1000 Fragen 541 – 560

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541. Führst du Tagebuch?
Ja, hier. Im Blog!

542. Welche Personen sind auf deinem Lieblingsfoto abgebildet?
Ich habe kein Lieblingsfoto.

543. Hast du häufig unnötigerweise Schuldgefühle?
Ja, aber ich arbeite daran.

544. Was magst du am Sommer am liebsten?
Die Sonne und die Wärme. Ich hasse Kälte.

545. Auf was kannst du am leichtesten verzichten?
Das mag jetzt seltsam klingen da ich ja ein Genussmensch bin, der sehr gerne isst. Aber ich kann auf Essen verzichten. Ich habe das mehrfach in Fastenkuren getan und es ist gar nicht schwer.

546. Wie häufig gönnst du dir etwas?
Wahrscheinlich zu oft.

547. Mit welcher Art von Fahrzeug fährst du am liebsten?
Ich bevorzuge nicht wirklich eine Art von Fortbewegung. Ich fliege gerne.

548. Wovon bist du glücklicherweise losgekommen?
Ich könnte jetzt rauchen schreiben, aber ich denke dass es da mal vor sehr vielen Jahren eine Beziehung gab, aus der ich glücklicherweise ohne finanzielle und körperlichen Schäden herausgekommen bin.  Doch ich habe erst später erfahren in welchen Schlamssel ich mich selbst gebracht hatte.

549. Woran denkst du morgens zuerst?
Das hängt davon ab wie viel Schlaf ich hatte und ob der gereicht hat. das erste was ich mache ich auf die Uhr oder den Wecker schauen.

550. Was hast du vom Kindergarten noch in Erinnerung?
Da gibt es viele kleine bruchstückhafte Erinnerungen.

551. Welchen Wochenendtrip oder welche Kurzreise hast du gerade geplant?
Ha! Ich bin gerade auf einer Kurzreise.

552. Bist du ein Landmensch oder ein Stadtmensch?
Definitiv ein Stadtmensch!

553. Mit welcher Person, die du nicht persönlich kennst, fühlst du dich verbunden?
Da habe ich lange überlegt ob es da nicht einen Promi gäbe, in welcher Sparte auch immer, doch es gibt niemanden.

554. Was gibt dir in schweren Zeiten Halt?
Mein unverbesserlicher Optimismus.

555. Bist du gut zu dir selbst?
Ja. Ich quäle mich nur ungern.

556. Was bedeutet Freundschaft für dich?
Freundschaften sind das wichtigste das es gibt. Sie sind mir sogar noch wichtiger als eine Beziehung.

557. Wer hat dich in letzter Zeit überrascht?
Die A. und die N.

558. Traust du dich, Fragen zu stellen?
Ja.

559. Hast du Dinge vorrätig, die du selber nie isst oder trinkst?
Ja. Würfelzucker wenn Besuch da ist. Ich nehme nie Zucker in den Kaffee.

560. Setzt du dir Regeln, die du dir selber ausgedacht hast?
Sagen wir so: Regeln unterdrücken die Spontaneität, die ich für sehr wichtig halte. Wenn es eine Regel gibt dann, dass ich mir spontane Einfälle und Ideen nicht durch Regeln ersticken lasse, wohlgemerkt dies alles im Rahmen des Legalen bleibt.*

*Die Antwort klingt sehr geschraubt aber es ist tatsächlich so.

Nebel über St. Jean

Ein ruhiger Sonntag. Ich wachte erst spät auf. Es sah seltsam aus draußen. Die D. meinte dass es Nebel sei der sich aber verziehen würde.
Das war auch der Fall aber er zog erst spät ab.

Am Strand sah man noch Sokoa im Nebel wabern, aber St.Jean war sonnendurchflutet.
Ich schwamm eine Runde aber das Wasser kam noch kälter vor als vor zwei Tagen. Da sagte jemend, es hätte 17 Grad. Dann waren es jetzt wohl 16 oder noch weniger. Ich brauchte wirklich eine Weile bis ich mich daran gewöhnt hatte. Doch konnte ich meine Runde schwimmen.

Irgendwann kam dann auch Sokoa auf der anderen Seite der Bucht zum Vorschein:

Am späten Nachmittag jedoch zog es wieder komplett zu.

Und da es heute nicht mehr zu berichten gibt, gibt es gleich eine Runde 1000 Fragen hinterher.

Ein Ausflug nach Bayonne & ein Abendessen im Zoko Moko

Der Tag fing sehr bedeckt und es blieb auch so den ganzen Tag. Wir beschlossen einen Ausflug nach Bayonne zu machen. Wir fuhren mit dem Bus.

Es ist neben Biarritz die nächst größere Stadt in der Gegend. Sie erinnerte mich sehr an größere Städte in Spanien wie Barcelona doch seltsamerweise auch an Amsterdam.

Bayonne hat einen ziemlich einzigartigen Charme mit vielen Geschäften die keine Ketten sind sondern Geschäfte von richtigen Einzelhändlern, mit bisweilen sehr originellen Namen. „Saperlipopette“, „L’Aprentie“, „Les Tontons Flingueres“.

Den Buchladen oben fand ich lustig das es einen mit genau dem gleichen Namen in Luxemburg gibt. Ich hatte schon einmal über den Laden berichtet, als er fast endgültig seine Tore schloss.

Wir fanden den Laden vom baskischen Parfümeur Christian Louis. Jeder seiner Kreationen hat eine Geschichte. So war ich zu Anfang sehr angetan von einem Duft der St.Jean-de-Luz hieß. Allein der Name machte mich neugierig.   Der Doch dufte enttäuschte mich dann. In einer anderen Ecke sah ich das berühmte Buch von Patrick Süßkind und die Verkäuferin erzählte mir er hätte ein Parfüm zu Ehren der Figur aus dem Roman Jean-Baptiste Grenouille, erfunden. Es würde aber nur so heißen und nicht so riechen oder den gleichen Effekt haben wie des Parfüm im Buch.

Ein toller zitroniger und limoniger Duft, so wie ich sie in letzter Zeit sehr mag.

Bayonne besitzt eine große Kathedrale die mich von Innen sehr an die Kathedrale in Luxemburg erinnert, ganz einfach weil beide von Jesuiten gebaut wurden. Doch hier in der Bayonne sind um den Hauptaltar noch einmal mehrere kleine Altäre gebaut und das sieht recht spektakulär aus:

***

Am Abend speisten wir wieder im Zoko Moko, in dem wir schon einmal am Anfang der Woche waren, von dem ich aber nichts im Blog erwähnt hatte.
Wir waren vom letzten mal sehr begeistert und buchten gleich noch einmal einen Tisch für den Samstag.

Ich hatte:

Makrele mit allerlei frischem Gemüse. Die Gurke und die Möhre hatte man kunstvoll zu einem Teppich gewoben.
Anschließend hatte ich Ente mit Pfifferlingen, die ich auch abgelichtet habe, die auf den Foto aber nicht nicht sehr appetitlich aussah. Geschmeckt hat sie aber hervorragend.

Und dann kam das Dessert das man unbedingt im Vorraus bestellen musste:

Ein wirklich federleichtes Soufflé mit Izarra.
Dazu ein Kugel Vanille Eis, die aber nicht so richtig passte. Besser wäre etwas säuerliches gewesen. Limone oder Zitrone z.B.

Ein Tag am Strand

Da die letzten Tage in St. Jean aufregend genug waren legen wir heute einen Faulenzer Tag ein.

Eine kleine Episode von gestern bleibt noch zu berichten. Als ich den Mietwagen zurück brachte ist es ja unabdinglich das Fahrzeug wieder voll aufgetankt zurückzubringen. Ich fuhr also gleich nachdem ich von der Autobahn kam, zur Automatik Tankstelle an dem großen Supermarkt. Die Tankuhr zeigte an dass nicht einmal ein Viertel vom Benzin verbraucht war. Ich tankte voll und stellte erstaunt fest, dass die Tankanzeige sich nicht bewegt! Das ist blöd, denn die von der Vermietung müssen einem ja nicht unbedingt glauben. Ich legte als beweis noch die Tankrechnung dazu, und schaute am darauffolgenden Tag noch einmal im Büro rein. Doch es war alles in Ordnung, denn wie es scheint gibt es Schwierigkeiten mit der Tankanzeige in vielen Renault Clios‘.

Den Nachmittag verbrachte ich am Strand mit Lesen eines mitgebrachten Buches, das ich letztes Jahr auf ein paar Seiten angefangen hatte, aber dann wieder weg legte weil ich den Nerv nicht dafür hatte. Die große Flatter von Leonie Ossowski stand, als ich 16 war auf dem Pflichtlektüre der Klasse. Ich hatte dem Film nicht gesehen weil es… nun ja, ein deutscher Film im deutschen Fernsehen und mein Vater deutsches Fernsehen nicht duldete….ich schweife ab.
Von der Story weiß ich nicht mehr viel, aber ich weiß noch dass, die Umstände in denen die beiden Jungs Richie und Schocker in diesen Baracken wohnten so als als ob es tiefstes Mittelalter wäre und dass alle in der Klasse es für unglaubwürdig hielten. Doch wir wurden eines besseren belehrt.

***

Und hier das Foto das bereits für Aufregung sorgte:

The Old Man And The Sea

Am Abend waren wir im Boëte und es war wie immer herrlich.
Ich hatte endlich meine heißgeliebten Schwertmuscheln, von denen es am Dienstag keine gab. Anschließend hatte ich Petersfisch mit einer Mangosoße, die „WOW“ war.

Ich habe schon so oft über die Boëte berichtet und euch noch nie gezeigt wie es von innen aussieht. Hier sieht man wie das vor 3 Jahren dort angefangen hat…

Wenn ihr je einmal hier sein solltet, es ist die beste Fischadresse vor Ort.

Alberto Giacometti im Guggenheim in Bilbao

Wir standen etwas früher auf als gewöhnlich.
Der Grund warum wir überhaupt noch einmal so spät im Jahr in St. Jean-de-Luz sind, ist folgender:
Heute wurde eine Sonderausstellung von Alberto Giacometti im Guggenheim in Bilbao eröffnet. Die D. wird in ihrer Funktion als Kulturjournalistin darüber berichten und ich durfte als Fotograph und Kameramann mit.

Es war der perfekte Tag um nach Bilbao zu fahren, denn es war trübes Wetter und es war Regen angesagt.

