Dienstag Nieselregen & Mittwoch Spontankauf

Nach Wochen mit viel Sonne, ein bewölkter Tag der mit Nieselregen begann, aber nicht kalt. Ich frohlockte innerlich ein wenig, denn das heißt, dass morgen auf dem Wochenmarkt nicht viel los sein wird und ich meine Ruhe habe.

Am späten Nachmittag besserte es sich dann und die Sonne kam wieder hervor.

Ansonsten auch wieder ein Tag mit wenig bzw. gar keinen blogbaren Ereignissen.

Eine Mail ließ durchscheinen dass das Projekt, für das ich den Text schreib, in seiner neuen Form, die wir wegen den Covid Einschränkungen eigens umgearbeitet haben, nicht angenommen werden wird. Man hätte schon gerne die Original Fassung. Doch das würde bedeuten dass wir alles auf 2021 verschieben. Das gute daran wäre dass ich nicht noch einmal alles umschreiben müsste, das schlechte daran, ist das damit auch das letzte Projekt für dieses Jahr weg ist, und ich jetzt gar nichts mehr habe…

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Mittwoch dann Wochenmarkt und das empfindlich kühler als davor.

Auf dem Weg hin gab ich mir einen Boost mit dem neuen Lied von Lady Gaga – Stupid Love und das mir bei maximaler Lautstärke den ganzen Missmut aus dem Kopf fegte.

Ich hatte es bereits in den sozialen Medien aufgeschnappt, aber als ich es dann mit eigenen Augen sah war die Freude umso größer. Der Renert hat geöffnet und das am Mittwoch und Samstag, wenn Wochenmarkt ist, von 10:00 – 15:00 Uhr gibt es allerlei Getränke und Speisen zum Mitnehmen. Sie haben einen Mini- Tresen vor der Tür stehen an dem man alles abholen kann.
Es war schön die Jungs wieder zu sehen mit ihrer guten Laune. Fotos davon gibt es am Samstag. Wer sie unterstützen mag, es gibt hier ein paar Fanartikel.

Der Blumenhändler war wieder da und ich kaufte mir ein paar Tulpen, nachedem der Flieder von Samstag sehr schnell verblüht war.

Bei Oberweis kaufte ich mir seit langem einmal wieder ihren Brotaufstrich. Unter uns; der größte Anteil davon wird eh gelöffelt ohne Brot.

Am Nachmittag dann nochmals raus zur Post, um die restlichen Masken abzuholen, die für meine ‚Mitarbeiterin‘ vorgesehen sind, sprich die Putzhilfe.
Und dann ritt mich der Teufel. Da die Schlange für den e-Connect Laden nur aus einem Kunden vor mir bestand, dachte ich mir, dass ich dann doch eventuell…vielleicht…
Und schwupps, war es passiert! Ich habe ein neunes Smartphone:

Es wäre an und für sich nicht sofort nötig gewesen, doch die Batterie des Alten zickte seit Australien rum und hielt nicht mal mehr einen Tag lang. Jetzt habe ich ein 11 Pro Max und bin jetzt schon ob der Haptik und dem etwas leichteren Gewicht sehr zufrieden.

Auf den Rückweg wurde ich ziemlich nass da ich keinen Regenschrim mit hatte.

Am Abend Gab es es Würstchen vom Wochenmarkt Metzger mit Kartoffelsalat und dem Nachholen einer Doku von 3 Sat über die rote Wüste in Australien. Ich schwelgte in Erinnerungen, die mir seit Wochen vorkommen, als ob ich sie nur geträumt hätte.

Schreib- und Lesetag

© pixabay

Die Überschrift verrät es schon. Es gibt nicht sehr viel zu berichten.
Am Morgen schrieb ich vor allem am Text, den ihr hier in den nächsten Tagen zu lesen bekommt. Doch nach vollen drei Stunden intensiver Arbeit daran war der Kopf leer.

Ein paar kleine Einkäufe im Supermarkt. Ich hatte Lust auf was schnelles, Es mussten zudem eine Paprika und zwei Möhren aus den Kühlschrank verschwinden. Ich schnibbelte alles klein zusammen mit einem Steak und alles wanderte mit Soyasuce,reichlich Pfeffer und noch ein paar anderen Gewürzen in den Wok. Dazu Basmati Reis. Fertig.

Ich las nach Tagen endlich an der Agatha Christie Biografie weiter und heute packte sie mich. Es sind nicht, wie so oft in Biografien, eine Aneinanderreihung von Fakten und Zahlen, sondern in Romanstil geschrieben. Doch stellte ich mir zwischenzeitlich auch die Frage warum man eine solche Biographie schreibt, insbesondere dann, wenn es schon von Christie selbst eine Autobiographie gibt, die kurz nach ihrem Tod erschien.

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Dass ich den New Yorker während der Pandemie noch unregelmäßiger bekomme als sonst, wundert mich nicht. Es fehlen mir inzwischen 3 Ausgaben. Doch ich kann per App aber auf sie zurückgreifen.
Ein 24 Stunden Report aus New York von 50 Reportern und Fotografen über den 15. April 2020. Sehr bewegend und interessant auch weil es ein paar kurze Einblicke in Leben gibt von Menschen mit Berufen, die bis jetzt noch gar nicht zur Sprache kamen.

Sonntag mit Croissants & Spaziergang

Punkt sieben Uhr war ich wach. Das ist fast jeden Tag so. Ich bloggte alles weg und machte Frühstück.
Im Supermarkt entdeckte ich etwas aus meiner Kindheit. Danerolles. In Deutsch hießen die glaube ich „Knack und Back“. Meine Mutter kaufte sie manchmal für Sonntage, wenn die Bäcker geschlossen hatten. Frischer Croissantteig zum Aufbacken aus der Dose. Sie fanden immer reißenden Absatz, ganz besonders wenn sie heiß aus dem Ofen kamen.

Anschließend eine schöne Doku über Tony Curtis gesehen.

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„10 Films that had an impact on me – just an image – no posters, no title, no explanation“ ist wieder eine Challenge die auf FB herumschwirrt und die ich gerne hier im Blog machen würde, allerdings ist das auch wieder so eine Frage mit dem Urheberrechten der Bilder. Also lassen wir das….

Am Nachmittag ein Spaziergang durch die Petrus. Dieser Teil der Stadt fasziniert mich nach all den Jahren in denen ich hier lebe, noch immer. Es ist einfach wunderschön.

Vereinzelte Pärchen auf der großen steilen Wiese, die früher im Winter viel fürs Schlittenfahren benutzt wurde. Heute kaum noch. Ich kann mich an einen einzigen Winter erinnern dass ich Schlittenspuren dort sah.

Ich habe es extra abgelichtet, weil es an einer Stelle im Tal wie wild wächst und sehr stark riecht. Weiß jemand was das ist?

Zurüch nach hause durch die leere Stadt. In Chimay Straße war ich jedoch erstaunt wie viele Läden geöffnet hatten. Der kleine reguläre Monop‘, der Biomarkt, ein Kebab Laden und…

Charles, der Sandwich Laden. Ich nutzte die Gelegenheit und kaufte ein Ceasar Salat mit Hühnchen. Mein Abendessen war somit gesichert.

Später auf dem Balkon ein virtuelles Apéro zu viert, das sehr lustig verlief. Eines der Sonnensegel bewegte sich urplötzlich von alleine und rollte sich auf. Das ist sonst nur der Fall wenn der Wind zu heftig bläst. Doch es war eine Krähe die sich darauf niedergelassen hatte.
Ich saß noch lange draußen. Der Himmel war so glaskar wie selten.

Und da standen sie. Der Mond und die Venus.

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Toni Colette, eine Schauspielerin über die viel zu selten gesprochen wird und die so wandelbar ist, wie kaum eine andere Darstellerin. Der Kanal Be Kind Rewind machte ein Porträt über sie:

Flieder

Samstag, Wochenmarkt. Ich hatte mir den Wecker gestellt, damit ich beizeiten hinkomme. Ich war noch vor dem Wecker wach. Strahlend schönes Wetter, nicht eine Wolke am Himmel aber noch ganz schön frisch am Morgen. Dementsprechend war der Wochenmarkt auch sehr gut besucht. Ich überlegte ob ich ihn nicht für eine Weile am Samstag sein lassen soll und dann nur noch am Mittwoch hingehe.

Ich kaufte Flieder:

Wunderschön und Strauß beduftete das Wohnzimmer Die zwei Blumenstände haben zur Zeit nichts an Blumen für die Vase zu bieten. Doch der kleine Stand von einem Mann den ich von Sehen her aus der Zeit kenne, als ich jeden Sonntagmorgen die Kurse zur Meisterprüfung besuchte, hatte eimerweise Flieder mitgebracht.

Inzwischen bekomme ich verzweifelte Anrufe von Arbeitskollegen die einfach geradeheraus fragen, ob ich ihnen nicht doch die Haare schneiden könnte. Es war mir schon klar dass irgendwann solche Anfragen kommen würden. Sie versetzen mich damit in eine Lage die ich nicht mag. Ich kann, darf und will das nicht, so gerne ich den Gefallen täte. Erstens will ich mich selbst nicht in Gefahr bringen und ich käme in Teufels Küche wenn es sich herum spricht. Wenn also jemand hier mitliest, der mit dem Gedanken spielte mich anzurufen; unterlasst es bitte, unserer Freundschaft und meinem Gewissen zu liebe.

Die A. schickte mir ein Avocado/Lemon Eisrezept zum Ausprobieren und ob ich ihr das einmal machen könnte, da ich ja eine Eismaschine habe. Ich schaute das Rezept durch und war dann doch skeptisch, ob das nicht ein harter Eisklotz wird, selbst mit Maschine. Seitdem ich die Maschine habe beschäftige ich schon eingehender damit wie man Eiscreme herstellt… Hat schon mal jemand meiner geschätzten Leser Eiscreme mit Avocado gekostet oder gar hergestellt?
Es ist schon eine Kunst für sich die Ratio Fettanteil/ Zucker in Verbindung mit einer Frucht oder sonstigem Geschmack so hinzubekommen, dass es eine seidige Creme wird. Da die Avocado von sich aus einen hohen Fettanteil hat, stellt sich die Frage ob das genügt oder man doch einen Teil der Milch durch Rahm ersetzten muss. Zudem muss ein Teil des Zuckers durch Glucose oder Invertzucker ersetzt werden, sonst werden beim Kühlen die Eiskristalle zu groß und es schmeckt krümelig.

Am Abend Spargel mit Lachs und hinterher eine Doku auf Arte über Maria Callas.

Aus dem Familienalbum 28 & Dinner aus der Hostellerie du Grünewald

Ich fand das Foto in einer der Kiste mit den uneingeordneten Fotos. Es hing lange an der Pinwand in der Alten Heimat. Das Datum an dem es gemacht wurde ist klar. Es steht auf der Filmklappe. Was ich da genau gemacht habe steht auch in kurzen Worten im Blog für dieses Datum.
Es war der letzte Drehtag und ein halber Nachtdreh. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ging es so bis 4:00 Uhr morgens. Das Set war gewaltig mit sehr vielen Statisten und einer einzigen minutenlangen Kameraverfolgung des Hauptdarstellers in einer Action Szene.
Der Film: JCVD
Ich war nur in dem Teil, der in Luxemburg gedreht wurde, dabei.

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Es scheint so zu sein dass der Matschtag sich am Donnerstag einpendelt. Wenn all die anderen Wochentage dafür einigermaßen positiv verlaufen, soll mir das recht sein.

Ich hatte mir eine Liste zusammengestellt was ich alles Angriff nehmen wollte. Bis auf den Spaziergang habe ich auch alles geschafft. Die Wascharmschiene lief mehrfach. Den Balkon entstaubte ich gründlicher als die Tage davor wegen der Unmengen an gelben Pollen. Die Küche sieht wieder ok aus. Auch das Bad ist so weit, so gut. Das Wohnzimmer kommt am Wochenende dran. Wenn es die nächsten Tage mal etwas bewölkter sein soll, werde ich die großen Fenster auch in Angriff nehmen, ob wohl das mit den Pollen wahrscheinlich vergebene Liebesmüh ist.

Das traurige Lied vom Renert. Ich gehe jede Woche zweimal daran vorbei und schaue immer wieder wehmütig auf die geschlossene Tür.

An Abend ein Dinner zu dritt mit der A. und der N. auf dem Balkon. Das Menu kam von der Hostellerie du Grünewald. Ich war gegen 17:00 hingefahren und hatte alles abgeholt. Es ist nicht alles fertig zum Essen, da es ja eine gehobene Küche ist, muss man da schon noch ein wenig etwas zubereiten. Ich deckte den Tisch und stellte das kleine Fotostativ zurecht.

Und dann ging es los:

Ich hatte als Vorspeise Foie Gras, als Hauptgang Kabeljau in Folie mit Gemüse, Basilikumöl, Rosmarin und Pinienkernen und als Nachtisch eine kleine Zitronentarte.

Bei der N. sah das noch eine Idee besser aus:

Ich muss nicht sagen dass es köstlich war.

Durch den Park

Ich erwachte nicht ganz so früh wie gestern und machte einen kleinen Spaziergang durch den Park.

Ein herzerweichend schönes Video von meinem Friseur bekommen. (FB Link) Ich denke wirklich jeden Tag an ihn wenn ich morgens aus der Dusche komme. JEDEN Tag! Und das Lied hatte ich den ganzen Tag als Ohrwurm!

Ansonsten war es ein Matschtag, ihr wisst schon… Ich hatte nicht mal Lust zum Kochen.

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Zur Erheiterung schickte mir die D. folgendes Video:

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Und später dann stolperte ich über Zusammenschnitte der Auftritte von Myriam Margoles in der Graham Norten Show. Aber das muss man mögen, denn Margoles schießt grundsätzlich unter die Gürtellinie.

Miriam Margolyes 1
Miriam Margolyes 2
Miriam Margolyes 3

Mittwochsmarkt & Crémant du Futur

Sehr früh wach geworden…in voller Bekleidung! Ich hatte mich nach dem Abendessen einmal kurz aufs Bett gelegt und noch ein paar Chatnachrichten losgeschickt…und weg war ich! Das letzte mal das mir das mir das passiert ist, war in der Alten Heimat.

Ich bloggte den Vortag weg und las den Tweets und und gewohnten Blogs hinterher.

Vielleicht sollte ich noch berichten, dass hier auch seit Montag absolute Maskenpflicht in der Stadt herrscht, also überall dort wo es schwierig wird die anderthalb Meter Abstand einzuhalten. Zu diesem Zweck hat jeder Einwohner vom Staat fünf Masken zur Verfügung gestellt bekommen, die am Montag Morgen in meinem Briefkasten lagen. Zudem bekam ich einen Brief von der Krankenkasse, dass mir weitere fünf Masken zur Verfügung gestellt werden, da ich ja eine ‚Mitarbeiterin‘ habe; meine Putzhilfe. Ich müsste sie beim Postamt mit dem Brief und meinem Ausweis abholen.

Nun denke ich darüber nach, meiner Putzhilfe anzurufen um sie wieder kommen zu lassen. Es ist nicht so, dass ich hier im Dreck ersticke, ich habe die letzten Wochen ja selbst geputzt und gestaubwedelt. Aber mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen müsste das klappen.

Das wäre zum Beispiel eine gute Gelegenheit während ihrer Anwesenheit, unten im Keller mein ganzes Arbeitsmaterial durchzusichten und alles das zu entsorgen, was ich nie wieder brauchen werde oder was abgelaufen ist. Zudem stehen immer noch Kisten im Regal mit Material aus alten Produktionen, bei denen man mir angeraten hatte, das Zeug zu lagern im Falle einer Wiederaufnahme oder eine Tournee, die aber nie stattfanden.

Duschen, anziehen, denn es war Mittwoch und das heißt Wochenmarkt! Juchhuu!

Wieder ein strahlend schöner sonniger Tag.

Bei meiner Rückkehr hatte ich eine weitere Mail erhalten, in der zwei Jobangebote für Ende des Jahres abgesagt wurden. Na super! Danke! Meine düstere Vorahnung bestätigt sich immer mehr. Da mich das derart runter zog, beschloss ich am Nachmittag etwas zu unternehmen.
Da die A2. (nicht die Autobahn!) am Montag Geburtstag hatte, und ich ihr aber erst heute gratulierte, entschied ich mich kurzentschlossen ihr ein Geschenk zu besorgen, rief in der Kellerei mit den blauen Flaschen an, orderte eine Kiste und fuhr am Nachmittag hin um sie abzuholen. Das erste mal dass ich nach vollen sieben Wochen wieder im Auto saß und eine etwas längere Stecke fuhr! Ich frohlockte und jubilierte zur Radiomusik. Es war eine schnelle Hin- und Rückfahrt und doch ging es mir danach besser.
Die blaue Flasche die ich am Samstag auf dem Wochenmarkt gekauft hatte, war übrigens sensationell. Er ist ein wenig trockener als mein Liebling Alice Hartman. Und so sieht die Flasche aus:

Am Vorabend versuchte ich all die Pollen und kleinen Mücken auf einem Foto einzufangen. Es gelang mir nicht. Doch jetzt:

Gegen das schwarze Dach und mit der Sonne durch die Sonnenblende verdeckt, sah man wie viel Zeugs in der Luft herumschwirrt. Ein anderes Beispiel sind die Tischsets auf dem Balkon.

Ich hatte sie am Mittag abgewischt und am späten Nachmittag konnte ich schon darauf malen.

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Im Gemeinderat wurde heiß diskutiert, wie man den Geschäften der Stadt entgegenkommen kann. Eine Maßnahme die schon vor Wochen gestimmt wurde war, dass man den Geschäften die in Räumlichkeiten der Stadt Luxemburg untergebracht sind, die Mieten nachlässt.
Jetzt wird darüber diskutiert, wie man eine Alternative zur Schobermesse schaffen kann, denn der Jahrmarktsverband hatte sich schon bitter beklagt, dass wenn auch sie im September ausfalle, ihr Haupteinkommen im Jahr wegfallen würde. Eine Vorschlag wäre mehrere kleine Plätze rundum die Stadt zu schaffen, damit es nicht zu Menschenmassen kommt. Mich überzeugt das nicht, aber mal sehen mit welchen Vorschlägen sie kommen, oder ob die Schobermesse alternativlos gestrichen wird.
Weider Hëllefe fir de Commerce a Coronazäiten

Alltagskleidung & Links 2,3,4

Gestern hatte ich es fast vergessen, heute fange das Posting damit an:

Tag 5/10 der Challenge.

Aufmerksame Leser werden merken dass das Foto schon vor ein paar Tagen im Blog war. Es sagte ja niemand dass es unveröffentlichte Bilder in der FB Challenge sein sollen. Sie sollen in schwarz/weiß sein und es darf kein Mensch darauf zu sehen sein.

Am Morgen das Internet leergelesen mit zwei, eigentlich drei Tassen Kaffee. Anschließend kramte ich einen alten Textentwurf hervor ich letztes Jahr angefangen hatte, der irgendwann ins Blog sollte. Beim Durchlesen war ich recht beeindruckt was ich da alles schon hineingeschrieben hatte. Jedoch, und darum habe ich damals nicht weitergemacht, erweist sich der noch zu schreibende Teil als schwieriger. Ich werde ihn jetzt mal so offen auf den Desktop stehen lassen damit ich immer wieder darüber stolpere, vielleicht klappt es dann…
Und meine geschätzten Leser dürfen sich freuen, denn ihr dürft ihn dann lesen.

Kurz vor Mittag einen schnellen Gang zum kleinen Supermarkt nebenan, ich hatte Lust auf Fleisch.

Meine Alltagskleidung war, wie ich überrascht feststellte, alles Kleidungsstücke, an denen Erinnerungen hängen. Das gestreifte T-shirt und der Hoodie sind aus St.Jean-de-Luz. Die Jeans hatte ich in Hobart in Australien gekauft. Die Laufschuhe waren der Ersatz für ein entsorgtes Paar in Sydney.
Die Frisur ist aus Stahlbeton und aus den 80ern.

Am Abend dann Feldsalat mit ein paar Kirschtomaten und vier kleinen Mini Rouladen vom Grill, was ein Fehler war. Ich hatte sie lediglich gesalzen und gepfeffert und sie wurden sehr trocken. Das nächste mal wieder in der Pfanne.

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Der Link erreichte mich am frühen Morgen von H. in Melbourne. Er bestätigte mir etwas das ich schon selbst herausgefunden hatte, aber nicht so richtig glauben wollte.
Wer sich gestern die Reportage vom MONA Museum angesehen hat, sah auch Tim, das lebende Kunstwerk. Ich hatte schon einmal über ihn berichtet als ich 2017 in Hobart war.

Da das Museum zur Zeit geschlossen ist, wegen der Pandemie, bekommt auch niemand die Kunstwerke zu sehen. Doch sah ich gestern beim Verlinken ein Livestream, in dem Tim auf seinem angestammten Platz sitzt. Zuerst dachte ich es sei ein Fake, doch dem ist nicht so.
Tim alone: Mona’s human artwork is still sitting in an empty gallery for six hours a day

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via Kaltmamsell
Wunderschön, und Cédric Klapish, der es zusammengeschnitten hat ist auch kein Unbekannter:

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Dieser Tweet geistert schon seit ein paar Tagen durch meine Timeline:

Ich hab 11 und wenn ich es ganz genau nehme zählt einer sogar doppelt, also 12.
Und ihr?

Hier soll eine Überschrift hin

Als ich diesen Beitrag in Teilen schon verschrieb, musste ich plötzlich laut lachen, denn es war all die anderen Tage völlig klar was die Überschrift sein würde und heute? Für gewöhnlich lasse ich bis zum Ende offen.

Vom Vortag bleibt noch eine Kleinigkeit, die sich vor allem an meine Leser aus Deutschland richtet. Schuld daran ist das allerseits „beliebte“Geoblocking. Darum geht folgender Link nur dort…
Auf dem Arte Fernsehprogramm stieß ich per Zufall auf die kleine Reportage, Kunst im Paradies und es war als ob mich jemand mit einer Nadel in den Hintern gestochen hätte. Es ist eine Serie über ungewöhnliche Orte, an denen sich Museen befinden, die man dort gar nicht vermuten würde. Die erste Folge war über MONA in Tasmanien und einer der Hauptgründe warum ich im Januar nochmal auf die Insel wollte. Es ging in weiten Teilen um eine Ausstellung die ich das erste mal gesehen hatte, als ich dort war.
Von fast allen Aufnahmen der Stadt Hobart konnte ich ziemlich genau sagen, wo sie gemacht wurden.

Eine weitere Reportage auch von Arte, weil ich nur wenig über ihn wusste, ist Douglas Fairbanks.

(Nachtrag: Leider ist der Link futsch)

Alles in allem jedoch ein leicht missmutiger Tag. Ich hatte noch ein paar Kartoffeln die unbedingt weg mussten und dachte an Kartoffelsalat. Gesagt, getan, inklusive ein frisches Hemd von oben bis unten mit Öl bekleckert…

Update von der Wasserpfütze in der Küche:
Die A. hatte mir am der Wochenende den benötigten Schraubenzieher in den Briefkasten gelegt und ich schraubte dann endlich die Leiste weg, um zu sehen wo es denn lecken sollte. Es leckte….nichts! Alles staubtrocken! Nichts wies darauf hin dass es dort je zu einem Leck gekommen sei. Inzwischen zweifele ich an mir selbst und dass ich irgendwas verschüttet haben muss. Aber warum fiel mir das nicht sofort auf? Es war ganz eindeutig Wasser, das steht fest. Aber wo kam her? Es bleibt spannend und ich werde das im Auge behalten.
Wenn man sonst nichts zu tun hat, baut man sich halt selbst eine Krimigeschichte…

Ansonsten ein bisschen Haushalt und weiter nicht viel Produktives.

Ach ja, das Challenge Foto:

Tag 4/10 der Challenge

Tage wie Glas 34 / 35

Tag 3/10 der Challenge

Durch den Wein vom Vorabend etwas später zum Wochenmarkt als geplant. Es war, wie immer am Samstag, belebter als am Mittwoch.
Der Pastel de Nata Stand verkaufte heute zum ersten mal auch ein eine salzige Variante des portugiesischen Gebäck. Er gab mir eine zum kosten, weil er mich inzwischen kennt und ich immer ein paar von den süßen Teilen mitgenommen habe. Ich fand das sehr nett.Die salzige Variante beruht auf der gleichen samtigen Creme wie wie süßen Teile aber es ist auch ein wenig Stockfisch mit drin. Kööööööstlich! Ich kaufte sechs Stück die gerade frisch aus dem Ofen kamen und aß sie dann zu Mittag mit einem kleinen Salat dazu.
Seit letzter Woche ist auch der Winzer Kox mit seinen Produkten vertreten. Da ich ihn persönlich kenne war die Wiedersehensfreude groß. Ich kaufte eine Variante von Crémant bei in einer blauen Flasche.

Haushalt am Nachmittag inklusive einem Nickerchen.

Am Abend den Rest der ersten Staffel von 7 Seeds geschaut. Eine bedrückende Serie, die mich zum Nachdenken brachte auch hinsichtlich unserer jetzigen Pandemie Situation. Vor allem ein Szene aus dem Film veranlasste mich das zu schreiben was folgt:

Die Glastage werden aus der Überschrift ab Montag verschwinden. Zum Anlass nehme ich die ersten Lockerungen der Einschränkungen. Am Montag gehen die Baustellen wieder auf und die Baumärkte. Aber machen wir uns nichts vor. Die Glastage werden uns noch lange begleiten. Ich werde voraussichtlich erst wieder im September Arbeit bekommen, aber ich zweifele schwer daran.
Vor allem möchte wieder eine Art von Normalität und Ruhe wiederfinden, die notgedrungen die Einschränkungen mit einschließt. Ich will nicht jeden morgen aufwachen und immer wieder mich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass nichts mehr so ist wie es einmal war.
Ich vermisse dass ich nicht schwimmen gehen kann. Ich vermisse dass ich keine Stippvisiten mehr in Trier machen kann, um dort all die Dinge einzukaufen, die ich in Luxemburg nicht bekomme. Ich vermisse das Pläne schmieden und Ziele setzen, mir Gedanken zu machen über Projekte. Vor allem aber vermisse die Abende in geselliger Runde in einem Restaurant oder einer Bar mit Freunden. Die virtuellen Apéros machen das nicht wett.
Ich weiß nicht wie es euch damit geht, aber ich habe sehr lange gebraucht, um in meinem Kopf Herr der Lage zu werden und mir nicht jeden Morgen die gleichen Fragen zu stellen, wo das alles enden soll und was aus mir wird. So langsam bekomme ich das in den Griff, aber die sogenannten Matschtage wird es sicherlich weiter geben.

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Tag 4/10 der Challenge

Am Sonntag spät wach geworden:
Den Vortag verbloggt und entschieden dass ihn nicht online setzte sondern ein Posting für zwei Tage mache.

Das Wetter sah trüb aus doch gegen 11:00 kam die Sonne ein wenig hervor und beschloss mir Frühstück auf dem Balkon zu machen. Vorstellen müsst ihr euch so wie auf den ersten Foto.

Die Sonntage sind am Morgen immer ganz besonders ruhig. Man hört kein Verkehr aber immer wieder, die bedrückenden Sirenen der Krankenwagen, das immer ein leicht ungutes Gefühl hervorruft. Viele der Wagen hier fahren oben über die Avenue weil sie dann am Merler Friedhof vorbei, schneller im Krankenhaus sind als wenn sie die Route d’Arlon fahren. Zumindest kommt es mir so vor.

Um 12:00 ein live/ nicht live Jazz Konzert des Crazy Quarantaine Quartett auf FB verfolgt. Sie hatten sich Lieder aus den Nintendo und Playstation Spielen ausgesucht. Legend of Zelda, Final Fantasy… schönes Konzert.

Und währendem ich dem Konzert zuhörte blätterte ich durch alte Fotos die ich irgendwann vor Jahren auf FB hochgeladen hatte. Eines davon möchte ich euch zeigen, weil es immer noch seine Gültigkeit hat, heute mehr denn je:

Das Motto der re:pbulica von 2017. Ich glaube es war das erste oder zweite mal dass ich dort war.

Am Nachmittag eine leicht verzweifelte SMS bekommen, von einem Menschen der seinen Matschtag hatte. Wir trafen uns draußen für eine große Wandertour durch die Petrus die uns beiden gut tat.

Da es bewölkt war, waren Wenige unterwegs und es war eine sehr angenehme Tour. Wir gingen einen Weg durch das Tal den ich noch nie gegangen war, mit kleinen Aussichtsplätzen die ich noch nicht kannte. Er führte uns ab einer gewissen Stelle durch die Felsen über ein recht steile Treppe wieder nach oben und wir kamen bei dem kleinen Rosenpark Rondellen wieder nach oben. Die Stadt wie immer leergefegt, kaum jemand in den Straßen unterwegs.

Am Abend gab es eine kleine Portion Orechiette, zur Zeit meine Lieblingsnudel mit dem Rest von dem selbst gemachten Pesto das zwar in Kühlschrank stand, das jedoch langsam weg musste.

Ein kleine Runde gedaddelt und dann war ich unschlüssig was ich mir ansehen soll. Ich entschied mich für Hercule Poirot mit David Suchet, den ich noch nicht gesehen hatte.

Tage wie Glas 33

Eine Schnapszahl in der Überschrift. Ich nahm sie zum Anlass… aber dazu später mehr.

Wie üblich den Vortag verbloggt und das Bild aus der Challenge bei FB eingestellt:

Tag 2/10

Das Grand Théâtre zeigte die Weihnachtsmärchenproduktion von 2019, die auch meine letzte Produktion war, bevor ich die große Reise antrat.
Dass sie sie jetzt schon auf Youtube rausgeben, wirft die Frage auf ob es dieses Jahr zu Weihnachten keine Wiederaufnahme davon geben wird?

Kurz vor Mittag zum Metzger in dem kleinen Supermarkt nebenan, da ich heute Abend ein Apéro Dinner habe. Dass es virtuell ist, werde ich ab jetzt nicht mehr extra erwähnen. Es ist einfach so. Ich kaufte ein Putenspieß. Salat hatte ich noch vom Markt.

Das mit der Pfütze in der Küche von vor zwei Tagen ließ mir keine Ruhe. Und da Spülmaschine jetzt voll war ging ich aufs ganze und schaltete sie ein. Da ich ja nicht sehe woher das Wasser kommt, weil ich die Leiste nicht wegschrauben kann, dachte ich, wenn es wirklich von der Spülmaschine kommt würde ich jetzt merken. Doch es passierte…nichts. Alles bleib trocken. Seltsam. Hatte ich denn Wasser verschüttet ohne dass es mir auffiel? Ist das die Vorstufe zum Gagaismuss?

Anschließend ein kleine Runde gedaddelt. Daddeln geht immer.

Am Abend dann ein wunderbares Apéro zu dritt. Da wir alle in der Branche Kunst und Kultur tätig sind, war das Hauptthema natürlich wie das alles weiter gehen soll. Natürlich machen die ersten Lockerungen ab nächster Woche Hoffnung, dass wir irgendwann wieder zu einer „Normalität“ im Alltag finden, doch das wird so schnell nicht der Fall sein. Ich gehe sogar soweit zu behaupten dass wir eine andere Normalität bekommen, als die, die wir hatten. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und niemand wir glücklicher sein als ich, wenn ich mit dieser Vermutung falsch liege.

Ich hatte ein bisschen zu viel Wein, aber dafür schlief auch tief und fest ein.

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Die D. schickte mir Fotos ihrer zweiten Heimat in St.Jean-de-Luz, die sie sehr vermisst. Ich übrigens auch.
Côte basque : un tour virtuel des plages avec „Sud Ouest“

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Ihr habt ja alle den Kanal von arte auf YouTube abonniert, gell? Es ist zur Zeit mit das Einzige was ich mir immer anschauen kann. So z.B. eine Doku über einen Maler Egon Schiele, den ich zwar kannte aber wenig Hintergrundinfo über ihn besaß.

Tage wie Glas 32

Es scheint so als ob sich der Donnerstag als wöchentlicher Matschtag hervortut. So schlimm wie letzte Woche war es aber nicht.

Ich schlief sehr schlecht. Bereits kurz nach 4:00 war ich wieder wach und bekam kein Auge mehr zu. Ich hatte wilde skurrile Träume und war unruhig wie selten. . Ich stand aud und wickelte mich in den großen flauschigen Badematel mit Kapuze, setzte mich auf den Balkon und hörte den Vögeln zu, die zu der Uhrzeit schon sehr aktiv waren.

Der Nachbar meldete sich nicht zwecks dem Schraubenzieher. Also nehme ich an dass er ihn nicht gefunden hat oder er hatte mich vergessen. Ich beschloss bis Montag zu warten, denn dann gehen die Baumärkte wieder auf und ich schaue mich selbst nach einem Satz um.

Ich habe mich zum ersten mal breit schlagen lassen für eine Challenge auf FB von der A.. Früher in Blogs nannten wir das Stöckchen. Zehn Tage, zehn Fotos, aus meinem täglichen Leben, in schwarz weiß, ohne Kommentar, ohne Menschen. Die Original Challenge will dass ich jeden Tag einen Menschen nominiere, der das auch macht. Mache ich natürlich nicht. Wer sie auch machen will, soll das tun.

Tag 1/10

Aufmerksame Leser werden das Bild kennen 😉

Ansonsten war es ein Tag der nicht viel bloggenswertes hergab.

Ein erstes Feedback für den Text mit dem ich mich so lange gequält habe, viel positiv aus. Uff!
Ein paar weitere Telefonate bestätigten mir dass es für Kunst- und Kulturschaffende eine lange Durststrecke werden wird. So auch für mich. Ich muss mir andere Betätigungsfelder suchen…

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In der Schweiz gehen Friseursalons wieder auf. Mein Freund M., mit dem ich vor etlichen Jahren einen Film bestritten hatte und der inzwischen komplett aus den Geschäft raus ist, schrieb gestern eine rundum Mail, dass sein Geschäft am 27. April wieder aktiv wird. Aber die Auflagen sind enorm. Es darf nur ein einzelner Kunde ins Geschäft, eine schnelle und prompte Abfertigung, mit anschließender kompletter Desinfizierung aller Materialien mit der der Kunde in Berührung kam. Masken sind für den M. obligatorisch, für den Kunden nur wenn er will.

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Im Land ein Artikel von Josée Hansen, die sich mit der täglich Dosis Kultur “ Aus der Stuff “ beschäftigt, eine Initiative vom Künstlerkollektiv Maskénada (auf französisch) Der Artikel ist wie immer in Hansens herablassendem Ton, der nicht jedem gefällt. Sie bemängelt Ton- und Bildqualität. Aber es ist nun mal auch ein Projekt das aus der Not heraus entstand und nicht jeder Künstler ist zu hause so eingerichtet, dass es hohen Ansprüchen gerecht wird.

Tage wie Glas 31

Aufgewacht mit den Liedern des Musicals Rapunzel in meinem Kopf. Das Musical das ich letztes Jahr zu Weihnachten hatte, kurz bevor ich nach Australien flog. Das Wasserproblem vor Vorabend erst mal ausgeblendet, weil das viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Stattdessen schnell alles vom Vortag verbloggt und dann…

Woch-en-markt!!! Die Stände wurden mit größeren Abständen über den ganzen Platz verteilt und alle müssen jetzt Masken anziehen.

Ich begegnete der D. und der A., die Pablo mit dabei hatte. Großes Hallo. Da der Wochenmarkt nicht alles hatte was ich brauchte, ging ich auch zum etwas größeren Supermarkt Alima der mitten in Zentrum ist.

Am Nachmittag nahm ich dann das Problem mit der Wasserpfütze in Angriff. Entweder kommt es von der Spülmaschine oder vom Spülbecken. Beide haben den gleichen Abfluss.
Doch um da ranzukommen musste ich eine Fußleiste der Küchenzeile entfernen, die mit zwei Schrauben befestigt ist. Ich stellte fest dass ich den Schraubenkopf nicht hatte.
Da ich ab und an den Nachbar unter mir werkeln höre, rief ich ihn an und fragte höflich ob ich seinen Schraubenzieher sehen könnte.
Er stellte sie mit vor die Tür, doch auch hier war keiner dabei. MIST! Doch er versprach mit er würde noch nach einer weiteren Kiste mit anderen Köpfen suchen, die irgendwo im Keller liegen würde, aber morgen erst wenn er kein Home Office hätte.

Da die Spülmaschine eh noch nicht voll war wollte ich sie auch nicht einfach so laufen lassen, und beschloss kein Risiko einzugehen und morgen danach zu schauen, denn ich habe das dumme Gefühl dass ich die Spülmaschine ganz raus ziehen muss.

Am späten Nachmittag dann die Rede des Premiers wie wir langsam alle aus den den Einschränkungen rauskommen. Die ersten Lockerungen sind am Montag.
Aber es wird dauern….
Im Detail hier zu lesen.

Interessant ist die Mundschutzpflicht, die eingeführt wird, an Orten wo es nicht möglich ist die 1.5 Meter Abstand einzuhalten. Diesbezüglich werden wir alle Masken vom Staat bekommen.

Allein schon der Gedanke dass wir, wenn auch sehr langsam wieder aus dem Dornröschenschlaf rauskommen, machte Mut.

Am Abend die Serie 7 Seeds auf Netflix angefangen. Ich nickte bei der vierten Folge auf dem Sofa immer wieder ein und legte mich vergleichsweise früh ins Bett.


Tage wie Glas 30 / Aus dem Familienalbum 27

Eine gewaltige Rolle rückwärts in meine Vergangenheit machte ich am Morgen. Ich erwachte wegen mehrere Textnachrichten der E., einer meiner langjährigen Freundinnen, die mir vor ein paar Tagen schon ein Bild von sich schickte das ich mal gemachte hatte. Ich fragte sie ob sie auch noch Bilder von mir hätte aus der Sturm- und Drangzeit.
Heute morgen kamen sie. Eins von mir und ein paar von Freunden.

Beim Bild oben musste ich grinsen, weil es neben der Kerzenständern auf dem Fenstersims aussieht, als ob es ein Foto der ersten Kommunion wäre, aber mit Kippe. Es gehört zur der Serie der Fotos die alle ein bisschen nach Fotomodell der 80er aussahen. Das Foto unten, das ich schon mal gepostet hatte, gehört auch dazu.

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Am Morgen das Bett abgezogen und mehrfach die Waschmaschine geladen. Da die Maschine im Keller steht muss ich mir immer den Timer stellen, weil ich ja das Piepsen im dritten Stock nicht höre. Sie hätte zwar ein Funktion, bei ich sie irgendwie per WLAN über App u.s.w. aber WLAN im Keller ist nicht, also der gute alte Küchentimer.

Zwischendurch die Küche geputzt und gedaddelt

Dann einen Möhrenkuchen gebacken.

Den ganzen Tag über eigentlich viel Haushalszeug erledigt, das für gewöhnlich meine Putzhilfe macht. Am Abend mit Schrecken eine Wasserpfütze in der Küche festgestellt. Nachdem ich alles weggewischt hatte, geschaut wo das herkommt und festgestellt dass ich zwei Leisten entfernen muss bevor ich da irgendwas sehen kann.
Tief geseufzt und auf morgen verschoben.

Tage wie Glas 29 / Ostermontag

Was vom Vortag noch zu berichten bleibt:

Der J. schickte mir spät Abends ein kleines Werbevideo von Jean La Gaufre das mich sehr freute. Ich muss den Luxemburgern Jean la Gaufre nicht vorstellen. Es ist der Waffelproduzent schlechthin und eine Ikone sowieso, und das schon seit vielen Jahrzehnten. Er ist auf allen großen Jahrmärkten in Luxemburg anzutreffen und seine belgischen Waffeln sind Sünde pur.
Er hat jetzt eine App herausgebracht mit der man die Waffeln bestellen kann und zu einer selbstbestimmten Uhrzeit in Leudelange abholen kann. Es funktioniert wie ein Drive In. Man braucht also nicht auf „les meilleures gaufres du monde et des environs“ in Pandemiezeiten zu verzichten.
Großartige Idee.

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Das Wetter etwas trüber und leicht kühler als gestern. Ich konnte trotzdem den Kaffee am Morgen in der Sonne genießen auf dem vorderen Balkon. Da ich nicht wirklich Lust auf groß was zu tun, daddelte ich eine Runde Runescape.

Gegen Mittag stellt ich mich in die Küche und beratschlagte mit mir selbst was ich den schönes kochen könnte.
Ich beschloss dass es ein spätes Frühstück werden sollte, mit Lemon Curd und allem Pipapo.

Heute wäre die alljährliche Emaischen gewesen doch zum ersten mal in ihrer Geschichte fällt sie aus.

Das Bild von letzten Jahr.

Am Nachmittag alle Father Brown Folgen, die ich aufgenommen hatte weggesehen.

Am Abend dann etwas einfaches gekocht, auch hinsichtlich dessen was unbedingt weg musste. Ich hatte mit ein wenig Hack gekauft weil ich mir vielleicht ein paar Bouletten braten wollte, um sie die nächsten Tage kalt zu essen mit Salat dazu. Ich briet es krümelig an und es wanderte in ein Glas Jamie Oliver Tomatensoße mit roten Zwiebeln. Ich hatte noch ein bisschen (zu viel) Piement d’Espelette hinzu getan, weil es so gar keinen Wums hatte.
Das sind so die Tage die, wenn ich keine Idee zum Kochen hätte, ein Restaurant aufgesucht hätte.
Es fehlt mir sehr…

Tage wie Glas 28 / Ostern

Ich hatte mir vorgenommen auszuschlafen. Ich wurde zwar wie gewohnt um halb sieben wach, drehte mich nochmal um schlief durch bin kurz vor neun.

Ich bekam am Morgen ein Video von der C. in dem mehrere Kollegen vertreten sind mit denen ich schon gearbeitet habe. Die Schauspielagentur Studlar wünscht frohe Ostern mit dem Hohenlied der Liebe aus dem 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs des Paulus von Tarsus.
Ich bin ja alles andere als bibelfest, aber der Text hat was.

Das Motto das ich zu Anfang der Glastage predigte, sich selbst nicht verkommen zu lassen…tja es wird immer schwieriger sich daran zu halten. Alles das war mir zu Beginn der Einschränkungen vorschwebte, ich könnte das jetzt endlich mal in die Tat umsetzten,…allein der Gedanke daran macht mich schon müde.
Das einzige was ich die letzten Wochen fast konsequent umgesetzt habe, ist den riesigen Bestand an Weinflaschen, den ich von der Tante geerbt habe, in Angriff zu nehmen…indem ich ihn trinke! Keine Angst, ich trinke nicht jeden Tag und mit einer Flasche komme ich über mehrere Tage. Ich habe auch in letzten Jahren haufenweise der Flaschen verschenkt. Aber der Bestand ist immer noch riesengroß.

Etwas ganz anderes:
Ich merke seit ein paar Tagen schon, und ich hatte es auch schon angedeutet, dass meine Rollladenkästen ein willkommener Ort für ungebetene Besucher sind. Auf dem hinteren Balkon sehe ich immer wieder Wespen mit großer Neugier den Rollos vorbei fliegen.
Als ich hier einzog hatte ich im gleichen Sommer ein Wespennest im Kasten und es war schier unmöglich ran zu kommen. Ich musste dann notgedrungen ein Schädlingsbekämpfungsfirma antreten lassen, die das Nest ausräucherten. Es tat mir in der Seele weh, aber es gab keinen anderen Ausweg.
Gibt es ein Hausmittel, das ich präventiv sprühen könnte, das sie daran hindert es überhaupt erst zu versuchen ein Nest zu bauen?

Am späten Nachmittag ein virtuelles Apéro mit der N. auf dem Balkon. Sie hatte Riesling, ich Chardonnay. Ich hatte zu diesem Zweck extra das kleine Kamerastativ hervor gezogen auf den ich das Samrtphone stellen konnte.

Am Abend dann ein virtuelles Abendessen mit dem M. aus Münster, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte. M. war sehr froh mich zu sehen. Wir tauschen die Neuigkeiten aus der letzten Monate aus.

Hier mein Ostermenü:

Ein Grillspieß mit Hühnchen, Tomatensalat mit frischem Basilikum, und ein Gratin Dauphinois
Meine Zubereitung des Gratin unterscheidet sich noch ein wenig von der klassischen. Ich schneide die rohen Kartoffeln auf der Mandoline* in sehr feine Scheiben und schichte diese mit Sahne, Salz und Muskat zwischen den Lagen bis zum Rand der Schüssel. Es kommt anschließend auch kein Käse darauf. Da ganze wandert dann in den Backofen für gute 40-45 Minuten bei 200 C°. Nach der Backzeit schalte ich noch kurz die Grillfunkton ein, damit eine knusperige Kruste entsteht.
* Mit Mandoline ist das Küchengerät gemeint, nicht das Musikinstrument. Gemüsehobel wäre das andere Wort.

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Aus der letzten Spielzeit zeigt das Grand Théâtre das englische Stück Monsieur Linh and His child, mit dem hervorragenden Jules Werner in der Hauptrolle. Ich hatte das Stück verpasst als es lief, weil ich selbst viel Arbeit hatte. Schön dass ich es jetzt doch noch sehen konnte. Es bekam damals sehr gute Kritiken.

Tage wie Glas 27

Ein wunderschöner Tag mit viel Sonne.

Es wird langsam grün.

Meine Marmeladenfrau, die über mehrere Wochen nicht da war, war heute endlich wieder da. Doch ihre Tage sind gezählt. Sie wird, vorausgesetzt der Markt bleibt bestehen, noch bis Ende Mai kommen und dann geht sie in Rente. Ich seufzte: Und wieder hat der Markt einen ein Stand weniger…
Ich kaufte mir wahrscheinlich das letzte mal ein Glas Lemon Curd. Sie hatte sechs Gläser dabei und es wären die Letzten, Danach würde es keinen mehr geben. Na gut, dann muss ich Lemon Curd wohl selbst herstellen. Denn so ganz ohne geht ja gar nicht. Hat jemand von meinen geschätzten Lesern ein erprobtes Rezept?

Ich traf die D. auf dem Markt und wir wechselten ein paar Worte. Es gesellte sich ein Regierungsbeamter dazu, den wir beide kennen. Ich kann hier nicht ausplaudern was er uns anvertraut hat, doch es wird, zumindest für mich, noch sehr lange dauern. Ich lag an meinem Matschtag vorgestern mit meinen dunklen Gedanken richtig.
Da es aber eine Bestätigung war, dessen was ich vermutete und keine Hiobsbotschaft, die mir aus heiterem Himmel auf den Kopf fiel, haute es mich auch nicht um.

Den Nachmittag mit mehreren Face Times verbracht, ansonsten gelesen und diverse YouTubes geschaut.

Am Abend Musik gehört.

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Könnt ihr euch noch an die erste Folge von The Nanny mit Fran Drescher erinnern? Wenn nicht, alle Staffeln gibt es bei Amazon zu sehen. Vor wenigen Tagen kamen aller Darsteller der ersten Folge zusammen und machten eine sogenannte Lesung am Tisch aber virtuell.
Da ich nicht später als gestern per Zufall mir die erste Folge nach gefühlten 100 Jahren wieder ansah, war es schon sehr seltsam alle Protagonisten noch einmal zu sehen.

Tage wie Glas 26

Den Text gestern endlich fertig gestellt zu haben war eine unglaubliche Erleichterung. Deshalb waren heute die vier intensiven Stunden, in denen ich den ganzen Text noch einmal nach seltsamen Satzdrehungen und Tippfehler (meine Spezialität) durchsuchte, gar nicht so schlimm.

Ein kurzer Gang nach draußen zum Bäcker verschaffte mir ein spätes aber süßes Frühstück.

Rhabarber Kuchen. Andere mir bekannte Menschen würden jetzt schreiend davon laufen, aber ich liiiebe Rhabarber! Es gibt ihn ja nur für eine begrenzte Zeit so gut und frisch wie jetzt.

Den Nachmittag noch ein wenig in der Agatha Christie Biographie gelesen auf dem Balkon.

Am frühen Abend einen weiteren Ghibli Film auf Netflix. Der Mohnblumenberg. Was mich an diesen japanischen Anime Filmen so fasziniert ist die Sorgfalt und Genauigkeit mit der sie gezeichnet wurden

Früh ins Bett.

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Verena Fiederike Hasel, eine deutsche Auswanderin erklärt den Neu Seeländern dass sie während der Covid-19 Zeit alles richtig machen, und warum es, obwohl von der Weltpresse sehr gelobt, es in Deutschland nicht so gut klappt.
NZ’s Covid-19 coronavirus response ‚extraordinary‘

Tage wie Glas 25

Erstmal danke für all die lieben Worte.

Aber nach dem Motto, dass alles alles Schlechte auch für etwas gut ist, folgte am Donnerstag ein guter Tag. Ich bekam endlich die zündende Idee für den Schluss des Textes und konnte ihn fertig schreiben. Ich war recht früh wach und setzte mich sofort an den Rechner, verbloggte schnell den Matschtag und legte los. Gegen Mittag war ich fertig. Mir fiel einen tonnenschwere Last von den Schultern. Endlich!
Es ist ja nicht zum ersten Mal dass ich einen Text außerhalb das Blogs schreibe, aber dass es mir so schwer fällt… Ich schieb das dem Umstand der Quarantäne zu.

Mehrere Telefonate geführt unter anderem mit dem R. der mir ein grausige Geschichte erzählte. Er und seine Freundin sind erst seit wenigen Monaten Eltern eines kleinen Jungen und alle drei wurden positiv auf das Virus getestet. Die Freundin kam sofort mit dem Baby in Quarantäne ins Krankenhaus und niemand durfte mehr zu beiden. Es wurden sechs lange Tage in denen sie nicht aus dem kleinen Zimmer raus durften. Doch es ging alles glatt für die beiden. Das Baby hatte nur einen einzigen Fieberschub (der sie ja veranlasste ins Krankenhaus zu gehen) und die Mutter zeigte gar keine Symptome. Für den R. verlief es aber etwas schwieriger, denn er hatte ein paar Tage Atemnot, doch auch er überstand es, ist beschwerdefrei und der letzte Test ergab dass keiner mehr das Virus in sich trägt.

Ein weiteres berufliches Telefonat verlief sehr erfreulich.

Den Megamond hatte ich verpasst. Doch am Morgen leuchtete er, wenn auch sehr schwach aber immer noch sehr groß am Morgenhimmel:

Zum sehr späten Frühstück gab es Gebäck das ich mir vom Wochenmarkt mitgebracht hatte und zur Zeit zu meinem Lieblingsgebäck mutiert. Pastel de Natas sind so verdammt lecker:

Am Nachmittag nebst den Telefonaten, die alles recht lange dauerten, weiter in der Biographie von Agatha Christie gelesen.

Am Abend eine Film ein weiterer Film von Hayao Miazaki von dm fast alle Film jetzt auf Netflix zu finden sind. Heute war es Whisper of the Heart, den ich vor sehr sehr vielen Jahren gesehen hatte, mich aber nicht daran erinnern konnte. Es ist die erste Geschichte in der der kleine Katzenbaron zum ersten mal vorkommt. Später widmete er der Figur noch einen weiteren Film mit The Cat Returns.

Tage wie Glas 24

Ein schlechter Tag. Ein matschiger Tag. Ein Tag an es mir wirklich nicht gut ging.

Es war ja Mittwoch und ich hatte mich gefreut zum Wochenmarkt zu gehen. Doch schon beim Aufstehen fühlte ich mich nicht fit und ich hatte schlecht geschlafen. Ich riss mich zusammen duschte, zog mich an und ging los. Es half auch ein wenig zu Anfang. Ich hörte unterwegs Musik von Abba, weil ich die ganze Nacht die Musik bereits im Kopf hatte wegen dem Musical, am Abend davor. Für gewöhnlich wenn ich einen Ohrwurm habe, höre ich mir die Musik noch verstärkter an und danach ist es weg.
Doch hier katapultierte mich zum ersten mal in ein Loch, dass ich, während dem ich durch den Park ging, am liebsten wieder umgekehrt wäre. Dabei war das Wetter strahlend schön, es war absolut nicht kalt, also wettermäßig hätte es für mich, der ja sehr wetterfühlig ist, alles gepasst. Ich kaufte mir ein paar schöne Dinge, sah mir die Blumen auf dem Marktstand und was ich mir eventuell kaufen könnte wenn ich den Balkon bepflanzen will. Ich ging wieder durch die leeren Straßen zurück.

Ich habe Zukunftsangst. Zum ersten mal in meinem Leben, das seit über 30 Jahren immer ein Drahtseilakt war, und der sich nie vor irgendetwas gefürchtet hat; ich habe Zukunftsangst. Machen wir uns nichts vor. Auch wenn jetzt schon über diskutiert und gemutmaßt wird, wir alle wieder aus der Quarantäne rauskommen und was als erstes wieder in Gang kommt, so wird meine Branche, also live Events, sei es Theater, Oper, Tanz, Konzerte als aller aller letztes wieder in den Normalzustand versetzt werden.
Ich rechne nicht mehr damit dass ich dieses Jahr noch Arbeit bekomme, denn Social Distancing ist genau das Gegenteil von dem was ich tue. Ich fasse Menschen an in meinem Beruf.

Ich komme mir sehr unnütz und unnötig vor.

…et demain est un autre jour.

Tage wie Glas 23

Viele Notizen genommen hinsichtlich des Umschreiben des Textes. Andere wären schon längst damit fertig, doch Schreiben ist mein Hobby, nicht mein Beruf.

Ein Foto von heute morgen früh und wenn ich noch eher wach geworden wäre hätte, hätte der Mond noch höher gestanden.

So lang waren die Seitenhaare schon seit etlichen Jahren nicht mehr:

Ich kramte in den Frisurbüchern, die ich zur Recherchearbeit habe, und fand die beiden Bände wieder, mit den ganz besonders hässlichen Ausrutschern der 70er und 80er Jahre. Ich werde auf das Coverfoto hinarbeiten möglichst in der gleichen Haarfarbe…

Apéro in der Sonne.

Ein Gin Tonic mit frisch gepresstem Zitronensaft, denn die Zitrone musste weg. Schmeckte sehr gut.

Zum meinem Erstaunen gemerkt, dass die alleinstehende Nachbarin vom Nebenhaus Besuch hatte. Der Angebetete saß zwar in gebührendem Abstand zu ihr im Hinterhof, auf den ich hinuntersehen kann. Aber so ganz richtig ist das nicht, obwohl ich sie ein wenig deswegen beneide. Zu meinem weiteren Erstaunen gemerkt dass ein alleinstehender Bewohner des gleichen Hauses später am Abend ebenfalls Besuch hatte. Nanu!!! Was ist denn hier gefällig???

Ich weiß nicht mehr bei wem ich das gelesen hatte, ich glaube es war Miriam, die eine Biographie von Agatha Christe las. Dann hörte ich im Büchermarkt auf DLF ein Interview mit der Autorin Barbara Sichtermann und lud mir das Buch herunter. Das erste und zweite Kapitel gelesen. Es liest sich hervorragend.

Am Abend ein wenig im Fernsehen rumgezappt und auf einem Spartensender in dem ersten Mama Mia! Film hängengebleieben. Ich hatte kaum bis gar keine Erinnerung daran. Aber ich verstehe jetzt warum der Film so erfolgreich war. Die Freude und Ausgelassenheit ist schon sehr ansteckend, auch wenn die Story sehr dünn ist und nicht viel hergibt. Die Musik von ABBA bringt viele Erinnerungen zurück.

Tage wie Glas 22

Lange über dem Text gebrütet der nicht fürs Blog ist. Darum wird der Eintrag heute spärlich.

Da ich irgendwann Hunger bekam und nicht irgendwas in mich hineinstopfen wollte, gab es etwas schnelles.

Gebratene Champignons, scharf gewürzt mit Orecchiette.

Ansonsten ein sehr ruhiger Tag, wie all die anderen Tage auch.
Ich schaute mir einen kleinen Film von Alan Benett an, den ich vor langer Zeit auch einmal hier verlinkt hatte, weil ich dachte, er mir eventuell ein paar Inspirationen für den Text liefern würde. A Woman with no Importance mit Patricia Routledge ist ein Monolog für eine Schauspielerin, das ein Teil einer Serie von mehreren Monologen war. In Deutsch würde man es als Kammerspiel bezeichnen.
Ich werde es hier noch einmal verlinken, doch möchte ich auch darauf hinweisen, dass es für die, die wie ich, ganz allein zu hause sind, keine gute Idee ist sich das anzusehen. Nicht das es schlecht wäre, es ist eine großartige Schauspielerin in einer sensationellen Rolle, aber es ist sehr sehr traurig.

Am Abend war Restessen angesagt, und schaute mir einen Krimi von Agatha Christie an den ich noch nicht gesehen hatte. Julia Mc Kenzie in der Rolle von Miss Marple in Die blaue Geranie.

Später dann hatte ich noch ein langes Telefonat mit jemandem der für das Projekt verantwortlich ist für das ich den Text schreibe. Und weil es immer noch nicht abzusehen ist ob der Text je zum Einsatz kommt, einigten wir uns auf eine andere Form.Und da kam mir die zündende Idee für den Text die mir die ganze Zeit gefehlt hat! Uff!

Ich ging mit vielen Ideen und Sätzen die sich schon im Kopf formten, ins Bett.

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Der Cirque du Soleil hat für die Tage eine Zusammenstellung von verschiedenen Shows als einstündiges Spektakel aus seinem YouTube Kanal. Ganz besonders toll finde ich die erste Show, die auch einer ihrer letzten Kreationen ist. „Kurios“ bewegt sich im Steampunk/1900 Milieu mit wunderschönen Kostümen. Die anderen Shows „O“ und „Luzia“ hatte ich bereits gesehen.

Tage wie Glas 21

Spät wach geworden, obwohl ich gestern früher im Bett lag.

Lange gegrübelt wie ich am Text weitermache der nicht fürs Blog ist und Notizen geschrieben. So gesehen ist es schon gut dass ich noch etwas mehr Zeit dafür habe.

Eine Reihe von Telefonaten mit nahen Freunden und fernen Bekannten geführt. Wie die meisten Telefonate endeten auch diese mit den Spruch, „…und wenn das alles vorbei ist, fressen wir und durch die Menükarte eines Sternerestaurants“, oder so ähnlich.

Angeregt durch die Kaltmamsell die vorgestern Fondue machte, erinnerte ich mich an eine Soße die meine Mutter immer zu Fleisch Fondue machte, bestehend auf einer Basis von selbstgemachter Mayonnaise und dann immer wieder diversen Kräutern und Gewürzen verfeinert. Diese eine Soße war auf einer Basis von Wooster Sauce mit Pfeffer einem längs und quer durch den Eierschneider gedrückes Ei. Es war die Soße die immer in einer größeren Portion gemacht werden musste, weil sie reißenden Absatz fand.
Ich rührte sie gestern aus reiner Neugierde an, weil ich einfach wissen wollte, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege. Da ich aber aus Mangel an normalem Öl, Olivenöl nahm, wurde sie geschmacklich nicht so wie ich mir das in Erinnerung hatte. Ich verfeinerte sie dann aber mit ein paar Kräutern verflüssigte sie etwas mit ein wenig Wasser und gab ihr einen Schuss Essig. So wurde es für heute das ideale Dressing zu den Tomaten.

In der Abendsonne…

Dazu gab es Feierstengszalot die ich gestern beim Metzger auf dem Wochenmarkt gekauft hatte. Also gab es zwei Salate. In der Abendsonne MIT einem Glas Wein. Herrlich!

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Zur Zeit kursiert ja die Challenge Kinderfotos von sich zu posten. Da ich das schon vor langer Zeit gemacht habe, hier ein Rückblick auf die Fotos die es von mir bereits in Blog gibt:

Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und ich 1966

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Die fabelhafte Emmy von Emmy Made in Japan, die ich ja schon öfter verlinkt habe, hatte während ihrer Zeit in Japan in einer Sendung mitgewirkt. Hier besichtigt sie unter anderen eine Wasabi Farm.

Tage wie Glas 20

Ich hatte mir den Wecker gestellt damit ich zeitig auf dem Wochenmarkt wäre., den Samstags ist mehr Betrieb als Mittwochs.

Der geschlossene Spielplatz
Die Gleise für die Trambahn am Bouvelvard Royal, die dieses Jahr mit Sicherheit nicht fertig werden wird.

Auf dem Heimweg dem Nachbar unter mir begegnet. Es erzählte mir, dass das Ehepaar vom ersten Stockwerk inzwischen getrennt lebt. Ich hatte davon berichtet dass ich die Kinder bis zu mir ins dritte Stockwerk habe schreien hören. Das waren aber nicht die Kinder, das war die Frau…
Das sind die anderen hässlichen Auswirkungen der Bewegungseinschränkung.

Wieder zu hause gab es ein spätes aber schönes Frühstück auf den vorderen Balkon, mit einem Croissant von Oberweis.

Ich konnte nicht zu lange sitzen bleiben, denn die Sonne war so stark dass ich fühlte wie die Haut im Gesicht langsam ‚brutzelte‘.

Am Nachmittag mehrere Telefonate und Facetime Gespräche mit Freunden geführt. Es geht allen soweit gut. Die D. gab mir den Tipp mich doch einmal vom Grünewald verwöhnen zu lassen. Das Hotel und das Restaurant sind geschlossen aber die Küche ist geöffnet. Man bestellt per Telefon und Abends zwischen von 5 bis 7 Uhr kann man das Essen abholen. Werde ich nächste Woche machen.

Am Abend schaute ich mit den ersten Teil eines Dreiteilers an von „A very British Scandal“ an Mit Hugh Grant in der Hauptrolle des Abgeordneten Jeremy Thorpe. Mehr darüber wenn ich sie am Sonntag zu Ende geschaut habe.

Tage wie Glas 19

Die Glas Tage werden sich noch lange hinziehen. Die Schulen z.B. werden in Luxemburg voraussichtlich bis zum 4. Mai geschlossen bleiben.

Vom Vortag bleibt noch zu berichten, dass ich am Abend den Fehler machte und in meine Twitter Timeline schaute. Das machte mich wieder so wuschig und ließ mich lange nicht einschlafen, dass ich beschlossen habe Twitter erstmal zu meiden.
Frau Brüllen bringt das übrigens sehr gut auf den Punkt.

Dabei stelle ich wieder einmal fest, wie wichtig seriöser Journalismus ist, der sich auf Fakten beschränkt und keine sensationsheischenden Meldungen in die Welt setzt. Das ist die einzige Nachrichtenquelle auf die ich mich zur Zeit verlasse. Ich blättre jeden Tag meine Tageszeitung durch und schaue einmal pro Tag auf die Online Seite von rtl.lu. Was mich dort inzwischen ein wenig fuchsig macht, ist die Grafik der steigenden Zahl der Infizierten und der Todesfälle. Man könnte auch noch eine dritte Skala einführen, nämlich die Anzahl der Personen die die Infizierung überstanden haben und geheilt sind. Damit meine ich absolut nicht, dass ich die Pandemie nicht ernst nehme oder sie relativiere. Aber jede noch kleine positive Meldung ist genau so wichtig wie alle anderen.

Den Text der nicht fürs Blog bestimmt ist, ist fertig, doch muss ich ihn, nach einer Konslutation mit einer engen Freundin und Schriftstellerin, nochmal umarbeiten und dazu hatte ich heute keinen Nerv. Zudem ist es noch immer nicht klar ob er überhaupt gebraucht werden wird…

Ich flüchtete am Morgen in die Daddelwelt Runescape. Ich levelte das brandneues Skill „Archeologie“ hoch auf 33.

Am Nachmittag unterzog ich den Kaffevollautomaten einer längst überfälligen Tiefenreinigung. Ich mache das nur ungern, weil es mit einer Riesensauerei verbunden ist, aber noch schlimmer wäre, wenn ich es nicht machen würde und die Maschine gäbe jetzt den Geist auf. Nicht auszudenken….
Morgen unterziehe ich sie einer Entkalkung. Das Entklakungsprogramm dauert ungefähr ein Stunde, das ich starte bevor ich zum Wochenmarkt gehe.

Essentechnisch trat ich heute auf die Bremse. Der Rhabarber/Erdbeerkuchen hatte nämlich ein Riesenerfolg, dass heute schon nichts mehr davon übrig ist. Wenn es mich packt kann ich so was von verfressen sein…

Es war sehr bewölkt den ganzen Tag, bis :

Am Abend kurz bevor die Sonne unterging. Es waren nur wenige Minuten.

Tage wie Glas 18

Pixabay

Am Morgen überlegt ob ich die Überschrift aus „Tage wie Glas“ nicht in „Tage wie Panzerglas“ umwandeln soll. Die Idee wieder verworfen.

Langsam geht es ans Eingemachte…
Es erinnert mich ein wenig an eine spezifische Situation am Filmset. Wenn eine Szene in einem fahrenden Auto gedreht wurde, machten wir die Darsteller morgens zurecht, diese wurden ins Auto gesetzt, und das Setup der Kameras und der Beleuchtung rundum aufgebaut. Es gab dann für mich keine Chance mehr noch einmal an den Darsteller ranzukommen weil alles voll mit Kabel und Gestänge war. Ich erinnere mich ganz speziell an einen Film in der der Hauptdarsteller ein Taxifahrer spielte. Wir nannten es Autotravelling-Tage.
Dann hieß es warten, warten, und warten, und das solange, dass ich anfing mir existenzielle Fragen zu stellen. „Was mache eigentlich hier? Bin ich auf die Welt gekommen um mein Leben lang zu warten? Ich hätte was Gescheites lernen sollen!“
Wirklich etwas anderes während der Warterei machen ging nicht, denn ich musste ja auf Abruf bereit sein.
Himmel, was habe ich diese Tage verflucht…

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung.
Später wach geworden als sonst. Mein Schulterbereich grunzte bei jeder Bewegung. Ich muss wohl in einer verdrehten Stellung geschlafen haben.

Nachgeschaut ob sich das Posting von selbst veröffentlicht hat. Hat es. Manchmal klappt das aus unerfindlichen Gründen nicht.
Blogtechnisch hat sich was verändert. Seit gestern habe ich die neue Version 5.4. von WordPress, bei der jetzt beim Schreiben eines Postings alles ausgeblendet wird. Die Leisten links und oben sind weg. Man muss sie jetzt extra wieder einschalten. Mich persönlich haben sie nie gestört, im Gegenteil. Auch der neue Spotlight Modus ist so eine Spielerei die ich nicht nicht wirklich haben muss. Für alter Blogadel wie mich, der mit WordPress seit der Version 2.0 arbeitet und damals noch die einzelnen Postings mit handgeschriebenertippter html formatierte, ist das alles Pipifax.

Ein Foto von mir und zwei Darstellern macht zur Zeit die Runde in den sozialen Medien. Bohumil, der Hausfotograf des Theaters, machte es während dem ersten Fotoshooting für das Plakat eines neuen Stückes. Letztendlich war es viel Arbeit für die Katz, denn ein paar Wochen später machten wir das Shooting nochmal mit anderem Outfit und völlig anderer Maske.

Auf dem vorderen kleinen Balkon immer wieder Wespen und noch größere Kollegen der gleichen Art beobachtet, die alle verdächtig nahe an Fenster vorbei schwirren, so als ob sie ein Nest im Rollladenkasten gebaut hätten, was sie ja schon mal auf den hinteren Balkon getan hatten vor Jahren. Bitte nicht! Bitte nicht jetzt wo ich nichts dagegen tun kann! Ich werde das im Auge behalten und die nächsten Tage den Rollladen immer wieder bis zum Anschlag öffnen und schließen.

Den Rabarber den ich gestern auf dem Wochenmarkt kaufte, in eine Torte umgebaut. Mit Erdbeeren und einer Skyr/Sahne Creme. Damit drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn es ist fürs Auge, fürs Gemüt und die Hüfte.

Abendessen war dieses Rezept, das ich vor vielen Jahren mal als Werbepostkarte in einem Käse Fondue Restaurant in Nantua gefunden hatte.

Casse-croûte de copains aux morilles et Comté

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Einer meiner Lieblingssongs mit einem Glas Wein in der Abendsonne auf dem Balkon, oder auf dem Sofa, Hauptsache Füße hoch, mit geschlossenen Augen. Und Titel passt auch wie die Faust aufs Auge für die Zeit der Glastage.

Tage wie Glas 17

Haare selber schneiden.

Erstes Gebot was für ALLE folgenden Tipps gilt:
Immer dem Gefühl nach weniger wegschneiden als man eigentlich will. IMMER! Man kann immer noch nachschneiden wenn es nicht kurz genug ist!

Ein gutes Video hab ich schon mal hier gefunden wenn der Pony zu lang ist. Sie macht es genau richtig, was das Kürzen angeht. Ich würde jedoch auch die Seitenhaare mit einer Haarklemme oder Clip hoch oder zurück nehmen, damit sie nicht im Weg sind. Auch anschließende gerade wegschneiden einzelner Haarspitzen ist optional, aber das sagt sie auch im Video.
Achtung, dieses Kürzen des Ponys ist nur bedingt für einen sehr fransigen durchgestuften Pony gedacht! Das Fransige wird dadurch nicht nachgeschnitten. Aber es ist auch für den Pony ein gute Notlösung bis die Friseure wieder geöffnet sind.
(Sind sie in Deutschland immer noch geöffnet oder haben sie da jetzt auch geschlossen?)

Um einen kurzen aus der Form geratenen fransigen Haarschnitt wieder einigermaßen in Form zu bringen braucht ein bisschen mehr Geschick. Ich verlinke euch zwei Videos der gleichen Frau, die ein bisschen was davon versteht, mir aber insgesamt zu viel quasselt und nicht auf den Punkt kommt. Influencer Geschwafel halt. In dem Video ‚Wie man Haare fluffig schneidet‚ erklärt sie sehr umständlich aber schon richtig, wie man die Spitzen „ein“schneidet.

Das andere Video gilt nur wenn ihr euch irgendwann mal eine Modellierschere gekauft habt.
Aber da suche ich noch was besseres.

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Ein paar Fotos auf dem Weg zum Wochenmarkt. Ich bin so froh dass es den noch gibt und unterstütze die Händler so gut ich kann indem ich alle verfügbaren Produkte dort kaufe und nicht im Supermarkt.

Was mir seit ein paar Tagen sehr gut tut ist Musik hören. Fabrice aus dem Rooftop versorgt mich fast täglich mit Neuem, seien es live Sessions, Podcasts oder YouTubes.
Gestern schickte er mir Giolí & Assia. Die beiden Mädels sind großartig! Sie elektrisierten mich sofort, vor allem das erste Lied. Ich setzte die Kopfhörer auf, drehte voll auf, tanzte mir den ganzen Frust aus den Leib und es ließ mich für einen Moment die ganze Corona-Scheiße vergessen.
Merci Fab!

Tage wie Glas 16

Was ich anfänglich als Scherz in die Welt setzte:

…scheint sich immer mehr zu einer konkreten Nachfrage zu entwickeln. In FB wurde ich die letzten Tage mehrfach verlinkt, wenn Hilfe gewünscht wurde.
Aber Haarschnitte sind nun mal so individuell wie der Mensch der ihn hat und ich müsste demnach Einzelberatung per Skype machen. Video Tutorials wäre die andere Idee, doch ich bin im Editing ein sehr blutiger Anfänger, oder besser gesagt ich habe Null Ahnung davon.

Was ich aber die Tage machen werde (bitte nicht heute!!), ist ein Reihe von Links zusammenstellen zu Anleitungen, die aus meiner Profisicht wertvoll sind. Und vielleicht noch ein paar zusätzliche Erklärungen meinerseits wenn etwas nicht klar sein sollte. Alles was darüber hinaus geht, ist für mich zur Zeit zu viel.

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Der Kran steht seit meiner Rückkehr. Da ja die Baustellen auch alle geschlossen sind kann er nicht gefahren werden. Und doch bewegte er sich in den letzten Tagen durch die Windstöße. Jetzt steht er zum Balkon genau in dem Winkel als ob die Seitenarme abgebaut worden wären.

Ansonsten war es ein ruhiger Tag, an dem ich noch einmal lange am Rechner und an dem Text arbeitete, der nicht fürs Blog ist.

Die D. rief am späten Nachmittag an und spät abends hatte ich ein längeres Gespräch mit der N., die ja Schriftstellerin ist und mit der ich die erste Rohfassung des Textes durchging.
Und was sie mir zum dem Text sagte, war genau das was ich auch beim ersten mal laut vorlesen empfand. Ich muss da nochmal ran…puh.
Dialoge schreiben ist einfacher…

Übrigens das gestern angekündigte virtuelle Kaffeekränzchen fiel aus. Wird nachgeholt.

Else Buschheuer retweetete vor Tagen schon die Frage auf Twitter wie viel Menschen man kennt die den Corona Virus haben. Ich war dann doch sehr überrascht wie wenige.

Ich kenne fünf Menschen die es erwischt hat und zur Zeit in Quarantäne sind. Einer ist schon auf dem Weg der Besserung und hat seit ein paar Tagen keine Symptome mehr. Wenn er nächste Woche immer noch nichts hat, ist für ihn die Chose vorbei.

Vor ein paar Tagen schon beim rumzappen einen Sender im Fernsehen wiederentdeckt von ich gar nicht mehr wusste, dass ich ihn hätte. TCM (Turner Classic Movies)
Als ich noch in der Alten Heimat wohnte schaute ich mir oft Filme darauf an, am liebsten alte Klassiker die ich noch nicht kannte. Gestern Abend war es ein Film mit Joan Crawford. Mildred Pierce