Wochenmarkt & letzte Vorstellung

Wenn ich folgende Fotos vergleiche mit denen die ich vor zwei Wochen und mehr gemacht habe, ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen.

Es ging zum Wochenmarkt. Von dem angekündigten Sturm war am Morgen nichts zu sehen. Die Sonne schien doch der Himmel kündigte durch seine seltsame Farbe Böses an.

Im Renert, in dem ich mit großem Hallo begrüßt wurde (letzte Woche hatte er geschlossen) war es wunderbar für den, wenn auch nur kurzen Moment auf der Terrasse zu sitzen

Ich kaufte beim Eifeler Bäcker und sah mich anch der Marmeladenfrau um, doch die war nicht da.
Ich kaufte ein paar Tulpen.

Später dann ging es noch fix zu Santos für ein Pfund Kaffee. Jetzt nach der langen Reise lerne ich den Kaffee hier von meiner kleinen Rösterei erst richtig schätzen. Mit Ausnahme von den Kaffee den ich bei H. trank sind alle Kaffees in Australien und Neu Zeeland säuerlicher als unsere. Mich persönlich stört das nicht so sehr. Aber jetzt da ich wieder hier bin merke ich doch wie sehr Santos mir gefehlt hat.

Am Nachmittag dann brach der Sturm für ein knappe Stunde los, war aber dann auch schon wieder vorbei und ich konnte ohne Probleme zur Arbeit fahren.

Am Abend dann schon die letzte Vorstellung der Oper. Es waren viele Bekannte da und nach der Vorstellung musste ein wenig bleiben um kurz und knapp zu berichten wie es denn in Australien gewesen sei. (Es lesen ja nicht alle hier mit) Unter den Zuschauern befanden sich auch zwei Blogleser die sich mir vorstellten. Die eine Dame kannte ich bereits da ich ihr auch schon auf dem Wochenmarkt begegnet war, der andere ist der Vater eines ehemaligen luxemburger Blogger der ersten Stunde, der meine ganze Reise nach Down Under verfolgt hatte. Es ist schön von den Kommentierern auch mal ein Gesicht zu sehen…
Kurz vor Mitternacht war ich zurück.

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Es war eine Frage der Zeit. Am Samstag Abend kam die Meldung.
Éischte Fall vu Coronavirus zu Lëtzebuerg confirméiert

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Da wir ja zur Zeit weltweit damit Schlagzeilen machen, so wird jedoch auch hier über den Umstand, dass der öffentlich Verkehr ab heute in Bus, Tram und Bahnfahrten 2.Klasse kostenlos ist, viel diskutiert. War es eine gute Idee? Was kostet das den Staat? Wie viele Einnahmen gehen verloren? Eine dreiteilige Serie darüber gibt es in der WOXX

Zweite Vorstellung

Pixabay

Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Wochen und Monaten (aber ich wusste es auch schon vorher) dann, dass ich nicht gut mit Kälte umgehen kann. Schnee, Nässe und vor allem Kälte sind absolut nicht mein Ding.

Ich wurstelte den ganzen Tag zu hause herum und obwohl ich noch Besorgungen hätte machen müssen, baute ich heute mal einen Tag ein an dem ich nicht wirklich viel tat.

Zweite Vorstellung der Oper. Alles lief wie am Schnürchen. Die D. war mit im Publikum und obwohl sie kein Opernfan ist, fand sie das sehr schön. Vor allem gefiel ich die Tatsache dass es fast ausschließlich Sänger aus Luxemburg waren die den ganzen Abend bestritten hatten.

Später dann noch einen Abstecher zusammen mit der D. ins Bovary. Es war zum ersten mal das wir beide Zeit fanden uns über die letzten Wochen richtig auszutauschen. Wir schmiedeten teilweise Pläne für die kommenden Monate, jedoch vorausgesetzt dass uns das Virus keinen Strich durch die Rechnung macht.

Und wen wir schon beim Thema sind:
Eine Nachricht bezüglich des Coroanvirus die ich (vor)gestern in der Sendung Forschung aktuell hörte, beunruhigte mich zutiefst. Link zum nachlesen. In Japan gibt es jetzt den ersten Fall einer Frau die sich mit den Virus angesteckt hat, davon ganz gesundete und jetzt wieder davon befallen ist. Das bedeutet dass man nicht zwingend Antikörper gegen das Virus entwickelt. Sehr beunruhigend.

Hinsichtlich der Pläne schmieden habe ich übrigens eine Entscheidung für dieses Jahr getroffen. Ich werde nicht nach Berlin zur Republika fahren. Ich werde mir einen Teil der Panels im Livestream ansehen, und mich dann selbst ins Hinterteil beißen, weil ich nicht dort bin…

Premiere & Schnee

Ich könnte euch das gleiche Foto zeigen wie das von gestern, doch es scheint heute morgen dann doch etwas schöneres Wetter zu sein. Ich versuchte davor den Rauch der Kamine auf den hinteren Balkon einzufangen der leicht rosa schimmerte durch die aufgehende Sonne, aber auf dem Foto sah man es nicht.

Früh am Morgen eine Besprechung wegen einem Fooshooting nächste Woche. Ich hatte schon lange kein Fotoshooting mehr. Da kann ich euch auch das Resultat zeigen wenn es publik gemacht wird, denn es ist für eine Werbekampagne.
Die Besprechung war im dem neuen Einkaufszentrum auf der Cloche d’Or, das ich persönlich ja nicht mag. Es wird auch von den Einwohnern nur sehr zögerlich angenommen. Die meiste Zeit herrscht dort gähnende Leere.

Als ich dann zurück fuhr (ja ich hatte den Wagen genommen, da es von meinem Viertel aus keine gute Anbindung zur Cloch d’Or gibt) fing es an heftigst zu schneien.

Ich beschoss dann bereits kurz nach 16:00 lozufahren um rechtzeitig in der Maske für die Oper zu sein. Das sollte sich auch als sehr weise herausstellen, denn ich brauchte volle anderthalb Stunden, wo ich sonst nur knappe 20 Minuten brauche.
Es ist lächerlich. Ein paar Zentimeter Schnee und Luxemburg befindet sich im totalen Ausnahmezustand…

Foto der Hauptprobe im LW.

Die Premiere scheint gut beim Publikum angekommen zu sein, zumindest habe ich nichts Schlechtes im Anschluss auf der Premierenfeier vernommen.

Ich fuhr jedoch zeitig heim weil ich todmüde war und der Jetlag mir immer noch das Leben ein wenig erschwert, obwohl ich mir das nicht mehr eingestehen will. Ich bin morgens immer noch gegen 5:00 Uhr wach.

Zwei intensive Arbeitstage & Coronavirus

Und mit dem Titel ist eigentlich schon alles gesagt.
Der Jetlag ist soweit ausgestanden. Ich habe meinen normalen Schlafrhythmus fast wieder.

Arbeitsmäßig war es intensiv die beiden letzten Tage, aber es macht Spaß und ich habe keine Schweißausbrüche, weil es zu viel wäre oder zu kompliziert. Es geht seinen gewohnten Gang.
Donnerstag ist Premiere.

Ein Foto habe ich noch.

Schnee.
Und ich dachte, wenn ich von Down Under zurück wäre, hätte Luxemburg das ganze Schneegedöns bereits hinter sich sich. Denkste….

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Durch den Beitrag der Frau Brüllen über Realität und Fakten auf der einen Seite und Panikmache von selbsternannten Experten auf der anderen, wollte ich auch meinen Schäuflein hinsichtlich der Realität beitragen , weil ich vor ein paar Tagen etwas näher dran war.

  • Bereits vor drei Wochen fragte man mich als ich von Perth nach Bali flog, ob ich in den letzten zwei Wochen in China gewesen sei.
  • Bei der Einreise in Indonesien musste ich einen gelben Zettel ausfüllen, in dem ich bestätigen musste, dass ich nicht China war, und musste den Zettel permanent in Pass dabei haben.
  • Als ich ein paar Tage später nach Melbourne flog über Jakarta, liefen dort sehr viele mit Mundschutz herum. Da Jakarta auf Java liegt und muslimisch ist, im Gegensatz zu Bali, sahen viele Frauen noch verhüllter aus als sie es eh schon sind.
  • Ein paar Tage später als ich dann von Melbourne über Singapur nach Paris flog, (ich bloggte live darüber) hatten sämtliche Flugbegleiter von Singapore Airlines Mundschutz, was sehr befremdlich war.
  • In Singapur selbst am Flughafen durchschritt ich eine Schleuse von Wärmebildkameras, die zugegeben sehr diskret war, aber ich sah sie trotzdem. Links und rechts saßen Männer mit Mundschutz und sahen sich die Menschen im Bildschirm an, ob da niemand Fieber hätte. Da wurde die Bedrohung für mich zum ersten Mal sehr real und löste ein mulmiges Gefühl aus.

Mehr kann und will ich mich nicht dazu äußern. Lest Posting von Frau Brüllen, damit ist alles gesagt.

Arbeitstag

Um 5 Uhr wach geworden. Mit dem Rhythmus werde ich wahrscheinlich in zwei Tagen die Zeitverschiebenung los sein.

Andererseits ist es gut, dass ich mich gleich wieder mit vollem Elan in die Arbeit schmeißen musste, so kam ich wenigstens nicht dazu mich über das mise Wetter zu beklagen. Seit zweit Tagen ist es nur kalt, regnerisch und stürmisch. Keine Sonne.

Die Arbeit macht Spaß und meine langjährige Erfahrung zeigte mir, dass ich mit allen Maskenentscheidungen für die Oper richtig lag. Bis auf ein paar kleine Änderungen, war alles zur Zufriedenheit aller.
Die erste Hauptprobe war jedoch zu den Originalzeiten und er Tag wurde dementsprechend sehr lang.
Ich war froh als ich kurz vor 23:00 Uhr Zuhause war.

Hallo Jetlag

Ich dachte noch, dass wenn ich den alten Schlafrhythmus einmal durchbreche indem ich ihn übergehe (so ähnlich wie eine Nacht durchfeieren?) und mich dann zu meiner alten gewohnten Zeit schlafen lege, würde das schon klappen. Denkste.
Um 4:00 Uhr morgens saß ich kerzengerade im Bett und bekam kein Auge mehr zu. Mist.
Ich lungerte rum, schaute Youtube Videos im Bett, ganz besonders die von denen ich weiß dass sie mir Abends beim Einschlafen helfen. Half nichts. Also aufsehen.

Und weil die Arbeit wieder mit voller Wucht zuschlug und mich diesbezüglich ja etwas bedeckt halten muss, werden die Einträge auch wieder um einiges kürzer. Da ich ja die Reise um ganze fünf Tage verlängert habe, fehlen diese mir jetzt in der Vorbereitung und ich muss doppelt so schnell ran wie sonst. Ich kann nur soviel sagen; es ist eine Oper von Henry Purcell die einzige richtige Oper die er je geschrieben hat, Dido and Aeneas. (Der Rest sind Singspiele)

Es war ein langer Tag, bei dem ich immer hoffte das er mir nicht Verhängnis wird und ich irgendwann am Nachmittag völlig in den Seilen hänge. Doch es ging alles glatt und die erste Maskenprobe verlief erstaunlich gut, obwohl ich ja überhaupt nicht vorbereitet war. (20 Jahre Bühnenerfahrung zahlen sich irgendwann doch aus!)

Am Abend dann mit der A. und ihrer Cousine und deren Mann, in einem mir unbekannten Restaurant in Clausen: Bistro Le Duc
Die Internetseite gibt noch nichts her. Es ist ein kleines feines Lokal mit einer bodenständiger Küche und vielen Luxemburger Spezialitäten. Sehr lecker und gemütlich. (Fotos folgen wenn ich nochmal hingehe)

Als ich mit der A. zurück fuhr (es regnete in vollen Strömen) hatte wir das Auto in den benachbarten Parkhaus abgestellt. Für 2 Stunden und 16 Minuten zahlt man dort satte 6€ Parkgebühren. Das ist doppelt und dreifach so teuer wie die Parkhäuser im Zentrum.

Ich fiel wie ein Stein ins Bett in der Hoffnung dass ich nicht schon wieder so früh wach werde. (Spoileralert: ich war sehr früh wach wenn auch nicht so früh wie am Morgen davor)

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Der H. schickte mir noch eine interessanten Artikel über die Ausstellung Crossing Lines, die ich ja gesehen hatte.
‚We were all a little bit punk‘: Haring, Basquiat and the art that defined 80s New York

Wochenmarkt, erster Arbeitstag & Mitbringsel

Sehr traurige Nachricht am frühen Nachmittag über die vermisste Mutter eines Freundes, von der ich schon vor ein paar Tagen berichtet hatte. Sie haben sie am Tag meiner Heimkehr gefunden. Leider zu spät.

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Fangen wir dort an wo ich am Tag davor aufgehört habe. Die D. holte mich vom Flughafen ab. Große Wiedersehensfreude.
Als ich den Koffer zu hause abgestellt hatte, (als ich nach zwei Monaten zuerst wieder die Wohnung betrat, kam sie seltsamerweise vertraut/unvertraut vor) gingen wir zu Fuß ins Zentrum, denn die Sonne schien, doch es war schweinekalt. Zumindest fühlte es sich so für mich an. Wir aßen eine Kleinigkeit bei Oberweis.
Ich nahm sofort die Bankangelegenheiten in Angriff, hinsichtlich der gesperrten Karten und konnte binnen fünf Minuten alles zu meiner Zufriedenheit lösen.
Ich kaufte noch ein paar Dinge für den Kühlschrank ein und zu hause und fiel wie ein Stein aufs Bett.
Ich erwachte mit einem Riesenschreck kurz nach 9 Uhr abends. Ich hatte Treffen mit der D. , der A. und dr N. völlig verpennt. Ich rief die D. an und im Hintergrund hörte ich sie N. lachen. Sie waren noch alle drei im Bovary wo ich selbst den Tisch bestellt hatte. Ich zog mich fix um und fuhr hin.
Es war ein schönes Wiedersehen.

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Da ich verständlicherweise voll im Jetlag hänge, war ich sehr früh wach. Ich ging kurz nach acht schon auf den Wochenmarkt. Der war jedoch sehr leer. Es waren viele Stände nicht da, was wahrscheinlich dem Fastnachtsferien geschuldet ist.
Gegen 10:00 war ich bereit in einer Kulturstätte etwas außerhalb der Stadt. Und gleich der erste Tag schmiss mich sofort wieder in den Arbeitamodus, so als ob ich nie Urlaub gewesen wäre.
Der Tag zog sich insgesamt in die Länge wie ein Kaugummi und mein Körper teilte mir immer wieder mit dass er eigentlich müde sei aber nicht so richtig etwas damit anzufangen weiß.
Am Nachmittag dann wieder zu hause. Ich lud ein paar Waschmaschinen, hing aber sehr in Seilen für den Rest des Tages. Doch etwas Produktives wollte ich noch machen. Ich machte ein paar Fotos fürs Blog mit den Mitbringseln:

Ein Katalog mit den bedeutendsten Werken die im MONA ausgestellt wurden über die letzten Jahre und die Biographie von David Walsh, dem Gründer des Museums.

Von der Ausstellung Haring & Basquiat aus Melbourne zwei Teller und ein Tasse. Und ich bin sooo happy dass nichts davon zu Bruch ging während der Reise.

Von dem H. und der M. bekam ich zu Weihnachten ein Kochbuch vom Fernsehkoch Adam Liaw, der die Welt bereiste und Kochrezepte aus Australien, Neu Zeeland, China, Singapur und noch ein paar anderen Ländern sammelte.

Wieder daheim

Nur ganz kurz. Ich landete ohne weitern Zwischenfall in Luxemburg. Uff. 22 Stunden reine Flugzeit ohne die Wartezeiten. Ich warte darauf dass jemand das beamen erfindet.

Und dann ging es schon Schlag auf Schlag, weil die Arbeit ruft. Der Rest der Berichterstattung folgt morgen.

Live Posting bis Luxemburg (hoffentlich)

Melbourne /10:00 Dieses Posting werde ich live schrieben und updaten so oft es eben geht. Ich hoffen sehr, dass keine böse Überraschung mehr kommt. Die Aufregung von gestern ließ mich noch lange wach bleiben und ich schlief erst weit nach Mitternacht ein. An dieser Stelle möchte ich noch einmal sagen wie dankbar ich dem H. und seiner Frau M. bin. Wenn ich die beiden hier in Melbounre nicht gehabt hätte, ich hätte auf Parkbänken geschlafen.

Ich hatte mir den Wecker auf 7:00 Uhr gestellt. Ich war schon weitaus davor wach. Ich packte meinen Koffer um damit er mit all den Mitbringseln nicht zu schwer wird. Jetzt ist mein Rucksack etwas schwerer aber ich denke den bekomme ich noch so durch. Zur Vorsicht wog ich alles noch einmal und stellte dabei erfreut fest dass ich abgenommen habe. Es sind mindestens 2 oder 3 Kilo weg. Hurra!

Melbourne / 12:30 Ich war viel zu früh hier. Der Schalter zum Einchecken geht erst um 13:30 auf. Ich hatte aber vorab schon bei Virgin Airlines (weil die immer sehr nett sind) vorgefühlt. Und am Service Desk meinte man das dürfte kein Problem sein. Mein Emergency Travel Dokument sollte einwandfrei klappen.

Melbourne 14:20 Pünktlich wie die Maurer stand ich am Check in. Es war kein Problem alle meine Boarding Passe zu bekommen. Es dauerte nur etwas länger. Durch den Security Check ging auch fix. Im Boarder Force war der Mann sehr nett und alles klappte wie es sollte. UFF. Jetzt sollte nichts mehr schief gehen.

Melbourne 16:10 Bye bye Australia.

Singapore 22:50 7 Stunden Flug später. Ich musste fast rennen um zeitig am Gate zu sein um wieder einzuchecken. Ohne Probleme konnte ich den Flieger besteigen. Und jetzt sind es nich einmal 14 Stunden und dann bin ich fast da.

Paris 7:14 Fast geschafft. Jetzt fehlt noch der letzte Flug nach Luxemburg. Es ist schade dass der Aufenthalt in Singapore so kurz war. Doch die Wege sind dort sehr lang und ich musste Has geben. Es bLieb nicht einmal Zeit für einen Kaffee.

Nebst den ganzen Unannehmlichkeiten die ich die letzten Tagen hatte, habe ich aber auch etwas hinzugelernt. So nett das Personal von Airfrancr auch ist; das was man in der Premium Economy Klasse geboten bekommt ist weniger als in der Economy Klasse von anderen Fluggesellschaften. Für kurze Flüge durch Europa ist das sicherlich genug aber auf Langstreckenflügen reicht das nicht. Sie hinken damit sogar den indonesischen Fluglinien hinterher. Merke: nie wieder Airfrance auf Langstrecke.

Jetzt habe ich noch zwei Stunden Leerlauf und dann bin ich da.

Melbourne: Kleine Lichtblicke & ein weiterer Hammerschlag.

Mal davon abgesehen, dass mir hier das Wetter gerade vorführt was mich in Luxemburg erwartet, denn hier ist es stürmisch und es regnet immer wieder, gab es heute den ersten kleinen Lichtblick.
Ich schrieb gestern meine Bank an und erklärte ihr die augenblickliche Situation. Heute morgen erhielt ich die Nachricht, das es klappen sollte und ich konnte die neue Kreditkarte, in Apple Pay installieren, die ich noch gar nicht habe. Hurra! So brauche ich zumindest nicht mehr für jede kleine Ausgabe auf das Geld zurückzugreifen das ich mir von H. geborgt habe.

Daraufhin, ging ich zu der Croissanterie Lune, von der ich schon einmal hier berichtet hatte und kaufte mir eines der berüchtigten Croissants. Der Bäckerei geht es zur Zeit etwas weniger gut, da ja sämtliche Fluge mit chinesischen Touristen gestoppt wurden, und die langen Menschenschlangen ausbleiben. Grad bei Chinesen ist die Bäckerei besonders beliebt. Ich ging also rein und wurde sofort bedient.

Das ist also eines dieser vermeidlich weltbesten Croissants.
Ich kann nur sagen dass sie gut sind. Aber das beste Croissant dass ich je gegessen habe ist es bei weitem nicht. Sie sind wohlgemerkt sehr blätterig und auch nicht zu fettig, aber es fehlt ihnen an „Feinheit“. Diese feinen, sehr dünnen inneren Teigschichten die ich auch nicht in Luxemburg in den Croissants vorfinde, sondern nur in Frankreich, fehlen auch hier. Aber gut zumindest hatte ich jetzt einmal eines dieser ominösen Teile…

Gegen 10:30 kam die erlösende SMS dass DHL die Fotos in der Botschaft abgeliefert hat. Uff. Eine Sorge weniger. Jetzt ist es denen den Emergency Pass so schnell wie möglich auszustellen und mir zurückzuschicken. Wie sie das anstellten war mir egal. Ich musste ihn morgen Vormittag haben.

Little did he know!!!

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Jedoch sorgenvolle Nachrichten aus der Heimat schon seit ein paar Tagen. Eine Rentnerin, die auch die Mutter eines guten Bekannten ist, wird schon seit etlichen Tagen vermisst. Ich bin in einer Whatsapp Gruppe des Bekannten die anfänglich dazu gedacht war, kleine Feiern und Apéro’s zu organisieren, jetzt ist sie zur Suchgruppe umfunktioniert worden und ich bekomme sämtliche Hilfeaktionen hier mit. Hier der Aufruf in der Zeitung.

