Von Alice Springs nach Perth

Wenn es nicht so traurig wäre würde ich lachen. Aber die Koffergeschichte nervt langsam.

Zudem hatte ich am Abend im Zimmer die Klimaanlage nicht auf kaum merkliches Pusten geschaltet und so erwachte ich mit einer gereizten Bindehaut im Auge.

Selber Schuld. Es gab nicht weit vom Hotel ein Apotheke und ich holte mir Augentropfen.

Da ich um 10:00 aus dem Hotel auschecken musste, beschloss ich sofort zum Flughafen loszufahren und die Kofferstory zu klären.

Ich lernte in der Rezeption eine alleinreisende ältere Dame kennen die weiter nach Tassmanien flog. Wir unterhielten uns sehr angeregt. Sie ist von Beruf Profiköchin und fährt durch ganz Australien und gibt Kochkurse für angehende Köche die sich weiterbilden wollen. Sie nahm mich in ihrem vorbestellten Taxi mit und wollte nichts dafür haben. Am Flughafen spendierte ich dafür ihr einen Kaffee. Sie gab mir ein paar Restaurants in Perth an, die richtig gut wären. Am mich sind solche Tipps ja absolut keine Verschwendung.

Am Flughafen war der Schalter von Virgin nicht besetzt. Klar. Ich versuchte mein Glück noch einmal und rief die Nummer man mir gegeben hatte. Es hob sofort jemand ab, uff! Ich erklärte noch einmal meinen Fall doch die Dame am Telefon wusste sofort Bescheid und kam auch gleich zum Schalter. Sie erklärte, dass sie gestern eine ganze Weile damit zugebracht hätte meinen Koffer zu suchen und hätte veranlasst dass er nach Perth geschickt werden würde. Er wäre wahrscheinlich eher dort als ich. Ich sollte mich dort gleich am Service Desk melden. Na gut, ich glaube das erst wenn ich den Koffer sehe…

Derweil hatte ich noch volle drei Stunden die ich totschlagen musste an einem Flughafen mitten im Outback an dem man die Flüge an zwei Händen abzählen kann.

Ich kaufte mir eine neue Powerbank da meine langsam den Geist aufgibt. Überhaupt ist elektronisches Zeug hier um einiges billiger als bei uns.

Und dann hatte der Flug von Alice Springs aus nach Adelaide Verspätung. Das machte mich wieder leicht nervös, weil der Anschlussflug nach Perth ziemlich knapp im Anschluss ist. Diese Nervosität war letztendlich unbegründet, denn ich stieg in Adelaide aus dem Flugzeug aus und zwanzig Minuten später in das gleiche Flugzeug wieder ein.

Es ging ein gewaltiges Gewitter in Adelaide nieder so dass wir nicht starten konnten und wir flogen mit einer Verspätung von fast zwei Stunden davon. Es war sehr gespenstisch im Flieger zu sitzen und rundum blitzte und donnerte es.

Über den Wolken dann…

…. Ruhe und Sonnenschein.

In Perth am Flughafen suchte ich den Gepäckschalter, der nicht besetzt war, doch ich fand schließlich jemand der sich um die Angelegenheit kümmerte und nahm mich mit ins Büro. Er suchte in den Papieren und meinte dann plötzlich: „You’re bag just got in. It must come out that door!“, und zeigte dabei auf eine Tür am anderen Ende der Halle. Ich ging hin keine Minute später war der Koffer da…
UFF!!!!!

Alice Springs: letzter Tag und kein Koffer

Da mich der Tag gestern dann doch sehr geschlaucht hatte, legte ich heute eine Pause ein. Ich stand später auf und bekam ein relativ besch… Früstück. Nun ja.
Dann kümmerte ich mich um meinen Koffer, von dem man mir am Tag davor sagte, dass er heute ankommen soll.
Am frühen Nachmittag rief jemand von Virgin Australia und sagte der Koffer würde nach Alice Springs kommen mit der Maschine mit ich auch schon am Vortag gekommen sei. Soweit so gut. Am späten Nachmittag rief jemand von Alice Springs Flughafen aus an, dass der Koffer nicht dabei gewesen wäre.
Das machte mich dann sehr nervös, DENN MORGEN FLIEGE ICH WEITER!!!
Sie sagte mir das sie versuchen würde den Koffer von Brisbaine aus nach direkt nach Perth zu schicken, und er wäre dann da wenn ich ankäme. Das wäre natürlich perfekt, und ich gebe die Hoffnung nicht auf, aber ich werde ihnen jetzt jeden Tag anrufen und das 2 bis 3 mal!!!

***

Fotos von Alice Springs werde ich euch keine zeigen, denn es gibt wahrlich nichts hier zu sehen, was sehenswert wäre, zumindest habe ich heute nichts gefunden. Und morgen bin ja schon wieder weg. Doch fand ich eine Kunst Gallerie, bei der ich einiges mehr über mein Bild erfuhr das ich vor zwei Jahren gekauft hatte.
So ist die Malerin absolut keine Unbekannte. Jeannie Petyarre stammt aus ein sehr bekannten Petyarre Familie in der fast alle Familienmitglieder Bilder malen und verkaufen. Jeannie, ist eine der älteren Mitglieder der Familie und malt schon sehr lange. Die „medicinal leaves“ die ich habe sind ein bekanntes Motiv, doch es ist nicht so einfach sie mit so viel Gefühl und Schwung zu malen, dass man glaubt der Wind rausche hindurch. Ich habe schon etliche andere Bilder gesehen, bei denen diese „dritte Dimension“ fehlt. Und wenn ich die Preise inzwischen sehe, merke ich auch, dass ich preislich damals ein Schnäppchen gemacht habe.

Morgen geht es weiter…ohne Koffer. Ich bin froh dass ich zumindest meinen Rechner und iPhone habe. Und wenn es noch länger dauert komme ich an Socken, Shorts und Schuhen nicht vorbei.

Alice Springs: Uluru & Kata Tjuta

What a day! 1100km!

Pünktlich holte mich der Bus um 5:55 ab. Ein erfreulicher Umstand: wir waren nur zu sechs Mann an die mit Emu Run Experience dorthin wollten.

Da wir flott unterwegs waren machten wir einen kurzen Zwischenstopp an einem ‚Fluss‘, dem Falk River, der mit einer ansehnlichen Brücke überquert wurde, da man dachte er führe auch ab und an Wasser. Er hat seit Bau des Highways noch nie Wasser geführt.

Dort stand ein Wagen mit einer Panne mit vier Ureinwohnern. Sie hatten die ganze Nacht im Wagen verbracht weil niemand dort angehalten hatte. Es war für den Fahrer überhaupt keine Frage dass wir sie bis zum nächsten Halt mitnahmen, wo man ihnen weiterhelfen konnte. Im Outback hilft man sich gegenseitig ohne wenn und aber, denn es kann tödlich enden wenn nicht. Unser Fahrer versorgte sie mit Saft und Keksen die eigentlich für uns vorgesehen waren.

Ein Halt zum Frühstücken mitten im Outback an einer Tankstelle in Ghan (was auch der Name des besser bekannten Zugs von Darvin nach Adelhaide ist). Das schöne daran das wir nur 6 Leute (später 10) waren, war dass es ein bisschen den Charakter einer privat gebuchten Tour hatte und, dass wir uns alle gleich näher kennenlernten.

Es ist schon spannend durch eine montone Landschaft zu fahren. Man gibt viel besser acht auf kleine Dinge die sich verändern.

Zwei Stunden weiter sahen wir ‚ihn‘:

Das ist Fuluru (abgeleitet von fool) wie man ihn dort in der Gegend nennt, weil er oft von Touristen für Uluru gehalten wird. Der richtige Name ist Monut Conner oder Atilla. Es ist auch kein Monolit sondern ein Tafelberg.

Zwei Stunden später sahen wir ihn dann zum ersten Mal.

… und wir fuhren in den Uluru – Kata Tjuta National Park.

Weitaus weniger bekannt aber für die Ureinwohner nicht weniger wichtig der Katja-Tjuta:

Wir besichtigten zuerst den Kata Tjuta was soviel heißt wie ‚many heads‘.
Jeder, wirklich jeder hatte mir angeraten mir ein Fliegennetz zuzulegen, was ich auch tat. Das Hütchen ist übrigens auch neu. Und es wahr wirklich wichtig das Netz zu haben, sonst hätten mir den Mücken den ganzen Ausflug verdorben, den die Luft ist voll von Mücken.
Ich hatte davor zwei von den Mitreisenden angeraten, sich unbedingt auch Netze zuzulegen, was sie dann auch taten. Sie waren mir sehr dankbar dafür.
Unser Fremdenführer hämmerte uns regelrecht in den Kopf IMMER unsere Wasserflasche dabei zu haben und IMMER in regelmäßigen Abständen einen Schluck Wasser zu uns nehmen, was dann auch alle brav taten.

Wir machten einen kurzen Ausflug zu Fuß durch die pralle Sonne bei ungefähr 47 Grad bis zu den Felsen.

Ich habe inzwischen gelernt, dass ich wenn ich die Größe oder die Weite einer Landschaft zeigen will, auch irgendwo im Bild ein Referenzpunkt haben muss, damit einem die Größe bewußt wird. Im folgenden sind es ein paar Touristen die weitab vor mir auf dem Weg gingen.

Dort wo ich dieses Foto machte, zog plötzlich eine Wolke vor die Sonne und für mich war das ein Zeichen umzukehren. 47 Grad sind echt der Hammer.

Der Himmel zog immer mehr zu und es wurde noch drückender als eh schon war. Wir fuhren zum roten Felsen.

Ich lernte viel über die Uraustralier und warum sie in dieser Gegend überleben können.

Eine Carbondatierung ergab dass diese Zeichnungen über 10000 Jahre alt sind.

Es gibt ein Waaserloch im Uluru, das die meiste Zeit leer ist. Unser Guide meinte, wir seien 1% der Besucher die sehen dass tatsächlich Wasser sich dort sammeln kann. Dies kam von den Regenfällen die über Weihnachten und Neujahr niedergingen.

Und als wir an Wasserloch standen fing es an zu regnen. Es war super angenehm in der Hitze. Und plötzlich explodierte die Luft an Gerüchen. Genau dort an der Stelle stehen nämlich auch Eukalyptusbäume und andere grüne Gräser die von der Oase profitieren.

Wir fuhren einmal komplett um den Felsen herum und machten immer wieder Halt wo es etwas interessanteres zu sehen gab.

Im Felsen kann man ein Gesicht erahnen. Es gehört zu einer der vielen Sagen der Ureinwohner.

