Es war insgesamt ein ruhiger Tag an dem ich selbstauferlegte Büroarbeit erledigte, eine Recherche hinsichtlich eine neuen Projektes anfing, obwohl ich da eigentlich noch gar nichts weiß, aber es ist immer gut sich ein paar neue Ideen zusammenzuklauben. Fotos aus einem Schuhkarton eingescannt. Ich wusste gar dass in dem Karton so viele Fotos drin sind die ich gar nicht kannte. Unter anderen ein paar interessante Fotos von meinem Vater gefunden. Genug Stoff für die kommenden Blogposts der Familienalbum Serie für ereignislose Tage.
Ein DJ legte auf und ich hatte unbändige Lust zu tanzen. Aber gerade weil es verboten ist, ist die Lust um größer, und so wippte jeder in seinem Stuhl, oder ging-tanzte bis zur Toilette und zurück. Gute Laune bis zum Anschlag.
Ich hatte für 21:00 Uhr einen Tisch im der Brasserie Guillaume ergattert. die ja seit zwei Wochen wieder geöffnet hat.
Die Renovierung ist nach dem verheerenden Brand sehr schön geworden und man sitzt immer noch dort wie mitten in Paris. Es ist immer noch brechend voll und das jeden Abend. Und ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum. Ok. es ist eine Institution die es schon sehr lange gibt und alles was Rang und Namen hat trifft sich dort um zu speisen. Aber die Preise sind noch irrsinniger geworden als davor. Die Gerichte, allesamt klassische Brasserie Gerichte, sind teurer als in einem Gourmet Restaurant das von Gault-Millau oder Michelin ausgezeichnet wurde. So sehr ich das Lokal mag, aber werde ich es mir in Zukunft noch seltener gönnen.
Bevor wir zur Tagesrodung Tagesordnung übergehen habe ich eine Frage an die geschätzten Bloggerkollegen: Hattet ihr auch das Phänomen im März /April/Mai während der Pandemie Einschränkungen, dass eure Leserzahlen in die Höhe schnellten und jetzt wieder runter gehen?
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Heute mache ich mal was mit Hunden.
Mein Bruder Gilles
Ich hatte Raxy schon einmal vorgestellt. Sie wurde 11 oder eher 12 Jahre alt so ganz genau weiß ich das nicht. Meine Mutter hatte sie aus dem Tierasyl geholt und ich durfte mitgehen. Sie saß neben mir auf dem Rücksitz und kotze zweimal die Sitze voll. Doch bevor wir zuhause waren hatte sie alles wieder aufgefressen. Sie vertrug bis zum Schluss das Autofahren nicht. Sie war eine kleine abgemagerte Hündin als wir sie bekamen. Sie war eine vermutete Mischung aus einem Leonberger und wahrscheinlich einem kleinen Schäferhund, so ganz klar war das nie. Ich war 3 Jahre als wir sie bekamen. Meine ganze Kindheit und Jugend verbrachte ich mit ihr.
Etwas später kam ein Rüde dazu. Filou. Ein Streuner den meine Mutter in Südfrankreich gefunden hatte. Filou mochte Kinder nicht und und meinen Bruder und mich duldete er nur sehr bedingt. Er hat uns nie gebissen sondern knurrte uns nur an damit wir ihm aus dem Weg gingen. Die Fotos unten ist somit eine kleine Seltenheit, denn mein Bruder 4 oder 5 Jahre alt.
Das ist das letzte Foto von Raxy. Ich wusste das es zu Ende gehen würde. Ich war damals schon im Internat und nur am Wochenende zuhause. Ich wollte unbedingt ein letztes Foto mit ihr haben. Und ich war am Boden zerstört als sie starb.
Ich schlief wie ein Murmeltier. Es hatte in der Nacht gut abgekühlt, die Temperaturen sanken bis auf 23 Grad. Uff. Und doch kam ich morgens nicht so richtig in die Gänge. Ich schleppte von der Küche ins Büro an den PC, zurück in die Küche, wieder zurück an den Schreibtisch… „Et gouf kee Stèck.“
Kurz nach 10:00 rief ich die A. die gestern am späten Nachmittag erst zurück kam und nach der sechsstündigen langen Autofahrt keine Lust mehr hatte auf eine weitere Autofahrt, was ich durchaus verstehe. Ich hätte sie auch nicht. Wir verabredeten uns in der Stadt, weil sie ihre neue Sonnenbrille abholen wollte, und ich meine Armbanduhr. Anschließend gab es Mittagessen im Renert, die inzwischen einen neuen Koch haben der eine einfache Kost zubereitet aber dafür sehr lecker.
Da die A. am Nachmittag arbeitsmäßig schon gleich wieder ran musste, verabredeten wir uns noch einmal für den Abend. Die A. hatte ein Restaurant in Monerich ausgesucht. Naga. Sie hatte das Naga schon mehrfach besucht mit Freundinnen und war jedes mal begeistert. Es ist ein asiatisches Fusion Restaurant, das aber sehr in zur Japansichern Küche tendiert. Als Vorspeise hatten wir ein paar Nigiri die gewaltig groß waren, was ich im Prinzip nicht mag. Man muss man dann davon abbeißen, was nicht ohne Sauerei von statten geht. Ich habe sie lieber wenn sie etwas kleiner ausfallen und nach dem Tunken in die Soße, mit einem Happs weg sind.
Der anschließende Thunfisch auf Tataki Art, also nur einmal ganz kurz angebraten, war eine Sensation.
Auch der Nachtisch, der aussah wir ein Ziegelstein, war eine luftigleichte Schokoladenmousse mit Estragon. Eine interessante Kombi die noch nie gegessen hatte.
Restlos überfressen (kein Wunder! bei zwei Restaurants an einem Tag) fuhren wir zurück.
Zuhause packte ich die Mitbringsel aus den Cevennen aus, von denen ich mir zwei Stück gewünscht hatte.
Das eine war ein Kiste Bio Roséwein von Weinhändler auf dem Wochenmarkt, das andere war kandierter Ingwer ( der kleinen Tüte) Sie hatte mir ebenfalls ein Glas Confiture de Gratte-Cul mitgebracht ,was wortwörtlich übersetzt „Kratz-mich-am-Hintern-Marmelade“ bedeutet. Es ist aber Hagebutten Marmelade. Das andere war ein Glas Kastanien-Schokoladen Püree.
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Ich kann dieser Frau oder ihrer Mutter nicht helfen, ich bin kein Experte in der Materie. Doch verstehe ich ihre Verzweiflung und ihre Hilflosigkeit:
Gestern war der Tag an dem ich meiner Mutter gesagt habe, dass ich keine Schwurbel-Esoterik-Verschwörungsvideos mehr geschickt haben möchte. So fing unser 1-jähriger Cut vor 2 Jahren an. Ich krieg meine Mutter nicht mehr aus den Theorien und den Fängen der Theoretiker
Am Morgen nachdem ich den fertig gebloggt hatte, schaute ich aufs Datum. Der 12 des Monats. Na gut, 12 Fotos machen. Doch irgendwie mit der Hitze erinnerte ich mich erst wieder am Abend daran. Also gibt es heute kein 12von12 sondern lediglich 3von12.
Der Mittwochsmarkt war sehr spärlich besetzt. Ich kaufte lediglich Brot beim Eifeler Bäcker und trank ein Kaffee mit der D und der C., die sich etwas später dazugesellte. Wir tauschten wie gewöhnlich den neuesten Klatsch und Tratsch aus.
Ich brachte meine Armbanduhr zum Juwelier,für eine neune Batterie weil sie gestern plötzlich ohne Vorankündigung den Geist aufgab. Das ist ungewöhnlich, den normalerweise wenn die Batterie zur Neige geht, tickt sie nur noch alle fünf Sekunden und der Zeiger springt von Zahl zu Zahl. Morgen kann ich sie wieder abholen, oder wenn es war ernstes ist muss sie ins Werk gesendet werden. Somit zog ich die Uhr an die ich in Bayonne gekauft hatte
Ich finde sie zwar wunderschön doch sie ist sehr viel schwerer.
Auf den Rückweg sah ich seit langem die J. wieder. Wir hatten uns das letzte mal gesehen kurz nach den ersten Lockerungen.
Am Abend hatte ich einen Tisch in dem Lokal bestellt von dem ich letzte Woche berichtet hatte, das ein Geheimtipp ist und auch belieben soll. Ich hatte die D. und die N. samt Darwin mitgenommen unter Mordandrohungen dass sie den Ort unter keinen Umständen verraten dürfen. Beide waren sehr gespannt.
Und beide gaben mir absolut recht. Es war ein wunderbar lauschiger Abend mit herrlichem Wein.
Da es wie die Tage davor irrsinnig heiß war, war Schwimmen die einzig richtige Option in den Tag zu starten.
Es war seltsamerweise auch nicht so voll am See wie die Tage davor, was sehr begrüßenswert war. Das Wasser ist inzwischen fast bedewannenwarm, was ich als unangenehm empfinde. Auch die D. meinte wir sollten das nächste mal Eiswürfel mitbringen. Zu Mittag aßen wir nebenan in Chalet. Wir verspeisten bei einen riesigen Teller Salat.
Wieder zuhause legte ich mich eine Weile hin und schlief fast volle zwei Stunden durch weil ich in der Nacht kaum geschlafen hatte, wegen der Hitze.
