Ich hatte mir den Wecker gestellt damit ich Zeit genug zum Bloggen und Kaffe hatte ohne mich zu stressen. Ein Anruf jedoch schmiss alles um. Es gab viel zu bereden wegen einem zukünftigen, wahrscheinlich erst im nächsten Jahr stattfindenden Projekt. Das brachte mit sich dass ich Katzenwäsche machen musste und anschließend auf den Markt sauste.
Anschließend dann ins Theater, weil es einen ‚Notfall‘ gab. Wieder daheim packte ich alles vom Markt weg und musste dann auch wieder zurück ins Theater zur… na ja, nennen wir es mal Überwachung, für den ersten Durchlauf ohne Unterbrechung auf der Bühne.
Es ist ein Stück was ich lediglich betreue indem ich den Darstellerinnen zur Seite stehe. Schminken müssen sie sich selbst und ab der Premiere werde ich nicht mehr dabei sein. Das ist üblich für Stücke die anschließend auf *Tournee gehen, Maske ist immer der erste Posten der gestrichen wird.
*Tournee wird es so schnell keine geben. Wir können froh sein wenn die Vorstellungen hier laufen.
Für einen ersten kompletten Durchlauf lief es gut.
Ich kurz nach sieben nach hause zu Fuß durch die bereits leeren Straßen der Innenstadt. Jetzt wurde auch ersichtlich wie wie viele dunkle und leere Schaufenster es in der Grand Rue gibt. Ob sie alles wirtschaftliche Pandemie Opfer sind, weiß ich nicht, aber ein paar davon sicherlich.
Ich hatte mir den Wecker gestellt damit ich ohne Stress bloggen konnte. Ein Anruf meinerseits klärte ein paar Dinge, wo ich schon lange darum gebeten hatte, da mir jegliche Infos für ein zukünftiges Projekt fehlten. Also umging ich den gewohnten Weg und rief dort wo die Entscheidungen gefällt werden. Und dort bekam ich dann die schlechte Nachricht, dass ich nicht gebraucht werde. Pff… Ich sollte endlich lernen, dass ich nicht immer gewissen Projekten den Vorrang gebe und mit Anlaufzeit eintakte, nur weil es eine Art von Projekt ist, die ich schon immer gerne gemacht habe und mir einbilde, ich hätte ein Anrecht darauf…
Dann wurde an anderer Stelle mitgeteilt, dass ich für das Stück das ich die letzten Tage betreute, nicht mehr gebraucht werde, bis zu den Endproben. Ich hatte damit gerechnet, dass es so kommen würde, denn ich hätte nicht gewusst was ich noch weiter für die Truppe hätte tun können. Doch gleich zweimal an einem Tag zu erfahren dass man nicht gebraucht wird…autsch.
Am Abend schaute ich mir dann noch eine Casting Show an, die mich vollends wütend machte. Ich wusste schon seit langen dass es in England eine Casting Show für Maskenbildner gibt. Glow Up aber ich wusste nicht, dass man sie auch auf Netflix sehen kann. Da es relativ kurze Folgen sind, bingewatchte ich sie an einem Abend weg. In den letzten Folgen schaute ich mir dann immer nur noch den Anfang an um die Aufgaben zu hören das Endresultat und die Bewertung der Jury. Das Befindlichkeitsgesäusel dazwischen spulte ich schneller ab. Die Spielregeln erlaubten dass sich ein paar der Kandidaten regelrecht durchmogeln konnten. Eine Kandidatin die wunderschöne Arbeiten machte,aber nie durch exaltiertes Benehmen auffiel und auch selbst eher sehr brav aussah, wurde im Viertelfinale mit so fadenscheinigen Argumenten rausgefeuert, dass ich sauer war und keine Lust mehr hatte, mir das Halbfinale und das Finale anzusehen. Ich habe es dann doch getan, weil ich wusste dass im Finale der Fotograf Rankin in der Jury dabei war und ich seine Arbeiten sehr mag. Nun ja, es war zum ersten und zum letzten mal dass ich mir so ein Sch… ansehe.
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Am Dienstag erwachte ich mit Missmut ob der eigenen Situation, hatte Kopfschmerzen und wusste schon als ich zum Fenster hineinschaute warum. Das Wetter hatte in Nieselregen umgeschlagen und die Temperaturen waren leicht angestiegen, also dieses typische Dreckswetter, das ich nicht vertrage.
Ich verpennte den Friseurtermin, was mir noch nie passiert ist, konnte ihn aber auf den Nachmittag verlegen.
In einer Mail las ich dass Netflix eine Luxemburger Serie eingekauft hat. Capitani ist somit die erste rein luxemburgische Produktion die dort ab dem 11. Februar zu finden sein wird. Die zweite Staffel ist bereits in Arbeit.
Ich war froh dass ich den Friseur gegen 15:00 Uhr bekommen hatte und als ich mich in den Spiegel sah hob es merklich meine Stimmung.
Am Abend dann waren die Kopfschmerzen verschwunden, nachdem ich mich ein wenig hingelegt hatte und als später auf den Balkon hinaustrat, sah ich warum. Es hatte aufgehört mit regnen, der Mond schien, die Sterne kamen hervor und das Tiefdruckgebiet war weg.
Angedacht war anfänglich eine Fahrt zur Mosel zu der K. Doch da sich das Wetter nicht schlüssig war was es wollte und die K. keine Lust hatte an der Mosel zu bleiben, verlagerten wir die Tour in die Stadt, zusammen mit der N. und Darwin.
Die Sonne kam und ging und insgesamt war es eine kleine Rutschapartie. Denn die Wege durch die Parks waren nicht alle gesäubert, bzw. mit Kies bestreut.
Anschließend gab es bei mir eine Tasse Kaffee mit einem Stück Apfelkuchen den die K. mitgebracht hatte, von diesem sagenumwobenen und legendären Bäcker, bei dem ich immer noch nicht war. Er liegt ungünstig für mich, in Gasperich, einem Viertel an dem ich vorbeifahre aber nie hinein. Er soll so gut sein dass Kunden extra aus dem Ösling in die Stadt kommen, wegen seiner Croissants und seinem Brot. Der Apfelkuchen war übrigens sehr lecker und vor allem nicht zu süß.
Am Abend zappte ich wahllos durch die Fernsehsender ohne mir wirklich etwas anzusehen.
Das Wetter war trocken aber die Sonne kam nicht richtig wegen den Hochnebel durch. Gegen 11 war ich, wie üblich auf den Wochenmarkt. (und ich habe schon wieder vergessen ein Foto zu machen um euch zu zeigen wie das jetzt aussieht seitdem er von der Place Guillaume umgezogen ist) Es war sehr voll und ich kaufte nur das Nötigste um nicht zu lange Schlage stehen zu müssen.
Seit Freitag hat das Café Renert auch wieder geöffnet und man kann das Mittagsmenü kaufen und mit nachhause nehmen. Zudem gibt es Kaffee to go. Also gingen die D. und ich hoch zur Place Gillaume ,die fast menschenleer war. Eine sehr gute Entscheidung. Wir tranken Kaffee zusammen mit der K. und ich nahm ein Portion Mittagsmenü mit.
Würstchen mit Senfsoße, Kartoffelpü und Wurzelgemüse.
Der Grund warum die Place Guillaume zur Zeit von allem befreit wird ist, weil sämtliche Infrastruktur (Wasser,Gas,Strom,Internet) neu verlegt wird, und der Platz selbst bekommt auch einen neuen Belag. Unter dem Platz befindet sich auch ein Parkhaus das zu einer Seite vergrößert wird und dort fanden auch schon Ausgrabungen statt. (In einer Stadt die über 1000 Jahre alt ist, findet man nun mal jede Menge Zeugs in Boden)
Ich hatte schon mal im Fernsehen gesehen wie große Bäume verpflanzt werden aber noch nie live. Das sieht schon Wahnsinn aus.
Die Kastanien der Place Guillaume ziehen für die Dauer der großen Baustelle um, die voraussichtlich 3 Jahre dauern wird.
Am Abend die letzten beiden Folgen von Bridgerton. Es ist kurzweilig angenehm auch wenn die letzten drei Folgen ein eher langatmig daher kommen und ein wenig voraussehbar sind. Auch die berüchtigte Miss Whistleton war jetzt nicht die große Überraschung. Ich hatte auf jemand anders getippt, und zwar ein Mann, der es durchaus auch hätte sein können.
Ach ja. Die neueste No Art Sendung mit mir wurde ausgestrahlt.
Tief und fest geschlafen. Ich erwachte seit längerem mal wieder ausgeschlafen und frisch auf. Gebloggt und und bei anderen Bloggern gelesen was da so los bzw. nicht los war.
Den Ohrwurm schnappte ich bei der Kaltmamsell auf und er bohrte sich sehr tief rein. Soon May the Wellerman Come ist ein Sea Shanty, der ursprünglich aus Neu Seeland stammt (wer schon lange hier mitliest wird ein ein Muster erkennen und warum ich das verlinke) Die erste Version entstand auf Tik Tok, (nein ich lasse mir nicht auch noch Tik Tok schmackhaft machen, ich vertrödele eh schon zu viel Zeit in Netz) und es kamen immer weitere Stimmen dazu, Ich habe euch gewarnt, klickt nicht auf das Video:
Im Theater hektische Arbeit für die nicht genug Zeit einkalkuliert hatte, die aber seltsamerweise ohne einen Mucks für gut befunden wurde, was mich überraschte, denn zu Anfang dachte ich dass es eine Murckstour werden würde. *auf Holz kolpf*
Eine paar schöne Fotos gemacht denn es war so strahlend schönes Wetter nach dem Schneegestöber, dass man die Sonnenbrille anziehen musste.
Am frühen Abend eine UFO Flugzeug Sichtung direkt unterhalb dem Mond.
Abendessen bei der A. Es gab indische Küche aus dem Royal Bengal , eines der seltenen indischen Restaurants die ich in Luxemburg empfehlen kann. Es gibt nur wenige die wirklich gut sind.
Die kleine Blue kommt jetzt in das Teenageralter und benimmt sich auch bisweilen sehr daneben.
