Eine Ausstellung und neues ‚Arbeitsmaterial‘

Da der Montag so ruhig war musste ich Dienstag ran.  Ich lieferte die Fotos von Vivian Maier im  Einrahmungsladen meines Vertrauens ab.  Nächste Woche sind sie fertig.

Dann ging es weiter nach Gervenmacher in den 100% Lëtzebuerg Laden.  Da ich am Wochenende bei Freunden sein werde und die mich gebeten hatten doch bitte ein wenig Alice mitzubingen, wollte ich ihn dort kaufen, da er dort etwas billiger ist. Das scheinen aber noch viele andere zu wissen, denn es war keiner mehr da… Also werde ich morgen wohl welchen anderweitig kaufen.

Viele werden sich fragen warum ich immer wieder nach Trier fahre. Nun weil ich dort Dinge bekomme die ich hier nicht so einfach finde. Die Innenstadt von Luxemburg  hat  kein einziges Warenhaus (es soll wieder eines kommen) in dem ich alltägliches bekomme wie zum Beispiel Socken. Klar gibt es genug Edelboutiquen die auch welche verkaufen, doch ich sehe nicht ein warum ich 50€ für das Paar Socken bezahlen soll.
Jedoch merkte ich schon auf dem Weg dorthin, dass Trier ziemlich voll  war. Ich bereute es schon heimlich dass ich nicht mit Zug gefahren war.  Im Parkhaus direkt neben dem Bahnhof wurde ich fündig.  Uff.
Mein Weg führte mich am Dommuseum vorbei in dem ich noch nie war.  Das Plakat irritierte mich:

Zug um Zug – Was aus Figuren Menschen macht.

Nun bin ich nicht der große Kenner von Kirchenkunst und bin auch ob meiner kaum bis gar nicht vorhandenen Religiosität, nicht versessen drauf. Doch diese kleine Sonderausstellung ist sehenswert, da sie Morderne mit Religion sehr schön verbindet. Klar gibt es auch ein paar Ausrutscher.
Am meisten mochte ich die Bildhauerarbeiten von Gerald Moroder und Eric Peranthoner.

Auch der Rest des Museums ist es Wert es sich einmal anzuschauen. Da gibt es dann die volle Bandbreite von Jesus am Kreuz, Maria und ein Reihe von Bischöfen zu sehen. Aber, und das ist hier sehr geschickt gemacht, die Figuren vermitteln eher etwas bombastisches und feudales und schüchtern ein, als dass sie zum Beten einladen. Das kommt wahrscheinlich daher dass sie nicht mehr an ihrem original Schauplatz, einer dunklen Kirche, stehen.
Auch die Konstantinische Decke  (die jetzt an der Wand hängt) ist sehr beeindruckend.

Gerne hätte ich ein paar Fotos gemacht, doch wusste ich nicht ob es erlaubt ist oder nicht.  Das Bild oben machte ich klammheimlich als keiner zusah

Ich tätigte meine Einkäufe und fuhr zurück. Ein kleiner Freudenschrei entfuhr mir als ich sah, dass ein Päckchen im Briefkasten lag.
„Mein neues Arbeitsmaterial ist da!“

Für die nächsten NO ART Sendungen, habe ich mir jetzt eine eigene Kamera gekauft!  Dann muss ich nicht jedes mal ins Studio fahren und GoPro vom Sender mitnehmen, die mit Gimbal (ein automatischer Stabilisator)  zwar sehr handlich ist, aber noch immer sehr groß im Vergleich zu dieser!
Auf der Re:publica hatte ich nämlich bei  einem Sitznachbar eine  Cam gesehen von der ich mächtig beeindruckt war, hatte aber nicht gefragt, was für eine Kamera das wohl sei. Mir gefiel nur dass sie so winzig klein ist.  Also suchte und googelte ich solang bis ich sie fand. Nach Rücksprache mit dem Sender wurde sie für gut befunden und ich orderte:

Eine DJI Osmo Pocket.  Kinderleicht zu bedienen und  ich versuchte auch gleich ein paar Aufnahmen damit.  Perfekt!   Ganz großes Kino!

Montag

… ist Ruhetag.

Nach dem verlängerten Wochenende das es wirklich in sich hatte, mit Wiedersehen und Party und noch einer Fete und Konzert und keine Nacht vor Mitternacht im Bett…

Ich kann das nicht mehr so wie früher.

Außer lange schlafen und einem Nickerchen am Nachmittag und lesen und Internet war nichts erwähnenswertes.

Joss Stone in der Alten Heimat

Ich erwachte spät, sehr spät. Noch leicht durch den Wind, setzte ich mich hin und schrieb den gestrigen Eintrag und das dauerte dann doch länger als gedacht. Ich wurschtelte ein wenig ein wenig da und dann war es auch schon an der Zeit in die Alte Heimat zu fahren.

Der H. den ich ja vor ein paar Tagen gesehen hatte, hatte mich gefragt ob ich nicht Lust hätte mir das Konzert von Joss Stone anzusehen. Ich sagte zu und kaufte Karten.

Wir fuhren am späten Nachmittag los und wanderten noch ein wenig durch die Stadt, die früher um diese Jahreszeit bereits die absolute Hochburg für Touristen aus Belgien und Holland war. Es war die letzten zwei Wochen im Juli immer so voll, dass oft kein Durchkommen mehr war. Doch das ist alles lange her und ist schon lange nicht mehr so.

Großes Hallo mit dem H. und vielen anderen die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Das erste Konzert des Abends war Donny McCaslin, der Saxophonist von Davis Bowie’s letztem Album, der einen unglaublich guten Sänger mit dabei hatte.

Ich gebe zu seine Stilrichtung, die im Jazz-Rock Bereich liegt,  ist nicht so sehr meins. Aber urteilt selbst:

Nach kurzer Umbauphase kam dann die Headlinerin des ganzen Festivals. Joss Stone.

 

Ich habe das Gefühl dass ich sie schon sehr sehr lange kenne und ihre Musik auch schon sehr sehr lange höre. Doch stand da vor uns eine junge Frau in langem weißen Kleid, geschätzt wie Ende 20 aussah und das passte irgendwie nicht zu Zeitspanne die ich Kopf hatte. Die C, die mitgekommen war, googelte. Es stimmt! Joss Stone begann ihre Karriere mit 16!
Und wenn ihr ein Konzert ganz von ihr hören wollt, mit vielen Titeln die ich auch hörte, bitteschön:

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Es folgte noch, da es jetzt endlich richtig dunkel war, die Light & Sound Show

Foto by H.

Foto by H.

Die Lights waren sehr beeindruckend, der dazugehörige Sound weitaus weniger.

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Anschließend ging es zurück. Die D. die mitgefahren war, verstand jetzt auch warum dieses Strecke, die sich eigentlich gut fährt, dann doch gewaltig an einem nagt und man wünscht sich nur noch man müsste sie nicht mehr fahren.

Haare, Looks & Partys

Ich hatte den noch letzten freien Termin zum Haareschneiden bekommen beim Friseur meines Vertrauens. Der letzte Haarschnitt den ich in St. Jean bekommen hatte, war ok, aber nicht kurz genug und hielt dementsprechend auch nicht so lange.
Anschließend ging es fix zum Wochenmarkt.

Unterwegs machte ich ein Foto der Schaufensterpuppen vom Gucci Laden:

Ich habe zur Zeit ganz besonders was Gucci angeht, sehr große Schwierigkeiten mit den Looks die sie erstellen. Wenn das Logo der Marke nicht drauf wäre, könnte man sich den gleichen Look für ein paar Euro mit altem Zeugs vom Flohmarkt erstellen. Dabei seht es aus wie etwas  das ich ausschließlich Zuhause zum Putzen anziehen würde.  Ich kann nicht mehr nachvollziehen was das noch mit Mode zu tun hat. Es sieht zusammengewürfelt und billig aus.

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Ich begegnete auf dem Markt  zwei Lehrern aus meiner Alten Heimat die, so lange ich denken kann ein Paar sind.  Sie hatte  ich in Biologie und ihn in Physik.  Beide sind schon seit einer Weile in Rente erkannten mich aber sofort wieder, was mich sehr freute. Sie wussten sogar noch dass ich in der Schul-Pantomime Gruppe mitgewirkt hatte.

Am Nachmittag bereitete ich alles vor für die  beiden Partys zu denen ich eingeladen war.  die erste war die Sommerfeier von der ganzen Crew von NO ART. Ich hatte zwei Flaschen Alice Hartman mitgenommen die sehr willkommen waren und jetzt kann ich auch das Geschenk zeigen das ich für die J.  (die Chefmoderatorin der Show) in San Sebastian gekauft hatte.

Das ist der Katalog von der Vivian Maier Ausstellung der so konzipiert ist dass man ihn leicht auseinander nehmen und die Fotos einzeln  einrahmen und aufhängen  kann. Das werde ich in den nächsten Wochen in Angriff nehmen, denn ich habe mir den gleichen Katalog mitgebracht.

