Eines gleich vorneweg. Es wird die nächsten Tage etwas ruhiger werden hier. Das soll aber niemanden beunruhigen. Ich habe etwas zu viel Arbeit im Moment und wenn ich dann noch mein Blog bedienen soll, was ein sehr zeitaufwendiges Hobby ist, droht mir der Kopf zu platzen. Und das kann doch niemand wollen, oder?
Das Foto machte ich schon vorgestern. Die rue des Capucins mit Sicht auf den Weihnachtsmarkt auf der Place d‘Armes.
Der Freitag war lang, zu lang. Ich merke dass ich für solche Tag inzwischen wesentlich mehr Kraft aufwenden muss als früher. Da ich zur Zeit zwischen, nicht zwei, sondern drei verschiedenen Projekten springe, müsst ihr euch das vorstellen wie ein vierfach Schalter im Kopf. Drei Positionen für Arbeit und eine kleine Zwischenposition fürs Private.
Durch den Verkehr, den ich inzwischen regelrecht hasse, wurde ein Materialtransport von einem Theater in ein anderes zu eine Geduldsprobe, doch ich hatte mir genug Luft nach hinten gelassen, dass ich nicht in Bedrängnis kam.
Am Abend dann eine Vorstellung außerhalb der Stadt, im Norden des Landes. Es war sehr schön und die Arbeit machte Spaß. Beizeiten Schluss machen ging nicht, da ich so vielen Bekannten begegnete die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Nach der anschließenden Rückfahrt fiel ich wie ein Stein ins Bett.
Das Foto fiel mir beim Aufräumen des Schreibtisches in die Hände. Ich hatte es schon vor Monaten rausgesucht um für diese Serie einzuscannen.
Ich muss so sieben oder acht Jahre alt sein. Was mich vor allem daran fasziniert ist der Hintergrund mit der nicht so ganz aufgeräumten Kommode.
Da wäre zum Beispiel das alte graue Telefon mit Wählscheibe. Es war aus schwerem Bakalit. Eine kleines Souvenir davon habe ich am Kopf weil mir mein Bruder einmal den Hörer auf den Kopf knallte. Der Hörer blieb heil, aber ich hatte eine heftig blutende Wunde am Kopf.
Dann wäre da die Lavalampe, von der ich nicht weiß wo sie verblieb. Irgendwann waren die Dinger nämlich außer Mode, und meine Mutter hat sie, glaube ich, entsorgt. Schade, denn sie würden sich heute hervorragend in meinem Wohnzimmer machen.
Die Bilder an der Wand sind von Großmutter Marie. Ein paar davon habe ich noch. Doch den Großteil davon aber habe ich bei Auflösung des Hauses verschenkt oder verkauft.
Auf der linken Seite sieht man etwas was Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger schwer in Mode kam. Eine sogenannte Durchreiche. Dieses Loch in der Wand zum Druchreichen der Speisen und Geschirr wurde nachträglich eingebaut. Doch viel genutzt wurde sie dann in ab den neunziger Jahren nicht mehr.
Die zwei Flaschen Martini sollten eigentlich unten im Apéroschrank stehen. Aperitif gab es bei uns immer wenn Besuch da war. Und wenn es ein Foto von mir gibt war offensichtlich Besuch da.
***
Tagebuchtechnisch war es wieder so ein Tag von dem ich nicht viel berichten kann. Zuhause saß ich hauptsächlich vor dem Rechner und zermarterte mir den Kopf über ein Projekt das es erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres stattfindet.
Wettermäßig war der Tag zum vergessen. Es stürmte und regnete den ganzen Tag hindurch und ich wurde auch mehrfach nass.
Kostüme. Das ist wohl das Wort das den Tag am besten beschreibt. Es war eine fast endlose Angelegenheit und ich war am Ende ziemlich groggy. Jedoch bin ich froh alles gesehen zu haben was in den nächsten Wochen auf mich zukommt. Jetzt bin ich gefragt. Es gab eine Brille die es mir sehr angetan hatte.
Die Gläser lassen alles derart rot erscheinen dass man glaubt man sei in einer völlig anderen Welt. Wenn man sie dann auszieht braucht es eine Weile um sich wieder an der normale Licht zu gewöhnen.
Zwischendurch hatte ich noch einen anderen Termin der mich sehr runterzog, aber was soll man machen…
Am Abend war ich mit der D. verabredet und wir gingen in die Skybar. Es war üblich wow!!! Der Koch Renaud hat ein Gericht auf die Menükarte gesetzt das er früher auch immer Annexe gekocht hat. Jetzt da dort der Besitzer und der Koch gewechselt haben, kann er es wieder kochen.
Thunfisch Rossini. Ich wusste gar nicht wie sehr ich den Geschmack seiner Rossini Soße vermisst hatte.
Montag Generalprobe. Dienstag Premiere. So könnte ich die beiden letzten Tage zusammenfassen. Und wie immer kann ich dann nur wenig berichten.
Der tödliche Unfall mit dem Kleinkind auf dem Weihnachsmarkt machte weltweit Schlagzeilen. Und es erschütterte das ganze Land dann doch eine wenig in seinen Grundfesten. So war es am Montag Abend sehr ruhig in der Stadt und alle Weihnachsmarktstände blieben geschlossen. Sehr traurige Geschichte…
Die Mutter einer meiner Arbeitkolleginnen ist hier eine eifrige Leserin (und wird sich jetzt auch wirdererkennen) So berichtete sie ihrer Tochter brühwarm, dass ich Premierengeschenke gekauft hatte, aber sie würde ihr nicht verraten was. Tja, ich muss echt aufpassen was ich hier preisgebe.
Das sind die Plätzchen.
Die Premiere lief gut obwohl alle ziemlich Lampenfiber hatten. Und ich heimste auch ein paar Komplimente ein.
Das Wetter ist einem Sonntag angemessen. 8 Grad bei SonnenscheinEines der neuen Gebäude auf dem Boulevard Royal in das unter anderem eine FNAC und eine Gallerie Lafayette kommt. Eine TrambaustelleNOCH eine TrambaustelleDie fertig frisierte Perücke für die Probe. Wartet sozusagen auf ihren Auftritt. Ein Teil der Kostüme für die Umzüge.
Auf der Hinterbühne hörte man die Geräusche von der Place du Théâtre. Es hatte sich wieder eine Schlange an Autos gebildet die alle ins Parkhaus wollten. Es ist schließlich das erste Wochenende vom Weihnachtsmarkt und alle wollen mit dabei sein. Ich war froh dass ich zu Fuß unterwegs war.
Nach der Probe rief die A. mich an ob ich Lust hätte auf einem Absacker im Grünewald. Hatte ich. Es war wunderbar ruhig dort und wir konnten endlich mal in aller Ruhe unser beider Arbeitsalltag Revue passieren lassen. Zudem, und da bin ich ein ganz klein wenig stolz auf mich, gab ich ihr eine Idee mit auf den Weg, die wenn sie umsetzbar ist, eine Reihe von Dingen erleichtern wird.
Der Baum mit den Geschenkpackungen gegenüber der Place du Théâtre. Letztes Jahr hingen die Geschenke weit bis in den Februar hinein, als der ganze Rest der Weihnachtsdeko schon längst wieder abgebaut war.
Ein kleiner Exkurs in die Kosmetikwelt: Da ich mich tagein tagaus damit beschäftige, sollte ich auch auf dem laufenden sein was es neues an Produkten gibt. Nebst der Beauty Messe in Düsseldorf (die ich aber seit 2 Jahren nicht besucht habe) und der ganz großen Beauty Messe in London, gibt es aber auch die ganzen sogenannten Influencer, die Produkte testen. Es ist schon klar dass das nicht ohne Drama vonstatten geht. „The drama in the beauty community“ ist fast ein geflügeltes Wort. Einer der Global Player in dieser Welt ist Jeffree Star mit seiner Marke. Der letzte große Start von einer neuen Serie an Lippenstiften und Lidschatten von Jeffree wurde von YouTuber Shane Dawson begleitet der seinen Namen und die Ideen auch dafür lieferte. Ich hatte mir die ersten Episoden der Serie The beautiful World of Jeffree Star über die letzten Wochen angesehen und lernte dabei so einiges über Produktentwicklung hinzu. Am 1. November war der Verkaufsstart und aus reiner Neugier schaute an dem Tag im Shop von Jeffree Star vorbei. Die Seite stand still. Ich konnte mir nicht einmal die Produkte ansehen, und wenige Stunden später war alles ausverkauft. Gestern erschien die Episode vom Verkaufsstart und obwohl ich ja wusste dass das Internet kollabiert war, hatte ich allein beim Zuschauen Herzrasen als alle am Tisch saßen und deswegen durchdrehten.
Am frühen Nachmittag dann ab ins Theater. Und während ich hinter der Bühne saß, überlegte ich mir was ich danach tun könnte da der Kühlschrank nicht viel hergibt um mir zu hause was zu kochen.
Der Grünewald war ausgebucht. Zum lange rumlaufen oder fahren hatte ich aber auch keine Lust. Außerdem war es schon nach acht. Also ging ich seit ewigen Zeiten mal wieder in die Brasserie du Cercle. Früher war das eine der seltenen Adressen bei denen man auch noch nach 22:00 was zu essen bekam und war somit eine gern genommene Gaststätte für Premierenfeiern. Das hat sich inzwischen geändert, denn die Feiern von Theaterpremieren werden von Theater selbst organisiert.
Ich hatte Glück und bekam einen Tisch, weil ich alleine war. Es wurden nach mir sehr viele Leute abgewiesen die fast im Minutentakt fragten ob noch ein Tisch zu bekommen sei. Ich hatte seit ewigen Zeiten mal wieder ein Cordon bleu, das aber nur mittelmäßig schmeckte. Abgelichtet hatte ich es nicht.
Am Tisch neben mir nahm zwei Paare Platz mit einem Kind. Die eine Frau kannte ich. Sie war eine der Nachbarskinder aus meiner Straße in der Alten Heimat. Ich kannte sie nicht besonders gut weil sie gute 15 Jahre jünger ist als ich. Ich kannte ihre ältere Schwester besser.
Und wieder einmal rieselten Erinnerungen auf mich ein wie dichter Schnee…
Sie wohnten in einer Doppelhaushälfte, der einzigen die es in der Straße gab. Das ganze Haus war in all den Jahren mehrfach verkauft worden. Die Gründe dafür weiß ich ich nicht mehr. Alle anderen aus der Straße hatten selbst gebaut und wohnten noch immer im Eigenheim. Somit waren sie die Außenseiter…
Und immer wieder laufen Bilder in meinem Kopf vorbei die bisweilen sehr verstörend sind und mich an lang vergessene Geschichten erinnern, die nicht die meinen sind, von denen ich doch irgendwie ein Teil war.
***
Ich bin euch noch den Link der letzten Sendung NO ART ON AIR schuldig die bereits am Donnerstag ausgestrahlt wurde und in der ich mitgewirkt habe.
Am Morgen eine größere Umänderung an einer Schauspielerin. Mehr kann ich drüber nicht schreiben.
Am Nachmittag Arbeit im Theater die kein Getrödel duldete. Aber es ging alles gut und machte Spaß.
Das Foto oben ist übrigens mein kleiner Maskentisch hinter der Bühne. Hier noch sehr voll beladen, weil noch nicht ganz klar war was ich wirklich brauchen würde. Morgen wird das weniger sein.
Nach der Probe taute ich mich was:
Seit gestern steppt der Weihnachtsmannmarkt. Ich wollte dothin, weil es das einzige Mal im Jahr ist ,dass der Marseille Seifenstand hier ist und ich nicht im Internet bestellen muss. Letztes Jahr schon kaufte ich all meine Seifenstücke dort und das reichte für das ganze Jahr.
Ich kaufte ein paar Seifen und sah dass sie inzwischen Shampoobars haben. Ich werde morgen früh nochmal hingehen wenn es etwas ruhiger ist und den Stand leerkaufen…
Anschließend ging es zum Rooftop wo ich schon lange nicht mehr war.
Auf Fotos gibt die Bar schwer was her. Es war ruhig gestern und so jetten der F. Und ich seit langem einmal wieder Zeit zum plaudern.
Ich wachte mit Kopfschmerzen auf. Der Grund war simpel. Ich hatte mir am Abend davor beim Chinesen ein viertel Wein bestellt das der Kellner beim servieren der Speisen über den Tisch schüttete, als ich es etwas mehr als über die Hälfte leergetrunken hatte. Er entschuldigte sich und brachte ein neue volle Karaffe. Somit hatte ich fast einen halben Liter Wein intus der, leider nicht der Beste war.
Telefonate und Mails hielten mich den Rest des morgens gehörig auf Trab. Doch eigentlich hatte ich Lust rauszugehen, obwohl es kalt und feucht war.
Also zog ich gegen Mittag los. Da ich keine Lust hatte ins Auto zu steigen, nahm ich, wie in letzter Zeit fast immer, den Zug und fuhr nach Trier. Ich kaufte die Premierengeschenke für kommende Woche. Ich bin darin in den letzten Jahren etwas einfallslos geworden. Es werden meistens für jeden eine Tüte Plätzchen der Konditorei Mohr.
Und während ich darauf wartete dass die Bestellung fertig wird, sah ich eine Frau mit Rock und Mantel, vobei der Rock unter dem Mantel hervorschaute:
Meine Großmutter die jahrelang ein Bekleidungsgeschäft führte, hatte dafür einen Spruch auf luxemburgisch. „D‘Vesper ass mei laang wéi d‘Houmass.“ (Die Vesper ist länger als das Hochamt.) Gibt es den Spruch auch im Deutschen?
Als ich wieder am Bahnhof war sah ich auf der Anzeige dass mein Zug gestrichen war. So hatte ich fast eine Stunde zum rumtrödeln.
Und wieder kreisten meine Gedanken um Dinge aus der Vergangenheit. Manchmal macht mich das wahnsinnig. Es sind kleine Begebenheiten, Anekdoten immer im Zusammenhang mit lange verstorbenen Menschen aus meinem Umfeld, immer so als ob ich zurückkatapultiert werde, als ob mein Leben nicht weitergegangen wäre, als ob ich steckenbleiben würde. Für gewöhnlich schreibe ich es der Jahreszeit zu. Wenn die Tage kürzer werden, die Nächte länger und die grässliche ‚besinnliche‘ Zeit anfängt, habe ich immer diesen Hänger. Doch dieses Jahr empfinde ich ihn als besonders schlimm.
Im Zug fing ich an das Blogposting vorzuschreiben. Eigentlich hätte ich mich am Abend mit der A. treffen sollen doch sie hatte schon was vor. Also ging ich sofort nachhause.
Ein weiterer sehr ruhiger Tag. Das einzig unangenehme war Rechnungen bezahlen. Wie angekündigt die letzte Vorstellung vom Hobbykeller. Es hat keinen Wert heute Abend noch vorbei zu kommen um eventuell doch noch eine Karte zu bekommen, es ist restlos ausverkauft. Die beiden anderen Vorstellungen in Norden des Landes übrigens auch. Doch es kann sein dass wir in eine Wiederaufnahme gehen, aber dann erst nächstes Jahr. Nach der Vorstellung hatten die Ankleiderin, die Y. und ich großen Hunger und es gab noch einmal chinesisch von Chinesen nebenan. Da ich ja mehrfach dort war und mehrere Gerichte von der Karte probiert habe muss ich sagen dass er doch außergewöhnlich gut ist.
Es ist seit drei Tagen so richtig knackig kalt hier und ich merke dass ich das immer weniger mag. Mir war schon am Abend davor nach der Vorstellung so kalt dass ich nach hause flüchtete, mir ein große Tasse heißen Tee machte und ein Lemsip nahm. Ich hatte nur einen einzigen Gedanken im Kopf; ‚Jetzt bloß nicht krank werden‘!
Ich sehne mich nach Sonne und Hitze. Und da ich ja weiß dass es nicht mehr so lange dauert bis dahin, kommt es mir umso länger vor.
Wer sich übrigens fragt was das Foto oben mit dem Torso soll, es hat partout nichts mit dem Blogpost zu tun. Ich knipste einfach so vor mich hin weil mir das Licht gefiel… Das kam dabei heraus.
Da man sich absolut keine Mühe gemacht hatte das Kunstwerk in irgendeiner Form zu erklären oder eine Plakette am Sockel zu befestigen, kommt jetzt die Erklärung nach. Es ist vom österreichischen Künstler Erwin Wurm und stand wie ich richtig vermutete im Rahmen der Art Week auf dem Glacisplatz. Sie wird noch bis Mitte Dezember dort stehen bleiben.
Ruhiger Tag ohne Aufregung. Außer einer Scheibe Dinkelbrot mit Birnenkraut aß ich nichts weiter, da ich von gestern noch mehr als genug hatte.
Eine gute vorletzte Vorstellung vom Hobbykeller. Morgen wird es die letzte hier in der Stadt sein. Nächste Woche geht es noch für zwei weitere Vorstellungen in ein anderes Theater.
Was für ein Tag! Es begann damit dass der Wecker viel zu früh klingelte. Doch ich musste so früh raus wegen der Arbeit, die den ganzen Tag über nicht weniger wurde. Wie so oft kann ich darüber hier nicht viel berichten. Es sind meine sogenannten Fitting Tage. Für die Kostümabteilung heißt das, dass soweit alles fertig ist und ich dann maskentechnisch meine Kreationen hinzu setze. Dass es dieses mal alles an einem Tag war, hing mit Fotos zusammen die noch für die Requisite erstellt werden mussten und es musste ein Teaser gedreht werden. Vieles von dem was ich für die jeweiligen Charaktere vorschlug und erstellte, war noch nicht gesehen und für gut/schlecht befunden worden. Doch es wurde alles außer ein paar kleinen Änderungen, bereitwillig und mit Lob durchgewunken. Hurra! Ich bin immer heilfroh wenn Fittingtage so verlaufen. Für mich ist das Stück, was den kreativen Teil an geht, so gut wie abgearbeitet. Alles was dann noch kommt an unverhofften Dingen, ist nicht mehr schlimm, da das „Grundgerüst“ steht. Zudem blieb alles im Zeitplan und ich war kurz nach 17:00 fertig.
Dann folgte eine lange Fahrt. Mir war das von vornherein klar und hatte mich darauf eingestellt. Die D. hatte sich für ihren Geburtstag, der heute am Dienstag ist, selbst ein Geschenk gemacht mit zwei Wellnesstagen in der Seezeitlodge. Ich hatte schon einmal über dieses wunderbare Hotel am Botstalsee berichtet. Der ursprüngliche Plan war gewesen, dass ich den Nachmittag mit ihr dort verbringen sollte, was aber durch denn oben beschriebenen Fittingtag zunichte gemacht wurde. Also „beschränkten“ wir uns auf ein feudales Abendessen. Die Fahrt während der Rushhour war eine Zumutung und es fing an zu schneien. Hinzu kam noch ein Unfall, des alles noch verlangsamte. Aber ich kam wohlbehalten an.
Burrata mit Kürbiskernen und einem Kürbis Chutney / Ein Zwibelessenzsüppchen/ Kalbsschulter mit Brotterrine/ Das Dessert der D. das wir uns teilten weil wir beide pappsatt waren.
Das ganze wurde mit einem Riesling abgerundet bei dem ich zu Anfang dachte dass er zu süß sei, doch er schmeckte im Abgang so sehr nach Erdbeeren, dass es unglaublich war.
Die Heimfahrt war dann sehr viel ruhiger aber es schneite unentwegt, es blieb jedoch nichts liegen.
Nicht wirklich einladend zum rausgehen. Ich wurschtelte ein bisschen hier, ein wenig da und irgendwann war es Zeit für die Nachmittagsvorstellung. Ich hiefte mich vom Sofa das mich nur ungern entließ und machte mich auf ins Theater.
Während der Vorstellung, bei der ich keine Umzüge habe, kam die Idee nach der Vorstellung noch beim Chinesen etwas zum Essen mitzunehmen.
Nach der Vorstellung dann fing es an zu regnen Kalter stechender Regen. Ich flitzte zum Chinesen bestellte und ging sofort nach hause.
Ich schaute mir seit langem mal wieder ein Tatort an, der mir nur mittelmäßig gefiel.
Der Tag begann wie ein Nachtisch; halbgefroren. Ich erwachte ziemlich spät und hatte verhältnismäßig gut geschlafen.
Ich entschied die Internet Leserunde später zu machen und gleich zum Wochenmarkt zu gehen. Das Arbeitsmaterial, das ich gestern Abend akribisch zweigeteilt hatte nahm ich mit. Der Großteil davon kommt erst am Montag in einem anderen Theater zum Einsatz und ich wollte aber alles heute schon fertig installieren und abchecken, damit ich keine böse Überraschung habe.
Wochenmarkt bei knackiger Kälte, aber die Sonne schaffte es ein ganz klein wenig sich durch den Hochnebel zu schieben. Ich kaufte allerlei Gemüse und Obst für die nächste Woche und setzte mich anschließend ins Renert für die obligate Tasse Kaffee. Anwesend waren die D. die K. die A. und der B. Es war sehr lustig und gesellig bei klirrenden Temperaturen. Ich sah zum ersten mal seit Jahren die ältere Schwester von Chantal wieder. Ich hatte sie nicht erkannt doch sie mich sofort. Über Chantal habe ich hier mal etwas geschrieben. Ich sagte ihr dass mir das mit Chantal sehr leid täte. Ich hatte damals die Todesannonce in der Zeitung gelesen. Sie erzählte mir was damals wirklich passiert war. Eine sehr tragische und traurige Geschichte…
Nein, das ist schon richtig so. Eines habe ich doppelt verkauft zum Verschenken,
Meine Buchausbeute.
Noch einmal schnell zurück nach hause und dann war es auch schon wieder Zeit ins andere Theater zu fahren für eine weitere Vorstellung Hobbykeller.
***
Sie schreibt nicht oft, Aber wenn dann ist es wunderschön, und so dass ich es immer nachvollziehen kann und ich mein eigens Leben darin wiederfinde. Nicht mehr.
Am frühen Morgen schon Telefonate geführt, Mails geschrieben und gelesen, alles in weiser Voraussicht auf das was da noch kommt. Der Magendarm Infekt verhielt sich erstaunlich ruhig, obwohl der Magen mir durch sein Gegrummel einen halben Roman erzählte. Ich traute ihm eine Tasse Tee zu, die er nicht verwehrte. Das war schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Und im Briefkasten lag ein Brief der mich aufstöhnen ließ. Ein Teil meiner Vergangenheit holt mich noch einmal ein. Hoffentlich zum letzten mal.
Das Cover vom New Yorker passt auch ganz gut zu Luxemburg.
Am Nachmittag eine kurze Besprechung im Theater. Danach ein bisschen Shopping fürs das selbige. Ich nutzte dabei die Gelegenheit und kaufte mir zwei neue Frisiereisen:
Es sind zwei Größen die ich noch nicht hatte.
Es wird in nächster Zeit sehr viele Locken geben.
Inzwischen hatte ich Hunger. In der Hoffnung dass der Magen soweit wieder in Ordnung ist, fuhr ich zu Oberweis und bestellte gegen alle meine Gewohnheiten einen Kamillentee und ein trockenes Brötchen. Es ging erstaunlicherweise gut.
Am Abend dann die Wiederaufnahme dieses Stückes. Und als die Darsteller durch waren verspürte ich einen Riesenhunger. Ich beschloss am Ende der Vorstellung nicht zu trödeln und noch zum Chinesen gleich neben dem Theater zu gehen. Ein bisschen Reis mit Gemüse kann nicht schaden.
Ja ja ja… Es war auch Hühnchen mit dabei.
Es war genau das Richtige! Ich habe schon sehr oft festgestellt, dass ich asiatisches Essen sei es chinesisch, japanisch, oder vietnamesisch weitaus besser vertrage als manche europäischen Speisen. Ich merke es immer dann, wenn es mir körperlich nicht gut geht. Aber Indisch z.B. geht dann gar nicht. Nachtisch und Espresso ließ ich entgegen meiner Gewohnheit weg.
Und während ich nach hause ging dachte ich lange über ein paar Dinge des Tages nach, und dass ich etwas ändern muss. Es kann in mancher Hinsicht nicht so weiter gehen.
Sehr früh aufgestanden, es war noch stockfinster. Ich bloggte alles vom Vortag weg als sich draußen binnen Sekunden plötzlich alles rot färbte. Ich flitze in die Küche wo das Smartphone lag und machte ein Foto:
Das mit dem Verkehr in Luxemburg hat Auswirkungen auf alles und jeden. So rief mein Friseur mich 15 Minuten vor dem Termin an, er stecke im Stau und ich solle doch bitte eine Viertelstunde später kommen. Nach dem Haarschnitt setzte ich alle Friseurtermine bis Ende des Jahres fest und schon der ersten Termin für kommendes Jahr.
Am Nachmittag eine Perückenanprobe, die sehr gut klappte. Darüber war ich sehr froh, denn das war schon mal ein Punkt weniger auf der endlosen Liste.
Ein paar Bücher abgeholt die ich verschenken werde zum Jahresende. Und da es bis dahin mit der Arbeit immer mehr wird, werde ich ich sicherlich nicht mehr dazu kommen etwas zu kaufen.
Am Abend legte eine Magenverstimmung sprich Darmgrippe sämtlich Pläne flach und ich war beizeiten im Bett.
Bevor wir zur Tagesberichterstattung übergehen, etwas Blogtechisches: Heute erschien das neue Update 5.3 von WordPress und ich gebe dem berüchtigten Blockeditor noch einmal eine Chance. Das ganze soll jetzt von Bedienen her intuitiver sein, zumindest deren Aussage nach. Seit dem Upgrade auf 5.0, also ab dem Zeitpunkt an dem sie den Blockeditor einführten, habe ich kurz danach mit einem Plugin zurück auf den klassischen Editor gestellt, weil es mich nur noch nervte. Da dies sehr widersprüchlich ist im Sinne ‚ warum es einfach gestalten wenn es auch kompliziert geht‘ werde ich jetzt noch einmal versuchen. Für meine geschätzten Leser macht das keinen Unterschied, denn Text bleibt Text und Bilder bleiben Bilder und der Blogeintrag wird nicht anders aussehen.
Dem Morgen damit verbracht noch einmal das Buch durchzugehen das ich für die No Art Sendung ausgewählt hatte. Währenddessen kamen Anrufe und Mails mit Änderungen für die nächsten Tage. Ich bin inzwischen auf dem Punkt, fass ich nichts mehr privat plane weil sich alles ständig ändert. Anschließend einen kurzen Abstecher zum Theater wegen Papaierkram.
Mittagstisch im Renert.
Es gab Wildschweinragout mit Rotkraut und Spätzle.
Am Nachmittag dann die Aufzeichnung der No Art Sendung. Meine letzte für dieses Jahr. Wenn sie ausgestrahlt wird werd ich sie online setzen. Aber ein Foto von der Sendung kann ich euch schon zeigen:
Später am Abend, die N. im Bovary getroffen die ich auch seit über einer Woche nicht gesehen hatte.
Sehr schlecht geschlafen, erst am Morgen fand ich Ruhe. Wenn ich keinen Termin gehabt hätte wäre ich im Bett geblieben. Doch ich musste raus.
Lange quälende Autofahrt nach Saarbrücken und wieder zurück.
Kurz nach 16:00 Uhr als ich in die Garage fuhr war mir als ob ich toujours durch bis nach St.Jean gefahren wäre. Autofahren macht immer weniger Spaß.
Ich legte mich kurz hin und schlief sofort tief und fest ein und erwachte erst wieder gegen 23:00 Uhr in voller Bekleidung.
Ich habe schon einmal über Julian Baumgarthner gebloggt. Ein amerikanischer Bildrestaurator, der mit viel Leibe fürs Detail über seinen Beruf berichtet. Dass die Arbeit aber auch manchmal sehr frustrierend sein kann, berichtet er hier:
Dieses Wetter nennt man auf luxemburgisch auch Erbsensuppe, sprich Ierbsebulli.
Diesen Nebel gibt es nicht sehr häufig in der Stadt. Er erinnerte mich sofort an meine alte Heimat wo der Nebel von Herbst bis Frühling ein Dauergast ist. Ein weiterer Grund nicht mehr dort zu leben, der mir heute erst bewusst wurde.
Ich stand jedoch frohgemut auf, da ich einen kleinen geplanten Ausflug am Nachmittag machen sollte und die Vorfreude ist immer ja bekanntlich die schönste.
Eine spontane Tasse Kaffee mit der R. die ich schon jahrelang nicht gesehen hatte.
Als ich dann wieder zurück war stellte ich fest dass ich mich total im Datum vertan hatte und der Ausfluf erst nächste Woche ist. So kann man sich selbst überlisten den Tag frohgemut zu beginnen.
Am Nachmittag traf ich mich kurz mit der D. und erzählte ihr von der Art Week, die sie leider nur kurz gesehen hatte.
Anschließend flitzte ich zu Auchan ein paar Einkäufe erledigen und fuhr unter kräftigstem Regen zurück. Ich beschloss Zuhause zu bleiben. Auf dem Programm: Netflix und Bettflix.
Während der Nacht rutschten die Temperaturen zum ersten mal in der Stadt unter Null:
Als die Sonne rauskam war das Gefrorene der Gaube vom Nachbarhaus weg.
Ich bloggte den verhuschten Vortag weg und machte mich noch einmal auf die Suche nach den Handschuhen. Ich suchte alle Winterjacken und Mäntel durch, weil ich sie in den Taschen vermutete. Mist! Sie sind wirklich weg! Dabei kann ich mich nicht erinnern dass ich sie verloren haben sollte.
Strahlender Sonnenschein.
Ich beschloss eine Runde durch den Park zu drehen, doch zuvor ein kleines Frühstück:
Ein Stück gemeingefährlich guter Winzerkuchen vom Prümtaler Bäcker vom Wochenmarkt. Dabei auf deren Homepage gesehen dass sie sogar einen Stand in London auf dem Spitalfield Market haben!
Doch das Gewissen zog mich dann doch an zurück an den Rechner denn es lag noch unerledigtes Zeugs rum.
Am Nachmittag hielt mich nichts mehr und ich zog los.
Ich ging zu Fuß bis zur Victor Hugo Halle in der die Art Week noch bis zu Abend besichtigt werden konnte.
Ich wollte noch einmal die Bronzeplastiken sehen und den Künstler Hannes Helmke selbst kennenlernen, da er heute selbst anwesend war.
Kennt ihr das, wenn die Tage so vorbeihuschen, und man sich fragt was eigentlich war?
Der Samstag war so ein Tag. Irgendwann kurz nach spätem Bloggen rief die ‚K. an ob ich auch zum Wochenmakrt käme und wir verabredeten uns zu Kaffee in Renert.
Es war kalt und ich dachte zum ersten mal den Wintermantel aus den Schrank zu holen. Dabei stellte ich fest, dass ich meine heiß geliebten Lederhandschuhe die ich vor drei Jahren bei meinem ersten Münchenbesuch zusammen mit der Kaltmamsell in einem kleinen Handschuhladen erworben hatte, nicht in der Schublade lagen. Ich suchte und suchte und fand sie nicht. Sehr betrüblich.
Kaffee, Einkaufen und ehe ich mich versehen hatte war ich auch schon wieder daheim.
Am Abend Besuch aus der Alten Heimat. Der A. und die J. Wir hatten beschlossen dass es Sushi sein sollte. Es gibt ein paar richtig gute Läden in der Stadt, die preislich vom unermesslichen (Kamakura) bis hin zum All you can eat System gehen und ein paar Läden die man meiden sollte.
Wir entschieden uns für ein Restaurant das im alten Cité untergebracht ist, das AKA.
Ich hatte versucht selbst Bilder zu machen doch sie misslangen völlig. Am zweiten Bild sieht man die Höhe der Decke. Das kommt daher dass das Gebäude früher ein Kino gewesen ist. Ganz toll ist aber dass es, ob der Größe und Höhe, nicht schallt oder hohl wie eine Kathedrale klingt. Man kann sich angenehm unterhalten.
Ganz toll ist hier der Sushi Train, den ich nicht mehr so großartig in Erinnerung hatte.
Den Donnerstag war der Tag des Donners. Schreiben kann ich hier nicht darüber.
Es wundert mich nur immer wieder wie wenig Ahnung manche Menschen haben, über alle Berufssparten aus der darstellenden Kunst und glauben sie könnten eben mal schnell irgendwo eine Kamera draufhalten und…
Argh! Lassen wir das!
***
Ich hatte die ganze Woche über noch gehofft ich könnte eine Voreinladung ergattern für die Art Week, die ihre inoffizielle Eröffnung bereits am Donnerstag Abend hatte. Ich hatte vergebens gehofft.
Also machte ich mich am Freitag beizeiten auf und dahin. Die Ausstellungsfläche hat sich quasi verdoppelt. Es wurde noch eine weitere Halle angemietet, die ich gar nicht kannte und eigentlich eine Turnhalle ist, die zur Schule nebenan gehört. Das hatte zur Folge das weitaus mehr Aussteller aus den Ausland da waren als sonst.
Das ist eines der einzigen Fotos das ich gemacht habe. Ich werde am Sonntag noch einmal hingehen, und dann gibt es ein paar mehr.
Die Kollegen Der Sendung NO ART waren auch da.
Insgesamt finde ich dass es qualitativ hochwertiger war, als das was letztes Jahr gezeigt wurde, und obwohl ich das als sehr subjektives Gefühl werte, bekam ich von Bekannten das gleiche bestätigt.
Ich redete lange mit den Damen und Herren der Galerie Osper, die dieses Jahr wieder vertreten waren und bei denen ich letzte Jahr eine Bronzeplastik von Hannes Helmke gesehen hatte die ich wirklich sehr mochte.
Die D. kam später nach und wir grüßten recht viele Prominenz.
Auf den Rückweg sah ich die Skulptur gegenüber vom Großen Theater stehen.
Ich lichtete sie gleich von drei Seiten ab, weil sie jedes mal völlig anders aussieht und irgendwie ein Drehung vollzieht die sehr seltsam erscheint. Wer sie gemacht hat und warum sie dort steht….keine Ahnung.
Zusammen mit der D. ging es anschließend noch kurz in die Bar des Grünewald, wo wir auch die A. trafen. Kurz vor 10 waren wir schon alle Zuhause.
Der Esel Eddie, einer der Stars des Films der mit uns durch ganz Europa reiste. Der Film wurde in den Niederlanden, Deutschland, Luxemburg und Kroatien gedreht.
Ein Teil der Statistenkinder die wir in Luxemburg jeden Tag am Set hatten und um die ich mich kümmerte. Das Foto wurde am letzten Drehtag in Luxemburg gemacht. Sehr seltsam war, in den darauffolgenden Jahren begegnete ich ab und an ein paar von ihnen, die mich sofort wiedererkannten und mir regelrecht in Arme flogen. Ich war dann immer leicht perplex weil ich während der ganzen Drehzeit weit über 1000 Kinder gesehen hatte und sie nicht sofort wiedererkannte. Vor allem einer der Winzlinge die vor mir auf dem Foto stehen, erkennt mich heute noch und grüßt immer höflich.
Und dann gibt es noch das Abschlussfoto um das ich die beiden Hauptakteure am Ende des Films bat:
*Das WMDEDGT ist in Klammern weil es nicht so ausführlich ist wie es sein müsste
Am Morgen gleich laut aufgelacht bei diesem Text, den ich bei dem C. auf FB fand. Manchen von euch wird das Hirn beim Lesen explodieren. Ich hatte keine Probleme damit, und konnte das in der Tat fließend lesen und sprechen.
***
Beim Aufräumen im Thunderbird bin ich auf eine Reihe von Mails gestoßen die mir augenblicklich einen Stich ins Herz versetzten.
Manchmal sind Gefühle und Vernunft einfach nicht kompatibel, und dass Sophie die fatalste Reißleine zog die ein Mensch ziehen konnte…
***
Ein kurzer Abstecher ins Zentrum ließ mich kurz aufstöhnen. Es geht wieder los:
Auf der Place Guillaume werden schon die ersten Weihnachshäuschen aufgebaut.
Ich setzte mich ins Renert und las ausführlich die beiden letzten New Yorker, die in letzter Zeit sehr unregelmäßig im Briefkasten landen. Ich schaute noch kurz im Buchladen Ernster vorbei und entdeckte zum ersten mal in der zweiten Etage die Comic Abteilung. Der Laden ist für mich neben der Buchhandlung Aliéa immer noch einer der schönsten der Landes weil sie mit ihren drei offenen Etagen einen Raum haben der groß und luftig ist aber auch heimelig und gemütlich.
Am Abend nach einem langen hin und her auf Whats App gingen wir zu fünft ins Aleo im Stadtviertel Dommeldange. Zu Anfang sollten wir ins MAO einem Streetfood Chinesen in Strassen, der aber schon nach einem knappen Jahr seine Türen wieder schloss. Sehr seltsam.
Das Aleo ist ein mediterranes Restaurant mit griechischem Einschlag.
Der Zackenbarsch war grandios. Mir fehlte ein wenig Gemüse dazu. Das wäre dann die Vorspeise gewesen, von denen aber keiner von uns eine genommen hatte.
Das Dessert war gestreuselte süße Polenta mit einer gewaltigen Kugel Vanilleeis mit Zimt bestreut und dazu ein paar eingelegte Früchte. Ich habe die Polenta in der Form noch nie gegessen. Es schmeckte hervorragend.
Die anderen hatten ein Mille Feuille der, nach deren Aussage, so gut schmecke wie er aussah.
Der einzige negativ Punkt: Es ist zwar sehr lecker, der Service sehr nett und zuvorkommend, aber die Preise bewegen sich im Grünewald Bereich, das ja einer meiner liebsten Gourmet Restaurants ist, und das ist zu hoch.
***
Am 2 November starb Marie Laforêt, Schauspielerin, Sängerin und Autorin. Die Frau mit den goldenen Augen. Was mich an ihr faszinierte war nicht nur ihre Ausstrahlung. Sie sagte auch immer was sie dachte, egal wie unbequem es manchmal war. Dadurch wurde sie auch für lange Zeit vom Fernsehen verbannt. Im Gegensatz zu allen, die ihr im Internet mit Gesangsvideos huldigen, zeige ich euch ein Schminktutorial das in den 60ern gedreht wurde. Maskenbildner oblige.
So ein trostloser Sonntag gab es schon lange nicht mehr. Ich versuche seit etwas über einem Jahr wirklich jeden Tag zu bloggen, aber der Sonntag taugte zu gar nichts. Am späten Nachmittag fuhr ich mein Material zum Theater weil ich am Montag ein größeres Fotoshooting hatte und ich wollte alles an einem ruhigen Tag hinbringen. Ich erwische ein guten Moment zwischen zwei gewaltigen Regenschauern und brachte alles weitgehend trocken dort hin.
Der Abend war von einer seltenen Lustlosigkeit gekrönt.
An Montag sehr früh raus wegen dieses ominösen Shootings, Ich hatte schlecht geschlafen. Ich musste noch eine Perücke umbauen, doch als ich sah was letztendlich damit passierte, hätte ich mir den ganzen Aufwand auch sparen können. Sie sah zum Schluss aus wie ein alter Putzlumpen im hohen Rentenalter. Manchmal ist weder Schauspielen noch Regisseuren noch oder irgendeinem anderen Ressort im Theater bewusst was ich in der Maske tatsächlich an Arbeit leiste und wie viel dafür oft für die Katz ist….
Am Abend dann ein längeres Gespräch mit meinem Magen geführt der die Pasta nicht mochte die ich ihm gegeben hatte. Ich hatte vor einem guten Jahr die gleiche Diskussion, bei der ich alles an Brot und Teigwaren für eine Weile auf ein absolutes Minimum reduzierte. Das hört sich an als ob ich eine Gluten Unverträglichkeit habe, doch ich nehme an dass es eher das Weißmehl ist, das mir nicht mehr so gut bekommt.
Wochenmarkt. Auf dem Weg dorthin durch den Park an der Büste von Victor Hugo vorbei. Lange dachte ich immer dass es Goethe sei der dort verewigt wurde, doch es ist Victor Hugo in jungen Jahren ohne Bart.
Da der Samstag sich zwischen zwei einem Feiertag und einem Sonntag befand, hatte auch manche Marktstände die Gelegenheit für ein verlängertes Wochenende genutzt. Es waren viele nicht da. Kurze Kaffeepause im Renert. Auf dem Heimweg entdeckt ich das Nähmaschinengeschäft in Avenue Monterey mit großem Plakaten ‚Räumungsaktion wegen Geschäftsaufgabe‘. Noch einer der aufgibt.
Am Abend dann die Geburtstagsfeier von Madi und ihrem online Magazin Madi.lu Ich hatte schon letztes Jahr über den Start den Magazins berichtet.
Vielleicht wird es euch auffallen dass das Magazin sich zu Anfang Maddi nannte. Das ist kein Fehler, denn zu Anfang war das Magazin unter Maddi.lu zu finden. Das fehlende D steht zur Zeit vor Gericht…
Die Feier fand im Dipso statt und es waren ganz schön viele Fans gekommen. Zu fünft hatten wir Madi ein Gutschein für Konplott gekauft.
Ich lernte ein paar neue Leute kennen und hatte ein paar anregende Unterhaltungen unter anderem mit jemandem der es bis heute bereut nicht in einem sozialen Beruf zu arbeiten. Ich zeigte ihm ein paar Wege auf wie man in Luxemburg sich aktiv sozial einbringen kann, und gab ihm paar Adressen. Ich erzählte ihm von meinerErfahrung mit Demenzkranken im Rahmen des MIL Projektes.
Kurz vor Mitternacht fuhr ich mit den Taxi zurück, den es regnete in Strömen.
Grauer Himmel, Nebel und Dauerregen. Passt zu dem Tag wie die Faust aufs Auge. Ich blieb Zuhause, bloggte und las und bereitete ein paar Ding für Montag vor für ein ominöses Fotoshooting, dessen Umsetzung ein Krampf werden wird.
Wer sich, so wie ich, sehr fürs Kochen und Kulinarik interessiert, der findet diese Serie von Bon Apétit interessant, in dem die Crew versucht das perfekte Thanksgiving Menü herzustellen.
Ich kenne das Menü ja von den regelmäßigen Einladungen der J. die das jedes Jahr mit einer pre Christmas Feier verbindet. Es gibt immer einen kompletten Truthahn mit Stuffing und Kartoffelpüree und allem pi pa po.
Die Serie beginnt mit der Zubereitung und Kochen des Truthahns selbst. Interessant ist was sie als gut oder als schlecht empfinden und wie das sich mit meinen Empfidungen bisweilen beißt, oder auch nicht.