Sendung & ‚Bonne Chance‘

Der Höhepunkt am Mittwoch war die Aufzeichnung der No Art Sendung. Für mich die letzte dieses Jahr.

Ich stelle den ersten Roman meines bloggenden Namenvetters Joël Adami vor.

Mehr dazu erfahrt ihr am Samstag. bzw. am Sonntag.

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Donnerstag stand eine Stippvisite in Metz im Centre Pompidou, zusammen mit der D. an.

Die Austellung Bonne Chance von Elmgreen und Dargset, war ein echter Knüller.

Ich habe extra den erklärenden Text am Anfang der Ausstellung Bonne Chance abgelichtet. Und ich muss sagen, die war so sehr nach meinem Geschmack wie schon lange keine Ausstellung mehr. Die D. und ich haben uns sehr gut amüsiert.

Ich gehe nicht oft genug ins Centre Pompidou. Ich sollte es wirklich öfters im Jahr besuchen.

Nach der Ausstellung machten noch einen Abstecher in einen niedlichen Buchladen mit dem schönen Namen La Pensée Sauvage.

Ich fand zwei sehr spannende Comicbücher, aber davon morgen mehr.

Weihnachtsmarkt

Vielleicht ist es das war mir gefehlt die letzten Wochen und Tage. Ein Weihnachtsmarkt. Nein nicht wirklich. Aber nach dem ersten gewaltigen Ansturm am Wochenende trat ich meinen ersten Gang über den Markt am Dienstag an. Und das war die richtige Entscheidung, denn es war verhältnismäßig ruhig. Kein Regen aber dafür eisig kalt.

Doch zuerst ging es los mit einem Kaffee im Renert.

Ich mag Glühwein nicht besonders. Die meisten Sorten die man hier auf dem Weihmachtsmarkt bekommt, sind entweder so süß, dass man augenblicklich zur Zuckerstatue kristallisiert oder so sauer, dass es einem die Löcher in den Stümpfen zusammenzieht, weil sie als nicht süß angepriesen werden. Ich habe bis dato noch nie einen getrunken, der mir wirklich geschmeckt hat und der nicht aus fuseligem Wein hergestellt wurde, dass man am Folgetag mit Brummschädel erwacht. Nun ja.

Dann lobe ich mir der kleine Restaurantstand Kugener bei der „Gëlle Fra“. die sich auf Flammkuchen spezialisiert haben und den so herstellen wie ich ihn von ganz früher aus dem Elsass kenne. Und dazu gab ein gescheiten Pinot Gris:

Herrlich!

Ja, die vielen bunten Lichter machen die langen dunklen Tage erträglicher.

Schnee & Villa Beggen

Der erste Blick aus dem Fenster. Aber er blieb nur auf den Dächern liegen, nicht auf der Straße:

Das machte die Entscheidung häuslich zu bleiben, leicht.

Ein Bild bin ich noch von gestern schuldig, das aus Australien kam umd mir sofort Lust auf mein Lieblingsobst machte:

Kiiiiiiiirschen. Ich will auch Kirschen!!!

Ansonsten musste ich lesen.

Am ging es mit der D., der V., und der N. in die Villa Beggen. Ein kleines sehr gemütliches Café mit guter Musik und leckeren Burgern.

Sonntag

Ich erwachte gegen 5:20 und die Nacht war vorbei. Schlafen ging nicht mehr. Dabei war ich nicht so früh ins Bett gegangen, dass ich mein Quantum an Schlaf schon durch hätte. Ich stand auf, versuchte im Buch zu lesen, das für die Sendung am Mittwoch lesen soll, aber es ging nicht. Also ließ ich mich von allerlei YT Videos berieseln.

Unter anderem sah ich bei Cecilia Blomdahl vorbei, die auf Spitzbergen wohnt. Sie lädt jede Woche ein Video hoch. Dort sind sie inzwischen in der Phase angekommen, in der sie überhaupt gar kein Tageslicht mehr haben. Der Himmel wird gar nicht mehr hell nicht mal für eine Stunde in der man glauben könnte, da wäre ein leichter Schimmer eines Tages zu erkennen. Es bleibt stockfinster. Und sie freut sich darauf. “ The cozy time of the year“, nennt sie es.

Ich finde es faszinierend, dass es Menschen gibt, die das toll finden, weil ich das nämlich bekanntlich gar nicht so finde und ich versuche zu verstehen warum. Wenn die Tage hier kürzer werden, werde ich trübsinnig und habe düstere Gedanken. Was findet man an der totalen Dunkelheit schön? Wenn ich das für mich irgendwie erschließen könnte, vielleicht fielen mir die Winter dann weniger schwer?

Ich würde sie zudem gerne einmal fragen ob sie dabei das Zeitgefühl verliert. Es gibt nämlich das Phänomen bei den Höhlenforscher, wenn sie tagelang unter Tage durch Grotten wandern, dass ihnen das Zeitgefühl verloren geht und sie ihren Ablauf sehr durchstrukturieren müssen, damit es klappt.

Ich schlummerte dann doch noch einmal kurz weg, was an sich gut war. Weniger gut daran war, dass ich wirres Zeug träumte. Aber das muss wohl so sein.

Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf um ein letztes mal Unverblogbares zu tun, Und damit wäre dieser Auftrag dann auch zu Ende. Es war übrigens der erste größere Auftrag, seit Bad Ischl und er versöhnte mich wieder mit der Barockepoche.

Am Abend traf ich die A. auf unserer beider Winterterrasse. Doch wir machten früh Schluss.

Freitag & Samstag

Den Freitag verbuche ich unter und Unverblogbarem, emsiger Büroarbeit und Arbeitsterminen. Zudem war dir Putzhilfe da und ich nutzte die Zeit um eine Reihe Einkäufe für die Arbeit zu machen. Außerdem musste ich ein Buch anfangen, das ich für spätestens Dienstag ausgelesen haben muss. Mit alldem was für das Wochenende noch ansteht wird das schwierig werden.

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Am Samstag Morgen erwachte ich gerädert, ich hatte schlecht geschlafen. Eine Runde über dem samstäglichen Wochenmarkt so wie ein Kaffee und ein und einen ‚heißen Apfel mit der D. und ihrem Mann, im Renert.

Am Nachmittag eine hochspannende Doku auf Arte gesehen, über einen der Ritter der Tafelrunde der bis vor kurzem völlig unbekannt war. Der Ritter Ségurand, der verzaubert wird und gegen einen imaginären Drachen kämpfen muss. Der Mittelalter Forscher Emanuele Arioli suchte zehn Jahre durch ganz Europa nach den Fragmenten der Geschichte bis er sie mit viel Glück wieder zusammen findet. Und wieder einmal zeigt sich welchen verheerenden Einfluss die Kirche und der Papst darauf hatten, dass die Sage so in Vergessenheit geriet.

Am Abend gestaltete sich dann sehr stressig aber das gehört nicht hierhin.

Fotos für den Rückblick & Luxusproblem

Am Morgen musste ich früher raus als angedacht. Das war so mittel gut, weil das Wetter wieder umgeschlagen hatte, von gestern schön, auf heute eher sehr bedeckt und mein Kopf wummerte leicht.

Irgendwann fiel mir ein, dass ich doch schon mal anfangen könnte Fotos rauszusuchen für den Fotorückblick 23. Vor allem Januar und Februar würden schwierig werden, weil es, erstens sehr viele Fotos gibt, und zweitens, es sollen ja nur zwei pro Monat sein. Dabei las ich mich im eigenen Blog fest, in den Postings aus Neuseeland und Australien. Ach ja, das war alles sehr schön vor fast einem Jahr…

Die A. kam kurz vorbei wegen technischem Krimskrams. Aber wir mussten das kurz halten, weil ich bereits um 13:00 für eine Runde Unverblogbares antreten musste. Das lief ohne Zwischenfälle sehr rund. Ich wünschte mir es wäre immer so.

Später ging es kurz zum Renert weil ich Lust auf einen warmen Apfel hatte und in Ruhe ein wenig hier vorschreiben wollte.