Ein schöner Abend der pünktlich endete, weil wir ja um 23:00, ach ihr wisst schon…
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Dass ich ein uneingeschränkter von Tracey Thorn Fan bin, muss ich wohl nicht jedes mal wiederholen. Ich mochte sie schon als eine Hälfte von Everything But The Girl war und auch später als Solosängerin. Schriftstellerisch ist sie auch unterwegs z.B. im New Statesman in dem sie regelmäßig eine Kolumne schreibt. Irgendwo berührt sie immer wieder etwas in mir.
“Well, Happy New Year,” I said to Blake, and he smiled ruefully. “Yeah, you too.” Then there was a pause. “I feel a bit melancholy,” he said, and I had to agree. I could have told him once again to stay strong, and be patient, and look on the bright side, and that it won’t be much longer now, and there’s light at the end of the tunnel, but I am sick of hearing myself say these things.
Ich hatte viel im Theater zu tun und jeder bekam einen großen Schreck weil einer der Darsteller ganz schnell in die Notaufnahme musste. Das warf den ganzen Probenplan durcheinander. Ich tat die Dinge die mir aufgetragen wurden und huschte dann noch durch ein paar Läden um die Dinge zu besorgen die noch für das Stück gebraucht wurden, obwohl zu dem Zeitpunkt nicht sicher war, was mit dem ausgefallenen Darsteller los sei, ob er noch einmal antreten kann ob es etwas Ernstes ist. Am späten Nachmittag kam dann die erlösende Nachricht dass er morgen wieder antreten kann.
Ich hatte derweil alles erledigt und fuhr nachhause. Das Schneegestöber hatte inzwischen richtig zugelegt.
Ich daddelte eine Runde Runescape weil nicht nach lesen oder fernsehen zumute war. Als es dunkel wurde wurde es noch weißer.
Und später in der Nacht war dann alles restlos mit Schnee bedeckt.
Ein Dienstag mit Schreibkram und Vorbereitung für eine Sendung, in der ich aus Gründen einspringen muss. Am späten Nachmittag dann ein erster Durchlauf des Stückes das Ende des Monats Premiere hat. Ich habe Hoffnung dass es gut werden könnte. Aber es ist nicht für jedermann. Den restlichen Abend dann mit Lesen verbracht und in voller Bekleidung auf dem Sofa fest eingeschlafen wo ich dann um 4 Uhr morgens erwachte und mich dann erst für die restlichen Stunden ins Bett legte.
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Der Wecker klingelte Mittwoch morgen um 8 , ich war aber schon davor wach. Ich machte mich gleich fertig und ging auf den Wochenmarkt, der heute zum ersten mal auf der Place Hamilius war. Es waren wieder ein paar Stände mehr da, und ich bin gespannt wie es am Samstag weiter geht. Fotos davon gibt es am Samstag wenn das Wetter mitspielt. In Windeseile zurück zur Wohnung weil ich einen Termin mit einer Darstellerin hatte die ich zum Friseur begleiten musste, zwecks einer Umfärbung. Nun könnte ich das selbst machen aber ich bin so lange aus diesem Job raus dass ich lieber Profis mit rezenter Erfahrung ranlasse. Dann fertig machen für die Sendung. Mehr dazu gibt es am Sonntag.
Wieder in der Wohnung hatte ich hunger und kaufte mir eine Riesling Pastete auf die Hand, denn Riesling Pastete geht immer und überall. Und es gab das hier, Kirschkuchen.
Abendprogramm: Eine Doku auf Prime, die ich gar nicht mit Titel erwähnen will, denn sie war so schlecht, dass…nun ja. Ich schaute sie mir nicht zum bis zum Ende an. Anschließend noch zwei Folgen Birgerton.
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Kurz nach Weihnachten erschien eine kleine Doku über einer der bekanntesten Folk Gruppen in Luxemburg, Zero Point Five. Für meine deutschen Leser, die kein luxemburgisch verstehen ist es vielleicht ein ganz gute Übung, und es gibt englische Untertitel, wenn gar nichts geht.
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Diesen langen und sehr emotionalen Twitter Thread der bereits 2018 erschien, bei Croco gefunden, über ein Grab auf einem Militärfriedhof in Transsilvanien, in dem nicht ein sondern zwei Soldaten aus dem ersten Weltkrieg liegen. Damit sich das besser liest, habe ich den Thread durch die reader app laufen lassen. Original ist sie auf Spanisch, wurde ins Englische übersetzt und es hinkt manchmal ein bisschen. Geheult habe ich trotzdem. a gay love story of the 1st world war’s year und wer Spanisch kann, da ist es wahrscheinlich nicht so holperig, bitte sehr: #emilyxaver
Und wieder sitze ich vor einer weißen Makse (NEIN! nicht Stoffmaske sondern Textmaske!!!) die mich kirre macht, weil ich nicht weiß mit was ich sie füllen soll. Ich schrieb am Montag Nachmittag folgendes ins Blog der Kaltmamsell.
Oh ja. Ich kann nur bestätigen dass es eine schwierige Zeit für Tagebuchblogger ist. Es passiert nichts, Die sozialen Kontakte sind minimal. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen; in Restaurants speisen, geht schon seit langem nicht mehr. Mir fehlt das fröhliche Beisammensein mit Freunden und Bekannten in einem Restaurant oder einer Bar. Selbst wenn wir uns ab und an draußen treffen, es ist nicht das gleiche, weil wir immer das gleiche Thema der Pandemie durchkauen, was ich als Gesprächsthema so unendlich satt habe.
Eigenzitat
Und diesem Sinne streichen wir den Sonntag, der nichts hergab außer Trübsinn, den ich mir aber selbst einhandelt hatte. Ich hatte am Morgen alles in aller Ruhe weggebloggt, als ich mich frohen Mutes noch einmal an einen Text setzte, der mich zugegeben einiges an Kraft kostet, weil er halt sehr persönlich ist, aber ich war überzeugt dass ich mindestens eine oder zwei Stunden daran arbeiten könnte. Denkste! Als so fing ich an in der Wohnung herumzuwurschteln und räumte die Weihnachtskarten weg, die am alle Küchenschrank hingen. In der Kiste in der ich sie sammele fiel mir dann eine Karte in die Hand, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und ich schaute hinein wer sie geschrieben hat. Es war meine Mutter. Sie hatte mir finanziell ein wenig unter die Arme gegriffen weil ich einen neuen mobilen Schminkspiegel haben wollte, dieser eine aber horrend teuer war. Die Schrift war klein, gekritzelt und schlecht leserlich. Es war die letzte Karte die ich von ihr bekam, danach konnte sie wegen der Krankheit nicht mehr schrieben. Das versetzte mir einen solchen Stich, dass ich für den Rest des Tages nicht mehr zu gebrauchen war. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein zart besaitetes Etwas. Und wenn ich irgendeine Aufgabe, Termin oder Arbeit gehabt hätte, hätte ich mich gut ablenken können. Ich kochte mir Abend ein feudales Boeuf Bourgignon mit einem feudalen Gratin Dauphinois, kippte eine feudale Flasche Wein hinterher, legte mich ins Bett und schnarchte.
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Der Montag fing mit strahlendem Sonnenschein an. Ich bekam einen Anruf der meine ganze Planung der Woche ein wenig über den Haufen schmiss. Aber eine Mail später löste sich alles in Wohlgefallen auf. Uff.
Am Nachmittag einige Besorgungen unter anderem in verschiedenen Geschäften in der Innenstadt, denn hier ist ja seit heute wieder der Einzelhandel geöffnet. Die Sonne schien und es waren erfreulicherweise sehr wenige Menschen unterwegs. Am Abend schaute ich mir eine Arte Reportage über den Mont St.Michel an, den ich auch irgendwann mal besichtigen möchte.
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Bei uns werden grundsätzlich keine Päckchen irgendwo an der Haustür abgestellt, wenn man nicht zuhause ist. Der Paketdienst nimmt sie wieder mit. Das ist nicht überall so und in Pandemie Zeiten wo noch mehr Pakete zugestellt werden als üblich gibt es einen Trend die Päckchen einfach an fremden Haustüren zu klauen. Marc Rober beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Problem und hat eine Falle gebaut. Die Glitterbombe. Gute Unterhaltung.
* Harte Zeiten. So hieß u.a. die Tageszeitung aus dem Film Delikatessen. (das wahrscheinlich aber von der Novelle von Charles Dickes Hard Times abgeleitet war)
Ja, in der Tat! Ich war NICHT auf dem Wochenmarkt. Es war so eisig und feucht, dass ich mich wirklich schwer tat. Die D. rief an und fragte ob ich kommen möchte. Doch eigentlich brauchte ich nichts vom Markt, ich hatte bereits alles am Freitag gekauft. Ich erledigte weiteren Schreibkarm und blieb zuhause.
Tagsüber schaute immer wieder kurz die Sonne raus. und am Nachmittag bescherte es mir folgende Fotos kurz vor und nach dem Sonnenuntergang.
Ich bin immer wieder geplättet, wie toll die Fotos mit dem mit dem 11er iPhone werden.
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Was zum lachen mit Betty White? Bitte schön, die Bloopers aus Hot in Cleveland.
Den halben Morgen und den halben Nachmittag im Theater verbracht. Es tut sich was. Ein (für mich) neuer Regisseur mit dem ich noch nie gearbeitet habe, der aber… Ach lassen wir das. Das wird nur in Klatsch und Tratsch ausarten.
Den ganzen Tag über migräne ähnliche Kopfschmerzen, die ich aber mit einer Runde Hinlegen am späten Nachmittag endlich in den Griff bekam. Danach fühlte ich mich wesentlich besser.
Am Abend Riesling Pastete mit Salat und eine weitere Folge Bridgerton.
Der erste zwar vorgezogene aber dafür kurze Termin im Theater. Ich habe das Gefühl dass es nicht besonders werden wird. Nun ja. Und somit geht dieser Reigen wieder los und damit wird es auch hier im Blog wieder ruhiger.
Am Nachmittag Schreibkram.
