Ein Abend in Bertrange im B13

Ich war bereits vor ein paar Tagen dort. Und als gestern die N. anrief um zu fragen was ich denn noch so vor hätte an diesen, nicht produktiven Freitag, sagte ich zu, sie für einem Drink zu begleiten. Ich schlug vor, dass wir ins B13 gehen. Die A. hatte mir das Lokal in Bertrange  vor wenigen Tagen gezeigt und ich empfand es recht angenehm.

Das B13 liegt an einem nigelnagelneuen neu angelegten Platz mitten in Bertrange, über den man streiten kann ob man ihn schön findet oder nicht. Die N. fand ihn ganz besonders scheußlich. Sie hat ihre ganze Kindheit in Bertrange verbracht und war schon länger nicht mehr hier. Vor allem das Gemeindehaus, das gegenüber dem B13 liegt, wäre eine komplette Geschmacksverirrung, und sie versuchte per Google herauszufinden, welcher Architekt das Unding verbrochen hat.

Das B13 jedoch, ist von Optik innen wie außen sehr angenehm. Wir tranken als Apérétif ein Riesling Paradise-Chateau Pauqué des Winzers Abi Duhr. Ein Riesling wie ich noch selten einen in Luxemburg verkostet habe. Ich aß ein Filet Américan, an dem nichts zu beanstanden war. Die N. hatte eine Bouchées à la Reine, die leider etwas fade ausfiel, und  selbst mit Salz und Pfeffer nicht zu retten war.

Wir setzten uns nach dem Mahl auf die kleine offene Seitenterrasse die eine höhere Glasfront hat und tranken dort noch ein Glas des ausgezeichneten Riesling. Die N. erzählte mir von ihrer Kindheit in Bertrange und wie unglücklich sie dort gewesen ist. Als sie endlich von Bertrange wegzog, war sie mehr als erleichtert. Ich selbst kann Bertrange nicht richtig einschätzen, weil es kaum bis gar nicht kenne. Es war, oder ist immer noch, eine wohlhabendsten Gemeinden des Landes.

Ein sehr entspannter Abend und ich warte auf die wärmeren Tage, an denen man im B13 auch draußen speisen kann.

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Frische Luft schnappen

Ich kann nicht den ganzen Tag zu hause sitzen, auch wenn ich viel schlafe. Also raus an die frische Luft! Ein Spaziergang durch das Pertusstal.

Und dann fiel mir ein, dass ich in München irgendwo eine Werbung für das neue Album von Jamiroquai gesehen hatte, den ich schon in 90ern sehr gemocht hatte. Es war sehr lange Zeit still um Jay Kay. Noch in München lud ich das Album augenblicklich runter. Doch dann vergaß ich dass ich das Album geladen hatte…bis gestern.

Die ersten drei Titel sind der absolute Hammer !!! Mir wurde wieder klar, warum ich seine Musik früher schon  sehr mochte. Es ist Funk pur. ‚Shake It On‘ ist meiner Meinung nach, die beste Nummer des ganzen Albums. Sie zwang mich quasi durch das Pertrusstal  zu tanzen. ‚Automaton‘, der Song der auch dem ganzen Album den Namen gab, ist hingegen ungewöhnlich. Durchsetzt mit vielen eiskalten Sythitönen, geht der Song eine etwas härtere Gangart und es erinnerte mich ein wenig an einen früheren Titel ‚Deeper Underground‘. ‚Cloud 9′ geht dann wieder einen gewohnten Weg. Der Rest das Albums katapultierte mich zurück in die 90er und  ich sah mich in einem knallroten Peugeot 309 GTI…eine Disco auf Rädern.

Die Musik ähnelt sehr der von Bruno…nein halt…Bruno Mars‘ Songs ähneln sehr den Stücken von Jamiorquai. Ich habe den Hype um Bruno Mars übrigens nie verstanden. Jamiroquai machte bereits in den 90ern ausgezeichent gute Funk Musik. Bisweilen verwechselte ich die Lieder von Bruno, wenn ich sie im Radio hörte, und schrieb sie Jay Kay zu.

***

Seit der Pont Adolphe wieder offen ist, ist die Plane weg. Man kann wieder in die Brücke sehen, aber ganz oben, dort wo die Fußgänger- und Radlerpassage hinkommt sieht man noch nichts.

Luft

Es wird langsam grün im Tal.

 

Tulpen, Osterblumen, und jede Menge Löwenzahn.

Am Ende des Tals, im Grund, kaufte ich mir am Minigolf Platz ein Eis am Stiehl. Das erste für dieses Jahr. Als ich dann mit den Lift wieder in die Oberstadt fuhr, merkte ich dass ich mir dann doch etwas zu viel zugemutet hatte, und trottete sehr gemächlich wieder nach hause, viel aufs Sofa, und schlief sofort ein.

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Mach doch mal was mit Duft

Wenn ich schon nicht arbeiten darf, darf ich aber bloggen. Mein Körper ist krank, mein Kopf ist es nicht. Und somit gibt es heute eine weitere Folge der Reihe „mach doch mal was…“, angeregt durch Yaya’s letzten Beitrag.

Heute stelle ich euch die Düfte vor die mich über all die Jahre begleitet haben. Fangen wir mal in den in den jüngsten Jahren an, als ich begann mich für Düfte zu interessieren.

Das allererste Parfüm, das ich besaß, war eine kleine Probeflasche von Jacomo de Jacomo. Mein Vater, der Parfüm nicht leiden konnte, schmiss die kleine Flasche weg, und ich musste mich solange mit Naturseife schrubben bis der Duft weg war. Ich habe dann das kleine Fläschen aus dem Mülleimer gerettet und war froh dass er es nicht ausgeleert hatte. Ich versteckte sie ganz hinten in der Schublade vom Nachttisch.

Sehr viel später, als die Großmutter noch ein Bekleidungsgeschäft in einem Vorort von Luxemburg führte, hatte sie ebenfalls eine kleine Kosmetikecke. Sie wurde hauptsächlich von einem einzigen Großhändler beliefert, der die Lizenz für Ellen Betrix in Luxemburg besaß. Irgendwann standen auch zwei Herrendüfte in der Auslage. Henry M Betrix City und Country.  Als ich dann mit 14 ins Internat kam, wurde Country zu meinem Duft. Wir schrieben das Jahr 1980 und das eigene Beduften war nicht an der Tagesordnung, so wie heute. Und schon gar nicht für einen 14-jährigen. Also benutzte ich das Zeug in mikroskopisch kleinen Dosen, meistens Handgelenk damit ich es wenigstens roch.

In den Sommerferien, war mein allererster Ferienjob in einer kleinen Parfümerie bei Viviane in der alten Heimat. Ich arbeitete stundenweise dort, staubte Regale und Flaschen ab und lernte langsam die damals aktuellen Düfte kennen. Viviane hatte die Düfte von Halston und einer davon hatte es mir ganz besonders angetan, weil er sehr außergewöhnlich war.  Ich bekam von ihr eine volle Probierflasche des Duftes Z 14. (kein Pröbchen, eine 125ml Flasche!!) Wenn ich heute an den Duft zurück denke, kann ich ihn mir nicht mehr so richtig vorstellen. Es gab den Duft lange nicht mehr, zumindest nicht in Europa. Und wer die tragische Geschichte des amerikanischen Designers Roy Halston kennt, kann sich vorstellen warum. Erst im Zeitalter des Internet fand ich ihn wieder. Ich sollte ihn mir mal wieder kaufen und sei es aus reiner Nostalgie.

Dann folgte Duft auf Duft und an viele kann ich mich nicht mehr erinnern. Hier eine Auswahl von denen ich weiß, dass ich sie länger benutzt habe.

YSL / Jazz  das Original – nicht das was heute noch zu finden ist.
Christian Dior / Fahrenheit Jahrelang hab ich das genommen vom Erscheinungsjahr an.
Guerlain / Habit Rouge Benutzte ich nur kurze Zeit, hinterließ aber einen bleibenden Eindruck.
Chanel / Égoiste Könnt ihr euch noch an die grandiose Werbung von Jean Paul Goude erinnern?
Davidoff / Zino Der zweite Duft von Davidoff. War immer mein Liebling. Cool Water mochte ich nie.
Calvin Klein / Eternity (in den 80er gab es Clavin Klein noch nicht in Europa; ich bezog den Duft über Beziehungen zur US Base Bitburg)
Cartier / Santos Der erste Herrenduft der Marke sah aus wie die gleichnamige Uhr. So richtig mochte ich ihn nie. Es war eher ein Prestigefrage…

Das ist, wie gesagt, nur eine Auswahl,  auf die Zeit der 80er und Anfang 90er begrenzt. Wenn ich alle aufzählen müsste, würde das hier kein Ende nehmen.

Als ich dann meine ersten Ferien in Cannes beim Cousin meiner Mutter verbrachte, lernte ich die Stadt der Düfte und Essenzen Grasse kennen. Und ab da wurde mein Geschmack exklusiver und erlesener. Ich bin heute noch ein uneingeschränkter Fan von Fragonard und bestelle regelmäßig dort Seifen, Raumdüfte, Duftkerzen und vieles mehr.

Im Bild oben befinden sich die Parfüms die ich zur Zeit benutze. Einer davon (Pour un Homme de Caron) war ein Nostalgiekauf.

Von links nach rechts:

M. Micaleff /Gaïac,
Comme des Garçon / Black Pepper, (z.Z. mein absoluter Liebling)
Caron / Pour un Homme
Naturpark Uewersauer / Gëlle Fra
Marc Jacobs / for Men
Im Vordergrund sind zwei kleine Schachteln mit allen Herrenparfüms von Fragonard (inklusiv der Düfte die Fragonard nicht mehr führt!)

Um Yaya’s Frage zu beantworten was denn mein Sommerduft ist; es gibt zwei Stück für die richtig heißen Tage. Das wäre Eau de Vacances von Fragonard und Monsieur Balmain von Balmain. Beides Düfte mit sehr viel Zitrusessenzen wie Zitrone und Grapefruit.

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Wenn nichts mehr geht

nichts

Angefangen hat es schon vor Wochen, Ende Februar, Anfang März, glaube ich. Im Blog seht nichts darüber da ich schlicht keine Zeit hatte.

Keine Zeit, sich keine keine Zeit gönnen, einfach weitermachen, alle Anzeichen ignorieren, es muss ja sein, bis zu einem Punkt. Der Punkt wenn der Körper nicht mehr mitmacht. Wenn der Körper dich zur Ruhe zwingt…

Das Schlüsselerlebnis fand am Flughafen statt, als ich von München zurück kam. Ich hatte durch die Bank weg in München sehr schlecht geschlafen, jeder Gang, jeder Aktion, kostete eine Menge Kraft. Dabei war im Nachhinein das ganze Gastspiel nicht so anstrengend, im Gegenteil. Als ich hier ankam, war mir so Hundeelend, dass ich am Tag danach morgens nicht mehr sagen konnte, wie ich vom Flughafen nach hause gekommen war. Letztendlich fiel es mir wieder ein, ich hatte den Bus genommen.

Daraufhin ging ich gleich zum Arzt, der eine Reihe Bluttests anforderte. Ich war kurz davor den kleinen Urlaubstrip nach Dahn abzusagen, doch der Arzt meinte, es könne aber nicht schaden ein paar Tage auszuspannen, und die Ergebnisse seinen auch erst am Montag da.

Fazit: Meine Blutwerte zeigen dass ich eine Infektion mir herumschleppe und mein Körper krampfhaft versucht dieser Herr zu werden. Es sei gar kein Wunder dass ich permanent müde bin.

Und jetzt habe ich das getan, was ich in meiner gesamten Karriere als freischaffender Maskenbildner noch nie getan habe. Ich habe ein Projekt abgebrochen. Wenn man, wie ich, mit jeder Faser seiner Körpers seinen Beruf lebt und ausübt, kommt das einem wie Scheitern und Versagen vor.

Doch um meiner Gesundheit Willen, werde ich die nächsten zwei Wochen keinen Pinsel, Schwämmchen, Kamm, Bürste und dergleichen anrühren. Und folgendes Bild , das ich schon einmal gepostet hatte, wird jetzt in die Tat umgesetzt.

nichts

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Stadtbesichtigung Landau

Immer wenn ich ein paar Tage im Pfalzblick in Dahn bin, mache ich einen kurzen Abstecher nach Weißemburg (richtiger wäre Wissembourg, denn es liegt in Frankreich) Ich merke auch gerade, dass ich das Hotel Pfalzblick noch nie richtig beschrieben habe, obwohl ich schon sehr oft dort war. Das werde ich in den nächsten Tagen nachholen. Versprochen.

Meine Begleitung, die K., war neugierig auf Landau, das knappe 40km entfernt liegt, und so beschlossen wir die kleine Stadt, am gestrigen Nachmittag zu erkunden. Um dorthin zu kommen, fährt man von Dahn aus erst einmal durch den sehr hügeligen Pfälzer Wald um dann urplötzlich in ein völlig andere flache Landschaft zu gelangen. Landau ist ein kleiner Ort mit knapp 50.000 Einwohnern und einer sehr schönen und gepflegten Innenstadt. Es gibt viele alte sehr schön erhaltene und renovierte Gebäude.

Hier eine kleine Auswahl an Fotos die ich gestern Nachmittag im vorbeigehen schoss.

Landau
ich habe noch einmal ein 360° Foto auf dem Marktplatz versucht, klappe diesmal nicht so gut.

 

Insgesamt machte Landau einen sehr schönen Eindruck und ich denke, dass es dort noch so einiges zu entdecken gibt. So hat die Stadt zum Beispiel einen Zoo und ein Terrarium. Aber dafür war in dem paar Stunden, die wir dort waren, nicht genug Zeit. Das nächste Mal wenn ich in Dahn bin, gerne wieder.

 

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Fotoausbeute & Warum ich kein Elektroauto habe

Das erste 360° Foto das mir gelungen ist. Ich stehe auf der Wiese vor dem Zimmer im Hotel Pfalzblick.

Elektroauto

***

Die Kaltmamsell verlinkte einen sehr interessanten Artikel in der ‚Zeit‘ über die Automobilindustrie.

Nun bin ich selbst schon ein Weile am überlegen, ob ich mir ein Elektroauto zulegen soll. Es gibst eine Menge Gründe die dafür sprechen:

Seitdem ich mitten der Hauptstadt, wohne, lebe und arbeite, brauche ich das Auto kaum noch um irgendwo hinzukommen. Das meiste erledige ich mit dem Bus. Wenn ich früher über 25.000 km im Jahr gefahren bin, so sind es jetzt nicht mal mehr 7.000 km. Ich brauche das Auto lediglich noch um mein Material von A nach B zu fördern, oder um an Orte zu gelangen die eine Buslinie nicht anfährt. Ansonsten bin ich viel zu Fuß unterwegs, weil es mitunter einfacher und manchmal sogar schneller ist.

Warum also kein Elektroauto?

Als freischaffender Maskenbildner werde ich für alles Mögliche gebucht, manchmal an unmöglichen Orten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das kann mitunter auch weit weg im Ausland sein. So weit, dass eine Ladung der Autobatterie das nicht schafft.

Der Hauptgrund aber liegt bei Automobilherstellern selbst. Als ich mich vor ein paar Jahren ernsthaft dafür interessierte mir eventuell ein Elektrowagen zuzulegen, schreckte mich erstens der doch sehr hohe Preis ab, und der Umstand, dass mit mit dem Kauf, ob man will oder nicht, ein Leasingvertrag für die Batterie verbunden ist. Das war zumindest bei Renault so, von anderen Herstellern weiß ich es nicht.  Der Leasingvertrag kostete, glaube ich, 70.-€ pro Monat. 70×12= 840.-€ im Jahr! Mit diesen 840 Euro füttere ich eine Bank, und nicht das Auto mit Strom. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt es nicht zu tun.

Leasingverträge mögen für Firmen von Vorteil sein. Leasing ist für Privatleute nur ein Mittel sich etwas anzuschaffen, das man sich eigentlich nicht leisten kann. Und in diesem Fall wird regelrecht dazu gezwungen wenn man der Umwelt etwas gutes tun will.

Nun weiß ich ich nicht ob das bei anderen Firmen auch so ist und ich müsste in diesem Punkt weiter recherchieren…

Ich werde berichten wenn ich mehr weiß.

München/Luxemburg Tag 3 – Shoppingwahn und ein Gespräch

Tristes Wetter gestern morgen über dem Viktualienmarkt und es war kalt wie S…

Ich wanderte nicht so lange durch bekannte und unbekannte Gassen, denn mir war kalt.

Was ist das für ein neuer seltsamer Trend, gesichtslosen Schaufensterpuppen Wimpern anzukleben? Ich habe es auch schon in Luxemburg gesehen. Doch da waren es wenigstens 2 pro Kopf. Hier ist es nur eine. Es sieht selten dämlich aus.

***

Ich setze mich zu Woerner’s auf die Terrasse für ein kleines Frühstück. Ihr sogenanntes Bayrisches Frühstück klang lecker. Es besteht aus aus einem Omelett mit Schinken und Tomaten und einer ein wenig Brot, mit einem Heißgetränk. Der Kaffee kam auch ziemlich prompt, doch das Omelett war nach geschlagenen 40 Minuten immer noch nicht da. Ich hatte zwischenzeitlich einen weiteren Kaffee bestellt (der übrigens aus dem großen Bottich kam und nicht besonders schmeckte) als ich dann erbost die Rechnung bestellte. Irgendwie stand der Teller mit dem Omelett schon lang da, man hatte es mir bloß nicht serviert.  Nee, Woerner’s! So nicht! (Und wenn ich mir die Bewertungen bei Google anschaue…kein Wunder)

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Bei Ludwig Beck erstand ich dann doch noch ein Parfüm. Man hatte mir 2 Tage davor ein Papierstreifen mitgegeben mit dem Duft von Orto Parisi – Stercus. (wer des lateinischen mächtig ist wird sich jetzt wundern, denn Stercus bedeutet das hier) Der Duft zog mich magisch an.  Ich hatte ja schon von dem Black Pepper von Comme des Garçon geschwärmt. Nun, Stercus ist noch um ein Level außergewöhnlicher. Es hat etwas sehr animalisches, was ich unglaublich betörend finde. Zudem sind es die absoluten Essenzen und man braucht kaum einen Spritzer davon, was den irren Preis rechtfertigt.

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Ich fuhr zeitig zum Flughafen um dort NOCH eine Shoppingsünde zu begehen, die ich nicht einkalkuliert hatte. Im Terminal 2 gibt es mitten im Wartebereich ein Uhrengeschäft. Es führt alle großen Marken aber die Vitrine von Rado ist ganz besonders groß. Vom meiner Mutter habe ich eine Rado Armbanduhr geerbt, die ich beständig trage. Da sie aus Keramik hergestellt ist, sieht sie immer noch aus wie neu, da sie nicht einen Kratzer hat und das nach über 20 Jahren.  Immer wenn ich an einer Virtine mit Rado Uhren vorbei komme bleibe ich stehen, und schaue mir an, was sie neues zu bieten haben.  Da ich Zeit hatte, probierte ich eine Uhr an, die mir ganz besonders gut gefiel… Und Rumms!

 Shoppingwahn

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Im Bus vom Flughafen nach hause schnappte ich ein Gespräch zwischen ein paar Mädchen auf, die so um 16 oder 17 waren.

“ … Das Buch das wir in Französisch hatten, ich hab mir das extra nochmal auf deutsch gekauft, damit ich sicher bin bin, dass ich alles verstehe. Und als wir dann im Unterricht darüber sprachen war die Lehrerin so… ‚ja das Mädchen hat Depressionen, und so’…und ich wollt nur schreien, NEIN hat sie nicht! Das Mädchen ist einfach nur traurig. Wenn man traurig ist, sogar wenn man mega traurig ist, hat man keine Depression. Das Buch heißt schließlich ‚Bonjour Tristesse‘ und nicht Bonjour Dépression‘!!! „

Ich musste schmunzeln. Wo die Kleine recht hat, hat sie recht. Und die Französisch Lehrerin scheint nicht ganz auf der Höhe zu sein, was psychische Krankheiten angeht.

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München Tag 2 – Was für eine Vorstellung

Vorstellung

Ein Tag, an dem ich ein bisschen in durch München lief und mir ein paar Ecken anschaute, die ich bis dato nur vom Vorbeifahren kannte. Dabei stellte ich fest, dass in München an verschiedenen großen Plätzen recht viel neu- und umgebaut wird. Das Sendlinger Tor zum Beispiel, aber auch am Stachus. Ich verkniff es mir bei Hugendubel ein Stapel Bücher zu kaufen, da mein Koffer schon zum Platzen voll ist.

Nachmittags war dann noch mal eine Durchlaufprobe, die mit einigen Pannen versehen war. Jedoch abends war die Vorstellung vor Publikum perfekt. Auch das Publikum schien sehr angetan, denn der Applaus wollte nicht enden.

Ich hatte die Kaltmamsell zur Vorstellung eingeladen und sie hatte auch prompt zugesagt. Sie war begeistert, aber dazu könnt ihr mehr in ihrem Blog lesen…

Abends viel ich dann wie ein Stein ins Bett.

Und heute nachmittag geht es schon wieder zurück nach Luxemburg.

 

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In München. Ankunft und Tag 1

Der Flug und die Ankunft waren sehr angenehm. Wunderschönes Wetter. Dass der Flughafen so weit außerhalb Münchens liegt, ist ein Ärgernis mit dem man sich abfinden muss. Frage an die Münchner: Besteht die Chance, dass der alte Flughafen nochmal eröffnet wird?

Die Truppe der Schauspieler kam mit dem Bus und fuhr in Luxemburg satte anderthalb Stunden zu spät los, und kamen auch mit 2 Stunden Verspätung an. Da man uns einen Tisch im Paulaner am Nockherberg reserviert hatte, wurde es eng mit der Küche, die zeitig schließen wollte, doch sie warteten auf uns.  Ich hatte ein Wiener Schnitzel. Ein Gericht das ich zum letzten Mal….ich weiß es nicht mehr…gegessen habe.

Ankunft

Sehr müde und vollgefressen schritten wir zurück ins Hotel.

Das Hotel in dem wir untergebracht sind, ist übrigens eine Art besseres Jugendhotel, das auch zu Ausbildungszwecken genutzt wird. Sehr günstig im Preis, im achtziger Jahre Möbeln ausstaffiert (das Bett knarrt sehr wenn sich umdreht) und das WLAN ist es etwas dürftig. Aber reicht es um zu bloggen.

Gleich neben den Hotel befindet sich der Auer Hof, mit einem kleinen aber feinen Biergarten.

Da heute der Aufbau der Bühne stattfand und ich damit nichts zu tun habe, hatte ich Ausgang. Ich schlenderte ein wenig durch die Innenstadt und kaufte mir zwei neue schwarze Polohemden, die ich weitgehend für die Arbeit brauche. Ich schaute kurz bei Ludwig Beck rein, nicht ohne eine neue Flasche „Black Pepper“ von „Comme des garçon“ gekauft zu haben.

Ich ließ mir zudem noch einmal das Parfüm zeigen von ich das letzte mal schon sehr angetan war. Les Liquides Imaginaires – Peau de Bête. Und es riecht tatsächlich nach Leder und Tierfell. Ich hatte es aber wegen dem Preis (250.-!!!) nicht erworben. Seitdem ich es auf der Hand habe, rieche ich beständig daran.

Ich wanderte ein wenig auf Pfaden die ich schon mal mit der Kaltmamsell letztes Jahr im Dezember gewandert war. Beim alten Residenztheater, fand ich in Richtung Odeonspaltz, diese vier Löwen.

Ich ertappte mehrfach Leute dabei, wie sie unten im Vorbeigehen die Nase anfassten (die auf den Fotos so glänzend golden aussehen)

***

Riesengroße Wiedersehensfreude mit der Kaltmamsell. Wir hatten uns für den Abend verabredet, um in dem besten türkischen Restaurant aus München zu speisen. Es gab irrsinnig viel zu erzählen und wir taten dies bei bei einem tollen Mal.

Eine gemischte Vorspeisenplatte, hier schon leicht abgefressen.

 

Als Hauptspeise gab es Lammschulter.

Dazu einen passenden türkischen Rotwein. Hach, man braucht nicht viel um glückselig zu sein.

Die Kaltmamsell erklärte mir dann was es mit den Löwen auf sich hat. Es bringt schlicht und einfach Glück sie anzufassen, und als Tourist gibt e seinem die Gewissheit, dass man man nach München zurückkehrt.

Eine ganze Woche lang

…habe ich kein Wort gebloggt. Die Arbeit hat mich so fest im Griff wie selten. Ich schlafe schlecht und bin unsagbar müde. Zudem geht mir zur Zeit eine Produktion, die in etwa drei Wochen Premiere hat, gehörig auf die Nerven, nebst den anderen „regulären“ Vorstellungen.  Ich wünschte ich könnte kurz mal hier einkehren und sei es nur für einen Tag.

***

Woche

Doch ab morgen (bzw. heute schon) kommt ein kleiner Lichtblick. Es geht nach München zusammen mit dem Ensemble Dadofonic, einer Behinderten Theatergruppe, für eine Gastspielvorstellung auf dem Grenzgängerfestival.  Es wird das gleiche Stück sein über das ich schon einmal hier berichtet habe.

Wer sich die Vorstellung anschauen möchte: Sie ist am Dienstag im Theater HochX. Karten gibt es hier.

Da ich das Hotel nicht kenne in dem wir untergebracht sind, weiß ich nicht ob ich bloggen kann. Wir werden sehen…

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Ein sonniger Samstag in Bildern mit einer Brücke

Das war an Abend davor, als ich an dem ARBED Gebäude vorbei, bei ziemlich kalten Temperaturen, nach hause ging. Da die Luft so kalt und klar war, wurde das Bild auch schön.

 

Der erste Blick zum Fenster hinaus, wenn ich im Bett die Augen aufschlage. Blauer Himmel und Sonne. Sehr schön.

 

Der erste Kaffee. Zum Glück reichten die Bohnen in der Maschine noch für eine Tasse, den die Kaffeedose (rechts) war leer. Uff…

 

Im Internet gelesen, dass die Gemeinde der alten Heimat endlich, nach 20 Jahren, die Bauruine mitten auf dem Marktplatz gekauft hat um etwas neues zu erschaffen. Es wurde auch Zeit…

 

Duschen, Anziehen, Foto im Spiegel des Aufzuges, und los !

Der Star des Tages war nicht ich, sondern eine Brücke. Heute nach gefühlten 100 Jahren Renovierung (aber es waren nur drei) wurde der Pont Adolphe* endlich wieder für den Verkehr freigegeben. Das erste Datum zur Wiedereröffnung sollte schon letztes Jahr im November sein und wurde dann auf den Februar verschoben, um dann noch mal auf Ende März verschoben zu werden.

Normalerweise nehme ich den Bus um in die Oberstadt zu fahren, doch heute ging ich zu Fuß.

Brücke
Einen kleinen Schlenker muss man noch fahren bis die Place de Metz wieder hergestellt ist.

 

Brücke
Vom Bahnhof aus ist erst einmal nur die linke Seite für Fußgänger freigegeben. Daneben befindet sich die Blaue Bücke, die bis heute Morgen kurz nach 7 Uhr noch in Betrieb war, und über die ich nur ungern zu Fuß ging.

 

Die Busse Richtung Oberstadt fahren über die bereits verlegten Gleise der späteren Trambahn.

 

Brücke
Da die Brücke ja insgesamt breiter geworden ist, wurden auch die Fußwege breiter, was sehr begrüßenswert ist.

 

Nach dem Einkauf auf dem Wochenmarkt auf der Terasse vom ‚Renert‘ in der Sonne um intensiv Vitamin D zu tanken.

 

Der erste Rosenstrauch für dieses Jahr.

Ein wundervoller sonniger Tag

***

*Der Pont Adolphe ist ja eine Brücke, also DIE Brücke, ergo weiblich. Es ist aber LE pont, also männlich im französischen. Da ich von Anfang an immer die französischen Namen gebraucht habe, (die rue de la Loge z.B.) war es bei Straßen immer klar, in beiden Sprachen ist die Straße weiblich. Ich habe ich jetzt „der“ gebraucht für die Brücke. Es klingt irgendwie richtig und doch fühlt es sich falsch an. Weiß jemand wie man das handhabt?

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Kino am Mittag – Beauty and the Beast

Vor zwei Wochen hatte ich mich mit der D. getroffen, um mit ihr in eine Mittagsvorstellung zu gehen. Das war schön und angenehm und ich dachte mir, dass ich das doch einmal die Woche machen könnte, zusammen mit der D., die die Filme ja berufsbedingt sehen muss. Zudem gibt mir das anderen Schreibstoff fürs Blog. Früher (sehr viel früher) habe ich Kinokritiken am laufenden Meter geschrieben und ich muss gestehen, dass es mir fehlt.

© Stock

Wer ein volle Breitseite Beauty Kitsch abbekommen will, bitteschön. Das kann man schön finden, muss man aber nicht. Die Magie des ursprünglichen Märchens von 1757 der Schriftstellerin Jeanne-Marie Leprince de Beaumont, wurde ja schon mit dem ersten Film von Jean Cocteau aufs vortrefflichste verfilmt. Als Disney sich der Geschichte für einen Zeichentrickfilm 1991 annahm, war es klar, dass die  zauberhafte Geschichte auch bei den Amerikanern ankommen würde. Doch frage ich mich warum es noch einmal mit echten Darstellern verfilmt werden musste. Because CGI can?

Als ich aus dem Saal kam, war ich aber nicht so verzaubert wie ich es mir gewünscht hätte. Emma Watson als Belle kann, zugegeben, sehr gut singen. Äußerlich und schauspielerisch bringt sie auch alles mit, um eine Prinzessin zu spielen, doch das war es auch schon. Der Rolle eine Tiefe und dritte Dimension geben kann sie nicht.  Dan Stevens (den wir aus Downten Abbey kennen) ist als Biest hervorragend, als Prinz wirkt er blass. Kevin Kline, (mit dem ich vor etlichen Jahren das Vergnügen hatte ein paar Tage zu drehen), ist große Klasse als Vater von Belle. Auch all die anderen Stars, die man erst am Ende sieht wenn sie zurückverwandelt werden, (Stanley Tucci, Emma Thomson, Ian McKellan…) sind blendend besetzt. Auch sämtliche CGI Szenen sie Perfektion pur. Langweilig ist der Film nicht. Doch am Ende springt der Funke leider nicht über, und man fragt sich was das Ganze soll.

Das einzig positive und sehr lustige, sind die Liebesbezeugungen von LeFou (Josh Gad) zu seinem Kumpan Gaston (Luke Evans) Für Disney Verhältnisse ist das schlicht revolutionär.

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Mach doch mal was mit Kleidung

 

© Pixabay

Als ich bei Kitty Koma den Beitrag Nie wieder Shopping Queen las, dachte ich plötzlich an meine lose Reihe „Mach doch mal was mit..“

Wenn man mich  in 80ern nach Kleidung gefragt hätte, wäre das Posting eine Doktorarbeit geworden. Heute sieht das etwas anders aus.

Der Satz „Ich hab nichts anzuziehen“ kenne ich nicht (mehr). Der Kleiderschrank ist recht voll. Ich habe zum anziehen für so ziemlich jede Gelegenheit. Lässig, Chic, extra chic, chic & lässig… Das einzige was ich nicht habe sind Gammelklamotten. Das wäre in dem Fall der Schlafanzug. Auch Sportzeug habe ich auffallend wenig. Badehosen ja, aber sonst sehr wenig.

Ich könnte jetzt auch über Schuhe reden, doch das Thema werde ich gesondert behandeln.

Was ich mit Sicherheit nicht bin, ist eine Shopping Queen. Ich gehe nie bewusst mit dem Ziel in die Stadt, dass ich mir jetzt und heute neue Kleidung kaufe. Das habe ich auch in 80ern nie getan. Wenn ich durch die Einkaufsstraßen schlendere, sehe ich mir die Schaufenster an, heute weitaus weniger als früher, aber regelmäßig. Wenn ich dann ein schönes Teil finde und es passt, in Punkto Größe und Geldbeutel, wird es erworben. Die Regelmäßigkeit macht’s, ohne Stress und Zwang. Darum kaufe ich mir auch die meisten Klamotten wenn ich auf Reisen bin und wenig Stress habe.

Ich bevorzuge ein paar Marken von denen ich weiß dass, dass sie zu mir passen. Das wäre zum Beispiel S.Oliver, Desigual und Signum. Weniger oft vor kommen, Baldessarini, Tommy Hilfiger, Wellensteyn und ganz selten Mise au Green. Wenn es sehr gehoben und chic sein soll ist es fast immer Emmanuelle Kahnh.

H&M, Zara, C&A, und andere Billigläden betrete ich schon länger gar nicht mehr.

Und wie ist das bei euch so?

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Lieblingssohn / Lieblingstochter

Lieblingssohn

Ich musste 50 Jahre alt werden um an einem Samstagmorgen aufzustehen und um endlich zu verstehen, warum ich nicht der Lieblingssohn war. Wahrscheinlich ist die Erklärung hanebüchen und jeder gelernte Psychologe könnte sie mir anhand von Statistiken in der Luft zerreißen, doch ich bin mir sicher, dass ich richtig liege. Ich glaube dass gewisse Muster sich in einer Familie über Generationen hinweg wiederholen, zum Beispiel in der Erziehung.

Wie in allen Familien die in den 60ern und 70ern gegründet wurden, oblag die Erziehung der Kinder ganz klar der Mutter. Das war bei uns nicht anders. Und meine Mutter erzog mich und meinen Bruder so, wie sie es von ihrer Mutter, also meiner Großmutter gelernt hatte.

Hier kommt der Knack- und Wendepunkt. Meine Großmutter war die Jüngste von fünf Geschwistern. Sie hatte eine ältere Schwester und drei Brüder. Ihre Schwester war die Erstgeborene und ihr standen alle Privilegien der Erstgeborenen zu. So gab es zum Beispiel den Umstand dass die große Schwester über die kleine bestimmen konnte und das wurde auch von den Urgroßeltern gebilligt.  Ich kann die Sätze heute noch hören, wenn meine Großmutter davon erzählte: „Du bist die Jüngste und du musst machen was ich dir sage!“ Natürlich kam es ihr so vor, als ob ihr Schwester die Lieblingstochter sei, und sie die weniger Geliebte.

Als Großmutter ihre eigene Familie gründete, drehte die ganz bewusst den Spieß um. Sie hatte zwei Töchter. Gritty, die Erste, meine Tante, (von der ich ja schon oft erzählt habe) und meine Mutter. Hier war es ganz klar, wer der Liebling war. Es war meine Mutter. Das war bis zum Ende offensichtlich, dass die Verbindung zwischen den beiden immer stärker und inniger war, als zwischen Großmutter und Gritty.

Also erzog Mutter mich und meinen Bruder genau nach dem gleichen Schema. Mein Bruder war der Lieblingssohn. Sie bestritt es immer vehement mir gegenüber, doch weiß ich dass es so war. Als mein Bruder dann in jungen Jahren verstarb, merkte sie dass sie etwas falsch gemacht hatte. Sie gab es mir gegenüber nie offen zu, doch ich merkte wie sie mich ab dem Moment in Fußstapfen bugsierte, die nicht meine waren…

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Recap der letzten Tage

Wenn ich diese kleinen Bläschen auf dem Handballen bekomme, die sich bisweilen bis hinunter zum Handgelenk ziehen, dann ist es DAS Alarmsignal meines Körpers, jetzt endlich mal innezuhalten und Ruhe einkehren zu lassen.
Aber wenn man wie ich, selbstständig ist, ist das nicht so leicht umzusetzen. Die Arbeitsmenge kann ich nur sehr bedingt runterschrauben. Also muss anderswo geschraubt werden und da muss ich noch etwas einfallen lassen die nächsten Tage, wie ich das umsetze.

Die letzten Sonnentage trugen dazu bei, dass meine Stimmung nicht im Keller war. In der Sonne sitzen und Vitamin D tanken. Wunderbar.