Noch ist die Place Guillaume vor dem Gemeindehaus leer und wird es auch wahrscheinlich bleiben. Die Schlittschuhlaufbahn wurde auf die Königswiese verlegt. Für die restliche Weihnachtszeit wird wohl der Markt dort zweimal die Woche stattfinden und mehr nicht. Aber ein zusätzliches Karussell steht schon mal:

Ich überlegte lange was ich mit dem ‚angefangenen‘ Abend überhaupt machen will. Will ich heim? Nee! Will ich in Ruhe irgendwo speisen? Ja! Aber wo? Es ist immer wieder die gleiche Frage die sich stellt, wenn die Auswahl der Lokale zu groß ist. Bovary? Nein, da war ich erst letzte Woche. Der neue Koreaner? Nee, da war ich nicht später gestern Mittag, obwohl die ich nichts darüber geschrieben hatte. Wo dann? Lentz? Nein, dass ist zwar ok, aber zu teuer für das was sich auf dem Teller tummelt. Wëllem? Nein, der hat einen neuen Koch und den werde ich einmal für den Mittagstisch versuchen. Der Inder in der rue Louvigny? Ja schon, da war ich seit sehr langer Zeit nicht mehr, aber ich hatte keine Lust auf indische Küche.

Und so ging der Gedankengang noch eine Weile weiter. Kann das jemand nachvollziehen der, so wie ich, in einer Großstadt größeren Stadt wohnt? Ich wollte keine Experimente machen und etwas Neues ausprobieren. Ich wollte eine gute Küche, möglichst nicht zu teuer. Meine Wahl viel auf das Restaurant und vor allem den Koch, dem ich seit fast 10 Jahren ununterbrochen treu bin.

Das Dessert bestand aus GEMÜSE. Es war ein Millefeuille aus Kartoffeln mit einer Süßkartoffelcreme und einer leicht säuerlichen Soße mit Himbeeressig.

Es war die richtige Wahl. Zudem gab es eine neue Menükarte.

Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass das oben Beschriebene ein schon fast dekadentes Luxusproblem ist. Wenn ich in einem kleinen Dorf leben würde, mit einer Dorfkneipe die Schnitzel mit Pommes anbietet, wäre die Auswahl schnell getroffen.

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Claire Saffitz, meine liebste Köchin aus dem Internet hat ein Pizzaofen gebaut :

Früher Start & Musical

Sehr früh raus…puh! (Also für meine Verhältnisse war es sehr früh)

Der Tag versprach endlich einmal schön zu werden.

Kurz nach 8:00 Uhr gab es schon heftig Unverblogbares. Aber ein bisschen was kann ich zeigen.

Da ich im barocken Bereich dieses Jahr mehr als gründlich gebrieft worden war, ging es mir jedoch leicht von der Hand.

Am frühen Nachmittag dann noch einmal schnell ins benachbarte Ausland für ein paar Einkäufe. Ich musste DIE SONNENBRILLE anziehen um zu fahren!

Wieder daheim war der Tag auch schon fast gelaufen. Zudem hatte ich Rückenschmerzen.

Am Abend schaute ich mir ein Musical an, das ich schon oft hätte live sehen können, nur hatte ich nie Lust dazu. 2011 bereits feierte das Phantom der Oper in London seinen 25 Geburtstag. Daraufhin wurde eine Show speziell für die Royal Albert Hall kreiert mit ein größeren Aufwand. Diese Show gibt es schon seit einer Weile auf YT zu sehen.

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Vertraust du deinem Instinkt?

Nicht genug!

Sonntag und Montag und Diemstag

Mit einem Ups… hörte es am Samstag auf. Mit einem Ups ging es am Sonntag los. So spät bzw. früh bin ich schon lange nicht mehr von einer Party heimgekehrt. Dafür hatte ich erstaunlich wenige Nachwehen.

Der Sonntag gestaltete sich dafür umso ruhiger. Ich sah mir unter anderem eine Doku übet Jane Mansfield an.

Ich wusste nur wenig über sie.

Am Abend dann, für den Geburtstag das D., hatte ich guten Käse für ein Fondue bei ihr daheim organisiert und brachte auch die Utensilien dafür mit, wie den Caquelon und die elektrische Platte.

Wir aßen zu dritt jeder eine doppelte Ration und keiner fühlte sich seltsamerweise überfressen, was ich der Qualität des Käses zuschreibe.

Käse von Mons gibt es im Cactus.

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Den Montag dann weitgehend ebenfalls daheim verbracht. Ich fing ein Buch an, das ich wahrscheinlich fürs Fernsehen lesen muss. Ich muss es mir noch absegnen lassen. Wenn nicjt stelle ich es hier vor.

Am Abend gab es unverblogbare Arbeit im Hülle und Fülle, aber sie fühlte sich gut an und machte Spaß.

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Den Dienstag verbuchen wir ebenfalls unter Häuslichkeit. Der kleine Basilikumstock der noch immer hier stand wurde restlos abgeerntet und die Blätter kamen in den Dörrautomat, der schon lange nicht mehr zu Einsatz kam.

Das dauerte eine Weile weil man nicht über 35 Grad gehen soll.

Derweil bug ich nochmal fix ein Bananenbrot weil hier vier kleine, hochrreife Bananen ein trauriges Dasein fristeten und die mussten weg.

Am Abend dann ins Kino mit der D. und V., genauer gesagt in die Cinématheque. Auf dem Programm ein Film von 2021 von Charlotte Gainsbourg über ihre Mutter Jane Birkin. Ein sehr privater und emotionaler Film, der sicherlich nicht einfach war für die Tochter. Ein sehr schöner Film und ich war dass ich zugesagt hatte obwohl ich zu Anfang nicht richtig wollte.

Und dann huchtig heim denn am Mittwoch geht es sehr früh los.

Büchertage & die letzte Fairytales

Welches Buch liest du gerade?

Die Frage kommt als Tagesfrage wie gerufen, da heute die Walfer Büchertage begonnen haben.

Aber von vorne.

Mit düsteren Gedanken erwacht. Nicht schön. Nach drei Tassen Kaffee und der Fertigstellung des Blogposts ging es besser. Auf dem Wochenmarkt den Sonntag mit der D. besprochen und ihr noch ein paar andere unverblogbare Dinge erzählt. Unter anderem über einen Umstand, bei dem eine Hand nicht weiß was die andere tut. Eine sehr doofe Geschichte, die mit sich brachte, dass ich mein Wochenende nicht so planen konnte, wie gern gewollt hätte.

Von dort aus mit dem Bus zu den Büchertagen. Es war wie immer. Sehr viele bekannte Gesichter. Ich kam kaum vorwärts. Hallo hier und Küsschen da. Manche der Verlage legen ihre neuesten Erscheinungen schon so dass sie zum ersten mal auf der Buchmesse zu haben sind. Ich kaufte:

Eines davon ist von der N. die ebenfalls eine Lesung hatte:

Am Abend dann ein wenig Arbeit…

… und anschließend ging zur letzten Fairytales Party. Ich hatte das Gefühl als ob es wensentlich voller war als sonst, weil wahrscheinlich alle wussten, dass es die letzte sein würde.

Und natürlich gab es auch Gogo Tänzer.

Ich tanzte bis in dir frühen Morgenstunden. Das letzte mal dass ich auf den Wecker sah war es 4:55. Ups!

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Das ist Perfektion im Tango. Sehenswert. Und wenn wir schon dabei sind, hier ist noch einer. Mein Gott, ist das sexy!

Papa was a Rolling Stone…

Viel Unverblogbares die letzten Tage. Das ist aber insofern ganz gut, da es mich vom Wetter ablenkt, das nur noch eine Zumutung ist.

Darum mache ich was anderes. Zum Beispiel das was in der Überschrift steht; eine Tagesfrage:

Wenn du irgendwo auf der Welt leben könntest, wo wäre das?

Wherever he laid his head was his home.

Ich reise ja gerne und viel und wenn möglich lange am Stück. Und dort wo ich dann bin ist kurzfristig auch mein Zuhause. Darum die Überschrift.

Ich bin aber eigentlich recht glücklich dort wo ich bin, nämlich hier in Luxemburg. Wenn es um 1000 – 1500 km südlicher liegen würde, möglichst am Meer, wäre es perfekt.

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Neue bzw. alte Musik gefunden. Izzy Perri. Insta spülte ihn mir in die Tumeline. Überzeugt hat mich ein Coversong von Britney – Toxic. Er modelte ihn so um als ob er bereits Anfang der 80er erschienen wäre. Das gibt ihm eine Yazoo/Depeche Mode Vibe. Ich habe bei Apple eine Playlist zusammengestellt, mit dem was mir so bei ihm gefällt.

Ugly Christmas Swaeter & Links

Ein Tag mit viel fleißigem Arbeiten am Rechner. Ich hasse diese Tage doch ich bin anschließend immer sehr froh wenn ich damit durch bin und ich fühle mich als ob ich pfundweise abgenommen hätte.

Da es den ganzen Nachmittag und am frühen Abend auch regnete und teilweise auch hagelte, blieb ich daheim.

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Zwei schöne Texte:

Eine Text von Tracey Thorn A box of family photos pulls me into the past
(Wenn ihr Euch bei The New Statesman anmeldet, könnt in den Text ganz lesen ohne zu bezahlen)

We’ve been drawn deeper and deeper back into the past, until time has seemed to collapse in on itself, and I find myself thinking of TS Eliot, and the opening lines of “Burnt Norton”:

Time present and time past
Are both perhaps present in time future,
And time future contained in time past.

But I don’t say that out loud because I suspect that – with great affection, and in the way that only siblings are allowed – they would laugh at me. And fair enough.

Tracey Thorn

Ich kannte das Zitat aus Burnt Norton nicht. Aber es ist ein sehr tröstlicher Gedanke.

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Der andere Text ist von Novembernebel und ich fand ihn bei der Kaltmamsell:
Es geht um Macht.

Ein spannender Text, bei dem mir meiner eigenen Macht und wie ich das so handhabe, bewusst wurde.

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Ein Bild von mir das man so NIE in der Öffentlichkeit sehen wird, höchstes hier, und in einer Umkleidekabine:

Es gab mal eine Zeit in der ich regelmäßig zu Weihnachtsfeiern eingeladen wurde. Bei einer ganz bestimmten Feier war der Ugly Christmas Swaeter Pflicht. Ich hatte noch nie einen und dekorierte dann einen Pulli mit Christbaumschmuck um, nach den Motto „früher war mehr Lametta“. Vor drei Tagen fand ich eine ganze Serie an Pullis in einem Discouterladen. Einer scheußlicher als der andere. Ich probierte einen an und war… nein, bei aller Liebe, ich kann das nicht anziehen!

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Weil mir das heute so nebenbei auffiel:

Müsste das bei Instagram nicht Bezahlabzeichen heißen?

— Joël 🏳️‍🌈 (@joedelux@fnordon.de) 2023-11-15T12:51:56.831Z

Tagesfrage, Wellness & Tagliatelle

Wer ist die berühmteste oder berüchtigtste Person, die du je getroffen hast?

Ha Ha Ha! Das wüßtet ihr wohl gern. Das ist genau eine der Fragen die ich hier nicht beantworten werde. Ich kenne jede Menge sehr bekannte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, sei es aus Kunst und Kultur oder Politik. Interessanterweise ist es auch immer wieder die Frage, die ich bestellt bekomme wenn, ich meinem Beruf erwähne. Es ist einfach so, dass ich tagtäglich mit berühmten (ich mag das Wort nicht) bekannten Persönlichkeiten aus vielen Gesellschaftsbereichen zu tun habe. Wenn ich hier das Wort „unverblogbar“ schreibe, hat es sehr oft damit zu tun.

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Was aber nicht unverblogbar ist, ist der Umstand dass ich heute mit brüllenden Kopfschmerzen aufstand. Ich nehme mal an dass es weterbedingt war. Ich fuhr den Wagen zur seinem „Wellnesszentrum“ und er bekam eine Innen- und Außenreinigung. Es war höchste Zeit. Ich mache das für gewöhnlich so drei bis vier mal Jahr.

Die Wellnessprozedur dauerte aber länger als gedacht und deshalb fuhr ich mit dem Bus zwischendurch wieder in die Innenstadt., da in Howald, wo ich das Auto hinbringen musste, außer Baustellen wahrlich kein Bär steppt.

Am Abend noch einmal das berühmt berüchtigt Unverblogbare.

Da ich beizeiten Schluss machen konnte und ich nicht schon wieder vor der Glotze hängen wollte. (Lesen wäre bei dem Kopfbrummen, das mich den ganzen Tag begleitete, eh nicht drin gewesen) Also ging ich ins Bovary, seit langer Zeit mal wieder alleine. Und das war eine gute Idee, denn es war ruhig dort und ich konnte den Rest des Tages verbloggen. Das schaut übrigens jetzt fast immer so aus:

Ich nehme seit neuestem das iPad und die kleine Tastatur mit. Das ist angenehmer zum Schreiben.

Zu Essen gab es auch:

Tagliatelle mit Lachs. Nichts Außergewöhnliches, aber dafür gut.
Ich blieb nicht sehr lange dann ich war müde. Zudem hatte sich die Sonne den ganzen Tag nicht ein einziges mal gezeigt. Dieses Wetter macht einfach mürbe.

Einkäufe & Deadloch

Was für ein völlig verregneter und grauer Tag! Aber ich musste raus. Nach einer kurzen Telefonbesprechung musste ich los. Ich musste ins benachbarte Ausland für ein paar Einkäufe und die Fahrt dorthin, war alles andere als lustig. Es regnete ohne Unterlass und auf der Autobahn mit all den Lastern und ich im kleinen Fiat500; das war keine lauschige Spazierfahrt. Auf dem Rückweg vermied ich die Autobahn und fuhr Landstraße, was eine gute Idee gewesen war, denn unterwegs im Auto hörte ich von einem Laster der eine Panne just in dem Teil in den Baustelle ist.

Wieder daheim wieder daheim gab ein längeres Zoom Meeting in dem alles bis Ende Woche besprochen wurde und die kommenden Tage werden gut gefüllt sein. Kein Fehler, denn das lenkt vom miesen Wetter ab.

Es war noch recht früh. Ich beschloss daheim zu bleiben und den Rest einer angefangenen Serie wegzubingen. Deadloch ist eine achteilige Krimikomödie auf Amazon Prime.

Sie speilt in Tasmanien (jaaaaa! Meine Insel!) Gleich zu Anfang erinnerte es mich ein klein wenig an Muriel’s Wedding in dem es ja auch sehr unbedarfte und schräge Charaktere gibt. Doch hier schlägt es dann ab der zweiten Folge in heftigen Klamauk um, der streckenweise sehr unglaubwürdig ist. Wenn man das durchhält bis zur vierten Folge, wird es wieder einigermaßen spannend. Doch es bleibt durch und durch klamaukig, was der Geschichte nich sehr dienlich ist, im Gegenteil es ging mir irgendwann auf die Nerven. Dabei wäre es vom Plot her eine recht unterhaltsame Kriminalgeschichte gewesen. Wenn die Serie eine zweite Staffel bekommen sollte, wäre jetzt die Gelegenheit einzusteigen, denn jetzt sind die Charaktere angelgt und man könnte sich ein wenig mehr auf den Krimifall konzentrieren.

Spät ins Bett.

Blogausfälle

Da der Sonntag eh sehr ruhig war gibt es nichts weiter zu berichten.

Allerdings habe ich seit ein paar Wochen wieder das Problem, dass der Server sich aufhängt, wenn ein automatisches Backup gemacht wird. Als ich nämlich am Sonmtag Abend vorschreiben wollte, meldete sich der Monitoring Service, dass meine Homepage wieder nicht erreichbar sei. Ich schrieb eine Mail und seit heute Morgen geht es wieder, doch die Seite war für volle 12 Stunden weg.

Ich kann da leider nicht viel tun, außer es immer wieder beim Provider zu melden, da ich da überhaupt keinen Einfluss darauf habe. Die Damen und Herren vom Support haben Abhilfe versprochen, doch das wird wohl eine Weile dauern.

Hat jemand das gleiche Problem? Und wenn ja, wie wurde das behoben. Es scheint nämlich ganz offensichtlich an meiner Datenbank zu liegen, die ja mit den Jahren gewaltig geworden ist. Ich bin inzwischen bei fast 4GB Text und Fotos.

Grünewald Chef’s Table

Ich hatte es in den letzten Wochen schon ein oder zweimal kurz angedeutet. Und es brauchte auch eine Weile bis wir endlich Platz bekamen, aber am 11.11 war es soweit. Unabhängig davon, dass da auch die fünfte Jahreszeit beginnt, (in anderen Gegenden, hier nicht) war es das Datum an dem es jedem passte.

Aber von vorn.
Der Tag war ansonsten recht ereignislos. Am Morgen war ich kurz zum Markt, brauchte aber nicht viel. Es gab einen Kaffee im Torino, das wie gewohnt am Samstag brechend voll war. Ich muss sagen dass ich Menschenmengen oder große Menschenaufläufe nicht mehr vertrage und ich frage mich seit einer Weile schon, woher das kommen mag, denn das war nicht immer so. Ist das ein Überbleisel von der Pandemie oder werde ich einfach alt?

Am Nachmittag schaute ich mir den Film The Killer von David Fincher mit Michael Fassbender an auf Netflix. Die D, hatte ihn mir an Herz gelegt, Er kam erst vorgestern raus.

Insgesamt hat der Film etwas sehr beruhigendes, was wiederum beunruhigend ist, denn es ist ein Thriller und es geht um einen Auftragsmörder. Doch die sehr beruhigende Off Stimme von Fassbender, die beschreibt was in seinem Inneren vorgeht, wenn er einen Auftrag zu erfüllen hat, war ein wenig so, als ob man eine ruhige Doku über eine Handwerkskunst sieht, für die man Muße mitbringen muss. Dennoch ist der FIlm sehr brutal. Da ich beim Vorspann nicht aufgepasst hatte, wer noch alles mitspielt, war ich sehr überrascht als zu einem Moment die wunderbare Tilda Swinton auftaucht.
Ein recht unterhaltsamer Film, der die „Geschäftsbeziehungen“ in einem Millieu beschreibt, von dem man besser Abstand halten sollte.

Am Abend dann ging es Dommeldange zum Chef’s Table Vom Hotel du Grünewald. Es öffnete seine Türen erst vor ein paar Monaten. Und da es nicht viele Sitzplätze gibt, braucht es schon einer Weile bis man endlich einen Platz an der großen Bar bekommt. Es gibt nur einen Tisch, der eher dafür vorgesehen ist, wenn Gäste aus Gründen nicht auf den bequemen Hockern um die Bar herum Platz nehmen können. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind es 16 Plätze an der Bar. In der Mitte wuseln die Köche umher und man kann ihnen beim Arbeiten zusehen. Im Hintergrund gibt es aber dann auch die eigentliche Küche. Das was die Gäste vorne sehen, ist nur ein Teil der eigentlichen Arbeit.

Ab jetzt lasse ich die Fotos sprechen. Es gab offiziell von dem was auf der Karte stand, neun kleine Gänge, aber es waren eigentlich elf und wenn ich den kleinen Kuchen am Ende mitzähle, der jeder als kleines Abschiedsgeschenk bekam, waren es sogar zwölf. Zwei habe ich verpasst abzulichten.

Ein wunderschöner Abend. Was mich vor allem sehr freute ist, dass es dort absolut nicht steif und gediegen zuging. Es ist ein lockeres Ambiente und muss nicht im Abendkleid oder mit Smoking erscheinen. Das hatte soweit ich das sah auch niemand an.

Zum Abschluss gab es ein Foto mit Clovise dem Chefkoch, von dem ich ja schon öfters berichtet habe und der vom Gault&Millaut als junger Nachwuchskoch des Jahres gekürt wurde.

Die Zeit verging wie im Flug und es kam und absolut nicht so vor, als ob wir 4 Stunden am Tisch an der Bar gesessen hätten.

Tagesfrage & Reifenwechsel

Was war dein Lieblingsfach in der Schule?

Das ist eine spannende Frage weil das mit den Jahren wechselte und mit den jeweiligen Lehrern. Denn davon hing es auch ab, wie toll der Unterricht gestaltet war, ob dann das Fach in der Hitparade stieg. In meinem ersten Jahr Englisch hatte ich zu Anfang eine Lehrerin die das sehr beflügelte. Dann kam ich, ob meiner gesamt guten Noten, noch während dem Schuljahr in eine andere Klasse (ja das war damals ein seltsames System) in der wir eine Lehrerin hatten, die „sehr viel Wert auf ihr gepflegtes Äußeres“ legte, der Rest war zweitrangig. Und somit rutschte meine Note im letzten Trimester unter den Durchschnitt.

Aber Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch) waren aber immer meine liebsten Fächer. Der Rest wie Biologie, Geschichte und Geografie, hielten sich wacker im Mittelfeld. Physik und Chemie nahm ich so mit. Ganz weit hinten auf Liste war Mathe, aber das auch nicht zu Anfang. Erst als man mir beizubringen versuchte, dass man mit BUCHSTABEN auch rechnen kann war es für mich aus.

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Ansonsten war es ein trüber Tag mit viel Nass und Kalt.

Am Morgen bekam das Auto seine Winterreifen. Das ging sehr fix. In einer halben Stunde war ich durch. Es reichte so just für einen Kaffee zu trinken und einen Blick in die Tageszeitung zu werfen.

Danach fuhr ich heim und räumte die Wohnung auf. Es unglaublich wieviel anfällt, wenn man zwei Tage nur rumgegammelt hat. Am Nachmittag kam nämlich die Putzfrau (nicht die Aufräumfrau) und die wird nur fürs putzen bezahlt.

Ich ging derweil eine Runde Schwimmen, was sehr gut tat. Wenn ich morgen beizeiten wach bin werde ich das wiederholen. Danach verzog ich mich ins Renert für eine Leserunde im New Yorker und weil ich dem Putzwirbel nicht im Weg sein wollte.

So richtig zum Lesen kam ich aber nicht, denn ich traf Bekannte und grüßte hier und da und ehe ich mich versah war der Nachmittag vorbei.

Im Letz Boys war es dann wesentlich ruhiger und ich konnte ich Ruhe im Blog vorschreiben.

Es lief Tanzmusik aus dem 80ern auf die ich abging, als sie in den Hitparaden war unter anderem ein Lied das ich jahrelang nicht gehört hatte:

Es ist schon seltsam wie sehr sich die Lieder ins Gedächtnis einbrennen und ich noch jedes einzelne Wort mitsingen konnte.

Ich blieb nicht allzulange.

Zuhause schaute schaute ich mir einen Film an den ich nicht im Kino gesehen hatte. Live By Night von und mit Ben Affleck. Ich hatte damals wenig von dem Wirbel um den Film mitbekommen. Und ja, der Film ist wirklich nicht besonders. Allen voran Ben Affleck ist sehr hölzern und unüberzeugend.

Ein geretteter Tag

Ich brauchte sehr lange um einzuschlafen. Das letzte mal, dass ich wissentlich auf den Wecker sah, war es 3:36. Am Morgen knappe fünf Stunden später, wachte ich mit verquollenen Augen auf und fühlte mich elend. Mein Hirn muss in der Nacht sehr viel verarbeitet haben, weil ausgeschlafen fühlt sich anders an.

Die beste Ablenkung ist immer noch das Internet leer lesen, was ich auch tat. Zwei voll Stunden lang. Danach war ich endlich bereit zum aufzustehen und für eine Tasse Kaffee.

Diese Jahreszeit tut mir nicht gut und der November ist eh der schlimmste Monat. Und wenn es dann so ein Tag ist wie heute, an dessen Vorgänger vor zehn Jahren, ich mich mit fast allen traurigen Details erinnern kann, dann macht das die Gesamtsituation nicht besser.

Andererseits schalt ich mich selbst, was das alles soll. Ich wusste ja dass der Tag kommen würde, dass ich gut daran täte, ihn schon vorab zu ‚bekämpfen‘ mit irgendwelchen Ritualen oder ihn sehr viel bewusster anzugehen mit schönen Erinnerungen u.s.w., aber nein. Er knüppelte mich rücklings so nieder, dass alles was ich sonst mache, (ganz bestimmte Musik hören, oder mir das tröstliche Bild in Erinnerung rufen, das ich in der Therapie entwickelt habe) keine Wirkung mehr zeigte.

Kurz nach Mittag raffte ich mich dann auf und überlegte was ich tun könnte. Was ich diese Woche schändlich vernachlässigt hatte, war Schwimmen. Nein, auch nicht. Werde ich morgen früh machen gleich nach dem Winterreifen Wechsel. Und so mäanderte ich durch den Rest des Nachmittages durch die Wohnung , schrieb im Blog ein wenig vor und tat lauter Dinge die mich ablenkten.

Am Abend dann ein kompletter Programmwechsel. Das war nämlich schon vor langer Zeit vorprogrammiert und das war sehr gut so. Ich besuchte mit der D. die Voraberöffnung der Art Week.

Es war so brechend voll dass wir es nicht sehr lange aushielten.

Ich schlug vor, dass wir das neue koreanische Restaurant Sodam in meinem Viertel aufsuchen. Es hat erst vor wenigen Wochen eröffnet und ich hörte bis jetzt nur positives. Es gibt deren sehr wenige in unser Gegend und zu Anfang dachte ich, dass es wieder einer dieser Asiaten sei, der alles anbietet. Aber nein. Die Karte ist sehr klein gehalten.

Wir hatten beide den Klassiker Bibimbap und der war großartig.

Und so furchtbar wir der Tag begonnen hatte, so schön endete er.

Aus dem Familienalbum 50

Es ging mir am Dienstag nicht besonders. Am Morgen war ich noch guter Dinge und dann langsam verdüsterte sich meine Stimmung. Als ich nach Unverblogbarem, das mir heute schwerer fiel als gewöhnlich, wieder in den eigenen vier Wänden war, ging ich noch die Straße hinunter zur A. Und plötzlich schwante mir warum es mir so schlecht ging. Ich blätterte im Blog zurück:

Heute vor zehn Jahren am 9. November 2013, verstarb meine Mutter. Das Foto ist von 2006 kurz bevor die schleichende Krankheit zuschlug und sie sieben Jahre später dahinraffte.

Zehn Jahre. Und doch gibt es manchmal Momente an denen es sich anfühlt, als ob es erst gestern gewesen wäre.

Und da war sie wieder, diese übermächtige Traurigkeit, die mich schon seit einigen Wochen begleitet und die ich an nichts festmachen konnte.

Ich brauchte lange bevor ich endlich schlafen konnte…sehr lange.

Asterix & Luxchat

Viel Unverblogbares. Und dafür sauste ich gleich am Morgen kurz nach Trier und zurück um wegen der Premierengeschenke.

Am Nachmittag nahm ich mir die Zeit um den neuen Asterix und die weiße Iris zu lesen. Ich laß auf französisch.

Er ist ein wenig anders, da es hier um psychologische Spielchen geht, so wie auch schon in La Zizanie. Und doch finde ich ihn sehr gelungen, weil auch wieder Heutiges mit der Römerzeit bzw. Gallierzeit verbunden wird. Ganz besonders gelacht habe ich über sie SNCF und den CGV (Chare à Grande Vitesse) und dessen Verspätungen. Das dürfte für die deutschen Übersetzter eines der kleineren Probleme gewesen sein, (die deutsche Fassung gibt es ja schon) denn die DB mit dem Intercity steht dem ja in nichts nach.

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Letztes Jahr schon brachte der Luxemburger Staat ein internes Chat System mit einer Messengerapp heraus, das nur den Staatsbeamten vorbehalten war. Joel Adami berichtete letztes Jahr im November darüber in der Woxx.
Jetzt gibt es auch eine öffentliche App, die jeder herunterladen kann. Luxchat.

Ich werde mich die nächsten Tage mal eingehender damit beschäftigen und dann berichten. Was mich vor allem interessieren würde wäre, ob das auch im Ausland funktioniert, oder nur ein internes luxemburgisches System ist, mit dem sich ausschließlich mit Luxemburger Nummern an anmelden kann. Wäre einer meiner Leser aus dem Ausland so nett und versucht mal ob das geht?

Montag mit anfänglichem Missmut & anschließendem Spaß

Am Morgen erst einmal das gestrige Posting von Null an geschrieben. Sonst schreibe ich ja immer am Tag selbst ein wenig vor. Das dauerte dann diesmal länger.

Dann entdeckte ich etwas, um das ich mich schon hätte früher kümmern müssen. Ich hatte ja die Kalender von Plonk et Replonk bestellt, die immer noch nicht angekommen sind. Was der Lieferant mir vergessen hatte mitzuteilen, war, dass sie an eine Abholstelle geliefert wurden und nicht zu mir heim. Das sah ich aber erst als ich mich in mein Konto einloggte, wo ich sie bestellt hatte. Die Abholstelle behalten die Pakete maximal eine Woche und dann sind sie wieder weg! Ich hätte sie durchaus abholen können wenn man es mir geschrieben hätte! Verdammter Mist! Ich hatte nämlich nie angegeben dass ich sie dorthin haben möchte. Grr! Also alles nochmal von vorn.

Ich kaufte also gleichmal Frustschockolade. Das half aber nur so mittelmäßig. Es gab eh noch genug anderes am Rechner zu tun, was mich in letzter Zeit mehr nervt als sonst.

Zwischendurch, einfach weil ich das kann und es im Anschluss besser durch den Tag bringt, ein Nickerchen. Sehr gut.

Später dann ein bisschen Spaß im Theater:

Es gibt selten Perücken, in denen ich gut aussehe. Aber die hier geht eigentlich und gibt mir auch etwas Cilchéhaftes. Eine Mischung zwischen Andy Warhol und David Bowie aus dem Discounter.

Keine Lust zu kochen. Zudem konnte ich früher weg als gedacht. Also ging ins Parc Belair. Die neue Wintermenükarte kam heute und darauf stand ein Gericht, das ich schon lange nicht mehr hatte. Ein Lammnüsschen mit schwarzem Knoblauch. Oh ja, bitte:

Es war köööööstlich.

Noch ein Café Gourmant hinterher und der Tag war gelaufen.

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Den Film würde ich gerne sehen. Das scheint ein großer Spaß zu sein.

WMDEDGT: Ein Sonntag mit viel Regen

Ich habe schon lange nicht mehr bei der Was machst du eigentlich den ganzen Tag Aktion mitgemacht, fiel mir mal auf, also machen wir das heute. (Aber ich mache es ja eh fast jeden Tag.)

Diese Stürme der letzten Tage und auch das Wetter hatten zur Folge, dass ich mehrfach heftige Kopfschmerzen hatte. Und wie es schien, war ich damit nicht allein, denn es klagten mehrere Menschen in meinem Umfeld über das gleiche Phänomen.

Da ich am Samstag kopfschmerzbedingt das Schwimmen gestrichen hatte, wollte ich das am Sonntag Morgen nachholen. Aber es regnete so sehr, dass ich zum Schwimmbecken hätte hin schwimmen müssen. Also werkelte ich daheim herum. Nach einem Kaffee und Internet leer lesen, nahm ich mir das, vor was ich schon seit Tagen hätte tun sollen.

Ich verarbeitete jetzt endlich die Quitten die ich gekauft hatte, die sich aber sehr gut halten wenn man sie kühl und dunkel lagert. Dafür ist der Schrank draußen auf dem Balkon ideal.

Ich schälte und schnippelte sie klein, zusammen mit einem ordentlichen Stück Ingwer, setzte einen Liter Earl Grey Schwarztee auf und kochte die Quittenstückchen nach diesem Rezept der Kaltmamsell ein. Prinzipiell bin ich nicht der große Quitten Fan. Quitten Gelee mag ich z.B. gar nicht. Aber so, als eingelegtes Obst mag ich sie, zum Beispiel mit Frischkäse oder Joghurt, oder auch zu Vanille Eis passt das hervorragend, da man ja eh schon einen Vanillestange im Sud mitköcheln lässt.

Fertige, frisch aus dem Ofen heiße Abfüllgläser zum Befüllen.

Ich betätigte die Waschmaschine mehrfach und sah mir zwischendurch eine Doku auf Arte an, über neue Erkenntnisse von Höhlenmalereien aus Frankreich an, die wahrscheinlich nicht vom Homosapiens stammen, sondern vom Neanderthaler. So ganz konnten sie mich nicht überzeugen, aber es weisst alles darauf hin, dass es tatsächlich so sein könnte.

Am späten Nachmittag entschloss sich die sehr dichte Wolkendecke dann doch noch einmal aufzureißen.

Ein paar kleine rosa Flecken. Es gibt sie noch, die Sonne.

Am frühen Abend ließ ich mich vom Fernseher berieseln und schlief sofort darüber ein. Ich schnarchte eine volle Stunde lang, denn ich erwachte als es schon dunkel war und mit trockenem Hals.

Ich beschloss mit Komfort Food zu machen, Mäc’n Cheese, mein Klassiker seit Jahren, den ich immer wieder abwandele, je nachdem was der Kühlschrank oder der Speiseschrank hergibt. Diesmal machte ich Orcceitte mit Peccorino, statt Parmesan und Kampot Pfeffer. Da ich noch eine kleine Dose Thunfisch hatte, geräuchert und in Öl eingelegt krümmelte, ich davon ein wenig darüber, erstmal nur um zu sehen ob das schmeckt und es passte gut.

Spät zu Bett, denn nach dem Nickerchen war ich noch lange hellwach.

Die Tagesfrage & CAL

Gibt es ein Lebensalter oder Lebensjahr, das du noch einmal erleben möchtest?

Ganz ehrlich, nein. Es gab immer wieder Abschnitte dazwischen die Sch…. waren. Es gab mal eine Zeit in der ich überzeugt war, dass die ungeraden Jahre besser wären als die anderen. Das hat sich letztendlich auch nicht so sehr bestätigt. Es gab einen Tag als ich 19 Jahre war, der so perfekt war, dass ich ihn heute noch in Erinnerung habe. Aber das war nur diese einzige Tag. Ein Tag im Sommer, an einem Getreidefeld vorbeifahrend auf einer Straße die es nicht mehr gibt -und Radio lief ‚Forever Young‘.

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Ein grauseliger Tag der mit gewaltigen Kopfschmerzen losging, so sehr, dass ich kurz nach dem Aufstehen am Morgen schon wieder in der Horizontale lag. Ich rauschte dann kurz vor Mittag kurz zum Wochenmarkt und wieder zurück und wurde dabei platschnass. Nicht schön.

Am frühen Nachmittag besuchte ich mit der D. die alljährliche Ausstellung des CAL.

Es waren wie immer ein paar sehr schöne Objekte dabei, aber nichts bei dem ich Liebe auf den ersten Blick verspürte. Das Bild oben ganz in schwarz, mit Kohle gezeichnet, das aber im Foto nicht zur Geltung kommt, mochte ich schon sehr.

Am Abend dann zweite HP.

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Ein Foto wollte ich noch zeigen, das ich schon vor Tagen gemacht hatte. So sehen die Haare nach der Dusche aus:

Nach vorne spitz zugeschnitten.

Friseur & singende Nonne

Friseur am Morgen vertreibt… ihr kennt den Spruch. Es ist alle drei Wochen das gleiche Ritual. Jetzt sieht das wieder aus wie neu:

Es ist gruselig kalt, grau und nass. Am liebsten hätte ich much daheim verkrochen, unter die Bettdecke mit einem Buch, doch das ging nicht. Ich hatte eine erste Hauptprobe.

Alles lief glatt.

Später am Abend schaute ich mir eine Doku auf Arte.tv an über Soeur Sourire, die singende Nonne aus den 60ern, die einen Welterfolg hatte, mit dem Lied Dominique. Ich hätte vor ein paar Jahren beinah auf einen Spielfilm über ihr Leben gearbeitet. Ihre Geschichte kannte ich gar nicht. Ich weiß noch, dass mein Vater die Platte von ihr hatte. Es ist eine traurige Dokumentation, die auf den Aufzeichnungen ihres Tagesbuchs basiert. In den 80ern, lange nachdem sie aus dem Orden ausgetreten war, beging sie Selbstmord.

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Für die, die des Französischen mächtig sind:

Baba au Rhum ou Savarin?

Die beiden Desserts ähneln sich wie die Faust aufs Auge und doch sind die Namen do verschieden, dass ich mir schon seit jeher dachte, dass es da einen Unterschied geben muss. Und in der Tat:

(Übersetzt)

Auf den ersten Blick könnten ungeübte Geschmacksknospen etwas schnell sagen, dass der Baba au Rhum und Savarin den gleichen Geschmack haben. Das ist nicht ganz falsch, aber ein bisschen simpel. Diese beiden Desserts, die zu den beliebtesten gehören, haben jedoch eine sehr starke Verwandtschaft,…

Singular‘s

Zugegeben, der Text ist von jemandem geschrieben, der nicht nur eine Vorliebe für lange Sätze hat, (so wie ich hin und wieder) sondern eine Obsession. Das macht ihn etwas holperig zu lesen.

Der Baba ist vor allem viel älter und stammt aus der russisch orthodoxen Küche, zu Anfang aber ohne Rum.

Schwimmen, re: & Jazz

Schwimmen am Morgen… und so weiter.

Es gibt wenig zu berichten, mit Ausnahme dass ich diesmal durch einen glücklichen Zufall ein Early Bird Ticket für die re:publica erwischte, weil die Kaltmamsell es postete. Das lohnt in dieser Hinsicht sehr, denn das reguläre Ticket ist um Längen teurer. Und damit ist es ja nicht getan, denn es fehlt noch die Anreise und die Unterkunft.

Am Abend ein Konzert in Mersch.

Sascha Ley & Gerog Ruby – Hildegard Knef Revisited

Sascha lernte ich kennen als ich meine ersten zarten Gehversuche in der Luxemburger Kulturszene machte. Die neue Konzertreihe über Hildegard Knef hatte Permiere in Luxemburg. Ich muss sagen, dass Jazz in der Form nur sehr bedingt my cup of tea ist. Aber bei Sascha mache ich eine Ausnahme, denn sie macht recht außergewöhnliche Dinge mit ihrer Stimme und hat zudem eine enorme Präsenz auf der Bühne, die dich einfach gefangen hält.

Und dann noch etwas was mich dann doch recht stutzig machte gestern. Auf dem Hinweg nach Mersch hörte ich im Radio von den vielen umgefallenen Bäumen und all den Menschen die durch ganz Europa durch den Orkan ums Leben kamen. Auch hier in Luxemburg hatte er ein paar Bäume entwurzelt. Ich hatte aber, bis zu dem Zeitpunkt als ich es in den Nachrichten hörte, rein gar nichts von dem Sturm mitbekommen. Auch am Morgen sah und hörte ich nichts außergewöhnliches. Ging das anderen auch oder bin ich hier in einer Ecke gewesen die verschont blieb?

Im Kino: The Boy an the Heron, der neue Miyazaki.

Fangen wir gleich mal mit dem Trailer an, den ich absichtlich nicht vorab gesehen hatte.

Wenn ihr die wunderschönen Filme von Hayao Miyazaki kennt, die er davor gemacht hat, wisst ihr zu welchen großen Anime Filmen der Mann fähig ist. Es ist nicht umsonst der erste und bis dato einzige japanische ^Zeichentrickfilm Macher, der einen Oscar erhielt. Ich bin schon seit Jahren ein Fan von ihm und ich gebe es auch auch ganz unumwunden zu.

Die D. hatte mich gefragt ob ich mir den neuen Film ansehen heute an Allerheiligen ansehen mag. ( Manchmal muss man mich auf mein Glück aufmerksam machen.) Ich sagte sofort zu. Zudem ist ein Film der sehr gut zu dem Feiertag passt.

Ich mag eigentlich gar nicht über die Geschichte selbst sprechen. Ich kann nur sagen, dass ich so tief darin abgetaucht war und die so weit in der Phantasie geht und so viele irrsinnige und verrückte Charaktere hat, dass ich einen Moment brauchte wieder aufzutauchen. Wir waren uns beide einig dass, wir ihn uns noch einmal ansehen müssen.

Jetzt, da ich ein bisschen Abstand dazu gewonnen habe, muss ich sagen, dass der Film weitaus dunkler ist, als Ponyo oder Totoro oder auch noch Chihiro, und eher in der die Richtung Laputa geht, den ich immer um einen Gangart härter empfunden habe. Es kein Film für kleine Kinder.

Aber er ist so großartig dass ich ihn mir als DVD kaufen werde.

Ein letztes Bild vom Boulevard Royal, aus einer sehr ruhigen Innenstadt, bevor es heim ging.

Die Tagesfrage passend für die kommenden Tage

Das Wetter ist trist und grau. Da passt es doch gut, dass ich hinsichtlich der Tagesfrage ein wenig Lesestoff rausgesucht habe. Holt euch was zu trinken. Kaffee, Tee, für die Zartbesaiteten vielleicht auch was Stärkeres, denn das ist alles nicht so lustig. Und da Allerheiligen ja vor der Tür steht, wo man den Menschen gedenken soll, die nicht mehr da sind, inspiriert es vielleicht einen von euch auch mal etwas über ein verstorbenes Familienmitglied zu schreiben.

Beschreibe ein Familienmitglied.

Das habe ich schon über all die Jahre, mit allen Familienmitgliedern getan.

Mein Bruder

Mein Vater

Meine Mutter

Großmutter Marie

Großmutter Thérèse

Großtante Géidi

Großonkel Nicolas

Tante Gritty (Ich las den Text jetzt eben noch einmal und fand, dass ich da irgendwann nachbessern muss. Er wird ihr nicht gerecht.)

Wochenmarkt, Pferde und Blue

Ich muss auch mal wieder was schreiben.

Am Morgen beim Aufwachen sehr gelacht weil mir das etwas vom INA in die Timeline gespült wurde:

Die Gogotänzer !!! In den 80er war ja vieles anders, aber das muss man doch damals auch nicht ernst genommen haben, oder? Auch der Text des Liedes ist sehr grenzwertig. Fast ein bisschen wie Shu Shu Shu, Sha Sha Sha.

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Kurz auf den Wochenmarkt.

Volle Suppe Regen. Wenn ich nicht gemusst hätte, wäre ich daheim geblieben. Aber ich wollte Quitten haben. Und ich fand schöne, die ich am Sonntag in schwarzem Tee einlegen werde, nach einem Rezept der Kaltmamsell.

Am späten Nachmittag fuhr ich mit der D. zum Pferdegehöft von Dalton. Die A. gibt Dalton regelmäßig zu einer Springreiterin, da Dalton in sehr jungen Jahren ein wenig ‚hüpfen’ gelernt hatte, und er liebt es über alles.

Hier der letzte Rundlauf:

Anschließend gingen wir eine Runde mit Calido, dem Pferd was die A. in Pflege hat und doppelt so alt ist wie Dalton. Ich führte in am Halfter.

Calido ist im Gegensatz zu Dalton, obwohl er größer ist, fast ein Schoßpferdchen, so brav ist er.

Geplant war dass wir anschließend zu dritt uns ins benachbarte Frankreich begeben, wegen der ‚Nuit des Chateau‘ (die Schlössernacht). Doch das Wetter war so kaltnass, dass wir die Begeisterung nur sehr schwer unterdrücken konnten, nicht zu gehen.

Also gab es ein improvisiertes Abendessen bei der A.

Ja, das struppige Etwas ist Blue. Sie geht nächste Woche zu trimmen, dann sieht sie wieder chic aus.

Kurz nach 23:00 war Schluss und ich ging auf einen letzten Absacker noch ins Letz Boys.

Ich kann, weil ich will, was ich muß

Das kleine blaue Notizheftchen schenkte mir die A. vor einigen Tagen und es war so, als ob sie es unbewusst geahnt hätte. Es wurde zu meinem Mantra der letzten Tage.

Wieso, weshalb, warum, drüber kann ich nicht schreiben. Nur so viel, ich schreibe zur Zeit auch anderweitig und das ist kräftezehrender, als ich dachte. Aber es ist bei weitem nicht der einzige Grund, warum es hier still ist. Es gab unter anderem auch ein paar technische Probleme mit der Homepage.

Ich bitte um Nachsicht, das wird auch wieder besser. Hoffentlich.

Tarte Tatin mit Tomaten

Am Morgen ein Großeinkauf im benachbarten Ausland. Es war höchste Zeit, denn mir fehlte so manches in Haushalt.

Und wenn ich schon mal dort war, fuhr ich noch ein Stück weiter nach Orscholz, nicht um mir dir Sasrschleife anzusehen ( die hatte ich schon einmal hier gezeigt) sondern um Infos zu bekommen zwecks eins kleinen Wellnessaufenthaltes im Landhotel Saarschleife.

Wieder daheim tat ich für ein paar Stunden Unverblogbares um später dann ich der Küche zu werkeln, da die A. mit Hundedame Blue zum Abendessen kam.

Blue bekam ein paar Leckerlis und für uns gab es das was in der Überschrift steht. Ok, I‘m late to the party, denn ich hatte den ganzen Sommer über das Rezept mehrfach in Shorts auf Insta gesehen.

Es wird weitaus schöner wenn man Tomaten verschiedener Couleur nimmt. Die bekommt man aber nicht mehr im Herbst. Also griff ich auf die festeren, länglichen, italienischen Tomaten zurück, die nicht so viel Saft haben.

Im einer Pfanne brät man zuerst ein große kleingeschnittene rote Zwiebel an in Öl mit etwas Salz und Pfeffer weich bis sie anfängt zu karamellisieren. Auf kleiner Hitze bitte damit sie nicht verbrennt. Für gewöhnlich nimmt dafür auch eine Prise Zucker, aber in mir sträubt sich alles, denn die rote Zwiebel hat an sich schon eine ganz leichte Süße und ich wollte ja keinen Nachtisch machen. Wenn die Zwiebeln nach ungefähr 15 Minuten durch sind, nimmt man sie aus der Pfanne und gibt nochmal einen kleinen Schuss Öl hinein. Die Tomaten werden dann in verhältnismäßig dicken Scheiben in der Pfanne ausgelegt, so dass der ganze Boden bedeckt ist. Pfeffern und salzen und bei mittlerer Hitze braten. Wenn dann der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist, gibt man gibt man einen Schuss dickflüssigen Balsamicoessig dazu und ein paar Zweige frischen Thymian ( ich hatte getrockneten genommen, ging auch) das lässt man ein Weilchen weiter braten, bis der etwas beißende Essiggeruch weg ist. Anschließend verteilt man die gebratenen Zwiebeln darüber und zerkrümelt noch Fetakäse darüber.

Dann nimmt man die Pfanne vom Herd und gibt den ausgerollten Blätterteig (ich hatte TK Teig genommen) darüber und schlägt ihn, so gut es geht, ohne sich die Finger zu verbrennen (so wie ich), seitlich ein, damit die Tomaten ganz darunter verschwinden. Dann wandert die Pfanne in Backofen, bei 180 Grad Umluft, für 25-30 Minuten.

Wenn der Teig hellgolden ist, die Pfanne herausnehmen:

Umgekehrt auf eine Platte stürzen und sofort servieren. Das sieht dann so aus:

Die Tarte sieht mega aus und ist sündhaft lecker. Reicht für zwei Personen, wenn man noch einen gescheiten Salat dazu serviert.

Man könnte auch Kirschtomaten nehmen. Da sah ich mehrfach, als ich das Rezept googelte. Aber ich denke, es geht wohl am besten mit einer Sorte die wenig Saft hat.

Nachtrag:
Ein Foto wollte ich noch posten. Den ganzen Tag über hatte es ordentlich geschüttet. Ganz besonders als ich von benachbarten Ausland wieder heim fuhr. Erst als der Tag zu Neige ging, bot sich mir dieses Schauspiel auf den Balkon:

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Könnt ihr euch erinnern, dass sich kurz nach der Pandemie ein Zusammenschluss von Köchen hervor tat, die einen Homeservice anboten, bei dem man den Koch zu sich nachhause bestellen konnte und er kochte an Ort und Stelle? Ich hatte drüber berichtet, weil die Revue einen mehrseitigen Bericht darüber gemacht hatte und ich den Koch bei mir daheim hatte. Es war Clovis Degrave aus der Hostellerie du Grünewald. Seit gestern ist bekannt, dass Gault&Millau ihn nun zum Nachwuchschef des Jahres in Luxemburg gekürt hat.
Clovis hat inzwischen zwei Restaurants, eines vom Hotel, das andere ist das Chef’s Table und ich werde das Anfang November probieren.

Sonntag

Am Morgen langsam in die Gänge gekommen und erstmal in Ruhe, noch im Bett liegend, den Vortag verbloggt. Es war ein Glas Wein zu viel gestern und das spürte ich. Diesmal konnte ich das Wetter nicht für das Schädelbrummen verantwortlich machen. Es war meine Schuld.

Das Lied von Robin S. ließ mich nicht los. Und so fing ich an eine Dancefloor Playlist zu erstellen mit den Songs auf die ich in den 90ern abging, wie Schmitz Katze. Was ich bei Apple Music sehr schade finde, ist dass ihr Algorithmus, egal wie sehr ich ihn beeinflusse, mir nie die Vorschläge bringt die ich eigentlich suche. Zum Suchen ist YouTube dann wesentlich besser, obwohl die inzwischen unglaublich nerven mit Werbung. Ich habe das Gefühl, dass sie sich in den letzten beiden Jahren vervierfacht hat. Die einzige werbefreie Lücke die es noch gibt ist, wenn ich Videos ins Blog setze. Ich schweife ab…

Jedenfalls bastelte ich an der Liste, die aber noch nicht fertig ist, aber man kann schon mal hier reinhören.

Ich las heute in meiner Timeline im blauen Hommel Himmel, etwas über Linkdin. Tummeln sich da ein paar meiner geschätzten Leser? Ich war vor etlichen Jahren mal dort bis ich herausfand, dass das so gar nicht meine Welt ist und ich dort in punkto Business gar nicht die Leute finde, die für mich von Relevanz sind. Die Einzigen die mir hinterher hechteten waren Werbeagenturen, für die ich nun wahrlich nur sehr begrenzt was mache. Ansonsten fand ich nur Managergebrabbel, das sich, wenn man es wirklich in seine Bestanteile zerlegte, wie Luft anfühlte, also nichts handfestes. Im Gegenteil, es zeugte sogar sehr oft von großer Inkompetenz.

Für den Rest des Tages saß ich lange am Rechner und schrieb, nicht im Blog, sondern anderweitig und das über mehrere Stunden. Es ging gut voran. Aber danach war ich auch leer im Kopf. Ich bin es ja nicht gewohnt über Stunden hinweg zu schreiben. Das tägliche Bloggen ist ja nur Zustandsbericht, aber das hier war etwas anderes.

Am Abend ein Baumgartner Video. Ich finde es nach all den Jahren immer noch faszinierend, dass er immer noch mit neuen Techniken und Methoden zur Restaurierung daher kommt, die er noch nicht gezeigt hat.

Samstag mit Schwimmen, Dierfgen & Cinnamood Test

Seit Dienstag ist die Badeanstalt wieder geöffnet und ich hatte nicht daran gedacht, hinzugehen. Jetzt aber! Kurz nach 10:00 war ich im Wasser. Eine Wohltat für Leib und Seele. Ich schwamm 20 Minuten toujours durch. Fragt mich nicht wieviele Meter das waren, ich zähle die Bahnen nie, denn das macht mich wuschig im Kopf.

Anschließend kurz über den Markt. Einen schnellen Kaffee im Renert und eine Runde durch die Grand Rue.

Ich hatte den neuen Cinnamood Laden schon einmal gezeigt am Tag der Eröffnung als eine lächerlich lange Schlange vor der Tür stand. Ich beschloss ein paar Wochen verstreichen zu lassen und dann reinzugehen, wenn der erste Hype durch ist. Derweil machte ich mich ein wenig schlau über den Laden. Der erste Laden wurde in Köln eröffnet und es ist eine Franchise Kette, die aus einem Startup erwuchs. Wir sind uns ja alle einig, dass diese Zimtschnecken nicht an Ort und Stelle hergestellt werden. Die Läden werden beliefert und es wird an Ort und Stelle aufgebacken. Es ist also im besten Sinne eine Aufbackstation und die Topings werden kurz davor draufgeschmiert.

Heute ging ich hin weil und ich just einen guten Moment erwischt hatte, und keine Schlage vor der Tür war. Ich kaufte zwei Stück.

Einmal den Klassiker nur mit Zimt und eine mit Krümel und Creme aus Karamellgebäck.

Da ich in Bad Ischl mehrfach frische warme Zimtschnecken von einer kleinen Schaubäckerei, dem Rührwerk, gegessen hatte, die wirklich famos waren, konnte ich vergleichen.

Die D., die sie schon davor probiert hatte, hatte mich vorgewarnt. Und sie behielt recht.

Die Zimtschnecken von Cinnamood fallen komplett durch. Vom Teig her sind die Dinger irgendwie nicht richtig durchgebacken. Es zerschmilzt sofort im Mund zu einem Brei. Man bekommt nicht die Chance einmal zu kauen, denn es ist sofort weg. Das konnte man sehr gut beim Klassiker sehen, der ansonsten vom Geschmack her gut war und nicht zu süß. Die Schnecke mit Topping aber haute mir fast die Zähne aus dem Mund, so süß war sie. Und wieder war der Teig auch nur so ein schaumiges Etwas das im Mund sofort zerfällt. Zudem bezahlte ich für die zwei Teile stolze 10,30€. Anderweitig bekommt man in der Stadt überall Schnecken (aus Plunderteig wohlgemerkt) die die Hälfte kosten und der Hammer sind.

Fazit: Cinnamood ist für mich ein NoGo und nicht zu empfehlen. Schade, denn richtig gute Zimtschnecken auf Hefeteigbasis können sehr köstlich sein. Aber es ist wie immer. Es wird ein Hype erschaffen und alle Doofen fallen darauf rein.

Am Abend war ich dem J. im Dierfgen verabredet. Ich war schon lange nicht mehr dort gewesen. Leider habe ich keine Fotos gemacht, aber es war schön mal wieder dort zu essen, zumal es ein paar schöne Erinnerungen hervorrief. Das Dierfegen ist nämlich ein Lokal mit deftigen teilweise luxemburger Gerichten.

Einen letzten Absacker gab es im Letz Boys.

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Über Herrn Buddenbohm ein Podcast über Neurodiversität gefunden und gehört.

Neurodiversität: Zwar anders, aber völlig richtig im Kopf

Sehr hörenswert.

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Ich sollte anfangen, mich mehr mit KI zu beschäftigen und wie ich das für meine Zwecke nutzen kann. Ich denke dass es mir sehr helfen könnte wenn ich Recherchen machen muss, hinsichtlich von Looks die in einem Theaterstück zur Anwendung kommen. Ich sah vorgestern bereits eine Reportage auf Phönix und was da inzwischen alles machbar ist. Sie stellten einen deutschen Radiosender vor, der vollkommen auf KI aufgebaut ist. Die Nachrichten und Wettervorhersagen werden von einer synthetischen Stimme vorgelesen. The Rock /Radio Helgoland.

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Vor 30!!!! (Ich kann es nicht glauben, dass es schon so lange her ist) 30 Jahren, zog mir dieser Song immer die Schuhe aus und die Tanzfläche war stets brechend voll, sobald der erste Ton kam. Und die Stimme von Robin! Gänsehaut pur.

Und jetzt bitte alle auf das Video klicken und auf sehr laut stellen, ja?