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Und dann kam der nächste Hammer. Ich dachte ich hätte alle hinter mir. Man rief mich von der belgischen Botschaft an,dass ich mich selbst darum kümmern müsste dass der Pass nach Melbourne geliefert wird zu dem Honorarkonsul. Da ich morgen fliege, musste es ein Expressdienst sein. Ich telefonierte mehrere Kurierdienste durch inklusive DHL. Dieser Honorarkonsul wohnt aber so weit außerhalb von Melbourne, dass kein Expressservice dorthin liefert. Irgendwann packte mich die Wut, weil ich auch von der Konsulin am Telefon wie der letzte Verbrecher behandelt wurde. Ich buchte für den Nachmittag einen Flug nach Canberra mit einem Rückflug am gleichen Tag zurück. Kostenpunkt 1200 Dollar. Denn wenn ich noch länger hier bleibe, ist in Luxemburg ein Auftrag weg, und ich muss den Langstreckenflug noch einmal umbuchen, was mich bereits beim ersten mal ein Vermögen gekostet hat.

Also saß ich am späten Nachmittag in einem Flugzeug nach Canberra. Glückwunsch!, dachte ich im Flieger. Jetzt habe ich definitiv ALLE Bundesstaaten in Australien durch, was nicht jeder Australier von sich behaupten kann.

Im Eilverfahren dann mit dem Taxi zu belgischen Botschaft. Gott sei dank ist hier nie viel Verkehr und ich war in knapp 10 Minuten dort, denn der Flieger dorthin hatte ebenfalls Verspätung.

Die Konsulin war dann wie ausgewechselt als sie mich empfing. Sie entschuldigte sich für all die Unannehmlichkeiten. Sie wollte noch ein wenig plaudern, doch mal davon abgesehen dass ich dazu nicht aufgelegt war, musste ich auch den Flug zurück erwischen. Sie bestellte mir ein Taxi das sofort da war und ich brauste zurück. Ich kam 10 Minuten vor Boarding an. Uff.

Wieder in Melbourne nahm ich diesmal dem Bus zur City und anschließend ein Taxi für ein paar Dollar. Kurz nach 22:00 Uhr war ich bei H.

Und ich merke grad dass ich Canberra nicht ein einziges Foto gemacht habe…

Und morgen geht es hoffentlich zurück nach Luxemburg. Es bleibt weiterhin spannend.

Melbourne: Noch ein bisschen Alptraum weil es so sch… war

Gewaltiger Dämpfer am Morgen. Mein Pass wurde von Luxemburg aus bereits gesperrt und ich kann nichts mehr damit anfangen. Ich brauche also doch einen Emergency Pass.

Und schon war ich wieder in der gleichen Anspannung wie vor zwei Tagen. Die Dame von der Botschaft meinte dass sie das in der Form für Luxemburg noch nie gemacht hätte, aber so oder so muss ich nach Canberra zur Botschaft kommen. Sie würde in den nächsten Stunden nochmal zurückrufen. Und Verzweiflung kochte wieder hoch.

Wenn ich wirklich nach Canberra muss, muss ich das an einem Tag erledigen. Das wäre an und für sich kein Problem wenn ich noch meine Kreditkarte hätte. Aber so muss ich bei H. anfragen ob er mir das Geld leiht. Und er und seine Frau tun schon so viel für mich. Zudem wird es ein kleines Vermögen kosten so kurzfristig zwei gescheite sichere Flüge zu finden.

Ich wartete also auf den Rückruf der Botschaft damit ich endlich weiß voran ich bin. Gegen 14:30 kam dann der erlösende Anruf ich müsste nicht kommen, sondern sie schicken mir alles über ihren Honorarkonsul hier in Melbourne. Dafür müsste ich aber zwei Passfotos nach Canberra schicken und das noch heute mit Express per DHL damit sie am Morgen ankommen. Ich flitze also zur Post die Fotos machen. (Ja Passfotos werden hier in der Post gemacht!!) Von dort aus mit dem Taxi zu nächsten DHL Stelle am Melbourner Hafen. Ja, das geht, sagte man mir, die Fotos seien vor Mittag dort. Uff… Eine Sorge weniger.

Mit all dem hin und her hatte ich inzwischen irrsinnige Kopfschmerzen, weil ich einfach vergessen hatte Wasser oder Tee oder irgendetwas zu trinken. Selber schuld.

Abends kochte ich gemeinsam mit der M. ein herrliches Risotto mit Steinpilzen.
Essen kann manchmal so tröstlich sein.

Und morgen ist ein neuer Tag mit neuen Aufregungen.

Melbourne: Victoria State Library

Ich wollte mir die Bibliothek schon das letzte mal ansehen, da ich sie in der RTL Reihe ‚Luxemburger im Ausland‘ vor über einem Jahr gesehen hatte als sie einen Bericht über den H. brachten.

Ich ging zu Fuß hin denn die Tram fuhr nicht wegen einem Streik. Ja, Streik können sie auch hier. Europa macht es ja oft genug vor.

Das ist der Dome der Bibliothek mit dem Lesesaal, was aber nur den geringsten Teil des ganzen Gebäudes ausmacht. Es gibt so viele andere Säle dass ich mich fast verlaufen hätte. In einem der Säle ließ ich mich nieder und schrieb den gestrigen Blogeintrag fertig.

Dann wanderte ich ein wenig durch die Stadt die, weil gar kein Verkehr, wie eine gewaltige Fußgängerzone wirkte. Doch kurz nach 14:00 fuhren die Trambahnen wieder und ich fuhr zurück.

Ich ging in das Aqua Profonda Schwimmbad zusammen mit H.

Es war sehr voll aber tat Schwimmen tat gut.

Am Abend dann Essen auf dem Rootop von H.s Haus.

St.Kilda & Fitzroy

Beides sind Viertel in Melbourne. Heute zog ich von einem in das andere.

Am Morgen jedoch blieb ich noch eine Weile in St.Kilda und ging a Meer entlang. Ich legte mich auf eine große grüne Wiese nicht weitab vom Luna Park und lass ein der letzten New Yorker, den ich Jarkarta am Flughafen gekauft hatte, der aber mit dem Rucksack ebenfalls verschwunden war. Vor mir hoch oben fuhr die alte Achterbahn. (Foto oben) Ich wollte und konnte nicht schon wieder einfach darauf los rennen nachdem was die letzten Tage war.

Ich sah wieder den kleinen Sonntagsmarkt an der Uferpromenade, wo ich mir vor zwei Jahren das feste Parfüm gekauft hatte. ( das ich aber nie hier erwähnt habe, denn ich wollte es jetzt verlinken…) Es war schön zu sehen dass der kleine Fabrikant noch immer da ist und sein Sortiment auch ausgebaut hat mit Bartölen und einer Duftserie für Frauen.

Am Nachmittag zog ich dann mit einem sehr schweren Koffer um nach Fitzroy zu H. und seiner Frau M. Wenn ich die beiden nicht hätte, würden die nächsten Tage sehr happig werden.

Es war ein wunderschöner Abend mit lustigen Gesprächen und einer oder auch zwei Flaschen Wein.

Ein Foto bin ich noch schuldig:

Da hatte ich ihn just wieder und hatte die Tränen weggewischt.

Von Denpasar über Jakarta nach Melboune & ein Alptraum

Dass ich drei Tage nichts geschrieben habe, kommt daher dass ich wieder ein Lektion in Demut erhielt…

Aber der Reihe nach.

Ich flog dorthin zurück wo ich letztes Jahr meine Reise begonnen hatte. Zurück nach Melbourne aber mit einem Abstecher zur indonesischen Hauptstadt.

Bali bescherte mir an meinem letzten Tag doch noch einen schönen Sonnenuntergang, den ich von der Terrasse vom Flughafen aus sah. All die anderen Abende waren entweder verregnet oder so bewölkt, dass ich Hoffnung bereits aufgegeben hatte.

Obwohl mein Flug erst Abends startete, fuhr ich zeitig los, denn in Bali weiß man nie was einen auf den Straßen erwartet. Entweder kommt man durch oder man hat einen unendlichen Stau. Ich brauchte mit dem Taxi für die 11km fast eine Stunde.

Ich flog wieder mit Garuda Airlines die ich beeindruckend gut finde, obwohl sie hier als ‚billig‘ verschrien sind. Ich sagte dem Taxifahrer der mir das weismachen wollte, er solle doch nach Europa kommen und dort mit so lustigen Fluggesellschaften wir Rayan Air oder Air Balitca oder gar Blue Air (bis heute die schlimmste mit der je geflogen bin) fliegen.

Ohne weiteren Zwischenfall nach Jakarta. Beeindruckend großer Flughafen. Von der Stadt habe ich ja logischerweise nichts gesehen. Weiter dann nach Melbourne. Es war eine sehr kurze Nacht die in punkto Dunkelheit

Letztendlich war ich doch die ganze Nacht wach, auch wenn ich ab und an einschlummerte. Ich kam in Melbourne an, sehr übermüdet, und dann passierte der reinste Albtraum und jetzt, da ich es schreibe und die Chose fast vorbei ist, kommt es mir vor, als wenn mich jemand mit Vorschlaghammer auf den Kopf geschlagen hätte und ich wäre über zwei Tage hinweg bewusstlos gewesen und hätte sehr schlecht geträumt.

Als ich auf den Skybus wartete der mich direkt zum Stadtviertel St. Kilda bringen sollte, fuhr ich im Kopf auf Sparflamme wegen der Müdigkeit und passte nur auf dass ich den richtigen Bus nahm.

Als ich dann im Bus saß und auf meinen Koffer starrte war mein Rucksack verschwunden und es war unmöglich den Bus anzuhalten und zurückzurennen, da wir bereits auf der Autobahn fuhren.

Ich fragte den Fahrer ob er nicht per Funk in der Abfahrtstation anfragen könnte ob sie keinen Rücksack gefunden hätten. Tat er. Nichts. Kein Rucksack. Ich fragte ihn ob ich sofort mit ihm zurück fahren könnte. Doch in St Kilda musste er die Uhrzeiten einhalten und mir dauerte das zu lange. Jede Sekunde fühlte sich wie eine Minute an. Mir wurde plötzlich bewusst dass ich zwar außer dem Koffer sonst alles verloren hatte. Meine ganzen Papiere, Brieftasche, Pass, Laptop und und und, aber nicht mein Iphone! Das hatte ich in die Hosentasche gesteckt weil sich dort das Busticket darauf befand.

Ich sprang aus dem Bus sammt Koffer und orderte ein Uber Taxi das binnen 30 Sekunden da war, bezahlte per Apple Pay und fuhr zurück zum Flughafen.
Im Lost and Found Büro wurde jedoch nichts abgegeben. Langsam schwammen alle Hoffnungen davon. Ich gab eine genaue Beschreibung an, schrieb eine Mail, und hinterließ meine Nummer, wenn der Rucksack auftauchen sollte.
Ich hatte noch eine Fahrt auf den Handy, die Rückfahrt die ich aber auch zum Hinfahren zu Hotel in St.Kilda gebrauchen konnte. Ich fuhr zurück zum Hotel und checkte im Hotel ein, was sich wieder als schwierig erweisen sollte, denn ich konnte mich nicht ausweisen. Das machte mich verdächtig. Doch ich konnte die 100 Dollar mit dem Handy zahlen, das inzwischen auf den letzten Prozent der Batterie nagte. Ich flitzte zum nächsten Convenience Shop und kaufte ein Charger und ein Stecker, bezahlte noch einmal mit Apple Pay und ging zurück ins Hotel .
Zwischenzeitlich hatte ich dem H. Bescheid gegeben. Er meinte ich sollte doch bei ihnen vorbeikommen und mich erst einmal beruhigen, wenn alle Stricke reißen, könnte ich die nächsten Tage immer noch zu ihm seiner Frau der M. kommen.

Ich besorgte mir eine neue Tramkarte und fuhr hinaus nach Fitzroy. Wieder mit Apple Pay bezahlt. Ich war in meinem Leben noch nie so froh ein Smartphone zu haben wie jetzt. Und alle die, die es immer verteufeln, mir hat es schlicht das Leben gerettet.

Es war ein schöner Abend an dem ich aus verständlichen Gründen zu viel Wein trank, was mich über die Nacht rettete, denn ich hätte eine weitere Nacht nicht geschlafen, vor lauter Sorge. Doch ich musste für den folgen Tag einen klaren Kopf haben und Punkt für Punkt alle Möglichkeiten durchgehen.
Das letzte was ich an dem Abend dachte war, wie oft mich mein Smartphone an dem Tag gerettet hatte.
Ich schlief traumlos tief und fest, war aber kurz nach 5 Uhr morgens schon wieder wach.

***

Den folgenden Morgen verbrachte ich am Telefon. Ich rief mehfach das Lost an Found Büro an. Nichts.
Ich meldete meinen Rucksack mit sämtlichem Inhalt bei der Polizei als vermisst, insbesondere meinen Pass.
Da Luxemburg keine Botschaft in Australien hat, sondern nur einen Honorarkonsul, der schlicht mal gar nichts für mich tun kann, war schon der erste große Dämpfer. Ich sollte mich bei der belgischen Botschaft melden die auch für Luxemburg zuständig sei.
Da mir aber sämtliche Papiere fehlten schickte ich eine Nachricht an meine Reiseagentur die alle meine Papiere hatte und die auch sofort alles per Mail schickte. Ich konnte somit alles in die Wege leiten. Auf der belgischen Botschaft sagte man mir, dass es mindestens vier Tage braucht um die Papiere für ein Emergency Pass anzufordern. Also musste ich den Heimflug verlegen.

Am Abend war ich H. eingeladen, der sowieso ein Barbeque für den Abend für Freunde und extra für mich organisiert hatte. Es war schön für ein paar Stunden das ganze Drama zu vergessen. Da meine australische Simkarte eine Blockade hat in Bezug auf Auslandsanrufe, konnte ich auch die ganze Zeit die Kreditkarte nicht blockieren. Ich tat das dann an dem Abend mit H.’s Handy. Ich fragte die Dame in Luxemburg sie sollte bitte die letzten Bewegungen der Karte kontrollieren, und ich zählte ihr alle Dinge auf die ich noch mit der Karte per Handy bezahlt hatte. Es war genau das und es sonst keine verdächtigen Bewegungen auf der Karte dabei.

Das ließ mich wieder hoffen dass der Rucksack doch am Flughafen sei. H. schlug vor mich am nächsten Morgen in aller Früh zum Flughafen zu fahren damit dort noch mal an Ort und Stelle fragen könnte.

***

Als wir am Flughafen waren schaute ich als erstes im ‚Lost and Found‘ vorbei, die mir aber nur sagen konnten, dass sie nichts für mich hätten, aber wenn mein Pass dabei gewesen wäre, hätten sie ihm beim Border Force abgegeben. Ich sollte dort nachfragen. Der H. wurde leicht blass um die Nase als er Border Force hörte, den mit denen ist nicht zu spaßen. Doch die Frau am Schalter war sehr nett. Es war auch die erste die mir die richtigen Fragen stellte, z.B. ob ein Tag oder ein Label an meinem Rucksack gewesen wäre, was ich bejahte. Ich hatte eines bekommen das ich an den Rucksack hängen musste damit ich es mit die Flugkabine nehmen konnte. Sie meinte, dass es dann auch bei den Gepäckstücken in einem anderen Büro sein könnte und sagte mir wo ich das finden könnte.
Ich trat dort ein fragte nach dem Rucksack….und da stand er!
Die ganze Anspannung fiel mit einem Schlag von mir ab und mir rannten die Tränen übers Gesicht, ich konnte es nicht verhindern.

Ich fuhr zurück zum Polizeibüro und die Vermisstenanzeige rückgängig zu machen. Dann schickte ich eine Mail zur Botschaft in der Hoffnung, dass die ganze Prozedur der Emergency Passport noch rückgängig zu machen ist. Aber das erfahre ich erst am Montag.

Zurückfliegen werde ich so oder so erst am Donnerstag.

Letzter Tag in Bali

… was aber nicht ganz richtig ist. Morgen fliege ich nach Malbourne aber erst sehr spät. Gut finde ich das nicht, dann stehe ich lieber früh auf, als morgen die Nacht hindurch zu fliegen. Aber ok.

Lieber kein Frühstück als ein schlechtes. Statdessen schaute ich am frühen Nachmittag noch einmal im Cafeorganic vorbei.

Unter diesem kleinen Kunstwerk versteckt sich eine halbe Kokosnuss. Gefüllt mit einem Smoothie Müsli. Wer da nicht schwach wird…

Den Nachmittag gelesen, geschwommen und ein paar Videos geschaut.

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Schlechte Laune? Kein Problem, kuckt euch ein Video der fabelhaften Emmy made in Japan an. Sie probiert ja alles Mögliche rund ums Essen aus. Hier stellt sie Original Willy Wonka Schokolade her mit einem 70er Jahre Bastelkit und freut sich wie ein Rohrspatz. Übrigens habe ich zum ersten mal richtig verstanden was das mit dem Temperieren der Schokolade auf sich hat und warum man das machen muss.

Ein ruhiger Tag fast ohne Regen

Zumindest regnete es nicht mehr. Auch die Hitze ist nicht mehr so heftig wie am Einreisetag.

Ich rief die N. am frühen Abend vom Vortag an, da ich gelesen hatte dass Luxemburg zur Zeit wegen dem Orkan im Ausnahmezustand ist. Es wurde die ‚Alerte rouge‘ ausgerufen. Die Schulen sind am Montag alle geschlossen. Ich bat die N. doch bitte in der Wohnung vorbei zu schauen und die Balkonmöbel reinzunehmen. Tat sie auch.

Das Frühstück im Hotel ließ ich ausfallen denn so toll war das bis jetzt nicht. Dem ganzen Tag über las ich immer wieder wie es in Luxemburg aussieht. Zwischendurch organisierte ich ein paar kleine Dinge für meine Heimkehr und für die zwei letzten Tage in Melbourne.

Ein Runde Schwimmen. Sehr angenehm, denn ich hatte den Pool für mich.

Zwischendurch macht sich immer wieder das schlechte Gewissen breit, dass ich hier nicht geschäftiger bin und mehr tue. Aber ich bin jetzt mit ein paar wenigen Ausnahmen fast jeden Tag unterwegs gewesen und habe mir Dinge und Tiere angesehen. Die Tage in Bali waren zum Entspannen gedacht, also nutze ich sie auch dafür und renne nicht wieder rum.

Am frühen Nachmittag machte sich dann ein leichtes Hungergefühl bemerkbar und ich ging nebenan ins:

Cafeorganic.

Sensationell lecker und um Längen besser als das was es an Frühstück im Hotel gibt.

Das hatte ich dort vor zwei Tagen am späten Nachmittag.

Ein kleines feines Fühstückslokal, das sehr viel Auswahl hat, vor allem im veganen Bereich. Veganer würden hier platzen. Es werden Früchte in rauen Mengen verarbeitet. Ich saß neben der Theke und konnte zuschauen wie eine Mango nach der anderen fast im Sekundentakt verarbeitet wird.

Am Abend dann, weil ich mich zu spät entschieden hatte und keinen Tisch mehr zur gewollten Zeit in anderen Restaurants fand außer im Mera Putih, in dem ich schon vorgestern war, und begeistert wieder herauskam. (Der Satz davor hat Schluckauf aber ich lasse ihn jetzt so) Das Restaurant ist wirklich eine Wucht und mehr. Die Kellner erinnerten sich an mich.

Ich aß ein großartiges Lammcurry, wenn nicht das beste das ich je gegessen habe.

***

Wer sich ein wenig in der koreanischen Küche auskennt, dem müsste Maangchi ein Begriff sein. Maangchi ist eine koreanische Köchin aus New York mit Youtube Kanal. Folgendes Video ist schon etwas älter und dauerte in seiner Herstellung ein ganzes Jahr. Wie man Sojapaste und Sojasoße selbst herstellt. Ich war überrascht wie aufwendig der ganze Prozess ist und welche ungewohnten Dinge man dafür braucht wie zum Beispiel eine Heizdecke.

Kerobokan: Ein Regentag

Was man wissen sollte: Die Regenzeit in Bali ist von September/Oktober bis April/Mai. Das Gewitter das mich die Nacht davor kaum schlafen ließ, ging in einen Dauerregen über, der fast den ganzen Tag anhielt. Also blieb ich am Morgen in der Hotelanlage und las.
Irgendwann am späten Nachmittag hörte es langsam auf, es bleib aber bedeckt.

Ich tat Dinge die ich sonst hier nie erwähne weil es Alltagsdinge sind. Ich durchforstete den Koffer. Ich habe gemerkt dass man mit quasi nichts reisen kann. Die drei Tage in Alice Springs ohne Koffer waren darin eine lehrreiche Erfahrung. Klamotten z.B. könnte ich noch mehr reduzieren. Ich habe zu viel mitgenommen. Ich merke es vor allem an ein paar Teilen die ich bis dato noch nicht einmal an hatte. Ich werde also nochmal entsorgen, denn wenn ich sie jetzt auf der Reise nicht an hatte, ich werde sie unter Garantie nicht Zuhause anziehen. Weg damit. Auch Unterwäsche wird überbewertet. Ich habe Schwimmshorts dabei die auch als normale Shorts durchgehen. Darunter braucht man z.B. keine Unterwäsche. Zudem hatte ich Alice Springs gar keine Wechselmöglichkeit, also ließ die Unterwäsche ganz weg. Das mag für viele ein No Go sein, ich fand das gar nicht schlimm.
Auch der Kulturbeutel könnte nochmal um einiges schrumpfen. Das meiste wird in den Hotels eh zur Verfügung gestellt. Ich habe auf der gesamten Reise eine kleine Reiseflasche Shampoo nicht zur mal Hälfte gebraucht, obwohl ich jeden Tag Haare wasche. Dazu muss man wissen dass man in Australien immer nur ein Minitropfen braucht, weil das Wasser sehr weich ist. Sonst wird man den Schaum nicht los. Die zweite kleine Flasche die ich mit hatte war überflüssig.
Es ist auch eine Frage der persönlichen Bedürfnisse. Doch man sollte gut vorab überlegen was man wirklich braucht und bei allen Dingen bei denen man schon „im Falle von“ sagt, zwei mal überlegen.

Am Nachmittag unter bedecktem Himmel dann noch eine kleine Schwimmrunde, weil ich mich so gar nicht bewegt hätte. Und dann las ich weiter auf der Terrasse.

Kerobokan: kleine Erkundung & Merah Putih

Kerobokan ist ein Viertel von dem berüchtigten Kuta, das aber sehr abseits von dem „ugly“ Kuta liegt.
Dazu muss man ein paar Dinge wissen. Es gibt hier wie in Palma de Mallorca ein Viertel, in dem die Australier billig abfeiern und morgens kotzend am Straßenrand stehen. Ich hatte mir dieses Viertel vor zwei Jahren angesehen und es ist…brrr.
Da ich aber auf der Westseite der Insel sein wollte um den Sonnenuntergang zu sehen (was wahrscheinlich wetterbedingt nicht der Fall sein wird) hatte ich mir etwas weitab ein Hotel gesucht.

Tonys Villas and Resort liegt etwas abseits einer belebten Straße von der man aber gar nichts mitbekommt. Allerdings liegt es „in zweiter Reihe“ zum Strand und man muss erst durch ein anderes Hotelareal, wenn man keinen riesigen Umweg machen will, um ans Meer zu kommen.
Was ich am Tag davor schon erfreut feststellte, die Straßen sind sauberer als noch vor zwei Jahren. Mit Smartphone Karte bewappnet schlenderte ich also am Morgen durch die Straßen um zu mit einem Weg zum Strand zu suchen, und ging durch Areal eine großen Resorts, des W Seminayk.

Dort läuft man erstmal durch ein Bambustunnel, der kein Ende zu nehmen scheint. Dann kommt man am Tor an und wird erst einmal durchsucht, was ich recht seltsam fand.

Dann läuft man noch einmal eine Weg entlang durch einen irrsinnig schönen Garten, schließlich durch die Hotelanlage und dann endlich ans Meer.

Das Meer jedoch war sehr aufgewühlt und an Schwimmen war nicht zu denken. Ich watete ein wenig im Wasser und ging ein ganz Stück am Strand spazieren. Ein sehr schöner sehr weitläufiger Strand der erstaunlich sauber war, bis mir dann doch ein paar Tüten im Meer entgegen schwammen…

Für den Abend hatte ich mir ein Restaurant in der Nähe ausgesucht in das etwas gehobener schien. Merah Putih Und tatsächlich…

…wow!

Zu essen gab es:

Ein kleines Currysüppchen vorab. Dann King Prwan mit viel Gemüse und einer raffnierten Soße. Dazu ein Teller mit allerhand Gemüse und einem anderen Sud. Ich fühlte mich absolut nicht untergemüsiert* .

Kaum war ich wieder im Hotel, ging ein Gewitter los das sich schon über die letzten Stunden hinweg mit unbarmherzig erdrückender Hitze angekündigt hatte. Es regnete wie aus Kübeln bis weit nach Mitternacht. Da mein Zimmer im ersten Stock (also unter dem Dach) ist, hörte ich den prasselnden Regen in einer ungewohnten Lautstärke, was das Schlafen unmöglich machte. Also schaute ich mir im Hotelfernsehen auf einem HBO Kanal einen Dokumenterfilm an, von den schon mal im Ansatz etwas gehört hatte. Mommy Daed And Dearest.
Ein Film der mich sehr umhaute, wie weit ein Münchhausen by Proxy Syndrom gehen kann. Auch interessant das Interview mit der Dokumtarfilerin Erin Lee Carr über dem Film.
Es gibt inzwischen auch eine Miniserie über den Fall von Hulu. The Act.

Ich schlief sehr spät ein.

*eine Wortschöpfung die nicht auf meinem Mist gewachsen ist, sondern bei der Kaltmamsell.

Von Perth nach Denpasar

Gegen halb vier wachte ich von selbst auf. Wenn ich mir am Tag davor im Kopf genug Stress aufbaue aus Angst, ich würde den Flieger verpassen, brauche ich mir im Prinzip keinen Wecker zu stellen. Kennt das noch jemand oder ist das eine Joel’sche Verschrobenheit?

Ich flog zu ersten mal mit Garuda Airlines. Sehr angenehm. Außer man hat ein Kleinknirps im Sitz vor sich der nicht ruhig sitzen kann… Nun ja. Da ich eh noch sehr müde war, schlief ich den größten Teil des Fluges.

In Denpasar dauerte dann die Zollkontrolle sehr lange. Alle liefen mit Mundschutz herum und ich musste noch ein extra Papier ausfüllen in dem ich bescheinigte dass ich in den letzten drei Wochen nicht in China gewesen bin.

Willkommen in Bali.

Der Innenhof des Hotels.

Es ist weitaus wenig heiß als in Perth oder in Alice Springs, aber die Luftfeuchtigkeit macht das hier sozusagen wieder wett. 28 Grad mit 80% Luftfeuchtigkeit. Puh.

Im Hotel überfiel mich die Müdigkeit, die wahrscheinlich dem Wetter geschuldet ist, noch einmal und ich legte mich eine Weile hin.

Ein Runde Schwimmen in einem der beiden Pools des Hotels. Morgen versuche ich den anderen Pool.

Als ich in Restaurant des Hotels saß, fing es an zu regnen.

Ich hatte ausnahmsweise mal nicht meine balinesische Leibspeise Mie Goreng sondern Hühnchen das im Bananenblatt gekocht war mit einer curryähnlichen Soße und Reis dazu. Da ich das Handy auf dem Zimmer gelassen hatte, gibt es leider kein Foto davon.

Ich las noch die letzte Ausgabe des Wort aus Luxemburg. Darin ein Artikel über die Aufarbeitung des Archivs des luxemburger Geheimdienstes. Ich merkte dabei, das die Alltagsrealität mich langsam wieder einholt. In ein paar Tagen ist Schluss. Nach Bali geht es noch einmal für zwei Tage nach Melbourne von wo aus ich den langen Flug zurücknehme.
Ich habe lange darüber nachgedacht was dieser Urlaub mit mir gemacht hat. Wer schon länger hier mitliest, weiß dass ich vor zwei Jahren eine Weltreise unterbrochen hatte. Immer wenn ich er erwähnte, war die erste Frage, ob da weitermache wo ich das letzte mal aufgehört habe. Nein. Ich habe lediglich ein Land nachgeholt das mir sehr am Herzen lag. Neuseeland. Alle anderen die da noch folgen sollten, vor allem Argentinien, Chile, und Brasilien ließ ich weg, weil es dort inzwischen zu unsicher geworden ist.

Wenn ich noch einmal so eine lange Reise antrete, dann eine die richtig lange dauert von einem halben Jahr wenn nicht länger.

Doch jetzt genießen wir erst einmal Bali.

Perth: WA Art Gallery & Fremantle

Ich war gespannt was der Arzt mir zu sagen hatte auch hinsichtlich des Abstrichs. Es war, das überraschte mich dann doch sehr, ein Virus, den ich mir eingehadelt hatte. Darum dauerte es so lange…

Er verschrieb mir allerdings andere Tropfen und eine Salbe mit denen die Rötungen und das Jucken im den nächsten zwei Tagen weg seien. Und während ich wieder zurück ging pulte ich die Tropfen aus der Verpackung und als ich in der Art Gallery ankam drückt ich zwei Stück ins Auge. Ich weiß nicht was da drin ist aber er pikste ganz gewaltig doch nach 10 Minuten war das Auge entschwollen und die Rötungen war weg.

Ich kam pünktlich in der Gallerie an um eine Führung über Australische Landschaftsmaler mitzumachen. Fotos konnte ich leider keine machen.

Was mir dabei wieder bewusst wurde, war wie jung der australische Staat eigentlich noch ist, wenn man die Ureinwohner aus der Rechnung heraus nimmt. Die Kolonialzeit ist noch nicht so lange her. Somit ist eines der Bilder vom Exilösterreicher Eugene von Guerard, der die australische Buschlandschaft im ganz im Stil der deutschen Romantik malte. Ich fühlte mich sofort an Caspar David Friedrich erinnert. Es fühlte sich fremd und zugleich sehr vertraut an.

Und so ging die Führung weiter zu den Impressionisten, es gab sogar teilweise Kubismus. Sämtliche Kunstrichtungen die sich in Europa in der Landschaftsmalerei wiederfinden, gibt leicht zeitversetzt auch hier. Schade, es hat sich nie etwas eigenes entwickelt.

Da das Thermometer nur 33 Grad anzeigte beschloss ich dann Fremantle nachzuholen. Das fühlte sich nach einem Hitzetag wie gestern schon fast kühl an.

Fremantle sieht ein wenig aus wie Fitzroy in Melbourne. Alle alten Gebäude stehen noch und es gibt sehr viele kleine Geschäfte aber sehr wenige die leider keine Kette sind.

Ich kaufte mir ein neues Hemd:

Denn wenn ich wieder in Luxemburg bin, fängt der der Frühling an. Ich habe das extra angefragt…

Das mit den Krähen die sich anhören, als ob man ihnen Helium gegeben hätte…ich hatte ja schon darüber von Rottnest Island aus berichtet.
Hier der Beweis:

Anschließend fuhr ich zurück und telefonierte ein wenig mit Luxemburg, da ich ein paar Dinge in der Zeitung gelesen hatte, die mich hinsichtlich der N. beunruhigten, doch die Sorgen waren unbegründet.

Für den Abend suchte ich noch einmal die Liste der Restaurantempfehlungen ab, bekam aber dort wo ich einen Tisch haben wollte keinen Platz. Also noch einmal Petition Kitchen in dem ich vorgestern schon war.

Die Australische Küche ist echt eine Wucht. Ich habe hier so viel gute Gerichte gegessen und guten Wein getrunken, dass es schon allein deswegen die Reise wert ist.

Perth: 42,7 Grad

Das überstieg meinen Hitzerekord in Uluru (wohlgemerkt nicht den IN der prallen Sonne) und es machte sämtliche Pläne für den Tag zunichte.

Am Morgen hatte ich mir vorgenommen einen anderen Arzt aufzusuchen auch wegen dem Resultat des Abstrichs vom Auge. Ich suchte mir ein Medical Center in Nothbridge und ging die 2 Kilometer zu Fuss dort hin. Ich entdeckte ein neues alternatives Viertel von Perth und war begeistert, weil es der Stadt noch mal meiner bisherigen Sicht, eine neue Seite gibt.

Da die Resultate erst am Nachmittag kommen sollten, machte es keinen Sinn dort zu bleiben und ich machte einen Termin für den nächsten Tag morgens aus. Die Entzündung ist ein gutes Stück zurück gegangen. Es piekst und juckt nicht mehr doch ich möchte sie ganz weghaben bevor ich wieder in den Flieger steige.

Ich wollte die große WA Artgallerie besichtigen, die hatte aber geschlossen. Auf dem Weg zurück wurde die Hitze vor allem für mein Auge, sehr unerträglich und ich schaute auf der App Moovit ob ich keinem Bus von der Stelle aus hätte bis zum Hotel. Gab es, uff.

Im Fernsehen sah ich dann dass heute der wärmste Tag in Perth war seit 1997. Also ließ ich die Besichtigung von Fremantle im Detail mal beiseite.

Ich schlief vor dem Fernseher ein. Ich schlafe eigentlich immer vor dem Fernseher ein, egal welches Programm. Die einzige Ausnahme ist wenn ich mir ganz gezielt etwas ansehe, so als ob ich ins Kino gehen würde. Was sagt das wohl über das Fernsehen aus? Aber das Thema diskutieren wir ein andermal.

Am Abend waren es noch immer:

Perth: Rottnest Island & Petition Kitchen

„Augenentzündung hin, Augenentzündung her, ich bin hier um Urlaub zu machen. Heute ist ein schöner sonniger warmer Tag. Mach was daraus!“
Das sagte ich zu mir selbst, drückte am Morgen noch einmal ein paar Augentropfen ins Auge und ging los.

Ich besorgte mir am Bahnhof einer der wiederaufladbaren Karten für Bus und Bahn und fuhr raus nach Fremantle, ein Vorort von Perth wo sich auch der große Hafen für die Lastschiffe befindet. Zudem hatte man mich schon vorab darauf hingewiesen, dass Fremantle eine schöne Ecke sei.

Ich fuhr mit dem Zug dorthin und bekam und sah gleich beim Aussteigen wo sich die Schiffe befinden die weiter nach Rottnest Island fahren. Ich beschloss Fremantle an einem anderen Tag zu besuchen und gleich mit den Schiff auf die Insel hinüber zusetzten.

Die Insel bietet erstaunlich viel Dinge die man sich nicht alle erwartet. Ein Hop on Hop Off Bus, einen Zug, ein Museum, ein Hotel, Geschäfte und ein Supermarkt, ein Kino, ein Golfplatz und ein Flatterhafen (Verniedlichung von Flughafen?)
Dabei ist die Insel wirklich nicht groß. Mit dem Hop On Hop Off ist man in einer knappen Stunde einmal über die ganze Insel gefahren.

Einst war dort eine riesige Strafkolonie von über 3000 Mann unterbracht, doch von diesen Bauten gibt keine mehr. Doch noch während es eine Gefängnisinsel war, mutierte sie auch zu einem gediegenen Ferienort, was sich beides aber nicht immer vereinbaren ließ. Das Gefängnis wurde geschlossen.

Die Insel ist heute vor allem für ein Tierchen bekannt das es kaum noch auf im Binnenland von Australien gibt wegen der eingeschleppten wilden Katzen und Füchsen. Als die Niederländer die Insel entdeckten sahen sie diese Tierchen dort zu Hauff und dachten es seien Reisenratten. (daher der Name Rottnest) Doch es sind Quokkas. Und folgende Fotos werden euch mich Niedlichkeit erschlagen. Vor allem wenn aus der Bauchtasche ein Winzling hervorschaut, kurz aussteigt und wieder in der Tasche verschwindet. Eine weitere Eigentümlichkeit die die Quokkas haben ist ihr Grinsen. Sie scheinen jedermann anzulächeln. Das ist tatsächlich so. Auf den einen Foto wo es zu mir hochschaut lächelt es mich an.

Es wurde sehr heiß gestern, auf der Insel herrschten so um die 38 Grad. Mit Wandern war da nicht viel. Ich hielt mich viel im Schatten auf und ging auch einmal hinunter zu Strand ins Wasser zu gehen. Ein Riesenrochen schwamm dabei neugierig auf mich zu inspizierte meine Beine und schwamm wieder davon. Gänsehautfaktor 2000!

Es gibt auch eine Rabenart hier, die etwas größer sind als unsere in Europa und deren Krächzen sind anhört als ob sie Helium eingeatmet hätten.

Am späten Nachmittag fuhr ich zurück. Auf der Rückfahrt suchte ich mir ein Restaurant für den Abend aus. Petition Kitchen.

Ochsenschwanz mit grünen Spargeln und als Nachtisch Stout Eiscreme. Sehr sehr gut. Wow!

Mit zwei Herren am Nebentisch hatte ich sein sehr interessantes Gespräch über die Ureinwohner Australiens. Dabei meine Einsichten ,die inzwischen weitaus differenzierter ist, mit ihnen geteilt und sie gaben mir nicht ganz unrecht. Aber das jetzt hier auszuführen würde zu weit führen.

Kurz nach 10:00 schlenderte ich zurück ins Hotel und dabei waren es immer noch 32 Grad. Morgen solle es noch wärmer werden und werden den Kap der 40 Grad überschreiten. Ich denke ich werde einen Museumstag einlegen.

Perth: (zwei Tage) Erste Erkundung & irgendwas ist immer

Letztendlich wird es nicht auffallen wenn ich mal einen Tag auslasse, aber es hat einen Grund aber dazu komm ich noch.

Wie gewohnt machte ich wenn ich neu in einer Stadt bin eine erste Erkundung indem ich einfach mal drauf loslaufe und mich treiben lasse wo immer auch es mich hinführt.
Das mag in manchen Städten schief gehen,weil man eventuell in seltsamen Vierteln endet, aber sicherlich nicht in Perth.

Ich erwachte sehr früh. Das hängt mit der Zeitverschiebung zusammen, denn zwischen Alice Springs und Perth liegen zweieinhalb Stunden Unterschied. Ich war kurz nach vier wach und es war stockfinster, doch dann:

Ich bin wieder in einem Ibis Hotel, und die sind halt was sie sind…convenient. Aber hier muss ich sagen dass ich zum ersten mal richtiges Brot vorfinde und nicht nur das schaumartige Toastbrot. Zudem ist das Rührei zum ersten mal nicht furztrocken todgekocht. Was hier aber fehlt ist Brotbelag. Außer drei Sorten Marmelade und das berüchtigte Vegemite (ich berichtete darüber) gibt es nichts.

Die erste Erkundung.

Beide Aussichten oder besser gesagt die drei Aussichten (die ganz oben vom Zimmer aus mitgezählt habe ich von 16. Stock aus gemacht. Das ist alles schon sehr schön hier.
Und es gibt hier wie fast in jeder australischen Stadt die krassen Gegensätze, in der Architektur.

Es ist nur ein winziger Weg und wer denkt dabei nicht an vier die Herren aus Liverpool?

Da ich ja in Wellington keinen Friseur fand, der Zeit für mich hatte und in Alice wollte ich nicht, weil ich dort ja schon mal ohne Koffer klar kommen musste, und es war eh egal wie es unter dem Hütchen aussah, war mir das letztendlich egal.
Hier war es meine erste Aktion.

Zugegeben für euch mag das immer gleich aussehen, für mich es das ganz und gar nicht. Ich zeigte dem Barber zu Anfang Fotos und erklärte ihm was der letzte Friseur falsch gemacht hatte, vor allem weil sich die eine Seite so anfühlte als ob er eine Delle reingeschnitten hätte.
Es sieht sehr gut aus obwohl er es ein bisschen sehr kurz über den Hinterkopf geschnitten hat, aber damit komme ich klar.

Beim Herumlaufen entdeckte ich dieses Haus eingepfercht zwischen zwei Hochhäusern, (die wahrscheinlich eher wieder abgerissen werden als das kleine, aber das ist ein andere Thema…)

…und innen war es eine kleine Fußgängerzone mit Geschäften.

Der Bell Tower, den man auch besteigen kann.
Ich machte Pläne für den nächsten Tag und ging beizeiten ins Bett. Doch die Pläne schmiss ich gleich am Morgen alle über Bord, denn als ich in den Spiegel schaute sah ich das hier:

Bindehautentzündung!
Es ist nicht die erste und wird nicht die letzte sein.
Da es aber Sonntag war und ich nicht weiter so herumlaufen wollte ging ich ins Krankenhaus, das ich am Tag davor gesehen hatte, in die Notaufnahme und fragte ob ich ein Arzt sehen könnte, der mir etwas stärkeres verschreibt als das was in der Apotheke bekommen hatte. Das zog einen ganzen Verwaltungsaufwand hinter sich, der fast eine Stunde dauerte. Dabei sollte es doch nur eine Arztvisite sein und keine Audienz beim Papst mit Beinamputation… nun ja. Irgendwann sagte die Dame in der Aufnahme, dass sie noch irgendwas vergessen hätte mich zu fragen und blätterte noch einmal durch die Papiere. Ich antwortete ihr: „My shoesize is a ten! Is it that what you want to know?“ Sie bekam einen Lachkrampf.

Der Arzt machte einen Abstrich und meinte er wolle herausfinden ob es bakteriell oder viral sei. Ich meinte nur lapidar, dass ich das im Laufe des Tage schon selbst herausfinden würde. Wenn die Augentropfen bis zum Abend nicht anschlagen würden wäre es viral und da könne man eh nichts machen. Er schaute mich leicht verdutzt an, weil er sich die Antwort nicht erwartet hatte, meinte aber ich hätte recht.

Ich tat den Rest des Tages nicht mehr viel der Wind stark blies und das war sehr unangenehm fürs Auge. Zudem war es sehr ruhig in der Stadt. (Willkommen in Perth oder in Luxemburg)
Das Auge schwoll langsam ab und auch das Kribbeln und am frühen Abend sah es schon viel besser aus.

Ich aß im Restaurant des Hotels. Nichts besonderes aber ok.

Von Alice Springs nach Perth

Wenn es nicht so traurig wäre würde ich lachen. Aber die Koffergeschichte nervt langsam.

Zudem hatte ich am Abend im Zimmer die Klimaanlage nicht auf kaum merkliches Pusten geschaltet und so erwachte ich mit einer gereizten Bindehaut im Auge.

Selber Schuld. Es gab nicht weit vom Hotel ein Apotheke und ich holte mir Augentropfen.

Da ich um 10:00 aus dem Hotel auschecken musste, beschloss ich sofort zum Flughafen loszufahren und die Kofferstory zu klären.

Ich lernte in der Rezeption eine alleinreisende ältere Dame kennen die weiter nach Tassmanien flog. Wir unterhielten uns sehr angeregt. Sie ist von Beruf Profiköchin und fährt durch ganz Australien und gibt Kochkurse für angehende Köche die sich weiterbilden wollen. Sie nahm mich in ihrem vorbestellten Taxi mit und wollte nichts dafür haben. Am Flughafen spendierte ich dafür ihr einen Kaffee. Sie gab mir ein paar Restaurants in Perth an, die richtig gut wären. Am mich sind solche Tipps ja absolut keine Verschwendung.

Am Flughafen war der Schalter von Virgin nicht besetzt. Klar. Ich versuchte mein Glück noch einmal und rief die Nummer man mir gegeben hatte. Es hob sofort jemand ab, uff! Ich erklärte noch einmal meinen Fall doch die Dame am Telefon wusste sofort Bescheid und kam auch gleich zum Schalter. Sie erklärte, dass sie gestern eine ganze Weile damit zugebracht hätte meinen Koffer zu suchen und hätte veranlasst dass er nach Perth geschickt werden würde. Er wäre wahrscheinlich eher dort als ich. Ich sollte mich dort gleich am Service Desk melden. Na gut, ich glaube das erst wenn ich den Koffer sehe…

Derweil hatte ich noch volle drei Stunden die ich totschlagen musste an einem Flughafen mitten im Outback an dem man die Flüge an zwei Händen abzählen kann.

Ich kaufte mir eine neue Powerbank da meine langsam den Geist aufgibt. Überhaupt ist elektronisches Zeug hier um einiges billiger als bei uns.

Und dann hatte der Flug von Alice Springs aus nach Adelaide Verspätung. Das machte mich wieder leicht nervös, weil der Anschlussflug nach Perth ziemlich knapp im Anschluss ist. Diese Nervosität war letztendlich unbegründet, denn ich stieg in Adelaide aus dem Flugzeug aus und zwanzig Minuten später in das gleiche Flugzeug wieder ein.

Es ging ein gewaltiges Gewitter in Adelaide nieder so dass wir nicht starten konnten und wir flogen mit einer Verspätung von fast zwei Stunden davon. Es war sehr gespenstisch im Flieger zu sitzen und rundum blitzte und donnerte es.

Über den Wolken dann…

…. Ruhe und Sonnenschein.

In Perth am Flughafen suchte ich den Gepäckschalter, der nicht besetzt war, doch ich fand schließlich jemand der sich um die Angelegenheit kümmerte und nahm mich mit ins Büro. Er suchte in den Papieren und meinte dann plötzlich: „You’re bag just got in. It must come out that door!“, und zeigte dabei auf eine Tür am anderen Ende der Halle. Ich ging hin keine Minute später war der Koffer da…
UFF!!!!!

Alice Springs: letzter Tag und kein Koffer

Da mich der Tag gestern dann doch sehr geschlaucht hatte, legte ich heute eine Pause ein. Ich stand später auf und bekam ein relativ besch… Früstück. Nun ja.
Dann kümmerte ich mich um meinen Koffer, von dem man mir am Tag davor sagte, dass er heute ankommen soll.
Am frühen Nachmittag rief jemand von Virgin Australia und sagte der Koffer würde nach Alice Springs kommen mit der Maschine mit ich auch schon am Vortag gekommen sei. Soweit so gut. Am späten Nachmittag rief jemand von Alice Springs Flughafen aus an, dass der Koffer nicht dabei gewesen wäre.
Das machte mich dann sehr nervös, DENN MORGEN FLIEGE ICH WEITER!!!
Sie sagte mir das sie versuchen würde den Koffer von Brisbaine aus nach direkt nach Perth zu schicken, und er wäre dann da wenn ich ankäme. Das wäre natürlich perfekt, und ich gebe die Hoffnung nicht auf, aber ich werde ihnen jetzt jeden Tag anrufen und das 2 bis 3 mal!!!

***

Fotos von Alice Springs werde ich euch keine zeigen, denn es gibt wahrlich nichts hier zu sehen, was sehenswert wäre, zumindest habe ich heute nichts gefunden. Und morgen bin ja schon wieder weg. Doch fand ich eine Kunst Gallerie, bei der ich einiges mehr über mein Bild erfuhr das ich vor zwei Jahren gekauft hatte.
So ist die Malerin absolut keine Unbekannte. Jeannie Petyarre stammt aus ein sehr bekannten Petyarre Familie in der fast alle Familienmitglieder Bilder malen und verkaufen. Jeannie, ist eine der älteren Mitglieder der Familie und malt schon sehr lange. Die „medicinal leaves“ die ich habe sind ein bekanntes Motiv, doch es ist nicht so einfach sie mit so viel Gefühl und Schwung zu malen, dass man glaubt der Wind rausche hindurch. Ich habe schon etliche andere Bilder gesehen, bei denen diese „dritte Dimension“ fehlt. Und wenn ich die Preise inzwischen sehe, merke ich auch, dass ich preislich damals ein Schnäppchen gemacht habe.

Morgen geht es weiter…ohne Koffer. Ich bin froh dass ich zumindest meinen Rechner und iPhone habe. Und wenn es noch länger dauert komme ich an Socken, Shorts und Schuhen nicht vorbei.

Alice Springs: Uluru & Kata Tjuta

What a day! 1100km!

Pünktlich holte mich der Bus um 5:55 ab. Ein erfreulicher Umstand: wir waren nur zu sechs Mann an die mit Emu Run Experience dorthin wollten.

Da wir flott unterwegs waren machten wir einen kurzen Zwischenstopp an einem ‚Fluss‘, dem Falk River, der mit einer ansehnlichen Brücke überquert wurde, da man dachte er führe auch ab und an Wasser. Er hat seit Bau des Highways noch nie Wasser geführt.

Dort stand ein Wagen mit einer Panne mit vier Ureinwohnern. Sie hatten die ganze Nacht im Wagen verbracht weil niemand dort angehalten hatte. Es war für den Fahrer überhaupt keine Frage dass wir sie bis zum nächsten Halt mitnahmen, wo man ihnen weiterhelfen konnte. Im Outback hilft man sich gegenseitig ohne wenn und aber, denn es kann tödlich enden wenn nicht. Unser Fahrer versorgte sie mit Saft und Keksen die eigentlich für uns vorgesehen waren.

Ein Halt zum Frühstücken mitten im Outback an einer Tankstelle in Ghan (was auch der Name des besser bekannten Zugs von Darvin nach Adelhaide ist). Das schöne daran das wir nur 6 Leute (später 10) waren, war dass es ein bisschen den Charakter einer privat gebuchten Tour hatte und, dass wir uns alle gleich näher kennenlernten.

Es ist schon spannend durch eine montone Landschaft zu fahren. Man gibt viel besser acht auf kleine Dinge die sich verändern.

Zwei Stunden weiter sahen wir ‚ihn‘:

Das ist Fuluru (abgeleitet von fool) wie man ihn dort in der Gegend nennt, weil er oft von Touristen für Uluru gehalten wird. Der richtige Name ist Monut Conner oder Atilla. Es ist auch kein Monolit sondern ein Tafelberg.

Zwei Stunden später sahen wir ihn dann zum ersten Mal.

… und wir fuhren in den Uluru – Kata Tjuta National Park.

Weitaus weniger bekannt aber für die Ureinwohner nicht weniger wichtig der Katja-Tjuta:

Wir besichtigten zuerst den Kata Tjuta was soviel heißt wie ‚many heads‘.
Jeder, wirklich jeder hatte mir angeraten mir ein Fliegennetz zuzulegen, was ich auch tat. Das Hütchen ist übrigens auch neu. Und es wahr wirklich wichtig das Netz zu haben, sonst hätten mir den Mücken den ganzen Ausflug verdorben, den die Luft ist voll von Mücken.
Ich hatte davor zwei von den Mitreisenden angeraten, sich unbedingt auch Netze zuzulegen, was sie dann auch taten. Sie waren mir sehr dankbar dafür.
Unser Fremdenführer hämmerte uns regelrecht in den Kopf IMMER unsere Wasserflasche dabei zu haben und IMMER in regelmäßigen Abständen einen Schluck Wasser zu uns nehmen, was dann auch alle brav taten.

Wir machten einen kurzen Ausflug zu Fuß durch die pralle Sonne bei ungefähr 47 Grad bis zu den Felsen.

Ich habe inzwischen gelernt, dass ich wenn ich die Größe oder die Weite einer Landschaft zeigen will, auch irgendwo im Bild ein Referenzpunkt haben muss, damit einem die Größe bewußt wird. Im folgenden sind es ein paar Touristen die weitab vor mir auf dem Weg gingen.

Dort wo ich dieses Foto machte, zog plötzlich eine Wolke vor die Sonne und für mich war das ein Zeichen umzukehren. 47 Grad sind echt der Hammer.

Der Himmel zog immer mehr zu und es wurde noch drückender als eh schon war. Wir fuhren zum roten Felsen.

Ich lernte viel über die Uraustralier und warum sie in dieser Gegend überleben können.

Eine Carbondatierung ergab dass diese Zeichnungen über 10000 Jahre alt sind.

Es gibt ein Waaserloch im Uluru, das die meiste Zeit leer ist. Unser Guide meinte, wir seien 1% der Besucher die sehen dass tatsächlich Wasser sich dort sammeln kann. Dies kam von den Regenfällen die über Weihnachten und Neujahr niedergingen.

Und als wir an Wasserloch standen fing es an zu regnen. Es war super angenehm in der Hitze. Und plötzlich explodierte die Luft an Gerüchen. Genau dort an der Stelle stehen nämlich auch Eukalyptusbäume und andere grüne Gräser die von der Oase profitieren.

Wir fuhren einmal komplett um den Felsen herum und machten immer wieder Halt wo es etwas interessanteres zu sehen gab.

Im Felsen kann man ein Gesicht erahnen. Es gehört zu einer der vielen Sagen der Ureinwohner.

Es gibt nur noch eine einzige Stelle an der man den Felsen berühren darf.

Und dann sah ich das Schild das hier seit Oktober alles veränderte.

Es starben in all den Jahren über 40 Menschen die den Felsen hochklettern wollten und hinunter fielen. Doch das war nicht der Grund warum man der Erklimmen des Felsen permanent verbot. Der Grund war die sinkende Nachfrage. Als sie unter 20% rutschte gab man von der Regierung aus endlich die Erlaubnis den Weg zu schließen und die Ureinwohner nahmen die Kette an der man hoch hangeln konnte weg.

Hier kann man noch sehr gut sehen wo die Kette hing die Menschen sich hochhangelten.

Abendessen gab es dann an einer Stelle bei der man den Uluru gut sehen konnte und von der er sehr rot leuchtet wenn die Sonne untergeht. Doch es war durch und durch bewölkt und an einen knallig roten Felsen war nicht zu denken.

Doch wird wurden fast am Ende mit diesem kleinen Lichtblick belohnt…

…und der Felsen leuchtete blass rosa.

Und das war die ganze Truppe. Es hat sehr viel Spaß mit allen gemacht. Dann traten wir die Heimreise an und waren nach fünf Stunden und 500 km, kurz vor 1:00 Uhr nachts, wieder in Alice Springs.

***

Noch ein kurzes Update über meinen Koffer. Man rief mich während dem Ausflug an und bestätigte dass man ihn gefunden hätte und ihn morgen nach Alice Springs nachschicken würde. Es bleibt spannend.

Von Christchurch nach Alice Springs

2:30 aufstehen ist ein Unding! Ich sagte es bereits. Das Flugzeug war brechend voll und ich auf einem Mittelplatz, für 3 Stunden Flug. Danke auch. Dafür gönnte ich mir Internet im Flugzeug, das erstaunlich günstig war. Schlafen ging eh nicht mehr.

Der Aufenthalt in Brisbaine war etwas länger. Ich kehrte an meine Anfänge zurück. Birsbaine war die erste Stadt vor zwei Jahren, wo ich den Fuß auf australischen Boden setzte.

Auf dem Weg nach Alice Springs wurde ich dann mit großartigen Landschaftsbildern belohnt. Und je mehr ich ins Landesinnere kam, umso bizarrer wurde es.

Und dann kam das große Entsetzen. Als ich Alice Springs ankam war mein Koffer nicht da!
Bis der Papierkram ausgefüllt war, war der Bus ins Zentrum weg und ich musste notgedrungen ein Taxi nehmen. Ihr müsst euch das so vorstellen dass es ein winzig kleiner Flughafen mitten in roten Wüste ist und von dort aus sind es noch einmal gute 4 km bis in die Stadt. Zudem herrschten hier satte 37 Grad, die ich normalerweise gut aushalte doch nach all den kalten Tagen, war es unangenehmem. Im Hotel angekommen ließ es mir keine Ruhe und ich rief die Telefonnummer von Virgin Australia die auf einem separaten Zettel stand. Und hier wurde dann noch einmal alles aufgenommen in Detail.
Doch letztendlich hilft es mir nicht für morgen, denn ich werde schon um 6:00 Uhr nach Uluru unterwegs sein und erst gegen Mitternacht zurück kommen. Also kaufte ich mir gleich neben dem Hotel ein frisches T-shirt, ein Hut, ein Fliegennetz, Fliegenspray, Sonnencreme, Zahnpasta und Deo, damit wenigstens morgen über die Runden komme. Zum Glück hatte ich sonst alle Papiere, den Rechner und alle Ladekabel im Handgepäck.
Ich hoffe inständig dass der Koffer morgen da ist.

Ich speiste im Restaurant vom Hotel weil ich keine Lust viel herumzulaufen, es war einfach zu heiß. Im Red Ochre Grill, dessen Spezialität es ist Gerichte aus dem Busch neu zu interpretieren, Ich aß einen:

Krokodil Burger. Schmeckte sehr gut. Zuhause würde es mir nie in den Sinn kommen Krokodil zu essen, doch hier versuchte ich es.

Und morgen geht es wieder sehr früh raus.

Der letzte Tag in Neuseeland

Das schönste Graffiti der Stadt an einer alten Häuserwand die das Erdbeben überlebt hat.

Wenn auf den Eisreisepapieren nach NZ nicht die Frage gestanden hätte, wie lange ich vorhabe hierzubleiben, ich hätte es nicht gewusst. Ich musste im Flieger in meinen Papieren nachsehen und zusammenrechnen. 19 Tage war ich hier. Zeit also eine kleine Bilanz zu ziehen.

Ich würde das nächste mal Christchurch einen kürzeren Besuch abstatten und dann noch Queenstown dranhängen, das ich ja nicht gesehen habe. Auckland war toll und Wellington ebenfalls.

Ansonsten ist das Land wirklich eine Reise wert und wenn alles so hinhaut wie ich mir das wünsche werde ich nächstes Jahr noch einmal hier sein.

***

Ich fing den Tag mit einer Suche nach einem Barber Shop an. Der Friseur in Hobart (die Rockabilly Frisur) hatte mir an der einen Seite zu viel weggeschnitten. Das merkte ich zu Anfang nicht, doch jetzt, da sie etwas länger sind, merke ich es sehr und ich muss ordentlich Zeug reinschmieren, damit es einigermaßen aussieht. Zweimal sagte man mir ‚Sorry we’re fully booked‘ und einmal war der Laden geschlossen. Das Universum möchte mir anscheinend damit mitteilen dass ich in Christchurch nicht mehr zum Friseur gehen soll… na gut.

Da ich morgen sehr sehr früh weiter fliege, beschloss ich ein ordentliches Mittagessen zu mir zu nehmen und auf das Abendessen zu verzichten. Der Hikari Sushi Train im Riverside Market war genau das richtige.

Den Nachmittag verbrachte ich im Park lesend und machte jedoch früh Schluss. Ich packte den Koffer vor. Ich muss schon um 2:30 raus und das wird schwierig werden und wenn ich dann noch den Koffer so einpacken muss, dass alles einigermaßen wieder knitterfrei zum Vorschein kommt. Mit den Jahren kennt man sich ja.

Christchurch: Mount Cook

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Dort ging es heute hin. Ein recht lange Reise. Der erste Teil davon ging durch ein flache recht eintönige Landschaft. Oben auf der Karte die lange gerade Strecke von Christchurch bis zum blauen Punkt. Unterwegs viele landwirtschaftlichen Betrieben aller Art. Viehzucht, Getreide, Mais… Es war so ziemlich alles dabei.

In dem kleinen Ort Geraldine machten wir nach zwei Stunden Halt fürs Frühstück.

Dann ging es weiter zum Lake Tekapo.

Und ganz im Hintergrund die Tausender Berge mit Schnee bedeckt. Mount Cook, der höchste der Berge, war während der Fahrt schon einmal kurz zu sehen.

Weiter zum Lake Pukaki, und dort sah ich ihn zum ersten mal richtig:

Unser Busfahrer meinte es wäre eine 50/50 Chance ihn so zu sehen. Der Bus umfuhr den See zur Hälfte zum Mount Cook Village.

Und hier wurde mir bewusst, dass ich für den Ausflug sehr, sehr viel mehr Zeit im Bus verbringen würde als an Ort und Stelle. Wir kamen nämlich mit einer ordentlichen Verspätung an.

Also fiel das Mittagessen das ich dazu gebucht hatte, sehr knapp aus, denn ich wollte schon ein wenig herumwandern. Doch es blieb sehr wenig Zeit dafür.

Diese braunen Flecken oben im Schnee sind übrigens … man staune… die Reste der Rauchwolken der Buschfeuer von Australien, die vor ein paar Wochen über die Südinsel zogen und den Schnee verfärbten!

Mount Cook versteckte sich aber hinter Wolken.

Auf dem Weg zurück machten wir halt an einem Feld das ich bereits Hinweg gesehen hatte:

Ein Lavendelfeld! Sehr ungewöhnlich.

Und dann kam wieder die lange Fahrt zurück. Wenn ich gewußt hätte, dass die Besichtigung so kurz ausfallen würde, hätte ich das mit einer Weiterfahrt nach Queenstown verbunden und wäre einen Tag später zurückgekehrt. Denn Queenstown war nicht so weit weg. Mist.

Ich war somit nicht ganz 12 Stunden unentwegt im Bus. Ich schieb es als Vorabübung ab, wenn es Mitte Februar zurück nach Europa geht.

Zurück in Christchurch gönnte ich mir ein feudales Abendessen. Und dazu vorab erst mal ein schönes Glas Pinot Gris Greystone North Canterburry. Schmeckte Wow!

Rinderbäckchen mit Kartoffelpüree und Rosenkohl mit frittierter Petersilie. Määäga.

Es war eine sehr gute Idee noch einmal ins Crockett zu gehen in dem ich vor ein paar Tagen gewesen war.

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Eine Musikempfehlung von der ich gestern zufällig in der Zeitung las und die mir die lange Zeit im Bus versüßte. (Achtung, ich oute mich jetzt!) Das neue Album von den Pet Shop Boys / Hotspot. Es klingt so sehr 80er/90er kitschig, poppig und ist wunderschön. Ganz grandios das letzte Lied vom Album, Wedding in Berlin. Auch die Nummern Will-o-the-wisp, Happy People, und Dreamland mochte ich sehr.

Christchurch: Day Spa

Heute war der Tag der für Christchurch der zu viel war. Der Tagesbericht für heute fällt somit spärlich aus.

Am Morgen bereitete ich einige Dinge für die kommenden Tage vor. Morgen z.B. mache ich einen Tagesausflug nach Mount Cook, der Richtung Queenstown liegt. Wenn ich noch einmal in diese Gegend kommen sollte, werde ich Queenstown besichtigen, was die bessere Option gewesen wäre im Vergleich zu Christchurch.

Ich buchte ebenfalls schon eine weitere Tour, die ich von Alice Springs aus machen werde. Man hatte mir nämlich angeraten diese schon beizeiten zu buchen, da ich sonst Schwierigkeiten hätte einen Platz zu bekommen. Und in der Tat war das eine weise Entscheidung, denn das was ich vorhabe, wird nur alle zwei Tage angeboten und da ich nur drei Tage dort bin…

Und dann wollte ich auch hier im Blog mal einen Tag Pause einlegen.
So gerne ich meinem Hobby Bloggen auch nachgehe, es kostet viel Zeit. Wenn ich nicht alleine reisen würde, wäre es ein Streitgrund, denn ich verbringe doch viel Zeit am Rechner.

Ich fand etwas außerhalb vom Zentrum ein Dayspa.
Mehr passierte heute nicht.

Dafür wird es morgen wieder unterhaltsamer.