Ich war gespannt was der Arzt mir zu sagen hatte auch hinsichtlich des Abstrichs. Es war, das überraschte mich dann doch sehr, ein Virus, den ich mir eingehadelt hatte. Darum dauerte es so lange…
Er verschrieb mir allerdings andere Tropfen und eine Salbe mit denen die Rötungen und das Jucken im den nächsten zwei Tagen weg seien. Und während ich wieder zurück ging pulte ich die Tropfen aus der Verpackung und als ich in der Art Gallery ankam drückt ich zwei Stück ins Auge. Ich weiß nicht was da drin ist aber er pikste ganz gewaltig doch nach 10 Minuten war das Auge entschwollen und die Rötungen war weg.
Ich kam pünktlich in der Gallerie an um eine Führung über Australische Landschaftsmaler mitzumachen. Fotos konnte ich leider keine machen.
Was mir dabei wieder bewusst wurde, war wie jung der australische Staat eigentlich noch ist, wenn man die Ureinwohner aus der Rechnung heraus nimmt. Die Kolonialzeit ist noch nicht so lange her. Somit ist eines der Bilder vom Exilösterreicher Eugene von Guerard, der die australische Buschlandschaft im ganz im Stil der deutschen Romantik malte. Ich fühlte mich sofort an Caspar David Friedrich erinnert. Es fühlte sich fremd und zugleich sehr vertraut an.
Und so ging die Führung weiter zu den Impressionisten, es gab sogar teilweise Kubismus. Sämtliche Kunstrichtungen die sich in Europa in der Landschaftsmalerei wiederfinden, gibt leicht zeitversetzt auch hier. Schade, es hat sich nie etwas eigenes entwickelt.
Da das Thermometer nur 33 Grad anzeigte beschloss ich dann Fremantle nachzuholen. Das fühlte sich nach einem Hitzetag wie gestern schon fast kühl an.
Fremantle sieht ein wenig aus wie Fitzroy in Melbourne. Alle alten Gebäude stehen noch und es gibt sehr viele kleine Geschäfte aber sehr wenige die leider keine Kette sind.
Ich kaufte mir ein neues Hemd:
Denn wenn ich wieder in Luxemburg bin, fängt der der Frühling an. Ich habe das extra angefragt…
Das mit den Krähen die sich anhören, als ob man ihnen Helium gegeben hätte…ich hatte ja schon darüber von Rottnest Island aus berichtet. Hier der Beweis:
Anschließend fuhr ich zurück und telefonierte ein wenig mit Luxemburg, da ich ein paar Dinge in der Zeitung gelesen hatte, die mich hinsichtlich der N. beunruhigten, doch die Sorgen waren unbegründet.
Für den Abend suchte ich noch einmal die Liste der Restaurantempfehlungen ab, bekam aber dort wo ich einen Tisch haben wollte keinen Platz. Also noch einmal Petition Kitchen in dem ich vorgestern schon war.
Die Australische Küche ist echt eine Wucht. Ich habe hier so viel gute Gerichte gegessen und guten Wein getrunken, dass es schon allein deswegen die Reise wert ist.
Das überstieg meinen Hitzerekord in Uluru (wohlgemerkt nicht den IN der prallen Sonne) und es machte sämtliche Pläne für den Tag zunichte.
Am Morgen hatte ich mir vorgenommen einen anderen Arzt aufzusuchen auch wegen dem Resultat des Abstrichs vom Auge. Ich suchte mir ein Medical Center in Nothbridge und ging die 2 Kilometer zu Fuss dort hin. Ich entdeckte ein neues alternatives Viertel von Perth und war begeistert, weil es der Stadt noch mal meiner bisherigen Sicht, eine neue Seite gibt.
Da die Resultate erst am Nachmittag kommen sollten, machte es keinen Sinn dort zu bleiben und ich machte einen Termin für den nächsten Tag morgens aus. Die Entzündung ist ein gutes Stück zurück gegangen. Es piekst und juckt nicht mehr doch ich möchte sie ganz weghaben bevor ich wieder in den Flieger steige.
Ich wollte die große WA Artgallerie besichtigen, die hatte aber geschlossen. Auf dem Weg zurück wurde die Hitze vor allem für mein Auge, sehr unerträglich und ich schaute auf der App Moovit ob ich keinem Bus von der Stelle aus hätte bis zum Hotel. Gab es, uff.
Im Fernsehen sah ich dann dass heute der wärmste Tag in Perth war seit 1997. Also ließ ich die Besichtigung von Fremantle im Detail mal beiseite.
Ich schlief vor dem Fernseher ein. Ich schlafe eigentlich immer vor dem Fernseher ein, egal welches Programm. Die einzige Ausnahme ist wenn ich mir ganz gezielt etwas ansehe, so als ob ich ins Kino gehen würde. Was sagt das wohl über das Fernsehen aus? Aber das Thema diskutieren wir ein andermal.
„Augenentzündung hin, Augenentzündung her, ich bin hier um Urlaub zu machen. Heute ist ein schöner sonniger warmer Tag. Mach was daraus!“ Das sagte ich zu mir selbst, drückte am Morgen noch einmal ein paar Augentropfen ins Auge und ging los.
Ich besorgte mir am Bahnhof einer der wiederaufladbaren Karten für Bus und Bahn und fuhr raus nach Fremantle, ein Vorort von Perth wo sich auch der große Hafen für die Lastschiffe befindet. Zudem hatte man mich schon vorab darauf hingewiesen, dass Fremantle eine schöne Ecke sei.
Ich fuhr mit dem Zug dorthin und bekam und sah gleich beim Aussteigen wo sich die Schiffe befinden die weiter nach Rottnest Island fahren. Ich beschloss Fremantle an einem anderen Tag zu besuchen und gleich mit den Schiff auf die Insel hinüber zusetzten.
Die Insel bietet erstaunlich viel Dinge die man sich nicht alle erwartet. Ein Hop on Hop Off Bus, einen Zug, ein Museum, ein Hotel, Geschäfte und ein Supermarkt, ein Kino, ein Golfplatz und ein Flatterhafen (Verniedlichung von Flughafen?) Dabei ist die Insel wirklich nicht groß. Mit dem Hop On Hop Off ist man in einer knappen Stunde einmal über die ganze Insel gefahren.
Einst war dort eine riesige Strafkolonie von über 3000 Mann unterbracht, doch von diesen Bauten gibt keine mehr. Doch noch während es eine Gefängnisinsel war, mutierte sie auch zu einem gediegenen Ferienort, was sich beides aber nicht immer vereinbaren ließ. Das Gefängnis wurde geschlossen.
Die Insel ist heute vor allem für ein Tierchen bekannt das es kaum noch auf im Binnenland von Australien gibt wegen der eingeschleppten wilden Katzen und Füchsen. Als die Niederländer die Insel entdeckten sahen sie diese Tierchen dort zu Hauff und dachten es seien Reisenratten. (daher der Name Rottnest) Doch es sind Quokkas. Und folgende Fotos werden euch mich Niedlichkeit erschlagen. Vor allem wenn aus der Bauchtasche ein Winzling hervorschaut, kurz aussteigt und wieder in der Tasche verschwindet. Eine weitere Eigentümlichkeit die die Quokkas haben ist ihr Grinsen. Sie scheinen jedermann anzulächeln. Das ist tatsächlich so. Auf den einen Foto wo es zu mir hochschaut lächelt es mich an.
Es wurde sehr heiß gestern, auf der Insel herrschten so um die 38 Grad. Mit Wandern war da nicht viel. Ich hielt mich viel im Schatten auf und ging auch einmal hinunter zu Strand ins Wasser zu gehen. Ein Riesenrochen schwamm dabei neugierig auf mich zu inspizierte meine Beine und schwamm wieder davon. Gänsehautfaktor 2000!
Es gibt auch eine Rabenart hier, die etwas größer sind als unsere in Europa und deren Krächzen sind anhört als ob sie Helium eingeatmet hätten.
Am späten Nachmittag fuhr ich zurück. Auf der Rückfahrt suchte ich mir ein Restaurant für den Abend aus. Petition Kitchen.
Ochsenschwanz mit grünen Spargeln und als Nachtisch Stout Eiscreme. Sehr sehr gut. Wow!
Mit zwei Herren am Nebentisch hatte ich sein sehr interessantes Gespräch über die Ureinwohner Australiens. Dabei meine Einsichten ,die inzwischen weitaus differenzierter ist, mit ihnen geteilt und sie gaben mir nicht ganz unrecht. Aber das jetzt hier auszuführen würde zu weit führen.
Kurz nach 10:00 schlenderte ich zurück ins Hotel und dabei waren es immer noch 32 Grad. Morgen solle es noch wärmer werden und werden den Kap der 40 Grad überschreiten. Ich denke ich werde einen Museumstag einlegen.
Letztendlich wird es nicht auffallen wenn ich mal einen Tag auslasse, aber es hat einen Grund aber dazu komm ich noch.
Wie gewohnt machte ich wenn ich neu in einer Stadt bin eine erste Erkundung indem ich einfach mal drauf loslaufe und mich treiben lasse wo immer auch es mich hinführt. Das mag in manchen Städten schief gehen,weil man eventuell in seltsamen Vierteln endet, aber sicherlich nicht in Perth.
Ich erwachte sehr früh. Das hängt mit der Zeitverschiebung zusammen, denn zwischen Alice Springs und Perth liegen zweieinhalb Stunden Unterschied. Ich war kurz nach vier wach und es war stockfinster, doch dann:
Ich bin wieder in einem Ibis Hotel, und die sind halt was sie sind…convenient. Aber hier muss ich sagen dass ich zum ersten mal richtiges Brot vorfinde und nicht nur das schaumartige Toastbrot. Zudem ist das Rührei zum ersten mal nicht furztrocken todgekocht. Was hier aber fehlt ist Brotbelag. Außer drei Sorten Marmelade und das berüchtigte Vegemite (ich berichtete darüber) gibt es nichts.
Die erste Erkundung.
Beide Aussichten oder besser gesagt die drei Aussichten (die ganz oben vom Zimmer aus mitgezählt habe ich von 16. Stock aus gemacht. Das ist alles schon sehr schön hier. Und es gibt hier wie fast in jeder australischen Stadt die krassen Gegensätze, in der Architektur.
Es ist nur ein winziger Weg und wer denkt dabei nicht an vier die Herren aus Liverpool?
Da ich ja in Wellington keinen Friseur fand, der Zeit für mich hatte und in Alice wollte ich nicht, weil ich dort ja schon mal ohne Koffer klar kommen musste, und es war eh egal wie es unter dem Hütchen aussah, war mir das letztendlich egal. Hier war es meine erste Aktion.
Zugegeben für euch mag das immer gleich aussehen, für mich es das ganz und gar nicht. Ich zeigte dem Barber zu Anfang Fotos und erklärte ihm was der letzte Friseur falsch gemacht hatte, vor allem weil sich die eine Seite so anfühlte als ob er eine Delle reingeschnitten hätte. Es sieht sehr gut aus obwohl er es ein bisschen sehr kurz über den Hinterkopf geschnitten hat, aber damit komme ich klar.
Beim Herumlaufen entdeckte ich dieses Haus eingepfercht zwischen zwei Hochhäusern, (die wahrscheinlich eher wieder abgerissen werden als das kleine, aber das ist ein andere Thema…)
…und innen war es eine kleine Fußgängerzone mit Geschäften.
Der Bell Tower, den man auch besteigen kann. Ich machte Pläne für den nächsten Tag und ging beizeiten ins Bett. Doch die Pläne schmiss ich gleich am Morgen alle über Bord, denn als ich in den Spiegel schaute sah ich das hier:
Bindehautentzündung! Es ist nicht die erste und wird nicht die letzte sein. Da es aber Sonntag war und ich nicht weiter so herumlaufen wollte ging ich ins Krankenhaus, das ich am Tag davor gesehen hatte, in die Notaufnahme und fragte ob ich ein Arzt sehen könnte, der mir etwas stärkeres verschreibt als das was in der Apotheke bekommen hatte. Das zog einen ganzen Verwaltungsaufwand hinter sich, der fast eine Stunde dauerte. Dabei sollte es doch nur eine Arztvisite sein und keine Audienz beim Papst mit Beinamputation… nun ja. Irgendwann sagte die Dame in der Aufnahme, dass sie noch irgendwas vergessen hätte mich zu fragen und blätterte noch einmal durch die Papiere. Ich antwortete ihr: „My shoesize is a ten! Is it that what you want to know?“ Sie bekam einen Lachkrampf.
Der Arzt machte einen Abstrich und meinte er wolle herausfinden ob es bakteriell oder viral sei. Ich meinte nur lapidar, dass ich das im Laufe des Tage schon selbst herausfinden würde. Wenn die Augentropfen bis zum Abend nicht anschlagen würden wäre es viral und da könne man eh nichts machen. Er schaute mich leicht verdutzt an, weil er sich die Antwort nicht erwartet hatte, meinte aber ich hätte recht.
Ich tat den Rest des Tages nicht mehr viel der Wind stark blies und das war sehr unangenehm fürs Auge. Zudem war es sehr ruhig in der Stadt. (Willkommen in Perth oder in Luxemburg) Das Auge schwoll langsam ab und auch das Kribbeln und am frühen Abend sah es schon viel besser aus.
Ich aß im Restaurant des Hotels. Nichts besonderes aber ok.
Wenn es nicht so traurig wäre würde ich lachen. Aber die Koffergeschichte nervt langsam.
Zudem hatte ich am Abend im Zimmer die Klimaanlage nicht auf kaum merkliches Pusten geschaltet und so erwachte ich mit einer gereizten Bindehaut im Auge.
Selber Schuld. Es gab nicht weit vom Hotel ein Apotheke und ich holte mir Augentropfen.
Da ich um 10:00 aus dem Hotel auschecken musste, beschloss ich sofort zum Flughafen loszufahren und die Kofferstory zu klären.
Ich lernte in der Rezeption eine alleinreisende ältere Dame kennen die weiter nach Tassmanien flog. Wir unterhielten uns sehr angeregt. Sie ist von Beruf Profiköchin und fährt durch ganz Australien und gibt Kochkurse für angehende Köche die sich weiterbilden wollen. Sie nahm mich in ihrem vorbestellten Taxi mit und wollte nichts dafür haben. Am Flughafen spendierte ich dafür ihr einen Kaffee. Sie gab mir ein paar Restaurants in Perth an, die richtig gut wären. Am mich sind solche Tipps ja absolut keine Verschwendung.
Am Flughafen war der Schalter von Virgin nicht besetzt. Klar. Ich versuchte mein Glück noch einmal und rief die Nummer man mir gegeben hatte. Es hob sofort jemand ab, uff! Ich erklärte noch einmal meinen Fall doch die Dame am Telefon wusste sofort Bescheid und kam auch gleich zum Schalter. Sie erklärte, dass sie gestern eine ganze Weile damit zugebracht hätte meinen Koffer zu suchen und hätte veranlasst dass er nach Perth geschickt werden würde. Er wäre wahrscheinlich eher dort als ich. Ich sollte mich dort gleich am Service Desk melden. Na gut, ich glaube das erst wenn ich den Koffer sehe…
Derweil hatte ich noch volle drei Stunden die ich totschlagen musste an einem Flughafen mitten im Outback an dem man die Flüge an zwei Händen abzählen kann.
Ich kaufte mir eine neue Powerbank da meine langsam den Geist aufgibt. Überhaupt ist elektronisches Zeug hier um einiges billiger als bei uns.
Und dann hatte der Flug von Alice Springs aus nach Adelaide Verspätung. Das machte mich wieder leicht nervös, weil der Anschlussflug nach Perth ziemlich knapp im Anschluss ist. Diese Nervosität war letztendlich unbegründet, denn ich stieg in Adelaide aus dem Flugzeug aus und zwanzig Minuten später in das gleiche Flugzeug wieder ein.
Es ging ein gewaltiges Gewitter in Adelaide nieder so dass wir nicht starten konnten und wir flogen mit einer Verspätung von fast zwei Stunden davon. Es war sehr gespenstisch im Flieger zu sitzen und rundum blitzte und donnerte es.
Über den Wolken dann…
…. Ruhe und Sonnenschein.
In Perth am Flughafen suchte ich den Gepäckschalter, der nicht besetzt war, doch ich fand schließlich jemand der sich um die Angelegenheit kümmerte und nahm mich mit ins Büro. Er suchte in den Papieren und meinte dann plötzlich: „You’re bag just got in. It must come out that door!“, und zeigte dabei auf eine Tür am anderen Ende der Halle. Ich ging hin keine Minute später war der Koffer da… UFF!!!!!
Da mich der Tag gestern dann doch sehr geschlaucht hatte, legte ich heute eine Pause ein. Ich stand später auf und bekam ein relativ besch… Früstück. Nun ja. Dann kümmerte ich mich um meinen Koffer, von dem man mir am Tag davor sagte, dass er heute ankommen soll. Am frühen Nachmittag rief jemand von Virgin Australia und sagte der Koffer würde nach Alice Springs kommen mit der Maschine mit ich auch schon am Vortag gekommen sei. Soweit so gut. Am späten Nachmittag rief jemand von Alice Springs Flughafen aus an, dass der Koffer nicht dabei gewesen wäre. Das machte mich dann sehr nervös, DENN MORGEN FLIEGE ICH WEITER!!! Sie sagte mir das sie versuchen würde den Koffer von Brisbaine aus nach direkt nach Perth zu schicken, und er wäre dann da wenn ich ankäme. Das wäre natürlich perfekt, und ich gebe die Hoffnung nicht auf, aber ich werde ihnen jetzt jeden Tag anrufen und das 2 bis 3 mal!!!
***
Fotos von Alice Springs werde ich euch keine zeigen, denn es gibt wahrlich nichts hier zu sehen, was sehenswert wäre, zumindest habe ich heute nichts gefunden. Und morgen bin ja schon wieder weg. Doch fand ich eine Kunst Gallerie, bei der ich einiges mehr über mein Bild erfuhr das ich vor zwei Jahren gekauft hatte. So ist die Malerin absolut keine Unbekannte. Jeannie Petyarre stammt aus ein sehr bekannten Petyarre Familie in der fast alle Familienmitglieder Bilder malen und verkaufen. Jeannie, ist eine der älteren Mitglieder der Familie und malt schon sehr lange. Die „medicinal leaves“ die ich habe sind ein bekanntes Motiv, doch es ist nicht so einfach sie mit so viel Gefühl und Schwung zu malen, dass man glaubt der Wind rausche hindurch. Ich habe schon etliche andere Bilder gesehen, bei denen diese „dritte Dimension“ fehlt. Und wenn ich die Preise inzwischen sehe, merke ich auch, dass ich preislich damals ein Schnäppchen gemacht habe.
Morgen geht es weiter…ohne Koffer. Ich bin froh dass ich zumindest meinen Rechner und iPhone habe. Und wenn es noch länger dauert komme ich an Socken, Shorts und Schuhen nicht vorbei.
Pünktlich holte mich der Bus um 5:55 ab. Ein erfreulicher Umstand: wir waren nur zu sechs Mann an die mit Emu Run Experience dorthin wollten.
Da wir flott unterwegs waren machten wir einen kurzen Zwischenstopp an einem ‚Fluss‘, dem Falk River, der mit einer ansehnlichen Brücke überquert wurde, da man dachte er führe auch ab und an Wasser. Er hat seit Bau des Highways noch nie Wasser geführt.
Dort stand ein Wagen mit einer Panne mit vier Ureinwohnern. Sie hatten die ganze Nacht im Wagen verbracht weil niemand dort angehalten hatte. Es war für den Fahrer überhaupt keine Frage dass wir sie bis zum nächsten Halt mitnahmen, wo man ihnen weiterhelfen konnte. Im Outback hilft man sich gegenseitig ohne wenn und aber, denn es kann tödlich enden wenn nicht. Unser Fahrer versorgte sie mit Saft und Keksen die eigentlich für uns vorgesehen waren.
Ein Halt zum Frühstücken mitten im Outback an einer Tankstelle in Ghan (was auch der Name des besser bekannten Zugs von Darvin nach Adelhaide ist). Das schöne daran das wir nur 6 Leute (später 10) waren, war dass es ein bisschen den Charakter einer privat gebuchten Tour hatte und, dass wir uns alle gleich näher kennenlernten.
Es ist schon spannend durch eine montone Landschaft zu fahren. Man gibt viel besser acht auf kleine Dinge die sich verändern.
Zwei Stunden weiter sahen wir ‚ihn‘:
Das ist Fuluru (abgeleitet von fool) wie man ihn dort in der Gegend nennt, weil er oft von Touristen für Uluru gehalten wird. Der richtige Name ist Monut Conner oder Atilla. Es ist auch kein Monolit sondern ein Tafelberg.
Zwei Stunden später sahen wir ihn dann zum ersten Mal.
… und wir fuhren in den Uluru – Kata Tjuta National Park.
Weitaus weniger bekannt aber für die Ureinwohner nicht weniger wichtig der Katja-Tjuta:
Wir besichtigten zuerst den Kata Tjuta was soviel heißt wie ‚many heads‘. Jeder, wirklich jeder hatte mir angeraten mir ein Fliegennetz zuzulegen, was ich auch tat. Das Hütchen ist übrigens auch neu. Und es wahr wirklich wichtig das Netz zu haben, sonst hätten mir den Mücken den ganzen Ausflug verdorben, den die Luft ist voll von Mücken. Ich hatte davor zwei von den Mitreisenden angeraten, sich unbedingt auch Netze zuzulegen, was sie dann auch taten. Sie waren mir sehr dankbar dafür. Unser Fremdenführer hämmerte uns regelrecht in den Kopf IMMER unsere Wasserflasche dabei zu haben und IMMER in regelmäßigen Abständen einen Schluck Wasser zu uns nehmen, was dann auch alle brav taten.
Wir machten einen kurzen Ausflug zu Fuß durch die pralle Sonne bei ungefähr 47 Grad bis zu den Felsen.
Ich habe inzwischen gelernt, dass ich wenn ich die Größe oder die Weite einer Landschaft zeigen will, auch irgendwo im Bild ein Referenzpunkt haben muss, damit einem die Größe bewußt wird. Im folgenden sind es ein paar Touristen die weitab vor mir auf dem Weg gingen.
Dort wo ich dieses Foto machte, zog plötzlich eine Wolke vor die Sonne und für mich war das ein Zeichen umzukehren. 47 Grad sind echt der Hammer.
Der Himmel zog immer mehr zu und es wurde noch drückender als eh schon war. Wir fuhren zum roten Felsen.
Ich lernte viel über die Uraustralier und warum sie in dieser Gegend überleben können.
Eine Carbondatierung ergab dass diese Zeichnungen über 10000 Jahre alt sind.
Es gibt ein Waaserloch im Uluru, das die meiste Zeit leer ist. Unser Guide meinte, wir seien 1% der Besucher die sehen dass tatsächlich Wasser sich dort sammeln kann. Dies kam von den Regenfällen die über Weihnachten und Neujahr niedergingen.
Und als wir an Wasserloch standen fing es an zu regnen. Es war super angenehm in der Hitze. Und plötzlich explodierte die Luft an Gerüchen. Genau dort an der Stelle stehen nämlich auch Eukalyptusbäume und andere grüne Gräser die von der Oase profitieren.
Wir fuhren einmal komplett um den Felsen herum und machten immer wieder Halt wo es etwas interessanteres zu sehen gab.
Im Felsen kann man ein Gesicht erahnen. Es gehört zu einer der vielen Sagen der Ureinwohner.
Es gibt nur noch eine einzige Stelle an der man den Felsen berühren darf.
Und dann sah ich das Schild das hier seit Oktober alles veränderte.
Es starben in all den Jahren über 40 Menschen die den Felsen hochklettern wollten und hinunter fielen. Doch das war nicht der Grund warum man der Erklimmen des Felsen permanent verbot. Der Grund war die sinkende Nachfrage. Als sie unter 20% rutschte gab man von der Regierung aus endlich die Erlaubnis den Weg zu schließen und die Ureinwohner nahmen die Kette an der man hoch hangeln konnte weg.
Hier kann man noch sehr gut sehen wo die Kette hing die Menschen sich hochhangelten.
Abendessen gab es dann an einer Stelle bei der man den Uluru gut sehen konnte und von der er sehr rot leuchtet wenn die Sonne untergeht. Doch es war durch und durch bewölkt und an einen knallig roten Felsen war nicht zu denken.
Doch wird wurden fast am Ende mit diesem kleinen Lichtblick belohnt…
…und der Felsen leuchtete blass rosa.
Und das war die ganze Truppe. Es hat sehr viel Spaß mit allen gemacht. Dann traten wir die Heimreise an und waren nach fünf Stunden und 500 km, kurz vor 1:00 Uhr nachts, wieder in Alice Springs.
***
Noch ein kurzes Update über meinen Koffer. Man rief mich während dem Ausflug an und bestätigte dass man ihn gefunden hätte und ihn morgen nach Alice Springs nachschicken würde. Es bleibt spannend.
2:30 aufstehen ist ein Unding! Ich sagte es bereits. Das Flugzeug war brechend voll und ich auf einem Mittelplatz, für 3 Stunden Flug. Danke auch. Dafür gönnte ich mir Internet im Flugzeug, das erstaunlich günstig war. Schlafen ging eh nicht mehr.
Der Aufenthalt in Brisbaine war etwas länger. Ich kehrte an meine Anfänge zurück. Birsbaine war die erste Stadt vor zwei Jahren, wo ich den Fuß auf australischen Boden setzte.
Auf dem Weg nach Alice Springs wurde ich dann mit großartigen Landschaftsbildern belohnt. Und je mehr ich ins Landesinnere kam, umso bizarrer wurde es.
Und dann kam das große Entsetzen. Als ich Alice Springs ankam war mein Koffer nicht da! Bis der Papierkram ausgefüllt war, war der Bus ins Zentrum weg und ich musste notgedrungen ein Taxi nehmen. Ihr müsst euch das so vorstellen dass es ein winzig kleiner Flughafen mitten in roten Wüste ist und von dort aus sind es noch einmal gute 4 km bis in die Stadt. Zudem herrschten hier satte 37 Grad, die ich normalerweise gut aushalte doch nach all den kalten Tagen, war es unangenehmem. Im Hotel angekommen ließ es mir keine Ruhe und ich rief die Telefonnummer von Virgin Australia die auf einem separaten Zettel stand. Und hier wurde dann noch einmal alles aufgenommen in Detail. Doch letztendlich hilft es mir nicht für morgen, denn ich werde schon um 6:00 Uhr nach Uluru unterwegs sein und erst gegen Mitternacht zurück kommen. Also kaufte ich mir gleich neben dem Hotel ein frisches T-shirt, ein Hut, ein Fliegennetz, Fliegenspray, Sonnencreme, Zahnpasta und Deo, damit wenigstens morgen über die Runden komme. Zum Glück hatte ich sonst alle Papiere, den Rechner und alle Ladekabel im Handgepäck. Ich hoffe inständig dass der Koffer morgen da ist.
Ich speiste im Restaurant vom Hotel weil ich keine Lust viel herumzulaufen, es war einfach zu heiß. Im Red Ochre Grill, dessen Spezialität es ist Gerichte aus dem Busch neu zu interpretieren, Ich aß einen:
Krokodil Burger. Schmeckte sehr gut. Zuhause würde es mir nie in den Sinn kommen Krokodil zu essen, doch hier versuchte ich es.
Das schönste Graffiti der Stadt an einer alten Häuserwand die das Erdbeben überlebt hat.
Wenn auf den Eisreisepapieren nach NZ nicht die Frage gestanden hätte, wie lange ich vorhabe hierzubleiben, ich hätte es nicht gewusst. Ich musste im Flieger in meinen Papieren nachsehen und zusammenrechnen. 19 Tage war ich hier. Zeit also eine kleine Bilanz zu ziehen.
Ich würde das nächste mal Christchurch einen kürzeren Besuch abstatten und dann noch Queenstown dranhängen, das ich ja nicht gesehen habe. Auckland war toll und Wellington ebenfalls.
Ansonsten ist das Land wirklich eine Reise wert und wenn alles so hinhaut wie ich mir das wünsche werde ich nächstes Jahr noch einmal hier sein.
***
Ich fing den Tag mit einer Suche nach einem Barber Shop an. Der Friseur in Hobart (die Rockabilly Frisur) hatte mir an der einen Seite zu viel weggeschnitten. Das merkte ich zu Anfang nicht, doch jetzt, da sie etwas länger sind, merke ich es sehr und ich muss ordentlich Zeug reinschmieren, damit es einigermaßen aussieht. Zweimal sagte man mir ‚Sorry we’re fully booked‘ und einmal war der Laden geschlossen. Das Universum möchte mir anscheinend damit mitteilen dass ich in Christchurch nicht mehr zum Friseur gehen soll… na gut.
Da ich morgen sehr sehr früh weiter fliege, beschloss ich ein ordentliches Mittagessen zu mir zu nehmen und auf das Abendessen zu verzichten. Der Hikari Sushi Train im Riverside Market war genau das richtige.
Den Nachmittag verbrachte ich im Park lesend und machte jedoch früh Schluss. Ich packte den Koffer vor. Ich muss schon um 2:30 raus und das wird schwierig werden und wenn ich dann noch den Koffer so einpacken muss, dass alles einigermaßen wieder knitterfrei zum Vorschein kommt. Mit den Jahren kennt man sich ja.
Dort ging es heute hin. Ein recht lange Reise. Der erste Teil davon ging durch ein flache recht eintönige Landschaft. Oben auf der Karte die lange gerade Strecke von Christchurch bis zum blauen Punkt. Unterwegs viele landwirtschaftlichen Betrieben aller Art. Viehzucht, Getreide, Mais… Es war so ziemlich alles dabei.
In dem kleinen Ort Geraldine machten wir nach zwei Stunden Halt fürs Frühstück.
Dann ging es weiter zum Lake Tekapo.
Und ganz im Hintergrund die Tausender Berge mit Schnee bedeckt. Mount Cook, der höchste der Berge, war während der Fahrt schon einmal kurz zu sehen.
Weiter zum Lake Pukaki, und dort sah ich ihn zum ersten mal richtig:
Unser Busfahrer meinte es wäre eine 50/50 Chance ihn so zu sehen. Der Bus umfuhr den See zur Hälfte zum Mount Cook Village.
Und hier wurde mir bewusst, dass ich für den Ausflug sehr, sehr viel mehr Zeit im Bus verbringen würde als an Ort und Stelle. Wir kamen nämlich mit einer ordentlichen Verspätung an.
Also fiel das Mittagessen das ich dazu gebucht hatte, sehr knapp aus, denn ich wollte schon ein wenig herumwandern. Doch es blieb sehr wenig Zeit dafür.
Diese braunen Flecken oben im Schnee sind übrigens … man staune… die Reste der Rauchwolken der Buschfeuer von Australien, die vor ein paar Wochen über die Südinsel zogen und den Schnee verfärbten!
Mount Cook versteckte sich aber hinter Wolken.
Auf dem Weg zurück machten wir halt an einem Feld das ich bereits Hinweg gesehen hatte:
Ein Lavendelfeld! Sehr ungewöhnlich.
Und dann kam wieder die lange Fahrt zurück. Wenn ich gewußt hätte, dass die Besichtigung so kurz ausfallen würde, hätte ich das mit einer Weiterfahrt nach Queenstown verbunden und wäre einen Tag später zurückgekehrt. Denn Queenstown war nicht so weit weg. Mist.
Ich war somit nicht ganz 12 Stunden unentwegt im Bus. Ich schieb es als Vorabübung ab, wenn es Mitte Februar zurück nach Europa geht.
Zurück in Christchurch gönnte ich mir ein feudales Abendessen. Und dazu vorab erst mal ein schönes Glas Pinot Gris Greystone North Canterburry. Schmeckte Wow!
Rinderbäckchen mit Kartoffelpüree und Rosenkohl mit frittierter Petersilie. Määäga.
Es war eine sehr gute Idee noch einmal ins Crockett zu gehen in dem ich vor ein paar Tagen gewesen war.
***
Eine Musikempfehlung von der ich gestern zufällig in der Zeitung las und die mir die lange Zeit im Bus versüßte. (Achtung, ich oute mich jetzt!) Das neue Album von den Pet Shop Boys / Hotspot. Es klingt so sehr 80er/90er kitschig, poppig und ist wunderschön. Ganz grandios das letzte Lied vom Album, Wedding in Berlin. Auch die Nummern Will-o-the-wisp, Happy People, und Dreamland mochte ich sehr.
Heute war der Tag der für Christchurch der zu viel war. Der Tagesbericht für heute fällt somit spärlich aus.
Am Morgen bereitete ich einige Dinge für die kommenden Tage vor. Morgen z.B. mache ich einen Tagesausflug nach Mount Cook, der Richtung Queenstown liegt. Wenn ich noch einmal in diese Gegend kommen sollte, werde ich Queenstown besichtigen, was die bessere Option gewesen wäre im Vergleich zu Christchurch.
Ich buchte ebenfalls schon eine weitere Tour, die ich von Alice Springs aus machen werde. Man hatte mir nämlich angeraten diese schon beizeiten zu buchen, da ich sonst Schwierigkeiten hätte einen Platz zu bekommen. Und in der Tat war das eine weise Entscheidung, denn das was ich vorhabe, wird nur alle zwei Tage angeboten und da ich nur drei Tage dort bin…
Und dann wollte ich auch hier im Blog mal einen Tag Pause einlegen. So gerne ich meinem Hobby Bloggen auch nachgehe, es kostet viel Zeit. Wenn ich nicht alleine reisen würde, wäre es ein Streitgrund, denn ich verbringe doch viel Zeit am Rechner.
Ich fand etwas außerhalb vom Zentrum ein Dayspa. Mehr passierte heute nicht.
Die Parkanlage ist wirklich sehr schön. Am besten gefiel mir der Teil New Zealand Garden.
Ja Archie, ist es!
Es ist einer der mächtigsten Eukalyptus Bäume den ich je gesehen habe. Seht ihr unten beim Baum Frau? Hinter dem Baum steht ihr Mann um ein Foto von ihr zum machen. Ich nutzte die Gelegenheit um ebenfalls eins zu machen, so lange sie dabei stand, damit man sich der Größe des Bazms bewusst wird.
Und jetzt ein bisschen Bob Ross Fotografie:
Ich hatte ja schon die Kathedrale in ihrem desolaten Zustand gezeigt. Nun musste für die Zeit ihres Wiederaufbaus eine eine neue Kirche her. Und man baute eine aus …Karton!
Diese langen Stehlen sind tatsächlich aus Karton. Das Dach an sich ist mit durchsichtigen Stegplatten belegt.
Ein neues Poloshirt aus dem Sommerschlussverkauf von macpac. Dafür wird ein T-shirt, das ich bis jetzt noch nicht einmal an hatte, den Rest seiner Tage in Chirstchruch verbringen. Immer nach der Regel, wenn ein Teil im Koffer dazu kommt muss ein anderes Teil raus. Ausnahme war vor ein paar Tagen, ein lange Jeanshose. Ich hatte tatsächlich nur eine eingepackt.
***
Am Abend noch einmal mexikanische Kost. Ich hatte noch einmal den gleichen Sauvignon Blanc wir davor von Graham Norton. Ja DER Graham Norton von der Show. Er ist, wie es scheint, sehr oft hier in NZ anzutreffen.
Lustige Begebenheit am Morgen: Ich erwachte früh und bekam eine Messege ob ich nicht Lust hätte mit ihm zu Abend zu essen. Derjenige wusste nicht dass ich weit weg bin und als ich ihm zurückschrieb, dass ich kurz vorm Frühstück bin, dachte er zuerst ich hätte eine Party ohne Ende hinter mir…
Diese blaue Tram hatte ich noch nicht gesehen. Es sind herrlich kleine restaurierte Prunkstücke.
Ich fuhr mit dem Bus ein Stück hinaus zu einer Gondelfahrt.
Ich bekam zum ersten Mal einen Überblick über die Stadt. Und dafür hatte ich den richtigen Tag gewählt. Man sah bis ans Meer.
Die richtig hohen Berge im Hintergrund sind leider kaum sichtbar, sonst hätte ich euch Schnee zeigen können. Ich werde mich erkudigen wie man ans Meer kommt.
Es ist recht windig hier oben.
Ich hatte mich schon gewundert wo denn der Hafen von Christchruch ist. Er liegt auf der anderen Seite des Berges, gut geschützt in einer Bucht.
Ich hatte mich erkundigt ob es von oben aus einen Wanderweg wieder hinunter zur Gondelstation gibt. Gibt es nicht so ganz, antwortete man mir. Es hätte einen Weg gegeben, doch wäre was „weggebrochen“ und er wäre nicht mehr begehbar. Ich könnte aber die Straße hinuntergehen, käme dann an anderer Stelle raus. Aber dazu hatte ich keine Lust zumal ich den Retourfahrschein für den Bus nur von der unteren Station aus hatte. Also fuhr ich den Berg auch wieder hinunter.
Und ich sah die Wolken über den Berg kriechen:
Ich finde es inzwischen fast ein Unding dass man sich überall fotografieren lassen muss, wie heute in der Gondel:
Man präsentierte mir dann unten ein komplettes Album mit vier verschiedenen Fotos groß- und kleinformatig, alle fertig ausgedruckt. Ich lehnte höflich ab. Man gab mir dann die Postkarte oben mit ohne etwas dafür zu verlangen. Ich könnte mir mit dem Code die Fotos heruterladen, gegen Bezahlung. Im Nachhinein wunderte ich mich dann doch ein wenig was mit meinen anderen Fotos geschieht. Ich hoffe doch dass sie entsorgt werden!!!
Am Abend dann in der gleichen Straße wie gestern, ein anderes Restaurant. Crockett. Das Restaurant sieht krachend neu aus aber ganz in retro industrial Stil. Ich glaube ich sah so eine Wohnung zu ersten mal in „Flashdance“. Die Wohnung von Jennifer Beals?
Lammschulter (ein Stück davon)Tarte Tatin
Als ich zurück ging sah dass sich etwas verändert hatte. Man feiert wohl die nächsten Tage auch hier das neue chinesische Jahr. Und ganz offensichtlich kommt das Jahr des Drachen.
Nach dem Frühstück ging ich auf die erste richtige Erkundungstour.
Ich wanderte in Richtung botanischer Garten. Dort befindet sich das Canterbury Museum, gleich neben dem Arts Center und dem i-Site. Ein interessanter Startpunkt.
Im Museum das von außen bei weitem nicht so groß scheint wie es ist, eine Reihe von Räumen aufgeteilt in drei Etagen in denen es viel von Neuseeland zu sehen gibt aber auch einige exotische Dinge aus Ägypten und England.
Zwischendurch ein zweites Frühstück.
Und nicht nur für mich.
Ich kaufte mir ein Tramticket das den ganzen Tag gültig ist und machte eine Rundfahrt.
Beim Earthquake Museum stieg ich aus, weil ich wissen wollte was dieser Stadt tatsächlich passiert ist.
Die Kathedrale von Christchurch, die jetzt nach neun Jahren immer noch in ihrem desolaten Zustand ist. Man sagt nicht genau warum sie schon so lange da steht ohne dass etwas passiert ist. Sie soll voraussichtlich in ach bis elf Jahren wieder hergerichtet sein.
Man kommt mit einem flauen Gefühl im Magen wieder heraus. Das erste eigentliche Beben das bereits 2010 geschah hatte nicht viel Unheil angerichtet. Es war Nachbeben 2011, das den größten Schaden anrichtete. Es gibt eine Reihe von Filmen und Zeugenberichten die sehr unter die Haut gehen. Ein Film der von einer Überwachungskamera stammt, filmte das ganze Geschehen und wie das Gebäude auf der anderen Straßenseite in sich zusammenstürzte. Auch die Menschen die von den Gebäuden wegliefen und versuchten, mit sehr wankenden Schritten, auf die Straße zu kommen.
Ich fuhr nach der Besichtigung weiter mit der Tram.
Das Zentrum ist echt erstaunlich. Auf der einen Seite gibt es eine Straße mit Restaurants, Kaffees und Läden:
Dreht man sich dann um und schaut auf die andere Seite sieht man eine gesicherte Baustelle in der sich die Möwen eingenistet haben und dadurch zu einem geschützten Platz wurde, weil sie dort ihr Junge bekommen.
Am Abend ging ich nicht weit von meinem Hotel durch eine andere recht belebte Straße mit vielen Restaurants und wählt ein mexikanisches aus. Im Chiwahwah bekam ich sofort einen Platz. Ich empfinde es inzwischen als großen Vorteil alleine zu reisen, denn in Restaurant s immer überall ein kleines Plätzchen für mich frei. Ein Vierergruppe die vor mir am Eingang stand wurde abgewiesen. Die Toartillas waren ausgesprochen gut.
Ich hatte drei verschiedene, mit Lamm, Rindfleisch und Fisch. Der mit Lamm war ganz besonders köstlich.
Ich machte früh Feierabend, denn morgen geht es in die Berge.
Nur mal so zwischendurch ein Foto vom Koffer, den ich mit Aufklebern personalisiert habe aus einem einfachen Grund. So finde ich ihn leichter auf dem Gepäckband wieder. Vor allem dann wenn ich müde bin und der Flug lang war. Als ich zum Beispiel in Melbourne landete, war ich leicht groggy und ‚gepäckblind‘. Es rollten hunderte von Koffern an mir vorbei und das gleiche Modell wie meiner von Samsonite sah ich noch ein- oder zweimal. Dass aber jemand auch eine Möhre und Tiger als Aufkleber hat ich höchst unwahrscheinlich.
Am Flughafen nach der Landung nutzte ich zum ersten mal eine sogenannte Pick up App. Ich stand nämlich am Taxistand und da standen drei unbemannte Taxis. Nett.
Olacabs hatte der C. mir bereits in Auckland empfohlen. Ich wollte damit schon in Wellington zum Flughafen fahren aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund wollte die App mir kein Wagen schicken… In Christchruch klappte es dann auf Anhieb.
Christchurch ist flach im Gegensatz zu Wellington. Nachdem ich eingecheckt hatte, erkundete ich ein wenig die Umgebung einfach auf gut Glück. Huiii, das ist sehr anders hier. Der erste Gedanke war, „ hier sieht es aus wie auf dem Kirchberg! Das wird gewöhnungsbedürftig.“
Doch mann muss auch wissen, dass die Stadt sehr zerstört war nach dem fatalen Erdbeben 2011. Es ist sehr wenig von der alten Bausubstanz vorhanden. Es ist alles neu und für meinen Geschmack nicht unbedingt schön, sondern funktionsorientiert. Ich mag mich auch täuschen und vielleicht ändert sich meine Meinung ja.
Es gibt hier jedoch zwischen all den modernen Gebäuden eine alte Tram. Schön.
Ich denke dass ich mir hier die Sehenswürdigkeiten etwas mehr ergooglen muss. Es ist nicht so offensichtlich. Im Hotelfernsehen gibt es ein Kanal mit mit einer Endlossendung über alles sehenswerte der Stadt.
Am Abend ein Steak im Hotel.
Schmeckte erstaunlich gut sogar dei Bearnaise. Dazu ein Sauvignon blanc. Aber im Wein bin ich in Neuseeland noch nicht ein einziges mal enttäuscht worden.
Das Leben geht in der Heimat weiter und hört manchmal auch auf. So las ich heute in der LW, dass ein Schulfreund von mir verstorben ist. Adieu Tommy… Früher machte ich mich halbwegs lustig über meine Großmutter Thérèse, die jeden Tag als erstes die Todesanzeigen in der Zeitung aufschlug. “ Fir d’éischt gëtt gekuckt wien alles net méi mam Caddy duerch de Cactus fiert.“ Ich mache es heute fast genau so…
***
Heute fand er nun endlich statt, der Rundflug, den ich bereits gestern machen sollte, der jedoch wegen den Wetterbedienungen ausfiel.
Im Hafen, wo sich auf der Start- und Landeplatz des Hubschraubers befindet, stand ein Kreuzfahrtschiff kleineren Kalibers am Pier:
Ich zeige das Boot absichtlich denn man wird es gleich noch einmal sehen.
Es war WOW! Man kann sich echt an diese Art von Fliegen gewöhnen. Das war mit Sicherheit nicht zum metzten mal!
Das Kreuzfahrtschiff von oben…und hier ist auch mein Hotel darauf.
***
Das hätte ich gestern posten sollen. Aber glücklicherweise ging alles glatt mit dem was ich eigentlich für heute vor hatte. Weta Workshop sind die Filmstudios und Werkstätten, die bekannt wurden durch die Filme von Peter Jackson, allen voran die Herr der Ringe Trilogie. Ich hatte eine größere Tour gebucht. Zuerst ging es durch die Werkstätten (die Ausstellungsräume davon) in denen alles mögliche an Prothesen, Kostümen, Figuren, Waffen hergestellt werden. Fotos machen war dort nicht erlaubt. Überhaupt waren sie in dieser Hinsicht sehr hibbelig, da sie auf all diese Requsisten keine Bilderrechte haben. Aber ein paar Sachen durften wir dann doch ablichten.
In einem Raum begegneten wir auch einem der großen Erfinder der unter anderem an King Kong arbeitete:
Er war dabei ein Skelett eines riesigen Vogels zu erstellen, der entweder als neues Ausstellungsstück für ein Museum kommt oder er gehört zu den neuen (das ist meine Vermutung) Avatar Verfilmungen. Avatar 2,3,4 und 5!!!
Dann zeigte man uns die Studios der abgedrehten britischen Comic Serie Thunderbirds. Sie basiert auf einer alten Serie die in den 60er Jahren mit Marionetten bereits verfilmt wurde. Man zeigte uns wie man quasi aus Schrott das ganze Set gebaut hat, und in dieses Set anschließend die Figuren per Computeranimation hinzufügte. Anschließend gab man uns noch Zeit durch den Shop zu schlendern.
Vor der Tür des Shops sah ich ihn…
…und jetzt ich habe einen neuen Freund. 🙂 Ist es nicht süß?
Und das war auch schon der letzte Tag in Wellington. Morgen geht es weiter nach Christchurch.
So fing der Tag an und machte eine Unternehmung auf die mich sehr gefreut hatte, zunichte. Der Nieselregen hier ist wirklich tückisch. Man glaubt man kkönnte es ohne Regenschutz schaffen, doch letztendlich ist man nass bis auf die Haut. Und wenn man konstanter Brillenträger ist, so wie ich, sieht man gar nichts mehr.
Also nutzte ich die Gelegenheit und ging noch einmal ins Museum Te Papa.
Es war brechend voll. Ohrenbetäubendes Kindergeschrei. Die Neuseelaänder gehen gerne mit ihren Kindern ins Museum, weil es einerseits (zum Teil) freier Eintritt bedeutet und man die Kinder über Stunden hin mit lehrreichem Zeug beschäftigen kann.
Doch ein paar interessante Dinge kann ich euch zeigen. Die Kanone stammt von der berühmten Endavour mit der Kapitän James Cook einst die Gegend erkundete und eroberte. Sie lag lange im Meer und war unter anderem eine der Kanonen die, weil das Schiff gestrandet war, über Bord geworfen wurde, damit es wieder Auftrieb bekommt. Das glückte auch.
Die gewaltige Maori Schnitzerei konnte ich nur vom dritten Stockwerk ganz aufs Bild bekommen.
In der naturhistorischen Sektion, von dem ich oben schon ein Foto zeigte, war auch ein sogenannte Gastroptychus spinifer.
Es gibt in Wellington recht viele Juweliere, bei denen ich oft ins Fenster geschaut habe um etwas zu finden was ich für mich als Souvenir kaufen könnte. Im Laden des Museums wurde ich fündig.
Maori Schmuck aus grüner Jade. Es gibt sie auch als Massenware an jedem Souvenirstand, (wobei der Ursprung und das Material dann sehr zweifelhaft sind) doch diese hier hat ein Zertifikat und ich weiß auch den Namen des Künstlers.
Abendessen dann, weil keine Lust hatte weit zu laufen, nicht weit vom Hotel entfernt in einem, man staune, belgischen Lokal. Leuwen. Ich hatte Lammbraten bestellt:
Und wenn schon ein belgisches Lokal dann ein Glas dunkle Leffe dazu, die ich schon ewig nicht mehr getrunken hatte. Es schmeckte alles hervorragend. Doch leider auch hier, wie in vielen anderen Lokalen in Australien als auch in Neuseeland war die Bedienung am Tisch alles andere als optimal. Das erklärte mir vor zwei Jahren der Chefkoch Philippe in Melbourne. Der Beruf des Kellners kann man hier nicht als Beruf mit Ausbildung erlernen. Die meisten kellnern so nebenher und/oder als Übergang. Das merkte man leider auch im Leuwen. Das muss nicht immer so sein, es fällt nur extrem auf, wenn man ein europäisches Lokal besucht und nicht den selben Standard vorfindet.
Und morgen dann hoffentlich, das Ereignis auf das ich heute wegen dem Wetter verzichten musste.
Eines noch vorweg, das ich erst gestern erfuhr. Ich habe (bzw. hatte) sehr laute und geräuschvolle Nachbarn. Wenn sie sich ins Bett warfen wackelte mein Bett im Zimmer daneben mit. Irgendwann später in der Nacht wackelte mein Bett wieder und ich gab den Nachbarn die Schuld, doch es war, wir ich am Morgen erfuhr ein Erdbeben. Das ist nichts ungewöhnliches hier, der Boden wackelt hier häufig, doch es erklärt auch so einiges in der Stadt, was mir bis dato ein Rätsel war. Aber dazu komm ich noch.
Ein ruhiger Tag der mit einem Spaziergang anfing zum Beehive. Der Bienenstock, ist das Parlament des Landes.
Man kann das Gebäude auch besichtigen. Doch ich ließ mir sagen, dass es nur Sinn macht wenn die sogenannten Sessions sind. In den Sommerferien (also jetzt) sind die Abgeordneten alle in Urlaub.
Eine Straße die mir sehr gut gefiel und die man mir auch empfahl, ist die Cuba Street.
Diese Carmen Rupe muss schon zu Lebzeiten eine Icone gewesen sein. Ihre Wiki Seite ließ mich echt staunen. Dort ließt man auch über eine Ampel die an der Kreuzung Vivian Street / Cuba Street steht, die ich aber nicht gesehen habe. Im gleichen Zusammenhang sah ich aber andere Ampeln:
Maoris als Ampeln. Der Mann in rot, die Frau in grün.
Aber zurück zur Cuba Street:
Das Foto oben wollte ich eigentlich gar nicht zeigen, wegen der Baustelle. Doch es erklärt warum hier und da plötzlich Dinge geschlossen sind die nicht so aussehen als ob sie in Konkurs gegangen wären. Es sind die Erdbeben die, die Gebäude unzugänglich machen und darum werden sie sicherheitshalber geschlossen.
In einer kleinen Seitengasse der Straße fand ich einen Buchladen der mit die Sprache verschlug. Pegasus Books.
Der Laden hat vier Räume und platzt regelrecht vor Büchern. Es ist so eng im Laden das ich zu ersten mal froh war über die Pano Funktion in der Foto App, sonst könnte ich euch die vollgestopften Räume nicht zeigen. Ich musste mich sehr zusammennehmen um nicht den Rest des Tages dort zu verbringen und noch mehr um nichts zu kaufen. Aber wenn ich hier wohnen würde, ich würde viel Freizeit dort verbringen.
Am Abend dann chinesische Kost.
Das Red Hill hatte ich per Zufall gefunden. Es lag im ersten Stock und von der Straße her hörte es sich sehr belebt an.
Sehr gut auch wenn ich nicht das Gericht bestellen konnte für das sie bekannt sind. Den Hot Pot gibt es erst ab zwei Personen. Auf jedem Tisch stand ein Pot köchlete vor sich hin.
Brr, es ist kalt hier. Die Temperaturen steigen tagsüber nicht über 22 Grad, meist liegen sie dartunter.
Nach den Frühstück zog ich los durch die Stadt. Man merkt schon an den vielen Menschen morgens dass Wellington eine Hauptstadt mit vielen Büromenschen ist, die alle seltsamerweise rennen. Wenn man auf dem Bürgersteig kurz innehält um etwas zu betrachten steht man meistens jemandem in Weg der vorbei will.
Am Morgen suchte ich den Cable Car, der in einer winzig kleinen Seitengasse versteckt ist.
9.00$ für eine Hin- und Rückfahrt sind übrigens nicht sehr viel. Das sind nur knapp über 5€.
Der Cable Car selbst ist sehr gut besucht und ich musste für die Hinfahrt stehen. Es geht 120m in die Höhe und ober auf dem Hügel angekommen hat man eine schöne Aussicht über die Stadt.
Auf dem Hügel befindet sich eine kleines Cable Car Museum, ein Observatorium und ein botanischer Garten. Im Observatorium gibt es auch ein Museum das sich aber eher an Kinder richtet. Doch eine schöne Geschichte der Maori gibt dann doch zu hören und zu sehen. Warum scheint die Sonner im Sommer länger und im Winter kürzer? Wie Maui die Sonne einfing.
Mittagessen ließ ich ausfallen.
Das Museum das mir ich mir unbedingt ansehen sollte und as mir viele an Herz legten war. das Te Papa Tongarewa, oder wir die meisten hier sagen das Te Papa.
Es ist riesig und beherbergt mehrere Museen auf einmal. Das Naurhistorische Museum , das Geschichtsmuseum und und kunsthistorische Museum sind an einem Ort untergebracht. Zudem gibt es dort auch zeitgenössische Kunst. Ich sah mir zwei davon an. mehr schaffte ich nicht.
Eine Wanderausstellung über Alice im Wunderland versetzte mich zurück in meine eigene Vergangenheit als ich in Luxemburg 2002 an einem Musical über Alice arbeitete. (Zurückblätteren im Blog hilft da nicht, da hatte ich das Blog noch nicht)
Es war eine wunderschöne Aufmachung. Es wurden unzählige Filmausschnitte gezeigt von Verfilmungen die ich gar nicht kannte. Die älteste war von 1903. Die Mad Hatter Tea Party konnte man virtuell an einem Tisch erleben.
Eine weitere Ausstellung in der Geschichtsabteilung, war dann um so erschütternder, zumal ich das gar nicht wusste. Ich hatte keine Ahnung dass die Neu Seeländer zusammen mit den Australiern in den ersten Weltkrieg involviert waren und da auch einige Verluste zu beklagen haben.
„Gallipoli, the scale of our War erzählt die Geschichte von einer Schlacht die nicht sehr lange dauerte aber viele Opfer mich sich brachte.
Für die Ausstellung wurde alles an möglicher Technik aufgefahren. 3D Pläne mit Overhead Beleuchtung die das Vorankommen der Truppen zeigten. Nachgebaute Schützengräben, Tonanlagen… Was mich aber am meisten von Hocker haute, waren die überdimensionalen Plastiken vom Weta Workshop (auf den ich noch einmal in Detail die nächsten Tage eingehe) Die waren so gut gemacht, dass es einem durch Mark und Bein ging. Ich denke dass es aber auch meinem Beruf geschuldet ist, dass ich noch genauer betrachte als andere.
Das reichte mir dann auch mal fürs erste und ich werde mir den Rest des Museums für einen anderen Tag aufheben.
Das New Chancelor Hotel in Auckland werde ich sicherlich nicht mehr als Unterkunft wählen. Das Zimmer war so an der Schwelle von Ok und Naja. Positiv war die kleine Küchenzeile, der Balkon und die Aussicht auf den Skytower. Das Frühstück aber war eine Zumutung. Ich werde zu Hause nochmal nachsehen was das extra gekostet hat.
Frühstück gab es somit an dem Morgen in einem Sierra am Hafen. Eggs Benedict.
Der C. hatte sich angeboten mich zum Flughafen zu fahren was ich dankend annahm.
Der Flug dauerte knappe 45 min. Ich sollte beim nächsten mal sehen ob es da nicht eine Zugverbindung gibt. ??? Das nächste Mal ??? Ja und das ziemlich sicher. Aber darüber schreibe ich wenn es in Planung geht.
Einchecken im Hotel und eine erste kleine Erkundung durch die Stadt. Ihr ist es um einige empfindliche Grade kälter als in Auckland. Die Runde fiel somit sehr klein aus.
Abendessen im Saigon, ein vietnamesisches Restaurant. Leider nicht so gut wie ich mir das vorgestellt hatte.
Das Huhn war fade, was ich schon recht erstaunlich fand, denn so aussehen tut es nicht.
Auckland war ganz genau ein Tag zu lang. Es ist an der Zeit dass ich morgen die Koffer packe und weiterziehe.
Was man mir schon vorab bestätigt hatte ist, dass Auckland nicht Neuseeland ist wie ich es denn jetzt die nächsten Tage kennenlernen werde.
Heute möchte ich heute noch über ein paar kleine Eigenheiten schrieben. So saß ich ja gestern im Restaurant mit dem C. und schaute auf die Speisekarte wo ich nur die Hälfte von dem Verstand was da geschrieben stand.
Chook ist chicken also Hühnchen. Dann gibt es hier Fischarten die man in unseren Breitengraden gar nicht kennt und die jedesmal googeln musste.
Ein anderes Beispiel das ich schon in Australien hörte, hier weitaus weniger, ist Brekkie für Breakfast, also Frühstück.
Eine Werbecampagne von Durex ließ mich auch staunen:
***
Am Mittag schaffte ich es dann doch zu Odettes Eatery die wieder geöffnet hatte.
Frito Misto mit einer Espelette Mayo und dazu Aubergine gegrillt mit Basilikum und ein paar frittieren Kichererbsen. Sehr gut.
Nachtisch, Berry Tart.
Ich hatte selten ein Törtchen bei dem der Mürbeteig so luftig war dass er augenblicklich im Mund zerbröselte, sich in Nichts auflöste und nur den Geschmack hinterließ. Sensationell! Doch beim Anblick des Törtchens dachte ich auch unweigerlich an das Fräulein…
Ich hätte noch ein Museum besichtigen können am Nachmittag, doch wirklich Lust dazu hatte ich nicht.
Ich flanierte noch ein wenig durch die Stadt die sich absolut nicht wie eine Millionenstadt anfühlt. Es ist alles so entspannt hier…
Den Rest des Nachmittages verbrachte ich damit schon mal vorab ein paar Besichtigungen in Wellington auszusuchen und zu buchen denn da gibt ein paar sehr schöne Sachen. Huiiiii!
Am Abend dann noch einmal zum Depot.
Ich hatte, weil es das letzte mal so gut war, noch einmal Skirt Steak.
Ein Stück Fleisch das man in Deutschland kaum kennt, Kronfleisch. In Frankreich und in Luxemburg heisst es bavette. Und die frittierten Zwiebeln sind Sünde pur.
Es gibt auch ein Kochbuch vom Restaurant, das ich wirklich gerne gekauft hätte. Aber ich habe schon eins gekauft und ich kann unmöglich noch mehr Bücher schleppen. Hier also die Daten des Buchs in der Hoffnung dass ich das bestellen kann.
Al Brown / Depot – Biography Of A Restaurant (with Recepies) 2014 / ISBN 978 177553 719 9
Ich muss morgen nicht so irre früh raus wie das letzte mal. Der Flieger geht erst um 14:00 und da es ein Inlandflug ist muss ich auch nur eine Stunde vorab da sein.
Erstaunlich und zugleich beängstigend, dass ich bis jetzt nicht einen Regentag hatte. Somit war gestern der perfekte Tag zum Wale sichten.
Ich bloggte am Morgen wie gewohnt alles weg und sichtete dabei alle Fotos durch. Die Fotos der Delfine waren sozusagen vorprogrammierte Schnappschüsse. Ich haderte ein wenig ob ich nun den Wal, denn ich nur auf Video habe, aus den endlosen Aufnahmen herausschneiden sollte und dabei noch eine weitere Stunde verbringen sollte oder nicht. Ich ließ es bleiben.
Draußen hatte der Himmel sich zugezogen und als ich loszog, fing es an zu nieseln. So einer dieser Sommernieselregen wie es sie bei uns sehr selten gibt. Sehr feine kleine Tröpfchen, aber auch sehr dicht. Meine Brille hätte Scheibenwischer gebraucht.
Ich flüchtete in ein Kaufhaus, durch das ich gestern schon einmal kurz aus reiner Neugierde hineingeschaut hatte. Es fühlt sich ein bisschen wie das KDW an aber kleiner. Das Café in der obersten Etage war gut besucht aber ich bekam Platz. Smith & Caughey‘s hat sogar in der obersten Etage Villeroy & Boch und das ‚Vieux Luxembourg’ steht dort in der Auslage.
In einem anderen kleinen Laden fand ich den bekannten Manuca Honig genau von der gleichen Marke wie ich ihn zuhause habe.
Am Abend dann ein letztes Abendessen mit den C. in Orphans Kitchen. Ein Restaurant das bei C. und seiner Freundin N. schon lange auf dem Programm stand und jetzt war meine Anwesenheit die richtige Gelegenheit das auszuprobieren. Ich habe es völlig versäumt Fotos zu machen.
Da ich seit Beginn der Reise auch wieder ein paar Fotos auf Facebook gesetzt habe, obwohl ich dort schon lange nichts mehr mache, kam heute eine Message, die mir bestätigte, warum ich Facebook wieder meiden sollte. Ich sollte doch bitte etwas über die armen verbrannten Tiere schreiben. Weder mein Blog noch meine Facebookseite sind der Ort für Berichterstattung über Themen, die von Journalisten bestens abgedeckt sind. Und wenn ich drüber schreiben würde, was ich zum Teil auch getan habe, dann über die Feuerwehrleute, die hier im Einsatz für andere ihr Leben gelassen haben. Über Menschen die bei lebendigem Leibe erstickt und verbrannt sind, weil sie nicht schnell genug waren. Über Menschen, die restlos alles verloren haben, denen nur noch Schutt und Asche als Erinnerung bleibt. Buschfeuer sind nichts Neues in Australien. Es gehen jedes Jahr sehr viele Tiere in der Wildnis daran zugrunde. Nicht nur in Australien, sondern auch in Afrika und Südamerika. Was mir sehr viel mehr Sorgen macht ist, dass diese Buschfeuer mit den Jahren immer größer werden und länger anhalten und immer größere Flächen roden. Auf der Fahrt nach Maria Island zum Ferry, bin an zahlreichen Stellen vorbeigefahren, wo man den Bäumen noch ansah, dass sie in den letzten Jahren im Feuer standen. Und das war ja in Tasmanien wo es zurzeit ruhig ist. „Aber wir haben ja kein Klimawechsel… gell ?!?!?“
So, können wir nun zur gewohnten Tagesordnung übergehen, bitte? Danke.
***
Am Morgen ging ich auf Empfehlung zu Odette, eine Frühstücksbar, die aber aus unerfindlichen Gründen geschlossen hatte. Da ich eh ein wenig getrödelt hatte mit bloggen und Blogs hinterher lesen, war es schon fast Zeit zum Waitemata Harbour zu gehen. Ich hatte eine Bootstour gebucht.
Und die Walewatching Tour war großartig. Wir sahen mehrfach Delphine und einen Brydewal.
Man erklärte uns, dass das Schiff nich nur ein Touristenboot, sondern auch ein Forschungsschiff ist. So wurde während der Fahrt der Planktongehalt des Wassers gemessen. Dazu wurde eine weiße Scheibe ins Wasser gelassen und man ließ sie soweit hinab bis sie zu dem Punkt, an dem sie nicht mehr sichtbar war. Diese Messung wird jeden Tag an der gleichen Stelle vollzogen und zeigt somit an wie die Schwankungen sind. Zudem wird die Farbe des Wasser angeschaut mithilfe einer Farbskala. Hat das Meer eine eher grünliche Farbe, ist der Planktongehalt hoch.
Und jetzt die Fotos. Ich habe ungefähr an die 200 Stück gemacht. Tiere in der freien Wildnis zu fotografieren ist auch eine Glückssache. Den Brydewal habe ich nur auf Video aber das werde ich ein andermal zusammenschneiden.
Unterwegs begegneten wir der Neuseeländischen Crew des World Sailing Cup beim Training.
Delfine schwimmen sehr gerne mit den Booten mit, nicht weil sie neugierig sind, sondern weil sie durch den Antrieb des Bootes eine Freifahrt bekommen. Sie können dann nämlich so schnell wie das Boot schwimmen, ohne sich anzustrengen. Der Wasserdruck genügt.
Die große Aufregung kam als das wir dem Wal begegneten und dieser fast neben dem Boot schwamm. Plötzlich verfärbte sich das Wasser bräunlich rot. Und dann sahen wir die Crew herumwuseln und der Kapitän bremste das Schiff ab. Es näherte sich dem Fleck im Wasser, der sich schon langsam auflöste und man nahm eine Probe davon.
Stolz zeigte man uns den Behälter:
Das ist Wahlkot. Das letzte mal dass sie eine Probe bekommen hätten wäre vor über einem halben Jahr gewesen.
Da wir sehr weit rausgefahren waren, dauerte die Rückfahrt über eine Stunde. Und das ist die Skyline der Stadt:
Am Abend dann noch einmal ins Depot. Ich hatte wieder großes Glück und bekam sofort einen Tisch, obwohl das Lokal proppenvoll war. Später fiel ich todmüde ins Bett.
Ein wunderschöner sonniger Tag. Es ist immer noch ungewohnt, dass ich mit der Heimat 12 Stunden auseinanderliege. Ich erwarte mir nämlich immer prompt Reaktionen auf Posts, doch die sehe ich dann erst am Morgen wenn ich erwache.
Ein Ausflug nach Piha schlug der C. vor. Aber gerne doch!
Google Map
Wie man auf der Karte sieht ein wenig weiter draußen.
Der Sand ist schwarz, das Meer wild und der Strand riesig.
Es war herrlich im Meer zu toben. Mit den Wellen konnte man nicht schwimmen. Wenn man ein wenig rausschwamm wurde man augenblicklich von den Lifeguards (David Hasselhof läßt grüßen) zurückgepfiffen. Und im Gegensatz zur Bondi Beach in Sydney war das Wasser hier recht frisch aber nicht so eisig kalt wie dort.
Diese Blumen werden hier auch Weihnachtsblumen genannt, denn man sieht sie nur zu dieser Zeit. Wie sie genau heißen muss ich nochmal nachfragen.
Man bestaune auch bitte das satte blau des Himmels.
Am Abend ging ich auf Empfehlung in ein richtiges Neuseeländisches Resraurant, das Depot das nur wenige Meter vom meinem Hotel entfernt liegt. Gleich vorweg, das war sehr lecker!!!
Als Appetizer unten links ein bisschen Humus, dann oben das Flanksteak mit frittierten Zwiebeln und Tomatensalat und anschließend ein Triffle mit Pflaumen. Amen.
Es war dann doch sehr spät als ich im Bett war gestern. Ich war erst kurz nach 4:00 im Bett und dementsprechend spät wach. Frühstück ließ ich ausfallen. Ich bloggte alles vom Vortag weg und ließ den Tag sehr langsam angehen. Mit dem C. hatte ich ausgemacht, dass wir zur Insel Waiheke fahren würden. Doch beim C. hatte sich eine Planänderung eingestellt und wir verschoben die Unternehmung.
Ich beschloss mir ein wenig weiter die Stadt anzusehen, da ich ja nichts weiter geplant hatte.
Denmark Design hieß ein Teil der Exponate und beschreibt ziemlich gut die Geschichte des dänischen Designs.
Sehr interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass die Dänen es sogar schon in den 50er Jahren geschafft haben mit ihrem Stil bis nach Neuseeland vorzudringen. Den Plattenspieler zum Beispiel würde ich mir sofort zulegen, wenn man ihn noch herstellt.
Ein weiterer Künstler der ausgestellt war, war Colin Mc.Cahon, dessen Kunst sehr religiös ist ohne wirklich so zu wirken. Er ist eine der Nationalgrößen, weil er versuchte zum Teil auch einheimische Kunst in seine einfließen zu lassen. Bilder hab ich keine davon gemacht, weil nicht davon mich wirklich umhaute.
Im Café der Gallery las ich folgenden Spruch und er beschreibt eigentlich ganz gut die Stimmung der Stadt und wahrscheinlich des ganzen Landes.
Dann beschloss ich mir die Sky City anzusehen. Das ist der Turm den ich von meinem Hotelzimmer aus sehe und von dem ich bereits am ersten Abend ein Foto postete. Folgendes Foto kostete mich ein wenig Überwindung.
Gleich neben dem Fenster auf dem man stehen kann, gibt es außen ein Skyjump Plattform. Man wird angeschnallt und vom Turm gestoßen… Der Absturz wird zum aus verschiedenen Winkeln gefilmt. Ich… nein… oder? Mir wird heiß und kalt wenn ich daran denke, aber irgendwie kribbelt es dann doch es zu versuchen. Ich bin ja noch ein paar Tage hier. Vom Hotelzimmer aus filmte ich einen Abflug.
Neben dem Aufreger wird einem auch die Größe der Stadt bewusst.
Wie Sydney hat die Stadt auch eine Harbour Bridge.
Und das ist mein Hotel wo ich am Morgen oder an Abend auf dem Balkon sitze:
Es sind immer wieder kleine Hügel in der Stadt zu sehen. Das sind alte Vulkane. Den Mount Eden werde ich in den nächsten Tagen besteigen.
Was mich gestern ein wenig aus dem Konzept brachte war, dass ich mein Adapter für die Steckdose in Hobart habe liegen lassen. Glücklicherweise waren Rechner und Smartphone genug aufgeladen, dass ich posten konnte und mit der Powerbank konnte ich das Smartphone noch einmal aufladen.
Also war mein erster Gang heute Morgen, nach dem Frühstück, (das bis jetzt das rudimentärste ist, was ich auf der Reise hatte) zu einem Elektrohändler. Glücklicherweise fand ich ihn sofort und ergatterte ein Teil das mich jetzt erstmal für Australien und Neuseeland rettet. In Bali werde ich ein anderes brauchen. Vielleicht werde ich fündig am Flughafen.
Da ich ziemlich nah am Hafen bin, wanderte ich erstmal dort herum. Die Ecke erinnerte mich ein wenig an Luxemburg, denn sie dröhnt vor Baustellen…
Ein Teil des Nachmittags verbrachte ich mit Aufarbeiten von unerledigten Emails. Es weiß ja nicht jeder dass ich weg bin und verschiedene Sachen dulden nun mal keinen Aufschub.
Am Abend das große Wiedersehen mit dem C. und ich lernte seine Freundin N. kennen. Wir aßen in einem Neuseeländischen Restaurant unten am Pier, das den seltsamen Namen Euro trägt.
Es gab Austern. Ich glaube das letzte mal dass ich welche hatte war in Cannes als ich noch mit dem M. zusammen war.
Scorched beef tartare, smoked egg yolk, white soy, kumara and cocoa Line-caught market fish, crab & prawn ‘nduja’, preserved cherry tomatoes, summer herbs, war auf meinem Teller und in der Mitte waren extrem leckere Slender stem broccoli, blue cheese butter, toasted hazelnuts. Dazu gab es ein Neuseeländischen Pinot Gris. Caramel semifreddo vanilla ice cream, hazelnut panna cotta, caramel popcorn
Letztes Foto ist von der Belichtung her nicht mehr ideal da es schon spät war und wir draußen saßen.
Es wurden viel alte Geschichten aus der Vergangenheit ausgegraben und wie es diesem oder jenem so gehe. Ein wunderschöner Abend.
So langsam verstehe ich George Clooney in der Rolle von Ryan Bingham im Film ‚ Up In The Air‘. Man kann sich echt daran gewöhnen.
Um drei Uhr klingelte der Wecker und wenige Sekunden später hatte ich den bestellten Weckruf. Doppelt ge… ihr wisst schon. Ein Flug nach Melbourne. Es gab ein unangenehmer Sitznachbar der unentwegt schniefte und hustete, sich aber nie die Nase putze. Ich war froh dass der Flug nur eine Stunde dauerte, denn das grunzende Nasehochziehen trieb mich beinahe in den Wahnsinn.
Von Melbourne ging aus weiter nach Auckland ohne Zwischenfall. Dreieinhalb Stunden.
Im Flieger der ein ziemlich günstiges Wifi hatte, googelte ich mir mal alles zusammen was ich gleich zu Anfang in der Stadt brauche. Ich hatte mir zwei ziemlich coole Restaurants ausgesucht, die aber alle beide jetzt nach den Feierlichkeiten ein paar Tage geschlossen haben. Ich beschloss mir das an Ort und Stelle anzusehen.
Zwischendurch meldete sich der C. den ich über 10 Jahre nicht gesehen hatte und der in Auckland wohnt. Er bot mir mich am Flughafen abzuholen. Großes Hallo am Flughafen.
Das übliche Ritual folgte dann. Im Hotel einchecken, Wäsche aussortieren, Wäsche Service anfragen.
Da mir nochmal zwei Stunden abgeknabbert wurden war es plötzlich schon spät ohne dass mir das bewußt war. Ich fand in der Nähe ein kleines Sushirestaurant.
Das ist übrigens die Aussicht von meinem Fenster.
Als ich dann zurück kam stellte ich fest dass mir der Adapter für den Stecker abhanden gekommen ist. Mist.
Meine Aussicht am Morgen vom 8. Stockwerk des Hotels.
Ich muss gestehen dass ich heute sehr faul war.
Zudem bekam ich heute mit Verspätung eine Mail, die wahrscheinlich ein ganzes Projekt samt meiner Arbeit zunichte macht. Mich macht sowas wahnsinnig wenn nicht von Anfang an klare Ansagen gemacht werden und ich fische im Trüben und kann letztendlich kann ich NICHTS von meiner Vorarbeit gebrauchen. Ich war echt stinksauer.
Aber gut. Ich bin nicht hier im mir wegen anderer Leute Dummheit den Urlaub vermiesen zu lassen.
Ich hatte mir für den letzten Tag nicht wirklich etwas vorgenommen. Da ich morgen sehr früh raus muss weil mein Flieger um 6 Uhr startet, wollte ich mir für heute kein Programm aufhalsen.
Ich gönnte mir jedoch ein schönes Abendessen im Drunken Admiral, das in Hobart eine Institution ist. Ein uriges Fischrestaurant das sehr gut besucht war. Aber ich bekam einen Platz an der Theke. Der Barman umsorgte mich perfekt.
Schwertfisch mit ein Glas Sauvignon.
Als Nachtisch ein One Legged Tom.
Als Absacker ein Espresso Martini. DAS Getränk schlechthin, das ich vor zwei Jahren hier kennen und lieben lernte und das ich mit diesem Kontinent verbinde.
Das wars vorerst mal mit Australien. Morgen geht weiter nach Neuseeland. Und jetzt beginnt das Abenteuer erst richtig, denn dort war ich noch nie.
Ich hatte mir vorgestern einen Sonnenbrand im Gesicht eingehandelt, da ich die Sonnencreme vergessen hatte. Und obwohl es kühl war, brannte die Sonne ganz schön.
Foto creme und gel
Ich kaufte mir gestern also von der gleichen Marke wie die Gesichtscreme, (von der ich inzwischen schwer überzeugt bin) das Aloevera Gel und trug mehrfach über den Tag hinweg dicke Schichten auf. Es wirkte Wunder.
So sieht mein Frühstück fast jeden Tag aus. Obst, meist Melone in verschiedenen Sorten, mit Brichermüsli und ein wenig Kelloggs Gedöns darüber gestreut damit es knuspert. English Brekkie hängt mir zurzeit zum Hals raus. Wenn ich morgens schon den gebratenen Speck nur rieche…
Kurze Zeit später machte ich mich auf den Weg zum Hafen, um das erste Speedboat zu nehmen zum ‚Museum Of Old And New Art‚ zu nehmen. Da ich gehört hatte, dass es die Tage davor brechend voll gewesen war, hatte ich Angst ich müsste mich durch Menschenmengen quälen. Doch zu meinem Glück waren weitaus weniger Menschen unterwegs als die Tage davor.
Ich habe reichlich gefilmt und fotografiert, aber eigentlich nicht fürs Blog.
Was ich euch aber Zeigen kann, ist das feudale Mittagessen im The Source.
Das Essen war ausgesprochen lecker und der Tisch, ein grüner Teppich. Es bleibt übrigens erstaunlicherweise auf dem Tisch alls stehen und liegen wie es soll. Nichts rutscht oder fällt herunter. Und während ich speiste (ich weiß nur noch dass der Hauptgang ein Kombi von Hühnchen und Jakobsmuscheln war) hörte ich ein Konzert von der Wiese.
Und so gegen 4:00, nachdem ich nochmal eine letzte Runde durch das Museum gemacht hatte, fuhr ich mit dem Boot zurück.
Ach ja. Ich habe noch nicht die neuen Treter gezeigt, die bereits in Sydney gekauft hatte. Dafür bleib das Paar das ich mitgebracht hatte und das eh nicht mehr richtig am Fuß hielt, dort im Mülleimer.
Ich ließ mir heute etwas mehr Zeit. Späteres Frühstück. Was ich nicht bedacht hatte war dass ich nochmal ein Frühstück bekomme. Der G. den ich an Weihnachten bei H. in Melbourne kennengelernt hatte, war ebenfalls in Hobart und wir verabredeten uns in Battery Point in einer sehr netten Bäckerei die ich sicherlich nochmal aufsuchen werde.
Jackman & McRoss scheint ein alteingesessener Betrieb zu sein, bei dem es zugeht wie in einem Bienenstock.
Da ich mir eh vorgenommen hatte das Viertel zu erkunden kam das gerade recht. Es ist zum größten Teil ein reines Wohnviertel durch das aber ein Reihe von Wegweisern führen in denen erklärt wird wie das Viertel entstand. Hoer stehen unter anderem ein paar der ältesten Häuser der Stadt. Eines davon fand ich ganz besonders schön.
Ich ging bis zum nördlichsten Ende des Viertels zur Sandy Beach um dort enttäuscht festzustellen dass es kein Badestrand ist. Schade. Ich hatte extra das Badetuch eingepackt. Unterwegs entdeckte ich jedoch dieses Schild:
Ich wußte nicht dass Erol Flynn gebürtiger Tasmanier war.
Den Rest des Tages ließ ich ruhig ausklingen. Es muss zwischendurch auch solche Tage geben. Morgen mache ich wieder eine größere Tour.