Es gibt nur noch eine einzige Stelle an der man den Felsen berühren darf.

Und dann sah ich das Schild das hier seit Oktober alles veränderte.

Es starben in all den Jahren über 40 Menschen die den Felsen hochklettern wollten und hinunter fielen. Doch das war nicht der Grund warum man der Erklimmen des Felsen permanent verbot. Der Grund war die sinkende Nachfrage. Als sie unter 20% rutschte gab man von der Regierung aus endlich die Erlaubnis den Weg zu schließen und die Ureinwohner nahmen die Kette an der man hoch hangeln konnte weg.

Hier kann man noch sehr gut sehen wo die Kette hing die Menschen sich hochhangelten.

Abendessen gab es dann an einer Stelle bei der man den Uluru gut sehen konnte und von der er sehr rot leuchtet wenn die Sonne untergeht. Doch es war durch und durch bewölkt und an einen knallig roten Felsen war nicht zu denken.

Doch wird wurden fast am Ende mit diesem kleinen Lichtblick belohnt…

…und der Felsen leuchtete blass rosa.

Und das war die ganze Truppe. Es hat sehr viel Spaß mit allen gemacht. Dann traten wir die Heimreise an und waren nach fünf Stunden und 500 km, kurz vor 1:00 Uhr nachts, wieder in Alice Springs.

***

Noch ein kurzes Update über meinen Koffer. Man rief mich während dem Ausflug an und bestätigte dass man ihn gefunden hätte und ihn morgen nach Alice Springs nachschicken würde. Es bleibt spannend.

Von Christchurch nach Alice Springs

2:30 aufstehen ist ein Unding! Ich sagte es bereits. Das Flugzeug war brechend voll und ich auf einem Mittelplatz, für 3 Stunden Flug. Danke auch. Dafür gönnte ich mir Internet im Flugzeug, das erstaunlich günstig war. Schlafen ging eh nicht mehr.

Der Aufenthalt in Brisbaine war etwas länger. Ich kehrte an meine Anfänge zurück. Birsbaine war die erste Stadt vor zwei Jahren, wo ich den Fuß auf australischen Boden setzte.

Auf dem Weg nach Alice Springs wurde ich dann mit großartigen Landschaftsbildern belohnt. Und je mehr ich ins Landesinnere kam, umso bizarrer wurde es.

Und dann kam das große Entsetzen. Als ich Alice Springs ankam war mein Koffer nicht da!
Bis der Papierkram ausgefüllt war, war der Bus ins Zentrum weg und ich musste notgedrungen ein Taxi nehmen. Ihr müsst euch das so vorstellen dass es ein winzig kleiner Flughafen mitten in roten Wüste ist und von dort aus sind es noch einmal gute 4 km bis in die Stadt. Zudem herrschten hier satte 37 Grad, die ich normalerweise gut aushalte doch nach all den kalten Tagen, war es unangenehmem. Im Hotel angekommen ließ es mir keine Ruhe und ich rief die Telefonnummer von Virgin Australia die auf einem separaten Zettel stand. Und hier wurde dann noch einmal alles aufgenommen in Detail.
Doch letztendlich hilft es mir nicht für morgen, denn ich werde schon um 6:00 Uhr nach Uluru unterwegs sein und erst gegen Mitternacht zurück kommen. Also kaufte ich mir gleich neben dem Hotel ein frisches T-shirt, ein Hut, ein Fliegennetz, Fliegenspray, Sonnencreme, Zahnpasta und Deo, damit wenigstens morgen über die Runden komme. Zum Glück hatte ich sonst alle Papiere, den Rechner und alle Ladekabel im Handgepäck.
Ich hoffe inständig dass der Koffer morgen da ist.

Ich speiste im Restaurant vom Hotel weil ich keine Lust viel herumzulaufen, es war einfach zu heiß. Im Red Ochre Grill, dessen Spezialität es ist Gerichte aus dem Busch neu zu interpretieren, Ich aß einen:

Krokodil Burger. Schmeckte sehr gut. Zuhause würde es mir nie in den Sinn kommen Krokodil zu essen, doch hier versuchte ich es.

Und morgen geht es wieder sehr früh raus.

Der letzte Tag in Neuseeland

Das schönste Graffiti der Stadt an einer alten Häuserwand die das Erdbeben überlebt hat.

Wenn auf den Eisreisepapieren nach NZ nicht die Frage gestanden hätte, wie lange ich vorhabe hierzubleiben, ich hätte es nicht gewusst. Ich musste im Flieger in meinen Papieren nachsehen und zusammenrechnen. 19 Tage war ich hier. Zeit also eine kleine Bilanz zu ziehen.

Ich würde das nächste mal Christchurch einen kürzeren Besuch abstatten und dann noch Queenstown dranhängen, das ich ja nicht gesehen habe. Auckland war toll und Wellington ebenfalls.

Ansonsten ist das Land wirklich eine Reise wert und wenn alles so hinhaut wie ich mir das wünsche werde ich nächstes Jahr noch einmal hier sein.

***

Ich fing den Tag mit einer Suche nach einem Barber Shop an. Der Friseur in Hobart (die Rockabilly Frisur) hatte mir an der einen Seite zu viel weggeschnitten. Das merkte ich zu Anfang nicht, doch jetzt, da sie etwas länger sind, merke ich es sehr und ich muss ordentlich Zeug reinschmieren, damit es einigermaßen aussieht. Zweimal sagte man mir ‚Sorry we’re fully booked‘ und einmal war der Laden geschlossen. Das Universum möchte mir anscheinend damit mitteilen dass ich in Christchurch nicht mehr zum Friseur gehen soll… na gut.

Da ich morgen sehr sehr früh weiter fliege, beschloss ich ein ordentliches Mittagessen zu mir zu nehmen und auf das Abendessen zu verzichten. Der Hikari Sushi Train im Riverside Market war genau das richtige.

Den Nachmittag verbrachte ich im Park lesend und machte jedoch früh Schluss. Ich packte den Koffer vor. Ich muss schon um 2:30 raus und das wird schwierig werden und wenn ich dann noch den Koffer so einpacken muss, dass alles einigermaßen wieder knitterfrei zum Vorschein kommt. Mit den Jahren kennt man sich ja.

Christchurch: Mount Cook

© Google

Dort ging es heute hin. Ein recht lange Reise. Der erste Teil davon ging durch ein flache recht eintönige Landschaft. Oben auf der Karte die lange gerade Strecke von Christchurch bis zum blauen Punkt. Unterwegs viele landwirtschaftlichen Betrieben aller Art. Viehzucht, Getreide, Mais… Es war so ziemlich alles dabei.

In dem kleinen Ort Geraldine machten wir nach zwei Stunden Halt fürs Frühstück.

Dann ging es weiter zum Lake Tekapo.

Und ganz im Hintergrund die Tausender Berge mit Schnee bedeckt. Mount Cook, der höchste der Berge, war während der Fahrt schon einmal kurz zu sehen.

Weiter zum Lake Pukaki, und dort sah ich ihn zum ersten mal richtig:

Unser Busfahrer meinte es wäre eine 50/50 Chance ihn so zu sehen. Der Bus umfuhr den See zur Hälfte zum Mount Cook Village.

Und hier wurde mir bewusst, dass ich für den Ausflug sehr, sehr viel mehr Zeit im Bus verbringen würde als an Ort und Stelle. Wir kamen nämlich mit einer ordentlichen Verspätung an.

Also fiel das Mittagessen das ich dazu gebucht hatte, sehr knapp aus, denn ich wollte schon ein wenig herumwandern. Doch es blieb sehr wenig Zeit dafür.

Diese braunen Flecken oben im Schnee sind übrigens … man staune… die Reste der Rauchwolken der Buschfeuer von Australien, die vor ein paar Wochen über die Südinsel zogen und den Schnee verfärbten!

Mount Cook versteckte sich aber hinter Wolken.

Auf dem Weg zurück machten wir halt an einem Feld das ich bereits Hinweg gesehen hatte:

Ein Lavendelfeld! Sehr ungewöhnlich.

Und dann kam wieder die lange Fahrt zurück. Wenn ich gewußt hätte, dass die Besichtigung so kurz ausfallen würde, hätte ich das mit einer Weiterfahrt nach Queenstown verbunden und wäre einen Tag später zurückgekehrt. Denn Queenstown war nicht so weit weg. Mist.

Ich war somit nicht ganz 12 Stunden unentwegt im Bus. Ich schieb es als Vorabübung ab, wenn es Mitte Februar zurück nach Europa geht.

Zurück in Christchurch gönnte ich mir ein feudales Abendessen. Und dazu vorab erst mal ein schönes Glas Pinot Gris Greystone North Canterburry. Schmeckte Wow!

Rinderbäckchen mit Kartoffelpüree und Rosenkohl mit frittierter Petersilie. Määäga.

Es war eine sehr gute Idee noch einmal ins Crockett zu gehen in dem ich vor ein paar Tagen gewesen war.

***

Eine Musikempfehlung von der ich gestern zufällig in der Zeitung las und die mir die lange Zeit im Bus versüßte. (Achtung, ich oute mich jetzt!) Das neue Album von den Pet Shop Boys / Hotspot. Es klingt so sehr 80er/90er kitschig, poppig und ist wunderschön. Ganz grandios das letzte Lied vom Album, Wedding in Berlin. Auch die Nummern Will-o-the-wisp, Happy People, und Dreamland mochte ich sehr.

Christchurch: Day Spa

Heute war der Tag der für Christchurch der zu viel war. Der Tagesbericht für heute fällt somit spärlich aus.

Am Morgen bereitete ich einige Dinge für die kommenden Tage vor. Morgen z.B. mache ich einen Tagesausflug nach Mount Cook, der Richtung Queenstown liegt. Wenn ich noch einmal in diese Gegend kommen sollte, werde ich Queenstown besichtigen, was die bessere Option gewesen wäre im Vergleich zu Christchurch.

Ich buchte ebenfalls schon eine weitere Tour, die ich von Alice Springs aus machen werde. Man hatte mir nämlich angeraten diese schon beizeiten zu buchen, da ich sonst Schwierigkeiten hätte einen Platz zu bekommen. Und in der Tat war das eine weise Entscheidung, denn das was ich vorhabe, wird nur alle zwei Tage angeboten und da ich nur drei Tage dort bin…

Und dann wollte ich auch hier im Blog mal einen Tag Pause einlegen.
So gerne ich meinem Hobby Bloggen auch nachgehe, es kostet viel Zeit. Wenn ich nicht alleine reisen würde, wäre es ein Streitgrund, denn ich verbringe doch viel Zeit am Rechner.

Ich fand etwas außerhalb vom Zentrum ein Dayspa.
Mehr passierte heute nicht.

Dafür wird es morgen wieder unterhaltsamer.

Christchurch: Botanical Garden & Cardboard Church

Ein ruhiger Tag. Ich ging ihn spät an weil ich auch spät eingeschlafen war. Ich nahm mir den botanischen Garten vor, der auf der Karte sehr groß ist im Vergleich zum Stadtzentrum.
Ach ja, man machte mich darauf aufmerksam dass das neue chinesische Jahr, das Jahr der Ratte ist.

Die Parkanlage ist wirklich sehr schön. Am besten gefiel mir der Teil New Zealand Garden.

Ja Archie, ist es!

Es ist einer der mächtigsten Eukalyptus Bäume den ich je gesehen habe. Seht ihr unten beim Baum Frau? Hinter dem Baum steht ihr Mann um ein Foto von ihr zum machen. Ich nutzte die Gelegenheit um ebenfalls eins zu machen, so lange sie dabei stand, damit man sich der Größe des Bazms bewusst wird.

Und jetzt ein bisschen Bob Ross Fotografie:

Ich hatte ja schon die Kathedrale in ihrem desolaten Zustand gezeigt. Nun musste für die Zeit ihres Wiederaufbaus eine eine neue Kirche her. Und man baute eine aus …Karton!

Diese langen Stehlen sind tatsächlich aus Karton. Das Dach an sich ist mit durchsichtigen Stegplatten belegt.

Ein neues Poloshirt aus dem Sommerschlussverkauf von macpac. Dafür wird ein T-shirt, das ich bis jetzt noch nicht einmal an hatte, den Rest seiner Tage in Chirstchruch verbringen. Immer nach der Regel, wenn ein Teil im Koffer dazu kommt muss ein anderes Teil raus. Ausnahme war vor ein paar Tagen, ein lange Jeanshose. Ich hatte tatsächlich nur eine eingepackt.

***

Am Abend noch einmal mexikanische Kost. Ich hatte noch einmal den gleichen Sauvignon Blanc wir davor von Graham Norton. Ja DER Graham Norton von der Show. Er ist, wie es scheint, sehr oft hier in NZ anzutreffen.

Christchurch: Gondola & Crockett

Lustige Begebenheit am Morgen: Ich erwachte früh und bekam eine Messege ob ich nicht Lust hätte mit ihm zu Abend zu essen. Derjenige wusste nicht dass ich weit weg bin und als ich ihm zurückschrieb, dass ich kurz vorm Frühstück bin, dachte er zuerst ich hätte eine Party ohne Ende hinter mir…

Diese blaue Tram hatte ich noch nicht gesehen. Es sind herrlich kleine restaurierte Prunkstücke.

Ich fuhr mit dem Bus ein Stück hinaus zu einer Gondelfahrt.

Ich bekam zum ersten Mal einen Überblick über die Stadt. Und dafür hatte ich den richtigen Tag gewählt. Man sah bis ans Meer.

Die richtig hohen Berge im Hintergrund sind leider kaum sichtbar, sonst hätte ich euch Schnee zeigen können. Ich werde mich erkudigen wie man ans Meer kommt.

Es ist recht windig hier oben.

Ich hatte mich schon gewundert wo denn der Hafen von Christchruch ist. Er liegt auf der anderen Seite des Berges, gut geschützt in einer Bucht.

Ich hatte mich erkundigt ob es von oben aus einen Wanderweg wieder hinunter zur Gondelstation gibt.
Gibt es nicht so ganz, antwortete man mir. Es hätte einen Weg gegeben, doch wäre was „weggebrochen“ und er wäre nicht mehr begehbar. Ich könnte aber die Straße hinuntergehen, käme dann an anderer Stelle raus. Aber dazu hatte ich keine Lust zumal ich den Retourfahrschein für den Bus nur von der unteren Station aus hatte.
Also fuhr ich den Berg auch wieder hinunter.

Und ich sah die Wolken über den Berg kriechen:

Ich finde es inzwischen fast ein Unding dass man sich überall fotografieren lassen muss, wie heute in der Gondel:

Man präsentierte mir dann unten ein komplettes Album mit vier verschiedenen Fotos groß- und kleinformatig, alle fertig ausgedruckt. Ich lehnte höflich ab. Man gab mir dann die Postkarte oben mit ohne etwas dafür zu verlangen. Ich könnte mir mit dem Code die Fotos heruterladen, gegen Bezahlung.
Im Nachhinein wunderte ich mich dann doch ein wenig was mit meinen anderen Fotos geschieht. Ich hoffe doch dass sie entsorgt werden!!!

Am Abend dann in der gleichen Straße wie gestern, ein anderes Restaurant.
Crockett. Das Restaurant sieht krachend neu aus aber ganz in retro industrial Stil. Ich glaube ich sah so eine Wohnung zu ersten mal in „Flashdance“. Die Wohnung von Jennifer Beals?

Lammschulter (ein Stück davon)
Tarte Tatin

Als ich zurück ging sah dass sich etwas verändert hatte. Man feiert wohl die nächsten Tage auch hier das neue chinesische Jahr. Und ganz offensichtlich kommt das Jahr des Drachen.

Christchurch: Historisches , Trambahn & Baustellen

Nach dem Frühstück ging ich auf die erste richtige Erkundungstour.

Ich wanderte in Richtung botanischer Garten. Dort befindet sich das Canterbury Museum, gleich neben dem Arts Center und dem i-Site. Ein interessanter Startpunkt.

Im Museum das von außen bei weitem nicht so groß scheint wie es ist, eine Reihe von Räumen aufgeteilt in drei Etagen in denen es viel von Neuseeland zu sehen gibt aber auch einige exotische Dinge aus Ägypten und England.

Zwischendurch ein zweites Frühstück.

Und nicht nur für mich.

Ich kaufte mir ein Tramticket das den ganzen Tag gültig ist und machte eine Rundfahrt.

Beim Earthquake Museum stieg ich aus, weil ich wissen wollte was dieser Stadt tatsächlich passiert ist.

Die Kathedrale von Christchurch, die jetzt nach neun Jahren immer noch in ihrem desolaten Zustand ist. Man sagt nicht genau warum sie schon so lange da steht ohne dass etwas passiert ist. Sie soll voraussichtlich in ach bis elf Jahren wieder hergerichtet sein.

Man kommt mit einem flauen Gefühl im Magen wieder heraus. Das erste eigentliche Beben das bereits 2010 geschah hatte nicht viel Unheil angerichtet. Es war Nachbeben 2011, das den größten Schaden anrichtete. Es gibt eine Reihe von Filmen und Zeugenberichten die sehr unter die Haut gehen.
Ein Film der von einer Überwachungskamera stammt, filmte das ganze Geschehen und wie das Gebäude auf der anderen Straßenseite in sich zusammenstürzte. Auch die Menschen die von den Gebäuden wegliefen und versuchten, mit sehr wankenden Schritten, auf die Straße zu kommen.

Ich fuhr nach der Besichtigung weiter mit der Tram.

Das Zentrum ist echt erstaunlich. Auf der einen Seite gibt es eine Straße mit Restaurants, Kaffees und Läden:

Dreht man sich dann um und schaut auf die andere Seite sieht man eine gesicherte Baustelle in der sich die Möwen eingenistet haben und dadurch zu einem geschützten Platz wurde, weil sie dort ihr Junge bekommen.

Am Abend ging ich nicht weit von meinem Hotel durch eine andere recht belebte Straße mit vielen Restaurants und wählt ein mexikanisches aus. Im Chiwahwah bekam ich sofort einen Platz. Ich empfinde es inzwischen als großen Vorteil alleine zu reisen, denn in Restaurant s immer überall ein kleines Plätzchen für mich frei. Ein Vierergruppe die vor mir am Eingang stand wurde abgewiesen.
Die Toartillas waren ausgesprochen gut.

Ich hatte drei verschiedene, mit Lamm, Rindfleisch und Fisch. Der mit Lamm war ganz besonders köstlich.

Ich machte früh Feierabend, denn morgen geht es in die Berge.

Von Wellington nach Christchruch

Nur mal so zwischendurch ein Foto vom Koffer, den ich mit Aufklebern personalisiert habe aus einem einfachen Grund. So finde ich ihn leichter auf dem Gepäckband wieder. Vor allem dann wenn ich müde bin und der Flug lang war. Als ich zum Beispiel in Melbourne landete, war ich leicht groggy und ‚gepäckblind‘. Es rollten hunderte von Koffern an mir vorbei und das gleiche Modell wie meiner von Samsonite sah ich noch ein- oder zweimal. Dass aber jemand auch eine Möhre und Tiger als Aufkleber hat ich höchst unwahrscheinlich.

Am Flughafen nach der Landung nutzte ich zum ersten mal eine sogenannte Pick up App. Ich stand nämlich am Taxistand und da standen drei unbemannte Taxis. Nett.

Olacabs hatte der C. mir bereits in Auckland empfohlen. Ich wollte damit schon in Wellington zum Flughafen fahren aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund wollte die App mir kein Wagen schicken… In Christchruch klappte es dann auf Anhieb.

Christchurch ist flach im Gegensatz zu Wellington. Nachdem ich eingecheckt hatte, erkundete ich ein wenig die Umgebung einfach auf gut Glück. Huiii, das ist sehr anders hier. Der erste Gedanke war, „ hier sieht es aus wie auf dem Kirchberg! Das wird gewöhnungsbedürftig.“

Doch mann muss auch wissen, dass die Stadt sehr zerstört war nach dem fatalen Erdbeben 2011. Es ist sehr wenig von der alten Bausubstanz vorhanden. Es ist alles neu und für meinen Geschmack nicht unbedingt schön, sondern funktionsorientiert. Ich mag mich auch täuschen und vielleicht ändert sich meine Meinung ja.

Es gibt hier jedoch zwischen all den modernen Gebäuden eine alte Tram. Schön.

Ich denke dass ich mir hier die Sehenswürdigkeiten etwas mehr ergooglen muss. Es ist nicht so offensichtlich. Im Hotelfernsehen gibt es ein Kanal mit mit einer Endlossendung über alles sehenswerte der Stadt.

Am Abend ein Steak im Hotel.

Schmeckte erstaunlich gut sogar dei Bearnaise. Dazu ein Sauvignon blanc. Aber im Wein bin ich in Neuseeland noch nicht ein einziges mal enttäuscht worden.

Wellington: Rundflug & Weta Workshop

Das Leben geht in der Heimat weiter und hört manchmal auch auf. So las ich heute in der LW, dass ein Schulfreund von mir verstorben ist.
Adieu Tommy…
Früher machte ich mich halbwegs lustig über meine Großmutter Thérèse, die jeden Tag als erstes die Todesanzeigen in der Zeitung aufschlug.
“ Fir d’éischt gëtt gekuckt wien alles net méi mam Caddy duerch de Cactus fiert.“
Ich mache es heute fast genau so…

***

Heute fand er nun endlich statt, der Rundflug, den ich bereits gestern machen sollte, der jedoch wegen den Wetterbedienungen ausfiel.

Im Hafen, wo sich auf der Start- und Landeplatz des Hubschraubers befindet, stand ein Kreuzfahrtschiff kleineren Kalibers am Pier:

Ich zeige das Boot absichtlich denn man wird es gleich noch einmal sehen.

Es war WOW! Man kann sich echt an diese Art von Fliegen gewöhnen. Das war mit Sicherheit nicht zum metzten mal!

Das Kreuzfahrtschiff von oben
…und hier ist auch mein Hotel darauf.

***

Das hätte ich gestern posten sollen. Aber glücklicherweise ging alles glatt mit dem was ich eigentlich für heute vor hatte.
Weta Workshop sind die Filmstudios und Werkstätten, die bekannt wurden durch die Filme von Peter Jackson, allen voran die Herr der Ringe Trilogie. Ich hatte eine größere Tour gebucht.
Zuerst ging es durch die Werkstätten (die Ausstellungsräume davon) in denen alles mögliche an Prothesen, Kostümen, Figuren, Waffen hergestellt werden. Fotos machen war dort nicht erlaubt. Überhaupt waren sie in dieser Hinsicht sehr hibbelig, da sie auf all diese Requsisten keine Bilderrechte haben. Aber ein paar Sachen durften wir dann doch ablichten.

In einem Raum begegneten wir auch einem der großen Erfinder der unter anderem an King Kong arbeitete:

Er war dabei ein Skelett eines riesigen Vogels zu erstellen, der entweder als neues Ausstellungsstück für ein Museum kommt oder er gehört zu den neuen (das ist meine Vermutung) Avatar Verfilmungen. Avatar 2,3,4 und 5!!!

Dann zeigte man uns die Studios der abgedrehten britischen Comic Serie Thunderbirds. Sie basiert auf einer alten Serie die in den 60er Jahren mit Marionetten bereits verfilmt wurde. Man zeigte uns wie man quasi aus Schrott das ganze Set gebaut hat, und in dieses Set anschließend die Figuren per Computeranimation hinzufügte.
Anschließend gab man uns noch Zeit durch den Shop zu schlendern.

Vor der Tür des Shops sah ich ihn…

…und jetzt ich habe einen neuen Freund. 🙂
Ist es nicht süß?

Und das war auch schon der letzte Tag in Wellington. Morgen geht es weiter nach Christchurch.

Wellington: Nieselregen, Museum, Schmuck & Leffe

Die Überschrift klingt etwas konfus.

Nieselregen:

So fing der Tag an und machte eine Unternehmung auf die mich sehr gefreut hatte, zunichte.
Der Nieselregen hier ist wirklich tückisch. Man glaubt man kkönnte es ohne Regenschutz schaffen, doch letztendlich ist man nass bis auf die Haut. Und wenn man konstanter Brillenträger ist, so wie ich, sieht man gar nichts mehr.

Also nutzte ich die Gelegenheit und ging noch einmal ins Museum Te Papa.

Es war brechend voll. Ohrenbetäubendes Kindergeschrei. Die Neuseelaänder gehen gerne mit ihren Kindern ins Museum, weil es einerseits (zum Teil) freier Eintritt bedeutet und man die Kinder über Stunden hin mit lehrreichem Zeug beschäftigen kann.

Doch ein paar interessante Dinge kann ich euch zeigen. Die Kanone stammt von der berühmten Endavour mit der Kapitän James Cook einst die Gegend erkundete und eroberte. Sie lag lange im Meer und war unter anderem eine der Kanonen die, weil das Schiff gestrandet war, über Bord geworfen wurde, damit es wieder Auftrieb bekommt. Das glückte auch.

Die gewaltige Maori Schnitzerei konnte ich nur vom dritten Stockwerk ganz aufs Bild bekommen.

In der naturhistorischen Sektion, von dem ich oben schon ein Foto zeigte, war auch ein sogenannte Gastroptychus spinifer.

Es gibt in Wellington recht viele Juweliere, bei denen ich oft ins Fenster geschaut habe um etwas zu finden was ich für mich als Souvenir kaufen könnte. Im Laden des Museums wurde ich fündig.

Maori Schmuck aus grüner Jade. Es gibt sie auch als Massenware an jedem Souvenirstand, (wobei der Ursprung und das Material dann sehr zweifelhaft sind) doch diese hier hat ein Zertifikat und ich weiß auch den Namen des Künstlers.

Abendessen dann, weil keine Lust hatte weit zu laufen, nicht weit vom Hotel entfernt in einem, man staune, belgischen Lokal. Leuwen. Ich hatte Lammbraten bestellt:

Und wenn schon ein belgisches Lokal dann ein Glas dunkle Leffe dazu, die ich schon ewig nicht mehr getrunken hatte. Es schmeckte alles hervorragend.
Doch leider auch hier, wie in vielen anderen Lokalen in Australien als auch in Neuseeland war die Bedienung am Tisch alles andere als optimal.
Das erklärte mir vor zwei Jahren der Chefkoch Philippe in Melbourne. Der Beruf des Kellners kann man hier nicht als Beruf mit Ausbildung erlernen. Die meisten kellnern so nebenher und/oder als Übergang. Das merkte man leider auch im Leuwen. Das muss nicht immer so sein, es fällt nur extrem auf, wenn man ein europäisches Lokal besucht und nicht den selben Standard vorfindet.

Und morgen dann hoffentlich, das Ereignis auf das ich heute wegen dem Wetter verzichten musste.

Wellington: Cuba Street & Beehive

Eines noch vorweg, das ich erst gestern erfuhr. Ich habe (bzw. hatte) sehr laute und geräuschvolle Nachbarn. Wenn sie sich ins Bett warfen wackelte mein Bett im Zimmer daneben mit.
Irgendwann später in der Nacht wackelte mein Bett wieder und ich gab den Nachbarn die Schuld, doch es war, wir ich am Morgen erfuhr ein Erdbeben.
Das ist nichts ungewöhnliches hier, der Boden wackelt hier häufig, doch es erklärt auch so einiges in der Stadt, was mir bis dato ein Rätsel war. Aber dazu komm ich noch.

Ein ruhiger Tag der mit einem Spaziergang anfing zum Beehive. Der Bienenstock, ist das Parlament des Landes.

Man kann das Gebäude auch besichtigen. Doch ich ließ mir sagen, dass es nur Sinn macht wenn die sogenannten Sessions sind. In den Sommerferien (also jetzt) sind die Abgeordneten alle in Urlaub.

Eine Straße die mir sehr gut gefiel und die man mir auch empfahl, ist die Cuba Street.

Diese Carmen Rupe muss schon zu Lebzeiten eine Icone gewesen sein. Ihre Wiki Seite ließ mich echt staunen.
Dort ließt man auch über eine Ampel die an der Kreuzung Vivian Street / Cuba Street steht, die ich aber nicht gesehen habe. Im gleichen Zusammenhang sah ich aber andere Ampeln:

Maoris als Ampeln. Der Mann in rot, die Frau in grün.

Aber zurück zur Cuba Street:

Das Foto oben wollte ich eigentlich gar nicht zeigen, wegen der Baustelle. Doch es erklärt warum hier und da plötzlich Dinge geschlossen sind die nicht so aussehen als ob sie in Konkurs gegangen wären. Es sind die Erdbeben die, die Gebäude unzugänglich machen und darum werden sie sicherheitshalber geschlossen.

In einer kleinen Seitengasse der Straße fand ich einen Buchladen der mit die Sprache verschlug. Pegasus Books.

Der Laden hat vier Räume und platzt regelrecht vor Büchern. Es ist so eng im Laden das ich zu ersten mal froh war über die Pano Funktion in der Foto App, sonst könnte ich euch die vollgestopften Räume nicht zeigen.
Ich musste mich sehr zusammennehmen um nicht den Rest des Tages dort zu verbringen und noch mehr um nichts zu kaufen. Aber wenn ich hier wohnen würde, ich würde viel Freizeit dort verbringen.

Am Abend dann chinesische Kost.

Das Red Hill hatte ich per Zufall gefunden. Es lag im ersten Stock und von der Straße her hörte es sich sehr belebt an.

Sehr gut auch wenn ich nicht das Gericht bestellen konnte für das sie bekannt sind. Den Hot Pot gibt es erst ab zwei Personen. Auf jedem Tisch stand ein Pot köchlete vor sich hin.

Wellington: Te Papa Tongarewa & Cable Car

Brr, es ist kalt hier. Die Temperaturen steigen tagsüber nicht über 22 Grad, meist liegen sie dartunter.

Nach den Frühstück zog ich los durch die Stadt. Man merkt schon an den vielen Menschen morgens dass Wellington eine Hauptstadt mit vielen Büromenschen ist, die alle seltsamerweise rennen. Wenn man auf dem Bürgersteig kurz innehält um etwas zu betrachten steht man meistens jemandem in Weg der vorbei will.

Am Morgen suchte ich den Cable Car, der in einer winzig kleinen Seitengasse versteckt ist.

9.00$ für eine Hin- und Rückfahrt sind übrigens nicht sehr viel. Das sind nur knapp über 5€.

Der Cable Car selbst ist sehr gut besucht und ich musste für die Hinfahrt stehen. Es geht 120m in die Höhe und ober auf dem Hügel angekommen hat man eine schöne Aussicht über die Stadt.

Auf dem Hügel befindet sich eine kleines Cable Car Museum, ein Observatorium und ein botanischer Garten. Im Observatorium gibt es auch ein Museum das sich aber eher an Kinder richtet. Doch eine schöne Geschichte der Maori gibt dann doch zu hören und zu sehen. Warum scheint die Sonner im Sommer länger und im Winter kürzer?
Wie Maui die Sonne einfing.

Mittagessen ließ ich ausfallen.

Das Museum das mir ich mir unbedingt ansehen sollte und as mir viele an Herz legten war. das Te Papa Tongarewa, oder wir die meisten hier sagen das Te Papa.

Es ist riesig und beherbergt mehrere Museen auf einmal. Das Naurhistorische Museum , das Geschichtsmuseum und und kunsthistorische Museum sind an einem Ort untergebracht. Zudem gibt es dort auch zeitgenössische Kunst. Ich sah mir zwei davon an. mehr schaffte ich nicht.

