Ein Samstag in Bildern

Ich weiß, der Samstag war der 12. des Monats, aber für ein 12von12 hat die Bilderzahl nicht ganz gereicht.

Fangen wir mit dem schönsten Foto an:

Nein, an diesem Bild habe ich nichts retuschiert. Es ist schon erstaunlich was für tolle Bilder ein iPhone machen kann, selbst wenn ich voll in die Sonne fotografiere.
Es war am sehr frühen morgen, viel früher als gewöhnlich, dass ich zum Wochenmarkt ging und das aus zwei Gründen. Einerseits sollte am Nachmittag das gesamte Standzentrum gesperrt werden, wegen dem ING Marathon und zum andern musste ich ab Mittag  einer Theaterprobe beiwohnen.

Sehr ungewöhnlich dass man zu dieser Jahreszeit schon einen Marienkäfer begegnet. Ich entdeckte ihn auf der Place Guillaume neben dem Bankautomaten. Dabei sind Licht-Marienkäfer erst ab Juni aktiv und für gewöhnlich nicht in Städten anzutreffen.

 

Da das Renert so früh noch nicht geöffnet hat, nahm ich nebenan bei Kaempff-Kohler meinen ersten Kaffee des Tages zu mir, samt Orangensaft und Croissant.

 

Große Wiedersehensfreude mit meiner Marmeladenfrau. Da wir uns zudem ein paar verpasst haben, entweder war sie an einem Tag nicht da oder ich war abwesend, sah ich sie heute zum ersten mal wieder nach der Reise. Ich kaufte sofort alles ein was ich bei ihr alles so schätze. Vor allem meine geliebte Birnen-Ingwer Marmelade, Lemon Curd, Tomaten Pesto und Steinpliz Pesto.

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Als ich mit den Besorgungen auf dem Markt fertig war, fuhr ich noch kurz zum Baummarkt und kaufte drei weitere Tüten Blumenerde und ein paar Pflanzen. Dort wurde ich auch endlich fündig und kaufte ein paar kleine Grünpflanzen die für ein mini Vertikalgarten vorgesehen sind, der unbepflanzt so aussieht (unten). Es war ein Geschenk der A., das sie mir schon vor etlichen Jahren geschenkt hatte für die kleine Wohnung, doch schien es mir dort für innen nicht geeignet.

Ich musste am Rückteil etwas basteln damit ich ihn dort aufhängen konnte. Das sah dann so aus…

…doch ich war skeptisch. Von Tesa her wurde versprochen dass man satte 4 kg an beide Hacken hängen könne und ich hatte alles extra noch mit Superkleber verstärkt. Doch als ich die Kiste fertig bepflanzt hatte und aufhing, knallte sie nach 2 Minuten auf die Steinfliesen und riss komplett in der Rückwand durch. Es entstand eine gewaltige Sauerei und ich war stinksauer. Dieser Riesenaufwand und Null Resultat! Ich entfernte wieder alle Pflanzen aus dem Kasten und er flog ohne  auch nur mit der Wimper zu zucken, in den Müll.

Wo ich letztendlich die Pflanzen eingepflanzt habe, seht ihr morgen.

Christhimmelfahrt Fotos & Links 2, 3, 4…

Mieses Wetter am Feiertag. Und da ich eh zu hause werkeln wollte sah man Dress tagsüber so aus:

Das mit der Decke kam am Nachmittag als die N. mich besuchte und wir trotz des kalten Windes auf dem Balkon saßen.

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In der ersten Woche in der ich nach dem ursprünglichen Plan wieder zu Hause bin, und alles seinen gewohnten Lauf wieder nehmen sollte, obwohl ich ja schon seit April weder hier bin, läuft auch wieder mein New Yorker Abo an.

…mit einem wuderschönen Cover von Sempé . Der Zeichenstil kommt euch vielleicht bekannt vor. Wenn ihr, wie ich als Kind „Le petit Nicolas“ gelesen habt oder in deutsch „Der kleine Nick“, dann kennt ihr die Arbeiten von Jean-Jaques Sempé. Ich liebe sie. Was er über all die Jahre für den New Yorker gezeichnet hat, könnt ihr hier sehen.

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Der Kontaktgrill von Tefal ist wirklich eine Wucht. Ich habe in den letzten Tagen von Rinderfilet über Lachs bis zu Bratwürstchen und Gemüsespieße alles darauf gegrillt mit jeweils immer wieder einem perfekten Ergebnis.

Zu Anfang war ich skeptisch, doch er grillt alles von selbst. Man muss ihm nur sagen war man drauflegt, und er nimmt Maß, wie dick das Bratgut ist, und grillt es es dann zu dem Level wie man es haben möchte. Blau, Meduim Rare, Meduim oder durch. und es macht das wirklich! Mit Kohle auf den Balkon grillen ist meiner Meinung nach ein Unding, da ich nicht die ganze Nachbarschaft mit dem Rauch belästigen will. Wir haben einen Kohlegriller im Nebenhaus im Hof, und das reicht völlig!

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Dann noch ein Hemd das ich in Berlin gekauft habe.

So auf den ersten Blick würde man nicht sagen dass es Desigual ist, ist es aber!

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Wer mich auch auf Twitter verfolgt, wird in letzter Zeit ein paar seltsame Retweets gesehen haben, von Monstern und anderen seltsamen Dingen. Da kommt meine dunkle Seite zum Vorschein, die aber daher rührt dass ich Maskenbildner bin.
Ich habe keine Ahnung wer sich hinter 41Strange verbirgt, aber er/sie /es  leistet gute Arbeit. Ich habe schon einiges entdeckt dass ich vorher nicht kannte.
z.B. das hier:

https://twitter.com/41Strange/status/994105737520472065

Wunderschöne Zeichnungen, wenn auch gruselig. Es erinnert mich so sehr an die Zeit, als 14/15 war, und die Geschichten von Poe regelrecht verschlang.

 

Kino am Mittag – A Quiet Place

Als meine Freundin und Kinokritikerin, die D. mich fragte ob ich mir auch einen Horrorfilm ansehen würde, war ich zu Anfang leicht skeptisch, denn es gibt so viel schrecklichen Mist in diesem Genre.
Als sie mir jedoch sagte, dass es A Quiet Place sei, sagte ich sofort zu. Ich hatte schon vor etlichen Wochen ein Interview mit Emily Blunt und John Krasinski bei Graham Norton gesehen und man lobte den Film über den grünen Klee. (Das Video unten startet dort wo man über den Film spricht, aber wer mag kann es sich auch ganz ansehen, die GN Show ist immer lustig.) Tage später las ich eine Kritik die ähnlich war.
Der Film kommt ohne irrsinnige Spezialeffekte aus und ist handwerklich das Beste was seit sehr langer Zeit im Horrorgenre gesehen.  Da im ganzen Film fast gar nicht geredet wird sondern alle sehr ruhig sind und kaum flüstern, entsteht dadurch eine unglaubliche Spannung, und hätte man mich im Kino gepiekst, ich wäre wahrscheinlich geplatzt.

 

 

1000 Fragen 41-60

41. Trennst du deinen Müll?
Ja, so wie er halt hier getrennt wird. Restmüll, Papier, Glas, und dann die blauen Tüten von Valorlux. Also Grüner Punkt und dann auch wieder nicht Grüner Punkt. Ein wenig verwirrend, geht aber.

42. Warst du gut in der Schule?
Jaein. Ich war gut in dem was mich interessierte. Mathe z.B. nicht und das war dann auch mein Durch- und Reinfall meiner gesamten Schulkarriere.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?
Zwischen 5 und 10 Minuten? Ich habe das noch nie getimed.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?
Ja, irgendwie denke ich schon dass es da noch mehr geben muss als nur unsere Lebensform.

45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der Tagesform und der Aufträge ab.

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?
Nein nicht immer.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?
Nicht immer aber immer WENIGER.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung machst du am liebsten?
Den Balkon in der Sonne.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?
Gestern

50. Was kannst du richtig gut?
Ich kann vieles gut, aber ich bin nicht der Typ der sich anmaßt zu sagen dass er etwas besser kann als alle anderen.

51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst?
Da bin ich mir nicht sicher wer das war. Ich glaube es war eine Nachbarin.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?
Oh je. Wie lang darf die Liste werden?

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?
Das sieht gar nicht aus. Ich würde aber gerne mal eines anziehen nur um zu wissen wie das so ist, eingezwängt in eine Korsage zwischen Spitze, Strass, Perlen und Tüll.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?
Nein.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?
Das wechselt. Zur Zeit ist es eine Art Siegelring aus Silber mit Achatstein.

56. Mögen Kinder dich?
Ich glaube ja.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?
Blockbuster Gedöns.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?
Das hängt vom Urteil ab.

59. Schläfst du in der Regel gut?
Nein. Seit ungefähr 7-8 Jahren nicht mehr so wie früher.

60. Was ist deine neueste Entdeckung?
Meine neue Käsereibe ist der absolute Knaller.*

*Ehrlich! ich habe sie vorhin zum ersten mal benutzt und war total begeistert wie gut knallharten Parmesan meistert.

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Ein kleines Wohnungsupdate

Das Wetter ist so grandios seit drei Tagen; ich sitze morgens schon mit der ersten Tasse Kaffee draußen, und so beschloss ich nach der ersten Blogrunde mich ein wenig ins Zeug zu legen und die Wohnung und die beiden Balkone auf Vordermann zu bringen.

Ob es morgen dann ein großes Update gibt, hängt davon ab wie ich heute voran komme.

