Ich stellte das Buch vor, oder besser, das Büchlein vor, von dem ich die letzten Tage schon berichtete hatte und das ich nicht quer lesen konnte.
Zu Gest war einer der Hauptdarsteller aus dem Film Läif a Séil.

Am Samstag Abend wird die Sendung ausgestrahlt und am Sonntag kommt wie gewohnt der Mediathek Link.

Am Abend fuhr ich mit der D. nach Remich ins Restaurant Desom, den die J. hatte dort einen Tisch reserviert. Ich aß zum ersten mal seit sehr langer Zeit wieder ein Gericht, das ein Klassiker an der Mosel ist, mir hier aber gar nicht schmeckte. Es waren frittierte Stinte, die man hier auf der Karte „Friture de la Moselle“ findet. Stinte sind. Für gewöhnlich sehr kleine Fische, doch diese hier waren schon fast zu groß und waren so trocken, dass die Bearnaise Sauce unabdingbar war um sie essen zu können, weil ich sonst nicht hinuter bekommen hätte. Schade. Ich hatte schon wesentlich bessere, aber der Wein von Desom selbst war immer sehr lecker.

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Den Donnerstag verbrachte ich fast ausschließlich am Schreibtisch und arbeitete endlich alles das auf was ich seit Ende Juni hatte liegen lassen, . Als ich nämlich aus dem Salzkammergut zurückkam, hatte ich keinen Nerv dafür und wollte nur noch ans Meer nach St. Jean. Es war dann doch mehr als ich angenommen hatte und ich schaffte bei weitem nicht alles.

Am Abend ging es dann mit der D., der N. und der V. nach Bertrange ins Podenco, ein Restaurand das sonst immer im Pfaffental war und eine wunderschöne Terrasse im Sommer hatte. Jetzt befindet es sich an einem Oft den ich jetzt nicht sofort aussuchen würde. Allein schon der Straßenname, rue de l’Industrie, hört sich nicht sehr sexy an. Doch innen ist es schön ausgestattet und heimelig und meiner Meinung gibt es dort zur Zeit die besten spanischen Tapas aus ganz Luxemburg.
Fotos habe ich leider keine gemacht.

Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim.