Brunch

Ein sehr ruhiger Sonntag. Er begann damit dass es, nach nur wenigen Stunden Schlaf erstmal ein Brunch den „Überlebenden“ der Party gab, im der Bouneweger Stuff.
Es waren hauptsächlich die Herren, die alle aus dem Ausland angereist waren. Schweizer, Belgier, Franzosen, Engländer und Deutsche.
Ich habe ein paar neue sehr interessante Menschen kennengelernt.

Für den Rest das Tages hatte ich Wellness daheim programmiert.

Die Bären Wahl

Ein langer dunkler Tag. Am Abend eine zerrissene Wolkendecke, die nur kurz anzeigte, dass die Sonne auch da war.

Am sehr späten Abend dann die Bear Pride Party mit der Wahl des neuen Mr.Bear 2023. Sie hatten das ‚Ground‘ dafür gebucht, wie auch schon letztes mal für die andere Bären Fete.

Ich war zu Beginn daheim ein wenig auf dem Sofa eingeschlafen, denn solche Feten gehen ja immer spät los und hören früh auf, im Sinne von früh am Morgen. Doch als ich ankam hatte ich nichts verpasst.

Ja ich habe Fotos gemacht, und theoretisch könnte ich die auch alles zeigen, denn wir sind hier ja nicht bei IG oder FB. Aber…

Ich werde euch zwei Fotos zeigen.

Das waren die vier Kandidaten. Vor zwei Tagen noch waren es fünf, doch einer fiel dem Covid zu Opfer.

Geworden ist es der S. ganz links. Und er war überglücklich.

Und je später die Stunde umso fetischeriger wurde es.

Irgendwann werde ich vielleicht mal ein Posting über das Thema an sich posten, denn da scheint es immer noch viele Missverständnisse zu geben.

Kryptisch

Ich habe mir abgewöhnt zu hohe Erwartungen zu stellen, an Dinge, an Menschen überhaupt an das Leben selbst. Es bringt meistens nur Enttäuschungen mit sich. Darum versuche ich die meiste Zeit, alles mit einer gewissen Gelassenheit anzugehen und wenn etwas nicht klappt, was ja meistens der Fall ist, ist die Enttäuschung nicht so groß.

Aber manchmal schleicht sich etwas ein das man Träumen nennt. Etwas das die Phantasie beflügelt, ja fast zum Tagträumen einlädt und es ist unbeschreiblich schön. Doch manchmal ist es zu nah an der Realität. Dann geschieht genau das was ich immer versuche zu vermeiden. Erwartungen zu hegen und Hoffnung zu schöpfen… Genau das ist heute passiert…

Was letztendlich morgen oder überhaupt passieren wird oder nicht, wird sich zeigen.

Ich weiß das klingt alles sehr kryptisch und ich werde es auch nicht weiter dechiffrieren. Ich weiß was es für mich bedeutet und dass ich meine Fassung wiedergewinnen muss oder ich bin wieder für Wochen außer Gefecht gesetzt.

Das Foto ist lediglich dafür gedacht, dass ich selbst auch in paar Jahren noch weiß, was da einmal war.

Wiedersehen macht große Freude

Das triste graue Wetter ließ mich weitgehend in der Wohnung bleiben und es ging weiter mit dem Ausmisten mit dem ich schon vor ein paar Tagen begonnen hatte.

Unter anderem fand ich einer Sommerhose wieder, die ich mir Anfang des Jahres gekauft hatte und die dann verschwand. Ich war überzeugt, dass sie mit einer Tüte ungewollt in dem Müll geflogen war. Das hatte mich so gewurmt, das ich sie fluchs noch einmal orderte. Und es war auch die Hose die ich den ganzen Sommer über am öftesten trug von allem Sommerklamotten. Die erste Hose jedoch hing, entgegen aller Gewohnheiten, auf einem Bügel gut versteckt unter einem zugeknöpften Hemd, das ich nur selten anziehe. Wie sie dahin gekommen ist, ist mir schleierhaft. Aber dafür freute ich mich umso mehr jetzt zwei Paar dieser Hosen zu haben.

Am Abend dann die letzte Vorstellung einer Koproduktion, die anschließend in Mainz laufen wird. Ein wirklich schönes Stück mit hervorragenden Darstellern. Wenn hier jemand aus der Gegend mitliest, unbedingt ansehen, hier ist Link.

Quitten, Buch & Sprache

Ein schönes Interview mit Angela Lansbury die ja gestern verstarb und die noch mit weit über 80 Jahren auf der Bühne stand. CBS machte das Interview bereits 2009 und lud es jetzt noch einmal hoch.

Ansonsten war nicht viel. Es sind halt die Tage die weitgehend von Arbeit gezeichnet sind, über die ich ja nur sehr bedingt berichte.

Ich war auf dem Markt und fand schöne Quitten zum Einkochen mit Ingwer in Schwarztee. Das wird eine Aufgabe fürs Wochenende.

Lesen tue ich die letzten Tage mit sehr viel Freude der neue Ferdinand von Schirach – Nachmittage. Es gibt gleich zu Anfang eine Geschichte von einem roten Faden die mich sehr berührte. Mehr über das Buch wenn ich es aus habe.

Und während bei der Arbeit im Leerlauf war, hörte ich den Podacst einer alten Sendung vom RIAS aus den 80er Jahren. Deutsch für Deutsche über sprachlich Ungelenkes, das damals noch sehr auffiel aber heute in der Sprache verankert ist, dass man annehmen könnte es sei richtig. Ich musste beim Zuhören sehr oft grinsen. Es ließ mich darüber nachdenken wie oft ich ich hier seltsame Satzkonstruktionen schreibe, inklusive Tippfehler, und fehlenden Wörtern, weil mir das Tippen manchmal nicht schnell genug geht.

Cherish the day

Das Lied aus der Überschrift läuft in Hintergrund als ich das hier schreibe.

Sade – Cherish the day. Es ist aus der Apple Complilation Always Sunday, die jede Woche mit neuen Titeln gefüttert wird und die ich in letzter Zeit sehr oft höre.

Ich fing den Tag mit Schreibereien an. Doch es wollte nicht so richtig aus den Fingern fließen. Es gibt so Tage…

Den Rest des Tages ein wenig vertrödelt. Ja das gibt es auch…

Am Abend dann Arbeit wie gewohnt.

Noch später fuhr ich zum Flughafen und holte die A. ab, die dort ein verlängertes Wochenende mit ihrer Familie verbracht hatte.

Eine leere Flughafenhalle kurz vor Mitternacht

Wäsche & Ente

Das wetterfühlige Dingsbums in mir bewirkte, dass ich den ganzen Montag nicht auf der Höhe war. Schon am frühen Morgen ging es los. Ich hatte wie überhaupt die letzten Wochen Träume gehabt, die nah an der Grenze zu den Alpträumen vorbeischlittern. Ich hatte vorgehabt in Trier ein paar Einkäufe zu machen, was ich vom Programm strich als ich den Wäschekorb betrachtete. Also betätigte ich mehrfach die Waschmaschine und ansonsten hing in den Seilen. Zudem nickte ich immer wieder ein, als ob ich nicht genug Schlaf gehabt hätte.

Am Abend war ein Essen mit den „Huevos Rottos“ vorgesehen. Da es Montag war, war es wie immer schwierig ein ordentliches Lokal zu finden, den die meisten sind geschlossen. Das Thai House jedoch hatte geöffnet.

Ich hatte Tamarin Ente die sehr lecker war.

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Keine Fotos heute, dafür ein Doku von Arte über eine Darstellerin über die ich nicht sehr viel wusste, mit Ausnahme dass sie ein der Lieblinge von Hitchcock war: Tippi Hedren.

Sonntag

Ein traumhaft schöner Sonntag was das Wetter angeht. Ich hatte aber den halben Tag verbucht für Arbeitsdinge.

Zu berichten bleibt vom späten Abend, dass ich mit der D. und der K. ins benachbarte Ausland fuhr um die N. zu besuchen. Sie wohnt ja schon länger dort in einem kleinen Haus in einer alten Minenarbeiter Siedlung. Eine kleine Kuriosität in ihrem Wintergarten musste ich ablichten.

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Vor wenigen Tagen war eine Sängerin und Schauspielerin bei Jimmy Fallon zu Gast in die ich mal in meiner Jugend kurzzeitig sehr verknallt war. Debbie Harry.
Sehr sehr viele Jahre später hatte ich das große Glück einmal mit ihr Arbeiten zu dürfen auf einem Film von Peter Greenaway, in dem sie ein kleine Rolle übernommen hatte. Sie war im Gegensatz zu anderen Stars sehr zugänglich und sehr liebenswert.
Jetzt noch einmal gute 15 – 20 Jahre später war sie bei Jimmy Fallon in der Show. Man merkt ihr schon an, dass sie den ganzen Rummel um ihre Person immer noch nicht mag. Bienen (schaut euch das Video an) hatte sie aber schon damals als ich sie kennenlernte.

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Oskar Kokoschka ist einer der Maler mit dem ich mich noch nicht so beschäftigt habe wie ich es sollte. In dieser Doku hatte ich nun die Gelegenheit dazu,

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Hier noch ein kleiner Nachtrag weil ich es just entdeckt habe und es großartig und berührend ist:

‚Neue‘ Fotos & The Best of Posters

Der Handyvertrag war schon seit April abgelaufen. Und da ich weiß, dass Ende des Jahres sehr viel kommt das, abgelichtet werden soll und muss, spekulierte ich auf ein iPhone 14 Pro. Mit der Vertragsverlängerung wurde das Stück um mehrere hundert Euro günstiger. Am Freitag war es da, wurde eingerichtet und sehr spät in der Nacht machte ich das erste Foto oben vom Mond und den Wolken. Oh ja! Mit so wenig Licht und Breitwinkel hätte ich das mit dem davor nicht hinbekommen.

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Samstag Morgen und es ist Markttag. Es ist schön wenn man alte liebe Gewohnheiten wiederfindet. Ich traf sehr viele Bekannte.

Da heute die Nacht der Museen stattfindet, wollte ich mir das nicht unbedingt am Abend antun. Zudem war Abends anderweitig beschäftigt. Also ging ich mit der D., dem M. und der K. bereits am Nachmittag in zwei Museen. Die D. wollte unbedingt die Retrospektive des 2013 verstorbenen Gast Michels sehen, da sie und M. ihn persönlich gut kannten.

Der Künstler war mir vom Namen her bekannt, aber so richtig hatte ich ihn nie auf dem Schirm.

Die zweite Ausstellung war im City Museum, für die die A. die Museographie erstellt hatte. Die Geschichte des Posters:

Die Ausstellung ging von den Anfängen des Mehrfachdruck, also von Gutenberg an bis in die heutige Zeit. Die Herausforderung war für die A. die Poster gegen die massive und gruselige Holzverkleidung der ganzen Säle im 5.Stock zur Geltung kommen zu lassen. (Hier hatte wohl ein Architekt keinen blassen Schimmer wie man wandelbare Räume in einem Museum gestaltet) So kam die Idee sie luftig in Metallgestelle im Raum aufzuhängen.
Das letzte Bild übrigens war eine Theaterproduktion, der bei der auch ich mitgewirkt habe. Es ging um das 25- jährige Jubiläum den Kapuzinertheaters, das es auch schon davor gab aber sehr lange wegen Renovierungen geschlossen war, um in seiner heutigen Form zu eröffnen. Das Erste Stück nach der Renovierung „Le Balcon“ von Jean Genet. Zum 25. Jubiläum wurde es noch einmal aufgeführt. Das ist alles schon so lange her, dass das Plakat inzwischen im Museum hängt, was bedeutet dass auch ich indirekt dort hänge, und das ist dann doch ein sehr seltsames Gefühl.

Am Abend dann endlich die Premiere eines neuen Stückes, das ein großer Erfolg werden wird. Und damit wird es hier auch wieder etwas mehr zu lesen geben als die letzten Tage.

Drei Fotos der letzten Tage

Es wird wieder ruhiger hier werden, zumindest bis zum Ende der Woche.
Darum ein paar Fotos der letzten Tage.

Manchmal ist das Licht auf dem hinteren Balkon so wahnsinnig schön, dass ich regelrecht renne um das Smartphone zu greifen. Mit Recht. Zwei Minuten später war das Schauspiel bereits vorbei.

Wunderschönes Wetter am Dienstag und Mittwoch. Auf der Place d’Armes steht noch immer alles draußen als ob wir Hochsommer hätten. Zudem sind die Straßen hier noch immer gut gefüllt mit Touristen.

Und so sieht das aus wenn es leer ist, das Theater. Ich habe viele Erinnerungen an den Saal, habe viele Menschen kommen und gehen sehen. Wenn der Saal Geschichten erzählen könnte…

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In dem New Yorker Bericht, ‚Are you the same Person that you used to be’ von Joshua Rothman, stand ein Abschnitt der mich sehr zum Nachdenken brachte.

… In the voluminous autobiographical novel “My Struggle,” Karl Ove Knausgaard—a middle-aged man who hopes to be better today than he was as a young man—questions whether it even makes sense to use the same name over a lifetime. Looking at a photograph of himself as an infant, he wonders what that little person, with “arms and legs spread, and a face distorted into a scream,” really has to do with the forty-year-old father and writer he is now, or with “the gray, hunched geriatric who in forty years from now might be sitting dribbling and trembling in an old people’s home.” It might be better, he suggests, to adopt a series of names: “The fetus might be called Jens Ove, for example, and the infant Nils Ove . . . the ten- to twelve-year-old Geir Ove, the twelve- to seventeen-year-old Kurt Ove . . . the twenty-three- to thirty-two-year-old Tor Ove, the thirty-two- to forty-six-year-old Karl Ove—and so on.” In such a scheme, “the first name would represent the distinctiveness of the age range, the middle name would represent continuity, and the last, family affiliation.” …

Mal davon abgesehen, dass mir mein Vorname ganz gut gefällt, könnte ich mir vorstellen einen meiner anderen Vornamen zu gebrauchen, weil es an der Zeit ist? Denn ich habe noch zwei weitere, die ich durchaus gebrauchen könnte. Könnte ich mir vorstellen dass ich in einem nächsten Lebensabschnitt, der Rente z.B. oder einem kompletten Jobwechsel, einen anderen Vornamen zuzulegen? Jules? Emile? (Das sind die beiden anderen Namen)

Ein spannender Bericht der mich gerade jetzt sehr interessierte, weil ich denke dass ich mich an einem Punkt meinem Leben befinde an dem ich etwas ändern muss.

Von Knokke zurück nach Luxemburg

Ein gute Nacht aber ich war sehr früh wach.

Ich schaute mir am Morgen die dritte Folge von Generation Art an, das Projekt weswegen es im Juli im Blog so ruhig war. Ich hätte es auch schon früher Post können denn die Serie läuft seit Mitte September.

Ein Foto von der A. die weiß, dass ich die Skulptur sehr mag:

…mit Möwe.

Später, auf einem Streifzug durch Knokke fand ich zwei schöne Seifenschalen für das Bad. Die letzten die ich erstanden hatte, waren aus Plastik von denen die Farbe langsam abblätterte. Ich hätte sie nie kaufen sollen. Diese hier sind aus Metall und sicherlich länger haltbar.

Es war eine gute Idee gewesen herzukommen und dem Schmuddelwetter das in Luxemburg sein Unwesen trieb, auszuweichen. Zudem was in Knokke fast um 10 Grad wärmer.

Am Nachmittag wollten wir los um den langen Weg zurückzufahren, als wir mit Schrecken feststellten, dass der Tiefgaragenaufzug nicht ging. Die A. jubelte, denn sie wäre gerne noch einen Tag länger geblieben. Doch wir konnten das Problem selbst lösen. Es war ein weggeworfenes Papiertaschentuch das den Sensor blockiert hatte.

Daheim begrüßte uns eine untergehende Sonne und kleine rosa Wolken.

Knokke: Ein Tag am Meer in Bildern

Nein, das ist nicht Nessy. Das ist diese wunderschöne Skulptur unten, hier aber bei Flut:

Für den Abend hatte die A. einen Tisch in einem libanesischen Restaurant bestellt. Im Mére Liban wurden wir sehr gut empfangen und das Essen war sehr gut. Die A. und ich hatten ein veganes Menü bestellt, das aus mehreren Mezze heiß wie kalt bestand, einem Hauptgericht und einem Milchreis als Dessert. Aber es war um etliche Längen zu teuer und es schien uns, als ob die hippe Klientel in Knokke hier gründlich verarscht wird. (Auf lux.: bei d’Lisette geloos)
Für den Preis gibt es anderweitig Spitzenküche mit Stern.

Wir wackelten vollgefressen zurück zur Wohnung und sofort ins Bett.

Arbeitsreiche Tage & ein verlängertes Wochenende

Wie immer, wenn die unverblogbaren Dinge zuschlagen, gibt es nicht viel zu erzählen. Das war von Dienstag bis Donnerstag der Fall. Aber dafür kann ich vom Freitag berichten.

Die A. hatte mich bereits vor meiner Abreise nach St. Jean gebeten, dass ich mir doch bitte dieses Wochenende freihalten sollte. Gesagt getan, obwohl es pures Glück war dass es sich so einfügte.

Den Morgen verbrachte ich mit Dingen für die Zukunft klären und es war gut dass ich sie in Angriff genommen hatte. Das hätte nämlich schief gehen können.

Gegen Mittag fuhren wir los nach Knokke-Heist.

Wie immer wenn wir hier her kommen, gibt es unterwegs die Monumentalskulptur von Bernar Venet zu sehen.

Die Stecke ist ein wenig zu einem Unding geworden, da sie übersät ist mit Baustellen. Zudem fuhren wir einen kleinen Umweg um den Ring in Brüssel zu vermeiden, der ab dem frühen Freitag Nachmittag möglichst zu meiden ist.

Kurz nach 17:00 waren wir da.

Noch einmal den gleichen Atlantik sehen wie in St.Jean, aber sehr viel weiter nördlich.

Ich schreib schon mal im großen Teilen hier vor bevor es Zeit war fürs Abendessen.

Wir speisten im Phare, wo zu unserer großen Überraschung der Kellner luxemburgisch sprach. Es waren nur ein paar Brocken aber immerhin, Mit der ganzen luxembugischen Klientel, die immer hier in Knokke vertreten ist, hat er es wahrscheinlich mit der Zeit gelernt.

Ich hatte Aal, der sehr lecker war und den ich schon lange nicht mehr gegessen hatte.

Anschließend ging es noch mit Blue über den stockfinsteren Strand und dann fix ab ins Bett.

Samstag Abend, Sonntag & Montag

Als ich am Samstag Abend wider in den heimischen vier Wänden ankam, musste ich entsetzt feststellen dass die Putzhilfe zwei Fenster auf Kipp gelassen hatte und die ganze Wohnung eiskalt war. Wenn ich sie in Reichweite gehabt hätte, hätte ich sie, die Lüftungsfanatikerin, umbringen können.
Doch die Pumpe der Heizung im Keller wollte nicht. Mist Mist MIST! Also nahm ich die Minielektroheizung aus dem Atelier mit nach oben und heizte mir zumindest das Bad auf.

***

Der Sonntag bestand im wesentlichen aus Auspacken und Waschen. Die A. war so nett gewesen und hatte mich für einen Brunch zu ihr eingeladen, da ich ja keine Gelegenheit gehabt hatte etwas einzukaufen.
Am Nachmittag hatte ich Besuch von dem P. wegen einem Projekt nächste Woche. Wir saßen noch eine Weile auf dem Balkon, weil die Sonne ein letztes mal schien und wir sie in vollen Zügen genossen, denn die nächsten Tage sollte Schluss damit sein.

***

Am Montagmorgen reif ich sofort die Hausverwaltung an damit sie sich und die Heizung kümmern. Es kam aber erst jemand am späten Nachmittag. Ich hatte derweil nebst anderen Arbeiten auch ein wenig eingekauft. Das es nur windig war, knappe 12 Grad und ohne Unterlass nieselte, kam ich für das Abendessen auf folgende Idee:

Ja, genau. Käsefondue. So früh in der kalten Jahreszeit habe ich noch nie ein Wintergericht gegessen. Es schmeckte herrlich, wärmte mich durch und durch auf und ich fühlte mich wieder wie ein Mensch.

St. Jean: Letzter Tag

Am Morgen verabschiedeten wir Herr und Frau Kaltmamsell, die wegen dem ausgedehnten Dinner bei Bidaian hiergeblieben waren. Sie hätten noch einen Zug gegen 23:00 bis zur Grenze nach Hendaye bekommen, aber die halbstündlichen Topos hörten bereits gegen 22:00 auf.
Schwimmen war am Morgen leider keine Option, denn es war sehr frisch und das Wetter sah nicht nach vergnügtem Sonnenschein aus. Nach einem Kaffee im Chistera und einem weiteren Gang zu Henriet, (die Kaltmamsell nahm einen baskischen Kuchen mit Kirschen mit) begleiteten wir sie noch bis zum Bahnhof.

Anschließend kauften die D. und ich noch ein paar Dinge ein am Markt.

Am Nachmittag machte ich einen auf ruhig weil ich dann doch nicht so viel geschlafen in der Nacht hatte.

Am Abend ging es dann in ein anderes Lieblingsrestaurant. Instincts.

Es war das beste Menü das ich diesmal in St.Jean gegessen habe. Vor allem die Hauptspeise, das Geflügel, war so fein abgeschmeckt mit ein leichten pfefferigen Note, die mir sehr gefiel.

Am Meer vorbei zurück zur Wohnung:

Und morgen geht es wieder heimwärts.

St. Jean: Besuch aus San Sebastian

Nach einer eher mittelguten Nacht, startete ich sehr ruhig in den Tag. Schwimmen ließ ich erstmal beiseite und kümmerte mich um Mails, in denen ich ein paar Bomben fand um die ich mich sofort kümmern musste. Hui.
Ich werde nächste Woche sofort durchstarten müssen.

Am frühen Nachmittag kam der Besuch. Einer meiner emsigen Leser hatte es bereits in einem Beitragskommentar davor richtig geraten, dass es eventuell ein Bloggertreffen geben könnte.
Herr und Frau Kaltmamsell kamen aus San Sebastian angereist. Ich holte sie am Bahnhof ab. Große Wiedersehensfreude.
Ich zeigte ihnen St. Jean mit all dem diversem geschichtlichen Hintergrund den ich kenne, wir gingen zu Henriet, Schokolade reichen (kostet ja nichts) und ich bestellte Dinge für meinen Abreisetag am Samstag. Bei Bargeton schlabberte Herr Kaltmamsell eine Kugel Eis mit Calamansi und ich hatte ein Aquashake von der gleichen Sorte. Dann ging es weiter hoch zur St. Barbe nördlich von St. Jean. Da das Wasser sehr ruhig war und die Bucht durch die Deiche gut geschützt ist, konnte ich ihnen hier jedoch zeigen wie wild das Meer selbst an ruhigen Tagen sein kann.
Die D. gesellte sich dann etwas später dazu als wir im Grand Hotel auf der Terrasse saßen und eine Pause machten. Es gab viel zu erzählen.

Den Apéro nahmen wir im Suisse ein. Die Kaltmamsell lernte das Getränk Suze kennen, das ich ja seit Jahren immer wieder gerne trinke und Herr Kaltmamsell entschied sich für einen Klassiker der ihm nicht bekannt war, aber schon oft davon gehört hatte. Ein Picon Bière.

Später machte ich dieses Schattenfoto von uns in der untergehenden Sonne.

Am Abend ging es dann zu Bidaian, der nach ein paar Tagen Urlaub wieder geöffnet hatte. Es gab ein fünf Gänge Menü

Dazu ein sehr schöner Bourgogne Aligoté von Fanny Sabre, der ganz hervorragend war.

Ein schöner Tag.

St Jean: Château d’Urtubie

Den Dienstag verblogge ich aus Gründen nicht. Selbst wenn ich in mehreren Jahren nicht mehr weiß was da war, es sei meinem zukünftigen Ich versichert, dass es wirklich nicht verbloggenswert war.

Am Mittwoch stand ein kleiner Ausflug auf dem Programm. Das Château d’Urubie hatte weder die D. noch ich gesehen.

Das Schloss befindet sich in Urrugne nicht weit von St. Jean entfernt und wer gut zu Fuß ist, kann es auch locker in einer guten Stunden so erreichen. Der Weg bis hin ist halt nicht toll, weil er beständig an sehr befahrenen Straßen entlang führt. Wir nahmen den Bus.

Das Schloss wurde 1341 erbaut und ist eins der wichtigsten Schlösser der Gegend. Es ist im Familienbesitz in der 24!!! Generation, und erhält sich von den Kosten her vom den Eintrittsgeldern der Besichtigungen und dem kleinen Hotel, denn man kann auch dort schlafen.
Die D. und ich fragten uns ob wir tatsächlich einmal dort übernachten möchten. Ich war nicht so sehr davon überzeugt. Eines der Hotelzimmer das zur Zeit nicht belegt ist, konnte man sich ansehen und das war nicht so mein Ding.

Fotos von den Innenräumen habe ich leider keine, denn das war nicht gestattet.

Im hinteren Parkteil befinden sich eine Reihe von Beeten mir allerhand Heilpflanzen und im Keller gibt es ein Escape Room den man auch mieten kann.

Im Innenhof stand eine seltsame Figur.

Das Schloss ist jetzt nicht so gewaltig, dass man es nicht erfassen könnte. Dabei stellte ich mir die Frage, ob ich mir vorstellen könnte Schlossbesitzer ( ein sogenannter Châtelain) zu sein. Erstens wäre da die gewaltige Verantwortung dem historischen Gebäude gegenüber und zweitens man opfert sein gesamtes Leben einem Bauwerk. Nein, ich könnte das nicht.
Ich habe schon so oft Menschen in Fernsehdokumtationen gesehen, die sich mit Begeisterung eine Schlossruine gekauft haben und dann erst merkten, dass es ein finanzielles Fass ohne Boden ist.

Am Abend speisten wir gemütlich in der Piels d’Asiettes und gingen früh zu Bett.

St.Jean: Chillida Leku

Ich hatte mir den Wecker gestellt, nach einer eher mittelguten Nacht. Es ging heute ohne Schwimmrunde zeitig raus zum Bahnhof nach San Sebastian. Zielort: Chillida Leku.

Mit dem Zug nach Hendeye und dort weiter mit dem Topo:

Von der Haltestelle Errekalda sind es noch zehn Minuten zu Fuss. Wir hatten den Park schon einmal gesehen vor der Pandemie und waren hin und weg davon. Ein zweiter Besuch war also mehr als empfehlenswert.

Es ist ein Ort der Kunst und der Ruhe.

Nein, das ist keine Chillida Figur. Das wäre schon seltsam wenn er zu seiner Zeit gewußt hätte dass es einmal Smartphones geben wird. So ganz habe wir nicht herausgefunden von wem die Skulptur ist.

Den Parc in seiner ganzen Pracht zu zeigen ist schwer. Man muss ihn einmal selbst gesehen haben.

Wieder im Zentrum der Stadt trafen wir die S. die zur Zeit auch hier weilt wegen dem Filmfestival.

Wir aßen Pinchos zu Mittag in einem Lokal direkt an der Konstituzio Plaza. Es war das allererste Lokal in das mich die D. bei meinem ersten Besuch geführt hatte und wo ich lernte dass Pinchos so viel mehr sein können. Himmel war das lecker!

Wieder in St.Jean (die Rückfahrt mit Topo und Bahn ging fix, schlauchte aber sehr) waren wir beide k.o. Wir schrieben es dem Umstand zu, dass wir noch nicht schwimmen waren. Und in der Tat das Meerwasser wirkte Wunder.

Für ein Miniabendessen begaben wir uns in P‘tit Suisse, bei dem der Sonnenuntergang mir dieses schöne Foto bescherte.

St.Jean: Der erste Tag

Warum habe ich das nicht daheim vor der Haustür?

Wir gingen etwas später los da es doch ein wenig kühl war, aber das Schwimmen tat guuuuut.

Gegen Mittag ein Snack im Bar Basque (deren Teller so schön sind, dass ich sie gerne selbst hätte) Der Croque Madame war einer der leckersten die ich je gegessen habe.

So sieht ein strahlend grinsender Joel aus:

Den Nachmittag verbrachte ich am Strand mit lesen und braun werden.

Am Abend ging es dann die Buvette der Markthalle, in der die D. Und ich schon lange nicht mehr waren. Ich hatte Axoa mit Espelette und die D. Sardinen.

Großartig! Aber danach fühlte ich mich leicht überfressen.

Wir machten früh Schluss denn morgen haben wir mehr vor.

Mal was anderes

Da ich den Beginn des Tages gestern schon vorweg genommen habe, kann man sich denken dass ich den ganzen Morgen ein wenig durch den Wind war.

Ich kannte Elena, wenn auch nicht gut, aber die paar mal die wir uns gesehen hatten und ihre emsige Aktivität bei Twitter, ergaben für mich das Bild eines Menschen, den ich gerne besser gekannt hätte. Es ist unfair dass sie so früh gehen musste, dass sie ihrem Mann und vor allem ihren zwei Kindern einfach so urplötzlich entrissen wird.
Ich weiß nur zu gut wie sich das anfühlt, diese innere Ohnmacht etwas so endgültiges wie den Tod nicht mehr richten zu können. Es ist so, als ob etwas in einem selbst zerspringt in Millionen kleiner Scherben, das nie wieder heil werden wird. Als mein jüngerer Bruder starb mit 27 Jahren, kam es mir vor als ob man mir einen Teil meiner Seele amputiert hätte.
Was mich damals rettete, war die Einsicht aus dem Schmerz etwas positives für mich selbst zu ziehen, denn darin zu zerfließen, bringt den geliebten Menschen nicht wieder.

Und als ob das Schicksal mir diesen Vorsatz am Abend noch einmal richtig zeigen wollte, sah ich ein Video von einer Seifenmacherin die für sich beschloss, die nächsten Wochen und Monate, die sozialen Plattformen zu meiden. Allen voran die Zeitverschwendungsapp TikTok, die ich eh nicht habe, aber auch Instagram und Facebook die inzwischen alle diese unsäglichen Shorts wie TikTok haben. YouTube übrigens auch.
Auch Twitter macht mich in letzter Zeit nicht besonders glücklich. Im Gengenteil, es zieht mich runter mich jeden Tag immer wieder mit dem Wahnsinn der Menschheit zu beschäftigen. In meiner kleinen gepflegten Bubble kommt er zwar nicht so häufig vor, aber von den großen Twitterern schwabt immer mal was davon auch in meine Timeline.

Und so beschloss ich Twitter, Instgram und Facebook zwar nicht zu schließen aber zumindest die Apps vom Smartphone zu löschen. Die automatisierten Tweets die beim Hochladen eines Blogpostings erzeugt werden, lass ich weiterlaufen. Ich werde dass jetzt mal eine Woche lang durchziehen und sehen wie es mir damit geht.

Hier im Blog wird es kontrastreich weitergehen, denn ab morgen weht wieder eine frische Meeresbrise.

Yoga nebenan & eine traurige Nachricht

Arbeitstechnisch ist wenig los und wenn ich mir die nächsten Monate im Kalender ansehe, sieht das eher bescheiden aus. Nun ja… Ist ja nicht so als ob es nicht schon davor gegeben hätte. Darum habe ich beschlossen, dass ich die nächsten Monate etwas anderes mache. Allen voran Ende des Jahres. Aber das erzähle ich wenn es soweit ist.

Zur Tagesberichterstattung: Gut geschlafen geht anders, aber ok, ich kann es ja nicht ändern. Darum habe ich auch den ganzen Morgen restlos und mit gutem Gewissen vertrödelt. Aber nur daheim rumhängen ist auch blöd, also begab ich mich in die Stadt. Dort begegnete ich der Mutter zweier Schulfreunde, die mich so anstrahlte, als ob sie mich jahrelang nicht gesehen hätte. Sie erzählte mir von ihren Kindern und dass ihre Tochter mich auf den Bermudainseln regelmäßig sehen würde. Dabei kamen viele Erinnerungen hoch. Das letzte mal dass ich mit ihr gearbeitet habe, war 2000 für ein Musical.

Ich setzte mich kurz im Renert auf die Terrasse. Dort war eine größere Vorbereitungen für dem Abend zugange. Vom 12.-18. finden weltweit die Campari-Negroni Tage statt, und man stellte alles um für ein größeres After-Work Apéro mit DJ und allem Pipapo.

Ich fuhr nach Junglinster, aber eher aus Zufall statt gewollt. Dort schaute ich mich in einem Möbelhaus um und fand ein paar Schnäppchen für die A., die schon länger nach genau diesen suchte für die neue Wohnung.

Wieder in der Stadt setze ich mich auf ‚meine Terrasse‘ im Parc Belair. Da der Kühlschrank nichts mehr hergab. Und während ich dort saß ging nebenan, wie jeden Abend wenn es nicht regnet, die Post ab. Es fand die übliche Yogastunde statt.

Die A. gesellte sich später dazu nachdem Dalton versorgt worden war.

Es wurde nicht sehr spät.

***

Für gewöhnlich greife ich nur sehr selten dem Tag vor, aber hier muss ich es wohl.
Ich habe heute morgen beim Aufstehen erfahren, dass die sehr liebe und lebensfrohe Elena aka Journelle urplötzlich verstorben ist. Ich hatte sie vor Jahren auf der re:publica kennen gelernt und es war eine sehr schöne Begegnung. Über die Jahre sahen wir uns immer wieder dort. Das letzte mal war dieses Jahr im Hof der Arena neben dem Badeschiff, wo man einen kleinen Strand errichtet hatte. Sie war wie ich eine begeisterte Schwimmerin. Ich erinnere mich an ihre Schwimmabenteuer in Flüssen und eiskalten Teichen, über die sie in ihrem Blog berichtete. Auf Twitter stand sie für das Gute, Schöne und Richtige.
Sie wird mir sehr fehlen.

Regentag mit Foto & Flammkuchen

Ein weiterer ruhiger Tag, der mit viel Regen gesegnet war. Es hatte in der Nacht schon sehr geschüttet.

Am Morgen las ich mit Begeisterung über die Reiseabenteuer von Herr und Frau Kaltmamsell, die zur Zeit in Paris sind.

Ich schreib eine Weile, erledigte ein paar Haushaltsdinge und als ich auf die Uhr schaute war es auch schon fast 13:00 Uhr. Dabei hatte ich noch nicht einmal geduscht! Huch!

Die A. rief an ob ich Hunger hätte. Sie müsste aus der Wohnung raus weil die Putzhilfe da sei. Also verabredeten wir uns im Park im Pavillon. Zu essen gab es für mich ein Flammkuchen dessen Speck sehr trocken und sehr salzig war. Das merkte ich aber erst im Nachhinein ich sehr durstig war.

Ich fand auf Insta von den Tagen davor viele Fotos des Projektes, das hier nur so halbwegs unter den Beiträgen den „langen Tagen“ zu finden ist. Jetzt da es vorbei ist, kann ich eines zeigen.

Den Abend verbrachte ich mit zwei Folgen vom Bletchley Circle auf One, Ich hatte die Serie vor Jahren gesehen hatte aber kaum noch Erinnerungen daran.

Schwimmen & Begeisterung

Ein weiterer ruhiger Tag, der erstmal mit einer Schwimmrunde begann. Oh wie hatte ich das vermisst, seit St. Jean! Aber ich werde mich nach einem anderen Schwimmbad umsehen müssen, denn richtig Schwimmen ist in der Badeanstalt einfach nicht drin. Es sind zu viele Planschgäste, die es einfach nicht kapieren, dass wenn wir zu dritt an der Seite versuchen unsere Bahnen zu ziehen und den Rest des Pools den Planschern überlassen, es nicht gut kommt, just dort ein Schwätzchen zu halten. Und damit rammte ich zwei Planschhkühe, die so gar nicht auf ihr Umgebung achteten. Nun ja…

Mit Begeisterung las ich anschließend im Vis-à_vis, im neuen Alan Bennett Buch. Es beginnt mit einem Text von Nicholas Hytner, der während der Pandemie entstand. Er beschreibt wie, gegen alle Widrigkeiten, im Einklang mit allen Schutzmaßnahmen, eine Neuverfilmung der Serie Talking Heads zustande kam und dass Bennett für diese Serie schon vor etlichen Jahren drei neuen Texte geschrieben hatte. Ich wusste nicht dass sie noch einmal völlig neu verfilmt wurde.

Was ich sehr berührend fand, war die Begeisterung, doch etwas tun zu können obwohl wir sonst alle dazu verdammt waren, in den eigenen vier Wänden zu hocken.

Aber noch viel, viel mehr hoffe ich, dass irgendjemand einer fernen Tages dieses Buch in einem Antiquariat zur Hand nimmt (mal angenommen, so was gibt es dann noch), die Einleitung durchblättert und sich undeutlich daran erinnert, dass es da einst dieses schreckliche Virus gab, das beinahe alles zum Stillstand brachte.

Alan Bennett (Nicholas Hynter) – drei daneben

Am Abend war ich kurz zu einer kleinen Geburtstagsfete einer langjährigen Freundin geladen, die schon eine Weile hier im Viertel wohnt, die ich aber noch nie besucht hatte. Und so lernte ich eine Ecke des Viertels kennen, die ich nie durchfahre oder laufe, weil sie etwas abseits liegt und eine reine Wohngegend ist. So ging es übrigens den meisten Gästen.

Ich war früh daheim. In der Nacht würde ich aber mehrfach durch unglaubliche Wolkenbrüche inklusive Blitz und Donner geweckt.

Ruhetag

Als ich für den gestrigen Beitrag im Blog zurückblätterte um zu sehen was ich denn so über den 11. September geschrieben hatte, fand ich viele Postings von meinem Geburtstag, von denen ich nicht mehr wusste dass ich mir eine solche Mühe damit gegeben hatte.
Ich machte 2009 z.B. eine komplette Recherche, wer an dem Tag geboren wurde, wer starb und was sonst noch so passierte.
Ich denke dass da sicherlich noch sehr viel mehr ist, aber ich hatte die Ereignisse und Namen ausgewählt, die weitgehend bekannt waren. Vielleicht sollte ich das nächstes Jahr wieder tun…
Es wäre überhaupt ein schöner Zeitvertreib für alle Bloggerkolleginnen es an ihrem eigenen Geburtstag zu versuchen. Neugierde genügt.

Ansonsten ist der Montag schnell aufgeschrieben. Es war ein Ruhetag. Ich blieb zuhause, räumte die letzten ‚Leichen‘ vom Fest weg, putzte, betätigte die Waschmaschiene, las, schreib, aß die die Reste von der Feier und war sehr früh im Bett.

Ein Sonntag mit einer kleinen Flucht

Vielen Dank für all die Glückwünsche die durch alle möglichen Kanäle kamen. Ein Titel den man mir in einer Grußbotschaft gab: Ein Urgestein der Bolggeria.
Yep,Passt!

Ich hörte am Morgen nebenbei einen schönen Podcast über die Queen:

Aber wie auch schon am Tag davor war die Nacht kurz. Ich musste früh arbeiten, was eher ungewöhnlich ist, aber nicht so sehr dass, ich es nicht schon erlebt hätte. Ein Satz der dabei hängen blieb, den ich nicht selbst gehört habe, aber er wurde mir späterhin zugetragen: „Was? Ihr konntet Joël anheuern? Wie habt ihr das gemacht? Kommt er etwa wieder?“
Die Sätze beinhalteten ein Dilemma aus vergangenen Zeiten, gaben mir aber zugleich das Gefühl, damals richtig gehandelt zu haben und dass Viele es bedauerten, mit Ausnahme von dem, der der Auslöser dafür war. Entschuldigt hat diese Person sich nie. Nun ja…

Nach getaner Arbeit, fuhr ich in die Alte Heimat. Es war ein bisschen zu viel Socializing die letzten beiden Tage. Ich musste ein wenig für mich sein und ich hatte den A. schon lange nicht mehr gesehen. Mittagessen gab es im Steak House.

Als ich zurück zum Wagen ging, den ich auf dem Parkplatz hinter dem kleinen Supermarkt abgestellt hatte, ging ich an der Straße ‚Devant le Marché‘ vorbei, in der ich vor sehr vielen Jahren mal gewohnt hatte, und die wegen der zuerst angedachten Umbauten und dann der Ausgrabungen, völlig verschwunden ist. Ich hatte schon einmal kurz darüber berichtet. Diesmal machte ich Fotos.

Unter dem Überbau befinden sich die Ausgrabungen, von denen man nur wenig sieht.

Ich fuhr auf Umwegen heim zuerst durch das kleine Dorf Osweiler. Ich kenne es seit meiner frühesten Kindheit, weil die Siedlung in der ich aufwuchs, just nebenan liegt. Zwischen den beiden Orten liegt ein Wald, in den ich einer der Texte verankert habe, an den ich die ganze Zeit in St.Jean gearbeitet habe. Ich erschrak ein wenig als dort vorbei fuhr. Vom dem kleinen Feldweg aus über den ich fuhr, ist die besagte Stelle nicht mehr zu sehen, weil dort ein gewaltiger Bauernhof errichtet wurde. Das macht die Ecke nicht mehr so menschenleer, wie ich dachte…

Weiter ging über die Dörfer Dickweiler und Girst bis nach Hinkel, das an der Sauer liegt. In Born versuchte ich das kleine Hotel wiederzufinden in dem Tante Gritty ihre Hochzeitsfeier hatte. Es steht inzwischen ein anderes Haus dort mit Wohnungen.

Kurz vor Wasserbillig nahm ich die Autobahn und war am späten Nachmittag wieder in der Stadt.

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Am Abend schaute ich über mein Twitter Timeline und entdecke ein Druko von Mumu.


Am 11.September 2001 gab es mein Blog noch nicht. Aber weil es so einer der Tage ist, an dem viele sich erinnern wo sie waren und was sie taten, als sie es erfuhren, blätterte ich zurück um zu sehen ob ich das irgendwann einmal aufgeschrieben hatte. Nein. Aber am 11.September 2006 schrieb ich folgendes:

Jedes Jahr am 10. September feiere ich meinen Geburtstag.
Jedes Jahr am 11. September haben wir gefälligst geschockt zu sein und in tiefer Trauer zu zerfließen, wegen dem Anschlag auf das WTC. ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN VERDAMMT NOCH MAL!!!
Das Leben geht weiter und solange wir daraus immer wieder ein Welttrauertag veranstalten, bleiben wir am gleichen Fleck kleben und kommen nie von der Stelle. Und jedes Jahr immer wieder die gleiche Frage. Wo war man denn als das gerade passierte und man davon hörte? Ich weiß es nicht mehr und es interessiert mich auch nicht mehr!

joel.lu

Oh doch, ich weiß es noch, weil mein Geburtstag am Tag davor war und ich ihn wegen der Arbeit nicht feiern konnte. Also verschob ich die kleine Feier für den 35. Geburtstag auf den 11. September

Am Morgen hatte ich ziemlich viel um die Ohren und war elend lange mit dem Auto unterwegs in dem ich aber kein Radio hörte. Am Nachmittag musste ich noch kurz in die Produktionsbüros eines Filmstudios, (das Studios gibt es schon lange nicht mehr) Als ich dort in die Flure kam, war es still umd alle klebten im Konferenzsaal vor dem Fernseher.

Am Abend kamen dann doch alle Freunde mit ins Restaurant in des ich geladen hatte. Es war das Hotel Brimer in Weilerbach. Die Stimmung war getrübt es war wohl einer der ruhigsten Geburtstage die ich je gefeiert habe. Mit all den Freunden die mit am Tisch saßen (wir waren glaube ich zu zehn) habe ich heute keinen Kontakt mehr. Mit einigen ganz bewusst, mit anderen hat es sich mit der Zeit im Sand verlaufen.
Und wenn ich heute zurück denke, war es auch abzusehen, dass es irgendwann so kommen würde.

Ein sehr langer Tag

Puh!

Durch die Unwetter in der Nacht, die beständigen Wetterumschwünge und den frühen Wecker am Morgen fing ich dem Tag mit Schwindel und Kopfschmerzen an. Ich hatte gottlob am Abend davor alles fertiggeschrieben, was ich für den Tag brauchen würde. Die Arbeit wurde ein Spießrutenlauf. Ich dachte noch dass ich alles recht gut im Griff gehabt hatte und die Imterviewpartner alle ganz passabel waren. Es stelle sich im Editing als schwieriger heraus. Außerdem war musste ich zum erstem mal Archivbilder raussuchen.

Als alles fertig war, war es so spät dass mir noch so just Zeit blieb für einen schnellen Sprint heim und gleich wieder loszufahren um für einen Maskenjob. Der dauerte länger als geplant, aber das Resultat versetzte alle in Awwww.

Und so kam ich dann zum dritten Termin mit fast einer Stunde Verspätung an. Mitten in der belgischen Pampa hatte eine Kollegin zu einer großen Feier eingeladen. Der Großteil derer die ich hätte kennen sollen, hatten jedoch wegen des plötzlichen Todes eines Bekannten abgesagt. Also kannte ich erstmal fast keinen. Ich setzte mich erstmal etwas abseits der Menge beantwortete ein Reihe von Mails und Anfragen und schrieb schon ein wenig hier vor.

Aber es wurde wunderschön. Geplant war dass alles im Freien stattfinden würde, was aber leider wegen des Regens nicht ging. Ich lernte viele neue Menschen kennen und es wurde ein sehr vergnügter Abend.

Und weil ich ja keine Menschenmassen zeigen kann, zeige ich euch zwei abgefressene Tische, die in dem Licht auch irgendwie schön aussehen.

Es wurde sehr spät. Fragt nicht….

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Weil es gerade von Belang ist:

Im November 1976 besuchte die Queen zum ersten mal Luxemburg. Unter anderem war sie auch in meiner Alten Heimat. Dort sah ich sie live. Es gibt einen Film über den Staatsbesuch der drei Tage lang dauerte. Und irgendwo zwischen den unzähligen Kindern die mit den Fähnchen winken, stehe auch ich. Ich kann mich erinnern dass meine Mutter mich, als der Film auf ‚Hei Elei Kuck Elei‘ lief, in der Menge entdeckte, wenn auch nur kurz. Wer mich in dem Gewühl findet, bekommt eine Flasche Alice Hartman geschenkt. Kein Witz.

Panik & Künstler

Ein Foto bin ich noch von gestern schuldig:

Man kann Rummelplätze mögen oder nicht. Aber solche Bilder mit den tausend Lichtern in allen Farben und einer regennassen Straße. Das hat schon was.
Ab Donnerstag kommt der Rummel weg und den Großteil der Attraktionen findet ihr dann in München wieder.

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Der Morgen fing mit einer kleinen Panik an und ich fühlte mich schlagartig zurückversetzt nach Australien, als der Pass und alle Kreditkarten weg waren. Ich fand den Pass nicht mehr. Dabei hatte ich ihn vor zwei Tagen aus Gründen extra rausgelegt. Weg! Es war aber sonst die Tage über niemand da, (die Putzhilfe kommt erst morgen) der ihn hätte anderswo hinlegen können. Er blieb unauffindbar. Bis ich plötzlich ein Bild im Kopf hatte von einem Pass den ich auseinander drückte. Aber warum falte ich ihn ganz auseinander und drücke flach. Und dann viel endlich der Groschen. WEIL ICH IHN EINSCANNEN WOLLTE, dabei aber von einem Anruf gestört wurde und dann blieb er unter dem Deckel des Scanners liegen. So kann man sich selbst in Angst und Schrecken versetzen. Folgt mir für weitere wertvolle Tipps, wie ihr euch das Leben spannender machen könnt.

Anschließend hatte ich ein seltsames Problem, das mich sofort in die Stadt fahren ließ zwecks Lösung. Ob das aber nun der Pudels Kern ist wird sich erst morgen zeigen. (Das sind wieder solche Sätze von denen ich in ein, zwei Jahren nicht mehr weiß was ich da verklausulierten wollte. Aber hier ist es nicht weiter von Belang, nur wenn das Problem sich nicht lösen lässt wird es sehr, spannend werden)

Am Nachmittag hatte ich einen Termin mit Kameramann in einer nigelnagelneuen Gallerie wegen einem Interview im einem der größten französischen Künstlern. Ich kann es heute auch ruhigen Gewissens sagen, denn er ist schon wieder abgereist. Es war Daniel Buren. Ein Urgestein der zeitgenössischen Kunst und auf der ganzen Welt in vielen großen Städten auf öffentlichen Plätzen mit Kunstwerken vertreten. Er ist inzwischen 84 aber man sieht es ihm nicht an. Es war einerseits eine große Ehre diesen Mann kennenzulernen, aber andererseits war es schwierig für mich dem Mann Fragen zu stellen die ihm gerecht werden. Ich entschied mich dann, es bei den klassischen Fragen zu belassen worauf er auch vorbeireitet war. Als die Kamera dann aus war, wurde er lockerer und begann mehr zu erzählen. Schade denn das was er so im Gespräch erzählte war weitaus spannender. Des weiteren lernte ich eine neue Kuratorin kennen, die ich demnächst einmal richtig im Interview haben möchte.

Für den Abend hatte ein gelbe Wetterwarnung viel Regen und Hagel vorausgesagt. Da ich am Morgen den Markt hatte sausen lassen und nichts im Kühlschrank hatte, wollte ich mich nicht weit von der Haustür weg bewegen, weil ich einerseits den Wagen nicht nehmen wollte und andererseits möglichst schnell und halbwegs trocken wieder daheim sein wollte.
Ich entschied mich für die Rôtisserie Ardennaise, von der ich persönlich immer noch überzeugt bin, aber von der ich aber auch ein paar mal Schlechtes hörte. Es war nicht sehr voll und ich bekam sofort einen Tisch.

Und es war lecker wie immer, mit Ausnahme von dem Pfannengemüse, das im Verdacht hatte aus der Tiefkühltruhe zu sein.
Ich kam trocken heim. Die richtigen Unwetter waren erst mitten in der Nacht und ließen mich lange nicht einschlafen.

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Kanäle mit Shorts scheinen euch zu gefallen.
Den männlichen Couterpart von gestern, hatte ich schon einmal erwähnt, wusste aber nicht dass er bereits ganz ganz viele dieser kleinen Filmchen gemacht hat. Adrian Bliss. Er nimmt Historisches und Organisches aufs Korn.

Ein Abend auf der Schobermesse mit den Bären

Den weitgehend daheim verbracht, weil halt noch einmal vieles anstand, was noch wegmusste. Zudem las ich mich im Internet fest, zwecks Recherche wegen eines weltbekannten Künstlers der an Mittwoch in Luxemburg sein wird.

Der P. hatte Einladungen rausgeschickt. Es war der letzte Abend vom „giéle Béierkinneck“ auf der Schobermesse. Ein langjähriges Familienunternehmen, geht in andere Hände über und der jetzige Besitzer, dessen Vater den Restaurantbetrieb schon leitete, feierte mit vielen Freunden, Bekannten und Kunden seinen letzten Abend. Es war schon sehr emotional, weil der gestandene Mann mit dem Betrieb aufwuchs und es flossen auch ein paar Tränchen.

Die Bärenrunde war klein aber lustig. Zu essen gab es etwas dass ich zum letzten mal in der Kreuzerbruch hatte, eine Fondue Bourguignonne. In meinem elterlichen Hause war dies ein Sonntagsessen und es kamen viele Erinnerungen hoch…

Ein schöner Abend an dem ich hoffnungslos überfressen, heimwärts schlenderte. Als ich los ging fing es an zu regnen und ich war froh dass ich den Regenschirm dabei hatte, weswegen ich aber zu Anfang belächelt wurde.

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Wenn die Herrenwelt mal was dazulernen möchte über den weiblichen Organismus und vor allem wie das alles zusammenhängt, der sollte ich sich den Kanal vom Hayley Morris ansehen. Ich musste ein paar mal sehr laut lachen.
Ich prophezeie mal : Die Damenwelt wird sich kugeln vor Lachen und sagen, dass das alles soweit stimmt. Ein paar Männer hingegen werden lautschreiend das Smartphone wegwerfen.