Dienstag mit Schnee & Mittwoch mit Markt

Der Dienstag brachte eisige Kälte und Schneeflocken die aber nicht liegen blieben.
Es passierte nichts was blogtauglich gewesen wäre.

***

Am Donnerstag Morgen bei dunklem Himmel und nasskalten Temperaturen zum Mittwochsmarkt. Ich sah die D. doch es blieb eine kurze Begegnung, denn ihr war kalt und mir zog die Kälte auch in Knochen. Einen schnellen Kaffee aus dem Becher. Ich kaufte ein bisschen Obst und Gemüse. Ich hatte Lust auf Chicorée langsam gedünstet aus der Pfanne.

Um 15:00 Uhr Pressebriefing mit dem Premierminister und der Gesundheitsministerin.
Es war vorrauszusehen.
Nix ist mit Lockerungen. Im Gegenteil, es kommen ein paar kleine Maßnahmen hinzu vor allem im Schulbereich, die mich aber nicht treffen. Unsere Zahlen sind stabil, also gehen nicht weiter hoch, gehen aber auch nicht richtig runter. Es gibt bei uns keine spezifischen Cluster mehr, man kann sich überall anstecken. Man merkt aber dass die meisten Ansteckungen im privaten Bereich passieren. Einen kompletten Lockdown bekommen wir nicht, aber Lockerungen über die Feiertage wird es nicht geben.

Was meine Arbeit angeht, weiß ich noch nicht was kommt, bzw. was nicht kommt. Zumindest weiß ich aber dass ein Projekt jetzt futsch ist. Ob es ganz in die Mülltonne getreten wird oder noch einmal verschoben wird bleibt abzuwarten.

Ich hatte noch ein Foto der neuen Brille versprochen:

Ein Anruf der A. die mich darum bat, die kleine Blue morgen zu versorgen. Ich willigte ein, denn ich habe ja eh nichts weiter zu tun.

Am Abend schaute ich mir die zweite Folge von Vienna Blood an, auf Empfehlung der Mamsell die ich gleich unten nochmal verlinke.
Ja die Serie hat was. Interessant auch dass sie auf politischen Umstände der Zeit eingeht und die antisemitischen und rassistischen Neigungen dieser Zeit beleuchtet.

Anschließend schaute ich mir noch diese Doku über den Marianengraben an. Gibt es an der tiefsten Stelle der Meeres Leben? Oh ja! Und wenn David Attenborough mir das erzählt ist es umso spannender.
Mich faszinieren diese seltsamen Kreaturen in dem Meerestiefen immer wieder.

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Via Kaltmamsell.
Gefällt mir fast besser als das Original

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Noch:

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bis zum Fotorückblick. Wie das geht erkäre ich hier.

Brille & Cookeo

Es ist nicht so dass ich nichts zu tun hätte. Tagein tagaus gibt es immer wieder Mails zu beantworten, Termine festzulegen, Telefonate zu führen. Alles im Hinblick auf der erlösende Datum vom 15. Dezember. Ob sich da jedoch etwas an den Einschränkungen ändern wird steht in den Sternen. Im letzten Pressebriefing der Regierung sagte der Premierminister, dass es noch zu früh sei irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Und so werkelt jeder in seiner Ecke auf ein Datum hin, das vielleicht gar nichts ändern wird. Es fühlt sich an als ob ich für den Weihnachtsmann arbeiten würde denn jede Entscheidung, jeder Plan hängt an diesem einen seidenen Faden und es kann zu jedem Moment zunichte gemacht werden. Die Genugtuung an etwas zu arbeiten das am Ende auch ein Resultat hervorbringt,…nö,ist nicht.

In dem oben beschriebenen Mood werkelte ich mich durch den Morgen.
Am Nachmittag kam die Putzhilfe und ich suchte das Weite.

Ein Anruf des Optikers meines Vertrauens versetzte mich in bessere Stimmung.

Das ist mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Eine neue Brille, anstatt des E-Rollers. Ich hätte so oder so in der nächsten Zeit eine neue Brille gebraucht und theoretisch hätte ich eines der alten Gestelle nehmen können um neue Gläser einsetzten zu lassen. Aber wenn schon eine neue Brille, dann auch ein neues Gestell.
Angezogen fühlt sie sich an als ob ich nie eine andere Brille besessen hätte. Doch immer wenn ich einem Spiegel oder einem Schaufenster vorbei ging in dem ich mich selbst sah, gab es einen kleinen „Huch!“ Moment.
Wie sie an mir aussieht zeige ich euch morgen. (Ich hatte ein paar Selfies damit gemacht die „ganz nett“ aussahen. Doch wir wissen ja alle dass „nett“ die kleine Schwester von Scheiße ist, gell?)

Die letzten Tage hatte ich auch wieder hin und her überlegt ob ich mir nicht einen Schnellkochtopf zulegen soll. Ich spielte schon seit Jahren mit dem Gedanken. Die andere Idee wäre ein Instant Pot, die zu dem Zeitpunkt da ich einen haben wollte, von der Original Firma nicht zu haben waren.
Aber wenn ich etwas neues anschaffe muss etwas anderes weg.
Da ich schon seit ewigen Zeiten ein Reiskocher habe, der aber, weil die Düse im Deckel die Küche vollspuckt, hatte ich mir schon vor Monaten einen neuen zugelegt, der aber ein bisschen sehr groß für mich allein war. Ich nahm ihn am Samstag mit zur D. die sich schon länger einen wünschte und schenkte ihr ihn.

Und anstelle vom Reiskocher kam folgendes:

Der Cookeo. Es ist nicht nur ein Reiskocher, Dampfgarer und Schmurgeltopf sondern auch ein Schnellkochtopf. Morgen kommt er zum ersten mal zum Einsatz.

***

Ich hatte schon einmal über Claire Saffitz berichtet.
Sie hat nun ein neues Buch heraus gebracht (Dessert Person) und damit verbunden ein neuer Youtube Kanal.
Das erste Rezept das sie vorstellt ist aber nichts süßes, sondern Focaccia. Und es wird nicht mit Olivenöl gespart.

Sonn(tag)enuntergang

Um einiges später wach geworden, weil der Cremant Alice Hartmann gestern das sagen hatte. Ich bloggte den Vortag weg und sah erst, als der Beitrag schon online war, dass es ja WMDEDGT Tag war. Also erweiterte ich den Beitrag ein wenig und fügte ihn nachträglich in die Liste ein.

Viel bei Bekannten im Blogs herumgesurft. Ich las von Adventskalender und Wichtel, selbst gebastelt und gekauft.
Jedem das Seine, aber mich interessiert der ganze weihnachtliche Kram nicht mehr. Ich werde in der Wohnung nichts dekorieren, für wen auch. Einschränkungsbedingt wird das keiner sehen und mir tut ganze Getue um die Weihnachtstage eh nicht gut. Am liebsten würde ich wie letztes Jahr abhauen, auf die Südhalbkugel der Erde. Es würde mir vieles erleichtern.
Es bringt mir auch nichts mich zu anderen Menschen einladen zu lassen. Das ging einmal gut und mehrfach schief. Ich mag diese Feiertage einfach nicht aus Gründen die mir bewusst sind und nur über die Jahre hinweg warten kann, dass die verstrichene Zeit es vielleicht ein wenig besser macht.

Am frühen Nachmittag hielt mich nichts mehr in der Wohnung und ich wollte ein Runde draußen drehen. Ich wollte die kleine Termosflasche mit Kaffee befüllen zum mitnehmen, doch der Kaffeevollautomat wollte SOFORT ohne Aufschub einer Tiefengrundreinigung unterzogen werden. Ich musste das Ding komplett auseinander bauen und alle beweglichen Teile unter fließendem Wasser schrubben, das eine längere Zeit in Anspruch nimmt.
Selbst schuld. Ich hätte es schon vor Tagen machen können.
Als ich damit fertig war hatte ich keine Lust mehr rauszugehen denn das Wetter hatte sich verschlechtert. Also wurschtelte ich im Blog umher um zu sehen wie ich dem Mr. Linky einbaue. Nach ein paar Fehlzündungen klappte das einwandfrei.

Erst als es schon wieder dunkel wurde klärte der Himmel auf und ich konnte nur noch einen Sonnenuntergang fotografieren.

Am Abend schaute ich mir die erste Folge von Mord in Genua an. Ich mag diese kartzbürstige Ex-Anwältin, die nie lächelt. Auch die Dialoge sind kein billiges Bla-bla. Und das beste; jede Folge ist ein in sich abgeschlossener Fall.
Das Ende jedoch verschlief ich, denn mich überfiel die Müdigkeit.
Na gut, das hole ich dann heute nach.

***

Der Fotorückblick kommt in:

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Ihr könnt gerne mitmachen. Wie das geht erkläre ich hier.

WMDEDGT im Dezember: Ein bisschen Unmut & ein herrliches Abendessen

Asche auf mein Haupt. Ich hatte zu spät gemerkt dass der 5. des Monats ist. Der kleine Absatz hier habe ich nachträglich eingefügt. Da ich aber tagein tagaus immer aufschreibe was mir widerfährt, ist noch nicht zu spät um beim monatlichen WMDEDGT von Frau Brüllen mitzumachen.

Ich wurde dann doch später wach als geplant.
Kaffee, Rechner, Blogposting schreiben.
Ich hatte am Tag davor nichts weiter vorgeschrieben. Es macht auch für mich wenig Sinn, denn wenn ich vorschreibe, bin ich meistens unterwegs und habe zwischen allem ein wenig Zeit. Da ich aber seit der Ausgangsbeschränkung, den restlichen Einschränkungen und dem Sauwetter der letzten Tage nur wenig die Wohnung verlasse, sehe ich mich nicht mit Smartphone im Keller beim Wäsche sortieren Sätze im Blog vorschreiben.
Ich wurde mehrfach durch Anrufe unterbrochen, von Menschen, (bzw. einem Mensch) mit dem eine volle halbe Stunde verplemperte, wegen Dingen die keine Klärung brauchen weil sie ohne sein Zutun schon längst alle von mir organisiert und abgeklärt sind.

Ich kam deswegen zu spät zum Wochenmarkt, wo ich mich mit der D. verabredet hatte zu einem Becher Kaffee vom Pastel de Nata Stand. ( Ich werd euch den in der nächsten Woche den Stand mal ablichten, denn er ist herzallerliebst weil es so klein und kompakt ist.) Ich kaufte wenig ein denn am Abend war ich bei der D. eingeladen zu einem Abendessen vom Grünewald.

Wieder zurück in der Wohnung zog zwei Zettel mit Bekanntmachungen aus dem Briefkasten.

Einer davon war für unsere Straße. Ab Januar 2012 bis Januar 2022 eine gewaltige Baustelle werden wird. Die Gas-, Wasser-, Abwasser- Strom- und Telekommunikationsleitungen werden neu verlegt. Das heißt wir bekommen endlich Glasfaser Internet, dass ich davor in der kleinen Wohnung schon längst hatte. Gut finde ich dass alles in einem Abwasch gemacht wird. Aber es wird ein Jahr lang eine gruselige geräuschvolle Baustelle sein. Ich bin froh dass mein Schlafzimmer nach hinten raus liegt.

Der andere Zettel flog nach dem ersten Betrachten kopfschüttelnd in den Papierkontainer. Aber aus reiner Neugierde aber schaute ich nach, wie der genaue Wortlaut der Petition war und wer der Initiator ist. Mir schwebte da nämlich ein Name eines Mannes im Kopf herum. Und siehe da, ich hatte recht!

Er verbindet zwei Dinge in der Petition die nichts miteinander zu tun haben. Einerseits eine Gedenkminute für alle die, die dieses Jahr an Corona gestorben sind. Andererseits diese Gedenkminute auf 0:00 Uhr zu Silvester legen und damit ein generelles Verbot von Feuerwerk erwirken.

Ein Gedenkminute für die Corona Opfer, darüber könnte man diskutieren,…ja. Ich persönlich bin nicht dafür, und wenn, sollte erst darüber entschieden werden wenn der ganze Covid Spuck vorbei ist, aber das wird, prophezeie ich, so schnell nicht eintreten. Für ein Verbot von Feuerwerk hat die Regierung schon vor Jahren entschieden, dass dies von den Kommunen selbst entschieden werden soll. Und es gibt Städte die das jedes Jahr immer wieder untersagen. Wahrscheinlich dieses Jahr sogar mehr als sonst. Ich sehe keinen Bedarf für eine Petition.

Den ganzen Nachmittag emsiges Lesen für….ach das sag ich die Tage mal wenn ich damit fertig bin.

Am Abend dann mjam, mjam, mjam:

Le dos de cabillaud cuit sur peau, velours de patate douce eu bouillon léger au parfum de Thaïlande
Filet de bœuf Simmental, petites girolles en persillade, fine purée de pommes de terre et sauce bordelaise

Ich hatte den Kabeljau mit einer federleichten Thaisauce. herrlich. Zu trinken hatte ich eine Flasche Alice Hartmann mitgebracht.
Hach, gutes Essen entschädigt doch für sehr vieles….

Ich war kurz vor 22:00 wieder daheim und nicht viel später im Bett.

Donnerstag & Freitag

Quizfrage;
Zu welcher Uhrzeit sind diese beiden Bilder am Donnerstag gemacht worden?
A: 10:00 Uhr?
B: 12:00 Uhr ?
C: 15:00 Uhr?

Antwort:
Es ist schnurz, denn es war den ganzen Tag so grau in grau dass die Uhrzeit keinen Unterschied gemacht hätte.
Wettermäßig war der Tag zum Vergessen.

Terminlich gab es nochmal Umänderungen, die mich dazu veranlassten, die nächsten Tage sehr viel zu lesen.

***

Am Freitag dann früh wach geworden und gleich mal eine traurige Nachricht aus Australien bekommen.
Die kleine Molly ist nicht mehr.

Ich hatte keine Zeit zum lange Nachdenken, denn ich musste zur Probe und mir den ersten Entwurf von Kostümen ansehen. Und meine ersten Ideen und Gedanken konnte ich auch schon unterbringen. Das wird alles sehr schön werden.

Es regnete „Cats and Dogs“ als ich zu Probe ging, b.z.w. fuhr, denn bei dem Wetter wäre ich zu Fuß bis auf die Haut nass geworden. Und wenn ich schon das Auto für eine so lächerlich kurze Strecke nehme, die ich sonst immer zu Fuß gehe, kann ich auch gleich einen größeren Einkauf starten.

Ich fuhr zum großen Supermarkt meines Vertrauens, der, das hatte ich nicht miteinkalkuliert, für einen Freitag beängstigend voll war. Doch die Schlagen an der Kasse hielten sich in Grenzen und ich war binnen knapp 20 Minuten mit allem fertig.

Am Abend schaute ich einen Ghibli Studio Film den ich noch nie gesehen hatte, weil … ja weil ich ihn nicht als solches auf den Bildschirm hatte, weil er völlig anders gezeichnet ist. Es sieht wie bewegte Bleistift Zeichnung aus.

Die Legende der Prinzessin Kaguya basiert auf einer alten japanischen Legende und ist zwar wunderschön, aber er verzauberte mich weitaus weniger als andere Ghibli Filme.

Ich trank ein Glas Wein auf die kleine Katzendame Molly, sie wurde 20 Jahre alt.

***

Den Fotorückblick 2020 gibt es in:

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Ihr könnt auch mitmachen. Wie das genau geht steht hier.

Nach fast 20 Jahren & Mac’n Cheese

Ich hatte nicht besonders gut geschlafen und war sehr früh wach.
Tristes nebeliges Wetter den ganzen Tag über.

Zeitig auf dem Mittwochsmarkt.

Dieses letzte Teilstück der Avenue Montery bis hoch zur Place d’Armes hat nun endlich ENDLICH den Belag den sie immer haben sollte, aber gut 20 Jahre darauf wartete.

Hier stünde für gewöhnlich ein Teil des Weihnachtsmarktes. Der Herzbogen kommt sich ein wenig verloren vor.

Ich traf wie gehabt die D. und wir tranken einen Kaffee to go beim Pastel de Natas Stand. Zurück durch den Park.

Nochmal ein paar terminliche Änderungen, die mir einen unverhofften freien Mittwoch Nachmittag bescherten, bei dem ich aber ad hoc nicht richtig wusste was ich damit anfangen soll.
Ich las mich in ein neues Buch ein, das ich wahrscheinlich nächste Woche im No Art vorstelle. Es ist noch nicht ganz abgesegnet, aber ich denke mal dass es das werden wird.

‚Am Abend hatte ich Lust auf ein schnelles und warmes Gericht.

Es wurde ein TV Dinner mit Mac’n Cheese (vobei die „Mac“ keine Macaroni waren sondern Orechiette) mit reichlich schwarzem Pfeffer und ein Glas weißen Bordeaux Baron Philippe de Rothschild Mouton Cadet. ( und das mitten in der Woche ohne ersichtlichen Feiergrund, aber wisst ihr was? Nach mir die Sintflut!)

***

Es sind noch:

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bis zum Fotorückblick 2020. Macht ihr mit?

Schreckensnachricht & Suppe

Nach dem Posting ein wenig Schreibarbeit hinsichtlich verschiedener Termine die nächsten Tage und eine größere Recherche für eine kommende Sendung.

Ich hatte vorgehabt mit der D. am späten Vormittag eine Runde spazieren zu gehen, doch das Wetter machte dem einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Kurz vor 15:00 bekam ich die erste Nachricht von J. der mich eindringlich fragte wo ich sei.
Zuhause, wo sonst, antwortete ich.
Ah ok, nicht in Trier.
Nein, nicht in Trier.
Die Nachfrage ob ich Trier sei kam mir sehr seltsam vor und schaute sofort in den Nachrichtenportalen nach, und mir wurde flau im Magen. Der Irre ist genau durch die Straßen gedonnert in denen ich auch meistens herumlaufe wenn ich in Trier bin.Es kamen noch ein paar weitere Anrufe, von mir nahestehenden Menschen, die wissen dass ich regelmäßig dort bin.

Ich hatte bei dem Wetter eigentlich vorgehabt mich auf einen schon länger liegengebliebenen Text zu konzentrieren. Doch damit war nach obrigen Nachricht Schluss.

Am Abend hatte ich Hunger auf etwas warmes und ich machte gegen meine Gewohnheit eine Suppe, obwohl ich eher ein Suppenkaspar bin. Ich hatte noch Gemüse im Kühlschrank das dringend weg musste und ein paar kleine Kartoffeln vom gestrigen Raclettegelage.

Sie war gar nicht so schlecht. Doch ein großer Fan werde ich nie von Suppen werden.

***

Es sind noch…

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… bis zum Fotorückblick. Die Spielregeln findet ihr hier. Und ihr macht alle mit, gell?

Vorproben & Besuch

Ein Arbeitstag.
Am Morgen den Blogpost geschrieben und viel häuslichses Zeug erledigt.

Gegen Mittag musste ich zu einer ersten Lesung am Tisch und Vorprobe eines Stückes das erst nächstes Jahr Ende März spielen wird. Das passiert mitunter wenn aus terminlichen Gründen ein Teil der Probenzeit vorverlegt werden muss. Aber die Probenzeit an sich wird dadurch nicht länger.
Wie immer kann ich drüber nur sehr wenig berichten aber es ist ein großartiges Stück, in dem die Zuaschauer miteingebunden werden und Teil des Ganzen werden. Ich freue mich sehr darauf.

Am Abend kam die A. zu Besuch und es gab, ratet……

Richtig!

Dazu gab einen Riesling von Krier-Bisenius den die A. mitgebracht hatte. Sehr gut.

Leicht beschwipst ins Bett.

***

Ich hatte es schon vor ein paar Monaten angekündigt. Der Fotorückblick 2020. Die Spielregeln findet ihr hier. Da es ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird aus all den Fotos eines Jahres die 24 besten auszusuchen wird ab jetzt ein kleiner Counter hier laufen. Es wäre schön wenn ihr mitmacht.

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Samstag & Sonntag

Das Posting schreiben vom Freitag dauerte dann doch länger als erwartet, zumal ich nicht gut geschlafen hatte und ich jedes dritte Wort verbessern musste, weil die Verbindung Kopf zu Fingerspitzen leicht hinkte.
Also musste ich Gas geben um auf dem Wochenmarkt zu sein. Natürlich sind die anderen Samstagsbesucher auf dem Markt nicht dümmer als ich und es hatte sich eine lange Schlange gebildet vor der kleinen portugiesischen Stand der Pastel de Natas in süß und slazig und dazu Kaffee verkauft. Doch ich bekam meinen Becher Kaffee. Es war strahlend schönes Wetter. Ich sah kurz die D. und die K. Ich kaufte alles ein um am Wochenende die neue Raclettemaschine einzuweihen.

Zu Mittag aß ich zuhause eine mitgebrachte Feierstengszalot. Wortwörtlich übersetzt heißt es Feuersteinsalat und ist für mich eine der urtümlichen luxemburger Spezialitäten.

Am Abend schaute ich was ich nach was ich noch auf der Fernsehbox hätte, was ich dort gespeichert habe, bevor es sich nach sechs Monaten von selbst löscht. Es wird nicht mehr wie früher auf der Box selbst gespeichert wo es dann unbegrenzt haltbar war, sondern auf auf einem externen Server der des Anbieters. Früher konnte man es ein Jahr lang ansehen. Inzwischen haben sie diese Zeit auf sechs Monate verkürzt.
Ich fand noch von Anfang des Jahres eine komplette Wiederholung in einer Nacht von der zweiten Staffel von Bad Banks, (ich stellte anschließend fest dass sie auch bereits auf Netflix gibt) und schaute sie in einem Wisch weg. Sehr viele mir persönlich bekannte Gesichter fand ich darin wieder, angefangen bei einer der weiblichen Hauptrollen bis hin zur Fernseh-im-Fernsehmoderatorin.

Danach war es 3:00 Uhr morgens und höchste Zeit ins Bett zu gehen, obwohl…es ist komplett egal wann ich ins Bett gehe, die nächsten zwei Wochen wird eh kein Hahn nach mir krähen.

***

Am Sonntag dann logischerweise etwas später wach geworden. Der Himmel sah trüb aus. Ein Blick vom vorderen Balkon auf die Temperaturanzeige in der Straße verriet mir dass es nur +1 Grad war. Brrr.
Wenn es so schön wie gestern gewesen wäre hätte ich nochmal einen Spaziergang gemacht. Aber die feuchte Kälte kriecht mir sofort in die Knochen. Dann eben nicht.

Frühstück: Ein Bottich Kaffee und ein Stück Stollen von der Fischerbäckerei der absolut nicht schmeckte.
Ich erinnerte mich an den Dauner Stollen vom letzten Jahr den ich der Biobäckerei in Trier gekauft hatte. Der war richtig lecker.

Wie sind denn zur Zeit die Covid Spielregeln um nach Trier zu fahren? Es wäre mir schon einen Umweg wert, um den Stollen noch einmal zu bekommen, obwohl ich kein so großer Fan von Stollen bin. Sind das noch immer die gleichen wie vor ein paar Wochen? Ohne Test nur 48 Stunden und nur nach Rheinland-Pfalz und Saarland? Alles andere mit Test und Quarantäne?

Ich las weiter im Buch De Bicherbus. In den nächsten Tagen folgt eine Besprechung.

Am Abend gab es dann Raclette! Ich stellte das neue Maschienchen auf. Einen kleinen Fehler hat es jedoch. Zu der Seite wo das Heitzelement anfängt und wieder aufhört (denn das ist ja so eine Art Schlauch der eine Schlaufe bildet) wird es nicht so heiß. Ich habe einmal 2 Pfannen zeitgleich mit dem gleichen Käse hineingestellt und es macht einen Unterschied. Am Kopfteil schmilzt der Käse schneller als am Endteil.
Ich überfrass mich wie vorgesehen.

Ich trat am späten Abend noch einmal kurz auf den Balkon und sah im Haus schräg gegenüber von mir bei dem spanischen Paar, dass sie bereits den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer aufgestellt hatten.
„Was? Jetzt schon?“, dachte ich doch dann fiel es mir ein. Es war der erste Advent.

***

Ich muss Paul Bocuse nicht vorstellen, ich glaube den kennt wirklich jeder. Doch habt ihr ihn schon einmal kochen gesehen? Die INA bringt schon seit einer Weile auf ihrem Kanal seine ersten Kochsendungen die er fürs Fernsehen machte. Zur Seite hatte man ihm die Schauspielerin Marthe Mercadier gestellt.
Was er in diesem Video vorstellt ist ein recht einfaches Menü, das nur sehr wenige Zutaten braucht. Doch sind es die ganzen Tipps und Tricks wie man was putzt und schneidet. Auch wie er ein Hühnchen zerlegt und ausnimmt (was heute je niemand mehr von uns machen muss) denn es geht atemberaubend schnell.
Ich hörte ihm so andächtig zu (wie früher die Krichgänger dem Pastor auf der Kanzel) Wenn ihr des Französischen einigermaßen mächtig seid schaut es euch an, ihr lernt wirklich was dazu.


Hier findet ihr eine Auswahl an Sendungen.

Spaziergang & sich etwas gutes tun

Ich hatte mit der D. ausgemacht eine Runde um die Häuser zu ziehen. Als der Nebel sich einigermaßen gegen 10:30 verzogen hatte gingen wir los.

Wir gingen eine Stecke die ich schon einmal hier andersherum gegangen war und von der die D. den letzten Teil, sprich den Parc Laval in Dommeldange/Eich nicht kannte.
Die eigentliche Idee war gewesen, bis nach Dommelgdange zum Bahnhof und von dort aus mit Zug zurück. Doch ich hatte irgendwo gelesen dass zur Zeit keine Züge von und nach Dommeldange fahren sondern nur hindurch. Also drehten wir schon kurz nach dem Park in Eich ab und nahmen den Bus zurück in die Oberstadt.

Wir setzten uns oben auf eine Parkbank neben den Kapuzienrtheater in die Sonne. Wir machten Kaffeepause, ich hatte zu dem Zweck eine kleine Thermosflasche Kaffee eingepackt.

Anschließend zeigte ich der D. in einem Laden was ich mir gerne selbst für Weihnachten schenken würde. Es ist eine größere Investition und ich bin sehr unschlüssig. Ich hätte die Idee nicht gehabt wenn ich nach St. Jean gefahren wäre. Es wäre sozusagen ein Trostpreis für den Verzicht. Ich diskutierte mit der D. hin und her und entschied mich dann dagegen. Es wäre ein Elektro-Roller gewesen. Vielleicht nächstes Jahr in Frühling….

Ich fand aber eine neue spannende Comic Serie.

Aldebaran ist ein Stern im Sternkreiszeichen Stier, des schon für Unmut, vor allem im deutschen Sprachraum sorgte, weil sich schon seit Jahrzehnten Verschwörungstheoretiker damit beschäftigen.
Doch kam der Stern auch in zahlreichen Sience Fiction Serien vor u.a. auch bei Star Trek Enterprise.
Ein erstes Durchblättern im Geschäft fesselte mich sofort.

Die D. verabschiedete sich. Das war ein Fehler, denn nun redete mir niemand mehr ins Gewissen.
Ich ging zu Oberweis und kaufte mir eine Leckerei für den Nachmittagstee. Eine Eclair und ein Millefeuille.

Als ich zurück ging ging ich an der Gallerie Lafayette vorbei und erinnerte mich, dass ich letztes Jahr der N. einen schönen Hoodie aus Kaschmirwolle für Weihnachten dort gekauft hatte. Da ich ja schon seit letztem Winter meine schwarze Kaschmir Jacke nicht finde und sehr vermisse, trat ich ein.

Und ich hatte Glück. Ich fand eine die mir wie angegossen sitzt und sie war dank Black Friday auch noch um die Hälfte reduziert. Ein Schnäppchen über das ich mir sehr freute. Als ich wieder im Untergeschoss war, entdeckte ich in einer Ecke, dass sie sie die ganzen Sonderparfüms von Guerlain haben.
Ich hatte mir schon weit vor der Pandemie eine Flasche Cuir Intense gekauft, das ich sehr mag. Ich fragte nach dem Preis, weil ich neugierig war, was die Flasche den bei Ihnen kosten würde.
„Sie bekommen heute 30% Rabatt auf alle Düfte, auch auf die Sonderserien!“ Also schnüffelte ich mich durch die Sonderserie und schlug zu.

Merke: man soll mich an Tagen wie dem Black Friday nicht allein durch die Straßen ziehen lassen.

Zuhause hörte ich noch die letzten beiden Folgen des Totenwald Podcast, den ich wirklich nur empfehlen kann. Aber es ist frustrierend zu hören wie viele Fehler damals in den Ermittlungen passiert sind und dass es heute immer noch Vermisste gibt die sehr wahrscheinlich auf das Konto dieses Sereinmörders gehen. Doch ermittelt wird nicht mehr, denn das Gesetz schreibt vor dass gegen Tote nicht ermittelt wird. Die Hinterbliebenen werden wahrscheinlich nie erfahren was mit ihnen passiert ist.

Neue Gerätschaften & Spaziergang

Ungewöhnlich früh klingelte es an der Wohnungstür. Ich bekam ein Päckchen.

Ich habe dieses Mini Raclette Gerät von Tefal weit über 15 Jahre und es ist mehrfach mit mir umgezogen. Der letzte kleine Raclette Abend den ich hier hatte war zusammen mit der N. im Oktober. Doch die Antihaft Beschichtung bröselt an manchen Stellen von den Pfannen ab. Im Anschluss waren die Pfannen so verklebt dass nichts mehr ging. Die Beschichtung taugt nicht mehr, mal davon abgesehen dass es nicht gesund ist sie mitzuessen.
Ich suchte nach Ersatzpfannen im Internet doch das Gerät ist inzwischen so alt, dass er schon einen Nachfolger hatte mit komplett anderen Pfannen und dieser wird inzwischen auch nicht mehr hergestellt.

Also musste ich mich schweren Herzens nach einem anderen Gerät umsehen. Meine Wahl viel auf ein Gerät von WMF aus der Küchenmini Serie. Ich habe bereits den Mixer aus der Reihe, als ich noch in der kleinen Wohnung lebte mit sehr kleiner Küche und alles aus Platzgründen klein sein musste. Heute kam das neue Gerät also an und sieht sehr edel aus.

Es hat zwei individuelle Pfännchen und eine Doppelpfanne, bei der sich mir nicht so richtig erschließt für was die gut sein soll. Dann gibt es zwei Pfannenuntersetzer, zwei Schaber und einen kleinen weißen Topf mit zwei Gabeln. Diesen kann man benutzen zum Schokoladenfondue, was jetzt nicht so mein Ding ist. Ich denke dass ich ihn erstmal ausprobieren werde ob ich darin auch ein kleines Käsefondue zubereiten kann, was ich schon sehr sehr lange nicht mehr hatte. Wenn ich mich recht erinnere war das letzte mal in Genf, *zurückblätter in Blog* im Mai 2008.

Auf die Frage warum ich jetzt, da ich ja mehr Platz habe kein größeres Gerät gekauft habe, kann ich nur sagen, dass ich Raclette öfters für mich alleine und ab und zu eine andere Person mache. Wenn ich wirklich ein Raclettegelage mit mehreren Gästen veranstalten will, habe ich genug Freunde und Bekannte die im Besitz eines größeren Gerätes sind.

Ein Sparziergang am Nachmittag.

Die Renaturierungsarbeiten haben begonnen. Das Bächlein Petruss kommt aus seinem künstlichen Kanalbett wieder raus.
Was mich dabei sehr befremdete war, dass die erst vor ein paar Jahren kleine Fläche mit Trainingsgeräten unterhalb der Passerelle wieder verschwunden ist. Der Minigolf ist auch abgerissen.

Ich hörte derweil ein paar weitere Folgen des Podcasts von den Geheimnisse des Totenwaldes.
Es ist eine Doku über die Göhrde-Morde von 1989. Ohne zu viel verraten zu wollen, aber die Folge der Abschiedsbriefes hat mich sehr verstört, weil man fast Mitleid mit dem Massenmörder hat.

Am Abend noch mal ein wenig Büroarbeit.
Anschließend las ich den neu erschienen sechsten Band von Les Vieux Fourneaux, die ich letztes Jahr in St.Jean entdeckt hatte. Sehr unterhaltsam, wie immer.

Schluss mit lustig

Einen allerletzten Kaffee auf der Terrasse im Renert. Ab morgen ist Schluss mit lustig.
Ich hatte mich dort mit der D. getroffen um zu beratschlagen was wir bzw. ich für die Feiertage mache. Wir hatten ja schon vor längerer Zeit entschieden dass wir nach St. Jean wollten.
Doch seit gestern sind auch die neuen Covid-Maßnahmen in Frankreich raus und es wird weitaus weniger gelockert als gehofft. Die Restaurants und Bars müssen vorerst noch bis zum 20. Januar 2021 ist Türen geschlossen halten. Ausgangssperre ist von abends 21:00 bis morgens 7:00.
Ich habe nun schweren Herzens beschlossen, dass ich nicht hinfahre, denn alles was ich dort gerne mache ist verboten. Und ich bin eingesperrter dort als hier.

Als ich wieder in der Wohnung war stornierte ich schweren Herzens das Zugticket.

Das wird also das erste Weihnachten seit sehr langer Zeit das ich in Luxemburg verbringe. Ich hatte vor etlichen Jahren angefangen, als alle nahestehenden Familienmitglieder das Zeitliche gesegnet hatten, Weihnachten nicht mehr in Luxemburg zu verbringen. Ich hatte es im ersten Jahr versucht und es ging sehr schief. Das Jahr darauf verbrachte ich die Feiertage in Barcelona, was eine meiner besten Ideen seit langem war. Ich hatte darüber berichtet.

Dieses mal sind es aber völlig andere Bedingungen und nach den ersten Lockdown Anfang des Jahres weiß ich ja was auf mich zukommt und werde versuchen das beste daraus zu machen. Und so schlimm wird es dieses mal nicht sein, denn die Geschäfte sind noch alle offen.

Am Nachmittag ging dann endlich ENDLICH! die neue Homepage online weswegen ich und andere die letzte Zeit so viel am Rechner saßen.
Welcome to Collateral Drama.

Am Abend dann ein letztes mal mit der A. und der N. im Bovary.

Ich war etwas früher dort, denn mein Sofa zuhause säuselte sehnsuchtsvolle Melodien, ich möge mich doch nur ein klein wenig hinlegen. Und ich kenne mich, wenn ich dem nachgebe, komme ich nicht mehr hoch, bis die nötige Bettschwere erreicht ist.
Man hatte uns einen Tisch im Kaminzimmer gegeben. Ich las bis die A. und die N. eintrafen den neuesten New Yorker.
Die Speisekarte war schon um einiges reduziert, doch ich bekam noch meine Saltimbocca a la Romana, die man hier im Umkreis eher selten auf Speisekarten findet.
Am Ende sagten wir dem Personal Lebewohl und dass wir uns spätestens am 15. Dezember wiedersehen. Ich wollte die Stimmung nicht verderben und sagte nichts, denn jeder meint dass alles wieder am Stichdatum öffnen wird.
Doch die Gast- und Kulturstätten werden erst dann wieder öffnen wenn die Zahlen signifikant zurückgegangenen sind, das muss nicht zwingend am 15. sein.

Wieder daheim hörte ich als Betthupferl den ersten Teil einer Podcastserie Geheimnisse des Totenwaldes, aus der ARD Audiothek.

Warten & YouTube

Das Herumgeeiere und Warten am Morgen machte mich wahnsinnig. Wann kommt denn endlich das Resultat? Kurz vor Mittag kam die erlösende SMS dass mein Test negativ ist. Uff.

Der Rest des Tages verbrachte ich weitgehend am Rechner und am Telefon mit Terminen umlegen und neu koordinieren.
Eine gute Nachricht kam jedoch dabei heraus. Das Weihnachtsmärchen, das ich schon letztes Jahr betreut hatte und dieses Jahr in die Wiederaufnahme geht, wird so oder so stattfinden, selbst wenn die Theater noch geschlossen sein sollten. Es wird dann live gestreamt.

Den Rest des Tages, der wirklich grausig schlechtes Wetter mit sich brachte, denn es war sehr kalt, sehr trüb und sehr feucht, verbrachte ich in der Wohnung.

Am Abend schaute ich YouTube.

Die sehr aufwendige Restauration eines Einarmigen Banditen. Manchmal frage ich mich wie er bei der Menge an kleinteiligen Schrauben und Hebel anschließend noch weiß, wo was hingehört.


Zwei bzw. drei interessante Protraits.
Ingrid Bergman und wie sie ihre Liebe zu Rosselini als gewaltigen Faux-Pas von Hollywood angerechnet bekam.


Zwei Frauen die Schauspielerinnen waren und gleichzeitig Regie führten. Barbra Streisand und Ida Lupino (letzte war mir völlig unbekannt)


Hat es mich erwischt?

Nun ist es offiziell. Ab Donnerstag 23:00 Uhr werden , Restaurants, Bars, Kinos und Fitnesszenter vorerst mal bis zum 15. Dezember geschlossen. Die wenigen Einschränkungen, die wir hatten haben hinsichtlich der Zahlen ein paar kleine Früchte getragen, aber weitaus nicht genug. Deshalb werden die Schrauben jetzt fester angezogen. Ob die Theater auch schließen ist zu diesem Zeitpunkt, da ich das hier schreibe nicht ganz klar. Zu Anfang hieß es ja, aber im Pressebriefing am Montag Nachmittag wurden die Theater nicht mehr erwähnt.

Ich derweil, hatte auch sämtliche Symptome. Am Sonntag Morgen hatte ich ein leichtes Kratzen im Hals und eine Schniefnase, später kamen Kopfschmerzen dazu. Zudem war mir kalt. MIST! Ich zog zwei Pyjamas übereinander, wickelte mich in den flauschigsten Morgenmantel und legte noch eine zweite Decke auf das Bett. Vor dem Schlafen nahm ich mein altbewährtes Lemsip.
Ich schlief tief und fest wachte aber recht früh auf. Die Sypthome waren weniger, aber doch noch alle da. Also fuhr ich in das neue Zentrum, das erst vor wenigen Tagen geöffnet wurde und man kein Termin braucht. Ich ging erst am frühen Nachmittag was eine gute Idee war, denn ich musste nur 20 Minuten warten. Das Resultat bekomme ich in ungefähr 24 Stunden.
Ich werde einen Nachtrag im Posting einsetzen.

Am Abend war mir nicht nach lesen zumute. Ich schaute einen der allerersten Miyasaki Filme auf Netflix, Das Schloss des Cagliostro. Immer noch sehenswert.

***

Nachtrag: Ich bin negativ.

Sonntag

Ein sehr ruhiger Sonntag mit sehr miesem Wetter.
Außer Häuslichem gibt es nicht sonderlich viel zu berichten.
Am späten Nachmittag schaute ich mir die Serie Upload auf Amazon an. Eine recht lustige Serie, mit jedoch einer interessanten Lösung die Unsterblichkeit zu erlangen. Man lässt sein Gehirn kurz vor dem Tod uploaden, und existiert unendlich virtuell weiter. Ziel der Forschung ist es einen Körper zu erstellen in dem die ganzen Daten wieder eingefügt werden können.
Das bietet allein von Idee her ganz schön viel philosophischen Stoff zum Nachdenken. Das wird, wenn auch nur kurz, in der Serie behandelt.
Ansonsten ist es eine Mischung aus einer Liebeskomödie und einem Cyber Krimi, die recht gut gelungen ist.

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Sehr gebeutelt hat es dieses Jahr vor allem Musiker die keine Konzerte geben durften. Artists for Artists is ein Weihnachtsprojekt mit einer neuen Weihnachts CD.

Steven Pitman & Lata Gouveia have come up with an idea on how to bring some much needed Christmas spirit into peoples lives/homes and, at the same time, create some financial support for the artists involved.

Artists for Artists

Man kann die CD auf dem Link oben vorbestellen und ab Anfang Dezember gibt es die CD in jedem Cactus und Cactus Hobbi.

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Caitlin Doughty erzählt uns etwas über die Beulenpest in San Francisco Anfang des 20. Jahrhunderts. Und gewisse Parallelen mit unserer Pandemie sind nicht von der Hand zu weisen. Vor allem wenn es um Männer mit Macht geht und um Vertuschung. Das Wort Fake war damals auch sehr in Mode.

Haarschnitt & Samstagsmarkt

Friseurtermin am Samstagmorgen. Das ist eher ungewöhnlich und auch der Friseur J.-P. meinte, dass es seltsam sei mich am Samstag im Laden zu sehen. Da er aber nächste Woche nicht da ist, nahm ich den letzten verfügbaren Termin bevor er ein paar Tage Urlaub macht.

Ich kam daher sehr viel später zum Smastagmarkt als sonst und der war zu gut besucht. Ich setzte mich kurz auf die Terrasse im Renert.

Das Wetter strahlend blaue Himmel mit eisigen Temperaturen, so sehr dass ich es nicht allzu lange dort aushielt ohne mich zu bewegen. Ich traf die M., die ältere Schwester meiner verstorbenen Freundin Chantal.
Nun muss ich gestehen, dass zufälligen Zusammentreffen mit ihr immer ein wenig seltsam sind. Ich mag nicht jedesmal mit ihr über die C. reden. Einerseits schmerzt es die M. noch immer sehr und ich merke, dass sie mit den Tränen kämpft, anderseits haben wir sonst nicht wirklich Dinge über die wir reden können, da wir uns kaum kennen.

Ich sollte am Abend ein Dinner im Grünewald haben, doch ich bekam einen Anruf dass es wegen einem „Verdacht “ besser wäre nicht zu gehen.

Also beschloss ich dann etwas mehr einzukaufen als üblich, denn ich muss ja ohne zu verhungern übers Wochenende kommen.

Den Abend allein zuhause verbracht (ich täte gut daran mich für die nächsten Wochen wieder daran zu gewöhnen) Wer übrigens die neueste Ausgabe von NO ART noch nicht gesehen hat:

Noch später bekam ich eine SMS der L., die Frau des letztes Jahr verstorbenen Cousins meiner Mutter, der auch Patenonkel von meinem Bruder war. Ich hatte davon berichtet.

Sie schrieb dass sie mich in der Sendung gesehen hätte. “ Deine Mutter wäre stolz auf dich.“
Ich nahm das Kompliment als solches an, obwohl es keines ist.
Das einzige mal dass meine Mutter tatsächlich sagte, dass sie stolz auf mich war vor etlichen Jahren als RTL mir eine ARTBOX Sendung widmete. Da verstand sie erst was mein Job ist und was ich eigentlich mache und dass es einem Fernsehsender eine komplette Sendung wert ist.

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Folgendes Video ist schon etwas älter. 30 Tage Zeitraffer in zehn Minuten auf einem Containerschiff. Ich sah es mir auf dem Fernsehbildschirm an, da es in 4K ist. Atemberaubend schön. Einen der Häfen an dem es anlegt kannte ich. Singapur.

Sehr viel Käse & Trüffel

Den Donnerstag verbuchen wir unter „Bäh-pfff-tzz-abersowasvonscheißegal“ Tag.

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Dafür war der Freitag um einiges erfreulicher.

Ich stand recht früh auf und machte mich fertig um alles für den Käseabend einzukaufen. So wie es aussieht, wahrscheinlich einer der letzten für eine Weile. Da man uns ja schon beim letzten Regierungsbriefing angedroht hatte es würde noch mehr Einschränkungen kommen, wenn die Zahlen nicht runtergehen. Am Montag wissen wir mehr.

Es war ein strahlend schöner sonniger Tag. Ich hatte mich mit der D. im Renert auf der Terrasse verabredet zum Mittagessen. Die hatte nämlich gestern Geburtstag und ich hatte ihr selbstgemachte Trüffel mitgebracht. Es ist zu ersten mal dass ich sie machte, nach einem Rezept meiner Mutter, das ich noch so ungefähr im Kopf hatte. Sie machte sie immer im Winter um Weihnachten und mein Vater liebte sie heiß und innig. Irgendwann entschloss sich meine Mutter dazu sich die Schokolade abzugewöhnen wie das Rauchen. Sie hörte auf Schokolade zu essen. Und damit waren die Trüffel auch verbannt.

Großes Lob von der D., sie wären sehr lecker.

Die Weihnachtsdeko der Stadt, dieses Jahr ohne Weihnachtsmärkte:

Zwischenzeitlich fing ich an das Buch De Bicherbus zu lesen. Und ich muss sagen nach den ersten drei Kapiteln bin ich schon sehr begeistert.

Am Abend dann das große Käsefressgelage mit der A. und der N.
So sah der gedeckte Tisch aus.

Zwei verschiedene Blauschimmelkäse. ein St.Augur der andere weniger scharf mit Schafs- und Kuhmilch. Gauda mit Kümmel. Brie de Meaux. Qutschkéis, ein luxembuger Käse mit Pflaumenschnaps. Zwei kleine Cabecou. Tome de Savoie. Ein Glas Feigenconfit mit Trauben.
Vuilly Suisse, Gouda mit Trüffel, Baskischer Schafskäse. Ein Glas Apfelconfit mir salziger Butter.

Es gab auch noch Quitten Dulce, das ich vor ein paar Tagen gemacht hatte und zwei verschiedene Salate.

Tischgespräch:
Wir sind uns alle sicher, dass nächste Woche mehr Einschränkungen kommen, dass vor allem die Restaurants, Cafés und Bars schließen müssen. Ob die Theater schließen, war noch nicht so ganz klar.

Völlig überfressen wankten die A. und die N. nachhause und ich fiel rülpsend ins Bett.

Dienstag und Mittwoch

Ja, mir geht das auch gegen den Strich, dass ich nicht täglich poste. Aber am spät am Abend mag ich nicht mehr schreiben, da ich das morgens bevor ich es hochlade wieder lösche oder komplett umschreibe, weil es mir nicht gefällt.
Und wenn der Tag schon mit viel Getöse losgeht, bleibt keine Zeit dafür.

Ich hatte am Dienstag sehr schlecht geschlafen. Ich musste doch etwas früher als gewöhnt los, da ich eine Galerie besuchte. Wie, wo und was, erfahrt ihr am Samstag.

Anschließend fuhr ich nach langer Zeit mal wieder den großen französischen Supermarkt. Ich kaufte andere Dinge als sonst.

Am Nachmittag bereitete ich mich auf die No Art Sendung von Mittwoch vor.

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Der Mittwoch dann begann mit dem Wochenmarkt, wie üblich und obwohl es sehr nebelig und düster aussah, hatte man und im Laufe des Morgens Sonne versprochen, die sich auch zeigte.

Die Weihnachtsdeko schlägt langsam aber sich zu. Bei Cartier haben sie einen riesigen Panther von der Tür hängen.

Ich flitze zurück um mich umzuziehen und ging anschließend zu Fuß zum Tramsschapp, wo zur Zeit die CAL Ausstellung stattfindet. Dort sollte die Aufzeichnung der Sendung sein.

Es machte wie immer einen Heidenspaß dauerte jedoch länger als sonst weil es ein komplett neuer Ort war. Da brauchen Licht- und Kameraeinstellungen doch etwas länger. Das Resultat könnt ihr am Samstag sehen.

Nach der Aufzeichnung lud die C. mich und die beiden anderen Moderatoren zu einem kleinen Umtrunk ein um uns ihr brandneues Buch zu überreichen. Es ist der erste Roman den sie geschrieben hat.

Jetzt weiß ich auch was ich am Wochenende machen werde; das neue Buch lesen!

Am Abend eine sehr lange Besprechung mit der neuen Theatertruppe die sich im Sommer gegründet hat. Wir hatten sie ins Bovary verlegt. Bevor ich los fuhr, machte ich ein Foto von zwei Planeten und einem Trabant. Saturn, Jupiter und der Mond.

Ich war insgeheim zum ersten mal froh dass wir eine Sperrstunde haben, denn so mussten um 22:00 Schluss machen. Mir rauchte breites nach den ersten zwei Stunden intensiver Gespräche der Kopf.

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Heute gibt es ein Sado-Maso Rezept, zumindest für den der Schokoladen Brownies mag. Die Wartezeiten dazwischen sind schier unerträglich.
Der 100-Stunden Brownie. So cremig wie er in der Mitte ausschaut ist es wohl die Mühe Wert.

Marsupilami & The Queen’s Gambit

Ein ruhiger Montag mit Vorbereitungen für die nächste NO ART Sendung.

Ich hatte euch den Marsupilami versprochen.
Das Tier stammt aus der Comic-Reihe Spirou und Fantasio und wurde vom Zeichner André Franquin erfunden.

Nun kam im Oktober aus einem der dem größten Comic Verlage, Dupuis eine Art Spinoff heraus, der erste Band einer neuen Reihe, mit dem Titel La Bête. Zeichner und Texter sind Zidrou und Frank Pé.
Es ist ein völlig anderer Zeichenstil als bei Franquin und es ist weitaus düsterer und grauer. Die Anfangssequentz, die sehr der Eröffnung eines Films ähnelt, lässt das Tier in einem völlig anderen Licht erscheinen. Ich dachte beim Lesen zuweilen an King Kong und Nosferatu.
Die Geschichte spielt zu Anfang in Antwerpen um dann in eine kleines Dorf unweit der Küste verlegt zu werden. Da die menschliche Hauptfigur ein kleiner Junge ist, ist die Geschichte dann nicht so gruselig wie erwartet. Es endet mit einem gewaltigen Cliffhänger und ich bin gespannt auf den nächsten Band.

Wer ein Interview mit dem Zeichner sehen möchte:

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Am Abend schaute ich auf Netflix eine Empfehlung der A., der D. und noch ein paar weiteren. The Queens Gambit, ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches aus den 80er Jahren von Walter Tavis.
Es ist eine limitierte Serie, was glücklicherweise bedeutet dass es keine weiteren Staffeln geben wird als nur die sieben Folgen.
Die Geschichte spielt in den fünfziger und sechziger Jahren was es von den Kostümen und Bauten her schon sehr sehenswert macht. Auch die Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy wird der Hauptfigur Elisabeth Harmon absolut gerecht. Es dreht sich alles um Schach und ich hätte nicht gedacht dass man aus diesem Stoff einen so genialen fast siebenstündigen Film machen kann.
Eine Absolute Empfehlung von mir.

Und wer sie schon gesehen hat oder sehen will Jodie Foster zum ersten mal ein Interview moderiert mit den Hauptdarstellern der Serie und dabei zum einen totalen Fan mutiert:

Aus dem Familienalbum 35

Ein sehr ruhiger Sonntag. Ich las La Bête aus, das ich vor ein paar Wochen in der FNAC entdeckt hatte. Darüber schreibe ich morgen.
Zudem The Queen’s Gambit angefangen. Eine sehr schöne Serie über ein Schachwundermädchen in den 60ern. Allein schon der Kostüme und der Deko wegen ist sie sehenswert.

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Ein eingeschlafener Joël auf dem elterlichen Sofa. Dem Licht auf dem Foto nach im Vergleich zu weiteren Fotos, die auch im Wohnzimmer gemacht wurden, muss im Winter um Weihnachten gemacht worden sein.

Ich kann mich sehr gut an diese Hose erinnern, die ich über alles liebte. Sie war aus Kunstleder und mit Pelzfutter und sehr weich. Ich war sehr unglücklich als ich sie nicht mehr anziehen konnte, weil ich rausgewachsen war.

Freitag und Samstag

Den Freitag begann ich sehr ruhig und ohne Hektik. Ich bloggte erstmal den Vortag weg und erledigte allerlei häusliche Dinge die sich während den letzten Tagen nicht von selbst erledigt hatten. (Ich überlege dabei was sich denn tatsächlich von selbst erledigen könnte.)

Dann am späten Nachmittag erhielt ich die Nachricht dass die Vorstellung am Abend (in einem anderen Theater als gestern) wegen einem positiv Fall abgesagt wurde. Rums!
Nun muss ich zum Glück nicht Quarantäne, denn den letzten Kontakt mit der Person hatte ich Ende Oktober und ich hatte nur indirekt mit ihr zu tun. Mich schüttelt das jedes mal wieder ein wenig durch, wenn es so bedrohlich nahe rückt.

Da ich ja nichts anderes vorgesehen hatte und jetzt zuhause bleiben würde, brauchte ich Ablenkung.
Ich schaute die letzten vier Folgen von Ratched und blieb auch dran. Vom Aufwand her muss die Serie ein Vermögen gekostet haben. Die Kostüme, die Ausstattung, es sieht alles sehr edel und nigel-nalgel-neu aus, was der Serie etwas irreales verleiht. Das ist bei all den grausigen Dingen die passieren sehr passend, denn als Zuschauer behält man eine gewisse Distanz dazu.
Ich war dann doch überrascht wie sehr ich letztendlich die Serie mochte.

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Der Samstag fing mit strahlendem Wetter an.

Auf dem Wochenmarkt kaufte ich für den Abend eine Flasche Wein, beim Winzer meines Vertrauens. Ich kenne ihn schon recht lange und es ist eine der seltenen Weinbauern in Luxemburg der sich traut auch mal neue Dinge auszuprobieren. So hat er dieses Jahr den lang vergessenen Verjus herausgebracht. Ich hatte davon berichtet. Er hatte einen Standplatz angemietet und bekommen als wir den ersten Lockdown hatten, der Markt jedoch immer geöffnet bleib. Jetzt bekam er von der Gemeinde einen Brief, dass sie ihn dem Platz wieder wegnehmen. Ab nächster Woche darf er nicht mehr kommen. Das Argument war dass der Place Guillaume eine neuen Belag bekommt und es für den Markt weniger Platz geben wird. Das ist lächerlich! Die Bauarbeiten beginnen erst im JANUAR!

Zum Mittagessen war mit einem Arbeitskollegen verabredet. wir wählten das kleine Ramenrestaurant auf der Place Guillaume. Es wurde eine längere Sitzung denn gab viel zu besprechen.

Am Abend traf ich mich mit den 90er Damen, denn eine von ihnen hatte Geburtstag. Durch die Sperrstunde war es jedoch ein kurzes Vergnügen. Als ich gegen 22:30 mit der D.los fuhr , die ich ebenfalls zurück brachte, brach eine Rushhour aus. Die Straßen waren voll mit Autos wie an einem hellen Nachmittag und jeder versuchte noch vor der Sperrstunde daheim zu sein.

Smartphone suchen & Ratched

Da ich am Abend davor ja so kurz vor knapp vor der Sperrstunde zuhause ankam, war ich (auch durch die Premiere) recht aufgedreht und direkt ins Bett und schlafen ging nicht.
Dann merkte ich dass ich in der Aufregung das Smartphone hatte liegen lassen. Aber wo? War es mir im Auto vom Sitz gerutscht? Nein, die Radar App auf dem Tablet zeigte an dass es im Theater im Maskenraum liegt. Na gut. Dort bin ich ja gleich wieder morgen früh.

Der Wecker klingelte um 6:00. Ich watschelte verschlafen durch die Wohnung und machte mich fertig um kurz nach 8:00 wieder im Theater zu sein. Das Smartphone lag noch an der gleichen Stelle. Uff.

Ich absolvierte die Vorstellung fast mechanisch und packte alles ein, während das Stück lief. Kurz nach Mittag war ich zurück.

Ein schneller Einkauf im Supermarkt.

Anschließend legte ich mich kurz hin. Doch aus dem Kurz wurde ein Lang und ich schlief volle zwei Stunden. Danach war ich wieder einigermaßen ich selbst.

Am Morgen war es recht trüb und dunkel, doch der Himmel klarte am Nachmittag auf und bescherte mir am Abend einen orange-rosa farbenen Himmel.

Am Abend schaute ich zwei weiter Folgen Ratched auf Netflix. Was für eine seltsame Serie! Keiner der ganzen Hauptprotagonisten ist auch nur im Ansatz ein Sympathieträger und wenn, dann nur aus Mitleid. Noch bleibe ich dran. Aber so richtig geflashed bin ich nicht.

Doppelvorstellung

Als ich erwachte zeigt der Wecker 6:28 an und hatte nicht geklingelt. Huch!

Aber da ich eh immer morgens mindestens eine Stunde bis anderthalb einrechne war genug Zeit um wach zu werden.

Erste Vorstellung um 10:00

Und da ich keine Umzüge hatte schrieb ich derweil schon ein wenig im Blog vor. Nach der Vorstellung gleich zurück in die Wohnung und ich legte mich für eine Stunde hin, denn am Abend war ja nochmal eine Vorstellung für normales Publikum vorgesehen.

Zweite Vorstellung dann um 20:00

Da es die eigentliche offizielle Premiere war, gab es anschließend auf der Hinterbüne einen schnellen Umtrunk. Da auch von mir ein paar Bekannte da waren, wurde es dann doch etwas später als gedacht und ich musste danach richtig Gas geben um vor Sperrstunde zu hause zu sein.

Es klappte so kurz vor knapp und ich fuhr fünf Minuten vor 11:00 Uhr in die Garage. Wenn ich zu spät gekommen wäre und ich hätte kein Passierschein vom Theater gehabt, hätte das mich bei einer Kontrolle 150€ gekostet.

Und morgen wieder Vorstellung um 10:00. Kinder- und Jugendtheater kann so verdammt undankbar und anstrengend sein.

Dulce, Thunfisch, Premiere und Netflix

Und während ich dieses Blogposting über den Tag hin vorschreibe, weil am Abend bekomme ich keinen gescheiten Satz mehr zusammen, dachte ich daran, dass ich eigentlich dankbar sein müsste.

In Luxemburg sind noch immer alle Theater offen und es finden Vorstellungen statt. Gut, es gibt recht drastische Vorschriften. Maske immer und überall, mit Ausnahme der Darsteller auf der Bühne. Es werden jede Woche Tests gemacht, die freiwillig sind, doch es geht jeder hin. Auch die Zuschauerzahlen sind drastisch heruntergefahren worden. Egal wie groß der Raum ist, mehr als 100 dürfen es nicht sein. Mit den ganzen Abstandsregeln werden es dann automatisch noch weniger. Auch im Zuschauerraum gilt Maske immer und überall.

Aber all diesen Einschränkungen zum Trotz bin ich dankbar. Solange nicht alles geschlossen wird gibt es Arbeit.

Generalprobe am Mittag.

Anschließend legte ich Zuhause los und kochte die Quitten zu Dulce ein nach dem Retzept das ich bei Anke gefunden hatte. Sie warnt übrigens zu recht dass es böse spritzt und brennt. Aua!

So ungefähr sieht der Laib aus wenn ich davon scheibenweise in St. Jean beim Käsehändler kaufe. Mein einzige Sorge ist dass es vielleicht nicht fest genug wird dass man es schneiden kann. Er steht jetzt im Kühlschrank, wir werden sehen.

Am Abend ging ich mit der A. ins ELA. Die A. hatte ein paar Mezze und ich ein gewaltiges Thunfischsteak.

Früh zu Bett.

***

Der Wecker klingelte sehr früh. Ich musste schon um 8:00 morgens im Theater sein. Vorstellung um 10:00. Ob ich müde bin fragte mich jemand. Nun ja, mein Körper war im Theater, der Rest lag Zuhause im Bett.

Es lief jedoch alles ohne Zwischenfall.

Anschließend nach hause für ein kleines Nickerchen.

Am Abend schaute ich mir eine weitere Folge von Ratched auf Netflix an.

Wieder sehr früh ins Bett, denn morgen gibt es eine Doppeltvorstellung.

Austellung in Burglinster

Ein sehr gemütlicher Morgen mit ausschlafen, anschließend ein Kaffee vor dem Rechner und das Blogposting fertig schreiben.

Am Mittag schob ich die Gemüsequiche in den Ofen, die ich gestern beim Dinkelbäcker gekauft hatte und war nur mittelmäßig überzeugt. Der Teig war großartig, so habe ich den selten hinbekommen, aber die Füllung, sorry da ist meine um einiges herzhafter.

Am Nachmittag hatte ich zusammen mit der D. und der K. einen Besuchsslot gebucht, um mir die neue Ausstellung von Sandrine Ronvaux anzusehen, von der ich bereits ein Bild besitze. Die Ausstellung ist seit heute in Burglinster in der Burg selbst zu sehen.

Sie hat weiter an den Bildern über die ID , bzw. dem Fingerabdruck gearbeitet und ihre Technik weiterentwickelt. Inzwischen arbeitet sie mit Plexiglas was mit der Beleuchtung sehr spannende Effekte erzeugen kann.

Anschließend fuhren wir in meine alte Heimat, die nicht so weit entfernt ist und Sonntags immer noch ein Magnetpunkt zum Flanieren ist und tranken gönnten uns ein Eiskaffee.

Abends früh ins Bett, denn morgen muss ich sehr früh los.

***

Bei der quirligen Emmy lernte ich heute etwas neues. Man findet häufig auf Bioschwämmen eine Rubbelmaterie, von der gesagt wird dass sie aus Loofa besteht . Was ist Loofa? Emmy hat es diesem Sommer angepflanzt und zeigt uns was sie geerntet hat.

Samstagsmarkt & Espace H2o

Wieder ein wunderschöner herbstlicher sonniger Tag.

Der Hahn der Kirchturmspitze von Belair glänzte in der Sonne.

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Nach einer Tasse Kaffee das Blogposting rausgeschossen und noch ein wenig rumgesurft. Dabei eine sehr befremdliche Aussage gefunden.

„Jede Person im Land, die Covid-19 hat und stirbt, wird als Covid Toter gezählt. Ob das Virus die Todesursache ist oder nicht spielt dabei keine Rolle. Eine internationale Konvention sieht das so vor.“

Mir ist schon klar dass alles andere eine gewaltige Ursachenforschung mit Autopsie und dergleichen hinter sich her ziehen würde. Es leuchtet mir auch ein, dass es hier nicht von Nutzen ist, denn es steckt ja nicht zwangsweise ein aufzuklärendes Verbrechen dahinter.
Aber ein Suizid z.B. oder ein Unfall, wie ein Sturz von der Leiter mit Genickbruch im eigenen Heim eines Menschen der in Quarantäne saß, sind aus meiner Sicht keine Covid Toten. Somit ist die Anzahl derer die tatsächlich daran sterben auch relativ zu sehen.

***

Ich hatte gestern versprochen, dass ich etwas zeigen würde was die C. mir im Chat gezeigt hat und ich unbedingt auch haben wollte. Denkste! Und obwohl es den Laden in Luxemburg gibt haben sie genau das was ich suchte NICHT im Sortiment. Na gut! Dann muss ich wohl wieder im Internet. Das nervt inzwischen. Bei Benetton haben sie eine Kollektion von Keith Haring T-Shirts, Hoodies und Jacken herausgebracht.
(Und für den Benetton Online Shop gibt es Luxemburg wieder wie es Bielefeld gibt. Na dann behaltet euren Sch…!)

Ich kaufte eine vielversprechende Gemüsequiche bei meinem Dinkelbäcker. Gekostet wird sie erst morgen.

Zurück vom Wochenmarkt rief die N. an und fragte ob ich nicht Lust hätte mit ihr die neue Ausstellung von Bertrand Ney im Espace H2o anzusehen. Sie würde sich noch nicht trauen mit ihrem Auto zu fahren, weil sie noch ein klein wenig unsicher auf dem operierten Fuß sei. Also fuhr ich mit ihr hin.

Der Espace H2o ist eine Ausstellungshalle in Differdange, die etwas abseits gelegen, in einem alten Wasserwerk beheimatet ist. Die Räume sind im früheren Wasserspeicher.

Bertrand hatte sich für seinen 65. Geburtstag eine Retrospektive seiner Werke als Ausstellung gewünscht. Zu sehen sind viele seiner Skulpturen aus mehr als 30 Jahren Schaffenszeit. Auf den Fotos die ich gemacht habe zeige ich nur eine kleine Auswahl.

Am Abend dann ins Theater. Die Hauptprobe verlief ohne Zwischenfälle.
Die Sorge dass ich nicht vor der Sperrstunde zuhause sei, war unbegründet.

Ein Hoch auf die Dorade!

Und dann gibt es Tage an denen alles läuft wie am Schnürchen ohne große Aufregung.

Ich musste nicht früh raus und konnte mir Zeit lassen. Ich wickelte mich in den extra dicken Bademantel ein und eine Decke, setzte mich auf dem Balkon und trank dort den ersten Kaffee des Tages in der klirren kalten Luft mit strahlend blauem Himmel und Sonne. Das war schon sehr schön.

Anschließend wartete noch ein wenig Papierkram auf mich den ich nach einer Nachfrage sofort in Angriff nehmen musste. Meine Viersprachigkeit war mir wieder sehr von Nutzen, obwohl ich für ein paar Satzkonstruktionen dann doch Google zu Hilfe nehmen musste.

Nach einem längeren Telefonat machte ich mich auf, ein ganzes Dossier pünktlich abzuliefern.

Ich überlegte kurz. Ja warum eigentlich nicht? Ich ging wieder ins Renert zum Mittagstisch. Gestern war es lecker, doch heute war es sensationell!

Mit Olivenöl gebratene Dorade mit vielen Kräutern innen und außen, dazu Polenta und ein Allerleisalat mit Artischokenherzen. Boah!!!

Am späten Nachmittag im Theater

Der Maskenraum sieht zwar um einiges schicker aus, doch von der Beleuchtung her ist er nicht optimal.

Und während ich darauf wartete dass der Durchlauf ein Ende findet, chattete ich mit der lieben C in Freiburg. Und sie zeigte mir etwas was ich gleich morgen haben MUSS.

Mehr darüber morgen…

WMDEDGT im November

Ein sonniger Tag an dem nichts bloguntaugliches passierte und somit ideal um beim monatlichen Aufruf von Frau Brüllen mitzumachen. Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag.

Es hatte in der Nacht gründlich abgekühlt. Ich brauchte dafür nicht auf die Temperaturanzeige zu schauen, ich sah es beim ersten Blick zum Fenster hinaus.

Das Nachbardach hatte den ersten Frost.

Dann kam die erlösende SMS. Ich bin negativ. Uff. Das schöne Wetter und die gute Nachricht vom Test verleitete mich dazu ein Blumenhemd anzuziehen.

Friseurtermin um 11 Uhr. Jetzt sieht das wieder schick aus.

Anschließend, da ich gestern den Mittwochsmarkt nicht aufgesucht hatte, ging ich zum Renert, der seit letzter Woche Samstag wieder geöffnet hat, zum Mittagstisch. Und wie der Zufall es wollte, waren die D. und der B. auch da. Es gab Wildschweinragout mit viel Gemüse und viel Polenta. Sehr gut. Und da ich weiter keine wichtigen Termine hatte gönnte ich mir ein Glas Riesling.

Auf dem Rückweg sah ich kurz in der FNAC vorbei. Ich hatte die letzten Tage nach dem Parasite auf allen Streamingplattformen gesucht die mir zur Verfügung stehen und wurde nicht fündig. In der FNAC auch nicht. Dann bleibt wohl nur das Internet. Ich kaufte bei Namur eine Rieslingpastete für abends.

Wieder in der Wohnung sah ich, dass ein neues Ehepaar in den ersten Stock einzieht. Ich sah ein paar Kisten mit Spielzeug vor der Tür stehen. Also mit Kleinkind.

Um halb vier hatte ich einen Termin in der Autowerkstatt für die Sommerreifen gegen die Winterreifen auszuwechseln. Der Termin sollte eine Stunde dauern, doch ich bereits nach 30 Minuten wieder draußen. Ich schrieb derweil bei einer Tasse Kaffee den Großteil dieses Posting vor.

Wieder zuhause machte ich es mir gemütlich. Ich aß die Rieslingpastete und zappte ein wenig herum was ich mir auf Netflix ansehen könnte. Ich hatte noch Ratched in der Liste stehen. Ich schaute die Pilotfolge. Das scheint nicht schlecht zu sein, doch ich wollte für den Abend etwas anderes.

Ich fand die Doku über ägyptische Ausgrabungen Die Geheimnisse der Grabstätte von Sakkara. Und die fesselte mich von Anfang an. Nicht weit von der ältesten Pyramide, der Stufenpyramide fand man 2019 ein neues Grab eines Priesters, dessen Geschichte jedoch einige Ungereimtheiten aufzeigen. Auch ein Katzenfriedhof brachte ein paar spektakuläre Funde hervor. Zum Ende des Films geht es Schlag auf Schlag und sie faden fast täglich neue großartige Funde am selben Ort. Sehr schöne Doku ohne Effekthascherei.

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Dieser Twitterthread trieb mir ein wenig die Tränen in die Augen.

Kurz und knapp

Es fällt mir seit ein paar Tagen sehr schwer mich jeden Morgen hinzusetzen und zu bloggen. Zudem sind die Tage mit nicht blogtauglichen Dingen angefüllt. Darum auch heute nur sehr kurz.

Am Morgen zum Covid-Test. Ich weiss inzwischen nicht mehr der wievielte. Am Abend hörte ich kurz im Radio dass man sich erste kleine Hoffnungen macht, dass die Zahlen nicht noch weiter explodieren, sondern stagnieren. Auch durch die tägliche Analyse des Klärschlamms hat man bereits gemerkt dass die Zahlen langsam wieder runtergehen müssten.

Anschließend Theater.

Am Abend mit der K. Abendessen im Grünewald. Wir hatten einen Tisch in der letzten Ecke der Bar bekommen. Sorry Fotos gibt es keine.

Ich hatte Lust auf Steak und bestellte mit ein Rinderfilet ‚Simmental‘ mit Wurzelgemüse und Trüffelpüree. Es ist ein Klassiker ihrer Küche und es gibt bereits ein Foto davon im Blog.

Kurz nach neun Uhr war ich zuhause. Für die K. passte das auch, denn um 23:00 ist ja Sperrstunde und sie hat einen längeren Weg zu fahren.

Lange Nachdenken & keine Sommerfrische

Der Montag wurde von einem nicht blogbaren Ereignis überschattet. Doch so wie ich das jetzt, in diesem Moment empfinde, wird sich dieses Ereignis sich nicht wiederholen und somit ist es auch nicht im Detail erwähnenswert.

Von einer anderen Begebenheit kann ich jedoch berichten. Ich lernte einen jungen Mann kennen, der sich mit einem sehr typischen luxemburger Namen vorstellte. Im Verlauf der Unterhaltung gestand er mir, dass er von seinem Vater her arabischer Abstammung ist, jedoch vor ein paar Jahren seinen arabischen Vornamen in einen französischen Vornamen umändern ließ und den luxemburger Familienname seiner Mutter annahm.

Er hätte früher nur Probleme gehabt mit seinem Vornamen, wäre gehänselt worden und in seiner Jugend dadurch sehr aggressiv gewesen. Er wäre nie ernst genommen worden. Und immer wenn er sich irgendwo mit seinem Namen vorstellte für eine Arbeitsstelle konnte er sicher sein dass sie ihn ablehnten. Als er dann den anderen Namen und Vornamen annahm, hörte das alles auf.

Ich war sehr betroffen und bedrückt als ich das hörte. Was sagt das über unsere ach so ‚offene‘ luxemburger Gesellschaft aus? Ich dachte noch lange darüber nach, auch über mein eigenes Tun und Handeln.

***

Am Dienstag war ich recht früh wach und werkelte ein wenig zuhause herum bis es Zeit war zum Theater zu fahren.

Hier werde ich nun nicht weiter erwähnen wo ich war und an was ich arbeite. Nur so viel. Es liegt sehr viel im Argen und es wird alles andere als ein Ausflug in die Sommerfrische.

Als ich die Probe verließ wollte ich nicht sofort nachhause, ich wollte ‚Comfort Food‘. Ich ging zu dem kleinen chinesischen Restaurant meines Vertrauens, dem Chinese King. Ich erwähne es nicht immer wenn ich hingehe oder mit etwas von dort mit nach hause nehme. In der ‚Lindenstraße‘ ist es der Grieche, bei mir ist es der Chinese.

Ich hatte die 308. eine Spezialität des Chefs, die ich noch nie probiert hatte und sehr lecker ist.

Zum Nachtisch hatte ich gebackene Bananen.

Das Restaurant war spärlich besucht, was mir recht war, denn allein schon ob der ‚Situation‘ die über unser allen Köpfen schwebt, wollte ich auch keine Menschen sehen.

Ungewöhnlich früh zu Bett.

Erinnerungen an vergangene Allerheiligen

Heute machen wir mal was anderes.

Da das Wetter trüb, grau und trist war und ich nicht die geringste Lust hatte über Häuslichkeiten zu berichten, weil sie eh immer gleich sind, machte ich das was in der Überschrift steht.

Zu diesem Zweck blätterte ich zurück im Blog, was ich in den letzten 16 Jahren an dem Tag so geschrieben habe. Letztes Jahr verlinkte ich sämtliche Allerheiligentage in der ich nicht mehr in der alten Heimat wohnte.

Ich habe nie einen klassischen Allerheiligentag beschrieben, den ich über Jahre hinweg immer mitgemacht habe aus anerzogenem Pflichtgefühl und weil Großmutter Thérèse es so wollte.

Dieses Ritual zog sich über Jahrzehnte hinweg und so lange wie Tante Greidi lebte war es ein noch größerer Zeitaufwand. Wir mussten ALLE an Allerheiligen zum Familiengrab. ALLE. Ausnahmen gab es nur für meine Mutter weil sie ja Krankenschwester war und oft an dem Tag arbeiten musste. Inzwischen lebten auch alle in mit Ausnahme von Tante Gritty in der ‚Alten Heimat‘ und es war glich jedes mal einer Pilgerwanderung.

Alle schmissen sich in Schale. Der Klassiker war der Pelzmantel und Krokodilleder Handtasche. Es wurde sich herausgeputzt wie für eine Modenschau, was es letztendlich auch war. Vor allem Großmutter Thérèse war in dem Punkt oberpingelig. Wenn sie an dem Tag nicht jedes Outfit von jedem mitbestimmen und begutachten konnte, war sie ungehalten.
Loriot hätte einen fabelhaften Sketch daraus gemacht.

Ich sollte vielleicht erklären dass die ‚Alte Heimat# 35 km von der Hauptstadt entfernt liegt. Und da der Friedhof mitten im Stadtteil Bonneweg liegt und es dort nur sehr wenige Parkplätze gibt, fuhren wir immer fast zwei Stunden vor der Gräbersegnung damit wir gleich beim Eingang der Friedhofs einen Parkplatz bekamen, damit Tante Greidi nicht so weit laufen musste. Das brachte dann mit sich, dass wir oft fast über eine Stunde vor der Segnung da waren und im Wagen warten mussten. Und es kam wie es kommen musste, es brach ein Streit aus.
Dann standen wir meistens viel zu früh am Grab, weil Großmutter Thérèse nach der Devise ’sehen und gesehen werden‘ fuhr. Man grüßte hier und schüttelte dort eine Hand. Es war fast wie auf einem mondänen Event.

Doch bis die Messe und die Segnung dann endlich los ging, waren wir alle gründlich durchgefroren und durchnässt und Tante Greidi fing an zu zetern, weil sie nicht so lange stehen wollte. Doch wollte sie aber auch nicht vor der Segnung wieder zurück zum Auto, das hätten doch ALLE auf dem Friedhof mitbekommen! Also blieb sie stehen und giftete leise ihr Schwester Thérèse an…

Und so wurde jedes Jahr aus einer Aktion, die man hätte in knapp zwei Stunden durchziehen können ein Ritual das sich manchmal auf vier Stunden hinzog.

Ich hasste Allerheiligen.

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Großes Rabenevent am späten Nachmittag in der Nachbarschaft.