Eine Wanderausstellung über Alice im Wunderland versetzte mich zurück in meine eigene Vergangenheit als ich in Luxemburg 2002 an einem Musical über Alice arbeitete. (Zurückblätteren im Blog hilft da nicht, da hatte ich das Blog noch nicht)

Es war eine wunderschöne Aufmachung. Es wurden unzählige Filmausschnitte gezeigt von Verfilmungen die ich gar nicht kannte. Die älteste war von 1903. Die Mad Hatter Tea Party konnte man virtuell an einem Tisch erleben.

Eine weitere Ausstellung in der Geschichtsabteilung, war dann um so erschütternder, zumal ich das gar nicht wusste. Ich hatte keine Ahnung dass die Neu Seeländer zusammen mit den Australiern in den ersten Weltkrieg involviert waren und da auch einige Verluste zu beklagen haben.

„Gallipoli, the scale of our War erzählt die Geschichte von einer Schlacht die nicht sehr lange dauerte aber viele Opfer mich sich brachte.

Für die Ausstellung wurde alles an möglicher Technik aufgefahren. 3D Pläne mit Overhead Beleuchtung die das Vorankommen der Truppen zeigten. Nachgebaute Schützengräben, Tonanlagen…
Was mich aber am meisten von Hocker haute, waren die überdimensionalen Plastiken vom Weta Workshop (auf den ich noch einmal in Detail die nächsten Tage eingehe) Die waren so gut gemacht, dass es einem durch Mark und Bein ging. Ich denke dass es aber auch meinem Beruf geschuldet ist, dass ich noch genauer betrachte als andere.

Das reichte mir dann auch mal fürs erste und ich werde mir den Rest des Museums für einen anderen Tag aufheben.

Von Auckland nach Wellington

Das New Chancelor Hotel in Auckland werde ich sicherlich nicht mehr als Unterkunft wählen. Das Zimmer war so an der Schwelle von Ok und Naja. Positiv war die kleine Küchenzeile, der Balkon und die Aussicht auf den Skytower. Das Frühstück aber war eine Zumutung. Ich werde zu Hause nochmal nachsehen was das extra gekostet hat.

Frühstück gab es somit an dem Morgen in einem Sierra am Hafen. Eggs Benedict.

Der C. hatte sich angeboten mich zum Flughafen zu fahren was ich dankend annahm.

Im Flugzeug erzählte mir mein Sitznachbar, ein Lehrer aus Auckland, dass es eine Zugverbindung gibt. Viermal die Woche und sie würde gute 12 Stunden brauchen für die knappen 800km Das erinnerte mich an meine Zugfahrt von Brisbane nach Cairns von vor zwei Jahren…. Dafür gibt es stündlich eine Flugverbindung.

Der Flug dauerte knappe 45 min. Ich sollte beim nächsten mal sehen ob es da nicht eine Zugverbindung gibt. ??? Das nächste Mal ??? Ja und das ziemlich sicher. Aber darüber schreibe ich wenn es in Planung geht.

Einchecken im Hotel und eine erste kleine Erkundung durch die Stadt. Ihr ist es um einige empfindliche Grade kälter als in Auckland. Die Runde fiel somit sehr klein aus.

Abendessen im Saigon, ein vietnamesisches Restaurant. Leider nicht so gut wie ich mir das vorgestellt hatte.

Das Huhn war fade, was ich schon recht erstaunlich fand, denn so aussehen tut es nicht.

Morgen dann die erste richtige Erkundung.

Auckland: letzter Tag

Auckland war ganz genau ein Tag zu lang. Es ist an der Zeit dass ich morgen die Koffer packe und weiterziehe.

Was man mir schon vorab bestätigt hatte ist, dass Auckland nicht Neuseeland ist wie ich es denn jetzt die nächsten Tage kennenlernen werde.

Heute möchte ich heute noch über ein paar kleine Eigenheiten schrieben. So saß ich ja gestern im Restaurant mit dem C. und schaute auf die Speisekarte wo ich nur die Hälfte von dem Verstand was da geschrieben stand.

Chook ist chicken also Hühnchen. Dann gibt es hier Fischarten die man in unseren Breitengraden gar nicht kennt und die jedesmal googeln musste.

Ein anderes Beispiel das ich schon in Australien hörte, hier weitaus weniger, ist Brekkie für Breakfast, also Frühstück.

Eine Werbecampagne von Durex ließ mich auch staunen:

***

Am Mittag schaffte ich es dann doch zu Odettes Eatery die wieder geöffnet hatte.

Frito Misto mit einer Espelette Mayo und dazu Aubergine gegrillt mit Basilikum und ein paar frittieren Kichererbsen. Sehr gut.

Nachtisch, Berry Tart.

Ich hatte selten ein Törtchen bei dem der Mürbeteig so luftig war dass er augenblicklich im Mund zerbröselte, sich in Nichts auflöste und nur den Geschmack hinterließ. Sensationell! Doch beim Anblick des Törtchens dachte ich auch unweigerlich an das Fräulein…

Ich hätte noch ein Museum besichtigen können am Nachmittag, doch wirklich Lust dazu hatte ich nicht.

Ich flanierte noch ein wenig durch die Stadt die sich absolut nicht wie eine Millionenstadt anfühlt. Es ist alles so entspannt hier…

Den Rest des Nachmittages verbrachte ich damit schon mal vorab ein paar Besichtigungen in Wellington auszusuchen und zu buchen denn da gibt ein paar sehr schöne Sachen. Huiiiii!

Am Abend dann noch einmal zum Depot.

Ich hatte, weil es das letzte mal so gut war, noch einmal Skirt Steak.

Ein Stück Fleisch das man in Deutschland kaum kennt, Kronfleisch. In Frankreich und in Luxemburg heisst es bavette. Und die frittierten Zwiebeln sind Sünde pur.

Es gibt auch ein Kochbuch vom Restaurant, das ich wirklich gerne gekauft hätte. Aber ich habe schon eins gekauft und ich kann unmöglich noch mehr Bücher schleppen. Hier also die Daten des Buchs in der Hoffnung dass ich das bestellen kann.

Al Brown / Depot – Biography Of A Restaurant (with Recepies) 2014 / ISBN 978 177553 719 9

Ich muss morgen nicht so irre früh raus wie das letzte mal. Der Flieger geht erst um 14:00 und da es ein Inlandflug ist muss ich auch nur eine Stunde vorab da sein.

Ab morgen dann aus Wellington.

Auckland: Huch, Regen!

Erstaunlich und zugleich beängstigend, dass ich bis jetzt nicht einen Regentag hatte. Somit war gestern der perfekte Tag zum Wale sichten.

Ich bloggte am Morgen wie gewohnt alles weg und sichtete dabei alle Fotos durch. Die Fotos der Delfine waren sozusagen vorprogrammierte Schnappschüsse. Ich haderte ein wenig ob ich nun den Wal, denn ich nur auf Video habe, aus den endlosen Aufnahmen herausschneiden sollte und dabei noch eine weitere Stunde verbringen sollte oder nicht. Ich ließ es bleiben.

Draußen hatte der Himmel sich zugezogen und als ich loszog, fing es an zu nieseln. So einer dieser Sommernieselregen wie es sie bei uns sehr selten gibt. Sehr feine kleine Tröpfchen, aber auch sehr dicht. Meine Brille hätte Scheibenwischer gebraucht.

Ich flüchtete in ein Kaufhaus, durch das ich gestern schon einmal kurz aus reiner Neugierde hineingeschaut hatte. Es fühlt sich ein bisschen wie das KDW an aber kleiner. Das Café in der obersten Etage war gut besucht aber ich bekam Platz. Smith & Caughey‘s hat sogar in der obersten Etage Villeroy & Boch und das ‚Vieux Luxembourg’ steht dort in der Auslage.

In einem anderen kleinen Laden fand ich den bekannten Manuca Honig genau von der gleichen Marke wie ich ihn zuhause habe.

Am Abend dann ein letztes Abendessen mit den C. in Orphans Kitchen. Ein Restaurant das bei C. und seiner Freundin N. schon lange auf dem Programm stand und jetzt war meine Anwesenheit die richtige Gelegenheit das auszuprobieren.
Ich habe es völlig versäumt Fotos zu machen.

Aukland: Walewatching

Da ich seit Beginn der Reise auch wieder ein paar Fotos auf Facebook gesetzt habe, obwohl ich dort schon lange nichts mehr mache, kam heute eine Message, die mir bestätigte, warum ich Facebook wieder meiden sollte.
Ich sollte doch bitte etwas über die armen verbrannten Tiere schreiben.
Weder mein Blog noch meine Facebookseite sind der Ort für Berichterstattung über Themen, die von Journalisten bestens abgedeckt sind.
Und wenn ich drüber schreiben würde, was ich zum Teil auch getan habe, dann über die Feuerwehrleute, die hier im Einsatz für andere ihr Leben gelassen haben. Über Menschen die bei lebendigem Leibe erstickt und verbrannt sind, weil sie nicht schnell genug waren. Über Menschen, die restlos alles verloren haben, denen nur noch Schutt und Asche als Erinnerung bleibt.
Buschfeuer sind nichts Neues in Australien. Es gehen jedes Jahr sehr viele Tiere in der Wildnis daran zugrunde. Nicht nur in Australien, sondern auch in Afrika und Südamerika. Was mir sehr viel mehr Sorgen macht ist, dass diese Buschfeuer mit den Jahren immer größer werden und länger anhalten und immer größere Flächen roden. Auf der Fahrt nach Maria Island zum Ferry, bin an zahlreichen Stellen vorbeigefahren, wo man den Bäumen noch ansah, dass sie in den letzten Jahren im Feuer standen. Und das war ja in Tasmanien wo es zurzeit ruhig ist.
„Aber wir haben ja kein Klimawechsel… gell ?!?!?“

So, können wir nun zur gewohnten Tagesordnung übergehen, bitte? Danke.

***

Am Morgen ging ich auf Empfehlung zu Odette, eine Frühstücksbar, die aber aus unerfindlichen Gründen geschlossen hatte. Da ich eh ein wenig getrödelt hatte mit bloggen und Blogs hinterher lesen, war es schon fast Zeit zum Waitemata Harbour zu gehen. Ich hatte eine Bootstour gebucht.

Und die Walewatching Tour war großartig. Wir sahen mehrfach Delphine und einen Brydewal.