Als ich erwachte muss es schnell gehen, denn ich hatte einen Termin mit dem Künstlerkollektiv. Wie immer kann ich nichts drüber berichten. Aber ich traf bereits während dem Meeting eine wichtige Entscheidung die gewissermaßen einen Schlussstrich unter einen Teil meiner Vergangenheit zieht. Ich schrieb schon während dem Meeting meine Kündigung auf dem Handy vor. Wieder zuhause, setzte ich mich noch einmal ein volle Stunde hin um alle Formulierungen der Mail zu überprüfen, rief einer Person an, der ich sehr vertraue um ihr die Mail vorzulesen und mich zu vergewissern dass ich das richtige tue. Der Gedanke mich von dem Künstelrkollektiv zu trennen habe ich nicht erst seit gestern. Die Gründe weswegen ich ausscheide sind weitgehend die gleichen, doch gesellten sich seit der Covid Krise ein paar neue dazu, die mich in der Entscheidung bestärkten. Ich ließ die Mail jedoch noch eine Nacht lang liegen, weil ich auch einmal darüber schlafen wollte und sehen wir es mir damit am Folgetag geht.
Und jetzt da ich dieses Posting schreibe ist die Mail bereits abgeschickt…
Fangen wir wie vorgestern mal wieder mit einem Lied an, das der F. mir an Abend davor zu hören gab. In den Staaten wurde Never Gonna Break My Faith von Aretha Franklin neu aufgelegt und mit einem neuen Video versehen. Und wenn man die rezenten Bilder zum Text sieht, bekommt er völlig andere Bedeutung. Ich hatte Gänsehaut.
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Am Morgen nach Remerschen schwimmen. Herrrrrrrlich. Ich wollte nicht mehr aus dem Wasser raus. Und damit ich eine Ausrede drin zu bleiben schwamm ich bis zur anderen Seite und zurück. Die D. und ich hatten ein Plätzchen gefunden wo wir ruhiger lagen als die Male davor. Und weil es so gut getan hat, morgen gleich wieder. Aber immer nur in den Morgenstunden, danach wird es zu voll.
Wieder daheim verdunkelte ich die Wohnung noch ein wenig mehr und brachte die Küche auf Vordermann.
Dann hüpfte ich noch ein letztes mal unter die Dusche bevor die Gäste kamen.
Ich wusste schon eine ganze Weile dass es heute stattfinden würde. Der J. hatte mich schon vor längerer Zeit angerufen ob ich bereit wäre bei einem Testessen anderer Art mitzumachen. Das muss man mich nicht zweimal fragen. NATÜRLICH mache ich da mit! Ich hatte schon einmal im Blog über die Seite Cartes Blanches berichtet. Die Formel ist nicht unbedingt neu, doch daraus eine eigene Geschäftsidee zu machen die jedermann zugänglich ist, schon. Man holt den Chefkoch für einen Abend zu sich nach hause. Der J. hatte vor drüber für eine Zeitschrift zu berichten, trommelte dafür die Testesser zusammen und ich stellte meine Küche und Wohnzimmer zur Verfügung.
Pünktlich gegen 17:30 erschien der Chefkoch. Da es der Chefkoch aus dem Grünewald ist, dessen Küche ich schon seit Jahren kenne und über die Maßen schätze, war mir klar dass es zumindest essenstechnisch ein absolutes Highlight werden würde. Kurze Zeit später erschien der J. und die Fotografin und gegen eine gute Stunde später warn auch die zwei anderen Testesser da.
Ich hatte den Tisch bereits eingedeckt.
Huch… da steht ein Fotoojektiv auf dem Tisch!
Die Menükarte:
Der Chefkoch hatte auch die Weine zu dem Menü ausgesucht.Der Hauptgang und der Nachtisch.
Es war eine herrliche Runde:
Der J. interviewte uns alle einzeln und mehrfach während des Abends und es wurden ein paar Porträtfotos gemacht. Mehr will ich nicht darüber berichten, das lest ihr dann nächste Woche in der Revue.
Sorry ihr alle. Heute fällt das Posting wegen Hitze aus.
Ich versuchte ein paar kleine Haushaltssachen zu erledigen, doch allein beim Gedanken hatte ich schon Schweissausbrüche. Das Wetter war unbarmherzig heiß und schwül und es wehte nicht das geringste Lüftchen. Sogar mit Verdunklung ist die Wohnung inzwischen auf beständiger Temperatur eines Dörrautomaten.
Mit Rückenschmerzen aufgewacht. Kein Wunder so verwurschtelt wie ich auf dem Bett lag mit Kopfkissen und einer zerknüllten Decke.
Ich atmete tief durch, machte mir eine Tasse Kaffee und schreib den kurzen Blogeintrag von gestern, weil ich keine Lust hatte den ganzen Wust der mir im Kopf herumspuckte noch einmal heraufzubeschwören.
Let‘s begin with a song, shall we? Ich hatte ihn zum ersten mal in Knokke gehört, als ich mit der A dort war. Hier im Radio hab ich ihn noch gar nicht gehört. Es ist mein Sommerhit dieses Jahr. Ganz laut auf den Kopfhörern durch die Stadt wippend. Die Sängerin Nomcebo Zikode hat eine atemberaubend schöne Stimme und sieht wunderschön aus.
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Wochenmarkt.
Es war nicht so voll, wie es auf dem Foto im ersten Moment aussieht. Auf der Terrasse des Renert war es irre kalt heiß. Zum Einkaufen hatte ich nicht die geringste Lust, weil ich mich schon das ganze Zeug nach hause schleppen sah und allein bei dem Gedanken wurde mir noch heißer.
Der F. rief an, der kurz an der Terrasse vorbeigehuscht war und lud mich für den Abend ein neues Lokal zu besuchen. Er hatte einen Tisch bestellt nebenan in der Brasserie Guillaume die seit letztem Samstag wieder eröffnet hat, seit dem verheerenden Brand vor über einem Jahr. Ich werde versuchen nächste Woche dort einen Tisch zu bekommen.
Ich kaufte noch schnell das Geschenk das ich vorgestern auf dem Blog verlost hatte und schrieb diesbezüglich auch eine SMS wegen… Nein, ich verrate es nicht, die Dame liest ja hier mit.
Wieder zuhause verdunkelte ich die Wohnung komplett. Ich las ein wenig und überlegte mir wie ich die ganze Putzerei angehen soll am Sonntag, da ich am Montag Gäste habe.
An Abend bekam ich eine SMS von F. ich könnte ihn von der Arbeit abholen für die Fahrt hinaus.
Und was dann kam, war eine so schöne und freudige Entdeckung eines Ortes, das ich fast nicht gewillt bin, viel darüber zu berichten, vor allem nicht WO es ist. Die Gaststätte hat erst seit wenigen Wochen geöffnet und ist eigentlich noch ein Geheimtipp und ich wäre froh wenn dem so bleiben würde. Ja, ich weiß, das ist nicht fair den Besitzern gegenüber, denn die müssen ja auch von etwas leben. Sie haben einen magischen Ort geschaffen, in dem man eintaucht und sich sofort fühlt wie im Urlaub weit weg von Luxemburg, und ich habe keine Lust „Jenni a Menni“ dort vorzufinden.
Wir saßen mit F.’s Mann und seinem Neffen neben einem plätschernden Brunnen zu Füßen eines Weinberges und den Riesling den wir tranken war just von diesen Reben. Man konnte also dem Folgewein beim Wachsen zusehen, während man den Vorgänger trank.
Am Himmel entdeckte ich zwei Sterne Planeten sehr nah beieinander.
Ich kann mich erinnern dass ich während dem ersten Lockdown im März und April mindestens einen richtigen Matschtag pro Woche hatte. Meistens war es der Donnerstag.
Diese Woche kündigte er sich am Donnerstag an und schlug dann so richtig am Freitag zu. Alles was zur Zeit nicht klappt, alle Unsicherheiten, alle Dinge die ich nicht regeln kann, jegliches Vertrauen in die Welt und in mich selbst, hatte sich für den Tag verabschiedet. Das fing am Morgen schon mit Alpträumen an aus denen ich schweißgebadet erwachte. Es funktionierten weder Ablenkung wie Buch oder Fernsehen noch irgendeine aktive Tätigkeit. Auch die schwüle Hitze die ich für gewöhnlich gut vertrage, machte es nicht besser.
Also vergessen wir mal schnell den Tag und halten dieses Posting kurz.
Mit sehr viel Traurigkeit wach geworden. An meinen Bruder gedacht, der schon so lange nicht mehr da ist. An den M. gedacht der letztes Jahr einfach urplötzlich weg war.
* „Und wenn ich sicher bin, dass ich es nicht mehr aushalten kann, dann mache ich noch einen Moment weiter. Dann weiß ich, dass ich fähig bin, alles zu ertragen“
Ich fuhr eine knappe halbe Stunde später los als sonst, und das war schon fast zu spät, denn als ich ankam, war der Strand schon reichlich belegt. Ich schwamm meine Runde und fühlte mich wesentlich besser. Ich legte mich an eine völlig andere Stelle und nicht in den Schatten was mich es weniger lang aushalten ließ. Dabei entdecke ich wilde Brombeeren
Einziger Pluspunkt war, dass niemand eine Musik Beschallung ausgepackt hatte.
Wie üblich überkam mich nach dem Schimmen der große Hunger. Eigentlich hatte ich beschlossen nach Schwimmrunde zurück zu fahren und mir eventuell etwas vom Metzger mitzunehmen für den Grill. Doch es da das letzte mal so lecker gewesen war im Chalet gleich nebenan, ging ich dorthin. Und diesml machte ich Fotos:
Auf der Fahrt zurück hielt ich kurz im Supermarkt in Remich an. Es ist einer der größeren Cactus Supermärkte und ich hoffte dort ein paar Dinge zu finden die ich für gewöhnlich nicht in meinem kleinen Markt an der Ecke finde.
Am Zeitungsstand sah ich eine Frau mit ihrem kleinen Jungen von vier oder fünf Jahren. Die Mutter legte sämtliche Zeitschriften auf die Theke und der Junge legte einen Lutscher dazu. Mutter: „Nein, es gibt jetzt nichts mehr.“ Knirps: „Doch!“ Mutter: “ NEIN! du hast schon genug Süßzeug gehabt. Leg den Lutscher wieder zurück! Knirps: „Na gut, dann nehm ich was anderes.“ Er schnappte sich eine Packung Tuc Kekse. Die Mutter nahem sie ihm aus der Hand und legte wieder zurück. Mutter: „NEIN; ES REICHT JETZT! DU BEKOMMST NICHTS MEHR!“ Der Knirps stampfte mit dem Fuß auf und heulte los. Knirps: „DU BIST GAR NICHT LIEB!“ Mutter: “ Ja, ich weiß das, und darum bin ich deine Mutter.“ Die Verkäuferin und ich konnten uns das Lachen nicht verkneifen.
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Ach ja, die Hanky-Codes. Die habe ich auch noch mitgemacht. Das waren noch Zeiten, zumal wenn jemand sich das Tuch einfach so in die Tasche stopfte, weil er meinte dass es trendy aussieht.
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* Und der erste der den Spruch oben kennt und weiß aus welchem Film/Buch er stammt bekommt was von mir geschenkt.
Einmal im Monat möchte Frau Brüllen es ganz genau wissen. Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag. Also gibt es das was ich eh jeden Tag hier schreibe nur ein wenig ausführlicher. Alle anderen Teilnehmer findet ihr hier.
Da es ein Mittwoch war, war Mittwochsmarkt. Seit der Covid Krise lasse ich keinen der zwei Märkte (Mittwoch und Samstag) mehr aus. Sie sind nicht mehr ganz so wichtig wie zu Anfang, als die Einschränkungen bis Anschlag hochgeschraubt waren, doch sie geben mir noch immer den Rhythmus der Woche vor, denn arbeitsmäßig ist ja nicht viel.
So zog ich los. Ganz in weiß, mit einem Blumenstrauß, denn das Wetter versprach hochsommerlich heiß zu werden.
Ich traf die D. im Renert. Ich hatte dem H. in Australien versprochen dass ich ihn anrufen würde. Melbourne hat jetzt für die nächsten 6 Wochen einen vollen Lockdown, schlimmer als der erste, mit abendlicher Ausgangssperre ab 20:00. Ich weiß wie sehr ich bei dem ersten Lockdown gelitten habe und ich glaube für ihn und seine Familie ist jede Abwechslung sehr willkommen, und sei es nur ein Videocall aus Luxemburg. Ich rief ihn von der Terrasse des Renert aus an. Es war ein freudiges Wiedersehen, da H. auch ein paar der Gesichter neben mir kannte.
Ein Kaffee und ein Croissant
Aus dem Markt kaufte ich Obst, Gemüse und Brot und zum ersten mal Marmelade an einem anderen Stand, da meine Marmeladenfrau, ja vor einigen Wochen in Rente ging. Ich fand eine Orangenmarmelade mit Lavendel. Ich schaute auch kurz im Alima vorbei für Joghurt, Käse und Butter. Anschließend ging ich zurück.
Seit ein paar Tagen, vor allem am Dienstag als wir schwimmen waren, hatte ich gewaltige Rückenschmerzen. Es war zu einem Moment so heftig dass ich mir die Frage stellte, ob ich überhaupt Auto fahren könnte. Der ganze Schulterbereich war wie aus einem Block gegossen. Das legte sich nach dem Schwimmen ein wenig, doch ganz weg war es nicht. Es tat heute immer noch weh. Ich beschloss also mir in der Apotheke schlichtes Aspirin zu holen, weil es das einzige Schmerzmittel ist, das bei mir in dem Moment wirkt.
Zuhause nahm ich dann eine Dosis ein legte mich kurz aufs Bett, was ein Fehler war, denn ich schlief sofort ein. Ich erwachte zwei Stunden später und es kam mir vor als ob ich eine ganze Nacht geschlafen hätte und es wäre ein neuer Morgen.
Zwischenzeitlich hatte mit die A. ein Foto von einer kleinen haarigen Knutschkugel geschickt. Bei so viel Niedlichkeit kann man doch nur schwach werden:
Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr Mitte September.
Ich hatte geplant am späten Nachmittag in die ‚Alte Heimat‘ zu fahren. Doch als ich dort ankam landete ich in mitten einer familiären Tragödie… mehr möchte aus Gründen nicht darüber erzählen. Da ich leider nichts für niemanden tun konnte, fuhr ich wieder zurück.
Ich schrieb den Großteil dieses Postings vor und schaute mir anschließend noch zwei Folgen Umbrella Academy an. Gegen Mitternacht zu Bett.
Die Überschrift ist ein Insider Witz, den ich aber nicht erklären kann. Nehmt ihn einfach mal so an.
Ich stand früh auf und bloggte schnell alles weg, was sich dann ob des Themas nicht so einfach erwies. Die gestrige Berufsberatung, war echt nicht einfach gewesen, da sich die Kleine sehr pubertär und daneben benahm und ich schon ein paar mal tief durchatmen musste. Im Austeilen von gepfefferten Antworten, bin ich nämlich auch nicht schlecht, doch das wäre hier nicht angebracht gewesen.
Die D. hatte Tickets fürs Schwimmen gebucht.
Wir waren heute zu dritt und lange Zeit die einzigen Gäste am hinteren Strand.
So ganz allein waren wir nicht. Gänse waren auch da, siehe Foto.
Ein Sonnenbad zum trocknen und dann stellte sich der übliche gewaltige Hunger bei uns allem ein. Den Spruch dass ich ein halbes Schwein auf Toast verdrücken könnte kommt immer noch an. Wir versuchten heute zum ersten mal das Restaurant Chalet das gleich neben dem See liegt. Die K. hatte uns schon vor Wochen einmal empfohlen es dort zu versuchen, da es höchst anständig sein soll.
Und ich muss sagen es wir nicht zum letzten Mal dass ich dort war. Die Karte ist einer französischen Brasserie nachempfunden und klassisch, aber sehr gut. Für den Hunger den wir mitgebracht hatten waren die Teller reichlich gefüllt. Fotos hatte ich keine gemacht da ich zu viele Köpfe hätte wegretuschieren müssen. aber hier gib es ein paar sehr schöne Aussichten von der Terrasse und vom Inneren.
Am Nachmittag ein paar Haushaltsarbeiten. Ich werde nicht ersticken im Dreck wenn meine Putzfrau nicht da ist, aber was ich absolut nicht gerne mache und ich richte zur Zeit schon meine Kleidung danach, ist Bügeln. Ich kenne welche die das total entspannt und hören Podcast dabei, mich nervt es auf höchstem Niveau. Ich ziehe zur Zeit nur Zeug an das entweder gar nicht gebügelt werden muss, oder Hemden die mit dem Spezialprogramm der Waschmaschine, quasi wie gebügelt wieder herauszukommen.
Am Abend zwei Folgen der neuen zweiten Staffel, The Umbrella Academy angesehen, bei der ersten Staffel war ich schon sehr begeistert.
Ich sollte für Tage wie diesen an denen wirklich nicht viel blogtaugliches passiert, mich ein wenig vorarbeiten und die Familienalbum Serie weiterführen. Aber dafür muss ich erst mal die alten Alben herauskramen die noch immer in einer Umzugskiste stehen…
Das Foto machte ich am Tag des langen Spaziergangs vom Riesenrad aus. Mein Viertel mit dem sehr spitzen Kirchturm.
Ein Ereignis hatte ich jedoch. Ich bekam gestern schon per Messenger eine Chatanfrage von einer völlig unbekannten Frau. Sie frage mich ob wir uns treffen könnten, es handele sich um ihre Tochter die unbedingt gerne „MUA“ werden möchte. Da ich solche Anfragen schon öfters hatte, auch zu der Zeit als ich noch für die Filmschaffenden auf dem Stand der Studentenmesse war, willigte ich ein.
Wir sollten uns am Nachmittag treffen und wir einigten uns auf eine Terrasse auf der Place d’Armes. Die Frau war dafür extra aus dem hohen Norden Luxemburgs mit ihrer Tochter angereist. Die Tochter voll in der Pubertät und alles besser wissend, erklärte mir klipp und klar sie wolle MUA werden. Für alle die, die Abkürzung nicht kennen: MUA heißt MakeUp Artist. Das Mädchen ist 15. Ich fragte sie was sie denn so fasziniere an dem Beruf. Die Umwandlung, meinte sie und dass man nachher immer so schön aussehen würde. Ich ahnte langsam woher der Wind weht. Wo sie denn den Begriff MUA aufgeschnappt hätte. Auf YouTube. Sie würde sich sehr viele Tutorials angucken und Produkttests. Ihr Lieblings YouTuberin wäre Nikkie Tutorials. Für Unwissende: Nikkie ist eine großen Stars der Szene und spielt inzwischen in der obersten Liga mit. Da ich mich nicht auf eine Diskussion einlassen wollte wie toll Nikkie sei und wen sie sich noch alles ansehen soll, fragte ich sie andere Dinge. Na ja, meinte ich, wenn sie sich so sehr für den Beruf interessiere, ob sie sich denn so selbst schminken würde und ab in ihrer Freizeit mal einen Nachmittag vor dem Spiegel verbringen würde und Sachen ausprobieren würde was sie so von Nikkie sieht. Ein Eyeliner zum Beispiel, oder mit Lidschattenfarben herumexperimentieren. Ja, sie hätte ein paar Sachen von ihrer Mutter bekommen aber das wäre nicht das Zeug was Nikkie benutzen würde und dann würde das auch nicht so aussehen. Ich erklärte ihr dass es gar nicht um das Zeug das Nikkie anpreist, gehen würde. Es gehe um Talent und viel Übung. Maskenblidnerei ist ein handwerklicher und künstlerischer Beruf und das lernt man in einer Ausbildung. Die Göre stöhnte auf, sie wolle keine Ausbildung machen, sondern das was Nikiie macht. Wenn sie so früh wie Nikkie anfangen würde (Nikkie machte tatsächlich ihre ersten Videos mit 14 Jahren) dann müsste das doch klappen. Aha, dachte ich, es geht darum YouTuber zu werden. Also lenkte ich mal das Gespräch darauf was es heißt YouTuber zu sein. Was man dafür alles braucht und dass man sich in Schneidprogrammen auskennen muss und so weiter. Aber das macht Nikkie doch nicht, antwortete sie. Ja woher die ganzen Videos denn herkommen? fragte ich. Wer filmt das denn? Wer schneidet das zusammen? Und von da an wurde sie hellhörig. Uff. Zum Glück wusste ich dass Nikkie erst vor kurzem ein Video über ihr neues Aufnahmestudio gepostet hat, das die Göre seltsamerweise nicht kannte. Ich schickte es ihr und sie schaute es sich noch an Ort und Stelle an.
Und während sie in das Video vertieft war, bedankte sich die Mutter bei mir dass ich da ein paar Dinge klar gestellt hätte, das sie nicht gekonnt hätte, da sie davon nichts versteht. Dass ich ihre Tochter dort abgeholt hätte wo es nötig gewesen wäre.
Wir diskutierten noch anschließend ein wenig über YouTube und nicht mehr über Nikkie. (Uff) Sie will also YouTuberin werden … Na denn, viel Glück.
Die Mutter bedankte sich noch einmal und wollte mich unbedingt zum Essen einladen, doch ich lehnte dankend ab.
Zum Frühstück gab es unter anderem Kirschtomaten aus eigenem Anbau. Jetzt hängen noch fünf Stück am Strauch, die noch reifen müssen und das wars dann auch. Insgesamt ein lohnendes Experiment, das die Aussage meiner Tante, der vordere Balkon eigene sich gut zur Tomatenzucht, bestätigte und das ich vielleicht nächstes Jahr wiederholen werde.
Ich schreib gemütlich den Blogeintrag als ich eine um Hilfe bittende SMS bekam. Ob ich kurzfristig am Nachmittag einen Job übernehmen könnte. Es würde auch nur eine Stunde dauern. Ich hatte nichts konkretes für den Nachmittag geplant, außer eventuell einer Visite in in den Rotondes, die ihre alljährlichen „congés annulés“ haben. Doch das ließ ich bleiben und gab dem Hilferuf nach. Unter Berufskollegen ist das, zumindest in Luxemburg, ein ungeschriebenes Gesetz. Wie, wo und was genau das war, drüber muss ich schweigen.
Ich fuhr am späten Nachmittag zurück und verbrachte ihn mit der J. und der D. auf der Terrasse vom Bazaar, die zwar recht schön ist aber die Klientel ist eher von der Sorte ‚gesehen & gesehen werden‘. Das ist nicht so meins, aber andererseits umso interessanter, da man wunderbare Beobachtungsstudien am lebenden Objekt betreiben kann, was wir ausgiebig taten.
Ein bisschen Lesen ein bisschen Daddeln und ich ging früh zu Bett.
Bevor ich zum Samstagsmarkt ging, musste ich zur Post, ein Paket abholen. Das ging während dem ganzen Lockdown und danach recht gut und alle Paket wurden immer an meiner Tür abgeliefert, da ich oft zuhause war. Doch dieses hier hatte ich verpasst. Ich nahm das Auto mit, denn ich wusste dass es ein wenig klobiger sein würde. Das Hauptpostamt befindet sich am Bahnhof und ist nicht mehr vorne im alten Accinauto Gebäude, (das vor einem Jahr so aussah) sondern zwei Straßen weiter hinten ins Viertel umgezogen, was es zu einer Herausforderung macht, dort ein Paket abzuholen zumal wenn es groß und schwer ist. Die Straße ist eng und Einbahn und es gibt kaum bis gar keine Möglichkeit dort anzuhalten. Auch der Parkplatz an dem man immer eine Stelle fand um schnell etwas in der Post abzuholen, ist mit den Buastellencontainern der Trambaustelle voll gestellt. Somit bleibt keine andere Möglichkeit, als am Bahnhof im Langzeitparkhaus. Das ist in sofern schon noch angenehm da die ersten 30 Minuten kostenlos sind, Doch auch hier musste ich die Einfahrt suchen, da sie durch die Trambaustelle kaum noch sichtbar ist. Ich will nicht wissen wie es in der Woche hier zugeht!
Der Wochenmarkt war sehr ausgedünnt und es waren noch weniger Stände da als am Mittwoch.
Ansonsten war es ein häuslicher Tag.
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Die schon länger hier mitlesen wissen dass ich ab und an daddele und das schon seit Jahren, und es ist trotz Mediensucht etwas aus mir geworden. (Voriger Link via Kaltmamsell) Das MMORPG Runescape, spielte ich schon in der alten Heimat. Man hat, wie in den meisten Spielen ein Avatar, den es gilt in unterschiedlichsten Skills zu leveln und man kann, ja nach Level und bestandenen Aufgaben auch Quests, also Abenteuer spielen. Eines dieser Abenteuer, Miscellanias Thron, spielte ich vor ein paar Tagen durch. Hier geht es nicht um Kampf, sondern mit Diplomatie und Geschick den Thron zu erklimmen, der allerdings an die Bedingung gekoppelt ist, dass man die Prinzessin oder den Prinz bezirzt und heiratet. Ich wollte die Prinzessin nicht, ich wollte den Prinzen! Und das klappte!
„Wie geht es dir mein Liebling? Hast du meinen Vater schon überzeugt?“ Noch nicht, mein Liebling.!
In einem späteren Dialog:
„Hallo Liebling.“„Hallo. Hast du schon einen Priester für unsere Heirat gefunden?“
Das Quest endet damit, dass der Prinz einen Priester suchen muss. Die Hochzeitszeremonie ist nicht mehr drin. Trotzdem schön dass das Spiel es zulässt.
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Hallo Peter, Ich habe deine Videos vor Jahren schon auf YouTube gefunden. Gestern hast du dich nun definitiv von dort verabschiedet und genießt deinen Ruhestand. Es war schön dass du deinen erlernten Beruf als Konditor mit uns allen geteilt hast. Sehr schön fand ich immer die alten Rezepte von Kuchen und Torten die man nur noch selten in der Auslage einer Konditorei findet. Ich wünsche dir alles Gute!
Ein klein wenig geschlaucht von gestrigen Abend aufgewacht, aber nichts was mich die Schlemmerei in der Aptikt hätte bereuen lassen.
Ich Ich fotoskalierte eine Runde und versuchte das Menü noch einmal gedanklich zusammenzukriegen.
Bis zum Abend blieb ich häuslich, da es draußen sehr heiß war.
Am Abend ein Termin mit dem J. (und der J. die aber nicht kommen konnte) im Bovary. Es war seit langer Zeit dass wir uns einmal alleine sahen und wir diskutierten über Begebenheiten aus der Vergangenheit und über die C., die schon seit etlichen Jahren verstorben ist und eine Freundin von uns beiden war. Man hatte uns auf der Terrasse einen Tisch in einer erweiterten Ecke gegeben, die zu Anfang noch sehr sonnig und heiß war.
Zu essen gab es Salat mit Hühnchen, Tomaten und Mozzarella und ein Rosé Piscine. ein leichter Roséwein aus der Provence auf viel Eis.
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Ihr könnt euch erinnern, dass ich vor ein paar Tagen ein Video postete über die wahre Geschichte die hinter Moby Dick steckt? Sie kam vom YouTube Kanal Ask a Mortician, aka Catlin Doughty, die von Beruf Totengräberin ist. Auf ihrem Kanal dreht sich alles und den Tod in all seinen Formen und Farben. Ihr könnt mich jetzt für morbid halten, aber diese Totengräberin ist großartig und sehr lustig! So fand ich heute ein Video über die viktorianische Sitte die Verstorbenen zu fotografieren. Catlin stellt eine Fotografin vor, die noch nach dem alten Prozedere Fotos auf Glas- oder Metallplatten herstellt, das mit einem irrsinnigen Aufwand verbunden ist.
Nachtrag vom seltsamen Tag: ich zog einen großen Umschlag aus dem Briefkasten. Die neuen Stoffmasken sind da. Bisher konnte ich nur die OP-Masken die wir zur Verfügung gestellt bekamen, oder die teuren FFP2 Masken anziehen, weil sie oben ein Metallteil über den Nasenrücken haben und damit fest anliegen damit die Brille nicht ständig beschlägt. Aus Stoff suchte ich bisher vergeblich welche die einen Metalldraht haben. Doch den Mann von der D. , der auch Brillenträger ist, wurde fündig beim Eurythieversand. Sie sehen zudem recht chic aus:
Für heute waren 30 Grad angesagt also ideales Schwimmwetter.
Die D. und ich fuhren wie gewohnt früh los, doch füllte sich der Stand am Baggersee wesentlich schneller als sonst, Ich hatte zwar etwas zum lesen mit doch es war weitaus spannender die Leute um mich herum zu betrachten. Und es waren sehr ‚ungewöhnliche‘ Modelle dabei. Kurz nach Mittag fuhren wir zurück.
Heute zeigte mit Instagrm in den Nachrichten zum ersten mal ein Foto von vor einem Jahr. Ein Eisbecher aus der Bonomereia. Den hier:
Vor einem Jahr
Es war klar dass wir beide nach dem Schwimmen eine unbändige Lust aus Eis verspürten. Also gab es auch welches und ein besseres Foto.
Am Abend dann ein Restaurantbesuch auf den ich mich schon seit ein paar Tagen freute, weil ich noch nie dort gewesen war undes schwierig ist dort Platz zi bekommen. Die Aptikt liegt in Steinfort und ist seit Jahren eines der vielversprechenden Restaurants auf einen Michelin Stern und sie arbeiten auch darauf hin. Den Gault&Millau konnten sie schon überzeugen. Der Chefkoch und „Kapitän“ des Ladens ist Matieu Van Wetteren, der auch eine Weile in der Traube Tonbach in Baiersbronn arbeitete.
Ich habe vergessen das kleine Kärtchen mitzunehmen auf den die Namen aller Gerichte standen, leider. Aber ich werde versuchen so gut ich kann alles wiederzugeben.
Der Appetitanreger der und noch vor dem Appétitif serviert wurde. Es war eine art Brühe die aber nicht wirklich salzig war und auch nicht wirklich süß, sehr erfrischend.
Das Hausapperitif auf der Basis von Gin und Magosaft mit zusätzlichen Wachholderbeeren und anderen Kräutern. Ein Apéro wie ihn ein Chefkoch entwerfen würde. Ein Barmann würde ihn anders machen. Aber sehr lecker.
Zum Apéro gab es diese kleine Köstlichkeit mit den essbaren Blütenblättern, dass es fast zu schade war zum Essen.
Im Frühtau, zum Fri-seur, wir gehn, tralalaa… Ok, früh war es nicht mehr. 10:00 Uhr. Und anschließend auf den Mittwochsmarkt, auf dem es sehr ruhig war. Es waren auch weniger Stände da als sonst. Ich traf die D. und die C. kam auch hinzu.
Dort bekam ich einen Anruf der mich sehr runterzog. Ein Projekt das ich jetzt Anfang August haben sollte, wegen dem ich nicht in die Cevennen gefahren bin mit der A., ist bis auf weiteres verschoben, weil die Hauptdarstellerin aus der Schweiz kommt, bzw. NICHT aus der Schweiz kommt und nach Luxemburg einreisen darf, wegen… Ja, genau deswegen! Verdammte Sch….! Das hat zur Folge, dass ich das Projekt wahrscheinlich gar nicht machen kann, weil es dann in andere Daten rutscht die bereits belegt sind. Und wieder ein Projekt futsch!
Irgendwann ist das Fass voll! Ich kann so nicht weitermachen! Ich brauche ein zweites Standbein! Und diesbezüglich läuft auch schon eine erste Anfrage in einem völlig anderen Bereich.
Ich machte, weil ich nicht zurück nach hause wollte, einen langen Spaziergang:
Terrasse vom Vis-a-visIm Park auf der Königswiese, versteckt sich hinter Bäumen…ein Riesenrad. So langsam bekommt Luxemburg eine Skyline. Die Königswiese ist ganz schön gelb. Mit der Tram hinüber zum Kirchberg und vom Pfaffental nach Dommeldange.Diese Collage braucht eine Erklärung.
Von Bahnhof Dommeldange aus wanderte ich zurück Richtung Pfaffental, durch den Raspert bis zum Parc Laval. Meine Grossmutter Thérèse hatte bis zur Rente ein Bekleidungsgeschäft direkt beim Bahnhof. Ich verbrachte dort von kleinauf viele Ferien. Als ich noch ganz klein war, ging Onkel Nicholas oft mit mir spazieren bis zum besagten Parc Laval, genau die gleiche Strecke die ich heute ging. Damals gab es die Umgehungsbrücke noch nicht, die heute dort steht. Doch es gab die Brücke schon einmal davor für den Zug, der früher bis in die ‚alte Heimat‘ fuhr. Ich kann mich noch erinnern dass man zwei der alten Pfeiler, beim Abriss, weitaus vor meiner Geburt, hatte stehen lassen. Einer davon (im länglichen Foto) steht heute noch wenn auch schräg abgeschnitten. Ich weiß nicht genau wann ich das letzte mal dort war. Ich erinnerte mich ganz verschwommen, dass ich einmal dort entlang ging, als ich schon im Lycée Technique war und an einem Morgen die Schule schwänzte…
Auch im Parc Laval gibt ein paar Jahrmartsstände. Die Stadt hat versucht, so weit es möglich ist, den Jahrmarktsleuten entgegenzukommen und stellte ihnen den ganzen Sommer über, eine Reihe von Parks und öffentliche Plätze zur Verfügung, auf denen ein paar Stände Platz haben,ohne dass es jedoch zu Menschenaufläufen kommt, im Ausgleich zur großen Schobermesse.
Ich ging weiter.
Idyllischer geht es kaum mitten in der Stadt.
Durchs Pfaffental zurück bis zum Stadtteil Grund, in die Up Down Bar, gleich neben dem Fahrstuhl der zurück in die Oberstadt führt. Dort schrieb ich schon mal den Großteil dieses Postings vor.
Zurück zur Wohnung, was ich den ganzen Tag über versucht hatte zu vermeiden Aber als ich die Tür aufschloss, merkte ich dass es ein Fehler war.
Ich versuche so gut es eben geht, on dieser Covid-Zeit über die Runden zu kommen, ohne dass ich das jeden Tag hier zum Ausdruck bringe. Und solche Rückschläge wie oben beschrieben, verkrafte ich ich nicht mehr so wie früher. Die Folgeprojekte sind spärlich gesäht, und genau so unsicher, denn niemand gibt eine Garantie ob sie überhaupt stattfinden.
Inzwischen war es kurz nach 19:00. Ich rief im Bovary an und bekam einen Tisch auf der Terrasse. Wenn gar nichts geht, das Bovary geht immer.
Tagliatelle mit Anchovis und Broccoli.
Was für ein seltsamer Tag, wenn auch mit hochsommerlichem Wetter. Zuerst läuft das Fass über und dann, ganz spontan, eine Reise in die eigene Vergangenheit.
Den gesammten Morgen verbrachte ich am Rechner mit einem Fragebogen, den ich in Englisch beantworten musste. Ich kann die Sprache fließend sprechen, doch wenn man gescheite Antworten schriftlich geben muss, ist eine andere Nummer.
Zudem den Doppeleintrag vom Blog geschrieben.
Mir ein feudal riesiges Mittagessen zubereitet, das auch fürs Abendessen reichte:
Ich bin nicht der große Pizzafan. Es gab mal eine Zeit in der ich paar zu viel davon gegessen habe und sie mich anekelten. Es war als ich noch in der „alten Heimat“ wohnte und jeden Tag in die Stadt reinfahren musste. Die Tage waren lang und wenn ich abends zurück kam waren bereits sämtliche Geschäfte zu. Mein Nachbar war eine Pizzeria, und ich wusste dass sie den Ofen immer erst gegen Mitternacht ausmachten. Irgendwann hingen mir die Pizzen zum Hals raus. Pizzen von der Tanke sind auch schon lange keine Option mehr.
Wenn ich wirklich Lust darauf habe muss ich sie mir schon selbst machen. Die Idee kam mir als ich ein Video von Cook’s Country sah, in der sie ein Pizza Chicago Style zubereiteten. Also kaufe ich dafür schon am Tag davor ein und oben seht ihr das Resultat. Belegt ist sie mit Tomatensauce, Thunfisch, frischgepresstem Knoblauch, Zwiebeln, kleinen bunten Kirschtomaten und einer Bio Mozarella di Buffala, die ich selbst kleingewürfelt hatte. Den Teig wollte ich nicht selbst machen, es gibt von Crustipate einen schönen Fertigteig, der einzige überigens den ich ok finde, ansonsten würde ich ihn selbst machen, denn es ist wirklich keine Hexerei. Als sie fertig war, stellte ich fest dass ich kein ordentliches großes Schneidbrett mehr habe. In der alten Heimat hatte ich eins, doch das wird im wahrscheinlich, als ich die die kleine Wohnung zog und später das große Haus ausräumen musste (bzw. ließ) fortgekommen sein.
Ich wartete auf den Sonnenuntergang um die Blumen zu gießen.
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Am Abend ein paar interessante Videos bei Irgendwas mit Arte gefunden. Am 30. Juli wird Kate Bush 62 Jahre alt. Ich fand ein Reupload einer Doku die schon einmal davor gesehen hatte über ihr Leben und ihr Werk. Ich kann mich nach daran erinnern als ich sie zum ersten mal hörte. es in den 70ern und muss so um die 11 gewesen sein. Die M. die in der Nachbarschaft wohnte hatte die erste Single von ihr. Wutherig Heights.
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Eine weitere Doku über einen Industriedesigner denn ich nur vom Namen her kannte und wusste dass er viele der großen Markenlogos erfunden oder modernisiert hat, aber mehr auch nicht. Raymond Loewy.
Ein Foto von der D. denn ich hatte es verpasst ein Foto zu machen. Schwimmen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Zumal wenn es so warm und schön war wie an diesem Montag. Ich bin immer wieder erstaunt wie nah Remerschen mit seinem Baggersee doch ist. Ohne mächtig aufs Gaspedal zu drücken brauche ich knappe 20 Minuten bis hin. Ich las weiter im der besseren Geschichte. So langsam kommt das Buch in Fahrt.
Wieder zurück in der Stadt, gingen wir in die Cloche d’Or, weil es immer sehr ruhig dort ist und man überall schnell dran kommt. Ein schnelles kleines Mittagessen im Namur, der so anderes ist als das Traditionshaus im Zentrum der Stadt. Die D. die noch nie dort war, war angenehm überrascht. Da das Einkaufszentrum ja wirklich weit außen liegt, fahren dort auch ab und zu größere Gerätschaften daran vorbei wie zum Beispiel Mähdrescher:
Ich musste zweimal hinsehen um ihn als solches zu identifizieren, denn so eine moderne Variante hatte ich noch nicht gesehen.
Eine kleine Einkaufsrunde dort im Supermarkt den ich seit neuestem sehr mag, weil er schlecht besucht ist und in Covid Zeiten ist das äußerst vorteilhaft.
Wieder zurück legte ich mich in die Sonne auf dem Balkon doch ich hielt es nicht sehr lange dort aus, es war zu heiß.
Und so soll es auch Dienstag werden. Sehr heiß.
Ach ja, morgen wird die erste Ernte Kirschtomaten eingefahren.
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Via Kaltmamsell Eine Wohltätigkeitsorganisation spendete an Bewohner eines Dorfes in Kenia 1000 Dollar pro Haushalt ohne irgend eine Bedingung daran zu knüpfen. Eine unvorstellbare Summe für jeden von ihnen. Was haben sie damit angestellt? Wie geht es ihnen heute, sechs Jahre später?
… Warum nicht den Armen das Geld direkt geben? Und sie selbst entscheiden lassen, wofür sie es verwenden – ohne einen teuren Apparat aus Experten und Bürokraten.
Autsch, das tut weh! Zumal die Seattle Times den Kanadiern für ihr Handeln, wenn auch niedergeschlagen, recht gibt.
Remember how people would joke about moving to Canada when things would go terribly, politically? Like, say, after America had invaded the wrong country. People here, especially liberal Seattle people, would vow: “That’s it, I’m moving to Canada.” Well it turns out we need a new joke. Because Canada isn’t having it anymore. They don’t want us there — at all, no laughing matter. “We regard the United States right now as the biggest petri dish in the world,”
Doppeleintrag, weil ich am Sonntagmorgen nicht die geringste Lust hatte mich an den Rechner zu setzen. Aber der Reihe nach.
Ich wollte am Samstag unbedingt auf den Wochenmarkt, weil der kleine griechische Stand bis Ende August nicht da sein wird, um noch einmal Pistazienpaste kaufen. Wer hier schon länger dabei ist, weiß wofür ich die brauche.
Ich traf die D. wie gewohnt und die K. war heute auch wieder da. Thema war, wie sollte es auch anders sein, obwohl es mir inzwischen auf den Nerv geht, die steigenden Infektionszahlen in Luxemburg. Das Robert-Koch-Institiut gab eine Warnung gegen Luxemburg heraus. Und als ob man es nicht geahnt hätte macht Deutschland die Grenze zu Luxemburg wieder dicht. Das hat bei der ersten Welle nicht geholfen und wird jetzt auch nicht helfen. Es gibt den Deutschen nicht mal ein Gefühl von Sicherheit im Gegenteil, es schürt die Unsicherheit und bringt wieder alte rassistische Muster hervor. Das geht von Autos mit luxemburger Kennzeichen die in Trier mit dem Autoschlüssel böswillige Schrammen rundum verpasst bekommen. Oder zu Anrufen aus der Rehaklinik Orscholz, wo man luxemburger Kurgästen ihre Buchung streicht und ihnen in einem sehr herablassendem Ton mitteilt sie seien „unerwünscht“. So geschehen, als eine Verwandte, der K. vor kurzem ihre Kur antreten sollte. Für einen weiteren Vorfall dieser Art sorgte das Elztal Hotel, das durch das Abweisen vom luxemburgischer Kundschaft, selbst mit Negativ Test. Erst als es massiv in den sozialen Medien an Kritik hagelte, ruderten sie zurück. Auch solche dummen Aussagen wie die vom Virologen und Fachidiot Kekulé des RKI in einem Interview, tragen nicht dazu bei dass es besser wird:
„Wenn ein Nachbarland wirklich als echtes Risikogebiet ausgewiesen wird, Stichwort Luxemburg, dann ist das genauso gefährlich wie Ägypten.“
Alexander Kekulé
Das mit dem „echten“ Risikogebiet ist weil wir offen und ehrlich mit unseren Zahlen umgehen und weil tagtäglich bis zu 2% der ganzen Bevölkerung getestet wird, was man von Deutschland und den anderen anderen Nachbarländern wahrlich nicht behaupten kann. Mich macht das alles sehr traurig und wütend zugleich.
Den Rest des Tages verbrachte ich daheim ohne weitere Vorkommnisse. Die N. schickte mir ein paar Fotos aus den Cevnnen. Sie hat dieses Jahr das Zimmer bezogen das ich die Jahre davor hatte mit der kleinen Terrasse.
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Am Sonntag schlief ich lange aus und erwachte erst kurz vor 10:00 Uhr. Huiiii. das war schon lange nicht mehr der Fall. Ich wurschtelte eine Weile herum weil ich sehr unschlüssig war ich machen sollte. Also gab es erst mal ein sehr spätes Frühstück/Mittagessen zuerst auf dem Balkon, doch dann entschloss ich mich doch für den Tisch in der Küche.
Es gab Pastel de Natas in der salzigen Variante mit Bacalau Stückchen, dazu ein Aufräum-Kühlschrank-Salat. Er bestand aus einem Rest Feldsalat, ein paar Kirschtomaten, zwei hartgekochte Eier, einem weißen Pfirsich, und einer roten Paprika. Das Dressing bestehend aus Olivenöl, weißem Balsamico, Senf, Zwiebel, Petersilie, Schnittlauch, und ein bisschen australischem Dukkah für die Prise Fernweh. Erstaunlich lecker. Zu trinken gab ein Glas Chardonnay von einem luxemburgischen Winzer der vor mehreren Jahren aufgab, dessen Weine aber erst jetzt nachdem sie mehrere Jahre ruhten erst richtig zur Geltung kommen. Schade dass es ihn nicht mehr gibt.
Geschredderte Wolken am Nachmittag:
Den Rest des Nachmittags und des Abends verbrachte ich mit Lesen und einem …. Date.
Schwimmen gehen war der erste Gedanke als ich erwachte, doch es standen auch noch andere Büro Dinge an, die wichtiger waren und Vorrang hatten. Ich hatte nämlich die ganzen Wochen einen Fragebogen übersehen, den ich ausführlich beantworten sollte. Zudem sollte die Haushaltshilfe kommen.
Somit wurde es ein Tag den ich weitgehend am Schreibtisch verbrachte.
Am Nachmittag merkte ich, als ich die Wäsche im Keller aus der Maschine holte, dass im Treppenhaus die Glühbirne auf meiner Etage den Geist aufgegeben hatte. Und bevor ich die Hausverwaltung bemühe, die daraus eine gewaltige Aktion macht, mache ich das lieber selbst. Also fuhr ich fix zum Elektrofachmarkt und kaufte eine neue Birne. Der Markt befindet sich in meinem alten Viertel in dem ich davor wohnte. Ich ergriff die Gelegenheit mich dort mal wieder ein wenig umzusehen. Die Place de Paris sieht immer fürchterlich wegen der Trambaustelle aus, aber so langsam merkt man, wie das alles einmal später aussehen soll. Im oberen Teil der Avenue de la Gare war das Geschrei ja groß, als die alten Bäume verschwanden. Die Bürgermeisterin hatte jedoch in waiser Verraussicht angekündigt dass ein Teil davon anderweitig eingepflanzt werden wird und es kämen wieder neue Bäume hin. Diese stehen inzwischen dort und ich muss sagen dass das alles irgenwann sehr chic aussehen wird. Das Wetter hatte inzwischen etwas umgeschlagen und war von Sonne mit Wolken auf Wolken mit ein paar Tropfen Regen übergewechselt. Ich setzte mich auf die Terrasse des Café de Paris und die großen Sonnenschirme, die während ich verweilte, ihre Funktion wechselten und zu Regenschirmen wurden.
Ich las währendem die Zeitung und entdeckte einen schönen Artikel über einen Musiker aus Luxemburg, der es in jungen Jahren auch geschaffte hatte international bekannt zu werden. Fausti feiert seinen 80. Geburtstag.
Der Artikel verbirgt sich hinter einem Abo. Aber es gibt sehr schöne Filmausschnitte aus dem Biopic von 2015 über Fausti, die ich verlinken kann. Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 / Teil 6 / Teil 7 / Teil 8
Später fuhr ich noch zum Supermarkt in meinem Viertel und entdeckte auf dem neuen Platz am Boulevard Marcel Cahen eine weitere Ecke mit ein paar kleinen Jahrmarktsständen, von denen es mehrere über die ganze Stadt verteilt gibt, zum Ausgleich der Schobermesse, die ja dieses Jahr aus bekannten Gründen entfällt. Dort steht auch der Stand von Jean La Gaufre, über den ich mit seiner Aktion wärhrend dem Lockdown berichtet hatte. Ich konnte nicht anders und nahm mir ein paar Waffeln zum Nachtisch mit.
Am Abend hatte ich wenig Lust auf Fernsehen. Also daddelte ich eine Runde und ging früh ins Bett.
Ein eher ruhiger Tag wenn auch mit ein paar kleinen Hindernissen, sprich Telefonaten die etwas verschnupft anfingen, bis sich herausstellte, dass es sich um Missverständnisse handelte. Nun ja.
Am Abend im Grünewald, weil eben Grünewald. Aber auch wegen etwas anderem, über das ihr aber noch früh genug erfahren werdet. Ich hatte Pulpo mich Chorizzo. Sehr gut
Sie haben jetzt auch Meursault als offenen Wein, was mich sehr freute.
