Der Fotorückblick 2021

Letztes Jahr habe ich damit angefangen.
Ein Fotorückblick des Jahres, zwei Fotos pro Monat, insgesamt 24 Stück. Ein weniger seltsames Jahr als das letzte, weil wir uns alle ein wenig an die ‚Situation‘ gewöhnt haben. Ich habe vor allem versucht die schönen Momente hier zusammenzustellen und da gab es so einige.

Ihr dürft übrigens gerne mitmachen. Die Spielregeln findet ihr hier. Am Ende dieses Postings sammelt Mr. Linky wie gewohnt die Beiträge aus euren Blogs.

Januar

Eines der letzten Bilder mit der orangefarbenen Straßenbeleuchtung

Februar

Kurzurlaub auf den Canaren

März

Die neue Sitzgarnitur für den Balkon

April

Schnee im April
Mittagessen mit der D. an der Mosel

Mai

Die erste Impfung
In der Rue de la Reine auf der Terrasse vom Wëllem

Juni

Mein Paten“pferd“ Dalton
In St.Jean mit der N.

Juli

Eine der schönsten Plätz der Erde zum Schreiben, in einem kleinen Dorf in den Cevennen
Der Bambusgarten in Anduze

August

Biergarten am Chinesischen Turm in München
Apéro in den Weinbergen bei Basel

September

Die letzte Senung die wir nach der Sommerpause draußen aufnehmen konnten
Gebrutstag in Guethary im Briketenia

Oktober

Mein erster Maßanzug
Der erste Frost

November

Lesung mit der J. im ‚Word in Progress‘
Gedeckter Tisch daheim wenn Gäste kommen

Dezember

Das Adventskranz in der Skybar, der sehr viele Erinnerungen zurück rief.
Bayonne mit brennendem Himmel

***

Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häckchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Rückblick 2021

Das ist der klassische Rückblick mit immer den gleichen Fragen die ich jedes Jahr beantworte.

Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Es geht immer ein wenig hoch ein wenig runter, aber insgesamt bleibt es quasi gleich.

Haare länger oder kürzer?
Das hat sich dieses Jahr nicht geändert. Alles drei Wochen wird nachgeschnitten.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Da hat sich in der Tat ein bisschen was in der Kurzsichtigkeit geändert , aber nicht viel.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger, weil das Schwimmen einfach durch die Arbeit und den verregneten Sommer zu kurz kamen.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr als letztes Jahr bei dem ja durch die Situation alles den Berg hinab ging.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Größere Anschaffungen habe ich keine gemacht.

Der hirnrissigste Plan?
Anfang des Jahres zu glauben, dass ich vielleicht Ende des Jahres wieder eine längere größere Reise machen könnte.

Die gefährlichste Unternehmung?
So richtig gefährlich war es nicht, aber ich dachte ich müsste es noch einmal wissen und sagte bei Dreharbeiten zu. Großer Fehler.

Die teuerste Anschaffung?
Es gab dieses Jahr keine.

Das leckerste Essen?
Mit großem Abstand ist es Bidaian le Cusisnier Voyageur.

Das beeindruckenste Buch?
Abschiedsfarben von Bernard Schlink.

Das enttäuschendste Buch?
Da gab es keines.

Der ergreifendste Film?
The French Dispatch

Die beste Musik?
Das Album von Arlo Parks-Collapsed in Sunbeams, wenn es das meistgehörte Album sein soll. Am ergreifendsten war ABBA – Voyage.

Das beste Theater?
Moi, je suis Rosa.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Wie auch schon die letzten Jahre. Mit der A. und/oder der D.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mit mir selbst auf Spaziergängen und vor dem Rechner, wenn ich an Texten schrieb.

Vorherrschendes Gefühl 2021?
„Wann hört das endlich auf?“

2021 zum ersten Mal getan?
Gegen Covid geimpft worden.

2021 nach langer Zeit wieder getan?
Selbst auf der Bühne gestanden und gelesen.

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Pandemie. Immer noch.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass die Impfung wichtig ist. Hat bei dieser einen Person auch geholfen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das waren wahrscheinlich die Ohrringe für die A. an ihrem Geburtstag

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Vase aus der Metro Chic Serie von V&B

2021 war mit 1 Wort…?
Durchhalten

Vorsätze für 2022?
Vornehmen sich keine Vorsätze zu nehmen.