Der Empfang im Guggenheim war sehr angenehm, ausnahmslos alle waren sehr freundlich und nett. Nach einer  ersten Pressekonferenz im Auditorium, ging es dann hoch in die Säle der Ausstellung. Mit stockte der Atem. Es war umwerfend.  Es sind über 200 Objekte zu sehen und es ist die größte Retrospektive seit jeher.

Ganz toll fand ich den Kontrast der kleinsten Figur die Giacometti je hergestellt hat, im Kontrast zu den riesigen Stahlformen von Richard Serra im Hintergrund, von denen ich ja schon im Sommer berichtet hatte.

Ich könnte euch jetzt noch mindestens 50 Fotos zeigen. Aber das würde zu weit führen.

Nachdem wir die Hallen mit der Sonderausstellung mehrfach durchlaufen hatten, war ich emotional sehr leer.  Die Gacomettifiguren rufen so viele Gefühle hervor. Man möchte sie streicheln sie bisweilen trösten, ihre Geschichten hören. Sie sehen allesamt sehr verletzlich aus, manchmal erinnern sie an ausgegrabene Fossilien, manchmal an ein kaputtes Spielzeug das seit Jahren auf den Dachboden lag.

Ich weiß noch, als ich meine erste Skulptur in der Beieler Foundation in Basel sah, hätte ich sie am liebsten mitgenommen.
Doch auch seine Zeichnungen sind sehr spannend und genau im gleichen Esprit wie  die Figuren. Es gab jedoch auch Phasen in seiner Schaffenszeit in der er völlig andere Formen schuf die mehr an Gottheiten von afrikanischen Urvölkern erinnern.

Anschließend waren wir vom Museum mit allen Presseleuten zum Mittagessen  ins hauseigene Restaurant  eingeladen. Wir wurden bekocht wie die Könige. Wenn der Gedanke dahinter stecken sollte einen positiven Bericht darüber zu schreiben, das hätte nun wirklich nicht gebraucht.  Den hätten sie von mir mit oder ohne Mittagsessen bekommen.
Während dem Essen saßen wir neben der Pressesprecherin, die uns erklärte dass auf den Tag das Museum 21 Jahre alt wurde. Zu Anfang hätten sie um 400.000 Besucher im Jahr gehabt. Jetzt sind es weit über eine Million im Jahr.

Wenn Luxemburg sich doch endlich mal ein Beispiel an solchen Unternehmen nehmen würde. Hier wurde ganz klar aufgezeigt dass zeitgenössische Kultur einer Stadt zu neuem Glanz verhelfen kann und großen wirtschaftlichen Aufschwung bringt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24 Februar nächstes Jahr zu sehen. Es ist echt eine Reise wert, denn so viel Giacometti auf einmal wird es so schnell nicht mehr geben.

Ein Tag in Bildern aus St.Jean

Als wir heute morgen zum Bahnhof von St.Jean marschierten viel mir dieses Plakat auf. Es geht noch immer um den Berg Larrun den man in einem Freizeitpark umgestalten will. Ich hatte schon einmal davon berichtet.
Im Hafen baggerte man den Schlamm und die Sedimente aus.

 

Es gibt immer wieder kleine schöne Details an der Häuserfassaden, wie die zwei Köpfe.

 

Ein größerer Sparziergang brachte die D. und mich heute auf die äußerste linke Seite der Bucht bis zum Fort de Socoa auf der ich noch nicht war. Die Bucht mit dem Fort sind hier zu sehen.Die rechte Seite hatten wir ja schon einmal bis nach Erromardie beschritten.

Ein Foto von der anderen Seite der Bucht

Die Bucht von St.Jean wäre nicht so ruhig wenn nicht vor etlichen Jahren drei große Deiche gebaut worden wären die mit gewaltigen Wellenbrechen ausgestattet sind.

Am Fort de Socoa befindet sich schöne eine Fotoausstellung in der genau erklärt wird wie die gewaltigen 50 Tonnen schwere Blöcke ins Meer transportiert werden und dort vor die Deiche gekippt werden.

Auf dem Deich von Socoa kann man auch wandern aber auf eigene Gefahr.

 

 

Vom Deich aus sieht man auch sehr schön den Friedhof der Seeleute, der sehr viel größer ist als man denkt.

 

Der besagte Deich vom Festland aus.

 

Das Fort de Socoa.

 

Und morgen, darauf freue ich mich seit Wochen, wir aus Bilbao berichtet !!!

Bonjour St. Jean-de-Luz

Die Freude wurde aber gleich am Morgen leicht getrübt, durch folgenden Vorfall:

Da nach der Ferienzeit kein Flieger mehr von Luxemburg direkt nach Biarritz geht, mussten von dem kleinen Flughafen in Metz aus starten, mit einem Zwischenstopp in Lyon.  Als die D. und ich dort ankamen, war die Abflughalle geräumt und alle standen auf dem Parkplatz. In der Damentoilette hatte hatte man eine „herren“lose Tasche gefunden. Also wurde das Sprengkommando angefordert. Eine Flugbegleiterin erklärte uns dass es bereits das dritte Mal in zwei Monaten sei. Als wir ankamen war die Aktion bereits seit einer Stunde zugange. Doch nach einer weiteren Stunde war alles vorbei und wir konnten wieder hinein. Der Vorfall brachte glücklicherweise nur einen Flug in Verzug. Unser Flug konnte rechtzeitig starten und wir bekamen auch den Anschlußflug in Lyon.

 

 

Bonjour St.Jean!!!

Es ist so schön wieder hier zu sein. Und die erste Aktion die wir starteten (die Koffer waren mal so gerade ausgepackt) war eine Runde schwimmen.
Huiiii das Wasser wann dann doch etwas kälter als das letzte mal und es brauchte etwas länger bis man sich daran gewöhnt hatte. Doch es war herrlich!!!

Und Abends:

 

Wir schlemmten in der Boëte was das Zeug hielt.

1000 Fragen 521-540

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521. Welcher Dokumentarfilm hat dich beeindruckt?
Es gibt zwei Stück mich sehr beeindruckt haben in der letzten Zeit:  The Keepers & What Happend, Miss Simone?

522. Machst du in der Regel das, was du willst?
Das wäre schön wenn ich das könnte, und im weitesten Sinne kann ich da ja auch, aber es gibt nun mal auch Reglen und Gesetze an die man sich halten muss.

523. Wie weit hast du deine Vergangenheit hinter dir gelassen?
Ich habe in einer Zeitspanne von fünf Jahren so ziemlich alles hinter mir gelassen was ich konnte. Ich bin heute überzeugt dass es meine einzige Rettung war. Wenn ich noch in der alten Heimat leben müsste, wäre ich wahrscheinlich Alkoholiker und/oder hätte schlimme Depressionen.

524. Was solltest du eigentlich nicht mehr tun?
Ab und an an fremden Zigaretten ziehen. Nur damit ich ich immer wieder das Gefühl habe, ich hätte mit einem Aschenbecher geknutscht und mir schlecht wird.

525. Magst du klassische Musik?
Ja aber bei weitem nicht alles.

526. Wie aufgeräumt ist es in deinem Kopf?
So weit das irgendwie möglich ist.

527. Welches Gedicht magst du sehr?
Eines meiner liebsten deutschen Gedichte ist von Kurt Tucholsky „Augen in der Großstadt!“ Immer noch.

528. Bist du ein guter Verlierer?
Wenn damit Gesellschaftsspiele gemeint sind, ja. Wenn es um wichtigere Dinge auch in beruflicher Hinsicht geht, wird es schwieriger.

529. Wer sollte dich spielen, wenn man dein Leben verfilmen würde?
Das ist mir im Grunde schnurzegal.
Ich lachte laut auf, weil ich die Frage einmal der Kaltmamsell gestellt hatte, die darauf „Whoopi Goldberg“ antwortete.

530. Wie viel Zeit brauchst du, um dich für einen festlichen Anlass zu stylen?
Mit Duschen und allem zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Aber dann muss ich ein Plan haben. Wenn ich den nicht habe dauert es länger.

531. Wer hat für dich Vorbildfunktion?
Niemand. Es gibt viele Menschen von denen ich etwas gelernt habe und die ich für ihre Haltung und Taten bewundere, aber es sind keine Vorbilder denen ich in allem nacheifern würde.

532. Würdest du etwas stehlen, wenn du nicht dafür bestraft würdest?
Das kommt auf die Situation und den zu stehlenden Gegenstand an.

533. Hättest du gern eine andere Haarfarbe?
Ich wäre gern noch weißgrauer als ich es schon bin.

534. Was ist der größte Unterschied zwischen dir und deinem Partner?
Die Frage kann ich erst beantworten wenn ich wieder einen festen Partner habe.

535. Wo isst du zu Hause am liebsten?
In der Küche am Buffet, oder auf dem Balkon.

536. Wenn alles möglich wäre: Welches Tier hättet du gern als Haustier?
Ein Wüstenfuchs, oder ein Wombat, oder einen tasmansichen Teufel, oder ein Wallaby. Oder alles zusammen.

537. Auf welche Frage wusstest du in letzter Zeit keine Antwort?
Auf diese Frage ?!?

538. Was ist in deinen Augen die großartigste Erfindung?
Das Internet.

539. Wenn du emigrieren müsstet: In welches Land würdest du auswandern?
Australien genauer nach Tasmanien.

540. Nach welchen Kriterien suchst du einen Film aus?
Da ich kein Genre bevorzuge kann ich mir ziemlich alles ansehen.

***

Und ab morgen wird nochmal von St.Jean-de-Luz aus berichtet.

Landeswahlen in Luxemburg

So wie bei der Kaltmamsell die diesen Sonntag als freiwillige Wahlhelferin in Bayern mitarbeitet, so finden auch Wahlen hier in Luxemburg statt.

Ich hatte mich dieses mal für die Briefwahl entschieden, da nicht klar war ob ich überhaupt hier sein werde. Aber ich bin ist erst nächste Woche weg.

Ich habe mich vor fünf Jahren bei den Landeswahlen mit allen Parteiprogrammen hinsichtlich der Kulturpolitik auseinandergesetzt, weil ich damit nun mal meine Brötchen verdiene. Zudem war ich neu und unerfahren in der Stadt und wusste nicht so richtig wen wählen. Doch die Zeiten haben sich geändert und man muss froh sein wenn es hier in Luxemburg nicht wie in anderen Ländern einen schweren Ruck nach rechts geben wird, und wenn, dann nur zur CSV hin, die große Mitte/Rechts Partei,  die das erste mal fünf Jahre lang nicht in der Regierung war. Wie die Wahlen hier ausgehen könnt ihr weiter unten lesen, denn ich werde diesen Post im Laufe das Tages immer wieder vervollständigen.

Ich stand etwas später auf als gewöhnlich . Der Rachen schmerzte immer noch und die Nase konnte sich nicht entscheiden ob sie nun laufen soll oder nicht. Ein bisschen Haushalt, Wäschewaschen und Bloggen.  Die N. rief an und sagte mir dass es dann doch später werden würde hinsichtlich des Mittagessens. Sie holte mich gegen halb zwei ab um in der Spora zu speisen.

Auch heute war das Wetter wieder so schön wie man es nur sehr selten sonst im Herbst hat:

Wir redeten über unsere verschiedenen Projekt und über die Wahlen, da wir beide einen Rechtsruck der ungesunden Art befürchten. Wir debattierten auch über das Wort „Patriotismus“ und dass zur Zeit sehr gebeutelt wird. Ich empfinde und empfand schon immer Patriotismus als etwas positives. Ich weiß dass ich mich damit auf dünnem Eis bewege, da das Wort inzwischen sehr missbraucht wird von der Ultra Rechten Ecke. Und trotzdem scheue ich mich nicht zu sagen dass ich stolz bin Luxemburger zu sein und in einem Land zu leben das so viele verschiedenen Nationen auf so kleinem Raum Platz bietet, um sich dort wohlzufülen und es als Heimat anzusehen.
So! Das war meine Rede zum Sonntag.

Wir wanderten noch ein wenig durch den Wald nach dem Essen:

 

Anschließend ging es zurück und ich wollte das zweite Benchwatching für diese Woche starten von der zweiten Staffel The Good Fight, als ich wieder auf ein Geoblocking stieß! Verdammt!!!! Wie gut dass man das inzwischen umgehen kann!

***

Ich hatte am Anfang des Posts von den Wahlen gesprochen. Die großen Gewinner sind die kleinen Parteien. Die Piraten ziehen zum ersten Mal in die Regierung mit gleich zwei Sitzen ein. Der Rechtsruck macht sich leider auch bemerkbar mit der ADR die ebenfalls einen Sitz dazu gewinnen. Von der großen Parteien kommen die Grünen weiter mit satten drei Sitzen mehr. Die Sozialisten verlieren drei Sitze und sind damit die großen Verlierer, ebenso die CSV die zwei Sitze einbüßt. Und die DP  die mit Xavier den Premierminister stellte, büßt ebenfalls einen Sitz ein.

Theoretisch könnte die Ampelkoalition wie wir sie in den letzten fünf Jahren hatten weiterregieren.
Aber das sehen wir in den nächsten Tagen wenn die Koalitionsgespräche beginnen.

Der Samstag mit seiner Museumsnacht

…ging dieses Jahr spurlos an mir vorrüber. Ich hatte keine Lust.

Seit Freitag macht sich eine Erkältung bemerkbar, die mir Samstag noch ein wenig mehr zu schaffen machte. Also packte ich wieder die Nasendusche aus…und den Hustensaft.

Da ich gegen Mittag zu der Probe eines anderen Stückes sollte, zog ich beizeiten los, denn das Wetter war atemberaubend schön.

Dieser Blick von der Avenue Montery hinein in der Park ist jedes mal ein Fotos wert. Ich sollte mal alle Fotos zusammen suchen die ich von den Punkt aus schon gemacht habe.

Ich habe euch schon lange kein Foto mehr vom Boulevard Royal gezeigt, der zusehens sein Gesicht verändert, jetzt da die Gebäude ihre eigentliche Höhe erreicht haben.

Das schöne Postgebäude das man durch die Betonklötze überhaupt nicht mehr sieht, war sonst immer der Hingucker am Platz.  Aber es war gewusst dass es nicht schön werden würde, selbst als das Projekt von den vor-vorigen Bürgemeister Paul Helminger vorgestellt wurde. Und wenn ich die Betonklötze sehe, soll mir niemand erzählen dass es „nachhaltiger“ gebaut sei, als der scheußliche Betonklotz von „Centre Hamilius“ der davor dort stand. Ich wette dass alles in 20 Jahren ebenfalls wieder abgerissen werden wird, und das Postgebäude wird immer noch da stehen….
Aber das ist ein anderes Thema.

***

Gegen Mittag schaute ich mit bei Maskénada ein Stück an, das nächste Woche Premiere haben wird.
Disko Dementia ist ein Stück das zum Teil auf einer wahren Begebenheit in Luxemburg beruht und die man lieben gerne unter den Teppich gekehrt hätte.
Dabei fing es harmlos an. Die Schriftstellerin die das Stück schreib, basierte sich teils auf Höhrensagen und auf die Erfahrungen und schweren Gänge ihrer eigenen Mutter um Gehör zu finden, da die Großmutter im Altenheim nicht richtig gepflegt wurde.

Es wird ein sehr intensives Theaterstück werden das viele Fragen aufwirft und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen.
Disko Dementia von Maskénada in der Bananefabrik

***

Abends dann die letzte Vorstellung von dem „Tattoo“ Stück aus dem Kapuziertheater. Die ganze Oberstadt war wegen der schönen Wetters so proppenvoll mit Menschen dass es schlicht unmöglich war einen Parkplatz zu bekommen und so beschloss ich mein gesamtes Material im Theater stehen zu lassen. Später fuhren die A. (die seit Freitag spät zurück ist) und ich mit dem Bus auf einen letzten Absacker ins Roofftop das ja ein wenig außerhalb liegt.

Und die Nuit des Musées weswegen die Stadt ja so voll war, ging ungesehen dieses Jahr an mir vorbei.

Wie aus 12von12 im Oktober nur 10von12 wurde

Wer nicht weiß was 12von12 ist schaue bitte hier nach.

Wenn ich nicht zufällig den Tweet von Frau Dr. Rabe gesehen hätte, wäre dieser Monat auch wieder 12von12-los an mir vorbei gegangen. Dabei kann ich an diesem fast freien Freitag den 12von 12 so gestalten dass er was fürs Blog hergibt.

Ich war spät aufgestanden da ich am Tag zuvor ein klein wenig im Renert versackt war. Ich war dem M. begegnet der auf meine Empfehlung hin sich das Stück im Kapuzier, angesehen hatte.

Ich schrieb den Maskenablauf fertig mit allen Details und Fotos, auch von den Transfertattoos.

Kurz vor 11 hatte ich noch ein Telefonbesprechung mit der Kostümbildnerin von dem nächsten Stück das ich betreue, das im November Premiere haben wird. Das Gespräch war für mich wichtig da ich endlich weiß in welche Richtung es geht. Es wird eine Perücke im Stück sein, die ich aber erst finden muss. Es empfahl sich eine Stippvisite nach Trier zum Perückenladen meines Vertrauens. Also Dusche, Anziehen, Kaffee und los!

Heute fand ich endlich die Gelegenheit die neu erworbene Jeans anzuziehen. Ich weiß nicht wie es euch so geht aber ich habe inzwischen festgestellt dass ich S. Oliver Jeans mittlerweile kaufen kann ohne dass ich sie zwingend anprobieren muss. Wenn es eine bestimmte Größe ist in der sogenannten Classic Line mit der entsprechenden Beinlänge passt das immer.

Wenn die Sonne scheint bei diesen bunten Farben macht das Wetter natürlich Spaß.

Da ich Anfang der Woche schon hier war, und in nicht  der Trier Brasserie speisen wollte,  hatte ich Lust ein anderes Lokal auszuprobieren. Wenn man die Straße ein Stück weiter hochgeht, kommt zum alten Postgebäude in dem jetzt ein Ibis Styles untergebracht ist, mit seinem schönen Posthof und einer italienischen Pizzeria mit Namen L’Osteria.

Ich hatte Oricchiete bestellt mit einem Salat. Es war ein riesige Portion die ich nicht schaffte. Sie schmeckte mir so so la la. Mein Lieblignsrestaurant wird es nicht werden. Vielleicht sind andere Gerichte ja besser. Es sind sehr viele verschiedene Pizzen auf der Karte, aber darauf habe ich selten Lust.

Ich kaufte mir noch einen kleinen durchsichtigen Plastikbeutel für nächste Woche da ich da nur Handgepäck dabei haben werde.
Zuhause füllte ich ihn probeweise und es passte alles.

Das neue Cover des New Yorker ist wieder deines dieser sehr schönen Cover die ich mir in sehr groß an der Wand vorstellen könnte. Auf den zweiten Blick sieht man dann aber was es wirklich zeigt und man fängt an nachzudenken.

Das Fensterblatt macht inzwischen so große Blätter wie nie zuvor. Ich muss ihn irgendwie ein wenig zurück- und zurechtstutzen, ich weiß nur nicht wie. Hat da jemand Ahnung von?

Und irgendwie, es war nicht so geplant, habe ich mir die komplette erste Staffel von The Good Fight in einem Wisch angesehen, mit der tollen Chrsitina Baranski. Vom späten Nachmittag an toujours durch, und ich ging erst um vier Uhr morgens ins Bett.

Aus diesem Grund fehlen zwei Fotos denn ich wollte nicht noch belanglose Dinge abfotografieren und dann irgendeine Story erfinden.
Und so wurden aus den 12von12 nur 10von12.

 

Aus dem Familienalbum 13, ein Film & ein Abendessen

Vor fast 10 Jahren las ich die Jerome K. Jerome 3 Männer in einem Boot auf eine Internetempfehlung hin.

Dieses Foto von meinem Großvater mütterlicherseits, der lange vor meiner Geburt starb, fand ich vor ein paar Wochen im den Fotokisten wieder. Ich habe keine Ahnung wer die anderen beiden sind, doch Großvater Emil ist der an den Rudern in der Mitte. Es könnte der kleine See ist in Beaufort (wo er aufwuchs) sein, gegenüber der Schlossruine, doch sicher bin ich mir nicht.
Es ist ein Foto das so viel Charme ausstrahlt wie selten ein anderes aus der Fotokiste und ich dachte dabei sofort an den Roman von Jerome K. Jerome

***

Es war ein langer freier Tag, an dem ich endlich all die alten Farbtöpfe seit der Renovierung zum Recycling Center brachte und dort fachgerecht entsorgen ließ. Ich hatte leider den Fehler begangen, dass ich sie den ganzen Winter über, als ich auf Reisen war, in dem Schrank auf dem Balkon stehen ließ und sie dort allesamt einfroren. Natürlich war keine Farbe mehr zu gebrauchen…

Ich fuhr zur Autowerkstatt um ihnen mitzuteilen dass ihr neues System im Internet um sich einen Termin geben zu lassen hinten und vorne nicht klappt. Doch seltsamerweise war der Termin registiert! Ich hatte nur keine Bestätigung erhalten.

***

Am Nachmittag dann ging seit langen Wochen mal wieder mit der D. gemeinsam ins Kino.  Wie sahen und eine französische Komödie von Michel Blanc an mit Karin Viard in er Hauptrolle. Voyez comme on danse. Angenehm kurzweilig, sehr lustig und unterhaltsam. Man kommt gut gelaunt aus den Saal.

***

Am Abend wollte ich , da ich letzte Woche nicht einmal dort gewesen war ins Rooftop. Dort fand eine Buchpresentation statt, zu der ich nicht die geringste Lust hatte und ich verschwand heimlich, still und leise. Ich flüchtete in die Hostelerie die sich ja gegenüber befindet.

Dort traf ich einen anderen „Bekannten“ der für zwei Tage dort Urlaub macht:

Pablo war da! Die A. verweilt seit gestern in Frankfurt Oder, wo ich ja auch hin sollte, aber wegen des anderen Theaterstücks nicht kann, und Pablo konnte leider auch nicht mit.

Und dann trank ich den Cocktail der augenblicklich Fernweh auslöst.

Den Espresso Martini entdeckte  ich zum ersten Mal in Australien in Cairns und tank ihn später noch einmal im MONA in Hobart…. seuftz.

Ein Tag mit einer regulären Vorstellung und anderen Dingen

Für meine Verhältnisse war ich sehr früh wach.
Kaffee, Halo, Duschen.

***

Ich hatte schon vor etlichen Wochen über Halo Beauty berichtet als ich die allererste Dose mit Halo Pillen bestellt hatte. Seitdem nehme ich die Dinger und ich muss sagen, dass von der Haut her einen Unterschied merke.  Sie fühlt sich besser an als zuvor, sie ist aufgeplustert mit Feuchtigkeit und ich finde dass ich weniger kleine Falten und einen klareren Teint habe.
Die Pillen sind eine Nahrungsergänzung und kein Medikament. Sie sind für Nägel, Haare und Haut. Tati Westbrook, die die Pillen vertreibt, hat ein jetzt weiteres Produkt auf den Markt gebracht das von den ergänzenden Stoffen her nur für die Haut gedacht ist;  den Kiwi Seed Booster. Ob die den gleichen Erfolg haben, werde ich testen sobald ich die anderen Pillen alle genommen habe.

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Ab und zu gibt es vorangekündigte Aktionen an denen man ab drei Dosen keine Frachtkosten bezahlen muss. Das lohnt sich denn es sind um die 20€!!!

Ach ja, ich werde NICHT dafür bezahlt über die diese Pillen zu schreiben. Ich war einfach nur neugierig ob das Zeug etwas taugt und habe es ausprobiert. Wenn es Mist ist gewesen wäre, hätte ich das auch geschrieben.

***

Die Transfer Tattoos vorbereitet für die abendliche Vorstellung:

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Die letzten Bilder von Großmutter Marie habe ich heute zum Verkauf weggebracht. Ein Großteil von den Ölgemälden habe ich verschenkt an Freunde und Bekannte. Jetzt wird es Zeit dass sie alle wegkommen. Irgendwo sträubt sich etwas in mir, doch wenn ich sie im Regal der Garage stehen sehe, denke ich dass jemand anders bestimmt seine Freude daran finden wird.

Im Second Hand Laden nahm der Händler nur alle gerahmten Bilder. Er hätte mir die nicht gerahmten nur zu einem lächerlichen Globalpreis abgenommen. Also nahm ich sie wieder mit. Ich werde sie nach und nach verschenken. Vielleicht besser so…

***

Nach der Vorstellung die übrigens sehr gut verlief, entschlossen die A. und ich uns für einen Absacker. Sie erzählte mir die neuesten Geschichten von Dalton, den ich schon ein Weile nicht gesehen habe, und dass sie überlegt ihn in einem anderen Gestüt unterzubringen. Noch ist nichts entschieden.

Ach ja, der Absacker war ein wunderbarer Gin Tonic in der Hostellerie du Grünewald.

1000 Fragen 501-520

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501. Lässt du dich gern überraschen, wenn du essen gehst?
Ja. Ich habe keine größeren Unverträglichkeiten und mir schmeckt bis auf sehr wenige Ausnahmen, alles.
Und mit all dem was ich im Blog eh schon über Essen poste ist die Antwort nicht weiter verwunderlich.

502. Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Dass ich vor 19 Jahren zum Maskenbildner gewechselt habe.

503. Wie heißt deine Lieblingsblume?
Ich habe zwei verschiedene Blumen die ich aus ganz unterschiedlichen Gründen sehr mag. Einerseits sind es wilde Veilchen, weil es, neben den Schlüsselblumen, die ersten Blumen waren die ich schon als ganz kleiner Kind unterscheiden konnte.
Und dann sind es die Rosen. Aber warum ich die mag erzähle ich ein ander mal.

504. Glaubst du, dass man dich hypnotisieren kann?
Ich weiß es nicht, ich habe es noch nie versucht.

505. Was musst du endlich wegwerfen?
Da gibt es zur Zeit nichts was wirklich dringend entsorgt werden muss. Es sei denn dass ich definitiv den Kleiderschrank ausmisten muss.

506. Welche Stadt im Ausland würdest du gern besuchen?
Ha? Wie lang darf die Liste der Städte sein? Da gibt es noch jede Menge.

507. Trägst du häufig Lippenstift?
Nein. Wenn dann im Winter ein wenig Carmex.

508. Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten?
Schwarz ohne Zucker.

509. Gehst du gelegentlich auf einem Friedhof spazieren?
Ich habe das schon sehr lange nicht mehr getan, aber ja, ich gehe gern über Friedhöfe.

510. Wie viel gibst du maximal für eine gute Flasche Wein aus?
Das kann schon bis zu 25.-€ sein.

511. Wie würdest du deinen Kleidungsstil beschreiben?
Modisch leger, gerne mal etwas eleganter.

512. Was ist wahr geworden, wovon du als Teenager geträumt hast?
Dass ich am Theater arbeite.

513. In welchem Meer bist du zuletzt geschwommen?‘
Atlantik.

514. Kochst du oft Fertiggerichte?
Nein.

515. Wo fühlst du dich geborgen?
In meiner Wohnung.

516. Was ist dein Schönheitsgeheimnis?
Zur Zeit sind es die Pillen von Halo Beauty.

517. Bist du manchmal streng mit dir?
Ja, in beruflichen Dingen immer.

518. Welche Geschichte wird schon seit Jahren immer wieder in deiner Familie erzählt?
Gar keine mehr, da niemand mehr da ist der sie erzählen kann.

519. Wann bist du zuletzt den ganzen Tag an der frischen Luft gewesen?
In St. Jean-de-Luz.

520. Wie schön schreibst du noch mit der Hand?
Ich denke dass meine Handschrift ganz in Ordnung ist. Da ich meistens nur Notizen mache, gebe ich mir, wenn ich richtig schreiben muss schon noch Mühe.

Eine Premiere, ein lazy Sonntag mit Kino & ein Link

Ich versuche hier ja so gut es geht jeden Tag zu schrieben, doch wenn ich Abends nach diesen sehr langen Tagen etwas zu Blog bringen soll, fallen mir allein beim Gedanken an die Tastatur und den Bildschirm die Augen zu.

Das Foto hat folgende Bewandtnis:

Wenn ich Kaffeebohnen im Vollautomaten in den halbvollen Wasserbehälter fülle anstatt in die Mühle, dann ist das definitiv ein Zeichen dass ich sehr müde bin. Ich musste anschließend die Bohnen wieder herausfischen und zum trocknen auf großen Tellern auslegen…

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Das Problem mit der Maske für das Stück das nach Frankfurt Oder geht hat sie sich gelöst wenn auch nicht auf die beste Art und Weise. Aber zumindest ist die eine Aufführung dort gesichert.

Die Premiere des Stückes im Kapuzienertheater am Samstag Abend und war ein größerer Erfolg als sich mancher zu hoffen gewagt hatte. Es kommt selten vor dass der Theaterintendant anschließend auf der Premierenfeier eine kleine Ansprache hält, doch hier tat er es.  Was ich so süß fand war, dass er mich als „unser“ Joël betitelte, obwohl ich ja nicht zur festen Crew des Hauses gehöre.

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Am Sonntag Morgen sehr lange ausgeschlafen bis 10 Uhr. Es war schon lange nicht mehr dar Fall. Ich lass ein wenig Internet und beschloss dann mir in Kino A Star Is Born  in einer Nachmittagsvorstellung anzusehen und im Kin Khao seit langem mal wieder thailändisch zu essen.

Ich gehe immer wieder gerne hin, weil es meiner Meinung nach richtig gute Thai Küche ist, ohne großen Aufwand.

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Wer die drei vorherigen Versionen nie gesehen hat, wird den neuen Film großartig finden. Mir selbst war nur die Fassung mit Judy Garland bekannt, die mit Barbara Streisand, denke ich, habe ich bewusst nie gesehen, und die allererste Fassung glaube ich auch nicht.
Lady Gaga zieht alle Register ihres Könnens und ist wirklich sehr gut. Was mich auch überraschte war Bradley Cooper der sehr sehr gut singen kann. Das neuste Remake macht das tragische Ende der Story vielleicht etwas verständlicher als die anderen Versionen, und die Musik ist sehr viel zeitgemäßer.
Aber ich mag die Kameraführung nicht. Es ist eine Kunstform für sich immer knallhart nah an den Gesichtern der Darsteller zu sein. Ich persönlich bin da kein Fan von.
Zudem ist der Film 135!!! Minuten… tja, was wohl?

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Man kann ja von Anna Wintour, der Chefredakteurin der amerikanischen Vogue halten was man will. Ihre Aussage über die neueste Kollektion von Maison Margiaela überraschte mich dann doch.

… Thought-provoking fashion doesn’t come along every season, but Spring 2019 delivered—and in Paris, the most forward-thinking shows pushed the envelope and presented totally new ideas. Take John Galliano’s Maison Margiela show,…[It] really explored the idea of sexual identity in a very free way,…
We’ve been talking to some of the department stores this week, and were [speaking] very strongly about the idea that menswear and womenswear doesn’t need to be separated anymore—what we’re seeing on the runway should be reflected in the stores themselves. Everything is for everybody, and we need to embrace not only all cultures and all races, but also all sexual identities…

Ich persönlich finde ja dass es ein Weg wäre dem ewigen Geschlechterkampf zumindest ein Stück weit entgegen zu wirken in dem man Äußerlichkeiten wie Kleidung die einem sofort ins Auge springen erst einmal angleicht.
Hier kann man sich die neue Kollektion von John Galliano ansehen. Es geht  soweit dass nicht mehr ersichtlich ist, ob ein Mann oder eine Frau über den Steg läuft.

Probentage oder wenn man sich nur von Pinot Gris ernährt

vasev_artem / Pixabay

Dieses hin und her auf zwei Produktionen war noch vor ein paar Jahren quasi mein Alltag.
Heute versuche ich das soweit wie möglich zu vermeiden. Doch manchmal mit Wiederhufnahmen alter Theaterstücke ist es unvermeidlich.
So hänge ich zur Zeit zwischen zwei Stühlen und „es ist kompliziert“.

Ich suche gerade händeringend nach einer Maske für ein Stück das am 11. Oktober in Frankfurt (Oder) gespielt wird. Ich selbst kann nicht mit, da ich im Großen Theater in einer anderen Produktion feststecke. Bis jetzt hatte ich von allen Maskenbildnern die ich aus Deutschland kenne, nur Absagen oder gar keine Antwort.
Ich habe zwar noch einen Plan B in in der Hinterhand, den ich aber sehr bedenklich finde.
Hier liest nicht zufällig eine Maskenbildnerin mit die dort in der Nähe von Frankfurt Oder wohnt und am 11. Oktober nichts zu tun hat?

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Das was in der Überschrift steht trifft tatsächlich zu. Dabei sollte ich mit 52 Jahren wissen dass es nur schief gehen kann. Wenn man Abends nach der Probe noch zur Premierenfeier eines anderen Stückes fährt und dort ein oder zwei oder drei Gläser Pinot trinkt ohne den ganzen Tag auch nur ein bisschen feste Nahrung zu sich genommen zu haben; das kann nicht gesund sein.
Fazit: Ich war nach dem zweiten Glas sturzbetrunken…

Da ich heute morgen auch noch früh aufstehen musste, fiel es dementsprechend verkatert aus.
Selbst schuld! Ich habe kein Mitleid mit mir!

Tag der Extreme

Mitten in der Nacht durch einen Albtraum hochgeschreckt, in dem drei verfilzte dreckige Gestalten in meine Wohnung einbrechen wollten durch die Balkonfenster, in die sie gewaltige Möbelstücke schmissen…
Es ist schon seltsam wie der Kopf bisweilen auf länger anhaltenden Stress im Alltag reagiert.

***

Ein klein wenig traurig war ich, als ich vorgestern von Charles Aznavour’s Tod hörte. Er war einer der Lieblingssänger meines Vaters.  Als Kind mochte ich Aznavour nicht, wie so ziemlich alles was mein Vater hörte und tat, aber das ist eine andere Geschichte…
Erst sehr viel später als mein Vater schon längst verstorben war, lernte ich den J. kennen der eine Bar besaß.  Ab und zu an Wochenenden arbeitete ich in der Bar als Aushilfe. Es war in 90ern und Luxemburg entdeckte wie man mit den Öffnungszeiten die Sperrstunde umgehen und deren Hüter ein wenig foppen kann. Es hatten sich einige Lokale darauf spezialisiert um 1 Uhr wie gewohnt zu schließen und dann ab 3:30 Uhr Nachts wieder zu öffnen und alle Nachtschwärmer der Clubs aufzufangen, die um 3 Uhr schlossen.  Er war absolut nicht ohne Risiko und wenn die Polizei dahinter gekommen wäre und dem Lokalbesitzer pro unzulässigem Gast ein Strafzettel ausgestellt hätte, wäre es sehr teuer geworden….
Der J. , der die Bar hatte, hörte oft Morgens beim Aufräumen Charles Aznavour. Damals fing ich an, mir die Texte genauer anzuhören und es war schon sehr berührend was er sang.

Adieu Charles.

***

Während dem morgendlichen Bloggen und Internet lesen, schien es mir kühler als sonst. Ich stelle mit Schrecken fest dass die Heizung im Keller heiß war aber die Heizkörper im dritten Stock nicht. Mit der Pumpe scheint etwas nicht in Ordnung zu sein.

Ich rief den Pannendienst an um mir einen Termin erst am DRAUFFOLGENDEN Tag geben zu lassen. Mist….

***

Am späten Nachmittag, war die Gedenkfeier für den B. ,von dem ich schon vor ein paar Tagen schrieb.
Ich hätte eigentlich zur Probe gemusst, doch ich hatte angekündigt dass ich später käme.
Ich kramte in einer Schublade umher weil ich einigermaßen sicher was, dass ich doch noch ein paar Beileidskarten auf Vorrat hätte. Doch ich ich hatte keine mehr. Stattdessen stieß ich auch die rote Geldbörse meiner Mutter.

Es war die Geldbörse die sie bis zum Schluss bei sich trug, mit Fotos von mir und meinem Bruder und einer winzig kleinen Silbermedaille der Muttergottes von Lourdes, dem Wallfahrtsort den sie, so lange es einigermaßen ging, mehrfach besucht hatte…
Heute weiß ich dass ich sie es aus schierer Verzweiflung tat, weil sie wusste dass es medizinisch keine Rettung für sie geben würde…
Mich überfiel eine Woge der Trauer und des Vermissens wie schon lange nicht mehr.

Die Gedenkfeier von B. haute mich dementsprechend mehr um als ich dachte. Es war kein Gottesdienst im eigentlichen Sinne den es waren keine Kirchenlieder, sondern vor allem Lieder von Jaques Brel. Wahrscheinlich ging mir die ganze Feier auch deshalb so besonders nah. Als sie dann Somewhere over the Rainbow des längst verstorbenen Israel Kamakawiwoʻole spielten, war es aus…
Ich ließ den Tränen freien Lauf.

Anschließend wurde ich wieder jäh in die harte Realität einer Probe zurück katapultiert und es fiel mir sehr schwer.  Ich kürzte die Probe so gut wie irgend möglich ab, weil ich nur noch weg wollte. Da es zuhause aber kalt war, entschied ich mich für das Lokal in dem ich mich immer wohl fühle, in dem ich mindestens einmal pro Woche bin; das Annexe.
Und siehe da, es half ein wenig.

Und irgendwo über dem Regenbogen fing die Sonne wieder an, an ganz kleines bisschen zu scheinen…

Ich kenne sie nur zu gut diese extremen Tage an denen alles und nichts zusammenpasst.
Gut dass es sie nicht all zu häufig gibt.

1000 Fragen 481- 500

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Huii, ich bin bei der Hälfte angelangt!!! Das ging schneller als ich dachte.

Da ich heute ausschließlich mit Theaterproben beschäftigt war, hier eine Runde 1000 Fragen.

481. Bei welcher Fernsehsendung schaltest du sofort um?
Fußball

482. Wann hast du zuletzt jemandem vorgelesen?
Dem R. im Spätsommer bei mir auf den Balkon.

483. Bist du gut in Small Talk?
Ich kann es wenn es denn sein muss, aber eigentlich hasse ich es.

484. Welche Nachricht hat dich in letzter Zeit stark berührt?
Nicht später als gestern der Tod von Charles Aznavour einer der Lieblingssänger meines Vaters.

485. Welche Sprache würdest du gerne gut beherrschen?
Spanisch und Italienisch, wobei ich ein Faible für Italienisch habe, aber Spanisch die wäre die ich mir als Fremdsprachenkursus aussuchen würde.

486. Kannst du Kaugummiblasen machen?
Ja, konnte ich früher gut. Verlernt man das mit der Zeit, oder bleibt das wie Fahrrad fahren?

487. Welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen?
Der 50. und der 20.

488. Welche Floskel benutzt du zu oft?
Im Sprachgebrauch versuche ich Floskeln soweit irgend möglich zu vermeiden. Beim Schreiben, hier im Blog, ist es glaube ich „Apropos“

489. Kannst du dich leicht in Zeichentrickfilme hineinversetzen?
Nein.

490. Suchst du dein Waschmittel nach dem Duft aus?
Nein.

491. Kommt es dir so vor, als wäre das Gras des Nachbarn immer grüner?
Nein.

492. Welchen gesunden Snack magst du am liebsten?
Obst.

493. Wie fest ist dein Händedruck?
Normal fest, schätze ich.

494. Schreibst du häufig etwas auf, damit du es dir besser merken kannst?
Ja.

495. Worauf hast du zuletzt mit Ja geantwortet?
Auf die letzte Frage. (Hallo? Jetzt fängt es an doof zu werden mit den Fragen.)

496. Welche Mahlzeit am Tag magst du am liebsten?
Abendessen.

497. Schläfst du manchmal beim Fernsehen ein?
Ja.

498. Wie stark ist deine Sammelleidenschaft?
Ich habe sie bis auf Null reduziert. Ich sammele nichts mehr.

499. Hältst du dich immer an den Plan, den du gemacht hast?
Nein, man muss flexibel bleiben.

500. Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?
Als Kunstliebhaber der extra verreist um sich Ausstellungen anzusehen, ist das nicht nur ein Kunstwerk, sondern sehr sehr viele.

Na gut, ich bin nachsichtig.
Bei 1000 Fragen gibt es auch schon mal ein paar Ausrutscher.
Diese Runde hatte ein paar mehr.

Durchwachsene Sonntage

Im Prinzip ist es so dass ich keinen bestimmten freien Tag habe, meistens aber ist es Sonntags.
Das war diesen Sonntag nicht so.

Da die Theaterstücke gerade jetzt am Anfang der Saison so eng getaktet sind einschließlich die Wiederaufnahmen, muss ich von Theater zu Theater springen und alle bedienen. Das ist eigentlich ok, aber man hat keinen freien Tag über Wochen hinweg.
Nun wird es sich diesmal aber nicht so lange hinziehen, doch bis Ende nächster Woche wir es auch hier im Blog ein wenig langsamer von statten gehen als gewohnt. Wir werden sehen…

Gestern war eine Perrückenprobe in der Wiederaufnahme „Weißer Raum“, weil dort ein Schauspieler ersetzt werden wird. Ich berichtete bereits über dieses Stück das auf den Ruhrfestspielen seine Premiere hatte.
Anschließend beschäftigte ich mich mit Tattoos und wie man aufklebbare Tattoos selber herstellt.
Da ich die Dinger am Montag in der Probe gebrauchen muss bin ich gespannt ob sie das hergeben was sie versprechen.

Wenn ich weiß wie man es genau macht zeige ich euch das.

Am Abend wollte ich ich weiter nichts unternehmen und ich schaute mir endlich die letzten Folgen der zweiten Staffel von The Good Place auf Netflix an.
Sehr schöne Serie übrigens mit Kirsten Bell und Ted Danson.

***

Apropos Video. Irgendwer sagte was von Uli Stein  in irgendweinem Tweet… ich weiss nicht mehr. Auf seine Blog fand ich dieses uralte Katzenvideo. Ich glaube ich habe noch NIE ein Katzenvideo gepostet.

***

Vor einiger Zeit zeigte ich hier ein Video von Emmy Made in Japan. Ihr Videokanal begeistert mich zusehends.
Emmy ist eine positive sonnig strahlende Knutschkugel und wenn ich schlecht gelaunt bin, hebt sie die Stimmung augenblicklich. In folgendem Video zeigt sie man mit einem Bügeleisen kochen und toasten kann. Ich sollte das auf meiner nächsten Reise ausprobieren:

***

 

 

Lange Tage

Es ist wie immer.
Wenn Premieren anstehen, kann, darf und will ich nicht zu sehr darüber berichten. Meine Tage sind ausgefüllt mit Proben. Das Stück sieht jedoch vielversprechend aus. Es wird eine bitterböse Komödie. Ich musste stellenweise in den Proben schon sehr lachen. Wer es sich ansehen mag:
Déi bescht Manéier fir aus der Landschaft ze verschwannen.“ im Kapuzinertheater

***

Fürs Blog habe ich ein paar Fotos mit ein bisschen Text.

Am Freitag Nachmittag saß ich eine Weile zwischen zwei Proben im Renert und blätterte die letzten vier New Yorker Ausgaben des ganzen Septembers durch. Natürlich schaffe ich es nicht, weil ich mich in einem Text festlas.

***

 

Am gleichen Abend dann seit sehr langer Zeit wieder einmal die Nacht durchgetanzt. Es war lustig und eigentlich nicht vorgesehen, dass es so spät, bzw, so früh werden würde.
Ein Tweet von Tracey Thorn ließ mich schmunzeln. Es ging ihr am Samstag nicht besser als mir:

 

Der Samstag viel auch bei mir etwas schaumgebremst aus, aber Kater hatte ich keinen. Ich quälte mich ein wenig durch die Proben.
Ein sehr angenehmes Abendessen mit der K.  im Tapas Street machte es jedoch wieder wett.

Ein Foto von den Proben möchte ich euch jedoch zeigen:

 

1000 Fragen 461 – 480

OyeHaHa / Pixabay

461. Für wen bist du eine Inspirationsquelle?
Ich habe keine Ahnung für wen ich eine Muse sein könnte. Bisher hat mir das noch niemand gestanden.

462. Wann hast du zuletzt einen Sonnenaufgang beobachtet?
Den Sonnenuntergang hätte ich jetzt sofort sagen können; das war in St.Jean. Den Sonnenaufgang ist schon etwas länger her. Das im Flieger von Neukaledonien nach Tokio, als ich von der Weltreise zurück flog. Da ich nicht schlafen konnte sah ich der Sonne zu wie sie aufging.

463. Wie hoch war das höchste Gebäude, das du je besucht hast?
Das war The Shard in London mit 310 Metern. Das wird sich aber wahrscheinlich Anfang nächsten Jahres ändern. 😉

464. Können andere auf dich bauen?
Ich denke ja, aber das müsste man schon DIE anderen fragen.

465. Was ist das Verrückteste, das du jemals getan hast?
Das kann man hier nachlesen. (Die Sache mit den Krokodilen)

466. Kaufst du häufig etwas Neues zum Anziehen?
Nein, ich schätze dass ich weniger kaufe als noch vor Jahren, dafür aber bewusster.

467. Würdest du einen Teil deiner Intelligenz gegen ein sensationelles Aussehen eintauschen?
Nein.

468. Weisst du, ob du jemals einen heimlichen Verehrer hattest?
Nein, denn wenn ich es wüsste wäre er nicht heimlich.

469. Welches Schmuckstück trägst du am liebsten?
Meine Armbanduhr.

470. Was würdest du dein zukünftiges Ich fragen wollen?
Nichts. Ich will nicht wissen was kommt, das habe ich schon mehrfach in diesen Fragen beantwortet.

471. Würdest du bei deinem Partner bleiben, wenn deine Umgebung ihn ablehnen würde?
Das hinge davon ab wegen was die Umgebung  ihn ablehnen würde.

472. Wann hast du zuletzt etwas gebacken?
Das war ein Apfelkuchen im Frühjahr. Ich gebe zu dass ich in letzter Zeit wenig gebacken habe.

473. Für welche Gelegenheit warst du zuletzt schick angezogen?
So richtig schick war ich zum letzten Mal für eine Soirée Insolite der Angels Gruppe.

474. Welche Redensart magst du am liebsten?
Ich gebrauche täglich hunderte davon. Da gibt es keine die ich lieber mag.

475. Was ist auf dem Foto zu sehen, das du als Letztes aufgenommen hast
Die Frisur und das Makeup einer Schauspielerin für das neue Theaterstück das nächste Woche Premiere hat. Zeigen kann ich das leider nicht.

476. Findest du es wichtig, an besonderen Jahrestagen innezuhalten?
Ja und Nein. Ich begehe Jahrestage nicht grundsätzlich. Wenn es mir auffällt das an einem Tag etwas besonders war, denke ich kurz daran, erinnere mich und das wars dann. Life goes on.

477. Was würdest du in einen Guckkasten kleben?
Lustiges? Ungewohntes? Schweinisches? Keine Ahnung!

478. Welche Cremes verwendest du?
Die letzten Wochen war das sehr viel Sonnencreme. Ansonsten nehme ich meistens die Proben die man mir bei Einkäufen von Maskenzeug mitgibt.

479. Wärst du gern körperlich stärker?
Ja, denn das hat die letzten Jahre nachgelassen.

480. Findest du, dass jeder Tag zählt?
Das sollte es, tut es aber bisweilen nicht.

Langer Tag

Ach ja… es gibt auch Tage an denen ich schon sehr früh am Morgen ein Foto mache. Dass ich es auf Twitter poste, daran ist Herr Rau schuld. 😉
Gute 10 Stunden später nach dem Arbeitstag sehe ich dann so aus wie auf dem zweiten Foto. Irgendwas stimmt nicht:

***

Es war ein langer Tag.
Mein Arbeitsmaterial muss umgelagert werden ins Theater, damit ich ab jetzt von dort aus arbeiten kann. Dann war eine Perücke zu frisieren und und mit Farbschaum umzufärben. Und es waren Termine auszumachen mit den allen Akteuren, da morgen ein paar Fotos für die Presse gemacht werden. Es ist schließlich das erste Eigenproduktion der Saison des Großen Theaters.

Nach der Probe ging ich kurz ins Rooftop. Dort geschah folgendes:

Die Wände wurden wieder hochgezogen. Langsam wird es nämlich kühl und  die Große Terrasse mit dem Verdeck wird wieder in ein Chalet umgebaut.

***

Das Abendessen nahm ich in der Hostellerie zum mir. Die A. stieß später noch hinzu und wir gingen nochmal das Theasterstück das wir gerade gemeinsam bestreiten Punkt für Punkt durch. Und es kamen ein paar neue Ideen hinzu.

Kurz vor Mitternacht fiel ich ins Bett.

Ein Abstecher nach Trier

Dass der Himmel am Abend so bunt daherkommt und das Ende September…wow!

Und plötzlich stand meine Putzhilfe am Morgen in der Tür. Ich hatte ihre SMS nicht gehört . Also schmiss ich alle Pläne um. Ich füllte noch meinen Wahlzettel aus, weil ich dieses mal per Briefwahl bei der Landeswahl mitmache. Für jegliche Werbung die jetzt noch von den Parteien in meinem Briefkasten landet; es ist vergebene Liebesmüh, meine Stimme habe ich bereits abgegeben.

Ich entschloss nach Trier zu fahren.
Ich hatte mir das schon mehrfach die letzten Tage vorgenommen. weil…
Tja, das braucht eine Erklärung.

Es gibt gewisse Dinge nicht in Luxemburg. Das heißt es gibt sie schon aber dann nur sehr teuer. Socken ist zum Beispiel so ein Produkt.
Da Luxemburg seit Jahren kein großes Warenhaus à la Kaufhof oder Karstadt mehr hat, (Früher gab es die Monopol Kette und noch davor Rosenstiel) gibt es keinen Ort mehr mitten in der Stadt in den man Alltagsdinge bekommt.
Das ist sehr traurig aber schon lange so.  So schloss auch vor wenigen Wochen der letzte Hartwaren Händler Gilbert seine Tür.

Also weiche ich dafür regelmäßig nach Trier aus.

Ein Restaurant möchte ich dort übrigens sehr empfehlen, das ich schon jahrelang immer besuche.
Die Trier Brasserie ist eine Institution. Man kennt mich inzwischen und das Personal ist schon seit Jahr und Tag das gleiche, was ein sehr gutes Zeichen ist.

© Trier Brasserie

Sie feiern dieses Jahr den runden 40. Geburtstag mit zwei Abenden im November an denen es ein spezielles Menü geben wird. Wenn ich keine Vorstellung habe werde ich hingehen und berichten.

 

Wie der B. uns zu einem Preis verhalf

MichaelGaida / Pixabay

An Tagen wie heute bin ich froh dass ich ein Blog habe.

Die erste SMS des Tages war keine gute Nachricht.
Der B. aus der Alten Heimat, ist am Freitag verstorben.
B. war die letzten Jahre der Mann meiner Freundin M.
Doch den B. kannte ich länger.

Lange innehalten ging nicht. Ich hatte mehrere Termine im Theater die ich alle einhalten musste. Ein schnelles Mittagessen im Annexe und dann weiter zu Auchan Besorgungen machen. Vom Annexe aus wählte ich einen ungewöhnlichen Weg. Da gleich neben dem Restaurant der Aufzug in das Viertel Grund fährt, fuhr ich dort hin weil ich auch Geld abheben musste. Dort befindet sich am Eingang zum Fahrstuhl ein Bancomat und Aufzugfahren kostet ja nichts. Als ich fertig war nahm ich von dort aus den Bus bis ins Pfaffenthal der gerade anhielt und fuhr dann mit der Seilbahn wieder hoch nach Kirchberg um dort mit der Trambahn bis zu Auchan zu fahren. Das ging alles recht fix und schnell.  Nirgendwo musste ich länger als 2 Minuten warten.

Es war schönes Wetter, nichts deutete darauf hin dass wir gestern noch gewaltige Sturmböen hatten.

Ich dachte an den B.
B. war Französisch Lehrer gewesen der bei den Schülern sehr beliebt war.
B. hatte sogar einen Doktortitel.

Ich drehte meine Runde durch Auchan und entschied mich für einen Spinatsalat mit Kirschtomaten und eine Stück Gemüsequiche. Zum richtig kochen wusste ich jetzt schon dass ich keine Lust hätte.

Ich dachte immer noch an B.
Er war der Stiefvater der C. gewesen.
Eigene Kinder hatte der nie welche gehabt.
Die C. lebt seit Jahren in Belgien, den irgendwann ging die Ehe, zwischen dem B. und der Mutter der C. zu Bruch.

Ich fuhr zurück mit der Tram bis zur anderen Endstation an der Place de l’Étoile und ging den Rest der Weges zu Fuß nach Hause.

B. ging mir nicht aus dem Sinn.
B. kannte die M. schon seit langen Jahren davor.
Beide hatte massive Kriegsverletzungen was Beziehungen angeht.
Und dann kamen beide zusammen…

Der B. hat nie eine große Rolle meinem Leben gespielt. Das letzte Mal dass ich ihn sah, war als ich schon aus der alten Heimat weggezogen war. Er war bereits in Rente, doch gab er immer noch Unterricht. Vor allem Abendkurse für Erwachsene die das Abitur nachholen wollten. Ich lief ihm in einem Restaurant über den Weg.

Doch möchte ich heute erzählen wie ich ihn kennenlernte. Das erste mal dass er mir auffiel, und ich ihm, war in der Grundschule. Ich weiß bis heute nicht warum er da mitwirkte denn er war eigentlich Lehrer am Gymnasium. Ich war im fünften Schuljahr, mein Bruder Gilles im zweiten oder ersten. Ich war 10 Jahre alt.

Es war kurz vor den Sommerferien auf dem Abschlussfest der Schule. Jede Klasse hatte etwas zu dem nachmittäglichen Fest beigetragen. Doch es gab auch das große Quiz mit vielen Preisen. Jeder konnte dabei mitmachen.

Da mein Bruder Gilles sich den Fuß gebrochen hatte und trotzdem beim Fest mitmachen wollte, hatte Mutter ihm (Krankenschwester oblige) einen Rollstuhl besorgt damit er nicht die ganze Zeit Fuß belasten müsste und ich schob ihn mal hierhin mal dorthin. Gilles war der Star des Tages, den jeder wollte natürlich wissen was geschehen war.

Das große Quiz beinhaltete unter anderem Fragen über die alte Heimat und man musste auch ein paar Jahreszahlen wissen.  Ich hatte plötzlich die Idee dass man das doch auch im Touristenbüro nachfragen könnte und kraxelte mit Gilles und dem Rollstuhl durch die enge Gasse bis hoch zum Büro wo man uns eine Reihe von Broschüren gab.

Irgendwie musste B. der noch ein sehr junger Lehrer war,  das mitbekommen haben, denn er sprach mich und meinen Bruder als wir wieder auf den Fest waren sofort darauf an. Er stellte alles auf den Kopf damit Gilles und ich einen Spezialpreis bekämen weil wir uns  soviel Mühe gegeben hätten.

Seitdem wusste ich wer der B. ist.

Äddi B.

Video am Sonntag & Zirkus

Folgenden Tweet fand ich am Sonntag Morgen meiner Timeline von Tracey Thorn:

Und somit wusste ich was ich bei diesem ekligen Schmuddelwetter, das Luxemburg wieder seit Samstag Abend fest im Griff hat, machen sollte. Der Film hat mich sehr bewegt, nicht nur weil verschiedene unentdeckte Ecken von London zeigt, sondern weil er die Menschen aus der Zeit zeigt, ohne sie auszustellen. Wunderschön und absolut sehenswert !!!!

Bitte schön:

 

***

Das Wetter wurde immer schlimmer und am Nachmittag, als ich mich nach Saarbrücken aufmachen wollte, stürmte es so sehr dass mir ein wenig bange war ob ich es bis nach Saarbrücken schaffe. Doch irgendwie schaffte ich es ganz gut und ich war beizeiten in der Vorstellung des Cirque Bouffon, zu der mich die B. eingalden hatte.

Es war wunderschön uns es erinnerte mich sehr an die Variété Show Limbo Unhinged,  die ich Anfang des Jahres in Sydney gesehen hatte , mit dem Unterschied dass diese hier sehr viel kinderfreundlicher gestaltet war und eben nicht sexy, aber von der Acrobatic her ging es in die gleiche Richtung.

Und als ich zurück fuhr später am Abend dachte ich mit Wehmut zurück an die Show in Australien und an die  ganze Reise überhaupt und dass ich unbedingt noch einmal dorthin zurück will…

***

EmmyMadeInJapan ist eine YouTube Köchin der anderen Art. In ihrer Serie Hard Times geht sie auf Rezepte ein in denen die Menschen erfinderisch wurden weil, die Nahrungsmittel knapp waren und man nicht alles haben konnte. Aus der Serie fand ich ein Rezept, wie man aus Grapfruit Schalen ein falsches Steak machen kann:

Briefwahl, Wochenmarkt, Proben & Pläne.

Ich hatte noch immer diesen Zettel dass ich ein Einschreiben auf großen Postamt am Bahnhof abzuholen hätte. Es gibt nichts lästigeres als dort in der Schlange zu stehen. Doch an diesem Samstag Morgen ging es erstaunlich schnell. Es waren sogar mehr Schalter extra für die Einschreiben geöffnet als sonst.
Es war mein Stimmzettel für die Briefwahl. Am 14. Oktober wählen wir eine neue Regierung.

Anschließend fuhr ich hoch zum Wochenmarkt und  kaufte ein paar wenige Dinge. Da ich wegen der  OP immer noch leicht kaubehindet bin, wollte ich nicht so zuschlagen wie sonst. Ich saß eine Weile im Renert als die Sonne sich endlich durchsetzte und es war ein Genuss auf der Terrasse zu sitzen.

Die D. kam vorbei und verabredeten uns zum abendlichen Aperitif da wir ein paar Dinge zu besprechen hatten, aber dazu später mehr.

***

Den Nachmittag verbrachte ich einer Druchlaufprobe des ersten Stückes der Saison im Kapuzienertheater. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt, es wird eine Komödie werden…

Während der Probe bekam ich einen Nachricht aus Saarbrücken von der B. die eine Eintrittskarte übrig hatte für den französischen Zirkus Bouffon der dort gastiert. Da ich nichts geplant hatte sagte ich zu. Die Fotos der Zirkus Homepage sehen vielversprechend aus…
Ich berichte morgen…

***

Am Abend dann ging ich mit der D. ins Rooftop und und ich gestand ihr dass ich gerne noch einmal zurück nach St.Jean möchte, allein um von dort aus noch einmal das Guggenheim zu besichtigen, denn Mitte Oktober beginnt dort eine große Retrospektive der Arbeiten von Alberto Giacometti, die so einzigartig sein wird wie selten eine Ausstellung davor von dem Künstler. Da Giacometti nebst Louise Bourgeois einer meiner liebsten Bildhauer ist, MUSS ich das sehen.

Wir setzten die Daten fest, und ich kann jetzt voller Vorfreude bestätigen dass ich dieses Jahr noch einmal in den Südwesten Frankreichs kommen werde, mit einem Abstecher nach Spanien.

Andere Medikamente & ein neues Online Magazin

Die letzten Tage drehten sich hauptsächlich um meine Zahn OP. Als ich am Freitag Morgen erwachte war die Schwellung noch keinen Deut besser und ich hatte das Gefühl als ob das Antibiotikum gar nicht greift. Es schien mir sogar als ob es schlimmer wäre als am ersten Tag, denn beim morgendlichen Blick in den Spiegel erblickte ich einen Hamster…
Ich rief den Stomatologen an und hörte über den Anrufbeantworter, dass er bis Montag nicht zu erreichen sei. Also rief ich meinen Zahnarzt an und bekam Gott sei Dank sofort einen Termin noch am gleichen Morgen.

Ich bekam neue Medikamente die mich den Rest des Tages sehr schläfrig machten. Doch ich spürte gegen Abend schon die erste Besserung. Uff.

Zwischendurch bekam ich zwei Anrufe aus zwei verschiedenen Theatern. Einmal wegen einer vermeintlichen Budgetkürzung und einmal wegen einer Umbesetzung, von der ich zwar wusste, aber jetzt wäre auch noch eine Perücke von Nöten.

***

Am Abend war war dann die große Eröffnungsparty des neuen Online Magazins Maddi .

Mady Lutgen, die Maddi ins Leben rief, hat das Ganze von quasi von Null aus gestartet. Mit Kickstarter bekam sie das nötige Budget zusammen und der Startschuss der Magazins viel heute um 6 Uhr.

Da ich Mady nicht erst seit gestern kenne, weiß ich wie lange sie an dem Projekt gearbeitet hat, wie viele Rückschläge sie einstecken musste und wie viel Herzblut da hinein floss.

Maddi wird die etwas andere Zeitschrift werden die sich vor allem, aber nicht nur, an Frauen richtet. Es wird sie auf Luxemburgisch und Englisch geben, das mich zu Anfang überraschte, aber letztendlich für Luxemburg absolut Sinn macht. Es wird in naher Zukunft eine App kommen die ein wenig wie deine „beste Freundin“ fungieren soll, indem sie dir viele Events in der Umgebung anzeigt und auch die Events die Maddi selbst startet.

Ich hoffe dass Maddi ein Erfolg wird, denn sie versucht hier etwas hochzuziehen das traditionellen Journalismus mit Internet in einer neuen Form verbindet, gekoppelt mit einer Art Community, die es für Luxemburg so noch nicht gab.

Go Maddi go!

1000 Fragen 441-460

OyeHaHa / Pixabay

441. Wie persönlich ist deine Einrichtung?
So persönlich wie sie nur sein kann. Jedes einzelne Stück hat seine Bedeutung.

442. Welchen Songtext hast du jahrelang verkehrt gesungen?
Gar keinen, weil ich das nämlich höchst peinlich finde und ich mir den vorab lieber ein in geschriebener Forma ansehe bevor ich in lauthals mitsinge.

443. Würdest du gern viele Höhepunkte erleben, auch wenn du dann viele Tiefpunkte erleben müsstest?
Dazu müsste erst mal definiert werden was ein Höhe- und was ein Tiefpunkt ist. Ich habe  beides oft genug gehabt, dass schlichte Ruhe auch sehr erstrebenswert sein kann.

444. Mit wem hattest du vor Kurzem ein gutes Gespräch?
Mit dem S.

445. Was trinkst du an einem Tag vorwiegend?
Kaffee.

446. Welches Lied hast du zuletzt gesungen?
Den Refrain von diesem unsäglichen Ohrwurm.
Hört ihn euch bitte NICHT an!
Und wenn ja, dann ist es allein eure Schuld!
Ich hab euch gewarnt!
Das geht NIE wieder weg!!!!

447. Kannst du über dich selbst lachen?
Ja.

448. Wann hast du zuletzt eine Kopfmassage gehabt?
Beim Friseur letzte Woche.

449. Wie sieht der ideale Sonntagmorgen aus?
Lange schlafen, Frühstück auf dem Balkon, Sonntagsrätsel auf D Radio Kultur.

450. Machst du manchmal ganz alleine einen langen Spaziergang?
Ja.

451. Wann hast du zuletzt Fotos eingeklebt?
Vor wenigen Wochen als ich in der Fotokiste Ordnung schaffen wollte.

452. Worüber hast du vor Kurzem deine Meinung geändert?
Nicht später als gestern über eine Person die sich endlich zu sich selbst bekennt.

453. Wann wärst du am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben?
Vorgestern als ich die Zahnschmerzen hatte.

454. Glaubst du an eine offene Beziehung?
Ja, aber dafür braucht es sehr viel Vertrauen.

455. Welches Gesetz würdest du einführen, wenn du in der Regierung sitzen würdest?
Jede Form von Partnerschaft müsste in der Gesellschaft so akzeptiert sein, dass es keinen Unterschied mehr macht ob man Mann oder Frau ist und wen man liebt. Doch das gesetzlich zu verordnen wäre schwierig. Meiner Meinung nach würde es aber die ganzen feministischen Bewegungen zum Großteil überflüssig machen. ( Ob das tatsächlich so wäre sei mal dahingestellt, aber es würde sehr vieles einfacher machen)

456. Was würdest du mit einer Million Franken tun?
Reisen, sehr lange und sehr oft.

457. Wie hieß oder heißt dein Lieblingskuscheltier?
Das war ein alter Teddybär den es leider nicht mehr gibt, an den ich mich auch nur sehr wage erinnern kann. Es gibt nicht einmal auf Fotos.

458. Was war deine weiteste Reise?
Australien  und Neukaledonien.

459. In welcher Haltung schläfst du am besten?
Seite oder auf dem Bauch.

460. Zu wem gehst du mit deinen Problemen?
Zu niemandem. Ich weiß das klingt sehr seltsam, aber es muss schon knüppeldick kommen, dass ich andere um Hilfe bitte.

Aua!

Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch.

Ich hatte es über Wochen erfolgreich verdrängt!
Doch am Wochenende fiel es mir wieder ein. Ein Stomathologen Termin.

Dazu vielleicht ein kleine Erklärung. Im Deutschen wird der Begriff Stomatologie für zahnärztliches Gedöns im Allgemeinen gebraucht. In Luxemburg und in Frankreich läuft es aber auf Spezialisierung des Zahnarztberufes hinaus, von jemandem sich mehr mit dem Kieferknochen und dem Zahnfleisch beschäftigt.

Es wurde ein Weißheitszahn entfernt, der, weil er zu wenig Platz hatte, sich unter den letzten und vorletzten Backenzahn geschoben hatte, dort Probleme machte, und beide Backenzähne mussten auch weg.

Ja, ich weiß, der letzte Satz bereitet schon beim lesen Schmerzen

Doch da musste ich durch, und es war nicht ohne. Da ich mich verkrampfte im Zahnarztstuhl hatte ich anschließend Nackenschmerzen, die aber ein paar Stunden später wieder nachließen. Die Prozedur an sich dauerte nicht sehr lange, war aber sehr heftig. Mitunter hatte ich das Gefühl als man mir den Kiefer sprengen würde. Der Stomatologe meinte anschließend dass ich wahrscheinlich ein paar blaue Flecken haben werde.
Doch die wird man dank der Bartes kaum sehen.

Das Foto machte ich als die Betäubungsspritzen noch die volle Wirkung zeigten. Das Gesicht stand leicht schief. Vor allem beim Lächeln wollte die linke Seite nicht richtig.

Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst, wenn die lokale Anästhesie nachlassen würde. Ich hatte schon die verschriebenen Schmerzmittel griffbereit hingelegt.  Doch war ich leider nicht schnell genug und ich lag für eine Stunde da und dachte der Kopf würde mir explodieren. Danach wirkten die Pillen endlich und ich fühle mich wie schaumgebremst.

Ein bisschen bloggen, lesen, und netflixen; mehr war für den Rest des Tages nicht drin.

Die sozialen Netzwerke und ich

geralt / Pixabay

Heute mal was anderes als Tagebuchbloggen.

Wer hier schon etwas länger mitliest weiß, dass dabei bin mir Facebook abzugewöhnen, weil Facebook einfach …out ist. Dass ich trotz allem mein Profil dort beibehalte, hat weitgehend mit meinem Job zu tun und der Einfachheit halber mich dort wiederzufinden und zu kontaktieren. Eigene Posts werden immer weniger.

Twitter ist inzwischen ein ziemlich raues Pflaster geworden. Da habe ich letztens ein Tweet, der als Aufreger gedacht war, über eine Singvogelart die in den 70ern gegessen wurde und inzwischen geschützt ist, als alten Hut dahingestellt, was er ja auch ist.  Ich wurde im Thread derart niedergeknüppelt als ob es keinen Morgen für mich gäbe.
Ansonsten lese ich viel wüstes Zeug von feigen Trollen mit hohem Frustrationslevel und geringer Schulbildung.
Meine eigenen Tweets beschränken sich weitgehend auf die Verlinkung der Blogeiträge oder Retweets von lustigen Sachen.

Und dann wäre da noch Instagram, das mir mehr wie eine Beautyversion von Twitter vorkommt. Irgendwie wird das regiert von schönen Menschen, die jeden Tag schöner werden und nur schöne Dinge tun mit schönen Partnern in schöner Umgebung.
Ich selbst folge ein paar Beauty Gurus aus beruflichen Gründen weil sie halt sehr viele Produkte testen und deren Urteil weitgehend vertrauenswürdig ist.  Damit ich das tun kann habe ich auch ein Konto dort auf dem ich aber nichts weiter poste. Das letzte Foto war vor fast 2 Jahren!
Doch muss deren Algorythmus mich auf dem Kieker haben, denn ich bekomme stossweise immer neue Follower ohne dass ich irgendwas dafür tue. Vielleicht sollte ich doch irgendwann…?
Ach ich weiß es doch auch nicht.

Da lobe ich mir mein Blog im den ich selbst regiere und so schön oder hässlich bin wie ich es will und mir redet keiner rein oder traktiert mich mit Algorythmen.

Bin ich altmodisch?

Zwei Geburtstage

Das Gefühl habe ich jedes Jahr zur gleichen Zeit, mitte September. Ich bin auf mehr Geburtstagsfeiern eingeladen als sonst im Jahr. Gibt es tatsächlich so viele die unter dem Sternzeichen der Jungfrau geboren wurden? Gibt es so viele Paare die Weihnachten, das Fest der Liebe, und die kalten Wochen danach als Anlass zum Kuscheln und mehr genommen haben?

Gesten war ich auf zwei Geburtstage eingeladen.
Und auf beiden Feiern lagen Freude und Trauer so nah beieinander, dass ich am Ende nur noch eine großer Erschöpfung spürte, die mich wie ein Stein ins Bett fallen ließ.

Die erste Feier war im Park Tony Neumann über den ich schon einmal berichtete und der für mich einer der schönsten Parks der Stadt ist.
Die S. die zwei Tage nach mir Geburtstag hat, rief mich an und fragte ob ich nicht bei Zeiten da sein könnte, um einen Tisch im Park zu besetzen sonst würde es schwierig werden mit dem Picknick. Also musste ich aus dem Stand von 0 auf 100 hochfahren, damit ich zeitig dort war. Doch ich es stellte sich heraus dass der Platz kein Problem war.

Es war sehr entspannt und die Feier war nicht groß. Das Wetter war großartig und wir lagen auf Decken in der Sonne.  Die S. begräbt zur Zeit, wie ich vor ein paar Jahren, ein Familienmitglied nach dem anderen. Zwischenzeitlich bekam sie einen weiteren Telefonanruf der noch einmal alles über den Haufen schmiss. Und zwischen der Wiedersehensfreude  wegen langer nicht gesehenen Freunde und  der Trauer war alles sehr emotional.

Zwischenzeitlich rief die A. und an und erzählte mir die neuesten Schandtaten von meinem Patenkind Dalton, dass er dann doch nicht so gut erzogen wurde wie man sie das glauben machen wollte.  Sie ließ ihn gestern eine Weile an der Longe laufen, bis er urplötzlich keine Lust mehr hatte, regelrecht eine Pirouette drehte und die A. am Halfter über den Sand durch die Halle zog.  Das geht natürlich überhaupt nicht. Zudem sah es so aus als ob er das schon mehrfach probiert hätte mit Erfolg.
Alle rieten ihr einen Zureiter zu engagieren, der das Pferd täglich trainiert und auch länger mit ihm arbeiten kann, damit Dalton seine Macken verliert.

Wir verabredeten uns für den frühen Abend um zur nächsten Party zu fahren. Ihre Cousine, die Besitzerin der Hostellerie du Grünewald feierte ihren runden Geburtstag und es war gewaltiges Fest vorbereitet worden.

Doch auch hier bekam die A. kurz bevor einen Anruf, dass ihre Tante in die Klinik eingeliefert worden sei mit einer Kopfverletzung und einem Blutgerinsel. Das verdarb des A. natürlich die Feier weil einiges organisiert werden musste, da die Tante keine direkte Nachkommen hat und zurückgezogen lebt. (Es erinnerte mich viel an meine Tante Gritty.)

Kurz nach 11 Uhr plumpste ich in mein Bett und schlief sofort ein.