Die Generalprobe

Nicht die beste Nacht. Ich träumte viel Wust.

Am Morgen dann eine Reihe vom Mails und Telefonaten für die kommende Woche.

Aufbau des Schminktisches im Nebenraum des Festsaales  vom Altenheim. Ja das sieht jetzt nach viel aus, aber so schlimm ist das gar nicht.
Für den Spiegel muss ich irgendwann eine Alternative finden, denn er ist riesengroß und schwer wie Blei. Es gibt leichtere und kompaktere was sich aber nicht im Anschaffungspreis niederschlägt. Im Gegenteil. Sie sind noch teurer.

Ich half der A. die auch mit dabei ist noch ein wenig mit der Deko, denn die Sängerin kam erst später.

Die Generalprobe  verlief gut,  auch wenn wir alle einen Riesenschreck bekamen wegen eines anderen Zwischenfalls, von dem ich hier leider nicht berichten kann, da es zu vertraulich wäre. Aber es ging gottlob alles glatt.

Hinsichtlich der Deko, bin ich immer wieder baff, was die A. hinbekommt. Der Festsaal der Heimes in ein schlichter funktioneller Saal, der nach gar nichts aussieht. Zudem darf man keine Löcher in die Wände bohren oder Dinge am Boden befestigen kann.  Doch das was  die A. hier fertigbrachte ist schlichtweg genial. Das sieht jetzt so aus:

Morgen ein paar Fotos mehr davon.

Die ersten e-Roller & Mil a.s.b.l.

Ich hatte sie schon vor einigen Tagen gesichtet. Als ich dann die neue Bibliothek besichtigte, standen welche neben dem Eingang. Jetzt geht es also auch hier los. Stutzig machte mich jedoch dass ich keine Werbung dafür gesehen hatte und nichts davon in einer Zeitung zu lesen war.  Ich lud die App für die sogenannten Bird Roller. Ich wollte nämlich wissen wie viel dass der Spaß kosten würde.  Das erfährt man auch nicht bis ganz am Schluss bevor man den Deal abschließt. 1€ zum Entsperren des Rollers und 0,35€ für jede Folgeminute.  Zudem kann man immer nur Pakete kaufen von jeweils 10, 20 oder 30 €.  Bei 20 oder 30€ bekommt ein paar Entsperrungsgebühren geschenkt.
Ich finde das nicht sehr preisgünstig. Was kostet das denn anderswo?

Heute morgen im Radio hörte ich dass die Betreiber der e-Roller nicht einmal einen Antrag gestellt haben, ob man die Dinger auf Kirchberg (denn da stehen die meisten) aufstellen darf. Die Bürgermeisterin lässt das prüfen und wenn es nicht passt kommen sie weg. So in etwa war ihre Aussage.

Der „heute morgen“ im vorigen Satz war übrigens wieder sehr früh, was ja seit ein paar Tagen, nachdem ich ja körperlich schon auf Winterzeit umgestellt habe, eine Qual für mich ist.  Ich musste die N. noch einmal zur Arbeit fahren. Allerdings kam sie mir heute strahlend mit nur mit einer Krücke entgegen, die sie nur zur Sicherheit nimmt.  Sie hat sich fest vorgenommen ab nächster Woche wieder Auto zu fahren, denn sie ist Abhängigkeit leid.
Es folgte das gleiche Spiel mit den Staus auf der Autobahn nach Esch, das ich schon das letzte mal hatte.
Ich setzte mich wieder in die kleine Café-ecke vom Supermarkt und wartete ein gute halbe Stunde bevor ich wieder zurück in die Stadt fuhr.

Und immer wenn ich daran denke bin ich heilfroh dass ich diesen ganzen Rushhours nicht mehr jeden Tag mitmachen muss, wie noch vor sieben Jahren als ich noch in der Alten Heimat wohnte.

Zurück in der Wohnung packte ich das Auto voll und fuhr nach Erpeldange in ein Altenheim für Demenzkranke.  Dieses Wochenende wird der Abend Kanner oh Kanner oh quel Bonheur stattfinden von der neu gegründeten  MIL a.s.b.l.
Mil ist der Vorname des Vaters der Präsidentin der 2012 mit Alzheimer diagnostiziert wurde.  MIL organisiert kulturelle Events die speziell für diese Menschen zugeschnitten ist.
Im Manifest von MIL a.s.b.l. steht:

Kultur ass de Motor vun eiser Gesellschaft. Kultur schwätzt Emotiounen un. Kultur verbënnt a schaaft schéi Momenter zesummen. Virun allem hunn ALL d’Mënschen – nom Artikel 27 vun der Mënscherechtsdeklaratioun – d’RECHT um kulturelle Liewen deelzehuelen. Grad dann, wann d’Fiedem zu Raum an Zäit lues a lues räissen, ka Kultur nees Brécke bauen an de System, an deem de Mënsch mat Demenz sech beweegt, stäerken. Wann d’Krankheet vu mengem Papp mech eppes geléiert huet, dann ass et, déi schéi Momenter, déi mer nach mateneen hunn, intensiv ze liewen. Mir musse just all en Effort maachen an eis drop aloossen.

Kultur ist der Motor unserer Gesellschaft, Kultur spricht Emotionen an. Kultur verbindet und schafft geminsame schöne Momente . Vor allem hat JEDER Mensch – nach dem Artikel 27 der Menschenrechtsdeklaration – das RECHT am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade dann wenn die Fäden von Raum und Zeit zu reißen beginnen, kann Kultur neue Brücken bauen in das dunkle System in dem sich der Mensch mit Demenz bewegt. Wenn die Krankheit meines Vates mich eines gelehrt hat dann, dass man die schönen Momente intensiv  leben, die man zusammen hat. Wir müssen uns nur die Mühe geben uns darauf einzulassen.

Das ganze Manifest (auf luxemburgisch) könnt ihr hier lesen.

Wir bauten den Festsaal völlig um für dem Abend mit Glitzer und Gold und roten Samtvorhängen. Ich richtete mich in einem Nebenraum ein.  Am späten Nachmittag fuhr ich zurück.

Und gegen Abend bot mir der Himmel über der Stadt folgendes Bild:

Frühstück, Bibliothek & Kino

Als der Wecker um 6:00 Uhr klingelte war das definitiv zu früh und ich hätte mich am liebsten noch einmal umgedreht und weiter geschlafen. Doch es half nichts. Ich musste raus da ich schon um 8:00 einen Termin in Saarbrücken hatte.

Der Termin war so früh weil ich für Mittag  für den Folgetermin schon wieder zurück sein musste, doch es blieb Zeit für ein gediegenes Frühstück im Alex quer gegenüber der Oper.

Und das übertraf meine Erwartungen voll und ganz. Wow!

Und plötzlich schien die Sonne:

Solche Momente muss man fix festhalten denn keine zehn Minuten später war es schon wieder vorbei.

Ein seltsames Ampelmännchen (oder Ampelbaby?) entdeckt:

Auf Weg zurück fuhr ich dann von einer fetten Regenschauer in die nächste, was auf der Autobahn nicht spaßig ist.

Und dann fiel der Mittagstermin aus, was mir sehr recht war. Ich hatte eh zuhause zu tun, was mir aber auch vereitelt wurde, da sich die Putzhilfe spontan angekündigt hatte. Ich entschied bei dem Sauwetter ins Kino zu gehen. Irgendwas läuft immer. Doch auf dem Weg entschied ich mich um und landete in der brandneuen Staatsbibliothek. Ich hatte vorgehabt sie am letzten Sonntag zum Tag der offenen Tür zu besichtigen, wenn mir nicht so elend gewesen wäre.

WOW! Das ganze Gebäude ist so konzipiert das es keine Begrenzung gibt, es ist alles weit und offen. Ich konnte nur Panofotos machen um das einzufangen.

Und dann entschied ich doch ins Kino zu gehen. Downton Abbey. Es war ein wenig kurz vor knapp und ich flitzte in den Saal in dem schon die Vorabwerbung lief, um dann bei Beginn des Films zu merken dass ich im falschen Saal saß. Bilder eines indischen Dorfes und der erste Name der im Vorspann erschien war Julian Moore. Na gut, wenn Julian Moore mitspielt kann es so schlecht nicht sein, dachte ich und ich blieb sitzen. Downton kann ich immer noch sehen.

After the Wedding ist ein Remake vom gleichnamigen dänischen Film von 2006.  Das scheint in letzter Zeit  die Masche von Julian Moore zu sein, denn der letzte Film den ich mit ihr sah, Gloria Bell, war auch schon ein Remake.  Und seltsamerweise ist die erste Einstellung von Moore auch wieder eine, in der sie im Auto sitzt und zur Radiomusik singt, ganau wie bei Gloria Bell.
Die Geschichte ist wenn man sie zusammenfasst etwas seicht, jedoch sehr intelligent erzählt, da sie ein paar unerwartete Wendungen nimmt. Moore spielt gut wie immer doch in einer Rolle die eigentlich wenig zu bieten hat. Die andere Hauptdarstellerin ist Michelle Williams.
Der Film wird keine sehr großen Spuren hinterlassen, leider.