Dinge abschließen

Der Tag fing, nach einer unruhigen Nacht, gleich mit einer traurigen Nachricht an. Die N. hatte mir gesimst, dass etwas mit der C. nicht stimmte. Kurze Zeit später las ich was passiert war. Ihr Mann der schon seit einer Weile krank war, war gestorben.

Ich kannte ihn, wenn auch nur flüchtig, so war er doch immer sehr nett und vor allem immer sehr hilfsbereit gewesen.

Ich verbloggte den Vortag und machte mich nach einem Frühstück auf, um diverse Mitbringsel zu kaufen. Die D. verabschiedete sich bis zum späten Nachmittag. Sie ging mit Freunden in die Berge wandern. Nicht so ganz meins zudem hatte ich keine Wanderschuhe mit.

Ich setzte mich nach den Einkäufen ein Weile in die Bar de la Marine und las weiter im Bernhard Schlink.

Ich setzte mich in der Wohnung noch einmal hin und schrieb in einem Wisch den ganzen Text zu Ende, der mir schon so lange auf dem Magen lag. Uff!
Das wäre geschafft. Ich wollte ihn unbedingt noch dieses Jahr fertig haben. Ich fühlte mich federleicht, weil eine Last weniger.

Ich ging zum Strand.

Es herrschte ein Traum Wetter. Ich saß eine Weile dort sah auf Meer hinaus und ließ das Jahr ein wenig Revue passieren. Ich dachte an letztes Jahr in dem wir noch eine massive Ausgangsbeschränkung hatten. Wir mussten alle schon ab 20:00 Uhr in den eigenen vier Wänden sein. Wie schön dass wir das dieses Jahr nicht haben und ich in St. Jean die Sonne genießen kann.

Am Abend gingen wir zur Pile d’Assiettes. Ich habe schon oft über das kleine etwas versteckte Restaurant gesprochen. Es ist eines der seltenen Lokale hier das viele vegetarische und vegane Gerichte hat.

Ich hatte jedoch Lust auf Hühnchen, Die D. bestellte sich vegane Küchlein.

Das war dann auch das letzte Tagebuchposting für dieses Jahr. Das vom letzten Tag kommt dann logischerweise in im neuen Jahr. Dazwischen wird es noch den Rückblick geben in ich mir jedes Jahr die gleichen Fragen stelle und der Fotorückblick 2021 wird heute Nacht rausgehen. Bei dem könnt ihr ja alle mitmachen. Wie das geht erkläre ich hier.

Und dann haben wir schon 2022! Das nächste Jahr wir ein besonderes Jahr für mein Blog. Immer wenn ich ein wenig meta hier werde, wird mir auch ganz heimelig ums Herz. Ich bin froh ein Blog zu haben. Ich bin froh dass ich immer wider zurückschauen kann auf Dinge die ich erlebt habe. Und ich bin froh (Achtung jetzt kommt ein sehr altes Wort) meine kleine Blogosphäre zu haben, egal wie gut oder schlecht es der Welt geht.

Ein Besuch in San Sebastian

Wir zogen beizeiten los. Das Wetter versprach herrlich sonnig zu werden und das wurde es auch.

Es gibt zwei Möglichkeiten nach Spanien von St. Jean zu kommen. Mit dem Blabla Bus ( ja der heißt tatsächlich so) oder mit dem Zug und dann dem Topo. Der Topo ist das gleiche Gefährt wie in Luxemburg die Trambahn. Wir entschieden uns für die Bahn und den Topo weil es mehr Abfahrtszeiten gibt.

Es wurde richtig warm und wir waren fast zu dick angezogen. A propos Kleidung, hier das Hemd das ich gestern in Bayonne erwarb.

Wir wanderten ein wenig durch die Stadt die strengere Covid Regeln hat als Frankreich. Quasi jeder trug Mundschutz draußen.

Vor dem Stadthaus stand ein Riesenrad:

… das sehr stark besucht war.

Ich fand in meinem Camperladen ein paar neue Laufschuhe im sogenannten Twin Design, was bedeutet dass sie nicht gleich aussehen.

Zudem fand ich einen Kiko Laden mit satten Reduzierungen und schlug zu, weil mir manches in den letzten Wochen ausgegangen war. Wir aßen ein paar Pinxos in der Bar La Viña die auch für den „verbrannten‘ Käsekuchen bekannt ist.