Am Abend schaute ich mit die ersten beiden Folgen von Bridgerton an. Schon als ich den ersten Trailer davon sah, wurde sofort klar dass es sich nicht um eine historisch akkurate Serie handeln kann. Was mir sofort auffiel, gleich in den ersten Minuten, dass die Damen in den Korsette geschnürt werden, jedoch anschließend ein Kleid überziehen aus der Regency Zeit, das die Taille überhaupt nicht betont. Hä? Ganz besonders sprangen mir die synthetischen Perücken ins Auge und ihre Formen und Farben bei denen ich zeitweise dachte, dass ich auf einem Faschingsball sei. Ich musste mir gleich ein bisschen Backround zur Serie zusammensuchen. Eine Dame die das sehr gut kann ist Karolina Żebrowska. Sie bestätigte auf den Punkt genau das was mich auch störte und noch viel mehr. Doch, und das ist das seltsame daran, funktioniert es. Es rutscht nie ab, Es ist durchaus spannend und es sind gute Darsteller. Sogar kleinere Rollen sind mit Sorgfalt besetzt worden . Wen die historischen Ausrutscher nicht stören, bitteschön, es ist sehr unterhaltsam.
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Es sprach mich jemand darauf an warum ich nichts über Situation in Washington schreibe und die Erstürmung des Kapitol. Weil ICH bestimme was ich schreibe und was nicht. Das Blog heißt joel.lu und nicht trump.lu. Klar, habe ich eine Meinung dazu und ich finde das alles sehr bedenklich und es bleibt zu hoffen dass es nicht weiter ausartet. Mein Blog ist und wird nie ein politisches Blog werden ich dem ich meine Meinung über weltpoloitische Geschehnisse verbreite. Das tun andere in allen möglich und unmöglichen Farben zur Genüge.
Irgendwo gelesen dass ein Blog von irgendjemandem die Tage 20 Jahre alt wurde. Aus Neugier habe ich nachgerechnet wie lange es denn meines schon gibt. Am 29. Januar wird es 17 Jahre alt! Ich denke ich werde in den kommenden Tagen die Geschichte davon aufschreiben, dass es verschiedene Namen es hatte, wo es überall beheimatet war und dass es einmal Nachwuchs bekam in Form eines Fotoblogs und wie das damals war, als ich die Beiträge noch im Schweiße meines Angesichtes mühsam von Hand geklöppelt habe. #opaerzaehltvomkrieg
Der Dienstag war sehr ruhig und es passierte auch nicht das geringste das blogwürdig gewesen wäre.
Eine gute Nachricht jedoch. Ab Montag werden die Einschränkungen wieder gelockert. Unsere Ansteckungszahlen sind von teilweise 800 am Tag runter auf 200. In den Krankenhäusern, herrscht nicht mehr der Ausnahmezustand und es können auch wieder andere Fälle behandelt werden. Der Einzelhandel darf wieder öffnen mit limitierter Kundenzahl im Geschäft, die Sperrstunde geht von 21:00 Uhr wieder auf 23:00 Uhr. Die Besuchseinschränkungen im privaten Bereich bleiben bestehen, aber die Theater und Kinos können wieder öffnen mit streng limitierter Besucherzahl. Maske immer und überall. Aber so schnell das auch wieder besser wurde, so bleibt noch abzuwarten was die Urlauber aus den Weihnachtsferien uns noch nachträglich bescheren, da könnte noch einmal eine böse Überraschung kommen.
Mittwoch Morgen der vorletzte Markt an der Place Guillaume. Nächsten Mittwoch wird in der Stadt auf dem kleinen Vorplatz der Grand Rue und der Place Hamilius sein, voraussichtlich bis Mai. Es waren kaum Stände da. Ich kaufte ein paar Würstchen für einen Kartoffelsalat, trank einen schnellen Kaffee im Stehen mit der D. und sah zu dass ich wieder nach Hause kam, denn die feuchte Kälte zog mir in die Knochen.
Am Nachmittag viel Büroschreibkram, den ich die letzten Tage aufgeschoben hatte. Anschließend zurrte ich ein paar Daten über das Jahr fest und buchte unter anderen eine Fahrt hinaus in blaue, oder besser gesagt zum Blauen. Treue Leser wissen schon wo es hingeht. aber das wird erst in Juni sein. Vielleicht ist der ein oder andere kleine Abstecher davor ja schon machbar.
Am Abend schaute ich mir auf Amazon Prime einen Klassiker an den ich, als er im Kino lief, binnen einer Woche zwei mal sah. Le Grand Bleu von 1988 in der Original Fassung von 170 Minuten. Ich war damals in Cannes, kam aus der Spätvorstellung und saß noch recht lange im Mondschein auf der den Steg vom Carlton Hotel, starrte ins Meer hinaus und wünschte mir, ich wäre ein Delphin. Dieses Foto aus dem Familienalbum stammt aus der Zeit.
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Und wenn wir schon bei alten Blogeinträgen sind; im gleichen Beitrag verlinkte ich ein Video von Samara Ginsberg, die sich einen Spaß daraus macht Fimmusik jeglicher Art für Cellos zu arrangieren, manchmal bis zu zehn Stück. Und wenn ihr in folgendem Video nicht lauthals ‚Bätääääm‘ mitsingt, weiß ich auch nicht.
Ein etwas ungewohnter Ton meines Handy riss mich aus den Schlummerschlaf. Ich war bereits einmal wach gewesen hatte zum Fenster hinausgeschaut und beschlossen, dass sich der Tag und das Wetter noch ein wenig anstrengen müssten bevor ich offiziell wach werde. Wie gut dass ich sämtliche Termine immer mit einem zwei Stunden vorab Alarm abspeichere, er war nicht lebenswichtig aber unwichtig war er auch nicht.
Ich verbloggte fix den Vortag und machte mich fertig für den Termin. Und es war gut dass ich ihn wahrgenommen hatte, denn ich konnte im gleichen Atemzug noch ein paar andere Dinge klären. Da das Wetter (Nieselregen & Kälte) mich nicht dazu beflügelte den Weg zu Fuß zu machen, nahm ich das Auto mit. Ich schäme mich fast dafür, denn es ist wirklich nicht weit. Aber ich hatte auch einen Großeinkauf im Supermarkt in Howald geplant, was die Fahrerei entschuldigte.
Wieder zurück bekam ich eine SMS dass da etwas im Briefkasten wäre. Die zweite A. hatte mir etwas hinein gelegt.
Jaaaa! Ich hatte schon lange nach schwarzem Knoblauch gesucht und nie den richtigen gefunden.
Da ich während der Nacht schlecht geschlafen hatte, legte ich mich am Nachmittag kurz hin und ratzte für voll zwei Stunden weg. Für den Tagesablauf nicht ideal, aber danach ging es mir besser.
Ich stelle inzwischen mit Freude fest dass mein Aufruf zum Fotorückblick2020 doch wahrgenommen wird. Auf Twitter und hier im Blog tut sich einiges. Sehr schön. Wenn etablierte Blog Adelige mitmachen hilft das schon sehr. 🙂
Ich habe beschlossen dass die erste größere Neuanschaffung in diesem Jahr ein Bürostuhl sein muss. Das alte Ding (so alt ist er nicht, aber es war ein Billigteil) auf dem ich jetzt sitze, knarrt und quietscht an allen Ecken und Kanten. Nun habe ich diesen hier gefunden. Zugegeben es ist ein Gamersessel, und für mich der nicht lange still sitzen kann wäre das nicht schlecht. Außerdem gefällt er mir von der Form her und die Farbe der Rückenlehne ist frei wählbar. Der Preis ist natürlich etwas hoch aber für einen guten Büro/Gamerstuhl scheint das gerechtfertigt.
Am Abend schaute ich mit auf Netflix The Hillbilly Elegy an. Ich hatte schon vor Tagen einmal damit kurz angefangen, war aber zu müde. Gestern schaffte ich die ersten 20 Minuten, mehr ging nicht. Die Geschichte der Hillbilly reizt mich jedoch und ich habe mir das Buch gekauft.
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Das nenne ich mal Upcycling erster Güte und es sieht auch noch gut aus. (Man merkt schon dass ich aus der Theaterbranche komme…)
Gegen 9:00 Uhr wach geworden und zum Schlafzimmerfenster in einen trüben dunklen Himmel hinausgestarrt. Seuftz. Dabei hatte ich gestern Abend in einen klaren Himmel geschaut bevor ich zu Bett ging, ich konnte die Sterne sehen.
Kaffee, Bloggen und nachlesen was bei anderen Tagebuchbloggern so los war die letzten Tage.
Ein Video von Emmy gesehen und SOFORT Hunger bekommen:
Ein fabelhaftes Restessen Konzept das sich problemlos auf alle Kühlschrankreste ausweiten lässt.
Ein wenig über die letzten Tage und Gespräche mit Freunden und Bekannten nachgedacht. Ich kann mit diesem Lockdown besser und entspannter umgehen als mit dem letztes Jahr Anfang März. Aber viele meiner Freunde haben jetzt mehr Schwierigkeiten und ich frage mich warum. Es ist mit Ausnahme von ein paar kleinen Änderungen in den Einschränkungen, nicht viel anders als beim ersten mal. Damals wusste nichts und niemand wie das weitergehen würde und mir ging es, im Vergleich zu jetzt, gar nicht gut damit. Jetzt weiß ich wie es funktioniert und wie ich den Tag gestalten muss damit ich keine obskuren Gedanken habe. Mir geht es ganz gut. Wie geht es denn meinen geschätzten Lesern so?
Im gleichen Zusammenhang den Blogeintrag bei Anke Gröner gelesen und viel genickt. Es ging darum dankbar zu sein und sie verweist auf einen Artikel in der NY Times. Bevor man aber anfängt Dankbarkeit anderen zu zeigen und Nettigkeiten in Form von kleinen Briefen, Geschenken und und anderen Gesten auszuteilen, muss man vor allem erstmal lernen sich selbst dankbar zu sein und sich selbst wertzuschätzen. Das ist für viele der größte Stolperstein und ich habe da auch eine Weile dafür gebraucht. Aber das eine macht ohne das andere keinen Sinn. Meine Meinung.
Dusche, Anziehen, und die Wohnung ein wenig aufräumen, denn gestern, nachdem der J. weg war, lag ich nur noch auf dem Sofa herum und tat überhaupt nichts mehr.
Am späten Nachmittag schaute die N. kurz vorbei mit Hundeteenie Darwin, der sich zur Zeit seinen Hormonen entsprechend unmöglich benimmt.
Am Abend ein bisschen gedaddelt und im Fernsehen rumgezappt, aber nichts gefunden was wirklich sehenswert war.
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Ich bin ja sonst nicht der Rap Fan, aber das Lied Pas Essentiel von Grand Corps Malade ist klasse!
N’écoutez pas cette chanson, elle n’est pas essentiel.
Der Markt am Samstag gab noch weiger her als der am Mittwoch. Es waren noch weniger Stände da. Es war, wenn ich richtig gerechnet habe, eh einer der letzten die am Samstag auf der Place Guillaume stattfinden. Denn sie wird eine riesige klaffende Baustelle werden und der Markt zieht auf die Palce Hamilius und die rue Aldringer um. Ich kaufte nur das was ich unbedingt brauchte. Den Rest besorgte ich im Alima, der ebenfalls angenehm leer war.
Wieder zurück bereitete ich alles zum einem Mittag-Nachmittagessen vor. Der J. den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte war zu Gast. Er sitzt wie ich auch allein zuhause. Ich tischte zwei Gänge auf die beide eigentlich eine Vorspeise sind, aber nach der Joëlschen Rechnung ergeben zwei Vorspeisen bekanntlich eine Hauptspeise.
Das erste Rezept hatte ich schon vor Weihnachten im Fernsehen bei Martina und Moritz entdeckt. Burrata mit geschmortem Chicorée. Ich wandelte es aber ein wenig um. Ich nahm nur Chicorée und keine Radicchio weil ich keine bekommen hatte. Auch das mit dem Karamelisieren tat ich aber ich löschte mit einem kleinen Schluck Verjus ab statt mit saurem Apfelsaft. Der Pfiff bei dem Rezept ist die Pfefferminze am Ende die wirklich nicht fehlen darf und ein paar Spritzer Balsamico Essig. Es war sehr köstlich und ich werde das in Zukunft öfter machen. (PS: wenn ihr das Rezept wirklich haben wollt, ladet es möglichst bald herunter denn irgendwann ist es weg) Als zweiter Gang gab es ein paar salzige Pastel de Natas vom kleinen portugiesischen Stand meines Vertrauens vom Markt mit einem Salat. Nachtisch war eine Galette des Rois aus der Brioche Dorée mit Schokolade, die ich aber nur mittelmäßig gut fand. Die Schokolade innenwendig war beim Backen nicht ganz geschmolzen und so befanden sich dicke Brocken fester Schokolade darin, was ein seltsames Kaugefühl erzeugte und ich mehrfach glaubte ich hätte die eingebackene Porzellanform erwischt.
Am Abend schaute ich den aufgezeichneten Klassiker Sabrina von Arte an. Ich kann mich nicht erinnern ihn je gesehen zu haben außer vor etlichen Jahren ein schlechtes Remake mit Julia Ormond und Harrison Ford. Überzeugend in der Original Fassung ist nur Audrey Hedburn und die Kombi mit Humphrey Bogard als Liebespaar am Ende ist ob ihrer starken Altersdifferenz nicht ganz glaubwürdig. Aber insgesamt ein unterhaltsamer Film.
Und jetzt sind wir einem neuen Jahr angelangt auf dem so viele Hoffnungen und Wünsche lasten, dass es sie wahrscheinlich nicht tragen kann….
Das war der letzte Satz von gestern, den ich heute beim Schreiben dieses Posting sah und mir noch einmal auf der Zunge zergehen ließ. Im ähnlichen Sinne las ich dann auch :
Es ist für mich (!), die von klein auf auf Leistungsgesellschaft gedrillt ist, in erster Linie unerreichbar, weil immer eine weitere Verbesserung möglich ist, was das Leben automatisch zu einer Abfolge von Scheitern und Enttäuschungen macht; mühelose Errungenschaften sind wertlos, wenn nicht sogar ein Versehen, nur Mühe zählt. Als mögliches Ziel fiel mir letztendlich für mich ganz persönlich ein: }…[ akzeptiere Scheitern, egal welches, akzeptiere, deinen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, nichts davon verringert deinen Wert.
Sollten wir das nicht alle als Ziel in einer gemeinsamen Charta unterschreiben?
Ich verbloggte den Silvestertag am Morgen lange und ausführlich weg.
Am Mittag war ich bei der C. eingeladen die,wie ich, die ganzen Feiertage im stillen Kämmerlein verbracht hatte. Wir sehen uns im Alltag oft nur zwischen Tür und Angel oder weil wir auf der gleiche Chose arbeiten, aber zu einem gemütlichen Gespräch kommt es dann nie. Das holten wir gründlich nach.
Die C. hatte ein feudales Resteessen zusammengeschustert mit Suppe, Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch. Ich hatte Alice Hartmann mitgebracht.
Ein Hummersüppchen, anschließend (nochmal) Foie Gras mit Mango Chutney, dann überbackene Chicorée mit Schinken, Pellkartoffeln und Salat und als Nachtisch allerlei Gebäck, wie selbstgemachte Ministollen, Pralinen eines Confiseurs der zur Zeit in Luxemburg bei der Familie verweilt aber sonst in Singapur und Dubai in den edelsten Restaurants daheim ist und ein Lebkuchen, wie ich noch einen gegessen habe.
Als Absacker gab es Sambucca aus Luxemburg, den ich auch noch nicht kannte, aus einem winzig kleinen Dorf, nicht weit von meiner Alten Heimat entfernt. Er schmeckt wunderbar mild und hat, wenn man Sambucca mag, ein gewisses Suchtpotenzial.
Gegen 19:00 wieder daheim.
‚Abends im Fernsehen auf TCM: Absence of Malice. Mit Sally Field und Paul Newman in den Hauptrollen. Großartiger Sidney Pollack Film, den ich noch nicht kannte.
Fangen wir dem Mittwoch an. Es war ausnahmsweise einigermaßen gutes Wetter und der Gang zum Wochenmarkt war angenehm. Ich traf die K., die D. die inzwischen zurück von St. Jean ist und noch ein paar andere Bekannte. Ich wollte Gemüse kaufen doch der Gemüsestand meines Vertrauens war nicht da. Es waren überhaupt nicht viele Stände da und der einzige der Gemüse verkaufte hatte eine irrsinnige Menschenschlange dass es ich den Mut verlor. Doch in der Schlange fand ich dann eine gute Bekannte die mir die paar Chicorée kaufte die ich hauptsächlich haben wollte. Somit dauerte es nicht so lange.
Am Nachmittag und am Abend ist nichts Nennenswertes passiert. Ich saß lange am Rechner und stellte den Rückblick und den Fotorückblick zusammen.
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Am Donnerstag viel zum ersten mal richtig Schnee, der auch eine Weile liegen blieb. Sorry ich kann mich nicht für das weiße Zeug begeistern.
Den Nachmittag verbrachte ich au einer Kinder Silversterfeier die bereits gegen 20:30 ihr Ende fand. Die D. hatte geladen zu Schampus, Lachs und Foie Gras. Alles vom unserem Restaurant unseres Vertrauens, dem Grünewald. Ich brachte eine Flasche Crémant du Futur mit, dessen Name sehr passend für den Anlass war. Er ist inzwischen einer meiner liebsten Crémants und steht an erster Stelle zusammen mit Alice Hatmann, mit dem ich schon viele angfixt habe. (Gruß nach München) Es trudelten derweil viele Grüße und Glückwünsche ein. Auch aus Australien worüber ich mich sehr freute. (Verdammt ich vermisse dieses Land wirklich sehr!)
Gegen 20:30 (ich hatte mir extra den Wecker gestellt) wieder zurück ins eigene Heim.
Ich zappte lustlos durch die Fernsehprogramme und fand aber ein paar Filme aus meiner Jugend. Vor allem Flashdance, den ich damals mindestens sechs oder sieben mal in Kino sah. Ich war 16 oder 17 und verspürte eine innere Tanz und Bewegungswut, die irgendwo raus musste. Abends in Diskotheken mich austoben war vom Elternhaus strengstens verboten worden. Ich durfte auch nicht das Konservatorium besuchen wo moderne und Jazz Tanzkurse angeboten wurden. Ich schweife ab… Als ich den Film nach sehr langer Zeit wieder sah, viel mir auf, wie wenig die Story des Films eigentlich hergibt und dass es außer den Tanzszenen, die ich heute immer noch sehr toll finde, der Rest sinnloses Füllmaterial ist. Jennifer Beals ist immer noch sehr hübsch anzusehen (was ist eigentlich aus ihr geworden?), auch wenn sie selbst nicht eine einzige Szene im Film getanzt hat, sie wurde komplett von einer Tänzerin mit Lockenperücke gedoubelt. Dass es eine Perücke ist, habe ich jetzt erst nach all den Jahren Erfahrung im Business gemerkt.
Kurz in den Folgefilm geschaut, Staying Alive, mit John Travolta, denn ich aber damals schon unglaublich grottig fand mit Ausnahme der Tanzszenen.
Gegen Mitternacht hörte ich ein paar weniger Knaller in der Straße von ein paar vermummten dunklen Gestalten, die alle sehr nah an den Häuserwänden vorbei schlichen um flugs zu verschwinden wenn ein Polizeiauto vorbeikäme. Es winken nämlich 300€ Strafe.
Und jetzt sind wir einem neuen Jahr angelangt auf dem so viele Hoffnungen uns Wünsche lasten, dass es sie wahrscheinlich nicht tragen kann…. Aber das diskutieren wir ein andermal.
Was für ein seltsames Jahr. Wenn ich mir die ersten zwei Monate ansehe, kommen sie manchmal vor als ob ich sie geträumt hätte… Doch dieses Jahr hatte auch seinen schönen Momente.
Januar
Auckland, NeuseelandWeta Workshop in Wellington, Neuseeland Uluru, Australien
Februar
Glockenturm in Perth, AustalienEin Quokka, Rottnest Isalnd, AustralienIch liebe Kängurus.
März
Place d’Armes, am Nachmittag menschenleer
April
Grand RueTurm der Sparkasse
Mai
Der erste Haarschnitt nach dem LockdownMein erster Restaurantbesuch nach dem LockdownDer Zuwachs im Freundeskreis: Darwin
Juni
Text aus dem Posting: Ein fröhlich grinsender Joël der sein Glück kaum fassen kann. Ich. bin. am. Meer! In St.Jean-de-Luz
Juli
San Sebastian CheesecakeEin Wochenende in KnokkeMeine ersten Kirschtomaten
August
Ein Tag in Remerschen am See
September
Der Strand in St.Jean bei NachtNochmal Zuwachs im Freundeskreis: Blue
Oktober
Auf der Hinterbühne in Frankfurt Oder
November
Der erste FrostWochenmarkt von der Terrasse vom Renert aus gesehen.
Dezember
Place d Armes Spaziergang an der Mosel
***
Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. (I had to learn it the hard way…gell Frau Brüllen?) Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häckchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.
Das war vor einem Jahr in Sidney und es fühlt sich an als ob es viel länger her ist. Dieses 2020 hat mich mindestens drei Jahre ältern lassen.
Das ist der klassische Rückblick mit immer den gleichen Fragen die ich jedes Jahr aufs neue beantworte. Der Fotorückblick 2020 kommt heute Nacht.
Zugenommen oder abgenommen? Anfang des Jahres kam ich mit jeder Menge Kilos weniger in Luxemburg an als ich im Jahr davor nach Australien geflogen war. Ich behielt das auch weitgehend über den Sommer bei. Doch Ende des Jahres mit dem verschärften Einschränkungen ging aus Frust und Langweile das Gewicht wieder hoch.
Haare länger oder kürzer? Die waren nach dem ersten Lockdown so lang wie schon seit Jahren nicht mehr. Doch über das Jahr hinweg sind sie gleich geblieben.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Das hat in der Tat gewechselt, aber was genau gewechselt hat kann ich nicht sagen. Ich weiß dass die Kurzsichtigkeit angestiegen ist und dementsprechend hat sich auch die Weitsichtigkeit verändert.
Mehr bewegt oder weniger? Insgesamt mehr als letztes Jahr aber es war halt sehr zusammengerafft in den Monaten in denen ich pandemiebedingt überhaupt etwas tun konnte.
Mehr Kohle oder weniger? Ha! Was glaubt ihr wohl? Millionen hab ich nicht gescheffelt!
Mehr ausgegeben oder weniger? Über das Jahr hinweg gesehen wahrscheinlich weniger, obwohl ich da an eine Anschaffung denke… Aber die Frage kommt weiter unten.
Die gefährlichste Unternehmung? Na ja, gefährlich war es nicht weil ich in Begleitung war aber so ganz ungefährlich war es dann doch nicht. Es war der Spaziergang durch die Felsen von Katja Tuja bei schnuckeligen 45 Grad.
Die teuerste Anschaffung? Eine Kunstwerk von Hannes Helmke, das ich schon letztes Jahr erworben hatte, das aber erst nach der Reise geliefert und bezahlt wurde.
Das leckerste Essen? Das ist nicht so einfach zu entscheiden denn es waren viele sehr gute Restaurants in Australien und Neuseeland mit dabei. Doch ich denke dass wenn ich es vom Begeisterungslevel beurteile, dann war es Depot in Auckland, in das ich kurz hintereinander zweimal war. Ob ich je noch einmal dorthin komme?
Das beeindruckenste Buch? Das ist ein Comic Buch, über das ich noch tagelang nachdachte. Freak Parade
Das enttäuschendste Buch? Ach ja, da gibt es sehr wohl eines aber ich mag das nicht verlinken, weil ich den/die Autor*in persönlich kenne und ihn/sie sehr mag, und ich das einfach nicht machen kann.
Der ergreifendste Film? Ich habe sehr viel Mist gesehen. Eine Miniserie jedoch fesselte mich von Anfang bis Ende. The Queens Gambit.
Die beste Musik? Hier hätte ich beinahe nichts hingeschrieben, wenn ich nicht vor ein paar Tagen eine australische Gruppe durch Cristine von Simply Naillogical entdeckt hätte, die sie in ihrer Best Of 2020 vorstellte. Tame Impala ist ein australisches Projekt das vom Künstler Dave Parker geleitet wird. Einer meiner Ohrwürmer ist Lost In Yesterday.
Und ich entdeckte ein Lied aus meiner Jugend wieder, gespielt von der Cover Band Leonid & Freinds. Streetplayer von Chicago. Vom Sound her noch bombastischer als das Original, obwohl sie sich genau an das original Arrangement halten. Mir zog es die Schuhe aus und ich konnte nicht mehr still sitzen. Die Geschichte hinter dieser russischen Band ist auch erstaunlich.
Das beste Theater? Theater? Ach ja, stimmt! Es gab einen kurzen Moment wo man das Theater wieder besuchen konnte. Doch in dieser sehr kurzen Zeit, war ich selbst gefordert und konnte mir nichts ansehen.
Die meiste Zeit verbracht mit…? Der D., der A, und der N. so wie letztes Jahr und die Jahre davor.
Die schönste Zeit verbracht mit…? Mit dem H. in Melbourne und mit dem C. in Auckland.
Vorherrschendes Gefühl 2020? Sich nicht unterkriegen lassen.
2020 zum ersten Mal getan? Monatelang zuhause ausgeharrt.
2020 nach langer Zeit wieder getan? In mich selbst hineingehorcht um festzustellen, dass ich seelisch wie moralisch trotz aller Widrigkeiten fest im Sattel sitze und eine Pandemie mich nicht so schnell aus der Bahn werfen kann.
Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Tja, was wohl??? Das eine „Ding“ auf das die ganze Welt hätte verzichten können.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Das es irgendwann wieder bergauf geht.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Das waren die A. und die N. mit dem hier:
Das schönste Geschenk, ich jemand gemacht habe? Keine Ahnung, so viele Geschenke habe ich dieses Jahr nicht gemacht als dass eines herausstechen würde.
2020 war mit 1 Wort…? SCHEISSE! Ich habe lang nach einem anderen Wort gesucht das etwas gediegener daher kommt, aber das Fäkalwort trifft es auf den Punkt genau. Zumindest die letzten 10 Monate.
Bilder Recycling: Das Foto machte ich im August 2019 in den Cevennen
An dieser Stelle hätte heute ein längerer Text kommen sollen, an dem ich den halben Morgen und den ganzen Nachmittag arbeitete, bis es irgendwann nicht mehr ging. Der Kopf war schwer und leer und ich emotional ausgelaugt. Ob er morgen folgt weiß ich noch nicht. Es hängt von meiner Tagesform ab und ob ich noch einmal so schnell in der Lage bin mich da hineinzuknien. Es wäre schon schön, dann wäre ich ihn endlich „los“, denn ich arbeite seit weit über einem Jahr in großen Abständen immer wieder daran.
An das Wetter hätte ich eine Bitte. Ob es doch einmal umschlagen könnte auf ein wenig Sonne, meinetwegen auch mit knackiger Kälte, muss aber nicht sein, zumindest einen Tag lang. Es wäre eine vollkommene Abwechslung auch für mein Gemüt.
Nachdem ich heute so lange an diesem besagten Text saß, konnte und wollte ich nicht mehr viel tun. Ich hörte mir ein Hörspiel von Francis Durbrige an Der Fall Greenfield. Er war, wenn man die Kriminalgeschichten von Durbridge kennt, etwas voraussehbar, aber sehr unterhaltsam.
Im weiteren Verlauf hörte ich mir, weil ich gestern eine schöne Rezension im Büchermarkt über ihn hörte, eine Geschichte von Fred von Hoerschelmann an. Eine Stunde Aufenthalt, erzählt die Geschichte eines Advodkaten, der den Mann einer alten Klientin wieder trifft, die er damals ohne einen Zweifel an ihrer Unschuld freisprechen konnte, obwohl jeder sich sicher war, sie hätte es getan. Großartiges Hörspiel.
Später noch ein wenig Fernsehberieselung. Aber nichts nennenswertes.
***
Morgen um Mitternacht ist es soweit und ich wäre froh wenn ihr mitmachen würdet. In genau:
Ich habe beschlossen so lange ich das nicht aus Gründen sein muss und wir weiter die verschärften Einschränkungen haben, NICHT aufstehe, bevor es einigermaßen hell ist. Und mir vor allem daraus keinen Vorwurf zu basteln, ich hätte den ganzen Morgen vertrödelt, ich faule Sau!
Nach einer Tasse Kaffee den Vortag weggebloggt und bei anderen gelesen was die so über die Feiertage gemacht haben. Bei Frau Dr. Gröner das sehr lange Posting ihrer Weihnachten gelesen und bei den letzten beiden Abschnitten sehr heftig mit dem Kopf genickt.
Mir fiel wieder die Diskrepanz zwischen meinem normalen Dasein und dem winzigen Ausschnitt auf, den ich im Blog anbiete. Natürlich weiß ich, dass die allermeisten von uns sich so im Internet bewegen, dass wir alle auswählen und dass alle Insta-Posts von den ganzen Einrichtungsblogs, denen ich folge oder die mir über den Hashtag #interors oder ähnlich in die Timeline gespült werden, ebenso nur ein Ausschnitt sind, aber mir wurde mal wieder deutlich klar, wie inszeniert ich inzwischen vieles wahrnehme. Und dass es eben nicht „das Leben“ ist, sondern nur ein Abbild eines Ausschnitts, der bewusst und nicht spontan gewählt wurde.
www.ankegroener.de
Ja, meine Fotos sind inszeniert. Nicht später als gestern als ich das neue Tablett ablichtete. Ich räumte den Tisch auf, schaltete diverse Lampen ein und wieder aus, überprüfte den Sichtwinkel, dachte einen Moment darüber nach das Tablett leicht schräg zu stellen, wie in einem Schaufenster, verwarf die Idee aber wieder und stellte dann noch die Tassen hinzu. Ich verschweige auch vieles. Einerseits wenn es dritte Personen involviert, die nicht darum gebeten haben, dass ich sie verblogge und andererseits kann und will ich vieles aus beruflichen Gründen nicht erzählen, sowie eine Reihe von sehr privaten Dingen.
