Ich hatte es vorhin auf Twitter gefragt. Da waren jede Menge dabei die das wollten. Na gut. Ich mache das solange ich durchhalte, was sicherlich nicht bis zum Ende sein wird. Ich bin jetzt schon müde.
Der unsägliche Steven Gätchen von pro7, der sich lieber selbst reden hört als seine Gäste zu Wort kommen zu lassen… nun ja , lassen wir das.
01:25
Erster Oscar ging an Pinocchio. Gute Wahl
1:25
Der Oscar für den besten Nebendarsteller. Ke Hiu Quan. Für everything everywhere all at once. Er konnte die Tränen nicht zurückhalten.
1:35
Beste Nebendarstellerin: Jamie Lee Curtis für den gleichen Film, der, glaube ich, noch so einiges abräumen wird.
1:40
Der Song „Give youself some applause“ mochte ich nicht. Nicht wegen dem Text, der ja schon was bedeutet, aber die schwülstige Musik, damit konnte ich nichts anfangen.
1:49
Bester Dokumentarfilm: Nawalny. Da musste ich schnell ein wenig googeln, weil ich da gar nichts wusste. Ein Film über den Oppositionsführer Navalny. Sehr bewegende Worte seiner Frau.
1:55
Bester Kurzfilm: An irish Goodbye. Da war ich ein klein wenig enttäuscht, weil ich sehr auf the red suitcase gehofft hatte, der hier in Luxemburg gedreht wurde.
2:02
Beste Kamera: Hui! Im Westen nichts Neues.
2:10
Sorry, ich werde jetzt Schluss machen. Es war ein langer Tag. Wenn ich keine Vorstellung gehabt hätte, hätte ich länger durchgehalten. Mir fallen die Augen zu. Gute Nacht. Wir lesen uns morgen.
… mit der abendlichen Ausnahme. Da hatte ich Dienst. Ich lass viel im Internet. So hatte die Kaltmamsell mich um Schmink Tipps gefragt. Das Resultat seht ihr hier.
Ansonsten ein paar Telefonate geführt mit Menschen die ich schon eine Weile nicht gesehen hatte.
Am späten Nachmittag ab ins Theater, wo ich während dem ersten Teil in dem ich keine weitere Arbeit habe als zu warten. Dabei schreib ich schon mal einen Teil hier vor.
Mit der Tastatur klappt das inzwischen ganz gut so zu schreiben.
Kurz nach Mitternacht war ich daheim.
***
Ein schönes Interview mit EBTG in Guardian. Einer meiner Lieblingsgruppen aus den 90ern. Nach 24 Jahren kommt endlich ein neues Album am 21. April. Zwei Titel sind schon ausgekoppelt. Und von einem hatte ich bereits das Video gezeigt. Es lief übrigens die letzten Tage viel rauf und runter im Auto. Interessanterweise gefällt es mir sehr gut, aber all den Freunden denen ich bis jetzt vorgespielt habe, weniger. Ja, es hat eisig kalte Elektrotöne und im Kontrast dazu die warme Stimme von Tracey Thorn.
Es gibt neue Fotos von Henri Cartier-Bresson. Es war eines seiner letzten Projekte. Die Fotos verschwanden aus Gründen fast 50 Jahre in einem Regal und wurden dort vergessen. Jetzt zeigt der New Yorker zum ersten mal zehn Stück davon. The Lost New Jersey Photographs of Henri Cartier-Bresson.
Es kommt nicht allzu oft vor, dass mich arbeitsmäßig etwas emotional sehr trifft. Aber hier war die Freude und die Erleichterung nach etlichen Tagen der allerhöchsten Anspannung doch weitaus höher als sonst. Es war nämlich am Ende niemandem mehr so ganz klar wo die Reise hingehen würde. Ich selbst hatte vor Tagen schon den Blick für das Ganze verloren. Und jetzt da ich dies schreibe, sind schon sämtliche Vorstellungen ausverkauft. sehr schön.
Ich erwachte einmal kurz nach sieben und dann offiziell kurz nach neun. Das Gute an meinem Job ist, dass ich ausschlafen kann. das macht aber die Zeit für private Dinge am Tag auch kürzer. Ich traf mich am Mittag mit der D. die schon längst in St. Jean sein sollte aber durch das massive Gestreike in Frankreich immer noch nicht dort ist, weil Züge scharenweise ausfallen. Ich erzählte ihr von Blends, dem Restaurant das ich vor kurzem mit dem J. besuchte. wir gingen noch einmal hin. Das Tartar letztes mal war ja nicht so besonders, aber es gibt ja auch noch anderes auf er Karte. Wir wählten beide Mignions vom Kalb, und da war hingegen wirklich sehr gut.
Das einzige was mich diesmal sehr störte, war der Kellner der sehr nach Schweiß roch.
Am Abend dann zum ersten mal dieses Jahr auf der Bear Afterwork. Der A, schoss wieder heimlich Fotos:
Es wurde nicht sehr spät, obwohl das jetzt egal ist, da die ich die nächsten Tage eh nur spät Abends heim komme.
***
Den Tweet fand ich über die Twitterperlen und möchte ihn gerne in wenig ausführlicher für mich beantworten.
Könnt ihr mir ne ernstgemeinte Frage zum Thema Alkohol beantworten?
[Ich kenne Alkohol nur aus der Sicht des Kindes eines Alkoholikers.]
Warum trinkt ihr im Alltag Alkohol?
Ist es Geschmack, Wirkung, Ritual, Gewohnheit oder eine Kombination aus allem?
Ja ich trinke Alkohol. Meistens Wein oder ab und an auch mal ein Cocktail oder Aperitif. Bier mag ich ich nicht.
Ich trinke ausschließlich während dem Essen. Mittag oder Abend. Aber es muss ein anständiges Mahl sein. Also keine Portion Pommes auf die Kralle oder Bratwurst im Brötchen. Ich sitze am gedeckten Tisch. Wer hier schon lange mitleist weiß dass ich ein verfressenes Schwein bin. Aber es muss auch schmecken. Ich esse und trinke nicht irgendetwas. Trinken zur Entspannung kommt so gut wie nicht vor. Es muss mich schon sehr arg mitgenommen haben, sei es emotional oder stressbedingt. Die letzten Tage zum Beispiel, als es arbeitsmäßig sehr heftig war und ich nicht mal ein paar Minuten fand um zu bloggen, wäre mir nicht im Traum eingefallen ein Glas Alkohol zu trinken um runterzukommen. Mein Job ist nun mal so, und wenn es tagtäglich ein Glas Wein oder ahnliches braucht, dann stimmt etwas mit dem Job nicht oder ich bin nicht geeignet dafür. Ich trinke Wein während der Mahlzeit, weil es mir schmeckt und meiner Meinung nach einfach dazu passt. Wenn es Wein geben würde, der genau so schmeckt ohne Alkohol, würde ich den trinken. Ich hasse das Gefühl besäuselt oder besoffen und nicht mehr Herr meiner Sinne zu sein. Da ich ja jetzt Abends auch mal wieder ab und an auf Partys in Clubs gehe und da die schlechte Erfahrung gemacht habe, dass es dort in Sachen Wein nur Fusel zu trinken gibt und die Cocktails auch nur mit dem billigsten Alk gemixt werden, belasse ich da meistens bei einem Glas und im Anschluss gibt es Tonic oder Sprudel. Es gibt nichts schlimmeres als den Brummschädel am Tag danach.
Macht mich das zum Alkoholiker? Meiner Meinung nach nicht.
Wieder so ein Tag, an dem ich weitgehend zuhause blieb und versuchte auszuschlafen, was mir auch größtenteils gelang. Ich kümmerte mich um die Wäsche und das was die letzten Tage im Briefkasten gelandet war. Und dann war es auch wieder an der Zeit Unverblogbares zu tun. Darum auch heute eine Frage über eine Frage.
Nenne eine Frage, die du gar nicht gerne gestellt bekommst. Warum?
Ich hasse die Frage mit den Jahren immer mehr: ‚Welche Stars hast Du schon geschminkt?‘
Natürlich kann ich sie bei vielen Menschen nachvollziehen, vor allem die, die so gar nichts mit der Showbranche zu tun haben. Aber sobald ich merke, dass sie nur auf Klatsch und Trasch aus sind, fange ich an absoluten Blödsinn zu erzählen.
Ich erzählte einmal einer Statistin, die das augenscheinlich zum ersten mal tat und sich sehr wichtig vorkam, sie solle sich Hämorrhoiden Creme auf die Krähenfüße schmieren, das würden alle Supermodels machen. Sie sollte in ihrer Apotheke fragen, die wüssten Bescheid. Es wäre ein Geheimtipp der aber unter Hand gehandelt wird… Ich kann nicht sagen ob sie das versucht hat oder nicht. Ich war nur für den einen Tag als Zusatzmaske auf dem Film gebucht.
Seitdem ich Jetpack benutze um zu schreiben, steht jeden Tag eine neue Frage gleich oben in der ersten Leiste des Dashboards. Es erinnert mich ein wenig an die Pandemiezeit in der ich selbst versuchte das hochzuziehen. Da zur Zeit blogmäßig eher weniger hier ansteht, weil die Arbeit nun mal draußen bleiben muss, beantworte ich heute die Frage.
Wie hat dich ein Misserfolg – oder ein scheinbarer Misserfolg – zu einem späteren Erfolg geführt?
Holt euch schon mal was zu trinken, das könnte länger werden.
Einer meiner größten Misserfolge in meinem Leben war der Friseursalon, den ich in den 90er Jahren hatte. Heute könnte ich sagen, dass ich fast fünf Jahre meines Lebens vergeudet habe für etwas, das von vornherein zum Scheitern verurteilt war, aber ich sehe das im Nachhinein anders. Es war auch eine Zeit in der ich viel dazulernte, vor allem was es bedeutet der Chef zu sein und pfundweise Verantwortung zu tragen. Nicht nur für mich sondern auch für die Mitarbeiter und überhaupt für den ganzen Betrieb.
