Ein letztes mal um 6:00 Uhr raus. Heute erwies es sich wieder von Vorteil, dass ich einen eigenen fahrbaren Untersatz hatte, denn im öffentlichen Zugverkehr gab ein es Störungen und es wurde heiß, weil zwei Akteure nicht beizeiten da waren. Einer davon musste unbedingt da sein, sonst könnte die Vorstellung nicht stattfinden. Doch er kam so kurz vor knapp an und es ging sich so just aus. Uff
Für Mittag hatte die N., einen Tisch bestellt im K116.
Die Eingangsbeleuchtung im k116.
Ich hatte eine köstliche Tajine mit Lammfleisch, die bei den Temperaturen genau richtig war. Es war wieder kälter geworden. Wie schon vor ein paar Tagen gesagt, ich wäre jetzt mehr als reif für den Frühling mit zweistelligen Temperaturen!
Am Nachmittag daheim Haushaltsdinge erledigt, aber das auch nur so halbherzig. Da das Wetter wieder seine Kapriolen schlug, dachte auch mein Kopf er müsste da mitmachen und versuchte mir eine Migräne zu verpassen. Ich wehrte sie diesmal beizeiten mit Tabletten ab, dass es nur eine Stunde Hinlegen brauchte um wieder auf den Beinen zu stehen und nicht wie sonst, den halben Tag.
Am Abend lustlos zwischen Fernsehen und Streamingdiensten herumgezappt und nichts gefunden was ich wirklich sehen wollte. Ich lag beizeiten im Bett.
Schlecht geschlafen. Sehr schlecht. Bereits vor dem Wecker wach gewesen, jedoch wieder kurz weggedöst um 20 Minuten später wie gerädert aufzustehen.
Kurz nach 7:00 in Süden gefahren um mit dem Zeug zu arbeiten was man oben im Foto sieht.
Das Gute daran dass der Job so früh beginnt ist, dass es auch früh fertig ist. Ich bin am frühen Nachmittag schon wieder daheim.
Am Mittag mich kurz hingelegt und fest eingeschlafen.
Am Abend dann kurz auf dem Queer Afterwork vorbeigeschaut. Es ist immer wieder schön neue Gesichter und altvertraute wiederzusehen. Ich blieb aber nicht lange. Denn morgen geht es noch einmal um 6:00 aus den Federn.
Es fiel mir wirklich schwer um 6:00 aufzustehen! Puh! Das ist alles viel zu früh für mich, der sonst gewöhnt ist bis spät zu arbeiten.
Ich fuhr noch leicht unwach in den Süden des Landes und absolvierte das was ich zu tun hatte.
Am Nachmittag legte mich hin für eine Weile. Es war von Nöten. Nicht weil ich nicht genug Schlaf bekommen hatte, sondern weil ich vor zwei Tagen schon, eine falsche Bewegung gemacht hatte und das kam so. Ich hatte die Glasflaschen in einem Beutel zum Glascontainer gebracht und versehentlich den Beutel mit hinein geschmissen. Als ich ihn wieder rausfischen wollte, machte ich eine falsche Bewegung und seitdem habe ich einen schmerzenden Punkt unterhalb des Thorax. Es tut höllisch weh je nachdem welche Bewegung ich mache.
Ich nahm am Abend eine Ibu. Das half einigermaßen.
Abendessen gab es im Hotel Parc Belair:
Spargel mit Vinaigrette und Schinken. Sehr gut!
Früh zu Bett, da mir noch bis Ende der Woche das gleiche Frühaufsteher Programm bevorsteht.
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Creative nonfiction. Hört sich das nicht wie ein Widerspruch in sich an? Im New Yorker eine schöne Besprechung über ein Buch das sich damit beschäftigt. The Origins of Cerativity.
Mit Baskischem Schokoladenkuchen. Ein Direktimport frisch aus St.Jean. Man kann den Tag auch weniger süß beginnen, ODER auch sehr viel schlechter als damit, gell?
Ansonsten viel gelesen.
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Den Montag dann bereits um 6:00 Uhr morgens begonnen. Ich wusste es ja schon seit letzter Woche dass es so kommen würde. Dabei ging eigentlich alles wie am Schnürchen, ich war sogar zu früh da, Der Hauptverkehr läuft nämlich in die andere Richtug und ich habe quasi freie Fahrt. Ob ich sie mam Dienstag auch noch habe, bleibt abzuwarten. Es ist ein Produktion die, sagen wir mal… chaotisch ist. In meinem Bereich war jedoch alles klar, keiner muckte auf und ich musste niemanden prügeln. Wenn oder was da zu prügeln wäre schreibe ich nicht im Detail, sonst habe ich wieder Schreihälse in den Kommentaren.
Gegen Mittag wider daheim. Ich hatte Hunger und nicht wirklich Lust zu kochen. Also nahm ich den Mittagstisch bei Oberweis wahr.
Da die Nacht recht kurz war, legte ich mich später ein Weile hin.
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Wer schon immer einmal etwas mehr über die Muppet Puppen wissen wollte und wie das genau geht; Adam Savage war in ihrem Atelier und ließ sich das ganz genau erklären. Im ersten Video für die Handpuppen und im zweiten für die ganz großen Monster. Es ist erstaunlich mit welchen einfachsten Mitteln die Magie der Puppen immer noch funktioniert.
In Luxemburg, vor allem hier in der Stadt, versucht man jetzt das Betteln per Gesetz zu unterbinden. RTL hat sich vor ein paar Tagen bereits damit befasst und schickte ein Reporterin los. Wie ist die Situation mit den Bettlern in der Stadt wirklich? (Letz) Ich kann aus meiner Erfahrung das Gleiche berichten wie in dem verlinkten Bericht. Aufdringlich sind sie nicht.
Am Morgen fix auf den Wochenmarkt. Ich begegnete den J. und wir setzten uns in die Sonne im Renert, wo sie just nigel nagel neue Stühle und Tische vor der Tür auspackten. Sie hatten eine neue Terrassengarnitur bekommen.
Am Tag zuvor hatte ich in der Zeitung gelesen, dass dieses Wochenende wieder ArtLënster stattfinden würde.
Ich fuhr hin. Ich befürchtete das Schlimmste. Aber vielleicht wäre ja auch der eine oder andere Künstler dabei, der interessant sein könnte. Doch ich lag mit meiner Vermutung richtig. Es war durch die Bank Hobbykunst nicht nur aus der Umgebung sondern auch ein paar Künstler aus dem Ausland.
Ich sah eine Bekannte aus der alten Heimat die früher mal im Empfang der Gemeinde in der Alten Heimat saß. Auch sie stellte aus. Sie erklärte mir dass sie seit 40 Jahren schon male. Ihre abstrakten Werke waren auch ansprechend, und sicherlich passt es in manche Wohnungsausstattung, doch es ist und bleibt Dekokunst.
Ich wanderte umher, ging an den Ständen vorbei und sah Künstler die durchaus ihren sehr eigenen Stil hatten und sich auch Mühe gaben. Eine Fotografin hatte für sich die URBEX Kunst entdeckt im HDR, ein Stil den ich vor sehr vielen Jahren mal für mich entdeckt hatte und damit herumexperimentierte. Hier, hier und hier
Manche verlangten sehr stolze Preise für ihre Werke, so als ob sie Profis wären. Ganz besonders bei einer Malerin fiel es sehr auf, die nichts unter 2000 Euro hergab. Zumindest das hatte sie sich schon mal aus der Profiwelt abgeschaut. Versteht mich nicht falsch. Kunst ist Kunst. Und jede Spachte hat ihre Berechtigung. Aber wenn man versucht mit den großen Museumskünstlern mitzuhalten muss man sich auch Kritik gefallen lassen und einstecken dass es dafür nicht reicht.