Tage

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Gestern fiel mir zum ersten mal ganz bewusst die Aussicht von der rue du St. Esprit auf, die auf einen Blick die ganze Zeitgeschichte der Stadt bietet. Oben in Hintergrund, die Hochhäuser von Kirchberg stellen die Gegenwart dar. Darunter die Kasematten der Montée de Clausen stellen den Beginn der Stadt dar und wie alles in Luxemburg begann. Im unteren Teil der Stadtteil Grund, der zeitlich zwischen den anderen beiden liegt.

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A propos Stress:

Ich würde freiwillig hingehen. Eine Zeitlang zumindest…

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Dieser Post wäre schon wesentlich früher online gewesen, wenn Photobucket nicht gestreikt hätte. Der Foto Hoster ist echt nicht mehr zuverlässig. Kennt jemand eine Alternative? (Bitte nicht Pinterest oder Instagram, sie sind für meine Zwecke ungeeignet)

Ich habe zwar schon eine Alternative gefunden, aber sie hat einen Nachteil. Imgur.com generiert eigenständige Kurzlinks, was zwar an sich ok ist, aber für einen Transfer der Bilder von Photobucket auf Imgur wären alle Links hin.

Und für 3238 Posts die Links per Hand ändern…. Ich kann mir schöneres vorstellen.

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Sage mir was du YouTube ’st und ich sage dir…

Das hier wir ein etwas längerer Beitag werden. Dabei werde ich versuchen es möglichst nicht so aussehen zu lassen, als ob es reine Werbung  für YouTube wäre. (wird es aber wahrscheinlich werden)

Der Tutorial Wahn der nun schon seit Jahren anhält, brachte einige Youtuber hervor, denen ich jetzt schon seit langem folge und von denen ich so manches gelernt habe, sei er in puncto Kochen, Backen oder auch von Berufswegen, schminken. Ich konzentriere mich vor allem auf die, die wirklich was taugen, denn es gibt so viele, die endlos langweiligen Mist produzieren. Aber mit der Zeit lernt man das zu filtern.  Ganz schlimm sind die, die endlos lange belangloses Zeug von sich geben und nie auf den Punkt kommen. Wenn man diese Videos neu zusammenschneiden würde, würden aus 20 Minuten knappe 2 Minuten werden… Aber das ist ein anderes Thema.

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Fangen wir mal mit den You Tubern an die mein privates Lieblingsthema behandeln; Kochen und Backen. Der absolute Star der deutschen Koch- und Backvideos ist Sally. Ihre Videos sind inzwischen sehr professionell gemacht und wenn ich Inspiration brauche, schaue ich immer wieder gerne bei rein. Durch sie weiß ich zum Beispiel, dass ich mich wahrscheinlich nie an Baklava herantrauen werde. Jedes mal wenn ich einer meiner türkischen Bekannte darauf ansprach, sah ich einen verzweifelten Gesichtsausdruck. Als ich dann Sally’s Video sah wusste ich warum. Es ist unsagbar anstrengend.
Sally’s Kanal
Sally’s Blog

Ein anderer Kochkanal, den ich erst vor ein paar Tagen entdeckte ist RunAwayRice.
Es geht ausschließlich um asiatische Küche. Trang, die Youtuberin hat kürzlich ein pdf Kochbuch zusammengestellt mit 10 asiatischen Desserts, das man sich hier kostenlos herunterladen kann. Ein Dessert das mich dabei ganz besonders ansprach war der Cotton Cheesecake. Den muss ich unbedingt selber backen. Ich werde berichten…
RunAwayRice Kanal
RunawayRice Blog

Dann gibt es noch ein paar denen ich nur sporadisch folge:
Thermosternchen: Sie kocht fast ausschließlich mit dem Thermo Mix. Dieses teure Gerät intrigiert mich schon seit langem. Aber so ganz überzeugt bin ich noch nicht davon.
Esslust: Einfache Rezepte ohne viel Bla Bla. Auch die Videos sind kurz und knackig nie länger als 10 Minuten.  Von der Off Stimme und vom Text erinnert es mich ein klein wenig an „Die Sendung mit der Maus“, was aber sehr sympathisch ist. Spannend finde ich hier, dass es eine zugehörige App mit dem gleichen Namen gibt.

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YouTube

Und dann die Beautyvlogs. Davon gibt es so viele wie Sand an Meer. Es gibt ein paar Superstars, bei denen ich als Maskenbildner auch noch was dazugelernt habe. Die folgenden Vlogs sind allerdings ohne Gewähr.

Zabrena: Zur Zeit mein Liebling. Kurze Videos, und sie redet nicht über Gott und die Welt, sondern kommt gleich auf den Punkt und hat sich hauptsächlich auf Drogerieprodukte spezialisiert.

Jeffree Star: Eine völlig abgefahrene außerirdische Gestalt. Er brabbelt definitiv zu viel, aber weil er sehr viele Produkte aus den Highend testet, ist es immer Wert bei ihm reinzuschauen.

Tati Westbrook: Eine Brabbeltante der Mittelstufe, hat aber ein sehr breitgefächertes Wissen über Beautyprodukte und ihre Tests sind unerbittlich.

Nikkie Tutorials: Der große Star aus den Niederlanden. Sie KANN schminken. Bei ihr habe gelernt sogenannte Cutcrease’s supersauber hinzukriegen.

An Knook: Eine weitere Niederländerin und ein wahres Makeup Talent. Sie hat einen kleinen Onlineshop für falsche Wimpern, bei dem ich regelmäßig bestelle.

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Samstagabende & die Erkenntnis dass sich nichts ändert

Wir hatten es schon vor über zwei Wochen geplant. Es sollte und musste an diesem Samstag sein. Der A. und der H. sind Freunde die ich vor etwas mehr als zwei Jahren kennengelernt habe. Beide flüchteten sozusagen von Paris nach Luxemburg. Es war eine ganz bewusste Entscheidung, die sie bis heute nicht bereuen. Sie haben sich hier in der kurzen Zeit, nach eigener Aussage, einen derart großen Freundeskreis aufgebaut, den sie in den fast 20 Jahren in Paris nie hatten…

Ich und ein paar andere Freunde haben es uns zur Aufgabe gemacht, sie ein wenig in Luxemburg herumzuführen. Ein Ort den sie noch nicht kannten, ist mein geliebtes Bovary, über das ich ja schon öfters berichtet habe.

Wir verabredeten uns zum Aperitif in ihrem Apartment, das ich zum ersten Mal sah. Es befindet sich in einer Sackgasse, die etwas abseits liegt. Die Wohnung hat zwei große Terrassen mit einer atemberaubenden Aussicht über das Paffental bis hinüber zum Kirchberg.  Während es dämmerte machte ich diese Fotos bei strahlendem Vollmond

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Nach dem Bovary hatten wir noch Lust eine Runde um die Häuser zu ziehen. Wir landeten in der Bar Rouge. Zu meiner großen Beschämung war ich noch nie da. Eine kleine Nachtbar in der rue des Bains, die eigentlich sehr chic aussieht. Es lief die übliche Wumsmusik. Und ich erinnerte mich an die Zeit in den 80ern, in der ich in solchen Bars jedes Wochenende selbst arbeitete um mir das Gehalt aufzubessern. Es geht noch immer um das Gleiche. Sehen und gesehen werden, alles mit einem leicht sonbistischen Hauch. Zu meiner großen Überraschung war sogar die Musik quasi die Gleiche wie damals. Titel von Eurythmics und Madonna nachgesungen mit ordentlich Technowums unterlegt. Auch die Gäste waren von gleichen Art wie damals. Fein herausgeputzt, mit einem Cocktail- oder Weinglas nonchalant in an die Wand gelehnt, mit einem leicht gelangweilten Ausdruck. Ich bekam fast einen Lachanfall. Es ändert sich alles und doch so wenig.

ändert

Was nächstes Jahr wichtig wird

Ja ich weiß, 2017 ihat noch nicht richtig losgelegt, und ich mache schon einen Beitrag über das nächste Jahr. Doch muss ich mich damit beschäftigen, denn die Planung der ersten vier Monate nächsten Jahres will gut überlegt sein. Eigentlich wollte ich erst darüber sprechen, wenn es soweit ist, doch… hach… die Vorfreude übermannt mich gerade!

Anfang nächsten Jahres werde ich zwischen drei und vier Monaten auf eine Weltreise gehen. Es ist das Geschenk, für das alle Gäste an meinen runden Geburtstag, ein Geldgeschenk gemacht haben, und nächstes Jahr löse ich das sozusagen ein.

Die einzelnen Stationen sind inzwischen festgelegt und um euch das zu veranschaulichen habe ich da mal was vorbereitet.

Jahr

 

Die erste Station wird Singapur sein, entweder von Frankfurt oder London, oder einer anderen großen europäischen Stadt aus.

Danach geht es weiter nach Australien, Papua Neuguinea, Tasmanien, Neukaledonien und Neuseeland. Ob es genau diese Reihenfolge sein wird, hängt von den Flugverbindungen ab. Auch die Rundreisen der einzelnen Inseln sind noch nicht ganz festgelegt. Da lasse ich mal das Reisebüro meines Vertrauens machen.

Von Neuseeland (oder einer anderen Insel der Karte davor)  aus geht es weiter auf die französisch-polynesischen Inseln.

 

Anschließend geht es auf eine Insel weitab von alles und jedem. Die Osterinsel, oder auch noch Rapa Nui genannt. Sie hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Aber davon erzähle ich euch wenn es denn soweit ist. Ab da  geht es weiter nach Chile, als kurze Zwischenstation, und dann ganz südlich nach Feuerland (Terra del Fuoco). Von dort aus wieder nach Europa.

Ich habe ganz bewusst den indischen und asiatischen Raum weggelassen, da alle diese Ziele in der heutigen Zeit leichter erreichbar sind als früher und es auch einfach zu viel wird, die auch noch unterzukriegen. Wenn, dann sollen es Orte sein, die richtig weit weg sind und die ich wahrscheinlich nicht nochmal besuchen werde.

Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich all die anderen Ziele schaffe, in den drei Monaten. Darum auch die lange Vorbereitung.

Hat jemand Lust mich zu begleiten?

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An einem normalen Donnerstag

Das Cover des letzten New Yorker  will ich euch nicht vorenthalten. Ich habe noch nie eines gesehen, in dem das Logo zugunsten der politischen Lage in kyrillischer Schrift umgewandelt wurde.

Die Hefte scheinen auch wieder mit der gewohnten Regelmäßigkeit zu kommen, so wie ich es vor Weihnachten gewohnt war. Und somit ist der Donnerstag Nachmittag, wenn ich nicht gerade voll in der Arbeit stecke, der Nachmittag in dem ich mich ins Paname verziehe (weil meine Putzfrau in der Wohnung wütet) und die Nase in den New Yorker stecke.

A propos Paname:

Ein eher seltenes Motiv, denn die Tische sind meistens belegt.

Ich liebe diese Ananas Stehleuchten.

Lokale vorher/nachher oder früher und heute

Als ich gestern morgen über die place d’Armes Richtung Wochenmarkt schlenderte, war es mehr als auffällig, dass eine Baustelle fehlte. Der riesige Begrenzungszaun war weg und gab die Sicht frei auf ein brandneues Lokal:

früher

Das Restaurant l’Académie das ich seit meiner zartesten Jugend kannte, weil ich oft dort mit meiner Tante zu Mittag speiste, schloss seine Tür vor weit über zwei Jahren:

Es wurde gemunkelt, dass dort das legendäre Grand Café wieder eröffnen sollte, das sich davor am gleichen Ort befand. Aus dem Gemunkel wurde Realität. In dem einen Seitenfesnter gibt es ein Foto wie das Café in den 50er Jahren aussah.

Die Restaurierung ist perfekt gelungen. Es bleibt zu hoffen dass es nicht noch ein weiteres überteuertes Lokal der Oberstadt wird, sondern eines mit bodenständigen Preisen und Speisen.

Und so weicht eine Legende einer anderen.

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Martine vom Vis-a-vis postete heute ein Foto von ihrem Lokal aus früheren Zeiten. Ich habe anschließend versucht ein Foto aus der ungefähr gleichen Perspektive zu machen.

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Im Kino am Mittag

Wann saß ich das letzte Mal in einer Mittagsvorstellung im Kino? Es ist schon so lange her, dass ich mich nicht mehr daran erinnere…
Ich saß im Renert als meine Freundin und Kinokritikerin die D. auf einen schnellen Espresso reinschaute, bevor sie sich im Kino die Mittagsvorstellung von T2 Trainspotting ansehen wollte. Da ich vor einigen Wochen das Trainspotting Special der Graham Norton Show gesehen hatte, und neugierig auf den Film war, beschloss ich spontan sie zu begleiten.

Kino

Ich konnte mich nur noch sehr vage an den ersten Film vor 20 Jahren erinnern. Es waren vor allem Bilder wie z.B Ewan McGregor der luftschnappend aus einer sehr versifften Kloschüssel auftaucht.

Die Geschichte von T2 beginnt nicht dort wo die letzte aufgehört hat, sondern ebenfalls 20 Jahre später. So erleben wir die Hauptcharaktere 20 Jahre später in den unterschiedlichsten Situationen. (Ich erspare mir eine komplette Zusammenfassung, die könnt ihr überall im Netz lesen.)

Und obwohl ich mich nur noch bruchstückhaft an den ersten Film erinnern konnte, habe ich mich herrlich amüsiert im zweiten Teil. Der Mittelteil hat ein paar Längen, doch die sind verzeihbar. Der Schluss aber hinterließ einen leichten bitteren Nachgeschmack.

Wir haben uns alle (denn es waren noch ein paar andere Journalisten zugegen) am Ende gefragt, ob man sich den Film ansehen kann ohne den ersten gesehen zu haben. Meine Antwort war ganz klar nein, denn er bezieht sich zu sehr auf den ersten Film. Es gibt so viele kleine Flashbacks aus dem ersten Film zu sehen, in dem alle Schauspieler wie Teenager wirken. Da wir alle den ersten Film gesehen hatten, konnte es auch keiner von uns nachvollziehen. Was aber wahr wahrscheinlich nicht klappt, ist den ersten Film jetzt auf DVD nachzuholen, bevor man sich den zweiten ansieht. Die real vergangene Zeit spielt hier, glaube ich, eine große Rolle.

 

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Arbeitsalltag, Blumenfotos und ein Buch

Die Woche der Endproben. Ein englisches Stück im Kapuzinertheater. Da die Probenzeit sehr kurz war, sind die Endproben umso intensiver und machen auch am Wochenende nicht halt. Hier ein Foto von der Seitenbühne, während einer Durchlaufprobe.

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Die gelben Tulpen haben sich wesentlich länger gehalten als alle Sträuße davor. Am Samstag morgen sahen sie noch so aus.

Doch als ich die Vase danach umstellte vielen auch schon die ersten Blütenblätter ab.  Ersetzt wurden sie durch diese hier.

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Ich ich habe mir eben noch den Kopf zerbrochen wie ich am Sonntagmorgen plötzlich auf Christiane F. kam. Durch ein Lied im Radio? Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls war sie urplötzlich so präsent und ich erinnerte mich daran, dass ich immer noch ihre zweite Biographie lesen wollte.

Ich weiß noch, als ich das erste Buch von Christiane F. las. Meine Mutter hatte große Bedenken, als ich es aus der Schulbücherei mit nach hause brachte. Sie nahm es mir ab. Das Buch sei gefährlich und ich sollte so was nicht lesen. Sie las es selbst. Als sie es aus hatte, durfte ich dann doch.

Die Welt die Christiane F. in „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ beschrieb, war soweit von meiner eigenen kleinen Welt auf den Dorf entfernt, wie sie nur sein konnte. Ich kann mich noch lebhaft an die Passage erinnern, in der sie die Kleinkinder beschreibt, die nie ohne Kochlöffel raus gingen um zu spielen, da sie ohne Löffel nicht an die Knöpfe vom Lift kamen um wieder in die Wohnung zu gelangen. Wenn man ihnen den Kochlöffel abnahm, waren sie aufgeschmissen… Und all die seltsamen umgangssprachlichen Ausdrücke, die man inzwischen auch nicht mehr verwendet.

Das zweite Buch „Mein zweites Leben“ lud ich mir am Morgen aufs iPad runter und hatte es in knapp vier Stunden durch. Ein sehr ernüchterndes Buch. Was mich am meisten störte, ist die nicht lineare Form. Es wird von vor nach hinten gesprungen und wieder zurück, so dass man keine Episode zeitlich richtig einordnen kann.

Sie hat es nie geschafft ganz von den Drogen loszukommen. Nach dem Buch wurde mir klar, dass sie eigentlich noch immer das ist, was sie auch schon als Teenager war; ein Junkie der im Grunde nichts aus seinem Leben gemacht hat. Sie lebt seit Jahr und Tag von den Tantiemen des ersten Buches und jetzt wohl auch von dem zweiten. In einer Kritik las ich, dass man beim Lesen den Eindruck gewinnt, als ob sie immer das Oper anderer Personen, oder der Begleitumstände gewesen sei. Ich muss zugeben, dass es mir zeitweise beim lesen auch so ging. Dann wundert es mich auch nicht, dass sie noch immer abhängig ist.

Buch  Buch

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Eine Reportage, eine neue App und ein Film

Es ist immer etwas seltsam wenn ich wieder in der Zeitung zu sehen bin. Irgendwie bauchpinselt es mich ja schon. Und doch ist da immer dieses leichte Unbehagen derart öffentlich zu sein.

Diese Woche in der Revue: Einmal jemand anders sein. (Die Reportage gibt es nur im Magazin, online leider nicht) Ich schminkte meine Freundin und Journalistin, die M. komplett um.

Reportage

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Das Wetter lässt seit drei Tagen zu wünschen übrig. Es ist nicht kalt, es nieselt den ganzen Tag. Ich wollte mich in einer unverhofft freien Stunde ins Café Renert setzen, doch das hat diese Woche Betriebsferien. Also ging ein paar Häuser weiter ins Chocolate House. Dort versuchte ich eine neue App. 360° Camera. Hier das erste Foto das dabei herauskam.

Aber so gut wie Photosynth, die es nicht mehr fürs iPhone gibt, ist sie leider nicht.

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Der unverhofft freie Nachmittag und das Schmuddelwetter ließen mich ins Kino flüchten.

Der neue Film Rusty Boys von Andy Bausch, den mir meine Freundin D. die Kritikerin ist, angeraten hatte, bevorzugte ich vor allen anderen Oscaranwärtern die auch zur Zeit laufen. Lion, Fences, und La La Land müssen noch warten.

Der Film ist nett und hat ein paar sehr schöne und lustige Momente. Die Geschichte ist etwas verworren und die einzelnen Handlungsstränge sind nicht immer so ganz klar, als ob es einige Zwischensequenzen nicht in die finale Schnittfassung geschafft hätten. Letztendlich ist der große Erfolg beim Publikum, dadurch zu erklären, dass die einzelnen Charaktere sehr schön herausgearbeitet sind und sich mancher einer in dieser oder jener Rolle wiedererkennt. Und alles war Rang und Namen in der luxemburgischen Schauspielszene hat, ist im Film vertreten. Hier das Making of:

https://vimeo.com/199344005

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Blumen, Sonne, Deko und ein Verdacht

Ein bisschen was vom Wochenende hätte ich noch nachzutragen.

Blumen
Da wäre zum Beispiel der Tulpenstrauß dieser Woche, dieses mal in gelb…

 

Ein Foto morgens früh auf der der Avenue…

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Die neue Deko am Wärterhäuschen vom Parkhaus an der Place du Théâtre, von der ich so gar nicht überzeugt bin, ob ich die schön finden soll. Mit den Technickern vom Kapuzinertheater läuft bereits ein Wette, wie lange es dauert, bis jemand ein Graffiti darauf gesprüht hat. Meine Prognose ist morgen Mittwoch.

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Seit Jahren gehe ich an dem Foto vorbei. Es hängt im Treppenhaus  des Kapuzinertheaters das ins Untergeschoss führt und ist eines von vielen. Sie sind mir alle mit Jahren sehr vertraut. Pol Aschmann ist der Fotograph und einer der wichtigsten Zeitzeugen von Luxemburg. Vor Jahren kaufte ich mir ein Bildband von ihm, wegen einer Recherche. Seine Motive waren vor allem Menschen im Alltag in Luxemburg in den fünfziger Jahren und Anfang der Sechziger.

Pêche entre Bettendorf et Moesdorf * (1958) / Photo: Pol Aschmann / © Photothèque de Ville de Luxembourg

 

Als ich mir das Foto genauer ansah, beschlich mich ein seltsamer ein Verdacht. Die Zigarre, der Hut,…das ist doch…? Nein! Oder doch?

Meine Großmutter hatte drei Brüder, von denen ich bereits in den Familienchronik Beiträgen berichtete. Josy, Jängy und Neckela. (Jos, Jean und Nicholas) Jean und Nickolas sahen sich zum verwechseln ähnlich. Es gibt Fotos auf denen ich beide nicht unterscheiden kann. Nickolas kannte ich. Er trug immer einen Hut und rauchte Zigarre. Ob Jean auch geraucht hat, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass Nickolas in seiner Freizeit ab und an gerne fischen ging. Da Großmutter damals schon mit Emile verheiratet war und dieser aus Beaufort stammte, das nur wenige Kilometer von den beiden anderen Dörfern entfernt ist, könnte das auf dem Foto Nicholas sein, an einem Sonntag, wenn sich die Familien besuchten!

Die Nase, der schmallippige Mund, die Brille, die Ohrenform…alles passt! Es könnte auch Jean sein, doch weiß ich nicht ob er auch gerne fischen ging. Aber ich bin mir sicher dass es einer von beiden ist. Die Ähnlichkeiten und die Zufälle sind zu groß!

 *Es gibst drei Dörfer, die vom Namen her fast identisch sind. Moesdorf, Moersdorf und Moestroff. Im luxemburgischen heißen zwei der Dörfer quasi gleich; Méischtref  bzw Méischdref. Da Bettendorf das Nachbardorf von Moestroff ist, nehme ich an, dass wohl eher dieses Dorf gemeint ist.

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Canelé bordelais

Da ich ich dieses Wochenende drei volle Tage frei hatte und keine beruflichen Verpflichtungen, war mir nach backen zumute.

Ich hatte schon länger keine Canelés mehr gemacht. Das letzte Mal, ist schon eine Ewigkeit her. Das Rezept von Marmiton hatte mich nicht überzeugt, zumal sie ein paar seltsame Tricks dazu anwendeten, deren Sinn ich nicht verstand. Am Ende war das Resultat enttäuschend.
Da ich schon seit einer Weile die bekannteste Kochbloggerin aus Frankreich lese, war ein neues Rezept schnell gefunden.  Anne Lataillade, die das Blog Papilles et Pupilles betreut, und wie die Canelés, ebenfalls aus Bordeaux stammt,  postete folgendes Rezept bereits 2005.

Im Gegensatz zu Marmiton benutzt Anne wesentlich weniger Butter und mehr Rum. Das Rezept von Anne gibt es hier.

Und da ich etwas Zeit habe, werde ich das Rezept auf Deutsch übersetzen.

500 ml Liter Milch
125 gr Mehl
250 gr Zucker
3 Eigelb (Ich habe 4 Stück genommen, da die Eier sehr klein waren)
2 Vanillestangen (Ich hatte nur eine da, und ersetzte ein Teil vom Zucker durch ein Päckchen Vanillezucker)
100 ml brauner Rum (Ich habe Kraken Rum genommen)
30 gr  geschmolzene Butter und etwas mehr für die Canelé Förmchen

Die Milch in einen Topf geben. Die Vannillestangen längs aufschneiden, auskratzen und das Vanillemark mit den Stangen in die Milch geben und einmal aufkochen lassen. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Mehl und Zucker in eine Schüssel mischen. Eigelb, Rum und die geschmolzene Butter hinzufügen. Mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse rühren. Den Mixer braucht es nicht.
Dann die erkaltete Milch (aus der man die Vanillestangen herausgefischt hat) unterrühren.
Die Schüssel abdecken und Minimum 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Das ist sehr wichtig da kein Treibmittel wie Backpulver oder Natron drin ist, und das Mehl quellen muss.

Die Förmchen mit etwas weicher Butter auspinseln und zu  gut dreiviertel befüllen (nicht ganz füllen denn der Teig geht im Ofen hoch!)

Im vorgeheizten Backofen (keine Umluft) bei 270°/ 300° Grad für 5 Minuten backen lassen. Den Ofen auf 200° Grad zurückschalten und weitere 25-30 Minuten fertig backen. Rechnet mit 35-45 Minuten für eine Förmchengröße von 3,5 cm Durchmesser und 4,5 cm Höhe. Nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Aus der Form nehmen und auf einem Grill ganz erkalten lassen.
Anne schreibt, dass Puristen nur in Kupferförmchen backen würden, doch mit Silikonformen ist das Resultat gleich und das Herausnehmen wesentlich einfacher.

Und meine sehen so aus.

Canelé

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Ein Link, ein Ärgernis und ein filmisches Wiedersehen

Der Merriam-Webster Dictonary, (und deren Twitter Account) der immer als etwas verstaubt angesehen wurde, wurde als Link Tipp von der Kaltmamsell empfohlen. Und ich bin sehr begeistert davon. Eine Seite bei der ich mehr in Englisch gelernt habe als in all den Monaten davor.

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Link

A propos Englisch. Der Zustellung des New Yorkers lässt seit dem Neujahrswechsel zu wünschen übrig. Davor kam er mit einer schönen Regelmäßigkeit, immer Donnerstags, manchmal Freitags, im Briefkasten an. Inzwischen kommen manchmal zwei Ausgaben zusammen, also eine davon, mit einer vollen Woche Verspätung. Das ist um so ärgerlicher, da ich die Hälfte der Artikel bereits online lesen könnte, bevor ich das Magazin habe.

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Ich fand vor längerer Zeit auf einem Wühltisch in Trier diese DVD

Link

Pink Floyd -The Wall hatte mich 1982 bei seinem Erscheinen im Kino sehr verstört zurückgelassen. Ich war damals 14 und konnte ihn sehen, weil er ab dem Alter in Luxemburg zugelassen war. In anderen Ländern war es ab 15 oder 16, nur gab es diese Altersbegrenzung hier nicht. Es war entweder ab 0, ab 6, ab 14 oder ab 17. Ab 18 gab es nicht im regulären Kino nicht.

Erst jetzt hatte ich die Gelegenheit mir den Film anzusehen. Ich war sehr gespannt was der Film jetzt, 36 Jahr später. in mir auslösen würde. Der Film ist im großen und Ganzen recht gut gealtert, wenn er auch streckenweise ein paar Längen hat und sich teilweise wiederholt. Die Eindringlichkeit mit der der großartige Bob Geldorf den Rockstar Pink verkörpert, ist noch immer sehenswert. Sogar die schizophrenen Zeichentrick Sequenzen sind immer noch bedrohlich und angsteinflößend. Es wirkt alles so überhaupt nicht aus der Zeit gefallen. Es geht heute, in unserer Zeit immer noch um Kriege, um Macht und Faschismus, und verrückte Diktatoren und Präsidenten. Alles ist 1:1 übertragbar. Und das ist erschreckend und traurig zugleich.

Grandios ist auch immer noch die Musik von Pink Floyd, die meiner Meinung nach, kein bisschen altmodisch wirkt.

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An einem Valentinstag

Wenn auch immer wieder über den Konsumrausch vom Valentinstag gestritten wird, mir was es dieses Jahr schnurz.

Ich hatte mir gleich ein dreifaches Date aufgeladen: meine drei Freundinnen, die M., die V. und die N. Ich besorgte Blumen für alle drei; eine sogenannte stabilisierte Rose. Wer nicht weiß was das ist schaue bitte hier nach.

Valentinstag

Wir waren im Bovary verabredet und es war ein herrlicher Abend. Danke, ihr Lieben! Es war der schönste Valentinsabende seit langem. Franka, die Köchin aus dem Bovary, bereitete uns mit viel Liebe folgendes zu:

Dazu gab es vor ab eine Flasche Alice Hartmann und anschließend ein Flasche Rotwein, wo der Name wie die Faust aufs Auge passte. Er schmeckte hervorragend. Sehr süffig mit einer fruchtigen Note, und passte perfekt zu allem was wir aßen.

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Die Aktion, unerschütterlich jedes Wochenende Blumen auf dem Wochenmarkt zu kaufen, und daran zu glauben, dass der Frühling kommt, scheint zu klappen. Die letzten beiden Tage war hier strahlend schönes Wetter.

Gestern Nachmittag knallte die Sonne so sehr in die Wohnung, dass ich das Fenster öffnen musste weil es zu warm wurde.

 

Strahlend blauer Himmel über der Place de Paris.

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Kleines Kuriosum aus der Tiefgarage vom Auchan/Kirchberg.
Merke: Das Parkhaus nicht mehr durch die Hauptausfahrt verlassen, sondern durch die kleineren Ausfahrten hinter dem Gebäude. Dort war nämlich ein Stau, verursacht durch eine zusätzliche Baustelle oben am Boulevard Kennedy, wo es eh schon schwierig ist, durch die Verlegung der Schienen für die Trambahn. Es dauerte gut 10 Minuten bis ich endlich draußen war.

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Und zum Abschluss ein Spruch den mir die E. per Whats App schickte. Love it !

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Fotoausbeute der letzten Woche

Gleich vorab ein Foto das ich dieses mal Panoramafoto gemacht habe. Der Boulevard Royal wo sich einst drei Hochhäuser und ein Busbahnhof befanden.

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Die befreundete Nachbarin war zum Frühstück da. Die Tulpen kaufte ich gestern auf dem Wochenmarkt, denn nächste Woche ist Frühling! Basta! Und es soll mir keiner mit Wetterprognosen daherkommen! Ich glaub den Sch…. nicht!

Fotoausbeute

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Dabei sah es am Samstagmorgen auf dem gegenüberliegenden Dach und auf der Place des Martyrs so aus: SCHNEE!

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Auf der Place de Paris kündigt sich ein neues Restaurant an. An gleicher Stelle befand sich früher das legendäre Restaurant Le Cordial, dass ich in den 80ern mit Tante Gritty oft besuchte. Als dieses schloss, zog das Voglia Mata dort ein, Restaurant das sich davor oben an Boulevard Royal befand, bevor dort alles abgerissen wurde.  Das neue Restaurant nennt sich Strogoff. Ob Strogoff von einer Romanfigur von Jules Verne abgeleitet ist, sei mal dahingestellt. Der Figur nach sollte es russische Küche sein, doch wird es italienische Küche werden.

Ansichten hinter der Bühne

Dieses Wochenende schlägt das Musical wieder zu. Samstag und Sonntag Vorstellung. Das bedeutet aber nicht dass ich die ganze Woche auf der faulen Haut lag!

Da ich ja immer wieder gefragt werde warum ich nicht mehr Einblick in meinen Beruf gebe, gibt es heute mal ein paar Fotos hinter der Bühne.

So sieht mein Schminktisch fürs Musical aus, wenn er aufgeräumt ist kurz bevor der/die erste Schauspieler-in kommt.

Ansichten

Fangen wir links an:

-Eine Kiste Papiertücher.
-Dahinter ein eine Tube All Pure von Kryolan.
-Die blaue Dose mit den Frühstücksei ist mein Tischmülleimer.
-Davor liegt aufgerolltes Gummiband, dass die Damenwelt kennen müsste. Es ist das gleiche Band das man auch verwendet, bei halterlosen Nylonstrümpfen. Ich bekomme das auf einer großen Rolle, von der ich mir dann ein kopfgerecht großes Stück abschneide. Das wird stramm einmal um den Kopf gewickelt und daran werden Perücken befestigt. Man kann es auch mit elastischer Mullbinde machen, doch die muss dann anschließend gewaschen und zum Trocknen aufgehängt werden. Die Gummmibänder reinigt man fix unter fließendem Wasser und tupft sie trocken.
-Eine Flasche Mist & Fix von Make up Forever.
-Eine Mini Flasche All Nighter von Urban Decay.
-Davor ein metallener Seifenteller den ich für loses Puder benutze.
-Dahinter zwei schwarze Flaschen Haarspray von Eugène Perma.
-Zwei große Behälter mit Pinseln und Kämmen.
-Eine Rolle durchsichtes Hansaplast zum Kleben von Mikrophonen.
-Eine kleine Pallette mit Lippenstiften (klassische rote Farben)
-Eine Puderquaste
-Eine Palette mit Lidschatten in braunen und rötlichen Töenen von Viseart.
-Ein mini Metallteller zum reinigen von Schnauzbärten und Pinsel.
-6 Kisten mit Klamern und Haarnadeln.
-Eine Tube 8 Hour Cream von Elizabeth Arden.

Natürlich stehen links und rechts noch mehr, so wie zum Beispiel der Airbrush und die Grundierungsfarben. Ein After Foto wann alle 20 Darsteller durch sind, und der Tisch wie ein Schlachtfeld aussieht, habe ich mir verkniffen.

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Zum Abschluss noch zwei geniale Perücken die ich gestern bei den Kollegen im Saarbrücker Staatstheater sichtete, und die einfach ablichten musste.

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Nachtrag zum Gau von letzter Woche

 

Gau

Ja, bei solchen total Ausfällen wird man schlauer. Durch die Malware Infizierung bin der Mutter der Porzellankiste noch ein Stück näher gerückt.

Auf der Suche nach einem geeigneten Plugin das mir regelmäßig ein Backup des Contens macht, ohne dass ich ständig daran denken muss, bin ich auf Backup Guard gestoßen. Backup Guard lädt mir einmal pro Woche ein Backup vom gesamten Content in die Dropbox. Wenn sich dann noch einmal so ein Drecksvieh von Malware auf Joel.lu einschleicht, ist zumindest meine Arbeit von 13 Jahren Blogging gesichert. Ich muss dann nur alle paar Monate die alten Backups löschen, damit die Dropbox nicht überläuft. In dieser Version kostet Backup Guard 10 €.

In der kostenfreien Version lädt er das Backup nicht automatisch, man muss es regelmäßig manuell machen, und er lädt es nicht extern, sondern auf dem eignen Server. Im Falle von einem Gau muss man sich dann per FTP die Datei vom Server angeln. Geht auch, ist aber umständlicher.

Mach doch mal was mit Porzellan

Porzellan, Geschirr? Ja, Teller, Schüsseln und ähnliches.

Im Hause Joel.lu wird zur Zeit von Ikea Tellern gespeist und von einer Serie bunter Teller die ich von Fragonard bekam. Womit wir beim Problem wären, das mir auf einem anderem Level ein wenig zu schaffen macht.

Als ich vor vier Jahren in die kleine Wohnung zog, nahm ich nur das Nötigste für den Haushalt mit. Dabei besaß jeder Haushalt den ich anschließend auflösen musste, (Eltern, Großmutter, Tante) einen mehr als kompletten Satz an Porzellan von sehr edel bis zu alltäglich. Von Villeroy & Boch und Rosenthal bis hin zu alltäglichem Zeug, das man mal eben schnell im Supermarkt erwirbt. Als ich die Haushalte auflöste, gab ich alles weg an eine Flohmarkthändlerin. Ich wusste was ich weg gab, und der vernünftige Teil meines damals von Trauer gebeutelten Kopfes, riet mir es so zu tun. Wohin auch mit dem ganzen Zeug? Heute bin ich hin und hergerissen, ob ich das Richtige getan habe. Hätte ich den Vieux Luxembourg, oder den Petite Fleur doch behalten sollen? Oder das blaue Service das meine Mutter in der Töpferstadt Vallauris erwarb?

Weg ist weg und ich da ich kein Freud von Reue und Bedauern bin, sollte ich damit aufhören.

Wer in Luxemburg wohnt, kennt die Supermarktkette Cactus. Die haben einmal im Jahr eine Aktion mit Marken, die man bei den Einkäufen sammelt und anschließend in ein Heftchen klebt. Dieses Jahr gibt es für die Marken ein Porzellanservice von Jamie Oliver. (Wobei ich mich frage, in wie fern Jamie tatsächlich etwas damit zu tun hat.) Ich finde die Serie schön, weil sie sehr schlicht gehalten ist und zu allen Gelegenheiten passt. Im Freundeskreis startete ich den Aufruf mir doch bitte ihre Marken zu geben, wenn sie sie selbst nicht sammeln. Es fehlen mir noch zwei von den Schüsseln und vier Tassen, und dann habe ich alles zusammen, was ich haben wollte.

Porzellan