…dass das Internet eben nicht das Leben ist, die Menschen darin zum allergrößten Teil nicht meine Freunde, und dass Accounts einen in sehr vielen Fällen nicht trösten können, wenn einen der eigene Vater nicht mehr erkennt.
www.ankegroener.de
Das musste ich schmerzlich feststellen als Tante Gritty, meine letzte mir nahestehende Verwandte, an Alzheimer erkrankte und nach ein paar Jahren im Pflegeheim verstarb. Ab da jedoch wurde das Internet ein sehr fester Bestandteil meines Lebens, nebst den allerbesten Freund*innen, da es ja keine Familie mehr gibt.
Gegen 11:00 Uhr entschied ich mich für eine Runde draußen, egal wie das Wetter aussieht. Die Wetterapp verhieß jedenfalls nichts gutes.
Ich beschloss in die Alter Heimat zu fahren, dort meine Einkäufe zu tätigen und wenn das Wetter es zulässt, eine Runde um den See zu wandern.
Ich war seit etlichen Jahren nicht mehr dort gewesen. Der Eingang ziert eine wunderschöne Baustelle, gleich neben dem neuen Restaurant Lakeside, (nun ja, so neu ist es nun auch weider nicht) in dem ich noch nicht war.
Ich kam nicht mal bis zur Hälfte, als es binnen Minuten wieder zuzog an anfing zu regnen. Da ich keinen Schirm dabei hatte kehrte ich wieder um.
Am Abend zappte ich wahllos durch die Fernsehkanäle und fand nichts was mich wirklich interessierte. Früh zu Bett.
Es ist erstaunlich was meine Twitter Timeline die aus vielen Menschen vor allem aus Deutschland besteht, in der letzten Zeit hergibt. Ich lese jeden Tag Tweets von Menschen die jetzt jemand kennen der an Covid erkrankt ist, dem es nicht gut geht, oder der daran gestorben ist. Ach, schau an!
Ich bin seit März mit diesen Meldungen von Menschen im eigenen Umfeld konfrontiert. Ich kenne inzwischen so viele die das Virus hatten, die es gerade haben und auch leider auch ein paar, die es nicht überlebt haben. Ich habe aufgehört zu zählen. Die Gefahr ist real, sie schwebt über unser aller Köpfen und es ist nicht lustig.
In einem Thread las ich von ein paar Querdenkern, die es erwischte und einer davon nach zwei Wochen Intensivstation das Virus nicht überlebte. Und plötzlich wurden sie sehr kleinlaut. Schwere Gewissensbisse und lebenslange Schuld sind bei den Überlebenden die Folge. Muss es denn immer erst zum Tode eines nahestehenden Menschen kommen damit man endlich aufwacht? Oder wütender ausgedrückt: Es muss erst jemand abkratzen, damit sie sich ihrer Blauäugigkeit, und vor allem ihrer Strunzdummheit bewusst werden?
Sorry, das musste raus.
Zur Tagesordnung. Das Wetter war gruselig. Regen im Wechsel mit Schnee, dazu stürmischer Wind. Die wenigen Minuten die ich draußen war reichten vollkommen.
Gegen Mittag hatte die A. zum Brunch geladen und ich sagte zu. Ich bekam auch mein Weihnachtsgeschenk.
Ein weiteres Teil für mein Edelservice, für das die A. und die N. mich schon vor anderthalb Jahren angefixt hatten. Das Tablett ist übrigens aus Porzellan und nicht wie man vermuten könnte, aus Kunststoff oder Blech. Wun.der.schön!!!! So langsam wird das was.
Gegen 15:00 war ich wieder zuhause, überfressen und überreif für ein Nickerchen. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Aufzugfahrten in den Keller um die Waschmaschine zu be- und entladen. Dazwischen daddelte ich ein wenig uns las die letzten New Yorker durch.
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Gram Parsons kannte ich nicht. Ich hatte, nachdem Caitlin Doughty ihn mir als Ikonische Leiche vorgestellt hatte, ein wenig recherchiert. Ein Musiker der mit Keith Richards von den Rolling Stones befreundet war und der wahrscheinlich mit Keith an ein paar Hits für die Stones mitgebastelt hat. Die Musik von Parsons selbst war mit unbekannt. Doch seine Geschichte als Leiche wäre ein abendfüllender Speilfilm.
***
Mir fehlt noch ganz genau ein Bild für den Fotorückblick 2020. Mit etwas Glück finde ich noch ein schönes Motiv die nächsten Tage, sonst muss ich ein bisschen hin und herschieben. Die Spielregeln lassen es ja zu. Es würde mich sehr freuen wenn ihr mitmacht. Wie, wo, was erkläre ich hier. Veröffentlicht wird in genau:
Fangen wir heute mal mit einem Video an. Für gewöhnlich verlinke ich sie sonst am Ende des Postings.
Ich begann den zweiten Weihnachtstag mit Chilly Gonzales der mich den ganzen Tag über begleiten sollte. Ich hatte vor Tagen auf Arte kurz in seine Weihnachtssendung reingeschaut. Heute allerdings sollte es keine Weihnachtsmusik sein. (mit einer kleinen Ausnahme, weil es eine schöne Variante des Klassikers Last Christmas ist)
Ich bloggte derweil alles weg und wirbelte ein wenig in der Wohnung herum denn ich sollte Besuch bekommen. Bevor jemand meckert, von wegen Besuch. Wer seit Wochen hier mitliest weiß dass die Anzahl der Menschen die ich regelmäßg treffe sich ganz genau auf vier Menschen reduziert. Die letzten Wochen seit dem Covid Test sind es sogar nur drei.
Am Nachmittag kam dann die N. mit Darwin, der anfängt in die Flegeljahremonate zu kommen und sich zur Zeit sehr unmöglich benimmt. Ich hatte der N. vor Monaten schon ein paar Bücher geliehen, bei denen sie mir gestand dass er, als sie zuhause in einer Zoompräsentation feststeckte, aus Frust weil sie sich nicht um ihn kümmern konnte, die Bücher zerkaute. Dass es ausgerechnet meine Bücher waren war dem Umstand geschuldet dass die N. sie extra rausgelegt hatte um sie mitzubringen. Ich werde also noch eine Weile warten müssen, sie hat sie neu bestellt.
Die N. hatte auch das Abendessen mitgebracht. Eine gewaltige Doppelportion hausgemachter Lasagne ihrer Mutter. Und während die im Ofen vor sich hin köchelte hatte ich eine Flasche Alice Hartmann geöffnet.
Die Lasagne war eine der besten seit langem, weil sie nur wenig Béchamel Sauce enthielt. Es war ein lustiger später Nachmittag und gegen 19:00 verabschiedete sich die N. schon wieder, denn mit dem zweiten Weihnachtsfeiertag begann auch der rigorose Lockdown und die N. musste um vor 21:00 Uhr zuhause sein.
Am Abend schaute ich mir das Video einer Anwältin an, die die aktuellen Zivilklagen von und gegen Youtuber anhand der gerichtlich öffentlichen Papiere analysiert und erklärt. Interessant dabei ist, was bei diesen Klagen wirklich relevant ist und was nicht. So verklagt zur Zeit einer der größten Youtuberinnen einen weitaus kleineren Revolverkanal (ich habe das mal von Revolverblatt abgeleitet) wegen Verleumdung, Rufschädigung und damit verbundene finanzielle Einbußen. Und nach der Einschätzung der Anwältin sieht es nicht gut für den Revolverkanal aus auch weil sich die Verteidigung in Widersprüchen und irrelevanten Details verstrickt hat. Ich werde das Video nicht einfügen aber wer mag kann bei Emily D. Baker vorbeischauen.
Das Foto hatte ich vor einem Jahr in diversen sozialen Netzwerken losgeschickt mit der Unterschrift: „Ja, ich wünsche euch auch allen schöne Weihnachten!“
Ich fuhr kurz um halb zwei los um eine geschlagene dreiviertel Stunde unterwegs zu sein mit unzähligen Sonntags- Weihnachtsfahrern, von denen man annehmen konnte dass sie nur einmal im Jahr das Auto widerwillig aus der Garage zerren.
Ich war jedoch pünktlich zum Nachtisch dort. Eine Schokoladenbûche.
Anschließend ein vier Kilometer Spaziergang (die K. hatte nachgemessen) durch die leeren Weinberge und an der Mosel vorbei.
Und es tat gut nach zwei Tagen durch die frische Luft zu wandern. Die Belohnung war am Ende, dass die Sonne noch einmal hervor kam.
Und was ich gestern prophezeite, dass die Songs aus der West Side Story ausgewachsene Ohrwürmer sind, bestätigte sich beim Erwachen. Maria schwirrte mir in Endlosschleife im Kopf herum.
Am späten Morgen schaute einmal kurz die Sonne raus. Aha, es gibt sie noch.
Ich habe beschlossen nicht im Altenheim in Mulhouse im Elsass anzurufen. Ich berichtete gestern davon. Wenn die Töchter von Alice, die inzwischen auch alle über 60 sind, (eine davon war übrigens das Patenkind meines Vaters) es gewollt hätten, hätten sie mir schreiben oder mich anrufen können. Ich bin mir sicher dass Alice ihnen von mir erzählt hat. Damit wäre das letzte, wenn auch sehr schmale Band, zur Familie meines Vaters in Frankreich gekappt. Einerseits ist es eine Art Erlösung und ein Schlussstrich unter einen Teil meiner Vergangenheit, der so weit entfernt war, dass er mir fremd vorkam. Andererseits schmerzt es doch und macht mich traurig.