Am Abend holte ich die D. vom Flughafen ab. Große Wiedersehensfreude. Sie war über einen Monat in St.Jean gewesen, wollte durchaus früher zurückkommen aber durch die Streiks in Frankreich im Zugverkehr ging es nicht. Sie kam jetzt mit dem ersten direkten Charterflug zurück.
Es gab viel zu bereden. Wir hatten uns ins Max und Moritz gesetzt und waren fast die letzten Gäste die rausgekehrt wurden. Sie brachte mir etwas mit über das ich mich sehr freute:
Nicht viel neues außer ein Foto der letzten Tage :
Regen, Graupel und zwischendurch ein wenig Sonne. Dabei kalte Temperaturen.
Ich hatte mal vor Jahren die alten Europa Hörspiele aus meiner Kindheit gesucht. Es gibt sie noch. Allerdings konnte man sie nicht in Luxemburg ordern, wie so vieles. Jetzt sah ich mit Erstaunen dass es sie endlich auf einschlägigen Plattformen wie Spotify und Apple Music gibt. Und so hörte ich mich gestern durch eine Reihe von Hanni und Nanni Hörspielen aus den 70ern. Interessant dabei ist der Disclaimer am Anfang, der auf etwaige Diskrimierungen hinweist. Es war schon klar dass so etwas kommen müsste. Enid Blyton wurde ja schon zu Lebzeiten für ihre konservative Haltung und Fremdenfeindlichkeit in den Büchern kritisiert. Interessanterweise wurden aber schon, als die Bücher in den 70ern auf Deutsch herauskamen, sehr vieles umgeschrieben und dem deutschen Markt angepasst. Es hat mit den „St.Clair“ Geschichten wie sie auf Englisch heissen, nur noch teilweise zu tun, da sogar ganze Kapitel weggelassen wurden. Auch fiel mir auf dass ein Teil der musikalischen Zwischenteile im Hörspiel überall dort ersetzt wurden, wo es möglich war, mit Musik die zwar sich noch immer anhört als wäre sie aus den 70ern aber man hört am klaren sauberen Sound dass sie nachträglich eingefügt wurde. Warum man das gemacht ist mir schleierhaft.
Auch fiel mir auf wie schlecht doch manche der Sprecherinnen waren. Guselig falsche Betonungen in den Sätzen, man hört bei manchen am Geleier wie sie vom Blatt ablesen, oder auch noch der falsche aufgesetzte französische Tonfall der Französischlehrerin Mamsell bzw. „Mademoselle“. Interessant aber war dass mir viele der Sätze noch nach fast fünfzig Jahren irgendwo weit hinten im Gedächtnis geblieben waren. Doch Nostalgie kam keine auf.
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Dieses Video ging in den letzten Tagen durch die hiesige Presse und durch sozialen Medien. N’allez pas au Luxembourg (geht nicht nach Luxemburg) Bevor jemand Schnappatmung bekommt, der Titel ist ironisch gemeint. Ein Franzose besuchte Luxemburg, der noch nie hier war. Erzählen tut er mir nichts Neues, aber entgegen vieler anderer Reiseberichte die ich schon über Luxemburg gesehen habe, gibt er sich sehr viel Mühe mit den Aufnahmen. Klar hat er auch die klassischen Aufnahmen die von jeder Filmcrew gemacht werden, aber das meiste sind jedoch neue Perspektiven, die man so noch nicht gesehen hat. Sehr schön.
Das Wetter ist wie vor der Unterschriftensammlung. Sehr viel Regen bei 8 Grad.
Wecker 6:30. Für mich ein Unding. Das ist so wie wenn man mir morgens eine doppelte Portion Choucroute Garni zum Frühstück servieren würde. Auch ein Unding. Aber die nächsten Tage und nächste Woche wird es so weiter gehen. Und ja, es ist eine Gewöhnungssache.
Ein paar Impressionen:
Huch!
Auf dem Weg zurück kurz nach Mittag, ein neues Lied im Radio gehört, von einer Band von der ich glaubte, dass es sie schon längst nicht mehr gibt. Man belehrte mich eines besseren. Die Dexys Midnight Runners ( sie nennen sich nur noch Dexys) gibt es immer noch! Und die erste Single aus ihrem neuen Album ist so ein enormer Gute-Laune-Song, dass er sogar bei miesem Wetter hilft. Es klingt ein bisschen nach Motown und macht richtig Spaß. Auch das Video ist sehr schön. Ich glaube ich will auch so einen roten Overall aus Samt!
Am Abend eine neue Serie auf Prime angefangen. Die Ringe der Macht. Sie riss mich nach zwei Folgen nicht von Hocker. Ich bin unschlüssig ob ich das weitersehen soll oder nicht.
Der Tag fing mit einer traurigen Nachricht an über eine Bekannte, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Die Nachricht war völlig an mir vorbei gegangen, auch weil ich keine Todesanzeige in der Zeitung gelesen hatte, oder ich hatte sie übersehen. Ich fand sie durch Zufall auf FB, wo ich nur sporadisch reinschaue. (Allein schon deswegen ist auf Social Media kein Verlass, weil der Algorithmus dich nur zu kennen GLAUBT)
Virginie Huvelle verstarb schon am 31. März. Sie gehörte zu einem Freundeskreis mit dem ich nicht mehr viel Kontakt habe. Nicht dass sich etwas schlechtes ereignet hätte, doch wie so viele Bekanntschaften, die nur dadurch bestanden, dass man sich regelmäßig irgendwo sah oder über den Weg lief, die jedoch durch die Jahre der Pandemie ausgebremst wurden, hatte auch dieser Kontakt stark abgenommen.
Ich sah sie das letzte mal bei mir in der Wohnung, als sie sich nach einem unglücklichen Sturz ein gewaltiges blaues Veilchen im Gesicht zugezogen hatte. Sie hatte mich gebeten es für den Abend für ein wichtiges Event wegzuschmicken, und ich weiß noch dass es ein gewaltiges Stück Arbeit war.
Sie war eine Powerfrau. Sie hatte 2008 ihre eigenen PR und Event Betrieb hochgezogen. Angels. Es gab eine Reihe von Events zu denen auch ich eingeladen worden war. Einen davon habe ich hier beschrieben. Sie wurde nur 47…
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Am Morgen daheim klar Schiff gemacht, weil ich die letzten Tage alles habe liegen und stehen lassen wo ich ging und saß. Zugegeben das hört sich sehr ungewöhnlich für mich an der sonst so über ordentlich ist. Aber es gibt so Tage.
Am Nachmittag fix nach Trier die Einkäufe machen die ich am Freitag ja nicht machen konnte. Unter anderem war ein neues Spannbetttuch dabei, da ich eines entsorgen musste dass so dünn geworden war, dass man die Zeitung hätte durchlesen können.
Während den Hin- und Rückfahrten diese und letzte Woche das komplette Hörspiel von Peter Voss dem Milionendieb gehört. Zu Anfang dachte, ja das hört sich nicht schlecht an. Doch es wurde mit den Folgen (acht Stück!) immer alberner. Ich hörte es auf der Rückfahrt von Trier zu Ende. Es ist schon ab der dritten Folge klar wie es enden wird und dass es ein redundantes Katz und Maus Spiel ist. Sämtliche alten Klischees werden bedient die man über Italiener und Japaner hatte und wo sonst noch die Geschichte spielt. Auch die Frauen werden zu sehr als ‚schwaches‘ Geschlecht dargestellt. Insgesamt ist es den Hörspielen von Alexandra und Rolf Becker (Dickie Dick Dickens) nachempfunden, kommt aber bei weitem nicht an die Qualität heran, denn letztere sind heute noch hörenswert.
Am Abend schaute ich mir Prêt-à-porter an, der Montag auf One lief.
Den Ostersonntag lassen wir hier mal beiseite, weil ich mich gar nicht wohl fühlte den ganzen Tag und beschloss, ihn komplett häuslich zu verbringen. Ich las viel und schrieb den Blogbeitrag von der Distillerie fertig.
Abends ging ich mit dem Gefühl ins Bett einen Tag vergeudet zu haben. Kennt das noch jemand?
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Der Ostermontag sollte anderes werden. Ich stand beizeiten auf und machte mich ausgehfertig weil ich recht früh auf der Éimaischen sein wollte, die ja immer sehr gut besucht ist. Ich hatte beschlossen mit der A. hinzugehen. Da sie sich aber vorab um die Pferde (ja, inzwischen sind es zwei) kümmern musste, weil die Sonntags kein „Roomservice“ haben ging ich schon mal vor.
Unterwegs:
Ich zog gegen 10:00 Uhr los, was schon fast zu spät war, um nicht in die Menschenmassen zu geraten. Es war unglaublich! Auf dem Fischmarkt steppte schon der Bär:
Es war gut dass ich kleine Seitengassen und Passagen kannte, um dem Trubel wieder zu entgehen. Derweil traf ich dann die A. die sich das Getümmel auch nur kurz ansah und wieder wegwollte. Im Renert war es nicht unbedingt ruhiger aber dort konnten wir zumindest etwas zu trinken bestellen. Dazu gab es eine sehr versalzene Tüte Pommes.
Da die A. am Nachmittag eh noch etwas anderes vorhatte beschloss ich in die Alte Heimat zu fahren.
Und hier spielte mir die Erinnerung weider einen Streich. Früher läutete das Osterwochenende die Touristensaison dort ein. Doch als ich kurz vor 14:00 dort ankam war es trostlos still. Natürlich weiss ich dass es nicht mehr so ist wie vor vielen Jahren , als die Alte Heimat eine Touristenhochburg war. Das ist sie schon lange nicht mehr. Aber als Ausflugsziel für Sonn- und Feiertage? Nein, das ist inzwischen auch nicht mehr der Fall. Es irrten ein paar recht verlorene Touristen herum. Der Leerstand der Geschäfte macht sich seit dem Hochwasser bösartig bemerkbar. Ich berichtete hier darüber.
Das Philo‘soff‘ hatte geöffnet. Ich setzte mich wie in ‚guten alten Zeiten‘ auf die Terrasse des Hinterhofs.
Einerseits ist es ja schön dass diese alte Institution einer Gaststätte, nachdem sie so viele Jahre geschlossen war, wieder auflebt und funktioniert, wenn auch bei weitem nicht mehr wie früher. Sie haben inzwischen auch eine Küche und servieren halt das was man so gängig bekommt wie Fisch and Chips zum Beispiel:
Es schmeckte so mittel. Ach vielleicht bin ich auch einfach nur sehr verwöhnt was Essen angeht…
Ich schrieb schon mal den Großteil hier vor, weil es ruhig war und ich ausnahmsweise keine Bekannten getroffen hatte.
Ich ging die Fußgängerzone bis ganz hinunter um mir anzusehen was dort inzwischen passiert ist. Dort wo einst der alte Busbahnhof war, ist immer noch eine größere Baustelle.
Ich wollte nicht länger bleiben. Zudem war inzwischen die Sonne weg und es fing an wesentlich kälter zu werden. Ich fuhr zurück, mit einem kleinen Umweg über die Siedlung, wo einst das elterliche Haus stand. Das neue Haus das gebaut wurde stand lange leer, doch jetzt scheint jemand darin zu wohnen. Ich fuhr daran vorbei und machte kehrt, denn wollte nicht den Eindruck erwecken als dass ich gaffen würde.
Daheim dann recht früh eingeschlafen.
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Was A.I. inzwischen alles kann. Das geht von der Harry Potter Welt im Balenciaga Look bis zu Songs mit Stimmen bekannter Künstler, die das nie eingesungen haben. A.I. Pop Culture Is Already Here
Wir hatten ganze fünf Monate im Voraus reserviert. Am Samstag war es endlich soweit. Man hätte es auch früher machen können wenn wir ein Datum in der Woche gewählt hätten. Doch da es ein Samstag sein sollte, war das erste verfügbare Datum der Ostersamstag. Und ich muss sagen, ein schöneres Ostergeschenk hätte ich mir selbst nicht machen können.
Mein Outfit für den Abend:
Es war eigentlich das Geburtstagsgeschenk für die A. gewesen, das wir ihr schon letztes Jahr zu dritt geschenkt hatten. Jetzt endlich konnten wir das einlösen.
Das Restaurant befindet sich in Bourglinster in der Burg selbst, knappe 20 Minuten von der Hauptstadt. La Distillerie war zwei Jahre hintereinander das beste pflanzliche Restaurant der Welt und hat ebenfalls einen Michelin Stern.
Das Menü (franz. und eng.) bestand aus sage und schreibe 13 kleinen Gängen wovon die ersten sechs Stück der sogenannte Willkommensgruß aus der Küche waren.
Man sagte uns gleich dass die Desserts am Ende andere seien wie die auf der Karte und das sei bis dahin ein Geheimnis.
Zwei von uns wählten die Weinbegleitung, ich hatte die Saft- und Wasser Begleitung gewählt. Nicht dass ich keinen Wein gewollt hätte, ich war einfach neugierig wie das passt und ob mit was fehlen würde, wenn ich keinen Wein trinke.
Ab jetzt lasse ich die Fotos sprechen:
Die kleinen Bäumchen auf den Tischen waren nicht unbedingt Deko. Daran hingen kleine Chipsblätter die fast durchsichtig waren und in die immer wieder ein anderes Blatt/Kraut eingebacken war. Die konnte man in ein Püree von Süßkartoffeln tunken. Hier wurde der ganze Tisch auf spektakuläre Weise noch zusätzlich beduftet mit Trockeneis das leicht nach Lavendel roch. Das Hauptdessert war ein veganes Schokoladei das mit dem Hammer aufgebrochen wurde und darüber kam noch ein Crumble (siehe unten)Die Miniardiesen zum abschließenden Tee.
Es war ein herrliches Gourmetabendteuer. Schön war auch dass der Chef René Mathieu die ganze Zeit anwesend war und bei jedem Gang, bei jedem Gast immer wieder mit einem Wägelchen kam und persönlich das Gericht mit ein Löffel Schaumsoße oder sonstigem abrundete. Dabei gab es immer wieder Erklärungen was man genau auf dem Teller hatte. Das kurioseste war wohl die Birnen Kartoffel. Ein vergessenes Wurzelgemüse, das schmeckt wie eine Kartoffel sich jedoch beißt wie eine Birne. Und es hat mit Gegensatz zur Kartoffel keine Stärke.
Die A. war überglücklich, da sie endlich einmal als Vegetarierin die Erfahrung machte, was es bedeutet sich in einem Sternerestaurant hemmungslos verwöhnen zu lassen.
Auch ich war begeistert und der Wein hatte mir keine Sekunde gefehlt.
Da an dem Abend auch eine Hochzeit in der Burg stattfand, war der Hof dekoriert worden:
Wir bekamen aber in unserer Ecke nichts von dem Trubel mit.
Ich ging am Abend davor mit Schüttelfrost ins Bett. Ich schrieb es einer Magenverstimmung zu wegen dem Essen aus dem Vins Fins. Ich erspare euch die Einzelheiten was während meiner Wanderschaften zum Klo oder/und in die Küche geschah. Resltat: Ich hatte die Nacht kaum geschlafen. Ich hörte ein Hörspiel und noch eins, doch schlafen war einfach nicht drin. Am Morgen dann gegen 6:00 stand ich auf und machte mir einen glühend heissen Kräutertee, den ich so heiß wie möglich schlückchenweise trank und da wurde mir dann auch endlich so warm dass ich anfing zu schwitzen. Ich schlief endlich ein und wachte drei Stunden später schweißgebadet auf, aber der Schüttelfrost war weg. Uff.
Ich überlegte was ich tun könnte weil ich nichts geplant hatte. Am Nachmittag sollte die Putzhilfe kommen, wo ich ja gerne aus der Wohnung flüchte, bloß wohin?
Ich dachte dass ich doch nach Trier fahren könnte, ich war schon länger nicht mehr dort gewesen. Also fuhr kurz vor Mittag los. Erst in Trier merkte ich dass Karfreitag in Deutschland ein Feiertag ist. Bei uns ist es lediglich ein Bankfeiertag. In Trier angekommen wunderte ich mich nämlich über die große Anzahl der freien Parkplätze auf den Schildern des Parkleitsystems, bis es mir dann endlich dämmerte…
Na gut, shopping nach neuen Pantoffeln war dann wohl gestrichen. Aber ich blieb dann doch eine Weile und suchte mir eine Gaststätte die geöffnet hatte. Die Osteria hatte geöffnet. Das Lokal ist eigentlich ganz ok, obwohl ich ja nicht der Fan einer Kette bin.
Schaut euch den riesigen Fladen im Bezug zum Messer an! Ich schaffte nicht einmal die Hälfte.
Ich fuhr nicht über die Autobahn zurück sondern über die Alte Heimat. Dort war die Hölle los weil bei uns halt kein Feiertag war.
Am Abend dann bekam ich nochmal Schüttelfrost und eine ausgewachsene Schniefnase. Ich drehte die Heizung hoch, nahm was ein, legte mich mit zwei Hausanzügen übereinander und zwei Decken aufs Sofa, und trank literweise Tee.
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Ich wusste nicht dass die Olivier Awards gestreamt wurden YT. Also nahm ich sie nach. Die Preisverleihung der Oliviers ist um Längen besser, als die Oscars! Ich kannte viele der Theaterstücke nicht aber ich habe mich nicht gelangweilt. Der Lifetime Award ging an einen Schauspieler mit dem ich zusammengearbeitet habe, als es dieses Blog noch nicht gab. Derek Jacobi. (Wer mir nicht glaubt siehe hier!) Aber so liebenswert und rührend wie er hier in seiner Rede rüberkommt ist er auch in Wirklichkeit. Das Video unten fängt bei seiner Preisvergabe an. Wer alles sehen will muss nur zurückscrollen.
Der große Gewinner war übrigens ein Stück basierend auf dem Zeichtrickfilm Totorro. Es war bereits abgespielt, aber es kommt diesen Sommer noch einmal auf die Bühne. Na? Wer liebäugelt da mit der Idee nach London zu fahren?
Ich habe sie schon weit über zehn Jahre. Sie sind mit umgezogen aus der Alten Heimat, zuerst in das kleine Studio und dann in die große Wohnung. Die Pantoffeln kaufte ich damals als Ersatz für ein Paar das ähnlich aussah. Und jetzt muss es wohl oder übel wieder neue geben. Oder auch nicht, denn sie fallen ja noch nicht gänzlich auseinander…
Ich machte Trüffel:
Mit Cognac und weißem Pfeffer. Ich kann euch sagen die sind huiiii! Der Pfeffer schmeckt man nicht unbedingt, aber er hinterlässt im Mund eine Art Frischegefühl, das sehr angenehm ist.
Am späten Nachmittag kurz in die Concorde für ein paar kleine Einkäufe. Das Wetter hatte wieder umgeschlagen auf Niesel und grau und das so sehr, dass ich es im Schädel spürte. Wenn das mal keine… Als ich wieder daheim war nahm ich präventiv mal etwas ein, damit der Abend nicht futsch wäre, denn da hatte ich noch etwas vor.
Am Abend zusammen mit der N.und der A. im Vins Fins gespeist.
Als Aperitif gab es ein Glas luxemburgischen Bio Vin Orange, der ganz ok war, aber mehr auch nicht. Er erinnerte mich ein bisschen an die Fille Sauvage in St. Jean, aber es fehlte ihm so einiges.
Den Wein tum Essen war dann ein Syrah der sehr frisch war und den ich mochte:
Die A. hatte Schokolade von meinem Pralinenladen nebenan mitgebracht. Bestellt hatte ich mir einen gebackenen Camembert:
Das sah alles sehr gut aus und der Käse an sich war auch von sehr guter Qualität, aber der Preis war mit 26€ dann doch zu hoch dafür. Zudem waren wir alle drei sehr müde (wahrscheinlich auch der Wetterumschwung) und machten früh Schluss.
Drei Tage nichts geschrieben. Es gab auch wenig zu berichten. Die N. kam am Dienstag spontan vorbei und brachte mir Pralinen vom offiziellen Schokolatier des belgischen Königshauses mit. Die Kiste mit den Pralinen ist eine Reproduktion der Verpackung wie es sie schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhundert gab.
Zu essen gab es dann bei mir eine Quiche Lorraine mit Salat.
Zugegeben ich hätte sie auch selbst backen können, doch die von der Feinkostabteilung im Auchan, die auf dem Bild zu sehen ist, hätte ich nicht übertroffen.
Ein Foto der letzten Tage:
Die Unterschriftenaktion scheint geholfen zu haben. Seitdem es im Blog stand, wurde das Wetter besser, wenn auch noch nachts mit Frost und tagsüber nicht im zweistelligen Bereich.
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Am Mittwoch erst die traurige Nachricht gelesen, dass Ryuichi Sakamoto schon am 28. März verstorben ist. Kenngelernt habe ich ihn durch den Film Merry Christmas Mr. Lawrence, in dem er neben David Bowie die zweite Hauptrolle spielte. Ein großartiger Film und großartige Musik. Und während ich das hier schrieb, hörte ich sein letztes Album 12 das erst dieses Jahr herauskam. Zwölf musikalische Skizzen. Einer schöner als die andere…
Und weil das Wetter auch wieder so schön war, saß ich lange auf dem Balkon und hörte der Sakamoto Musik zu. Es kamen Bilder aus einer Zeit zurück in der es unbekümmerter war. Ach nein, das stimmt nicht, sie war nicht unbekümmerter als unsere Zeit. Es waren nur Augenblicke und Bruchstücke von Tagen und Abenden, die fest in meinem Gedächtnis verankert sind, und die ich mit den Jahrzehnten verherrlicht habe. Wie Fotos blitzen sie kurz auf, zusammen mit vielen Menschen, an die ich schon lange nicht mehr gedacht hatte…
Ab heute startet die Unterschriftensammlung damit endlich der Frühling kommt. Ich hätte gern Tage mit durchgehend Sonne und Temperaturen die tagsüber im zweistelligen Bereich liegen und nachts nicht mehr unter Null fallen, bitte. Danke.
Zudem sind die Magnolien in meiner Straße kurz vorm Platzen:
Angedacht war ein gemütlicher Sofaabend. Doch ich entschied ich anders, nachdem ich mehrere SMS bekommen hatte ich sollte doch biiiiitte mitgehen. Es war eine Fairytails Nacht im Lenox. Und da ich schon den ganzen Tag keine Sonne gesehen hatte, wollte ich wenigstens bunte Lichter sehen. Und bekam sie in Regenbogenfarben.
Je später die Nacht, umso heißer wurde es. Die GoGo Tänzer durften natürlich nicht fehlen.
Es war ein lustiger Abend an dem ich neue Menschen kennenlernte. Ich wurde oft auf den Kursus von Freitag angesprochen und wie das gelaufen sei. Es gab auch ein wenig zu viel Gin Tonic, vor allem der dritte waren sie nicht sparsam mit dem Gin umgegangen und das hatte zur Folge dass ich dann bisschen angesäuselt war, ein Gefühl das ich übrigens hasse wie die Pest.
Gegen 4:00 Uhr lag ich dann im Bett.
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Der Sonntag gestaltete sich dann sehr ruhig weil ich in Begleitung eines Katers war, der erst am Nachmittag genug von mir hatte und nur mit Hilfe von Pillen endlich verschwand.
Dementsprechend gibt es für den Sonntag ein paar Links:
Hier die NO ART ON AIR Sendung von Samstag die im MUDAM aufgezeichnet wurde und in der ich über eine Ausstellung im Centre Pompidou in Metz spreche.
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Die schon länger mitlesen, wissen dass ich es mit Restauratoren habe. Ich weiß nicht wie oft ich schon Baumgartner verlinkt habe… Es gibt auch andere, sehr oft selbsternannte Restauratoren, die versuchen Möbelstücke wieder ansehnlich hinzubekommen. Viele von ihnen geben den Teilen dann einen modernen Touch, damit sie sie verkaufen können. Ahti jedoch versucht sie wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu bekommen. AT Restauration ist ein YouTube Kanal dem ich schon seit einer Weile folge. Er ist gelernter Möbelrestaurator aus Estland und kam zu YouTube eher per Zufall. Er restauriert manchmal Möbel die so schlimm aussehen, dass man sich fragt ob die Arbeit die er hineinsteckt, sich wirklich lohnt. Vor kurzem war er im heimischen Fernsehen zu sehen weil er der meistgeschaute YouTube Kanal aus Estland ist.
Im Frühtau zum Chekup wir fahrn, tralala… Und damit saß ich schon kurz nach 8:00 Uhr in den Autowerkstatt meines aktuellen Vertrauens für des erste große Checkup des neunen Wagens. Ich hatte das iPad mitgenommen zum schreiben und das sah dann so aus:
Ich frage mich ehrlich ob ich den großen Rechner überhaupt noch brauche, weil das meiste ich in letzter Zeit nur so erledige oder per Smartphone.
Anderthalb Stunden später, nach ausführlichem Lesen der Tageszeitung, war der Wagen fertig.
Den ganzen Nachmittag mir dann viele Gedanken gemacht,wie ich das am Abend am besten hinbekomme:
Zudem war der 31. März auch noch ein besonderer Tag:
On march 31st is Transgender Day of Visibility. On this occasion we offer a make-up workshop with make-up artist Joël. The theme will be everyday make-up and trans women take precedence to participate. As there are very limited places, we ask you to sign up asap.
Ich war dann doch nervöser als gedacht. Das letzte mal dass ich überhaupt einen Kursus geleitet hatte, war vor etlichen Jahren in einer Clownschule. Da ging es vor allem herauszufinden welche Art Clown sie darstellen wollten und wie sie das Schminktechnisch erstellen können.
Hier war das ein anders, denn ich musste auf dem aufbauen was sie schon konnten und konnte also nicht wirklich etwas vorbereiten. Ich war jedoch beizeiten da und bereitete den Saal vor.
Ich hatte die Zahl auf 8 Teilnehmerinnen begrenzt, da es Einzelberatungen waren und jede ihre ganz individuellen Wünsche mitbrachte. Es dauerte dann auch wesentlich länger als angedacht. Aber es machte auch mir Spaß ihnen Dinge beizubringen die sie davor nicht kannten.
Nach den 3 Stunden war ich leer im Kopf und hatte so viel Englisch, Französisch und wenig Luxemburgisch gesprochen, dass ich keinen gescheiten Sätze mehr herausbekam.
Der Kurs war jedoch ein solcher Erfolg und es gab sogar eine Warteliste, dass wir ihn wiederholen werden.
Das Wetter schlug auch wieder seine Kapriolen, wie all die Tage davor. Aber es war nicht mehr so kalt.
Am Abend traf ich mich mit der A. auf ‚unser beider (leider immer noch geschlossenen) Terrasse‘ im Park Belair. Es war schön wie immer. Doch wir machten auch früh Schluss.
Da es nicht viel zu berichten gibt, beantworte ich die Jetpack Tagesfrage:
Was wolltest im Alter von fünf Jahren einmal werden?
Keine Ahnung. Es gibt auch niemanden den ich fragen könnte was ich damals gesagt hätte. Aber als ich sieben oder acht Jahre hatte, wurden wir das das mal von der Lehrerin in der Schule gefragt. Ich antwortete, dass ich gerne Bankdirektor werden wolle. Da hatte ich schon kapiert, dass Geld die Welt regiert.
So! Es ist alles unter Dach und Fach! Ich werde den ganzen Juli und August in Österreich verbringen! Mehr kann und darf ich noch nicht sagen. Aber wenn hier ein paar Österreichische Leserinnen mitlesen, ich werde die nächsten Wochen sicherlich für Tipps auf euch zurückkommen.
Außer dass ich heute viel Zeit am Schreibtisch verbrachte, war der Tag eher ruhig.
Am Nachmittag ging ich eine Runde schwimmen um den Kopf einerseits leer zu bekommen und über kommende Dinge nachzudenken. Das geht immer am besten im Wasser und wenn mich niemand stört. Mein Rücken knirschte ein wenig, was bedeutet dass ich ihn vernachlässigt habe und wieder regelmäßiger schwimmen gehen muss.
Am Abend traf ich mich dann mit der M. Die M. ist eine Schulfreundin mit der ich im ersten und zweiten Schuljahr zusammen war. Es gibt im Blog auch ein Foto von uns wo wir auf dem Sparkassenfest singen.
Es gab nach all den Jahren viel zu erzählen. Zum Abendessen gingen wir in die Skybar.
Vorspeise: corquettes de crevettes grises. Hauptang: filet de turites de mer saumoné. Nachtisch: Dame blanche au truffe. Alles ganz großartig und die M. war begeistert, da sie das Restaurant davor nicht kannte.
***
Wie hat Technologie deinen Job verändert?
Das ist eine sehr gute Frage.
Technologie hat meinen Job schon vor Jahren verändert vor allem im Filmbereich, als die Kameras digital wurden und alles in HD und inzwischen auch in UltraHD gefilmt wurde. Man sah plötzlich jeden Pinselstrich und Dinge im Gesicht, die man nicht mehr mit bloßen Auge sah, die Kamera aber sah sie. Ich kann mich vor einigen Jahren an Vorabendserien im Fernsehen erinnern, in denen man die Grundierung der vor allem älteren Darsteller aus den Strinfalten hervorquixeln sah. Es wurden inzwischen völlig neue Produkte und Techniken entwickelt und vieles was davor noch möglich war, Tüllansätze von Perücken z.B., geht heute gar nicht mehr. Da ich nicht mehr im Film arbeite, habe ich die Evolution nur aus der Ferne verfolgt, aber eine Kollegin erklärte mir vor kurzem, dass alles das was sie damals in der Ausbildung gelernt hat, heute quasi keine Gültigkeit mehr hat.
Na ja, noch haben die Ereignisse den Überschlag nicht ganz geschafft aber es scheint so als ob mein Sommer für dieses Jahr so gut wie ausgebucht ist.
Am Morgen alles vorbereitet für die No Art Sendung die ausnahmsweise schon am Dienstag aufgezeichnet wurde und das im Mudam.
Ich hatte mich komplett in Keith Hering gekleidet:
Es war eine schöne Sendung.
Da ich recht früh fertig war, blieb noch Zeit dem Mittagstisch im Renert mitzunehmen. Es gab Portobello Pilze überbacken. Sehr gut, aber leider kein Foto.
Dann kam ein Anruf der wahrscheinlich meinen ganzen Sommer verändern wird. Ob das tatsächlich so ist, werde ich die Tage klären.
Am Abend ging ich zur Premiere eines Stückes im Kasemattentheater. Zum Stück selbst möchte ich nichts sagen. Aber es war schön wieder viele bekannte Gesichter zu sehen.
Der Wecker klingelte zu früh. Mir fehlte die geklaute Stunde.
Eine Stippvisite nach Metz ins Centre Pompidou:
Für die Leser die sich jetzt fragen warum das ein anderes Gebäude ist und sich nicht in Paris befindet… ja, das ist ein Ableger oder meinetwegen auch Zweigstelle des großen Centre Pompidou in Paris. Das gibt es, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, seit 2010. Was ich dort gemacht habe, könnt ihr am Samstag im No Art sehen.
Mittagstisch hatte ich nebenan im Piopa, ein italienisches Restaurant, das so schlecht nicht war, vor allem der Nachtisch war sensationell. Ich habe noch nie eine so gute Panna Cotta mit salzigem Karamell gegessen wie dort.
Wieder daheim war ich, obwohl ich nicht so viel umgerissen hatte, hundemüde und hatte leichtes Kopfbrummen. Das kam aber wahrscheinlich durch die Fahrerei. Metz ist ja nicht nebenan.
Am Abend schaute ich mir die erste Folge der Serie The Peripheral auf Prime an. Das sieht sich gut an.
Relativ früh zu Bett denn morgen muss ich so einiges lesen und mich bis Mittag vorbereiten.
Ich freute mich auf den Sonntag. Dass man mir aber eine Stunde Schlaf stibitzt, das hatte ich beinah vergessen. Und doch war ich froh dass die Sommerzeit wieder losgeht. Allein schon das Wort Sommer macht so viel aus…
Ich dachte ich könnte mal wieder eine Silbermaske machen:
Der A. hatte zum Geburtstag seiner Mutter geladen, die ihren 83. feierte. Es ging ins Schloss Niederweiss. Ich war vor sehr langen Jahren einmal dort.
LammrückenJede Menge Schokolade
Wieder daheim legte ich mich kurz hin, denn ich hatte mich leicht überfressen.
Am frühen Abend ging ich mit der N. zur Abtei Neumünster. Auf dem Programm:
Eine Performance, die sich mit Gewalt beschäftigte. Ich fand die Performance nicht ausgereift, aber ein sehr guter Anfang von etwas das noch gedeihen könnte. Zudem fand ich den Saal sehr ungeeignet.
Später ging es dann noch mit der N., der K. und dem R. auf einen Absacker ins Parc Belair.
Ich konnte es nicht glauben als ich auf den Wecker beim Aufwachen schaute. 10:12! Hui! So lange hatte ich schon lange nicht mehr ausgeschlafen.
Ein gemütlicher Morgen. Es war zwar Samstag, doch da das Wetter sehr wechselhaft war, war ich nicht zum Wochenmarkt.
Durch den Mirgäneanfall war mir aufgefallen, dass meine Hausapotheke überquillt und da viel zu viel rumlungert was höchstwahrscheinlich schon längst abgelaufen ist. Höchste Zeit zum ausmisten. Und es flog so manches. Es war sogar eine Packung mit einem Verfallsdatum von… 2003! Was es war möchte ich hier nicht preisgeben, aber das Zeug zog noch mit aus der Alten Heimat hierher.
Ich las den Bloggerfreunden hinterher und bekam einen Anruf eines Produzenten mit einem Angebot das ich aber aus Gründen ablehnte. Manchmal gibt es Dinge die man sich nicht mehr antun muss.
Am Abend dann die vorerst letzte Vorstellung des laaaangen Theaterstücks. Dann hat es erst mal Pause bis Mai.
Na gut… die letzten Tage gab es ja auch nichts was ein Foto Wert gewesen wäre.
Die gestrige Migräneaktion scheint irgendwie alles schlechte aus dem Körper rausgespült zu haben. Zumindest erwachte ich heute morgen so frisch und fit wie schon seit Tagen nicht mehr.
Auf zum Friseur! Unterwegs ein paar Fotos:
KirschblütenNoch mehr Kirschblüten.
Seit es nicht mehr so kalt ist, explodiert die Natur regelrecht und alle japanischen Kirschbäume blühen was das Zeug hällt.
Der Friseurbesuch war heute irgendwie mehr von Nöten als sonst, denn die Kontour schien sehr verwachsen. Das Endresultat:
Yep, sieht gut aus!
Mittagstisch bei Namur im Zentrum:
Es sieht lecker aus war es aber leider nur bedingt. Sauté de Canard à l’orange stand auf der Karte, aber es ein Sauté de dinde daraus. Nun ja.
Ich begegnete seit langem mal wieder der alten Schulfreundin, der M. Großes Hallo und wir verabredeten uns für nächste Woche zum Abendessen.
Am Abend die vorletzte lange Vorstellung. Das Problem dabei war, dass ich kurz nach Mitternacht daheim war und nicht vor halb zwei ins Bett kam.
Am Morgen erwacht mit brüllenden Kopfschmerzen. Ich nahm sofort eine Tablette und legte mich noch einmal hin. Half nicht. Ich fühlte mich wackelig und der Schmerz entwickelte sich immer mehr zu einer Migräne. Na gut, dann eben noch zwei heftigere Tabletten, Zimmer verdunkeln, Handy aus, Wecker für 15:00 stellen und darauf hoffen dass es dann einigermaßen vorbei ist.
Da mein Gedärm sich auch schon am Morgen meldete, dass da etwas nicht in Ordnung sei, schrieb ich die Migräneaktion der Verdauung zu und überlegte was ich gestern gegessen hatte, was das hätte auslösen können. Etwa die kleinen mit Reis gefüllten Weinblätter die ich aus der Feinkostabteilung mitgebracht hatte? Oder war es dann doch wieder meine Wetterfühligkeit? Wir werden es nie erfahren…
Ich erwachte dann schon gegen 14:00 und ausser einem leichten Brummen war der Kopfschmerz fast weg. Also startete mein Tag erst am Nachmittag, was nicht weiter schlimm war, denn er würde wegen der Vorstellung sowieso erst nach Mitternacht enden. Da der Wecker erst in einer Stunde klingeln würde, nutzte ich die Zeit um hier vorzuschreiben und durch die Tageszeitung zu blättern.
Das Luxemburger Wort feiert heute seien 175. Geburtstag und es gab eine Extrabeilage:
Ich sollte mal etwas über die Zeitungen und Magazine schreiben mit denen ich groß wurde, die zu im elterlichen Hause lagen und dann die die ich mir kaufte.
Am späten Nachmittag immer noch mit leichtem Brumschädel auf zu Unverblogbarem.
Doch ein Foto kann ich zeigen von einer abgespielten Bühne.
Wenn ich es nur auf heute beziehe, dann ‚zerbrechlich‘.
Sehr früh aus Gründen am Morgen raus. Übermüdet aus dem Haus. Ich beschloss nach getaner Arbeit schwimmen zu gehen. Ich war seit Australien nicht mehr schwimmen. Da der Job fix vorbei war, war ich kurz vor Mittag im Wasser. Und das tat irre gut, denn die letzten Morgende ging es wieder los mit Verspannungen im Schulter- und Rückenbereich.
Ein Kaffee im Renert. Der erste für dieses Jahr draussen auf der Terrasse:
Das hätte meine Stimmung beträchtlich heben sollen, tat es aber nicht. Später fuhr ich zum Juwelier und holte meine Armbanduhr die eine Batterie und Dichtungen bekam und alle Glieder des Armbands wurden im Resonanzbad gereinigt. Ich fand den neuen Martin Suter Roman Melody im Buchladen und der Klappentext machte mich neugierig. Ich kaufte ihn in der Hoffnung dass es mich ablenken würde.
Tatsache ist, dass mir gestern wieder bewusst wurde durch welch tiefe Trauertäler ich in den letzten 10 Jahren gegangen bin. Mit dem Begräbnis der L. wurde mir auch wieder bewusst, dass es mit Familie wirklich vorbei ist. Es ist mit Ausnahme der wenigen sehr entfernten Verwandten, niemand mehr da. Beide Linien, sowohl die meines Vaters zurückgehend auf den Großvater sowohl wie die meiner Mutter, enden mit mir. Es gibt so viele Gründe, dass das alles schon ok so ist, und dass es für mich nie und nimmer einen Grund gab, Nachkommen zu zeugen. Im Gegenteil, es gab genug Gründe keine zu haben und zu denen stehe ich nach wie vor. Und doch macht mich dieser definitive Umstand der letzte zu sein, traurig.
Ich wusste es schon seit dem Wochenende. Die L., die Frau des Cousins meiner Mutter dem B. ist verstorben. Gestern war die Todesanzeige in der Zeitung. Das Begräbnis war heute.
Ich erwachte am Morgen mit dem flauen Gefühl im Magen dass ich gar nicht dahin will. Aber um der J., meine kleine Cousine , beizustehen und weil die Familie nun mal sehr klein ist und von meiner Seite aus keiner mehr da ist, empfand ich es als meine Pflicht hinzugehen.
Am Morgen einige wichtige Dinge am Rechner erledigt unter anderem eine offizielle wichtige Mail, die ich mehrfach überlesen und umschreiben musste und sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Wenn sie auf Deutsch gewesen wäre, hätte ich das binnen fünf Minuten vom Tisch gehabt.
Danach durchforstete ich den Kleiderschrank nach dunkler Kleidung für das Begräbnis. Ich wollte nicht unbedingt ganz in Schwarz gehen, was kein Problem wäre, denn ich muss viel schwarz aus Arbeitsgründen tragen, aber dunklere Farben sollten es dann schon sein.
Ich kannte die L. eigentlich kaum. Sie sprach nie viel. Das letzte mal dass sich sie sah, war auch dem Begräbnis der Großmutter. Derweil verstarben noch ein paar Angehörige, doch da war sie auf den Begräbnissen nicht mehr anwesend. Sie war immer dabei wenn Großmutter Thérèse zu großen Feierlichkeiten die Familie zusammen rief. Doch sie saß immer still dabei und sprach nie sehr viel.
Ich kam ein klein wenig Verspätung auf dem Friedhof an. Das war mir aber ganz lieb, so stand ich ein wenig abseits.
Die J. fragte mich später ob ich noch mit zur Messe komme und anschließend auf den Leichenschmaus. Das hatte ich so nicht geplant, doch ich sagte zu. Es ist die letzte Familie die ich noch habe und was hätte daheim getan außer Trübsal zu blasen?
Es war schön. Es fühlte sich vertraut aber auch sehr fremd an. Alles Menschen die im Familienverband so anders leben als ich. Ich kannte quasi niemand davon, weil davon auch keiner mehr mit mir im eigentlichen Sinne verwandt ist. Klar wurde ich mehrfach auf meine Fernsehtätigkeit angesprochen.
Als ich zurückfuhr war es schon dunkel. Das neue Lied von EBTG passte gut. Run a Red Light.
Ich las ein paar von den Kommentaren was ich sonst nur sehr selten tue:
Am Montag in der Früh nach Esch. Dabei ein paar Dinge erfahren die mir und vielen anderen das Leben NOCH schwerer machen werden. Es beflügelt mich wieder etwas ändern zu wollen und zu müssen, es fragt sich nur in welche Richtung.
Ein paar Einkäufe für die Arbeit erledigt und aus Frust in der Cloche d‘Or bei Namur den Mittagstisch mitgenommen.
Es war jetzt nichts Weltbewegendes, Kabeljau mit einer weißen, leicht säuerlichen Sauce, Karottenpüree und Bohnen, aber es war fast wie Comfortfood, was ja nicht zwingend ungesund und viele Kalorien haben muss.
Den Nachmittag arbeitete ich auf dem eigenen Schreibtisch Dinge ab.
Am Abend um mich abzulenken ein paar Folgen Big Bang Theory auf Netflix. Das half und ich lag früh im Bett.
In der Nacht gegen halb drei aus einem Alptraum aufgewacht wie ich schon sehr lange nicht mehr hatte. Alpträume sind nichts neues und für gewöhnlich erwache ich mit Angst und Schrecken. Aber hier war es anders. Ich hatte in dem Traum wegen einer Ungerechtigkeit einen irrsinnigen Hass und Raserei entwickelt, dass ich schreiend vor Wut aufwachte. Es half alles nichts, ich musste aufstehen und ein wenig herumwandern um wieder Herr meiner Sinne zu werden. Der Traum war derart real gewesen, die Menschen darin längst verstorben und ich fragte mich, warum das ausgerechnet jetzt hochkommt. Es waren Menschen an die ich schon lange keine Gedanken mehr verschwendet habe.
Ich sollte es noch erfahren, aber anders als gedacht.
Am Morgen schrieb ich fix den Beitrag von gestern fertig und ging, da das Wetter nicht schlecht aussah, auf den Wochenmarkt. Ich wollte Blumen haben.
Kurz vor Mittag erhielt ich dann eine SMS der Kusine meiner Mutter. Ihre Mutter wäre gestorben. Technisch gesehen ist sie nicht mit mir verwandt, da sie die Frau meines Großonkels war. Und doch kannte ich sie aus dem Verwandtenkreis meiner Großmutter, die immer versuchte die Bande aufrechtzuerhalten, was natürlich nie so recht klappte. Ich sah in den letzten Jahren den Teil der Verwandtschaft immer nur an Begräbnissen.
Ich schrieb den Alptraum der Nacht als unguten Vorboten der traurigen Nachricht zu.
Ich sass zu dem Zeitpunkt im Renert als die Nachricht mich erreichte, aber ich verabschiedete mich, denn ich musste ein wenig alleine sein. Nicht um zu heulen, sondern weil ich Ruhe im Kopf brauchte. Jede noch so belanglose Unterhaltung war mir zu viel. „Und noch einer weniger.“, dachte ich. Mich erinnern solche Vorkommnisse mich auch immer an die eigene Sterblichkeit…
Ich aß bei strahlendem Sonnenschein im Wëllem zu Mittag und schrieb schon den Großteil hier vor.
Wieder daheim stellte ich die Tulpen in die Vase. Die ersten die ich dieses Jahr kaufte.
Für den Abend hatte ich Karten zur Premiere des englischen Stückes the Writer. Sehr schön weil es die Grenzen aufbricht und verschwimmen lässt zwischen Bühne und Zuschauerraum und durch abrupte Umschwünge immer wieder spannend bleibt.
Anschließend flüchtete ich hinaus, weil die Haushaltshilfe herumwirbelte. Als ich zurück war, war sie fast fertig.
Mich überfiel die Lust Kuchen zu backen. Ich erinnerte mich an den Zitronenkuchen von Clair Saffitz:
Ich änderte aber einiges um. Meyer Zitronen z.B gibt nur sehr selten hier zu kaufen. Meine Obst- und Gemüsehändlerin vom Markt muss sie quasi vorbestellen. Ich nahm Bergamotte Zitronen und reduzierte alle Mengenangaben um die Hälfte,weil ich kein so großen Kuchen wollte. Das Resultat sah grandios aus:
Er war aber nicht so luftig wie ich mir das erhofft hatte und nahm dementsprechend nicht so viel Saft auf wie gewünscht.
Da ich bei Einkauf ebenfalls daran gedacht hatte Bilderhaken mitzubringen, hing ich die kürzlich erworbenen kleinen Bilder von der A2 auf, die ich für die Küche gekauft hatte. Sie sind im Rahmen eines AI Projektes entstanden. Das Künstlerische daran entstand also durch Fehler der AI und lässt sie befremdlich erscheinen.
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Ann Reardon hat sich mit Schokolade beschäftigt und obwohl ich ja so einiges über Schokolade wusste (was conchieren ist usw.), hier hab ich noch jede Menge dazugelernt. Wo kommen zum Beispiel alle die total unterschiedlichen Geschmacksrichtungen her?
Ein sehr ereignisloser Tag. Es passierten nicht einmal Dinge die ich nicht ins Blog schreiben könnte.
Am Abend sah ich zum ersten mal die C. seit der Australienreise wieder. Großes Hallo mit Umarmung. Ich hatte sie zu einem Abendessen in die Skybar geladen. Fotos der Speisen habe ich leider keine gemacht. Es war das Frühjahr Restodays Menü.
Die Restodays gibt es schon seit langen Jahren und es machen jede Menge Restaurants mit. Während zwei Wochen gibt es dann in jeder der Gaststätten ein dreigängiges Menü zu einem attraktiven Preis. Der Preis ist bewusst auf erschwinglichem Niveau gehalten, damit man in den zwei Wochen mehrere Restaurants probieren kann, ohne dass es ein zu großes Loch in den Geldbeutel reißt. Zudem gibt es des Köchen die Gelegenheit ein kreatives Menü zu erstellen abseits der regulären Karte.
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Claire Saffitz macht kleine Filoteig Plätzchen die einfacher nicht sein könnten.
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P!nk war ja schon letzten Monat bei Graham Norten zu Gast mit einem ziemlich genialen Trampolin Künstler:
Auf der ihrer Promotour war sie auch bei Kelly Clarkson und sang das gleiche Lied im Duett in einer Accusticversion, das mir auf Anhieb besser gefiel:
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Welche Filme oder Fernsehserien hast du mehr als fünf Mal gesehen?
Serien keine. Filme mehr als fünf mal…? Da fällt mir jetzt ad hoc nur einer ein. Cabaret von Bob Fosse.
Der Wecker klingelte zu früh. Viel zu früh. Aber ich musste raus wegen einem Termin in Saarbrücken am Theater. Es war gut dass ich genug Zeit eingeplant hatte, denn ein Teilstück der Autobahn war gesperrt weil dort die Fahrbahn erneuert wird und ich musste über Landstraßen gondeln.
Und dann hatte ich die Misere dass die Ladestation die letztes mal so einwandfrei klappte, diesmal nicht wollte. Mist verdammter! Ich musste eine andere suchen und das war aufwändiger als ich dachte. An der dritten Ladestation hatte ich endlich Glück und konnte laden, die anderen waren entweder schon besetzt oder eine davon ging gar nicht ind zeigte nur an dass sie defekt sei.
Derweil saß ich in einem indischen Restaurant in der Dudweilerstraße, das Taj Tandoori. Es schmeckte recht gut. Nur war ich ein wenig verunsichert als ich dort ankam, weil das Lokal völlig leer war. Ich fragte ob sie geöffnet seien, was sie bejahten. So halbherzig gab man mir einen Tisch. Ich befürchtete das Schlimmste, aber das Chicken Tandoori das ich bestellte, war dann doch erstaunlich lecker. Auch das Naan war sehr gut.
Ich fuhr zurück und kaufte ein, denn die A. Sollte zum Abendessen kommen. Ich hatte ihr die Blumenkohl/Brokkoli Cannelloni versprochen, die ich schon lange nicht mehr gemacht hatte.
So sah das aus bevor es in den Ofen ging.
Als Apéro gab es ein Gin Tonic mit den Neuseeländischen Gin den ich vom C. geschenkt bekam.
Dass wir uns überfressen würden war vorprogrammiert.
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Bist du abergläubisch?
Nein, aber ich könnte es durchaus sein mit all den Riten die es im Theater gibt. Man wünscht sich zum Beispiel vor einer Premiere oder Vorstellung nie viel Glück, sondern Hals- und Beinbruch. Man bedankt sich nicht für das kleine Permierenpräsent das man von den Kollegen bekommt, sondern sagte etwas in der Art wie , ‚oh wie lieb‘ oder ‚toi toi toi’. Alles, nur nicht danke. Die Darsteller nimmt man vor Vorstellungsbeginn in den Arm und spukt ihnen dreimal über ihre linke Schulter, nie über die rechte. Aber sie müssen auch schon das Bühnenkostüm anhaben und in der Maske gewesen sein. Wenn man es davor tut bringt es Unglück. Man sollte auch z.B. nie pfeifen im Theater, das bringt Unglück über das ganze Haus… Ich könnte die Liste noch lange weiterführen, aber das sind so die gängigsten Rituale.
Es war abzusehen, dass Everything Everywhere All At Once groß abräumen würde. Keine Überraschung. Es war auch abzusehen, dass Brandon Fraser den Oscar bekommen würde. Was mich jedoch überraschte war dass im Westen nichts Neues so viele Oscars bekam. Eine Geschichte, die ich mir als Film nicht noch einmal ansehen werde. In der Schule musste ich das Buch lesen, und die erste Verfilmung kenne ich auch. Interessant ist aber dieses Video, dass die alte und neune Verfilmung genüberstellt und vergleicht.
Was habe ich sonst noch getan. Einkäufe getätigt, viel und lange geschlafen, zum Fenster rausgeschaut und das miese Wetter verflucht. Ich würde gerne mehr unternehmen, aber das Wetter macht vieles zunichte. So regnete es die beiden Tage fast ununterbrochen.
Late to the Party war ich bei Wednesday auf Netflix. Ich hatte nicht mitbekommen, dass Tim Burton in mehreren Episoden Regie geführt hat. Eine der seltnen Serien, die ich durch gebingt habe.
Am Dienstag eine Vorstellung hinter mich gebracht. Danach ist erstmal für über eine Woche Pause. Ist auch nicht verkehrt. Früh zu Bett, denn morgen muss ich auch noch einmal beizeiten los.