Ein Trailer den ich vorab noch sah elektrisierte mich aber:

Was, werdet ihr fragen, sowas willst du du dir ansehen?
Ja, weil erstens Emma Thompson und zweitens Emma Thompson mit dem Akzent, also bitte… oder?
Zudem hat Thompson die Story selbst geschrieben.

Stau & Verstopfung

Das Foto beschreibt ganz gut den heutigen Tag.

Ich hatte der N. versprochen sie am Morgen zur Arbeit nach Esch zu fahren, da sie immer noch nicht selbst fahren kann wegen ihrem gebrochenen Fuß.

Da sie im Radio Stau auf allen Autobahnen gemeldet hatten in in Richtung Hauptstadt wegen Unfällen, und ich die langen Schlagen auf dem Hinweg sah, legte ich in Esch ein Kaffeepause bevor ich wieder ins Auto stieg. Das verhinderte aber nicht dass ich trotzdem im Stau stand.

Wieder zu hause packte ich all mein Zeug zusammen für ein Fotoshooting am frühen Nachmittag, das mir schon seit einer Weile auf dem Magen liegt, weil….ach lassen wir das.
Wahrscheinlich ist auch wetterbedingt dass seit meiner Rückkehr aus Lissabon so bäääh bin und mir alles auf den Senkel geht. Am liebsten möchte ich mit einem guten Buch unter der Bettdecke verkriechen.

Das Shooting ging besser als erwartet und es war ziemlich schnell durch. Anschließend fühlte ich mich wie wenn nach drei Tagen Verstopfung endlich alles losgeworden wäre… so luftig leicht.

Da die Fotos im Theater gemacht wurden und dort in einem anderen Saal eine Oper lief auf der drei Kolleginnen arbeiteten, blieb ich ein wenig länger um sie noch vor den Calls zu erwischen da ich alle drei lange nicht gesehen hatte. Es stellte sich heraus dass eine von ihnen Mitten im Stau stand wegen einer Demo der Bauern in Frankreich. Also blieb ich um einzuspringen wenn sie nicht bei Zeiten da wäre. Doch sie kam so kurz vor knapp und ich musste es nicht tun. Da es gar keine Umzüge während dem Stück gab, blieb uns Zeit genug um uns gegenseitig alle Schandtaten der letzten Zeit zu erzählen. Maskenbildner unter sich…
Ich machte jedoch beizeiten Schluss, weil ich wußte das ich am nächsten Tag sehr früh raus muss.

Ein Sonntag zum vergessen & Arbeitsmontag

Free-Photos / Pixabay

Am Sonntag strich ich alle Pläne und blieb den ganzen Tag Zuhause. Ich fühlte mich matt und schlapp als ob so etwas wie eine Erkältung aufziehen würde, die ich aber gar nicht gebrauchen kann, denn ich habe diese Woche zwei große Aufträge und ich muss topfit sein.

***

Am Montag ging es einigermaßen besser. Körperlich habe ich bereits auf Winterzeit umgestellt, ich wurde spät wach.  Oder hat sich der Körper nur den Schlaf geholt den er brauchte, weil es gestern so gar nichts ging?  Wir werden es nie erfahren.

Eine neugierige Meise auf dem Balkon gesehen, die nach  Fressbarem suchte. Ich dachte an Meisenknödel und das ich  die mal besorgen könnte. Doch weiß ich nicht ob ich überhaupt mit Vogelfüttern diesen Herbst und Winter anfangen soll.  Ich  werde, wenn es am nötigsten ist, für zwei Monate nicht hier sein.
Frage an meine Leser: Soll ich überhaupt beginnen?

Gegen Mittag ging es los. Eine Probe war vorverlegt worden und man hatte mir das nicht mitgeteilt. Also musste gleich von Null in den fünften Hang schalten und los.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle etwas erklären was mein Job angeht. Ich muss nicht beständig bei den Proben für ein Theaterstück anwesend sein, doch brauche ich auch während dieser Zeit, meine Zeit um mit den Darstellern Dinge zu klären oder auszuprobieren. Ich mache das gerne am Anfang oder Schluss der Proben, dass niemand noch einmal extra wegen mir erscheinen muss, und die Probe nicht zu sehr durcheinanderbringt, es sei denn es geht nicht anders. Daher muss ich wie alle anderen über jede Änderung der Probenpläne in Kenntnis gesetzt werden und das ist häufig nicht der Fall.
So geschehen heute.

Am Abend die nächste Probe bei einer Laientruppe eine halbe Stunde Autofahrt aus der Stadt raus. Hier habe ich aber eine beratende Funktion und werde das Stück nicht während der ganz Vorstellungen betreuen.  Die erste Probe auf der eigentlichen Bühne. Das reinste Chaos, aber das ist normal. Das ist auch bei den Profis so, wenn es vom Probenraum auf die Bühne geht. Jeder muss sich neu zurechtfinden und alle haben den Text vergessen.

Sehr spät nach hause gekommen.

***

Ich werde immer wieder nach Schminktipps gefragt. Eine Frage die ganz besonders oft kommt ist, wie man Schlupflider schminkt. Die Antwort ist alles seitlich hoch- und rausziehen und über die Lidfalte mit den Lidschatten hinausgehen. Mit dem Eyeliner jedoch nicht.
Eine Youtuberin die das sehr anschaulich erklärt ist Alissa Ashley.   Auch in punkto Eyeliner gibt sie wertvolle Tipps. Bei Eyeliner, ganz besonders bei flüssigem, gilt jedoch wie vielen anderen Dingen im Leben auch: Üben, üben, üben.
Das Video ist fast eine halbe Stunde lang. Nehmt euch ein wenig Zeit dazu.

Samstag im Feinkostladen

Ich wurschtelte am Morgen lange in der Wohnung herum ohne wirkliches Ziel. Das Wetter draußen, war partout nicht einladend, auch nur einen Schritt vor die Tür zu tun.

Und dann so gegen 10:00 ging ich doch. Ich hatte Lust zu kochen, zu backen, und die Idee morgen eventuell einen gediegene Nachmittags Kaffee zu veranstalten. Da es das letzte Wochenende für lange Zeit sein wird, in den ich nicht arbeite, wäre es die perfekte Gelegenheit.

Ich traf die K. im Renert auf eine Tasse Kaffee und wir fuhren anschließend zu dem kleinen aber sehr feinen Feinkostladen ThymCitron im Bahnhofsviertel, den ich sehr vermisse, seitdem ich umgezogen bin. Der Laden hat so tolle Produkte und macht einfach glücklich allein beim durchschlendern.  Und wer das nicht nachvollziehen kann, dem empfehle ich

das kleine Video das im Laden gedreht wurde. Dann versteht ihr warum:

Gell?

Am Abend dann ein winzig kleiner Lichtblick:

***

Ich wusste nicht dass in meiner „Alten Heimat“ Mufflons, die hier gar nicht ansässig sind, schon in den 90er Jahren ausgesetzt wurden und jetzt in einem bestimmten Waldabschnitt Überhand nehmen.  Es gab sie auch schon in den Wäldern des alten Großherzogs, der gerne auf die Jagd ging.  Mufflons sind in Sardinien und Korsika heimisch.
Die Herde in der alten Heimat ist  derart groß geworden dass der Wald Schaden nimmt.

Echternach: Waldschutz mit der Kugel (Text leider hinter einer Paywall)
Der Waldschutz mit der Kugel ist aber noch nicht vollzogen worden.

***

Ach ja, wir sind jetzt auch Papst Kardinal.
Jean-Claude Hollerich ist Kardianl

 

Zurück nach Luxemburg

Das ist alles ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit gewesen.
Aber gut, es war nicht zum letzten mal.

Am Morgen beschlossen wir nicht im Hotel zu frühstücken, da es zwar günstig war, aber der Kaffee ungenießbar und der Rest ließ auch zu wünschen übrig. Ein kleines Brunchrestaurant mit Namen Delydeluxe, nicht weit vom Hotel, war weitaus besser.

Es bringt übrigens nichts per App im voraus einzuchecken, denn es gibt in Lissabon keine Drop off Schalterfür die Koffer, was ein wenig ärgerlich ist denn man spart keine Zeit ein.

Aus unerfindlichen Gründen wurde der Flugraum für eine habe Stunde über Lissabon gesperrt und wir kamen erst später los.

In Luxemburg dann das trübe graue Nieselwetter…

 

Lissabon Erkundung

Den Morgen ließ ich sehr langsam angehen. Sehr spätes Frühstück, da der Raum im Hotel bis 11Uhr geöffnet war, machten wir Gebrauch davon. Ich hätte nicht wirklich Frühstück gebraucht, aber ok.

Ich wanderte mit der A. Noch einmal die Straße hinauf und hinab. In Lissabon muss man sich im klaren sein, dass es hügelig ist und beständig auf oder ab geht. Herumwandern erfordert ein wenig Anstrengung. Die N. konnte leider nicht mit gehen, wegen ihrem kaputten Fuß.

In dieser Villa ist ein Massimo Dutti Laden untergebracht.

Das ist der Eingang. Innenwendig war ich total überwältigt, wie der Laden angelegt ist. Es ist eine schlichte Wucht. Die Kleider waren so präsentiert als ob es Chanel oder YSL wäre, doch es „nur“ Massimo Dutti. Die A. konnte nicht widerstehen und kaufte ein neues Winteroutfit.

So sehen die Bürgersteige aus durch die ganze Stadt.

 

Am Mittag speisten wir mit Sandrine in einem Restaurant etwas weiter raus aus den Zentrum, direkt an am Fluß Tajo gleich neben impressionanten Ponte 25 de Abril gelegen. Das CaféInn. Ein herrlicher Laden in dem es länger dauerte als gewöhnlich, da es ebenfalls mit einem Chriurgenkongress belagert wurde. Es gab Wolfsbarsch, nur gegrillt mit etwas Zitrone, Olivenöl, Petersilie und ein wenig Knoblauch zubereitet war. Es war seit langem der beste Fisch, den ich gegessen habe.

Am Nachmittag starteten die A. und ich noch einmal durch und wanderten weiter durch die Stadt. Wir fuhren mit einer der steilsten Trambahnen.

Man kann die Straße auch zu Fuß gehen, doch das geht arg in die Waden, oder in die Knie.

Oben versuchte ich ein Foto von der Umgegend zu machen, doch wegen der vielen Touristen misslang es.
Wir shoppten ein wenig, und entdeckten unter anderem einen winzigen Handschuhladen, in den nur drei Leute passten und vor dem man aber Schlange stand.

Es ist schwer alle Eindrücke, Gerüche und Sehenswürdigkeiten hier festzuhalten, aber Lissabon ist schon großartig.

Am Abend hatten wir ein Tisch im Chapitô gebucht das zu den besten Restaurants gehört die die schönsten Terrassen der Welt haben.

Leider konnten wir nicht auch der oberen Terrasse Platz nehmen, weil die N. mit ihren Krücken die enge Wendeltreppe nicht hoch kam. Untern gab es auch seltsamerweise andere Dinge zu essen als oben. Ich muss noch einmal herkommen und mir das genauer ansehen, den ich war nur so mittelmäßig geflasht. Aber das ist so ungefähr die Aussicht:

Morgen geht es schon wieder zurück nach Luxemburg, aber eines steht fest.
Das war definitiv zu kurz und muss noch einmal wiederholt werden!!!

Lissabon

Abflug am späten morgen zu einer Ausstellung und Vernissage der luxemburger Künstlerin Sandrine Ronvaux die dort im „Museu Nacional de História Natural“ ausstellt. Das ist schon recht ungewöhnlich da es eigentlich ein Museum für Naurhistorik ist. Doch das neue Konzept der Leitung will frisches anderes Publikum anlocken und dies ist ein Versuch der neu eingestellten Kuratorin.

Eigentlich ging ich hin zu ‚moralischen‘ Unterstützung, weil ich sie gut kenne und die die Schwester der N. ist. Zudem müsste euch das Bild oben bekannt vorkommen.

Der Flug war extrem unspektakulär, der Flieger jedoch proppenvoll. Ich bin übrigens zum ersten mal in Portugal. Ja das mag sich seltsam anhören. Ich war schon in Bali Australien und Neukaledonien, also wirklich am anderen Ende der Welt, aber noch nie in dem Land von dem wir in Luxemburg die drittgrößte Community des Landes haben haben.

Das Hotel hat erfreulicherweise ein kleines Schwimmbecken auf dem Dach. Ich lag eine Weile dort und tankte Vitamin D:

Am Abend dann in das Museum.

Wer schon etwas länger hier mitleist dem kommen die Bilder wahrscheinlich bekannt vor.

Für Sandrine war es viel Aufregung und Freude zugleich, da sie vieles mit Portugal und Lissabon verbindet durch ihren verstorbenen Mann…

Später dann ging es noch in ein typisches portugisisches Restaurant und wir bekamen die kleinen Gerichte die man in Portugal bekommt. Abglichtet davon habe ich keines aber ich habe mich, wie so oft bei landestypischen Gerichten wieder überfressen, weil es einfach zu lecker war.
Und gab sehr viel Wein,
fragt nicht nach Sonnenschein…
Und es wurde spät, sehr spät….

Mir ist kalt! & Schobermesse reloaded

Elegant, stilsicheres, kaltes Schmuddelwetter. Ich hatte fast vergessen dass es der Normalzustand in Luxemburg ist.
Nun ja…

Eine Besprechung am Morgen klärte so einiges was mir die letzten Tage auf dem Magen lag. Uff…

Am Nachmittag besuchte ich die Ausstellung, die ich mir schon vor einigen Wochen vorgenommen hatte und zu dem Zeitpunkt blogmäßig besser gepasst hätte. Aber besser spät als nie. Ons Schueberfouer läuft noch bis nächstes Jahr Ende März im City Museum.

Und hier hatte ich wieder dieses Gefühl das ich nur in Ausstellungen habe. Ich lasse mich völlig fallen und vergesse die Welt um mich herum.

 

Das Plakat elektrisierte mich schon als ich es zum ersten mal sah. Diese Achterbahn ist ‚meine‘ Achterbahn. Es war die erste auf der ich fahren durfte, konnte, wollte und mein Vater mich mitnahm.

 

Das Eingangstor das sei 2007 das gleiche ist und dessen Künstler schon lange verstorben ist.

 

Die Schobermesse ist nicht nur bunte Lichter und Beschallung es ist auch Geruch. Diese Mischung zwischen Süßzeug, Bartfett, Gegrilltem und Schmieröl ist schon ziemlich einzigartig. In diesem Raum konnte man die einzelnen Gerüche aus den Laborflaschen wahrnehmen und die waren einzeln gerochen und synthetisch nicht sooo lecker.

Wunderschön auch das Interview mit Liette Majerus die sich 36 Jahre lang um die Schaustellerkinder kümmerte, während sie in Luxemburg gastierten. Diesen Hort gibt es immer noch. (Ist das auf anderen großen Jahrmärkten auch so?)

 

Der Akt von Johann dem Blinden unterschrieben der die Berechtigung zur Schobermasse gab. Es gibt sie schon seit 1340, doch damals war es ein Markt und Umschlagplatz für Waren. Erst im 20. Jahrhundert wurde es ein Jahrmarkt in der Form wie wir ihn heute kennen.

 

Das ist John „Hercule“ Grün. Ein Luxemburger der sich den Titel stärkster Mann der Welt gab und mit seiner Show die ganze Welt bereiste. Er kam jedoch auch immer wieder nach Luxemburg und seine Show war jedes mal ein Magnet.

 

Was ich nicht wusste, Buffalo Bill war auch hier.

Auch dei beiden Kurzfilme sind sehr sehenswert und ich versank ein wenig zu viel in Erinnerungen… Ich dachte die Serie der Fotoschießstände, …

et… Le Blues en profite pour s’installer.

Ach ja…

***

Auf der Spur meiner Daten: Natzaktivistin Katharin Nocun

Was Nocun in dem Podcast bei DLF Nova erzählt ist nicht neu, zumindest nicht für mich.
Ich, der jeden Tag im Netz unterwegs ist, der jeden Tag tausend Dinge recherchiert und jedes Jahr zur re:pubilca pilgert; ich denke, dass ich ziemlich gut Bescheid weiß.
Doch es ist ab und zu ganz gut, sich wieder vor Augen zu führen was das Netz tatsächlich über mich weiß, und wie man damit ein Profil erstellen und auswerten kann.

Aus dem Familienalbum 22

 

Der Kleine mit dem erstaunten Blick bin ich.
Das Foto muss, denke ich, in der ersten gemeinsamen Wohnung der Eltern einstanden sein, bevor wir das Haus bezogen.  Ich war ein knappes Jahr alt.

Am Strand von Porto in Korsika im gleichen Jahr oder im Jahr darauf.Ich erkenne es an den großen Kieselsteinen im Hintergrund.
Wundert es jemand warum ich heute noch so gern am Meer bin?

Wellness in Weiskirchen

Der C. und ich hatten es schon lange geplant.  Nach unserem letzten Ausflug an dem wir nach Metz gefahren waren und uns sie Ausstellung im Centre Pompidou angesehen hatten, hatten wir gleich ein Folgedatum festgezurrt.
Ich hatte vorgeschlagen dass wir einen Tag in der Seezeitlodge verbringen sollten.  Ich war mit der A. und der N. Anfang des Jahres dort, weil wir  der N. zum Geburtstag einen Aufenthalt dort geschenkt hatten.  Doch leider gibt es keine Tagestickets fürs Wochenende. Also musste ich fix umdenken und  fand das hier:

Das Parkholtel in Weiskirchen mit angeschlossenem Wellnessbereich den man auch so nutzen kann. Ich hatte mehrere Hotels angerufen von denen ich auch wusste dass sie ein Schwimmbecken haben, den mir ging es mehr ums schwimmen als Sauna.  Das Parkhotel war eines das alles bot.

Die Anlage ist nicht sooo nigelnagelneu, doch es war sehr angenehm. Das Bistro innerhalb der Anlage kann man allerdings getrost vergessen, es sei denn man möchte nur etwas trinken. Die Snacks die sie anbieten sind wie in jeder großen Schwimmhalle, Fertigzeug  aus der Tiefkühlruhe.

Ich absolvierte zwei große Schwimmrunden, einmal von 60 Minuten und später nach der Dampfsauna noch einmal eine von 30 Minuten.  Wenn jetzt jemand fragt wie viele Meter ich geschwommen sei; keine Ahnung. Ich zähle die Bahnen nicht, ich schwimme immer toujours durch mal schneller mal langsamer und schaue zwischenzeitlich auf die Uhr.  Das Zählen der Bahnen stresst mich weil ich immer verzähle. Es heißt ja auch Wellness und nicht Wellstress.

Draußen war es nass und kalt und auf der Rückfahrt regnete es ununterbrochen. Zu Hause machte ich es mir seit langem mal wieder gemütlich vor dem Fernseher.

***

Da die Sendung NO ART ON AIR ein wenig umgemodelt wurde, gibt es auch ein neues Intro das individuell für jede Sendung angepasst werden kann, je nachdem welcher Reporter da ist. Hier seht ihr mein Intro. (FB Link)

Muppetshow am Wochenmarkt & Mont St. Lambert

Es wird langsam Herbst.

Ich erwähnte es schon einmal davor. Am Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt bzw. später im Renert ist eine Muppetshow angesagt. Da der Name Renert ja die luxemburgische Ableitung vom ‚Reinecke‘ Fuchs ist, passt das ja auch irgendwie. Man sitzt zusammen schwatzt und lästert bisweilen was das Zeug hält. Ab und an kommt es mir so vor als würden wir alle wie Waldorf und Stetlar auf dem Balkon der Muppetshow sitzen, weil alles und jeder kommentiert wird.
Das schöne daran dass fast kein Wochenende vergeht indem ich nicht jemand neues kennenlerne.

Ich machte ein paar Besorgungen für den Kühlschrank.

Am Abend erstes Wiedersehen seit St. Jean mit der A. und der N. Wir waren im Mont St. Lambert. Ein früheres Bistro, heute ein Restaurant ist das asiatische Gerichte anbietet ohne die ganze dazugehörige Deko.  Da ich bereits ein komplettes Mittagessen verputzt hatte (ich hatte mir von Markt Würstchen und Kartoffelsalat mitgebracht) aß ich nur ein paar Gyoza.

Es wurde nicht zu spät, da ich am Sonntag einen Ausflug mache und dafür etwas früher aufstehen muss.

Zurück in Luxemburg

Während meinen Aufenthalt in St.Jean festgestellt, dass ich mir auf dem kleinen Laptop irgendein Mist eingefangen habe den ich nicht wegbekomme. Bei jedem Abspeichern von den Blogpostings, (ich schreibe meistens tagsüber ein wenig vor und Abends oder am Morgen danach geht’s dann online) setzt sich im immer wieder eine Textzeile im unteren Bereich fest die da nichts verloren hat. Ich muss sie immer manuel entfernen. Ich habe schon mal versucht sämtliche Add-ons auszuschalten doch es hilft nicht. Da es aber nur auf dem mobilen kleinen Rechner ist und nicht auf dem Heimrechner, denke ich dass es etwas mit den Browser zu tun hat.
Werde mich am Wochenende darum kümmern.

In Luxemburg herrscht das typische Regen- ,dunkle  Wolken-, keine Sonne- Wetter. das für den Herbst normal ist. Aber es ist überhaupt nicht kalt.

Ich wurschtelte am Morgen herum und   breitete eine Reihe von Dingen vor für die nächsten Tage. Anschließend ein paar Einkäufe, unter anderem eine neue Gießkanne für die kleinen Pflanzen. Als ich gestern Abend zurückkam stellte ich fest dass die praktische Gießkanne mit Sprühaufsatz vom Fensterbrett des Balkon heruntergeweht worden war. Es hätte dem Plastik nicht schaden dürfen, doch ist der in kürzester Zeit (ich hab die Kanne noch nicht mal ein Jahr) brüchig geworden. Dabei war sie mit ihrem Sprühaufsatz sehr praktisch um die Monstera Blätter zu reinigen.

Mist.

Am Mittag war ich mit R. verabredet, den ich schon seit Monaten nicht gesehen hatte.  Wir trafen uns im Renert. R. ist Regisseur und Schriftsteller und mein erster Ansprechpartner wenn ich Texte schreibe, die etwas anderes sind als Blogpostings. Ich gestand ihm dass ich für nächstes Jahr etwas, sagen wir ‚ambitioniertes‘ ,angenommen habe, wo ich mit seiner Hilfe rechne. Es sagte mir unumwunden zu. Uff…

Dass Luxemburg dröhnt vor Baustellen, ist nicht neu. Gerade in den letzten Monaten finde ich es besonders schlimm und ich bin froh dass ich nicht in Hörnähe wohne. Doch ab und an sollte ich auch positive Dinge in dieser Hinsicht berichten.  So ist zum Beispiel der Platz Um Piquet fast ganz wieder hergestellt, nachdem es jahrelang ein gewaltiges Loch war.  Seit ein paar Tagen steht dort ein Kunstwerk das ich lange vermisst habe, weil es so schön bunt und fröhlich ist.

1995 als Luxemburg zum ersten mal Kulturhauptstadt in Europa war, gab es eine wunderschöne Ausstellung durch die ganze Stadt von Niki de Saint Phalle. Die Stadt kaufte damals eine der Statuen und sie stand all die Jahre vor dem Hamiliusgebäude am Boulevard Royal.  Doch wegen der Tram musste sie weichen.  Jetzt ist sie wieder da!

Eine Zugfahrt nach Luxemburg

Es ging sehr früh los und ich war vor dem Wecker war. Kurz nach nach 7 stand ich am Bahnhof.  Im Zug eine spanische Familie bestehend aus Großmutter, Mutter und drei sehr lauten Kindern im Alter von 5 bis 9 Jahren. Weder Omi noch Mutti hatten Kindern irgendeine Beschäftigung eingepackt. Kein Buch, kein Spiel, nichts um die Gören zu bespaßen, die letztendlich nur laut rumplärrten. Ich saß direkt hinter ihnen und hätte am liebsten alle umgebracht. Ich stöpselte mir irgendwann die Ohren mit den Kopfhörer zu weil es einfach nicht mehr zum Aushalten war. Ich hoffte auf den Fahrkartenkontrolleur, der ihnen sagen würde dass sie sich im Zugabteil geirrt hätten und eigentlich in die zweite Klasse gehörten…
Wunschdenken. Ich musste sie bis Paris ertragen. Doch irgendwann beruhigte es sich, allein schon aus dem Grund weil ich sehr verächtlich schnaufen und sehr böse dreinschauen kann. Das schien zu helfen.

Ich hörte den sehr spannenden Podcast vom DLF zu Ende, den ich vor Tagen angefangen hatte. Der Spion des Vatikans.

40 Minuten bevor wir in Paris ankamen wurden die Gören wieder unruhig und ich zog die Kopfhörer wieder an. Versteht mich nicht falsch, die Fahrt ist lang und langweilig und die Kiddies können nicht dafür, aber die Großmutter sowohl wie die Mutter hätte ich mit den Köpfen gegen die Wand klatschen können weil die Kinder gewähren ließen und auf ihre Smartphones starrten, denn nach fast  vier Stunden Fahrt war es ihnen egal.

Da schien mir der Druck in den Ohren der durch eine Reihe von Tunnels verursacht wird, kurz bevor wir nach Paris kamen fast wie eine Erlösung.

Umsteigen in Paris von Montmartre nach Gare de l‘Est. Das letzte mal war ich so beladen dass ich das Taxi nahm, zudem war es an einem Sonntag und es ging ziemlich flott durch Paris. Heute nahm ich die Metro. Und es ging besser als erwartet.  In jeder anderen größeren Stadt wäre es mir egal. In Paris bin ich immer wieder froh wenn ich schnell weg bin. Ich mag die Stadt nicht.

In Luxemburg angekommen flitzte ich sofort mit Koffer und allem von Bahnhof aus zu einer intensiven Besprechung zwecks eines Stückes Ende des Jahres.  Als ich dort rauskam war ich groggy und hatte Kopfschmerzen.  Zudem trat genau das ein was ich schon Wochen davor vorausgesagt hatte und das machte mich wütend. Ich kann hier nicht im Detail davon berichten…

Zurück in der Wohnung stellte ich fest dass der Aufzug nur noch sehr begrenzt benutzt werden darf, weil der Motor fast kaputt ist.  Auch nett.

Hundemüde, vom langen Herumgesitze im Zug packte ich nur den Koffer aus und schaute was der Vorratsschrank und die das Tiefkühlfach hergaben:

Es wurde  mittelprächtig. Sah gut aus aber schmeckte soso lala.

Ein Ausflug nach Bayonne mit geführtem Rundgang

In der Nacht hatte es kräftig geregnet. Auch am Morgen ging noch mal ein Schauer nieder. Doch klärte es ein klein wenig auf und wir konnten los zur Schwimmrunde. Und mit dem kräftigen Wellengang war das eine kleine Herausforderung. Mich legten zwei Wellen einmal kurzerhand nieder. Die D. genau so. Aber es war herrlich!

Anschließend Dusche und Abfahrt nach Bayonne zu einer Ausstellung in das neu eröffnete Musée Basque Bonnat-Helleu das in den nächsten Jahren noch einmal ein ordentliche Vergrößerung erfahren wird.

Die Sammlung die dort ausgestellt wird war jahrelang nicht zu sehen und ist vom Maler Léon Bonnat der auch Sammler war und seiner Heimatstadt Bayonne alles vermachte.

Dann machten wir ein architektonische Führung durch das Viertel ‚ Petite Bayonne‘. Der Stadtführer mit dem Namen Andy war ein Neuseeländer der seit 35 Jahren dort wohnt,einen herrlichen kleinen Akzent im französischen hat und uns alles mit eine sprudelnden Begeisterung erklärte, warum Bayonne so ist wie es ist.

Eigentlich ist Vauban an allem Schuld.
Als der Festungsarchitekt vom König nach Bayonne geschickt wurde, stand aufgrund des Flusses Nivelle vor einem Problem. Er musste eine Festung um den Stadtkern bauen doch es war kein Platz und die ganzen Faubourg waren höher gebaut als der Kern. Die Vorstadtviertel mussten weg und all die Leute dort wurden  im Stadtkern untergebracht.

Das hatte zur Folge dass es dort sehr eng wurde. Man baute ab da höher und es wurden Häuser in zweiter Reihe gebaut und um Platz zu sparen bediente ein Treppenhaus immer zwei manchmal sogar drei Häuser. Doch die hinteren Häuser hatten kaum bis gar kein Tageslicht.
Noch heute ist Bayonne eine die dicht besiedelste Stadt Frankreichs.

Man fing erst in den 80er Jahren an nach Lösungen zu suchen.

Wir bekamen Hinterhöfe und Treppenaufgänge zu sehen die man sonst nicht sieht.

Letztes Haus ist derart windschief als ob es gesoffen hätte. Das sind aber die meisten Häuser hier weil man auf sumpfigen Boden gebaut hat und der Wassergehalt des Bodens ständig ändert und die Häuser über die Jahre hin und her geschwankt sind. Auf dem Bild auch der quirelige Andy.

Anschließend ging es zurück nach St.Jean und wir probierten nochmal eine neues Restaurant.

Das Instincts befindet sich in der gleichen Straße wie mein heißgeliebter Eisladen Bargeton über den ich schon mehr als einmal berichtet habe. Der Laden ist ein wenig spartanischer gehalten in der Deko, was aber nicht abschrecken sollte den das was dort zu essen gibt ist eine Wucht.

Céleri confit – Crevette Grise – Pourpier Ich bin nicht der große Sellerie Fan, aber der schmeckte sensationell.

Pintadede Souraïde – Potimarron – Cive rôties für mich und gegenüber für die D. Poisson du jour(ein Art Dorade) – Chou Fleur – Fenouil – Orange

Prunes d’Ente – Dulcey – Sarrasin und für die D.  Figuesd’Arcangues – Miel d’Itxassou – Meringue

Alles sehr lecker und ich glaube ich habe in St.Jean noch ein weiteres Lieblingsrestaurant gefunden.

Später las ich noch folgenden Beitrag über Xavier Bettel der mich sehr sehr stolz auf meinen Premierminister machte.

Xavier Bettel makes history at UN General Assembly

Ausflug nach Cambo-les-Bains

Etwas das ich gestern nicht erwähnt habe:

Das Haus in dem sich das Restaurant Kaiku befindet ist das älteste Haus in St.Jean-de-Luz von 1540. Während einer großen Feuersbrunst in der viele Häuser niederbrannten, war es das einzige Haus das stehen blieb.

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Ihr musst euch ab jetzt immer vorstellen dass jeder Morgen mit dem gestrigen Ritual beginnt. Im Meer schwimmen. Der Himmel jedoch war bedeckt und für den späten Nachmittag hatte man Regenschauer voraus gesagt.

Ein idealer Tag um gleich nach dem Schwimmen ein Ausflug zu machen in ein kleines Städtchen im Hinterland das ich noch nicht kannte. Combo-les-Bains dehalb weil es dort ein Thermalbad gibt.

Der eigentliche Grund genau dort hin zu fahren war der Mann von Azénor.

Er war einer der Besitzer von der Boëte und klinkte sich dann aber aus um sein eigens Ding zu starten. Er eröffnet jetzt im Oktober ein Fischgeschäft. Wir sahen uns die Umbauarbeiten an und waren schwer beeindruckt. Das wird ganz toll werden, vor allem weil er nicht nur vorhat Fisch zu verkaufen sondern auch einen Mittagstisch anzubieten. Ich bin sehr gespannt und werde nächstes Jahr berichten.

Wir aßen gemeinsam zu Mittag im Cyrano. Es heißt übrigens sehr vieles dort Cyrano, nach dem bekannten Figur Cyrano de Bergerac, weil der Schriftsteller Edmont Rostand,der einst das sehr erfolgreiche Theaterstück über ihn schrieb, dort eine Villa hatte, die heute ein Museum ist. Besichtigt haben wir es nicht weil wir nicht so viel Zeit eingeplant hatten. Das wird jedoch nachgeholt.

Wir wanderten noch ein wenig herum in der kleinen Stadt und wir fanden gleich neben der Kirche einen kleinen Weg den Ich kurzerhand in Eidechsenavenue umwandelte. Siehe Foto:

Dann entdeckte ich ein verlassene Villa in einem verwunschenen Garten.

Wunderschön. Wenn sie mir von innen so gefällt wie von außen, würde ich sie sofort kaufen wenn der Preis stimmt und nicht zu viel renoviert werden muss. (Ja, ja, ja,….man wird doch wohl träumen dürfen)

Am Abend dann in die Boëte, nach dem Motto, kein St.Jean ohne Boëte.

Es gab ein Ei auf Krabben und Stockfisch mit einer Chorizzo Soße.
Zum Schluss gab es ein Art Apfelkompott, das diese Konsistenz aber nur hat, weil es beständig im Tiefkühler gelagert wird. Ihr könnt euch also denken dass das Zeug so einiges an „Umdrehungen“ hat. Aber es ist sehr lecker.

Seuftzen vor Glück in St.Jean-de-Luz

Das Ritual am Morgen das mit keinem Geld der Welt zu bezahlten ist,
Aufstehen, aufs Klo gehen, eine Tasse Kaffee, Badehose anziehen, zwei Minuten zu Fuß laufen, ins Meer schwimmen gehen.

Ein paar Besorgungen machen.
Durch die vertrauten Straßen wandern.
Nachsehen ob noch „alle“ da sind.
Bei Constance in der Pile d’assiettes frühstücken.
Bei Azénor vorbeischauen ob sie ihr Atelier geöffnet hat.
Einen freudigen Quitscher über das Wiedersehen hören.
Nach einem Ring fragen der mir schon auf ihrer Instagram Seite aufgefallen ist.

Ich bin eigentlich nicht der Fan von, nennen wir es mal „Bikerschmuck“.
Doch dieser Totenkopf mit seinem Onyx in einem Auge und dem Fischschuppenmuster an den Seiten und auf den Schädel, ist so speziell… Zudem passte er wie für mich gemacht auf den Mittelfinger. Zudem sieht er am Finger so gar nicht protzig sondern eher diskret aus. Wenn ihr ihn noch besser abgelichtet sehen wollt schaut auf Azénors Instagram vorbei.

Am Nachmittag schwimmen, schwimmen, schwimmen und am Strand lesen. Sich in Muße üben, wie man früher sagte.
Es hat absolut nichts mit Faulenzen zu tun!

Ein Apéro in der Bar de la Marine.

Deux Lillet, s’il vous plaît.

Für den Abend hatte die D. in ein Tisch im Kaiku bestellt, ein Restaurant an dem wir schon sehr oft vorbei gegangen sind jedoch noch nie probiert hatten.

 

Ein Glas herrlich trockenen Rosé Champagner zu Anfang.

 

Das gab es dazu. Ganz toll war Melonenschlabberzeug in dem hohen Glas mit Strohhalm.

 

Amuse-bouche . Gerillte Wassermelone mit Pistazien

 

Foie gras de canard des Landes mi-cuit au Jurançon, rhubarbe confite, sorbet fraise et rhubarbe, gel hibiscus, oxalys

 

Langoustines « Pêche au Casier » rôties, émulsion coco et citron vert, légumes croquants, lasagne à l’ardi gasna

 


Merlu de ligne de Saint Jean de Luz rôti, petits légumes bio de saison façon barigoule, bouillon mousseux à l’agastache

 


Intermède sucré bestehend aus Mirabellen mit weißer Schokolade.

 


Traditionnel soufflé du moment

Sorry ich das nicht alles aus dem französischen übersetzte, aber Google und Co. können das inzwischen auch ganz gut.

Eine Zugfahrt nach St. Jean-de-Luz

Oh je!

So hatte gestern das Posting geendet. Ich hatte mir fest vorgenommen, gegen Mitternacht zu hause zu sein von der Feier. Doch es wurde 3:00 Uhr morgens…

Drei kurze Stunden Schlaf.

Ich tröstete mich damit dass ich eventuell im Zug schlafen könnte.

Am  Bahnhof machte ich folgendes Foto:

Das alte Accinauto Gebäude, dessen Fassade bereits den zweiten Umbau überlebt. Ich kenne die Pläne nicht was dahinter oder drumherum gebaut wird, doch ich bin überzeugt dass es wieder so ein scheußlicher moderner Klotz werden wird, in den die Fassade integriert werden wird. Und von Nachhaltigkeit …lassen wir das!

Die Zugfahrt bis Paris war reibungslos. Die Landschaft die an mir vorbeiflog ist langweilig. Man nennt diesen Teil Frankreichs auch die große Kornkammer. Man sieht nur endlos große Getreidefelder und vereinzelt kleine Bauernhöfe und Dörfer. Ich versuchte bei den 300km/h und mehr ein Foto vom Wald zu machen der inzwischen schon paar Herbstfarben angenommen hat:

Umsteigen in Paris. Von der Gare de l’Est nach Monparnasse mit der Metro. Linie 4, 12 Stationen. Alles mit Brumschädel, der langsam etwas migränenhaftes bekamm. Nicht schön, selber Schuld.

Im Bahnhof Monparnasse fand ich eine Apotheke, die geöffnet hatte. Uff, meine Rettung.

Pünktliche Abfahrt

Irgendwann aus ungeklärten Gründen hielt der Zug mitten auf der Strecke, und wir bekamen eine leichte Verspätung.

Nach der ersten Haltestelle Bordeau ist es immer noch ein TGV, aber er fährt weitaus langsamer. Wir tuckerten weiter nach Dax, Bayonne, Biarritz und dann endlich St. Jean!!!!!

Großes Hallo mit der D. die ich schon seit Wochen nicht gesehen hatte.

Am Meer!!!!!

Mein erster Gang zum Eisladen der inzwischen das beste Vanilleeis von ganz Frankreich herstellt. Ich berichtete darüber. Ich beglückwünschte den Besitzer der selbst hinter der Theke stand. Als Eis wählte ich 3 Kugeln Vanille. Und was soll ich sagen; es schmeckt feiner, seidiger, cremiger und weniger süß, als das was ich Zuhause herstelle.  Herr Bargeton hat den Titel nicht umsonst bekommen!

In der Bar de la Marine ein Apéro:

Das es Wochenende ist und in ganz Frankreich wie auch in Luxemburg die Journée du Patrimoine stattfinden, war auch hier etwas mehr los.  Man sang und tanzte zu basksichen Liedern.  Der Marktplatz war proppenvoll.

Dann Abends im Restaurant l‘ Essentiel, dessen Küche noch besser geworden ist.

Es ist so schön noch einmal dieses Jahr hier zu sein.

Der offizielle Geburtstag der A.

Ein Samstag der so begann wie immer, mit dem üblichen Gang zum Wochenmarkt. Doch eigentlich brauchte ich nichts, dann ab Sonntag bin ich für  ein paar Tage weg.
Große Überraschung als ich im Renert ankam.  Die scheußliche Baupalisade ist endlich verschwunden!

Ich trank einen Kaffee mit der K. und es war fast wieder so wie früher. Die Muppetshow war fast perfekt. Ich besorgte noch schnell ein Geschenk für den Abend und fuhr dafür extra nach Strassen. Da die A. am Abend ihren Geburtstag nicht allein feierte sondern gemeinsam mit einem langjährigen Freund, dem T. der dieses Jahr auch „nullte“, dachte ich dass ein kleines Präsent doch angebracht wäre.

Als ich dann zu hause war, stellte ich im Atelier im Keller alles so zurecht dass  ich die A. empfangen konnte und ihr die versprochene Geburtsgasfrisur und Makeup machen konnte.

Und dann kam die Party!

Die A. und der T.

 

Der Lieblingsarbeitskollege A. der A. Ein riesengroßer Kerl und genau so lieb wie groß.

Es war sehr schön und wird wahrscheinlich der letzten Tag in Luxemburg gewesen sein an dem wir draußen feiern konnten und es Temperaturen es so just noch einmal zuließen. Ich war kurz nach 3:00 zu hause und es wurde eine sehr kurze Nacht. Aber davon morgen mehr…. oh je.

Aus dem Familienalbum 21

Tagebuchtechnisch gibt es nichts zu berichten. Also gibt es mal wieder ein Familienfoto.

 

 

Es muss an einem Sonntag gewesen sein. Von meinem Bruder Gilles ganz rechts, ist es wahrscheinlich eines der letzten Fotos. Es kann sein dass es noch ältere Fotos gibt, von Freunden, die ich nicht habe.  Es wurde aufgenommen in dem Sommer an dem der Brieffreund meiner Mutter aus Wien zu Gast war. Es gibt nämlich noch ein Foto von Gilles im dem er das gleiche Hemd an hat und auf dem Motorrad sitzt, das der Brieffreund ebenfalls schoss.
Es war das Foto das meine Mutter nach seinem Tod vergrößern und einrahmen ließ…
Mein Vater lebte zu der Zeit schon lange nicht mehr.
Dass ich mit Strinband und schwarzer Sonnenbrille da sitze, hat den Grund dass ich am Abend davor, wie fast jedes Wochenende zu der Zeit, heftigst gefeiert hatte. Stirnband deshalb weil es in Mode war und ich wieder einmal versuchte meine Haare lang zu bekommen, ohne dass sie beständig ins Gesicht fallen.

Graue Haare

Zuerst noch ein Bild von vor ein paar Tagen als das Theaterfest war.

Der Vizepräsident, die Leiterin und der Präsident des Künstlerkollektivs.

Im Spiegel im Bad fällt es mir nicht so sehr auf wie jetzt hier auf dem Foto. Ich habe im letzten Jahr ordentlich an grauen Haaren zugelegt. Aber vielleicht leuchten sie auch nur etwas mehr in der Sonne.

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Morgens das übliche Wegbloggen des Vortages. Da es am Abend davor aber etwas spät geworden war, war auch heute alles etwas später.

Dann wieder akuten Bürokram abarbeiten. Ich tue das die letzte Zeit mit einer mir ungewohnten Akribie, da ich Ende es Jahres alles weg haben möchte, weil ich ja dann auch für eine Weile weg bin, und sich die Dinge dann eh anhäufen werden.

Erfreulicherweise noch einen größeren Auftrag bekommen der perfekt in den Zeitplan passt.

Am Nachmittag dann eine bestellte Herbst/Winterjacke abgeholt, weil sie mir einfach sehr gut gefiel und ich erst vor kurzem zwei Stück entsorgt habe die nicht mehr passten, bzw. sich in ihre Bestandteile auflösten.

Am Abend Zuhause ein bisschen gedaddelt, ein bisschen gelesen und den Wecker auf früh gestellt, denn morgen steht jede Menge an, was ich wegschaffen muss.

Unterhaltung mit einer Dame

Am Morgen bloggte ich kurz und bündig. Anschließend Papierkram.

Gegen Mittag kam die N. zu Besuch und bat mich ein paar Papiere einzuscannen die sie für die wichtige Familienangelegenheiten brauchte. Währenddessen eine Tasse Kaffee auf dem Balkon.

Da das Wetter wunderschön aber sehr frrrrrisch war ( in der Nacht hatte es auf 4 Grad abgekühlt), zog ich los zu einem Spaziergang durch die Stadt zum erstem mal wieder in einer etwas dickeren Jacke.

Strahlend blauer Himmel und wenn man im Schatten steht wirkt er sehr satt blau, obwohl er blasser ist als im Sommer.

Ich wollte den neuen New Yorker in aller Ruhe im Renert auf der Terrasse lesen. Doch ich sass noch keine zwei Minuten als sich eine ältere Dame (85) neben mich setzte. Sie erkannte mich nicht mehr, denn ich hatte schon mal vor Wochen eine angeregte Unterhaltung mit ihr.

„Sie kennen mich?“
„Ja! Sie hatten mir beim letzten mal erzählt dass sie nach Berlin fahren würden. Eine Busreise.“
Sie schaute mich leicht misstrauisch an. “ Ja ich war in Berlin! Es war wunderschön…“

Und dann war sie nicht mehr zu bremsen. Den New Yorker konnte ich vom Programm streichen. Sie erzählte mir was sie alles in Berlin erlebt hatte und dass es eigentlich eine Studienreise war. Sie war in Potsdam und in Dresden und… Es nahm kein Ende. Als ich irgendwann dazwischen schnell, währendem sie Luft holte, einwerfen konnte, dass ich Ende des Jahres auch eine größere Reise machen werde, erzählte sie mir dass sie vor gar nicht so langer Zeit in Bali gewesen sei…

„Wissen sie, ich hab niemanden zu reden. Ihnen kann ich das alles erzählen weil sie das verstehen und selber reisen. Aber alle meine Freunde und Bekannte in meinem Alter interessieren sich für gar nichts mehr. Sie rasten und rosten vor sich hin. Ich kann das nicht…“

Der Satz gab mit zu denken. Ich hoffe sehr dass ich, auch wenn ich vielleicht den jüngeren damit auf die Nerven gehe, weil ich meine Klappe nicht halten kann, genau so im Alter noch reisen kann und die Welt erkunden und nicht vor mich hinroste.

Ich zog weiter und überlegte im Herumschlendern was ich machen sollte, denn ich hatte nichts geplant.

In der ganzen Stadt gibt es Gehirne zu sehen.

Es ist eine Aktion von der Uni Luxemburg. Na gut, dann posten wir das mal per Instagram. Ist ja für einen guten Zweck.

Ich fuhr mit dem Aufzug ins Pfaffental nahm dort den Zug Richtung Dommeldange, denn das Rooftop hatte heute wieder geöffnet nach der Sommerpause.

Auf dem Weg zwischen Aufzug und Bahnhof entdeckte ich etwas das mir noch nie aufgefallen war.

Ein Tretbecken!

Großes Hallo im Rooftop.

Doch auch wenn das Wetter sehr schön war blieb ich nicht lange den es war wirklich kalt.

Im Grünewald dann erstes Testessen der neuen Menükarte (was ich nicht wusste, aber völlig in Ordnung):

Es war der absolute Knaller. Vor allem die Lammkoteletts waren so wow wie ich sie selten gegessen habe. Das Dessert mal wieder ein Baba au Ruhm. Ich bin sooo vorhersehbar.

Nach der Sommerpause

Der Dienstag ist schnell erzählt.  Die erste Folge nach der Sommerpause der Sendung NO ART ON AIR wurde aufgenommen. Davon erzählen kann ich leider nichts bis sie ausgestrahlt wird. Doch ein Foto davon kann ich zeigen, weil es gestern auch auf Instagram kursierte.

Die Aufnahmen haben ein wenig länger gedauert, weil wir ein völlig neues Setup haben und sich alle daran gewöhnen mussten.  Neue Kameraeinstellungen, neue Beleuchtung, neue Tische…. ( ich verrate schon viel zu viel!)

Anschließend traf ich noch ein paar Bekannte aus der Kulturszene als ich am Renert vorbei ging und wir erzählten uns das Neueste was sich über den Sommer zugetragen hat.

Jemand will auf den Arm

Am Morgen mit erschrecken festgestellt dass der Kaffeevollautomat leckt. Mist. Dabei mache ich ihn regelmäßig sauber. Doch beim Auseinandernehmen habe ich immer ein Tablett im hinteren Teil übersehen bei dem das Abflusslöchlein inzwischen mehr als verstopft war. Selbst schuld.
Überhaupt war heute der Tag der Filterreinigung, denn die Waschmaschine verlangte auch eine größere Reinigung.

Ich musste mehrere Dinge für den Tag danach vorbereiten, weil die erste Sendung nach der Sommerpause von NO ART aufgezeichnet wird. So viel kann ich verraten, das Format ändert sich ein wenig,  Den Link zur Mediathek werde ich einstellen sobald die Sendung ausgestrahlt wird.

Die N. , die sich im Juli den Fuß gebrochen hat, wird zusehends fitter und sie macht große Fortschritte. Sie traute sich am Nachmittag allein in die Stadt und absolvierte ein paar Besorgungen mit Krückstock. Wir trafen uns anschließend im Vis-a-vis. Später dann fuhren wir per Taxi ins Bovary zum Abendessen und die A. samt Pablo kam auch dazu.

Es ist immer das gleiche Spiel. Wenn wir zusammen an einem Tisch sitzen und Pablo ist mit dabei, wurmt es ihn irgendwann, dass er nicht der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist und quietscht und bettelt so lange bis auf einem Schoß sitzt. In letzter Zeit bin ich meistens das Opfer.

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Ich sah  heute erst, dass eine meiner liebsten Hörbuchstimmen, Fransika Pigulla, bereits im Februar diesen Jahres verstorben ist. Die meisten kennen sie von der Serie Akte-X als Synchronstimme von Gillian Anderson. Doch habe ich über die Jahre auch viele Hörbücher durch sie kennengelernt, die ich wahrscheinlich nie gehört hätte wenn sie sie nicht eingelesen hätte.

Video Links

Da heute ein sehr ruhiger Sonntag ist mache ich mal was anderes.

Ich werde immer wieder gefragt was ich als Maskenbildner von Makeup Tutorials halte die auf YouTube kursieren und ob ich mir das ansehe, und wenn ich bejahe werde ich belächelt. Dann werde ich wohl das auch irgendwann tun…
Nein, ganz sicher nicht. Ich bin mehr als genug mit dem Blog beschäftigt.

Wer sich in der Welt der Schminke gar nicht auskennt, wird vielleicht erstaunt sein welch ein riesiges Umsatzpotenzial die Branche hat. Es gibt  Kosmetik Firmen die im Internet entstanden sind und inzwischen Millionen Umsätze machen. Auch viele der YouTuber können durch die Werbung mehr als prächtig davon leben.

Viele dieser Kanäle werden aber von Meschen geleitet die das einfach aus Spielerei angefangen haben und nie eine richtige Ausbildung in Maske hatten. Somit sind die meisten auch nicht ernst zu nehmen und das was sie an Produkten anpreisen, ist sehr oft von mittelmäßiger bis schlechter Qualität.
Lustig sind oft die Dramen und Skandale die dabei entstehen. Denn es hat sich um diese ganzen Makeup Persönlichkeiten ein Kreis an sogenannten Drama Channels gebildet die jeden ihrer Schritte begleitet. Die Klatschpresse ist ein katholischer Kinderchor dagegen.

Unter den ganzen Youtubern gibt es aber auch ein paar richtige gute Maskenbildner die wertvolle Tipps geben und von denen ich mir auch schon manches abgeschaut habe.

Ganz oben steht bei mir Lisa Eldridge von der ich auch ein sehr gutes Buch gekauft habe vor Jahren.

 

Dann gibt es Wayne Goss der auch eine eigene wirklich gute Serie an Makeup Pinsel hat, die dementsprechend kosten. Leider sind die Titel seiner Videos immer ein wenig reißerisch und auf Clickbait aus.

Eine andere Maskenbildnerin die ich schätze, vorausgesetzt sie macht richtige Tutorials, was leider nur noch selten vorkommt, ist Nikkie de Jager alias Nikkie Tutorials. Sie arbeitet aber auf einem anderen Niveau und schminkt sich volle Pulle was nicht jedermanns Geschmack ist. Doch finde ich bei ihr oft Ideen die ich fürs Theater umsetzen kann. Inzwischen verkauft sie sich aber mehr selbst, als dass sie dem Namen ihres Kanals gerecht wird.

Nebenher schaue ich noch oft Tati Westbrook, die keine Maskenbildnerin ist, sondern sich einen Namen als Produkttesterin gemacht hat. Über die Jahre ist ihr Urteil sehr vertrauenswürdig geworden und wenn ich etwas kaufe was sie gut bewertet kann ich sicher sein, dass ich nicht enttäuscht werde.

Und dann gibt es alle die, die nur sich selbst verkaufen. Jeffree Star, Mani MUA, Laura Lee, Jaclyn Hill und James Charles um nur ein paar zu nennen. Ihre Beliebtheit geht mit den Skandalen einher die sie verursachen oder deren Opfer sie sind. Es hat nicht mehr wirklich etwas mit Maske zu tun sondern ist nur noch aufgeblasenes Getue.

Wochenmarkt und Theater

Und noch so ein Tag der sehr lang war aber für’s Blog schnell abgearbeitet ist.

Am Morgen schönes Wetter, das schon mal die Stimmung hob. Wochenmarkt. Ich sauste nur kurz zum Eifeler Bäcker und zur Maremaldenfrau, sowie zum den einem Käsehändler der nicht immer da ist aber eine sehr gute Auswahl hat. Ich kaufte ein Stück Stilton, den ich fast nie in Luxemburg finde.
Anschließen Kaffee mit der K. im Renert und dann ging es noch zur Kaffeerösterei meines Vertrauens. Gegenüber von der Rösterei ist ein Geox Laden, den ich noch nie betreten hatte. Doch da ich mich schon länger nach ein paar sehr leichten Turnschuhen umsehe (ich hatte ja schon auf der Braderie gesucht und nichts gefunden) die ich Ende des Jahres mit auf die Reise nehme.

Sie sind super leicht und aus recyceltem Material.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich ein paar Meter weiter auf den Stand des Künstlerkollektivs. Es war das alljährliche Theaterfest und alle Theater hatten ihre Stände in der Fußgängerzone aufgestellt und stellten das neue Theaterprogramm für die Saison 19-20 vor. Das Kollektiv ist an sich kein Theater, da es ja mehr als nur diese eine Sparte vertritt, aber wir machen trotzdem jedes Jahr mit.

Auch wenn ich mit folgenden Sätzen den Unmut anderer auf mich ziehen werde…
Das Theaterfest ist kein Theaterfest mehr.  Dazu gehören außer Flyer und Programme verteilen, auch kleine Performancen von denen es dieses Jahr nicht eine gab. Zudem gab es immer einen Verkaufsstand an dem man Kostüme aus vergangenen Theaterstücken kaufen konnte. Ich selbst hatte in einem Jahr mal einen Make-up Stand gemacht wo man mir zusehen konnte wie ich Leute verschönere/verunstalte.

Aber vielleicht ändert es sich ja das wieder.

Am Abend dann mit der A. und einem Freund aus Frankreich ins Pablito, in dem ich beschämernderweise noch nie  war, das jedoch keine 50 Schritte von mir entfernt liegt.
Ich werde die Tage ausführlicher über das kleine mexikanische Restaurant berichten.

Freitag in Kurzfassung

In der Nacht davor ein Wolke gegen 23:00 Uhr die urplötzlich sehr rot leuchtete. Ich deutete das auf ihre Bewegung hin und dass sie über den beleuchteten Teil der Autobahn zog.

Ich halte das heute sehr kurz obwohl der Tag lang war und viel passiert ist.

Am Morgen ein Meeting für das Stück das erst im Dezember kommen wird. Zudem gestand ich einer Person, die das nicht wusste, dass ich ein Bild von ihr habe. Diese Person wusste wohl dass es diese Bilder gibt, nicht aber dass ich eines besitze.

Anschließend fuhr ich zum Fernsehstudio wegen der Aufnahmen für das neue Intro von NO ART. Ich hatte mir am Tag davor schon einige Gedanken gemacht was ich dafür anziehen soll weil das Intro für längere Zeit seine Gültigkeit haben wird, also sollte das Outfit möglichst neutral aussehen.
Das ganze dauerte länger als gedacht, weil ich auch die Aufnahmen abgeben musste die ich vor ein paar Wochen bei einem Ausflug mit der D. gemacht hatte.

Anschließend blieb nicht mehr sehr viel Zeit und ich fuhr in die Innenstadt zum Renert. Ich sah dort zwei Hochzeitsgesellschaften zu die aus den Rathaus kamen und las den letzten New Yorker ausführlich.

Am Abend war dann eine kleine Feier des Künstlerkollektivs angesagt und ich war erst kurz nach Mitternacht zurück um wie ein Stein ins Bett zu fallen .

Ein Tagesgast

Pablo war sehr früh da.

Kurz nach 7 Uhr stand er noch sehr verschlafen mit der A. in meiner Wohnung und fragte sich was er hier soll. Da die A. heute früh weg musste und erst spät wiederkommen sollte, konnte sie ihn nicht den ganzen Tag alleine lassen. Als ich ihm zu fressen gab, war jedoch soweit alles in Ordnung.

Ich bloggte den Rest vom Vortag weg. Pablo entdeckte meine flauschigen Badezimmerteppiche und nahm einen sofort in Beschlag.

Etwas später gingen wir eine große Runde durch den Park und anschließend zur N. in meinem alten Viertel. Ich musste noch ein paar Besorgungen machen und dorthin wollte ich Pablo nicht mitnehmen. Also parkte ich ihn kurzerhand bei der N.
Als ich ihn wieder abholte fing es an zu regnen und wir nahmen den Bus. Zu Anfang hatte ich Bedenken, doch Pablo stieg ein als ob er sein Leben lang Bus gefahren wäre.

Am Nachmittag schaute er mit mir fern. Leider habe ich kein Dog TV mehr. Wir erinnern uns.

Anschließend nochmal eine Runde durch den Park gleich nebenan.

Ich möchte Pablo nicht in Verlegenheit bringen falls er das jemals lesen sollte. Aber sein „geschäftlichen'“ Gewohnheiten sind ein wenig eigen, obwohl durchaus verständlich. Der Park nebenan ist nicht „sein“ Park. Er ist es nicht gewohnt sein großes Geschäft an der Leine zu verrichten, aber ich kann ich ihn dort bei aller Liebe nicht frei laufen lassen.  Zudem gibt es in diesem Park sehr viel Ablenkung. Es gibt dort sehr viele andere Hunde. Es gibt einen kleinen Weiher, (Pablo liebt Wasser!) und es gibt Enten auf dem Weiher. Alles Dinge die sehr spannend sind und von Geschäft abhalten und mich auf die Geduldsprobe stellten…bis dann endlich.

Anschließend ging es zurück und die A. kam auch bald und holte ihn wieder ab.

Heuschrecke, Friseur,Besuch in einem Heim & Zwiebelquiche.

Heuschrecke am Morgen

Sie hatte sich fest an die Balkontür gekuschelt da ihr kalt war. Ich hob sie auf, machte ihr Frühstück  und bugsierte sie dann über das Balkongeländer. Ich sah sie in dem kleinen Strauch von Nachbargrundstück fliegen.

Anschließend dann Friseur.  Ich werde euch das Resultat nicht zeigen, denn es ist das gleiche wie alle drei Wochen.

Am Mittag dann ein intensives Meeting vom Künstelrkollektiv, das zwei Stunden toujours durch ging. Anschließend dröhnte mir der Kopf.

Am Nachmittag eine Visite in einem  Heim in Erpeldange, das speziell für Demenz- und Altzheimerkranke gebaut wurde. Ich besuchte die Räumlichkeiten, hinsichtlich des eines Projektes, das von MIL a.s.b.l. organisiert wird.  Ich kann hier leider erst etwas darüber erzählen wenn  das Projekt richtig in die Gänge kommt. Das was auf der Seite von MIL steht muss vorerst reichen.

Erpeldange ist etwas außerhalb und es brauchte eine gefühlte Ewigkeit bis wir wieder in der Stadt waren. Ich kam Zuhause an und war k.o.
Dabei hatte ich tierisch hunger.

Ich machte mir seit etlichen Jahren mal wieder eine Zwiebelquiche.

Wer jetzt wissen will wie das Rezept ist, tja… Manche werden mich dafür kreuzigen, weil ich auch Fertigprodukten manchmal nicht widerstehen kann, aber was solls…

Ich machte meinen Mürbeteig nicht selbst. Ja, ich weiß, er geht sehr fix und doch greife ich gerne ab und an auf einen Fertigteig zurück, weil es einfach noch schneller geht.

Zugegeben ich habe lange nach einem guten Teig gesucht, denn der Teig den man hier an jeder Ecke bekommt ist der von Herta und der ist schlicht ungenießbar. Auchan hat aber einen aus eigener Herstellung und der ist richtig gut im Geschmack und backt gut durch wenn man sich an ein paar Regeln hält.

Man muss ihn vorab blind backen. Immer. Zudem sollte man eine Quicheform mit Löchern nehmen, die ich hier schon mehrfach gezeigt habe.

Für diese Quiche habe ich 6 große Zwiebeln genommen, geschält, geschnitten und mit ein wenig Olivenöl in einer Pfanne langsam weich gedünstet, mit einer ordentlichen Prise Pfeffer. In einer separaten Pfanne habe ich ungefähr 150 Gramm geräucherten Speck leicht angebraten,gab ihn anschließend zu den Zwiebeln und ließ ihn noch eine kleine Weile mitgaren. Salz braucht man keines den der Speck salzt genug. Die Zwiebeln mit dem Speck auf den blindgebackenen Mürbeteig geben. Drei Eier verquirlen mit ein wenig Milch und darüber geben. Wer mag, das muss aber nicht sein, kann hier noch ein wenig Käse darüber raspeln. Ich hatte noch Comté den ich fix schredderte darüber gab. Anschließend noch mal Pfeffer darüber. Ich nahm tasmanischen Pfeffer, weil ich den so liebe und ich mir welchen von dort mitgebracht hatte.
Man bekommt ihn aber hier, z. B. bei Violas.

Ich überfraß mich total. Ich verputzte die Hälfte.

Anschließend setzte ich mich eine Weile auf den Balkon denn es war absolut nicht kalt, als ich die Knaller vom Abschlussfeuerwerk hörte. Die Schobermessr ist vorbei.

So ein Tag…

Heute ist so ein Tag an dem ihr am besten nachlest was ich in den Jahren davor über den Tag geschrieben habe:

Hier, hier, hier, hier, hier, hier, und hier.

Ich fuhr zum Reisebüro meines Vertrauens und wir bastelten die nächste große Reise fertig.  Es sind drei Aufenthalte dabei die ich schon einmal besucht habe, aber mehr dazu wenn es soweit ist.

Am Abend dann Dinner in der Skybar mit der A. und der N.

Die sensationelle Vorspeise. Flusskrebse. Ganz besonders toll fand ich die kleinen Microtomaten, die im Mund zerplatzten und jedes mal eine Geschmacksexplosion im Mund hinterließen.
Mein Hauptgang war Steinbutt, den ich aber nicht abgelichtet habe.

Mein Herzenskoch Renaud Nols, der mir damals das ganze Menü für den 50. Geburtstag gekocht hatte im Annexe, und jetzt in der Skybar arbeitet, kam an unseren Tisch:

 

Ich bekam Geschenke. Alle kann ich euch noch nicht zeigen, aber das eine Hauptgeschenk schon, für das ich dann extra nach Mitternacht noch ein kleines Shooting im Wohnzimmer machte:

Villeroy & Boch hat eine brandneue Serie an Geschirr herausgebracht. Die A. sah sie im Laden als sie sich nach etwas anderem erkundigte und sie die Serie am auspacken waren.
MetroChic .  Ich war total geflasht. Es ist die erste Geschirrkollektion die mir richtig gut gefällt und perfekt zu meiner Einrichtung passt. Ich bekam zwei Kaffeetassen mit Unterteller und Löffel.

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Beim Einschlafen noch den sehr spannenden Podcast gehört. Der seltsame Fall des Adam Molinnus.