Der digitale Nachlass

Nachlass
© Pixabay

Von der Überschrift her könnte man meinen dass es sich um praktische Tipps handeln würde, wie man seinen eigenen digitalen Nachlass regelt, doch ich möchte mit diesem Posting noch einen Schritt weiter gehen. Denn es gibt schon genug praktische Anleitungen wie man sich zu Lebzeiten anlegen kann, das mit den E-mail Konten und sozialen Netzwerken zu regeln.  Hier ein paar Links bei denen man das nachlesen kann:

Wikipedia: Digitaler Nachlass
Zeit Online : Datenerben ist kompliziert
SZ.de : Das Digitale Erbe regeln

Hier geht es um mein Blog und was damit passiert wenn ich das zeitliche segne.

Das Gedanke kam mir gestern Abend, als mich zu einer WordPress Veranstaltung in Luxemburg anmeldete. Ich musste dazu, (wie bei fast allem) ein Konto anlegen und mich als Mitglied anmelden. Das war in diesem speziellen Fall mit ein paar Fragen hinsichtlich WordPress verbunden. Eine davon war wie lange ich WordPress bereits nutze. Ich wollte automatisch das Geburtsdatum des Blogs eintragen (Januar 2004), doch dann fiel mir ein, dass es nicht stimmt. Ich habe mit Blogger.com angefangen. Also suchte ich im Bolg nach wann genau ich zu WordPress wechselte und kam auf Juni 2006.

Mein Blog ist somit auch für mich ein historisches Zeitdokument, in dem ich diese Dinge festhalte. Dieses Datum vom Wechsel zu WordPress ist jetzt für niemanden so sehr von Belang wie für mich selbst, doch was ist mit anderen Beiträgen?

Ich habe viel Zeitgeschichtliches verbloggt. Die Serie „Moment mal..“ z.B. behandelt die Lebensgeschichte von Menschen, die mir wichtig waren oder immer noch sind. Es gibt Theaterkritiken, Einblicke hinter die Kulissen und Begebenheiten die sich an Drehorten abgespielt haben. Es gibt Restaurantkritiken (siehe den letzten Beitrag) Filmkritiken (siehe die ‚Kino am Mittag‘ Beiträge) und es gibt Spaziergänge durch Stadt die ich mit Fotos versehen habe, über Dinge die mir auffielen. Es gibt auch ein paar fiktive Kurzgeschichten.

Ich möchte mich auf keinen Fall als Historiker oder Schriftsteller hinstellen, denn das bin ich ich nicht. Ich möchte auch nicht dass dieser Beitrag aufgeblasen und großkotzig daherkommt. Wer mich kennt weiß dass ich das nicht bin. Aber ich investiere viel Zeit und Arbeit in mein Blog, und wer hier schon eine Weile mitliest weiß, dass ich vor kurzem zwei böse technische Havarien hinter mir habe, die mich das Blog noch mehr schätzen lassen als je zuvor. Um ein Haar wäre alles weggewesen. Und der Gedanke daran lässt mich immer noch schaudern.

Ich stricke den Gedanken mal weiter, und ziehe auch andere Blogger in Betracht die kein Tagebuchblogging machen sondern sich einem bestimmten Thema verschrieben haben. Ein Fashionblogger erstellt über Jahre hinweg ein geschichtliches Dokument, das für Modehistoriker von großem Nutzen sein kann. Ich kann mir auch vorstellen, dass Maskenbildner es in 20 Jahren viel einfacher haben, eine Recherche zu starten, wie die man sich heute schminkte und zurecht machte, dank der ganzen Beautyblogger und Vlogger, die über jeden noch so verrückten Trend berichten.

Ein sehr schönes Beispiel ist das Techniktagebuch, das schon seit Jahren eine großartige Pionierarbeit leistet in Sachen Alltagstechnik.

Was passiert also mit meiner Arbeit von all den Jahren, wenn ich einmal nicht mehr bin? Ich habe keine Nachkommen denen ich es vererben könnte. Ich könnte einen Nachlassverwalter ernennen, doch wer garantiert mir dass er das Blog von einem Tag auf den andern nicht schließt und alle Daten vernichtet?

Es gibt in Luxemburg ein nationales Literaturarchiv, bei dem schon feststeht, dass ein paar der großen Schriftsteller, wie Gast Gröber oder Lambert Schlechter, dass deren Blog auf jeden Fall in das Archiv aufgenommen wird. Genau so verhält es sich mit den Tages- und Wochenzeitungen die von der Nationalbibliothek archiviert werden.

Aber was ist mit rein digitalen Aufzeichnungen?

Ich bin gespannt auf die Kommentare. Ich werde diesen Beitrag auch an das Nationale Literaturachiv weiterleiten, denn ich weiß, dass sie sich bereits mit dieser Thematik beschäftigen.

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Ein Besuch im Restaurant Le Strogoff

Vor langer Zeit hieß das Restaurant noch „Le Cordial“ und war eines der liebsten Restaurants meines angeheirateten Onkels, der gern und oft dort speiste. Ich habe ihn und meine Tante ein einziges mal begleitet, aber wie es damals eingerichtet war, weiß ich nicht mehr. Es ist mindestens 30 Jahre her…
Es war ein traditionsgeladener Ort, bis er schloss, und sich ein Italiener niederließ.

 

Strogoff

So sah es noch im Februar aus.

Im unteren Teil des Fotos sieht man auch noch den Namen des italienischen Restaurants das nach den Cordial ansässig  war. La Voglia Matta. Ich war ein einziges mal mit der N. dort. Und obwohl das Essen ganz ok war, war das Ambiente fürchterlich. Es war durch den Steinboden und die kahlen Wände sehr kühl und man saß an billigen Plastik Tischen und Stühlen die an Aldi Gartenmobiliar erinnerten.  Für ein Restaurant dass sich preislich in einem oberen Segment ansiedeln wollte, ziemlich undenkbar.

Es hat dann doch ein wenig länger gedauert bis das neue Restaurant Le Strogoff eröffnete. Es wurde Mai statt April. Seltsamerweise habe ich bei den hiesigen Bloggern noch keinen Beitrag darüber gelesen. (Vielleicht habe ich es auch verpasst.) Doch ich scheine der erste zu sein der darüber berichtet, obwohl diese Woche ein Bloggerevent dort stattfinden wird.

Von der Einrichtung her haben sie richtig Mühe gegeben. Da das Restaurant ein riesengroße Fensterfront mit Blick auf die Place de Paris hat, und einen sehr altmodischen Steinboden, den man unbedingt in das restliche Design integrieren muss (was man davor nicht tat) war es bestimmt nicht einfach. Es ist ein Mix aus modernen und alten Objekten, der meiner Meinung nach, sehr gut gelungen ist.

 

Das Essen jedoch war weniger erfreulich. Wir hatten zum Aperitif Bruschetta und ein paar Streifen Gurke in Tempura Teig frittiert. Es war ganz ok, aber Bruschetta und Tempura Gemüse sind nicht irre schwer herzustellen.  Anschließend hatte ich ein Tartare vom Rind auf traditionelle französische Art mit Pommes und einem Ruccola Salat,  und so gerne ich es loben möchte, es schmeckte mir nicht. Es war auf seltsame Art sehr trocken und hatte wenig Geschmack.  Auch der Salat mit frischem Buffala für meine Begleitung, war lieblos und fade, trotz der frischen einwandfreien Zutaten.

Das ist sehr schade, denn der Ort an sich ist ein absoluter Knaller. Es ist sehr gemütlich und man verweilt gerne länger dort. Auch die Bedienung ist supernett und tadellos.

Da sie aber auch traditionelle Pasta, Risotto und Pizzen haben werde ich das nächste Mal davon etwas probieren, und berichten. Es wäre sehr schade wenn es nur an der Küche liegen würde, dass der Ort ein schlechte Note bekommt.

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Klassentreffen 2017

Für manche sind Klassentreffen ein Gräuel. Der Gedanke daran lässt bei vielen Erinnerungen hochsteigen, die man besser ruhen lässt. Bei mir siegte die Neugierde als die M-F. vor sieben Jahren den ersten Aufruf zu einem Klassentreffen startete. Doch leider war ich in Frankreich unterwegs mit dem Film Vertraute Fremde. In einer der Hauptrollen, die Dame neben mir, Alexandra Maria Lara.

Ich schweife ab….

***

Nach 7 Jahren war es wieder soweit. Um 11 sollten wir uns vor dem ältesten Gebäude der Stadt treffen, wir, die in den Jahren 1966/67 geboren wurden und in der „Alten Heimat“ zur Grundschule gingen.

Da ich am Tag davor die Premiere des Freilichtspektakel hatte, viel die Nacht etwas kurz aus, doch ich kam pünktlich an.  Erstes Beschnuppern. Die meisten kannte ich auf den ersten Blick wieder. Doch ein paar davon hatte weit über 20 Jahre nicht gesehen es dauerte etwas länger bis der Groschen fiel.
Die M. war die Erste die mir um den Hals fiel. Sie war meine Nachbarin quer hinter meinem Elternhaus. Sie hatte mir vor Jahren einmal bei Schulvorstellung geholfen für die ich engagiert worden war.
Die M-F. die zusammen mit dem G. des Treffen organisiert hatte, war die zweite. Mit ihr habe ich sporadisch Kontakt, denn sie liest eifrig im Blog mit.
Die C. erdrückte mich fast. Sie hat sich kein bisschen verändert, man erkennt sie sofort. Sie hat noch immer ihre wilden unbändigen Locken und ist noch immer ein prall gefülltes Bündel an Energie und Herzlichkeit.
Und dann sah ich die A. die seit der Schulzeit nicht wieder gesehen habe. Die A. die hinter mir in der Schulbank saß, und in die der Großteil der Jungs aus der Klasse heimlich verknallt war. (Und wenn ich den Blick vom einigen der Jungs richtig deutete, sind sie es heute immer noch)
Auch der A. schien selig zu sein. Er ist einer der Wenigen der den Familienbetrieb, ein Hotel mit Restaurant, übernahm und somit in der „Alten Heimat“ geblieben ist. Der Großteil wohnt, so wie ich, nicht mehr dort.

Und so wie dem A. ging es Vielen. Ich hatte nicht erwartet dass das Wiedersehen mit einer so großen Freude und Glückseligkeit verbunden wäre.

Wie die M-F. und der G. es angestellt hatten, dass wir zu einem Ehrenwein vom Bürgermeister empfangen wurde, weiß ich nicht. Aber er selbst schien auch hocherfreut so viel bekannte Gesichter wiederzusehen. Was ihn aber am meisten begeisterte war, dass sich auch ein paar der LehrerInnen eingefunden hatten um mit uns zu feiern. Leider war keine von meinen Lehrerinnen dabei. (Ja ich hatte nur Lehrerinnen)

Nach dem ersten Ehrenwein ging weiter in das nahegelegene Wirtshaus das dem A2. gehört der uns das ein Aperitif spendierte. (Der zweite Ehrenwein…)Da ich morgens weiter nichts gegessen hatte, war das zweite Glas Wein schon fast ein Glas zu viel.

Wir schlenderten weiter zum Hotel des A. in dem ein Tisch für uns reserviert war. Auf den Menü:

Haugemachte Ravioli mit Foie Gars und Parmesan /Faux-Filet dry age mit Bearnaise oder Pfeffersauce, Gratin Dauphinois und Pfannengemüse. Das Dessert habe ich weggelassen. (Fotos habe ich leider keine davon gemacht)

Wie so oft im Leben wenn man alte vertraute Gesichter wieder sieht, kamen bei manchen auch die Emotionen hoch, und es wurden ein paar Tränchen vergossen. Der D. erzählte von seiner Ehe die völlig aus dem Ruder gelaufen ist und wie sehr er darunter leidet.  Die A. erzählte eher nüchtern, dass sie sich nach über 20 Jahren geschieden wurde und bis dahin nur Hausfrau und Mutter gewesen war. Sie hat mit 50 nochmal ganz von vorn angefangen und gibt jetzt Unterricht in einer Schule für Erwachsenenbildung.
Der L. erzählte mir von dem N. der einer seiner besten Freunde gewesen war und sie hatten jahrelang immer noch Kontakt. Doch etwas muss zwischen dem N. und seinen Eltern passiert sein, denn er brach den Kontakt völlig ab zu allem und jedem. auch zum L.

Und so schien jeder sein Bündel an Sorgen und Problemen mit sich zu tragen.

Es war trotz allem ein wunderschöner Nachmittag an dem auch viel gelacht wurde. Und wir schworen uns nicht 7 Jahre zu warten bis zum nächsten Treffen.

Klassentreffen

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Fotoausbeute der letzten Tage

Als ich gestern Abend von der Premiere des Freilichtspektakel in Grosbous zurück fuhr, wurde mir endlich bewusst dass ich das letzte Projekt, die letzte Baustelle  für diese Spielzeit abgeschlossen habe. Juchuuuu!

Auf einer großen grünen Fläche zwischen Bauernhöfen, einer Mühle, und einem Bach steht die Bühne. Die Gänse, nebst ein paar Hühnern spielen auch mit. Die Premiere war ein voller Erfolg. Wenn ihr euch den Revisor ansehen wollt, Eintrittskarten gibt es hier.

Die Hauptdarstellerin, die fürs Foto ein gewaltiges Duckface zeigte, dass sie kaum wiederzuerkennen ist.

***

Nachtrag vom Vorabend des französischen Nationalfreitages.

Ich speiste mit der N. im Annexe, draußen, als sie mich plötzlich darauf aufmerksam machte, dass eines der Hochhäuser auf Kirchberg, rot, blau und weiß horizontal gestreift sei. Fast wie die französische Flagge, nur die Reihenfolge der Farben war falsch.

***

Am Samstag auf dem Weg zum Wochenmarkt entdeckte ich zum ersten Mal dieses Jahr das Beduinen „Trio“, das fast jedes Jahr an der Place d’Armes sitzt. Ich wollte noch immer ein Foto von ihnen machen für’s Blog.

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Ein Casting Aufruf

Gestern erreichte mich der ein Casting Aufruf. Und als ich las was es genau ist, biss ich mir auf die Unterlippe.

Ich kann guten Gewissens darüber schreiben, denn das Stück ist kein Geheimnis, es steht bereits im Spielplan 2017/18 des Grand Théâtre.

Meine gute Freundin die Anne, wird ein Stück im Grand Théâtre inszenieren, in Koproduktion mit dem Queen’s Theatre in England. Es heißt „Kindertransport“ von Diane Samules, und es geht um 10.000 meist jüdische Kinder die, kurz bevor der zweite Weltkrieg ausbrach, ein Visum für England bekamen um auszureisen. Ein spannendes Thema, ein spannendes Stück.

Ich habe bis jetzt fast an fast allen Theaterstücken von Anne mitgearbeitet; das letzte war Ashcan. Doch hier wird es leider nicht klappen, da es genau die Zeit der Weltreise fallen wird.

Lesen hier auch ein paar Schauspieler mit? Wenn ja und ihr passt in das Schema der gesuchten Protagonist/innen , bitte schön

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KINDERSTRANSPORT
CASTING CALL

For their upcoming production of Kindertransport, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg and Hornchurch Queen’s Theatre are happy to share the following casting call:

Summary
In November 1938 in reaction to the “Kristallnacht”, the growing violence against Jews, Social Democrats and Bolsheviks and the rising Nazi threat, the British government made available permits for children – and only children – from Germany, Austria and other Nazi-occupied territories in Europe to enter the UK safely. Before World War II erupted, nearly 10.000 youngsters, most of them Jewish, had made it to England.
To mark the 80th anniversary of that rescue operation – which became known as the “Kindertransport” – the Théâtres de la Ville are embarking on an international collaboration to produce Diane Samuels’ play inspired by those events. Anne Simon will direct a mixed cast and work with an international team on a production that is set to be performed in the UK and in Luxembourg. Kindertransport approaches the experience of surviving the Holocaust from the unusual perspective of a child who thankfully escapes its horrors but pays a heavy price long after it is over.
Tagged like a piece of luggage, Eva Schlesinger leaves her mother in Hamburg and travels to England, where the well-meaning Lil takes over her upbringing. Little by little, the distraught child grows into a reserved young woman. Her accent fades. And so, presumably, do the old traumas but also her connection with her roots. As a result, she finds a way to cope that redefines her sense of self and creates a new identity. These processes profoundly affect the relationships between all the women in the play. When her own daughter, Faith, preparing to move out of the family home, discovers a box carefully tucked away in the attic, she uncovers links to Eva Schlesinger from all those years before.
With its profound drama of separation, cultural and linguistic dislocation, painful loss of one family then formation of another, and with its attendant sense of betrayal and guilt, Kindertransport draws a simple yet truthful portrait of one child in one time that easily expands to many similar experiences across history. It is even more relevant today than ever.

» The play is not about the Holocaust, not a history play at all. It explores the question of how human beings survive after they have suffered deep emotional trauma and how the damage caused is passed onto the following generation. Also, at its heart, the play is about that universal and timeless aspect of human experience: the separation of a child from its parent. Every person on earth, whatever their age, can relate to that. Diane Samuels, May 1999

Production details:
Directed by Anne Simon
Designed by Marie-Luce Theis

Rehearsing Luxembourg 29th Jan – 17th Feb 2018
Rehearsing UK 19th Feb – 3rd March 2018
Technical rehearsals at Queen’s Theatre 5th March 2018
Performances 8th – 24th March 2018, including previews
Move to Luxembourg 25th March – 26th March 2018
Shows in Luxembourg 27th, 28th, 30th, 31st March 2018

Casting details (Luxembourg casting)
Casting location Grand Théâtre, Luxembourg, 1, Rond-point Schuman,
L-2525 Luxembourg
ROOM 0.18 (enter via entrée des artistes)
July 27th 2017
10am – 1pm: first rounds
2pm – 5pm: callback

Diane Samuel’s multi-layered play calls for a quick-minded cast as it oscillates between times and states of mind. Ease to change situations and to work emotional breaks are essential. The play jumps between:
• Three times periods; pre-war, war and post-war.
• Three cities; Hamburg, Manchester, London.
• Three mothers; Helga, Lil and Evelyn and the impact of choices
that a parent has to make for the protection of their child.

Please double check the exact language requirements for each role before applying.
Please prepare one monologue of maximum 5 minutes. A short dialogue will be sent to you with the casting call confirmation.
Send your CV to the 3 following people:
Ben Bauler: bbauler(at)vdl.lu
Tamara Fascella: tfascella(at)vdl.lu
Anne Simon: simonanne(at)icloud.com
with the header:
Kindertransport casting application

 

PARTS to be cast

Evelyn
A middle-classed English, white woman in her fifties. Basic knowledge of German could be handy but is no obligation. Evelyn has buried her past and taken on a new identity.
Faith
Evelyn’s only daughter. In her 20s. Native English speaking, white. Faith is struggling with the decision of leaving the security of the mother’s home in order to make a life of her own.
Eva Schlesinger
Evelyn’s younger self. The Jewish girl that was on the Kindertransport from Germany to Britain. At the beginning of the play she is 9 years old and grows to 17. Must be fluent in German and English.
Lil Miller
Working-class English woman from Manchester. Eva’s/Evelyn’s adoptive mother. Although she appears at different time periods from around 40 years to 80 years of age, we will cast her at a playing age of around 75-80 years old.
Helga Schlesinger
Mother of Eva, German Jewish woman. In her 30s. Helga has taken the painful decision to protect her child by sending her away. She comes to meet Eva as a teenager to take her away to the US, but has to realize that Eva’s roots have been displaced. Must be fluent in German and English. A Yiddish accent can be of advantage. Singing skills.
The Pied Piper
Border Officer, Post Man, etc. Male, Playing age 25-45. Fluent in English and German. Singing skills, playing a musical instrument can be of advantage. Good movement skills are a requirement.

Erinnerungen an die J.

©Pixabay

 

Während der Fahrt nach Grosbous wo ich das Freilichtspektakel betreue, muss ich durch ein Dorf fahren, das mir durch seinen etwas ungewöhnlichen Namen, seit meiner Kindheit ein Begriff ist. Der Ort ist nichts besonderes, er hat meiner Kenntnis nach weder Sehenswürdigkeiten, noch ist er für irgendetwas anderes bekannt. Ich habe ihn mir als Kind immer irgendwie mitten im Wald vorgestellt (was teilweise auch der Fall ist) Und ich verbinde mit einer Klassenkameradin, der J.

Ich habe, glaube ich, kein Foto von ihr. (Oder doch?)*

Ihr Gesicht habe ich nur von ihren letzten Jahren in Erinnerung, das immer sehr blass war, zeitenweise sogar bläulich. Die J. hatte einen angeborenen Herzfehler der nie richtig behandelt wurde oder werden konnte.

Zusammen mit ihrem jüngeren Bruder war sie im Kinderheim meiner alten Heimat. Sie waren Halbwaisen. Ihre Mutter lebte nicht mehr. Warum ihr Vater die beiden ins Heim gab weiß ich nicht.  Die J. saß ein Jahr lang hinter mir in der Bank, und war eine der seltenen Kameradinnen die mich nicht hänselte. (Aber das ist eine andere Geschichte)

Sie hatte ein Foto von ihrem Vater in ihrer kleinen Geldbörse. Sie zeigte ihn mir einmal. Es war ein seltenes Privileg, weil sie noch nie jemandem das Foto gezeigt hatte. Es war ein alter Mann mit strengen Gesichtszügen und, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war er  Förster von Beruf.

Was mir seltsamerweise an dieser kleinen Begebenheit mit dem Foto in Erinnerung geblieben ist, war der Umstand, dass ich ihr das mit dem Foto nicht abnahm. Er sah so „anders“ aus. Nicht wie mein Vater oder die andern Väter. Er schien wie aus einer vergangenen Epoche.  Auf mich hatte er dir gleiche Wirkung wie das riesengroße Porträt vom Urgroßvater, das die Großmutter Thérèse im Salon hängen hatte. J’s Vater hatte genau den gleichen riesigen Schnauzer, der das halbe Gesicht verdeckte.  Die J. musste das irgendwie gespürt haben dass ich ihr nicht glaubte und sagte mir sehr fester Stimme: Das…ist…mein…Vater!“ Sie steckte das Foto wieder ein und niemand bekam es je wieder gezeigt.

Erst Jahre später zur Firmung, sollte ich den Vater einmal kurz zu Gesicht bekommen. Er stand nach der Messe ein wenig verstohlen abseits der Kirche und schien sehr verlegen, als die J. auf ihn zurannte und ihn ganz fest drückte. Er war groß und hager und hatte tatsächlich den gewaltigen Schnauzer.  Ich weiß noch dass sich ein paar der anderen Kinder fragten wer das denn sei. Ich wusste die Antwort.

Er kam selten zu Besuch. Die J. blieb auch an den meisten Wochenenden im Heim.

Ansonsten war die J. war sehr still und sprach kaum. Eine besonders gute Schülerin war sie nicht. Nach den Grundschuljahren verlor ich sie aus den Augen, weil ich anschließend ins Internat kam.

Es war seltsam, die J. Jahre später im Supermarkt zu sehen. Sie war nach der Schule nicht zurück in ihr Dorf gezogen sondern in meiner ‚alten Heimat‘ geblieben, arbeitete in dem kleinen Supermarkt und füllte die Regale auf.

Wir waren nicht wirklich gute Freunde. Wir kannten uns halt von der Grundschule her und grüßten uns wann immer wir uns trafen.

Doch dann plötzlich war sie nicht mehr da. Man sagte sie läge wieder im Krankenhaus. Kurze Zeit später fing sie in der Großküche vom  Altenheim an zu arbeiten, in dem meine Mutter Oberkrankenschwester war. Doch lange blieb sie nicht. Sie ging mit Mitte 30 in Rente, da sie nicht mehr arbeiten konnte.

Irgendwann erzählte meine Mutter dass sie in bei den Zeugen Jehovas eingetreten sei. Niemand schien das für eine gute Idee zu halten, wegen der ganzen Indoktrinierung und so. Doch ich fand letztendlich war es gar nicht so verkehrt. Die J. war immer ein Einzelgänger gewesen und hatte nie richtig irgendwo Anschluss gefunden, wahrscheinlich weil sie auch keinen wollte. Hier hatte sie zumindest ein paar Bekannte von den Jehovas die sich um sie kümmerten, besonders dann, wenn es ihr gesundheitlic nicht gut ging. Jeder wusste, einschließlich sie selbst, dass ihre Zeit kurz bemessen war.  Doch immer wenn ich sie sah, war sie guter Dinge und irgendwie schien sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben. Es sah zumindest nie so aus, als ob sie damit hadere.

Irgendwann Anfang der 2000er starb die J.

Immer wenn ich den Namen des Dorfes höre, muss ich an die J. denken, weil es die einzige Person war, die ich von dort kannte.

***

*Als ich den Beitrag zu Ende geschrieben hatte, kramte ich in alten Fotos rum. Nein, ich habe kein Foto von ihr.

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Von Strecken und falschen Springbrunnen

Es fängt wieder richtig heiß zu werden und die Wohnung ist wieder ein Backofen. Ich muss eine Technik entwickeln wie ich das erfolgreich ignorieren kann.

***

Mir fällt auf, dass es nicht mehr gewohnt bin lange Fahrtzeiten wegen der Arbeit auf mich zu nehmen. Ich bin nun fast 5 Jahre in der Hauptstadt angesiedelt und hier sind die Wege kurz. Doch das Freilichtspektakel in Grosbous ist 40 km von Luxemburg entfernt. Als ich noch in der alten Heimat wohnte, brauchte ich für solche Strecken kein Navi, da ich sämtliche Strecken wie meine Westentasche kannte.  Grosbous gehörte auch dazu. Doch da ich nun anders fahren muss um hinzukommen, gab es verschiedene Optionen und ich zog das Navi zu Rate. Seltsamerweise leitete es mich immer wieder anders, je nachdem von welchem Punkt der Hauptstadt aus ich es startete. Gestern habe ich nun endlich die logischste und schnellste Stecke gefunden.  Erfreulicherweise brauchte ich nur noch knappe 35-40 Minuten. Dabei ist es nicht die kürzeste Strecke.

***

Da es weit nach Mitternacht war, bevor ich gestern (bzw heute) nach hause kam, erlebte ich zum ersten Mal die Sprinkelanlage der Place des Marthys, die meiner Meinung nach aber eine gewaltige undichte Stelle hat, oder es hat jemand daran herumgefummelt.

Dieser kleine Springbrunnen mitten in der Anlage sieht sehr falsch aus. Ein weiteres Kuriosum war, dass das Wasser irgendwo hinläuft, nur nicht auf die Straße. Ich hoffe dass es nicht in der darunterliegenden Tiefgarage landet. Ich schwimme an sich gerne, aber nicht unbedingt in der Tiefgarage bis zu meinem Auto hin…

 

Neues von der Baustelle 3

©Pixabay

Ein Baustellentermin in der Wohnung gestern morgen, zusammen mit der Innenarchitektin, fiel ernüchternd und negativ aus. Dabei hatte mein Bauchgefühl es mir schon angekündigt, doch ich wollte es nicht wahrhaben. Merke: Man sollte grundsätzlich keine Erwartungshaltung einnehmen, denn die Erwartung wird meistens nicht erfüllt.

Die Maler- und die Fliesenfirma haben getrödelt. Zudem rückt der Kollektivurlaub der Baufirmen immer näher, und es wird nicht alles termingerecht fertig.

Den Umzugstermin den ich für Mitte August angesetzt habe, kann ich knicken. Es wird sich alles gute zwei Wochen nach hinten verschieben. Wenn wir nicht noch ein richtig tollen Idian Summer haben, sehe jegliche Hoffnung schwinden den neuen Balkon noch vollen Zügen genießen zu können.

Das läßt jedoch meine angedachten Pläne, eine paar Tage zu verduften, wieder aufleben. Die A. hatte mich eingeladen mit ihr zusammen in ihrem Haus in der Ardèche in Frankreich ein paar Tage zu verbringen. Ich hatte zu Anfang abgelehnt weil alles zu eng getaktet schien, doch jetzt…

Wir werden sehen…

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Was heute und die nächsten Tage wichtig wird

Es ist meine letzte Produktion für die Saison 2016/2017, die außerordentlich gut gefüllt war. So sehr, dass es mir fast zu viel wurde.  Und danach ist erst mal Ruhe bis September.

Der Revisor von Nikolai Gogol wurde ins Luxemburgische übersetzt von meinem geschätzten Freund Claude Mangen, der ebenfalls die Inszenierung übernimmt.

Das Foto entstand vorab, während der Proben.

Aufgeführt wird es von der Schankemännchen a.s.b.l. ,eine Laientruppe die alle zwei Jahre ein großes Freilichtspektakel auf die Bühne bringt. Was ich ganz besonders finde, ist dass sie seit ein paar Jahren keine Boulevardstücke mehr nehmen, sondern sich an die ganz großen Klassiker herantrauen, und diese ins luxemburgische übersetzen. Das vorletzte Stück z,B.  war „Besuch der alten Dame“ von Dürrenmatt.

Premiere ist am Donnerstag. Wenn ihr Lust habt euch das Stück anzusehen, solltest ihr euch sputen Karten zu bekommen. Es gibt noch welche aber ein paar der Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Karten bekommt ihr auf der Seite von Schankemännchen.

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Links, zwei, drei ,vier… Links!

©Pixabay

Erst mal was in eigener Sache. Da ich auf das Angebot von Facebook nie eingehe, mich für ein paar Euro häufiger zu verlinken, als sie es automatisch tun, verlinken sie mich immer weniger. Zumal wenn ich etwas mehr Zeit habe und darum mehr schreibe, werden die Links ungleich weniger oft bei Facebook angezeigt. Zudem nehmen sie immer öfter das Foto nicht an und zeigen nur einen textbasierten Eintrag.

Ich habe deswegen beschlossen nicht mehr jeden Beitrag zu verlinken. Wenn ihr trotzdem wissen wollt was bei Joel.lu abgeht, versucht es doch mal mit einen altmodischen aber effektiven Abo der RSS Feed. Den Link dazu findet ihr ganz unten auf der Seite. Es gibt zudem Programme zu Hauf die das für euch regeln. Bloglovin‘ z.B. oder eine App für den Firefox Browser wie Bamboo Feed Reader (nutze ich selbst auch)
Oder wie wäre es mit dem guten alten Bookmark? Weiß noch jemand was das ist?

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Nachtrag: Hier gibt es ab der Minute 9:40 die RTL Reportage über die Afterwork Party.

***

 

Links!

