Welche Veränderung, groß oder klein, möchtest du mit deinem Blog in der Welt bewirken?
Die Frage erinnert mich an eine Textzeile aus dem Lied von Robbie Williams The Actor. „I want to inspire.“
Ich will nicht inspirierend sein. Nicht im Leben und nicht im Blog. Wenn jemand aus meinem Blog eine Inspiration zieht z.B. für seinen nächsten Urlaub, weil ich ja viel herum komme, dann ist das schön, aber von meiner Seite aus in keiner Weise beabsichtigt. Ich bin ja auch kein Influencer der daran verdienen würde. Das Einzige was ich eventuell, aber dann eher indirekt bewerbe, ist schreiben. Ich würde hier nicht tagtäglich etwas zu Blog bringen, wenn ich keinen Spaß am Schreiben hätte. Schreiben ist Inspiration, Spaß und mitunter Therapie. Mir hilft es als Tagebuchblogger die eigenen Dinge zu reflektieren und manchmal eine Distanz zu entwickeln, die ich bei schlechten Dingen als heilsam empfinde. Wenn es bis aufgeschrieben ist, schmerzt es weit weniger. Nicht in jedem Fall aber bei kleinen Dingen schon.
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Ansonsten ist nich berichten dass der Sommer zurück ist, die Sonne wieder da und Temperaturen steigen.
Lange Tage. Ich hätte schon irgendwo die Zeit gefunden zum schreiben. Aber ich mag grad nicht. Es gibt nichts zu berichten was blogtauglich wäre, weil die Tage nur mit anderem belastet sind. Heute ist endlich ich die Premiere des dritten und letzten Stückes und ich fühle weder Freude noch Erleichterung sondern nur noch Indifferenz und tiefe Müdigkeit. Das ist ist kein gutes Zeichen. Vor allem die Indifferenz ist nicht gut.
Ein kleines erfreuliches Ziel und Lichtblick ist jedoch die Einladung die ich aus Salzburg bekam, für Montag und die ich auch wahrnehmen werde. Darauf freue ich mich sehr.
Dieser Montag war einer der schlimmsten Tage des ganzen Aufenthaltes. Ich hatte zum ersten mal wegen körperlicher und geistiger Müdigkeit sowie allumfassender Verzweiflung, Tränen in den Augen.
Es ging damit los dass ich schwimmen gehen wollte, die Therme jedoch bei meiner Ankunft bereits überfüllt war, und sie niemanden mehr rein ließen. Dabei wäre mir eine Runde Schwimmen so wichtig gewesen am allermeisten für den Kopf, weil der dann immer so schön leer wird. Also zog ich durch den Regen unverrichteter Dinge wieder ab in die Wohnung.
Im Anschluss gab es eine AmA (wird so im Schauspiel genannt, hier nennt man das eine KHP) die ich schon immer gehasst habe, weil man es auch als Chaostag bezeichnen kann. Es stellte sich dann letztendlich als nicht so schlimm heraus. Es wäre mir auch, wenn nicht alles hier schnell schnell und hauruck gehen müsste, so schwer gefallen.
Nur ganz kurz heute weil der Tag viel mit sich brachte was nicht hier hinein gehört.
Es regnet seit zwei Tagen fast ununterbrochen. Und es nieselt nicht nur, entweder regnet es normal oder es schüttet. Das Resultat sehr ihr auf den Fotos unten Die Traun hat sich zu einem reißenden Strom verwandelt. Wer da reinfällt ist weg.
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Was mir aus gegebenem Anlass auffiel: “Digital detox” setzt einen Tox voraus, den ich bei mir in fast 30 Online-Jahren noch nie diagnostiziert habe.
Ich musste unweigerlich lachen als ich das las. Ja, das stimmt. Im Gegenteil, es ist zur Zeit das Einzige was mich aufrecht erhält und mir eine Konstante und Ausgleich bietet. Ich bräuchte eher ein Real Life Detox oder ein Analog Detox.
Um alle Besorgten zu beruhigen; die Antibiotika helfen und die Schwellung ist soweit weg. Das beruhigt auch mich sehr und ich hoffe innigst, dass sie bis zu meiner Heimkehr nicht wiederkommt.
Am Freitag war ich Schwimmen mit einem Saunagang in der Therme. Den Saunabereich der Therme hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen, denn der kostet, wie alles in Bad Ischl, nochmal extra. Dort ist es, wahrscheinlich auch ob des Preises, weitaus ruhiger. Auch hier lässt die Anlage nichts zu wünschen übrig. Es gibt Saunen für jedes erdenkliche Gusto. Ich fing an mit einer Dampfsauna, die meiner Meinung zu heiß eingestellt war. Auch wenn ich sie körperlich vertrug so war der Dampf so heiß dass ich kaum atmen konnte außer sehr flach. Dann gab es noch eine Solendampfgrotte. Ein Raum in dem ein sehr dichter Nebel herrscht der aber nicht warm sondern temperiert ist. Es ist das gleiche Wasser wie in den Schwimmbecken, wahrscheinlich aber in seinem Salzgehalt etwas höher. Später beim Verlassen des Bereiches sah ich eine Waage, stieg drauf und erschrack. Die Zahl die ich sah, war irreal. Ich nehme mal an dass, sie gegenüber meiner Waage daheim nicht gleich kalibriert ist. In der Therme stand eine mechanische Waage, daheim habe ich eine elektronische. Aber selbst dann wenn ich einen großen Unterschied hinzurechne, ist es immer noch nicht glaubhaft. Ich hätte dann seit Ende Juni zwischen 10-15 KILO!!!! abgenommen. Das erfreut mich einerseits und andererseits ist ein wenig beängstigend. Ich hoffe dass ich im letzten Drittel meines Aufenthalts nicht linear weiter so viel abnehme, dann bleibt nichts von mir übrig…
Dieser Beitrag hätte theoretische schon am Samstag hochgeladen werden sollen. Doch am Samstag Morgen erwachte ich und sah mehrere Likes und ich fragte mich warum. Ich hatte den Beitrag „Vor zehn Jahren“ völlig vergessen, denn ich hatte ihn schon weit vorab in Luxemburg geschrieben. Ich zog damals mitten in der familiären Krise um. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, doch es war ist bis heute noch immer die beste Entscheidung meines Lebens gewesen. Wenn ich in der Alten Heimat geblieben wäre, ich hätte in Depressionen und Trostlosigkeit nur noch dahinvegetiert.
