Um das mit der Bäckerei zu verstehen zeige ich euch ein Foto:
Diese Schlange gab es auch am Weihnachtsmorgen, wo man allerdings Croissants nur zu diesem Guckloch hinaus verkaufte. Das Geschäft an sich war geschlossen. Es befindet sich im Viertel Fitzroy, nicht weit von H’s Wohnung entfernt. Die Croissanterie Lune funktioniert nur so gut, weil das Marketing perfekt war und ist. Irgendein Kritiker schreib über diese Bäckerei, dass sie die besten Croissants der Welt haben. Das zieht inzwischen die Touristen, vor allem aus dem asiatischen Raum an wie die Fliegen. Zudem kosten sie um umgerechnet 4,75€ das Stück. Ganz schön viel Geld für ein Hörnchen. H. hat sie gekostet und meint, dass sie ganz ok seien, aber die besten der Welt wäre total übertrieben.
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Wir drehten am Morgen ein Runde mit dem Fahrrad durch die angrenzenden Parks.
Anschließend ging es zu der Familie der M.
Ich bin schon seit Jahren nicht mehr so herzlich in einer Familie für Weihnachten empfangen worden. Sehr schön war das Verteilen der Geschenke an alle und vor allem die Kiddies die es kaum erwarten konnten. Es erinnerte mich sehr an meine Weihnachten als Kind.
Essen gab es draußen auf der Terrasse bei lockeren 24 Grad. Es war wunderbar. Und den Triffle hätte ich um nichts in der Welt missen wollen.
Draußen unter diesen hohen Bäumen im Schatten… mit wunderbaren Gesprächen und gutem Wein. Sommertraum zu Weihnachten.
Am späten Nachmittag fuhren wir weiter zu Freunden von H. und M. Und dort gab es den eigentlichen Höhepunkt des Tages:
Bananabread getoastet mit Butter und ein Schinken/Käse Croissant zum Frühstück.
Ein Tag am Strand von St. Kilda, mit einem langen Spaziergang auf dem Pier. Wer die Fotos von vor zwei Jahren kennt, hat das alles schon mal gesehen.
Der alte aber sehr schöne Luna Park und das Palais Theatre.Und so sieht das aus wenn vier gestandene Herren in Melbourne den Heiligabend begehen. Im australischen Trachtenlook. Shorts und Flip Flops.
Wir feierten auf der Dachterrasse mit einem sehr schönen kalten Buffet und sehr viel Wein.
Es war ein Freundespaar von H. und M. anwesend, sowie ein luxemburger Student samt Freundin der ein Auslandsjahr in Australien absolviert.
Ich bloggte alles vom Vortag weg. Anschließend machten wir uns auf zur NGV ( National Gallery Victoria) zu einer Ausstellung die um nichtsi n der Welt hätte verpassen wollen. Bereits vor der Reise hatte der H. mir davon erzählt.
Wer mich kennt weiß dass ich einen Faible für Hearing habe
Toll an den beiden letzten Bildern ist, dass sie vor großen gegenüberliegenden Spiegeln standen, was es mir erlaubte mich einfach dazuzustellen. Ich musste mich sehr beherrschen, um nicht den großen Katalog der Ausstellung zu kaufen, doch da ich schon so viele Hearing-Bücher habe, ließ ich es bleiben. Stattdessen kaufte ich eine sehr schöne Tasse und zwei Teller, die ich extra gut verpacken ließ. Ich zeige sie bei meiner Rückkehr.
Gegen Mittag ein Picknick im Botanischen Garten
Dann machte sich bei mir ein wenig Müdigkeit breit und ich beschloss später noch ein Runde zu schwimmen. In diesem Zusammenhang zeige ich euch ein Bild :
Das Bild hängt bei H. zu Hause und hat ganz offensichtlich ein Fehler. Aqua schreibt man auf Italienisch Acqua.
Im Schwimmbad ist der Fehler auch. Demnach ist der Fehler kein Fehler und doch ist es einer.
Großes Hallo am Flughafen. Obwohl ich schon kurz nach 6 Uhr gelandet war, hatte der H. versprochen, dass er mich abholt. Er hielt Wort. Ihr könnt euch noch erinnern, dass ich beunruhigt war wegen dem Koffer? Es war unbegründet. Er war die 20 Stunden über drei Flughäfen mitgeflogen.
Es war nach der großen Hitze am Freitag in Melbourne war es erstaunlich frisch. Doch wir frühstückten auf der Dachterrasse von H.s Haus.
Das erste was ich bekam waren… Kirschen! Die sind hier jetzt reif und man bekommt sie zu Hauf auf den Märkten.
Sorry, das Foto ist sehr verwackelt. Aber ich wollte H‘s Frau, die M. nicht noch einmal bitten die Kirschen rauszunehmen nur weil ich ein Foto machen wollte.
Anschließend ging es zum Queen Victoria Market, mit mehreren Markthallen in denen es wahrlich alles gibt. Ich legte mir eine australische Simkarte zu. Mein Anbieter aus Luxemburg, die Post, schickte mir eine SMS mit ihrem ‚tollen‘ Überseeangebot, aber die Preise sind astronomisch.
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1GB für 14 Tage für 90 €? Ich habe jetzt für 10 australische Dollar 15GB für eine Woche. Zudem kann man mich anrufen per Whats app über die luxemburgische Nummer.
Und dann wurde es mir langsam bewusst:
ICH…BIN…IN…MELBOURNE!!!! AAAAAH!!!
Die Aussicht von der Dachterrasse. Wenn ich mich noch ein wenig mehr über Geländer legen könnte, könnte ich mehr von der Skyline sehen.
Was mir aber auch bewusst wurde, ich hatte nur sehr wenig geschlafen während den letzten Flügen.
Also ging es nach dem Frühstück ins benachbarte Schwimmbad um wieder wach zu werden.
Ein sehr schöner Bau, für den sich das ganze Viertel vor etlichen Jahren eingesetzt hat, dass er bleiben soll und nicht abgerissen wird. Ich schwamm meine Bahnen. Es half. Herrlich!
Dann später nahmen mich der H und die M, mich zu einem Dumpling Restaurant. Auf dem Weg dorthin machten wir noch halt in einer der ältesten Rooftopbars von Melbourne, gleich neben diesem herrlichen Park.
Im Prinzip hätte es eine WLAN Verbindung im Flieger gegeben, aber Prinzip und Tatsachen sind zwei verschiedene Dinge.
Der Flug von Paris aus war holperig. Es gab heftige Turbulenzen unterwegs, so sehr dass die Fütterung für eine Weile gestoppt werden musste.
Ich musste im Flieger noch einmal eine Schmerztablette schlucken, denn die Kopfschmerzen gingen wieder los. Zwischendurch schaute ich mir die zweite Staffel von Little Big Lies an. Um einiges weniger spannend als die erste, aber Meryl Streep die in dieser Staffel als Großmutter und Mutter des tödlich verunglück-mordeten Sohnes auftaucht, ist wie immer gnadenlos gut.
So sah das über Calcutta aus als die Sonne aufging. Die ‚Sterne‘ sind übrigens die Reflexionen in der Scheibe von den Anschnallzeichen.
12 Stunden Flug. Der Hintern schmerzte anschließend.
In Singapur dann 32 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Drei Stunden Aufenthalt. Aber hier gibt es viel zu sehen und die vier Terminals werde ich sicherlich nicht schaffen. Aber auf dem Rückflug werde ich hier sechs Stunden rumhängen und dann ist die Abwechslung gut.
Durch den Immigrationservice musste ich dieses mal nicht.
Und so vergingen die paar Stunden schneller als gedacht und so lange ich noch das Flughafen WLAN habe geht dieser Post noch raus.
So trist und trüb sah es um 9:00 Uhr aus und sehr viel heller wurde es den ganzen Tag nicht. Fazit: Ich hatten den ganzen Tag latente Kopfschmerzen.
Ich wuselte jedoch emsig zuhause rum und breitete alles vor. Ich merkte dass mir ein bestimmtes Kabel fehlte und flitzte dann gegen Mittag noch schnell in einen Elektroshop. Das ging so schnell dass ich noch Zeit hatte etwas zu essen, denn so schnell werde ich heute nichts mehr bekommen und wenn, dann sehr spät.
Hatte ich schon mal über das neue Ramen Restaurant auf der Place Guillaume berichtet? Ich war vor einer Weile mit der D. hier und wir waren sehr angetan. Als ich kam war es ruhig, doch dann füllte sich der Laden schnell. Dass unter den anderen Gästen sehr viele Asiaten waren wertete ich als sehr gutes Zeichen.
Die A. fuhr mich zum Flughafen. Beim Check-In riskierte ich das komplette Durchchecken des Gepäcks bis nach Melbourne. Da ich ja über Paris CDG fliege und dieser Flughafen dafür bekannt ist, dass das Gepäck irgendwo hängen bleibt riskierte ich das jetzt einfach mal.
Durch das Gestreike der Franzosen bei der Bahn und allen öffentlichen Verkehrsmitteln (ist ja eigentlich nichts neues) war der Flug, wie zu erwarten, brechend voll.
Das riesige Ungetüm CGD ist sehr unübersichtlich aber ich landete nach einer Busfahrt wie durch ein Wunder in der richtigen Halle und fand sofort das richtige Abfluggate.
Ich ass ein wenig Sushi in einem Yo! Sushi Laden und setzte mich dann in eine Warteecke, um seit langem mal wieder Internet zu lesen, was die Bloggerfreudinnen so treiben, was die letzten Wochen wegen dem intensiven Arbeitsaufwand nicht machbar war.
Stunde um Stunde vergingen. Und bevor während Stunden nichts mehr in Sachen Internet geht, lud ich diesen Post entgegen meiner Gewohnheit noch am gleichen Tag hoch.
Am Morgen ein schneller letzter Besuch beim Friseur. Es wird der letzte für dieses Jahr sein.
Bricole der Hund machte es sich,wie so oft, gemütlich auf meinem Schoß.
Dann eine Doppelvorstellung. Ich kenne das noch vom letzen Jahr und dem Jahr davor. Es ist ja nicht oft dass ich Märchen und Kinderstücke mache, inzwischen frage ich mich warum das so ist. Denn Kinderstücke sind anstrengend, bisweilen mehr als Erwachsenenstücke.
Früh im Bett weil am Donnerstag morgen eine letzte Schulvorstellung.
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Den Wecker gestellt und er klingelte definitiv zu früh. Gähn.
Im Radio in dem Nachrichten über die schrecklichen Zustände in Sydney gehört. Da ich an Sylvester und Neujahr dort sein werde, mir Gedanken gemacht ob das überhaupt machbar sein wird. Ich denke dass ich das kurzfristig entscheiden werde.
Ein letztes mal hinter dem Inspitzentenpult:
Ein letztes mal in den Kulissen auf die Umzüge warten und dabei auf den Bildschirm starren was auf der Bühne vor sich geht:
Und als das Stück zu Ende war, ging es wie gewohnt bei der letzten Aufführung ans einpacken. Ich hatte die Tage davor bereits ein Teil des Zeugs mit genommen. Der Rest ging dann sehr fix.
Die kleine Abschlussfeier war… naja etwas enttäuschend. Ich fuhr zur Wohnung, lud den Wagen aus und legte mich eine Stunde hin.
Und dann plötzlich wurde mir bewußt, dass es morgen losgeht. Und mit einem Schlag kam endlich die Vorfreude. Irgendwie war mir das gar nicht so richtig bewusst. Es war zugegeben die letzten Wochen sehr viel. Dass ich auf zwei Projekten zeitgleich arbeite, ist fast schon Alltag. Aber drei zur gleichen Zeit ist eher selten und ich bin dann mehr als ausgelastet, so dass ich kaum noch andere Gedanken führen kann.
Meine Putzhilfe kam heute später und ich gab ihr sämtliche Anweisungen was sie in der Zeit während meiner Abwesenheit alles zu tun hat.
Der Koffer lag schon seit Tagen bereit um gefüllt zu werden. Da ich noch recht gut vom letzten mal weiss was ich einpacken muss und was nicht, ging das Rauslegen und Aussuchen um einiges schneller.
Da ich nichts mehr im Kühlschrank hatte beschloss ich anderweitig zu essen. Ich ging ins Rooftop. Dort gibt zur Zeit nur ein Gericht:
Raclette.
Ist ja nicht zum ersten mal das ich dieses Jahr Raclette esse, aber mit Sicherheit zum letzten mal.
Ich trank noch in aller Ruhe ein letztes Glas Wein und ging nach hause.
So früh aufstehen für eine Vorstellung im Theater kommt auch nicht oft vor. Aber Schulvorstellungen sind nun mal früh wobei ich mich, wenn ich andere Kollegen aus Deutschland höre, nicht beschweren kann. Unsere fand um 10:30 statt. Anderweitig sind die Vorstellungen schon um 9:00!
Es lief alles wie gewohnt ohne Zwischenfall. (Und selbst wenn etwas gewesen wäre, könnte ich nur bedingt davon erzählen. PS an mich: Es war wirklich nichts!)
Am Nachmittag dann die Totenfeier im Krematorium zu Gedenken des N. Ich wollte nicht hin. Ich war die letzten Jahre zu oft dort. Und wie immer bei solchen Dingen fange ich an alles mechanisch zu machen. Ich ging nach hause, zog mich für die Gegebenheit um, und fuhr mit dem Bus hin.
Die L., N’s langjährige Freundin hatte alle geladen die sie von N.’s Familie kannte, und das waren zwei weitere Cousinen und mich. Mehr gibt dieser Strang der Familie nicht mehr her.
Ich lernte N.’s uneheliche Tochter A. kennen mit der er erst seit wenigen Jahren Kontakt aufgebaut hat. Die L. hatte dafür lange auf ihn eingeredet, dass er der den Kontakt herstellt. Er hatte sogar in den letzten Jahren versucht die Cousinen, die er noch hatte, (eine davon, meine Mutter, war zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr da) seiner Tochter vorzustellen. Doch wie so oft im Leben sollte man solche Vorhaben sofort ausführen. Er schaffte es nicht mehr… Die A. ähnelt dem N. sehr. Sie hat sein strahlendes Lächeln geerbt.
Die L. bat mich doch bitte mitzukommen zum sogenannten Leichenschmaus, damit die A. mich kennenlernen würde. Ich blieb eine Weile und lernte auch L.’s Familie kennen. Es war gut, dass ich eine Weile geblieben war.
N. hatte mir irgendwann einmal gesagt, dass er der letzte sei, der den Familiennamen trägt und mit ihm würde dieser Zweig zu Ende gehen.
„Nein, N. auch wenn dein Name nicht weitergeht, du hast eine tolle Tochter mit zwei Enkeln. Du hast alles richtig gemacht!„
Schlecht geschlafen. Kein Wunder. Ich war sehr früh wach, kurz nach 5, blieb aber im Bett liegen und guckte irgendwelche doofen Videos auf YouTube. Ein Becher Kaffee, zurück ins Bett. Noch ein Kaffee und irgendwann wurde es langsam hell.
Am frühen Nachmittag musste ich los zur zweiten Vorstellung. Ich bekam, schon am Vortag, sehr viele Komplimente für die Maske, was dann doch recht ungewöhnlich war, zumal ich hier die Maskenarbeit als nicht so herausfordernd empfand wie auf anderen großen Projekten.
Am Abend dann eine kleine Feier mit der A. und der N. bei dem Italiener vom Limpertsberg schlechthin, im La Torre. Es war das letzte mal sein dass wir uns zu dritt sehen bis nächstes Jahr. Es ist schön dass ich Freunde habe, die mich verstehen die meine Sorgen und Ängste teilen und die meine Geschichte kennen…
Ich hatte Fussilli mit Steinpilzen und Ragout. Wun-der-bar!!!
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Der Montag endlich ein Tag ohne Theater. Ich war früh wach und machte mich auf zum Reisebüro meines Vertrauens. Die K. , die beste Reiseverkehrskauffrau der nördlichen Hemisphäre, händigte mir sämtliche Papiere aus mit Erklärungen aus.
Wieder zu Hause überfiel mich die Müdigkeit derart, dass ich mich kurzerhand hinlegte, denn am Abend sollte ich noch die D., die V. und die N. sehen, meine drei 90er Jahre Damen.
Die Trattoria del Circolo war unser Ziel. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Lokal gar nicht kannte und das letzte Mal muss vor mindestens 10 oder 15 Jahren gewesen sein.
Ich hatte eine Pastaart, die Tintenfischringen glich mit allerlei Gemüse. Sehr gut. Als Nachtisch ein Tiramisu der mich aber enttäuschte.
Proben, proben, proben. So ist das nun mal. Und dann täglich ein Blogosting zu schreiben ist leider nicht machbar.
Eine kleine Begebenheit von Donnerstag kann ich erzählen.
Es war die traditionelle Weihnachtsfeier im Mudam. Die D. war eingeladen und hatte mich als Gast mitgenommen. Wir stellten fest, als wir hin gingen, dass wir letztes Jahr genau um die gleiche Zeit auch dort waren und es uns nicht sonderlich gefallen hat. Der Crémant schmeckte gräulich und für den Rest war es eher eine ‚gesehen und geshen werden‘ Angelegenheit. Es war weniger eine Weihnachtsfeier als dass es Networking war.
Dieses Jahr hatte man sich ein bisschen mehr Deko einfallen lassen. Wir nippten an unseren Gläsern mit dem Crémant der genauso scheußlich schmeckte wir das Jahr davor. Jemand vom Personal bestätigte mir auch dass es der gleiche sei. Nun ja… Anstatt noch länger dumm herumzustehen gingen wir bereits nach knapp 20 Minuten und versuchten uns Glück im Tempo ob vielleicht doch noch einen Tisch frei wäre, so wie letztes Jahr. Wir hatten kein Glück.
Ich rief im Grünewald an. Ausgebucht. Es scheint dieser Tage die Menschen dann doch sehr in die Restaurants zu ziehen. Mir viel ein altes Lokal ein das ich schon lange nicht besucht hatte, das Annexe. Das hatte wohl noch Tische frei, doch da ich das Auto mitgenommen hatte, weil ich es auftanken musste musste ich notgedrungen hinfahren. Es war vom Kirchberg aus kurz vor 20:00 Uhr kein durchkommen in die Innenstadt. Auf dem Boulevard Royal den ich sonst fast immer meide ging es gar nicht voran und wir brauchten über eine halbe Stunde um nur mal in die Nähe des Boulevard Roosevelt zu kommen in den ich hätte fahren müssen. Es gibt dazu leider keine Alternative. Also schmissen wir die Pläne um und gingen ins Hotel Parc Belair, das zehn Gehminuten von meiner entfernt Wohnung liegt. Wir bekamen sofort einen Tisch unangemeldet. Sehr gut. Ich hatte nach langen fleischlosen Tagen große Lust auf Entecôte mit Béarnaise. Es war genau das richtige.
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Die Probe am Freitag lief sehr gut dass alle sehr zufrieden waren. Sogar der gewaltige Patzer der in Sachen Requisite passierte und von den Hauptdarstellern so elegant gelöst wurde dass es dem Testpublikum nicht auffiel, wurde nicht weiter zur Sprache gebracht. Das passiert einmal und nie nie wieder.
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Am Samstagmorgen Wochenmarkt, obwohl ich nichts mehr brauche. Doch ein kleines Stück Winzernuss musste sein. Ein kurzes Treffen mit der D. im Renert.
Für einen kurzen Augenblick schien die Sonne und ich zückte das Handy:
Der C. der mir gegenüber saß, musste mit aufs Bild.
Und dann sah ich einen Namen auf dem Display vom Telefon, der mich aufschrecken ließ. Ich atmete tief durch und hob ab. Und in der Tat hatte ich richtig vermutet. Der Cousin N. meiner Mutter, der ebenfalls Taufpate meines Bruders war, verstarb letzte Nacht.
Doch zum Innehalten blieb keine Zeit,ich musste los. Am frühen Nachmittag musste ich im Theater für die Premiere sein.
Ich ging nach hause, zog mich um für die Arbeit und nahm das Auto mit, weil schon ein Teil des Materials das ich nicht brauchte, wieder zurück transportiert werden musste.
Und dann blieb die Welt für ein Moment stehen. Der N. den ich seit meiner Geburt kannte, spuckte mir im Kopf herum. Ich erinnerte mich an Familienfeste bei denen er anwesend war. Er war eigentlich ein Zwilling gewesen, doch sein Bruder verstarb als kleiner Junge bei einem Unfall. Er übernahm den Familienbetrieb, ein Umzugsunternehmen…
Die Premiere lief wie am Schnürchen. Es ging nichts schief. Doch zwischen der Aufregung, Spannung und Freude einer ersten Vorstellung und meiner innerlich tiefen Trauer um den letzten Menschen auf der Welt der mich von Kindesbeinen an kannte, wurde mir ein weiteres Mal bewusst, was der Spruch „The Show Must Go On“ bedeutet. Ich versuchte mich wirklich mit aller Kraft auf die Arbeit zu konzentrieren, doch irgendwann stand ich im Aufzug und heulte.
Es ist nicht zum erstem Mal dass Freud und Leid mich zur gleichen Zeit derart überfahren und dass die ganze Welt sich irreal anfühlt.
Ich war froh als alles vorbei war inklusive der Premierenfeier, denn ich wollte nur noch ins Bett.
Ein seltsamer Tag, der damit begann dass ich schon vor acht Uhr vom Regisseur angerufen wurde mit dem ich zur Zeit arbeite.
Gegen Mittag kam dann die Nachricht dass die Probe heute ohne Maske sei. Also nutzte ich die Gelegenheit eine Menge bestelltes Zeug das nicht gebraucht wird wieder zurückzuführen. Ich fuhr dafür zuerst ins Theater, packte alles zusammen und dann per Zug nach Trier, was dem Verkehr nach offensichtlich meine beste Idee des Tages war.
Die beiden Dreiviertel Stunden der Hin- und Rückfahrt gaben mir die Zeit endlich mal einen Blick in die letzten beiden New Yorker zu werfen, die seit Tagen ungeöffnet auf der Kommode lagen.
Am Abend dann endlich noch ein paar weitere Folgen von Doom Patrol geschaut. Die Serie ist schon sehr schräg.
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Mag sein dass das nicht sehr erwähnenswert ist, aber ich habe heute endlich die SpOn App von Smartphone entfernt, nachdem ich sie über Monate hinweg nicht mehr benutzt habe. Was haben denn meine geschätzten Leser so als App von deutschen Zeitungen um auf dem laufenden zu bleiben? Also eine möglichst eine die nicht zu werbeträchtig ist.
Technische Proben sind immer ein Kraftakt. Heute war so eine, doch im meinem Bereich lief alles bis auf einen größeren Patzer erstaunlich gut.
Da die Proben alle weitaus früher am Tag sind als für normale Theaterstücke, war ich auch schon kurz nach 20:00 Uhr fertig. Und so gönnte ich mir ein Chicken Satay beim Chinese King.
Und während ich auf die Bestellung wartete, chattete ich mit dem anderen Ende der Welt. Ich gab meine Uhrzeiten durch wann ich wo sein würde und der H. im Australien sowie der C. in Neuseeland freuten sich und ich erst recht. Inzwischen mache ich Listen von Dingen die ich noch erledigen oder in Voraus planen muss, wie immer mit einer fast krankhaften Akribie und immer der Angst im Nacken, ich könnte etwas wichtiges vergessen. Gelassenheit werd ich in den Dingen in diesem Leben wohl nicht mehr lernen…
Ich schrieb vor einigen Tagen hier dass ich das Licht am Ende des Tunnels erahne. Inzwischen sehe ich es flackern. Und die Vorfreude steigt…
Ja, ich weiß. Der Titel ist provokant. Aber im Gegensatz zur Art Week von vor ein paar Wochen ist das hier eine komplett andere Liga.
Dabei sah das Plakat mit dem Kücken vielversprechend aus. Aber leider war es wie das letzte mal auch dass die Art Fair besuchte sehr enttäuschend. Nur sehr wenige Galerien hatten wirklich auußergwöhnliche Sachen. Das meiste waren Bilder und Objekte die man eher als Deko bezeichnen kann und sich sehr gut auf den Fluren oder in der Eingangshalle eines Hotels machen würden. Ein paar kleine Schätze gab es jedoch:
Eine Nomadengalerie Artgamma aus Frankreich die beständig tourt oder Popups macht. Sie zeigt ein Künstlerpaar deren Werke wirklich aus Masse herausstachen. Giancarlo Mustich und Alessandra Chiffi.
Ein anderer kleiner Privatverkäufer stellte die Werke von Alberto Bertoldi aus, die mir sehr gut gefielen, da er fotorealistische, fast surreale Wolken malt. (Und wer mich kennt und den Fotoheader hier im Blog, weiß wie faszinierend ich Wolken finde!)
Aber es gab auch Scheußlichkeiten zu sehen, z.B. ein Statement wie folgendes:
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Am Abend eine Generalversammlung der Künstlerkollektivs und die Verabschiedung einer langjährigen Mitarbeiterin. Dabei habe ich ein paar neue, wichtige Infos bekommen für diverse Projekte in der Zukunft, darunter eines das mich elektrisierte und Gänsehaut bescherte, was schon lange nicht mehr das Fall war, und bei dem ich augenblicklich meine Mitarbeit zusagte.
Alles was die letzten Tage passiert ist, ist nicht blogtauglich weil es viele dritte Personen involviert. Aber heute hatte ich einen fast freien Tag und und somit können wir wieder zur gewohnten Tagesrodung Tagesordnung übergehen.
Sehr tristes, dunkles, kaltes und regnerisches Wetter an einem Samstag. Will ich wirklich auf den Wochenmarkt? Eigentlich müsste ich schon hin, da es an vielen Dingen im Haushalt fehlt und der Kühlschrank läuft auch nur pro forma, denn wirklich was zum kühlen hat er nicht. Kurz vor 10 Uhr war ich immer noch unschlüssig.
Doch dann ging ich doch los. Ich traf die K. auf eine schnelle Tasse Kaffee im Renert und besorgte alles was ich für Haushalt brauchte. Ich gönnte mir ein Stück Winzerkuchen vom Eifeler Bäcker und trat den Heimweg an.
Vorstellung am Abend. Ein kleiner Exkurs in den Maskenbildneralltag gefällig? Bitteschön!
Dazu möchte ich ein Foto zeigen von einem ‚Gegenstand‘:
Links und rechts sind Haarnadeln an einer kleinen Sprungfeder an kleinen Schlaufen angebracht. Die Feder wird mit den Nadeln auseinander gezogen und, meistens bei Männer mit schütterem oder sehr kurzem Haar, angebracht. Das sieht dann so aus:
Damit erstellt man einen Fixierpunkt, der bombenfest ist und zum Halt einer Perücke dient. Dazu wird ein der besagten Haarnadeln durch die Perücke hinter die Feder geschoben. Das ziept manchmal ein bisschen ist aber eine sehr sichere Methode dass nichts runterfällt.
Die Arbeitstage sind lang aber am Ende des Tunnels läßt sich ein kleines Lichtlein erahnen. In Sichtweite ist es noch lange nicht.
Ein schnelles Posting zwischendurch, weil ich da was fürs Blog abgelichtet habe.
Dauner Stollen. Ich hatte ihn schon letztes Jahr entdeckt in der kleinen Bäckerei die an den Biosupermarkt in der Saarstraße in Trier angeschlossen ist. Ich bin nicht so sehr der Stollenfan, aber den mag ich.
Und dann wäre die Decke in der Tiefgarage am Theaterplatz die ein wenig beunruhigend wirkt.
Ich denke nicht dass die Decke do schnell zusammenkracht, aber es ist ein Wasserschaden der irgendwann doch beseitigt werden muss. Ich frage mich zudem ob es nicht die nächste Tiefgarage sein wird die ein Komplettrenovierung erfährt.
Der Tag begann damit dass ich kurz vor einem Heulkrampf stand. Jetzt beim Schreiben kommt es mir fast doof vor. Doch es passiert meistens dann wenn ich den Überblick verliere und es ist keine Hilfe in Sicht. Das mit der Hilfe anfragen ist auch so ein Ding das ich mit meinem 53 Jahren noch immer nicht gelernt habe, weil ich im Prinzip immer alles im Alleingang mache. Aber das ist ein anderes Thema…
Es half alles nichts, ich musste los. Dazwischen plagten mich Gedanken dass ich mit tödlicher Sicherheit in den nächsten Tagen krank werde, was ich mir als Freischaffender nun partout nicht erlauben kann…. (ihr seht wo dieses Blogposting hinführt?)
Ich musste nach Trier zum Perückenladen meines Vertrauens. Doch die Frau T., bei der ich nie viel erklären muss, die immer sofort weiß was ich will, war nicht da. Und dann ließ, seltsamerweise, meine Anspannung los. „Ich kanns nicht ändern. Es ist wie es nun mal ist.“
Ich kaufte ein Geschenk das mit auf die Reise geht, ließ mich in der Apotheke beraten hinsichtlich einer Reiseapotheke und gönnte mir ein Mittagessen in Osteria ( in der Brasserie Trier war alles ausgebucht)
Grüne Mini Macaronccini mit Pilzen und Speck. (sehr gut!) und dazu, weil es jetzt eh egal war, ein Glas Chardonnay und vorab ein Negroni.
Anschließend musste ich raus aus der Stadt, denn Trier platzte von Menschenmassen. Der Alkohol tat im Übrigen seine Wirkung und ich fuhr gegen halb drei entspannt mit dem Zug zurück. (Dass es ein Posting gestern und heute gab ist übrigens dem Zug geschuldet weil ich dann fast eine Stunde zum Nichtstun verdonnert bin.)
Gegen 17:00 Uhr fuhr ich los in den Norden des Landes zu einer letzten Vorstellung des Hobbykellers. Und damit ist eine „Baustelle“ zu. Uff! Eine weniger!
Eines gleich vorneweg. Es wird die nächsten Tage etwas ruhiger werden hier. Das soll aber niemanden beunruhigen. Ich habe etwas zu viel Arbeit im Moment und wenn ich dann noch mein Blog bedienen soll, was ein sehr zeitaufwendiges Hobby ist, droht mir der Kopf zu platzen. Und das kann doch niemand wollen, oder?
Das Foto machte ich schon vorgestern. Die rue des Capucins mit Sicht auf den Weihnachtsmarkt auf der Place d‘Armes.
Der Freitag war lang, zu lang. Ich merke dass ich für solche Tag inzwischen wesentlich mehr Kraft aufwenden muss als früher. Da ich zur Zeit zwischen, nicht zwei, sondern drei verschiedenen Projekten springe, müsst ihr euch das vorstellen wie ein vierfach Schalter im Kopf. Drei Positionen für Arbeit und eine kleine Zwischenposition fürs Private.
Durch den Verkehr, den ich inzwischen regelrecht hasse, wurde ein Materialtransport von einem Theater in ein anderes zu eine Geduldsprobe, doch ich hatte mir genug Luft nach hinten gelassen, dass ich nicht in Bedrängnis kam.
Am Abend dann eine Vorstellung außerhalb der Stadt, im Norden des Landes. Es war sehr schön und die Arbeit machte Spaß. Beizeiten Schluss machen ging nicht, da ich so vielen Bekannten begegnete die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Nach der anschließenden Rückfahrt fiel ich wie ein Stein ins Bett.
Das Foto fiel mir beim Aufräumen des Schreibtisches in die Hände. Ich hatte es schon vor Monaten rausgesucht um für diese Serie einzuscannen.
Ich muss so sieben oder acht Jahre alt sein. Was mich vor allem daran fasziniert ist der Hintergrund mit der nicht so ganz aufgeräumten Kommode.
Da wäre zum Beispiel das alte graue Telefon mit Wählscheibe. Es war aus schwerem Bakalit. Eine kleines Souvenir davon habe ich am Kopf weil mir mein Bruder einmal den Hörer auf den Kopf knallte. Der Hörer blieb heil, aber ich hatte eine heftig blutende Wunde am Kopf.
Dann wäre da die Lavalampe, von der ich nicht weiß wo sie verblieb. Irgendwann waren die Dinger nämlich außer Mode, und meine Mutter hat sie, glaube ich, entsorgt. Schade, denn sie würden sich heute hervorragend in meinem Wohnzimmer machen.
Die Bilder an der Wand sind von Großmutter Marie. Ein paar davon habe ich noch. Doch den Großteil davon aber habe ich bei Auflösung des Hauses verschenkt oder verkauft.
Auf der linken Seite sieht man etwas was Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger schwer in Mode kam. Eine sogenannte Durchreiche. Dieses Loch in der Wand zum Druchreichen der Speisen und Geschirr wurde nachträglich eingebaut. Doch viel genutzt wurde sie dann in ab den neunziger Jahren nicht mehr.
Die zwei Flaschen Martini sollten eigentlich unten im Apéroschrank stehen. Aperitif gab es bei uns immer wenn Besuch da war. Und wenn es ein Foto von mir gibt war offensichtlich Besuch da.
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Tagebuchtechnisch war es wieder so ein Tag von dem ich nicht viel berichten kann. Zuhause saß ich hauptsächlich vor dem Rechner und zermarterte mir den Kopf über ein Projekt das es erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres stattfindet.
Wettermäßig war der Tag zum vergessen. Es stürmte und regnete den ganzen Tag hindurch und ich wurde auch mehrfach nass.
Kostüme. Das ist wohl das Wort das den Tag am besten beschreibt. Es war eine fast endlose Angelegenheit und ich war am Ende ziemlich groggy. Jedoch bin ich froh alles gesehen zu haben was in den nächsten Wochen auf mich zukommt. Jetzt bin ich gefragt. Es gab eine Brille die es mir sehr angetan hatte.
Die Gläser lassen alles derart rot erscheinen dass man glaubt man sei in einer völlig anderen Welt. Wenn man sie dann auszieht braucht es eine Weile um sich wieder an der normale Licht zu gewöhnen.
Zwischendurch hatte ich noch einen anderen Termin der mich sehr runterzog, aber was soll man machen…
Am Abend war ich mit der D. verabredet und wir gingen in die Skybar. Es war üblich wow!!! Der Koch Renaud hat ein Gericht auf die Menükarte gesetzt das er früher auch immer Annexe gekocht hat. Jetzt da dort der Besitzer und der Koch gewechselt haben, kann er es wieder kochen.
Thunfisch Rossini. Ich wusste gar nicht wie sehr ich den Geschmack seiner Rossini Soße vermisst hatte.
Montag Generalprobe. Dienstag Premiere. So könnte ich die beiden letzten Tage zusammenfassen. Und wie immer kann ich dann nur wenig berichten.
Der tödliche Unfall mit dem Kleinkind auf dem Weihnachsmarkt machte weltweit Schlagzeilen. Und es erschütterte das ganze Land dann doch eine wenig in seinen Grundfesten. So war es am Montag Abend sehr ruhig in der Stadt und alle Weihnachsmarktstände blieben geschlossen. Sehr traurige Geschichte…
Die Mutter einer meiner Arbeitkolleginnen ist hier eine eifrige Leserin (und wird sich jetzt auch wirdererkennen) So berichtete sie ihrer Tochter brühwarm, dass ich Premierengeschenke gekauft hatte, aber sie würde ihr nicht verraten was. Tja, ich muss echt aufpassen was ich hier preisgebe.
Das sind die Plätzchen.
Die Premiere lief gut obwohl alle ziemlich Lampenfiber hatten. Und ich heimste auch ein paar Komplimente ein.
Das Wetter ist einem Sonntag angemessen. 8 Grad bei SonnenscheinEines der neuen Gebäude auf dem Boulevard Royal in das unter anderem eine FNAC und eine Gallerie Lafayette kommt. Eine TrambaustelleNOCH eine TrambaustelleDie fertig frisierte Perücke für die Probe. Wartet sozusagen auf ihren Auftritt. Ein Teil der Kostüme für die Umzüge.
Auf der Hinterbühne hörte man die Geräusche von der Place du Théâtre. Es hatte sich wieder eine Schlange an Autos gebildet die alle ins Parkhaus wollten. Es ist schließlich das erste Wochenende vom Weihnachtsmarkt und alle wollen mit dabei sein. Ich war froh dass ich zu Fuß unterwegs war.
Nach der Probe rief die A. mich an ob ich Lust hätte auf einem Absacker im Grünewald. Hatte ich. Es war wunderbar ruhig dort und wir konnten endlich mal in aller Ruhe unser beider Arbeitsalltag Revue passieren lassen. Zudem, und da bin ich ein ganz klein wenig stolz auf mich, gab ich ihr eine Idee mit auf den Weg, die wenn sie umsetzbar ist, eine Reihe von Dingen erleichtern wird.
Der Baum mit den Geschenkpackungen gegenüber der Place du Théâtre. Letztes Jahr hingen die Geschenke weit bis in den Februar hinein, als der ganze Rest der Weihnachtsdeko schon längst wieder abgebaut war.
Ein kleiner Exkurs in die Kosmetikwelt: Da ich mich tagein tagaus damit beschäftige, sollte ich auch auf dem laufenden sein was es neues an Produkten gibt. Nebst der Beauty Messe in Düsseldorf (die ich aber seit 2 Jahren nicht besucht habe) und der ganz großen Beauty Messe in London, gibt es aber auch die ganzen sogenannten Influencer, die Produkte testen. Es ist schon klar dass das nicht ohne Drama vonstatten geht. „The drama in the beauty community“ ist fast ein geflügeltes Wort. Einer der Global Player in dieser Welt ist Jeffree Star mit seiner Marke. Der letzte große Start von einer neuen Serie an Lippenstiften und Lidschatten von Jeffree wurde von YouTuber Shane Dawson begleitet der seinen Namen und die Ideen auch dafür lieferte. Ich hatte mir die ersten Episoden der Serie The beautiful World of Jeffree Star über die letzten Wochen angesehen und lernte dabei so einiges über Produktentwicklung hinzu. Am 1. November war der Verkaufsstart und aus reiner Neugier schaute an dem Tag im Shop von Jeffree Star vorbei. Die Seite stand still. Ich konnte mir nicht einmal die Produkte ansehen, und wenige Stunden später war alles ausverkauft. Gestern erschien die Episode vom Verkaufsstart und obwohl ich ja wusste dass das Internet kollabiert war, hatte ich allein beim Zuschauen Herzrasen als alle am Tisch saßen und deswegen durchdrehten.
Am frühen Nachmittag dann ab ins Theater. Und während ich hinter der Bühne saß, überlegte ich mir was ich danach tun könnte da der Kühlschrank nicht viel hergibt um mir zu hause was zu kochen.
Der Grünewald war ausgebucht. Zum lange rumlaufen oder fahren hatte ich aber auch keine Lust. Außerdem war es schon nach acht. Also ging ich seit ewigen Zeiten mal wieder in die Brasserie du Cercle. Früher war das eine der seltenen Adressen bei denen man auch noch nach 22:00 was zu essen bekam und war somit eine gern genommene Gaststätte für Premierenfeiern. Das hat sich inzwischen geändert, denn die Feiern von Theaterpremieren werden von Theater selbst organisiert.
Ich hatte Glück und bekam einen Tisch, weil ich alleine war. Es wurden nach mir sehr viele Leute abgewiesen die fast im Minutentakt fragten ob noch ein Tisch zu bekommen sei. Ich hatte seit ewigen Zeiten mal wieder ein Cordon bleu, das aber nur mittelmäßig schmeckte. Abgelichtet hatte ich es nicht.
Am Tisch neben mir nahm zwei Paare Platz mit einem Kind. Die eine Frau kannte ich. Sie war eine der Nachbarskinder aus meiner Straße in der Alten Heimat. Ich kannte sie nicht besonders gut weil sie gute 15 Jahre jünger ist als ich. Ich kannte ihre ältere Schwester besser.
Und wieder einmal rieselten Erinnerungen auf mich ein wie dichter Schnee…
Sie wohnten in einer Doppelhaushälfte, der einzigen die es in der Straße gab. Das ganze Haus war in all den Jahren mehrfach verkauft worden. Die Gründe dafür weiß ich ich nicht mehr. Alle anderen aus der Straße hatten selbst gebaut und wohnten noch immer im Eigenheim. Somit waren sie die Außenseiter…
Und immer wieder laufen Bilder in meinem Kopf vorbei die bisweilen sehr verstörend sind und mich an lang vergessene Geschichten erinnern, die nicht die meinen sind, von denen ich doch irgendwie ein Teil war.
***
Ich bin euch noch den Link der letzten Sendung NO ART ON AIR schuldig die bereits am Donnerstag ausgestrahlt wurde und in der ich mitgewirkt habe.
Am Morgen eine größere Umänderung an einer Schauspielerin. Mehr kann ich drüber nicht schreiben.
Am Nachmittag Arbeit im Theater die kein Getrödel duldete. Aber es ging alles gut und machte Spaß.
Das Foto oben ist übrigens mein kleiner Maskentisch hinter der Bühne. Hier noch sehr voll beladen, weil noch nicht ganz klar war was ich wirklich brauchen würde. Morgen wird das weniger sein.
Nach der Probe taute ich mich was:
Seit gestern steppt der Weihnachtsmannmarkt. Ich wollte dothin, weil es das einzige Mal im Jahr ist ,dass der Marseille Seifenstand hier ist und ich nicht im Internet bestellen muss. Letztes Jahr schon kaufte ich all meine Seifenstücke dort und das reichte für das ganze Jahr.
Ich kaufte ein paar Seifen und sah dass sie inzwischen Shampoobars haben. Ich werde morgen früh nochmal hingehen wenn es etwas ruhiger ist und den Stand leerkaufen…
Anschließend ging es zum Rooftop wo ich schon lange nicht mehr war.
Auf Fotos gibt die Bar schwer was her. Es war ruhig gestern und so jetten der F. Und ich seit langem einmal wieder Zeit zum plaudern.
Ich wachte mit Kopfschmerzen auf. Der Grund war simpel. Ich hatte mir am Abend davor beim Chinesen ein viertel Wein bestellt das der Kellner beim servieren der Speisen über den Tisch schüttete, als ich es etwas mehr als über die Hälfte leergetrunken hatte. Er entschuldigte sich und brachte ein neue volle Karaffe. Somit hatte ich fast einen halben Liter Wein intus der, leider nicht der Beste war.
Telefonate und Mails hielten mich den Rest des morgens gehörig auf Trab. Doch eigentlich hatte ich Lust rauszugehen, obwohl es kalt und feucht war.
Also zog ich gegen Mittag los. Da ich keine Lust hatte ins Auto zu steigen, nahm ich, wie in letzter Zeit fast immer, den Zug und fuhr nach Trier. Ich kaufte die Premierengeschenke für kommende Woche. Ich bin darin in den letzten Jahren etwas einfallslos geworden. Es werden meistens für jeden eine Tüte Plätzchen der Konditorei Mohr.
Und während ich darauf wartete dass die Bestellung fertig wird, sah ich eine Frau mit Rock und Mantel, vobei der Rock unter dem Mantel hervorschaute:
Meine Großmutter die jahrelang ein Bekleidungsgeschäft führte, hatte dafür einen Spruch auf luxemburgisch. „D‘Vesper ass mei laang wéi d‘Houmass.“ (Die Vesper ist länger als das Hochamt.) Gibt es den Spruch auch im Deutschen?
Als ich wieder am Bahnhof war sah ich auf der Anzeige dass mein Zug gestrichen war. So hatte ich fast eine Stunde zum rumtrödeln.
Und wieder kreisten meine Gedanken um Dinge aus der Vergangenheit. Manchmal macht mich das wahnsinnig. Es sind kleine Begebenheiten, Anekdoten immer im Zusammenhang mit lange verstorbenen Menschen aus meinem Umfeld, immer so als ob ich zurückkatapultiert werde, als ob mein Leben nicht weitergegangen wäre, als ob ich steckenbleiben würde. Für gewöhnlich schreibe ich es der Jahreszeit zu. Wenn die Tage kürzer werden, die Nächte länger und die grässliche ‚besinnliche‘ Zeit anfängt, habe ich immer diesen Hänger. Doch dieses Jahr empfinde ich ihn als besonders schlimm.
Im Zug fing ich an das Blogposting vorzuschreiben. Eigentlich hätte ich mich am Abend mit der A. treffen sollen doch sie hatte schon was vor. Also ging ich sofort nachhause.
Ein weiterer sehr ruhiger Tag. Das einzig unangenehme war Rechnungen bezahlen. Wie angekündigt die letzte Vorstellung vom Hobbykeller. Es hat keinen Wert heute Abend noch vorbei zu kommen um eventuell doch noch eine Karte zu bekommen, es ist restlos ausverkauft. Die beiden anderen Vorstellungen in Norden des Landes übrigens auch. Doch es kann sein dass wir in eine Wiederaufnahme gehen, aber dann erst nächstes Jahr. Nach der Vorstellung hatten die Ankleiderin, die Y. und ich großen Hunger und es gab noch einmal chinesisch von Chinesen nebenan. Da ich ja mehrfach dort war und mehrere Gerichte von der Karte probiert habe muss ich sagen dass er doch außergewöhnlich gut ist.
Es ist seit drei Tagen so richtig knackig kalt hier und ich merke dass ich das immer weniger mag. Mir war schon am Abend davor nach der Vorstellung so kalt dass ich nach hause flüchtete, mir ein große Tasse heißen Tee machte und ein Lemsip nahm. Ich hatte nur einen einzigen Gedanken im Kopf; ‚Jetzt bloß nicht krank werden‘!
Ich sehne mich nach Sonne und Hitze. Und da ich ja weiß dass es nicht mehr so lange dauert bis dahin, kommt es mir umso länger vor.
Wer sich übrigens fragt was das Foto oben mit dem Torso soll, es hat partout nichts mit dem Blogpost zu tun. Ich knipste einfach so vor mich hin weil mir das Licht gefiel… Das kam dabei heraus.
Da man sich absolut keine Mühe gemacht hatte das Kunstwerk in irgendeiner Form zu erklären oder eine Plakette am Sockel zu befestigen, kommt jetzt die Erklärung nach. Es ist vom österreichischen Künstler Erwin Wurm und stand wie ich richtig vermutete im Rahmen der Art Week auf dem Glacisplatz. Sie wird noch bis Mitte Dezember dort stehen bleiben.
Ruhiger Tag ohne Aufregung. Außer einer Scheibe Dinkelbrot mit Birnenkraut aß ich nichts weiter, da ich von gestern noch mehr als genug hatte.
Eine gute vorletzte Vorstellung vom Hobbykeller. Morgen wird es die letzte hier in der Stadt sein. Nächste Woche geht es noch für zwei weitere Vorstellungen in ein anderes Theater.
Was für ein Tag! Es begann damit dass der Wecker viel zu früh klingelte. Doch ich musste so früh raus wegen der Arbeit, die den ganzen Tag über nicht weniger wurde. Wie so oft kann ich darüber hier nicht viel berichten. Es sind meine sogenannten Fitting Tage. Für die Kostümabteilung heißt das, dass soweit alles fertig ist und ich dann maskentechnisch meine Kreationen hinzu setze. Dass es dieses mal alles an einem Tag war, hing mit Fotos zusammen die noch für die Requisite erstellt werden mussten und es musste ein Teaser gedreht werden. Vieles von dem was ich für die jeweiligen Charaktere vorschlug und erstellte, war noch nicht gesehen und für gut/schlecht befunden worden. Doch es wurde alles außer ein paar kleinen Änderungen, bereitwillig und mit Lob durchgewunken. Hurra! Ich bin immer heilfroh wenn Fittingtage so verlaufen. Für mich ist das Stück, was den kreativen Teil an geht, so gut wie abgearbeitet. Alles was dann noch kommt an unverhofften Dingen, ist nicht mehr schlimm, da das „Grundgerüst“ steht. Zudem blieb alles im Zeitplan und ich war kurz nach 17:00 fertig.
Dann folgte eine lange Fahrt. Mir war das von vornherein klar und hatte mich darauf eingestellt. Die D. hatte sich für ihren Geburtstag, der heute am Dienstag ist, selbst ein Geschenk gemacht mit zwei Wellnesstagen in der Seezeitlodge. Ich hatte schon einmal über dieses wunderbare Hotel am Botstalsee berichtet. Der ursprüngliche Plan war gewesen, dass ich den Nachmittag mit ihr dort verbringen sollte, was aber durch denn oben beschriebenen Fittingtag zunichte gemacht wurde. Also „beschränkten“ wir uns auf ein feudales Abendessen. Die Fahrt während der Rushhour war eine Zumutung und es fing an zu schneien. Hinzu kam noch ein Unfall, des alles noch verlangsamte. Aber ich kam wohlbehalten an.
Burrata mit Kürbiskernen und einem Kürbis Chutney / Ein Zwibelessenzsüppchen/ Kalbsschulter mit Brotterrine/ Das Dessert der D. das wir uns teilten weil wir beide pappsatt waren.
Das ganze wurde mit einem Riesling abgerundet bei dem ich zu Anfang dachte dass er zu süß sei, doch er schmeckte im Abgang so sehr nach Erdbeeren, dass es unglaublich war.
Die Heimfahrt war dann sehr viel ruhiger aber es schneite unentwegt, es blieb jedoch nichts liegen.
Nicht wirklich einladend zum rausgehen. Ich wurschtelte ein bisschen hier, ein wenig da und irgendwann war es Zeit für die Nachmittagsvorstellung. Ich hiefte mich vom Sofa das mich nur ungern entließ und machte mich auf ins Theater.
Während der Vorstellung, bei der ich keine Umzüge habe, kam die Idee nach der Vorstellung noch beim Chinesen etwas zum Essen mitzunehmen.
Nach der Vorstellung dann fing es an zu regnen Kalter stechender Regen. Ich flitzte zum Chinesen bestellte und ging sofort nach hause.
Ich schaute mir seit langem mal wieder ein Tatort an, der mir nur mittelmäßig gefiel.
Der Tag begann wie ein Nachtisch; halbgefroren. Ich erwachte ziemlich spät und hatte verhältnismäßig gut geschlafen.
Ich entschied die Internet Leserunde später zu machen und gleich zum Wochenmarkt zu gehen. Das Arbeitsmaterial, das ich gestern Abend akribisch zweigeteilt hatte nahm ich mit. Der Großteil davon kommt erst am Montag in einem anderen Theater zum Einsatz und ich wollte aber alles heute schon fertig installieren und abchecken, damit ich keine böse Überraschung habe.
Wochenmarkt bei knackiger Kälte, aber die Sonne schaffte es ein ganz klein wenig sich durch den Hochnebel zu schieben. Ich kaufte allerlei Gemüse und Obst für die nächste Woche und setzte mich anschließend ins Renert für die obligate Tasse Kaffee. Anwesend waren die D. die K. die A. und der B. Es war sehr lustig und gesellig bei klirrenden Temperaturen. Ich sah zum ersten mal seit Jahren die ältere Schwester von Chantal wieder. Ich hatte sie nicht erkannt doch sie mich sofort. Über Chantal habe ich hier mal etwas geschrieben. Ich sagte ihr dass mir das mit Chantal sehr leid täte. Ich hatte damals die Todesannonce in der Zeitung gelesen. Sie erzählte mir was damals wirklich passiert war. Eine sehr tragische und traurige Geschichte…
Nein, das ist schon richtig so. Eines habe ich doppelt verkauft zum Verschenken,
Meine Buchausbeute.
Noch einmal schnell zurück nach hause und dann war es auch schon wieder Zeit ins andere Theater zu fahren für eine weitere Vorstellung Hobbykeller.
***
Sie schreibt nicht oft, Aber wenn dann ist es wunderschön, und so dass ich es immer nachvollziehen kann und ich mein eigens Leben darin wiederfinde. Nicht mehr.
Am frühen Morgen schon Telefonate geführt, Mails geschrieben und gelesen, alles in weiser Voraussicht auf das was da noch kommt. Der Magendarm Infekt verhielt sich erstaunlich ruhig, obwohl der Magen mir durch sein Gegrummel einen halben Roman erzählte. Ich traute ihm eine Tasse Tee zu, die er nicht verwehrte. Das war schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Und im Briefkasten lag ein Brief der mich aufstöhnen ließ. Ein Teil meiner Vergangenheit holt mich noch einmal ein. Hoffentlich zum letzten mal.
Das Cover vom New Yorker passt auch ganz gut zu Luxemburg.
Am Nachmittag eine kurze Besprechung im Theater. Danach ein bisschen Shopping fürs das selbige. Ich nutzte dabei die Gelegenheit und kaufte mir zwei neue Frisiereisen:
Es sind zwei Größen die ich noch nicht hatte.
Es wird in nächster Zeit sehr viele Locken geben.
Inzwischen hatte ich Hunger. In der Hoffnung dass der Magen soweit wieder in Ordnung ist, fuhr ich zu Oberweis und bestellte gegen alle meine Gewohnheiten einen Kamillentee und ein trockenes Brötchen. Es ging erstaunlicherweise gut.
Am Abend dann die Wiederaufnahme dieses Stückes. Und als die Darsteller durch waren verspürte ich einen Riesenhunger. Ich beschloss am Ende der Vorstellung nicht zu trödeln und noch zum Chinesen gleich neben dem Theater zu gehen. Ein bisschen Reis mit Gemüse kann nicht schaden.
Ja ja ja… Es war auch Hühnchen mit dabei.
Es war genau das Richtige! Ich habe schon sehr oft festgestellt, dass ich asiatisches Essen sei es chinesisch, japanisch, oder vietnamesisch weitaus besser vertrage als manche europäischen Speisen. Ich merke es immer dann, wenn es mir körperlich nicht gut geht. Aber Indisch z.B. geht dann gar nicht. Nachtisch und Espresso ließ ich entgegen meiner Gewohnheit weg.
Und während ich nach hause ging dachte ich lange über ein paar Dinge des Tages nach, und dass ich etwas ändern muss. Es kann in mancher Hinsicht nicht so weiter gehen.
Sehr früh aufgestanden, es war noch stockfinster. Ich bloggte alles vom Vortag weg als sich draußen binnen Sekunden plötzlich alles rot färbte. Ich flitze in die Küche wo das Smartphone lag und machte ein Foto:
Das mit dem Verkehr in Luxemburg hat Auswirkungen auf alles und jeden. So rief mein Friseur mich 15 Minuten vor dem Termin an, er stecke im Stau und ich solle doch bitte eine Viertelstunde später kommen. Nach dem Haarschnitt setzte ich alle Friseurtermine bis Ende des Jahres fest und schon der ersten Termin für kommendes Jahr.
Am Nachmittag eine Perückenanprobe, die sehr gut klappte. Darüber war ich sehr froh, denn das war schon mal ein Punkt weniger auf der endlosen Liste.
Ein paar Bücher abgeholt die ich verschenken werde zum Jahresende. Und da es bis dahin mit der Arbeit immer mehr wird, werde ich ich sicherlich nicht mehr dazu kommen etwas zu kaufen.
Am Abend legte eine Magenverstimmung sprich Darmgrippe sämtlich Pläne flach und ich war beizeiten im Bett.