Als ich den Salon übernahm war ich geblendet von der Idee etwas Eigenes zu haben und übersah alle ‚roten Lämpchen‘ die von vornherein leuchteten. Der Salon befand sich arg in den Miesen, obwohl das aus dem letzten Bilanzen so nicht hervor ging. Dann hätte mir die Bank damals auch nicht den Kredit erlaubt. Der Kundenstamm war heruntergewirtschaftet, was ich aber erst sah als ich den Laden definitiv übernahm und alles unterschrieben und zu spät war. Der Salon befand sich nicht in der Stadt wo ich wahrscheinlich eher ein Chance gehabt hätte mir schneller eine Klientel aufzubauen. Er befand sich in einem kleinen Dorf an der Mosel. Ich war nicht von dort, ich war ein Außenseiter und wie das so im Dorf ist, wird er erstmal gemieden. Zudem waren wir noch in den 90ern und dass ich da als bunter Vogel der ‚relativ‘ offen dazu stand dass er schwul ist (ich trug es nicht explizit wie eine Fahne vor mir her, aber ich machte auch kein Geheimnis daraus) noch mal für mehr Gesprächsstoff, Lügen, und offene Homophobie sorgte.
Ich lernte ‚the hard way‘ mit gefuchsten Vertretern umzugehen. Das hatte mich nämlich damals finanziell sehr viel gekostet.
Wenn ich heute zurücküberlege, hätte ich nach den ersten Rückschlägen gleich die Bude dicht machen sollen. Stattdessen wollte ich es wissen ob ich es nicht doch noch schaffe. Doch ich hatte alles falsch gemacht. Ich kann mich noch erinnern, dass ich an einem Abend mit so vielen Gedanken und Problemen ins Bett ging, dass ich wach lag, der Kopf drehte und ich das Gefühl hatte ich würde durchdrehen, etwas würde in meinem Kopf kaputt gehen, wenn ich nicht augenblicklich etwas tue. Ich stand auf und trank ein drittel einer Cognacflasche leer. Ich schlief sturtzbetrunken ein, aber zumindest konnte ich einschlafen.
Ich streckte damals schon die Fühler wieder aus in die Richtung in die ich von Anfang an wollte, nämlich ins Showbusiness. Da sich alles in meinem Leben und Gedanken nur noch um den Salon drehte, gab es keinen Ausgleich mehr. Den ersten Ausgleich verschaffte mir meine längst verstorbene Freundin Françoise, die mich nach Cannes zu den Filmfestspielen mitnahm.
Später fand ich in einer kleinen Annonce, dass das Kasemattentheater auch Schauspielkurse gibt. Ich ging hin. Der Rest ist schon beinah Legende.
Was ich aber mit alledem sagen will, es tut mir heute um die fünf Jahre nicht leid. Ich war damals 28 oder 29 Jahre als das alles begann, erschreckend naiv und blauäugig, doch da startete mein eigentlicher Reifeprozess und es tut mir für keine der schlechten Erfahrungen leid. Heute haut mich nichts so schnell aus der Bahn.
Wußet ihr, dass dass wenn in ganz Deutschland die Bevölkerungsdichte so hoch wäre wie in Paris, könnte man die komplette Weltbevölkerung in Deutschland unterbringen. Kein Witz. So gehört gestern im Vorbeizappen auf Arte. Aber das nur am Rande.
Es war Sonntag und ich hatte frei. Yeah! Das ich die letzten Tage nicht zum Schreiben kam aus Arbeitsgründen, muss das Posting von heute die fehlenden Tage kompensieren.
Es gibt eine neue App zum Schreiben bei WordPress, Jetpack, weil in der WordPress App ein paar Dinge verschwinden werden, wie zum Beispiel die Statistiken. Auf Jetpack ist alles ein wenig anders angeordnet, aber nicht so dass man sich umstellen müsste. Das hatte zur Folge, dass ein paar Dinge auffielen, die ich noch nicht gesehen hatte, oder zumindest darauf geschaut hatte. Die Liste der externen Verlinkungen war ein davon. So fand ich zum Beispiel heraus, dass ich dieses Jahr für einen Neujahrsvorsatz herhalten musste.
I read some old posts on here today and it makes me sad that for so much of the last few years, I don’t have any memories written down. I lived in Austria for a while with my wife and this sentence right here is the only record of it on my blog, for heaven’s sake. I admire the stamina, and envy the archive, of friends like Joël who blog every single day.
Ach, Thierry. Ja, genau deswegen mache ich das. Ich schreibe schon lange nicht mehr für die Menschheit da draußen, sondern für mich, und dass es irgendwann etwas von mir geben wird, das hoffentlich länger Bestand hat ich, da ich ja keine Kinder habe und auch keine haben werde. Es ist auch ein sehr zeitaufwendiges Hobby. Aber je ausführlicher es ist, umso mehr Spaß macht es die Dinge in späteren Jahren nochmal zu lesen. Zudem ist es interessant zu vergleichen, was mir in Erinnerung geblieben ist mit dem was ich am gleichen Tag nach den Ereignissen geschrieben habe.
Kommen wir zu Tagesberichterstattung: Ich erwachte wegen den zwei Kleinkindern unter mir in der Wohnung, die schon sehr früh mit schreien anfingen. Das Haus ist von einer sagenhaften Hellhörigkeit. Auch die N. bestätigte mir das letztens, als sie während meiner Abwesenheit ein paar mal hier übernachtete. Mein erster Blick fiel aufs Fenster und das Licht draußen sah nach Schnee aus. Bäh. Aber ich hatte ein paar Dinge im Haus vorgenommen, wie den gewaltigen Berg an Wäsche zum Beispiel und andere Dinge. Ab Montag geht es in die Endrunde der kreativen Arbeit und da ist es bekanntlich am Schlimmsten, da alles noch einmal kippen kann.
Ich beschloss das heute Posting einmal an einem anderen Ort ,in der Küche, mit einer anderen Tastatur zu beginnen und nicht, wie sonst auf dem iPhone, sondern auf dem iPad. Das sah dann so aus:
Es saß sich recht bequem auf dem Hocker am Küchentisch.
Ich las im Internet, betätigte mehrfach die Waschmaschine und sah hinaus auf einen düsteren Himmel, der sich sehr nach nach Schnee anfühlte aber keinen rieseln ließ. Ich verwarf dir Idee einen Termin in der Autowerkstatt zu nehmen um jetzt schon die Sommereifen aufzuziehen, damit das mit dem Wetter auch schneller geht.
Am Abend ging ich mit dem J. ins Dipso. So richtig begeistert davon war ich nicht, aber dann würde ich wenigstens einmal vor die Tür kommen.
Es war ruhig dort. Sehr ruhig. Wir aßen wie letztes mal in Blends einen Tartare. Der hier schmeckte aber gut und war nicht fade. Nur die seltsame Orangenscheibe auf dem Fleisch hätte ich weggelassen.
Recht früh zu Bett.
***
Mark Rober, ihr wisst schon, der mit dem Eichhörnchen Parcours, hat sich mit noch kleineren „possierlichen“ Tierchen beschäftigt und sie „gefüttert“.
Ich traf vor ein paar Tagen ein alte Bekannte aus meinem früheren Leben als Friseur, als ich noch in der Ausbildung war. Wir sahen uns fast jeden Tag auf der Bushaltestelle und nahmen den gleichen Bus, sie stieg jedoch sehr viel früher aus. Ich fuhr bis zur Endstation. Sie arbeitete damals schon im Supermarkt und machte dort ihre Ausbildung und ist heute immer noch dort. Wir sind beide 1966 geboren, sie einen Monat später als ich. Wir grüßen uns immer noch, halten einen kurzen Plausch, wenn ich dort meine Einkäufe mache.
Gestern gestand sie mir dass sie in Rente geht. Die Regeln hier sind, wenn man 40 Jahre Vollzeit gearbeitet hat kann man in Rente gehen, vorausgesetzt man hat 57 Jahre. Die Lehrjahre werden mitgerechnet. Da sie mit Arbeiten angefangen hat als sie 15 war, kann sie an ihrem Geburtstag sofort die Rente antreten da sie dann schon 42 Jahre Vollzeit gearbeitet hat.
Ich weiß, dass hier viele Deutsche mitlesen denen jetzt die Ohren schlackern. Aber es hängt natürlich auch davon ab, wieviel man während den Jahren einbezahlt hat.
Was mich ein wenig neidisch machte, war der Umstand, dass ich dieses Jahr auch 57 werde. Aber von Rente ist noch so bald keine Rede, weil mir noch eine ganze Reihe von Jahren fehlen. Ich habe die Ausbildung später begonnen, und dann fehlen mir aus der ‚ich nenne es mal Selbstfindungszeit, auch ein paar Jahre.
Tatsache ist aber ich schon ab und an daran denke und Überlegungen anstelle, wie ich das verkürzen könnte, aber andererseits machte ich schon einmal die Aussage, dass ich arbeiten werde bis ich tot umfalle… widersprüchlich und zwiespältig.
Ansonsten viel zu tun, von dem ich nicht berichten kann.
Die Wunderwaffe heißt jetzt Outlet um große Marken in die Stadt zu locken. Ich bin nicht wirklich überzeugt von der Idee, aber ok, es ist ein Anfang. Tatsache ist, dass es einen gewaltigen Leerstand an Geschäftsflächen gibt. Aber meiner Meinung nach ist es allein damit nicht getan. Die Stadt florierte einst auch wegen der großen Anzahl an Hotels und davon gibt nur noch eine Handvoll, die ums Überleben kämpfen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Meine Idee wäre, warum nicht eine der größeren Hotelketten anschreiben und versuchen ein großes Wellnesscenter aufzubauen? Es gibt beim Bootstalsee im Saarland ein Wellnesshotel, die Seezeitlodge, die über Monate ausgebucht ist, schweineteuer und vollgestopft mit Luxemburgern. (Ich war ja einmal dort und konnte mich davon überzeugen) Warum die Gäste nicht in die Alte Heimat locken?
Was war sonst noch? Ach ja, ich bin ein Stück weiter im Johan Vermeer Buch. (Der übrigens bei seiner Geburt gar nicht so hieß, sondern Jan Reyersz . Getauft wurde er aber auf den Vornamen Joannis) Tja, was soll ich sagen, es macht mich nur noch fuchsiger, dass ich die Ausstellung nicht sehen werde, WEIL SIE BIS ZU IHREM ENDE IM JUNI AUSVERKAUFT IST! Es ist ja nicht so dass ich nicht versucht hätte auf anderen Wegen die Ausstellung zu sehen, doch das scheint auch ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Liest vielleicht jemand mit der Karten hat?
Ich habe die letzten Tage oft an meine Reise gedacht, die so großartig war und die mir jetzt schon so weit entfernt vorkommt. Ich fand bei meinen Einkäufen eine Flasche Sauvignion blanc aus Neuseeland. Ich schaute sie an, die Flasche schaute mich an… der Rest ist Geschichte. Sie musste mit.
Am Mittwochabend schaute ich auf ONE die erste Folge der Miss Marple Serie an, mit Geraldine McEwan. Die Tote in der Bibliothek. Wenn man die Geschichte im historischen Kontext sieht, geht das durch, doch dem heutigen Standart würde sie nicht mehr standhalten. Ein lesbisches Liebespaar das aus Verzweiflung mordet um endlich zusammen zu sein, könnte man noch nachvollziehen. Doch das eigentliche Motiv, nämlich Habgier, ist mir doch um ein oder zwei Umdrehungen zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Am Samstag den großen Schmöker über Vermeer angefangen. Sein Leben ist zum Teil über seine Familie hinweg sehr gut belegt, doch gibt es immer wieder große Lücken. Man weiß zum Beispiel nicht wo er die Malerei studiert hat und mit wem. Teilweise geht man davon aus, dass es dieser oder jener Maler war, der ganz offensichtlich mit der Familie Kontakt hatte, weil sein Vater einen Kunsthandel betrieb aber beweisen kann man es nicht. Genau so wie man davon ausgeht, dass er für seine Studien Delft verlassen musste und vielleicht nach Amsterdam ging. Ein spannendes Buch.
Im Verlauf des Morgens mich mit mehreren Freuden und Bekannten getroffen unter anderem die D., der B, und ein paar von Renert Social Club.
Am Mittag mit dem J. in einem neuen Restaurant gespeist, dem Blends. Es öffnete erst vor kurzem seine Türen und befindet sich im Hinterhof wo früher auch die Däiwelskichen anzutreffen war.
Ich hatte ein Tartare das eher fade war. Es hätte durch aus mehr Schärfe und andere Gewürze vertragen. Die Pommes waren gut. Der Salat eher lieblos mit wenig Vinegrette. Schade, den das Ambiente und die Bedienung waren gut. Das nächste mal nehme ich etwas anderes.
Am frühen Abend dieses Foto gemacht:
Es fasziniert mich immer wieder.
Am Abend mit der A. und der N. ins Theater. Da möchte und will ich nicht viel darüber schreiben. Ich sah ein paar sehr nette Bekannte wieder. Ich war jedoch beizeiten wieder daheim.
Ich hatte keine Lust ins Bett zu gehen und machte mich noch einmal zur Fairytail Party im Lenox.
Ich war seit sehr langer Zeit nicht mehr dort gewesen. Vielleicht sollte es ich einmal erzählen wie es dazu kam dass ich am gleichen Ort eine Weile arbeitete.
Sehr spät daheim.
Am Sonntag dann eine letzte Runde Raclette im Renert der ausnahmsweise geöffnet hatte. Morgen wird die angebaute Berghütte vor der Tür wieder abgerissen und die Terrasse kommt wieder hin. Wir waren zu acht. Eine Blue, ein Darwin, logischerweise dann auch die A.und die N. Dann waren nich die andere N. der M. und die D. Im Renert hatte man extra Käse aus der Schweiz direkt importiert der Käserei Seiler (hi hi!) die schon mehrfach Preise gewonnen haben.
Und interessant war dass mir der Käse, nicht wie sonst, schwer auf dem Magen lag, obwohl ich mich wieder extremst überfressen hatte. Ab Montag wird jetzt mal ein wenig gefastet.
Am Abend schrieb ich ein wenig und bereitete eine Arbeitsliste für die nächste Woche vor. Wenn es nächste Woche etwas ruhiger wird, keine Angst ich bin nicht gestorben.
Am Morgen zog ich hoch erfreut dieses Buch aus dem Briefkasten das ein kleine Erklärung braucht:
Es ist das Buch zur Vermeer Ausstellung in Amsterdam im Rijksmuseum. Ich hatte es schon einmal kurz angedeutet, dass die Entrittskarten für die Austellung, die immerhin bis Juni geht, binnen drei Tagen ausverkauft waren. Es waren einem Zeitungsartikel nach 145.000 Karten. Das ist der absolute Wahnsinn. Ich hätte die Ausstellung gerne gesehen. Was macht diesen Maler so beliebt? Weil man nur sehr wenig über ihn weiß? Weil es keine schriftliche Aufzeichnungen von ihm selbst gibt? Weil seine Bilder für seine Zeit revolutionär waren, was den Umgang mit Licht angeht? Weil es einen fiktiven Roman vom Tracy Chevalier über ihn gibt, der ein Weltbestseller wurde? (Auf ihrer Homepage schreibt sie übrigens darüber und wie sie selbst die Ausstellung besichtigte) Weil die Verfilmung davon ein Welterfolg war?
Darum habe ich mir das Buch bestellt, Es ist das neueste Buch über ihn und ist auf dem letzten Stand der Forschung .
Am Nachmittag fuhr ich kurz in die Alte Heimat um endlich etwas abzugeben das ich schon länger hätte tun sollen, weil ich es von Australien mitgebracht hatte. Ich sah dabei zum ersten mal seit langer Zeit zwei Menschen wieder. Es war für mich eine auch eine Begegnung mit meiner Vergangenheit und ich wurde für einen Moment daran erinnert, dass dass es dieses Jahr schon zehn Jahre her sind dass meine Mutter gestorben ist.
Am Abend hatte die A. zum Abendessen eingeladen. Auf dem Menü stand eine vegetarische Lasagne. Zugegen waren ebenfalls die N. mit Darwin und eine befreundete Nachbarin und Arbeitskollegin die C. war auch da.
Ich überfraß mich restlos, weil es auch noch einen Schokoladenkuchen von der Bäckerei Pascal im Anschluss gab.
Eine blöde Überschrift aber das erklärt sich gleich. Das ist überhaupt zum ersten mal dass ich dieses Jahr nur annähernd mit Fasnacht in Verbindung komme , und das kam so.
Ich musste aus Gründen nach Trier. Dort nahm ich den Mittagstisch in der Brasserie mit und das war das Aschermittwochsmenü, was mich zu Anfang so verwirrte, dass ich den Kellner fragte ob Mittwoch ist. Nein es war Donnerstag.
Es gab eingelegte Heringe auf vier verschiedene Arten:
Einmal klassisch mit Zwiebeln, einmal mit Apfel, einmal scharf mit Paprika und Pfefferkörnern und einmal mit Curry und Ananas. Letztres schüttelte mich einmal kurz weil es mich an so gruselige Dinge wie Toast Hawaii erinnerte, es war aber ganz ok, weil kein Stück Ananas auf dem Teller war.
Für den Rest des Tages zupfte und zerrte man an mir per Telefon für kommende diverse Arbeitsdinge dass mit schwindlig wurde und ich hoffte dass ich keine Termine übereinander gelegt hatte. Am Abend wollte ich mir irgendwas belangloses im Fernsehen ansehen, denn für mehr reichte es im Kopf nicht mehr, doch alles machte mich nervös. Also ging ich früh zu Bett.
Es ist wie immer. Wenn diese Tage anstehen wird es ruhiger hier. Aber dafür gibt es für alle Blue Fans eine Fotolovestory.
Sie wurde fotografiert als ich mit der A. nebenan im Max & Moritz war. Ich war schon seit Jahren nicht mehr dort gewesen. Es ist inzwischen ein Restaurant mit Cocktailbar geworden. Vom Restaurant war ich damals nicht begeistert. Es schmeckte so so la la und es war dafür zu teuer. Doch die Mutter der A. meinte, dass sie vor kurzem dort war und es besser geworden wäre.
Und in der Tat es ist wirklich besser geworden. Unten der Absacker nach dem Essen. Ein Espresso Martini:
Ich… will… auf… den… Arm!Jahaaa, ich kuck ja in die Kamera!ICH…WILL…KÜÜÜÜSSCHEN! Und das möglichst MITTEN in die Brille!Nein, ich halte nicht still!Ich kann auch mein ‚tödliches‘ Gebiss zeigen
Dabei kann sie so lieb sein und zum Beispiel, sich hübsch neben dem neuen Pouf der A. platzieren, der aussieht wie ein Stein, damit man ein Gefühl für die Größe bekommt.
Der Samstag begann mit einem Kaffee in Torino und einem später einem Gang über den Wochenmarkt wo ich schöne Bergamotte Zitronen fand.
Anschließend ging es auf die die Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für den J. der für den Abend ins Dipso geladen hatte. Ich setzte ihm einen Präsentkorb zusammen.
Weil ich wusste dass es spät werden würde, legte ich mich am Nachmittag kurz hin.
Es war ein schöner Abend an dem so mancher illustre Gast geladen war, auch ein paar, die ich kannte aber noch nie persönlich getroffen hatte.
Es gab Raclette mit Kerzenstöfchen. Eine Methode die ich übrigens sehr schätze weil es seltsamerweise nicht so stark nach Käse riecht am Ende und man daheim im Anschluss nicht alle Klamotten zum lüften auf den Balkon hängen muss.
Und strahlend in der Mitte das Geburtstagskind rechts hinter mir.
Es war ein sehr ausgelassener Abend an dem ordentlich getanzt wurde. Im Bett lag ich gegen 2 Uhr morgens. Huch!
***
Den Sonntag dann verbrachte ich komplett daheim mit lesen, ein wenig schreiben, was mir aber nicht so richtig gelang und ein wenig Recherche für die Aufzeichnung der Sendung am Mittwoch.
Ich hätte nicht wenig Lust nur die Überschrift zu posten. Aber ok. Ordnungshalber…
Ich hatte mir am Abend davor Pasta gekocht mit frischen Champignons und die lagen mir aber schwer im Magen. Aber schlafen ging dann doch einigermaßen.
Inzwischen bin ich, denke ich, mit dem Jetlag durch. Ich erwachte um 6:00 Uhr, drehte mich noch einmal um und schlief weiter bis 7:00 Uhr
Es gibt für heute wenig zu berichten weil ich auch wieder an anderen Dingen schreibe, über die ich irgendwann berichten kann, nur jetzt noch nicht und das braucht Zeit und viel Gehirnschmalz.
Irgendwann war es mir dann doch zu viel und ich zog los in die Stadt. Renert. Ein Gin Tonic.
Es war genau das Richtige!
Am Abend mit der A. und der N. zu einem baskischen Spanier, la Taperia.
Nun muss ich sagen, dass ich, der nun das Baskenland zumindest von der französischen Seite her sehr gut kennt nichts speziell baskisches an dem Restaurant entdecken konnte. Es waren ein paar Namen auf der Karte anders die Tx… begannen, aber mehr auch nicht. Die Tapas hießen immer noch Tapas und nicht Pintxos, was aber nicht heißen will dass es nicht lecker war.
***
Nur um euch mal etwas zu zeigen das ich so auch noch nie gemacht habe. Nicht im meinem früheren Leben als Friseur und auch nicht als Maskenbildner, obwohl ich da schon viel Seltsames gemacht habe. Mickey Da Barber folge ich schon seit einer Weile. Und das hier sieht sehr gut aus. Man glaubt es kaum, aber es ist der gleiche Typ:
Das war schon seltsam und ein bisschen doof weil ich keine Fotos machen konnte. Aber die Übung an sich war gar nicht so schlecht.
Am morgen machte ich mich auf nach Saarbrücken wegen Arbeitsdingen. Unterwegs merkte ich erst dass das iPhone daheim liegen geblieben war, als ich aus der Tiefgarage kam. Na gut, dann muss es auch ohne gehen. Die Aufladekarten für den Wagen hatte ich eh bei mir, denn hin und zurück nach Saarbrücken reicht es dann doch nicht so ganz mit einer Ladung. Ich muss ein klein wenig dazwischen aufladen, wenn auch nicht sehr viel. Das einzige was in Saarbrücken Zentrum wirklich nervt, ist die geringe Zahl an Ladestationen. Und die wenigen die da sind, sind immer besetzt, entweder durch andere E-Autos oder durch Benziner die da gar nicht hingehören. Könnten wird da mal bitte einführen, dass es saftige Strafzettel gibt, so wie wenn man sich auf einen Behinderten Parkplaz stellt? In Luxemburg sind wir da mit 50€ mit dabei und wenn mich nicht alles täuscht gehen auch Punkte flöten.
Zu Mittag ass ich im Alex, das diesmal wirklich nicht lecker war. Es war ein Topf voll mit indischer Currysauce, in der fünf winzig kleine Hänchenstücke schwammen. Aus oben genannten Gründen kein Foto.
Als ich wieder zurückfuhr, fuhr ich in Völklingen raus, weil es dort eine Ladestation gibt von der ich weiß, dass sie mit meiner Karte klappt. Und während ich wartete, schaute ich mir die Umgebung an anstatt aufs Handy zu starren und hörte Radio.
Als ich dann wieder daheim war schaute ich auf die Batterie. Ja, ich hatte genau das aufgeladen was ich jetzt noch Rest hatte. Aber besser ist besser.
Graupel! Was für ein scheußliches Wort, morgens kurz vor 8:00.
Der Jetlag verflüchtigt sich langsam. Von 3:30 auf 4:00 und heute wurde ich um 6:15 Uhr wach.
Ich zurrte ein paar Termine für den Rest der Woche fest und machte mich, da Mittwoch auf dem Weg zum Wochenmarkt, den ich aber nicht besuchte sondern ging gradewegs zu Namur, zur Verabredung mit der D.
Sie erzählte mir dass zur Zeit im Amsterdamer Rijksmuseum die bis dato kompletteste Vermeer Sammlung zu sehen ist, die es je gab und das noch bis zum 4 Juni. Aber… es ist schon keine Eintrittskarte mehr dafür zu bekommen! Mist! Die hätte ich wirklich gerne gesehen!
Ich machte später auf und fuhr über die Geenze nach Perl um eine Reihe an Einkäufen zu tätigen an Dingen die ich hier nicht bekomme. Da ich schneller fertig war als gedacht und das Wetter sich gebessert hatte, fuhr nich ein kleines Stück weiter nach Orscholz. Dort gibt es neben der großen Rehaklinik das Hotel Saarschleife an das ich ein paar schöne Erinnerungen habe.
Das Mittagsmenü beinhaltete unter anderem Forellenfilets mit geschmorter Gurke und Coucous.
Anschließend nachte ich einen Spaziergang hinunter zur Aussichtspunkt über die Saarschleife und beging zum ersten mal den Baumwipfelpfad. Ich war vor ein paar Jahren schon an der gleichen Stelle gewesen und hatte sehr schöne Fotos gemacht, aber nicht von der oberen Platform. Ich zahlte den stolzen Preis von 12,50€ und ging los.
Das Wahrzeichen des vorletzten Kulturjahres
Das Aussichtsturm sieht von unten, so hatte ich es vom letzten Mal in Erinnerung, nicht so spektakulär aus, als wenn man darauf steht. Man ist ganze fünf Stockwerke über den Baumkronen. Es wehte kein Wind aber der Turm wackelte dann doch ganz schön durch die Besucher die hoch und runter gingen.
Als ich wieder unten war ging ich zurück durch den Wald zum Wagen und dachte mit Wehmut an Tante Gritty, durch die ich diese Gegend überhaupt kennengelernt hatte. Plötzlich war sie mir so gegenwärtig wie schon lange nicht mehr. Sie kam über mehrere Jahre hinweg nach Orscholz zur Kur in die Rehaklinik. Ich besuchte sie dann dort ein paarmal. Durch sie lernte ich das danebenliegende Hotel kennen. Ich war mit ihr mehrfach in der kleinen Stadt Mettlach, da es dort ein gewaltiges V&B Porzellan Geschäft gibt. Ich habe immer noch Teile von dem Geschirr was sie mir damals gekauft hatte.
Am Abend früh zu Bett mit der Hoffnung dass es keine Auswirkungen auf den Jetlag hat.
Der Jetlag hält sich wacker. Ich war aber erst um 4:00 Uhr wach nicht schon 3:30 Uhr. Da heute ein Arbeitstag war und sonst nichts Blogwürdiges passierte, mache ich etwas anderes.
Was packt man in den Koffer wenn man zwei Monate oder länger unterwegs ist? Ich habe die Erfahrung mehrfach gemacht und muss sagen, dass es da ein paar Grundregeln gibt.
Ich sah in Australien ein älteres Ehepaar am Flughafen mit zwei gewaltigen Koffern, zwei kleinen Koffern plus zwei größeren Taschen. Da ich hinter ihnen in der Schlange zum einchecken stand und die beiden sich angeregt mit einem Paar vor ihnen unterhielten, wusste ich dass sie für zwei Wochen in Urlaub fahren zur Schwester der Frau. Ich fragte mich ehrlich, ohne jetzt alle Umstände zu kennen, was alles im den Koffern drin ist, wenn sie nur für zwei Wochen verreisen und dann auch noch privat untergebracht sind. Ich stand dahinter im meinem kleineren Koffer samt einem kleinen Rucksack und das reichte voll und ganz für zwei Monate! (Und jetzt da ich wieder hier bin, bin ich der Meinung dass ich noch zu viel mithatte.)
In dem Zusammenhang kam mir eine Diskussion in den Sinn, die ich mal mit der A. hatte was Kofferpacken angeht. Sie meinte nämlich, dass Frauen es in der Hinsicht schwerer haben als Männer, weil sie mehr einpacken müssen. Ich halte das schlichtweg für falsch.
Ich denke man muss sich grundsätzlich von der Idee verabschieden jeden Morgen, wie daheim vor dem Kleiderschrank, eine Auswahl je nach Gemütslage zu haben. Wenn man den Koffer mit der Grundüberzeugung packt, endet es in einem Desaster.
Ich packe den Koffer für maximal zehn Tage. Das bedeutet dass ich mich zehn Tage lang anziehen kann ohne zwischendurch waschen zu müssen. Im meinem Fall ist das Unterwäsche und kurze Socken für zehn Tage. Aber auch hier empfiehlt es sich genau hinzuschauen. Wenn Boxershorts, dann sehr dünne, am besten sind kurze knappe Slips, Tangas, oder wer mag, Jockstraps. Je weniger Stoff umso besser. Das hat nichts mit sexy zu tun sondern mit Platzsparen und Gewichtsreduzierung. Bei Socken ist es das gleiche, dünne leichte Sommersöckchen.
Schuhe. Ein leidliches Thema. Aber auch hier reichen drei Paar, also eines an den Füßen und zwei im Koffer. Ich hatte sogar diesmal nur zwei Paar, also nur ein Paar im Koffer. Das waren Flip Flops. Das andere Paar war ein paar hybride Turnschuhe die aber auch für etwas sportlichere Straßenschuhe durchgehen konnten.
Kleidung. Jetzt wird es spannend. Zehn Oberteile, zwei Shorts, zwei lange Hosen. Da machte ich diesmal den Fehler und nahm zu viel an Hosen mit. Ich hatte drei Shorts und drei lange Hosen ohne die, die ich anhatte. Das waren zwei wenn nicht drei Teile zu viel. Der Trick ist, dass farblich alles kombinierbar sein muss. Also alles eher neutral halten, nichts sollte zu fancy sein. Die Oberteile waren T-Shirts, Polohemden und drei klassisch kurzärmelige Hemden mit Knopfleiste. Auch hier empfiehlt es sich genau hinzuschauen, was die Stoffe angeht. Nichts das extrem knittert oder zu dick im Stoff ist. Für schlechte oder kältere Wetterverhältnisse hatte ich den regenfesten K-Way mit, eine Fleece Jacke und eine dünne Cashmere Jacke. Die Fleece Jacke hatte ich immer bei Flügen an weil sie über mehrere Taschen verfügte und ich alles wie Pass, Handy und Boarding Pass darin griffbereit hatte. Dann noch eine Badehose und ein Kimono Schlafanzug.
Kulturbeutel hatte ich zwei, wobei einer die Reiseapotheke war. Auch hier wieder Reduktion auf ein Minimum. Barttrimmer, Gesichtscreme, Sonnenschutzcreme und zwei Seifenstücke für Haut und Haar. Zwei Stück weil ich mit einem Stück ungefähr einen Monat auskomme. Wer unempfindlich ist kann auch auf die Seife ganz verzichten und auf die Seife im Hotel zurückgreifen die im Zimmer liegt. Ich tat das auch je nach Hotel und was sie zur Verfügung stellten. Ein kleines Taschenmesser mit Schere, Nagelfeile, Pinzette Zahnstocher und ein Nagelclipper. Zahnbürste und Zahncreme Konzenztrat, weil die Tube kleiner ist und ich eh sehr sparsam damit umgehe. Eine Mini Haarbürste, Haarwax und/oder Haarpumpspray. Und dann darf ein Duftwasser bei mir nicht fehlen. Reisefön braucht man eigentlich keinen, denn in Hotels ab drei Sternen müssen sie einen zu Verfügung stellen, sonst hat es keine drei Sterne.
In der Reiseapotheke waren Ibu, Paracetamol, etwas gegen Durchfall und Verstopfung., Augentropfen für trockene und leicht entzündete Augen (Klimaanlage) ein paar Pflaster, Desinfektionsspray und ein paar Blasenpflaster. Rei in der Tube zum Waschen. Und weil das halt immer noch akut war, ein Schnelltest Set.
Ich hatte noch mit ein dünnes Strandtuch eine Strandtasche, die zwischendurch als Dreckwäschebeutel diente und einen Minirucksack, wenn ich auf Erkundungstour war.
Der Koffer auf der Waage hatte dann um 17-18 Kilo.
Im Rucksack waren sämtliche Papiere, Pass, Geldbeutel, Laptop, Ladegeräte, Powerbank, Kabel, Handy, was zum lesen und für den Notfall, wenn der Koffer mit den vielen Flügen irgendwo hängenbleibt, ein T-Shirt, eine Unterhose und eine Zahnbürste.
Ich fühlte mich mit alledem gut versorgt. Ich war nie over- oder underdressed, auch nicht für die besseren Gelegenheiten in edleren Restaurants oder in meinem Fall, als ich die Oper in Sydney besuchte.
An jedem neuen Ort, war die erste Aktion die Wäsche der letzten Tage entweder selbst zu waschen oder abzugeben. Da ja alles frei kombinierbar war, hatte ich nie das Gefühl nicht ordentlich angezogen zu sein, selbst dann wenn über die Hälfte der Klamotten gewaschen wurden oder in der Strandtasche waren und nicht zur Verfügung standen. Und wer mich kennt, weiß dass ich darauf großen Wert lege.
Wenn man unterwegs etwas schönes findet, ein Hemd zum Beispiel, MUSS ein anderes Teil den Koffer verlassen. Bei mir war das dreimal der Fall, wobei ich einmal schummelte. Zudem soll und muss man jeden Kauf hinterfragen, ob es das wirklich Wert ist, denn man ist am Ende nur der Gelackmeierte, weil man bis zum Ende der Reise das Zeug selbst schleppen muss. Immer bedenken, jedes Gramm zählt. Für die Lieben daheim kaufte ich kleine Dinge die kaum etwas auf die Waage brachten und sehr wenig Platz wegnahmen. Nun ist es aber auch nicht so, dass man sich nicht ausschließlich damit beschäftigen soll. Dann macht es keinen Spaß mehr. Ich hatte mir ja auch den großen Porzellanschädel gleich zu Anfang gegönnt und war mir bewusst dass ich den lange schleppen müsste. Aber dann zieht man es auch konsequent durch.
Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe. Ich habe versucht es so allgemein wie möglich zu halten. Natürlich hat auch jeder seine ganz individuellen Bedürfnisse an Dingen, auf die er nicht verzichten mag oder kann. Und bitte fragt mich nicht nach Tipps wie man den Koffer für einen Ski- oder Winterurlaub packt. Ich war in meinem Leben noch nie in so einem Urlaub.
Tja, so einfach läßt sich der Jetlag dann doch nicht überlisten. Ich saß um 3:30 hellwach im Bett. Das hatte aber zur Folge dass ich ein ungewöhnliches Naturschauspiel sah. Gegen 4:00 Uhr ging ein Meteorit im Westen nieder und ich sah ihn. Zuerst dachte ich es sei ein explodiertes Flugzeug und ich machte mich darauf gefasst, nachdem es hinter dem Horizont verschwunden war, dass ich einen dumpfen Knall hören würde, doch es blieb still.
Ich musste ein wenig suchen doch die Kronen Zeitung hatte den Asteroiden verzeichnet und es deckt sich mit dem was ich sah. Ich dachte nämlich er würde in Belgien niedergehen doch es war noch Stück weiter oben im Ärmelkanal.
Es wurde dann notgedrungen ein langer Morgen, an dem ich ein wenig dem hinterher las was ich die letzte Zeit logischerweise nicht tat.
Gegen 10:00 fing ich an Telefonate zu führen wie es die nächsten Tage arbeitsmäßig aussieht. Langsam werden die Zügel angezogen. Am Nachmittag machte ich Einkäufe und stelle dabei erstaunt fest dass ich das Auto mit der regulären Karte an der Aufladestation nicht laden konnte. Ich musste eine von europäischen Karten nehmen. Später rief ich dann bei Chargy an und in der Tat, die Karte war gesperrt wegen einem internen Fehler. Ich schickte ein Paket nach Berlin worüber sich jemand sehr freuen wird.
Aber späten Nachmittag ging es mit der A. und Blue in den Park, die sich riesig freute ihren Joël wiederzuhaben:
Doch als ich zurück zur Wohnung ging und die Sonne weg war, fing ich an zu frieren.
Das letzte Foto vom Abend, weil die Luft und der Himmel so klar war, oben Jupiter und unter Venus:
***
Ich folge schon recht lange Katie von How to slay Omaskleiderschrank die Upcycling Videos von Klamotten macht. Das Projekt 333 das sie zur Zeit sehr konsequent durchzieht beinhaltet ein Kleidercapsule herzustellen in der man mit einer sehr limitierten Anzahl an Kleidungsstücken versucht durch eine Saison zu kommen. Alles muss und soll kombinierbar sein. Aber schaut euch die Videos an, sie erklärt das viel besser als ich.
Das brachte mich auf die Idee darüber zu schreiben wie man Koffer für lange Reisen packt und wie ich das handhabe. Aber das folgt dann morgen.
Mit Ausnahme des Poloshirts hatte ich auf der Reise vieles nicht gezeigt was die Mitbringsel angeht. Hier ist der Rest:
Da wäre der Totenkopf aus Porzellan den ich in Hobart im MONA kaufte und sehr viel Platz wegnahm. Aber er hat die Reise gottlob gut überstanden. Dann das Shirt mit Alice in Wonderlad das ich mehrfach in den Dangerfield Läden gesehen hatte. Als ich ihn dann auf einer Schaufensterpuppe sah mit schwarzem Hemd darunter war klar, dass ich es kaufen musste. Das schwarze T-Shirt mit dem Pride Logo gab es auch dort und ich werde mir das für die Pride hier im Sommer aufheben. Das Brillenetui stammt aus Canberra. Dort sah ich dass meines den Geist aufgegeben hatte und ich ersetzte es durch eines mit Aborigenee Muster. Die Flasche oben rechts mit der Holzkiste ist von dem C. aus Auckland. Es ist Gin mit Apfel und Saffran. Er wird die nächsten Tage probiert. Ich fand auch wieder von Sukin die mattifying Lotion, die ich sehr vermisst hatte. Die blaue Falsche Aeroguard rechts daneben ist das beste Mückenspray das ich je hatte. Zwischen den Shirts liegt eine kleine blaue wiederverwendbare Einkaufstasche von der Ausstellung die ich in Auckland besuchte. Die drei kleinen schwarzen Beutel sind Tasmanischer Pfeffer.
Ein Shirt aus der Steve Mc.Queen Ausstellung fehlt auf dem Bild weil es bereits in Wäsche ist. Und dann noch die beiden Tassen die ich für Mumu kaufte. Es war viel Porzellan bzw. Steingut mit dabei, was aber alles heil ankam.
Ich erwachte um 8:00 Uhr. Sehr gut! Ich scheine den Jetlag überlistet zu haben. (Little did I know, kann ich jetzt schon verraten) Ich schrieb den Beitrag von gestern fertig und fing an mit diesem hier mit dem Mitbringseln.
Am frühen Nachmittag kam die D. Große Wiedersehnsfreude. Wir hatten zwar regelmäßig während der letzen Zeit immer miteinander telefoniert, aber sich live zu sehen ist dann doch was anderes.
Wir fuhren nach Dudelange ins Pomhouse. Dort war vor kurzem die Ausstellung eröffnet worden der drei Finalisten des von Generation Art.
Und ich war… enttäuscht. Er gab nur ein Kandidat der drei der mir wirklich gefiel. Die anderem zwei waren von dem was sie ausstellten nicht wirklich eine Überraschung. Sie haben wirklich die Gelegenheit verstreichen lassen um etwas außerordentliches zu produzieren. Denn die Chance eine Ausstellung im Pomhouse zu haben, werden sie so schnell nicht wieder haben.
Wieder in der Stadt gingen wir zum Renert der ausnahmsweise am Sonntag geöffnet hatte, weil sie ihren winterlichen Pastatag hatten. Da ich aber spät gefrühstückt hatte, hatte ich keine Lust auf Pasta. Stattdessen verspeisten wir ein Baba au Rum.
Wieder daheim kümmerte ich mich weiter um die Wäsche aus dem Urlaub und machte früh Schuss. (Was ein Fehler war, aber darüber morgen mehr)
Vielen lieben Dank für all die netten Kommentare und dass ihr mit mir auf der Reise ward.
Ich sag mal so, geschlafen habe ich nicht sehr viel. Wahrscheinlich etwas mehr als zwei Stunden von dem 11:20 Stunden Flug nach Zürich.
Hier war es schweinekalt. -6 Grad. Gut, im Flughafen merkte ich wenig davon, aber beim Aussteigen und den Gangway hoch gehen.
Dann folgte ein laaaanger Marsch mit Zugfahrt zum nächsten Gate, doch ich hatte Zeit genug, auch um hier vorzuschreiben.
Ich hatte nich ein Foto von der N. bekommen die daheim den Kühlschrank aufgestockt hatte:
Solche Freunde sollte man sehr hegen und pflegen.
Dann noch einmal ein Flugstunde von Zürich nach Luxemburg. Damit hat der Flugenterich Joël so viele Flugstunden auf dem Tacho, dass er nicht für den Kochtopf geeignet ist. Er wäre sehr zäh.
Raureif in der Fensterlucke. Irreal.
Enteisen der Flüge.
In Luxemburg dann keine minus 6 Grad aber immer noch minus 2. Als mein Koffer vom Band lief war jubilierte ich. Er hatte es also auch geschafft.
Der S. holte mich vom Flughafen ab. Freudiges Wiedersehen. Ich vergass völlig das obligate Foto des orangefarbenen ‚Moien‘ vor der Tür zu machen, das bei Abreise noch sehr weihnachtlich aussah.
Ich schloss daheim die Wohnungstür auf und dabei fiel mir sofort etwas auf. Die verschiedenen noch immer kahlen Wände an denen noch immer kein Bild hängt. Das muss ich ändern. Ich widerstand der Versuchung mich hinzulegen. Das wäre das fatalste gewesen was ich hätte tun können. Stattdessen hüpfte ich sofort unter die Dusche. Es waren schließlich anderthalb Tage und ich kam mir sehr verschwitzt vor. Ich zog einen langärmeligen Pulli und eine dickere Jeans aus dem Schrank, die zwar angemessen für das hiesige Wetter waren, aber ich kam mir verkleidet vor.
Da es Samstag war, ging ich zum Wochenmarkt. Man hat aus mir unerfindlichen Gründen mit den Marktständen ein wenig Tetris gespielt und sie anders platziert. Ich fand nicht sofort alles wieder.
Sehr großes Hallo als ich unangemeldet beim „Renert Social Club“ erschien. Ich werde die Tage mal erklären wie es überhaupt zu dem Club kam und warum er jetzt zu einem richtigen eingetragenen Verein werden wird. Ich aß mit Ihnen zu Mittag.
Um 14:00 hatte ich einen Friseurtermin. Die explodierte Wolle auf dem Kopf musste weg. Jetzt sieht wieder ok aus. Wieder daheim fing ich an den Koffer auszupacken. Ich überlegte was ich noch tun könnte was nicht unter die Kategorie Nickerchen fiel. Ich musste unbedingt wach bleiben bis zum Abend, sonst würde ich ins Jetlag fallen und wäre nachts um 3 wieder hellwach. Nicht zwei sondern drei doppelte Espressi halfen.
Ich schaute mir eine Doku auf Arte an die die Kaltmamsell erwähnt hatte über Annie Lennox, die ich aber aus Geoblocking Gründen nicht in Australien sehen konnte. Mein Gott, ist dies Frau großartig! Ich hatte sie vor Jahren einmal live in London gesehen als sie mit den Suffragetten an einem Sonntag in einer großen Demo mitging.
Gegen 17:00 kam die N. mit ihrer Nichte auf die sie aufpassen musste. Große Wiedersehensfreude. Angedacht war, dass wir gemeinsam mit der A. Abendessen sollten. Aber die kleine Nichte war todmüde und die N. fuhr mit ihr heim. Später kam dann die A. und wir gingen zu unserer leider geschlossenen Terrasse ins Hotel Belair. Ich merkte inzwischen dass mein Körper und mein Kopf nur noch nach Schlaf bettelten. Gegen 22:00 machten wir Schluss und daheim schlief ich sofort ein.
Sehr früh am Morgen raus. Mit der M. eine Runde mit dem Hund Otto gemacht. Sie führte mich an einen Ort nahe beim Yarra River. Dort sah ich zum ersten mal Flughunde.
Der Yarra Riwer
Da hängen sie zu Hunderten an den Bäumen. Insgesamt sind es schätzungsweise um die 5000. Auch gestern Abend als wir noch draußen saßen, sah ich welche vorbeifliegen. Die Flügelspannweite ist gewaltig im Vergleich zu unseren kleinen Fledermäusen.
Und ein letztes Foto mit Otto dem Schnauzer:
Wieder zurück fing ich an den Koffer zu packen. Uff, es passte alles rein und er ist nicht zu schwer. 21 Kilo. Ich zog wieder die Jeans an, die ich seit meiner Ankunft hier nicht mehr anhatte. Auch die Cashmere Jacke zog ich aus den Tiefen des Koffers hervor. Ich hatte sie nicht einmal an.
Meine Tram/Bus/Zug/Ferry Kartensammlung von all den Orten an denen ich war. Es fehlt die von Canberra. Dort hatte ich keine weil alles sehr nah war und zu Fuß gemacht habe:
Ich arbeitete noch ein paar Emails ab bevor es dann zum Flughafen ging. Ich flog pünktlich ab. Flugzeit 6 Stunden 50 Minuten.
In Singapur dann 3 Stunden später der nächste Flug nach Zürich. Von dort dann nach Luxemburg. Morgen irgendwann um 10:00 bin ich da.
Als ich erwachte und daran dachte konnte ich es nicht glauben. Morgen ist es vorbei! Ich werde mich wieder an kürzere Tage gewöhnen müssen und vor allem kältere Temperaturen. Brr. Und wer mir auf Insta folgt, hat es das letzte Foto schon gesehen.
Ich beschloss am Morgen einem Hype zu folgen und etwas zum abendlichen Barbecue beizusteuern. Ihr kennt das ganze Getue um japanischen Cheesecake? Im Melbourne gibt es eine Bäckerei die nichts anderes verkauft. LeTao.
Ich ging am Mittag hin und kaufte welchen. Ich lieferte ihm im Kühlschrank des Hauses ab und zog noch einmal los, raus zum Meer…
Der Luna Park in St.Kilda. Er war aber geschlossen. Der untere Teil von H.s Straße die bemalt ist.
Am Abend war es schön und warm genug damit wir auf der oberen Terrasse zu Abend essen konnten bis in späten Abendstunden.
Ich muss übrigens erwähnen dass die M. eine großartigen Köchin ist:
Das war nur einer der Gänge. Snapper mit einer leicht säuerlichen Teriyaki Sauce. Dazu ein Reissalat mit Mango, Petersilie, Thaibaslikum und Cashew Nüssen. Davor gab es noch gegrillte Spitzpaprika. Und hinterher den ominösen japanischen Käsekuchen.
Und als es schon sehr viel später war, machte ich dieses letzte Foto de Skyline von Melbourne.
Am Morgen ging es ins das erste Gefängnis von Melbourne das sich mitten im Zentrum befindet. Von 1845 bis zu seiner Schließung 1924 waren dort Melbournes gefährlichste Kriminelle untergebracht. Aber nicht nur die. Auch für die kleinsten Vergehen wie Fluchen wurde man weggesperrt. Vor allem zu Anfang als es noch keine Heime für Waisenkinder gab, sah das Gericht es als eine Gnade an, die Kinder dort unterzubringen, damit sie irgendwie versorgt waren und nicht auf der Straße waren. Das konnten auch Kleinkinder im Alter von drei Jahren sein. Der älteste Trakt gibt es noch sowie den Turm in den die zum Tode verurteilten gehängt wurden.
Ich hatte mir den Audioguide aufs Handy geladen und hörte den Geschichten und Erklärungen über Kopfhörer zu.
DER Balken mit der Klappe darunter.
Unter anderem war dort auch einer der berühmtesten Verbrecher Australiens eingesperrt, Ned Kelly. Nach seiner Hinrichtung wurde, wie von allen zum Tode Verurteilten, eine Todesmaske gefertigt, die heute noch im Gefängnis zu sehen ist.
Totenmaske von Ned Kelly
Die Zellen waren geöffnet und in manchen konnte man lesen welche Gräueltaten dort sonst noch passiert sind. So z.B. über die erste Frau die hingerichtet wurde, weil sie sogenanntes Baby Farming betrieb und dabei die Kinder nicht zur Adoption weggab sondern sie umbrachte. Nebst dieser Besichtigung auf eigene Fast kann man auch eine Tour mitmachen oder die spezial Tour in der man wie ein Insasse behandelt wird und dabei eingesperrt. Ich persönlich hatte keine Lust das am eigenen Leib zu erfahren. Es reichte auch so. Man ist sehr ernüchtert und kleinlaut wenn raus kommt.
Und dann möchte ich noch über eine Begebenheit berichten die mir jetzt schon mehrfach, sei es auf Audioguides oder auch im Theater, aufgefallen ist:
Diese zwei Sätze kommen in der Form, oder manchmal ein wenig ausführlicher, vor jeder Vorstellung, auf Audioguides, oder auch im Fernsehen vor Filmen oder Dokus über Australien. Das scheint mir ein Teil der Wiedergutmachung zu sein was den ersten Ureinwohnern Australiens angetan wurde.
Am Abend ging es in das französisch-vietnamesische Restaurant Cochin.
Später dann gab es noch einen Absacker auf der unteren Terrasse. Was genau könnt ihr auf dem Foto unten sehen.
Am Abend davor hatten mich der H. und die M. mit so vielen Adressen und Plätzen versorgt, dass die Zeit bis Freitag nicht reichen wird, um mir das alles anzusehen. Ich muss wohl noch einmal herkommen. 🙂
Ein Filmmuseum im weitesten Sinn. Der Teil in dem es Historisches zu sehen gab, war schön gestaltet und man erklärte wirklich gut wie die Bilder laufen lernten.
Ich habe versucht es abzufilmen was natürlich nur begrenzt ging, aber ihr seht was das soll.
Das original Kostüm von Chris Hemsworth als Thor und sein Hammer.
Ansonsten gab es nich ein paar Sonderausstellungen die sich alle im Rahmen der Filmkunst-Kunst bewegten und mich nicht vom Hocker rissen. In Frankreich nennt man das ‚Art & Essay‘ womit sich schon meine Rückenhaare sträuben. Kunst im Film ist schwierig und artet leider sehr oft in ausgemachten Blödsinn aus. Ich habe in all den Jahren in denen ich mir Kunst ansehe, leider selten Gutes in dem Bereich gesehen.
Am Mittag mit dem H. Ramen essen.
Die besten Ramen die ich seit langem hatte. Der H. hatte mir noch eine Idee mit gegeben was ich mir am Nachmittag ansehen könnte. Doch inzwischen hatte sich das Wetter gebessert und ich fujr raus nach St. Kilda, legte mich in die Sonne, las und schrieb.
Das Meer, die Wellen, die Sonne, der Wind… es gibt nichts was mich das Leben mehr spüren lässt diese Momente.
Am Abend ging es in das Dumpling Restaurant das ich mir schon so lange gewünscht hatte, weil es das erste Restaurant war, das ich mit H. und seiner Familie besucht hatte, als ich zum allerersten mal hier war 2017.
Ich überfrass mich restlos. Allen voran die Dumplings auf dem Foto sind teilweise mit Boullion gefüllt und explodieren regelrecht im Mund.
Es werden diesmal nicht mehr ganze fünf Stunden sein aber es ist doch eine der längeren Flüge. Das hier wird einer der langweiligen Postings werden. Aber für ein Liveposting reicht es zeitlich nicht.
Ich las am Morgen noch im Hotel einen interessanten Bericht über den neuesten Scam oder Betrug der zur Zeit in Australien Furore zu machen scheint. Man bekommt unaufgefordert kleine Dinge zugeschickt, wie zum Beispiel Schmuck. Ziel der Aktion ist, dass die oder derjenige darüber im den sozialen Medien berichtet und somit die Firma von die den Schmuck herstellt, im Algorithmus der Suchmaschinen eine höheres Ranking erreicht. Das alles klingt recht harmlos aber… Brushing‘ scams send people free items, but could be a warning sign about a data breach.
Ohne Vorkommnisse im Hotel ausgecheckt und zum Flughafen gefahren. Der Flug jedoch ging mit einer knappen Stunde Verspätung los.
Die letzten drei Folgen von Nine Perfect Strangers angesehen. Zugegeben es ist etwas holperig alle Fäden am Schluss zusammen zu binden. Und ein paar Geschichten sind dann doch ein wenig zu weit hergeholt. Aber für die Zeit im Flieger rumzubekommen, fand ich die Serie ganz nett.
Und da ich ja wieder durch drei Zeitzonen zurück flog war ich sehr viel später erst bei dem H. und seiner Familie.
In Melbourne war einiges kälter als in Perth. Es war gut dass ich die Fließkacke Fließ-Jacke anhatte. Zum Abendessen gab es vorzügliches Lammfilet und Rotwein. Und später einen Absacker auf der unteren Terrasse.
In der Murray Street versuchte er ihr Walzer beizubringen zum Wiener Walzer gespielt vom Geiger. So sweet…
***
Gleich am Morgen herrschte schon wieder diese heftige Hitze. Es hatte während der Nacht nicht sonderlich abgekühlt. Somit war das Warmluftpusterfeeling schon kurz nach 10:00 als ich auf die Straße trat. Was tun? Für einen großen Ausflug hatte ich nicht keine Lust. Ich beschloss das etwas alternativere Viertel Northbridge zu besuchen. Es lag 15 Minuten Fußmarsch entfernt.
Ich ging ins Café der Art Gallery und trank einen Iced Long Black.
Irgendwie wurden die Hitze und ich heute keine Freunde. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Hitze! Aber es gibt Tage da verträgt man sie besser und Tage da geht es weniger gut. Und es schüttelt mich jetzt schon, wenn ich daran denke dass ich in Woche wieder in Luxemburg bin, wo die Temperaturen alle um den Gefrierpunkt liegen. Brr.
Zu meiner Überraschung sah ich dass der neue Teil der Ausstellung in der Art Gallery seit heute geöffnet wäre. Ich hatte beim letzten Besuch viel Gebohre und Gehämmere gehört. Jetzt sah ich das Resultat. Allerdings nicht so spannend wie ich erwartet hatte. Aber ich hatte noch einmal die Gelegenheit, wenn auch nur die Beschriftung von einem anderen Bild abzulichten das mir beim letzten mal sehr gefallen hatte:
Thomas Woodruff Es stammt aus einer Serie der 90er Jahre. Es gibt mehrere davon alle etwas monochrom gehalten. Es sind Selbstporträts die zugegeben etwas überdramatisiert sind, aber als ich davor stand fand ich es sehr schön und es berührte auch etwas in mir. Und nein, ich habe es nicht gekauft!
Ich las im Internet dass der Markt in Fremantle Sonntags ungleich attraktiver sein soll als die anderen Tage. Da ich eh noch 20 Dollar auf der Bus- und Tramkarte hatte, würde das völlig ausreichen. Also noch einmal nach Fremantle.
Es war brechend voll und kein Foto machbar. Ich kaufte ein paar Mitbringsel für dir Lieben daheim und machte mich dann langsam wieder auf um zurück zu fahren.
Ich saß eine ganze Weile unter diesen gewaltigen Gummibaum mit einer Palme davor, las die heimische Zeitung und was andere Blogger so schrieben und ewig so da sitzen bleiben können. Ich schaute mir Schneebilder auf Instagram an was ich besser nicht hätte tun sollen. Es zog mich runter. Eigentlich wäre es schön wieder heim zu fahren doch andererseits holt mich dann eine Realität ein die so anders ist als das was ich hier habe. Klar, kenne ich den Unterschied zwischen an einem Ort leben und Urlaub machen. Und in Australien ist bei weitem alles nicht do rosig. Es gibt auch Schattenseiten und die sind mir sehr bewusst. Es ist nunmal so, dass ich vor allem Kälte nicht mag. Regen und Düsterkeit ist mir relativ egal, so lange es nicht kalt ist.
Am Abend traf ich mich noch einmal mit dem M. den ich in Canberra kennengelernt hatte. Es war schön ihn noch einmal zu sehen. Wir werden uns wahrscheinlich im unserem europäischen Sommer wiedersehen.
Morgen geht es nach Melbourne.
***
Kennt ihr Mirror House auf Instagram? Großartige kleine Filmchen zwischen Fantasie und Alptraum. (Ich gebe zu, mehr Alptraum als anderes) Den hier fand ich sehr gut!
Ja, mich überfiel eine akute Schreibfaulheit. Also gibt es jetzt zwei Tage. Es ist aber auch nicht sonderlich viel passiert, weil ich mir eine leichte Magenverstimmung zugezogen hatte und warten musste, bis sich das zum regulären Ausgang geräuschvoll und mit viel Elan erledigt hatte.
Der Strand in Fremantle hatte es mir angetan und ich musste noch einmal hin. Unterwegs begegnete ich Neuseeländern die mir rieten mir den Markt in Fremantle anzusehen, was ich auch tat.
Schwierig zu fotografieren weil voll und in einer nicht sehr hohen Halle. Mit sehr viel Krimskrams aber auch Imbissständen. Obst und Gemüse gab es auch aber eher weniger.
Auf dem Weg zum Strand fand ich diese Bronze Figur von Bon Scott.
Ich musste googlen. Ich hatte keine Ahnung dass es eines der früheren Bandmitglieder von AC/DC war, und dass seine Asche hier im Perth beigesetzt wurde.
Im Park kurz vor dem Meer ein Riesenrad:
Am Meer blieb nach der Schwimmrunde nicht sehr lange denn die Sonne knallte unbarmherzig.
***
Den Samstag ging ich langsam an. Zuerst Hausaufgaben. Die Mails durchackern. Aber es war nichts dabei was wirklich dringend gewesen wäre.
Es waren 37 Grad angesagt, also mehr als die Tage davor. Nochmal an einem Strand braten kam nicht in Frage. Am Morgen war es noch recht bedeckt und ich ging hinunter zum kleinen Hafen wo ich ein paar Fotos machen wollte, von Dingen die ich immer wieder als Wahrzeichen von Perth sah, aber nie live gesehen hatte.
Die Brücke ist recht schön aber wenn ich sie auf Fotos sah, erschien sie mir immer sehr viel größer. Dabei ist es nur eine Bücke für Fußgänger und Fahrräder.
Gleich nebenan befand sich ein Ferryanleger. Wo auch immer der mich hinführen würde, ich nahm einfach den nächstbesten. Ich kam auf der anderen Seite vom Fluß an 200 Meter vom Zoo entfernt. Na gut, warum eigentlich nicht? Ich hatte ja das letzte mal in Perth einen Wildlife Park außerhalb besucht der sehr schön war und wo meine ultimativen Kuschelfotos mit Kängurus entstanden. Wir erinnern uns.
Inzwischen waren die Wolken weg und die Sonne knallte unbarmherzig.
Ich bin immer wieder sehr erstaunt über die gewaltige Größe der Salzwasserkrokodile. So groß kennen wir die gar nicht aus unseren Zoos. Man sieht das hier nicht so weil niemand zum Vergleich daneben steht. (Ich konnte auch niemand fragen, der das mal eben fürs Foto macht) Aber die Biester sind gnadenlos groß.
Hier sah ich zum ersten mal tasmanische Teufel rumlaufen und nicht faul irgendwo halb versteckt in einem Baumstamm schlafend. Sie sind größter als ich dachte.
Ich bin nicht dem ganzen Zoo abgelaufen, dafür war es einfach zu heiß. Ich habe die australische Wetzone und Dryzone gemacht. Das Afrikagehege hab ich sein lassen, weil ehrlich, die gibt es überall.
Wieder untern am Fluß, nahm ich den Ferry zurück.
Im Hotel nahm ich eine Dusche weil ich klitschnass durchgeschwitzt war. Selber schuld, ich hätte kein schwarzes T-Shirt anziehen sollen.
Ich hatte noch einmal ein Tisch im Petition reserviert. Als ich loszog fühlte sich die Temperatur draußen irreal an.
Wie wenn unter einem Warmluftpuster in ein Kaufhaus durchgeht, aber es hört nicht auf. Die Menschen auf den Straßen beschweren sich jedoch nicht und sind alle sehr locker leger angezogen. Da das Petition jedoch ein klein weniger gediegen ist zog ich ich eine lange wenn auch dünne Stoffhose an mit Polohemd.
Heute war mein Menü dort ein wenig dekadent, ach was solls!
Entenleberparfait mit Birnenchutney.Hühnchen mit einer leicht säuerlichen Sauce mit Gremola.Schokoladenfondant mit Pistazieneis
Ich ging bei 29 Grad und klarem Himmel zurück zum Hotel.
Heute machte ich mal Dinge die Einwohner aus Perth auch tun würden, wenn sie einen Tag frei haben. Ich besuchte gleich zwei Museen weil direkt nebeneinander und schaute mir eine Show im Fringe World Festival an.
Hier gab es zwei thematische Ausstellungen die ich mit einem sehr netten älteren Dame, die meine Privatführerin war, weil sich sonst niemand angemeldet hatte. Balancing Act und Dis/Posession. Was man in der australischen Politik nicht behandelt weil es ein heikles und komplexes Thema ist, hier versuchen Museen ein Brücke zu bauen. Kunst der Ureinwohner, was sie darstellt ihre Evolution über die Jahre, aber auch wie man man mit Kunst die Grausamkeiten der Vergangenheit aufarbeitet.
Ich zeige echt nur eine Auswahl der Auswahl, sonst würde es einfach zuviel werden. Das war eines meines liebsten Gemälde:
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Im Museum Boola Bardip gleich gegenüber, wird sich weniger um Kunst gekümmert als um die Geschichte Australiens. Zum Teil sehr didaktisch, aber mit viel Geschmack erstellt, sind die Anfänge so wie in allen anderen Museen auch die Naturhistorische Dinge ausstellen. Einiges jedoch sieht sehr spektakulär aus.
Schade dass niemand daneben stand, dann hätte man besser gesehen wie groß die Nachbildung des Megalodon tatsächlich ist. Ich hätte ohne Probleme ins Maul steigen können.
***
Für den Abend hatte ich mir aus dem Fringe Festival, ein sehr schräges Musical ausgesucht. Doch es wurde in letzter Minute abgesagt, als ich schon fast dort war. Ich wählte dann eine andere Show, bei der ich jetzt, da ich das schreibe immr noch frage was ich da eigentlich gesehen habe:
Anna ist ein lesbische Trans Frau. Eine Kombi die ich als Comedian bis jetzt nicht erlebt habe. Es war darum umso schräger, weil sie Themen ansprechen konnte, die ich bis dato so nicht im Comedybereich gesehen habe. Es gab auch ein paar ältere Zuschauer im Raum die die Doppeldrehung nicht so richtig nachvollziehen konnten, und teilweise etwas ratlos waren, während der Rest des Saals sich bog vor lachen. Ich hatte mich gut unterhalten und schlenderte zum Hotel zurück.
Ich war recht früh wach so gegen 6:00. Irgendjemand hatte eine Sms geschickt. Dabei merkte ich aber auch, dass ich vergessen hatte das Smartphone aufzuladen. Mist. Ich schrieb das Posting von gestern fertig, duschte und frühstückte im Hotel, derweil das Handy auflud.
Die Wetterprognose war für Perth wolkenloser Himmel mit 35 Grad, also mehr als gestern.
Nochmal Sonne an einem Strand tanken, dafür hatte ich nicht wirklich die Geduld und ich hatte gestern schon meine Dosis. Also auf nach Fremantle.
Jede Stadt in Australien, die am Meer liegt hat auch ein Martimes Museum. In Hobart und Sydney lief ich daran vorbei, weil es mich nicht wirklich interessiert große Motoren, Kanonen und ähnliches zu sehen. Aber eines von gleich zwei Museen in Fremantle reizte mich dann doch. Ein Schiffrswrack Museum.
Zuerst dachte ich das im Hintergrund sei das Museum:
Öh, nein. Das ist ein Turm der anfangs auf einem riesigen Felsen stand. Den Turm zur Überwachung des Meeres gibt es immer noch, nur der Fels wurde langsam abgetragen weil man Material brauchte um Häuser zu bauen. Unter diesem Turm gibt es einen langen Tunnel…
…und man ist gleich am Meer.
Das eigentliche Museum liegt fünf Minuten Fußweg nebenan und das ist sehenswert. Ich hatte schon am Tag davor auf der Fahrt nach Rottnest erfahren, es gibt hier sehr viele Schiffwracks die man auch mit Tauchschein besichtigen kann. Ein Wrack war die Batavia, die 1629 sank. Ein Teil des Rumpfes wurde zusammengesetzt und ist im Museum zu sehen. Mit dem Schiff kommt eine sehr gruselige Geschichte über Schiffbruch, Meuterei und Mord die ich abgelichtet habe. Auch das Skelett gehört zu der Story.
Heftig, gell?
Es gab noch ein paar anderen Geschichten über Schiffbruch, auch von etwas zeitgenössischeren Schiffen, aber keine davon war so filmreif.
Langsam schlug die Hitze zu und auf dem Weg zurück beschloss ich nicht weiter in Fremantle zu bleiben, sondern zurück nach Perth zu fahren. Ich legte mich eine Weile hin.
Am Abend gab es Pizza:
Sie schmeckte gut, lag mir aber sehr schwer im Magen.
Ich war schon einmal dort, war aber damals spontan hingefahren und nicht gewappnet. Ich hatte keine Badehose eingepackt, kein Strandtuch. Somit war es eine leicht langweilige Angelegenheit. Dabei wäre ich so gerne in die Fluten gesprungen.
Das hatte ich aber jetzt alles im Rucksack. Zudem hatte ich mir ein Fahrrad gebucht. Mein Knie zickte quasi nicht mehr rum. Das muss klappen!
Ich ging wieder an diesem wunderschönen modernen Glockenturm vorbei, der auf Fotos so fabelhaft gut kommt, in echt aber etwas weniger spektakulär aussieht.
Ich war diesmal nicht raus nach Fremantle gefahren um das Boot zu nehmen sondern war im Zentrum geblieben und nahm das Boot keine 15 Gehminuten vom Hotel aus auf dem Swanriwer.
Der Fluß ist extrem breit und ich sah große Containerschiffe:
Unterwegs lernte ich eine Krankenpflegerin aus Brisbane kennen und wir hatten eine sehr nette Unterhaltung.
Dort angekommen, bekam ich mein Fahrrad:
…und da ich ein Permiumpacket gewählt hatte, bekam ich auch eine Wasserflasche und hatte ein paar Snacks und was zu trinken mit dabei. Es gab auch einen hübschen Beutel, der wie gerufen kam, weil einer meiner Kulturbeutel langsam den Geist aufgibt und schon daran dachte einen neuen zu kaufen.
Mit dem Fahrrad ging dann raus zum Nordteil der Insel die wegen dem Wind am Morgen geschützter war. Mein das linke Knie was die letzten Tage nicht immer wollte, war seltsamerweise stabil, es das rechte was mir Stiche versetzte. Sehr seltsam.
Ich fand die Faw‘s Bay an der sehr wenige Menschen waren und (fast) keine Kinder.
Ich konnte schwimmen und legte mich für eine Weile in die Sonne bis ich wieder trocken war. Herrrrrrrlich! Nach zwei Stunden merkte ich jedoch dass ich mehr als genug Sonne hatte.
Ein Manta begegnete mir diesmal nicht im Wasser. Schade. Wisst ihr noch, das letzte mal?
Raaaaah! Das war Gänsehaut pur! Sie tun einem nichts. Sie sind nur sehr neugierig, schwimmen sehr nah ran und wenn es sie nicht weiter interessiert schwimmen sie auch wieder weg. Mann muss nur still stehen.
Neben der Fav‘s Bay befindet sich ein kleines Resort mit kleinen Häuschen die man mieten kann und ein Restaurant in dem ich einen Salat aß. Gesellschaft leisteten mir dabei zwei Quokkas, zwei riesige Raben und eine Möwe. Da füttern unter Strafe steht, musste ich leider alles verjagen, sonst hätte ich nicht in Ruhe essen können.
Mit dem Rad ging es zurück zum Anleger.
Dort setzte ich mich eine Weile in eine Bar schlürfte gemütlich zwei Magaritha und schrieb schon mal in großen Teilen vor.
Um 16:00 ging es dann zurück nach Perth. Danach hatte ganz genau eine Stunde um mich ausgehfein zu machen weil ich einen Tisch im Petition bestellt hatte.
Das Restaurant ist edler geworden und die Preise haben gründlich angezogen. Aber lecker ist es immer noch.
Und als ich später wieder ins Hotel schlenderte kam mir die Idee dass ich professioneller Urlauber werden sollte.
Als ich mir die heimatliche Wettervorhersage ansah, lobte ich mir die 39 Grad obwohl die auch ein bisschen viel waren:
Ich machte noch ein paar Hausaufgaben unter anderem eine Reihe von Emails zu beantworten die überfällig waren. Ich zurrte den letzten Flug fest. Das Datum der Rückreise rückt langsam näher das ja von Anfang an fest stand.
Ich ging später raus was aber ein Fehler war, denn es wurde sehr warm. Die Menschen auf den Straßen hechteten von einem schattigen Platz zum nächsten, denn die Sonne brannte ganz schön. Ich hatte derweil entschieden dass ich mich in einen Departmentstrore zurückziehen würde. Ich ging zu Meyer den ich ja schon aus den anderen Großstädten kannte und eine Edelvariante vom Karstadt ist. Ich fand ein schönes Polohemd.
Lustigerweise ist es in den Herbstfarben gehalten die bei uns grad schwer in Mode sind.
Dafür bleibt jetzt ein T-shirt hier. Es wird leider das sein, das ich immer so heiß und innig liebte. Ein gestreiftes, das ich in St.Jean gekauft hatte. Aber im unteren Teil, dort wo die Gürtelschnalle ist, sind Löcher drin. Es tut ein bisschen weh aber es muss sein. Jedes Gramm im Koffer zählt.
Dann traf ich mich mit dem I., den ich das letzte mal als ich hier war, kennenlernte. Er hatte leider nur ein paar Stunden Zeit sonst, hätte ich ihn gerne zum Abendessens eingeladen.
A propos Abendessen: Das nahm ich im Hunter & Barrel ein. Ein Steak Restaurant. Aber, und das muss ich hier einmal sagen: Es gibt in JEDEM Restaurant immer und überall vegane und vegetarische Optionen und nie nur eine. In vielen Restaurants sogar bisweilen die halbe Speisekarte. Das ist völlig normal und gehört hier einfach dazu. Ich finde da könnte man sich in Europa ein Beispiel daran nehmen. Allen voran die Franzosen, die sich sehr schwer damit tun. Es ist auch nicht wie bisweilen in Deutschland, dass militante Bewegungen mit Schnappatmumg auftreten, sowohl dafür wie dagegen. Hier IST es einfach so, ohne dass es groß diskutiert wird.
Ich hatte das hier:
Ein gewaltiger Grillspieß.
Und morgen geht es früh aus den Federn, denn ich fahre raus nach Rotnest Island.