Er schmeckte großartig cermig wie das letzte mal, was die D. und mich aber erstaunte war, dass wir ihn süßer in Erinnerung hatten.Haben die etwas an der Rezeptur geändert oder schmeckt im Sommer bei heißen Temperaturen Süßkram einfach süßer?

Wir fuhren zurück.

Eine der Topostationen auf dem Weg zurück nach Hendaye. Sprecht den Namen bitte zehnmal schnell hintereinander ohne euch die Zunge zu brechen…

Folgendes Foto schickte ich dem B. , der zur Zeit an der Côte d’Azur ist:

18 Grad im Schatten. In der Sonne waren er gut und gerne 22-23 Grad. Sehr angenehm aber auch ungewohnt.

Am Abend aßen wir das was wir vom Feinkostladen am Tag davor in der Markthalle gekauft hatten. Teriaky Hühnchen mit Salat.
Früh ins Bett.

Ein Besuch in Bayonne

Am Morgen erwachte ich reichlich früh ließ aber alles sehr langsam angehen, weil es regnete und die D. und ich keine Lust hatten viel im Regen zu unternehmen.
Wir machten jedoch eine kleine Runde auf dem Markt.

Ich bin euch noch den roten Pulli von gestern schuldig:

Am Nachmittag fuhren wir nach Bayonne mit dem Zug das nur eine halbe Stunde entfernt liegt.

Ich bin immer wieder gerne dort und die Stadt gefällt mir weitaus besser als Biarritz.

Wir sahen uns im Didam die Ausstellung „Un Certain Robert Doisneau“ an. Allein schon der Titel vermittelte ein kleinen humoristischen Seitenhieb. Ein „gewisser“ Robert Doisneau, so als ob niemand wüsste wer er ist.

Ein großartige Ausstellung über einen humanistischen Fotographen, dessen wohl berühmtestes Bild dieses hier ist.

Bayonne ist bekannt für seinen Schinken und seine Schokolade. Wir hatten uns schon im Zug ausgemalt einen heißen Kakao in unserem liebsten Laden Chocolat Pascal zu trinken, doch der hatte leider geschlossen. Also gingen wir zu einem gingen über die Brücke hinweg, eine Straße weiter und fanden das Hotel Restaurant Belzunce und die Schokolade die wir dort bekamen war noch besser und feiner als alles davor.

Ich war ja schon lange auf der Suche nach ein Lesesessel und ich denke ich habe ihn gefunden, von einer Marke von der ich mir nie hätte träumen lassen, dass mir davon je etwas gefällt. Jetzt weiß ich auch warum ich solange gezögert habe um mir einen Sessel anzuschaffen. Aber ich glaube jetzt ist er fällig. Mehr dazu wenn ich ihn bestellt habe.

Ich fand auch ein wunderschönes blaues Hemd im sehr feinen Cord, das morgen zeigen werde, wenn ich es anziehe.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof spendierte uns die Sonne einen spektakulären Sonnenuntergang.

Als ob das Riesenrad in Flammen stehen würde

…und dann gibt es immer wieder „jemand“ der heimlich, still und leise Fotos von mir macht. 🙂

Wieder in St.Jean gingen wir zu meinem Lieblingsrestaurant, l’Essentiel. Wir bedankten uns noch einmal ganz herzlich für das tolle Weihnachtsmenü. Vor allen der Wolfsbarsch im Teigmantel war ein absolute Wucht.
Und dann gab es folgendes:

Ich machte noch ein Foto vom der Bucht…

… und kurz vor 11Uhr vielen wir wie Steine ins Bett.

***

Ich sprach gestern von dem dem Film Motherless Brooklyn. Nun sah ich heute die Serie Soundso Breaks Down His Carreer von Fanity Fair.
Wenn es einen Darsteller gibt, den ich sehr mag und der sehr wandelbar ist und dem ich alle möglichen Schrägheiten immer abkaufe, dann ist ist William Defoe. Wenn ich zu einer gewissen Zeit etwas mehr im Filmbusiness drin gewesen wäre, hätte ich mit ihm arbeiten können. Es kam leider nicht zustande.

St.Jean-de-Luz: Schreiben, Wandern & Pulli

In der Nacht, die D. sagte mir dass es am frühen Morgen gewesen sei, ging heftiges Unwetter nieder. Aber kalt war es nicht.

Ich nahm mir noch einmal den Text vor, den ich gestern schon in Angriff nehmen wollte und diesmal fielen mir Passagen auf die nochmal eine Bearbeitung brauchen. Derweil gab es ein paar Tassen Kaffee. Ich fand endlich den Durchbruch um die Geschichte fertig zu bekommen.

Zwischendurch, weil ich nicht ständig am Rechner sitzen kann, drehte ich ein Runde durch die Stadt. Ich sah in der Pile d’Assiette vorbei, sagte de C. Hallo und trank einen Kaffee.

Ein Foto vom Kiosk der sein Baldarchin abgeben musste und dafür einen Weihnachtsbaum erhielt:

Ich fand einen neuen Pulli in leicht bläulichem rot das mir gut steht und schlug zu. Foto wird nachgereicht.

Der Himmel war sehr bedeckt aber es kam kein Tropfen Regen. Überhaupt mit 16 Grad tagsüber lässt es sich hier sehr gut aushalten.

Am Nachmittag schrieb dann noch einen Teil des Textes um. Jetzt fehlt noch der Schluss, der in meinem Kopf schon feststeht aber eben noch zu Papier gebracht werden muss.

Am Abend fand ich einen Film auf Netflix, den ich nicht kannte, der ich aber sehr faszinierte. Motherless Brooklyn ist ein spannende Detektivgeschichte im Herzen New Yorks aus den 1950er Jahren, mit einem fantastischen Edward Norten.

St.Jean-de-Luz: Pantoffeln & Kino

Früh wach geworden und ein wenig weitergedöst.

Alles fix und fertig verblogt und mich dann fein gemacht für eine kleine Runde durch die Stadt. Dabei gelernt dass der 2. Weihnachtstag, anderweitig Boxing Day genannt, in Luxemburg heißt er Stephesdag, in Frankreich jedoch kein Feiertag ist. Es war es dieses Jahr weil er auf einen Sonntag viel, doch weil es in St. Jean eh keinen richtigen Sonntag gibt und hier immer alles geöffnet ist, war das auch heute der Fall.

Ich kaufte mir ein paar neue Pantoffeln weil die daheim nicht mehr vorzeigbar sind und so ausgelatscht wie selten andere Treter. Also gab es hier in Espadrille Laden Bayona ein paar Neue. Die gefütterte Sohle kann man herausnehmen und durch eine andere ersetzen.

Später gab es einen Kaffee in der Bar de la Marine und ein kleines Mittagsessen.

Danach ging ich zurück zur Wohnung und versuchte ein wenig an einem Text zu arbeiten. Doch ich fühlte mich sehr wenig inspiriert dazu.

Also las ich weiter in dem neuen Bernhard Schlink.

Irgendwann hatte ich genug damit und fing eine Recherche auf Internet an um den Namen der Straße in die D. die Wohnung hat. Ich ging nämlich gestern an dem Straßenschild vorbei und sah dass der Mann Martin de Sopite, nachdem die Straße benannt ist, ein Walfänger war, im 17.Jahrhundert. Er erfand ein neues System bei dem das Walfett gleich auf dem Schiff geschmolzen werden konnte. Interessanterweise gibt es auch eine See- und Reisekrankheit, die noch wenig erforscht ist mit dem Namen Sopite-Syndrom und 1976 vom Naval Aerospace Medical Research Laboratory so benannt wurde. Es beschreibt eine Reihe von Symptomen die dabei auftreten können und danach auch noch anhalten. Ob sie dabei auf den gleichen Seeman Bezug nehmen, wird nicht erwähnt.

Am Abend kamen der S. mit seiner Freundin L. vorbei und wir gingen gemeinsam ins Kino. Auf dem Programm: The Matrix Resurrections

Der Film braucht ein Weile bis er in Gänge kommt. Dann kommt der Moment in dem ich dachte, dass wir eine fast identische Kopie des ersten Films geliefert bekommen, doch das ist es dann doch nicht. Verschiedene Darsteller wurden ausgetauscht und mit jüngeren „Versionen“ besetzt. Insgesamt tut es mir nicht leid dass ich ihn gesehen habe, doch er ist an manchen Stellen einfach zu lang. Es gibt vor allem drei Kampfszenen in denen ich mich nach den ersten zwei Minuten langweilte, weil man ja wusste aus was es hinauslaufen würde (eine davon befindet sich im Trailer) und ich putze mir derweil die Brille. Ein paar lustige Einlagen gibt es ebenfalls, aber mit fast zweieinhalb Stunden einfach zu lang. Am meisten regte mich auf, dass es am Ende wieder darauf hinausläuft als ob es noch eine fünfte Folge geben wird. Hoffentlich nicht!