Man erklärte uns, dass das Schiff nich nur ein Touristenboot, sondern auch ein Forschungsschiff ist. So wurde während der Fahrt der Planktongehalt des Wassers gemessen. Dazu wurde eine weiße Scheibe ins Wasser gelassen und man ließ sie soweit hinab bis sie zu dem Punkt, an dem sie nicht mehr sichtbar war. Diese Messung wird jeden Tag an der gleichen Stelle vollzogen und zeigt somit an wie die Schwankungen sind. Zudem wird die Farbe des Wasser angeschaut mithilfe einer Farbskala. Hat das Meer eine eher grünliche Farbe, ist der Planktongehalt hoch.

Und jetzt die Fotos. Ich habe ungefähr an die 200 Stück gemacht. Tiere in der freien Wildnis zu fotografieren ist auch eine Glückssache. Den Brydewal habe ich nur auf Video aber das werde ich ein andermal zusammenschneiden.

Unterwegs begegneten wir der Neuseeländischen Crew des World Sailing Cup beim Training.

Delfine schwimmen sehr gerne mit den Booten mit, nicht weil sie neugierig sind, sondern weil sie durch den Antrieb des Bootes eine Freifahrt bekommen. Sie können dann nämlich so schnell wie das Boot schwimmen, ohne sich anzustrengen. Der Wasserdruck genügt.

Die große Aufregung kam als das wir dem Wal begegneten und dieser fast neben dem Boot schwamm. Plötzlich verfärbte sich das Wasser bräunlich rot. Und dann sahen wir die Crew herumwuseln und der Kapitän bremste das Schiff ab. Es näherte sich dem Fleck im Wasser, der sich schon langsam auflöste und man nahm eine Probe davon.

Stolz zeigte man uns den Behälter:

Das ist Wahlkot. Das letzte mal dass sie eine Probe bekommen hätten wäre vor über einem halben Jahr gewesen.

Da wir sehr weit rausgefahren waren, dauerte die Rückfahrt über eine Stunde. Und das ist die Skyline der Stadt:

Am Abend dann noch einmal ins Depot. Ich hatte wieder großes Glück und bekam sofort einen Tisch, obwohl das Lokal proppenvoll war.
Später fiel ich todmüde ins Bett.

Auckland: Piha & Depot

Ein wunderschöner sonniger Tag. Es ist immer noch ungewohnt, dass ich mit der Heimat 12 Stunden auseinanderliege. Ich erwarte mir nämlich immer prompt Reaktionen auf Posts, doch die sehe ich dann erst am Morgen wenn ich erwache.

Ein Ausflug nach Piha schlug der C. vor. Aber gerne doch!

Google Map

Wie man auf der Karte sieht ein wenig weiter draußen.

Der Sand ist schwarz, das Meer wild und der Strand riesig.

Es war herrlich im Meer zu toben. Mit den Wellen konnte man nicht schwimmen. Wenn man ein wenig rausschwamm wurde man augenblicklich von den Lifeguards (David Hasselhof läßt grüßen) zurückgepfiffen. Und im Gegensatz zur Bondi Beach in Sydney war das Wasser hier recht frisch aber nicht so eisig kalt wie dort.

Diese Blumen werden hier auch Weihnachtsblumen genannt, denn man sieht sie nur zu dieser Zeit. Wie sie genau heißen muss ich nochmal nachfragen.

Man bestaune auch bitte das satte blau des Himmels.

Am Abend ging ich auf Empfehlung in ein richtiges Neuseeländisches Resraurant, das Depot das nur wenige Meter vom meinem Hotel entfernt liegt. Gleich vorweg, das war sehr lecker!!!

Als Appetizer unten links ein bisschen Humus, dann oben das Flanksteak mit frittierten Zwiebeln und Tomatensalat und anschließend ein Triffle mit Pflaumen. Amen.

Der Gedanke an den Skyjump lässt mich nicht los…

Auckland: Art Gallery & Sky City

Es war dann doch sehr spät als ich im Bett war gestern. Ich war erst kurz nach 4:00 im Bett und dementsprechend spät wach. Frühstück ließ ich ausfallen.
Ich bloggte alles vom Vortag weg und ließ den Tag sehr langsam angehen.
Mit dem C. hatte ich ausgemacht, dass wir zur Insel Waiheke fahren würden. Doch beim C. hatte sich eine Planänderung eingestellt und wir verschoben die Unternehmung.

Ich beschloss mir ein wenig weiter die Stadt anzusehen, da ich ja nichts weiter geplant hatte.

Ich kam an der Auckland Art Gallery vorbei und beschloss mir die anzusehen.

Denmark Design hieß ein Teil der Exponate und beschreibt ziemlich gut die Geschichte des dänischen Designs.

Sehr interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass die Dänen es sogar schon in den 50er Jahren geschafft haben mit ihrem Stil bis nach Neuseeland vorzudringen. Den Plattenspieler zum Beispiel würde ich mir sofort zulegen, wenn man ihn noch herstellt.

Ein weiterer Künstler der ausgestellt war, war Colin Mc.Cahon, dessen Kunst sehr religiös ist ohne wirklich so zu wirken. Er ist eine der Nationalgrößen, weil er versuchte zum Teil auch einheimische Kunst in seine einfließen zu lassen. Bilder hab ich keine davon gemacht, weil nicht davon mich wirklich umhaute.

Im Café der Gallery las ich folgenden Spruch und er beschreibt eigentlich ganz gut die Stimmung der Stadt und wahrscheinlich des ganzen Landes.

Dann beschloss ich mir die Sky City anzusehen. Das ist der Turm den ich von meinem Hotelzimmer aus sehe und von dem ich bereits am ersten Abend ein Foto postete. Folgendes Foto kostete mich ein wenig Überwindung.

Gleich neben dem Fenster auf dem man stehen kann, gibt es außen ein Skyjump Plattform. Man wird angeschnallt und vom Turm gestoßen…
Der Absturz wird zum aus verschiedenen Winkeln gefilmt. Ich… nein… oder? Mir wird heiß und kalt wenn ich daran denke, aber irgendwie kribbelt es dann doch es zu versuchen.
Ich bin ja noch ein paar Tage hier.
Vom Hotelzimmer aus filmte ich einen Abflug.

Neben dem Aufreger wird einem auch die Größe der Stadt bewusst.

Wie Sydney hat die Stadt auch eine Harbour Bridge.

Und das ist mein Hotel wo ich am Morgen oder an Abend auf dem Balkon sitze:

Es sind immer wieder kleine Hügel in der Stadt zu sehen. Das sind alte Vulkane. Den Mount Eden werde ich in den nächsten Tagen besteigen.

Auckland: Erste Erkundung

Was mich gestern ein wenig aus dem Konzept brachte war, dass ich mein Adapter für die Steckdose in Hobart habe liegen lassen. Glücklicherweise waren Rechner und Smartphone genug aufgeladen, dass ich posten konnte und mit der Powerbank konnte ich das Smartphone noch einmal aufladen.

Also war mein erster Gang heute Morgen, nach dem Frühstück, (das bis jetzt das rudimentärste ist, was ich auf der Reise hatte) zu einem Elektrohändler. Glücklicherweise fand ich ihn sofort und ergatterte ein Teil das mich jetzt erstmal für Australien und Neuseeland rettet. In Bali werde ich ein anderes brauchen. Vielleicht werde ich fündig am Flughafen.

Da ich ziemlich nah am Hafen bin, wanderte ich erstmal dort herum. Die Ecke erinnerte mich ein wenig an Luxemburg, denn sie dröhnt vor Baustellen…

Ein Teil des Nachmittags verbrachte ich mit Aufarbeiten von unerledigten Emails. Es weiß ja nicht jeder dass ich weg bin und verschiedene Sachen dulden nun mal keinen Aufschub.

Am Abend das große Wiedersehen mit dem C. und ich lernte seine Freundin N. kennen. Wir aßen in einem Neuseeländischen Restaurant unten am Pier, das den seltsamen Namen Euro trägt.

Es gab Austern. Ich glaube das letzte mal dass ich welche hatte war in Cannes als ich noch mit dem M. zusammen war.

Scorched beef tartare, smoked egg yolk, white soy, kumara and cocoa
Line-caught market fish, crab & prawn ‘nduja’, preserved cherry tomatoes, summer herbs, war auf meinem Teller und in der Mitte waren extrem leckere Slender stem broccoli, blue cheese butter, toasted hazelnuts. Dazu gab es ein Neuseeländischen Pinot Gris.
Caramel semifreddo vanilla ice cream, hazelnut panna cotta, caramel popcorn

Letztes Foto ist von der Belichtung her nicht mehr ideal da es schon spät war und wir draußen saßen.

Es wurden viel alte Geschichten aus der Vergangenheit ausgegraben und wie es diesem oder jenem so gehe.
Ein wunderschöner Abend.

Von Hobart nach Auckland

So langsam verstehe ich George Clooney in der Rolle von Ryan Bingham im Film ‚ Up In The Air‘. Man kann sich echt daran gewöhnen.

Um drei Uhr klingelte der Wecker und wenige Sekunden später hatte ich den bestellten Weckruf. Doppelt ge… ihr wisst schon. Ein Flug nach Melbourne. Es gab ein unangenehmer Sitznachbar der unentwegt schniefte und hustete, sich aber nie die Nase putze. Ich war froh dass der Flug nur eine Stunde dauerte, denn das grunzende Nasehochziehen trieb mich beinahe in den Wahnsinn.

Von Melbourne ging aus weiter nach Auckland ohne Zwischenfall. Dreieinhalb Stunden.

Im Flieger der ein ziemlich günstiges Wifi hatte, googelte ich mir mal alles zusammen was ich gleich zu Anfang in der Stadt brauche. Ich hatte mir zwei ziemlich coole Restaurants ausgesucht, die aber alle beide jetzt nach den Feierlichkeiten ein paar Tage geschlossen haben. Ich beschloss mir das an Ort und Stelle anzusehen.

Zwischendurch meldete sich der C. den ich über 10 Jahre nicht gesehen hatte und der in Auckland wohnt. Er bot mir mich am Flughafen abzuholen. Großes Hallo am Flughafen.

Das übliche Ritual folgte dann. Im Hotel einchecken, Wäsche aussortieren, Wäsche Service anfragen.

Da mir nochmal zwei Stunden abgeknabbert wurden war es plötzlich schon spät ohne dass mir das bewußt war. Ich fand in der Nähe ein kleines Sushirestaurant.

Das ist übrigens die Aussicht von meinem Fenster.

Als ich dann zurück kam stellte ich fest dass mir der Adapter für den Stecker abhanden gekommen ist. Mist.

Hobart: Letzter Tag

Meine Aussicht am Morgen vom 8. Stockwerk des Hotels.

Ich muss gestehen dass ich heute sehr faul war.

Zudem bekam ich heute mit Verspätung eine Mail, die wahrscheinlich ein ganzes Projekt samt meiner Arbeit zunichte macht. Mich macht sowas wahnsinnig wenn nicht von Anfang an klare Ansagen gemacht werden und ich fische im Trüben und kann letztendlich kann ich NICHTS von meiner Vorarbeit gebrauchen. Ich war echt stinksauer.

Aber gut. Ich bin nicht hier im mir wegen anderer Leute Dummheit den Urlaub vermiesen zu lassen.

Ich hatte mir für den letzten Tag nicht wirklich etwas vorgenommen. Da ich morgen sehr früh raus muss weil mein Flieger um 6 Uhr startet, wollte ich mir für heute kein Programm aufhalsen.

Ich gönnte mir jedoch ein schönes Abendessen im Drunken Admiral, das in Hobart eine Institution ist. Ein uriges Fischrestaurant das sehr gut besucht war. Aber ich bekam einen Platz an der Theke. Der Barman umsorgte mich perfekt.

Schwertfisch mit ein Glas Sauvignon.

Als Nachtisch ein One Legged Tom.

Als Absacker ein Espresso Martini. DAS Getränk schlechthin, das ich vor zwei Jahren hier kennen und lieben lernte und das ich mit diesem Kontinent verbinde.

Das wars vorerst mal mit Australien. Morgen geht weiter nach Neuseeland. Und jetzt beginnt das Abenteuer erst richtig, denn dort war ich noch nie.

Hobart: MONA

Uff, ich bin nicht mehr lobsterrot.

Ich hatte mir vorgestern einen Sonnenbrand im Gesicht eingehandelt, da ich die Sonnencreme vergessen hatte. Und obwohl es kühl war, brannte die Sonne ganz schön.

Foto creme und gel

Ich kaufte mir gestern also von der gleichen Marke wie die Gesichtscreme, (von der ich inzwischen schwer überzeugt bin) das Aloevera Gel und trug mehrfach über den Tag hinweg dicke Schichten auf. Es wirkte Wunder.

So sieht mein Frühstück fast jeden Tag aus. Obst, meist Melone in verschiedenen Sorten, mit Brichermüsli und ein wenig Kelloggs Gedöns darüber gestreut damit es knuspert. English Brekkie hängt mir zurzeit zum Hals raus. Wenn ich morgens schon den gebratenen Speck nur rieche…

Kurze Zeit später machte ich mich auf den Weg zum Hafen, um das erste Speedboat zu nehmen zum ‚Museum Of Old And New Art‚ zu nehmen. Da ich gehört hatte, dass es die Tage davor brechend voll gewesen war, hatte ich Angst ich müsste mich durch Menschenmengen quälen. Doch zu meinem Glück waren weitaus weniger Menschen unterwegs als die Tage davor.

Ich habe reichlich gefilmt und fotografiert, aber eigentlich nicht fürs Blog.

Was ich euch aber Zeigen kann, ist das feudale Mittagessen im The Source.

Das Essen war ausgesprochen lecker und der Tisch, ein grüner Teppich. Es bleibt übrigens erstaunlicherweise auf dem Tisch alls stehen und liegen wie es soll. Nichts rutscht oder fällt herunter. Und während ich speiste (ich weiß nur noch dass der Hauptgang ein Kombi von Hühnchen und Jakobsmuscheln war) hörte ich ein Konzert von der Wiese.

Und so gegen 4:00, nachdem ich nochmal eine letzte Runde durch das Museum gemacht hatte, fuhr ich mit dem Boot zurück.

Hobart : Battery Point

Ach ja. Ich habe noch nicht die neuen Treter gezeigt, die bereits in Sydney gekauft hatte. Dafür bleib das Paar das ich mitgebracht hatte und das eh nicht mehr richtig am Fuß hielt, dort im Mülleimer.

Ich ließ mir heute etwas mehr Zeit. Späteres Frühstück. Was ich nicht bedacht hatte war dass ich nochmal ein Frühstück bekomme. Der G. den ich an Weihnachten bei H. in Melbourne kennengelernt hatte, war ebenfalls in Hobart und wir verabredeten uns in Battery Point in einer sehr netten Bäckerei die ich sicherlich nochmal aufsuchen werde.

Jackman & McRoss scheint ein alteingesessener Betrieb zu sein, bei dem es zugeht wie in einem Bienenstock.

Da ich mir eh vorgenommen hatte das Viertel zu erkunden kam das gerade recht. Es ist zum größten Teil ein reines Wohnviertel durch das aber ein Reihe von Wegweisern führen in denen erklärt wird wie das Viertel entstand. Hoer stehen unter anderem ein paar der ältesten Häuser der Stadt. Eines davon fand ich ganz besonders schön.

Ich ging bis zum nördlichsten Ende des Viertels zur Sandy Beach um dort enttäuscht festzustellen dass es kein Badestrand ist. Schade. Ich hatte extra das Badetuch eingepackt. Unterwegs entdeckte ich jedoch dieses Schild:

Ich wußte nicht dass Erol Flynn gebürtiger Tasmanier war.

Den Rest des Tages ließ ich ruhig ausklingen. Es muss zwischendurch auch solche Tage geben. Morgen mache ich wieder eine größere Tour.

Hobart: Maria Island

Doch gleich vorab mal was zur aktuellen Situation. Auch wenn ich hier nur wenig darüber schreibe, ich bekomme das von den Buschfeuern hier schon ziemlich hautnah mit. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht das schreckliche Schicksal der Menschen im Fernsehen oder in der Zeitung sehe. Gestern Abend sprach ich mit einer Australierin, die in der Nähe von Sydney wohnt und ein paar Tage hier Urlaub macht um den Rauchschwaden zu entgehen. Die Buschfeuer sind nicht allzuweit von ihrem Haus entfernt. Ich fragte, ob sie sich keine Sorgen machen würde. „Doch, klar!“, antwortete sie. „Aber was soll ich machen. Wenn sie näherrücken kann ich nichts daran ändern. Ich kann nur hoffen, dass es mein Hab und Gut nicht erwischt. Ich bin jetzt mal froh hier zu sein und nicht beständig ein Kratzen im Hals zu fühlen wegen dem Rauch.“

***

Es war ganz schön frisch am Morgen als ich auf den Bus wartete der mich zum Boot fahren sollte. 12 Grad. Brrr.

© Google Maps

Zu dieser Insel sollte es gehen. Maria Island wird seltsamerweise Mariah (wie die Diva) ausgesprochen. Alle bestätigten mir dass Maria eigentlich die richtig Aussprache wäre aber warum das anders ist wusste niemand.

Auf dem Weg dorthin machte der Bus kurz Halt in Richmond einem kleinen sehr gut erhaltenen Dorf.

Das sieht schon sehr nach England aus.

Nach einer knappen Stunde waren mit den Bus am Hafen des Ferrys zum Übersetzen zur Insel.

Die Insel war einst eine Strafkolonie. Man bekam hier schon 10 Jahre aufgebrummt, wenn man nur ein Taschentuch gestohlen hatte. Das diente aber auch dazu, dass man die Arbeitskräfte für die Insel ‚anzuheuern‘, weil hier Ziegelsteine hergestellt wurden. Außerdem wurde hier emsig Wahlfang betrieben. Zudem wurde in späteren Jahren um 1920 eine Zementfabrik errichtet. Alles Dinge die diese Insel ziemlich unattraktiv erscheinen lassen.

Doch inzwischen sind von diesen Fabriken nur noch geringe Überreste zu sehen und die Insel ist ein Tierreservat ganz besonders für die Tasmanischen Teufel. Man versucht hier auf der Insel eine neue Population hochzuziehen die nicht von der schrecklichen Krebsart befallen sind die zur Zeit in Tasmanien ganze Bestände ausrottet.

Legen wir mal mit den Fotos los:

Eine tasmansiche Gänseart. Sehr viel größer als unsere Gänse mit sehr langen Beinen. Wenn sie rennen hat das irgendwie etwas von einem Dinosaurier.

Ich sollte vielleicht hinzufügen, dass alle Tierfotos von Tieren in freier Wildbahn sind.

Das alles gab es auf dem südlichen Teil der Insel zu sehen. Anschließend gab es ein Picknick in Darlington (so heißt die winzig kleine Ansammlung an Häusern gleich unten beim Anlegepier., bevor wir loszogen die nördliche Insel zu erkunden. (Hieß der Lord in „Was vom Tage übrig blieb“ nicht auch so?)

Die Überreste der Ziegelfabrik

Und dann kam eine Aussicht, die euch nur mit einem Video zeigen kann. Eigentlich gibt es solche Klippen hier nicht. Es war atemberaubend.

Dann ging es zurück zum Pier und ich wurde mit Niedlichkeit belohnt.
WOMBATS!

Im Video ist ein älteres Tier, das Foto ist ein Baby.
Die sind sooooooooo süüüüüüß. Wenn es nicht besser wüsste, hätte ich einen mitgenommen.

Dann war es nach 4 Stunden Wanderung war es Zeit um zurückzufahren.

Es war äußerst frisch den ganzen Tag, doch sie Sonne kanllte ganz schön. Resultat: Ich habe mir einen leichten Sonnenbrand im Gesicht.

Hobart: Salamanca Market & Cary Levincamp

Am Morgen erstaunt festgestellt, dass ich ein paar Shorts in Sydney im Hotel vergessen habe. Aha, deshalb zeigte die Gepäckwaage am Flughafen weniger an! Ich hatte mich schon gewundert. Ich hatte mir ebenfalls eine neue Gesichtscreme in der kleinen dort Apotheke mitgenommen. Als ich dann am Morgen einfach so ein Selfie von mir machte, sah ich, dass die Creme nicht ideal für mich ist. Ich sah aus wie eine Specknudel.

Nach dem Frühstück auf zum Salamanca Market. Wenn ich hier wohnen würde wäre das mein Wochenmarkt.

Ab einer gewissen Stunde war es ein irrsinniges Gewühl an Einheimischen und Touristen.

Von weitem hörte ich ein Gitarrenspiel das mir sofort bekannt vorkam. Cary Levincamp. Ich hatte schon mal über ihn berichtet, das jedoch sehr viel später nachdem ich dort gesehen hatte, den ich fand erst viel später seine Visitenkarte wieder. Ich wollte damals seine CD nicht kaufen weil ich ja dachte dass ich mindestens zwei Monate noch unterwegs sei und sie dann mitschleppen müsste. Ich fand jedoch all seine Alben auch auf iTunes wieder und lud allesamt runter.