Ich werde immer mehr ein Fan der Artikel von Stephen Greenblatt im New Yorker. Letztens verlinkte ich von ihm den Beitrag über die Erfindung des Sex. Heute der Artikel was Shakespeare ihm beigebracht hat.  Sehr lesenswert.

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© Wikipedia

Ein Zwischenfall in einer Berlin Ausstellung im Martin Gropius Bau.  Franz Kafka. Der ganze Prozess. von Read on my Dear. Lesenswert und erhebend.

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12von12 im Juli

Ha!
Diesmal hab ich dran gedacht!
Wer nicht weiß was 12 von 12 ist, schaut bitte hier nach.

Ich erwachte spät da ich keinen Wecker gestellt hatte.

Am Vorabend hatte ich diesen Artikel über Kaffee von SpOn gepostet (nicht auf den Blog).
Per Whats App erreichte mich dann das hier worüber ich sehr lachen musste. Der Tag fing gut an.


Ich schmiss die Waschmaschine an.

Und während die Maschine die Klamotten wusch, reinigte ich den Unterbau der Kleidung; ich duschte.

Die Wohnung ist von den letzten Hitzetagen noch immer sehr aufgeheizt. Da ich in diesem Mini Studio aber nur ein Fenster habe, kann ich nicht durchlüften. Und so steht seit gestern Abend der Ventilator vor dem weit geöffneten Fenster und pumpt nur halbherzig frische Luft in die Wohnung.

Wäscheaufhängen, anziehen, los!

Ein trister, trüber Tag, so wie ich sie nicht mag.

 

Ich musste nach Trier zum Perückenladen meines Vertrauens. Die einzige Perücke die im Freilufttheaterstück vorkommen wird, war in den drei Fundussen*, die mir zur Verfügung stehen, nicht so richtig vorhanden. Das ist egentlich immer so, wenn man etwas ganz Spezifisches sucht. Also muss eine Neue her.
Da ich erst kurz nach Mittag in Trier ankam, und der Laden über Mittagsstunde geschlossen hat (einer der seltenen Läden der das noch macht) ging ich wie gewöhnlich in die Trier Brasserie.

Als Tagesmenü Kalbskotelett mit Pfifferlingen. Es wäre zum ersten mal seit gefühlten 30 Jahren, dass ich ein Kotelett esse. Ich mag Kotelett nicht, weder vom Schwein noch vom Rind. Lammkotelett ja, aber nur wenn sie als Krone gebraten werden. Es gab nur eine Frau auf der ganzen Welt, die Schweine- und Kalbskotelett so braten konnte, dass sie nicht trocken und zäh schmeckten, nämlich meine Großmutter Thérèse. Sogar ihre Tochter (meine Mutter) die wirklich sehr gut kochen konnte, bekam es nicht hin.

„Was soll das, Joël, stell dich nicht so an! Du isst jetzt ein Kotelett! Vielleicht schmeckt es dir ja doch, nach all den Jahren.“

Es sah sehr gut aus und war es eine gewaltige Portion. Aber geschmeckt hat es nicht, sorry.

***

In Trier, weitaus mehr als in Luxemburg, sieht man oft Leute, die wie aus der Zeit gefallen aussehen. Für mich als Maskenbildner sind das natürlich spannende Studienobjekte. Und als solches möchte ich auch folgendes Foto verstanden wissen. Denn gegen die Frau selbst habe ich nichts und es geht mir auch nicht darum sie in irgendeiner Form zu dissen. Sie ist nur Firsurtechnisch in einer anderen Zeit hängen geblieben. Sie ist Anfang/ Mitte 70, genau so schlank wie sie mit 20 oder 30 Jahren war. Eine lange naturkrause wallende Mähne fast bis zur Taille, massiv mit Strähnchen durchgebleicht. Dazu ein bauschiger Pony bis zu den Wimpern. Ein wenig wie die letztes Jahr verstorbene Sonja Rykiel, aber in Blond.

Zum Ausgleich frönte ich meiner Leidenschaft: Schuhe. Ich fand im Step by Step ein paar Grashopper, die ich als Kind immer potthässlich fand aber trotzdem, wegen der Einlagen tragen musste. Damals nannte man sie Waldläufer.  Wenn sie, wie dieses Paar, in giftgrün mit weißen Sohlen gewesen wären, hätte ich sie angezogen.

12von12 im Juli

Auf dem Heimweg stand ich im Stau.

Am frühen Abend machte ich auf zum Dipso. Unterwegs machte ich ein Foto von dem Kopf, der inzwischen gruselig weiß angestrichen wurde.

Es wurde ein angenehmer Abend. Die S. und der M. waren da, sowie den N. , mit der ich vor etlichen Jahren die erste luxemburger Sitcom bestritt. Ich in der Maske, sie in der PR. Wir kramten viel in alten Erinnerungen und stellten fest, dass wir demnächst wieder zusammen auf einem Projekt arbeiten werden. Es wird sehr spannend werden, aber davon berichte ich im September, wenn es soweit ist.

Auf dem Rückweg bestellte ich mir ein Taxi. Ich machte noch ein Foto von der Ecke in der das Dipso verschachtelt zwischen all den anderen Lokalen liegt.

Und das, meine Damen und Herren waren meine 12von12 im Juli. Ich bin froh, dass ich sie nicht verpasst habe.

***

* ja, ich war auch perplex bei der Pluralbildung von Fundus, aber ich habe extra nachgesehen. Fundi geht, Fundusse auch.

Neues von der Baustelle 2

Ein Baustellentreffen zwischen Innenarchitektin, Bauleitung und mir, letzte Woche Freitag, viel ein wenig ernüchternd aus. Die Maler- und Gipserfirma hat getrödelt und dadurch alles in Verzug gebracht. Zudem wurden ein paar Mängel entdeckt, die den Job der Bauleitung in Frage stellen. Nun ja…

Es sind aber ein paar Neuerungen zu verzeichnen die ich euch zeigen möchte.

Baustelle 2
So sah die Küche aus als ich die Wohnung bekam

 

Und so sieht es jetzt aus.

Der Heizungskörper und die Fensterbank wurde entfernt, da dort das Kochfeld hinkommt. Der Heizkörper kommt an die Wand hinter mir, dort wo ich stand, um das Foto zu machen. Auch der Sicherungskasten, der sich über Tür befand, wurde neben die Tür verlegt.

Die falsche Decke im Wohnzimmer wurde eingezogen.

Und auf dem Balkon steht bereits die Wanne, noch eingepackt, und wartet darauf im Badezimmer installiert zu werden.

Die Wandfarbe auf dem Balkon wird auch eine andere werden.

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O.J. : Made in America

Als die Fernsehserie Inside Look: The People v. O.J. Simpson, American Crime Story erschien, mit Cuba Gooding Jr. in der Hauptrolle, war ich nicht besonders angetan. Ich hatte zwei Episoden gesehen, ließ es dann aber bleiben.

Die Dokuserie von O.J.: Made in America jedoch ist etwas anderes. Sie lief am Freitag und Samstag auf Arte, dauerte volle 7 ½ Stunden und ist in 5 Episoden aufgeteilt. Sie gewann 2016 den Oskar für die beste Dokumentation. Ich hatte sie aufgenommen und schaute sie mir am Sonntag und Montag an.

Was ich hier zum ersten Mal verstand, sind die Umstände in denen O.J. groß wurde und wie es eigentlich soweit kommen konnte. Wie er erfolgreich wurde. Wie er es schaffte, dass die weiße Gesellschaft ihn ganz akzeptierte und seine Hautfarbe plötzlich nicht mehr relevant war, er sich jedoch dabei selbst verlor. Was mir lange auch nicht klar war, wie sehr die Rassenfrage hier eine Rolle gespielt hat und wie sein Fall ein ganzes Land spaltete. Interessant fand ich den Anfang der Doku in der sein Lebenslauf beschrieben wird, wie sehr er dafür kämpfte Erfolg und ganz besonders Anerkennung zu haben.

Zeitenweise, ganz besonders im dritten und vierten Teil, in dem es um den achtmonatigen Prozess geht, habe ich nicht zugesehen, weil ich die Bilder noch von CNN kannte. Ich hörte stattdessen zu und werkelte im Haushalt. Das machte mich dann doch stutzig hinsichtlich der Doku selbst, die bisweilen besser als Hörspiel den als Film funktioniert. Auch nicht so besonders fand ich wie am Ende der vierten Episode versucht wird eine Spannung aufzubauen, wie das Urteil denn jetzt lautet, denn war ja bekannt. Bekannt war mir auch dass er im anschließenden Zivilprozess für schuldig befunden wurde, und sein ganzes Vermögen verlor.

Wie es dann weiter ging war wusste ich nicht, weil das auch hier in Europa nicht mehr weiter thematisiert wurde. Man erlebt einen gebrochenen O.J. der immer noch noch glaubt, er sei ein Held, und versucht seine Andenken und Trophäen von einem Memorabilia Händler zu stehlen und dabei erwischt wird. Dafür sitzt er heute ein und bekam dafür die Maximalstrafe.

Ich war froh und erleichtert dass ich die vollen 7 ½ Stunden durchgehalten habe, weil ich jetzt aber auch so einiges besser verstehe, z.B. wie das korrupte amerikanische Rechtssystem funktionniert und wie sehr der Promistatus und die Hautfarbe eine Rolle spielen.

Die Doku ist noch bis Anfang August in der Arte Mediathek zu sehen.

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Die Pilgerreise nach Abydos

Es fiel mir heute morgen dann doch einer schöner Vergleich ein, um den Samstag zu beschreiben, den ich ja schon vorab als emotionalen Spagat bezeichnet hatte. Zu den Bestattungsriten der alten Ägypter gehörte die Pilgerreise nach Abydos, zu der der Leichnam mit einem Boot befördert wurde das auch anschließend eine Grabbeigabe war.

Am späten Samstag Nachmittag wurde Françoise beigesetzt, und keine drei Stunden später befand ich mich auf einem Boot in Remich auf der Mosel.

Die I. hatte zu ihrem 50.Geburtstag eingeladen, und es kostete mich einiges an Überwindung hinzugehen. Ich war kurz davor abzusagen, doch konnte die I. ja nichts dafür, dass beides nun mal am gleichen Tag stattfand. Also holte ich tief Luft schnallte den Gürtel fester und ging trotzdem hin. Schließlich arbeite ich im Showbusiness und die Show muss weitergehen…

Und die Fahrt auf dem Boot erwies sich als äußerst vergnüglich aber auch beruhigend für mein Gemüt.

Vor der Schleuse von Stadtbredimus bei Vollmond
Die A. und ich

***

Da Remich doch fast eine Stunde per Auto von Luxemburg City entfernt ist und ich den Teufel nicht herausfordern wollte, hatte ich mir vorab ein Hotelzimmer auf der Esplanade gebucht.

Das alte Hotel du Cygne, das sehr lange geschlossen war, wurde in The Nest umgetauft und erfuhr eine komplette Renovierung.

Ich hatte eines der letzten Einzelzimmer bekommen das zwar sehr schön renoviert, aber auch sehr klein war. Es erinnerte mich ein wenig an die Hotelzimmer in London, die auch alle immer ein Idee zu klein sind. Bei Booking.com hat es die wohlverdiente Note 8,3, die meiner Meinung nach sogar noch ein wenig höher sein könnte. Eine empfehlenswerte Adresse in Remich, bei der ich irgendwann das Restaurant ausprobiere.

Alle Bilder sind wieder da!

Das Bild oben seht ihr jetzt zum letzten mal.

Ich hatte ja bereits über die korrupte Aktion von Photobucket geschrieben.
Aber es war gar nicht so schwer das Problem zu lösen. Ich kaufte beim Provider 5GB Speicherplatz, die nicht so teuer sind. Es kostet mich jetzt jedes Jahr 150.-€ mehr. Das sind aber noch immer keine 400$ die Photobucket von mir haben wollte!

Letztendlich hat aber ein sehr nützliches Plugin, das man mir im WordPress Forum empfohlen hat, den Rest getan. Es heißt „Better Search Replace“ und ist auch auf Deutsch verfügbar. Es hat mir mit einem Klick sämtliche Bilder URL in der Datenbank geändert. Es hat sogar die URLs ersetzt die sich mit früheren Umzügen und Namensänderungen des Blogs auch verschoben hatten. Somit sind ALLE Bilder wieder sichtbar!

Die nächste Aktion ist, alle Bilder von Imgur hochzuladen und die URL ebenfalls zu ändern. Das wird für euch, meine Leser, nichts ändern, denn die Hotlinks von Imgur sind ja alle da. Doch ich will nicht noch einmal ein solches Desaster erleben.

Hach, der Samstag fängt gut an!
Aber er wird noch ein emotionales Spagat werden, das weiß ich jetzt schon, doch darüber schreibe ich morgen.

Die Kurx mit dem Fuchs. Eine Facebook Story

Ja, der Titel des Beitrags gefällt mir. Ja, ich gebe es zu, bisweilen bin ich jemand der Facebook liest wie andere die Tageszeitung. Ich bin auch nicht stolz drauf.

Als ich diese beiden Fotos bei P. sah dachte ich ‚Randale in Consdorf‘, ein Nachbardorf aus meiner alten Heimat. In gewisser Weise sind es Randale, aber keiner geht gegen den Missetäter vor.

Es ist ein Fuchs, der jeden Dienstag, wenn die Mülltonnen vor der Tür stehen, alles durchwühlt um Fressbares für seine Jungen zu finden. P., der Bäcker ist, schreibt, wenn er nicht früh genug  loszieht, um die Straße zu kehren, sind bereits gute 50 Autos durchgefahren und es sieht dann wie auf den Fotos aus.

Fuchs

Fuchs

Bemerkenswert ist dass,in den ganzen Kommentaren ( und es sind deren nicht wenige): NIEMAND dem Fuchs die Schuld gibt. Es werden Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen diskutiert. Es wird sogar ein Politiker dazu aufgefordert jede Woche die Straße zu säubern. Der Missetäter selbst bleibt verschont. Sehr bemerkenswert.

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Ein Pink Flamingo Abend & ein entzündeter Ischiasnerv

Ladies Afterwork

Es war ein schöner Abend und ich hatte mächtig zu tun.

Pink Flamingo

Diese Ladies Afterwork Partys werden regelmäßig von der Revue organisiert. Mady fragte mich bereits mehrfach ob ich keine Lust hätte mitzumachen, aber es ergab sich nie. Meistens hatte ich im Theater zu tun. Doch für gestern Abend sagte ich zu. Zudem war es mal wieder ein gute Gelegenheit „normales“ Fußvolk zu schminken, als nur Schauspieler und Modells. Vom Restaurant du Sud, wurde sie kurzfristig ins Ikki verlegt, weil die Musikanlage einen Schaden hatte und nicht klar war ob man das noch vor der Party beheben könne. Ich wurde sehr oft nach falschen permanenten Wimpern gefragt. Da dies jedoch in den Bereich der Schönheitsinstitiute fällt, konnte ich nur Auskunft geben aber kleben konnte ich keine.

Das wäre mal eine Maßnahme für die Afterworkparty ein Kosmetikerin die sich damit auskennt.

Da die Party das Thema Pink Flamingo hatte, standen überall ein paar von den Viechern rum.

Ein gelungener Abend. RTL war auch zugegen und wenn die Reportage online ist werde ich sie nachreichen.

***

Seit Montag plagt mich der Ischiasnerv im rechten Bein. Ich hatte am Sonntag während der Probe keinen trockenen Sitzplatz gefunden und stand volle 2 Stunden auf einer krummen feuchten Wiese rum. Es ist zum ersten Mal dass ich überhaupt damit geplagt bin. Somit schalt ich nur selbst am Montag und Dienstag und solle mich nicht so anstellen. Doch am Mittwoch war es immer noch keinen Deut besser. Also ging ich in die Apotheke und kaufte Schmerztabletten und orderte einen Termin beim Osteopathen… Mit dem Schmerztabletten überstand ich aber die Afterworkparty ohne beständig zu hinken.

 

Der Skyliner (endlich) & Was morgen wichtig wird

Der Tag gestern schob sich so endlos dahin.  Ich dachte viel an Françoise, an die vielen Cannes Reisen, an tolle Begegnungen die ich nie gehabt hätte, wenn sie nicht gewesen wäre… Es ist ein großer Verlust für mich und ich bin untröstlich dass sie nicht mehr da ist…

Am späten Nachmittag wohnte ich noch einer Bauprobe im Grossen Theater bei für ein Stück der nächsten Spielzeit.

Ich konnte und wollte nicht nach hause gehen und ich beschlos noch ein wenig durch die Stadt zu wandern.

Da das Wetter heute endlich nach zwei sehr nasskalten Tagen wieder etwas besser war, beschloss ich den Skyliner zu besteigen.

Danach schlenderte ich zum Annexe, dort wo ich Françoise zum letzten mal glücklich sah. Danach ging es bergab…

Das Annexe ist und bleibt eines meiner Lieblingsrestaurants. Der Küchenchef der letztes Jahr den Preis gewann, und für das Menü an meinem Geburtstag verantwortlich war, ist nicht mehr da. Stattdessen ist der Souschef zum Chef aufgestiegen. Und es ist immer noch so lecker wie davor.  Kochen IST eine Kunst.

***

Meine Freundin Mady, die die tolle Reportage von mir in der Revue machte (ich berichtete davon) fragte mich vor kurzem wieder ob ich denn dieses Mal Zeit hätte, für die Laydies Afterwork Party. Ich musste ihr mehrfach absagen, da ich zeitgleich immer im Theater beschäftigt war. Aber dieses mal bin ich mit dabei.

morgen

Wenn ich ihr also Schminktipps von mir haben wollt, dann schaut morgen Abend im Restaurant Le Sud vorbei. Ich stehe euch ab 18:00 Uhr für zwei Stunden zur Verfügung.

Männer sind übrigens zu diesem Abend auch herzlich willkommen. (Im Gegensatz zu der Ladiesnight im Kino, wo ich weiß, dass Männer ausgebuht werden!!!)

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Ein trauriger Start in die Woche – Äddi Françoise

Heute Morgen, kurz nach 8:00 erreichte mich die SMS. Françoise, meine langjährige Freundin schloss zum letzten Mal ihre Augen.

Es war abzusehen. Die Chemo, die sie schon über ein Jahr über sich ergehen ließ, hatte nicht die gewünschte Wirkung. Ich hatte sie noch vor ein paar Tagen besucht. Doch ich hätte nicht gedacht dass jetzt so schnell gehen würde…

Sie mochte nicht wenn man Bilder von ihr machte. Sie sah sich nicht gern auf Fotos. Das letzte Foto von ihr das ich habe, entstand letztes Jahr an meinem 50. Geburtstag.

 

Ich lernte Françoise in dem kleinen Kinoshop vom Utopia kennen, den sie regelmäßig betreute. Es war ihr Beitrag als Mitglied der Utopiagruppe, eine Bande von Filmfreaks die es weit gebracht hatten, und ein Kino mit 5 Sälen aufgebaut hatten. Damals konnte sie noch an Krücken gehen und fuhr selbst Auto.

Sie war einer der letzten Fälle in Luxemburg die an Kinderlähmung erkrankt waren, bevor die Schluckimpfung gefunden wurde und war ab der Hüfte nach unten hin gelähmt.

Ihr erlernter Beruf war Übersetzerin. Sie arbeitete für die EU in der Terminologie Abteilung für Französisch. Manchmal erzählte sie davon welche abenteuerlichen Recherchen sie machen musste, um einen Begriff ins Französische zu übersetzen, was meistens in einer Umschreibung des Begriffes endete. Aber um es zu Umschreiben musste sie selbst verstehen um was es ging. Somit arbeitete sie auch aktiv am Eurodicautom mit.

Weil sie ebenfalls Mitglied des Office du Film war, der für Luxemburg die Filme indizierte (in Deutschlad ist das die FSK) fuhr sie jedes Jahr nach Cannes zum Filmfestival um sich schon vorab eine Menge Filme anzusehen. Das ersparte ein wenig Arbeit über das Jahr hinweg. Ich begleitete sie über 10 Jahre dorthin. Ein paar der Festivals habe ich auch verbloggt. (Sucht einfach nach „Cannes“ im Blog)

Aus praktischen Gründen war es für Cannes einfacher wenn sie im Rollstuhl saß. Manchmal mussten wir zwischen zwei Filmen je nach Anfangszeiten der Filme regelrecht rennen um in den nächsten Kinosaal zu kommen. Ein anderer Vorteil war, dass das Schlangestehen vor den Sälen entfiel. Somit schafften wir an manchen Tagen 6 Filme. In der Regel waren es meistens fünf.

Es war eine schöne Zeit einmal im Jahr so nah am Geschehen dabei zu sein. Wir mieden mit einer Ausnahme immer die Abendvorführungen bei denen ich einen Smoking tragen müsste. Abends fielen wir Steine in Bett um morgens dann wieder in aller Frühe aufzustehen weil der Erste Film bereits um 8:30 lief. Nach 10 Tagen waren wir völlig k.o. aber voll von neuen Eindrücken aus der ganzen Welt.

Es waren wunderbare Jahre. Wir besuchten am Anfang und am Ende des Festivals immer ihre Freundin Rosemarie in Bedoin bei der wir übernachteten. Ich hatte hier einmal etwas über sie geschrieben.  Es war wie ein Ritual, das ich in den ersten Jahren einfach mitmachte, doch danach hätte ich es um keinen Preis der Welt missen wollen.

2006 oder 2007  waren wir zum letzten mal dort. Danach hatte sie einen schlimmen Muskelriss in der Schulter und war komplett an den Rollstuhl gefesselt. Es brauchte über ein Jahr bis er ganz ausheilte. Danach traute sie sich nicht mehr die lange Reise nach Südfrankreich auf sich zu nehmen und das Apartment, das wir jedes Jahr bezogen, war auch nicht komplett Rollstuhl geeignet.

Bis heute versetzt es mir jedes Jahr einen leichten Stich von Wehmut, wenn das Festival in Cannes im Mai losgeht…

Hier zwei Bilder von ihr die ich 2005 in Bedoin machte.

Françoise

Äddi Françoise

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Warum Photobucket meine Fotos kidnappt und nur gegen ein Lösegeld von 400$ pro Jahr freigibt

Ich hatte es ja schon in einem Beitrag davor angedeutet.
Für die, die es noch nicht mitbekommen haben, Photobucket hat den Zugang als 3rd Party gesperrt und über 3000 Fotos erscheinen nicht mehr im Blog. Es fühlt sich an als ob man mir meine Arbeit von 13 Jahren gekidnappt hat.

Wenn, dann müsste ich ein Abo nehmen für satte 400$ im Jahr. Dass man plötzlich für etwas bezahlen muss das davor gratis war, ist nichts Ungewöhnliches. Dass man es aber so drastisch umsetzt, ohne Vorwarnung, lässt vermuten dass Photobucket in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt.

 

Ich habe schon davor, mehrfach ihren Kundenservice angeschrieben, weil es immer wieder Probleme mit dem Upload gab. Nichts, null, keine Reaktion. Dabei war Photobucket mal einer der größten Anbieter in Sachen Fotohosting und über Jahre hinweg vertrauenswürdig.

Aber alles Geschrei und Wüten wie Rumpelstilzchen hilft nicht. Ich muss ein Lösung finden. Und ich glaube, ich hab sie gefunden mit Hilfe von meinem bloggenden Namensvetter Joel A.

Es ist machbar, wird aber nicht so einfach werden. Mit ein bisschen Glück und Hilfe von Experten…

Wir werden sehen.

Update:
Das schreibt die Tech-Presse

The Register: Photobucket says photo-f**k-it, starts off-site image shakedown
Petapixel: Photobucket Just Broke Billions of Photos Across the Web
Ghacks.net: PhotoBucket now charges $399 for third-party hosted images

Ein neues Auto & eine urige Bar

Ein Anruf ließ mich am morgen alle Pläne umwerfen, weil ich dringend auf der Baustelle der neuen Wohnung gebraucht wurde. In diesem Zusammenhang folgt demnächst auch ein Update. Somit war der Skyliner ebenfalls hinfällig und das Wetter spielte auch nicht mit.

Ich hatte während drei Tagen ein anderes Auto weil mein heiß geliebtes Cabrio in die Werkstatt musste, wegen der Beule die mir jemand reingefahren hat.

Auto

Ein Opel. Ganz ehrlich, ich war froh dass ich einen anderen fahrbaren Untersatz als Ersatz hatte. Aber ich war noch viel glücklicher als ich mein Auto am späten Nachmittag zurück bekam. Opel und ich werden keine Freunde.

Gestern sah ich zum ersten Mal seit fast einem Jahr den Y. wieder. Ich hatte ihn zu meinem Geburtstag eingeladen und er war nicht erschienen, völlig ohne Entschuldigung. Ich war stinksauer. Er war überhaupt völlig von der Bildfläche verschwunden. Wir sprachen uns aus und es wurde ein schöner Abend.

Irgendwann landeten wir im Café des Artistes. (!Facebook Link!)
Die urigste Bar der Stadt.

Wenn man wissen will wie Luxemburg klingt und singt, sollte man dorthin gehen. Es sitzt fast jeden Abend jemand am Klavier und spielt alte luxemburgische Lieder und alle singen mit. Ich bin nicht sehr oft dort, weil…ja weil ich meistens dann auf dem Stuhl kleben bleibe mitsinge und mitrinke, bis spät in die Nacht. Die Folgen an Tag danach sind dann verehrend. Doch ein Besuch lohnt sich immer.

Kino am (Nach)Mittag-Transformers: The Last Knight / Ein gewaltiges Fotoproblem

Es war Mittwoch und die D. ging ihrer Pflicht als Kinokritikerin nach; Filme anschauen. Ich begleitete sie, da das Wetter sich eh nicht dafür eignete mit dem Skyliner zu fahren.

Es kommt mir inzwischen dann doch vor als wäre ich die Mutter Theresa der betrübten Kinokritiker weil, siehe Titel des Films. Es war wieder ein Actionfilm. Die Transformers kamen in Europa auf den Markt, als ich mich für dem Kram à la Goldorak (Grendizer) und Co. nicht mehr interessierte. Ich weiß noch, dass mein jüngerer Bruder eine Transformers Actionfigur geschenkt bekam und auch regelmäßig die Anime Serie im Fernsehen sah.

Ich gebe euch diesmal keine Inhaltsangabe. Ich schreibe euch einfach auf was an dem Film gut war und was nicht.

Was gut war:

-Der Film fängt mit einer Schlachtszene im Mittelalter zu Zeiten von Merlin dem Magier (Stanley Tucci) an. Weil die Szene so ewig lange dauerte fragte ich mich, ob wir nicht im falschen Saal im falschen Film gelandet seien. Denn Transformers sind doch Roboter, oder? Doch wir waren im richtigen Film. Die Handlung ist dann erstaunlicherweise sehr komplex und wird, so ganz unamerikanisch, nicht 100 mal erklärt, damit auch der letzte Doofmann es kapiert hat.

-Die Dialoge sind bisweilen sehr lustig und lockern das ganze auf.

-Mark Wahlberg als Hauptdarsteller ist glaubwürdig (im Gegensatz zu einen Tom Cruise, siehe hier) ebenso Anthony Hopkins als steinreicher exzentrischer Lord.

Was schlecht war:

-Er ist mit 2 Stunden und 29 Minuten !!!, viel… viel… viel… zu lang!

-Es ist ein totaler Overkill, an Schlacht- und Actionszenen noch dazu in 3D, die von der Gesamtlänge fast 2 Stunden des ganzen Films ausmachen. Ich kam mir anschließend vor, als wäre ich ununterbrochen Achterbahn gefahren mit verstärktem Krach und Geschrei auf den Ohren. Ab einem gewissen Punkt lässt man es nur noch über sich ergehen. Die D. und ich schwankten leicht benebelt aus der Vorstellung und brauchten eine Weile bis wir unsere Sinne wieder geordnet hatten. Dabei fragten wir uns beide, ob wir inzwischen nicht zu alt seien für ein solches ohrenbetäubendes Spektakel.

***

Ich musste eben mit Schrecken feststellen, dass Photobucket, die ich über Jahre hinweg als 3rd Party verwendet habe, um meine Fotos im Blog zu hosten, seine Bedingungen geändert hat.  Die Fotos von dem letzten 13!!! Jahren Blogging sind nicht mehr sichtbar!

Ich hatte mich ja schon vor eine Weile über Photobucket beklagt, weil sie ohne Vorwarnung eine Reihe von Fotos gelöscht hatten, und weil es gewaltige Uploadprobleme gab. Darum wechselte ich zu Imgur.com und bin auch dort sehr zufrieden. Das Einzige was ich nicht tat, waren sämtliche Fotos von Photobucket zu Imgur zu transferieren, da sich ja dann die URL’s alle ändern und Imgur die URL alle selbstständig neu generiert. Demnach müsste ich dann auch alle URL’s in 3000 Postings per Hand ändern.

Um die Fotos als 3rd Party wieder sichtbar werden, müsste ich bei  Photobucket ein Abo abschließen. Unverschämterweise geht das nur mit der teuersten Variante mit 39.99$ pro Monat!!!! Ich finde das eine unglaubliche Sauerei und könnte gerade schreien vor Wut. Man gibt sich über all die Jahre hinweg die größtmögliche Mühe und dann wird einem alles Zunichte gemacht!

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My Urban Piano / Episode 2 / Heartland

Piano

David Ianni, der Pianist, Produzent, und, und, und, war dann doch etwas nervös. Da wir vor der Premiere alle gemeinsam mit der Crew essen gingen, war die Stimmung recht ausgelassen und alle freuten sich, den Videoclip zu sehen. Für die Crew gab es kurz vor dem offiziellen Screening eine private Vorführung in einem anderen Raum.

David erklärte was es mit den Projekt auf sich hat und dass es insgesamt 12 verschiedene Videos sein werden in 12 verschiedenen Kulturhauptstätten.

Es zeigt uns auch das erste Video aus der Serie, Train of Dreams das ihr hier sehen könnt.

Heartland habe ich vor fast 4 Wochen während zwei Tagen fast ununterbrochen gehört. Ich finde es immer noch schön.

Besuch in der Villa Vauban & ein Turm

Aber zuerst noch was in eigener Sache. Ich hatte kürzlich über einen alten Radiowecker geschrieben, den ich im Haus einer älteren Dame entdeckte. Ich habe nun etwas ausführlicher darüber im Techniktagebuch berichtet. (Mein erster Beitrag dort!)

***

Noch bis zum nächstes Jahr März geht die Ausstellung von Edward Steichen in der Villa Vauban mit dem Titel Space Time Continuum.
„Photographien von Edward Steichen im Dialog mit Malerei.“
Dazu muss man sagen, dass es ausschließlich Luxemburger Maler aus der gleichen Zeit sind. Hier ein paar Eindrücke:

Was mich bei den Aufnahmen von Steichen immer wieder fasziniert, ist das Einfangen eines Momentes in dem man bis in die Seele der Menschen schauen kann. Das findet man auch in den Ölbildern. Ähnlich ist es auch in der Ausstellung „Family of Men“, die zwar von Steichen initiiert wurde, aber nur ein paar wenige Fotos sind von ihm selbst.

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Und hier nun der Trum, der City Skyliner, der ab morgen geöffnet sein wird. Zu finden ist er auf der Place de la Constitution und das noch bis Anfang August. Ich werde ihn für alle die, die nicht schwindelfrei sind, besteigen. Davon berichte aber erst am Donnerstag, denn morgen steht die Premiere des Videoclips an.

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Fotoausbeute der letzten Tage

Manchmal kommt mir diese Fotorubrik dann doch ein bisschen wie Resteverwertung vor. Aber wenn ich im Blog zurückschaue, sind es sind es fast immer die Beiträge die ich nachschlage, weil ich weiß, dass dort Fotos sind, die vielleicht noch mal verwerten kann. So wie jetzt beim ersten Foto:

Jedes Jahr gibt sich die rue Phillipe II die Mühe eine Art Kunstwerk in der Straße auszustellen und über den Köpfen schweben zu lassen.

So waren es z.B, Regenschirme…

…Schaukeln,…

…und dieses Jahr ist ein Kunstwerk aus Metallschläuchen, das mir ganz besonders gut gefällt.

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Eine Aussicht von der rue Notre Dame aus, auf Luxemburgs größte Baustelle, die mir zum ersten Mal auffiel, wahrscheinlich wegen dem schönen Abendlicht. Es wird sie in einem Jahr (meiner Meinung nach zwei Jahren) so nicht mehr geben.

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Eine Mini-Palette mit klassischen Lidschattenfarben im Travelformat von Clarins, die ich in Stuttgart am Flughafen erworben hatte. Da ich bis dato noch nie Make-up Produkte von Clarins hatte, (ihre Pfelgeprodukte sind sehr gut!!!) war ich neugierig, zumal sie im Sonderangebot war. Ich hab sie verschenkt, denn für meine Ansprüche taugt sie nicht. Die Farben sind nicht sehr hochpigmentiert und ausnahmslos alle Farben haben einen Perlmuttglanz, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Schade.

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Und dann sah ich gestern Abend „DEN TURM“ der schon vor Wochen angekündigt wurde, und die Sommerattraktion der Stadt werden wird. Auf der Place da la Constitution haben sie neben der „Gëlle Fra“ einen Turm mit eine fahrbaren Aussichtsplattform aufgestellt. Das Foto selbst machte ich von der Place des Martyrs aus. Wer sich auskennt, weiß, dass es gute 850 Meter Luftlinie entfernt ist.(Ich habe extra bei Google Maps nachgemessen) Da ich heute Mittag eine Verabredung mit der V. im Annexe habe, das gleich daneben liegt, werde ich berichten…

Links, zwei, drei, vier…Links!

© Pixabay

La bonne frite belge serait menacée par l’Europe

Die EU stört sich an der Art und Weise wie Pommes Frites hergestellt werden. In allen belgischen Pommesbuden werden frische, nicht eingefrorene Kartoffeln genommen und traditionsgemäß zweimal frittiert. Doch dabei entsteht ( wie in allen Lebensmitteln, die gebraten, frittiert und getoastet werden) der Stoff Acrylamid, der krebserregend ist.

Man befürchtet nun dass sie verboten werden. (Was totaler Quatsch ist, denn dann stünde uns der Exit von Belgien ins Haus, der Bexit, ohne ‚r‘.)

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© Kaltmamsell

Die Kaltmamsell im Interview

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©Pixabay

Heike Langenkamp von Die im Wald lebt ist seit Wochen auf dem Low Carb Trip und tüftelt mit allen möglichen Brotsorten herum. Ich muss gestehen, dass manche Brote sehr lecker aussehen. Klickt euch einfach durch ihre letzten Beiträge. Ich werde demnächst das eine oder andere ausprobieren und berichten.

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In Kürze wird in Ungarn der Prozess gegen eine Gruppe von Schleppern eröffnet, die 71 Menschen, darunter auch Kinder und Babys, ermordet haben. In dem Zusammenhang interviewte der Falter den obersten Schlpperbekämpfer aus Österreich, der an Festnahme der Beschuldigten mitgearbeitet hat.

…Den Tag, an dem in Parndorf ein Lastwagen mit 71 Leichen gefunden wurde, bezeichnet er als den schrecklichsten Moment seines Lebens. Ein Gespräch über den europäischen Massenmord…

Ein nur sehr schwer zu ertragender Bericht.

(Via Kaltmamsell)

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Stephen Greenblatt schreibt darüber wie St. Augustin die Entstehungsgeschichte von Adam und Eva deutete und somit quasi den Sex erfand.

How St. Augustine Invented Sex / The New Yorker

 

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An einem Nationalfeiertag und dem Vorabend

Ich werde jetzt alle enttäuschen. Denn ich war am Vorabend nicht unterwegs. Wenn ihr etwas über die Aktivitäten die während der ganzen Nacht stattfanden, wissen wollt, schaut bei hiesigen Medien vorbei.

Ich hatte am Vortag arbeitstechnisch in Saarbrücken zu tun. Und wenn es in Luxemburg den ganzen nicht regnete (irgendwie zogen alle Gewitterfronten an uns vorbei) so war das in Saarbrücken nicht der Fall. Als ich am Mittag losfuhr, war eitel Sonnenschein, doch je näher ich an Saarbrücken kam, umso düsterer wurde es. Auf den letzten Metern der Stadtautobahn geriet ich einen Regen- und Hagelsturm, dass mir Angst und Bange wurde.

Es erinnerte mich schlagartig an den Anfang der 90er. Ich war ebenfalls auf den Autobahn ‚gefangen‘ und es fielen Hagel so groß wie Taubeneier. Ich fuhr Gott sei Dank hinter einem großen Laster der durch seine große Plane die Hagelbrocken abbremste bevor sie mir aufs Auto krachten. Aber ganz ohne Dellen im Lack, kam ich nicht davon. Zumindest war meine Frontscheibe nicht zerdeppert wie ich es bei vielen anderen Autos gesehen hatte.

Als ich endlich von Autobahn runter konnte, fuhr ich sofort in die Tiefgarage neben der Staatsoper und wartete bis das Schlimmste vorbei war.

Ich besuchte die B. , die beste Maskenbildnerfreundin der Welt. Wir kennen uns seit dem Film „Kreuzzug in Jeans“ den wir streckenweise gemeinsam bestritten. Sie wohnte damals noch in Leipzig. Kurze Zeit später übernahm sie den Posten der Chefmaskenbildnerin in Saarbrücken.

Wir hatten eigentlich anvisiert ein wenig durch Saarbrücken zu laufen. Stattdessen setzen wir uns auf eine überdachte Terrasse  und schauten bei Eistee dem Regen zu.

Ich wollte mir noch ein paar neue Sandalen besorgen, da die Alten vom letzten Sommer zwar bequem sind, sich aber seltsamerweise nicht so gut dafür eignen, einen ganzen Tag darin herumzulaufen. Fündig wurde nicht. Ich fand aber eine neue kurze Jeans.

Auf dem Heimweg versuchte ich Temperaturanzeige im Wagen abzulichten.

35,5° C

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Am Feiertag selbst, wachte ich dann doch recht früh auf. Es hatte gründlich abgekühlt. Satte 10 Grad weniger und ich öffnete das Fenster zu beiden Seiten groß um die Hitze aus der Wohnung zu bekommen.

Da Feiertage bei mir wie Wochentage sind, hatte ich einen Termin mit der Kostümbildnerin für das nächste große Freiluftstück, das Ende Juli stattfindet.

Die große Militärparade erschwert mir an dem Tag immer das Rein- und Rausfahren aus der Parkgarage. Doch ich hatte am Vortag den Parkwächter gefragt ob es ein Problem sei und dieser meinte dass es kein Problem sei um rauszukommen.  Ich merkte mir wie die einzelnen Straßen abgesperrt waren, und somit war es zum wieder reinfahren auch kein Problem.

Die Place de Paris ist wie jedes Jahr an dem Tag mit einer kleinen Kirmes belegt. Ich setzte mich ins Bistro de Paris und genoss ein Aperol Spritz.

Und als ich mich umsah und den Gedanken ein wenig freien Lauf ließ, wurde mir bewusst dass es die letzten Tage sind, die ich in diesem Viertel, dem Bahnhofsviertel verbringe. Die Menschen sind hier noch etwas bodenständiger und ethnisch bunter gemischt, als in dem Viertel in das ich bald ziehen werde.  Man sieht  Nutten, Landstreicher, Bettler, Neureiche die ihren Wohlstand nach außen hin sehr zum Ausdruck bringen, Touristen aller Couleur, 100 verschiedene Sprachen, und irgendwo dazwischen ein wenig luxemburgisch. Und es ist wunderbar!!!

Und obwohl es nur vier Straßen weiter ist, (zu Fuß knappe 15 Minuten) sind beide Viertel durch das Pertustal getrennt und das macht einen Riesenunterschied.  Ich werde es irgendwie doch vermissen, das weiss ich jetzt schon. Es waren fast fünf aufregende Jahre die ich hier verbracht habe.

Vorabend

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Ein Freibadbesuch, eine Stippvisite auf einem Wasserturm und ein neuer Drink

Die Hitze macht mir eigentlich nicht schaffen. Es geht mir sogar recht gut dabei. Und da ich ein paar Tage frei habe bevor ich das nächste große Freiluft Theaterstück habe, machte ich es mir am ersten Hitzetag in der alten Heimat im Freibad gemütlich.

Ich hatte schon einmal über Bollendorf geschrieben. Als ich dort kurz vor 14:00 ankam war es angenehm. Ich zog ein paar Bahnen durch das kühle Nass und dachte mir dass ich so den ganzen Nachmittag verbringen könnte, mit lesen und zwischendurch einer Abkühlung im Becken.  Aber gegen halb vier waren derart viele plärrende Kinder und  grölende Halbwüchsige im Bad dass ich es nicht mehr aushielt.

Um so ruhiger und idyllischer war es auf dem Rückweg vom Bad zum Auto.

Ein Blick von der deutschen Seite über die Sauer hinüber zu luxemburgischen Seite

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Da ich früher zurück fuhr als geplant, blieb mir Zeit für eine Stippvisite in Berdorf. Ich überlegte lange wann ich das letzte mal dort war. Es fiel mir nicht ein. Ich wollte dort schon immer einmal den neuen Wasserturm mit Aussichtsplattform besteigen. Den sogenannten Aquatower.

Er liegt am Ende des Dorfes in Richtung Consdorf.  Da Berdorf einer der höchst gelegenen Dörfer der Umgebung ist, brauchte es immer einen Wasserturm.

Dieser war davor in der Turmspitze der Kirche eingelassen, weil es das höchste Gebäude der Gegend war. Er reichte aber der wachsenden Gemeinde längst nicht mehr aus, und so wurde diese riesige Turm gebaut, der zugleich eine kleine Ausstellung und didaktische Infos über Trinkwasser enthält.

Hoch geht es mit einem Aufzug, obwohl ich mich innerlich auf Treppensteigen vorbereitetet hatte.

Berdorf von oben

Die Gegend sieht bei der Höhe fast flach aus obwohl sie sehr hügelig ist.

Die Windmühlen im vorne stehen in Luxemburg, die dahinter in Deutschland.

Ich fand auch die Siedlung in der mein Elternhaus steht.  Sie liegt im oberen Bild am Waldrand.

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Zurück in der Stadt saß ich abends im Annexe die mir ein neues Aperitif anboten.

Crémant mit Rabarbersaft, Minze und viel Eis. Herrlich!

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Ein wichtiges und richtiges Urteil in Sachen Vegan

© Pixabay

Ich hatte vor langer Zeit schon einmal darüber geschrieben, aber ich denke dass es wieder an der Zeit ist…

Vor ein paar Tagen las ich diesen Artikel im Tageblatt.
„Pflanzenkäse“ darf nicht Käse heißen

Veganer verzichten auf tierische Produkte. Doch was, wenn die Lust auf Käse kommt? Dann gibt es pflanzliche Alternativen, und zwar inzwischen ziemlich viele.Allerdings dürfen rein pflanzliche Produkte nicht unter Bezeichnungen wie „Milch“, „Rahm“, „Butter“, „Käse“ oder „Joghurt“ vermarktet werden. Das hat der Europäische Gerichtshof auf Kirchberg am Mittwoch entschieden.

Pflanzliche Butter zum Beispiel hat seit Jahr und Tag schon einen eigenen sehr geläufigen Namen: Margarine. Und das schon bevor es überhaupt ein vegane Bewegung gab. Oder veganes Leben hip wurde.

Es ist mehr als richtig, dass dieser Vermischung endlich Einhalt geboten wird. Letztens sah ich sogar bei Miss Flury, einer Volgerin, wie man Vegan Pulled Pork herstellt. Hallo? Geht’s noch? (Zudem schmeißt etwas zu viel mit dem Wort ‚Gesund‘ um sich, was auch sehr bedenklich ist)

Es gibt mehrere Dinge die mich an der veganen Bewegung sehr stören und das jeden Tag ein bisschen mehr.

1. Vegan heißt weder Bio noch Artgerecht. Vegan geht nur vom Prinzip aus dass nichts tierisches verarbeitet werden darf. Ob das Gemüse biologisch gezüchtet wurde, oder vollgepumpt ist mit Kunstdünger und mit Unkrautvernichtungsmittel zugespritzt wurde, ist nebensächlich.
2. Noch schlimmer finde ich all diese Ersatzprodukte, wie vegane Fleischwurst z.B. Ich will nicht wissen was da alles an chemischen Stoffen verarbeitet wurde damit es nach Fleisch schmeckt und trotzdem keines ist. (allein schon beim schreiben des Satzes schüttelt es mich)
3. Als Veganer würde es mich sehr stören dass die ganze Bewegung von der Lebensmittelindustrie wie eine Modeerscheinung und superhip verkauft wird, bei der man auf nichts verzichten muss. Es gibt schließlich für alles Ersatz.

Wenn ich Veganer wäre, würde ich gegen die Lebensmittelindustrie in den Krieg ziehen, die Vegane Bewegung zu einem modischen Witz verkommen lassen. Warum schmeißt sich zum Beispiel die Werbeindustrie nicht ins Zeug und erfindet neue Namen? (Notgedrungen müssen sie es, denn Pflanzkäse und „Tofubutter“ geht nicht mehr.)

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich kein Veganer bin,(und wahrscheinlich auch keiner werde) doch mag ich vegane Gerichte sehr. Ich möchte auch noch einmal auf das tolle Kochbuch von Katharina Seiser verweisen „Immer schon Vegan„, das ich auch habe und regelmäßig benutze.

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RTL you und die Blogger/Vlogger Community

Gestern war also der Startschuss von RTLyou. Ich hatte den Aufruf schon vor Monaten gehört, dass RTL versucht etwas auf de Beine zu stellen mit Bloggern und Vloggern aus Luxemburg. Einer meiner Freunde Yaya van Chique, der ein Trend- und Modeblog für Männer betreibt macht ebenfalls mit.
Hier das erste Video von ihm.

Ich hatte mir lange überlegt ob ich mich melden sollte, doch funkte mir, wie so oft, der Job dazwischen. Zudem geht es hauptsächlich ums Vloggen, und das mache ich ja nicht. Nicht dass ich keine Ideen hätte. Es reicht einfach von der Zeit her nicht. Zudem musste ich mich in ein völlig neues Feld, dem Videoediting, einarbeiten. Ich müsste mir in meiner 25 Quadratmeterbutze ein eine Filmecke einrichten. Jedes Posting wäre mit den 100fachen Aufwand verbunden, als ein Posting im Blog.

Zudem, und das ist eine meiner Minderwertigkeitsanwandlungen, glaube ich nicht dass ich in das Format passe. Wenn ich die Alterspanne der verschiedenen Blogger/Vlogger sehe, liege weit drüber. Mein Blog ist und war immer etwas, das ich ganz allein zu verantworten habe und in dem ich, und nur ich der Chef bin. Wenn ich jetzt etwas auf einer fremden Plattform in Gang setzten würde, wäre ich nicht mehr mein eigener Boss…

Aber hey, Glückwunsch all denen die es geschafft haben dabei zu sein. Ich wünsche euch alles Gute und lasst euch nicht unterkriegen.

 

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Theaterfestival in Hermannstadt (Sibiu)

Ich bin nicht zum ersten mal hier. Das letzte mal war vor vier Jahren in Rumänien auf dem gleichen Festival in Sibiu.

Damals haben wir in einer alten Halle gespielt, die inzwischen aber in sich zusammengekracht ist.
Diesmal waren wir im Teartu National untergebracht in dem weitgehend alles zur Verfügung stand, was ein Theater zur Verfügung haben sollte.

Während der Fahrt als morgens die Sonne aufging

Die Fahrt und der Flug waren schrecklich. Da die Festivalleitung den vorangekündigten Flug über München schlichtweg verpasst hatte zu buchen, wurden wir morgens um 2:00 Uhr per Bus nach Stuttgart gefahren um anschließend mit dem Billigflieger BlueAir nach Sibiu zu kommen. An Schlaf war nicht zu denken, und so kamen wir in Sibiu völlig übermüdet an. Da die Vorstellung aber erst am Samstag war, hatten wir einen Tag Zeit wieder auf die Beine zu kommen.

Ich ließ mich also am ersten Tag durch die Altstadt treiben und von Festivalfieber anstecken. Es finden hier an die 50 verschiedene Shows pro Tag statt, sowohl in Räumen als auch auf den Straßen. Es wird also richtig was geboten.

Und hier ein Video das ich mit dem iPhone 7 machte. Ich bin völlig platt wie gut die Qualität der Aufnahmen inzwischen ist.

***

Untergebracht waren wir im Hotel Imparatul Romanilor, was soviel heißt wie römischer Kaiser.  Ein ehemaliges Bonzenhotel, das es aber verpasst hat mit der Zeit zu gehen und jetzt ein Abklatsch dessen ist, was es einmal war. WLAN gab es, aber es war grottenlangsam oder gar nicht vorhanden.

Der Frühstücksraum und die Eingangshalle sehen fabelhaft aus, doch bei näherer Betrachtung, vor allem der Zimmer, bröckelt der Stuck und der Putz ab. In punkto Sauberkeit ist es…. okay. Ich hatte ein Zimmer bekommen das einigermaßen in Ordnung war. Andere der Truppe leider nicht.

Ein relativ gutes WLAN gab es im Theater und so konnte ich zumindest Teile dieses Textes vorschreiben.

Da  die Vorstellung bereits um 16:00 Uhr war, war es umso hektischer, alles bei Zeiten fertig zu haben. Die Beleuchter taten mir besonders leid. Sie hatten die ganze Nacht durchgeackert ohne Pause, ohne Schlafen um dann noch die Vorstellung zu fahren. Auch die drei Schauspielerinnen waren mehr als nervös weil sie nur Textproben in der Loge machen konnten und kein Durchlauf auf der Bühne. Zudem war der Premierminister von Luxemburg UND der von Rumänien bei der Vorstellung zugegen.
Und es war RTL eine Reportage wert.

Nach der Vorstellung ging es zur Casa Luxemburg, wo unser Premier zu einem Drink eingeladen hatte. Dann schlug das Wetter um. Es fing an zu regnen und es wurde schweinekalt. Ich kehrte abends noch in ein empfohlenes Restaurant ein, das aber ein ziemlicher Reinfall war.

Die Fahrt zurück  am Sonntag war noch ein wenig mühsamer, da wir ja ab Stuttgart, wieder in einem Bus saßen, der diesmal aber mehrfach in Stau stand.

Das hört sich alles viel Gejammer an. Aber Festival Vorstellungen sind Stress pur, im Gegensatz zu regulären Gastspielen, bei denen alles etwas gemächlicher von statten geht. Missen möchte ich diese Erfahrungen jedoch nicht. Es ist immer ein Abenteuer, ganz besonders wenn es mich in Länder führt in denen ich noch nie war.

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