Weihnachten in St. Jean-de-Luz, eine Fotolovestory

Neun Stunden am Stück geschlafen! Yeah!

Seid ihr dieses Jahr ge-Wham!-t worden mit Last Christmas? Ich nicht so richtig. Also holte ich das am Morgen nach mit einer etwas anderen Variation von den Puppini Sisters. Die Puppini Sisters überhaupt für mich die einzige Weihnachtsmusik die ich an diesen Tagen ertrage. Später hörten wir ihr Album Hollywood.

Sehr gemütliches spätes Frühstück mit blauem Himmel.

Die D. schenkte mir einen Kalender, den ich mir insgeheim gewünscht hatte.

Plonk & Replonk ist ein Kalender der die ‚vergessenen‘ Feier- und Gedenktage wiedergibt. So gab es dieses Jahr am 15. Dezember den Gedenktag der Telefonkabinen und am 23. Dezember der völlig unterschätzte Vorheiligabend. (Ihr seht wo das hinführt?)

Am Nachmittag ein Spaziergang zur St.Barbe.

Die Weihnachsdeko hält sich hier sehr in Grenzen was ich ja begrüße.

Gänseblümchen an Weihnachten

Nach dem Spaziergang setzten wir uns auf die edelste Terrasse aus dem Ort im Grand Hotel und tranken einen heißen Kakao.

Dann entdeckte ich einen ungewöhnlichen Regenbogen, der durch die hohe Luftfeuchtigkeit erzeugt wurde. Ich hatte ihn davor schon beim Blick auf die Sonne entdeckt aber jetzt da die Sonne hinter den Haus war, sah man ihn besser.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich am Strand lesend, bis die Sonne weg war und es mir dann doch zu kalt wurde.

Das Menü für den Abend war ein Wolfbarsch Filet im Teig mit einer Champignon Füllung, allerlei Gemüse und einem Gratin Dauphinois von einem meiner liebsten Restaurants, dem Essentiel. Überfressung war vorprogrammiert.

Früh zu Bett mit dem Podcast der letzten Langen Nacht über Scott Fitzgerald und Zelda Sayre.

Auf nach St. Jean !

Ein sehr leerer Vorplatz von Bahnhofsgebäude.

Tristes Wetter mit viel grau und Regen auf dem Weg nach Paris.

Da ich um die Mittagsstunde in Paris ankam wollte ich mir die U Bahn nicht antun und nahm ein Taxi. Ich hatte einen sehr netten Taxifahrer und es war kein Problem bis zum Bahnhof Montparnasse zu kommen, da es in Paris auch eher ruhiger war als sonst. Das letzte mal als ich hier war, war 2020 kurz vor dem ersten Lockdown am Flughafen Charles-de-Gaules als ich von Australien zurück kam.

Dann folgte nochmal eine vierstündige Fahrt. Ich dachte daran als ich zum erstenmal in St.Jean war und das Auto mitgebracht hatte. Diese elend lange 12-stündige Autofahrt und die irrealen Preise für Autobahngebühren! Dann lieber einmal zwei und einmal vier Stunden Zug mit anderthalb Stunden Wartezeit.

Der H. schickte mir derweil einen Link über den wir gestern Abend diskutiert hatten. Es geht um den australischen Portrait Wettbewerb Archibald, an dem jeder teilnehmen kann. Diesen Wettbewerb gibt es nun schon seit 100 Jahren. Der Sydney Morning Herald hat eine schöne Seite darüber erstellt mit vielen Bildern und Hintergrundgeschichten
Schön ist, dass ein Bild dass ich 2019 in Sydney in der Art National Gallery sah und mich damals schon faszinierte, hier auch noch einmal auftaucht.

Das Portrait links.

Die Fahrt war dann doch sehr lang und ab Bordeaux schmerzte das Hinterteil, vom sitzen. Wir fuhren durch unendliche Pinienwälder durch die Landes.

Kurz nach halb sieben war ich dann endlich da. Uff.

Die D. hatte eine Tisch bei Bidaian Le Cusisiner Voyageur bestellt und es gab ein Weihanchtsmenü das einfach nur WOW war.

