„Es geht nicht mehr.“

Der ganze Tag hatte eigentlich eine recht positive Note. Doch brachte mich eine Nachricht lange zum nachdenken und wie vergänglich Dinge manchmal sind, von denen man immer glaubt sie seien unumstößlich. Denn diese unumstößlichen Dinge sind es doch die uns den Halt geben, weil sie einfach immer da sind, selbst wenn man sie nicht mehr richtig wahrnimmt.

Ich fing den den Samstag wie gewöhnlich mit dem Wochenmarkt an. Mir fiel schon vor dem St.Jean Urlaub auf dass sie Samstags öfters dort war als davor. Sonst kam sie eher selten. Ich dachte nicht weiter darüber nach weil ich es als eine kleine Änderung in ihrem Leben wahrnahm, die mich einerseits freute, weil ich sie sonst nicht oft zu sehen bekomme. Vor Jahren waren wir uns freundschaftlich viel näher. Sie erwies mir einmal einen Dienst in meinem Leben, den sie nicht hätte tun müssen, es jedoch ohne mit der Wimper zu zucken tat, und das rechne ich ihr heute noch hoch an. Sie war da in einem der schlimmsten Momente in meinem Leben. Sie ist ob ihrer Gestalt, die schlank und fast zierlich ist, eine der tough‘esten Frauen die ich kenne.

Sie erzählte mir in einem Moment als wir beide allein waren, dass es zwischen ihr und ihm aus sei. Es ginge einfach nicht mehr. Beide waren in ihrem Leben sehr miteinander verankert. Ich empfand sie immer als ein ideales Paar. Beide ließen sich gegenseitig Luft zum atmen. Ich empfand beide immer als eigenständige Personen die nicht, wie viele andere Paare konsequent ein ‚Wir‘ ausleben, sondern ein ‚Du & Ich‘. So lange ich sie kenne ist sie mit ihm zusammen. Ich rechne sie aus mehreren Gründen zu meinen besten Freuden, auch wenn wir uns in letzter Zeit etwas weniger sahen. Ihn kannte ich weniger. Er ist in vielen Dingen sehr anders als sie, doch gerade deswegen klappte es zwischen den beiden so gut. Es war keine Gleichschaltung sondern eine Ergänzung.

Die Gründe wieso, weshalb, warum hat sie mir nicht erzählt. Ich denke dass ich sie nicht wissen will, weil es mich zum einseitigen Mitwisser macht und das will ich nicht. Sie hat mir aber erzählt wie sie nun weitermachen wollen. Es wird keine Lösung auf Dauer sein, das weiß sie, das weiß ich.

Was macht man in einer solchen Situation, als Außenstehender? Ich denke das Beste ist, zu sagen dass ich da bin wenn sie mich braucht. Denn die schlimmste Zeit wird erst kommen…

Ich kaufte ein paar Dinge für den Haushalt und ging durch den Park nach hause. Ich dachte an sie und hatte die Gedanken die eingangs schon beschrieben hatte.

Am Abend fuhr ich noch einmal zurück ins Theater und absolvierte die Maske für den zweiten Erinnerungsabend von Jay, da es so viel Nachfrage gab, dass ein zweiter Abend hinzugefügt wurde. Da ich nicht bis zum Schluss bleiben musste, obwohl man mir einen freien Platz hätte geben können um mir den Abend noch einmal anzusehen, fuhr ich zurück.

Ich dachte wieder an sie und es machte mich traurig. Ich weiß was es bedeutet, alleine zu sein. Den Großteil der Zeit komme ich damit klar, doch manchmal wünsche ich mir schon jemanden, aber das ist eine anderes viel kompliziertes Thema…

Ich fuhr ins Bovary. Einfach in ein Restaurant zu gehen ohne Voranmeldung ist in diesen Zeiten ja ein Ding der Unmöglichkeit, doch ich versuchte mein Glück. Und ich hatte Glück.

Ich hatte das gesamte Lokal für mich allein, während die Terrasse brechend voll war.

Oricchette mit Zucchini und Salsicchia. Schmeckte vorzüglich. Dazu ein Glas Riesling. Anschließend bekam ich einen freigewordenen Platz draußen und genoss ein wenig die Livemusik. Sie hatten, wie fast jeden Samstag Abend, den brasilianischen Musiker mit seiner Gitarre da. Ich schrieb derweil den Großteil dieses Postings vor.

Dann erzählte mir die Bedienung dass die alte Köchin F. wieder da wäre und zur Zeit den Koch, der in Urlaub ist, ersetzen würde. Aha!, dachte ich. Darum schmeckte die Pasta heute so lecker. Ich schaute kurz in die Küche rein. Großes Hallo! Sie versprach mir für Montag mein Lieblingsrezept von ihr zu kochen. Saltimbocca a la Romana.

Gegen 23:00 fuhr ich nach hause.

***

Zur Fortsetzung des Programms schalten wir um zu Chocolate Cacao. In der heutigen Folge gibt es kleine Schokoladen Igel Eclair.

Ein Schrecken mit gutem Ausgang und ein emotionaler Abend

Nicht zu spät wach geworden. Ein Telefonanruf erteilte mir schon der ersten Schrecken. Ich sollte eigentlich heute einer Probe beiwohnen, doch sie fiel aus weil zwei Personen des Theaterstückes im Tracing gelandet waren, weil mit einer Covid Person in Kontakt gekommen waren.
Also mussten gestern beide sofort zum Test, und alles wurde bis zum Resultat gestoppt. MIST!
Ich sah schon wieder ein Weiteres Projekt den Bach hinunter gehen.

Ein bisschen später kam jedoch ein Anruf einer anderen Produktion der wieder alles in rechte Licht rückte. Ob ich am Abend spontan Zeit hätte die Maske für einen Erinnerungsabend zu machen, für einen der großen Journalisten und Kabarettisten von Luxemburg, Jay Schiltz, der erst im Mai etwas sehr plötzlich verstarb. Ich sagte sofort zu. Ich hatte unabhängig schon früh versucht Karten für den Abend zu bekommen, doch er war sehr schnell ausverkauft.

Da ich durch den Abend hindurch nicht weiter gebraucht wurde, bot man mir einen Platz im Zuschauerraum an und ich konnte den Abend von dort aus verfolgen. Manchmal bringt der eigene Beruf auch Vorteile ich gerne in Kauf nehme, zumal er mir in letzter Zeit nichts als Sorgen und Unglück gebracht hat…

Ach ja, die oben erwähnten Corona Tests fielen negativ aus… Es geht also weiter. Uff!

Somnenclip & Grand Café

Nochmal ein wunderschöner Sommertag und nicht zu warm.

Der erste fast richtige Arbeitstag in dem Job, den ich gelernt habe, mit einer richtigen Konzeptionsbesprechung, richtigen Kostümen, richtigen Schauspielern… hach, und es machte richtig Spass.

Doch als ich hinfuhr bekam ich einen Schreck, denn mein Sonnenbrillenclip war nicht aufzufinden. Ich hatte ihn wahrscheinlich gestern auf der Terrasse des Gudde Wellen liegen lassen, während dem Dreh. MIST.

Da ich für Abends eine Verabredung zum Essen hatte, zog ich früher los und mein erster Weg führte mich zur Terrasse, die erst um 16:00 Uhr öffnete. Und UFF, sie hatten den Clip noch. Sonst wären 200€ futsch gewesen. Früher hätte meine Mutter gesagt: „ Du würdest deinen Arsch verlieren wenn et nicht festgewachsen wäre!“

Das Foto oben ist übrigens von der Terrasse aus. Es zur Zeit The Place To Be mit einer der schönsten Aussichten der Stadt.

Im Renert traf ich den K. mit dem ich ab und an beruflich zu tun habe. Da er ein Festanstellung im Theaterbereich hat, erklärte er mir dass neue Regeln ausgearbeitet werden, wie das Miteinander hinter der Bühne funktionieren soll.
Im detail möchte das hier nicht erklären, das werde ich tun wenn ich zum ersten mal selbst wieder hinter der Bühne aktiv war.

Der J. hatte das Grand Café ausgesucht, was mich sehr freute weil ich schon lange nicht mehr dort war. Ich hatte die Geschichte des Hauses schon einmal hier aufgeschrieben und wie sie mit meiner Familiengeschichte verknüpft ist.

Das Grand Café ist wie das BG, also im Brasserie Stil gehalten, preislich bewegt es sich jedoch in realistischeren Sphären. Ich hatte ein Steak mit Béarnaise, gedämpftes Gemüse, Salat und Pommes.

Es wurde nicht so spät wie am Tag davor, auch weil die Temperaturen fielen und es empfindlich kühl wurde.

Dienstag & Mittwoch

Am Dienstag früh wach geworden und einen Termin wahrgenommen, den ich schon vor St. Jean geplant hatte und jeweils immer wieder verschoben wurde.
Dabei ein paar interessante Dinge erfahren.

Den Rest des Tages habe ich mich mit bloguntauglichen Dingen befasst.

Einer Biene auf dem Balkon zugesehen.

***

Am Mittwoch dann früh wach geworden. Das Menü für die abendlichen Gäste sollte vegetarische Canneloni sein und ein basqueischer Kuchen den ich Sonntag mitgebracht hatte und der sich locker 4 Tage hält, dazu eine Kugel von Joël’s Vanilleeis.

An sich wollte ich die Veggiefüllung für die Canelloni schon am Dienstag machen ich entschied mich dann aber um und machte früh am Morgen. Ich hatte das dumpfe Gefühl dass es eine suppige Masse werden würde wenn ich sie über Nacht stehen lasse.
Somit roch es schon gleich morgens nach 8:00 Uhr nach gekochtem Blumen- und Romanescokohl und Brokkoli durch die halbe Straße.

Das Rezept ist von Jamie Oliver und einer meiner Favoriten, wenn ich Gäste habe unter denen sich ein oder mehrere Vegetarier befinden, denn die Füllung mit all ihren Gewürzen ähnlet später sehr einer Fleischfüllung, und nicht wenige sind davon überzeugt sie hätten Fleisch gegessen.

Für die Füllung braucht man:
1 Blumenkohl
1 Romanesco
1 Brokkoli
Alle drei werden in Stücke zerlegt und und im Salzwasser 5-6 Minuten abgekocht.

Anschließend hebt man sich ein Teil des Kochwassers auf und schüttet den Kohl in ein Sieb ab. Im den gleichen Topf gibt man nun:
5-6 Esslöffel Olivenöl
3 klein geschnittenen Knoblauchzehen
3-4 eingelegte Anchovis,
2 getrocknete Chillischoten
Die abgezupften Blättchen von einem kleinen Bund Thymian.
Das alles lässt man kurz im Öl anbraten.

Dann gibt dann die ganzen abgetropften Kohl wieder zurück in den Topf, gibt noch einen kleinen Schluck des Kochwassers hinzu, rührt um und lässt es bei mittlere Hitze für gute 20 Minuten köcheln, bis der ganze Kohl langsam zerfällt. Dabei immer wieder ab und an umrühren. ich helfe nach den 20 Minuten immer ein wenig mit dem Stampfer nach.
Dann die Masse ganz abkühlen lassen. Wenn es schneller gehen muss kann man die Masse auf ein Ofenblech verteilen und so erkalten lassen.
Ich stellte sie erstmal mit einem Tuch abgedeckt für eine Weile auf den Balkon.

***

Inzwischen war es schon 10:00 und ich machte mich zurecht für die NO ART Sendung. Die Aufzeichnung sollte ausnahmsweise früher sein, was mir ganz recht war, denn somit hatte ich nämlich nach hinten ein wenig mehr Luft, um alles für den Abend vorzubereiten.
Die Sendung lief wie am Schnürchen. Sie wird Samstag in einer Woche zu sehen sein. Zu Gast war zwei Mitglieder der Band Tuys. Was mich sehr freute war, dass wir sie so lange das Wetter mitspielt weithin draußen drehen werden.

***

Wieder zuhause deckte ich den Tisch ein und machte mich an die Füllung der Röllchen.

Das geht am einfachsten wenn man die Kohlmasse ein einen Spritzbeutel oder Gefrierbeutel einfüllt und dann eine Ecke abschneidet. Abschließend kommen sie in die Tomaten Passata (Foto oben) die man zuvor mit Salz und ein wenig Essig abgeschmeckt hat. Auf die Röllchen kommen frische Basilikumblätter.

Darauf kommt eine Bechamel für „Dummies“, bestehend aus
250gr Creme Fraiche und
70-100 gr geriebenem Parmesam untergerüht,
die auf die Röllechen verteilt werden. Darüber rieselt man noch mal
50 gr Parmesan und
1 Kugel Mozzarella in Stückchen zerzupft und verteilt sie ebenfalls darüber.
Ab in den Ofen auf 180 Grad für 30-40 Minuten.

Ich hatte übrigens jede Menge Farce über. Man kann mit der Menge mindestens drei Ofenformen à 12-15 Röllchen befüllen.
Den Rest der Farce habe ich eingefroren. Ich bin gespannt ob die beim Auftauen nicht zur Kohlsuppe wird und ich sie als Füllung benutzen kann. Den Gästen hat es jedenfalls sehr gut geschmeckt.

Die A. bekam heute die kleine Blue und brachte sie natürlich mit.

Hundewelpen sind in Niedlichkeit nicht zu toppen.

Es wurde ein laaaaanger Abend mit Cremant und Wein.

***

Dieser Thread über Brexit Trade Talk ist großartig.(via Croco)

Hier geht zum ganzen Thread

Großeinkauf

Sehr spät wachgeworden. Etwas zu spät denn ich hatte mir viel vorgenommen. Am Mittwoch Abend habe ich nämlich Gäste und da ich an dem Tag aber auch Arbeit habe, die zur Abwechslung mal bezahlt wird, muss ich alle Vorbereitungen davor machen.

Zwischendurch immer wieder in den Keller die Waschmaschine entleeren und neu laden.

Am Nachmittag fuhr ich zum Supermarkt zum Großeinkauf denn es fehlte an vielem.

Das Foto machte ich einfach so. Es ist das kleine Supermarktrestaurant. Nichts besonderes aber von der Beleuchtung und Einrichtung her, die erst letztes Jahr erneuert wurde, sieht es sehr edel aus.

Wieder daheim machte ich mich an eine Fuhre Vanilleeis. Ich habe das hier schon beschrieben und gezeigt. vielleicht sollte ich doch irgendwann mal alle Rezepte und Kochpostings in einer Liste zusammenstellen.
Während der Eisherstellung die Pocastempfehlung der Kaltmamsell gehört, ein Interview von Markus Beckedahl mit Zoë Beck, die mich sofort von der Stimme her an die Synchronsprecherin Regina Lemnitz erinnerte.

An Abend schaute ich zwei Folgen hintereinander weg von Inspektor Barnaby auf Neo, von denen ich eine noch nicht gesehen hatte.

Zurück nach Luxemburg

Noch einmal schwimmen, ganz früh. Es war kurz nach 7 Uhr früh.

Und immer wieder dieses wunderschöne Licht.

Vielleicht sollte ich jetzt auf die Unannehmlichkeiten der ganzen Reise zu sprechen kommen. In St. Jean sind Masken überall obligatorisch vom 10:00 – 02:00 Uhr. Auf der Straße sowohl wie in Geschäften muss man eine anhaben. Die Polizei macht Kontrollen und man wird auch sonst vom Personal immer wieder aufgefordert sie anzuziehen. Gestern auf dem langen Spaziergang nach Erromardi konnten wir sie erst ausziehen als wir weit aus dem Zentrum raus waren.

Zudem ist das Département Pyrénées-Orientale, zu dem St Jean-de-Luz ja gehört, seit Samstag zu Risikogebiet erklärt worden. Man wird sehen welche restriktiven Maßnahmen man dort ergreifen wird.

Der Flug verlief sehr unspektakulär.

Paris. Deutlich zu erkennen die Seine und der Arc de Triomphe mit seinem Spinnennetz an Straßen.

Ich hatte gedacht dass ich das Buch von Schlink ( es ist ja nicht sehr dick) in St. Jean fertig bekomme. Doch musste ich nach der Geschichte „Das Amulett“ am Samstag eine längere Pause einlegen, weil sie mir etwas sehr schmerzlich bewusst machte, das ich seit über 30 Jahren mit mir herumschleppe und nie auch nur ansatzweise auf den Gedanken kam etwas dagegen zu tun. Um was es genau geht, will ich hier und jetzt nicht näher erläutern, dafür brauche ich ein wenig Zeit.

Die N. holte mich ab vom Flughafen. Wieder zurück im trauten Heim übergab sie mir ein Geschenk für meinen Geburtstag. Es war wieder so ein Rätselgeschenk doch als ich dahinter kam was es wirklich war, war die Freude groß. Ein Abendessen in Ma Langue Sourit. Ich war noch nie dort, fuhr aber in letzter Zeit oft daran vorbei.

Am Nachmittag dann jede Menge häusliche Dinge erledigt, und später dann auf Netflix den Marvel Kalssiker Venom, den ich nicht schlecht aber so richtig gut nun wieder auch nicht.
Den neuen Film von Charlie Kaufmann angefangen. I’m Thinking of Ending Things, mit der großartigen Toni Colette, den schaue ich mir aber ganz morgen an.

Der letzte Tag (12von12)

Für den 12von12 bitte Nachtrag am Ende des Postings lesen.

Das Grußfoto schickte ich am Morgen, kurz nach der Schwimmrunde, nach Australien zu dem H. in Melbourne. Ein bisschen Sonne, ein bisschen Meer. Sie sehnen sich dort danach und dass die Ausgangssperren endlich ein wenig gelockert werden. Ich hoffe und bete dass uns solche heftigen Ausgangssperren im Winter hier erspart bleiben. Er schickte mir Fotos aus dem australischen Guardian von der Stadt. Sie sind gespenstisch weil menschenleer und zugleich wunderschön.

Link

Ein Spaziergang nach Erromardi.

…mit Möve…
…einem Kaffee mit Aussicht
Magnolien…
und Mimosen.

Den Nachmittag mit Lesen verbracht und am späten Nachmittag nochmal schwimmen, weil … schwimmen.

Für den Abend hatten wir einen Tisch im Instincts ergattert, was nicht immer einfach ist weil klein,erfolgreich und sehr schnell ausgebucht. Die Menükarte wechselt regelmäßig.

Wir hatten am Tisch neben uns fünf ältere Damen, alle weit über 80, die sich lautstark unterhielten. Keine von ihnen hörte oder sah gut. Es war mitunter sehr lustig ihnen zuzuhören, weil man alle Details ihrer Unterhaltung mitbekam und jede Dame eine Art Achetyp darstellte. Eine war sehr ruhig und sprach kaum, eine andere dafür umso mehr, wieder eine andere hatte eine sehr tiefe laute Stimme die alles übertönte. Die D. und ich kamen sofort auf die Idee ein Theaterstück darüber zu schreiben.

Essenstechnisch war es wie jedesmal grandios.

Vorspeise: ganz frische Steinpilze, die ersten der Saison
Für mich gab es Ente mit Kürbis…
Und für die D. gab es Dorsch mit Orecchiette.

Anschließend spendierte man uns noch den gleichen Clementinenweinbrand den wir schon ein paar Tage zuvor hatten. Doch hier haute er uns regelrecht um.

Wir wackelten zurück zur Wohnung recht erheitert und gingen früh zu Bett.

Nachtrag: ich hatte den 12von12 vergessen, doch ohne es zu wissen habe ich exakt12 Fotos gepostet. Also passt das schon 🙂
Wer wissen will was es damit auf sich hat schaue bitte hier nach.

Ein Tag mit Startschwierigkeiten

Wir wussten dass der Klempner kommen sollte wegen einem verstopften Abflussrohr, das in dem kleinen Innenhof außen an der Wand langläuft. Die D. hatte vor kurzem einen Riesenschreck bekommen, als es regnete und das Wasser aus dem Abfluss ihrer DUSCHE herauskam.
Dabei wurde festgestellt dass ein paar Rohre nicht so abfließen wie es sein sollte.
Der Klempner jedoch hatte einen völlig anderen Auftrag bekommen, was hier zu machen sei und so begann ein hin und her, das sich länger hinzog.

So lange der Klempner arbeitete konnte ich weder Klo noch Dusche benutzen, also zog ich los, benutzte ein öffentliches Klo und ging anschließend schwimmen.

Am Mittag waren wir mit dem S. und seiner Freundin L. verabredet. der seinen freien Tag hatte. Er hatte als Mittagstisch, den Komptoir des Amis (das K ist schon richtig) rausgesucht, das die D. und ich gar nicht kannten.

Es wurde ein langer Mittagstisch. Die Vorspeise war ein Stück Thunfisch mit schwarzem Sesam und hauchdünnen Mohrenfäden auf einem Minifladen. Anschließend gab es und ich bestellt es lediglich unter Vorbehalt, eine Kotelett vom Ibericoschwein. Ich bin absolut kein Kotelett Fan von keinem Tier. Doch das hier war so zart, dass es mir die Sprache verschlug. Fotos habe ich leider keine gemacht.

Den Kaffee tranken wir auf der Terrasse vom Grand Hotel.

Da es bereits während dem Essen schon Champagner und Wein gab musste ich mich anschließend eine Weile hinlegen weil ich schläfrig geworden war.

Später ging es dann nochmal ans Meer eine Runde Schwimmen.

Dieses Licht hier ist immer wieder Faszination pur.

Am Abend hatten wir beschlossen zur Pile d’Assiettes zu gehen, das Restaurant von Constance Rochain, die ich euch während dem Lockdown schon einmal in einem Video vorgestellt hatte.

Es gab als Vorspeise eine wahre Delikatesse.

Das ist hier in der Gegend eine seltene Plizart. Kaiserlinge findet man zwar in ganz Europa und gehören zu einer Gattung von Pilzen zu der auch der Fliegenpliz gehört. Die Kaiserlinge sind allerdings nicht giftig. (Sonst würde ich den Text hier nicht schreiben!!!)
Gebraten in Olivenöl, mit einem wenig grobem Satz und einer leichte Essig Emoulsion. Irre!

Dann gab es für mich ein hervorragens Risotto mit Panchetta für mich… (ich hätte auch die eine doppelte Portion geschafft)

…und für die D. ein Gemüsecurry mit Quinoa und Salat.

Später schickten wir noch ein Grußfoto los, an die A. die zusammen mit einer Freundin in Luxemburg ebenfalls auf der Terrasse saß.

Ein weiteres Jahr

Ich war eigentlich recht früh wach schlummerte aber noch einmal weg.

Die D. hatte Geschenke besorgt. Unter anderem schenkte sie mir dieses Buch von Manu Larcenet, dem Comiczeichner den ich für mich letztes Jahr durch diese Serie entdeckt hatte.

Wir gingen schwimmen, wie jeden Tag. Das Wasser fühlte sich kühler an als die Tage davor und pikste ein wenig auf der Haut. Es ist jedoch kein Grund nicht die gewohnte Strecke bis zu den Bojen hin und zurück zu schwimmen.

Den Morgen verbrachte ich weitgehend mit dem neuen Buch Abschiedsfarben von Bernard Schlink in die Kurzgeschichte „Geschwistermusik“ mich sehr berührte.

Später dann zogen wir los zu einem Park in St. Jean den ich noch nicht kannte.

Zwischendurch gab es ein Eis.

Ich habe schon ein paar mal über den kleinen Eisladen Bargeton berichtet, der 2019 für das beste Vanille Eis in Frankreich ausgezeichnet wurde. Aber all seine anderen Sorten sind auch ein absoluter Hammer. So gab es die letzten Tage, Pecannuss Eis, Spekulatius Eis und vier verschiedene Schokoladensorten. Auch seine Sorbetsorten, schmecken seidenweich und cremig, das bei Sorbet ein Ding der Unmöglichkeit scheint.

In dem kleinen Park steht die Villa Ducontenia in der zur Zeit eine Ausstellung über die Künstler läuft die früher die Keramiken aus Ciboure bemalt haben.

So die Keramikwerkstatt aus bevor sie geschlossen wurde.

in dem kleinen Park befindet sich auch ein sogenanntes „Naturtheater“,

Die erste Kastanie.

Den ganzen Tag über kamen über alle sozialen Kanäle Glückwünsche zum Geburtstag.

Am Abend fuhren wir dann nach Guethary ins Briketenia. Wir hätten auch in ein Restaurant in St.Jean gehen können, denn auch hier gibt zwei Stück die ein Michelin Sternchen haben. Aber im Briketenia sitzt man wie ein König in ihrem wunderschönen Garten.
Wir aßen das Sommermenü. Ich lasse die Bilder sprechen. Alles habe ich nicht abgelichtet.

Das Bild mit dem umgelegten Glas im Eis, war ein korsischer Clementinen Schnaps.

Ein Spaziergang nach Ciboure und Socoa

Nach der üblichen Schwimmrunde gleich nach den Aufstehen und einer Tasse Kaffee, gingen wir los nach Ciboure, der Nachbarort von St.Jean in dem sich die Keramikwerkstatt befand, von der ich gestern berichtete. Sie lag in einem Teil des Dorfes das ich noch nicht kannte.


St.Jean und Ciboure sind durch den Fluss Nivelle getrennt und wir wanderten eine Weile auf der Ciboure Seite flussaufwärts, zu dem Haus. Das Haus wurde nachdem die Keramikwerkstat schloss völlig umgebaut. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich ein Antikladen, der die Vasen, die ich gestern zeigte auch verkauft. Ich war sehr versucht eine zu kaufen, doch die, die mir am besten gefiel war preislich schwindelerregend. Zudem hätte ich nicht gewusst wie ich sie transportieren soll.

Auf dem Rückweg sahen wir kleine Vögel am Fluss die eifrig in den Algen herum stocherten. Zuerst dachte ich es seien kleine Küken, doch es sind ausgewachsene Vögel. Wir fragten und was es sein könnte. Die D. meinte es sei die berühmte gemeine Wasserwachtel, worauf ich laut zu lachen begann.
Weiß einer meiner geschätzten Leser, der ornithologisch besser bewandert ist als ich, was das sein könnte?

Weiter ging es nach Soccoa, das südlichste Dorf der Bucht von St. Jean. Ich hatte dort schon einmal sehr schöne Fotos vor Jahren gemacht, auch von den Wellenbrechern, die man aber nicht mehr begehen kann. Damals konnte man das noch.

Auf dem Bild oben sieht man unsere täglich Schwimmstrecke. Vom Strand aus bis zu der Begrenzung aus weißen Bojen und zurück.

Mittagessen gab es im Pantuxa gleich neben dem Hafen von Socoa:

Ein Tomaten Salat mit frischem Thunfisch.

Anschließend ging es mit einem kleinen Boot das stündlich seine Runden durch die Bucht zieht, zurück nach St.Jean.

Zurück in St.Jean saßen wir lange auf der Terrasse der Bar de la Marine (das inzwischen mein Pendant vom Renert in Luxemburg ist) und ich las das mitgebrachte neue Buch von Bernard Schlink.

Am Abend wählten wir noch einmal die Buvette de la Halle zum Abendessen.

Ein Ausflug nach Bayonne

Ich höre euch schon: „Ja, Joël WIR WISSEN DASS DU AM MEER BIST!„

Es ging mit dem Zug nach Bayonne. Ich war ja schon öfters dort und die Stadt fasziniert mich jedes mal. Das letzte mal hatte ich einen geführten Rundgang durch die Altstadt gemacht, der unglaublich lehrreich war. Biarritz mag ich weitaus weniger.

Wir hatten uns das Baskische Museum vorgenommen, in dem zur Zeit eine Sonderausstellung über die Keramikwerkstatt von Ciboure zu sehen ist. Besagte Werkstatt gibt seit 1995 nicht mehr, aber die Keramiken, vor allem Vasen, sind unglaublich schön.

Die beiden gefielen mir ganz besonders.

Ich fragte ob es ein Katalog der Objekte gäbe, aber der kommt wegen der Pandemie erst Ende September.

Ein kleiner Rundgang durch die Innenstadt:

Dieser satte blaue Himmel, das Licht…

In einer kleinen Bar gab es ein Perrier mit einem Strohhalm aus Pastateig. Sprudel mit Nudel. Eigentlich eine sehr umweltfreundliche Idee. Man darf die Nudel aber wahrscheinlich nicht über Stunden drin lassen, sonst hängt sie irgendwann schlaff aus dem Glas.

Wir kehrten ebenfalls in die kleine Parfümerie ein Parfums et Senteurs du Pays Basque. Ich hatte mir dort vorletztes Jahr eine Flasche mit dem Namen Grenouille gekauft. (Der Name Grenouille stammt von der Hauptfigur aus dem Roman das Parfüm) Diesmal wollte ich aber etwas anderes und probierte ein paar Düfte durch. Die ältere Dame die den Laden führt und sehr kompetent ist, gab mir mehrere Düfte zum probieren auf Stäbchen und als ich mich da für einen entschieden hatte, wurde er auf der Haut getestet. Ich sollte ein wenig spazieren gehen und wiederkommen. Es wurde ein Duft mit einem ungewöhnlichen Namen: Oui. mais il a aimé

Am Abend kehrten wir in die ein Restaurant i St.Jean ein, an dem wir immer vorbei gingen aber nie besuchten, weil….tja, es gibt keinen Grund. Es lag wahrscheinlich einfach zu nahe. Le Beau Marché liegt gegenüber der Markthalle und ist ein viel besuchter Laden.
Da wir den ganzen Tag über nicht sehr viel gegessen hatten stürzten wir uns auf die bestellten Speisen wie ausgehungerte Wölfe, dass ich darüber die Fotos vergaß.

Schwimmen, Lesen & Essen

Hochkant Panorama macht am Stand echt was her. Aber mit dem Meer das immer in Bewegung ist musste ich mehrere machen bevor eines gelang.

Schwimmen im Meer ist immer noch Freude pur.

Anschließend ein typisch französisches Frühstück in der Bar de la Marine.

Anschließend gingen die D. und ich auf die Suche nach einer neuen Glühbirne für mein Badezimmer weil eine kaputt ging. Doch die D. muss wahrscheinlich eine von Luxemburg mitbringen.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand, mit lesen, schwimmen und braun werden.

Wieder in der Wohnung entstand ein Foto über das ich jetzt noch lache. Als ich aus der Dusche kam, weil ich das Salz von der Haut loswerden wollte, schaute ich mich in den Spiegel und wurde stutzig. Seit wann ist meine Nase krumm?

Ich hatte doch noch NIE einen krummen Zinken im Gesicht! Was habe ich denn da wieder angestellt? Ich drückte an der Nase herum. Nee, das kann doch nicht sein… Bis es mir endlich auffiel. Es ist der Schatten von der fehlenden Glühbirne! Aaaaah! Und gerade ich als Maskenbildner, der sich mit Licht und Schatten perfekt auskennen muss, habe es nicht gemerkt!

Etwas später gingen wir los zur St. Barbe, die nördliche Ecke der Bucht von St.Jean, von wo man schöne Fotos aus schießen kann.

Unterwegs begegneten wir ein paar streuenden Katzen die aber keineswegs Streuner sind. Sie sind von der Gemeinde St.Jean „angestellt“ und gehören einfach mit zum Folklore und der Deko der Stadt. Sie sind gechipt und geimpft, werden täglich gefüttert und lassen sehr gerne streicheln.

Auf den Rückweg schauten wir den Surfern zu.

Die D. schlug vor ein Apéo im Grand Hotel zu nehmen, was wir auch taten. Foto davon gibt es leider keines. Und so herrschaftlich wir dort auf der Terrasse saßen, so einfach und trotzdem irre lecker wurde das Abendessen.

Frische Sardinen mit Tomaten- und Grünsalat, dazu ein Portion Pommes und einen halben Liter offenen Weißwein in der Buvette de la Halle.

Dann noch ein kleiner Spaziergang am Meer vorbei und ab in Heia.

WMDEDGT im September: Samastagsmarkt mit Terminen

Beinah hätte ich den Aufruf von Frau Brüllen vergessen. Er fällt dieses mal aber etwas weniger explizit aus.

Ich ging zum Samstagsmarkt allerdings ohne etwas einzukaufen weil, ich für nächste Woche nichts weiter brauche. Ich war zeitig dort um einen guten Tisch im Renert zu bekommen, auf dem ich mich fast einrichtete, wie auf meinem Schreibtisch.
Gegen halb elf kam die A.2 (nicht zu verwechseln mit der der anderen A., die ja mindestens einmal die Woche im Blog vorkommt). Es wurde ein intensives Arbeitsgespräch für einen Auftrag nächstes Jahr, in dem ich ein paar neue Dinge erfuhr auch über Modalitäten, was denn jetzt erlaubt ist in einem Theatersaal und was nicht.
Auf der Bühne ist alles erlaubt. Punkt. Sie wurde seit letztem Monat komplett frei geschaltet. Doch jeder der hinter den Kulissen arbeitet und wie ich, intensiv mit den Darstellern in Kontakt kommt, muss sich einmal pro Woche testen lassen so lange das Projekt dauert. Die Darsteller ebenfalls. Die Kosten hierfür werden vom Theater bzw. vom Kulturministerium übernommen.
Im Zuschauerraum gelten andere Regeln. Entweder ohne Maske und dann mit zwei Metern Abstand zu jeder nicht im gleichen Haushalt lebenden Person. Oder mit Maske und dann ohne Abstand. Eins von beiden. Es ist noch nicht ganz klar welchen Modus man nehmen wird.
Ok. Mit den Regeln kann man arbeiten, aber ganz wohl ist mir nicht dabei.

Gegen Mittag kam die R. die schon fast ein Jahr nicht gesehen hatte und die mich zu ihrer großen Geburtstagsparty eingeladen hatte, die ich aber absagen musste weil ich in Australien war. Große Wiedersehensfreude. Wir tauschten uns viel über unser beider gemeinsamer Vergangenheit in der „alten Heimat“ aus, da sie eine Zeit lang das berühmte Café Pilo“soff“ führte. Ich schrieb oft über das Café als ich noch dort wohnte. Blättert mal so zehn Jahre und weiter zurück im Blog.
Wir bestellten Mittagessen:

Kniddelen für die R. und Ragout für mich.

Dann verschob sich ein anderer Termin noch einmal, was mich ein wenig ungehalten machte, weil das alles wieder kurz vor knapp werden würde. Also ging zurück in die Wohnung bereitete alles für Sonntag vor, der sehr früh beginnen wird. Der Termin oben löste sich schließlich ganz auf und ich werde auf nächste Woche verschieben.

Am Abend Wolken mit Sonnenstrahlen, als ob jemand eine Erleuchtung hätte.