Nach dem Abendessen noch einen schnellen Abstecher zu der A., die ab Freitag für 2 Wochen in einem kleinen Dorf in den Cvennen sein wird. Ich werde dieses Jahr nicht mitgehen weil ich die nächsten Tage berufliche Termine habe die nicht sausen lassen kann. Aber ich war auch schon im Urlaub. Ein letztes Glas Rosé auf ihrem Balkon:
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Am Morgen lass ich bei der Kaltmamsell welche Reiseziele sie wählen würde, wenn sie Zeitreisende wäre. Die Idee kam ihr beim Lesen vom Handbuch für Zeitreisende. Ein sehr schöne Idee und das spielen wir doch hier auch gleich einmal durch.
In Familienalbum befindet sich ein Bild, das an einem Sonntag gemacht wurde. Darauf sind meine Großeltern zu sehen, Tante Gritty, Großtante Greidi, Großonkel Nicolas und meine Mutter als Baby. Ich wäre gerne an dem Sonntag dabei gewesen. Ich kannte alle außer meinen Großvater, der starb als meine Mutter 10 Jahre alt war.
Ich hätte gerne das Studio 54 zu seiner Glanzzeit erlebt. Ich war in meiner Sturm- und Drangzeit ein Partytiger erster Güte und ließ nichts aus. Aber dafür war ich nich ein wenig zu jung als dort die Post abging.
Das sind so adhoc Dinge die mir spontan einfielen. Irgendwann werde ich die Liste fortsetzen.
Es geht endlich wieder los! Die erste Lesung eines Stückes, dessen definitive Proben aber erst im Herbst sind. Das fühlt sich alles sehr gut und vertraut an. Ein schöner Start in den Tag.
Dabei hatte ich Startschwierigkeiten. Ich war am Abend davor erst sehr spät eingeschlafen. ( meine Kaffeetrinkgewohnheiten muss ich unbedingt ändern) und war am Morgen leicht durch den Wind.
Nach der Lesung fuhr ich zurück in der Hoffnung das ich noch den Mittagstisch im Renert erwischte. Es ging so gerade noch doch die Auswahl der Karte hatte sich bereits reduziert. Ich wählte den Graved Lachs mit Salat der sehr lecker schmeckte.
Später traf ich mich mit der A. , die mich dabei haben wollte um eine neue Sonnenbrille zu kaufen. In der Grand Rue gibt es eine ‚Große‘ französische Kette, in der die A. schon mal davor eine Brille gekauft hatte und recht gut bedient worden war. Doch war es dieses Mal überhaupt nicht der Fall, im Gegenteil. Es war ein absolutes Desaster. Ich erspare euch die Details, denn es war schlichtweg peinlich. Eine weitere Option die wir schon vorab ins Auge gefasst hatten, falls wir dort nicht fündig werden sollten, war eine deutsche Kette die eine wenig weiter vorne in der gleichen Straße eine Filiale hat. Und siehe da es lief alles wie am Schnürchen. Kompetente Beratung, alles so wie es sein sollte. Ich möchte hier keine Diskussion lostreten, welche Kette besser und welche nicht. Wenn es nach meinem Geschmack gegangen wäre hätten wir eine Brille bei meinem kleinen privaten Optiker meines Vertrauens ausgesucht. Doch das wäre auch teurer geworden.
Am Abend hatte ich ein Essen mit den drei Damen aus den 90ern im Aleo, in dem ich schon ewig nicht mehr war. Sie haben im Sommer ebenfalls eine kleine Terrasse im Garten, die wunderschön ist wenn sie nicht so nahe an der Hauptstraße liegen würde, der Geräuschpegel war aber nicht zu hoch weil die Rushhour vorbei war.
Es war zum ersten mal dass wir und in dieser Konstellation dieses Jahr wiedersahen, das letzte mal war kurz bevor ich nach Australien fuhr. Es gab also viel zu erzählen und wurde dementsprechend spät. Sehr erfreulich war der Umstand dass sie im Aleo den Roséwein La Vie en Rose haben, den ich so sehr liebe wenn ich St.Jean bin.
Ein sehr ruhiger Tag an dem ich Papierkram erledigte und paar Telefonate beruflicher Natur hatte. Ein Gang mit der Gießkanne über beide Balkons. Ich entdeckte das hier. Ratet mal was es in den kommenden Tagen bei als Snack oder Beilage gibt….richtig!!!
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Früher, in den 80ern, hingen Monchhichis am Rückspiegel oder Duftbäumchen, im schlimmsten Fall ein Fuchsschwanz. In den 90er, 2000er und 10er hatte sich das wieder gelegt. Seit diesem Jahr sieht man sehr häufig folgendes Rückspiegel baumeln. So gesehen in meiner Straße am Morgen.
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Es ist nicht zum ersten mal, dass ich Julian Baumgartner verlinke. Vor einigen Wochen begann er eine Serie über ein Holzbild das mehrfach gebrochen war. Eine fünfteilige Reise einer Restauration und erklärt Schritt für Schritt, was er macht und warum. Und während er noch in der ersten Folge von einem Bild ‚in a pretty good condition‘ spricht, so stellt sich mit der Zeit heraus dass es gar nicht der Fall ist. Es ist davor mehrfach sehr schlecht restauriert worden was dem Ölportrait mehr geschadet als geholfen hat. Interessant sind seine Überlegungen hinsichtlich der Materials Holz, das wegen der Luftfeuchtigkeit sich immer wieder bewegen wird und wenn es zu sehr in einem Rahmen eingespannt wird nochmal Bruchstellen bekommt. Beginnen wir mit Teil 1:
Das Wetter spielte heute noch einmal richtig gut mit und damit war eine morgendliche Schwimmrunde im Baggersee in Remerschen nochmal die bester Option in den Tag zu starten. Natürlich ging die D. mit, die ihre tägliche Ration an Schwimmen in St.Jean sehr vermisst. Ich habe diesmal kein Foto gemacht obwohl ich es besser gekonnt hätte als am Tag davor, denn es war quasi menschenleer.
Schwimmrunde und Leserunde zum trocknen auf dem Badetuch. Weiter im Buch Die bessere Geschichte, gelesen.
Kurz nach Mittag fuhren wir wieder zurück. Da ich am Wochenende nichts weiter eingekauft hatte, weil ich ja beständig unterwegs war, musste ich das heute tun und ich fuhr zum Cactus Howald , der einer meiner liebsten Supermärkte ist, wenn man das überhaupt so sagen kann. Er liegt für mich halt nur am anderen Ende der Stadt und je nach Tageszeit ist es Unding hinzufahren. heute ging es jedoch recht gut. Man merkt dass die Schulferien angefangen haben, denn es war sehr ruhig in der Stadt. Die D. kaufte alle ein um einen San Sebastian Cheescake herzustellen.
Am frühen Nachmittag kam dann das erste vielversprechende Foto.
Ooooh yes!!!!!
Ich machte mich auf die Socken und ging zu ihr hinüber, denn sie wohnt nur einen Katzensprung entfernt.
Er war in der Mitte ganz kleines bisschen zu flüssig und hätte noch ein paar Minuten mehr gebraucht ,doch beim Abkühlen stockte er noch ein wenig nach. . Gebacken hat sie ihn nach Sally’s Rezept.
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Kennt ihr das, wenn euch plötzlich ein Lied im Kopf herumschwirrt aus längst vergangenen Zeiten, der Teufel weiß wo es herkommt, denn es gab keinen Auslöser dafür und ihr habt es mindestens 30-40 Jahre nicht mehr gehört ?
So erging es mir in der Woche in St.Jean. Es war ein französischer Ohrwurm von Annie Cordy – Tata Yo Yo von 1980. Mit den Jahren habe ich herausgefunden, dass es dagegen nur ein Mittel gibt. Ich sagte zur der D. dass ich das jetzt SOFORT hören muss und zwar SEHR LAUT, sonst geht das auch in den nächsten Tagen nicht weg.
Und als ob der Zufall es so gewollt hätte, schickte mir der F. am Tag danach eine brandneue Version der Liedes, von Mecavolic. Er hat nur den Text übernommen aber eine komplett neue Musik darauf komponiert. Großartig!
Und weil der Junge wirklich was kann gibt es gleich noch eins hinterher. Is This Love von Bob Marley.
Erstaunlich früh wach geworden kurz vor 6:00 und alle Fenster groß aufgerissenen da es stickig in der Wohnung war, weil die Temperaturen in den letzten Tagen gestiegen sind. Kurz nach 7:00 ging es mit einem seltsamen Geräusch oben vom der Avenue aus, mit immer wieder einem leichten kurzen Hupen und einem dumpfen Brummen das über die frühen Morgenstunden hinweg nicht weniger wurde. Später gesellte sich ein Presslufthammer dazu. Sonntagsbaustelle? So mitten in der Stadt nichts ungewöhnliches, aber hier in meinem Viertel? Da war doch nichts kaputt, oder? Ich sollte es noch früh genug erfahren.
Den Vortag weggebloggt.
Ich packte mein Schwimmzeug zusammen den ich wollte mit der D. pünktlich bei Öffnung der Baggerseen in Remerschen sein.
Als ich dann aus meiner Straße fuhr, sah ich dass der komplette untere Teil des Boulevard G.-D. Charlotte einen neuen Belag bekam. Also war ein kleiner Umweg über den Boulevard Royal angesagt um Richtung Irrgarten zu kommen.
Die D. jubilierte unterwegs mehrfach weil… Schwimmen eben.
Besuch einer Schwanenfamilie
Gegen Mittag hatten wir eine Verabredung mit der J. In Remich in einem Restaurant das brandneu ist und erst kurz vor den Einschränkungen eröffnete, um dann sofort wieder zu schließen. Ein sehr holperiger Start also. Das Hotel-Restaurant Suma liegt etwas außerhalb der Stadt, was es an Tagen wie diesem etwas einfacher macht einen Parkplatz zu bekommen, denn Remich ist ja ein sehr beliebtes Ziel für Sonntagsausflügler.
Als Vorspeise gab es frittierte Bällchen aus Maniok, die ungewöhnlich luftig und lecker waren.