Ich futterte am späten Morgen die Overnight Oats mit einer Banane und hatte anschließend heftiges Sodbrennen. Na gut, dann lassen wir das wieder.
Dann daddelte ich mich durch ein weiteres Quest von Runescape, (das bedeutsamerweise „Zurück zu den Wurzeln“ hieß) denn Lust zum lesen oder vor dem Fernseher hängen hatte ich keine. Eine andere Option wäre eine Runde draußen drehen, doch es regnete ununterbrochen und es war auch kälter als gestern.
Die K. rief an und fragte wie es mir ginge. Ja, eigentlich ganz ok. Es ist halt nur ein bisschen langweilig. Sie schlug mir vor dass wenn es zu langweilig werden würde, könnte ich auch einen Abstecher zu ihr an die Mosel machen. Ich versprach ihr darüber nachzudenken und eventuell am Weihnachtsnachmittag vorbeizuschauen.
Mein Heiligabendmenü:
Weil es mit dem Cookeo so gut geklappt hatte das letzte mal machte ich mir noch einmal Boeuf Bourgignon mit einem kleinen Kartoffelgratin und einem Minervois Rotwein aus dem Languedoc.
Am Abend sah ich mir The Midnight Sky von Geroge Clooney auf Netflix an. Nicht unbedingt der Film den man sich alleine an Heiligabend anschauen sollte. Ein Film über einen Wissenschaftler der in seinem Leben ein paar Gelegenheiten verpasst hat und jetzt am Ende der Welt in einer evakuierten Forschungsstation sitzt und die Geschichte einer Crew in einer Forschungsstation im Weltall die wieder versucht zurück auf die Erde zu kommen. Der Film stellt philosophische Fragen über Bedauern und Gewissensbisse und erinnerte mich ein wenig an die Terence Malick Filme. Entgegen der sonstigen Hollywood Gewohnheit, jeden Handgriff und Hintergrund bis zum totschlagen erklären zu müssen und damit auch die Geschichte totzuschlagen, ist das hier nicht der Fall. Es wird manches offen gelassen, was dem Plot nichts nimmt, im Gegenteil es lässt Raum sich selbst vorzustellen was wirklich passiert ist. Sehr schöner Film wenn auch mit ein paar kleinen Abstrichen.
Wie schon angekündigt wird es die nächsten Tage herausfordernd etwas zu Blog zu bringen. Nun ja. Ich erwachte früh und stellte missmutig fest, dass ich am Abend vergessen hatte ‚Overnight Oats‘ vorzubereiten. Im Prinzip bin ich kein Porridge Fan, aber die Overnight Fassung davon mag ich schon weil sie nicht warm ist. Ich versuche seit ein paar Tagen jetzt auch morgens etwas zu essen, obwohl mir nie so recht danach ist, aber es ist ein Teil meiner Tagesreorganisierung. Dabei eine Idee fürs Blog bekommen.
Was sind denn so eure abstrusen Schnellgerichte wenn ihr kurz vor dem Verhungern seid? Bei mir ändert sich das immer wieder aber es gibt immer eine herzhafte und eine süße Variante. Die Süße Version ist ist 10%iger stichfester griechischer Joghurt mit sehr dunklem malzigem Ahornsirup. Die Kombi aus dem säuerlichen Joghurt und dem herb-süßen Ahornsirup ist schon sehr unschlagbar. Die herzhafte Variante ist eine kleine Dose Thunfisch (ich weiß, ein No-Go) mit Olivenöl in einer Schüssel zerkleinert mit reichlich Pfeffer und Worcestershiresauce (und es MUSS die von Lea & Perrins sein) gemixt, auf einem frischen Stück Toastbrot.
Zurück zur Tagesberichterstattung. Es ist Mittwoch und Markt. Also los. Ich nahm aber das Auto mit, denn es war wieder dieses nieselige Regenwetter. Es waren weitaus weniger Stände als sonst da. Ich kaufte alles in Windeseile was ich brauchte, flitzte noch zu Oberweis in die Grand Rue, bei dem aber eine sehr lange Schlange stand und ließ es bleiben. Es wurde auch den ganzen Morgen nicht richtig hell, es blieb sehr dunkel mit Dauerregen. Ich war froh als ich wieder in der Wohnung war. Ich überprüfte noch einmal ob ich wirklich alles hatte um über diese Feiertage zu kommen. Nun ja. wenn etwas fehlen sollte kann ich immer noch morgen früh einen schnellen Einkauf hier gleich nebenan in den Läden machen.
Zwischenzeitlich regnete es wie aus Eimern. Ich hätte gerne noch einmal eine Runde draußen gedreht, aber ich wäre nass bis auf die Haut geworden.
Am Nachmittag daddelte ich eine Runde Runescape und spielte ein Quest durch.
Gestern schon wurde mir etwas schlagartig bewusst. Doch wollte ich noch einen Tag warten, bevor ich das hier schreibe. Alice, die Frau des Cousins meines Vaters, die auch die Patentante meines Bruders war, ist wahrscheinlich tot. Sie rief jedes Jahr ein paar Tage vor Weihnachten an, wünschte mir alles Gute zu den Feiertagen und erkundigte sich nach meinem Wohlergehen. Wir erzählten uns was das Jahr über passiert ist. Es war nie ein sehr langes Gespräch, doch fand ich es schön dass sie doch immer wieder anrief, so wie sie es auch all die Jahre immer tat als mein Bruder noch lebte. Letztes Jahr rief sie am Abend an, bevor ich nach Australien flog. Ich habe nur ihre Telefonnummer aus dem Altenheim in dem sie die letzten Jahre lebte. Ich versuchte es gestern, doch es hob niemand ab. Ich werde es nach den Feiertagen noch einmal versuchen oder in den Büros des Altenheims. Doch ganz wohl ist mir nicht dabei. Sie war/ist nun wirklich die aller letzte Verbindung zu der Familie meines Vaters, obwohl sie nur angeheiratet war, denn der Cousin meines Vaters lebt auch seit vielen Jahren nicht mehr.
Am späten Abend fand im dritten belgischen Fernsehen den Klassiker West Side Story, mit einer anschließenden Doku über die Neuaufnahme der Musik in den 80er Jahren. Leonard Bernstein, der das Musical in den 50ern komponierte hatte, nahm sämtliche Lieder noch einmal unter eigener Leitung auf. José Carreras sang die Rolle des Tony. Ich fühlte mich augenblicklich 20 Jahre zurück versetzt, als ich zum ersten mal auf diesem Musical arbeitete. Es war im Jahr 2000 auf dem Festival in Wiltz. Ich hatte gerade erst dem Sprung gewagt aus dem Friseurberuf heraus, und war wieder ein Frischling. Es war meine erste richtig große Produktion und bis heute noch die größte die ich ganz alleine bestritt. Ich weiß echt nicht mehr wie ich das damals geschafft habe. Ich weiß aber dass mir die Lieder monatelang nachdem es auf der Bühne abgespielt war, nicht aus dem Kopf gingen.
Ich hatte mir überlegt ob ich diese komplette Lockdown Zeit nicht wieder „Tage wie Glas“ in der Überschrift nennen sollte. Doch die Idee wieder verworfen.
Gleich nach dem Aufstehen ein Tasse Kaffee und Bloggen. Währenddessen schickte mir Jackie den Kommentar, dass der Wochenmarkt für den 26. Dezember abgesagt wurde, weil sich nicht genügend Marktverkäufer dafür angemeldet haben.
Ich hoffe innigst dass sie uns den Wochenmarkt nicht ganz wegnehmen, denn ich WEIGERE mich alles nur noch in den Supermärkten kaufen zu müssen. Dieser Lockdown spielt wieder voll den global Playern in die Hände. Ich fordere euch hiermit auf alle eure Kaufgewohnheiten zu überprüfen und ALLES was ihr braucht in lokalen kleinen Läden einzukaufen! Gönnt euch mindestens einmal die Woche ein Abend- oder Mittagessen aus dem Restaurant. Lasst euch beliefern oder holt es ab. Ihr wollt doch alle auch wieder im Restaurant bedient und verwöhnt werden, wenn das alles vorbei ist. Also unterstützt sie JETZT! Wenn ihr spezielle Dinge braucht die man nicht so einfach bekommt, schaut nicht aus Bequemlichkeit bei Amazon und Co. vorbei, sondern versucht es über lokale Wege zu bekommen. Bestellt z.B. Bücher IMMER beim eurem Buchhändler, oder im Zeitungsladen an der Ecke. Wenn ihr in Shoppinglaune seid, wühlt euch durch die LëtzShop Seiten. Vermeidet komplett Seiten wie Wish oder AliExpress (und das nicht nur in Lockdown Zeiten!)
Und ja, ich weiß auch dass Predigen sehr viel einfacher ist als danach zu handeln. Ich kenne mich ja selbst gut genug und meinen inneren Schweinehund. Ich habe aber für mich schon seit Jahren festgestellt, dass wenn ich hier im Blog in die Welt hinaus schreie, es auch etwas in mir bewirkt.
So! Das war mein Wort zum Sonntag Mittwoch .
Denn Tag weitgehend in der Wohnung verbracht, weil das Wetter nicht als Regen, Nieselregen und zu ein gewissen Zeitpunkt auch Schnee (aber da bin ich mir nicht ganz sicher) mit sich brachte.
Am Abend Netflix. Eine vierteilige Minidoku über den Yorkshire Ripper. Was mich dabei vor allem wieder sehr die Haare raufen ließ waren die Missstände, die Unfähigkeit vor allen derer die an oberster Stelle standen und alles falsch machten, und ihre Selbstherrlichkeit. ohne sich auch nur einmal in Frage zu stellen. Ganz schlimm auch wie wenig den Frauen zugehört wurde, die ja die Opfer waren und wenn man richtig gehandelt hätte, hätte man den Serientäter schon nach den vierten Mord fassen können. So wurden es 13 Stück ohne die zu zählen die mit dem Leben davon gekommen sind. Sehenswert, doch stellt euch darauf ein dass ihr mehrfach die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werdet.
Ich erwachte später als sonst, was mich aber nicht störte, denn der ersten Termin hatte ich erst um 12:30
Ein Friseurtremin, den ich eigentlich nicht sofort gebraucht hatte, doch hatte ich ihn gebucht als ich noch vor hatte, nach St. Jean zu fahren und die Feiertage dort zu verbringen. Thema beim Friseur war das Pressebriefing der Permierministers und der Gesundheitsministerin.
Auf dem Rückweg schaute ich noch beim Bäcker in meinem Viertel vorbei, und schaute auch im dem neuen Feinkostladen der erst vor wenigen Tagen seine Tür geöffnet hat. Olivia Cliquet ist das erste Geschäft von einem Caterer von dem ich schon ein paar Dinge kosten konnte auf einem größeren Event von vor zwei Jahren. Ich bin gespannt wie er sich entwickeln wird.
Als ich zurück war, sah ich meinen Nachbar vor der Haustürder mir brühwarm erzählte, dass wir wieder in einen Lockdown gehen. Es wäre eben in den Nachrichten gekommen.
Ja in der Tat, die Zügel werden wieder an strammer angezogen. Ab den 26. Dezember bis voraussichtlich den 10. Januar müssen alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte schließen und wir bekommen eine Aussgangssperre bereits ab 21:00 Uhr. Wer sich bis jetzt nicht daran gehalten hatte musste eine Strafe in der Höhe von 145 Euro bezahlen. Die geht jetzt hoch auf 300 Euro. Die Schulen haben noch eine Woche weiter nach den Weihnachtsferien zu.
Am Abend lenkte ich mich ab mit der dritten Folge der Herr der Ringe Saga, und später dann dem Film The Prom, auf den ich schon vor Wochen hingewiesen hatte, in den nächsten Tagen noch einmal gesondert eingehe. Ich habe ja eimerweise Zeit dafür…
Ich dachte lange darüber nach was dieser Lockdown denn jetzt für mich bedeutet. Ich werde mir meine Tage sehr durchorganisieren müssen, sonst wird das alles sehr sehr langweilig hier. Wie ich das angehe weiß ich selbst noch nicht so genau.
Folgendes Bild das die N. mit mir schickte bringt es ganz schön auf den Punkt.
Wortwörtlich übersetzt: Ich hab die Kugeln, aber ich bin noch nicht an Ende der Rolle angelangnt. Der Bedeutung nach übersetzt: Ich hab die Faxen dicke, aber ich bin noch nicht am Ende der Fahenenstange!
Es wäre schon ein bisschen pathetisch wenn ich mir an einem Sonntag Morgen ganz allein zu hause ein Brunch basteln würde. Aber zu zweit (immer den geltenden Regeln folgend) geht das. Die A. hatte mich zum einem zwei Personen Brunch eingeladen ab 11:00 .
Ich war spät aufgewacht musste aber zuerst den Vortag wegbloggen bevor ich zu ihr fuhr. So richtig hunger hatte ich nicht, bis ich den Tisch sah…
Ja, das macht Laune.
Wie gewohnt erzählten wir uns gegenseitig die letzten Entwicklungen unserer Projekte, wobei sie in dem Punkt einiges mehr zu erzählen als ich, weil sie ja nicht nur im Theaterbereich arbeitet. Und sie hat diesbezüglich nächstes Jahr mehrere spannende Geschichten.
Die kleine Blue hüpfte zu Begrüßung an mir hoch und herum als sie ob frisch von Zirkusschule käme. Sie ist zudem (ganz anderes als Pablo davor) sehr verfressen. Ich habe bis jetzt noch nichts gesehen was sie nicht frisst.
Später legte sie sich in die Wohnzimmerdeko so versteckt hin, dass ich so etwas ähnliches wie ein Suchbild fotografieren konnte.
Wo ist der Hund?
Am frühen Nachmittag fuhr ich zurück und musste missmutig feststellen, dass mir wieder jemand die Garageneinfahrt zugeparkt hatte. Ich drehte dreimal um den Block und er war immer noch nicht weg. Na gut, dachte ich, dann fahr halt eine Runde spazieren.
Es zog mich in die alte Heimat. Es gibt seit ein paar Jahren schon einen größeren reinen deutschen Supermarkt, meiner Kenntnis nach, der einzige den es in Luxemburg gibt und er ist Sonntags den ganzen Tag geöffnet. Ja warum eigentlich nicht. Und es war eine sehr gute Idee hinzufahren. Es war nur leicht belebt doch im Markt selbst war recht wenig los. Ich kaufte ein paar Dinge in weiser Voraussicht auf die nächsten Tage.
Es war ein kleiner Ausflug in die eigene Vergangenheit aber auch nur bis Kleinstadtgrenze. In die Stadt selbst oder gar bis zur Siedlung in der einst mein Elternhaus stand fuhr ich nicht.
Am Abend schaute ich mir den zweiten Teil der Herr der Ringe Saga an. Ich hatte mir vor ein paar Tagen den ersten Teil angesehen. Das erste mal war im Kino bei seinem Erscheinen. Und ich muss sagen dass es schon toll gemacht ist, nicht nur von den spezial Effekten her, sondern auch dramaturgisch rutscht er nie ab und der Film hält die Spannung bis zum Schluss.
***
Damit ich mir nicht selbst damit auf die Nerven gehe werde ich es ab jetzt nicht nicht mehr in jedes Posting packen. Aber in
So ihr Lieben, jetzt wird es auch im Blog wieder eine voraussichtlich herausfordernde Zeit werden, jeden Tag zu schreiben, obwohl nicht wirklich was passiert. Der Samstag ist schon mal in gutes Beispiel dafür.
Ich hatte am Morgen recht lange und ausführlich gebloggt und wollte später als sonst zum Wochenmarkt. Doch die zweite A. kam mir zuvor. Sie sollte schon seit Tagen bei mir vorbei schauen und rief spontan an ob das nicht jetzt gleich am Morgen ginge. Sie war früher losgezogen zum Wochenmarkt und kam aus dem Zentrum zurück, weil ihr zu viele Menschen unterwegs waren. Ich sollte die Innenstadt möglichst meiden es herrsche der totale Irrsinn. Am unglaublichsten finde ich die ich seit Tagen elend lange Schlange vor dem Louis Vuitton Laden. Mit allen Lockdowns in unseren Nachbarländern sind das keine Touristen sondern Einheimische. NIEMAND soll mit weismachen, dass die Luxemburger kein Geld mehr hätten, oder gar guten Geschmack.
Also ließ ich den Wochenmarkt zum ersten mal in diesem Jahr sausen ohne dass ich einen terminlichen Grund gehabt hätte.
Ich gab der zweiten A (ich mag nicht A2 schreiben, weil es sich so sehr nach Autobahn anhört) ihr Weihnachtsgeschenk. Wir diskutierten eine Weile über unserer Projekte und was wir an Weihnachten so machen würden.
Den Nachmittag mit Wäsche waschen und einem Nickerchen verbracht.
Am Abend hatte Lust auf leichte Kost aus dem Fernseher und ich schaute mir den Arte Film von gestern an, Grease. Er kam in die Kinos als ich zehn oder elf Jahre alt war. Ich schwärmte für damals für Travolta, der wirklich ein umwerfendes Lächeln besaß. Heute ähnelt er, Hollywood sei Schuld, einer Mumie. Ich hatte soga den Starschnitt aus der BRAVO von ihm zusammengeklebt. (Wobei ich jetzt mal im BRAVO Archiv nachgeschaut habe; es gab nie einen Starschnitt von Travolta! Ich weiß aber mit Sicherheit dass ich in riesengroß an der Wand hängen hatte.)
Auch wenn der Film darstellerisch in der untersten Liga mitspielt, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, so ist er immer noch ein Heidenspaß und die Musik reißt alles raus.
Das Weihnachtsmärchen vom letzten Jahr, das dieses Jahr eine Wiederaufführung haben sollte, wurde jetzt doch gespielt obwohl die Theater keine öffentlichen Vorstellungen geben dürfen. Und bevor jemand lauthals schreit wir würden uns nicht an die zur Zeit geltenden Pandemie Regeln halten, bitte einmal tief Luft holen und weiter lesen.
Es wurde lange hin und her überlegt wie man das Stück dann doch noch einmal verwerten könnte, ich hatte es schon einmal kurz vor ein paar Tagen angedeutet. Man wurde sich einig mit dem Fernsehsender dass das Theaterstück aufgezeichnet und während den Feiertagen ausgestrahlt werden soll.
Also wurden am Donnerstag und am Freitag drei Vorführungen gefilmt.
Am Donnerstag war die der erste Durchlauf für 19:00 geplant, wobei wir uns da an die Originalzeit hielten, weil das jedem besser passte, den mache der Darsteller stecken noch in anderen Projekten.
Zusammen mit meiner Kollegin richteten wir den Maskenraum fertig ein. Alle Perücken und Haarteile unterzogen wir einer Grundsanierung. und checkten alle sonstigen Produkte durch ob noch alles vorhanden wäre.
Und als die ersten Darsteller zur Maske kamen wurde mir schlagartig bewusst, wie privilegiert ich doch bin, dass ich überhaupt arbeiten darf. Die Vorstellung lief mit einer recht heftigen technischen Unterbrechung gleich zu Anfang, reibungslos ab. Mir taten die Techniker ein wenig leid, denn sie konnten wirklich nichts dafür.
Doch insgesamt herrschte hinter der Bühne eine ausgelassene Stimmung und alle waren froh dass wir zumindest das machen konnten, wenn auch komplett ohne Publikum.
Am Freitag dann das ganze noch zweimal am frühen und am späten Nachmittag.
Manche unserer Darsteller waren so happy dass sie das über Insta teilen mussten.
Fotos von der Seitenbühne.
Und das wars für dieses Jahr was die Arbeit angeht.
Die Gesudheitsministerin hat vorgestern in einem Interview angedeutet dass wir wahrscheinlich nach den Feiertagen in einen kompletten Lockdown gehen. Ganz fest steht es noch nicht, die nächsten Tage sind ausschlaggebend.