Haare lassen & Bovary

Am Morgen zum Friseur, bereits nach zwei Wochen, aus Termingründen. Aber sogar nach zwei Wochen war mein Friseur überrascht wie viel da weg musste. Es ist unglaublich wie um wie viel schneller die Haare bei mir im Sommer wachsen als im Winter.

Anschließend verschob sich ein Termin auf Samstag, was mir nicht sehr recht war weil ich da schon so viel anderes Zeug erledigen muss, aber gut. Auf ein Ding mehr kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Das bedeutete dass ich am Nachmittag Zeit hatte weiter an einem sehr zähen Text zu arbeiten an dem ich einfach nicht weiterkomme. Am Anfang schien es so leicht weil die Grundidee da war und es schon einen Vorabtext gab, der NUR angepasst werden musste. NUR! Es ist eine völlig andere Nummer und ich hänge total.
Ich würde den Text endlich gerne weg haben, wie so vieles andere auch.

Ich tue mich in den letzten Wochen überhaupt recht schwer mit allem was terminlich ansteht. Ich erledige zwar alles mit den gewohnten Akribie und bin auch anschließend zufrieden, aber es kommt mir so vor als ob ich eine unendliche Strichliste abarbeite.
Hier ein Termin, und da eine Rechecherche,… Sogar das Bloggen kommt mir an manchen Tagen so vor. Ein Abhacken von Dingen um endlich….was zu haben? Zeit?
Zeit für was?
Leere?
Ich hoffe das gibt sich wieder, wenn die ersten richtigen Aufträge kommen, denn ich schiebe das Gefühl auf die Tatsache dass ich zwar viel tue, aber beruflich unterfordert bin. (Das bezieht sich auf den erwähnten Text oben. Schreiben ist ja nicht mein Beruf!)

Ich verzog mich auf die Terrasse zum lesen.

Weil das Wetter heute sehr schön und sonnig war, wahrscheinlich einer der letzten Sommertage, hatten die A., die N. und ich beschlossen nochmal ein geheimen Ort aufzusuchen. Doch der war leider für eine Privatfeier ausgebucht.

Also gingen wir dorthin wo wir immer gehen wenn es schön draußen ist und wir entspannt und ruhig sitzen wollen, ins Bovary.
Es wurde wieder viel und ausdauernd über Hunde diskutiert. Darwin saß derweil andächtig auf A’s. Schoß, bis er sie eiskalt mit einem Küsschen erwischte.

***

„Mag jemand Dumplings?“

***

Nachtrag: Später sah ich dass eine der ganz großen französischen Entertainerinnen, Annie Cordy gestorben ist im stolzen Alter von 92 Jahren. Ich hatte sie hier noch vor ein paar Wochen erwähnt, als ich eine coole Cover Version ihres Hits Tata Yoyo entdeckt hatte.

Aus dem Familienalbum 33

Sie sind zugegeben etwas wahllos zusammengestellt für diesen Post. Alls drei Fotos stammen aus dem Karton dem ich erst vor kurzem in einem Schrank wiederentdeckt habe.

Ein Familienausflug. Meine Mutter machte das Foto, denn sie ist nicht zu sehen.
v.l.n.r: Mein Vater Daniel, Großmutter Thérèse, Ich, Tante Gritty. Tante Gréidi mit meinem Bruder Gilles auf dem Schoß und Onkel Nicholas.
Ich habe mich lange gefragt wo das Foto aufgenommen wurde. Es waren noch ein paar andere dabei, die mich darauf schließen lassen dass es in Géradmer in den Vogesen gewesen sein muss. Es wurde in späteren Jahren noch oft darüber gesprochen. Es wahr wahrscheinlich 1972.
Ich hatte keine Erinnerung daran.

***

Das war ein paar Jahre später in der Caramrgue. Ich, Gilles und meine Mutter.
Ich habe sogar den kleinen Ort an dem wir waren, gleich neben Beziers wiedergefunden. Portiragnes liegt direkt am Meer und wir buchten zweimal hintereinander im gleichen Haus direkt am Stand eine Wohnung. Ich wusste lange nicht dass Ort so hieß weil wir immer nur Plage de la Redoute sagten, was der Name des Standes ist. Das schöne an Google Maps ist dass ich das Haus wiedergefunden habe und das Seepferdchen ist noch immer auf der Fassade.
Es war nach der Zeit der Korsika Zeit, wo meine Eltern in der ersten Jahren hinfuhren.

***

Gilles mit meiner Mutter. Er war noch kein Jahr alt, stand aber schon wie eine Eins. Dem Teint meiner Mutter nach muss es kurz nach den letzten Ferien in Korsika gewesen sein, denn dort macht Gilles sein ersten Schritte ganz allein einmal quer durch sein Bettchen.

Ein totes und ein lebendiges Tier

Ich quälte mich schon seit zwei Tagen mit einem ‚toten Tier‘. Ein Fehler war, es im kalten Wasser einzuweichen um dem ganzen Gel loszuwerden. Das machte es nur noch schlimmer. Ich musste es komplett trocknen lassen und dann ging es wieder und ich konnte es retten. Bei genauerer Betrachtung sieht es ein wenig gerupft aus, aber synthetische Haarteile haben den Nachteil, dass man sie nicht über Gebühr strapazieren kann, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

Für die Wiederaufnahme eines Stückes vom letzten Jahr, das jetzt auf Schnelle aus der Kiste gezogen wurde, blieb keine Zeit ein neues Teil zu bestellen und frisieren. Aber ich denke mal, für einen falschen Hahnenkamm hab ich das ganz gut hinbekommen.

Als ich am Nachmittag das Teil ablieferte, bekam ich den Anruf dass mein Sakko da wäre und eine SMS dass der Termin sich für abends etwas nach hinten verschieben würde. Also hatte ich drei volle Stunden Zeit für das Sakko im Geschäft abzuholen. Gesagt, getan.

Das foto wie ich darin aussehe folgt morgen. aber auf dem unteren Foto könnt ihr es schon sehen.

Am Abend holte mich die A. ab und wir besuchten ein ‚lebendiges Tier‘.

Darf ich vorstellen, das ist die kleine Blue.

Noch tollt sie bei ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, zusammen mit ihren sechs Geschwistern herum. Es fehlt noch eine Impfung und ihr Chip, Mitte September darf die A. sie dann mitnehmen.

Häuslichkeiten

Am Morgen den New Yorker aus dem Briefkasten gezogen. Das Cover machte mich traurig. Genau so ist es zur Zeit und es wird nicht besser werden. Große Opern mit großem Chor und allem drumherum sind zur Zeit nicht drin.

Ein sehr häuslicher Tag mit Paprierkram, der mir auf die Nerven ging.
Am Abend kam die A. kurz vorbei und wir verabredeten uns für dem Tag danach, für einen Besuch bei dem nächsten Mitbewohner. Mehr darüber morgen.

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Zu sehr später Stunde weil ich nicht einschlafen konnte, ein altes Lied von Annie Lennox wiederentdeckt, mit einem sehr schönen Video. Ich wäre gerne einer der Touristen gewesen, die darin vorkommen:

Braderie

Den Sonntag verbuchen wir unter ‚süßes Nichtstun‘ mit ein wenig Recherche für die Arbeit, ein wenig lesen, ein wenig YouTube und wenig Fernsehen.

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Am Montag Braderie. Man könnte das als Straßenverkauf bezeichnen doch es mehr als das. In früheren Zeiten war dieser Tag gedacht um die Lager leer zu bekommen, damit die neue Winterware Platz findet. Als meine Großmutter noch das Damenbekleidungsgeschäft hatte, buchte sie jedes Jahr einen Stand auf der
Place d’Armes oder Place Guillaume und nahm sämtliche Winterware vom letzten Jahr mit um sie los zu werden.
Es ist zudem eine gute Gelegenheit um mal ein Schnäppchen zu machen in den Edelmarken die man sich sonst nicht kaufen würde. Ich war während den Friseurlehrjahren immer ganz versessen auf den Tag, das ich immer mir dann mal ein Teil von Versace, YSL, oder Gaultier zu einem sehr niedrigen Preis ergatterte, aber zu der Zeit investierte ich auch viel Geld in Kleidung.

Es war erschreckend ruhig als ich kurz gegen zehn losging. Ich wanderte ein klein wenig herum und setzte mich dann zu Namur auf die Terrasse zwecks Kaffee und Croissant. Ich kannte die Bedienung, die schon sehr viele Jahre dort arbeitet. Auch sie meinte dass es beängstigend ruhig wäre für den berüchtigten Braderie Montag.
Nun kann ich meine Beobachtungen nur von Teil der Oberstadt aus geben, im Bahnhofsviertel war ich nicht. Ich hatte zumindest damit gerechnet dass es dann doch ein paar Stände auf die Place Guillaume verschlagen würde. Nö.
Es standen ganz genau fünf Fressstände dort. Einer davon war der Metzger aus der Grand Rue, der mit dem Renert einen Deal gemacht hatte, da Küche des Renert nämlich geschlossen war.

Ich sah nach sehr langer Zeit zum ersten mal den D.D. wieder. (Ich muss den Namen so schreiben, dann weiß ich auch noch nach Jahren wer es ist)
Ich aß zu Mittag eine Portion Pommes die Käsesauce, die… nun ja…. nicht besonders schmeckte vor allem weil die Pommes nicht lange genug frittiert worden waren und die Sauce, die ganz o.k. war, machte es nicht nicht wett.

Kurz nach der Mittagsstunde ging ein mächtiger Wolkenbruch nieder.

Ich wanderte noch eine Weile danach durch die die Straßen, schaute kurz beim Optiker meines Vertrauens vorbei und verliebte mich ein wenig in ein neues Gestell.

Aber es ist noch nicht so ganz das was mir als nächstes Brillengestell vorschwebt. Ich habe da schon seit einer Weile eine gewisse Vorstellung, die ich aber nirgendwo finde.

Zuhaue machte ich mich an die Arbeit an einem Haarteil, das ich aber nicht so fertig bekomme und es muss bis morgen warten.

Am Abend schaute ich mir unter anderem eine kleine Doku über Audrey Hedburn an, vom Youtube Kanal Be Kind Rewind an:

Bei den Zwillingen

In der Nacht von einem seltsamen Mann geträumt, mit Ralonge Perrücke, aus der Zeit Ludwig XIV., der seinen Kopf nachts auf eine Katze bettet, weil die schön weich und kuschelig ist.
Nein, fragt nicht, ich habe keine Ahnung wo das nun wieder herkommt.

Zu fast einem blauem Himmel aufgewacht, nach einer sehr guten Nacht. Ich verbloggte schnell den Vortag, las ein wenig bei den Bloggerkollegen und machte mich auf zum Samstagsmarkt. Ich wollte mir noch eine Tasse Kaffee aus dem Vollautomaten ziehen, der sie standhaft verweigerte. Er wollte SOFORT einer kompletten Grundreinigung unterzogen werden. Na gut. Der Markt ja läuft nicht weg auch wenn ich erst eine Stunde später gehe.

Der Markt war sehr gut besucht. Ich sah nach mehreren Wochen die K. wieder. Doch ich musste zeitig wieder los, weil der A. mich in ein Restaurant außerhalb der Stadt eingeladen hatte.

Bei den Zwillingen gehört zur Golfanlage Beelenhaff in Junglinster. Ich kannte die Anlage überhaupt nicht, obwohl ich jahrzehntelang immer daran vorbei fuhr, weil sie auf dem Weg in die ‚alte Heimat‘ liegt.
Der A. war schon ein paar mal davor dort gewesen und war immer sehr begeistert.

Der Hof, der eher wie eine gediegene Villa aussieht, liegt mitten in der Anlage und man sieht sie von der Hauptstraße gar nicht. Man muss nicht Golfmitglied sein um im Restaurant speisen zu können und man bekommt dadurch einen guten Einblick in die Anlage die wunderschön und zugänglich ist. Vielleicht ist das auch mal in späteren Jahren ein Sport für mich. Wer weiß.

Die Speisekarte der Zwillinge könnt ihr hier einsehen. Es sind weitgehend Klassiker der französischen Küche aber ein paar asiatische Gerichte und Burger. Also nichts weltbewegendes, aber sehr gut und alles frisch.

Ich habe von den drei Gängen nur den Hauptgang abgerichtet, der sehr gut war. Ein Rindertartare von Hand geschnitten, sehr gut gewürzt mit einer ordentlichen Portion an Chillischärfe. Sehr sehr gut.

Am Nachmittag legte ich mich eine Weile hin für ein Nickerchen.

Später fing ich an die aufgenommenen Folgen der französischen Krimiserie Art of Crime anzusehen. Ich schaute mit drei Folgen der ersten Staffel an und sehr war gelangweilt, weil ich zwischendurch auch immer wieder meine Twittertimeline durchsah. Ich denke dass dass ich sie wieder von der Fernsehbox löschen werde.

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A propos Twitter:
Dieser Tweet sorgte gestern für sehr viel Wirbel in meiner Timeline.

Ich habe mich gefragt ob sie das auch zu einer Frau mit sehr kurzen Hotpants sagt, wo der halbe Hintern raus hängt?

Regen, endlich

Ein Tag mit viel hin und her.

Meine Putzhilfe hatte sich aus Gründen schon für morgens 8 Uhr angekündigt. Ich musste mir den Wecker stellen. Da ich immer gerne verdufte wenn sie da ist, fuhr ich kurz nach 9 ins ‚Ausland‘.

Ich hatte bei Engbers ein Sakko im Internet gesichtet, das perfekt erschien. Da ich aber in punkto Kleidung nie etwas im Netz kaufe, weil ich Dinge einfach vorab anprobieren muss und will, fuhr ich diesbezüglich nach Trier. Das Teil war letztendlich nicht da, aber dafür ein anderes das mir besser gefiel als auf dem Foto im Netz. Was mich wieder darin bestärkte keine Kleidung zu im Imternet zu kaufen. Ok, ich habe mir vor ein paar Tagen die Kimonos bei Muji bestellt. Aber das auch nur weil ich die Größen und Schnitte vorab aus dem Geschäft kannte.

Ich bestellte das Sakko in meiner Größe, das ich wahrscheinlich am Dienstag abholen kann.

Wieder zurück, bekam ich Besuch vom R., mit seinem Sohn, dem kleinen acht Monate alten A. Ich hatte den R. schon lange nicht mehr gesehen. Wir diskutierten über viel berufliches, was sehr gut tat. Es eröffnete neue Perspektiven für eine wohlgemerkt immer noch unsichere Zukunft, aber es gibt ein klein wenig Hoffnung und gibt Mut. Zwischendurch verlangte der A. ein Fläschen und etwas später ein Windelwechsel, doch ansonsten war er sehr brav.

Nächster Termin war an einem Ort den ich gar nicht kannte an der Alzette, der sich jedoch fast mitten in der Stadt befindet. Dabei ist er so idyllisch, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Über die Schläifmillen, werde ich demnächst einmal gesondert berichten.
Es war ebenfalls ein beruflicher Termin, der sich noch einmal als fruchtbar erweisen soll.

Und während wir dort draußen saßen fing es an zu tröpfeln. Da ich noch einen weiteren Termin mit dem Schriftsteller F. im Vis-à-vis ausgemacht hatte zum Apéro fuhr ich zurück ins Zentrum.

Es ging ein Wolkenbruch hernieder wie die Natur ihn schon seit Wochen bräuchte. Als ich das Auto abstellte hatte es schon wieder aufgehört. Ich setzte mich ihr die Terrasse mit den großen Sonnenschirmen und wartete auf den F.

Mit dem Regen jedoch hatte es abgekühlt und es ging kurze Zeit später noch einmal ein Wolkenbruch nieder, und es wurde ungemütlich feucht. Da ich nur eine sehr dünne Jacke an hatte, fing ich an zu frieren und fuhr nach hause.

Aus dem Familienalbum 32

Vor Wochen schon fand ich den Schuhkarton in einem Schrank, den ich dort beim Einzug die Wohnung hingestellt und dann vergessen hatte. Die Fotos in dem Karton kann ich nicht richtig zuordnen weil sie Querbeet gehen und viele davon waren mir völlig unbekannt. Dass sich in dem Karton auch Fotos von Großmutter Marie befanden, lässt mich darauf schließen, dass es wahrscheinlich eine Kiste war, die wir bei ihr in der Wohnung gefunden als sie verstarb.

Die Bilder von Großmutter Marie sind ganz besonders faszinierend weil sich auch Fotos von meinem Vater als Baby und Jugendlicher dabei befanden. Ich dachte immer dass ich keine hätte.

Links, Großmutter Marie, ihre Schwester Alice und mein Vater in Kinderwagen

Wahrscheinlich wurden alle diese Fotos vom Großvater Camille gemacht.

Dem Datum nach, das auf der Rückseite vermerkt ist, muss mein Vater da 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein.

Termine & ELA

Ich stand verhältnismäßig spät auf. Ich hatte für das Auto einen Wellnesstag gebucht, der aber die ganze Planung über den Haufen warf. Ich fuhr pünktlich ab um den Wagen zum Waschanlage zu bringen in der er innen und außen geputzt wird. Für gewöhnlich dauert die Prozedur ungefähr zwei Stunden. Terminlich hätte das auch geklappt, doch man sagte mit dass der Wagen erst gegen 16:00 Uhr fertig sei. Mist!