Zum Hautgang hatte ich Cevice vom Thunfisch, das eine schlichte Sensation war. Ich bin nicht der große Fan von Ceviche, wahrscheinlich weil ich ihn auch schon mal recht fade serviert bekommen habe, doch der hier war nur noch…wow!
Zu trinken gab es den den Pinot Noir Rosé vom Nachbarweingut Desom.
Es war ein gemütliches Mittagessen das sich bis 16:00 Uhr hinzog.
Nachdem ich die D. nach hause gebracht hatte kam ich in der Wohnung an um festzustellen dass wir eine Strompanne in Merl und Belair hatten. Sie rührte wahrscheinlich von den Straßenbauarbeiten nebenan auf dem Boulevard. Ich musste mir also einen Parkplatz in der Straße suchen, da das automatische Tor sich nicht öffnete. Ich fand zum Glück sofort einen Platz ein wenig weiter oben in der Straße Mit Smartphone Taschenlampe durchs stockfinstere Treppenhaus gewatet und mich dann auf den vorderen Balkon in die Liege gesetzt und gelesen. Es wäre eine Ladung Wäsche nötig gewesen, doch das ging ja nicht.
Irgendwann kam der Strom wieder und ich schaute mir den Tatort auf ARD an.
Später dann als ich zu Bett gehen wollte hörte ich immer noch die Straßenarbeiten nebenan und kurz vor Mitternacht war noch einmal ein Kompressor zugange. Richtig still wurde es erst weit nach 1:00 Uhr morgens.
Ich war recht früh wach da ich vom Abend davor wegen Überfressung wie ein Stein ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen war.
Samstagsmarkt mit der D. und diesmal kam auch zum ersten mal die J. mit. Die J. hat eine Hündin. Eine Promenadenmischung die von einer Tierorganisation gerttet und vermittelt wurde. Vicky:
Sie wird für ihr Leben gerne gekrault und posiert bisweilen auch gerne auf Fotos.
Aufmerksame Zuschauer kennen sie aus der Sendung NO ART in der Sie in der letzten Sendung wie eine Prinzessin auf dem Sofa liag.
Auf dem Markt selbst kaufte ich nicht viel da ich am Abend mit der N. eine Verabredung hatte. Wir aßen jedoch eine Kleinigkeit am Mittagstisch im Renert mit einem Glas Julie:
Am späten Nachmittag ging es dann gemeinsam mit der N. an die Mosel zu einem Spaziergang mit Hundeherr Darvin, der dort zum ersten mal in seinem Leben Hühner sah. Es war das Highlight das Tages. Leider habe ich ein Foto davon den er wollte nicht stillhalten. Wir kehrten anschließend in einem Restaurant „A Possen“ ein, das die angeschlossene Weinstube des Wein- uns Spielzeugmuseums ist.
Sehr spät wach geworden. Den Blogeintrag vom Vortag komplett geschrieben und rausgehauen. Ich hatte nämlich gegen meine Gewohnheit nichts vorgeschrieben, was ich sonst meistens tue.
Spätes Frühstück und ein wenig aufräumen den am Nachmittag sollte Besuch kommen. Die Arbeitskollegin hatte sich angemeldet zwecks Arbietsgespräch und weil seit ein paar Tagen wieder Unsicherheit herrscht. Es ist nun mal wie es ist und wir müssen einfach weitermachen, ohne sich immer wieder durch die Zahlen lähmen zu lassen. Langsam wird es eine Massenparanoia.
Die M. kam am Nachmittag und wir saßen lange auf dem Balkon.
Später hatte ich noch bei einem Apéro mit den ‚Jungs‘ zugesagt. Ich hatte schon oft Einladungen bekommen, aber meistens klappte es nicht. Das Treffen war im Paname. Es war sehr lustig und ich lernte ein paar neue Gesichter kennen.
Im Gegensatz zu gestern war hier die Planchette zu gestern reichlich belegt und das was sich drauf befand war lecker.
Die Gruppe reduzierte sich anschließend und wir gingen noch ins Athena in meinem alten Viertel. Ich war schon lange nicht mehr dort doch es war lecker wie immer. Es ist eines der seltenen Restaurants in dem die Qualität der Speisen über all die Jahre hinweg immer gleich geblieben ist.
Zurück ging zu Fuß durch die Oberstadt, die nur spärlich bevölkert war. Ein paar lautstarke Krachmacher war trotzdem unterwegs.
Ja das mit dem perfekten Wolkentag um schwimmen zu gehen, wurde durch Regen vereitelt. Das war der kleine Dämpfer für den Tag. Doch ich bekam Post und konnte ein neues Gerät auspacken. Ich hatte lange vergeblich nach einem Dörrautomaten gesucht der nicht die ganze Küche braucht um aufgestellt zu werden. So viel Zeug werde ich eh nie dörren. Ich wurde bei WMF fündig die eine ganze Serie an Mini Geräten haben.
Ich schnitt also ein Teil der Kräuter auf dem Balkon zurück. Vorne im Bild die Pfefferminze, hinten Oregano und Estragon. Der Gebrauchsanweisung nach auf 40 Grad für 2-4 Stunden. Er wurden aber 6 Stunden daraus bis alles wirklich brüchig trocken war.
Am Abend ein Treffen mir der D. und der J. im Dipso in dem wir schon sehr lange nicht mehr waren.
Das Hauptgesprächsthema war natürlich Covid das hier nun definitiv in der zweiten Welle ist. Jetzt werden auch die Hintergründe davon bekannt warum, was falsch gemacht wurde und wo es los ging. Ein erstes fettes Cluster wurde im Süden des Landes festgestellt, das auf einer überdimensionalen privaten Feier mit weit über 100 Personen. Ohne jetzt irgendjemand an Pranger stellen zu wollen, wird auch langsam klar, dass kulturelle Unterschiede ebenfalls ein Auslöser sein können. Denn diese Feier war nicht unter Luxemburgern sondern einer südländischen Community, bei denen das gesellige Beisammensein und Feiern einen viel höheren Stellenwert hat. Dabei ist ihnen in dem Fall keine Schuld zuzuschreiben, denn sie haben sich an das gehalten was von der Regierung vorgegeben wurde. Im privaten Bereich ist die Zahl der Teilnehmer an einer Feier unbegrenzt. Und genau das war der fatale Fehler.
Der Wein im Dipso ist lecker wie immer.
Für die Planchette jedoch (die auf dem Foto ansprechend aussehen) gibt es Punkteabzug, denn sie sind nicht mehr das was sie einmal waren. Kurz vor Mitternacht machten wir Schluss. Ich brauchte aber noch ewig lange zum Einschlafen weil ich zu spät Kaffee getrunken hatte.
Eigentlich wollte ich folgendes nicht posten, da ich ja kein Berichterstattungsblog in Sachen luxemburger Nachrichten bin. Da ich aber an den Leserzahlen sehe, dass ich wesentlich mehr deutsche Leser habe als luxemburgische, werde ich es doch tun. Seit heute gilt eine Warnung für Luxemburg, nicht unnötig her zu kommen. Rheinland-Pfalz und Saarland haben das gestern auch bestätigt. Unsere Zahlen schnellen wieder in die Höhe. Am 14. Juli hatten wir satte 100 neue Fälle zu verzeichnen. Hierzu gab auch am Nachmittag ein Perssekonferenz des Permier und der Gesundheitsministerin.
Interessant fand ich aber folgende Aussage:
Was Einreisebeschränkungen nach Deutschland betreffe, so spricht Xavier Bettel von „widersprüchlichen Signalen“. Die Lage verändere sich schnell und Außenminister Asselborn stehe im ständigen Kontakt mit dem Ausland. Er warte aber immer noch auf offizielle Entscheidungen aus Deutschland: „Ich erfahre vieles leider auch zunächst aus den Medien“.
Wort.lu
Tja… Und wieder ist es Kommunikationsproblem, das wir schon so oft in letzter Zeit in allem möglichen Bereichen hatten.
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Kommen wir zur gewohnten Tagesrodung:
Recht früh von selbst wach geworden und fix gebloggt.
Der Mittwochsmarkt war ruhig und ich trank mit der D. in alle Ruhe einen Kaffee im Renert auf der Terrasse. Ich beratschlagte mit ihr, dass wir morgen gemeinsam schwimmen gehen, wenn das Wetter es zulässt. Bis jetzt schaut die Wettervorhersage gut aus. Wolken, aber kein Regen. Perfekt.
Ich kaufte alles ein zur Eisproduktion, sowie ein bisschen Obst und Gemüse.
Eisproduktion (Pistazie) :
Ein späten Nachmittag schickte die N. eine SMS ob ich Lust hätte ins Bovary zu kommen. Sie hätte ein kleine Lesung dort und würde anschließend noch ein wenig auf der Terrasse verweilen. Ich ging hin.
Es sind ein paar neue Speisen auf der Karte unter anderem Tagliatelle mit Anchovis und Broccoli. Sehr gut.
Als ich das Foto machte schien noch halbwegs die Sonne. Doch ein knappe halbe Stunde später fing es an zu regnen und wir machten früher Schluss als geplant.
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Ich hatte letzten Sommer ein Comicbuch über Moby Dick gekauft und las es am Strand von St.Jean. (Dabei fällt mir ein, dass mich in den Kommentaren jemand Purzelchen nannte… ) Ich wusste lange nicht, dass hinter Moby Dick eine wahre Geschichte steckt, in folgendem Video sehr spannend und ein wenig sarkastisch erzählt:
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Und noch ein weiteres Video das von der Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte. (FB Link) Es war im Rahmen eines Abends in der die Oeuvres diverse Projekte vorstellte, die sie im Laufe des Jahres 2019 unterstützt haben.