Der erste von sechs Pflanzkübel auf dem Balkon. Darin gepflanzt eine Petunien Art mit kleineren, weißen Blüten und weißlichen ‚haarigen‘ Blättern. Ein ganz klein wenig erinnern sie mich an Enzian.

 

Die Monstera fühlen sich so pudelwohl in Wohnzimmer und ’saufen‘ mir regelrecht die Haare vom Kopf. Von der Breite her füllen sie inzwischen die ganze vordere Fensterfront aus. Davor standen sie auf den Würfeln, von denen einer noch ein wenig rechts im Bild zu sehen ist. Ich habe sie sozusagen ‚tiefergelegt‘ damit sie jetzt in Höhe wachsen und nicht noch weiter in die Breite. Ich hoffe dass sie den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen.

 

Gestern Abend zum ersten Mal drei Leute auf dem Balkon bewirtet. Es gab mariniertes Rinderfilet und Gemüse Spieße von neuen  Kontaktgrill, den ich euch im nächsten Update zeige. Dazu mehr als reichlich Apérol Spritz.

Der luftleere Sonntag

So ganz luftleer (zumindest was bloggenswerte Themen wären) war er dann doch nicht.

Ich entdeckte auf Netflix, dass der zweite Teil der ersten Staffel von Star Trek Discovery schon eine Weile online ist.
Die Serie ist ok, aber es ist nicht mehr Star Trek. Was mich am meisten stört ist, dass die einzelnen Folgen nicht in sich selbst abgeschlossene Geschichten sind. Der Erfolg all der anderen Star Trek Serien basierte meiner Meinung auch darauf dass man sich eine Folge anschauen konnte, ohne formell zu wissen was davor war. Bei Discovery geht das nicht, da muss alle Folgen hübsch der Reihe nach ansehen, oder man ist raus und versteht gar nichts.

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Into the Wild von Sean Penn
ist ein anderer Film den ich noch zu sehr später Stunde in Fernsehen sah, den ich nie im Kino gesehen hatte. Er beruht auf der wahren Geschichte von Christopher McCandless,der sich aber anderen Leuten während seiner langen Reise als Alex Supertramp vorstellte.
Was ich an der Verfilmung sehr berührt hat, ist dass Sean Penn mit sehr viel Respekt und Ruhe das Leben des Aussteigers verfilmt hat. Emile Hirsch, der Hauptdarsteller verkörpert den Protagonisten sehr gut. Absolut sehenswert.

Jon Krakauer der das Tagebuch von McCandless studierte und das Buch Into the Wild schrieb,  brachte ebenfalls Jahre später eine Reportage und ein Update im New Yorker, und auf denen der Film von Sean Penn auch beruht.

Erst vor kurzem erschien auch ein Buch der Schwester von McCandless

Was mich vor allem sehr berührt hat, war, der Umstand dass dieser junge Mann der ja schon 1992 starb, nur zwei jünger war als ich und den Mut besaß sich selbst zu verwirklichen und sich von seiner Familie zu lösen. Wo war ich 1992? Ich saß in einem kleinen unbedeutenden Haarsalon in einer Trabantenstadt und war sehr unglücklich. Zwei Jahre später nahm ich die von zu hause abgesegnete Entscheidung einen eigenen Salon eröffnen. Eine Flucht nach vorn die so falsch war wie sie nur sein konnte…
Aber das ist eine andere Geschichte…

Liebe in Zeiten des Digitalen

Das durchgeschnittene Bändchen der rp18, das ich jetzt drei Tage lang an hatte. Ich nehme es immer mit, packe es immer in diese kleinen Metallboxen die man auf den Ständen von American Spirit bekommt. Irgendwann fliegt das Bändchen in die Tonne und die Metallbox wird für die Arbeit verwendet.

Die rp18 hat mich dann doch mehr mitgenommen, als ich dachte.

Gestern Nachmittag nachdem ich gelandet war, und schon mit einigem Erschrecken festgestellt hatte, dass ich meine Hausschlüssel im Safe des Hotels hatte liegen lassen, und dafür hier meine Putzkraft bemühen musste, (Die N. die den anderen Schlüssel hat, war mehr als beschäftigt) merkte ich auch, dass ich keine Kraft mehr hatte mir noch die Nuit de la Culture in Esch anzutun, obwohl ich versprochen hinzugehen. Mein Kopf war einfach nur noch stumpf und ich konnte mir nu  noch Makeup Tutorials auf Youtube antun. Wenn gar nichts mehr geht, Makeup geht  immer.

Als ich heute morgen erwachte galt ein erster Gedanke dem Blog und dem was ich schreiben könnte.

Dieses oben beschrieben Gefühl ließ mich nicht los. Um es perfekt zu machen sah ich mir den verpassten Talk von Sascha Lobo an, der es nicht besser machte. (Und wieder sieht das ganz Publikum grünlich krank aus)

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Ich setzte mich auf die vordere Terrasse mit Kaffee und musste die Augen beim Selfie schließen wegen der Sonne.

Zudem wurde mir bewusst, dass heute der 6.Mai mein geplanter erster Tag nach der Weltreise wäre, wenn mein Blinddarm in Nouméa nicht geplatzt wäre. Das gab mir den Rest.

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Ich schreibe selten über mein Liebesleben im Blog. Doch andererseits ist es gut dass ich ein bestimmtes Datum darin festgehalten habe, wenn auch ein wenig verschlüsselt. Im Juli werden 3 Jahre dass ich solo bin.
Ich will mich nicht beklagen, wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe, dann dass ich mit  dem Ist Zustand zufrieden sein soll. Alles andere wäre nur beständiges Lamentieren.  Doch die Veränderung tritt immer dann ein wenn man sie am wenigsten erwartet.
Meine Haltung ist (der Frühling ist nicht ganz unschuldig daran) auf Hoffen und Erwarten eingestellt. Das nervt ein bisschen, da ich mir wie festgefahren vorkomme. Warten auf Godot der nicht kommen wird. Der nie kommen wird. Watten auf den einen, den es nicht gibt…
Hat das Internet Zeitalter es einfacher gemacht? Um jemand neues kennenzulernen, sicherlich. Doch gibt es viele Bienen so wie mich, die von Blüte zu Blüte fliegen.

Warten und Hoffen und den Blüten beim Wachsen und Verblühen zusehen.

Re:publica 18 / Tag 3

“ Nein Joël! Du hast nicht dieses Jahr so teuer für das Ticket bezahlt, weil du den Start verschlafen hast als es noch early bird Tickets gab, und GEHST JETZT NICHT MEHR HIN!!!“, schalt ich mich. “

Ganz ehrlich, ich ging gestern weg mit der festen Überzeugung, heute nicht mehr anzutreten und nächstes Jahr ausfallen zu lassen. Es ist alles so irre ernst geworden auf der #re18. Ich vermisse die nerdigen, geekigen, lustigen Themen. Ich vermisse die Liebe vom letzten Jahr.

Ich hasse inzwischen dieses giftgrün aus den POP Logo. Bei jeder erdenklichen Gelegenheit wird das Publikum immer wieder grün angestrahlt von Spots und habe das Gefühl dass ich erbärmlich krank aussehe.

Doch heute morgen war der er erste Talk auf der Stage1 ein Hammer!

 

Richard Gutjahr berichtete über seine zwei Jahre in der Hölle eines Shit-Tsunamies und wie er sich zu Anfang duckte und darauf wartete dass der Sturm vorbeiziehen würde, doch es wurde immer schlimmer… Bis er zurückschlug, was es zu Anfang noch schlimmer machte, und dann einen Anwalt hinzu nahm.
Es war sehr emotional aber die Liebe und Zuneigung die dem Herr auf der Bühne aus dem Saal zuströmte muss ihm nicht entgangen sein. Ich kann es nur sehr schwer nacherzählen was ihm passiert ist. Schaut euch den Talk hier an oder den Ted Talk den er vor ein paar Monaten gab.

Ich verlinke euch hier den Talk mit der Anmoderation. (Ich bin übrigens auch in der ersten Reihe zu sehen.)

 

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Das Video ober ist übrigens mehrere Stunden lang. Das sind aber ALLE Vorträge von Tag 3 die auf Stage 1 waren.

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Auf Stage2 hatte ich anschließend eine Debatte über Minderheiten. Zu erst war ich nicht sehr angetan davon, doch als ich hörte, dass Kübra Gümüsay, die alle so lieben, die Moderation macht, ging ich doch hin. Und es war großartig, weil hier richtig gestritten wurde. Vor allem die Antworten von Kijan Malte Espahangizi fand sehr interessant weil er die ganze Integrationsdebatte links liegen lässt und von einem menschlichen Problem spricht und nicht von Minderheiten. Sehr spannender Talk. Sucht ihn raus Stage2 Tag 3. Er wurde aufgezeichnet. Ich muss es wissen denn ich saß gleich neben der Kamerafrau.

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Und dann kam ein Talk über eine Firma die am Tag davor nochmal für große Aufregung sorgte, weil sie Konkurs anmeldete. Cambridge Analytica.
Was daran spannend war, war dass niemand so richtig verstanden hat, wie diese Firma es fertigbrachte Einfluss auf einen Wahlkampf zu nehmen, und mit welchen Mitteln. Eine Bühne voll Experten, von denen keiner erklären konnte wie sie das angestellt haben. alle wollen Antworten, doch jetzt mit dem Konkurs scheint es im weite Ferne gerückt zu sein.

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Insgesamt sah ich noch drei Vorträge, doch ich werde nur noch einen davon hervorheben.
Felix Schwenzel berührte mich letztes Jahr sehr mit seinem Vortrag, dieses Jahr versöhnte er mich mit all den düsteren Dingen die dieses Jahr gehört habe. Sein Thema: „42. Warum wir nach Fragen, nicht nur nach Antworten suchen müssen.“ Wieder einer der Vorträge den man schlecht zusammenfassen kann. Schaut ihn euch hier an.
(Es ist im Prinzip das gleiche Video wie oben, aber ab 7:34:45)

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Und das war es von der re:publica 18
Ich habe viele neue Leute kennengelernt, vor allem aber eine Frau, von der ich wusste dass sie hier wäre, und die ich schon sehr lange kennenlernen wollte. Melancholie Modeste ist so unglaublich sympathisch und nett und kann so verdammt gut schreiben. Sie schreibt in letzter Zeit aus beruflichen Gründen etwas weniger, aber ihr Blog ist so voll mit tollen Texten, dass man Lesestoff für Wochen hat.

Re:publica 18 / Tag 2

Heute ein bisschen weniger Vorträge.

Der erste Talk war gleich am Morgen schon ein dicker Brocken. ‚Rechtsruck in Deutschland‘ Doch er interessierte mich weil in der Talkrunde ein paar sehr spannende Leute saßen.

Vor allem Elisabeth Wehling (ganz rechts) erklärte gut wie die sprachlichen Mechanismen funktionieren und das die Presse die Mechanismen völlig falsch einschätzt und den den Rechten eigentlich nur in die Hände spielt. Das bestätigte auch Julia Ebner (zweite von links) die sich lange und noch immer undercover in rechten Foren bewegt und sie erforscht.

In der nächsten Talkrunde ging es um einen Film und um eine Aktion vom Neo Magazin Royale.

Jan Böhmerman war per Skype zugeschaltet.
Es ging um den rechtsextremen Troll-Server Reconquista Germanica, gegen den man ein Neo Magazin Royale eine Gegenbewegung organisierte, über den Film Lösch Dich: wie sich der rechtsextreme Hass im Netz organisiert.  Der Talk war aber nichts besonderes, er langweilte mich und war im Grunde nur so gut besucht weil jeder den Böhmerman sehen wollte, der physisch gar nicht anwesend war.

Anschließend hatte ich genug von rechtsextremen Themen.

Da die großen Fernsehsender ARD und ZDF diesmal mit sehr großen Ständen vertreten sind, gibt es auch viel spannendes zu sehen.

Helgas Ohrsalon z.B  Ich hatte ihn schon am ersten Tag entdeckt als er noch nicht geöffnet war, und machte ein Foto davon, weil die Deko aus den 50er und 60er einfach genial ist.

Da ich zu Anfang nicht wusste was das erklärte man mir es.  Man setzt sich unter ein Haube und hört ein Hörspiel aus der Mediathek der ARD. das sieht dann so aus.

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Anschließend verliebte ich mich augenblicklich.
Der kleine Maulwurf aus der Sendung mit der Maus.

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Dann war schon Mittagszeit und ich setzte mich eine stille Ecke und schrieb den Beitrag von gestern fertig, und schaute ins Programm was ich mir noch ansehen könnte.
Ich fand einen weiteren Vortrag über Algorythmen und künstliche Intelligenz, über die ich gerne noch ein bisschen erfahren wollte.

Doch Julia Krüger die den Vortrag hielt musste ihn von einer Stunde auf eine halbe Stunde zusammenstauchen. Zudem ist sie keine gute Referentin da sie unglaublich leiert, was schade ist, denn das was  sie erzählte war doch ein sehr spannendes THema.

Mir kam dabei immer wieder ein Scetch der Show Little Britain in den Sinn. Computer Says No.

Seltsamerweise wurde ich schon gestern mehrfach daran erinnert.
Was hier in Video sehr lustig rüberkommt, und auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist heute eine Realität. Comuter says no. Sei es zur Kreditbewilligung oder Handyvertrag. Unser Leben wird immer mehr durch Algorythmen bestimmt, die die Entscheidungen treffen. Es steckt letztendlich kein Mensch mehr dahinter.

Als ich mir den Rest der Vroträge für den Nachmittag anschaute, sah ich sehr oft das gleiche Thema oder Themen die mich nur sehr am Rande interessierten. Eine letzte Veranstaltung hätte mich noch gereizt, doch da es die letzte für den Tag war…
Ich fuhr zurück ins Hotel.

Irgendwie war an diesem zweiten Tag der Wurm drin.

 

 

1000 Fragen 21-40

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert… Doch es ist mir schon wichtig dass ich einen guten Ruf im Beruf habe weil ich nun mal selbständig bin.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Keine im besonderen jede hat seinen Reiz.

23. Kannst du gut kochen?
Ich denke ja.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?
SOMMER!!!! Ganz klar.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?
In Neukaledonien während dem Klinikaufenthalt.

26. Warst du ein glückliches Kind?
Als Kleinkind ja. Danach wurde es schwieriger.

27. Kaufst du oft Blumen?
Ja, vor allem im Frühjahr.

28. Welchen Traum hast du?
Es gibt keinen bestimmten Traum.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
Wenn ich das Internat mitzähle sind es bis heute sieben verschiedene.

30. Welches Laster hast du?
Früher hätte ich rauchen gesagt. Heute ist es wahrscheinlich die Völlerei, obwohl ich so nicht als Laster ansehe. Ich bin ein Genussmensch, Punkt!

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
Eines aus der Lilian Jackson Braun Serie.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?
Um das genau zu beantworten müsste ich ein Buch schreiben, aber das führt bei 1000 Fragen wahrscheinlich zu weit.
Darum: Weil sie mir steht.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
Ganz klar nein. Ich bin Internetversessen, unabhängig vom Gerät.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?
Da kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich es nicht weiß, weil sich das jeden Tag mehrfach ändert.
Das müsste ich explizit nachschauen.

35. In welchen Laden gehst du gern?
Elektrofachgeschäfte. Das Warum erkläre ich ein andermal.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
Zur Zeit mag ich gerne den Moscow Mule Cocktail. Ansonsten Weißwein.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?
Ja.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?
Bin ich doch schon.

39. Willst du immer gewinnen?
Möglichst ja. Und jeder der etwas anderes auf diese Frage antwortet ist ein Lügner.

40. Gehst du in die Kirche?
Bei Begräbnissen.

Hier geht e zu Fragen 1 – 20
Hier geht es zu Fragen 41 – 60

 

Re:publica 18 / Tag 1

Huiiiii was für ein Tag.

Aber der Reihe nach. Ich war mehr als zeitig hier, weil nicht so besonders gut geschlafen hatte und machte dieses tolle Foto, das ich mir als Poster vorstellen könnte

Es ist so toll wieder hier zu sein!!! Und ich weiß dass es Leute gibt ganz dolle Bauchschmerzen haben dass sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht hier sein können.

Nach der obligaten Begrüßung von Tanja Häusler, Markus Beckedahl, Johnny Häusler und Andreas Genhard ging es gleich los mit dem Thema Wie eine algorithmische Welt unterminiert werden kann, von Dana Boyed.

Sie zeigte ganz klar anhand von einfachen Beispielen wie man durch Fakeaccounts gewisse Informationen bei Suchmaschinen und Netzwerken boosten kann und erklärt warum das so ist. Zudem zeigte sie warum man bei gewissen Begriffen( und das habe ich auch schon bei harmlosen Beispielen gemerkt) grundsätzlich falsche Antworten bekomme.

Es sind keine schönen Aussichten die uns Dana Boyed präsentierte ich hätte anschließend einen Schnaps gebraucht.

Das ist ein Pressefoto das man mir zugespielt hat. Miss Maning im Vordergrund und ich dahinter.

Danach ging es gleich weiter mit der Whistleblowerin Chealsea Maning. Es entstand ein bisschen Tumult und es wurde ein emotionales Interview. Was ich hier ein bisschen seltsam fand, war dass die beiden Moderatorinnen ihr Fragen stellten, die man einer großen Visionärin stellt, was sie nicht ist.  Dass sie damals sich gegen die eigene Regierung gestellt hat und der Welt gezeigt was die USA tatsächlich da tun, ehrt sie sehr. Und sie war auch ganz gerührt über den Empfang und sie stand mehrfach kurz vor den Tränen.

Mein persönliches Highlight war dieser Herr oben. Bernhard Pörksen erklärte ganz klar warum es keine Filterblasen gibt. Richtiger wäre ein Filterclash. Ich hoffe dass es diesen Vortrag als Video zu nachsehen gibt, denn es ist sehr spannend was der Herr den ich bis dato nicht kannte, erzählt.

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In der gleichen Halle wurde es dann anschließend sehr voll. Die Journalisten Debatte mit ziemlich bekannten Gesichtern von ARD und ZDF. (Ich persönlich finde das ja interessant, das die ganz großen deutschen Medien inzwischen auch große Stände auf der Re:publica haben) Es ging um Fake News und um Neutralität in Zeiten von AfD und Co.

Anschließend machte ich ein bisschen Pause, weil es auch einfach sehr viel Info in sehr kurzer Zeit ist. Ich freute mich auch meinen Landsamann Ranga Yogeshwar.

Und jetzt wurde ich leider ein wenig enttäuscht. Ich fand seinen Vortrag soso lala. Der Titel Mensch und Maschine: wer programmiert wen?, war spannend. Aber das was Ranga brachte, auch wenn er das sehr gut kann und auch keinen Augenblick langweilig war, so war es doch eher ein Kessel Buntes, das nicht so zusammenhängend war wie ich es mir gewünscht hätte.

Davor schmiss irgendeine deutsche Ministerin eine sehr peinliche politische Rede, bei der viele verschämt an die Decke oder auf den Boden schauten.

Nach Ranga machte ich Schluss weil ich noch eingeladen war. Dadurch verpasste ich zwar die alljährliche Predigt von Sascha Lobo, aber die werde ich im Netz nachholen.

Der 1.Mai in Berlin

Nein das wird keine Bestandsaufnahme was alles an Demos hier stattfand oder wo sich gar geprügelt wurde.

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Wer hier schon länger mitliest wird gemerkt haben dass ich ein Hotel am Kurfürstendamm habe. Etwas weiter oberhalb gibt es zwei Theatersäle. Die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm. Es war sehr lange ein Politikum was damit passieren soll dann der ganze Block inklusive der zwei Theater soll abgerissen werden, und das seit Jahren schon. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie die Direktion (die beide Theater betreut) das aushält seit über 10 Jahren, nicht zu wissen wann endlich Schluss ist.
Ich habe vor sechs Jahren ein Theaterstück dort betreut, das eine Koproduktion mit Luxemburg war.  Es hieß Tag der Gnade von Neil LaBute. Regie: Herbert Knaup. Mit Désirée Nosbusch und Roman Knižka. Premiere hatte es in Luxemburg und wurde ein Jahr später nach Berlin und Hamburg verkauft. In Berlin lief es fast einen Monat lang und ich machte lediglich die Übergabe an die Maskenbildnerin vor Ort.
Damals war schon alles auf der Kippe und keiner wusste ob das Theater an Ende des Jahres noch stehen würde. Doch ich kam mit den Jahren immer wieder her, die Theater standen immer noch und es wurde noch immer gespielt.

Doch jetzt steht auf den Plakaten: Letzte Spielzeit vor dem Abriss

Auf einem der Fotos steht aber auch das es im Herbst weitergeht im Schillertheater. Also wird es mit der Komödie weitergehen, aber anderweitig. Und doch kommen legendäre Theater weg, die noch aus den 20er Jahren stammen.

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Am Nachmittag ging ich dann zur Berlin Station um meine Tasche mit Werbematerial, das Armband zum Eintritt und und das Ümhängedingsda abzuholen dann brauch ich morgen nicht so früh los.

Und könnten wir bitte für die nächsten drei Tage so schönes Wetter wie heute haben?(siehe Foto unten) Danke.

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Und dann noch ein Kleinigkeit in eigener Sache. Da es in Deutschland eine Reihe neuer Datengesetze gibt, (die meiner Meinung nach schon fast Maulkorbgesetze sind!!) nahm ich es zum Anlass und habe den Haftungsausschluss ergänzt und angepasst.
Ich möchte betonen dass dieses Blog unter luxemburgischem Recht läuft und nicht unter deutschem Recht auch wenn die Datenschutzerklärung eine deutsche Erklärung ist, die zu 100% zutrifft.
Ihr könnt das alles unter Alles über joel.lu nachlesen.

Guten Tag Berlin

Der Flug von Luxemburg nach Berlin war so angenehm und ereignislos wie immer.

Am Abend noch schnell ins Reihnard’s weil es halt nicht weit weg ist und letztes mal ganz ok war. Doch muss ich leider sagen dass es in Punkto Qualität nachgelassen hat, und dadurch jetzt wirklich überteuert ist.

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Als ich am Morgen erwachte in dem gleichen Hotel in dem ich auch das letzte mal war, als ich auf der re:publica war, und ich dachte daran, dass ich so oder so hier gelandet wäre. Ich hatte ja geplant, dass die letzte Station der Weltreise, Berlin sein sollte. Dass ich jetzt hier bin fühlt sich irgendwie als ob ich geschummelt hätte.

Beim Frühstück erinnerte ich mach daran, dass es einfacher ist entweder gleich morgens in aller Frühe um halb7 zu frühstücken, oder erst viel später so gegen 10. Dazwischen, von 8-9 ist es ein Unding. Zudem, und das überraschte mich, schien ich einer der jüngsten im Raum zu sein.

Nach dem Frühstück knöpfte ich mir noch mal das Thema Schuhe vor. Und es ging wie gehabt schief. Neben dem Hotel befindet sich ein Camper Laden. Sie haben mehrere neue wirklich schöne Modelle. Doch entweder war meine Größe nicht da oder er passte nicht, oder der Spann vom Schuh war nicht hoch genug (übrigens das Problem, das mir in letzter Zeit die meisten Schuhkäufe vermasselt) Das Universum will nicht dass ich neue Schuhe bekomme.

In der Taunzienstraße fand ich jedoch ein schönes Sommerhemd bei Desigual. (zeige ich euch die Tage)

Nein, nein, das Foto ist echt. Nein ich habe mich nicht geirrt. Ich traute mich zum ersten mal in einen Laden den ich in all den Jahren noch nie von innen gesehen hatte. Käthe Wohlfahrt ist eine Institution und es gibt beim Kuhdamm einen dreistöckigen Laden, nicht nur mit Weihnachtszeug aber fast. Und wenn heute die meisten Geschäfte sehr großzügig mit ihrem Platz umgehen, so ist das hier genau umgekehrt. Der Laden ist zum bersten voll gestopft. Aber es läuft Gott sei Dank KEINE Weihnachtsmusik.

Irgendwann am späten Nachmittag fing es an zu tröpfeln und ich verzog mich ins Hotel und las.

Am frühen Abend war ich mit dem S. verabredet, den ich schon seit Jahren nicht gesehen hatte. Da S. aber morgen früh raus musste, und noch bis nach Weißensee fahren musste, zog ich alleine los, suchte mir ein Restaurant und landete schließlich Maredo weil ich meinen inneren T-Rex füttern musste.  Auch wenn das Maredo eine Kette ist, aber ich bin dort hinsichtlich der Qualität noch nie enttäuscht worden.

Samstag, Sonntag & Links… 2,3,4

Am Samstag war ich nur kurz über den Wochenmarkt, da ich am Sonntag eh nach Berlin fliege, machte ein Einkauf keinen Sinn. Abends überkam mich seit ewigen Zeiten mal wieder eine Migräne, die ich aber sofort als im Ansatz als solche deutete und sofort mit einer hohen Dosis Paracetamol  in die Knie zwang.  Der Auslöser wahr wahrscheinlich der schnelle Wetterwechsel.

Den Sonntag Morgen verbrachte ich mir gründlichem Bloggen und Internetlesen, sowie einer weiteren Runde der 1000 Fragen, die ihr aber erst lesen werdet wenn ich schon längst wieder von Berlin zurück bin. Ich bin am überlegen ob ich nicht die 1000 Fragen Runden von 20 auf 30 Fragen pro Eintrag hochschrauben soll oder einfach immer dann eine Runde Antworten posten soll, wenn sonst nichts besonderes ist.

Eigentlich hatte ich geplant mittags mit der N. essen zu gehen, doch sie war schon anderweitig beschäftigt. Als ich dann nach der Bloggerei sah, dass doch noch so einiges an Haushalt zu tun sei, was gestern wegen der Migräne liegenblieb, stich ich das Mittagessen und legte los.

Am späten Nachmittag fuhr mich die N. zum Flughafen.

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Der Gitarrist Cary Levincamp stammt aus Tasmanien. Er hatt einen Stand auf dem Salamanca Market, wo ich ihn kennenlernte. Er verkaufte seine CD’s und im Hintergrund lief immer eine davon. Da ich dort noch immer davon ausging ich käme erst Anfang Mai wieder zurück, kaufte ich keine CD doch ich nahm seine Visitenkarte mit.

Seine Musik erinnerte mich  zum Teil an der großartigen Tausendsasa Chilly Gonzales und seine Alben Solo Piano I und II, aber eben in einer Gitarrenversion. Seit ein paar Tagen läuft seine Musik auf meinem Player, wenn ich durch die Stadt marschiere. Und manchmal (so wie jetzt) ergreift mich ein sehr heftiges Fernweh und ich wünschte mir ich könnte mich auf einen Schlag 17.000 km weit weg versetzen lassen.

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Ihr kennt Kathrin Passig. (wenn nicht…selber schuld)
Die Kaltmamsell verlinkte die Kontakt Seite ihrer Homepage, bei der ein Zufallsprogramm immer neue Firmen erfindet, wenn man die Seite neu lädt. Warum das so ist erklärt sie in diesem Tweet. Ich habe bei manchen Tränen gelacht.
– Sonderforschungsbereich „Grenzen des Frittierbaren“
– Leitprojekt „Unifying Concepts in Frustration“
– Leistungszentrum „Ursprung und Struktur des Germknödels“
Ach probiert es selbst.

Übrigens ist der neue Untertitel meines Blogs eine Anpassung, die meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge passt.
Luxemburgische Gesellschaft zur Ausbreitung der einheimischen Naturschönheit und des guten Geschmackes

Trier, eine Zeitschrift & alte Heimat.

Irgendwann vor Tagen hatte geschrieben dass ich nach Trier wollte. Und da heute so schönes Wetter war, war der Tag ideal um hinzufahren. Ziel war es nach Jeans Hosen Ausschau zu halten und eventuell ein paar neue Schuhe.
Meine deutschen Leser werden sich fragen warum ich ausgerechnet nach Trier fahre um mich einzukleiden, warum ich das nicht hier in Luxemburg mache. Ganz einfach. Es gibt in der Stadt keinen Laden mehr der mir gefällt, der eventuell noch ein paar ausgefallene Sachen hat; Herrenbekleidung die nicht nach Banker oder Manager aussieht.
Zudem gibt es in Trier einen großen S.Oliver Laden bei dem ich Jeans einfach so aus dem Regal kaufen kann ohne sie anzuprobieren. Sie passen immer.
Gesagt, getan.
Ich dachte wehmütig an an den Schuhladen zurück der schließen musste, in dem so viele tolle Schuhe fand.
Es gibt aber noch einen anderen Laden den ich auch mochte, weil er „meine“ Marke We are…the Originals, führte. Doch als ich hin kam, stand dort:

Trier

Und noch einer weniger!
Als ich die Herrenschuhe durchsuchte kamen mir sehr viele Bekannte aus meinem eigenen Schuhschrank entgegen, die ich teilweise sogar noch in meiner Größe bekommen hätte. Betrübt ging ich weiter.

An einem Zeitungsladen blieb ich wie von Blitz getroffen stehen weil mir etwas eingefallen war, trat ein und kaufte die neue Ausgabe von myself.  Als ich sie öffnete, zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht.

Darf ich euch vorstellen, das ist die Kaltmamsell von vorspeisenplatte.de, Tagebuchbloggerin des Jahres und eine gute Freundin. Sie ist es die mich quasi täglich dazu inspiriert mein Blog nicht verkommen zu lassen. Ein sehr gelungenes Porträt von ihr (In Bild UND Text)

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Beschwingt ging ich weiter und schaute in die sehr schöne Auslage vom SØR Laden. Und zack war es passiert. Ein Zweiteiler der Marke Schneiders aus Salzburg. Ich probierte ihn an und alles saß wie angegossen.  Ich musste jedoch ziemlich schlucken als ich bezahlte, denn ich hatte nicht auf den Preis geachtet. Aber wahrscheinlich war es, wie immer das teuerste Teil aus dem ganzen Laden.

Und so sieht das aus. Blazer und Gilet.

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Könnt ihr euch nach an die Beiträge erinnern, die ich kurz nachdem ich in die Hauptstadt gezogen war, von der ‚alten Heimat‘ machte? An zwei Stück kann ich mich ganz genau erinnern.
Erinnerungen an eine Heimat und Stillstandstag.
Beide schreib ich 2015 als die Trauer über den Verlust meiner Mutter und Großmutter noch sehr präsent war und die Flucht nach vorne die einzige Lösung war, die erträglich schien. Heute weiß ich dass ich instinktiv das Richtige getan habe.

Ich fahre nicht mehr oft hin. Doch als ich die Weltreise zusammenstellte brauchte ich Hilfe von einer Fachfrau. Die K. arbeitet in der alten Heimat. Und wieder tat ich instinktiv das Richtige. Ich verband die Weltreise, ein freudiges und aufregendes Projekt, mit der alten Heimat und so wurde sie wieder zu etwas Positivem.
Als  ich in Trier mehr als genug Geld ausgegeben hatte, fuhr ich hin. Es brach ein großes Hallo aus als ich ins Reisebüro eintrat. Man erzählte mir dass ich über Tage hinweg das Gespräch im Büro war. Die K. freute sich riesig mich wiederzusehen. Wir vereinbarten, dass wenn ich von Berlin zurück käme wir die Köpfe zusammenstecken würden um den Rest der Reise für 2019 Angriff zu nehmen.

Und somit habe ich zwei Dinge in einem Satz preisgegeben.
Ich werde nächste Woche in Berlin auf der re:publica sein.
Und den Rest der Reise werde ich soweit es machbar ist 2019 im Winter machen.

Das schönste Souvenir der Reise

Ich glaube ich habe mich noch nie so schnell in ein Kunstwerk verliebt. Vielleicht kommt es mir auch so vor, weil die Zeit so kurz bemessen war. Vielleicht geht Verlieben noch viel schneller…

Als ich in Sydney die Tour zu dem Blue Monutains machte hielten wir auch bei den Drei Schwestern. Ich berichtete darüber. Dort fand ich in dem Waradah Center dieses Bild. Leider blieb nicht viel Zeit und ich musste mich schnell entscheiden.

Da ich die Kredit Karte nicht so stramm belasten wollte und auch nicht gewusst hätte wie ich das Bild mitnehmen soll, hinterließ ich meine Email Adresse. Anschließend ging es dann nach Nouméa, wo ich meine Havarie mit dem Blinddarm hatte, und ich dachte nicht mehr an das Bild.

Zuhause angekommen schickte ich Bonnie, (die das Foto oben von mir mit dem Bild machte) eine Mail und erklärte ihr warum ich mich nicht früher gemeldet habe und das Bild noch immer gerne haben möchte.

Ich überwies die Summe und nach sieben Tagen war das Bild da! Es kam eingerollt in einem langen Rundkarton und es musste erst noch aufgezogen werden. Ich fragte die S. die auch Kunstmalerin ist, und sie verwies mich an Création Plus.

Heute, als ob sie es geahnt hätte, schickte mir Bonnie ein Foto von der Künstlerin Jeannie Petyarre zusammen mit dem Bild, als sie es fertig hatte.

Tja und was soll ich sagen.
Seit heute hängt es hier und es sieht wunderschön aus.

 

Kino am (Nach)Mittag – Avengers Infnintiy War

Der Mittwoch fing damit an dass ich im Dussel daran dachte dass ich doch mal nach Trier fahren müsste. Doch dann fiel mir ein dass es Mittwoch ist und ich meiner Freundin und Filmkritikerin, der D. versprochen hatte mitzugehen, zumal es ein Megablockbuster sein sollte.

 

Avengers / Infinity War.  2 Stunden und 29 Minuten.
Die Geschichte an sich ist nicht neu. Es geht um Thanos (Josh Brolin) der die Steine des Universums haben will damit er die ultimative Kraft besitzt. Die anderen versuchen ihn daran zu hindern. Das ist quasi auch schon die ganze Story.
Was hier sehr anders ist, als in den restlichen Anvengers Filmen, oder auch Guardians Of The Galaxy Filmen, oder Dr. Strange Filmen, oder Black Panther Filmen (hab ich noch jemand vergessen?) ist die Düsterheit. Es ist weitaus weniger lustig, und (der schlimmste Fehler!!!) viiiiel zu lang. Zwei Stunden hätten völlig gereicht.
Zudem ist der Film wie ein „Nummernprogramm“ aufgebaut. Zuerst kämpfen wir ein wenig hier, dann ein wenig da. Es folgt ein Showdown nach dem andern und irgendwann wird es langweilig. Ich bin heilfroh, dass ich eine 2D Version gesehen habe; 150 Minuten 3D hätte ich nicht durchgehalten. Natürlich sind die spezial Effekte klasse, aber es ist nichts was ich nicht schon gesehen hätte. Zudem ist der Schluss des Films höchst unbefriedigend, da es ja einen zweiten Teil geben wird der erst 2019 kommt.
Die einzige Figur die ich wirklich sehr gut fand, war der Oberschurke selbst; Thanos von Josh Brolin gespielt. Er hat ein bisschen was von Hellboy, er ist nur nicht rot.
Wenn ihr ein Marvel Fan seid und eh schon all die anderen Filme gesehen habt, kommt ihr nicht drum herum. Aber gut finde ich ihn nicht. Ach ja, bleibt bis zum Ende des Nachspanns sitzen, da kommt noch was.

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Gestern fand ich einen interessanten Link wieder für alle die, die nichts mit sich anzufangen wissen.
WTF What the fuck should I do with my life?
Vielleicht geht es euch ja auch ab und an so und ihr schaut mal dort rein.
Falls der erste Vorschlag nicht für euch taugt, klickt einfach weiter.

1000 Fragen 1-20

Dann mal los. Hier die ersten 20 Fragen. Da es doch so einige gibt die das lesen lesen wollen: Bitte schön.

Da ich diese Beiträge vorschreiben kann werden sie ab nächster Woche immer Donnerstags morgens veröffentlicht.
Ich habe bei anderen gesehen dass sie oft elend lange Antworten geben mit Anekdoten und alles, aber das wird bei 1000 Fragen eine endlose Angelegenheit. Also versuche ich die Antworten kurz und knapp zu halten. Und wenn jemand bei manchen Fragen die Antwort nicht versteht, Ihr könnt ja nachfragen, dafür sind die Kommentare da. 🙂

1.Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?
Jetzt eben, ich habe noch nie 1000 Fragen in Angriff genommen.

2.Mit wem verstehst du dich am besten?
Letztendlich mit mir selbst.

3.Worauf verwendest du viel Zeit?
Bloggen.

4.Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Sehr unterschiedlich. Es gibt kein gewisses Genre das mich mehr zu lachen bringt als andere.

5.Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Ich versuche mich zu beherrschen was aber nicht immer gelingt.

6.Woraus besteht dein Frühstück?
Hauptsächlich Kaffee.

7.Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Der A. für ihren Geburtstag. Wenn andere Küsse gemeint sind, gehört das nicht hierher.

8.In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?
Die Haltung im Beruf. Egal wie schlecht es mir gehen mag.
Kopf aufrecht, Rücken gerade, Lächeln im Gesicht, auch wenn jemand der mir nahe steht gestorben ist.

9.Was machst du morgens als Erstes?
Auf’s Klo gehen.

10.Kannst du gut vorlesen?
Ich denke schon. Ich muss mich aber vorbereiten.

11.Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?*
Das weiß ich nicht mehr. 4 oder 5 vielleicht.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?
Wenn man mich das noch vor 10 oder 15 Jahren gefragt hätte hätte ich eine elend lang Liste gemacht. Was Besitz angeht bin ich ziemlich gut versorgt.

13.Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Mir fehlt es manchmal an Toleranz und in ganz bestimmten Fällen an Geduld.

14.Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Es gibt keine mehr. Als Kind war es die Sendung mit der Maus und Schweinchen Dick.

15.Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
>In Singapur im Universal Studio im Januar 2018

16.Wie alt möchtest du gern werden?

Ich bin alt und jung genug für den Moment gerade jetzt.
Wenn es morgen aufhören soll, wäre das zwar jammerschade, aber ok.

17.An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
Die abgebrochene Weltreise.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?*
Der letzte Liebeskummer fühlte sich nach allen Enttäuschungen der Welt an.
Doch anstatt mich zu verkriechen ging ich erhobenen Hauptes ohne auszurasten davon.
Aber es hat sehr viel Kraft gekostet.

19.Hättest du lieber einen anderen Namen?
Nein. Joel ist absolut ok. Ansonsten hätte ich ihn nicht für das Blog gewählt.

20.Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Das kommt sehr selten vor und wenn ist es meistens eine Täuschung optischer oder phonetischer Art.

* versteht ihr jetzt was ich meine? Die Fragen mit * schreien geradezu nach einer Geschichte.

Hier geht es zu dem Fragen 21 – 40

1000 Fragen & 90er Runde

Ich habe das jetzt auf mehreren Blogs gesehen, diese 1000 Fragen an mich selbst. Interessiert das überhaupt jemanden, außer mich, was ich da so vor mich hinschreibe? Zudem wenn ich das wöchentlich durchziehe mit 20 Fragen, dann bin ich 50 Wochen, also fast ein Jahr lang dabei diese Fragen zu beantworten. Einerseits hört es sich an wie ein Herausforderung die ich gerne machen würde, andererseits wen interessiert es?

Ich stelle euch die Frage, soll ich oder soll ich nicht?

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Reichlich liegengebliebene Heimarbeit erledigt. Zwischen Mails und Wäsche noch ein paar Anfragen wegen der Arbeit geklärt. Es scheint sich rumgesprochen zu haben dass ich wieder da bin.  Wenn ich bis Ende Mai kein Großprojekt für den Sommer an Land ziehe, werde ich Juli, August und September mit Reisedaten vollbuchen. Südfrankreich steht so oder so schon für August/September auf dem Programm.

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Am Abend war wieder ein Treffen der 90er Runde angesagt. Die D., die V., die N und ich. Diesmal waren wir in der Spora (so sagt man im Volksmund, doch es heißt „Am Clubhaus op der Spora.“ Ich war letzten Sommer zum ersten mal nach über 20 Jahren wieder dort, und es hatte mir sehr gut gefallen. Im Januar war dann das letzte Mal vor der Weltreise, auf einer Geburtstagsfeier.
Es war sehr lustig wie immer und unsere Gespräche drehten sich um meine Reise, das neue Haus der N. und Kinästhetik.
Letzteres kannte ich noch von zu hause, da meine Mutter als Krankenpflegerin damals ein großer Fan davon war.
Zum Nachtisch verputzte ich eine „heiße Liebe“ ein Dessert das  ich schon ewig nicht mehr hatte.

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Endlich gibt es auch in Luxemburg ein Check, ob die Internetleitung hält was sie verspricht oder nicht. Unter Checkmynet.lu kann man das jetzt testen lassen. Mein Hausleitung lässt diesem Test nach zu wünschen übrig und ich bin mehr als froh wenn ich endlich wieder Glasfaser habe, das ich in der kleinen Wohnung bereits hatte.aber wann das kommt steht in den Sternen.

Dafür müsste ich haben :

Das habe ich tatsächlich:

Und was ich an dieser neue Seite ganz besonders gut finde ist, dass sie eine Karte erstellt wo das Internet klappt und wo nicht. So sieht es im Zentrum und in meinem Viertel Belair aus. Da ist noch ganz schön viel rot.

Drei Partys nacheinander

…doch nur eine davon, der Geburttagsbrunch von der A2. war die Feier, die geplant war.
Am Freitag versackte ich ein wenig bei Fabrice im Rooftop.
Am Samstag war es die improvisierte Grillfeier bei dem B die auch bis fast Mitternacht anhielt.

Gestern, am Sonntag war es dann der Geburtstag der A2.
Es waren viele Paare da mit Kindern. Sehr viele, für mich persönlich zu viele.
Ich selbst weiß ja wie meine Einstellung dazu ist, aber ich hätte gerne gewusst was manche meiner Freunde denken.
„Um Himmels Willen, nicht noch mehr Kinder.“ oder
„Oooch wie süüüüß, ich will auch eins!“

Bei der E. war es offensichtlich. Sie strahle das dreimonatige Kleinkind der P. an und mir war klar, dass da irgendwann was passieren wird. Die A1. reagierte ziemlich gelassen auf  die Kleinkinderschar.  Sie schwärmt nur ab und an von ihrer Nichte, da sie vor kurzem zum ersten Mal Tante wurde, aber selbst will sie keine.

Irgendwann später am Abend als die meisten Paare mit ihrem Nachwuchs wieder verschwunden waren und Schampus immer noch reichlich floss,  musste ich dann zeigen wir man einen Fischgrätenzopf flechtet.

Und irgendwann wanderte Joel nachhause.

 

 

Wochenmarkt & spontane Einladung

Da ich am Abend zuvor ein ganz klein wenig, (wirklich nur ein ganz kleines bisschen) bei Fabrice im Rooftop versackt war, war ich umso so erstaunter dass ich trotzdem kurz nach 9 schon auf dem Wochenmarkt war. Ich hatte den Wagen mitgenommen, nicht weil ich noch mehr kaufen wollte als sonst, sondern weil ich anschließend noch auf die Suche nach ein Geburtstagsgeschenk gehen sollte. Als  ich jedoch von der Wonung aus wegfuhr, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
„Es ist Märtchen! Mist!“

Der Märtchen ist, ja was ist der Märtchen eigentlich? Es ist eine Art Rummel der keiner ist, der zeitgleich mit den Muttergottes Wallfahrt, der sog. Oktave einher geht. Er dauert 2 Wochen lang und ist am gleichen Ort an dem sonst der Wochenmarkt stattfindet. Es riecht nach frittiertem Fisch, Pommes und Waffeln zugleich, dieser unverwechselbare süßlich/fettige Geruch der sich mit aller Gewalt in der Klamotten festsetzt und NIE wieder verschwindet.
Der Wochenmarkt ist dann ungleich kleiner mit weniger Ständen und wird näher zum Palais hin geschoben. Meine Obst-und Gemüsefrau war nicht da und auch mein Käsehändler glänzte durch Abwesenheit. Meine Mermeladenfrau habe ich übrigens seit meiner Rückkehr noch nicht ein einziges mal auf dem Markt gesehen.

Ich hatte wenig Hoffnung ein Parkplatz zu ergattern, doch als ich kurz nach 9 vor dem Eingang der Tiefgarage an der Place Guillaume stand, waren da, oh Wunder, noch 70 Plätze frei.

Ich begegnete der D. die ebenfalls ihre Einkäufe machte und wir saßen später bei Kaffee ohne Kuchen aber mit Croissant im Renert. Und während wir dort saßen trudelte eine Einladung von dem B. per SMS ein, zum Grillen am Abend im Garten von B. „Was für eine wundervolle Idee“, sagten die D. und ich, und sagten spontan zu.

Die A. (die mit ihrem Ideenreichtum noch nie versagt hat, wenn es um Geschenke geht) hatte mir den Tipp gegeben doch bei Semts auf der route d’Arlon reinzuschauen. Und obwohl ich nur ungern dort hin gehe, weil der Laden einfach irre teuer ist, fand ich genau das was suchte. Zudem sah ich dass sie ihr Sortiment ausweiten und jetzt ebenfalls Kosmetik und Düfte anbieten. In Kosmetik habe sie die Marke Zoéva die bis dato noch niemand in Luxemburg hat. Das Geschenk das ich kaufte, kann ich leider nicht zeigen, denn ich glaube die/der Beschenkte liest hier mit. 🙂

Was ich hingegen zeigen kann ist die neue große Einkaufstasche für den Wochenmarkt die ich in Tasmanien auf dem Farm Gate Market gekauft hatte.

Als Mitbringsel für den B. fuhr ich noch schnell bei der Bonomeria vorbei und kaufte ein Liter feinstes hausgemachtes italienisches Speiseeis. Es wurde ein sehr lustiger Abend.

Tulpen & ein Friseurtermin

Doch zuvor noch was anderes:

Ihr erinnert euch an die Tulpen die Samstag auf den Wochenmarkt gekauft hatte?

So sahen sie heute nach sieben Tagen aus.
Merke: Ich weiß nicht warum, aber gelbe Tulpen halten am längsten. Andere Farben wären schon längst verwelkt.

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Freitag ist für gewöhnlich nicht mein Friseurtag, doch da es letztes mal so ein Holterdipolter war (wegen einem unerfreulichen Zwischenfall im zweiten Salon) hatte ich völlig vergessen den Folgetermin zu buchen. Da man den Termin aber auch per Internet buchen kann, versuchte ich das zum ersten Mal und es klappte einwandfrei.  Man bekommt eine SMS sofort nach der Buchung und eine SMS nochmal 24 Stunden vor dem Termin.

Und so sieht der Haarschnitt aus:

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Abends die vorletzte Vorstellung des „unspektakulären“ Stücks.
(Wobei ich jetzt schon weiß dass wenn ich den Beitrag in ein paar Jahren lese, nicht mehr weiß was mit den unspektakulären Stück gemeint ist…)

Der zweite Balkon

Gestern zeigte ich euch ein Bild vom ersten Balkon. Nun, er sieht inzwischen etwas anders anders aus mit einem neuen etwas größeren Tisch, zwei Stühlen und einem Hocker. Die Balkongarnitur von gestern war nämlich von Anfang an für den kleinen Balkon zur Vorderseite gedacht.
Gestern setzte ich das also endlich in die Tat um.

Ja, die Fassade des vorderen Balkons seht natürlich nicht so schön und frisch wie die hintere die ich habe frisch streichen lassen. Hier kann ich das auich nicht so ohne weiteres auf meine Kosten machen lassen weil es die nun mal die Vorderfront ist. Hier muss ich mit ein bisschen Blumen und sonstigem Grün nachhelfen dass es von Rest ablenkt.

So sieht es es jetzt auf dem großen Balkon aus.
Zugegeben die neue Garnitur ist nicht optimal. Aber sie erfüllt zur Zeit ihren Zweck. Irgendwann wenn ich eine finde in die mich auf den ersten Blick verlieben sollte…

Die A. kam gestern zu Besuch und es gab das traditionellste aller Menüs, dass man um diese Jahreszeit servieren kann. Es gab Spargel mit einer Sauce Hollandaise, für die A. mit ein paar Quellkartoffeln, für mich mit ein paar Scheiben geräuchertem Lachs. Anschließend gab es frische Erdbeeren mit Vanilleeis.

Erste Lesung & ein Musical

Nach all den Jahren in der kleinen Wohnung in der ich nur ein Fenster hatte, kommt es mir jetzt wie unglaublicher Luxus vor, bloggend mit Kaffee auf dem Balkon zu sitzen.

Auf dem Foto fehlt die Tasse, doch jetzt da ich schreibe steht sie hier.

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Ich bin mir nicht sicher doch ich glaube ich habe das schon mal beschrieben.
Wie geht das eigentlich wenn ein Theaterstück auf die Bühne gebracht wird? Ich versuche es mal an Hand eines konkreten Beispiels zu erklären, obwohl es hier viele Einzelkomponenten gibt die ja nach Theaterstück völlig anders sind.

Das Stück über das ich spreche wurde von einer Jury ausgewählt und lief in meiner Agenda, bis endlich der Titel des Stückes endlich feststand, unter dem Namen „Kleistpreis“. Als ich Anfangs Februar bereits auf Reisen war, schickte man mir den Text, den ich aber sehr viel später (im Krankenhaus) las. Wer jetzt nicht verstanden hat von was ich spreche, der klicke sich bitte durch die ersten Monaten dieses Jahres.

Gestern war nun die erste Begegnung der ganzen Truppe.  Die Regisseurin, die Bühnen- und Kostümbildnerin, die Schneiderin, der Regieassistent, die Dramaturgin,  die Hospitantin, zwei Darstellerinnen, drei Darsteller und ich, der Maskenbildner. (ich habe hier die einzelnen Posten vermännlicht oder verweiblicht, so wie es in diesem Stück der Fall ist)
Mir ist es immer sehr wichtig bei dieser ersten Begegnung und ersten Lesung dabei zu sein, weil ich da auch zum ersten mal ein Gefühl für die Figuren, ihre Darsteller und das Stück bekomme. Theoretisch müsste ich das nicht, aber wenn ich ein Projekt annehme, und man bietet mir das sehr lange im Voraus an, dann ist das ein großer Beweis, dass man mir vertraut und meine Arbeit schätzt und ich im Gegenzug mich dann auch voll einbringe.

Das Stück das ich aktuell betreue, von ich vor ein paar Tagen sprach, ist völlig anders. Hier wurde ich quasi auf den letzten Drücker bestellt kurz vor den Endproben. Das Stück steht und ich muss nur noch ein wenig schönschminken. Das ist für mich fast wie ein Gastspiel, bei dem es in der Maske um „Malen nach Zahlen“ geht, wie ich es immer böserweise sage. Alles ist bereits vorentschieden, ich muss nur ausführen. Das ist manchmal sehr entspannend, weil ich mir nicht den Kopf zerbrechen muss. Aber eigentlich habe ich den Beruf gelernt um selbst kreativ zu sein.

Für den „Kleistpreis“ bringe ich mich also selbst ein und darauf freue ich mich sehr. Das Stück wird Anfang Juni auf den Recklinghausener Festspielen uraufgeführt werden. Davon berichte ich wenn es soweit ist.

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Am Abend besuchte ich dann ein One-Woman-Musical, obwohl sie nicht alleine auf der Bühne steht.

Die End of the Rainbow handelt von den letzten Monaten und der letzten Show von Judy Garland. Kein einfaches Thema, wenn man weiß dass sie süchtig war und am Ende alles an Drogen in sich hineinstopfte was nur kriegen konnte. Ein sehr schöner Abend mit Sascha Ley in der Hauptrolle, einer hinreißend guten Sängerin und Darstellerin (und langjährige Freundin) und man sollte sich mehr als sputen um Karten zu bekommen, denn soweit ich weiß, ist das Stück so gut wie ausverkauft.

The End Of The Rainbow

Tageblatt: The Show Can’t Go On (Kritik)

 

Ein sonniger Tag mit Ausflug

Bei so schönem Wetter Bücher schleppen? Nö!
Ich war beizeiten wach bloggte und las im Internet.
Dann entschied ich mich den Ausflug in die Vergangenheit zu machen den ich gestern schon angekündigt hatte.

Wenn ich Vergangenheit sage, dann meine ich damit meine eigene Vergangenheit und die meiner Tante Gritty. Wer schon etwas länger hier mitliest weiß von wem ich spreche.

Gritty ging es nachdem ihr Mann Albert verstorben war, sehr schlecht. Nicht nur psychisch sondern auch physisch war es sehr schlecht um sie bestellt. Sie war Ende 50 und bewegte sich vorwärts wie eine lahme Ente. Die beiden Hüftgelenke waren lädiert. Da sie davor ihren Mann bis auf die letzten paar Wochen quasi im Alleingang zu hause pflegte, kümmerte sie sich nicht um sich selbst. Binnen knappen zweieinhalb Monaten wurde zwei mal hintereinander operiert und bekam beide Hüftgelenke ersetzt. Es war wie ein Wunder. Gritty konnte wieder aufrecht gehen, Treppen steigen und hatte keine Schmerzen mehr. Das war Anfang der 2000 Jahre.
Ihr Arzt sie schickte gleich nach der zweiten OP in eine Kur. Doch da sie nicht so lange warten wollte bis im Kurort Mondorf endlich ein Platz frei wurde, wurde sie nach Orscholz gebracht.
Orscholz befindet sich im Saarland und gehört zur Gemeinde Mettlach, die etwas bekannter sein dürfte wegen der Villeroy & Boch Fabrik.

Als Gritty das erste mal dort zur Kur war, war sie fast 4 Wochen dort. Da es nicht besonders weit war besuchte ich sie ab und an.  Ich kam kurz vor Mittag an. Gritty meinte nur lapidar: heute gibt es keine Diätkost, heute wird geschlemmt.
Wir gingen in das Hotel das sich gleich neben der Kurklinik befindet: das Landhotel Saarschleife. Wir speisten wie die Götter.

Anschließend ging es meistens noch einmal nach Melltlach selbst zum Outlet Verkauf von Villeroy.
(Obwohl wir auch einen hier in Luxemburg haben, in dem ich noch nie war.)

Der Ausflug führte mich genau dort hin!

Ich fuhr zuerst nach Mettlach ins Outlet. Früher gab es mehrere Geschäfte davon, jetzt ist es nur noch ein riesengroßes Areal, nebst dem Weihnachtsladen, in dem es das ganz Jahr über Weihnachtsartikel gibt.

Es fehlte mir seit ewig schon eine Salatschüssel in einer mittleren Größe, die ich aber sofort fand.

In einem WMF Outlet Laden erstand ich eine neue Gewürzmühle die ein richtiges Schnäppchen war.

Ich kaufte sie extra für den tasmanischen Pfeffer den ich in Hobart gekauft hatte und den ich so schnell nicht noch einmal finde. Der Pfeffer riecht sehr fruchtig, und man glaubt er hätte gar keine Schärfe. Doch als ich mit ein wenig davon Hand mahlte um davon zu kosten, war ich dann doch erstaunt er einen gewissen „Wums“ hat.

Ich habe mir auch noch ein anderes Gerät gekauft mit dem ich schon eine Zeit lang liebäugelte. Aber davon berichte ich wenn es zum Einsatz kommt.

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Das Landhotel

Das reguläre Mittagsmenü das ich bestellte, war der Knaller.

 

Vitello Tonato mit Salat der so ein raffiniertes Dressing hatte, dass ich gleich drei Portionen hätte essen können.

 

Geschmortes Lamm mit einem Wuzel/Kartoffel Püree mit Blumenkohl.

 

Eine traditionelle Creme Brulée bei sie Gott sei Dank das Eis dazu servierten und nicht obendrauf. Die Creme an sich war übrigens sehr gut. (als Creme Brulée Experte muss ich das ja wissen)

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Was  ich mit Gritty leider nie gemacht habe war, bis hinunter zum sogenannten Cloef zu gehen um dort die Aussicht über die berühmte Saarschleife zu genießen. Das holte ich jetzt nach.

 

Der Weg dorthin führte durch den Wald. Ich hätte theoretisch auch über einen Baumwipfelpfad gehen können, doch dazu hatte ich keine Lust.

Die Aussicht ist atemberaubend, aber leider so auf dem Foto kommt sie nicht rüber, wie in der Realität.

Auf dem Aussichtspunkt gibt es dann noch einen ziemlich scheußlichen aussehenden Halbturm den man nur über den Baumwipfelpfad erreicht. Ich versuchte mich an das „grüne Motto“ zu halten. Locker Bleiben.

Pläne im Kopf

Beim Aufstehen hatte ich sofort ein paar Pläne im Kopf :
-Ein Ausflug in die Vergangenheit auf den Spuren der verstorbenen Tante Gritty.
-Endlich die restlichen Bücher die noch in der anderen Wohnung stehen in Angriff  nehmen.
-Eine Einkaufsrunde in der alten Heimat und dabei das kleine Präsent mitnehmen für die K.
-Eine Einkaufsrunde in Trier.

Ich entschied mich für die Bücher. Also das, was ich schon lange hätte tun können aber vor mir her schob, weil es zu kalt oder zu nass war. Prokrastination in seiner fast reinsten Form.
Da ich bis Ende der Woche keine Vorstellung mehr habe kann ich den Ausflug in die Vergangenheit immer noch machen. Ich mag nicht gerne solche leicht ungewisse Dinge wie den Ausflug unternehmen, wenn ich weiß dass ich anschließend noch einen beruflichen Termin habe…
Bla bla bla…
Als ich im Wagen saß, fuhr ich in Richtung Möbelhaus und kaufte einen neuen Bürosessel. Nicht besonders edel oder chic. Ich hatte vor Tagen schon einen bei Conforama entdeckt der nicht preislich absolut ok war.

Zudem waren dort alle Wohnzimmer Dekoelemente reduziert, und so erwarb ich noch ein paar Kissen für des Sofa im Büro. Böse Zungen behaupten ja es sei die Psychopritsche.

Ich absolvierte die Vorstellung und fuhr aber zeitig zurück. So konnte ich noch ein wenig draußen auf dem Balkon sitzen.

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Ich weiß nicht mehr von wem ich das habe. Aber awwwwwww …  ❤️

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Ach ja, und dann noch eine Frage?
Wie findet ihr das Bild?

Who Do You Think You Are & Luxcon

Ich liebe gute Geschichten und wenn das Leben sie selbst schreibt, mag ich sie umso mehr. Ich glaube das ist mit der Grund warum ich diese Serie „Who Do You Think You Are“ so mag. Am Morgen sah ich mir die Folge von Kim Cattrall an, die auf der Suche nach ihrem Großvater mütterlicherseits ist. Es ist eine der spannendsten Folgen die ich bis jetzt sah, denn das was Cattrall über den Mann herausfindet, ist mehr als überraschend.

Vielleicht fasziniert es mich so sehr, da es in meinem Familienstammbaum auch viele Lücken gibt zumal väterlicherseits. Da weiß ich so gut wie gar nichts.  Vielleicht sollte das neben dem zweiten Teil der Weltreise „The Next Big Thing“ werden, das ich in Angriff nehme?

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Am Nachmittag (ich hatte es gestern angekündigt) ging ich zu Fuß hinüber auf den Campus Geeseknäppchen, wo die Luxcon stattfand. Es war meine erste Con überhaupt (abgesehen von der re:publica). Ich kannte das bis jetzt nur von der Serie Big Bang Theorie, dich ich ja sehr mag.

Aber zuerst noch etwas anderes: Ich las die letzten Tage etwas von einer sogenannten Referenzmagnolie, wobei die Frage aufkam ob wir auch alle eine hätten. Heute fand ich meine im unteren Teil der Straße den ich nur selten durchlaufe.

Von weiten sah ich schon welche die sich verkleidet hatten, also konnte das Areal nicht zu weit entfernt sein, denn der Campus an sich ist riesengroß.

Diese nerdige und geekige Welt ist schon sehr lustig. Es waren jede Menge Cosplayer da die sich breitwillig ablichten ließen.

Es ist eigentlich Wahnsinn wenn man weiß wie lange es Star Wars schon gibt und dass die Soldaten immer noch eine unglaubliche Anziehungskraft ausüben….

 

…oder ganz besonders Darth Vader, bei dem man für das Kostüm ich deke mal mindestens 1,85 Meter groß sein muss.

 

Diesr Ewok war aber etwas größer als die Originale.

 

Frisch eingetroffen aus Guardians of the Galaxy: Peter Quill. Ich vermisste Groot.

 

Kann mir jemand erklären wer das ist bitte? Die Figur sah äußerst schräg aus, aber keiner wusste so richtig was das ist. Ein Pokémon vielleicht?

 

BoJack Horseman

 

Bodypaintig gab es auch

Ich wusste nicht dass Luxemburg einen eigenen offiziellen Herry Potter Fan Club hat.

Ich fühlte mich dann doch recht wohl in dem ganzen da es ja um Veränderung geht und ich da ja so einiges weiß und fachsimpeln konnte. Ich fand einen Stand mit sehr günstigen farbigen Kontaktlinsen und schlug zu um meine Bestände aufzufüllen.

Ein Samstag mit Wochenmarkt Besuch

Ich entschied mich früher loszuziehen als sonst. Das verschaffte mir den Vorteil dass ich noch so manches einkaufen konnte, dass ich sonst z.B. beim Bäcker nicht mehr bekomme.

Das letzte mal dass ich Tulpen beim Blumenhändeler auf dem Markt kaufte, war noch in der alten Wohnung.

Überhaupt bin ich den Weg von der neuen Wohnung zum Wochenmarkt noch nie im Frühling gelaufen. Ich sah vier verschiedene Sorten Osterblumen vom Boulevard Joseph II bis zum Boulevard Royal.

Auf dem Markt war das Wetter so schön… so schön… schön…

Ich fand eine für mich neue Sorte Äpfel. Kanzi. Taugen die zum Backen? In der verlinkten Wikiseite steht nichts davon.

Alles sprießt aus Leibeskräften.

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Abends dann die relativ „unspektakuläre“ Vorstellung im Theater, und ich war zeitig zuhause. Wenn das Wetter mitspielt hätte ich große Lust am Sonntag auf die Luxcon zu gehen. Ich war noch nie dort. Geht sonst noch jemand hin?

Eine Quiche & zweiter Arbeitstag.

Fabrice las mir am Tag davor gründlich die Leviten. Warum in aller Welt habe ich gerade jetzt ein Theaterstück angenommen? Theoretisch wäre ich noch gar nicht zurück von der Reise. Und eigentlich hatte ich auch so genug zu tun. Als ich jedoch den Anruf bekam, ließ ich mich breit schlagen. Das Theater hatte mitbekommen dass ich wieder zurück wäre. Der Job an sich ist auch gar nicht kompliziert. Drei Darsteller schönschminken und neben den Endproben sind es nur 4 Vorstellungen. Zudem dauert das Stück nur eine Stunde und 15 Minuten. Gestern war zweite Hauptprobe. Alles halb so wild.

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Zum Mittag hatte ich eine Quiche gebacken, ihr wisst schon, mit den neuen Formen. Sie gelang mir mittelprächtig. Die Füllung stellte ich Pi mal Daumen zusammen und das hätte ich mal besser nach Rezept gemacht. Der Boden jedoch war durchgebacken, was ja Sinn und Zweck der neuen Formen ist.

Den Rest davon werde ich in kleine Häppchen schneiden und kalt genießen.

Kino am Mittag – Wes Anderson / Isle of Dogs

Ich bin ja ein uneingeschränkter Wes Anderson Fan und war sehr gespannt auf den Animationsfilm Isle Of Dogs.
(Warum heißt der Film in deusch mal wieder völlig anders???? Ataris Reise???)

Und was soll ich sagen. Wes Anderson bleibt sich selbst absolut treu. Wo Anderson drauf steht ist Anderson drin. Von der Aufmachung her erinnerte mich der Film sehr an Grand Budapest Hotel. Obwohl die Geschichte eine völlig andere ist, und auch vom Design her nicht mit der anderen zu vergleichen. Doch geht es auch hier wieder um einen Außenseiter der sich beweisen muss und der über sich hinauswächst. Und genauso wie im Budapest Hotel gibst es auch hier wieder kleine schöne Nebengeschichten.

Geniestreich: Man versteht die Menschensprache nicht, nur die Hundesprache. Bis auf ein paar Ausnahmen wird davon nichts übersetzt oder untertitelt.
Man kann den Film in jeder Hinsicht auch politisch deuten, wie z.B. die amerikanische Austauschschülerin die sehr blond daherkommt. Doch es würde den Spaß verderben, denn der Film ist großartig. Nicht verpassen! Animationsfilme wie diesen gibt es nur noch selten!

Ach ja, ich fand eben dieses geniale „Making Of“, in dem die Hunde ihre „Rolle“ beschreiben.
Und genauso verquer und lustig ist der ganze Film.

Während meiner Abwesenheit

..die immerhin über zwei Monate dauerte, erschien in der Märzausgabe von „Bauen und Wohnen“ im Wort ein Artikel von einer Wohnung die mir sehr „bekannt“ vorkam. Als ich heute im Möbelladen meines Vertrauens war, zeigte mir die Verkäuferin M. sofort die Seiten.

Ich bin nicht ganz unstolz. Ich hätte nie gedacht dass einmal eine Wohnung von mir in einem Einrichtungsmagazin erscheinen würde.