Es war ein schöner Abend und einer der Kameramänner der an dem Abend zum Grillmeister erkoren war, hielt eine kurze Ansprache bei der wir uns totlachten.
Da manche der Crew früh am Morgen schon wieder fürs Radio arbeiten mussten, gingen die ersten schon kurz nach 22:00 Uhr.
Ich schloss mich ihnen an und ging weiter zu der Gebrurtstagsfete der N.
Eine weitere Feier die sehr ausgelassen war.
Kurz nach 3 Uhr morgens war ich dann zu hause.

 

Das neue Bild

Der Tag gab nicht genug her um ein 12 von 12 zu machen. Den Spaziergang den ich machen wollte, musste ich streichen, dann es regnete und donnerte den gesamten Nachmittag hindurch.

Aber es gab eine große Neuerung in der Wohnung.

Ihr könnt euch noch an den ominösen Tag erinnern an den unser aller Internet bebte?  An dem Tag verleibte ich mich ein Bild in der Galerie 39. Ich stand lange davor in der Ausstellung.  Die Künstlerin Sandrine Ronvaux beschäftige sich mit der Identität in einer ganz speziellen Form mit drei verschiedenen Protagonisten.  Form von Identität ist der Fingerabdruck.
Ich kann mich noch erinnern dass ich als kleines Kind bereits einen Ausweis besaß, den ich damals brauchte, damit mich eine Eltern mit in den Urlaub nehmen konnten.  Ich war glaube ich vier oder fünf Jahre alt und schreiben konnte ich noch nicht. Als Unterschrift  galt mein Fingerabdruck.

Heute kam das Bild an.

Es passt hervorragend zu dem andern Bild von Petyarre das ich in Australien kaufte und dessen Geschichte ich hier aufgeschrieben habe.

Eine Schildkröte & eine Sommerfeier

Das ist…

Tja, ich weiß nicht wie sie heißt, oder ob sie überhaupt einen Namen hat. Sie gehört der A. und wanderte gestern sehr entschlossen durchs Wohnzimmer auf das große Fenster zu uns setzten sich dort in die Sonne.

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Am Abend dann die große Sommerfeier meines anderen Arbeitgebers. Ich fuhr zusammen mit der D. dorthin. Wir hatten uns an der Bushaltestelle verabredet.  Die Feier fand im  Atelier statt. Unterwegs sah ich eine neue Form von Werbung für das eigene Insta- und Snapchatkonto.
Wenn die Busbetreiber schlau sind, lassen sie sich die Werbefläche bezahlen, zumindest die Reinigung davon. Die Namen der Betreiber haben sie ja.

 

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Es war eine schöne Feier. Die Chefredakteurin von Kulturresort, die C.   war sehr stolz auf ihre Crew, denn es waren alle gekommen, was man nicht von allen Resorts behaupten konnte. Es gab wie so oft bei solchen Feiern, eine Fotobox und die C. und ich machten Männchen:

 

Uhr & Gedenken

Ein ruhiger Tag.
Am Morgen traf ich mich ganz kurz mit der D. auf einen schnellen Kaffee in Renert. Ich sauste noch schnell zu Juwelier die Uhr abholen. Sie ist neu uns war eine Liebe-auf-den-ersten-Blick.

Ich hatte sie in Bayonne gekauft.  Das Retrodesign, das grüne Zifferblatt und die quadratische Form überzeugten mich sofort. March LA.B ist ein kleiner französischer Uhrenhersteller, den ich bis dato gar nicht kannte. Ich musste sie jedoch zum Juwelier bringen da eine der Achsen von Anfang an kaputt oder nicht groß genug war, und sie schon zweimal herausgesprungen war.

Am Mittag dann traf ich mich mit einer alten Bekannten, die ich Aufgrund des Ablebends von M. (ich hatte es kurz angedeutet) angerufen hatte. Wir hatten uns zum Mittagessen in der Conter Stuff verabredet, eines der seltenen Restaurants das unter anderen noch luxemburgische Spezialitäten anbietet. In der Innenstadt selbst gibt es fast keines mehr. Wir erinnerten uns an M. und dass wir noch gar nicht so richtig glauben können dass er nicht mehr da ist…

Für den Abend hatte ich weiter nichts geplant und war nur kurz im Rooftop wo es dann anfing zu regnen.

 

Traurige Dämpfer, Nachtrag zum Rosentag & eine Heimkehr

Seitdem ich aus dem Urlaub zurück bin bekomme ich fast täglich einen Dämpfer der traurigen Art. So starb ein Bekannter von mir vor wenigen Tagen, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte den ich aber sehr mochte. Niemand kann mir so genau sagen was passiert ist…
Das gleiche erlebte ich gestern noch einmal mit einem Fotografen aus meiner alten Heimat, dem es schon eine Weile nicht gut ging und in einer Klinik in Spanien verstarb. Er machte vor über 20 Jahren die beiden Abzugfotos von mir.

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Smilla Dankert hatte sehr schöne Fotos von mir am Rosentag gemacht. Jetzt bekam ich vom gleichen Tag  noch ein Foto unaufgefordert zugeschickt von jemandem den ich nicht kenne.  Er/Sie möchte 10 Euro dafür haben.  Sorry aber für 10€  hätte ich gerne ein Bild mit einer besseren Auflösung und in Farbe. Ihr wollt es sehen?
Bitteschön:

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Die A. ist wieder zurück! Nach ihrem langen Aufenthalt in Südfrankreich konnte sie endlich wieder Pablo in die Arme schließen.

 

Ein freudiges Wiedersehen

Am Tag davor, sehr spät, ich hatte den gestrigen Blogbeitrag halbwegs fertig, schickte ich eine DM los und bekam sofort eine Antwort. Also sollte ich heute jemand wiedersehen der mich beim letzten Mal noch MIT Blinddarm gesehen hatte. Wir erinnern uns an meine Blinddarmgeschichte.

Am Morgen arbeitete ich den Stoß an Papierkram ab, der sich während dem Urlaub angesammelt hatte. Kurz vor 11 traf meine Putzhilfe ein und nahm den Berg Bügelwäsche in Angriff. Doch sie war noch keine Stunde hier als sie einen Notruf aus der Schule bekam ihre Tochter würde ins Krankenhaus eingeliefert werden.  Genau das Gleiche war schon einmal während meiner Abwesenheit passiert. Sie zitterte packte schnell ihre Tasche und war im Nu verschwunden.  Ich machte mir Sorgen, doch letztendlich war nichts Lebensbedrohliches passiert…

Und dann kam das Highlight das Tags. Ich wusste es schon vor meiner Abreise nach St. Jean.  Mein Schulfreund H. mit seiner Frau M. und der kleinen R. sind schon seit einer Weile in Europa unterwegs und sind zur Zeit in Luxemburg. Das letzte Mal dass ich alle sah, war  in ihrem Zuhause in Melbourne.

Wir wanderten ein wenig durch die Stadt und gingen ins  Vis-a-vis, das H. von früher her noch kannte als er noch in Luxemburg lebte.  Fürs Mittagessen wurde gefragt ob es bitteschön etwas leichtes sein könnte, den der Abend wäre auch schon mit einem gewaltigen Dinner verplant.
Ich führte sie ins Charles, dessen 20 verschiedene Variationen von einem Ceasar Salad eigentlich keine Wünsche  offen lassen und es war perfekt. Die kleine R. langweilt sich natürlich zu Tode weil es nicht sehr viel für sie gibt, doch dachte ich  an den Park der Villa Lovigny in der auch ein großer Spielplatz ist  und die Kleine war begeistert.

Wir schmiedeten Pläne, so zum Beispiel, dass wir uns am Wochenende noch einmal sehen beim Konzert von Joss Stone.
Und ein weiterer Plan ist auch bereits in Arbeit…aber drüber schreibe ich erst etwas wenn es soweit ist. Nur so viel; es hat unter anderem mit ‚Rieslingspaschtéit‚  zu tun, und ich muss mich jetzt mal mächtig ins Zeug legen und ein paar von diesen Pasteten herstellen, denn nach einiger Recherche, weiß ich jetzt schon dass es nicht so einfach werden wird.

 

Schwimmen & Zuhören

Die Wohnung war am Tag davor immer noch brüllend heiß, weil auch nicht richtig gelüftet wurde. Das holte ich die Nacht nach im dem ich alle Fenster und Türen aufriss und die ganze Nacht aufließ.

Am Morgen dann Schwimmen in dem kleinen Schwimmbad in Belair das nur Samstags und Sonntags fürs Publikum geöffnet ist.  Kein Vergleich mit im Meer schwimmen. Das Wasser fühlt sich fast badewannenheiß an. Zudem ist es ein angenehmes Gefühl wegen dem Salzgehalt  im Meer nicht unterzugehen.

Ich machte ein paar schnelle Einkäufe im kleinen „Cactus“ Belair, der Sonntags geöffnet ist.

Zurück in der Wohnung hörte ich dann die traurige Nachricht im Radio dass João Gilberto verstorben ist.  Einsam, krank und hoch verschuldert. Dabei hat er unvergesslich schöne Musik geschrieben die weltbekannt war. Sein größter Hit ist wahrscheinlich The Girl from Ipanema.

Am Nachmittag machte ich einen Spaziergang durch die Stadt, nachdem ich zuerst beschlossen hatte Zuhause zu bleiben, weil es regnete. Doch das wetter lichtete sich und ich konnte gehen.
Auf der Palce Guillaume war ein Flohmarkt von privaten Haushalten. Ich schlenderte ein wenig und schaute kurz im  Renert  vorbei.

Am kam die N. zum Abendessen. Es gab:

Den Tomatensalat den ich auch schon mit in St.Jean gemacht hatte, aber ein wenig umgewandelt.  Anstatt eingelegte Paprika, von denen ich keine zur Hand hatte nahm ich Artischockenherzen.

Das NAchtisch war in gewisser Weise ein Test. Es gibt hier seit Jahren schon einen Ladurée Laden, der nicht nur Marcarons verkauft sondern auch reguläre Konditortörtchen. Ich meide den Laden meist weil ich seine Macarons sehr sehr süß finde. Doch heute gab ich den Törtchen eine Chance.

Nicht geschenkt was den Preis angeht. Das hier war ein feiner Müreteig gefüllt mit einer Masse aus Pecannüssen und  einer Vanillecreme. Der Deckel oben war weiße Schokolade und die Ränder waren mit Goldblättchen verziert. Es war….erstaunlicherweise nicht zu süß und eigentlich sehr gut, aber für den Preis von 7€ das Stück…nun ja.

Ein langes Gespräch mit der N. geführt, auch was hinsichtlich der nächsten Jahre kulturell auf uns zu kommt.

Der Abendhimmel war wieder einmal ein grandioses Farbspiel

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Meine heißgeliebte Emma Thompson  vor kurzem bei Stephen Colbert über ihren neuen  Film: „It’s basicly  sience fiction.“ Herrlich.

Meanwhile back to Luxembourg

Das Gute: Ich bin wieder heil und in einem Stück zurück

Das Schlechte: Ich habe mich am letzten Tag in St. Jean leicht erkältet und und mein Hals begann zu schmerzen. Doch die D. hatte eine gut ausgestattete Hausapotheke und gab mir ein Halsspray und ein Sirup der die Chose fast ganz wieder in Griff bekam.

Am Morgen ein letztes mal Schwimmen. Ich denke die morgendliche Schwimmrunde werde ich am meisten vermissen.

 

 

Der Flug war erstaunlich unspektakulär obwohl es in dem kleinen Flughafen von Biarritz recht lebhaft zuging und zugleich ein paar größere Flüge ankamen und starten. Der Luxemburgflug war da die kleinste Maschine.

Durch die Erkältung hatte ich Probleme den Druck in den Ohren auszugleichen, was mir in Flugzeugen eigentlich nie passiert. Und so kam es dass ich beim Landen ziemliche Ohrenschmerzen hatte. Es brauchte eine ganze Weile bis es wieder ausgeglichen war.

Zuhause angekommen schmiss ich gleich die Waschmaschine an. Ich sah dass meine Putzhilfe gründliche Arbeit geleistet hatte in den zwei Wochen Abwesenheit. Das kleine Atelier im Keller in dem auch die Waschmaschine steht, war quietschsauber.

Anschließend besuchte ich die N. und wir hatten ein gründliches Debriefing.

Auf einen letzten Absacker ging ich noch zu Fabrice ins Rooftop. Und dann war auch Ende Gelände und ich fuhr nach hause.

St. Jean-de-Luz: Der letzte Tag

Ja leider. Morgen geht es zurück nach Luxemburg. Es ist die längste Zeit die ich am Stück hier war.

Ich hatte ja schon ein paar mal über Azenor geschrieben, die kleine Juwelierin hier vor Ort.  Es ist ein Ein-Frau-Betrieb und sie macht wirklich schöne Sachen.  Von ihr stammt auch mein Monster Goldring.

Ich hatte der D.  ihr Instagram Account gezeigt und darauf befand sich ein wunderschöner Seestern in den sie sich sofort verliebte.  Gleich Anfang letzter Woche gingen wir hin und sie bestellte ihn. Und heute am Morgen, gleich nach dem Schwimmen, hat sie ihn abgeholt.

Anschließend gab es Kaffee in der Pille d’Assiettes Und ich hatte als spätes Frühstück ein Stück Bananenkuchen aber eher wie eine Tarte Tatin.

Sehr lecker und gehaltvoll und ich frage mich wie sie das mit Umstürzen und dem Backen hinbekommen ohne dass die Bananen vollends Brei werden.

Am Nachmittag war es wieder zu heiß um am Strand zu liegen und ich verzog mich in die Wohnung für die schlimmsten Stunden, las und schrieb im Internet, auch arbeitsmäßig war einiges von mir gefordert.  So ganz hört es ja nie auf…

Ich las schon gestern ein weiteren Comic aus den ich aber nicht so ganz empfehlen kann. Er war ok und erinerte mich ein (wahrscheinlich auch durch den Namen) an Hanni und Nanni.

Von Malika Fredjoukh und Cati Baur der erste  Band der Serie Quatre Soeurs / Enid
So wie auch schon der letzte Comic, ist er aus dem englischen übersetzt.
Dabei geht es recht vielversprechend los mit vier Schwestern deren Eltern seit einem halben Jahr verstorben sind und zusammen in dem großen Haus wohnen unter der Aufsicht der ältesten Schwester. Alle 4 Bände behandeln das Leben jeweils einer Schwestern etwas genauer. Dabei wird meiner Meinung nach im ersten Band zu viel Zeit darauf verwendet die einzelnen Charaktere vorzustellen, was es in einem Comic nur bedingt braucht.
Vielleicht sind die anderen Bände besser…

***

Am Abend ein letztes Mal in die Boëte, das Restaurant das ich wirklich am liebsten hier mag. Inzwischen kennt man uns und wir bekamen für unser letztes Mahl eine Vorspeise die nicht auf der Karte stand.
Gaspacho mit Shrimps.

Als Hauptgang gab es Adlerfisch, den ich mal wieder nicht abgelichtet habe. Aber es war lecker wie alles was ich je  in diesen Fischrestaurant gegessen habe.

Nachtisch waren Erdbeeren mit Pistatzien:

Und das wars. Ich werde, so wie es jetzt ausschaut, dieses Jahr nicht noch einmal herkommen, denn im September werde ich schon wieder mit ein großen Projekt beschäftigt sein. Vielleicht im Oktober…wir werden sehen. Ab morgen wieder aus Luxemburg.

St. Jean-de-Luz: Briketenia in Guethary

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Doch zuerst ein kleine Spielerei. Es ist das este mal dass ich ein Pano Foto mache, das egal ob senkrecht oder waagerecht, linksrum oder rechtsrum immer richtig steht.

 

Ein ruhiger warmer Tag mit lesen und schwimmen. Ausflug hatten wir keinen geplant. Für den Abend jedoch hatte wir schon seit Tagen einen Tisch im Briketenia bestellt. Es ist das Restaurant in ich letztes Jahr mit der D. zu meinem Geburtstag war.
Wir waren jedoch ein wenig verunsichert weil die Wettervorhersage wieder so einen sehr heißen Tag ankündigte, und das wäre nicht gut gewesen.
Doch es war herrlich.  Auch die zwei Taxifahrer die uns nach Guethary und später zurück fuhren meinten alle beide, dass es wohl zu den besten Restaurants in der Region gehören würde.

Wir hatten das Sommermenü:

-Mise en bouche
-Le thon rouge mariné au vinaigre de bonite,Jaune d’œuf confit, pastèque, betterave cuite et crue.
-La lotte, gomashio aux algues,Crème de polenta et légumes de Jean Luc Garbage.
-Le veau des Pyrénées,Champignons, gnocchis, épinards et abricots au safran.
-La fraise, mousse au citron vert et confit de rhubarbe,Sorbet aux fraises fraîches et verveine.

Sorry dass ich das jetzt nicht übersetzte, folgende Fotos sprechen da für sich.

Als  wir gespeist hatten,  brauchte es gute 30 Minuten bis unser Taxi da war. Wir fuhren zurück nach St. Jean. wo wir uns noch etwas die Beine vertraten am Meer und ich versuchte die Bucht einmal von einem anderen Standpunkt aus zu photographieren, mit all den Lichtern bis hoch nach Sokoa.

St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug nach Hernani zu Chillida & eine traurige Nachricht

Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Ich bekam kein Auge zu. Ich hörte Podcasts. Für gewöhnlich hilft das ein wenig. Doch vergebens.
Darum kann ich aber jetzt ein Podacst verlinken den ich sehr schön fand. Ein Feature vom DLF, Auf der Suche nach einem verlorenen Freund – Und plötzlich war er weg
Sehr berührend.

Ich stellte mir den Wecker, denn ich musste doch beizeiten raus, da wir wieder in Richtung San Sebastian fuhren, und den Bus nicht verpassen durften.  Diesmal ging es aber etwas außerhalb, nach Hernanie.

 

2012 wurde der große Park mit Skulpturen von Chillida in Hernani bei San Sebastian geschlossen. Grund war die weltweite Finanzkrise die ja mehrere Länder in Europa gründlich durchgeschüttelt hatte.

Seit April 2019 ist das Museum Chillida Leku endlich wieder geöffnet, dank der Schweizer Galerie Hauser & Wirth.

Es ist ein wunderbares Areal.
Seine Skulpturen sind über die ganze Welt verstreut, aber vor allem in Deutschland sind viele zu sehen. So gibt es auch eine Trier (wo ich ehrlich gesagt keine erwartet hätte)

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Und dann auf der Rückfahrt haute mich eine sehr traurige Nachricht ein bisschen mehr aus der Bahn als ich gedacht hätte.

Der Filmregisseur, Produzent und auch Theaterregisseur Pol Cruchten verstarb heute urplötzlich im Alter von 55 Jahren. Ich habe so einige Projekte mit ihm bestritten, die letzten Jahre vor allem im Theater. Er war sein sehr lieber großherziger Mensch der mir sehr fehlen wird. Ich habe sehr gern mit ihm gearbeitet. Zudem ist er nur drei Jahre älter als ich geworden, und es trifft mich mehr als ich es mir selbst eingestehe.

Einer seiner schönsten Filme ist für mich immer noch die sehr persönliche und atypische Doku ‚Never die young‘.

Er ist bis heute noch immer  der einzige luxemburger Regisseur der es mit einem Film in offizielle Auswahl der Filmfestspiel in Cannes schaffte. Ich hatte so sehr gehofft dass er in den nächsten Jahren endlich den richtig großen Durchbruch schaffen würde, denn er hätte er mehr als verdient.
Äddi Pol.

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Wieder zurück in St. Jean gingen wir noch einmal los schwimmen. Das kühle Wasser, der Meersalzgeruch, die leichten Wellen, die ruhigen regelmäßigen Schwimmbewegungen ins Meer hinaus bis zu den Bojen. Es macht einen munter und ruhig zugleich. Es gleicht mich aus  wie selten etwas anderes.

Am Abend dann Abendessen in der Wohnung. Wir hatten gestern schon dafür eingekauft. Der kleine afghanische Stand ist immer da und verkauft sehr leckere Gerichte, die wir uns heute warm machten.

Die D. und ich saßen auf dem Balkon und sprachen lange über Pol, den wir beide kannten und wir tranken ein Glas auf ihn.

St. Jean-de-Luz: Salzwasser & Marinère

Der dritte Tag an dem wir es recht gemächlich an gingen. Das morgendliche Schwimmen ist immer wieder eine kleine Herausforderung, denn das Wasser ist zwar ein wenig wärmer (es hat jetzt 21 Grad) aber es wenn ich dann so kurz davor bin, wehrt sich innerlich alles in mir. Wenn ich dann endlich im Wasser bin, gibt es nichts schöneres.

Merke: Morgenstund hat Salzwasser im Mund.

Am Dienstag sind um die Markthallen herum, die jeden Tag geöffnet sind, auch Sonntags und Feiertags, noch weitere Makrtstände geöffnet und es ist die Hölle los. Doch es macht Spaß darüber zu schlendern, denn es ist einfach genial wie viel tolle frische Produkte es hier gibt aus der Region. Und alles sieht so frisch und zum reinbeißen aus…

Ich kaufte mir dann endlich nachdem ich schon eine ganze Woche an den Schaufenster vorbeigeschlendert war, endlich ein Marinère T-shirt und Sweatshirt.

 

Am Nachmittag, da das Wetter sehr bedenklich aussah, gingen wir eine Runde ins Kino.
Le Daim mit Jean Dujardin in der Hauptrolle ist ein schräger Film von einem Mann der von seiner Frau vor die Tür gesetzt wurde und sich ein Wildlederjacke aus echtem Hirschleder kauft die ab da sein ganzes Leben bestimmt. Dujardin läuft zur Hochform auf und es ist ihm und Adele Haenel, in der Rolle der Bardame zu verdanken, dass der Film so gelungen ist obwohl er sehr kurz ist und ein paar kleine Schwächen aufzeigt. Herrliches Nachmittageskino.

 

Ein Apéro in der Bar de la Marine und anschließend ging es in die Boëte. Wir bekamen die letzte Flasche unseres Lieblingsweines, den es dann zumindest dort nicht mehr geben wird.  Les Bêtes Curieuses. Schade.

St. Jean-de-Luz: Zwei ruhige Tage

Den Sonntag ging ich sehr ruhig an. Die D. hatte eine Verabredung mit einer langjährigen Freundin aus St. Jean, der B.  Da das Wetter nicht besonders war, blieb ich eine Weile in der Wohnung.  Es war war nicht weiter kalt, denn die morgendliche Schwimmrunde nach der ersten Tasse Kaffee traten wir nach wie vor an. Ich weiß jetzt schon dass ich das sehr nächste Woche in Luxemburg vermissen werde.  Das Meer ist inzwischen nicht mehr so kalt wie in der ersten Woche und es kostet nicht mehr so viel Überwindung sich in die Fluten zu stützen. Doch der Strand ist jetzt quasi voll aufgerüstet mit all dem schrecklichen Spielzeugs, da hier die Ferien am 15. Juli beginnen. Ab dann wird es wahrscheinlich unausstehlich hier bis zum ersten September.

Ich hatte schon einmal davor berichtet dass wir als Nachbar in der Straße einen sehr gut sortierten Buchladen Le 5ieme Art haben, mit einer sehr schönen Comicabteilung die ich in Luxemburg ebenfalls sehr vermissen werde. Ich kaufte vorgestern einen neuen Comic, nachdem ich Moby Dick ausgelesen hatte.  Als Empfehlung fand ich von Posy Simmonds Cassandra Drake.

Aus dem englischen übersetzt und schon über 7 Millionen mal verkauft, machte es mich neugierig.
Ein großartiger Comic, über den ich eigentlich nicht viel erzählen kann, denn sonst verrate ich zu viel . Doch wer wie ich schon oft in London war, wird sofort mit der Grundstimmung der Buches vertraut sein und von der ersten Seite an sich in die Geschichte vertiefen.

Später wanderte ich ein wenig am Meer vorbei und schlabberte mein obligates Eis. Ich machte eine sehr interessante  Bekanntschaft, von der ich habe hier nicht weiter berichten möchte. Vielleicht irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt.

Am Abend holten mich die D. und die B. ab und wir fuhren nach Handaye wo die B. wohnt. Sie ist Juwelierin und hat ein kleines Geschäft in St. Jean.  Wir verbrachten einen sehr lustigen Abend in ihrer Wohnung mit einer atemberaubenden Terrasse.

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Da der Wein am Vorabend, wie schon öfters in diesem Urlaub, reichlich geflossen war, gingen  wir am Montag ungewohnt spät schwimmen.
Zum Mittagessen waren wir mit M. verabredet der Baske ist aber seit Jahren in Luxemburg wohnt in immer wieder zurück in seine alte Heimat kommt.  Wir speisten in Sokoa, dem kleinen Ort direkt neben St.Jean von dem ich schon am ersten Tag berichtet hatte.
Dabei sahen wir wie ein Boot aus der Werft kam um wieder ins Wasser gelassen zu werden. Der ferngesteuerte Kran fuhr damit über die Straße.

Später ging es noch einmal zum Strand da es sich ein wenig aufklärte doch es sollte nur kurze Zeit so bleiben.  Die Wolken trieben ein wildes Spiel.

In der Bar de la Marine gab es dann später einen klassischen Apérol Spritz und zurück in der Wohnung bereitete ich noch einmal einen Tomatensalat mit Aprikosen und Buffala und eingelegtem Paprika (eine geniale Mischung)

Und während ich diesen Beitrag vorschrieb kam endlich das lange angekündigte Gewitter mit kräftiger Schauer.

St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug nach Bayonne

Kein einziger Sonnenstrahl, den ganzen Tag nicht.
Doch gingen wir wie gewohnt am Morgen schwimmen.

Am späten Morgen fuhren wir nach Bayonne mit dem dem Zug. Ich war schon letztes Jahr einmal dort um die Stadt zu erkunden, doch diesmal hatten wir ein Ziel. Eine Ausstellung im Didam von Chrstiobal Blenciaga. Dem weltbekannten Modeschöpfer ist auch ein eigenes Museum in Getaria, einer winzig kleinen Stadt die nicht weit von San Sebastian, gewidmet, in der ich ebenfalls schon einmal war, doch die Ausstellung hier hatte scheins gar nichts mit dem Museum zu tun.

Das Museum hat eine sehr kleine Ausstellungsfläche und kann somit nur begrenzt Dinge zeigen. Ein bisschen enttäuschend war es schon, da die Dinge nicht ausreichend genug beschildert waren und man raten musste was denn nun aus welcher Periode kommt.
Der offizielle Katalog zeigte jedoch dass die Ausstellung schon einmal davor in Saragossa gezeigt wurde und wesentlich größer war. Hier in Bayonne zeigte man nur die Highlights, die aus dem Kontext genommen, keine mehr waren. Ein bisschen enttäuschend.

Wir wanderten noch ein wenig durch Bayonne, durch die uns schon bekannten Straßen.  Bayonne ist ja für zwei Dinge bekannt. Seinen Schinken und seine Schokolade. Wir tranken eine heiße Schokolade die gar nicht so verkehrt war, denn die Temperaturen lagen hier nur leicht über 20 Grad.

Ich hatte zudem einen Liebe-auf-den-ersten-Blick Moment, aber davon erzähle ich euch wenn ich wieder zu hause bin.

Abends dann ein kleines gemütliches Abendessen im Ecailler in St.Jean , in dem wir schön öfters waren, wenn es nicht nicht so dolle sein soll.
Abgelichtet habe ich nur die Vorspeise, eine Cassolette mit Krabben.

 

St. Jean-de-Luz: La Rhune

Dass ich am Morgen schwimmen war, werde ich nicht mehr jeden Tag explizit erwähnen. Es ist einfach so.
Aufstehen, Gähnen, Klo, Tasse Kaffee, Badehose anziehen, ins Meer schwimmen gehen. Und dann beginnt erst der Tag. Ich wünschte ich hätte das auch in Luxemburg vor der Haustür….

Der Hausberg der Basken und vor allen der Bewohner von St.Jean und Umgegend ist La Rhune. Ich hatte ihn vor ein paar Tagen schon einmal abgelichtet und hier gezeigt als die Spitze der Berges zu sehen war aber der untere Teil in Wolken verhüllt war.

Ich hatte die letzten Male als ich hier war die D. darauf angesprochen ob man da hochsteigen oder hochfahren könnte. Ja, das kann man mit einer Zahnradbahn. Eine Straße dort hinauf gibt es nicht.  Ich informierte schon vor ein paar Tagen in der Touristeninfo wie man dahin kommt.
Und heute ging es da hoch.
Ein regulärer Bus fuhr uns bis zum Fuße der Berges. Von dort aus kommt mit einer kleinen Zahnradbahn bis auf den Gipfel. Der Höhenunterschied beträgt etwas mehr als 900 Meter. Man hatte uns angeraten, die Tickets früher per Internet zu kaufen da man sonst eventuell sehr lange warten müsste bevor man hoch kommt.

Der Zug wird dieses Jahr 95 Jahre alt, und sieht auch von innen so aus:

Es geht sehr gemächlich hoch mit konstanten 9km/h.

Dort oben sah ich zum ersten mal die baskische Pferderasse Pottok (ausgesprochen Potiok) Sie sind klein, breit und stämmig (so wie ich) und waren früher eines der wichtigsten Lastentiere der Region.

 

Der Rote Turm den man von sehr weit schon sieht.

St. Jean-de-Luz von oben.

Ein ganz besonderer Bewohner des Berges ist der Gänsegeier. Wir konnten sie immer wieder über uns hinweg fliegen sehen. Und irgendwann entdeckten wir einen der ruhig auf einem Felsen saß. Ein sehr beiendruckender Vogel mit einer Flügel Spannweite von zwei Metern. Besser als oben konnte ich ihn leider nicht ablichten.

Man erkennt auf diesem Vorsprung. dass sich über die Jahre hinweg viele verewigt haben indem sie ihre Namen mit Steinen geschrieben haben, fast so wie ein Mosaik. Das ist übrigens hier auch bei Google Maps zu sehen.

Ein Selfie von hinten?  Nein.
Die D. fotografierte mich als ich dabei war ein Zeitraffer Video  der Wolken zu machen die sich hier oben  rasend schnell verändern. Richtig gut wurde es aber nicht.

Bei der Abfahrt dann hatten wir großes Glück, denn wir kamen noch so just in die Bahn hinein.  Es waren nämlich auch viele Schulklassen unterwegs, die schon den halben Zug belegten.

Am Abend eine kurze Stippvisite in der besten Eisdiele der Welt. Heute hatte ich Ananas Sorbet und Litchi Sorbet.

Anschließend waren wir noch auf einer Vernissage in der Pile d’Assiettes, die ich aber nicht besonders fand.

Ein neues Buch angefangen. doch darüber die nächsten Tage mehr.

St. Jean-de-Luz: Heiß, sehr heiß

Wenn ich in Luxemburg gewesen wäre die letzten Tage, wäre diese heiße Periode um ein paar Tage länger gewesen. Morgen soll es hier nicht mehr so heiß werden. Aber es zeigt es mir wieder dass ich das das heiße Wetter eigentlich sehr gut vertrage und mich nicht beklage, sondern es fast genieße. Alles geht etwas langsamer und gemächlicher von statten.

Darum auch heute ein Tag an dem ich nicht viel zu berichten habe. Wir haben schlichtweg nichts unternommen.

Und bei der immer noch recht hohen Hitze in der ich das jetzt auf der Terrasse der Boëte per iPhone schreibe muss ich stramm überlegen was denn heute überhaupt war…

Ich poste fast jeden Tag ein Foto von der gleichen Stelle aus, dort wo ich mich jedes mal auf die kleine Mauer setze und die Füße entsande um wieder in die Flip Flops zu steigen. Ich liebe es über alles im Meer zu schwimmen. Zumal das Wasser hier ( es ist der Atlantik, nicht das Mittelmeer) noch sehr kühl ist. Bei dem großen Unterschied der Außentemperatur und dem Wasser fühlt es sich so an als ob man in eine Tiefkühltruhe steigen würde. Das Wasser hat zur Zeit um die 20-21 Grad. Wenn ich mich nicht durch das Salzwasser gepöckelt und und durch den Sand paniert fühlen würde, wäre es perfekt.

Da wir gestern Abend etwas übertrieben hatten mit dem Wein, war ich den gazen Tag etwas schaumgebremst, was aber nicht weiter schlimm war, denn ich bei der Hitze hätte wir so oder so nichts weiter unternommen.

Ich las den Comic vom Moby Dick aus, der dann doch recht dick und literarisch war. Da ich es nicht gewöhnt bin literarische Texte auf französisch zu lesen, brauchte ich etwas länger. Es ist die klassische Geschichte von Moby Dick vom Blickwinkel eines Radiojournalisten der sich sich mit einem großen Anhänger vom Author Melville unterhält. Die Zeichnungen sind gewöhnungsbedürftig, so auch die Schrift. Zudem ist das ganze sehr in die Länge gezogen, das mich am Ende dazu verleitete Textpassagen zu überspringen. Es gibt sehr viele Ansätze das Mystische und Religionshafte des ursprünglichen Romans zu erklären, doch nach zwei drittel des Comics hatte ich das Gefühl dass es sich wiederholt und eigentlich schon alles gesagt sei.  Über die Freundschaft zwischen dem letzten Überlebenden der Havarie und dem Neuseeländer, hätte ich gerne mehr erfahren. Nun ja. Vielleicht muss ich den Roman in seiner Originalfassung lesen…

Der Nachmittag verbrachte ich weitgehend in der Wohnung in der wir alle Fenster und Türen fest verschlossen hielten. Doch dann hielt uns doch nichts mehr drinnen und wir marschierten zum unserem Eisladen unseres größten Vertrauens. ich habe es bis jetzt nicht weiter erwähnt, aber wir schlabbern hier jeden Tag ein Eis von Bargeton. Und wenn ich die Bonomeria in Luxemburg hier im Blog oft erwähne, so ist diese Eisdiele in keinster Weise mit Bargeton zu vergleichen. Ich habe noch nie so ein Eis gegessen! Alle seine Sorbets schmecken CEREMIG, obwohl da keine Creme drinsteckt. Zudem stellt er Geschmacksrichtungen her die noch nie als Eis gegessen habe.  Rhabarber Sorbet, zum Beispiel. Die D. ist schon fast süchtig danach. Ich frage mich ernsthaft ob dort eine Lehre machen soll…

Am Abend gingen wir seit der St. Jean Feier wieder in die Boëte die wieder regulär geöffnet hatte.

Ich bekam endlich wieder meine heißgeliebten  Schwertmuscheln und die D. hatte ein Gaspacho mit Shrimps, dazu ein Bio Wein aus Spanien.

***

Und dann kam der Brouillarta! Ein Wind der vergleichbar mit dem Mistral ist und der gewöhnlich aus der Bergen im Hinterland kommt.  Er wehte schon gestern Abend einmal kurz und heftig und kühlte binnen einer Stunde die Temperaturen um über 10 Grad runter.  Es war so als ob alles endlich wieder aufatmen würde. Wir gingen zurück zur Wohnung rissen alle Fenster und Türen auf.  Eine richtige Erklärung dafür fand ich keine aber ein paar beeindruckende Bilder der letzten Jahre.

Und morgen geht es sehr hoch hinauf! Ein weiteres Highlight dieser Ferien.

St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug zu Vivian nach San Sabastian

Eigentlich wusste ich es schon seit meinem letzten Besuch hier in San Sebastian. Die Wanderausstellung der Bilder von Vivian Maier ist zur Zeit dort  zu sehen.
Ich hatte mich ja erst vor gar nicht so langer Zeit für eine NO ART Sendung mit Vivian Meier beschäftigt. Es gibt sie noch immer in Replay zu sehen, ab der 24:40 Minute. Doch einen Hacken hatte die Sache. Ich hatte selbst noch nie eine Ausstellung von der zu Lebzeiten völlig unbekannten Frau gesehen…

Doch ich greife dem Tagesgeschehen wieder vor… ich bin unmöglich.

So sah es heute morgen aus als ich schwimmen ging. Nicht sehr einladend und von der großen Hitze die halb Europa im Griff hat, war hier noch nichts zu spüren, doch sie wurde für den Tag angekündigt.

Wir fuhren, wie schon das letzte mal mit den Oui-Bus. Eine herrliche Alternative zum Zug der ja wegen der verschiedenen Spurgrößen nicht nach Spanien fährt. Wir brauchten knappe 35 Minuten nach San Sabastin. Schneller geht es auch nicht mit dem Auto.

Das ist das Foto das ich der Redakteurin der NO ART Sendung schickte und die mir unumwunden zurück schrieb dass sie gerade sehr neidisch auf mich und die D. sei.  Als Entschädigung kaufte ich ihr etwas, von dem ich hier aber nicht verraten kann was es ist, denn ich glaube sie liest hier klammheimlich mit.

 

 

Ich kannte alle Fotos bis auf das letzte mit den Kontaktabzügen. Es sieht ein wenig aus wie Fotostory. Das 2te Bild von oben ist das was ausgesucht wurde. Doch finde ich die anderen auch sehr schön weil sie die Geschichte das alten kranken Mannes erzählen, der nur mit Hilfe des Polizisten und eines weiteren Hänflings ins Präsidium geführt werden kann…. Einerseits schön und doch sehr traurig.

Als wir aus dem Museum kamen war es richtig heiß draußen geworden. Wir setzten uns in eine Bar mit einem Txakoli und ein paar Pinchos.

Anschließend besuchten wir die Kirche San Vincente was wir nicht geplant hatten. Doch der Hitze wegen waren wir mehr als froh uns in einer alten Kirche auszuhalten. Diese hat übrigens einen der schönsten barocken Altäre aus Spanien.

Der Künstler Eduardo Chillida Belzunce der aus dem Baskenland stammt und durch die ganze Stadt Kunstwerke stehen hat, hat auch hier vor der Kirche ein paar sehr beeindruckende Plastiken stehen.

Gegen 17:00 ging es dann zurück.

Da wir für den Abend noch ein paar Freunde sehen sollten und bis dahin noch etwas Zeit war, gingen wir noch einmal schwimmen. Meiner Meinung die beste Idee die für diesen heißen Tag haben konnten.

Ich hatte es schon vorgestern hier bei einem Optiker vor Ort machen lassen. Den Sonnenclip für meine Brille hatte zwar schöne verspiegelte Gläser, doch sind sie inzwischen zerschrammt und nicht dunkel genug. Ich habe sie, so weit es möglich war, in der fast gleichen Farbe ersetzen lassen und ein dunkleres Glas gewählt. Jetzt sieht sie so aus.

***

Am Abend denn trafen wir uns in Erromardie mit ein paar Freunden, und wer auf Instagram folgt hat dieses Foto bereits  gesehen.  Für diesen einen Moment war es der schönste Ort der Welt.

St Jean-de-Luz: Schwimmen, Friseur und Kino

Mit der Überschrift ist eigentlich alles schon gesagt.

Ein wunderbar ruhiges Meer am Morgen für die Schwimmrunde.

Dabei meinte die M. bei Instgram, dass es doch schlecht für die Surfer wäre. Richtig die Gegend hier ist bekannt für seine Wellen. Aber etwas weiter nördlich beim Strand von Guethary sind  die Wellen wenstlich besser.

Wie gesagt ein ruhiges Meer und frrrrrrisch. Das macht sehr schnell sehr munter.

Am Mittwoch sowohl wie am Samstag gibt es hier ein Wochenmarkt, der einiges mehr zu bieten hat als in Luxemburg.  Es gibst unter anderen ein afghanischer Händler der immer frisch zubereitete Gerichte anbietet.
Als ich das allererste mal hier war, hatte ich mir auch mehrere Dinge bei ihm gekauft und sie waren herrlich. Heute kauften die D. und ich auch bei ihm fürs Abendessen.

Da ich den Friseurtermin in Luxemburg versemmelt hatte musste ich notgedrungen hier etwas finden. Ich fand einen allerliebsten Barbershop mit dem lustigen Namen Madame Moustache.  Außer dass es nicht ganz so kurz ist, wie wenn ich zu meinem Friseur des Vertrauens in Luxemburg gehe, sieht es sehr gut aus.

 

Tagesgespräch war die bleischwere Hitze in ganz Europa. Hier aber nicht. Der Beweis:

das war die Temperatur abends als wir aus dem Kino kamen.

Die D. wollte sich einen Film ansehen den sie bei den Filmfestspielen in Cannes bei den Filmfestspielen verpasst hatte. Zombie Child. Ich begleitete sie.
Was für ein seltsamer Film. Es geht um eine Mädchen Elite Schule in Frankreich und eine Zombie Zwischenfall von 1964 auf Haiti.  Ob der Film auf wahren Begebenheiten beruht sei mal dahingestellt. Tatsache ist, dass es Vodoopriester dort gibt.  Bis zu einem gewissen Grad ist die Geschichte auch interessant und gut erzählt doch rutscht sie ins Geistermärchen ab, das ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen konnte.
Vor allen der Schluss ist sehr seltsam, schwach und enttäuschend.

Wir machten beizeiten Schluss denn morgen geht es etwa früher los. Wir fahren nach San Sebastian um uns eine Ausstellung anzusehen auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Aber davon morgen mehr.

St. Jean-de-Luz: Wolken & Frische

Ganz Europa macht sich auf eine gewaltige Hitzewelle gefasst. Doch Wetteraussichten für das Baskenland sind eher gut. Heute waren es nur schnuckelige 27 Grad, die man gut aushält. Und es soll auch gar nicht so heiß hier werden die nächsten Tage.

Das Wetter sah eher trüb aus am Morgen obwohl es gar nicht kalt war.
Ein Schwimmrunde.  Aber dazu mehr etwas später.
Da sich nicht wirklich ein Standtag ankündigte, beschlossen wir eine Runde nach Socoa zu wandern.   Um dorthin zu gelangen muss man immer einmal um den ganzen Hafen laufen, da die Einfahrtschneise der Schiffe nicht überbrückt ist. Man läuft ein Stück weiter hinter dem Hafen über eine größere Brücke. Von dort aus hat man ein schöne Aussicht auf die Rhune, den ‚Hausberg ‚ der Basken, der heute in Wolken gehüllt war, nur die Spitze war zu sehen.

***

Auf dem Weg nach Socoa besichtigten wir den Friedhof den ich schon einmal letztes Jahr abgelichtet hatte. Die Perspektive täuscht vor dass er riesengroß ist, was aber nicht unbedingt stimmt.
Es ist immer wieder interessant die Friehofsgebräuche anderer Länder zu entdecken. Fotos wollte ich keine machen, aber es stehen auf fast jedem Grab viele kleine Gedenktafeln aus Stein oder Marmor, oft auch mit einem Foto der Verstorbenen. Das mit dem Foto ist immer leicht verstörend, denn plötzlich hatte dieser Name auf dem Grabstein, der so keine Bedeutung hat, ein Gesicht…

In Socoa selbst gab  es dann Mittagessen. Wir hatten geplant mit dem Bus zurückzufahren doch er schien nicht zu fahren. Oder wir hatten ihn just verpasst. Also gingen wir die Strecke wieder zurück.

Auf dem unteren Bild sah ich zum ersten Mal die Distanz dich im Schwimmen zurücklege, entweder bis zu den schwimmenden Ponton oder dann hoch bis zur oberen weißen Bojenlinie

 

Es muss ja nicht jeden Tag Restaurant sein. Also gab es nach einen kleinen Einkaufsrunde ein Tomaten Salat mit Aprikosen, eingelegtem Paprika, Mozzarella, Basilikum und Räucherlachs.  Ich glaube dieser zum Teil improvisierte Salat wird einer meiner Klassiker werden, denn er schmeckte WOW!

And the fête goes on…

Zu früh erwacht, doch es hielt mich nichts mehr im Bett. Die Aussicht auf einen Kaffee und anschließend einer Runde schwimmen im Meer ließ mich aufstehen als wenn nichts am Abend davor gewesen wäre.

Doch als wir dann zum Strand hoch gingen wehte ein starker Wind und das Hin- und Zurückschwimmen zu den Bojen schien gefährlich und mühsam der Wellen wegen. Also stampften wir taillenhoch energisch durchs Wasser gute 500 Meter hin und zurück.

Die St. Jean Feierlichkeiten dauern übrigens drei volle Tage. wir machten uns darauf gefasst dass es heute eine genauso heftige Party geben würde wie gestern. Aber es weitaus ruhiger. Ein sehr spätes Frühstück nahmen wir in der Plies d’Assiettes, das Früstücksresturant dass wir schon eine ganze Weile immer wieder besuchen.  Sie haben auch auch einen Mittagstisch, und es gibt jeden Tag immer wieder andere leckere Dingen. Und so wurde ein Brunch daraus:

In der kleinen Buchhandlung neben unsere Wohnung fand ich einen neues Comicbuch, das mich gleich elektrisierte.

Die, die dieses Jahr auf der re:publica waren, wissen wo das Interesse für Moby Dick herkommt.
Ich nahm das Buch mit zum Strand.  Wenn ich es aus habe werde ich berichten.

Das Wasser war am Nachmittag weitaus ruhiger als am Morgen. Die grüne Fahne war gehisst. und so konnt ich dann doch meine große Runde schwimmen.
Die D. und ich kamen uns vor wie gepöckelt durch das Salzwasser und paniert durch den Sand. Und dann passierte was mir jedesmal passiert und inzwischen könnte ich gescheiter sein… Ich handelte mir auf den Schultern  der Armen und der Brust einen leichten Sonnenbrand ein, Anstatt mich gleich ordentlich einzucremen.

Später dann kamen wir noch einmal an diversen Bars vorbei wo immer noch Hochstimmung herrschte. Die klassische Tracht für die Feiertage ist sieht man gut auf folgendem Foto. Schwarz mit rotem Halstuch.

Am Abend dann im Essentiel, ein Restaurant das wir das letzte mal entdeckten und in dem man sehr gut speisen kann.

Da s es gestern jedoch so spät geworden war machten wir heute zeitig Schluss.
Ich schrieb noch diesen Beitrag und begab mich ins Bett mit Moby Dick.

Abflug nach St Jean-de-Luz

Gegen 10:00 hielt mich nichts mehr zu hause. Ich war bereits gegen 6 Uhr wach und obwohl ich mich noch einmal hätte umdrehen können und weiterschlafen, war die Gefahr zu groß zu verschlafen. Somit hatte gegen 9 schon alles erledigt ohne mich groß anzustrengen.

Es ist zum ersten mal dass ich ins Baskenland non-stop fliege. Das erste mal nahm ich das Auto, was ich nie wieder tun werde, denn die Strecke ist einfach zu lang und mit Autobahngebühren und dem Zwischenstopp zu teuer. Das zweite mal flog ich die Stecke mit von Metz aus nach Lyon und dann nach Biarritz. Das dritte mal war mit dem Zug. Und jetzt Sommer gibt es eine direkte Verbindung von Luxemburg hierher.

Die D. hatte mit bereits vor ein paar Tagen ein  Link geschickt in dem alles Events standen die an diesem Wochenende in St. Jean stattfinden. Ich hatte das nicht richtig ernst genommen… little did I know.

Als wir ankamen, waren die Straßen zu einem Großteil bereits abgesperrt und wir mussten ein Teil des Weges zu Fuß gehen. Wir kamen in die Wohnung und das einzige was uns schon im Flugzeug nur vorschwebte, war endlich ins Meer zu kommen.

Gesagt getan. Herrlich und herrlich kalt, aber herrlich.

Wir sahen schon sehr viele Mensch die den Look für den heutigen Tag an hatten. Schwarz und rot, die Farben von St.Jean.
Zurück in der Wohnung hatten wir Lust auf Apéro und stützten uns in Getümmel.

Heute wird der Namenstag des St. Jean also des heiligen Johann gefeiert. Es ist zugleich in Luxemburg der Vorabend zum Nationalfeiertag, wo heute übrigens auch die Hölle los ist.  Ich war aber schon seit Jahren nicht in der Innenstadt um mir das Feuerwerk anzusehen oder den ganzen Trubel mitzumachen, weil sehr früh sehr schnell ausartet.

In St. Jean läuft das alles sehr viel freudiger und schöner ab und die Stadt ist in so einem Ausnahmezustand als ob hier vorab der 14 Juli (der berüchtigte Quatorze Juillet) gefeiert wird. Durch die ganze Innenstadt wandern Musikkapellen aller Art. Eine der tollsten fand ich gleich zu Anfang.  Eine reine Frauen Trommel Gruppe.

Ich staunte nicht schlecht als plötzlich Dschingis Kahn mit Moskau lief. (Die Tippfehler im Tweet sind der Aufregung geschuldet)

In der Bar de la Marine, unserem Stammcafé zum Apéro trinken, hatten wir etwas Mühe einen Tisch zu bekommen. Unser Stammkellner der S. war aber gleich zur Stelle. Es gab ein Lillet.

Anschließend ging es weiter zur Boëte die eine Bar in der Straße aufgerichtet hatte und nebst Getränken an dem Abend nur frische Garnelen, Austern und Tapas verkaufte.

Ich hatte selten so Lust auf Garnelen pulen wie hier.

Sie sind im übrigen so frisch dass man das kleine Erfrischungstuch kaum braucht um den Geruch von den Fingern zu bekommen.

Dann ging es weiter durch die Straßen tanzend und singend.  Auf dem Hauptplatz war eine Band die baskische Lieder spielte und alles tanzte mit. In einer Seitenstraße nicht weit von der Wohnung war ein DJ der 80er Jahre Disco spielte und alle (die D. und ich inklusive) tanzten mit.

Im Bild oben spielte eine brasilianische Band und alles tanzte Capouera und Samba.

Eine tolle Nacht.
Ich saß noch bis weit nach Mitternacht auf dem kleinen Balkon und schrieb, diesen Beitrag fertig und ging dann auch zu Bett.

Stippvisite in Saarbrücken

Ich erwachte mit tausend Dingen im Kopf die alle noch erledigt werden müssen. Das ist ein stressiges Gefühl, lässt sich aber leider nicht vermeiden.  Koffer herauszuholen, Klamotten auswählen, eine letzte Waschmaschine starten, mehrere Telefonate abwickeln, und wenn man glaubt man hätte den Großteil aller Dinge abgewickelt, winken in der Ferne schon wieder ein paar Neue.

Eine interessante aber nicht unwichtige Kleinigkeit entdeckt.  Wie bei vielen anderen Fluggesellschaften kann man auch bei Luxair 24 Stunden im voraus einchecken. (bei manchen sogar 48 Stunden) Das Einchecken übers Internet vergibt automatisch ein Sitzplatz. Wenn einen dieser nicht gefällt konnte man bis vor kurzem immer noch gratis ändern. Seit einer Weile nun kostet das 8 €. Nichts ungewöhnliches das machen viel so.  Doch bei Luxair geht das immer noch wenn man eingeschriebener Kunde mit Konto ist.  Ha!
Interessant ist auch noch immer dass man einen Koffer bis 23 kg ohne Zuschlag mit aufgeben kann und man wie ein zahlender Kunde behandelt wird. Schon allein deswegen zahle ich gerne etwas mehr um nicht, wie bei Rayanair, wie ein Stück Schlachtvieh in den Flieger getrieben zu werden.

Am Nachmittag bekam ich eine SMS einer Praktikantin, die sich bei mir bedankte, für den Tipp sich in der Saarbrücker Oper vorzustellen zwecks eines Ausbildungsplatzes.  Aufmerksame Leser wissen dass die Chefmaske dort, die B.  eine meiner besten Freundinnen ist und ich bei ihrem Sohn Patenonkel bin. Ein schlagartiges schlechtes Gewissen überkam mich, da ich mich schon so lange nicht gemeldet hatte, und ich rief sie an. Wir verabredeten uns spontan für den Abend.

Der Garten von der B. liegt nicht direkt am Haus sondern man muss um den Häuserblock herum gehen und dann durch mehrere kleine Nachbargärten durchschreiten bevor man in einem kleinen verwunschenen naturbelassen Garten ankommt mit alten Bäumen. Irgendjemand hat dort vor Jahren Klatschmohn gesät, der immer wieder kommt.

Die erste Frage des kleinen C. an mich war ob ich inzwischen besser Fußball spielen könnte. Fußball ist zur Zeit sehr bei ihm angesagt und er ist ein glühender Anhänger von Ronaldo. Nun ja.

Und während wir gemütlich draußen saßen mit Crémant, hüpfte der kleine C. dem Ball hinterher.  Wir tranken auf des Leben, auf das schöne Wetter, gesunde Kinder und überhaupt alles Gute was uns im Leben geschenkt wurde.

Erste und letzte Vorstellung

Ich hatte beschlossen am Morgen noch wegen ein paar Einkäufen doch schnell nach Trier zu fahren. Doch nach der längeren „Tagung “ am Abend davor (ich lag erst um gegen halb drei im Bett!!!) ließ ich es bleiben.  Ich las im Internet und stellte im Kopf eine Liste zusammen mit all den Dingen die noch erledigt werden müssen.
Ich gab meiner Haushaltshilfe noch ein paar Anweisungen und eine Liste an unerledigten Dingen die ich selbst aus Zeitmangel und Prokrastination nicht gemacht habe. So zum Beispiel der großen Spinnenparty in kleinen Keller ein Ende bereiten.

 

Am Abend dann die Premiere von Die Nacht vor Crécy im TNL. Es war ein schöner Abend in dem ich seit langem mal wieder ein sehr liebe Arbeitskollegin traf, die das Stück für die nächsten Vorstellungen übernehmen wird. Darum auch die Überschrift erste und letzte Vorstellung. Ich werde ab Samstag für eine Weile im Süden Frankreichs sein.

 

Dienstag & Mittwoch

Während den Endproben wird es immer etwas ruhiger hier.

Zudem gab der Dienstag nicht so viel Blogtaugliches her. Am Abend nach der Probe die leicht nervig war hatte ich Lust auf ein Glas Wein. Ich wollte zudem allein sein.  Ich fuhr entgegen meiner Gewohnheit ins Renert.

Es war insgesamt ein ruhiger Abend in der Stadt. Auch auf der immer recht gut besuchten Terrasse des Renert war es ruhig. Ich überflog die Überschriften der Tageszeitung. Am Tisch neben mir saßen vier Anzugträger im in meinem Alter und drüber. Zu Anfang hörte ich nicht weiter hin doch dann drehte ich mich um und sah zum Tisch hinüber. Ein Großteil der ADR Mischpoke  saß da.  Ab da konnte ich mich soviel anstrengen wie ich wollte ich bekam jedes Wort mit. Einer der Kläger von dieser Geschichte saß mit am Tisch.  Zu gerne hätte ich den Herren den Abend ein wenig versaubeutelt, aber ich war zu müde.

***

Am Mittwoch dann Generalprobe. Sie lief sehr glatt und ich kam mehr als beizeiten weg. Hier ein paar kleine Ausschnitte aus den Fotos die ich für die Maskenbildnerin machte, die das Stück nächste Woche übernehmen wird.

Die Narbe  sieht sehr fake aus, und für einen Film würde sie auch nicht durchgehen. Doch da ich erstens nicht die Zeit hatte, und auch vom Budget her nicht genug da war, musste eine Narbenplastik ausreichen. Ich hätte sie auch einfach nur aufmalen können, doch dann hätte ich den 3D Effekt nicht.

 

Später dann fuhr ich noch kurz in Rooftop, weil ich den F. noch einmal sprechen musste. Es wurde ein viel zu langer lustiger Abend mit unter anderem,  einer belgischen Journalistin, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte.  Thematik war die sehr außergewöhnliche ur-luxemburgische Mehrsprachigkeit, mit der sie auch nach 25 Jahren immer noch hadert.  Sie versteht sehr gut Luxemburgisch aber das Sprechen macht ihr immer noch Schwierigkeiten.
Am schlimmsten wären die Worte Uhr, Haare, Ohr und Hure, die auf Luxemburgisch sehr ähnlich klingen.
Auer ist Uhr,  Hoer ist Haare,  Ouer  ist Ohr,  Houer ist Hure.
Es mache sie wahnsinnig. Es gab in dieser Hinsicht auch schon böse Versprecher, denn schöne Haare und schöne Hure als Kompliment liegen weit auseinander.

Wattebällchen & Arbeit

Das dumpfe Gefühl, so als ob der Kopf mit Wattebällchen gefüllt wäre, war auch noch am Morgen nach der Migräne vorhanden. Da der Schmerz weg war, konnte ich gut damit leben. Ich wurschtelte ein wenig zu hause herum und räumte alles weg was gestern auf besagten Gründen liegengeblieben war.

Ich setzte noch ein paar berufliche Termine für die Woche fest, da sich die Theatersaison ja dem Ende zuneigt und vieles noch vorbereitet werden muss wenn es im September wieder losgeht.

***

Am späten Nachmittag dann Arbeit am Theater, die Spaß machte. Doch ein paar kleine Änderungen wird es doch noch geben.

Der Geburtstagsfeier zweiter Teil

Am Donnerstag hatte die N. den Tag bereits ein wenig gefeiert. Ich berichtete darüber. Doch am Sonntag sollte dann die etwas größere Feier stattfinden, mit allen Geschwistern und deren Anhänge. Die N. hatte mich auch dazu geladen.
Es sollte ein Grillparty werden, und ich hatte versprochen, dass ich etwas zum Nachtisch beisteuern würde. Wenn ihr mir auf Twitter oder Instagram folgt habt ihr es schon gesehen.

Da ich die Anzahl der Personen nicht genau wusste war ich nicht sicher wie groß ich die Torte machen sollte und nahm die Form eine Nummer größer. Der Rhabarber Belag wurde dafür ein wenig dünner. Das mit den Erdbeeren war eine Idee die ich bei Sally gesehen hatte. Zudem mussten die Erdbeeren weg.

Und so traf ich an dem Nachmittag eine Familie wie ich selbst nie gekannt habe. Die N. hat drei Geschwister.  Ein ältere Schwester, ein jüngeren Bruder und eine sehr viel jüngere Schwester. Gefeiert wurde bei N. s‘ Bruder, der ein Haus etwas abseits der Stadt hat, mitten im Grünen, zu zusammen mit seiner Frau und seiner dreijährigen Tochter.
Ich kenne die Familiengeschichte weitgehend (die so manche Tiefpunkte hatte)  und die vier halten zusammen wie Pech und Schwefel auch wenn ab und an die Fetzen fliegen, wie in jeder guten Familie.  Es war eine etwas größere Runde.

 

 

Am frühen Abend dann, kurz bevor wir zurück fuhren, verspürte ich einen altgewohnten Schmerz im Kopf, den ich als Migräne deutete. Ich deutete richtig denn als ich Zuhause war, ging gar nichts mehr und ich musste mich sofort ins Bett legen. Es ist seit Jahren  das erste mal dass ich wieder so niedergestreckt wurde.  Sehr viel später so gegen Mitternacht (ich hatte zwei Tabletten genommen) überlegte was die Ursache gewesen sein könnte.  Ich kam zum Schluss dass es wahrscheinlich eine Kombi von zu wenig Wasser und dem Roséwein gewesen sein musste, den ich bis dato noch nicht kannte.

 

Die graue Eminenz

Ein langer arbeitsamer Freitag, der seine wohlverdienten Früchte trug und ich kann ruhigen Gewissens in Wochenende starten. Ich wollte nämlich den Samstag frei haben, da ich einer Einladung nicht fern bleiben wollte. Aber dazu mehr morgen.

Ich startete den Tag so:

Wenn man den Tweet öffnet sieht man das ganze Foto.

Das Wetter war sehr angenehm am  Nachmittag als ich aus den dunklen Theater herauskam. Ich kam an der Bonomeria vorbei. Ganz ehrlich, ich kann dort nicht einfach so vorbeiziehen und KEIN Eis kaufen.  Es würde sehr viel Kraft kosten, und der Mensch ist bekanntlich so konzipiert den Weg des geringeren Widerstandes zu gehen. Ich bin da keine Ausnahme.

Da noch so schönes Wetter war, beschloss ich noch einen Spaziergang durch die Innenstadt zu machen. Ich setzte mich im Renert auf die Terrasse und las die letzte Ausgabe vom New Yorker die ich am Morgen aus dem Briefkasten geholt hatte. Ich habe mir seit einer Weile angewöhnt als erstes die ausführliche Kinokritik zu lesen. Es überraschte mich sehr dass sie den  Film Rocketman über Elton John gut fanden, da  ich der vorgefassten Meinung war, es wäre wieder so ein  ‚weder Fisch noch Fleisch‘  Film.

Per Instagram versicherte man mir dass ein Apéro um 17:15 nicht zu früh ist. Doch wie man auch auf dem Foto oben erkennen kann, schlug das Wetter langsam um und ich ging nach hause.

Eine Verabredung für den Abend zerschlug sich, was mich ein wenig traurig machte und ich mir die Frage stellte ob ich diese Bekanntschaft/Freundschaft überhaupt pflegen will / soll / kann…  Kennt ihr den Begriff aus dem englischen ‚He’s a fruit fly’…?  Das bringt es sehr genau auf den Punkt.
Da ich aber die Tischreservierung nicht absagen wollte ging ich alleine hin und gönnte mir:

Ja genau so!

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Und Nicholas Sparks kann mir jetzt auch den Buckel runterrutschen, (obwohl er davor mit seinen Liebesromanen mir auch nicht den Buckel hochgekrochen ist)

Nicholas Sparks tried to prevent a “gay club” at the Christian school he founded.

Dabei habe ich ernsthaft versucht vor gefühlten 100 Jahren mal etwas von ihm zu lesen. Dabei habe ich gelernt dass ich Schmalz lieber esse als lese.

***

Leichte Sprache & Tony Awards von letzter Woche

https://twitter.com/Mareicares/status/1139470578509918208

Der Tweet ging heute ein wenig viral in meiner Twittertimeline und finde die Idee großartig.

Ich werde das auch machen. Ich schreibe heute einen Text in ‚Leichter Sprache‘.
Heute  ist Samstag. Als ich heute morgen aufstand regnete es ein wenig.  Doch dann waren die Wolken weg. Ich gehe zum Markt.  Ich kaufe ein Glas Marmelade, ein paar Aprikosen und Rhabarber. Beim Bäcker kaufe ich noch ein Dinkel Brot. Die M. und die K. sind auch auf dem Markt. Wir setzen uns auf die Terrasse im Café, gleich neben dem Markt. Wir trinken Kaffee. Auch der B. kommt und setzt sich dazu.  Die Sonne scheint. Es ist schön draußen zu sitzen.  Die K. die M. der B. und ich haben uns immer viel zu erzählen.  Wir sitzen eine gute Stunde lang und reden und reden…

Und hiermit endet der Text in ‚Leichter Sprache‘.

Versucht es selbst einmal. Es ist gar nicht so einfach.

Wo war ich…? Ach ja, auf dem Markt!  Das Foto oben ist eines vom letzten Jahr. Denn die Ecke sieht zur Zeit sehr viel baustelliger aus.

Am Abend dann eine kleine Stippvisite im Bovary mit der N. die nach endlosen Besprechungen große Lust auf einen Drink hatte.

***

Letztes Wochenende fanden die Tonys statt. Wieder mit dem grandiosen James Corden.  Wenn jemand „es“ kann, dann er.

Die Ouvertüre:

 

Den Gesichtsausdruck üben wenn man den Tony nicht bekommen hat:

 

Und eine Performance in einer Werbepause die man nie gesehen hätte, wenn James sie nicht in der Late Late Show gezeigt hätte: