Am Samstag kurz über den Wochenmarkt, anschließend mit dem B. und der D ein Kaffee im Torrino und danach mit einer anderen Gruppe dann im Renert auf einen Teller Spätzle.
Nein, das ist nicht Blue, das ich ein Rauhaardackel, dem ich auch jeden Samstag begegne und der unbedingt im Blog verewigt werden wollte.
Nachmittags dann ein wenig Unverblogbares. Der Abend war auch mit Dingen gekrönt, die es nicht wert sind dass ich sie verblogge.
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Am Sonntag dann gab es eine Verkettung unglücklicher Umstände, die über Stunden hinweg anhielt, dass ich glaubte ich würde gefilmt werden für eine Techversion von „Verstehen Sie Spaß?“ In allen Details kann ich es nicht beschreiben, aber ich versuche es.
Ich sollte aus Gründen am frühen Sonntagnachmittag im Sender einen kurzen Beitrag zusammenschneiden. Ich hatte alle nötigen Infos bekommen. Es war an und für sich ein Kinderspiel, denn er sollte nur zwei Minuten lang werden. Als ich dann auf den Hauptserver das Rohmaterial suchte, fand ich es nicht. Für gewöhnlich hat das mit einem Tippfehler zu tun. Ich fragte noch einmal nach und versuchte andere Kombis und sichtete zu Sicherheit auch noch einmal all das Rohmaterial das an dem dem besagten Tag im Filing angeliefert wurde. Doch da kam nichts, es war weg. Dann kann durchaus schon mal passieren. Ich recherchierte mit Hilfe einer Kollegin welche Kamera das aufgenommen hatte, holte mir die Genehmigung vom Kameraverteilungsdienst um den Wagen als auch den Schrank durchsuchen zu können. Nebst der Kamera gibt es nämlich auch immer eine mobiles Backup auf das jeder Kameramann gleich nach den Aufnahmen ein Backup macht, bevor er die Bilder ans Filing liefert. Eine Sicherheitsmaßnahme. Ab jetzt wird es skurril. Die Kamera war nicht da, weil sie auf der anderen Seite des Erdballs im Einsatz ist, für eine größere Reportage. Wir riefen den Reporter dort an, den wir Gott sei Dank erwischten und er versprach uns das Material binnen einer Stunde zu schicken. Aber es würde schon ein Weile dauern, denn die Leitung wäre nicht so toll. Ich brütete also vor mich hin ging ab und an immer wieder ins Filing ob nicht etwas angekommen wäre. Derweil meldete sich der an Repotrer von der anderen Seite der Erde und teilte mit, dass das Bildmaterial gefunden hat, (UFF!) aber wahrscheinlich korrumpiert sei (NAAAAIN!), da er immer wieder Fehlermeldungen bekomme, wenn es schicken wolle. Er würde es noch weiterhin versuchen, aber es würde dauern. Von oben bekam ich dann die Anweisung dass ich es heute gut sein lassen solle, die Schneidekabinen wären eh nur spärlich besetzt und es wäre genug Material für die Abendnachrichten da. Das rettete mich in gewisser Weise.
Ich fuhr nach drei Stunden unverrichteter Dinge wieder heim. Es war als ob ich eine Achterbahnfahrt hinter mir hätte.
Ein Bild aus dem Esszimmerbereich. Ich noch immer geflasht, von der Lichtinstallation, die immer noch aussieht als ob sie ein teueres Kunstwerk wäre.
Ich hatte einen großen Fehler am Abend zuvor gemacht. Ich hatte zwei Kaffee nach dem Essen getrunken. Mist! Das hatte zur Folge dass ich bis spät nicht einschlafen konnte und darum umso später wach wurde. Ich wollte noch einiges weghaben bevor die Putzfrau kommt, also musste raus und sofort Gas geben, was ich ja wie die Pest hasse. Selber schuld, Joël.
Ich fuhr nach Trier. Einmal schnell hin und zurück. Das ging nur so halbwegs wie ich dachte, denn Weihnachten rückt näher und für einen Freitag war Trier sehr voll. Ich wollte eine neue Tastatur für das iPad. Nun ist es aber so dass die Elektronikgeschäfte in Luxemburg keine QWERTZ Tastaturen haben sondern immer die QWERTY Doppeldinger die die Umlaute nur sehr mühsam schreiben. Wenn ich also eine andere will muss ich entweder im Internet bestellen oder ich kaufe sie ‚drüben‘.
Die Tastatur ist von Nöten weil ich Ende des Jahres das Laptop für eine Reise nicht mitnehmen werde, sondern nur das iPad und das iPhone.
Und zum Schreiben sieht das jetzt so aus:
Am Abend, weil mir nichts gescheiteres einfiel, nich ein paar Folgen von Private Eyes.
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Frage an die geschätzten Leser*innen aus Gründen. Wenn ihr so mehr oder weniger im gleichen Alter wie ich seid, also so um die 50, 50+, gibt es in euerm Leben ein Abschnitt, von dem ihr sehr wenige Erinnerungen habt? Ich meine jetzt nicht die allerersten Jahre als Baby, sondern so ab der Teenagerzeit.
Ein eeeeeelend langer Tag am Schreibtisch, eeeeelend lang. Anschließend war ich aber froh dass ich so viel Zeig weggeschafft hatte. Ich fing auch an die ersten Monate des Blogs nach Fotos zu durchforsten für den Fotorückblick, damit ich das nicht alles auf einmal am Ende des Jahres tun muss.
Kurz nach 17:00 brach ich auf zu einer Vernissage eines Nachbarn. Ja, er ist regelrecht mein Nachbar.
Yann kenne ich seit sehr langer Zeit. Er arbeitet vor allem als Filmschaffender. Da liegt die Fotographie nicht weit. Die Ausstellung ist eine Mischung aus Urbex und Straßenfotographie. Ein Foto gefiel mir sehr gut, das eine abgetragene Wand aus Lehm und Stein zeigte. Man konnte darin Gesichter und Schriftzeichen erkennen. Zudem war das Bild so plastisch und scharf in den Konturen, dass man hätte glauben können es wäre 3D.
Auf dem Weg durch die Innenstadt zurück machte ich dieses Foto:
Später dann fuhr ich nach Esch zur N. in die Kulturfabrik. Wir sehen uns in letzter Zeit sehr wenig weil sie halt aus der Stadt gezogen aufs Land ist, in dieses kleine Dörfchen, von dem ich ja schon berichtet habe.
Wir speisten im K116 das an die Kulturfabrik angeschlossen ist. Ein schönes Restaurant mit einer Speisekarte die zu einem Teil aus luxemburger Gerichten besteht. Foto gibt es leider keines von der Entrecôte die ich hatte und die sehr lecker war. Es gab viel zu erzählen und die Zeit flog regelrecht davon. Wir schmiedeten Pläne fürs kommende Jahr.
Kurz vor Mittnacht war ich daheim und fiel ins Bett.
Aufgewacht mit brüllenden Kopfschmerzen, die sich aber nicht wie Migräne anfühlten. Das konnte nur eines bedeuten:Wetterumschlag. War auch so. Nach mehreren Tagen trübem Wetter schien die Sonne bei blauem Himmel.
Ich schmiss eine Kopfschmerztablette ein und fuhr zum ersten Termin des Tages der sehr früh war. Ich hatte übers Wochenende festgestellt, dass ich einen Riss in der Frontscheibe habe. (Also mein Auto, nicht ich, obwohl…?) Ich weiß auch noch genau wann es passierte und das Steinchen mir in die Scheibe flog. Doch da hatte ich die Stelle nicht gesehen, ich entdeckte sie erst später. Also ein Termin bei Carglass.
Das ging alles wie geschmiert. Ich kam an, kam sofort nach dem Papierkram dran und keine halbe Stunde später, nach einem Kaffee und Blogschreiben, war ich wieder weg.
Mittagstisch im Renert:
Spätzle mit karamellisierten Zwiebeln und frischen Frühlingszwiebeln. Sehr gut und sehr wärmend.
Büroarbeiten am Nachmittag, für die ich aber nicht wirklich Lust hatte. Ein paar andere häusliche Arbeiten war auch von Nutzen, die ich dann in Angriff nahm.
Das Wetter wechselte wieder auf kalt und regnerisch. Bäh!
Am Abend drei weitere Folgen von Private Eyes. Gibt es übrigens auf Amazon Prime.
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Ein lustiges Foto noch von vor ein paar Tagen.
In meinem „Wintergarten“ gibt eine ziemlich geniale Tischbeleuchtung die wie ein Korken auf eine leere Weinflasche gesetzt wird und bei Bedarf wieder aufgeladen werden kann. Ich nahm eine raus um zu sehen welche Marke es ist umd ob das nicht ein Idee mein eigenes Heim wäre. Dabei entstand dieses teuflische Foto:
Gleich früh am Morgen eine Besprechung im Sender. Nächstes Wochenende werde ich Arbeit haben.
Über die Mittagsttunde hinweg fuhr ich nach Perl in einen deutschen Discounter. Es ist nicht so dass wir keine hätten, doch werden sie in Luxemburg von Belgien aus beliefert und die Produktpalette ist völlig anders und weitaus weniger vielfältig.
Ein insgesamt scheußlicher Tag, es regnete ohne Unterlass. Es war anstrengend über die Autobahn hinzufahren und manchmal zwischen zwei Lastern zu fahren. Ich kam mir mit meinem Minigefährt vor als ob ich permanent unter Dusche stehen würde.
Wieder daheim packte ich alles aus und dann war es auch schon an der Zeit zur alljährlichen Eigentümerversammlung zu fahren. Als ich dort ankam, war ich sehr erstaunt, denn ich war der einzig Anwesende. Die Nachbarin über mir hatte mir eine Vollmacht erteilt weil sie nicht konnte, von den anderen Eigentümern erschien niemand. Eine Eigentümerin hatte nach eigener Aussage überhaupt keine Vorladung bekommen und wegen den anderen wurde die Versammlung extra auf später verlegt und doch es erschien trotzdem niemand. Ich nehme mal an dass, es weil sie aus anderen Ländern stammen, nicht so gehandhabt wird oder weniger ernst genommen wird.
Also saß ich alleine da, nahm alle zu nehmenden Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen selbst und fuhr nach einer knappen halben Stunde wieder heim.
Am Abend schaute ich mir die ersten Folgen einer Serie an die ich vor etlichen Jahren einmal begonnen hatte. Private Eyes mit Jason Priestley, der so alt wie ist wie ich, in Würde gealtert ist und nichts von seinem Charme verloren hat.
Es ist eine Detektivserie die mir so mittelgut gefällt. Sie bedient ein Reihe von Clichés was nicht so toll ist und die Kriminalfälle an sich sind auch nicht in Raffinesse gebadet worden. Was mir aber nach drei Folgen außerordentlich gut gefiel, waren die kleinen Zwischenaufnahmen von Toronto, in der die Serie spielt. Boah, ist das eine schöne Stadt! Die hatte ich nie auf dem Radar als Reiseziel. Vielleicht etwas für die kommenden Jahre.
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Der Tröt fiel mir gestern bei Kiki auf. Was an dem Satz ja sehr stört, ist das Wörtchen ‚noch‘. Denn es wird weiterhin Bücher geben, davon bin ich felsenfest überzeugt. Wartet es nur ab. Es werden noch Jahre kommen in denen wir froh sein werden wieder auf das alte Handwerk des Druckverfahrens auf Papier zurückgreifen können, weil alles andere kaputt ist und durch die Menschheit zerstört wurde. Machen wir uns mal keine Illusionen!
Ein Montag an dem am Morgen nichts geplant war und so ich schlief aus so gut es ging. Den Post von gestern fertig gestellt und ein wenig im Internet gelesen. Leerlesen geht anders aber dazu hatte ich keine Lust. Am Nachmittag einmal kurz fürs Theater raus in die Stadt.
Am Abend dann eine Vorstellung, aus der ich mich aber bei Zeiten verabschiedete, denn es war bereits die letzte und ich hatte genug zu tun im alles sorgsam einzupacken. Ab Ende der Woche wird das Stück auf Tournee gehen, aber ohne mich.
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Wenn Bloggerfreundinnen von mir träumen. Und wie das nun mal so ist bei Träumen, erwachte sie als es spannend wurde. Warum erzeugen Träume immer Cliffhanger?
Der Tag fing mit dem Beschluss an, dass ich Twitter definitiv den Rücken kehre. Dort wird nicht mehr getwittert sondern nur noch gemuskt. Nächste Woche werde ich das ganze Archiv herunterladen und auch die automatischen Beiträge vom Blog stoppen. Alle die mir bis dahin nur über diesen Weg gefolgt sind, es gibt mich auch bei IG und Mastodon. Es ist schade und es tut weh, aber es sind nur solche konsequenten Handlungen, die etwas bewirken. Was mich jedoch am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass es Musk nicht einmal wehtun wird, wenn Twitter in Konkurs geht.
Inzwischen jedoch (und das schreibe ich kurz bevor der Blogpost rausgeht) bin ich hin- und hergerissen, nachdem ich diesen Artikel in der NYT gelesen habe via Hotelmama. Nicht dass er etwa Hoffnung machen würde, doch der Author Yoel Roth arbeitete selbst dort und erklärt ein paar Dinge aus seiner Sicht.
There is one more source of power on the web — one that most people don’t think much about but may be the most significant check on unrestrained speech on the mainstream internet: the app stores operated by Google and Apple. ]…[While Twitter has been publicly tight-lipped about how many people use the company’s mobile apps (rather than visit Twitter on a web browser), its 2021 annual report didn’t mince words: The company’s release of new products “is dependent upon and can be impacted by digital storefront operators”_
NYT
Das bedeutet dass man Elon durchaus an höher Stelle auch den Saft abdrehen kann, indem man die Apps verbietet. Seltsamerweise beruhigt mich das irgendwie.
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Der J. hatte sich am Abend davor gemeldet. Ich schlug ihm vor mit zu den Walfer Büchertagen zu gehen und das gleich früh am Morgen wenn die Türen geöffnet sind. Ich sah jede Menge bekannte Gesichter und wurde nicht fertig mit grüßen umarmen und küssen.
Ich kaufte ein Buch:
Germaine Goetzinger war auch zugegen und signierte mir das Buch. Für alle meine Deutschen Leser: Aline Mayrisch heißen hier in Luxemburg so einige Dinge. Es gibt eine Schule sowohl als auch eine Straße die nach ihr benannt sind.
Ein wenig später, als ich wieder daheim war, zogen endlos viele Schneegänse zu Hause über Stunden hinweg am Himmel vorbei. Eine Gruppe konnte ich gut fotografieren:
Und so einigermaßen freundlich wie der Tag begann, so kalt und ungemütlich wurde es. Kurz nach drei musste ich los zum Theater. Ich wäre liebend gerne auf dem Sofa liegengeblieben.
Nach einer Vorstellung ohne Vorkommnisse traf ich die A., die in der Vorstellung gewesen war. Da ich noch nichts weiter gegessen hatte gingen wir hinüber zu „unserer Terrasse“ die wir im Winter zu „unserem Wintergarten“ umtaufen.
Ein urgemütlicher kleiner Zeltanbau an der Vorderseite. Das nächste Mal zeige ich das ein wenig genauer in Fotos. Diesmal ging es nicht, es waren zu viele Menschen da.
Als ich das hier kurz vor 10:00 entdeckte, war der Tag für mich gelaufen:
Ich las bei ein paar Bekannten dass sie dabei sind sämtliche DMs zu löschen. Der Grund hierzu erschließt sich mir nicht. Ich bitte um Erklärung.
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Ein langer Tag Arbeit über die ich ja wie gewohnt schweige. Aber es zog sich alles endlos lange hin. Eine nicht enden wollende Warterei und sich dabei dumme Bemerkungen gefallen lassen, von Darstellern die… ach, lassen wir das.
Zwischendurch musste ich eine kurze Einkaufsrunde bewältigen, für die Arbeit, weil es an Dingen fehlte. Angedacht war, dass ich das mit dem Wagen recht fix erledigen könnte. Das war nicht ganz im Sinne der Ökologie aber der Zeitfaktor war wichtig und ich wäre im Nu zurück. Nicht bedacht hatte ich, dass es die Blackfriday Woche (ein Tag reicht schon nicht mehr) UND der Weihnachtsmarkt seit dem Tag davor geöffnet ist und alle Glühwein kippen müssen. Ich fuhr das Auto zurück und marschierte zu Fuß los. In den Läden selbst dann ein Gewühl als ob es nie wieder etwas kaufen gäbe.
Ein elender Tag. Dafür gibt es morgen mehr und hoffentlich Erfreulicheres zu berichten.
Ich musste mir den Wecker stellen um noch alles zu schreiben was ich schreiben sollte und nei Zeiten im Theater zu sein.
Aber ich hätte auch später aufstehen können, weil die DB zwei Kollegen um Stunden zu spät ankommen ließ.
Am Abend dann ein Dinner mit der D. die sich Raclette gewünscht hatte. Wir gingen zum F. ins Vins Fins. Unterwegs ging es am Weihnachtsmarkt vorbei der heute schon seine Türen geöffnet hatte.
Weiter ging es hinab in den Grund über die Brücke:
Weiter zu dem kleinen Lokal das an der malerischsten Straßengablung Luxemburgs liegt.
Es war ein wunderbarer Abend. Der F. freute sich sehr uns zu sehen. Es gab Raclette wie gewohnt auf den kleinen mit Teelichtern betriebenen Kisten.
Ein Foto vom letzten Jahr
Das ist stromsparend und anschließend riecht nicht das ganze Lokal nach gebratenem Käse.
Die Überschrift sagt es bereits und keiner ist glücklicher darüber als ich. Die leichten Kopfschmerzen vom Tag davor hatte ich sofort niederkenüppelt mit 1000mg Paracetamol. Ich erwachte dann morgens schweißgebadet aber unwohl fühlte ich mich nicht.
Ein Erinnerungsfoto an das Pflaster:
Kurz vor Mittag einen Termin beim Friseur, den ich so oder so wahrgenommen hätte. J.-P. War in der Laune etwas anderes auszuprobieren und er schnitt am Oberkopf sehr viel mehr weg, als üblich. Das sieht jetzt so aus:
Das muss jetzt oben mehr nach vorne gekämmt werden und der Seitenscheitel, der sonst immer einrasiert wurde, ist nicht mehr vorhanden. Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen dass die Vorderhaare demnächst auch noch kürzer werden und ich dann den diesen George Michael Schnitt haben werde. Den hatte ich Anfang der 2000er auch schon mal aber in Weißblond.
Am Nachmittag dann eine Arbeitstermin, den ich bewusst sehr kurz hielt und anschließend eine Einkaufsrunde für die Arbeit. Weil es fast ununterbrochen regnete, machte ich die Einkäufe in der Cloche d‘Or, wo ich trockenen Fußes rein und rauskam.
Und irgendwann gab der Regen nach und nach Tagen schien plötzlich die Sonne. Huch! Ich hatte fast vergessen wie sie aussieht und es hob meine Stimmung beträchtlich.
Am frühen Abend dann daheim eine Miniserie angeschaut, die ich schon lange wieder einmal sehen wollte. Die DVD dazu hatte ich mal aber ich hatte sie ausgeliehen und nie wieder zurückbekommen, ich weiß bloß nicht mehr an wen. Also bestellte ich sie gebraucht für ein wenige Euro.
Angels in America von Tony Kushner ist ein vielfach mit Preisen ausgezeichnetes Theaterstück das auch von HBO verfilmt wurde. Es spielt in den 90er während der Reagan Ära, als für das HIV Virus noch keine wirklich guten Medikamente gab. Die Verfilmung ist so starbesetzt, dass sie fast platzt. Emma Thompson, Merryl Streep, Al Pacino, James Cromwell, sind nur ein paar wenige. Ich weiß noch, als ich sie das erste mal sah, konnte ich nicht aufhören und sah sie in einem Wisch durch, die vollen 6 Stunden. Das tat diesmal auch wieder weil ich ja spät am Nachmittag begonnen hatte. Da seit damals aber ein paar Jahre ins Land zogen, ich das Stück einmal selbst im Theater betreut habe, ( eine meiner schönsten Erinnerungen) hatte ich diesmal die nötige Distanz dazu, dass ich nicht beständig in Tränen ausbreche.
Ja, es erinnerte mich viel an meine damalige Situation, die so ganz anders war als heute. Und ich verstand auch zum ersten mal den Kritikpunkt eines Kollegen, dass es eine Seifenoper sei. Ich wies es damals weit von mir, aber heute denke ich auch so. Es ist tatsächlich wie eine Seifenoper aufgebaut, aber dafür eine sehr gute, auch wenn sie ein wenig Staub angesetzt hat. Der Film ist immer noch sehr sehenswert schon allein für die tägliche Dosis Emma Thompson. Aber auch Al Pacino ist umwerfend gut, weil er hier die antipathischste Rolle des ganzen Stücks hat.
Es gibt nicht sehr viel zu berichten. Aber eine Begebenheit möchte ich doch festhalten. Ich bekam heute meine vierte Impfdosis gegen Covid. Den Termin hierzu hatte ich von meiner neuen Hausärztin vor zwei Wochen bekommen, als ich diesen Ausschlag in den Ohren hatte über Wochen, der einfach nicht wegging. Damit wäre das auch vollbracht. Den Donnerstag hatte ich mir extra freigeschaufelt, dass wenn ich flach liegen würde, ich auch keine super wichtigen Termine hätte. Denn bei der dritten Impfung hatte ich fast eine Woche lang sehr heftige Symptome und war nicht zu gebrauchen.
Am Abend dann kurz vom Schlafengehen spürte ich einen leichten Schmerz im Schädel. Die Ärztin hatte mir geraten sofort mit Paracetamol dagegenzuhalten und den Schmerz gleich am Anfang zu bekämpfen. Tat ich dann auch. Und morgen sehen wir weiter.
Es wird jetzt nach dem Generation Art Sendung wieder weitergehen mit No Art On Air. Die Sendung bekommt einen neuen Anzug bzw. ein neues Intro mit neuem Logo und neuen Fotos von allen Moderatoren. Hierzu hatte ich gestern einen Termin im Greenroom:
Wie das später aussehen wird bekam ich erklärt und ich musste mich dann auch dementsprechend bewegen. Anschließend gab es noch ein schönes Gruppenfoto, dass ein wenig aussah wie Berverly Hills 90210. Zeigen kann ich es leider nicht.
Als ich aus den Studios raus war fing es an zu regnen. Und das ging dann ziemlich ununterbrochen bis in die späte Nacht.
Das machte den Ausflug den ich mit der A. und D.K. an die Mosel geplant hatte, nicht zum Vergnügen. Schon seit jeher wollten wir immer einmal in der Brasserie Koeppchen speisen, die in Wormeldange sehr hoch über dem Moseltal thront. Tagsüber hätten wir eine tolle Aussicht über die ganzen Weinberge gehabt, aber nach 19:00 Uhr war natürlich nichts mehr davon zu sehen.
Und all die wohlwollenden Kritiken sollten recht behalten. Es ist ein schönes kleines Restaurant mit viel Liebe eingerichtet und (die Mosel lässt grüßen) mit einer feudalen Weinkarte.
Ich hatte Rehragout klassisch mit Spätzle, Rotkohl, Birne und Preiselbeeren. Das Foto entfiel durch das angeregte Gespräch.
Am Sonntag hatte ich ein Mittagessen das wie so viele der letzten Essesnsverabredungen, von langer Hand geplant war. Ich war mit J.-P. im Gillou Campamgne. Das letzte mal war vor sehr langer Zeit, ich müsste im Blog weit zurückblättern.
Teigtaschen mit Rinderhaxenfleisch gefüllt in einer halb Bouillon halb Rahmsoße aus Pilzen.
Barschfilet auf der Hautseite gebraten in einem kräftigen Sud mit Gemüse und frittieren Rahmennudeln.
Vacherin mit Himbeeren zusammengehalten von hauchdünnen Baiserstangen.
Es war nicht ein außergewöhnliches Gericht dabei mit einer sehr exotischen Zutat. Das was auf dem Teller war, schmeckte sehr sehr gut und stellte die Handwerkskunst der Köche in den Vordergrund und nicht irgendein Firelfanz. Zudem ein perfekter Service und eine gute Flasche Riesling von Schmit-Fohl.. es hätte nicht besser sein können.
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Den Montag verbuche ich unter extremer Häuslichkeit. So schön wie das Wetter am Sonntag war, so grauselig, dunkel und kalt war es am Montag. Ich stellte mein Outfit für das Fotoshooting am Dienstag zusammen. Die No Art Sendung bekommt ein neues Intro. Gefragt waren Herbstfarben, die ich so in meiner Garderobe nicht zu Verfügung hatte. Aber ich fand dann doch etwas das passte. Ein Foto davon sehr ihr morgen.
Ich erwachte mit elenden Kopfschmerzen, die sich zu einer gewaltigen Migräne entwickelten, so heftig wie schon lange nicht mehr. Hui… Eigentlich hätte ich zum Markt gehen sollen und anschließend im Renert Social Club ein Glas mit einer der Mitwirkenden trinken, auf ihren runden Geburtstag. Ich schickte einen Gruß per Sims, entschuldigte mich, und legte mich bis in den frühen Nachmittag ins Bett, mit Schmerztabletten. Ich schlief noch einmal tief und fest ein. Als ich dann erwachte fühlte ich mich sehr nebelig und wattig im Kopf aber zumindest waren die Schmerzen weg.
Ich wollte das Eintrittsticket für für die Art Week, aber nicht verstreichen lassen. und so machte ich mich ausgehtaugleich und ging hinüber zum Glacis wo wieder die große Zeltstadt aufgebaut worden war, mit Galleristen aus allen Ecken der von Europa.
Es gab ein paar wenige Dinge die mir durchaus gefielen, aber nichts wo ich gewillt gewesen wäre zu investieren.
Wieder daheim, kaufte ich noch schnell ein Präsent für den Abend bei der M. im Walferdange, die zu einem Abendessen zu sich heim eingeladen hatte. Das Datum war schon vor Monaten festgelegt worden. Die M. hatte eine Fisch und eine Hühnchen Tajine gemacht. Es war sehr lecker und Tajine hatte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr.
Ich sah Bekannte aus der Alten Heimat, die mich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte und lernte auch sonst den festen Freundeskreis der M. kennen. Es wurde spät und ich war erst gegen 1:00 in der Früh daheim.
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Ich finde es nicht wieder, doch ich hatte schon einmal über das Phänomen Fast Fashion berichtet und dass das Problem schon seit sehr langer Zeit gibt. Bernadette Banner zeigt in einem Interview mit einer Mode Historikerin, wo das Problem herkommt und wer heute die größten Missetäter sind.
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Mir macht das schon was aus dass Twitter zu etwas völlig anderem werden wird als das was es war. Dass Elon Musk versucht einen Betrieb, der rote Zahlen schrieb, wieder auf Trapp zu bekommen kann ich durchaus nachvollziehen. Aber das WAS er damit vorhat… Es wird nie mehr das Twitter sein, dass wir alle kannten und schätzen gelernt haben. Via die Kaltmamsell fand ich diesen Bericht von The Verge über eine Q&A Versammlung mit dem verbliebenen Mitarbeiter*innen.
Für Donnerstagabend hatte die A. mir eine Karte besorgt zu ihrer Premier des englischen Theaterstücks Bye Bye Blackbird im Centaure bei dem sie die Bühne gestaltet hat.
Ein Stück, das ich vor zehn Jahren einmal in Deutsch mitbestritten hatte, ist vom Thema her wahrlich kein Zuckerschlecken. Eine junge Frau Anfang 20 sucht den Mann auf, der sie mit zwölf Jahren missbraucht hat. Das Tolle dem Stück ist dass es kein Betroffenheitstheater ist, sondern ein massive Auseinandersetzung mit dem Thema an sich und dass nicht alles schwarz und weiß ist. Ein Zweipersonenstück und beide Rollen nicht einfach. Das Stück wird noch eine Weile gespielt werden. Aber haltet euch trotzdem ran um Karten (Link ist oben)zu bekommen.
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Am Freitag flüchtete ich nach Trier, weil die Putzhilfe in der Wohnung wütete und ich ihr aus dem Weg gehen wollte. Was ich nicht bedacht hatte, es war der 11.11. :
Jedem Tierchen sein Pläsierchen, aber mir geht das sowas vom am Allerwertesten vorbei…
Es gab aber gleich zu Anfang eine sehr unschöne Begegnung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Es kam ein ältere Herr auf mich zu. „Kann ich sie etwas fragen?“ Wenn man mich „so“ fragt ohne Entschuldigung, ohne Hallo, ohne sich selbst vorzustellen, war mir schon klar, dass es sich um meine Präsenz im Fernsehen drehen würde. „Morgen ist ja das Finale.“ Jetzt hätte ich mich sehr doof stellen können und fragen von was. Aber ich blieb höflich und sagte ja, denn am Samstagabend kommt tatsächlich der zweite und letze Teil des Finales von Generation Art. Und dann verstand ich nicht richtig was er sagte und er murmelte den Namen einer der Kandidaten und druckste rum. Mir war da schon klar, dass er mehr von mir wissen wollte. Um seiner Verlegenheit eine Ende zu bereiten, meinte ich lachend: „Wenn Sie von mir wissen wollen wer gewinnt, es tut mir leid, aber das kann und darf ich Ihnen nicht sagen.“ Ab da wurde er unflätig und pöbelte mich, dass ich mich schämen sollte bei einem solchen „billigen“ Verein mitzumachen wie dieser Fernsehsender und… Ab da hörte ich ihm nicht mehr zu, drehte ich mich um, ging in eine andere Richtung und ließ ihn stehen. Ich hatte nicht geringste Lust mich mit einem jemandem auseinanderzusetzen, der einerseits nicht das aus mir herausbekommen hatte, was er wissen wollte und deshalb dumm und frech wurde.
Ich traf viele Bekannte und Freunde und es wäre eigentlich ein perfekter Abend gewesen, hätte es diesen dummen Hanswurst nicht gegeben.
Es fing mit wilden Träumen, die mich sehr früh aus dem Schlaf rissen. Ich schlief aber Gott sei Dank wieder ein. Als ich dann kurz nach 7Uhr doch nicht mehr schlafen konnte stand ich auf. Die Träume hatten um meine Familie gedreht. Hatten die Familiengeschichten gestern im Word in Progress dann doch mehr Spuren hinterlassen als mir lieb war?
Und dann lief das Lied Mensch von Herbert im Radio. Ab da war der Tag gelaufen. Es ist eines dieser Lieder in das ich sehr viele Emotionen drei Jahre nach dem Tod meines Bruders hineinpackte, als ich es endlich konnte. Es war nämlich lange nicht machbar weil es einfach zu viel war. Und als ich es dann am Morgen nach vielen Jahren wiederhörte, war er urplötzlich so präsent wie schon lange nicht mehr. Nun weiß ich auch, dass der November immer mit seinen kurzen Tagen, seiner Kälte und dem miserablen Wetter, das immer wieder hervorbringt und solche Tage einfach unangemeldet kommen, ob ich sie will oder nicht.
Am liebsten hätte ich mich in eine dunkle Ecke verkrochen um nichts mehr zu sehen und zu hören, doch das war nicht machbar. Ich musste raus zu einem unverschiebaren Termin bei meiner Bank. Und was soll ich sagen, es riss mich ein wenig aus dem Drögen und es tat gut mich mit leidlichen Dingen zu beschäftigen. Ein Arbeitskollege war mit dabei, dem ich allerlei Aufgaben und Pflichten übergab, für die ich in Zukunft nicht mehr zuständig sein werde. Das alles besprachen wir über einem Mittagessen im Renert.
Anschließend fühlte ich mich wohler. Den Rest des Tages verbrachte ich dann daheim mit Wellness (Entspannungsbad, Gesichtspeeling und Maske) und später mit Tee und zwei Folgen der dritten Staffel Murdoch Mysteries. So heftig wie der Tag angefangen hatte, so entspannt klang er aus.
Am Montag viel Zeit am Schreibtisch verbracht. so viel weggeschafft dass mir der Kopf rauchte.
Dann musste och handwerklich tätig werden und bug einen französischen Puddingkuchen, weil ich alles zur Hand hatte was man dazu braucht.
Er wurde köstlich.
Später schaute ich mir eine Folge von Midsummer Murder an, die ich soso lala fand und ging sehr früh zu Bett. Das brachte mit sich dass ich nicht einschlief und ich hörte zwei Teile eine großen Klassikers aus den Podcasts vom WDR5. Der Schimmelreiter, den ich vor so langer Zeit gelesen hatte dass ich nichts von der Geschichte des Deichgrafens und Hauke Hein wusste. (Verlinken ist gard schwierig, am besten ihr schaut beim WDR5 vorbei.)
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Am Dienstagmorgen eine längere Besprechung, was alles in den nächsten Tagen und Wochen auf mich zukommt. Lacher des Tages: „Na gut, ich muss bis nächsten Dienstag 5 Kilo abnehmen.“
Am Abend wohnte ich dem Word in Progress bei, wo ich ja auch schon selbst vorgelesen hatte. Illustre Schriftsteller waren diesmal dabei. Jemp Schuster, der mit seiner letzen großen Familiensaga einen großen Erfolg hatte, las aus seinem neuesten Text vor. Insgesamt ging es in allen vorgestellten Texten um Familiengeschichten. Es beflügelte mich wieder dazu weiterzumachen, in die Tasten zu hauen und meine Familiengeschichte weiter zu verarbeiten.
Am Morgen ein kurzer Trip zu REWE in die alte Heimat, weil ich dort ein paar Dinge bekommen die ich sonst in Luxemburg nicht kriege. Für den Abend kaufte ich paar Scheiben Raclette. Ich fand einen großartigen Morbier, der sich auch sehr gut für Raclette eignet.
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Seit einer Weile schon folge ich Cecilia Blomdahl, die auf Svalbard (Spitzbergen) wohnt. Sie berichtet über ihr Leben mit ihrem Mann und den Hunden. Sie wohnt in einem Haus am Meer ungefähr 15 Minuten von der nächsten kleinen Stadt entfernt. Ich könnte so nicht leben, mit zwei mal zwei Monaten im Jahr normalen Tag- und Nachtzyklen, vier Monaten völliger Dunkelheit und vier Monate beständigem Tageslicht. Zudem in einer absoluten Einsamkeit ohne kulturelle Events wie Konzerte oder Theater. Aber genau das fasziniert mich an ihrem Lebensstil, weil ich ihn nicht verstehe. Zudem macht sie atemberaubend schöne Aufnahmen mit einer Drohne von der Insel die mich dann doch einmal dazu verleiten würden, mir das in Echt anzusehen. Im den zwei Videos unten berichtet sie von einem Ausflug mit dem Boot in eine andere Bucht, der aber durch einen Sturm anders verlief als geplant.
Eines der letzten Videos auf ihrem Kanal war ein Q&A wo sie zusammen mit ihrem Mann eine Reihe Dinge von der Insel erklärt. Ein Gesetz z.B. erlaubt keine Katzen auf den Insel. Ein anderes Gesetz fordert, die alten Menschen, die anfangen gebrechlich zu werden und sich nicht mehr selbst helfen können, die Insel zu verlassen und wieder aufs Festland zu ziehen. Es gibt dort weder ein Altenheim noch Pflegedienste. Es gibt nur eine kleine Klinik die die Menschen mit dem nötigsten versorgt. Das weiß man im voraus wenn man auf die Insel zieht und daran muss man sich halten.
Noch ein kleiner Tipp beim schauen der Videos. Wenn ihr sie auf meinem Blog anschaut, haut YT keine Werbung rein, damit sie keine Probleme bekommen.
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Wer gerne gerne die Geschichte eines sehr ruhigen niederländischen Auswanderers mag, der in die italienischen Alpen zog und dort langsam eine Hütte umbaut.
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Der Tweet lief gestern mehrfach als Retröt durch meine Timeline:
* Das mit dem WMDEDGT fiel mir natürlich erst am Morgen danach auf und da es auch Unverblogbares gab, ist das nur so halbwegs gelungen. Wer nicht weiß was WMDEDGT bedeutet, der schaue bitte hier nach.
Die A. ist fürs Wochenende verreist, also musste ich mich um die Borderterrier Dame Blue kümmern. Ich ging mit ihr am Morgen in die Stadt. Blue ist immer wieder begeistert, denn sie liebt es durch die Stadt zu spazieren. Es gab einen Espresso Dopio am Bravo Café Stand, da ich nicht so richtig wach war.
Interessanterweise haben Menschen denen ich begegne weitaus weniger Hemmungen mich anzusprechen mit Blue als ohne, nach dem Motto: „Wenn du jemand kennenlernen willst, schaff dir einem Hund an.“
Im Renert war ich Blue dann im ‚Renert Social Club‘ die Attraktion des Tages. Sie wurde gekrault, gestreichelt und bewundert und war voll in ihrem Element.
Ic kaufte nich ein paar Dinge auf dem Markt und wanderte mit Blue zurück durch den unteren Park. Ich sollte nich erwähnen, dass es den ganzen Tag schneidend kalt und feucht war…brrr.
Ich setzte sie daheim ab und ein paar Stunden später holte die Mutter der A. sie ab.
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Am Abend als ich wieder daheim war, hatte ich nicht die geringste Lust etwas zu kochen und reservierte einen Tisch nebenan in der Rottisserie Ardennaise.
Ich war jetzt eine Weile nicht dort. Aber es hat in allem nachgelassen, und die Preise haben angezogen. Ich entschuldigte mich vorab beim Kellner, der natürlich der erste Ansprechpartner der Gäste ist, und erklärte ihm dass, wenn die Preise derart angehoben werden, dann muss aber auch wirklich alles stimmen und es wird nicht ein Patzer mehr verziehen. Einer, wenn nicht zwei passierten aber. Versteht mich nicht falsch, ich bin für gewöhnlich sehr verständnisvoll in solchen Dingen, aber mit dem Preis steigt die Anforderung und die wurden leider nicht mehr erfüllt. Der Kellner war untröstlich, zumal ich ihn seit Jahren kenne und ich ihn immer wieder in meiner Straße sehe und wir uns immer grüßen. Ich bekam ein zweites Glas Wein, ein Espresso und ein Digestiv auf Kosten des Hauses.
Leicht angesäuselt wackelte ich um die Straßenecke heim und leg früh im Bett.
Ein Abendessen in der Nachbarschaft mit der A. und der D2. Le Fin Gourmand ist ein alteingesessenes Restaurant bei mir um die Ecke. Der Sohn hatte es schon länger vom Vater übernommen, aber es war ein langsamer Prozess. Es war auch ein Weile wegen Renovierungen geschlossen. Die A. wollte unbedingt hin.
Dreierlei Kürbis als Vorspeise
Kalbsbäckchen auf eine leicht asiatische Art. Sehr sehr gut.
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Der Freitag war als Datum von sehr langer Hand geplant, weil es einfach sehr schwer ist und alle auf ein Datum zu bekommen. Zwei Historiker, eine Bühnenbildnerin, eine Schriftstellerin und ich.
Es gab Käse Fondue.
Mit einem ganz lieben Gruß nach München, weil wir fast genau in der Kombi vor Jahren einmal dort waren.
Mein Beitrag was ein Wunsch der A. gewesen. Selbstgemachtes Vanille Eis. Also bemühte ich die Eismaschine am Nachmittag.
Wenn das Eis anfängt diese Konsistenz zu bekommen, dass es „Fäden“ zieht, dann ist es genau richtig umgefüllt zu werden.
In eigener Sache: Ich will nicht mehr twittern. Ich mag den neuen Besitzer nicht. Er hat den Charme eines Autoverkäufers und sollte auch nur das weiterbetreiben, denn er hat ja offensichtlich großen Erfolg damit. Jetzt spielt aber er in einer Liga mit, von der er keine Ahnung hat und wird allem Anschein nach viel kaputt machen. Ich habe eh nie viel vertwittert, Mit Ausnahme der automatisierten Tweets, wenn ich ein neues Blogposting hochlud, gab es nie sehr viel sonst von mir zu lesen. Die Autotweets werden auch bis auf weiteres bleiben.
Also bin auch ich jetzt umgezogen wie schon so viele zum Elefanten. Finden könnt ihr mich hier: fnordon.de@joedelux Wenn ich jetzt noch die Autotröts hinbekomme, dann bin ich zufrieden,
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Weil der Tag wenig herab, gibt es ein bisschen was zum Lesen, Schauen und Hören.
Weil wir ja just das gruselige Allerheiligen hinter uns habe, (ich habe das dieses Jahr sehr gut überstanden), ein Artikel aus dem New Yorker: Talking About Grief With Anderson Cooper. Der Journalist Anserson Cooper ist seit Jahren schon das Aushängeschild der CNN. Er verlor erst vor kurzem seinen Lebenspartner und ab dem New Yorker ein Interview über einen mehrteiligen Podacst den er anschließend aufnahm, „All Ther Is“ (Der Link geht zur CNN wo alle Kanäle des Podcasts wie Apple und Spotify gelistet sind) Was ich nicht wusste, war dass Coopers Mutter Gloria Van Der Built war.
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Mark Rober muss ich nicht vorstellen. Ein Wissenschaftler und Erfinder von teilweise sehr skurrilen Dingen, wie zum Beispiel die Glitter- und Stinkbomben in Päckchen versteckt, die er immer wieder aussetzte um gemeinen Packetdieben auf die Schliche zu kommen. In seinem Garten hinter dem Haus tummeln sich Eichhörnchen die er mit Parcours auf Trab hält. Es gibt bereits Teil1 und Teil2 und hier nun der dritte:
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Die Interview Serie First We Feast wird auch unter den großen Stars immer bekannter, weil man ihnen keine blöden Fragen stellt. Aber sie müssen derweil sich durch eine Serie von scharfen Soßen futtern. Hier neuesten Ausgaben mit Cate Blanchett und Viola Davis
Für gewöhnlich ist Allerheiligen ein trübsinniger Tag, an dem ich nichts mit mir anzufangen weiß und entweder wie so oft in dunklen Gedanken versinke, oder ich mache etwas um mich abzulenken. Am Grab zu stehen ist für mich keine Option, das macht es nur noch schlimmer.
Die D. rief gleich am frühen Morgen was ich denn vor hätte. Ich hatte nichts wirklich geplant, aber da das Wetter traumhaft schön war, beschlossen wir eine Runde um den See in der Alten Heimat zu drehen. Der See ist inzwischen von seinen Baustellen befreit, die ich noch das letzte mal gesehen hatte.
Nilgänse mit einem heimischen Ausreißer. Die Nilgänse sind inzwischen zu einer echten Plage geworden. und man versucht langsam der nicht einheimischen Art Herr zu werden. Ich habe sie nicht gefüttert, und rund um See stehen auch immer wieder Schilder dass man es nicht tun soll.
Ein paar Teilabschnitte der großen Wiesen um den See wurden nicht gemäht. Auf dem Abschnitt oben wuchs Calendula.
Auf den Pfählen die aus dem Wasser stehen wo einst ein Pavillon darauf stand, (irgendwo habe ich Fotos auf frühen Jahren von den Pavillons, ich muss sie raussuchen) sitzen Stockenten. Ich habe mich immer gefragt ob der Name daher kommt weil man sie auf Stöcken antrifft. Wikipedia sagt was anderes.
Was stimmt hier nicht?
Ein Bob Ross Foto.
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Wieder daheim schauten wir uns gemeinsam diesen Film an, den ich einen Tag vor meiner Abreise nach Freiburg im Briefkasten hatte.
Er fällt in die Reihe „Und gib uns unsere tägliche Dosis Emma Thompson…“. Ich wollte den Film unbedingt sehen. Ich hatte vor Monaten schon einen Trailer im Kino gesehen und er kam und kam nicht. Auf Hulu in den Staaten wurde er schon im Juli gestreamt. Irgendwann wurde es mir dann zu bunt und ich orderte die DVD in dem UK für lächerliche 9 Pfund. Es geht zwar ein wenig gegen mein Prinzip die Kinos zu unterstützen, aber wenn die Verleiher nicht wollen, ich kann auch anders.
Und ja, all die Jubelkritiken stimmen, keine davon übertreibt. Und ja, Daryl Mc Cormack ist zum sterben schön und dazu auch noch ein großartiger Darstreller.
Am Abend ging ich hinüber zu der A. und brachte ihr das Mitbringsel aus Freiburg mit. Seit Monaten, wenn nicht seit Jahren, regte ich mich immer wieder über ihre Krücke an Korkenzieher auf. Jetzt hat sie einen edlen von Zwilling.
Ich bekam Gegenzug eine Wasserflasche wie ich sie schon lange suchte. Wie ein Fisch im Wasser oder andersherum wie Wasser im Fisch.
Ach ja, ich hatte euch noch ein Foto vom Parfum versprochen, bei dem ich nicht nein sagen konnte.
Copper von Comme des Garçon. Und so wie es heißt, riecht es auch. Und jetzt ist mal wieder für lange Zeit gut, was Parfums angeht.
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Und weil das gerade aktuell ist und ich ebenfalls gedenke in den kommenden Tagen zu Mastodon zu wechseln. Wenn ich versuche die Seite im Browser zu öffnen kommt das hier:
Ist das ein tagesaktueller Zustand weil die ein Problem haben, mache ich was falsch, oder was steckt dahinter?
Am Morgen traf ich mich noch einmal mit der lieben C. zu einem leichten Bruch im Café Marmel. Ich hatte Eggs Benedict die nicht mehr heiß waren. Es schmeckte aber warm wären sie mir lieber gewesen. Leider kein Foto.
Die C. lotste mich anschließend in den „schlimmsten“ Laden aus Freiburg, die Edelparfümerie Kern. Oh, wie gut, dass ich die nicht früher kennengelernt habe. Gekauft habe trotzdem was. Zeig ich euch morgen.
Ich ging zeitig zum Bahnhof und es war ein Glück dass ich so früh da war. Ich stellte mit Schrecken fest, dass mein Zug komplett ausgefallen war wegen einem Notdienst Einsatz auf der Strecke. Ich checkte fix die Anzeigentafel und sah dass, ein Zug just davor in die gleiche Richtung fuhr und auch in Mannheim hielt. Da ich aber nicht der einzige, war wurde der Zug proppenvoll. Ich hatte Glück und fand einen Sitzplatz. Der Zug wurde bei jedem Halt immer voller und verspätete sich immer mehr. Mir wurde langsam Bange dass ich den Anschluss nicht erwischen könnte. Doch dann hatte ich Glück im Unglück. In Karlsruhe stand der Zug, den ich hätte zu Anfang nehmen sollen, abfahrtbereit auf dem gegenüberliegenden Gleis. Eine innere Stimme beschwor mich den Zug zu nehmen und nicht in dem knüppelvollen Teil sitzen zu bleiben. Ich sprang aus einen Zug in den nächsten, und ich war keine Minute drin, fuhr er auch schon los, während der überfüllte Zug stehen blieb. Er kam mit einer leichten Verspätung an, aber es reichte locker um den Anschluss nach Saarbrücken zu nehmen. Ab da ging dann alles seinen gewohnten Weg. MEINE NERVEN!
Ich wanderte nich ein wenig umher. Die liebe C. meinte, ich könnte bis zur Abfahrt mir das Museum für Archäologie ansehen, doch das hatte leider geschlossen.
Ich kann den Unmut der in Deutschland Reisenden, die jeden Tag Bahn fahren, gut nachvollziehen. Nun bin ich nur einmal kurz hin und kurz zurück gefahren, alles ging immer so just auf und ich bin mehr oder weniger zeitig dort angekommen wo ich ankommen sollte. Aber wenn ich Ausfälle und Verspätungen tagtäglich in Kauf nehmen muss, das muss doch sehr an den Nerven zehren.
Im Bus von Saarbrücken nach Luxemburg schrieb ich dann den Großteil des Blogs vor.
In Luxemburg empfingen mich unzählige Gruselgestalten in der Tram und in den Straßen. Ach ja, es ist Halloween. Und schlimmer noch, morgen ist Allerheiligen!
Ich erwachte früh, sehr früh. Als ich auf das Handy schaute wurde mir erst bewusst dass wir Winzerzeit haben. Ach ja.
Frühstück im Hotel wollte ich nicht, also schlenderte ich draußen herum, fand das Kaffee Schwarzer Kater und orderte ein Kaffee ein Orangensaft und ein Bircher Müsli. Schmeckte gut. Da ich sehr zeitig dort war hatte ich die Auswahl auf der Terrasse. Später wurde es dann sehr voll.
Ich wanderte noch ein wenig umher und ich bekam leichte Kopfschmerzen. Mist. Zurück ins Hotel wo ich Tabletten hatte. Ich legte mich kurz aufs Bett wo ich sofort einschlief und erst wieder um 14:00!! erwachte! Huch!
Um 15:00 Uhr nahm ich dann die Bahn nach Basel.
Bei der Kaltmamsell hatte ich schon davon gelesen ihn selbst aber noch nie gesehen. Den Automaten Supermarkt am Bahnhof.
Von dort werde ich Stephans Käsekuchen mitnehmen, denn ich glaube am Montagmorgen hat er keinen Marktstand.
In Basel bekam ich dann sofort eine Tram zur Foundation.
Für die 25-jährige Jubiläumsausstellung in der Beyeler die heute große Eröffnung hatte und deshalb wahrscheinlich der Eintritt frei war, zeigte einen großen Rundumschlag aus ihrer Kollektion. Zudem hatten sie einen Stargast, Duane Hanson, der von der Kunstrichtung eher in meinen Arbeitsbereich fällt und genau meine Kragengröße war. Seine hyperrealistischen Figuren waren durch die ganzen Ausstellungsräume verteilt und standen im Dialog mit all den Größen wie Lichenstein, Rotko, Picasso und Co. Das ergab manchmal lustige Konstellationen.
Das fand ich war eine schöne Kombi mit einem gewaltigen Roy Lichtenstein im Hintergrund. … und das sähe auch sehr gut bei mir daheim an einer Wand aus.
Was ich an Hansons Figuren sehr schätze ist, dass sie bereits in den 70er Jahren entstanden sind und es damals nicht die Materialien gab um diesen Hyperrealismus darzustellen wie es sie heute gibt. Ich denke dabei vor allem an Ron Mueck, von dem ich Bücher habe und den ich auch gerne einmal live erleben möchte. Ich nehme an dass die Werke viel Pflege und Restaurierung benötigen.
Pamplipsest von Doris Salcedo. Ein Kunstwerk das unabhänging vom Rest der Ausstellung steht und eine starke politische Botschaft vermittelt.
Es war schön endlich wieder einmal in der Beyeler zu sein. Es ist und bleibt eines meiner Top 5 Museen.
Wieder in Freiburg fand ich gleich neben den Hotel ein kleines Thai Restaurant das gut besucht schien. Ich hatte Ente die ok war.
Wenn sie nicht in der Soße geschwommen wäre und dafür ein wenig mehr Gemüse dabei gewesen wäre, wäre sie schon fast perfekt gewesen.
Große Wiedersehensfreude am späten Morgen mit der lieben C.
Als ich das letzte oder das vorletzte mal hier war, wollte ich auf eigene Faust den mit der Bahn auf den Schauinsland fahren was aber schief ging, denn die Bahn war wegen was auch immer geschlossen. Also schlug die C. mir vor das doch heute zu tun.
Im Hotel hatte ich ein 24 Stunden Freiticket für alle Verkehrsmittel in Freiburg bekommen und so fuhr wir mit der Tram und dem Taxi (Busersatztverkehr, sehr seltsam) bis zur Talstation.
Es ist die längste Fahrt die ich je mit einer Gondel gemacht habe. Und von der Talstation aus gesehen merkt man gar nicht wie hoch der Berg eigentlich ist, weil es mehrere flache Streckenabschnitte gibt und der Gipfel von unten gar nicht zu sehen ist.
Made by C.
Oben dann aber wow!
Es war ein wenig diesig und auf dem Foto sieht in weiter Ferne den Kaiserstuhl und wenn es klarer gewesen wäre hätte man auch die Vogesen und auf der anderen Seite die Alpen gesehen.
Made by C.
In dem Kaffee gab es dann ein Mittagessen. Ich wählte Flammkuchen.
Als Nachtisch gab es den Klassiker schlechthin, den man in Luxemburg früher in jeder Patisserie, heute fast gar nicht mehr findet, Schwarzwälder Kirschkuchen.
Made by C.
Wieder im Tal legte ich mich kurz im Hotel hin und später ging es dann noch in eine Trattoria in der Nähe von C. Wohnung. Mit dabei waren der Göttergatte der C., der R. und der junge N., der erst vor kurzem aus Berlin nach Freiburg gezogen ist.
Um Mitternacht feierten wir dann in Rs. Geburtstag hinein.
Es gibt mehrere Möglichkeiten herzukommen. Über Trier/Mannheim oder Saarbrücken/Mannheim. Ich wählte die erste Option zum herkommen. Es ging alles fast glatt. Aber ich kam mit einer halben Stunde Verspätung an. In Deutschland Bahnfahren ist wie Roulette spielen. Man kann nicht jedesmal gewinnen.
Ich bin jetzt mal gespannt wie es wird, wenn ich zurückfahre. Da ist nämlich ein TGV mit in den Verbindungen drin.
Bleiben wir bei heute. Der Mannheimer Bahnhof ist winzig im Vergleich zu dem was dort an Verkehr herrscht. Ich konnte ihm mir ein wenig ansehen weil der Anschluss EC ein wenig Verspätung hatte.
Ich rief die liebe C. an dass ich gut angekommen bin und wir sehen uns morgen.
Mit einer halben Stunde Verspätung kam ich an. Und in Freiburg herrschten tropische Temperaturen. Ich kam mir mit meiner dicken Jacke sehr overdressed vor.
Und passierte mir das was mir viel zu selten passiert. Wenn alles stimmt, es nicht einen Missklang gibt, wenn alles entspannt und einfach nur schön ist, und zugleich ein kleines Kribbeln im Bauch hat. Wenn man sich einfach auf diesen Moment selbst einläßt und nichts und niemand ihn erschüttern kann, weil er nur dazu bestimmt ist schön und vielleicht unvergesslich zu sein. Dieser winzige kleine Funken Glück…
Badisches Dreierlei
Ich wage es seit langem mal wieder Hoffnung zu haben.
Endlich, jetzt da ich im Zug nach Freiburg sitze, finde ich die Zeit zum Schreiben. Es ist nicht so dass ich nicht will, aber die letzten Tage fiel es mir schwer die nötige Zeit und Ruhe dafür aufzubringen. Also gibt es jetzt eine Zusammenfassung.
Am Sonntag zog ein Sturm durch mit einer gewaltigen Regenschauer. Kurze Zeit später schien die Sonne wieder die schon hinter meinem Horizont verschwunden war und ein seltsames Lichtspiel am Himmel hinterließ.
Zeitgleich hatte die A. von ihrem ‚Hochsitz‘ aus auch Fotos geschossen. Der kleine Anfang eines Regenbogens mit dem Kronleuchter als Reflexion im Fenster sieht schon sehr spannend aus.
Zwei Tage später gab es das erste offizielle Käsefondue bei ihr, ( ich hatte ja schon eine) mit Käse den sie von ihrem Bruder aus der Schweiz mitgebracht hatte. Ich muss nur aufpassen dass ich nicht zu viel davon esse, sonst der Spaß für diesen Winter früh vorbei, weil es mich dann irgendwann ekelt.
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Mit der D. im Kino gewesen. Le Petit Nicholas ‚Qu‘est qu‘on attend pour être heureux‘ Ein Zeichentrickfilm über die beiden Erfinder des Kleinen Nick, Goscinny und Sempé. Es ist eine Doku, aber dann doch nicht so ganz. Wunderschön ist, dass sie die Zeichnungen von Sempé zu Leben erwecket werden. Der Film fängt 1955, an wo der kleine Nick noch keinen Namen hat und die beiden überlegen wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Er endet mit dem abrupten Tod von Goscinny der 1977 mit nur 51 Jahren verstarb. Der Film rührte mich sehr, weil er mir auch zeigte wie sehr mir die Figur des kleinen Nicks mit den Jahren an Herz gewachsen ist, auch durch die wunderbaren Zeichnungen des erst im August verstorbenen Sempé. Die Nicholas Bücher waren die ersten französischen Bücher die wir in der fünften Klasse durchnahmen.
Der Film wurde von Luxemburg koproduziert. In Cannes war es ein großer Erfolg und ich denke dass er auch in Deutschland zu sehen sein wird. Im L-W stand eine schöne Kritik, auf französisch.
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Die A2 hatte ein Post in eine Gruppe verschickt, dass man sich unbedingt die Gastoper im Großen Theater Treemonisha von Scott Joplin ansehen soll. Das tat ich dann auch. Und für jemand der nicht so ein großer Fan von Opern ist, war ich hellauf begeistert. Leider kann ich nichts weiter über das Tourneestück an sich berichten oder wo es eventuell demnächst zu sehen sein wird. Ich sitze ja im Zug und habe das Programmheft nicht mit.
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Am Donnerstag Mittag besuchte ich die B. in Saarbrücken, weil wir uns fast ein Jahr nicht gesehen hatten. Zu Essen gab es wie gewohnt Sushi in rauen Mengen:
Am Abend gab dann wahrscheinlich ein letztes mal einen Abendessen auf „der A. und meiner“ Terrasse im Hotel Parc Belair. Das Wetter ist ja beängstigend gut, was mich nicht weiter stört, denn dann werden die Heizkosten weniger. Zudem hab ich es ja so gar nicht mit der Kälte.
Nein, es geht nicht um den weltbekannten Roman von Patrick Süskind (obwohl, eigentlich schon, aber dazu komme ich später) sondern um meinen Spleen mit Düften. Ich habe schon mehrfach über die Jahre hinweg drüber geschrieben und auch ab und zu neu erworbene Düfte vorgestellt. Und bevor jemand fragt, nein, ich bin nicht gesponsert. Es ist mein Spleen, mein Hobby und es kommt mich bisweilen teuer zu stehen.
Ein paar Dinge sollte ich vorausschicken. Ich mache grundsätzlich keinen Unterschied zwischen Herren- und Damendüften. Moderne Parfümeure machen das schon lange nicht mehr. Auch hier soll Gendergerechtigkeit gelebt werden.
2017 hatte ich mal über mein ersten Erfahrungen mit Parfüm geschrieben. Als ich 2013 in die ganz kleine Wohnung zog, gab ich die Leidenschaft ein wenig auf, denn zum Sammeln von Parümflaschen war kein Platz. Außerdem gefiel mir nichts mehr wirklich, was die gängigen Parfümerien anboten. Alles roch frisch oder blumig und hielt nicht lange. Inzwischen habe ich aber neue Welten von Düften entdeckt, die einen Schritt weitergehen und etwas ‚riskieren‘, was ich sehr spannend finde. Der ganz neue Duft den ich erst vor ein paar Tagen kaufte ist so einer, aber mehr dazu weiter unten. Fangen wir mal mit einer der ältesten Flaschen an die ich habe:
Diese Flasche Marc Jacobs hatte ich mir im KaDeWe gekauft als ich noch mit dem S. in Berlin zusammen war. Es war zu einer unbeschwerten Zeit in der noch sehr vieles anders war und ich auch sehr viel naiver. Besonders an dem Duft war,dass er sehr nach Kokosnuss roch, für Männer zu der Zeit eher unkonventionell. Ich glaube nicht dass es ihn noch gibt.
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Maître Parfumeur et Gantier – Parfum d’Habit. ich habe die Serie von einem kleinen Pariser Parfümeur nie wieder anderweitig gefunden, als in dem winzig kleinen Parfümladen in der rue Louvigny hier in der Stadt. Den kleinen Laden der nur exclusive Düfte hatte, gibt es schon lange nicht mehr. Er erinnert mich ein wenig an einen Duft den meine Tante Gritty sehr mochte und der in den 70ern und 80ern sehr in Mode war. White Linnen von Estée Lauder.
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Auch Gaïac von Martine Micallef, eine der seltenen Frauen unter den Parfümeuren, entdeckte ich in der rue Louvigny. Sehr holzig und leicht süß. Micallef ist auch eine winzig kleine Marke die ich später noch einmal in Düsseldorf fand, aber nirgendwo sonst.
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Wer schon länger mitliest weiß, dass ich so manchen Duft von Fragonard habe. Suivez-moi und Beau Gosse sind zwei davon, die ich immer wieder benutze, wenn auch in letzter Zeit weniger. Die Flasche Emilie nehme ich gar nicht, es sei denn ab und an um auf ein Handtuch zu sprühen das im Badezimmer hängt. Emilie war nicht nur der Vorname meiner Mutter sondern auch ihr Duft. Das oben war die letzte Flasche die sie noch selbst in Südfrankreich gekauft hatte, lange bevor sie krank wurde. Ebenfalls von Fragonard sind die folgenden drei Stück, Encens-Fève Tonka, Poivre und Immortelle:
Alles Düfte die ich nicht mehr so oft nehme nur gelegentlich. Wenn sie leer sind werde ich sie aber nicht mehr nachkaufen.
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Encre Noir von Lalique ist einer der seltenen Düfte, bei der die Marke eigentlich für ein Glashersteller steht und nicht für einen Modeschöpfer. Es war ein Geschenk von meinem Ex. Ich Er hatte sich gemerkt, dass ich den Duft sehr schön fand, als wir einmal beide in einer Parfümerie in Münster waren. Das war dann schon ok. Aber grundsätzlich ist Parfüm als Überraschungsgeschenk keine Option. Das geht nämlich in 90% der Fälle schief.
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Wenn ich die Liebe zu Düften von jemandem geerbt haben soll, dann ist das eindeutig Tante Gritty. Von ihr wußte ich dass es auch Parfüm in fester Form gibt. Estée Lauder gab jedes Jahr zu Weihnachten immer wieder wunderschöne kleine Metalldosen heraus mit einem Duft in fester Form. Daran erinnerte ich mich bei meinem Ersten Besuch in Australien als diese beiden kleinen Dosen fand mit zwei Herrendüften eines ganz winzig kleinen Herstellers der auf einem Markt in St.Kilda. Benutzen tue ich sie nicht wirklich, aber es sind halt schöne Andenken.
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Baraonda von Nasomato hatte ich bei Ludwig Beck in München entdeckt. Ein Duft den ich oft mit auf Reisen nehme, weil die Flasche klein ist und es nur zwei winziger Spritzer bedarf, denn er ist hoch konzentriert.
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Komm en wir zu den baskischen Düften. Grenouille hat sich in den letzten Jahren zu meinem Lieblingsduft für den Sommer entwickelt. Grenouille (Frosch auf deutsch) ist abgeleitet von Familennamen der Hauptfigur von Roman Das Parfum. Oui mais il a aimé, mochte ich anfänglich sehr, es war aber letztendlich ein Fehlkauf. Ich wollte etwas lederig holziges haben, aber er hat auch eine Duftnöte die mir Kopfschmerzen bereitet.
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Das ist eine Rarität die es nicht mehr gibt und das ist sehr schade. Gelle Fra war ein Duft der vom Naturpark Uwersauer in Leben gerufen wurde. Der Mann der das Parfum erfand ist, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, verstorben. Ich hatte vor etlichen Jahren eine der letzten Flaschen ergattert zu einem sehr guten Preis. Es ist eher ein Cologne als ein richtiges Parfum. Viele grüne Kräuter sind die Hauptnote. Ich gehe sehr sparsam damit um.
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Under the Lemon Tree von Margiela hatte ich vor der Panedmie in Sydney gefunden. Sehr zitronig und sehr frisch. Ich mag es immer wenn es draußen sehr heiß ist und die schwereren Düfte mich zum umkippen bringen würden. Die Flasche ist bereits ein Nachkauf hier in Luxemburg, denn die Galerie Lafayette hat ihn im Programm.
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Viele der großen Marken haben inzwischen exklusive Serien die man nicht überall bekommt. Guerlain macht da keine Ausnahme. Cuir Intense und Oud Essentiel sind zwei Stück aus eine Serie von fünf oder sechs Stück. Cuir Intense wurde in den letzten Jahren einer meiner gängigen Winterdüfte auf den ich immer wieder zurückkomme und den ich ich bis jetzt auch nicht genug gerochen habe.
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Ja, die Flasche Fille en Aiguille von Serge Lutens befindet sich noch in der Verpackung. Inzwischen hat das Logo geändert und die Verpackung auch. Den Duft gibt es auch noch immer aber es ist aufgestiegen in der Liga und es gibt ihn nur noch in Paris in ihrem Hauptgeschäft. Alle andern bekommen ihn nicht mehr. Er ist weihrauchig was ich sehr mag. Wenn ich sie irgendwann öffnen werde, muss ich einen Ausflug nach Paris planen, um Nachschub zu kaufen.
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Kommen wir noch einmal zu den geschenkten Parfüms. Zadig & Voltaire ist eine Kleidermarke die auch Düfte herstellt die es aber nur in den Geschäften selbst zu kaufen gibt. Bei Sephora und Co. habe ich ihn noch nie gesehen. Er erinnert mich sehr an die Düfte ich in den 80ern hatte. Eher schwer und vor allem süßlich. Nicht mehr so mein Ding.
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Diptique ist eine von den Marken die man die Reihe der etwas bekannteren Marken einreihen kann, jedoch sind sie nicht überall verfügbar. Volutes mochte ich eine Zeit lang, aber nie so als dass ich die Nase darin versenken hätte können. L‘eau des Hespérides hatte ich mir zugelegt weil ich einen Ersatz zu dem oben beschriebenen Grenouille suchte. Er ist ihm ähnlich aber preislich in einer sehr viel höheren Liga angesiedelt.
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Kommen wir zu den extremen Düften die sich an Gerüchen orientieren die für manche eher im Gestank angesiedelt sind. Ein Beispiel wäre Nagellack oder Klebstoff. Wieder andere inspirieren sich an starken Gerüchen aus der Natur wie zum Beispiel Kuhmist oder Meische von Obst.
Ich kannte den italienischen Künstler Filippo Sorcinelli überhaupt nicht. Seine neue Serie Sex wagt es in andere Richtungen zu gehen. Slightly Bitch zum Beispiel riecht sehr stark nach Leder mit einem Hauch von Nagellack. Wenn ich ihn dann länger auf der Haut habe, wird er sehr weich und dunkel und erinnert mich an eine holzgetäfelte Cigarillo Bar mit großen Ledersesseln. Das ist meine letzte Erungenschaft und einer der extremen Düfte, die neue Richtungen wagen die mich sehr reizen, weitere zu probieren. Ein anderes Parfum aus der gleichen Serie, das ich aber nicht gekauft habe, geht noch einen Schritt weiter. Cyber Sex riecht wie ein parfümiertes und verschwitztes T-shirt nach einer durchtanzten Nacht.
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In der gleichen Kategorie der Extremdüfte ist Orto Parisi mit dem Duft Stercus. Wer Latein versteht weiß sofort was damit gemeint ist. Stercus ist ein Sammelbegriff für Mist, Abfall, im heftigsten Sinne sogar für Fäkalien. Er ist ein Hochkonzentrat von ich nur ein Spritzer brauche.
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Einer fehlt noch der mir im Nachhinein einfiel. Er befindet sich im Rucksack mit dem Schwimmzeug. Cacharel pour Homme. Ein Duft der mich durch meine ganze Ausbildung in den 80ern begleitete. Er riecht nicht mehr so wie damals. Das merkte ich sofort als ich die Flasche nach dem Kauf öffnete. Im Laden probiert hatte ich ihn nicht. Sie haben ihn angepasst und er ist weitaus weniger stark, was sehr schade ist.
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So, ich hoffe euch raucht der Kopf nicht vor Lauter Duft. Ich habe zwei Tage lang immer wieder daran geschrieben. Aber vielleicht inspiriert es ja jemanden auch mal über Parfüms zu schreiben und was sie auslösen. Erinnerungen die mit Gerüchen verbunden sind (und das ist erwiesen) sind um ein mehrfaches stärker, als z.B mit Geräuschen oder Musik.
…nichts geschrieben, weil ich nicht wirklich Lust hatte in die Tasten zu hauen. Es fällt mit zusehends schwerer am Morgen alles nachzuholen, was am Tag davor passiert ist, wenn ich am Tag selbst nicht ein wenig Zeit gefunden habe, zumindest nur ein paar Zeilen zu schreiben.
Aber dafür gibt es ein paar Fotos der letzten Tage.
Am Mittwoch in Trier. Die D. war mit von der Partie. Wir kauften den Biosupermarkt leer. Das ist dann doch der deutsche Vorteil gegenüber Luxemburg. Im Bioladen hier hätte ich für die gleichen Produkte gute 25 – 50% mehr bezahlt.
Anschließend im Zentrum das erste offizielle Herbstfoto geschossen.
Bei Edith Lücke ein neues Parfüm erworben. Aber was das genau ist berichte ich die Tage.
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Der Donnerstag blieb ereignislos mit Ausnahme eines Videos. „Und gib uns unsere tägliche Dosis Emma Thompson.“ Hier im Rahmen einer Trauerfeier um Alan Rickman.
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Am Freitag eine Wanderung durch die Stadt mit der A.
Die A. war zum ersten mal unter dem Pont Adolphe auf der Hängebrücke für Fußgänger und Fahrradfahrer. Weitere Herbstfotos.
Am Abend gab es chinesisches Essen im Red Face,. Das Restaurant das ich über die App des Lieferservice entdeckte schon während den Ausgeheinschränkungen. Ich hatte dort nie ein einziges Gericht das mich enttäuschte. Anschließend gab es noch einen Absacker im Vis-à-vis der sich dann etwas schwerwiegender erwies als geplant, weil wir plötzlich jede Menge Menschen mit am Tisch sitzen saßen, mit denen ich den Abend nur sehr bedingt verbringen wollte… Nun ja…
Es gibt wenig zu berichten mit aus Ausnahme. dass der Server von Joel.lu wieder irgendeinen Schluckauf hatte und seit dem Dienstag Nachmittag die Homepage nicht zu erreichen war. Ich habe es wieder hinbekommen, aber fragt mich nicht wie!
Ansonsten hatte mich da jemand sehr stark vermisst:
Seit Blue beim Friseur war, ist sie um die Hälfte geschrumpft. Ihre Fellhaare lösen sich nicht wie bei anderen Hunderassen von selbst, sondern muss gerupft werden. Das hört sich im ersten Moment grausam an muss aber so gemacht werden. Die Fellhaare, obwohl sie von der Haut schon abgestoßen wurden und darunter schon neues Fellhaar nachwächst, bleibt in der Haut hängen und muss wie epiliert werden. Das tut ihr nicht weh, es ist nur eine etwas unangenehme Prozedur. Ansonsten geht es ihr gut und sie ist immer sehr happy wenn sie mich sieht.
Ich hatte vor ein paar Tagen kurz angedeutet, dass ich über die Bear Community etwas schrieben würde. Es gibt da nämlich, wie es scheint, Aufklärungsbedarf. Die Bären sind ganz klar ein Teil der LGBTIQ+ Bewegung. Der Archetyp eines Bären ist groß, stämmig, mit viel Körperbehaarung und Vollbart. Das sieht in etwa so aus. Der Ursprung der Community gab es in 70er Jahren und interessanterweise nicht in den USA, wie ich lange annahm sondern in Europa. So steht es zumindest bei Wikipedia. Die Gruppe in Luxembourg nennt sich übrigens Bear Dukes.
Sie haben eine eigene Regenbogenfahne in braun gehaltenen Farben.
Es gibt auch Untergruppen wie die Chubbies oder Cups, die mehr Pfunde auf die Waage bringen.
Nun spreche ich hier von reinen Körperlichkeiten, an denen man, wenn man dazu gehören will, nichts machen kann, wenn die Körper- und Gesichtsbehaarung spärlich oder gar nicht mit auf den Weg gegeben wurde, oder man ist durch und durch schlank und/oder nicht sehr groß ist. In dem Falle würde ich z.B. nicht dazu gehören, weil ich mit meinen 1,72 eher im unteren Durchschnitt bin. Und genau darin ist die Community große Klasse, denn sie lässt alle Köperformen und Behaarungsdichten zu. Wenn man überhaupt kein Attribut besitzt, gilt man als Admirer oder Bewunderer.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Community auch Fetische zulässt, was dann auch in andere Gruppierungen überschwappt, was es je nach Fetisch manchmal sehr skurril oder lustig erscheinen läßt.
Eigentlich geht es um Zusammenhalt und Spaß. Vieles kann, nicht muss. So waren am Abend der Wahl des neuen Mr.Bear 2023 eine ganze Reihe von anderen Vertretern aus den Nachbarländern und von weiter weg, extra amgereist. Auch der frischgebackene Mr. Bear 2023 aus Belgien war da. Aus Belgien kam auch die/der Miss Bear , also ein Dragqueen Bärchen. (Und bei solchen Beispielen wird mir wieder bewusst wie mühsam und teilweise sinnlos die ganze Genderdebatte ist… aber das ist ein anderes Thema)
Die letzte Bärenwahl in Luxemburg war Ende 2019. Die Wahlen der letzten drei Jahre fielen aus, aus wohlbekannten Gründen. Der P. der es somit über drei Jahre war, war zumindest für mich einer der besten Bären die Luxemburg je hatte, weil er auch immer wieder eigenständig kleine Events organisierte, was die Community auch über die heftige Covid Zeit zusammenhielt.
Ich habe mich lange schwer getan zu irgendetwas gehören zu wollen. Es ist heute noch nicht einfach mich für etwas zu engagieren, nicht so sehr weil ich mich nicht binden will, sondern weil ich schon in so vielen anderen Aktivitäten festgezurrt bin. Und wenn ich etwas mache, dann richtig und ganz.
Bei den Bärchen aber fühle ich mich wohl, auch wenn ich bei weitem nicht bei alles mitmache. Vieles kann, nichts muss.