Warmer ruhiger Sonntag

Vorgestern Abend saß ich noch lange draußen und fühlte mich pudelwohl auf meinem kleinen Balkon. Irgendwann wurden die Geräusche vom Marathon weniger und es wurde dunkel und still.

Irgendwann in der Nacht wachte ich auf und kam nicht mehr zur Ruhe, setzte mich noch einmal hinaus und betrachtete die Sterne. Es war so warm und lauschig dass ich nicht mal etwas zum überwerfen brauchte.  Nachts, nackig auf dem Balkon, war auch eine Premiere.

***

Am Morgen dann ein paar kleine Schleierwolken Himmel. Mit einem Flieger denn ich aber nur wenig hörte weil der Wind in die entgegengesetzte Richtung blies. Die Schleierwolken sind im Header, der von Klick zu Klick immer wieder wechselt. Es wurde ein genau so schöner und warmer Tag wie gestern.  Ich wurschtelte ein wenig im Haushalt herum und las viel im Internet.  Durch den uns allen bekannten Umstand der unsere Bloggerwelt zum beben brachte, erfuhr mein Blog einen gewaltigen Aufschwung an Klicks und Besuchern. Doch ich wünschte es wäre nicht so, zumindest nicht aus diesem einzigen Grund… Nun ja.

Zum Mittag gab es hausgemachte Rindfleisch Bifana (ohne Brot) mit Grillgemüse. Die Bifana brutzelte auf den Elektrogrill, das Gemüse in der Küche in der Grillpfanne. Anschließend hatte ich tierisch Lust auf Eis. Doch ich war zu faul um den sehr rudimentären Schlabberlook gegen etwas präsentables  auszutauschen und so holte ich die Eismaschine hervor und machte mir selber welches.

Es wurde Vanille Eis was aber nicht so aussieht weil ich Muscovado Zucker genommen hatte der sehr aromatisch ist und der Vanille noch mal ein gewisses Extra verleiht. Das Eisrezept selbst findet ihr hier.

 

Ein heißer 1. Juni

19:30
Ich sitze in der Abendsonne auf dem Balkon, ich höre die Nachbarn über und unter mir, sie sitzen auch alle draußen. Es ist still in der Stadt. es fahren kaum bis gar keine Autos. Es ist ING Nacht Marathon. Doch plötzlich kreisen ein paar Hubschrauber über dem Viertel und zerstören die Idylle.

Ein heißer Tag ,in vielen Hinsichten.

Ich musste früh raus da ich einen Termin wieder weitab draußen hatte. Ein Hochzeitspaar das hergerichtet werden wollte.
Ich schrieb der gestrigen Eintrag zu Ende, den ich jetzt als ein wenig zu emotional empfinde, aber ich lass ihn jetzt so.
Ich kaufte mir zuvor aber den Spiegel, den es in Luxemburg immer erst ab Samstag gibt und nicht wie in Deutschland schon weitgehend am Freitag. Die Online Ausgabe wollte ich gestern nicht, mit all dem Gefriemel das es bedeutete hätte ihn auf’s iPhone zu laden.  Zudem war ich mit Freunden im Rooftop, die sehr wohl wissen dass sich ein Teil meines Lebens im Netz abspielt, aber ich wollte mich auch nicht völlig aus dem Gespräch ausklinken. Ich hätte es sehr unfreundlich empfunden.
Ich überflog den Artikel schnell und merkte dass ich mich damit eingehender befassen muss und nicht jetzt schnell im Vorbeigehen bevor ich eine Stunde Autofahrt vor mir habe.

Es wurde ein langer Vormittag und Mittag.  Das Brautpaar war, verständlicherweise sehr aufgeregt. Ich versuchte alles in meiner gewohnten Ruhe zu tun und beide (ja auch der Bräutigam) waren  im Stuhl während des Schminkens sehr entspannt. Das Auto das sie zur Kirche führte war aufgehübscht. Ich befestigte noch den Schleier fuhr ihnen noch bis zur Kirche hinterher, richtete noch einmal die Schleppe der Braut, bevor sie zum Altar schritten, und der Auftrag war erledigt. Ich fuhr zurück.

***

In der Twittertimeline war das Hauptthema natürlich die gestrige Read On Affaire. Ich las den Spiegelartikel in aller Ruhe.
War ich mit dem was ich gestern geschrieben hatte töricht? Nein. Ich stehe nach wie vor dazu. Ich begreife aber jetzt das Ausmaß der Lügen- und Phantasiekonstruktion das sie aufgebaut hat. Dass musste irgendwann zusammenbrechen.  Doch hat  sie letztendlich niemandem geschadet als nur sich selbst und ihrer Familie.
Und wer mir jetzt das moralische Ausmaß von dem Schlamassel erklären will: danke ich habs  verstanden!  Und doch empfinde ich Mitleid mit ihr.

Nachtrag: Im Übrigen finde ich von so manchen bei Twitter wie in manchen Blogs und in deren Kommentaren, dieses unablässige Nachtreten und noch einen draufsetzen und noch einen und und,… als höchst widerlich und unangenehm! Ich hoffe dass diejenigen ihren eigenen hohen moralischen Ansprüchen immer selbst gerecht werden und nie die Lage kommen, eines Tages vor dem eigenen Abgrund zu stehen.

Wenn man öffentlich zur Schlachtbank geführt wird

Eigentlich….EIGENTLICH hatte ich die Idee es heute mal mit Fotos richtig krachen zu lassen. Ich wollte 12 von 12 auf die absolute Spitze treiben indem ich einen 31 von 31 machen würde.  Ich hatte auch am Morgen frohgemut losgelegt. Schießlich musste ich ganze 31 Fotos zusammenbekommen.

Losgehen sollte es mit diesen wunderschönen Schäfchenwolken, die ich früh am Morgen vom Balkon aus sah und die ich extra als Pano für den neuen Header des Blogs abgelichtet hatte.

Weiter sollte es mit diesem Bild gehen, das ich machte kurz bevor ich los ziehen wollte. Weitere Fotos sollten folgen auf dem Weg in die Innenstadt, zum Uhrmacher wegen einer neuen Batterie für meine Armbanduhr, dann später das zufällige Treffen mit der D. die ich sowieso am Nachmittag gesehen hätte. Ich hatte die Kaffeetasse im Renert abgelichtet, das Croissant bei Oberweis und das neue Baugerüst um die innerlich abgerannte Barsserie Guillaume…

Ich hatte am Nachmittag jede Menge Bilder in der Galerie 39 in Dudelange gemacht von den Kunstwerken von Pina und Jean Delvaux sowie der Malerin Sandrine Ronvaux. Ich wollte euch bis ins kleinste Detail erzählen wie es ist wenn man sich Knall auf Fall in ein Kunstwerk verliebt, was das im  Inneren auslöst.

Ich wollte euch Bilder zeigen vom Rooftop in dem ich am Abend war und den „Planchette“…

***

Nein, ich werde euch etwas ganz anderes erzählen.

Als ich im Rooftop war erreichte mich eine SMS ob ich schon DEN Speigel Text gelesen hätte. Nein hatte ich nicht. Ich hatte den ganzen Tag nicht weiter in meine Twittertimeline geschaut. Die SMS schien sehr dringlich und ich wurde umgehend mit Links versorgt.  Und dann explodierte mir der Schädel.

Bloggerin täuscht Leser, Medien und Yad-Vashem-Archiv

Es geht um einen Artikel der 2017 in der Zeit erschien und von dem sich die Zeit bereits distanzierte. (Achtung, dieser Link ist nur noch wenige Tage verfügbar)

Wir haben 2017 einen weitgehend erfundenen Gastbeitrag veröffentlicht. Wie konnte es dazu kommen?

Ihr Blog Read On My Dear, Read On ist auch geschlossen.

***

Inzwischen ist es Samstag Morgen.
Alles das was oben steht habe ich am Freitag Abend geschrieben. Ich musste aufhören denn ich war sehr müde und mir drehte sich der Kopf.  Doch ich wollte einen klaren Kopf haben um  folgendes zu schreiben:

Die Bloggerin um die es sich handelt ist Fräulein Read On.

Liebes Fräulein Read On,

Ich hoffe dass du das hier liest.
Ich durfte dich letztes Wochenende an Rosentag kennenlernen. Du kamst etwas später und plötzlich standest du da, vor mir am Eingang und wir vielen uns in die Arme. Wir hatten uns noch nie vorher gesehen. Allein der Moment war es Wert gewesen den langen Weg nach München zu fahren.
Ich möchte dass du weißt dass, egal was an dieser ganzen Geschichte dran ist oder nicht, dass du Freunde hast dir zu dir halten.
Ich bin einer davon.
Ich will nicht wissen wir dir zumute ist, so öffentlich zur Schlachtbank geführt zu werden. Allein der Gedanke daran treibt mir die Tränen in die Augen, ich fühle mich hilflos, fassungslos, machtlos, ich bin wütend und traurig zugleich.  Ich kann nicht glauben dass du ein so schlechter Mensch bist. Und selbst wenn es auch nur in Teilen wahr ist, Freunde sind nicht fehlerlos und Freunde sind füreinander da, in guten wie in schlechten Zeiten.
Wenn ich irgendetwas für dich tun kann, egal was, bitte lass es mich wissen. Du weißt wie du mich erreichen kannst

Herzlichst
Joël

Aus dem Familienalbum 19 & Mixtape

Ein sehr ruhiger Tag. Blogs gelesen selbst gebloggt und dafür Fotos eingescannt für die Familienalbum Reihe:

Sommer 1985 in Wien vor dem Belvedere. Der langjährige Briefreund meiner Mutter, mit dem sie bis zum Schluss Kontakt hatte, machte das Foto. Es war der Sommer of a lifetime.
Im gleichen Jahr im Herbst sollte sich alles für mich ändern…

Das Foto wurde bei Chantal im Wohnzimmer gemacht. Wann genau weiß ich nicht mehr, aber so um die gleiche Zeit.  Das mit den Dauerwellen hörte nämlich nachdem ich die Lehre als Friseur begonnen hatte auf. Ab da hatte ich glatte Haare oder den berühmten Grace Jones Haarschnitt.

 

Das Poster vom Andreas Vollenweider das ich am Abend der Konzertes in Luxemburg kaufte. Es war das dritte Album Musikers der die elektrische Harfe erfand, und somit ist das Jahr auch klar. 1984  Mein letztes Schuljahr im LTC.  Ich war 17.
Und wenn ich beide Fotos anschaue müssen sie gleichen Abend entstanden sein. Der gleiche Schal und die Locke vorne auf der Stirn fällt genau gleich.
(Der Maskenbildner der zu viele Filme gedreht hat und immer auf  ‚Anschlüsse‘ achten muss,  lässt grüßen )

***

 

 

Ich fand eine alte Liste wieder. Tief unten in einem Schuhkarton unter einem Stapel Fotos und Negative kam sie zum Vorschein, von denen ich euch oben ein paar davon zeigte.
Es ist meine Schrift.  Es war die Zusammenstellung eines Mixtape. Ich war damals ziemlich gut darin. Ich wurde oft, manchmal auch von Wildfremden gefragt ob ich ihnen nicht ein Tape machen würde.  Manchmal sagte ich ja, sehr oft aber sagte ich nein. Ich tat es nur für Leute die ich wirklich mochte. Und von Grad des Mögens machte ich die Länge des Kassette abhängig. 90 Minuten war Standard. 60 Minuten wenn ich sie weniger mochte. 120 Minuten wenn es Freunde waren.

Für wen ich die Liste oben machte, weiß ich nicht mehr. Sie muss aber 1989 oder Ende 1988 entstanden sein. Sie ist ein bisschen wahllos zusammengestellt.  Denn darunter befinden sich ein paar kleine Schätze aber auch ein paar sehr seltsame Stücke. Die Songs müssen es aber alle Maxi-Singels gewesen sein. So weiß ich dass  ich den sehr schrägen Song von Jean-Paul Gaultier nur in der Maxi-Version beasß. Und dann den letzten von Phil Fearon konnte ich mich gar nicht mehr erinnern.
Ihr wollte sie alle hören? Ich habe sie bei Youtube in der gleiche Reihenfolge zusammengestellt.

***

Ein schon etwas älteres Podcast gehört. Gerburg Jahnke in der Sendung Querköpfe vom DLF.
Sehr schön und viel gelacht.  Hier erklärt sie auch warum sie bei der Laydies Night  nach elf Jahren aufhörte, und die Gründe, finde ich, sind sehr nachvollziehbar und verständlich.

Sitzung, Haarrettung, Sendung & Kirschen

Ich ließ den Morgen langsam angehen. Blogs lesen und selber bloggen. Zudem musste ich mich auf eine längere Sitzung  für den Nachmittag vorbereiten.
Es ging, ohne dass ich jetzt zu viel verrate, um Esch 22. (Für alle meine nicht-luxemburger Leser: Esch 22 ist der gängige Begriff für das europäische Kulturjahr 2022 das in der zweitgrößten Stadt des Landes Esch-sur-Alzette stattfindet und alle Gemeinden im Süden miteinbezieht) Es ging um Kriterien, Zuschüsse und Deadlines. Alles wichtig, staubtrocken und langweilig und was keiner sieht und hört, das aber ein Großteil der Arbeit hinter den Kulissen ausmacht wenn man, wie ich, dem Vorstand einer Künstlerplattform angehört.

Am frühen Abend rief die D. völlig entgeistert an, weil sie bei ihrem Friseur ihres  jetzt  Un-vertrauens eine andere Farbe aufgetragen hatten, mit dem Resultat dass sie jetzt so gelb wie ein Kanarienvogel aussieht. Ich beorderte sie sofort zu mir nach hause um zu sehen was noch zu retten ist.
Letztendlich war es nicht so schlimm wie sie dachte. Die noch sehr junge Friseurin hatte ihr die Haare wie einem Schaf geföhnt und als ich bis Hand anlegte war es besser. Ich gab ihr ein paar Tricks mit auf den Weg wie sie das mit dem gelb in den Griff bekommt.

Nach einem Apéro im Rooftop und einem Abendessen im Grünewald war die Welt wieder in Ordnung.

***

Ich hatte völlig vergessen euch den Link zur meiner letzten NO ART ON AIR Sendung zu geben:

Ich stellte Vivian Meier vor, die ich wahrscheinlich vielen von euch nicht mehr vorstellen muss, denn im Netz ist die Frau inzwischen keine unbekannte Größe.
Wer sie noch nicht kennt: aber der 24:40 Minute.

***

Und dann wären da noch die Freiburger Kirschen die ich auf Drängen der C. mitgebracht habe. Zu Anfang wollte ich nicht, sah sie aber dann im Café Schmidt im Laden und kaufte eine Kiste mit 10 Stück.  Die Kirchen werden mit Stiel und Stein ein Jahr lang in Schnaps eingelegt, dann wieder herausgefischt und einzeln mit einer dunklen Schokoladencouverture überzogen.
Ich wusste nicht dass man eine der sieben Todsünden so einfach in einer Konditorei in Freiburg kaufen kann.  Wer sie einmal gekostet hat wirft „Mon Chéri“  in den Müll !

Noch ein Shoppingcenter

Alexas_Fotos / Pixabay

Die erste Nachricht die ich am Morgen las, war, das noch ein Shoppingcenter in Luxemburg eröffnet hat. Noch größer und bombastischer als alle anderen zuvor. Es soll von der Quadatmeterzahl her, der größte in Luxemburg sein.
Nun wusste ich schon lange dass er kommen wird. Er steht in dem neuen sehr umstrittenen Teil der Cloche d’Or, der, wenn einmal ganz fertig gestellt ein künstliches scheußliches Monstrum sein wird, das  die angrenzenden Autobahnen noch mehr belasten wird als sie es eh schon sind, denn das Mobiltätskonzept hingt der Chose sehr hinterher.
So wird die Trambahn diesen Teil von Luxemburg voraussichtlich erst 2025 erschließen!
Zudem sind solche riesigen Zentren mit 36.000 Quadratmeter Geschäftsfläche absolut nicht mehr der Zeit angepasst.  Der Trend, den ja alle befürworten, geht immer mehr hin zu kleineren Läden die mit dem Rad oder zu Fuß in den eigentlichen Wohnvierteln gut zu erreichen sind.  Also genau das Gegenteil.
Man munkelt auch schon dass es ein ähnliches Desaster werden wird Shoppingcenter Belval Plaza im Süden des Landes das groß angepriesen wurde aber kein Mensch ging hin. Fazit: nach einem guten Jahr schlossen viele Geschäfte ihre Türen.
Werde ich hingehen? Ich denke eher nicht.

***

Den Nachmittag verbrachte ich mit einem Fotoshooting in einer  kleinen Kirche, weitab von Schuss in Deutschland in einem winzig kleinen Dorf bei Bitburg.  Es dauerte dann doch etwas länger als ich gedacht hatte. In der Kirche selbst waren einige interessante Fresken an der Decke von einem mir unbekannten Maler. Die Gesichter sahen ziemlich modern aus.
Bei diesem Fresko aber musste ich unweigerlich schmunzeln.  Der Löwe hat sehr… menschliche Züge.

 

Von München nach Luxemburg

Das Hotel war fast leer.  Kurz vor 8:00 Uhr war ich der einzige im Frühstücksraum.  Ich überflog noch einmal die Beiträge der Tage davor im Blog im merkte dass ich da vieles nicht verlinkt hatte. So zum Beispiel das Hotel Augustin oder die alte Kongresshalle in der das große Fest stattfand.
Ich ich fuhr zeitig los und geriet glücklicherweise in keinen Stau, was erstaunlich war, denn auf der Gegenfahrbahn sah ich mehrere Unfälle und Baustellen.  Überhaupt war die Fahrt sehr ereigenislos aber auch sehr lang. Mit zwei Pausen, die eine 30 Minuten, die andere 15 Minuten, brauchte ich doch gute sechs Stunden.

Am Abend sah ich die A. und die N. samt Pablo und wir saßen auf der Terrasse des Hotels Parc Belair, die jetzt, da alles grünt und blüht, eine der schönsten im meinen Viertel ist. Die A. hatte miese Laune was die N. und ich aber in Griff bekamen.  Es war ein sehr lustiger Abend der damit endete, dass die A. , die uns angeboten hatte und nach hause zu fahren. wegen einer selsamen Baustelle plötzlich auf der Autobahn Richtung Esch landete und eine gewaltigen Umweg fuhr.
Wir haben Tränen gelacht.

Der Tag nach dem Rosentag

Am Vorabend ratzte ich sofort weg. Es war ein langer Tag gewesen mit langer Fahrt und irrer Party. Da ich alkoholmäßig nicht übertrieben hatte stand ich am morgen auf als ob nichts passiert wäre. Und war kurz nach neun am Frühstücksbüffet.

Eigentlich sind Frühstücke im Hotel auf Reisen vergebene Liebesmüh, da ich morgens nicht viel wenn überhaupt etwas esse. Doch ich probierte das Bircher Müsli auf das ich noch ein wenig Obstsalat tat. Es schmeckte sehr gut.

Ich bloggte den über den Rosentag  und machte mich auf den Weg zum „Day-after-Frühstück“. Eine wunderbare Idee, weil man den gemeinsamen Abend noch einmal Revue passieren konnte und sich erkundigen konnte,  wer denn dieser oder jener gewesen war, den man nicht erkannt oder zeitlich nicht kennengelernt hat.

Das Frühstück bestand im Wesentlichen aus richtig starkem Kaffee (der in meinem Fall bitter nötig war) und dem Anschneiden einer schönen Buttercremetorte die ein Präsent war.

Noch einmal mit einem Teil der gleichen Menschen vor Vorabend in aller Ruhe zu plaudern und zu lachen war so schön und so ein wunderbares Plus zur Party, dass es mir jetzt im Nachhinein fast die Tränen in die Augen treibt vor Rührung.

Selbst heute in Zeiten von Hatespeach und intelligenzlosem Trollgebaren, ist das Internet immer noch ein guter Ort in dem es viele Menschen gibt die so großartig sind und die ich anders nie kennengelernt hätte. Sie alle hier live zu erleben war GROSSARTIG!

***

Am Abend saß ich in einem kleinen asiatischen Restaurant gleich um die Ecke vom Deutschen Museum Verkehrszentrum bei Frau Li. Nebst einem herrlichen Stück Lachs mit einem Glas Reisling, hatte ich auch gebackene Banane mit Vanilleeis.

 

***

 

Und mit diesem Foto und von dem kleinen Rosenstrauch der jeder Gast  mit nach hause nehmen durfte verabschiede ich mich von München.

Der Rosentag und die Fahrt dorthin

Letzter Morgen in Freiburg wo ich noch schnell einmal druch die Stadt huschte, und ein paar Leckereien für die Lieben daheim kaufte.

***

Wer mir auf Instagam oder Twitter folgt ist jetzt klar im Vorteil.

Ich fuhr von Freiburg nach München und nahm die C. mit:

Es war eine Fahrt ohne Stau weil die C. mich für den ersten Teil nicht über die Autobahn lotste sondern am Bodensee vorbei, bis nach Friedrichshafen und von dort aus auf die Autobahn nach München.
Es war wunderbar, die Stecke die ich schon vor etlichen Jahren gefahren war wieder zu fahren, damals als ich in Überlingen am Bodensee meine Fastenkuren absolvierte.  Wir erinnern uns.

Das mit dem Underdressed war tatsächlich auf der Fahrt lange Zeit ein Thema, weil unter #rosentag viel diskutiert wurde wer was zum dem vorgegebenen Motto „Paradiesvogel“ anziehen würde. Und während ich fuhr informierte mich die C. über neuesten Tweets darüber.

Das Hotel Augustin, das als Empfehlung auf der Einladung stand, und in dem ich so just noch ein Zimmer bekommen hatte, hat erst seit 2 Wochen geöffnet.
Gleich beim Eintreffen entdeckte mich schon ein lieber Mensch aus dem Internet, den ich bis dahin noch nie kennengelernt hatte…
Das Hotel ist so „Instagram“ hörte ich späterhin von so vielen Gästen.
Es ist Design pur aber immer im Sinne einer Nachhaltigkeit.

***

Und dann kam das Ereignis auf das ich mich so lange gefreut hatte und für das ich extra nach München gekommen war. Der Rosentag zweier sehr lieber Menschen, die inzwischen 26 Jahre zusammen sind.
Ich zog mich um und den Likes auf Instgram zufolge sah es nicht schlecht aus.

Das Foto machte ich übrigens nebenan im Hotel Krone in dem die C. logierte und von wo ich sie abholte.

Die Feierlichkeiten fanden in der Alten Kongresshalle statt.

Ein Bau aus den 60er Jahren im wunderschönen Designelementen wie ich sie heiß und innig liebe. Der gewaltige Kronleuchter zum Beispiel:

 

Ich habe nur ein paar wenige Fotos gemacht, da den ganzen Abend eine Profifotografin zugegen war und den ganzen Abend dokumentierte.  Zudem war es eine private Feier und nicht die re:publica und es waren auch viele Gäste da, die nicht so ein explizites Leben im Netz führen wie ich das tue.
Ich habe getanzt wie ein Wilder, viel gelacht und viele nette Menschen kennengelernt, die ich schon lange aus dem Internet kannte aber heute zum ersten Mal live und in Farbe sah.

Doch ein Foto von Joël in Action gibt es noch:

Die Picasso Ausstellung in Basel

Fast hätte ich sie nicht gesehen. Denn am Tag zuvor war ich noch sehr unschlüssig.

Und dann fuhr ich doch hin. Die C. hatte mir sehr ans Herz gelegt nicht mit dem Auto hinzufahren sondern mit dem Zug von Freiburg aus, denn prakplatzmäßig ist es rund um die Fondation Beyeler sehr schlecht bestellt. Das tat ich dann auch.

Es ist mit Abstand die beste Ausstellung die ich dieses Jahr gesehen habe. Picassos Frühwerke, vor allem die aus der blauen Periode waren sehr beeindruckend und gingen mir sehr nah.

Und anstatt jetzt noch viel Text zu schreiben zeige ich euch die Werke, denn man durfte bis auf wenige Ausnahmen vieles ablichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Bild „Das karge Mahl“ ist mein Liebling und ist ein Druck, eine Technik die Picasso nicht sehr häufig anwendete.

Ich wanderte anschließend durch die sehr schöne Parkanlage der Foundation und ließ das Gesehene erst mal sacken. Die Säle waren wie erwartet proppenvoll und ich brauchte ein wenig Ruhe. Ich entdeckte auf dem „Hasen“ im See jemand auf seinem Ohr der sich auch gerne zur Schau stellt.

Heute, Samstag, sollte eigentlich der letzte Tag der Ausstellung sein, doch sie ist noch bis zum 16. Juni verlängert worden.

Wenn ihr die Gelegenheit habt, unbedingt herkommen! So viel Picasso gibt es so schnell nicht noch einmal!

***

Am Abend führte mich die C. (die es sich zum Ziel gesetzt hat mich in die hässlichsten und zugleich leckersten Restaurants von Freiburg zu führen) zusammen mit ihrem Mann R. in ein Restaurant das eigentlich ein italienischer Supermarkt ist. Im hinteren Teil des Ladens sind eine ganze Reihe von Tischen und Stühlen aufgestellt in mitten der Regale. Es ist jeden Abend voll bis unter die Decke voll und man muss ein Tisch reservieren.

Ich hatte die beste Pasta seit Jahren.

Freiburg

Dieser Turm steht in der Stadt in der mich jetzt befinde.
Freiburg.
Ja, schon wieder Freiburg.
Man scherzte schon wann ich herziehen würden, da ich in so kurzem Abstand zweimal hintereinander hier bin.

Dieser Zwischenstopp in Freiburg sollte eigentlich in Basel sein,  doch da sich einige Dinge terminlich bei an deren Leute so sehr verschoben hatten, machte es für mich keinen Sinn, alleine in Basel zu übernachten, wenn ich Freiburg Freunde habe. Geplant hatte ich ebenfalls einen Besuch in der Beieler Fontation, doch das mache ich morgen per Zug.

Ich bin wie letztes mal auch in Victoria Hotel und habe diesmal ein geniales Zimmer nach vorne raus und das sogar mit Balkon.

Ich wanderte ein wenig durch die schöne Stadt, und fand bei Breuniger noch ein schönes Einstecktuch zu meinem „Paradiesvogel-Outfit“ das ich am Samstag brauchen werde.
Am Abend dann sah ich die C. wieder mit ihrem Mann R. und wir speisten in der Küchenschelle, ein kleines Restaurant ein wenig abseits in einem früheren Vereinshaus einer Kleingartenkolonie.
Es war ein herrlich entspannter Abend.
Ich verpennte es wie gehabt Fotos von den Tellern zu machen, obwohl es sich gelohnt hätte. Doch der große Nachtischteller für drei Personen für Unentschlossene lichtete ich ab und war der absolute Hammer.

***

Freiburg hat jetzt endlich auch ein Fahrradverleih System das ein wenig anders funktioniert, als in Luxemburg. Ich versuche es morgen auszuprobieren und berichte dann.

 

 

Sonnentage & Ring

Die letzten Tage herrschte hier außerordentlich schönes Wetter.  Seltsamerweise bewegt mich das morgens zum früh aufstehen.

Ich schrieb einen Brief an den Generalstaatsanwalt. Damit hat es folgende Bewandtnis.:

Für den Tag der Europawahlen in Luxemburg werde ich nicht in Luxemburg sein. Das war schon sehr lange klar und ich stellte  per Internet auf der Seite guichet.lu einen Antrag auf Briefwahl. Doch als ich letzte Woche den Wahlzettel bekam, stand da nur darauf dass ich bitte am Sonntag in dem und dem Büro vorstellig werden sollte. Also kein Umschlag mit Wahlzettel zum Zurückschicken!  Demnach scheint der Antrag nicht durch gegangen zu sein denn.  Ich ging also zum Bürgerzentrum der Gemeinde und fragte was dann da schiefgelaufen ist, aber die konnten es mir auch nicht erklären. Tatsache aber ist dass die Seite Guichet.lu sehr umständlich aufgebaut ist und eben irgendetwas nicht klappte.  Man riet mir das nächste mal den Antrag direkt bei der Gemeinde abzugeben.

Nun gibt es in Luxemburg noch immer die Wahlpflicht, das heißt man MUSS wählen.  Das heißt wenn man alle Kriterien eines Wahlpflichtigen erfüllt und man geht nicht, macht man sich strafbar.
Also gab man mir in der Gemeinde ein vorgedrucktes Formular in die Hand das ich zum Generalstaatsanwalt schicken soll um mich zu entschuldigen.
Tja, ich hätte wirklich gerne meine Stimme abgegeben, aber Computer says no.

Am Abend schaute ich mich ein Theaterstück in der Wiederaufnahme  in Esch an.
Escher Meedchen ist ein Monodrama mit der sehr guten Brigitte Urhausen in der Hauptrolle.
Sie erzählt ihre Lebensgeschichte dem Tag wo ihre Mutter ins Altenheim kommt weil sie an einer Demenz leidet und sie die Wohnung ausräumt.
Ein sehr berührendes Stück, das mir stellenweise sehr unter die Haut ging.  Es sei noch gesagt dass Demenz nicht das Hauptthema des Stückes ist sondern etwas völlig anderes. Mehr  will ich nicht verraten, denn das Stück läuft heute noch einmal und ich kann es nur jedem ans Herz legen.

***

Ich hatte es  kurz erwähnt dass ich mir in St. Jean vor Wochen schon einen Ring bestellt hatte.  Wir erinnern uns.
Er kam letzte Woche an und sieht super aus.

Termine festzurren

Es ist nicht so leicht die Tage an denen wirklich nichts passiert, das blogtauglich wäre, etwas zu schreiben.
Ich blogge nun seit etwas mehr als einem Jahr fast täglich.
Diese Disziplin tut mir einerseits gut doch andererseits ist es sehr anstrengend,

Die letzten Tage beinhalteten viel Gerenne und Vorbereitungen für zwei Theaterstücke, die ich noch bis Ende dieser Spielzeit betreue.
Vorgesehen waren sie nicht, doch wie so oft im Leben kommt manches unverhofft.
Da ich am Wochenende zu einer Feier geladen bin, von der ich aber erst etwas erzähle wenn sie stattfindet, musste ich so einige Dinge schon im Vorfeld erledigen, vor allem terminliche Dinge festzurren. Ob das wirklich alles so bleibt bezweifele ich aber es beruhigt ungemein und ich kann am Donnerstag in aller Ruhe losfahren.

Am gestrigen Abend dann eine gemütliche Apéro Runde im Grünewald mit der A. und der N. W
ir koordinierten unsere Terminkalender für die nächsten Wochen, da sie alle gut gefüllt sind und die A. über einen längeren Zeitraum in Südfrankreich arbeiten wird. Sie musste ebenfalls alles vorbereiten für Dalton (mein Patenpferd) der nicht mitgeht sondern hier versorgt werden muss.

Auch dieser kleiner Herr mit Namen Pablo der mit zum Apéro durfte wird für eine Weile hier bleiben.  Die A. musst zuerst das Terrain  in Südfrankreich sondieren und wenn es Pablo-tauglich ist, wird er wahrscheinlich nachkommen. Bis dahin wird er von A.’s Mutter versorgt.

***

Langjährige Leser meines Blogs wissen es wahrscheinlich. Der Auslöser warum ich überhaupt blogge und das schon so lange,  ist eine Frau die ich bis jetzt noch nie persönlich kennengelernt habe. Else Buschheuer. Wer sie nicht kennt ist selbst schuld.
Ein Beitrag von ihr im letzten Süddeutsche Magazin hat mich sehr berührt, umgehauen, Gänsehaut provoziert und was noch alles so geht. Er brachte mich aber auch sehr zum Nachdenken über mich und was in meinem Leben oder in meiner Vergangenheit nicht stimmt, was ich tief vergraben habe, was ich vergessen möchte, was ich verheimliche..
Kriegerin im Süddeutsche Magazin.

Dunkle Wolken über dem Markt

Der ESC ging dieses Jahr spurlos an mir vorbei. Ich hörte mir nur das Gewinnerlied am Morgen an.

Duncan Laurence – Arcade

Nicht so wirklich ein Hit aus den Niederlanden.
Da gefiel mir der holländische Beitrag von The Commen Linetts von 2014 das mich lange begleitete (aus Gründen) sehr viel besser. Das Lied machte damals den zweiten Platz.

***

Es gibt einmal im Monat einen Sonntagsmarkt in der Stadt den man auch noch den Glacismaart nennt. Ich gehen selten hin, doch heute hatte ich Lust darauf. Ich hatte ebenfalls noch ein Einladung zum einem Nachmittasumtrunk bei B. , der sehr lustig war. Als ich dann später über den Markt schlenderte zogen sehr dunkle Wolken auf und ich beschloss dann doch früher nach hause zu gehen.

Laut mitsingen?

Ja es sieht seit gestern Nachmittag ein wenig anders hier aus. Ich wollte schon länger ein neues Theme haben.  Das ist es jetzt geworden. Es heißt Hemingway und ist im WordPress Kontingent mit dabei.
Kann aber durchaus sein dass ich wieder zu dem alten Theme ‚Moon‘ zurückkomme, das übrigens nicht mehr zu haben ist.
Wir werden sehen.

Ein kleines hin- und her auf Twitter, ob es schwule Musik gäbe, ließ mich heute morgen neue alte Musik auswählen auf dem Weg zum Wochenmarkt. Das Lied kannte ich seit seiner Erscheinung aber nicht die 12“ Version:

Das Lied dauert fast 10 Minuten und ich war sehr versucht unterwegs im Park laut mitzusingen…

Auf dem Wochenmarkt stellte ich dann erstaunterweise fest dass heute auch Straßenverkauf durch den ganzen Stadtkern war, also die Frühlingsversion Braderie am Ende das Sommers. Ich hatte das gar nicht mitbekommen. Und auf dem Rückweg kurz nach Mittag war die Stadt sehr voll, dass ich froh war als ich wieder Zuhause ankam.

***

Für den Abend hatten siech der A. mit seiner Gefährtin J. aus der „alten Heimat “ angemeldet. Der A. hatte bis dato meine Wohnung noch nicht gesehen.  Ich hatte am Morgen alles eingekauft für ein Apéro so wie es sich gehört und bereitete ordentliche Apérol Spritz vor die wir auf dem Balkon zu uns nahmen. Jedes mal wenn die beiden zu Besuch sind in der Stadt, suche ich ein Restaurant aus, das sie noch nicht kennen. Dieses mal war es die Skybar.
(Ja ich war schon war schon 2 Tagen dort! Aber wenn es schmeckt, hindert es mich nicht, zweimal in einer Woche  hinzugehen)
Der A. war ebenfalls sehr neugierig den neuen Gebäudeteil zu sehen in dem das Restaurant untergebracht ist, da er für eine der größten  Natursteinfirmen in Luxemburg arbeitet, die daran mitgearbeitet haben.
Ein wunderbarer Abend mit herrlichen Gerichten und gutem Wein.

3 Tage in Bildern

Ich merke dass ich nicht mehr dafür geschaffen bin über Stunden an einem gleichen Ort zu sitzen um an etwas zu arbeiten bei dem ich nicht mehr als die Hände bewege und der Rest der Körpers bleibt immobil.  Er zahlt es mir prompt mit Rückenschmerzen heim.
Das war jedoch der Fall:

So sah die Dread Perücke aus als sie fast fertig war.

Die N. besuchte mich an dem Abend saß neben mir und guckte mir bei der Arbeit über die Schulter.  „Ich bin froh dass ich nur Schriftstellerin bin. Ich hätte die Geduld nicht das zu tun.“ Als ich die Perücke dann endlich fertig hatte, war die Freude groß, die Schmerzen in Rücken ebenso und wir beschlossen uns etwas Gutes anzutun. Skybar.

Da die N. das Lokal noch nicht kannte und ich aber schon seit einer gefühlten Ewigkeit damit in den Ohren liege, war es für sie zugleich eine neue Entdeckung.

Wir saßen für den Apéro draußen…

… ich genoss die letzten Sonnenstrahlen bevor die Wolken aufzogen…

…und der Himmel uns wieder ein dramatisches Schauspiel von Licht und Schatten lieferte.

Zum essen gab es folgendes:

Libanesische Falafel mit eine Thaini Sauce und und indischen Kräutern.

 

Lammnuss mit Pinien- und Mandelkruste mit Senf und seinem Jus. , dazu Kartoffel Waffeln, Favabohnen und eine Soße aus Räucherschafskäse.

 

Dame Blanche 2019 von Renaud Nols

Beim Dessert war ich nicht schnell genug mit dem Foto, da die heiße sehr dunkle Schokolade erst am Tisch über ein schokoladenkuppel gegossen wird unter der sich eine gewaltige Kugel Vanille Eis verbrigt, die auf einer krümelig-knusprigen Schokoteigboden steht.

Und ich kann es immer wieder nur bestätigen. Renaud Nols der Chefkoch ist und bleibt mein absoluter Lieblingskoch in Luxemburg.
Wenn er nicht schon verheiratet wäre und Kinder hätte, ich würde ihm einen Antrag machen….

***

Am Freitag hatte ich unendlich viel Gerenne. Am Abend sah ich dann die A. die mir die neuesten Schandtaten von meinem Patenpferd Dalton bereichtete und wir gingen der laten Zeiten wegen, in die Friture Henriette, die zur Zeit wegen der Wallfahrt auf der Place Guillaume steht.

Langjährige Leser können sich vielleicht daran erinnern, dass ich ein Theaterprojekt vor vier Jahren mit dem fahrenden Restaurant hatte.  Die Frittparade 2000. Hier eine Kritik aus der Presse,

 

 

Aus dem Familienalbum 18

 

Auf diesen Fotos erkenne ich mich selbst kaum wieder. Es war die Zeit der Overalls und der Dauerwellen und wir schrieben das Jahr 1985.  Beide Fotos wurden gemacht als wir mit der Schultheatertruppe ein paar Gastspiele in Wien im Rahmen der Wiener Festwochen hatten. Vor Schönbrunn, auf dem Stephansplatz, und in zwei Schulen. Und ich war 19.

Was andere nicht sehen

In manchen Dingen prokrastiniere ich gerne, zumal wenn es Aufträge sind die ich mir habe aufschwatzen lassen.
Ich hatte schon einmal vor Tagen die Perücke erwähnt die ich erstellen muss für ein Stück weitab im Ausland das ich nicht weiter betreuen muss. Ich könnte natürlich auch Mist abliefern, aber meine Berufsehre hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Gestern breitete ich alles vor und heute fing ich an.

Ich arbeitete von 9-16 Uhr fast unentwegt daran bis ich kein Gefühl mehr in den Fingerspitzen hatte. Zwischendurch lief auf dem PC mehrere Comissaire Maigret Folgen mit längst verstorbenen Bruno Crémer. Eine recht gemächliche alte Krimiserie bei der man nicht immer auf dem Bildschirm starren muss. Ich hatte schon mal erwähnt dass ich zweimal für diese Serie gearbeitet hatte in den allerersten Jahren meiner Karriere.
Die N.  rief genau zum richtigen Zeitpunkt an um mich daran zu erinnern dass am Abend die englische Version vom Word in Progress wäre. Eine sehr willkommene Abwechslung. Für gewöhnlich findet WIP immer immer Ratelach in Esch statt. Doch die für englische Ausgabe zieht sie um ins Rooftop.

Es war ein gut gefüllter Saal. Mehr als auf den anderen WIP Abenden auf Französisch oder Deutsch und Luxemburgisch, die ja öfters stattfinden.

Die letzte Vorstellung

Ein schöner sonniger Sonntag an dem ich noch einmal in die „alte Heimat“ fuhr wegen der letzten Vorstellung von diesem Stück. Ich war schon zwei drittel der Strecke gefahren als mir siedend heiß einfiel, dass ich die Tattoos für die Schlussszene vergessen hatte. Also machte ich nochmal kehrt und fuhr ein wenig halsbrecherisch zurück. Was man nicht im Kopf hat muss das Auto im Tank haben… selber schuld.
Da ich aber eh zeitig losgefahren war, kam ich mehr als pünktlich an.

Ich wollte euch noch ein Foto zeigen von der Bühne im Aufbau und wie verschieden sie aussehen kann wenn ein anderes Licht verwendet wird.

Weil ich so zeitig losgefahren war, bekam ich noch den Schnelldurchlauf mit und es bleib noch Zeit sich gemütlich in ein Café zu setzten, bevor der erste Maskentermin aus dem Stuhl saß.

In der Gelateria, zu der ich eigentlich wolle, war es brechend voll und ich setzte mich quer gegenüber ins BLS.

Es war ein schöne Vorstellung und hinter Bühne ging es sehr entspannt und lustig zu. Viele der Beteiligten sprachen mich darauf an, weil es meine „alte Heimat“ ist.
Ja, es ist sie, und wenn man einen Tag dort verbringt, mag das wunderschön sein, denn man kann sich allerhand ansehen und wandern. Doch wenn man dort 40 Jahre seines Lebens verbracht hat…

Ein Feuer & Theatervorbereitungen

Tja, am Tag nachdem ich in der Brasserie Guillaume saß, brach dort am späten Freitag Nachmittag ein Feuer im Keller in einer Dunstabzugshaube der Küche aus und verursachte ein Vertikalbrand der zum vollen Ausmaß im Dachstuhl kam.

Fotos und Film davon könnt ihr hier sehen.

***

Ich erledigte am Samstag Morgen ein paar Einkäufe die mich an der Brasserie vorbei führten und machte das Fotos oben. Von außen sieht man nicht viel, außer dass vorne der Dachstuhl ein wenig schwarz ist. Die Bürgermeisterin der Stadt sagte in einem Interview, dass der Schaden sehr hoch sei und die Brasserie für unbestimmte Zeit geschlossen sei. Es ist schon seltsam wenn eine Institution von einem Tag auf den nächsten plötzlich nicht mehr da ist.

Am Nachmittag packte ich mein Arbeitsmaterial zusammen und ich fuhr in die „alte Heimat“. Das luxemburgische Stück das im Oktober letzten Jahres Premiere hatte, wird (endlich) seine letzte Vorstellung im Trifolion haben.  Ich kenne die Spielstätte seit Jahren mit all ihren Unzulänglichkeiten und mir war bewusst, dass ich mich schon am Samstag darum kümmern müsste, obwohl die Vorstellung erst am Sonntag ist.

Die 35 Kilometer dorthin, waren wie jedes mal ein Sack voller Flashbacks, teils schön, teils bizarr und traurig.
Ich saß im Wagen, hörte DLF im Radio,  und mir war zumute wie vor dem Umzug an dem ich diese Strecke jeden verdammten Tag meines Lebens fuhr um zur Arbeit zu kommen. Der Regen hatte am späten Nachmittag aufgehört und sah die mir lange sehr vertrauten Nebelschwaden über den Feldern und Wiesen hochsteigen. Im Sonnenlicht verwandelten sie Landschaft in ein irrelas Märchen.
Vielleicht war mein Leben davor ein Märchen.. Ein Märchen das für mich, wie für viele Märchenfiguren, mit einem Alptraum beginnt…
Nur so ein Gedanke.

Ich hatte  vor gleich danach wieder zurück zu fahren, aber ich erinnerte mich an das chinesische Restaurant das ich immer dort aufsuchte, weil es eines der besten im Umkreis war. In der Stadt gibt es leider keines von diesem Kaliber. Ich ging hin. Der Besitzer schien gewechselt zu haben, denn die Frau des Hauses war nicht mehr da und es war komplett neues Personal. Man gab mir zu der üblichen Speisekarte noch zwei andere Karten dazu mit Sushi und thailändischen Gerichten, Die Art von vorgedruckten Karten auf denen die Speisen alle auf Fotos zu sehen sind, in irrelaen Farben. Mich schreckt das eher ab als dass es mich motiviert etwas davon zu wählen. Doch die eigentliche Karte hatte sich nicht geändert. Die Nems gab es immer noch und schmeckten auch so wie ich es in Erinnerung hatte.  Auch das anschließende Rindfleisch mit Zwiebeln war immer noch sehr lecker und schwamm nicht in einer dicken Soße, wie es nicht leiden mag.

Ich traf den B, wieder, ein Bekannter mit dem ich vor 20 Jahren zusammenarbeitete als ich in einer transitorischen Phase war und es mir noch nicht so klar war was mal aus mir werden sollte. Des B. sieht inzwischen zehn Jahre älter aus als ich obwohl er fast zehn Jahre jünger ist. In den paar Sätzen die wir wechselten, erfuhr ich etwas von Lungenentzündung, Herzproblemen und Dialyse.
Die Konsequenz das langjährigen Raubbau am eigenen Körper…

Und als ich zurück fuhr, wurde mir wieder einmal im vollen Ausmaße bewusst, was für ein irres Glück ich doch bis jetzt in meinem Leben hatte und dass ich instinktiv immer die richtigen Entscheidungen traf.

Calisson & Abendessen

In letzter Zeit schreibe ich etwas weniger über kulinarischen Ausflüge obwohl es die noch immer gibt, mehrmals die Woche. So war ich z.B. am am Abend nach meiner Rückkehr von Berlin in die Brasserie Guillaume, von der ich noch kurz vor meiner Abreise berichtet hatte. Es war das alljährliche Treffen mit mit Freunden die ich  nur einmal im Jahr sehe, weil sie ein Großteil des Jahres in Italien verbringen. Es sind gemeinsame Freunde der verstorbenen F. und mir.
Warum ich nicht mehr darüber schreibe hat zwei Gründe.
Erstens finde ich es mit der Zeit gähnend langweilig die Teller abzulichten wenn es nicht wirklich außergewöhnlich war.
Und zweitens sind meistens dritte Personen involviert, bei denen es immer schwierig ist sie im Blog unterzubringen.

Die A. war jedoch auch mit und brachte mir von ihrer Geschäftsreise nach Aix-en-Provence eine Kiste Calissons mit.

Ich kannte diese kleinen Schiffchen breits, hatte aber noch nie welche gegessen. Sie schmecken gut sind aber auch sehr süß.

***

Kommen wir dann zum heutigen Tag.  Ich wurstelte viel in der Wohnung herum, und zwang mich ein wenig dazu Dinge zu erledigen die noch vor der Berlinreise liegen geblieben waren.
Am Abend dann ein Wiedersehen mit der D. und J. die spontan eingeladen hatte mit in die Hostellerie du Grünewald zu gehen. Ei sehr schöner Abend mit guten Gesprächen und dem für mich zur Zeit besten Essen der Stadt.

Aus dem Familienalbum 17 & Mitbringsel

Es ist eine Weile her dass ich Fotos aus dem Familienalbum gepostet habe. Folgendes ist nicht wirklich ein Foto sondern ein Hinweisschild.

Es war auf der zweiten „Nuits du Film Fantastique“ (ich weiß echt nicht mehr in welchem Jahr das war) Aber im Jahr davor war ich von einem belgischen Bodypainter gemalt worden und die Fotografin der Revue hatte mich abgelichtet. Im zweiten Jahr dann, hatten die Veranstalter das Bild genommen und daraus ein Plakat gemacht, dass der Makeup Stand für die Partygänger in der ersten Etage wäre.  Ja, das bin tatsächlich ich!

***

Hier noch das gestern versprochene Mitbringsel:

Ja, ich habe einen Schuhtick! Aber ich kaufe nicht irgendwelche und sie müssen mir schon sehr gefallen. Zudem kann ich mit meinem hohen Spann bei weiten nicht alles anziehen. Viele Designer Schuhe sehen bei mir schrecklich aus. Aber Camper hat immer weider Modelle bei denen ich nicht widerstehen kann.

 

Re:publica: Tag 3

Ich war verhältnismäßig früh wach.

Gunter Dueck den ich schon vor zwei Jahren gesehen hatte referierte diesmal über etwas über Instinkt und wie schnell wir etwas als gut oder schlecht empfinden, was uns triggert und versuchte einen Bezug auf das Internet und seine Trolle zu ziehen. Das gelang ihm nicht so ganz aber in Teilen hatte recht. Aber Herr Dueck, ist immer eine Stunde wert denn er ist sehr unterhaltsam.

***

Das neue Abnormal: wie man gegen Hass, Falschmeldungen und Mobbing im vorgeht. Dies war ein Media Convention Beitrag, den einzigen den ich dieses mal hatte.

Die Kaltmamsell hatte mich auf diesen Talk aufmerksam gemacht sonst hätte ich ihn nicht gesehen. Letztes Jahr war Richard Gutjahr ja hier und erzählte von seinem Krieg gegen den die Trolle und Haters.
Man erzählte nicht wirklich neues diskutierte jedoch auch die Frage ob man die Plattformen auf denen es passiert wie Facebook und Youtube in die Verantwortung nehmen soll. Das wird insofern nichts bringen denn die Plattformen haben ein völlig falsches Geschäftsmodell. Hate Videos und Beiträge erfreuen sich leider großer Beliebtheit und bringen durch die geschaltete Werbung sehr viel Geld ein. Solange man Plattformen werbefinanziert sind wird sich das nicht ändern.

***

Anschließend ein Referat der TAZ das mich sehr interessierte. Durch Zufall stieß die Zeitung auf ein Dokument das sie stutzig werden ließ. Nach vielen Recherchen gruben sie langsam ein ganzes Netz aus Verschwörungen und Verstrickungen aus, die nicht komplett und explizit rechtsextrem sind, aber Teile davon sind es schon. Es geht vor allem darum den Staat zu untergraben. Schlüsselfigur der ganzen Aktion ist ein Mann der sich im Netz ‚Hannibal‘ nennt und eine Gruppe gründete die sich Uniter nennt.

Hochinteressant das ganze und durch die Verstrickungen, eine sehr weitgefächerte Organisation, die bis in die Freimaurer reicht und sogar in den Bundesverfassungsschutz.

***

Und dann ging es so langsam auf das Ende zu. Meine letztes Panel war mit Sibylle Berg und zwei weiteren Damen die aus dem neuen Buch von Berg vorlasen; GRM – Brainfuck.

Ich habe schon so viel gutes davon gehört und gelesen, dass ich es mir nun wahrscheinlich doch kaufen werde.

Die Lesung bestätigte mir dass es ein sehr düsteres fast schon nicht mehr dystopisches Werk ist.

***

Und damit sind wir schon am Ende. Die die sich erhofft hatten dass ich den Vortrag von Alexander Gerst höre ( ich selbst dachte das ja auch) werden enttäuscht sein, denn ich ging anschließend zurück ins Hotel. Ich hatte genug.

Dieser Beitrag ging auch ungewöhnlich spät online, da ich ihn erst am Tag danach morgens im Flieger schrieb und Zuhause dann noch die Fotos einsetzte.

Morgen zeige ich euch die obligaten Mitbringsel.

Auf den Youtube Kanal die re:publica sind schon jede Menge der Talks von den großen Bühnen hochgeladen dort könnt ihr sie euch ansehen.

Re:publica: Tag 2

Ich fing etwas später an, nahm aber eine Diskussion auf Stage 2,trotzdem noch so halb mit, obwohl mich nicht so sehr interessierte. Letztendlich war es auch nur eine Diskussion über politische Haltung und wie man damit Europa aus dem Dornröschenschlaf bekommt um den digitalen Vorreitern China und USA nicht das ganze Feld zu überlassen.

Das was dann kam interessierte mich sehr viel mehr.

In Cooperation mit dem ZDF der Talk „Lass uns reden“ aufgezeichnet. Thema: Das neue europäische Urheberrecht! Mit Jo Schück als Moderator und Marcus Beckedahl (dessen Referat ich gestern sah und schändlichst vergessen habe zu erwähnen) und DER Axel Voss mit all seiner herrschaftlichen Ignoranz. Der einzige was ihm zugute halten kann; er ist ehrlich und tut nicht so als ob was davon verstehen würde.

Ich möchte nicht weiter darauf eingehen denn der Talk wird in ein paar Tagen bei ZDF zu sehen sein. Ich werde ihn verlinken. Aber er ist sehenswert!

***

Anschließend lauschte ich Bernhard Pörksen (den ich auch schon letztes Jahr gesehen hatte) über Dystopien.

Es stimmte mich sehr nachdenklich bezüglich der kommenden Projekte die ich in Luxemburg haben werde. Denn im Theaterbereich ( zumindest kommt es mir so vor) werden seit einer Weile massenweise Theaterstücke produziert die nur dieses eine Thema behandeln.

***

Gleich im Anschluss erklärte uns Luca Hammer wie man Twitteranalysen macht und auswertet. Es war relativ technisch doch anhand von dem Beispiel von Nicole Dieckman und ihrem Shitstorm den ich gestern kurz erwähnte, konnte man es gut nachvollziehen.

***

Danach musste ich ein bisschen an die frische Luft.

Da das Gelände der Re:publica über die „Berlin Station erweitert wurde und das angrenzende Technikmuseum miteinbezogen wurde, war das für mich ein völlig neues Areal das erkundet werden musste.

Dort befand sich ein Lufttaxi:

***

Aber allein die frische Luft reichte nicht und ich bekam Kopfschmerzen. Ich fuhr zurück ins Hotel, warf eine Tablette ein legte mich für eine Stunde hin.

Im Nachhinein betrachtet war es das einzig richtige denn ich fühlte mich dann wie neugeboren.

Ich fuhr noch einmal zurück zur Station wegen der Twitterlesung. Jahrelang war sie von der Re:publica verschwunden. jetzt ist sie wieder da, und bleibt auch hoffentlich für eine Weile.

 

Ich habe sehr gelacht.

Re:publica 2019: Tag 1

Wer nicht nur die tägliche Zusammenfassung lesen mag sondern schneller wissen was ich hier so treibe, der folge mir bitte auf Twitter: @Joel_de_lux

Schlecht geschlafen, wegen dem letzten Espresso im Restaurant gestern Abend. Ich werde es nie lernen. Dementsprechend gerädert aufgewacht. Aber ich bin da.

tl;dr steht für too long; didn’t read. Das Bücherregal soll dazu anhalten alte Bücher (ja analoge Bücher) mitzubringen und ins Regal zu stellen und zu tauschen.

 

Großes Hallo mit meinen re:publica Damen, die C. und der Kaltmamsell.

Und dann schon gleich der erste kleine Dämpfer. Da der Bundespräsident Steinmeier gleich im Anschluss auch eine Rede hielt waren die Sicherheitsmaßnahmen um einiges höher als sonst. Und da wir uns ein wenig verquatscht hatten im Vorderbereich bekamen wir keinen Sitzplatz mehr und mussten stehen.

Gleich zu Anfang stellte er die Frage warum so etwas analoges wie ein Bundespräsident auf einer digitalen Konferenz verloren hat.

„Wir haben nur diese eine Demokratie.“ „Nicht die Digitalisierung der Demokratie sondern die Demokratisierung des Digitalen ist das Ziel.“

Der Mann ist Politiker und kann Reden halten. So viel ist klar. Aber mit vielen hatte er auch recht. Die Rede wird es sicherlich auch im Netz geben. Wenn ich sie finde trage ich sie nach.

Übrigens stellte ich am Abend fest, dass ich echt nirgendwo hingehen kann ohne dass es im Fernsehen kommt. Genau von der Stelle aus wo ich das Foto von Steinmeier machte,  wurde auch ich gefilmt und war dann Abends in der Tagesschau zu sehen.

***

Humor in den politischen digitalen Debatten

Ingrid Brodnig erinnerte mich daran dass auch ich Humor habe, dass Humor mich schon so oft im Leben gerettet hat, weil es Situationen auch oft deeskaliert. Zudem referierte sie über Memes gute und schlechte und welcher Humor inzwischen nicht mehr lustig ist.

***

Zwischenzeitlich ein Foto mit ….

MEINER Maus! Sie ist wieder da! Vielleicht sollte ich mal etwas über diesen großen allround Sympathieträger schreiben und warum ich die Maus so mag.

***

Die Relevanz einer Nachricht, darüber diskutierten Florian Klenk, Georg Restle, Marietta Slomka und Vanessa Vu

Hier wurde über ein für mich erhellendes Beispiel gesprochen, dass zur Zeit im luxemburger Europawahlkampf der der ADR in Luxemburg ein großes Thema ist: Tierschutz und wie die damit verbundene „Tierliebheit“ angesprochen und ausgenutzt wird um Stimmen zu fangen.

***

Ganz spannend auch: Wie Populisten uns auf Social Media vor sich hertreiben und was wir dagegen tun können.

Eva Horn zeigte hier ein paar Beispiele die auch mir aufzeigten wie ich auch schon  auf Hetze regelrecht hereingefallen bin oder sie mir selbst einhandelte.

***

Das letzte Panel für den Tag von dem ich mir viel versprach war: Aufräumen im Trollhaus: Hetze und Gegenrede in den Kommentarbereichen.

Die Einleitung von Marc Ziegele war vielversprechend denn er referierte über Studie von Hass- und Hetzkommentaren im Netz und wie man dagegen angeht und welche Form das haben kann.

Auch Nicole Diekmann die Anfang dieses Jahres durch einen gewaltigen Shitstorm ging, berichtete sehr sachlich und fachlich darüber, wie sie damit umgegangen ist.

Der Moderator von der Online Kommentare von Phönix enttäuschte mich jedoch weil er sich (aus Gründen) strikt an die Netiquette hält und sich auch auf die beruft wenn es brenzelig wird und auch die Gründerin des Movemtens #ichbinda konnte mich nicht wirklich von Hocker hauen.

***

Danach machte ich Schluss und ließ Sascha Lobo, der ja jedes Jahr dort ist, sausen.

Da ich zum Frühstück nicht viel gegessen hatte und sich inzwischen leichte Kopfschmerzen bemerkbar machten, fuhr ich zurück ins Hotel zog eine weitere Jacke an, ( es war inzwischen empfindlich frisch) und ging Essen.

Mittagessen im BG & Abflug

Die D. ist seit gestern aus St Jean zurück und wir wollten uns doch noch einmal kurz sehen bevor ich re:publicanisiere.

Ich telefonierte ein wenig herum weil Sonntag und Mittagessen gestaltet sich in Luxemburh ein wenig schwierig. Das BG hatte einen Tisch frei. (BG steht für Brasserie Guillaume) Ein Traditionhaus in das ich früher oft ging, das ich aber jetzt weitgehend meide, weil die Preise nur noch zum Staunen sind für das was auf dem Teller ist. Außer den Kindertellern, gibt es keine Speise unter 20€. Der Großteil liegt im 30-40er Bereich. Dabei ist es keine gehobene Gastronomie, sondern Brasseriekost.

***

Am späten Nachmittag holte mich N. ab und fuhr mich zum Flughafen. Und während der Warterei und der leichten Verspätung des Fluges kam ich endlich dazu rp19 App herunterzuladen und mir alle Talks und Vorträge anzusehen und in Ruhe auszusuchen.

Ziemlich voller aber unspektakulärer Flug nach Berlin.

Das Hotel ist seit drei Jahren immer das gleiche. Das Lindner Hotel. Und dieses Jahr habe die Punkte die ich in den letzten Jahren gesammelt habe auf den Kopf gehauen und habe zwei Tage der vier für lau bekommen.

Und was soll ich sagen; ich bin wieder in meiner europäischen Lieblingsstadt und morgen auf der re:publica 2019!

Eiskalt & traurig

Luxemburgs Innenstadt stand am Samstag irgendwie still. Die Beisetzungsfeier von Großherzog Jean fand statt. Die Zeitungen und das Fernsehen waren voll mit allen Infos von den weiträumigen Absperrungen und den hohen Sicherheitsmaßnahmen, da sehr viele gekrönte Häupter da waren. Der Wochenmarkt war bereits auf Freitag verschoben worden. Da so vieles abgesperrt war und viele Geschäfte sich dazu entschlossen gar nicht erst zu öffnen, blieb ich zu hause und kaufte nur das Allernötigste im kleinen Supermarkt bei mir an der Ecke. Zudem war schweinekalt. Es schneite, hagelte, regnete und zwischendurch schien die Sonne. Die Eisheiligen lassen grüßen.

Ich verfolgte ein wenig am Fernseher die Zeremonie.  RTL spielte zu auch viele alte Filme ein (siehe Foto)
Eine sehr schöne und sehr traurige Feier. Man sah viele traurige Gesichter, denn Jean war sehr beleibt. Wie sehr habe ich hier beschrieben.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit rumwurschteln weil es zu kalt und wechselhaft war um irgendetwas draußen zu tun. Also bereitete ich weitgehend alles vor um am Sonntag nach Berlin zu fliegen.
It’s re:publica time !

Warenkunde & Kassendienst

Kleine Warenkunde:
So sieht Kreppwolle aus wenn sie geliefert wird.

Ich sprach vor ein paar Tagen von ein Perücke die ich für ein Stück anfertigen muss das ich allerdings nicht weiter betreue. Wir erinnern uns.
Ich fuhr am Morgen die Wolle nach Trier abholen. Zum Glück habe ich dort einen Laden meines Vertrauens, zu dem ich sämtliches Material liefern lassen kann und es kostet dann nur 7€ Versand anstatt 20€, ein paar Kilometer weiter nach Luxemburg! Es ist schlichtweg Wucher was da verlangt wird!

***

Am Abend dann hatte ich Kassendienst. Wenn man Mitglied eines künstlerischen Kollektivs ist, und dazu auch im Vorstand, fallen auch Arbeiten an die nicht vergütet werden. Gestern tat ich meinen Beitrag.
Des Stück Kafkas Cave von Maskénada spielt in den langen gewölbten Gängen der Weinkellerei der Cave St.Martin in Remich. Nebst dem Empfang an der Kasse war es meine Aufgabe die Zuschauer während der Vorstellung zu begleiten, damit niemand sich verläuft und im Notfall vorzeitig aus den Kellern nach hinaus zu führen.

Ich werde keine Werbung dafür machen, denn es ist restlos ausverkauft.

***

Heute auf den Tag wäre Keith Haring 61 Jahre alt geworden. (Tweet via Anke Groener) Nachdem seine Strichmännchen ein wenig verpönt waren und er in den 90er Jahren zu sehr vermarktet wurde, ist er seit ein einiger Zeit wieder in Mode. Es nicht noch gar nicht so lange her, da besuchte ich eine Galerie die eine Retrospektive von seinen Werken zeigte, die sich in privater Hand befinden und noch nie öffentlich zu sehen waren.
Auch Lacoste brachte dieses Jahr eine limitierte Serie auf den Markt mit seinen Männchen.

Das Monopol Magazin veröffentlichte bereits 2013 einen sehr schönen persönlichen Bericht von Oliver Koerner von Gustorf .

Alles, was Haring je geschaffen hat, ist Teil einer viralen, visuellen Sprache, deren größtes Anliegen es ist, wirklich mit jedem zu kommunizieren, sich im Bewusstsein aller einzunisten.

Und bei mir sitzt er tief drin… ganz tief, ohne das ich es weiter erläutern mag.

Hufeisen, letzte Ehre & Vernissage

Es war ein Tag mit viel Abwechslung.

Gestern hatte ich kurz angedeutet, dass Dalton nun endlich auf die Weise kommt den ganzen Sommer über. Davor hatte er seinen Freilauf im Paddock.  Wenn Pferde sich über die Wintermonate nur von Stroh ernährt haben und dann im Frühjahr wieder auf die Wiese kommen, sind sie bei dem frischen grünen Gras kaum zu bremsen. Dalton ist da das beste Beispiel; er frisst wie ein Scheunendrescher. Aber Pferde bekommen bei einer zu schnellen Umstellung gerne Koliken und man muss sie langsam über mehrere Tage hinweg angrasen lassen, immer nur für ein paar Stunden. Das tat die A. auch mit viel Geduld und gestern konnte er sich dann zum ersten mal sich richtig auf der Weide austoben, und alles ging glatt vonstatten. Zu glatt…
Heute als ich dort war und die A. ihn von der Weide nahm, sah sie, dass Dalton sich einen kräftigen Hieb eingehandelt hat von einem anderen Pferd, das zudem hinten mit Eisen beschlagen war, Man sah deutlich die Nägel Abdrücke in der halbmondförmigen Wunde. Na Klasse! Pferde die zusammen auf der Weide stehen und ihre Rangordnung erst finden müssen, sollten grundsätzlich (wenn es sich um Wallache oder Hengste handelt) hinten nicht beschlagen sein, denn die Verletzungsgefahr ist zu groß. (Bei Stuten müssen es die vorderen Eisen sein)
Ich lerne jeden Tag dazu.

***

Am Abend fragte mich die N. ob ich keine Lust hätte sie zu einer Vernissage begleiten. Sie hatte eine Einladung zu Vernissage von zwei Künstlern.

Als wir dorthin gingen mussten wir am Palais vorbei bei dem eine sehr lange Menschenschlange stand um ein letztes mal dem Großherzog Jean die Ehre zu erweisen, der dort noch bis Freitag aufgebahrt ist. Am Samstag wird die Beerdigung sein.

***

In der Galerie Galerie Nosbaum Reding dann entdeckten wir zwei Künstler von denen ich die eine bereits kannte.

 

© Nosbaum Reding

Damien Deroubaix (oben) gefiel mir nicht so sehr wie die zweite Künstlerin Aline Forçin (unten) von der ich ein Werk (Foto unten) wirklich sehr mochte.

Es kommt leider auf dem Foto nicht zur Geltung, doch das Bild hat eine unglaubliche Dreidimensionalität, und man sieht plötzlich Formen und Bewegungen und es werden immer mehr je länger man es betrachtet.

***

Zum Schluss noch ein kleines Video, das ich heute fand.

Die Show Luzia vom Cirque du Soleil gastiert zur Zeit in New York und bei der Wendy Williams Show trat der wohl biegsamste Schlangenmensch auf den ich je gesehen habe. Hat der überhaupt Knochen?

Maske & Neues vom Patenpferd

Am Morgen probierte ich eine neue Tuchmaske aus. Speziell für Männer (also größer) schwarz und mit Kohleextrakt für fettigere Haut, von Garnier. Das sah dann so aus.

Und wer sich jetzt fragt wie ich das Foto gemacht habe… durch den großen Spiegel hinter mir auf der Tür, also ein Foto durch zwei Spiegel.

***

Am späten morgen führ ich dann zum Pferdegestüt in dem Dalton mein Patenpferd untergebracht ist. Heute war der große Tag wo er zum ersten Mal auf die große Wiese zu den andern Pferden durfte und es sollte spannend werden ob er sich mit ihnen verträgt.  Es ging soweit gut. (Dalton ist der kleine Pechschwarze)

Morgen mehr davon. Bin leider sehr im Stress zur Zeit.

Der Bagger der durch die Luft flog & Gedanken

Ihr müsst mir das jetzt einfach glauben dass in der Nachbarstraße dieser Riesenkran einen Bagger über das Dach hievte und hinterließ. Mit dem Foto war ich leider nicht schnell genug und der Bagger hinter der Mauer breites wieder verschwunden.

***

Der Besuch in der alten Heimat vom Vortag ließ mich lange nicht los.
Da es ja regnete war mir nicht so sehr nach flanieren. Und doch begegnete ich machen Leuten die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und alle fielen quasi um den Hals. Wie schön dass man mich auch mal wieder sieht, außer im Fernsehen. (Ach so, daher die Überschwänglichkeit…)

Als ich zurück fuhr dachte ich lange darüber nach was gewesen wäre wenn ich dort geblieben wäre. Wie wäre mein Leben weiter verlaufen wenn ich nicht vor sechs Jahren in die Hauptstadt gezogen wäre? Wie wäre es mir ergangen mit alldem was anschließend passierte? Wie hätte ich die drei Sterbefälle verkraftet der drei letzten Familienmitglieder die noch übrig waren? Wäre ich in tiefe dunkle Löcher versunken aus denen ich nie wieder herausgekommen wäre? (Davon abgesehen dass ich damals eh an einer Depression vorbeigeschlittert bin, die ich aber glücklicherweise mit ein wenig Hilfe in den Griff bekam)   Würde ich überhaupt noch leben?