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Am Samstag Morgen stand ich mit Kopfschmerzen auf, (die drastischem Wetterumschwünge, lassen meine Wetterfühligkeit nicht weniger werden) nahm ein Pulver (das sagt man hier so) und arbeitete ein paar Dinge von daheim ab. Das Wetter ist von einer sagenhaften Unbeständigkeit. Da wir in Luxemburg dieses Jahr ein Doppelwahljahr haben und im Oktober nochmal zur Urne gebeten werden, meldete ich mich noch einmal zur Briefwahl an. Ich weiß nämlich noch nicht ob ich überhaupt in Luxemburg sein werde an dem Wochenende und ich würde mir die Option gerne offenhalten. Ich hatte am Freitagabend den Arbeitsplan des Unverblogbaren ein wenig umgestaltet so dass ich nicht so früh anfangen müsste. ich legte mich also nach dem Abarbeitungen am Rechner noch hin und schaute mir eine Doku auf Arte über die Malerin Georgia O’Keefe an.
Weiterhin bestand der Tag aus Dingen über die ich nicht berichten kann, außer dass es einer der regenreichsten Tage war und das sah man auch an der Traun. Sie ist beängstigend hoch
Es wird die nächsten Tage voraussichtlich noch einmal sehr heftig werden und ob ich zum Schreiben komme, steht noch in den Sternen.
Diesen kleinen Beitrag habe ich schon vor einer Weile vorgeschrieben. Heute vor 10 Jahren bin ich offiziell umgezogen aus der Alten Heimat in die Hauptstadt. Ich war zwar schon davor ein paar Tage in der neuen Wohnung, aber am 5. August meldete ich mich offiziell in einen Gemeinde ab und in der anderen an.
Ich fand ein Foto wieder das kurz davor von mir gemacht worden war. So sah ich damals aus:
Und das bin ich heute:
Ich habe in punkto grauen Haaren ganz schön zugelegt. Vor allem der Bart ist schneeweiß geworden. Und ein paar Kilo auf der Waage sind auch hinzugekommen.
Vielen Dank für die Genesungswünsche. Mögen sie an der Stelle erhört werden, dass sie auch wirken. Das wäre schön.
Es tut gut Dinge zu lesen die immer noch in der Kunst beheimatet sind, aber gar nichts mit Operetten zu haben. So zum Beispiel diesen Artikel die Malerin Lisa Yuskavage die Bilder von Frauen malt in ihrer ganz eigentümlichen Weise. Was mich vor allem faszinierte sind die Hintergründe ihrer Suche nach Motiven und was sie darin sieht. Ich vermisse es sehr durch Gallerien und Museen zu streifen und mir Dinge einfach nur anzusehen.
Ich lese jeden Tag die heimatliche Zeitung, die aber wie alle Nachrichtenportale wegen dem Sommer nicht viel hergeben. Alle schreiben viele Sommerlochberichte.
Ich höre jeden Tag Podcasts wie zum Beispiel Zeitzeichen, die mir Neues aus der Menschheitsgeschichte beibringen und Freude bereiten.
Ich versuche jeden Tag Dinge zu tun die mich ablenken und nicht an das erinnern für was ich eigentlich hier bin.
Ich bete seit zwei Tagen dass die Antibiotika so sehr helfen mögen dass ich hier keine Wurzelbehandlung vom Zahn machen muss, sondern das erst in Luxemburg in Angriff nehmen kann. Ich habe echt keine Lust das hier auch noch über mich ergehen zu lassen. Ich will keine Erinnerung mit mir herumtragen dass ich ausgerechnet hier auch noch eine Zahnartztgeschichte hatte.
Mir fehlt mein Bett…
Das soll kein Mitleidsbericht sein. Mir geht es immer noch besser als manch anderen in der Crew. Aber es nagt an mir wie an allen anderen auch.
Als ob ich nicht genug zu tun hätte, plagten mich seit letztem Abend auch Zahnschmerzen. Angefangen hatte es schon am Sonntag Abend, wo ich aber nicht weiter darauf achtete, weil ich dachte ich hätte mich „verbissen“ und das würde sich nach einer Nachtruhe wieder von selbst regeln. Little did I know. So sah das dann am Dienstag Morgen aus.
Zugegeben für eine Straffung der Nasolabialfalte ist es nicht schlecht.
Ich rief also nach einer relativ kurzen Nacht gleich morgens hier um die Ecke bei der Zahnärztin an und bekam sofort einen Termin um 9:30
Nach meiner Einschätzung könne sie sofort eh nichts tun, denn die Schwellung muss erst weg, Außerdem hatte ich schon einige Paracetamol geschluckt, damit ich nicht umkomme vor Schmerzen.
Die Zahnärztin meinte dann auch genau das was ich vorrausgesehen hatte, dass man jetzt in diesem zustand gar nichts machen könnte. Also erstmal weitere Schmerztabletten und Antibiotika. Juchuuuu!
Da es ab dem Morgen in Ischl ununterbrochen regnete, verzog ich mich in mein Zimmer und schaute ein Doku auf Netflix. Doch ich schlief drüber ein. Zudem riss sie mich nicht vom Hocker, weil es mal wieder so ein Netflix Ding war. Schwer in die Länge gezogen und irgendwo war das alles nicht so zusammenhängend und kohärent erzählt. Nun ja. Aber viellicht lang es auch an den Zahnschmerzen.
Mir war wirklich nicht gut. Und obwohl die Schmerztabletten ihre Wirkung zeigten, war ich müde und schlapp.
Am Abend erklärte sich die Z. bereit uns etwas von Chinesen zu holen und wir aßen in der Wohnung. Früh zu Bett, den morgen ist wieder viel Unverblogbares auf dem Programm und ich darf nicht schlapp machen.
Samstag und Sonntag bestanden nur aus Dingen die nicht ins Blog gehören. Nur so viel, dass ich wieder eine gewaltige Grundmüdigkeit habe, und ich die irgendwie in den Griff bekommen muss, sonst überstehe ich den letzten Monat nicht. Zudem macht sich in meinem Umfeld auch eine Müdigkeit breit, die manchen von ihnen die Tage rückwärts zählen lässt. Etwas was ich versuche nicht zu tun, denn das macht es nur noch schlimmer.
Der Sonntag brachte aber ein lustiges Bild mit sich das bei Mastodon für Verirrung sorgte.
Nein, das Bockbärtchen ist nicht meines. Aber so in etwa würde es aussehen wenn ich ihn wachsen lassen würde.
Ein Foto in der Nacht von Sonntag auf Montag:
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Der Montag war umso ergiebiger.
Nachdem mich die D. vor Barbie gewarnt hatte, obwohl viele den Film über den grünen Klee loben, schaute ich mir am Montag Oppenheimer in Regau an, einem Ort mit einem Kino der ungefähr 45 Minuten von Ischl entfernt ist.
Ein drei Stunden Epos das jede Minute Wert ist. Ich kann die Kritiken nicht nachvollziehen die schreiben dass der Film nur etwas für Nerds ist denn das stimmt nicht. Ich bin weit davon entfernt ein Physiker zu sein. Der Film baut eine Spannung auf die einen am Ende des Films kerzengrade im Stuhl sitzen lässt. Man vergisst völlig dass er drei Stunden lang ist. Und Cillian Murphy trägt den Film mit einer unvergleichlichen Würde, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Aber auch Robert Downey Jr. der fast nicht wiederzuerkennen ist, spielt seine Rolle wirklich sehr gut. Ein ganz große Empfehlung von mir.
Für das Abendessen suchten die Z. und ich uns ein Restaurant aus das erstens, Montags geöffnet hatte und zweitens, ein wenig mehr bot als nur das übliche, sprich Pizza, Döner und Co. Wir wurden fündig in Gmunden ein wenig außerhalb und hatten Glück den wir bekamen sofort einen Tisch.
Und Morgen geht es dann, nach einem so schönen Tag weiter mit einer Havarie. Aber dazu morgen mehr.
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Beim wahllosen herumscrollen auf IG, kam mir dieser Trailer ‚Les yeux du cinéma’ des dritten französischen Fernsehprogramm entgehen mit dem alten Logo und der alten Intromusik und es schmiss mich augenblicklich zurück in eine sehr weit entfernte Jugend und Kindheit.
Wenn ich zu Beginn meiner Reise nach Bad Ischl von einem Licht am Ende des Tunnels sprach, immer in der Hoffnung dass es kein herannahender Zug ist, so sehe ich das jetzt ein wenig anders. Es ist ein wenig Ruhe eingekehrt und die Tage und wenn ich nichts unternehme, (manchmal auch speziell fürs Blog, damit ich überhaupt etwas zu verbloggen habe) geht der Rest der Stunden für Unverblogbares drauf. Was das angeht über das ich nicht schreibe; ich hatte am Donnerstag endlich mal ein klärendes Gespräch, das verschiedenes in recht Licht rückte und das seltsames ungute Gefühl das in jeder belanglosen Unterhaltung mitschwang, endlich zunichte machte.
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Am Donnerstag ging alles seinen gewohnten Weg oder weitere Vorkommnisse.
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Am Freitag in der früh packte ich meine Schwimmsachen zusammen und ging in die Therme zum Schwimmen anstatt ins Freibad, weil es dann doch empfindlich kühler war und ich unter keinen Umständen mich hier erkälten will. Es wurde eine gemütlich Schwimmrude und ich war fast allein dort. Mein Rücken dankte es mir.
Zwischendurch ein wenig im Internet gelesen. Alle reden von Barbenheimer. Da Ischl kein Kino mehr hat, werde ich weder den einen noch den anderen Film sehen. Oppenheimer hätte mich aber schon sehr gereizt. Vielleicht findet sich noch eine Gelegenheit wenn ich wieder daheim bin.
Am frühen Mittag passierte etwas was ich mir hier nicht erwartet hätte. Ich traf eine Blogleserin, die mich ansprach und in einem Nachbarort Urlaub macht. Huch!
Regen, Regen,Regen. Zudem war es sehr kalt. Ein Wetter für das ich gar nicht vorbereitet herkam. Ich musste Schichten anziehen. Für den Rest des Tages war nichts weiter das erwähnenswert war, außer dass ich am Abend eines der Premierengeschenke öffnete weil mir danach war:
Tja… so schlecht kann es mir gar nicht gehen.
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Am Abend die traurige Nachricht dass Sinéad O‘Conner gestorben ist. Alle kannten sie wegen ihrem Welthit, den sie selbst lange hasste. Ich hatte sie schon davor entdeckt mit ihrem ersten Album. Sie hatte eine einzigartige Stimme. Unten eine Hommage von Patrick Dexter. Und während er spielt kommt langsam die Sonne hervor.
Nothing Compares 2 U. Heart broken hearing the news of the passing of Sinéad O’Connor, such an inspiration pic.twitter.com/bZVm4HXt0r
Und weil das schon alles ist gibt es jetzt eine Tagesfrage:
Was sind deine Reisepläne für die Zukunft?
Im September geht es nach St.Jean. Und wahrscheinlich auch nach Bilbao. Ein wenig später nach Berlin. Aber das wissen diejenigen schon die aufmerksam mitlesen.
Obwohl das Wetter nur Regen versprach, fuhr ich nach Salzburg. Ich musste einfach mal raus. Das letzte mal dass ich dort war, war vor über 35 Jahren. Ob ich da noch etwas erkenne?
Unterwegs im Bus hörte ich drei Folgen vom Banksy Podcast in der ARD Audiothek. Sehr Hörenswert.
Mein erster Abstecher etwas außerhalb galt der Galerie Haas & Geschwandner, bei denen ich vor sehr vielen Jahren auf der Art Fair in Luxemburg ein Bild erwarb. Die beiden Herren erkannten mich nicht mehr wussten aber sofort wieder wer ich war, als ich ihnen erklärte was ich damals gekauft hatte.
Leider verpasste ich es von ihrer neuen Ausstellung Fotos zu machen. Aktuell ist Parov Stelar zu sehen und dieses Bild faszinierte mich sehr:
Sie haben mich für den 14. August für ein Dinner eingeladen, von dem ich hoffe dass ich der Einladung folgen kann und nicht vor Müdigkeit umfalle.
Ich fuhr zurück ins Zentrum. Salzburg ist nicht nur voll mit Touristen sondern VOLL mit Touristen. Einerseits fand ich es schön als Stadtmensch endlich mal wieder in einer größeren Stadt zu sein, was mir die letzten Wochen sehr gefehlt hat. Andereseits nieselte es immer wieder und das machte das herumwandern mühsam.
Mozart wurde über einem Spar Markt geboren?Ein Gerinne aus dem 12. Jahrhundert zur Wasserversorgung von Salzburg
Letztes Bild entlockte mir ein Schmunzeln. Tja, sind wir das?
Ich fuhr bei Zeiten zurück. Am Bahnhof entdeckte ich ein Buch im Kiosk das mir schon vom Titel her gefiel. Das Café ohne Namen von Robert Seetaler. Ich wollte nicht noch ein Buch kaufen weil ich nicht noch mehr schleppen will wenn ich Ende August wieder heim fahre. Also lud ich mir die Hörbuchversion herunter und fing gleich damit im Bus auf der Rückfahrt an, weil ich im Bus nicht lesen kann ohne dass mir schlecht wird. Die ersten neun Kapitel machen schon mal sehr Lust auf mehr.
Am Abend dann endlich in Kaisers Feinstes in das ich schon letzte Woche wollte.
Vorspeise: asiatische Scampi. Hauptspeise: Saltimboca. Nachtisch: Vanille Mascarponecreme (mit irgendeiner Geheimzutat) Alles sehr sehr gut.
Mit wabernden Kopfschmerzen wach geworden. Es ist wirklich erstaunlich wie oft mir hier der Schädel weh tut. Die Wetterumschläge sind hier aber auch sehr drastisch. Aber, selbst die, die das sonst eher selten erwischt in meinem Umfeld beklagen sich darüber. Es ist kein großer Trost, dass ich damit nicht alleine bin, aber zumindest bestätigt es mir mein Schädelbrummen und dass es keine andere Ursachen hat.
Da ich heute schon wieder am Mittag loslegen muss fiel die Ruhezeit kürzer aus.
Am Abend dann bei Umeko gespeist und mir ein GANZE Flasche Wein gegönnt. Angedacht war dass ich den Rest davon, den ich nicht schaffe mitnehme. Das Vorhaben ging nicht auf, denn ich schaffte sie ganz. Leicht besäuselt wackelte ich zurück.
Da es sonst nicht viel erwähnenswertes gab hier noch schnell die Tagesfrage:
Was ist dein Lieblingsessen?
Sagen wir mal so, es wäre einfacher alles aufzuzählen was ich nicht essen mag. Für so ein verfressenes Schwein wie ich es bin, gibt es nicht EIN Lieblingsessen.
Am Freitag Abend erlag ich derart großen Müdigkeit, mehr noch im Kopf als körperlich, dass ich paradoxerweise lange nicht einschlafen konnte.
Am frühen Mittag mit der M. den Park der Kayser Villa besucht.
Zeitlich reichte es nicht die Villa auch von innen zu besuchen und ich hätte auch keine Muße dafür gehabt.
Ich kann es immer wieder nur bestätigen, dass Ischl wunderschön ist und ich mich hier als Tourist mit all dem geschichtlichen Hintergrund und dessen Erkundung sehr wohl fühlen würde. Da ich aber nun mal kein Touri hier bin, fühlt sich das sehr anders an.
Am Abend dann das übliche und ich war kurz vor Mitternacht im Bett. Davor sah ich noch die M. die sich herzlich für die Freikarten bedankte. Morgen früh fährt sie weiter nach Wien.
Am Morgen Unerledigtes aus Luxemburg am Rechner getätigt.
Freitags ist hier Wochenmarkt:
Ein kurze Runde.
Was mir hier sehr auffällt sind die unzähligen Trachtenläden. Ich hatte zu Beginn meines Aufenthalts versucht sie zu zählen, gab dann aber auf. In Bad Ischl gibt es eine Unmenge davon. Aber vielleicht erwartet man sich das als Tourist auch in einem Ort wie diesem. Und es ist ja auch schön dass Traditionen aufrecht erhalten werden.
Ich werde aber nichts dergleichen kaufen. Es bin nicht von hier und es nicht meine Tradition. Ich käme mir sehr verkleidet vor. Cosplayeren ist nicht so meins.
Am Mittag kam die M., meine Schulfreundin aus alten Zeiten, in Ischl an. Große Wiedersehensfreude. Wir speisten gemeinsam zu Mittag und ich besorgte zwei Karten für die zwei Vorstellungen des Festivals.
Und dann war es auch schon wieder an der Zeit das zu tun, wofür ich noch bis Ende August hier bin.