Also verschob ich einen Arbeitstermin auf Freitag und ging zum Wochenmarkt. Dort sah ich den B. und die Technikerin N. (nicht zu verwechseln mit der Darwin-N.) Wir sprachen viel über unsere Arbeit bzw. unsere fehlende Arbeit. Ich sollte bereits jetzt schon an einem Projekt arbeiten, an den die N. auch beteiligt gewesen wäre was, sich aber pandemiebedingt auf 2021 verschoben hat. Mir ist es immer noch lieber dass es verschoben wird als völlig abgesagt, was mir dieses Jahr so oft untergekommen ist, dass schon nicht mehr zählen mag.

Neben den Renert steht schon seit etlichen Monaten, das Colisée leer, aus schleierhaften Gründen. Jetzt hat sich das vegane Restaurant Beet dazu entschieden dorthin zu ziehen. Wir sahen einem Kollegen der N. beim Aufhängen der Buchstaben zu.

Am Abend ein Termin im ELA den griechischen Restaurant, von dem ich schon einmal kurz hier berichtet hatte. Ich hatte einen Tisch bestellt mit den Damen der 90er ( eine davon befindet sich auf Reisen) und so waren wir nur dritt.
Fotos fehlen leider.
Es tat gut sich mal wieder austauschen zu können, auch über Privates was man sonst nicht erzählt, was einem aber auf den Magen liegt.
Ich hatte die Trambahn genommen um hinzufahren und fuhr mit dieser auch wieder zurück.

Als ich an der Place de l’Étoile ausstieg, stoplerte ich und verstauchte mir den Fuß. Aua! Ich humpelte den Rest des Weges nach hause.

Migräne

Ich hatte mir vorsichtshalber den Wecker gestellt. Es gibt ja Tage wo ich wie ein Murmeltier schlafe. Ich brauchte ihn aber nicht denn ich war lange davor wach. Also trödelte ich rum was mir dann beinah zum Verhängnis geworden wäre, denn ich hatte Covid-Test Termin.

Es war wie das letzte mal. Es ging sogar noch schneller. Mit dem Auto ranfahren, Krankenkassenkarte abscannen, Maske aus, Mund auf, Stäbchen rein, fertig. Das ganze dauerte nicht mal 5 Minuten. Anschließend fuhr ich zum Mittagstisch in dir Oberstadt zu Namur.

Mit Schinken und Salbei gefüllter Braten, Tomaten/Gemüse Mousse, und Kartoffeln. Sehr lecker.

Am Nachmittag überfiel mich eine Migräne wie ich schon sehr lange keine mehr hatte. Es waren alle klassischen Syndrome die ich kannte. Ein Gewitter im Kopf das sich langsam ausbreitet und dann über die Stirn hinweg mir langsam auf die Augen drückt bis die Sicht eingetrübt wird. Grässlich. Zudem das beständige Gefühl als ob ich mich übergeben müsste. Es half nichts. Ich hatte mir vorgenommen an einem Text zu schreiben. Stattdessen schmiss ich 2000mg Dafalgan ein und legte mich ins Bett.

Zwei Stunden später erwachte ich fast ohne Schmerzen aber das Gehirn in Watte gepackt und mit Hunger. Ich überlegte auf was ich ich Lust hätte und vor meinem geistigen Auge ein Sushi schweben. Ich erinnerte mich an den neuen Sushistand im Cactus Howald und dass die sehr lecker ausahen. Also quälte ich mich aus dem Bett und fuhr hin.

Zwischenzeitlich machte ich ein Foto vom Himmel der genauso zerrissen aussah wie mein Kopf im Inneren.

Auf dem Rückweg rief die A. an die Lust auf Apéro hatte. Ich erklärte ihr die Sachlage und dass Apéro für mich heute nicht in Frage käme. Sie kam dann bei mir vorbei. Ich spendierte ihr einen Rosé den sie mir aus den Cevennen mitgebracht hatte. Wir saßen noch eine Weile auf dem Balkon und machten aber früh Schluss.

Kimono & Links,2,3,4

Am Morgen entfuhr mir ein kleiner freudiger Jauchzer als ich den Postkasten öffnete. Hurra! Meine zwei neuen Kimonos sind da.

Von Muji zu finden hier und hier

Ich liebe die Dinger heiß und innig, seit ich den ersten in Lissabon bei Muji gekauft hatte. Sie sind super bequem und sehen nicht wie ein Jogginganzug aus, die ich noch nie mochte. Nicht einmal zu der Zeit als sie total hipp waren und so aussahen.

Sehr viel häusliches Zeug erledigt. Wäsche, Bett ab- und neu beziehen.

Dieses Wochenende, wenn wir denn keine Pandemie hätten, hätte die Schueberfouer begonnen. Ich kann nicht sagen dass mir der Rummel fehlt, aber die Schäfferallée fehlt mir dann doch. Dort waren immer all die Stände untergebracht in denen es die neuesten und heißesten Erfindungen mit denen alles im Haushalt und überhaupt das ganze Leben, viel besser funktioniert. Mit Marktschreiern die die Produkte vorführten und anpriesen, als gäbe es nichts besseres auf der Welt. Manchmal gab es sogar tatsächlich das eine oder andere Ding das richtig gut war.
So entdeckte ich zum Beispiel vor über zehn Jahren die Kochblume, die ich immer noch habe und immer noch nutze.

Im gleichen Zusammenhang, möchte ich, ich mache es fast jedes Jahr, auf diese Fotoserie im Blog hinweisen, die mich immer noch fasziniert. Die Fotos müsste ich aber noch einmal neu einscannen, weil sie, dem damaligen Blogtheme geschuldet, etwas zu klein geraten sind.

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Ein virtueller Rundgang durch die Galerie „Am Tunnel“ der Sparkasse, zeigt zur Zeit die Malerin Gillian Warzée. Sie malt hauptsächlich großflächige Porträts oft mit Augen die dich geradewegs aus dem Bild anstarren und durch Mark und Bein gehen.
Immersion von Gilliane Warzée

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Und folgendes Video hat eine hypnotisierende Wirkung. Man sitzt da, starrt und sabbert… Man wird innerlich zum Kuchenstück.

Ein Besuch in der ‚Alten Heimat‘

Das was in der Überschrift steht, war so nicht geplant.

Ich bloggte gemütlich den Samstag weg als ich eine SMS der V. bekam dass wir uns doch nochmal treffen sollten mit der N. bevor ich … ups, jetzt hätte beinahe etwas verraten. Wir zurrten ein Datum für nächste Woche fest.

Die V. schrieb zudem dass sie in meine alte Heimat fahren würde zur Braderie. Na, das wäre doch die Idee für einen ereignislosen Sonntagnachmittag! Also beschloss ich das gleiche zu tun.

Erstaunt stellte ich fest dass die Straßen der kleinen Stadt mit sehr viel Publikum gefüllt waren. Ich ging zu dem Herrenbekleidungsgeschäft, in dem ich früher fast alles kaufte. Als ich das Geschäft betrat, sah es leerer aus als sonst. Der Besitzer erklärte mir, dass er pandemiebedingt sehr viel Lieferprobleme hatte und eigentlich schon die Winterware haben müsste, die aber noch in weiten Teilen fehlt.

Ich setzte mich im unteren Teil der Fußgängerzone in ein Café und schaute wie früher den Leute zu die vorbei spazierten. Lange bleib ich nicht da es zu voll war.

Ich sah auch die V. die mit ihrem Stand auf dem Marktplatz stand. Sie hat schon seit seit Jahren mit Freunden zusammen das kleine Unternehmen äddi a merci gegründet, für T-Shirts mit typisch luxemburgischen Wörtern oder Sprüchen. Ich kaufte mir zwei Stück.

Der Stand selbst war neben einem brandneuen Buchladen den Quaichlecker Bichereck . Ja es gibt Menschen, die in Zeiten wie diesen und allen Widrigkeiten zum trotz, ihren Traum leben und einen Buchladen eröffnen! Das Lokal selbst war sehr lange Zeit eine Apotheke, anschließend ein Kleiderladen und dann sehr sehr lange geschlossen.

Ich fuhr zurück.
Meine Stippvisiten in der alten Heimat sind ja spärlich gesät über das ganze Jahr. Ich hatte oft hier berichtet wie enttäuscht ich war, wenn ich wieder dort war und dass das Leben langsam aus der Stadt, die einst eine Touristenhochburg und gern gewähltes Ausflugsziel war, immer mehr entwich.
Doch es tut sich langsam was.

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Der Bericht über das Dinner mit dem Chefkoch, über den ich ja am selben Tag hier etwas geschrieben hatte, ist jetzt auch online ohne Paywall in der Revue zu lesen.
Ein Chefkoch für zuhause.

Samstagsmarkt, Dogsitting & Bovary

Eigentlich will ich das gar nicht schreiben und mache es jetzt trotzdem.
Kennt ihr das Gefühl nach einem gewaltigen Klogang, dass ihr euch wie neugeboren fühlt, als ob ihr mit einem Sch…., alles Böse und Schlechte mitunter sogar schlechte Laune und Gedanken die Kloschüssel hinuntergespült habt?
Genau so fing mein Tag bereits kurz nach 7:00 Uhr an obwohl ich schon gegen 5:00 hellwach war.

Vorgestern bereits erhielt ich per Post eine weitere Aufforderung mich testen zu lassen. Also taktete ich nach dem Bloggen gleich mal den Termin per Internet ein für nächste Woche Dienstag. Das ganze System funktioniert übrigens einwandfrei und ich hatte schon einmal ausführlicher darüber berichtet.

Dusche, anziehen und mit der A. (nicht der D. , die verweilt zur Zeit in St. Jean) auf den Samstagsmarkt, der sehr belebt war. Die A. war nicht alleine sondern hatte jemand auf vier Pfoten mitgebracht.

Sie hatte ihrer Tante versprochen dass sie sich am Wochenende um ihren Hund kümmern würde.

Anschließend trennten sich unsere Wege weil die A. anderweitig Termine hatte und ich trottete wieder nach hause. Unterwegs kam ich am Chrono Stock vorbei, einer belgischen Pop-up Kette die sich auf kleine Haushaltsgeräte und Deko spezialisiert hat. Im Schaufenster sah ich einen Reiskocher und Dampfgarer von Moulinex. Da mein kleiner Reiskocher, den ich schon vor Jahren gekauft hatte von Anfang an eine Enttäuschung war, weil die Dampfdüse im Deckel keinen Dampf ablässt, sondern kochend heißes Wasser durch die halbe Küche spuckt, war das hier die Gelegenheit.

Am frühen Nachmittag Termin beim Friseur. Dieser staunte nicht schlecht als ich ankam und er die Wolle auf meinem Kopf sah. Dabei waren es nur drei Wochen und zwei Tage seit meinem letzten Besuch.
Jetzt sieht das wieder schick aus und ich buchte gleich den nächsten und übernächsten Termin.

Für den Abend musste ich ein wenig herum telefonieren, da man ja nirgendwohin kann ohne Voranmeldung. Spontan sich etwas vornehmen ist zur Zeit recht schwierig. Die A. und ich wollten eigentlich den kleinen geheimen Ort besuchen, von dem ich ihr bereits vorgeschwärmt hatte. aber das Wetter sah nicht ganz beständig aus. Zudem wollten wir richtig speisen, was man dort nur bedingt kann. Im Bovary bekam ich einen Tisch.
Zu essen gab es für mich asiatische Nudeln mit allerlei Gemüse und für die A. überbackene Auberginen, dazu eine Flasche Rosé de Provence.

Seilbahn & Buletten

Irgendwie fehlt hier ein Tag dazwischen, ich weiß. Es ist aber nichts weltbewegendes passiert das ich hätte aufschreiben müssen.

Den Vormittag, Mittag und den halben Nachmittag dem A. verbracht der extra aus der „alten Heimat“ angereist war. Wir hatten und auf einen Kaffee im Renert verabredet in den ich auch für Mittag einen Tisch bestellt hatte.
Zwischendurch machten wir einen Spaziergang durch die Stadt. Der A. kommt selten her und wenn dann nicht um zu flanieren. Also nahm ich mit ihm den schon fast traditionellen Weg mit dem Pfaffental Aufzug hinunter und am kleinen Bahnhof mit der Seilbahn wieder hoch. Dann in die Trambahn weiter bis zur neuen Staatsbibliothek um dort einen kurzen Blick hineinzuwerfen, denn besichtigen kann man sie zur Zeit nicht.

Im Renert gab es dann Mittagessen. Buletten mit Senfsoße auf Kartoffelpüree mit Salat. Irre einfach, irre lecker.

Wir redeten lange über den ganzen Papierkram der ein Todesfall in der Familie mit sich bringt und was da alles berücksichtigt werden muss. In diesem einen Fall auch noch ein sehr wahrscheinlicher Missbrauch von Schwäche, der eine gerichtliche Klage hinter sich ziehen wird.
Alles sehr schlimm…

Das Wetter war den ganzen Tag über sehr wechselhaft zwischen ein paar wenigen Regentropfen und der Sonne, die alles wieder sehr aufheizte.
Als ich später eine Weile lesend auf dem Bett lag, veränderte sich schlagartig das Licht und ich machte dieses Foto.

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Seit Mittwoch schon hat das deutsche RKI Luxemburg von der Risikoliste genommen, das auswärtige Amt hat die restriktiven Maßnahmen aber noch nicht zurück genommen.
Nachtrag: Das hat es auch nicht müssen, dafür haben Rheinland-Pfalz und das Saarland selbst gesorgt und wir dürfen wieder ohne Negativ-Test oder Quarantäne über die Grenze.

Ein Artikel in der ‚Zeit‘ machte mich auch diesbezüglich ganz besonders fuchsig.
Achtung, hier herrscht Infektionsgefahr
Er steckt so voller Mutmaßungen, Spekulationen und wenig Fakten, dass ich der Verfasserin sehr gerne eine scheuern würde…

Aus dem Familienalbum 31

Die Tradition Kleinkinder auf dem Topf zu fotografieren. Das mag vielleicht ganz niedlich aussehen, aber wenn das heute jemand mit mir machen würde…oooooooooh!

Topftraining war im Jahre 1967 höchstes Gebot. Das wurde auch während langen Autofahrten nach Südfrankreich und dann mit der Fähre bis nach Korsika, emsig trainiert und fotografiert.
Woher die Unsitte stammt das im Foto festhalten zu müssen weiß ich nicht. Aber es scheint eine Familientradition zu sein.

Bereits 1936 (so steht zumindest auf dem Foto hinten) wurde mein Vater (dessen Geschichte ich hier aufgeschrieben habe) bei der gleichen Beschäftigung abgelichtet.

Im Kino

Ein gewitteriger Tag, mit ein paar kräftigen Regenschauern. Ich hatte schon an Tag davor mit der D. entschlossen dass wir mal wieder ins Kino gehen sollten, was wir „früher“ quasi einmal die Woche taten.

Seit der Pandemie demnach zum ersten mal wieder in Kino gewesen. Die Kinosäle haben schon seit mehreren Wochen geöffnet, aber das Angebot ist immer noch spärlich doch so langsam kommen die neuen Filme.

So sah ich heute The Secret Garden, die Verfilmung eines englischen Kinderbuchklassikers. Es geht um die kleine Mary die aus Indien zu ihrem Onkel nach England geschickt wird, weil ihre Eltern an Cholera verstorben sind. Dort entdeckt Mary einen geheimen Garten, der scheinbar magische Kräfte besitzt.

Es ist eine opulente Verfilmung die viele CGI Effekte zu Hilfe holt. Doch sind sie aber nur zweitrangig. Die kleine Mary gespielt von Dixie Egerickx ist richtig gut in der Rolle und Colin Firth als ihr Onkel, kalt und distanziert, hätte keine bessere Wahl sein können. Ein Film den man Kindergedöns abtun könnte, doch er ist mehr als das.
Es ist Film der Mut macht und Hoffnung gibt in schlechten Zeiten wie diesen.

Sonntag & Montag

Ich hätte für den Sonntagspost noch einmal ein Hitzefrei senden können wie schon vor ein paar Tagen. Es war so heiß und feucht den ganzen Tag, dass ich zu nichts fähig war.
Erst in der Nacht zu Montag regnete es und es kühlte es endlich ab.

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Montag morgen schwimmen mit der D. in einem fast leeren See.

Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur, dass es sich in wie einer Badewanne anfühlte.
Wie üblich nach dem Schwimmen einen Bärenhunger gehabt, den wir in aber wieder in der Stadt bei Namur stillten mit einem „herausfordernden“ Mittagstisch. Linguine mit Salsiccia und Tomatensauce. Ich hatte ein weißes Shirt an.

Am Nachmittag ein paar häusliche Dinge erledigt und abends eine Doku über das Leben von Patrick Swayze auf Arte geschaut. Ich hätte einmal fast mit ihm gearbeitet, da der Großteil der Aussenszenen für diesen Film in Luxemburg gedreht wurden, doch ich arbeitete damals auf einem anderen Set.

Ich entdeckte ein ein paar neue Dinge auf meinem Smartphone. Es macht auch Nachtaufnahmen, bei denen man 3 Sekunden still halten muss, aber das Resultat sind spannend aus:

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Nachtrag:
Das gibt es morgen in der Revue zu lesen. (Wahrscheinlich aber nur im Magazin selbst. Online hinter einer Paywall)

Das goldene Dingsda an der Wand kommt niemandem bekannt vor. 😉