Ich hab Raclette!

Am Morgen ein paar Telefonate und Besorgungen für eine Geburtstagsparty am Samstag.

Da traumhaft schönes Wetter war nutzte ich die Gelegenheit und machte alle Wege zu Fuß.

Dabei ein paar Dinge entdeckt. Die Marc Jacobs Boutique ist weg. Ebenso einer der letzten kleinen Bäcker Grevig aus der Innenstadt in der rue Notre-Dame, aber das schon seit Mai.

Nebenbei bemerkt ist die kleine Konditorei gleich neben meiner Wohnung auch an eine Kette verkauft worden da der Besitzer in Rente ging.  Das ging so unauffällig und nebenbei, das niemand es mitbekam. Mir fiel auf dass die ganzen Urkunden und Fotos mit dem Großherzog und von Wettbewerben nicht mehr an den Wänden hingen. Auch jetzt in der Herbstzeit fand ich immer kleine Mitbringsel dort wie z.b. Kastanien aus Schokolade und Marzipan. Nichts davon ist mehr da.
Und so verschwinden langsam alle kleinen Bäcker und Konditoren. Es ist zum heulen…

Ich ging hinunter zum Bahnhofsviertel  zum Bastelladen.

Übrigens bin ich euch noch ein Foto von vor ein paar Tagen schuldig:

Die eingelegten Quittenscheiben in einem Sirup aus schwarzem Tee, Honig und Ingwer, von der Kaltmamsell.

Abends dann Raclette!
Ich hatte mich extra den ganzen Tag beherrscht nur wenig zu essen, weil ich wusste dass es am Abend keinen Morgen mehr geben würde,  essenstechnisch zumindest.
Da es schon mein zweites Mal ist war es nicht mehr so aufregend wie das erste Mal in der kalten Jahreszeit. Doch für die N. und die A. war es das erste Raclette. Die N war die letzten Tage kaum noch zu bremsen auf Whatsapp. Ich wußte nicht, dass es so viele Memes für Raclette gibt:

So sieht ein Tisch im Rooftop aus wenn man zu fünft Raclette bestellt:

Es gab fünf verschiedene Sorten an Käse. Mit Bärlauch, Weißwein, Pfeffer, einer der sich Sapin nannte, der aber nicht unbedingt nach Sapin (Tannenbaum) schmeckte und eine Sorte bei der ich den Namen nicht mehr weiß.

Für mich eine der besten Adressen für Raclette in Luxemburg und ich überfraß mich wieder einmal.

Ich traf noch ein paar alte Bekannte und es wurde nach Mitternacht bevor ich den Heimweg antrat.

Während des Abends sah ich folgendes auf Twitter:

 

 

Irgendwie bauchpinselt mich das ja schon.

Home Office

…und das fast den ganzen Tag.
Ich übernahm für das Künstlerkollektiv, die ganzen Absagebriefe für die Kandidaten die nicht in Frage kamen. Keine schöne Arbeit aber einer muss es ja tun.

Irgendwann gegen Mittag musste ich jedoch eine Pause einlegen, weil ich keine Briefumschläge mehr zur Hand hatte und Neue besorgen musste. Eine willkommene Gelegenheit eine Runde draußen zu drehen. Das schlechte Gewissen trieb mich jedoch wieder  nach kurzer Zeit zurück. Zudem wollte diese Briefe fertig haben.

Am Abend ein schnellen Abstecher zum Bovary in dem ich schon lange nicht mehr war.Die A, und die N. waren auch anwesend.

Ein paar Knabbereien nebst einem Glas Wein.

Wir machten früh Schuss.

 

Albträume, Ausflug & Chiche!

Schreckliche Albträume in der Nacht. Ich stand  im Altenheim im Flur, laut schreiend: „Ich gehöre nicht hierher!“   Ich scheine jetzt erst das ganze Demenz Projekt zu verarbeiten.  Ich erwachte und fühlte mich als ob ich einen schweren Kampf hinter mir hätte.
Am Morgen hatte ich  dieses Lied im Kopf, das ich sehr mit Großmutter Thérèse verbinde.
Mit den Jahren habe ich gelernt dass es nichts nützt dann einfach weiterzumachen als ob nichts wäre. Ich setzte mich bewusst an den Rechner, und hörte mir das Lied an, und konnte dann in den Tag starten.

Die Temperaturanzeige in der Straße sagte 7 Grad. Ich schaute in den Terminkalender. Erfreulicherweise nichts!

Kaffee, Dusche, Anziehen, ein paar Anrufe und los.
Im Bus zum Bahnhof entdeckte ich dutzende von Schildern die das Ende der Bushaltestelle Paris/Zitha ankündigten. Somit wird die Avenue de la Liberté keine einzige Haltestelle mehr ab dem 3. November haben. Die Haltestelle Martyrs, die früher meine Haltestelle war, gibt es schon seit über einem Jahr nicht mehr. Alle Busse fahren dann irgendwie drum herum und weichen der Trambaustelle aus.

 

Zuerst hatte ich die Idee nach Metz zu fahren um mich dort wieder einmal gründlich umzusehen. Doch ich hatte den Zug davor so just verpasst und hätte eine Stunde warten müssen. Also fuhr ich nach Trier. Mittagessen ließ ich ausfallen da ich am Abend eine Einladung hatte. Ich wanderte herum und gruselte mich bei all der Weihnachtsdeko die schon überall in den Läden zu haben ist. Im Villeroy & Boch Laden kehrte ich ein und schaute mir das Service MetroChic genauer an. Ich hatte zum Geburtstag zwei Tassen davon bekommen. Es sieht wirklich sehr sehr schön aus.  Da der Rand  mit 20 Karat vergoldet ist und mit einem Spezialprozedere haltbar und spülmaschinenfest gemacht wird, schlägt sich das auch im Preis nieder. Alles auf einmal werde ich mir nicht leisten können aber so nach und nach…

Auf der Rückfahrt ein Sonnenuntergang über der Mosel:

Am Abend eine Einladung in den neuen Chiche! der von Hollerich auf den Limpertsberg umgezogen ist.
Chiche! ist ein Restaurant das mit viel Liebe in einem alten Café in Hollerich von syrischen Flüchtlingen seit 2015 großgezogen und gehalten wurde.  Es war von Anfang an eine Success Story. Aber es war auch schon bei Eröffnung klar dass es ein Popup sein würde, denn das Haus sollte abgerissen werden.  Als es dann wahr wurde suchte man eine neue Adresse und fand sie auf dem Limpertsberg. Seit ein paar Wochen ist es nun geöffnet.

Ich war mit zwei Freunden verabredet, dem J. und dem A. (Der Buchstabe ist A , fällt mir gerade auf, ist in meinem Freundes- und  Bekanntenkreis schwer inflationär)  Wir bestellten das große Mezze Menü:

 

Fazit: Ich überfraß mich total.

***

Die fabelhafte Emmy, der ich schon lange auf YouTube folge, erzählt etwas über die Stechpalmenart Yaupon oder Ilex Vormitoria die wie Tee oder Kaffee koffeinhaltig ist.

Kalter Montag

_Alicja_ / Pixabay

Die Temperaturanzeige in der Straße zeigte 4 Grad. Kuschelig geht anders.
So wie fast jeden Tag saß ich morgens mehrere Stunden am Rechner.  Heute mit gewaltiger Geräuschkulisse, da die Nachbarin etwas in ihrem Badezimmer umbauen lässt. Es stellte meine Geduld auf die Probe und ich war froh als ich alles erledigt hatte.

Um 14:00 Besprechung im Theater bei der ich theoretisch nicht hätte anwesend sein müssen, bei der ich mich aber angeboten hatte, für ein Stück das erst Ende des Jahres kommt. Es sollte jemand aus Köln da sein der aber kurz vor knapp ankündigte dass er später kommen würde, er wüsste nur nicht wann. Ich war ein wenig sauer denn ich hasse es auf Standby gestellt zu werden ohne genauen Angaben.
Gegen 17:00 hatte ich genug und ging. Ich hatte stundenlang im Theater gesessen und nebenan in der Brasserie ohne dass etwas passierte.

Abendbrot Zuhause.  Es war verdächtig ruhig, bis ich feststellte dass Smartphone nicht da war. Im Auto konnte es nicht liegen das hatte ich nicht mitgenommen.  Mir wurde heiß und kalt.  Ich testete zum ersten mal den Suchmodus über das iPad.  Ich hatte es in der Brasserie liegen lassen und sie hatten es zur Seite gelegt. Uff…

***

Ich komme mir manchmal so richtig doof vor, wenn ich einen Trend oder Shitstorm völlig verpasst habe, und plötzlich kommt mir ein abgekürztes Hashtag entgegen mit dem ich nichts anfangen kann.
#Druko war vor Monaten so ein Beispiel.
Heute fiel mir wieder eines auf. #Wazifubo
Inzwischen weiß ich dass es der Wartezimmer Fußboden in einer Aztpraxis oder dergleichen ist.
Jetzt warte ich auf die jemand der ein Lexikon erstellt mit Hashtag Abkürzugen, also #hatabkü
Oder gibt es das schon?

Ausstellung in Pétange

Es war angekündigt worden dass das Wetter sich diesen Sonntag nicht halten würde.
Ich ging es am Morgen langsam an. Lesen, bloggen mit Kaffee.

Am Nachmittag entschied ich mich dazu die Ausstellung in Pétange zu besichtigen die Ende letzter Woche erst eröffnet hat und bei der die A. die Raumgestaltung gemacht hat. Die schon etwas länger mitlesen, wissen dass ich mit einer Delegation vor fast einem Jahr in München war wo wir das NS Dokumetationszentrum besuchten, um zu sehen wie man dort das Thema zweiter Weltkrieg unter anderem auch räumlich umgesetzt hat.

In Pétange wurde die Ausstellung über den zweiten Weltkrieg in einem riesigen Zelt untergebracht.

Ich wusste zum Beispiel nicht, dass das Datum vom Beginn des zweiten Weltkrieges, also der Tag an dem Deutschland Polen den Krieg erklärte, auf das gleiche Datum fällt wie die hundertjährige Unabhängigkeitserklärung von Luxemburg.
Ich fand in einem digitalen Vitrine, Fotos von meiner alten Heimat, die sehr zerstört worden war.

Man hat versucht es so umzusetzen dass die chronologische Reihenfolge der Geschehnisse eine untergeordnete Rolle spielt. Ein Saal ist  dem D-Day gewidmet der ja nur sekundär mit Luxemburg zu tun hat.
Da die Ausstellung ja in Pétange ist,  widmete man auch ein paar Plakate der Stadt und ihrer Befreiung,  die ein Tag früher stattfand als die der Hauptstadt.
Schön finde ich auch, dass man kleine persönliche Schicksale eingebaut hat, wie von dem kleinen Jungen der im Norden Luxemburgs, der unfreiwillig zwischen die Fronten geriet, und verletzt wurde. Er wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert und von dort aus nach London in eine Spezialklinik transportiert für Kriegsverletzungen. Seine Eltern hatte keine Ahnung wo er war. Bis ein Aufruf im Radio kam und er gesund wieder heimkehrte.

Ich muss mir die Ausstellung noch mal an einem anderen Tag ansehen wenn es etwas ruhiger ist.

Für den Abend hatte ich noch eine Einladung zu einem Apéro, die ich aber absagte denn mir war schweinekalt und ich verkroch mich beizeiten unter die Bettdecke.

Wochenmarkt & Bei de Bouwen

Woch.en.markt!

Und das bei strahlend sonnigem Wetter. Die Sonne drückte so sehr dass man ohne Jacke sitzen konnte.  Doch auf den Bild sieht man auch wieder eine Baupallissade… Es ist nicht mehr die grausige Bretterwand, aber die Treppe hinab in die Tiefgarage konnte man nicht benutzen.

Die D. hatte mir ein Croissant vorbestellt das bereits auf mich wartete als ich zur Place Guillaume kam.  So lieb.
Sogar die N. hatte mich morgens voller Vorfreude angerufen und mir verkündet sie würde heute zum Markt kommen würde.  Sie traut sich inzwischen längere Strecken mit ihrem Fuß zu. Gut so!

Sie erzählte von ihre Begebenheit als sie am Morgen zur Post musste um ein Paket abzuholen. Sie stand mit ihrer Krücke in der recht langen Schlange zur Paketabholung, als einer der Security Männer sie ansprach und sie freundlich bat aus der Reihe zu treten und mit ihm bis nach vorne zu kommen sie würde sofort bedient werden, damit sie nicht so lange stehen müsste. So viel Service ist man bei der hiesigen Post nicht gewöhnt. Es war der N. fast peinlich.
Sie schickte mir ein Foto vom Eingang der Post, wo sich jetzt ein extra ausgewiesener Hundeparkplatz befindet mit einem Schälchen Wasser. Hab ich so auch noch nicht in Luxemburg gesehen:

Einkäufe auf den Markt u.a. :
Quitten um die weltberühmten Kaltmamsellschen Quitten in Ingwer-Earl-Grey-Sirup zu machen. (Ich verabscheue Quitten Gelee aber nach den Rezept kann ich die Dinger pfundweise in mich hineinschaufeln )
Zudem Kaffee bei Santos.

Wir beschlossen Abends mal etwas neues auszuprobieren, das schon lange auf den Programm stand und wir bis dato nie gemacht haben. Das Café-Restaurant Bei de Bouwen. Eines der seltenen Restaurants in dem man noch in der Stadt luxemburger Gerichte essen kann. Ihre Spezialität sind Kniddelen  in allen Variationen. Die N. hatte sie mit Butter und Speck. Ich bestellte mir Wäinzossis in Senfsosse  mit Kartoffelpüree und Erbsen.  Wäinzossis ist eigentlich ein Bratwürstchen bei dem im Wurstbret ein wenig Riesling verarbeitet wurde. Die richtigen Wäinzossis werden aber immer weniger hergestellt weil viele  den dann doch leicht säuerlichen Geschmack nicht mögen. Man kann den den Riesling aber auch zur Herstellung der Senfsoße mit dazugeben.
Es war ein gewaltige Portion.

Als Nachtisch schafften wir zur zweit nur eine Portion eines Nachtischklassikers den ich auch schon ewig auf keiner Speisekarte mehr gesehen habe.  Parfait auf Grand Marnier.

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In einen kleinen Artikel den ich im Wort las, der sich auf eine Studie von Sleepjunkie bezog , hat Luxemburg die beste Lifestyle Balance der Welt.

Schreibtag

Ein Morgen am Schreibtisch. Seit St.Jean-de-Luz schreibe ich immer wieder an einem Text, der sich als sehr viel schwieriger erweist als ich dachte. Doch ich will ihn in den nächsten Tagen fertig haben, jetzt da ich weiß, dass es etwas ruhiger werden wird mit der Theaterarbeit und ich ein paar Tage darauf verwenden kann.  Der Text ist übrigens für’s Blog.

Zudem gibt es noch einen anderen Text der festgeschrieben sein will und das möglichst noch bevor ich verreise, der aber ‚beruflich‘ zum Einsatz kommt.

Am Nachmittag dann eine zweite und letzte Runde Vorstellungsgespräche für das Künstlerkollektiv. Jetzt müssen wir eine Entscheidung treffen und ich bin heilfroh dass ich das nicht alleine machen muss.

Am Abend letzte Vorstellung vor der kleinen Pause für dieses Stück. Es war rappelvoll. Die nächsten Vorstellungen sind erst in zwei Wochen.  Die D. kam und sah sich das Stück an und war begeistert. Nach der Vorstellung, eine schnelle Runde Essen im Chinese King, da ich den ganzen Tag noch nichts Konsistentes zu mir genommen hatte.

Interessantes Gespräch mit der D. über Irrungen und Wirrungen eines heranwachsenden Mannes, der zur Zeit in ein wenig in der Krise steckt und nicht weiter weiß.

Für meine Verhältnisse sehr früh im Bett gelandet um noch eine Runde Asterix zu lesen.

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Auch wenn Brad Leone vom Bon Apétit Test Kitchen ein wenig chaotisch ist, so möchte ich sein Rezept für Ginger Beer einmal selbst ausprobieren. Hat da einer meiner geschätzten Leser Erfahrung damit?

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WLAN Netze scheinen sich zum neuen Tinder zu entwickeln:

https://twitter.com/e13Kiki/status/1187272781420998657

Reifenwechsel & Asterix

Ich war mit dem Termin zum Reifenwechsel ziemlich spät dran. Ich musste den nehmen der noch in meinen Terminkalender und den der Werkstadt passte. Und das war nun mal heute um 9:30 mitten in der morgendlichen Rushhour. Die Fahrt dorthin war ein Abenteuer mit Stau und stockendem Verkehr. Zudem hatte ich mit schon überlegt ob ich den Reifenwechsel nicht einfach sein lasse weil ich eh den halben Winter nicht da sein werde.

Während dem Wechsel fuhr ich mit dem Bus und der Tram zum Krichberg. Spätes Frühstück bei Oberweis.

Im Zeitungsladen fand ich einen Stapel des heute erschienen neuen Asterix.

Ich bin mit den Galliern groß geworden. Mein Vater besaß alle Comics die bis zu seinem Tod herausgekommen waren. Es ist schön zu sehen dass es seit ein paar Jahren schon auch ohne die Väter Goscinny und Uderzo weitergeht.
Ich absolvierte am Abend die Vorstellung und flitzte nach hause, legte mich für meine Verhältnisse früh ins Bett zum Astreix lesen.

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Über die ganze Aktion MIL a.s.b.l hatte ich ja schon berichtet.  Ein schönes Interview im Journal gibt es jetzt mit der Präsidentin Dani Jung, wie das alles zustande kam.
Die neu gegründete Mil asbl veranstaltet Kulturprojekte für Menschen mit Demenz

 

Haarschnitt & Entscheidugen

So sieht das schon besser aus:

Gleich im Anschluss ging ich zum Künstlerkollektiv wegen der ausgeschriebenen Stelle und die ersten Bewerbungsgespräche dafür.

Es ist, seitdem ich dem Kollektiv angehöre, das dritte mal das ich dieses Prozedere mitmache. Man lernt Menschen kennen die sich versuchen im besten Licht zu zeigen, im 30 Minuten Takt. Man entscheidet über das Schicksal dieser Menschen. Wir hatten vier zum Gespräch geladen. Zwei davon schieden aus. Die anderen beiden kommen in die engere Auswahl. Ich mag nicht das Schicksal anderer Leute bestimmen…

Am Abend die letzte Folge des Hercule Poirot gesehen die ich schon vor ein paar Tagen angefangen hatte. Ich kann nicht sagen dass der Vierteiler missraten ist, aber richtig gut finde ich ihn auch nicht.

Vorher-Nachher, basteln an der Reise und Premiere

Meine Haare führen zur Zeit ein Eigenleben. Dem morgendlichen Look nach haben sie die ganze Nacht gezecht und getanzt als ob die Welt untergehen würde.

Vorher / Nachher

Gut dass ich morgen ein Termin beim Friseur habe.

Ich sollte früher raus, sah dann aber den Berg an Briefen und Rechnungen… also blieb ich zu hause und verschlankte mein Konto.

Anschließend fuhr ich zur K. ins Reisebüro und wir schlossen die Reisevorbereitungen mit allen Flügen und  Hotels ab.  Ein zwei kleine Dinge lasse ich mir offen und schaue was sich an Ort und Stelle ergibt, aber die Hauptflüge stehen fest und es war wichtig dass ich sie weitab im Vorraus gebucht habe. Da gibt es Preisunterschiede mit einer Spannweite bis zu 2000 € und weil ich kurz vor Weihnachten fliege wird nochmal extra draufgeschlagen. Zudem ist der Umsteigeflughafen Hong Kong für mich keine Option wegen den Unruhen auch wenn es zur Zeit etwas ruhiger dort ist. Das schränkt natürlich die Flugrouten ein und es wir noch kniffliger.
Das teuerste wird das Hotel in Sydney sein über Sylvester und Neujahr. Da habe ich echt gestaunt wie viel ein Zimmer im 4 Sterne Bereich kosten kann (im 3 Sterne Bereich war absolut nichts mehr zu haben) für vier Tage.
Mit dem Geld könnte ich noch einen extra Urlaub für eine satte Woche in Spanien machen. Aber ok! Man lebt schließlich nur einmal und ich wollte das berühmte Feuerwerk  einmal live erleben.
Und meine geschätzten Leser kommen ja alle mit!   🙂

Am Abend dann die Premiere des Stückes Nom Iessen gi mer an den Hobbykeller. Allein der Titel lässt schon jeden schmunzeln. Es lief alles wie am Schnürchen alle waren zufrieden und Publikum feierte die zwei Darsteller, die wirklich ihr Bestes gaben.

 

Doppelprobe

Und mit der Überschrift ist schon alles gesagt was für den Tag anstand.
Am Abend kurz bevor die Generalprobe losging, rief die A. die genauso wie ich sehr viel Arbeit am Hals hat.

Die Probe lief gut und alle waren zufrieden.  Ein Bild kann ich euch zeigen:

Morgen ist Premiere.

Regen, Kino & Krimi

Ich flanierte frohlockend über sonnendruchflutete bunte Frühlingswieden als… im Haus eine Tür zuknallte und ich schlagartig erwachte. Verschlafen wantschelte ich durch die Wohnung und hörte den Regen und sah diesen Himmel:

Bääääh.
Ok, der Regen muss sein. Aber wie kriege ich das hin dass mir das nicht so sehr aufs Gemüt schlägt? Es änderte sich übrigns den ganzen Tag nichts an diesem dunklen Himmel. Am Abend kamen sogar die ersten Warnung dass die Flüsse in Luxemburg schwellen.

Ich bloggte alles vom Vortag weg und beschloss vorerst mal drinnen zu bleiben.  Auf dem hinteren Balkon hatte ich Meisen Besuch, die an den letzten paar Blättchen vom alten Basilikum rumzupften, aber die farßen sie nicht. Ich wunderte mich, da Meisen das für gewöhnlich nicht tun. aber so verschlafen wie ich noch war kann es auch ein anderer Vogel gewesen sein.

Am Nachmittag Kino. Joker.

Ich kam aus den Kino raus und war total von den Socken über das Spiel von Joaquin Phoenix. Wenn das kein Oscar oder Golden Globe wird, weiß ich auch nicht.
Aber ein paar Schwächen hat der Film schon. Am Anfang ist es etwas zu träge. Und  wer sich einen Action Film erwartet wird auch weitgehend enttäuscht. Wir bewegen uns absolut nicht mehr in der Comic DC Helden bzw. Antihleden Welt. Das ist schon sehr real was da gezeigt wird. Das ist schon alles sehr, wenn nicht zu sehr, der heutigen Welt nachempfunden und der Joker ist eine tragische Figur die von Shakespeare sein könnte.
Sehr problematisch finde dass man bisweilen Mitleid mit dem Joker hat.  Es scheint fast so als ob man sein Tun zu rechtfertigen versucht, als ob man es entschuldbar machen will.
Ich las späterhin ein paar Kritiken darüber und dort rutscht der Film oft als eine der großen Enttäuschung  für dieses Jahr durch.

Am Abend dann, weil es immer noch am Stück regnete, nicht nochmal Doom Patrol wie die letzten Tage. Soviel Comic am Stück hlate ich dann doch nicht aus. Ich fand auf einem französischen Spartensender eine Version von Hercule Poirot und die ABC Morde. Eine Mini Serie mit vier Teilen und in der Hauptrolle John Malkovitsch.  Es verkörpert den Detektiv weitaus weniger affektiert und selbstherrlich wie David Suchet oder Sir Peter Ustinov es getan haben. Ich habe drei der vier Teile geschafft, danach fiel ich ins Bett.

Proben & Grünewald

Noch einmal die Schwitzkur über Nacht und ich war morgen wieder hergestellt.

Gleich um 11 Uhr ein Durchlauf mit Maske von diesem luxemburgischen Stück
So lobe ich mir eine Produktion. Klare saubere Ansagen und Vorabgespräche mit ausprobieren. Dann klappt auch alles wie am Schnürchen auf der ersten Hauptprobe.  Es folgte gleich noch eine weitere Probe.

Am Abend dann großes Wiedersehen mit der D. die jetzt nach sechs Wochen wieder zurück aus dem Baskenland ist. Wir gingen in den Grünewald der sehr voll war.  Es scheint dass bei dem schlechten Wetter die Leute doch sehr Lust auf gute Küche haben.

Zu essen gab es folgendes:

Spinatsuppe mit Rauke und einem poschiertem Ei. die rosa Kleckse waren Schmand mit rotem Rübensaft aufgeschlagen.

Für mich folgte danach ein Angus Filet Stück mit Portweinsuße und Kartioffelpüree mit Trüffeln. Die D. hatte Jakobsmuscheln:

Dazu ein Pinot Gris von Aly Duhr.

Den Kaffee und Absacker tranken wir im Renert und es goss wie aus Kübeln.

Guten Morgen Erkältung

Und ich lese bei anderem Bloggern wie die Erkältung sich langsam einschleicht oder schon so richtig Besitz von ihnen ergriffen hat. Und zack, geht es auch bei mir los.

Schüttelfrost und endlose Nieser am Morgen…
Ich wollte eigentlich zur morgendlichen Probe um das Stück das nächste Woche Premiere hat ganz in einem Durchlauf zu sehen. Doch ich lies die letzte Gelegenheit sausen und blieb im Bett. Warme Bettflasche,heißen Tee, Heizung hochdrehen, heißes Bad und Lemsip halfen. Es kam mir vor als ob ich mit mehreren Kanonen auf einen Spatz schießen würde. Doch es half. Ich schlief noch einmal für ein paar Stunden ein erwachte als ob nichts gewesen wäre.

Am späten Nachmittag zog ich dann los weil das Wetter besser geworden war und ich brauchte noch ein paar kleine Dinge für den Haushalt.

Ich setzte mich kurz im Renert auf die Terrasse und genoss die paar Sonnenstrahlen.

Auf dem Heimweg machte ich einen Umweg durch den Villa Louvigny Park.

 

Es ist schon sehr herbstlich hier.

Abends dann noch zwei Folgen der Doom Patrol.

Das neue Schlüsseletui

Ausgeschlafen! Herrlich!

Tristes trübes Wetter. Keine Sonne.

Da ich erst am Abend eine Besprechung und ein Dinner hatte konnte ich den Tag etwas ruhiger angehen.

So sah das Schlüsseletui schon seit einer ganzen Weile aus und es war nur noch eine Frage der Zeit bis er sich in seine Bestandteile auflösen würde. Zudem gaben die Häkchen oben schon mehrfach nach und es hatten sich schon Schlüssel verselbstständigt, dich aber glücklicherweise sofort wiederfand.
Es musste ein neues her.
Ob ich das Alte wegwerfe ist noch nicht so ganz klar, da es das Etui meiner Tante war,  indem auch sie immer die Schlüssel der Wohnung hatte…

Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. In Luxemburg hätte ich ad hoc nicht gewusst wo ich ein neues herbekomme, es sei denn ich hätte in den Markenläden wie Longchamp oder Tumi und dergleichen gesucht. Tatsache ist dass in es Luxemburg an einem Kaufhaus wie Karstadt oder Kaufhof mangelt, da die kleinen Läden schließen weil sie die Mieten nicht zahlen können und stattdessen große Markenketten sich dort breit machen.
Nicht wirklich etwas neues, die Gentrifizierung macht auch vor Luxemburg nicht halt.

 

 

Also kaufte ich  Internet. Von Teemzone.  Überzeugt hat mich vor allem der Umstand dass ich es notfalls auch als Geldbeutel gebrauchen kann da zwei bis drei Karten hineinpassen sowie Kleingeld und Scheine. Sehr praktisch wenn ich abends ausgehe und nicht tonnenweise Zeug in den Hosentaschen haben will.   Zudem scheint es sehr stabil verarbeitet zu sein.

Am Abend dann eine Besprechung der Wohnungseigentümer unseres Hauses, bei der ich meine Anwesenheit sehr in Frage stellte. Nicht dass ich nicht erwünscht gewesen wäre, aber alles was angesprochen und diskutiert wurde tangierte mich sowas von peripher…

Dann ab ins Rooftop das, weil die Besprechung in Bertrange stattfand, mich einmal quer durch die Stadt fahren ließ.  Dabei stellte ich wieder fest dass der Verkehr in der Stadt seit ein paar Tagen noch schlimmer geworden ist, weil neben den Baustellen für die Tram, drumherum noch mehrere Löcher gebuddelt werden, und ein paar kleinere wichtige Umgehungsstraßen auch gesperrt sind. Zudem war das belgische Königspaar nicht nur einen Tag sondern drei!!! Tage lang hier was ebenfalls immer wieder zu stundenlangen Sperrungen von Straßen führte.

Ich hatte die D., die M, und die V. schon lange nicht mehr gesehen. Großes Hallo. Zu essen gab zum ersten Mal in dieser Herbst/Winter Raclette, das ja die Spezialität vom Rooftop für die kalten Tage ist.

***

Ich berichtete vor ein paar Tagen über die E-Roller die jetzt auch hier in der Stadt  Kirchbergviertel herumstehen.
Das Vergnügen war von kurzer Dauer.
E-​​Scooter verschwinden wieder aus der Hauptstadt

 

Gerenne & Proben

flo222 / Pixabay

Und wieder in aller Herrgottfrühe auf.

Termin um 10:00 in Saarbrücken. Dabei ein paar sehr interessante Dinge über die Maskenbildnerwelt in Deutschland erfahren, u. a. auch Tarife die in anderen großen deutschen Städten als brutto Tagessatz bezahlt werden. Vor allem in Berlin ist das sehr happig.  Ich muss ja schon in Luxemburg kämpfen, aber mit dem Tarif den man in Deutschland zahlt könnte ich hier nicht überleben.

Ein schnelles Mittagessen mit der B. und dann ging es auch schon zurück zur nächsten Probe von einem luxemburgischen Stück.  Ein interessantes Stück über das ich in den nächsten Tagen mehr berichten kann.

Ich war beizeiten zu hause und ließ den Tag gemütlich ausklingen.

Vor ein paar Tagen schon hatte ich eine Serie auf Amazon Prime angefangen. The Doom Patrol ist eine recht schräge DC Serie von ein paar Anti Superhelden, die alle weitgehend ihre Kräfte noch nicht im Griff haben. Der Unterschied hier zu anderen Serien ist, dass  Warner Bros. daran beteiligt und viel Geld hineingeflossen ist und das sieht man auch.  Inzwischen bin ich bei der vierten Folge und es wird immer skurriler aber nicht langweilig.

 

Zwischen Arbeit und Stau

Ein regnerischer Tag.

Den ganzen Vormittag vor dem Rechner gesessen und vieles abgearbeitet,  was keinen Aufschub mehr duldete.

Am Nachmittag versucht über verschlungene Pfade aus der Stadt rauszukommen, was fast unmöglich war. Das belgische Königspaar war auf offizieller Staatsvisite in Luxemburg (wobei ich nicht so richtig verstehe warum) und es waren immer wieder Straßen gesperrt  zusätzlich zu den Baustellen und ich brauchte fast eine Stunde, wo ich sonst 30 Minuten brauche. Ich landete dann doch kurz vor knapp in der Probe. Die Probe selbst verlief auch ohne Zwischenfall und kam sogar früher raus als geplant.

Anschließend fuhr ich noch zu der A. die mir von ihrem Tag erzählte und ich von meinem.
Und Pablo schlief  den Schlaf der Gerechten:

Shopping, Lesung & Meeting

Gleich am am Morgen machte ich eine größere Schoppingtour für die Laientruppe die Ende dieser Woche ihre Premiere hat. Da ich das zusammen mit einer Person der Laientruppe machte, und ich nicht stundenlang unterwegs sein wollte, suchte ich ein Friseurbedarfladen und ein Sephora aus die nahe beieinander lagen.
Bei der Gelegenheit fuhr ich zum ersten mal in die neue Shoppingmall  Cloche d’Or.
Meine Aversion gegen diese bombastischen Einkaufszentren ist ja nicht neu und ab einer bestimmten Größe meide ich sie. Die einzigen dieser Art die ich betreten kann, sind Auchan Kirchberg und die Concorde, weil sie noch überschaubar sind.
Es war wie zu erwarten. Die Mall ist gewaltig und man läuft sich die Füße wund bis man das gefunden hat was man sucht.

Da es kurz vor Mittag war speisten wir dort bei Namur.

Nicht sehr schön finde ich dass man man die Decken offengelassen hat und das ganze Durcheinander an Kabel und Rohren sieht. Das macht es leichter für spätere Reparaturen, aber es ist auch ein Staubfänger und in ein paar Jahren wird das gruselig aussehen.

Am Nachmittag dann eine erste Leseprobe von einem englischen Stück das im November auf die Bühne kommt.

Am Abend eine recht lange Besprechung vom Künstlerkollektiv.

Mir rauchte der Kopf. So viel Ba bla an einem Tag ist anstrengend. Als ich Zuhause aufs Bett fiel schlief ich sofort ein.

Ein Dämpfer & ein Erfolg

Es bleibt noch zu berichten vom Vorabend, dass die ganze Truppe vom Konzert noch ein „wenig“ gefeiert hat. Einer der Musiker hatte am gleichen Abend noch mehrere Auftritte  im Rahmen der „Nuit des Musées“ und mache spekulierten noch hinzugehen,  Doch alle bleiben im Rooftop hängen.
Ich verabschiedete mich jedoch beizeiten, denn am Sonntag sollte ja das zweite Konzert im Heim sein.

***

Ich war also wieder gegen 9:00 im Heim und verschönerte noch einmal ein paar Bewohner. Am Tag davor hatte das wunderbar geklappt. Doch mit der ersten Bewohnerin kassierte ich gleich einen gewaltigen Dämpfer.
Die Bewohnerin war nur zwei Jahre älter als ich und litt am, Korsakov Syndrom. Später erfuhr ich dass sie per Gerichtsbeschluss ins Heim eingewiesen wurde.
„Nein, ich will nicht geschminkt werden!“,sagte sie laut und patzig.
„Na gut, das brauchen Sie auch nicht, aber die Haare werde ich Ihnen föhnen, die sind noch feucht.“
Das ließ sie sie dann auch geschehen.  Und während ich ihr die Haare trocknete kamen immer wieder die gleichen Sätze.
„Ich will den Arzt sprechen!“
„Ich glaube nicht dass der heute kommt, es ist Sonntag!, antwortete ich.
„Ich will ihn HEUTE noch sehen!“
„Der kommt nicht.“ konnte ich mit gutem Gewissen antworten, denn ich war sehr sicher dass am Sonntag kein Arzt ins Haus kommen würde für eine reguläre Visite.
„Aber SIE sind doch auch hier!“ sagte sie patzig.
„Ja, aber ich bin kein Arzt!“
„Ich muss nach Hause zu meiner Mutter, zu meinen Kindern und zu Tony*.“
„Wer ist Tony*?“
„Mein Freund.“
Der, ich möchte schon fast sagen, Schlagabtausch wiederholte sich mehrfach in der gleichen Form, und führte zu keinem Ergebnis. Ich war froh als ich mit ihr fertig war. Ich sagte ihr dass ich extra gekommen war wegen dem Konzert.
„Ich geh da nicht hin!“
Sie erschien auch nicht.

Nach dieser Begegnung, hoffte ich innerlich dass ich nicht, dass ich nicht noch so jemanden haben würde. Ich bewunderte die Pflegerinnen die tagtäglich mit ihr umgehen müssen, da sie sich immer so benimmt.
Alle anderen Bewohner waren dann auch sehr lieb und freuten sich dass sie zurecht gemacht wurden.

 

Das Konzert war noch einmal ein voller Erfolg. Der Saal war so voll, dass sie bis vor die Tür saßen.

Es flossen auch bei einigen Angehörigen und Bewohnern ein paar Tränchen, denn Musik berührt immer tief innen drin und da hier Dekor, Maske und Kostüm stimmte , war es umso emotionaler.

Das emotionale Konzert

Ein Ereignis von gestern bleibt noch  zu berichten.

Ich war mit der A. zusammen hin- und zurückgefahren in ihrem Wagen sonst wäre es mir früher aufgefallen. Wir machten in der Bar vom Grünewald einen kurzen Pitstop und als die A. mich dann zu hause abliefern sollte merkte ich, dass ich kein Schlüsselbund mehr hatte.  Zum Glück war die Nachbarin mit Hund auch just auf dem Heimweg und sie konnte mich reinlassen.

Ruhige Nacht, wenn auch ein wenig kurz.

Am frühen Morgen dann wieder zurück ins Demnez Altenheim in dem heute das Konzert stattfindet das ich bereits vorgestern beschrieben hatte. Der Deal war, dass ich nebst der Sängerin und den Musikern auch ein paar der Bewohner verschönere, immer im Rahmen dessen was sie zulassen.

Da auch noch ein Filmteam zugegen war das die Präsidentin von MIL a.s.b.l. begleitete war das ganze schwieriger als gedacht. Den Großteil der Bewohner machte ich aber ohne Kamera, was erstaunlich gut klappte. Die eine Bewohnerin bei der die Familie die Erlaubnis gegeben hatte für Aufnahmen, war die ’störrischste‘ und wollte sich nicht kämmen oder schminken lassen. Die Filmcrew war ein wenig verzweifelt, da sie nicht die Bilder bekamen die sie wollten.  Wie sie es letztendlich gelöst haben weiß ich nicht, da ich mich dann um die Sängerin kümmern musste die inzwischen eingetroffen war.

Es war sehr schön und viele der Bewohner sangen aus Leibeskräften mit.

Um die Story von Schlüsselbund noch zu beenden: Es lag bei der A, im Wagen auf dem Rücksitz und waren auf den schwarzen Sitzen in der scharzen Hülse am Abend davor in der Dunkleheit wie unsichtbar.  Uff… ich habe sie wieder.

Die Generalprobe

Nicht die beste Nacht. Ich träumte viel Wust.

Am Morgen dann eine Reihe vom Mails und Telefonaten für die kommende Woche.

Aufbau des Schminktisches im Nebenraum des Festsaales  vom Altenheim. Ja das sieht jetzt nach viel aus, aber so schlimm ist das gar nicht.
Für den Spiegel muss ich irgendwann eine Alternative finden, denn er ist riesengroß und schwer wie Blei. Es gibt leichtere und kompaktere was sich aber nicht im Anschaffungspreis niederschlägt. Im Gegenteil. Sie sind noch teurer.

Ich half der A. die auch mit dabei ist noch ein wenig mit der Deko, denn die Sängerin kam erst später.

Die Generalprobe  verlief gut,  auch wenn wir alle einen Riesenschreck bekamen wegen eines anderen Zwischenfalls, von dem ich hier leider nicht berichten kann, da es zu vertraulich wäre. Aber es ging gottlob alles glatt.

Hinsichtlich der Deko, bin ich immer wieder baff, was die A. hinbekommt. Der Festsaal der Heimes in ein schlichter funktioneller Saal, der nach gar nichts aussieht. Zudem darf man keine Löcher in die Wände bohren oder Dinge am Boden befestigen kann.  Doch das was  die A. hier fertigbrachte ist schlichtweg genial. Das sieht jetzt so aus:

Morgen ein paar Fotos mehr davon.

Die ersten e-Roller & Mil a.s.b.l.

Ich hatte sie schon vor einigen Tagen gesichtet. Als ich dann die neue Bibliothek besichtigte, standen welche neben dem Eingang. Jetzt geht es also auch hier los. Stutzig machte mich jedoch dass ich keine Werbung dafür gesehen hatte und nichts davon in einer Zeitung zu lesen war.  Ich lud die App für die sogenannten Bird Roller. Ich wollte nämlich wissen wie viel dass der Spaß kosten würde.  Das erfährt man auch nicht bis ganz am Schluss bevor man den Deal abschließt. 1€ zum Entsperren des Rollers und 0,35€ für jede Folgeminute.  Zudem kann man immer nur Pakete kaufen von jeweils 10, 20 oder 30 €.  Bei 20 oder 30€ bekommt ein paar Entsperrungsgebühren geschenkt.
Ich finde das nicht sehr preisgünstig. Was kostet das denn anderswo?

Heute morgen im Radio hörte ich dass die Betreiber der e-Roller nicht einmal einen Antrag gestellt haben, ob man die Dinger auf Kirchberg (denn da stehen die meisten) aufstellen darf. Die Bürgermeisterin lässt das prüfen und wenn es nicht passt kommen sie weg. So in etwa war ihre Aussage.

Der „heute morgen“ im vorigen Satz war übrigens wieder sehr früh, was ja seit ein paar Tagen, nachdem ich ja körperlich schon auf Winterzeit umgestellt habe, eine Qual für mich ist.  Ich musste die N. noch einmal zur Arbeit fahren. Allerdings kam sie mir heute strahlend mit nur mit einer Krücke entgegen, die sie nur zur Sicherheit nimmt.  Sie hat sich fest vorgenommen ab nächster Woche wieder Auto zu fahren, denn sie ist Abhängigkeit leid.
Es folgte das gleiche Spiel mit den Staus auf der Autobahn nach Esch, das ich schon das letzte mal hatte.
Ich setzte mich wieder in die kleine Café-ecke vom Supermarkt und wartete ein gute halbe Stunde bevor ich wieder zurück in die Stadt fuhr.

Und immer wenn ich daran denke bin ich heilfroh dass ich diesen ganzen Rushhours nicht mehr jeden Tag mitmachen muss, wie noch vor sieben Jahren als ich noch in der Alten Heimat wohnte.

Zurück in der Wohnung packte ich das Auto voll und fuhr nach Erpeldange in ein Altenheim für Demenzkranke.  Dieses Wochenende wird der Abend Kanner oh Kanner oh quel Bonheur stattfinden von der neu gegründeten  MIL a.s.b.l.
Mil ist der Vorname des Vaters der Präsidentin der 2012 mit Alzheimer diagnostiziert wurde.  MIL organisiert kulturelle Events die speziell für diese Menschen zugeschnitten ist.
Im Manifest von MIL a.s.b.l. steht:

Kultur ass de Motor vun eiser Gesellschaft. Kultur schwätzt Emotiounen un. Kultur verbënnt a schaaft schéi Momenter zesummen. Virun allem hunn ALL d’Mënschen – nom Artikel 27 vun der Mënscherechtsdeklaratioun – d’RECHT um kulturelle Liewen deelzehuelen. Grad dann, wann d’Fiedem zu Raum an Zäit lues a lues räissen, ka Kultur nees Brécke bauen an de System, an deem de Mënsch mat Demenz sech beweegt, stäerken. Wann d’Krankheet vu mengem Papp mech eppes geléiert huet, dann ass et, déi schéi Momenter, déi mer nach mateneen hunn, intensiv ze liewen. Mir musse just all en Effort maachen an eis drop aloossen.

Kultur ist der Motor unserer Gesellschaft, Kultur spricht Emotionen an. Kultur verbindet und schafft geminsame schöne Momente . Vor allem hat JEDER Mensch – nach dem Artikel 27 der Menschenrechtsdeklaration – das RECHT am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade dann wenn die Fäden von Raum und Zeit zu reißen beginnen, kann Kultur neue Brücken bauen in das dunkle System in dem sich der Mensch mit Demenz bewegt. Wenn die Krankheit meines Vates mich eines gelehrt hat dann, dass man die schönen Momente intensiv  leben, die man zusammen hat. Wir müssen uns nur die Mühe geben uns darauf einzulassen.

Das ganze Manifest (auf luxemburgisch) könnt ihr hier lesen.

Wir bauten den Festsaal völlig um für dem Abend mit Glitzer und Gold und roten Samtvorhängen. Ich richtete mich in einem Nebenraum ein.  Am späten Nachmittag fuhr ich zurück.

Und gegen Abend bot mir der Himmel über der Stadt folgendes Bild:

Frühstück, Bibliothek & Kino

Als der Wecker um 6:00 Uhr klingelte war das definitiv zu früh und ich hätte mich am liebsten noch einmal umgedreht und weiter geschlafen. Doch es half nichts. Ich musste raus da ich schon um 8:00 einen Termin in Saarbrücken hatte.

Der Termin war so früh weil ich für Mittag  für den Folgetermin schon wieder zurück sein musste, doch es blieb Zeit für ein gediegenes Frühstück im Alex quer gegenüber der Oper.

Und das übertraf meine Erwartungen voll und ganz. Wow!

Und plötzlich schien die Sonne:

Solche Momente muss man fix festhalten denn keine zehn Minuten später war es schon wieder vorbei.

Ein seltsames Ampelmännchen (oder Ampelbaby?) entdeckt:

Auf Weg zurück fuhr ich dann von einer fetten Regenschauer in die nächste, was auf der Autobahn nicht spaßig ist.

Und dann fiel der Mittagstermin aus, was mir sehr recht war. Ich hatte eh zuhause zu tun, was mir aber auch vereitelt wurde, da sich die Putzhilfe spontan angekündigt hatte. Ich entschied bei dem Sauwetter ins Kino zu gehen. Irgendwas läuft immer. Doch auf dem Weg entschied ich mich um und landete in der brandneuen Staatsbibliothek. Ich hatte vorgehabt sie am letzten Sonntag zum Tag der offenen Tür zu besichtigen, wenn mir nicht so elend gewesen wäre.

WOW! Das ganze Gebäude ist so konzipiert das es keine Begrenzung gibt, es ist alles weit und offen. Ich konnte nur Panofotos machen um das einzufangen.

Und dann entschied ich doch ins Kino zu gehen. Downton Abbey. Es war ein wenig kurz vor knapp und ich flitzte in den Saal in dem schon die Vorabwerbung lief, um dann bei Beginn des Films zu merken dass ich im falschen Saal saß. Bilder eines indischen Dorfes und der erste Name der im Vorspann erschien war Julian Moore. Na gut, wenn Julian Moore mitspielt kann es so schlecht nicht sein, dachte ich und ich blieb sitzen. Downton kann ich immer noch sehen.

After the Wedding ist ein Remake vom gleichnamigen dänischen Film von 2006.  Das scheint in letzter Zeit  die Masche von Julian Moore zu sein, denn der letzte Film den ich mit ihr sah, Gloria Bell, war auch schon ein Remake.  Und seltsamerweise ist die erste Einstellung von Moore auch wieder eine, in der sie im Auto sitzt und zur Radiomusik singt, ganau wie bei Gloria Bell.
Die Geschichte ist wenn man sie zusammenfasst etwas seicht, jedoch sehr intelligent erzählt, da sie ein paar unerwartete Wendungen nimmt. Moore spielt gut wie immer doch in einer Rolle die eigentlich wenig zu bieten hat. Die andere Hauptdarstellerin ist Michelle Williams.
Der Film wird keine sehr großen Spuren hinterlassen, leider.

Ein Trailer den ich vorab noch sah elektrisierte mich aber:

Was, werdet ihr fragen, sowas willst du du dir ansehen?
Ja, weil erstens Emma Thompson und zweitens Emma Thompson mit dem Akzent, also bitte… oder?
Zudem hat Thompson die Story selbst geschrieben.

Stau & Verstopfung

Das Foto beschreibt ganz gut den heutigen Tag.

Ich hatte der N. versprochen sie am Morgen zur Arbeit nach Esch zu fahren, da sie immer noch nicht selbst fahren kann wegen ihrem gebrochenen Fuß.

Da sie im Radio Stau auf allen Autobahnen gemeldet hatten in in Richtung Hauptstadt wegen Unfällen, und ich die langen Schlagen auf dem Hinweg sah, legte ich in Esch ein Kaffeepause bevor ich wieder ins Auto stieg. Das verhinderte aber nicht dass ich trotzdem im Stau stand.

Wieder zu hause packte ich all mein Zeug zusammen für ein Fotoshooting am frühen Nachmittag, das mir schon seit einer Weile auf dem Magen liegt, weil….ach lassen wir das.
Wahrscheinlich ist auch wetterbedingt dass seit meiner Rückkehr aus Lissabon so bäääh bin und mir alles auf den Senkel geht. Am liebsten möchte ich mit einem guten Buch unter der Bettdecke verkriechen.

Das Shooting ging besser als erwartet und es war ziemlich schnell durch. Anschließend fühlte ich mich wie wenn nach drei Tagen Verstopfung endlich alles losgeworden wäre… so luftig leicht.

Da die Fotos im Theater gemacht wurden und dort in einem anderen Saal eine Oper lief auf der drei Kolleginnen arbeiteten, blieb ich ein wenig länger um sie noch vor den Calls zu erwischen da ich alle drei lange nicht gesehen hatte. Es stellte sich heraus dass eine von ihnen Mitten im Stau stand wegen einer Demo der Bauern in Frankreich. Also blieb ich um einzuspringen wenn sie nicht bei Zeiten da wäre. Doch sie kam so kurz vor knapp und ich musste es nicht tun. Da es gar keine Umzüge während dem Stück gab, blieb uns Zeit genug um uns gegenseitig alle Schandtaten der letzten Zeit zu erzählen. Maskenbildner unter sich…
Ich machte jedoch beizeiten Schluss, weil ich wußte das ich am nächsten Tag sehr früh raus muss.

Ein Sonntag zum vergessen & Arbeitsmontag

Free-Photos / Pixabay

Am Sonntag strich ich alle Pläne und blieb den ganzen Tag Zuhause. Ich fühlte mich matt und schlapp als ob so etwas wie eine Erkältung aufziehen würde, die ich aber gar nicht gebrauchen kann, denn ich habe diese Woche zwei große Aufträge und ich muss topfit sein.

***

Am Montag ging es einigermaßen besser. Körperlich habe ich bereits auf Winterzeit umgestellt, ich wurde spät wach.  Oder hat sich der Körper nur den Schlaf geholt den er brauchte, weil es gestern so gar nichts ging?  Wir werden es nie erfahren.

Eine neugierige Meise auf dem Balkon gesehen, die nach  Fressbarem suchte. Ich dachte an Meisenknödel und das ich  die mal besorgen könnte. Doch weiß ich nicht ob ich überhaupt mit Vogelfüttern diesen Herbst und Winter anfangen soll.  Ich  werde, wenn es am nötigsten ist, für zwei Monate nicht hier sein.
Frage an meine Leser: Soll ich überhaupt beginnen?

Gegen Mittag ging es los. Eine Probe war vorverlegt worden und man hatte mir das nicht mitgeteilt. Also musste gleich von Null in den fünften Hang schalten und los.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle etwas erklären was mein Job angeht. Ich muss nicht beständig bei den Proben für ein Theaterstück anwesend sein, doch brauche ich auch während dieser Zeit, meine Zeit um mit den Darstellern Dinge zu klären oder auszuprobieren. Ich mache das gerne am Anfang oder Schluss der Proben, dass niemand noch einmal extra wegen mir erscheinen muss, und die Probe nicht zu sehr durcheinanderbringt, es sei denn es geht nicht anders. Daher muss ich wie alle anderen über jede Änderung der Probenpläne in Kenntnis gesetzt werden und das ist häufig nicht der Fall.
So geschehen heute.

Am Abend die nächste Probe bei einer Laientruppe eine halbe Stunde Autofahrt aus der Stadt raus. Hier habe ich aber eine beratende Funktion und werde das Stück nicht während der ganz Vorstellungen betreuen.  Die erste Probe auf der eigentlichen Bühne. Das reinste Chaos, aber das ist normal. Das ist auch bei den Profis so, wenn es vom Probenraum auf die Bühne geht. Jeder muss sich neu zurechtfinden und alle haben den Text vergessen.

Sehr spät nach hause gekommen.

***

Ich werde immer wieder nach Schminktipps gefragt. Eine Frage die ganz besonders oft kommt ist, wie man Schlupflider schminkt. Die Antwort ist alles seitlich hoch- und rausziehen und über die Lidfalte mit den Lidschatten hinausgehen. Mit dem Eyeliner jedoch nicht.
Eine Youtuberin die das sehr anschaulich erklärt ist Alissa Ashley.   Auch in punkto Eyeliner gibt sie wertvolle Tipps. Bei Eyeliner, ganz besonders bei flüssigem, gilt jedoch wie vielen anderen Dingen im Leben auch: Üben, üben, üben.
Das Video ist fast eine halbe Stunde lang. Nehmt euch ein wenig Zeit dazu.

Samstag im Feinkostladen

Ich wurschtelte am Morgen lange in der Wohnung herum ohne wirkliches Ziel. Das Wetter draußen, war partout nicht einladend, auch nur einen Schritt vor die Tür zu tun.

Und dann so gegen 10:00 ging ich doch. Ich hatte Lust zu kochen, zu backen, und die Idee morgen eventuell einen gediegene Nachmittags Kaffee zu veranstalten. Da es das letzte Wochenende für lange Zeit sein wird, in den ich nicht arbeite, wäre es die perfekte Gelegenheit.

Ich traf die K. im Renert auf eine Tasse Kaffee und wir fuhren anschließend zu dem kleinen aber sehr feinen Feinkostladen ThymCitron im Bahnhofsviertel, den ich sehr vermisse, seitdem ich umgezogen bin. Der Laden hat so tolle Produkte und macht einfach glücklich allein beim durchschlendern.  Und wer das nicht nachvollziehen kann, dem empfehle ich

das kleine Video das im Laden gedreht wurde. Dann versteht ihr warum:

Gell?

Am Abend dann ein winzig kleiner Lichtblick:

***

Ich wusste nicht dass in meiner „Alten Heimat“ Mufflons, die hier gar nicht ansässig sind, schon in den 90er Jahren ausgesetzt wurden und jetzt in einem bestimmten Waldabschnitt Überhand nehmen.  Es gab sie auch schon in den Wäldern des alten Großherzogs, der gerne auf die Jagd ging.  Mufflons sind in Sardinien und Korsika heimisch.
Die Herde in der alten Heimat ist  derart groß geworden dass der Wald Schaden nimmt.

Echternach: Waldschutz mit der Kugel (Text leider hinter einer Paywall)
Der Waldschutz mit der Kugel ist aber noch nicht vollzogen worden.

***

Ach ja, wir sind jetzt auch Papst Kardinal.
Jean-Claude Hollerich ist Kardianl

 

Zurück nach Luxemburg

Das ist alles ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit gewesen.
Aber gut, es war nicht zum letzten mal.

Am Morgen beschlossen wir nicht im Hotel zu frühstücken, da es zwar günstig war, aber der Kaffee ungenießbar und der Rest ließ auch zu wünschen übrig. Ein kleines Brunchrestaurant mit Namen Delydeluxe, nicht weit vom Hotel, war weitaus besser.

Es bringt übrigens nichts per App im voraus einzuchecken, denn es gibt in Lissabon keine Drop off Schalterfür die Koffer, was ein wenig ärgerlich ist denn man spart keine Zeit ein.

Aus unerfindlichen Gründen wurde der Flugraum für eine habe Stunde über Lissabon gesperrt und wir kamen erst später los.

In Luxemburg dann das trübe graue Nieselwetter…

 

Lissabon Erkundung

Den Morgen ließ ich sehr langsam angehen. Sehr spätes Frühstück, da der Raum im Hotel bis 11Uhr geöffnet war, machten wir Gebrauch davon. Ich hätte nicht wirklich Frühstück gebraucht, aber ok.

Ich wanderte mit der A. Noch einmal die Straße hinauf und hinab. In Lissabon muss man sich im klaren sein, dass es hügelig ist und beständig auf oder ab geht. Herumwandern erfordert ein wenig Anstrengung. Die N. konnte leider nicht mit gehen, wegen ihrem kaputten Fuß.

In dieser Villa ist ein Massimo Dutti Laden untergebracht.

Das ist der Eingang. Innenwendig war ich total überwältigt, wie der Laden angelegt ist. Es ist eine schlichte Wucht. Die Kleider waren so präsentiert als ob es Chanel oder YSL wäre, doch es „nur“ Massimo Dutti. Die A. konnte nicht widerstehen und kaufte ein neues Winteroutfit.

So sehen die Bürgersteige aus durch die ganze Stadt.

 

Am Mittag speisten wir mit Sandrine in einem Restaurant etwas weiter raus aus den Zentrum, direkt an am Fluß Tajo gleich neben impressionanten Ponte 25 de Abril gelegen. Das CaféInn. Ein herrlicher Laden in dem es länger dauerte als gewöhnlich, da es ebenfalls mit einem Chriurgenkongress belagert wurde. Es gab Wolfsbarsch, nur gegrillt mit etwas Zitrone, Olivenöl, Petersilie und ein wenig Knoblauch zubereitet war. Es war seit langem der beste Fisch, den ich gegessen habe.

Am Nachmittag starteten die A. und ich noch einmal durch und wanderten weiter durch die Stadt. Wir fuhren mit einer der steilsten Trambahnen.

Man kann die Straße auch zu Fuß gehen, doch das geht arg in die Waden, oder in die Knie.

Oben versuchte ich ein Foto von der Umgegend zu machen, doch wegen der vielen Touristen misslang es.
Wir shoppten ein wenig, und entdeckten unter anderem einen winzigen Handschuhladen, in den nur drei Leute passten und vor dem man aber Schlange stand.

Es ist schwer alle Eindrücke, Gerüche und Sehenswürdigkeiten hier festzuhalten, aber Lissabon ist schon großartig.

Am Abend hatten wir ein Tisch im Chapitô gebucht das zu den besten Restaurants gehört die die schönsten Terrassen der Welt haben.

Leider konnten wir nicht auch der oberen Terrasse Platz nehmen, weil die N. mit ihren Krücken die enge Wendeltreppe nicht hoch kam. Untern gab es auch seltsamerweise andere Dinge zu essen als oben. Ich muss noch einmal herkommen und mir das genauer ansehen, den ich war nur so mittelmäßig geflasht. Aber das ist so ungefähr die Aussicht:

Morgen geht es schon wieder zurück nach Luxemburg, aber eines steht fest.
Das war definitiv zu kurz und muss noch einmal wiederholt werden!!!

Lissabon

Abflug am späten morgen zu einer Ausstellung und Vernissage der luxemburger Künstlerin Sandrine Ronvaux die dort im „Museu Nacional de História Natural“ ausstellt. Das ist schon recht ungewöhnlich da es eigentlich ein Museum für Naurhistorik ist. Doch das neue Konzept der Leitung will frisches anderes Publikum anlocken und dies ist ein Versuch der neu eingestellten Kuratorin.

Eigentlich ging ich hin zu ‚moralischen‘ Unterstützung, weil ich sie gut kenne und die die Schwester der N. ist. Zudem müsste euch das Bild oben bekannt vorkommen.

Der Flug war extrem unspektakulär, der Flieger jedoch proppenvoll. Ich bin übrigens zum ersten mal in Portugal. Ja das mag sich seltsam anhören. Ich war schon in Bali Australien und Neukaledonien, also wirklich am anderen Ende der Welt, aber noch nie in dem Land von dem wir in Luxemburg die drittgrößte Community des Landes haben haben.

Das Hotel hat erfreulicherweise ein kleines Schwimmbecken auf dem Dach. Ich lag eine Weile dort und tankte Vitamin D:

Am Abend dann in das Museum.

Wer schon etwas länger hier mitleist dem kommen die Bilder wahrscheinlich bekannt vor.

Für Sandrine war es viel Aufregung und Freude zugleich, da sie vieles mit Portugal und Lissabon verbindet durch ihren verstorbenen Mann…

Später dann ging es noch in ein typisches portugisisches Restaurant und wir bekamen die kleinen Gerichte die man in Portugal bekommt. Abglichtet davon habe ich keines aber ich habe mich, wie so oft bei landestypischen Gerichten wieder überfressen, weil es einfach zu lecker war.
Und gab sehr viel Wein,
fragt nicht nach Sonnenschein…
Und es wurde spät, sehr spät….

Mir ist kalt! & Schobermesse reloaded

Elegant, stilsicheres, kaltes Schmuddelwetter. Ich hatte fast vergessen dass es der Normalzustand in Luxemburg ist.
Nun ja…

Eine Besprechung am Morgen klärte so einiges was mir die letzten Tage auf dem Magen lag. Uff…

Am Nachmittag besuchte ich die Ausstellung, die ich mir schon vor einigen Wochen vorgenommen hatte und zu dem Zeitpunkt blogmäßig besser gepasst hätte. Aber besser spät als nie. Ons Schueberfouer läuft noch bis nächstes Jahr Ende März im City Museum.

Und hier hatte ich wieder dieses Gefühl das ich nur in Ausstellungen habe. Ich lasse mich völlig fallen und vergesse die Welt um mich herum.

 

Das Plakat elektrisierte mich schon als ich es zum ersten mal sah. Diese Achterbahn ist ‚meine‘ Achterbahn. Es war die erste auf der ich fahren durfte, konnte, wollte und mein Vater mich mitnahm.

 

Das Eingangstor das sei 2007 das gleiche ist und dessen Künstler schon lange verstorben ist.

 

Die Schobermesse ist nicht nur bunte Lichter und Beschallung es ist auch Geruch. Diese Mischung zwischen Süßzeug, Bartfett, Gegrilltem und Schmieröl ist schon ziemlich einzigartig. In diesem Raum konnte man die einzelnen Gerüche aus den Laborflaschen wahrnehmen und die waren einzeln gerochen und synthetisch nicht sooo lecker.

Wunderschön auch das Interview mit Liette Majerus die sich 36 Jahre lang um die Schaustellerkinder kümmerte, während sie in Luxemburg gastierten. Diesen Hort gibt es immer noch. (Ist das auf anderen großen Jahrmärkten auch so?)

 

Der Akt von Johann dem Blinden unterschrieben der die Berechtigung zur Schobermasse gab. Es gibt sie schon seit 1340, doch damals war es ein Markt und Umschlagplatz für Waren. Erst im 20. Jahrhundert wurde es ein Jahrmarkt in der Form wie wir ihn heute kennen.

 

Das ist John „Hercule“ Grün. Ein Luxemburger der sich den Titel stärkster Mann der Welt gab und mit seiner Show die ganze Welt bereiste. Er kam jedoch auch immer wieder nach Luxemburg und seine Show war jedes mal ein Magnet.

 

Was ich nicht wusste, Buffalo Bill war auch hier.

Auch dei beiden Kurzfilme sind sehr sehenswert und ich versank ein wenig zu viel in Erinnerungen… Ich dachte die Serie der Fotoschießstände, …

et… Le Blues en profite pour s’installer.

Ach ja…

***

Auf der Spur meiner Daten: Natzaktivistin Katharin Nocun

Was Nocun in dem Podcast bei DLF Nova erzählt ist nicht neu, zumindest nicht für mich.
Ich, der jeden Tag im Netz unterwegs ist, der jeden Tag tausend Dinge recherchiert und jedes Jahr zur re:pubilca pilgert; ich denke, dass ich ziemlich gut Bescheid weiß.
Doch es ist ab und zu ganz gut, sich wieder vor Augen zu führen was das Netz tatsächlich über mich weiß, und wie man damit ein Profil erstellen und auswerten kann.

Aus dem Familienalbum 22

 

Der Kleine mit dem erstaunten Blick bin ich.
Das Foto muss, denke ich, in der ersten gemeinsamen Wohnung der Eltern einstanden sein, bevor wir das Haus bezogen.  Ich war ein knappes Jahr alt.

Am Strand von Porto in Korsika im gleichen Jahr oder im Jahr darauf.Ich erkenne es an den großen Kieselsteinen im Hintergrund.
Wundert es jemand warum ich heute noch so gern am Meer bin?