Die Nacht war unruhig. Es donnerwetterte die ganze Nacht durch und gegen 4:00 Uhr morgens ging ein so gewaltiger Wolkenbruch nieder, dass ich davon wach wurde und lange nicht mehr einschlafen konnte. Mit dem ganzen Wetterumschwüngen kommt mein Kopf natürlich auch nicht klar und am Morgen stand ich dann mit leichten Kopfschmerzen auf. Wie sollte es auch anderes sein…seuftz. Außerdem schlich sich wieder, auch nach zwei Tagen Ruhe eine Müdigkeit ein, die ich wahrscheinlich bis zur Heimkehr nicht loswerden werde.
Ich duschte und wollte dann los ein paar Besorgungen machen, aber es schüttete schon wieder aus Eimern. Nicht das ich etwas gegen den Regen hätte, im Gegenteil. Er kühlt die Wohnung und das Wetter hier endlich ab, denn es war zu heiß. Aber es wäre schön wenn es bitte dann nicht regnet wenn ich raus muss…
Ab Mittag dann wieder bis zum frühen Abend Unverblogbares, das aber zum ersten mal entspannter ablief. Endlich kommt das zum Tragen was von Beginn an nicht möglich war. Uff!
Am Abend hatte ich Glück, denn ich saß mit der Z. auf der Terrasse und wir waren am Speisen als es urplötzlich pechschwarz über die Berge zog. Wir tranken den Kaffee auf ex und sputeten zur Wohnung. Keine zwei Minuten später fing das gewaltige Unwetter los.
Angedacht war mit dem Bus nach Salzburg zu fahren, da ich aber am führen Morgen einen Termin beim Barbier bekommen hatte, plante ich um. Das Resultat:
Es ist sehr schön geworden. Zudem gab es so viel Service wie ich ihn noch nie bekommen habe. Meine Ohren wurden gewachst! Alle kleinen Härchen auf und im Ohr sind weg. Der Bart wurde auch in der Kontour teilweise mitversäubert. Alles im Preis mit drin der sehr günstig war. Wow!
Ein Rührei mit Schinken, ein Kornspitz mit dreierlei Käse und ein großer Schwarzer. Ja, es ist teuer! Ja, der Service ist großartig! Ja, man hat einen eingedeckten Tisch mit Tischdecke und Stoffservietten. Und ja, das alles zahlt man mit. Wer darauf keinen Wert legt dass man gepflegt und sauber speist, muss ja nicht herkommen.
Anschließend marschierte ich los zur Katrin Seilbahn, die vom Zauner aus immerhin noch anderthalb Kilometer entfernt ist. In der Hitze jedoch war sie in knappen 30 Minuten zu schaffen, denn es waren schon wieder satte 28 Grad.
Unterwegs im Sissi Park:
Ein paar spektakuläre Aussichten:
Bad Ischl von obenDer Hallstättersee
Das Dachsteingebirge mit ewigem SchneeEine Burgruine die mir erst bei der Talfahrt auffiel.
Im Sissipark setzte ich mich in den Schatten und bloggte schon mal vor.
In der kleinen Buchhandlung stöberte ich ein wenig und fand eine etwas heitere jedoch bitterböse Lektüre von Karsten Dusse. Achtsam Morden. Genau das richtige für die nächsten Tage.
Ich setzte mich in den angrenzenden Park der Wohnung und las eine Weile, bis der Himmel sich zuzog und es sich anbot in der Wohnung weiterzulesen. Es war die richtige Entscheidung denn keine zehn Minuten später schüttete es.
Später ging ich in die Pizzeria La Piazza ( wir wissen alle dass Pizza nicht so mein Ding ist) und verschwand zeitig in der Wohnung um weiter zu lesen.
Was mir nicht gut getan hatte, war der Wein am Abend davor. Zudem hatte ich einen Marillenbrand aufs Haus bekommen und die Mischung mit dem Thaiwein war weniger gut. Ich erwachte aufgequollen und wirr im Kopf. Gut dass ich frei hatte.
Ischl im Regen. Nun ja. Aber zumindest war die Hitze der letzten Tage ein wenig weg.
Ich beschäftigte mich ausgiebig mit allem am Computer was all die Tage liegen geblieben war. Anschließend brachte ich die Wäsche weg. Dann tat ich endlich das was ich mir schon vor Tagen vorgenommen hatte. Ein paar Stunden in der Therme zu verbringen und mir eine Massage zu gönnen.
Ich konnte verständlicherweise keine Fotos in der Therme machen, also machte ich eines heimlich. Es ist wunderschön dort (wie übrigens alles in Bad Ischl) und sehr sauber. Ich schwamm ein paar Runden im Solewasser was auch sehr gut tat. Danach legte ich mich auf die Wiese raus zum trocknen denn die Sonne war wieder da. Die Massage die ich geordert hatte war sehr gut. Ich muss unbedingt wieder mehr schwimmen, das hilft sowieso am besten.
Dann gab es ein Eiskaffee und ich überlegte wo ich abends speisen könnte, denn ich hatte Lust auf was Neues. Es gibt ein kleines Restaurant das sich Kaisers Feinstes nennt aber leider war da nichts mehr machbar und schon gar nicht ohne Reservierung. Da ich aber gewaltigen Hunger hatte ging ich gleich nebenan ins Babylon, wo es leider ein wenig chaotisch zuging und es dauerte lange bis ich bedient wurde.
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Das Tal der toten Hotels (eng.) Ein trauriger Bericht über die Alte Heimat. Dort steht,dass das Streben vor fünf Jahren angefangen hat. Das stimmt so leider nicht. Der schleichende Prozess begann schon viel früher, zur Zeit als ich noch dort beheimatet war vor über zehn Jahren.
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Einem Artikel der CNN zufolge ist das Viandener Schloß in Luxemburg eines der schönsten der Welt. World’s most beautiful castles
Der letzte Tag. Ab morgen habe ich endlich zwei Tage frei. ENDLICH!
Da es spät geworden war am Tag davor, stand ich auch später auf. Ich fuhr den ganzen Tag mit halber Kraft, dabei unterliefen mir Fehler. Nun ja. Gegen 19:00 Uhr war Schluss. Uff. Die Z. fuhr anschließend gleich weiter zu einer Freundin und wird erst am Dienstag Abend wiederkommen. Das bedeutet dass ich die nächsten beiden Tage die Wohnung für mich haben werde. Ich habe auch schon Pläne…
Am Abend ging ich noch einmal zum Umeko, weil ich nicht richtig wusste wo sonst hin und ich keine Lust hatte Experimente zu machen.
Als Wein hatte ich ein thailändischen Wein (ja ja das gibt es) der sensationell war:
Später rief die A. an und wir hatten nach Wochen endlich die Gelegenheit einmal länger miteinander zu reden. Es gab viel zu erzählen.
Vom Freitag bleibt noch zu berichten, dass die Z. und ich uns ein Abendessen im Umeko gönnten. Da es ein wenig außerhalb liegt und ein wenig höher gelegen ist, sitzt man wunderbar draußen und hat einen Blick auf die Berge und ein wenig über Ischl. Wir waren jetzt schon mehrfach dort und es entwickelt sich zu einem meiner liebsten Restaurants, weil erstens nicht so teuer wir der Rest in Ischl und ich habe noch nichts gegessen was mir nicht geschmeckt hat.
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Ein sehr sehr heißer Tag war für Samstag angekündigt. Und da ich erst am Abend Unverblogbares zu tun hatte ging ich ich morgens ins Freibad:
Schwimmen! Endlich. Und als ich ankam war es noch sehr leer, was sich aber schnell änderte. Es gibt ein gewaltiges Planschbecken und ein kleineres Schwimmbecken. 25 Meter lang, aber die reichten. Mein Rücken dankte es mir mir wohligem Knacksen.
Für dem Nachmittag verzog ich mich in die Wohnung den draußen war es einfach zu heiß.
Am Abend dann viel heftigs. Aber es klapptte alles. Uff.
Eigentlich wollte ich nichts schreiben, weil es nicht erwähnenswertes gab. Doch heute morgen erhielt ich einen Link von der D. der mich kurz nach dem Aufwachen schon mal von emotionalen Seite her nahm.
Ich hatte kurz bevor ich nach Bad Ischl kam noch ein Interview gegeben über Queeres Leben in Luxemburg, gestern und heute. Man hatte ein wenig darauf bestanden, dass ich das Interview gebe, da ich ja kein Problem habe mein Gesicht in die Kamera zu halten.
Entstanden ist eine Reportage in der nicht nur ich zu Wort komme, sondern auch die Mitarbeiter von Rosa Lëtzebuerg.
Also wenn ich bis jetzt nicht geoutet war, JETZT bin ich es! Und wie gewohnt auf der Seite von RTL bitte NICHT die Kommentare lesen. Es ist der übliche Schrott, den man grundsätzlich nicht lesen sollte.
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Und da es ja im weitesten Sinne hier auch um das Alter geht, fand ich die Jetpack Frage von heute passend:
Was glaubst du, wird mit dem Alter besser?
Die eigene Notorietät. Man muss nicht mehr jeden Tag um alles kämpfen. Es stellt sich eine Grundgelassenheit ein. Man hat Erfahrungswerte auf die man zurückgreifen kann. Es wird nicht unbedingt einfacher, aber man sieht vieles mit einer Distanz die man davor nicht hatte.
Was man wissen sollte: Bad Ischl liegt eingekesselt zwischen Bergen und wenn das Wetter umschlägt, dann so richtig und schneller als man denkt. Wetter Apps taugen hier wenig.
Als ich das Foto oben machte saß ich noch draußen auf der Terrasse vom Umeko und genoss den Abend. Doch keine zwei Stunden später ging ein gewaltiges Unwetter los. Ich war schon fast eingeschlafen als es urplötzlich einmal so laut donnerte dass ich aus dem Bett flog. Es toste und brauste so sehr dass mir ein wenig bange wurde und ich befürchtete dass mir irgendwann die Bäume um die Ohren fliegen. Es hielt aber nicht lange und ich konnte endlich schlafen.
Am Morgen erwachte ich dann mit tosenden Kopfschmerzen. Der schnell wechselnde Luftdruck lässt auch hier mein wetterfühliges Ich hervorkommen.
Einen halben Tag lang Unverblogbares getan. Es wird Zeit dass wir endlich eine Routine da hinein bekommen. Sonst werde ich langsam rammdösig. Dann werde ich auch endlich wieder die Zeit haben hier etwas mehr zu posten und ein wenig die Gegend zu erkunden.
Später saß ich dann bei Zauner am Fluss und ließ es mir ein wenig gut gehen.
Ich ging hinunter in den Sissipark.
Doch dann keine Stunde später:
Es kündigte sich ein ausgewachsener Wolkenbruch an. Da ich mit der Z. zum Restaurant schritt mussten wir uns sputen. Wir hatten alle beide Regenschirme mit aber die würden nicht reichen. Und wir kamen so just an bevor es losging.
Doch es hatte sich spektakulärer angesehen als das was wirklich passierte. Es regnete einmal kräftig und das wars. Als wir zurück gingen war es schon fast wieder alles trocken.
Ja. Genau das was in der Überschrift steht. Aber seit dem Wochenende ist es besser geworden. Es ist nicht mehr ganz so schlimm.
Irgendwann in naher Zukunft werde ich über all das Unverblogbare berichten. Aber jetzt ist das halt problematisch.
Was ich hier in Fußnähe dringend bräuchte wäre ein Chiropraktiker oder ein Osteopath. Einen Osteo gibt es, aber et nimmt keine neue Kunden mehr an. Mein ganzer Schulterbereich ist ein einziger Betonklotz. Es zieht mir inzwischen bis in tiefere Rückenbereiche und auch nach vorne, hin in den Brustkastenbereich, fängt es an zu schmerzen. All die Entspannungsübungen die ich gelernt habe helfen nicht mehr wirklich, oder nur für Minuten.
Und weil es wieder einer Tage ist an dem ich wenig berichten kann, gibt es die Jetpack Tagesfrage, weil sie so gut passt:
Worauf freust du dich im Hinblick auf die Zukunft am meisten?
Dass ich endlich ein paar Tage frei habe. Darauf habe ich einen Tunnelblick entwickelt. Ich sehe auch schon das Licht am Ende des Tunnels und ich hoffe, dass es ist kein herannahender Zug ist.
Vom Unverblogbaren her kann ich berichten, dass ich das Schlimmste hinter mir habe, also fast. Es kommt noch eine Woche die etwas heftiger wird, aber so wie sich das jetzt anfühlt wird sie weitaus weniger schlimm, als das was davor war.
Am Samstag Morgen, ereilte mich eine Wut. Und das kam so. Ich bin mit der Z. in einer Drei-Zimmer-Wohnung untergebracht, die leer steht. Man hat uns nur das Nötigste reingestellt, sprich zwei Betten mit einem Tisch und zwei Stühle. Ansonsten ist nichts in der Wohnung vorhanden. Es gibt eine Einbauküche und ein funktionierendes Bad. Mehr nicht. Auf den ersten Blick mochte ich das ganz gern in einer Wohnung zu kommen die nicht überladen ist. Das ist, so gesehen, auch gut für mein Hirn, denn ich muss muss mich wirklich um nichts weiter kümmern. Wir fanden einen Wasserkocher und ich kaufte mir für morgens ein Glas löslichen Kaffee, mit dem ich notgedrungen eine Weile überleben kann.
Doch dann erwischte mich eine Wut auf diese Plörre jeden Morgen und ich und handelte. Ich ging zu Tschibo. Da es in Bad Ischl meines Wissens keinen gescheiten Elektrofachhandel gibt und Tschibo keine Filterkaffeemaschinen (den ich aber auch nicht sonderlich mag) verkauft, gab es das hier:
Ja, ich weiß, die Maschine ist eine Umweltschleuder. Schlimmer noch, die Kapseln sind nicht aus Metall, oder wie ich letztens auch sah, aus Pappe, also einem nachwachsenden Rohstoff, sondern aus Plastik. Aber allein die Vorstellung ich müsste ich nächsten Wochen bis Ende August noch Krümelkaffee trinken, war mir ein Gräuel. Und somit werde ich im September eine Kapselmaschine für wenig Geld abzugeben haben. Denn ich werde keine weitere Verwendung dafür haben.
Ansonsten läuft alles und ich bin froh wenn wir Montag in einer Woche unseren ersten regulären freien Tag haben an dem ich von nichts und niemandem etwas hören will.
Ich stelle an mir selbst fest, dass ich langsam den hiesigen Slang übernehme. „Ba Ba.“ „Passt scho.“ „Ah geh…“ Ich muss aufpassen dass ich da nicht mehr reinrutsche. Ich befürchte immer es käme so rüber, als ob ich die Einheimischen nachäffen würde. Tatsache aber ist, dass ich sehr schnell Mundarten und Akzente übernehmen kann und das ist meine Art, mich anzupassen.
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Es gab Tage an denen ich nur noch weg wollte. Dienstag war so einer, an dem ich völlig uninspiriert war und nichts wirklich klappte. Doch der Montag z.B. war zumindest nach einer langen sehr nervösen Phase letztendlich ein guter Tag.
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Am Mittwoch war ich nach fast 13 Stunden Unverblogbarem nicht mehr ansprechbar. Und das war auch der Tag an dem ich eine Entscheidung offen aussprach, die mir aber schon seit ein paar Tagen im Kopf herumgeistert.
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Am Donnerstag mit einer Pause waren es nochmal gute 12 Stunden an denen ich am Ende nur noch funktionierte.
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Und am Freitag hatte ich dann endlich einen Tag frei, nach fast zwei Wochen toujours durch. Ich verbrachte nur ein paar wenige Stunden mit Unverblogbarem. Ja, ich weiß dass es sehr unbefriedigend ist hier nicht lesen zu können, was alles tatsächlich passiert. Ich kann nur so viel sagen, dass es sehr viel war, (aber das merkt man ja auch an den paar spärlichen Sätzen oben) und es mich an meine körperlichen Grenzen brachte. Es gab Tage da war ich selbst erstaunt dass ich nach so vielen Stunden immer noch einigermaßen brauchbar bin.
Darum gibt es noch ein paar Fotos der Stadt.
Am Abend dann probierte ich mit der Z. einen Griechen und der sehr gut war und für Bad Ischler Verhältnisse günstig.
Recht früh ins Bett.
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… Und ich kam durch Rabes Schilderung der Härte bis Brutalität ihrer Mutter, ihrer eigenen bodenlosen Einsamkeit dabei, mal wieder ins Nachdenken darüber, wie unterschiedlich die Sicht auf Kindergroßziehen und Erziehung aus Elternperspektive (vor allem Mutter-) und aus der Perspektive der betroffenen Kinder ist. Wie entsetzlich Maßnahmen und Haltungen angekommen sein können, die aus Elternsicht wohlüberlegt, das Allerbeste und wunderbar waren. Mich gruselt deshalb manchmal, wenn ich Eltern erzählen höre oder lese, wie großartig sie das mit ihren Kindern machen, und ich frage mich, was diese Kinder wohl in 20 bis 30 Jahren darüber erzählen.
Ich bin mir nicht sicher ob ich das jemals erwähnt habe. Es ist es mit einer der Gründe warum ich keine Kinder habe. Ich stimme dem was oben steht voll und ganz zu. Es gab mal an einem Geburtstag meiner Mutter, einen riesigen Krach zwischen uns beiden, weil sie damit prahlte wie toll sie das mit mir und meinem Bruder hinbekommen hat. Für gewöhnlich hielt ich den Mund wenn sie damit anfing, denn es war ja nicht das erste mal. Doch diesmal platzte mir der Kragen. Ich möchte nicht weiter ins Detail gehen, denn es ist eine Geschichte aus lang vergangenen Zeiten und schließlich ist sie ja auch schon lange nicht mehr da.
Ich weiß dass hier alle ein wenig darauf warten, dass ich über die Gegend schreibe und was es hier so alles zu sehen gibt, aber mir fehlt schlicht die Zeit dazu etwas zu erkunden. Das wird besser werden, aber erst in zwei Wochen. Dazwischen muss ich mich damit begnügen, ab und an ein Foto zu posten, von Dingen die ich unterwegs sehe.
Bad Ischl ist sehr touristisch. Die Saison geht von Anfang Juli bis Ende August. Seit Mittwoch haben ich mindestens drei Open Air Konzerte gesichtet. Eines von einem gemischten Chor, eine Reggae Band und Freitag ein DJ der am späten Nachmittag knallharte Dance Musik spielte als ob es 3:00 Uhr morgens in einem Club wäre. Eine sehr ungewohnte Uhrzeit solche Beats zu hören.
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Am Sonntag morgen war ich früh wach, wie all die Tage davor auch. Vor meinem Fenster befindet sich ein kleines Vordach aus Kupfer, das ganz schön scheppert wenn es darauf regnet.
Ich las ein wenig Internet und machte mir eine erste Tasse Kaffee. Heute wird es eine Woche werden in der ich bereits hier bin. Ich beschloss am Samstag dass wir am Sonntag erst später loslegen und somit hatten ich heute den ersten freien Morgen. Das war schön.
Ich hatte gestern mal in Augenschein genommen wie man sich hier sonst noch weiterbewegen kann ohne PKW und wohin die Züge vom Bahnhof aus fahren. In knapp drei Stunden wäre man z.B. in Wien und in 40 Minuten wäre man in Salzburg. Alles Dinge die ich aber erst später machen kann.
Angedacht war dass ich ein wenig Bad Ischl erkunden wollte, abseits der beiden Wege die ich tagtäglich hier zurücklege. Ich wollte endlich mal den Kurpark sehen. Aber es regnete immer wieder. Mal waren die Berge rund um die Stadt zu sehen und dann wieder nicht. Also las ich noch weiter in Internet, bis es dann doch zu dumm wurde. Ich ging raus, als es nicht mehr regnete.
Ich wanderte ein wenig durch die Straßen durch ich bis jetzt nicht gelaufen war. Und fand ein kleines Frühstücksrestaurant, das sehr einladend aussah und sich Zweitwohnsitz nannte. Zwei Kaffee, ein Orangensaft, ein Croissant mit Butter und Marillenmarmelade extra schlug mit 15,00€ zu Buche. Peng! Es ist teuer in Bad Ischl. Für gewöhnlich wenn ich im Ausland bin, ist es meistens überall immer etwas günstiger als in Luxemburg. Hier ist alles durch die Bank gleich teuer oder mehr.
Ich wanderte noch ein wenig herum aber im Regen machte das keinen Spaß.
Ich habe es wirklich versucht den Tagesrhythmus einzuhalten, aber es geht nicht. Ich kriege es mit dem restlichen Pensum einfach nicht hin .
Der Donnerstag war ein hartes Stück Arbeit und die Stunden flogen nur so vorbei. Die Liste der abgearbeiteten Dinge verlängerte sich immer wieder nach unten hin mit Dingen die neu dazu kamen und es schien kein Ende in Sicht. Ich schleifte mich am Abend zurück in die Wohnung. Ich kaufte mir drei Kugeln Eis als Belohnung, die mir aber später schwer auf dem Magen lagen.
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Der Freitag dann. Am Morgen erwachte ich mit vielen Gedanken im Kopf und entschied dass ich mir etwas Schönes in Aussicht stellen muss. Also buchte ich etwas für September was mir Freude bereiten wird. Der Tag wieder sehr lang und gegen fast 20:00, also fast 11 Stunden non-stop machte ich Schluss.
Ein paar Fotos:
Ja das ist auch hier oben auf der anderen Seite des Flusses, in dem asiatischen Restaurant Umeko
Da die Tage nun mal sehr lang und unverblogbar sind, gibt es hier noch einmal Fotos von Dingen die ich auf dem Hin- und Rückweg sehe. Es ist schon sehr anders hier als daheim.
Zu Mittag gab ein Klassiker der österreichischen Küche.
Am Abend auf dem Rückweg in die Wohnung, geht es immer an einem sehr spannenden Gebäude vorbei, das ich mir die Tage mal genauer ansehen muss:
Auf den ersten Augenschein ist es ein Hybrid zwischen Buchladen und Bar.
Das Haus in dem wir die Wohnung im zweiten Stock unter dem Dach bezogen haben. Ja, danke, ich kann gute Fotos machen. 😉
Für alle die sich jetzt fragen warum ich hier bin. Es ist wie so vieles hier, leider unverblogbar. Und diesmal musste ich auch eine Vertaulichkeitsklausel unterschreiben. Ich kann nur so viel sagen, dass ich bis Ende August hier sein werde.
Zudem wird es die nächsten Tage auch hier etwas ruhiger werden, aber ich nicht gesamte Zeit. Aber jetzt zu Anfang wird es stressig werden.
Der Tag war lang und wir ließen ihn ausklingen mit einem Gspritzten.
Und auf dem Rückweg in die Wohnung ging eine kräftige Schauer nieder doch wir konnten uns unterstellen.