Ich erzählte ihm von unserer ersten Begegnung und dass ich seitdem seine Musik regelmäßig höre. Zumal dann wenn ich sehr lampenfieberige Darsteller schminken muss, bringt seine Musik sie augenblicklich runter. Ich kaufte für den Abend eine Karte für sein Samstagskonzert.

Da ich ja am morgen erstaunterweise festgestellt hatte dass mir eine Hose abhanden gekommen war, zog ein wenig durch die Straßen um eine neue zu finden. Ich fand sie in einem Sportsladen. Dünn und strapazierfähig, ideal für morgen.

Ich rechnete nochmal durch wann ich das letzte mal beim Friseur war, denn es fühlte sich so an als ob ich wieder müsste. Ich suchte per Google einen aus der mir gefiel um dann vor einem geschlossenen Laden zu stehen. Dann erinnerte ich mich dass ich am Tag davor einem Barber vorbeigelaufen war und suchte den auf.

Es ist ein bisschen mehr Rockabillie als sonst, sieht aber sehr ordentlich aus.

Am frühen Abend orderte ich nach ein paar Startschwierigkeiten per App ein Taxi um zum Konzert von Cary Levincamp zu kommen.

Nach einer Begrüßung einem Glas Wein und ein paar Häppchen ging es in sein Studio wo die zehn Gäste ein informales Konzert geboten bekamen. Cary spielt so wie ich mir das erwartet hatte. So wie seine Musik scheint er auch er zu schweben. Zwischendurch beantwortete er Fragen und erzählte aus seinem Leben. Ich fragte ihn warum er keine Filmmusik schreibt. Er meinte, er würde nir darauf warten dass ihn jemand fragt für einen Film die Musik zu komponieren. Vielleicht hilft es ja wenn ich es hier schreibe…

Anschließend zeigte er uns sein Atelier in dem er seine Gitarren selbst baut und auch Intensivkurse im Gitarrenbau gibt.

Es ist schon toll jemanden zu erleben der seine Bestimmung im Leben gefunden hat und der darin voll und ganz aufgeht.

Als ich zurückfuhr und auf das Taxi wartete, sah ich im Nachbargarten:

Ach ja, stimmt, ich bin ja nicht zuhause….

Von Sydney nach Hobart

Ein Bild von gestern bin ich euch noch schuldig.

Es soll Glück bringen wenn ein Marienkäfer auf einem landet.

Flug von Sydney nach Hobart ohne Zwischenfall , aber sehr früh. Ich musste mir den Wecker auf 4:30 stellen. Verständlicherweise gab es kein Frühstück. Am Flughafen ein irrsinniges Gewühl und mein Flug wurde früher aufgerufen als ich erwartet hatte. Ein kleiner Anflug von Panik, doch es ging alles gut.

Gegen 9:30 war ich dann schon im Hotel. Das Zimmer war noch nicht fertig. Also gleich los zur ersten Erkundung.

Ich fand auf Anhieb den Handyladen wieder in dem ich mir vor zwei Jahren das Flipcase gekauft hatte, das aber jetzt seinen Dienst getan hatte. Und siehe da, sie hatten das gleiche Model immer noch und sogar in verschiedenen Farben.

Es ist so schön wieder hier zu sein. Ich hätte nie gedacht dass ich je wieder den Weg hierher finden würde.

Der nächste Gang war, wie oben auf dem Foto zu sehen, hinunter zum Hafen. Ich buchte dort schon mal gleich die Tour weswegen ich hauptsächlich hergekommen war, zu MONA, und eine weitere zu Maria Islan Ich bin also die nächsten Tage zur Genüge beschäftigt.

Im Hotel hatte man beim Einchecken gesagt, dass zu Zeit das Taste of Tasmania Festival stattfindet. Ein Foodfestival mit allen Spezialitäten die man in Tasmanien findet. Das muss man mir verfressenem Schweinchen nicht zweimal sagen!

Es kommt nicht oft vor, doch hier war ich überfordert. Es gab so viel zum verkosten dass ich nicht wusste wo ich anfangen sollte. Ganz toll waren auch all die Weinstände. Es wird beachtlich viel Wein hier angebaut.

Und wieder einmal, und während ich das schreibe habe ich Gänsehaut, wurde mir die ehrliche Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen hier bewusst, die ich so noch nirgendwo erlebt habe. Da ist nichts aufgesetzt oder vorgespielt, das würde ich merken.

Ich gönnte mir ein Valhalla Tassie Eis.

Eine Mischung aus Orangen- und Schokoladeneis. Sehr lecker und cremig und erstaunlicherweise nicht zu süß.

Irgendwann war es dann doch Zeit für etwas handfestes. Ein Glas Wein z. B.

Es wird hier mit einer Vorbildlichkeit Müll getrennt und recycelt, die ich noch nicht einmal in Europa so vorgefunden habe. Man sieht kaum Plastik. Das Glas oben bekommt man gegen Pfand von 8 AU$. Aber es ist so schön dass ich es mitnehmen werde. Alles andere wird entweder auf Papptellern (unplastifizierte) oder Holzbrettchen serviert mit Holzbeszeck. An denn Tischen läuft immer wieder jemand mit einem Korb vorbei und sammelt alles Wiederverwertbare ein.

Zu essen gab Gerichte aus allen möglichen Ländern aber mit Tassie Produkten hergestellt. Tassie wird übrigens Täässie ausgesprochen. Und es ist in keinster Weise herablassend gemeint. Denn die Tasmanier nennen sich selbst so. Ich probierte ein Glas Riesling der sehr mineralisch schmeckte und ebenfalls ein Glas Blanc de Blanc der atemberaubend gut war.

Ich ass unter anderem auch ein Indonesisches Gericht das ich schon so lange nicht mehr hatte und das ich sehr mag. Mie Goreng, ein Klassiker.
Dann hatte ich noch zwei taiwanesische Buns, die auch sehr lecker waren.

Gegen 3:00 rollte ich kugelrund vollgefressen den Berg hoch zum Hotel zum Einchecken und fiel aufs Bett. Ich ratzte weg…

Den Abend ließ ich dann ruhig in der Hotelbar ausklingen.

Sydney: Letzter Tag

Der Tag versprach bewölkt zu werden und so zog ich eines der neuen Hemden an, das ich vorgestern in dem Laden gekauft hatte in dem ich schon mal vor zwei Jahren war.

Letztendlich wurde es dann doch sehr heiss und ich zog mich nich einmal um. Ich beschloss einen Strandtag einzulegen etwas weiter draußen und südlicher von Zentrum.

Congwong Beach ist einer der schönsten und ruhigsten Strände in Sydney und ich tankte nochmal gründlich Vitamin D.

Das Licht war während der letzten Tage sehr seltsam. Sogar auf dem Bild oben bei dem ich das Gafühl hatte, die Luft wäre klar und nicht mit Staub erfüllt schien immer alles etwas gelblich.

Früh ins Bett denn ich musste am Tag danach sehr früh raus.

Sydney: Taronga Zoo

So wie in vielen anderen Städten auf dieser Welt ist der erste Januar auch in Sydeny ein Feiertag.
Doch ihr erinnert euch, dass man mich vorgewarnt hatte, ich solle bitte beizeiten am Frühstückstisch sein? Nun, da ich nicht recht wusste wie viel am ersten Januar geschlossen oder geöffnet ist und was ich sonst zu essen bekäme, beschloss ich dem Rat zu folgen und stellte mir den Wecker.

Da ich keine Lust hatte schon wieder das Zentrum zu erkunden, obwohl es hier noch so einiges gibt, das ich nicht kenne, fuhr ich mit den Ferrieboot hinaus zum Taronga Zoo. Das Tolle am Circular Quai ist, dass er wie ein Bootsbahnhof funktioniert. Boote fahren quasi im Minutentakt ein und aus. So gelangte ich auch vorgestern zu Watson Bay.

Dieser Zoo ist sehr schön aber auch herausfordernd, weil er komplett in einen Hang gebaut ist. Das machte es ebenfalls zur Herausforderung ihn behindertengerecht zu gestalten, doch ist denke ich ganz gut gelungen.

Zootiere zu fotografieren ist, das habe ich hier Blog schon mehrfach ausgeführt, eine Herausforderung. Manchmal gelingen ein paar Fotos, manchmal kein einziges.

Ich würde die Philosophie von den australischen Zoos gerne besser verstehen. Haben die Zoos auch hier den Anspruch, wie in Deutschland zum Beispiel, bedrohte Tierarten zu schützen, und wenn möglich zu züchten? Werden sie von Staat unterstützt oder ist es ein reines Profiunternehmen?

Was die eigene australische Fauna und Flora angeht, gibt es ja sehr wohl Programme Tierarten zu erhalten. Das hatte ich ja schon damals in Brisbaine gesehen.
Ich denke, dass es von den einzelnen Bundesstaaten abhängt. New South Wales hat eine andere Gesetzgebung wie Victoria oder Queensland.

Man konnte sich beim Eingang aussuchen wie man den Zoo besichtigen will. Man fährt entweder gleich mit der Gondelbahn ganz noch oben und durchläuft den Zoo von oben nach unten. Oder man macht es so wie ich und läuft gegen den Strom und muss nicht ewig lange Schlange stehen und nimmt dann eine Gondel zurück nach unten.

Ich hatte Glück und bekam nach nur 10 Minuten gleich eine Ferrie zurück zum Zentrum.

Man kann die Harbour Bridge auch begehen. Doch davon mal abgesehen dass es sehr teuer ist, bin ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr schwindelfrei und das muss ich mir wirklich nicht antun. (Wir erinnern uns an die Überquerung einer kleinen Brücke zu den drei Schwestern in den Blue Mountains)

Am Nachmittag dann überfiel mich die Müdigkeit, weil ich auch nicht genug Schlaf von der Nacht davor hatte. Und ich machte beizeiten Schluss.

Im australischen Fernsehen sah ich, dass die Feuersbrünste bei weitem noch nicht ausgestanden sind. Manche Orte in Staat Victoria sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Sie zeigten einen Bauern der seine große Kuhherde retten konnte, doch sein ganzer Hof ist mit den Ställen und dem Heuschober sind völlig abgebrannt. Und obwohl die Kühe überlebt haben, weiß er nicht was er ihnen jetzt zu fressen geben soll, da nichts mehr da ist, weder auf den Weiden noch im Stall.
Eine Spendenaktion die während den Feierlichkeiten von NYE (new years eve) lief, brachte mehr als 2 Millionen AU$ ein, die aber auch viel kritisiert wurde. Man hätte das Feuerwerk absagen sollen und stattdessen das Geld spenden.