Es war einfach nur wunderbar. Er hatte den großen Tisch aufgeteilt in drei kleine Tische. Es war wie beim ersten mal, als ich dort speiste, dieses Gefühl so privilegiert zu sein, von ihm bekocht und bedient zu werden. Es machte die lange Fahrt, den schmerzenden Hintern und das Kindergeschrei im Zug wieder wett.

ICH BIN IN ST. JEAN !

Friseur & Grünewald

Früh am Morgen zu Friseur.

Für gewöhnlich gehe ich nicht ganz so früh aber 2 Tage bevor Weihnachten musste ich den Termin nehmen der frei war.

Die ganz Mannschaft hatte sich in Ugly Christmas Sweater geschmissen. Inklusive die Hundedame Bricole.

Kurze Zeit später kam die A. zu Besuch, der letzte für dieses Jahr. Sie brachte mir ein kleines Weihnachtsgeschenk. Sie hatte vor etlicher Zeit im Vitra Museum Salatbesteck gekauft. Ein Foto davon gibt es später.

Sie sendete mir jedoch ein Foto von sich und Dalton, das wunderschön ist und ich doch bitte Posten soll. Dalton ist schließlich mein Patenpferd.

Sie übt schon seit langem mit ihm allerlei Dinge wie Verbeugen und Hinsetzen und Dalton macht an guten Tagen bereitwillig mit, solange eine es Möhre als Belohnung gibt.

Die letzte Vorstellung erfolgreich hinter mich gebracht und ging es mit dem H. in die Hostellerie du Grünewald.

Es war großartig wie immer. Ganz besonders das Kalbsbries, das nicht jedermanns Geschmack ist, schmeckte hervorragend. Auch das Rehsteak war fantastisch.

Es gab noch einmal viel zu erzählen, doch der H. hing, wie auch die letzten Tage, immer noch ein wenig in den Jetlag Seilen und wir machten beizeiten Schluss.

Wir werden uns noch einmal kurz sehen wenn ich zurück bin, bevor er wieder nach Australien fliegt.

Aus dem Familienalbum 39

Ein Tag mit viel Unverblogbarem und wenig was sich gelohnt hätte aufzuschreiben, darum gibt es heute ein Familienalbum Foto.

Das letzte mal als ich den Briefumschlag mit den unsortierten Fotos durchsah und ich die Fotos meiner Mutter postete, fiel mir auch dieses Foto auf.

Es war winzig klein und ich musste es sehr hoch einscannen und dann nochmal ein Ausschnitt daraus nehmen, damit man die Personen einigermaßen darauf erkennen kann. Bei einer bin ich mir unsicher und vier Stück kenne ich gar nicht.
Ein Besuch der Familie der Großmutter bei der Familie der Großvaters, oder andersrum, aber ich vermute mal dass, wenn Großtante Gréidi (unten im Bild) eine Schürze an,hatte, es nicht in der Bäckerei in Beaufort gewesen sein kann, sondern in Luxemburg-Stadt.

Oben von links nach rechts:
Großonkel Albert, der Bruder meines Großvaters.
Urgroßvater Nicolas (der Vater meiner Großmutter)
Eine unbekannte Frau mit Brille
Urgroßmutter Marguerite (die Mutter meiner Großmutter)
Eine mir unbekannte Frau
Wahrscheinlich die andere Urgroßmutter von der Seite meines Großvaters Emile, aber sicher bin ich nicht.
Großvater Emile

Unten von links nach rechts:
Großtante Gréidi
Großmutter Thérèse
Ein unbekanntes Paar, aber von Gesicht her muss er zur Familie von Großvater Emile gehören. Es könnte Onkel Ernest sein, aber sicher bin ich mir nicht.

Das Foto selbst machte wahrscheinlich Großonkel Nicolas, der zu der Zeit auch ein Hobbyfotograph war.

La Villa de Camille et Julien

Am Morgen mit großem Missmut festgestellt, dass mein Tablet PC, den ich seit der Weltreise habe, und der mich 2018 ein kleines Vermögen gekostet hat, weil ich dachte ich nehme mir gleich was Anständiges, nicht kompatibel ist mit dem neuen Windows11, weil der Prozessor nicht stramm genug ist! Ich kann ihn jetzt weiter auf der 10er Version laufen lassen aber die wird nur noch bis Oktober 2023 weiter upgedatet und dann ist Schluss! Das sind knappe 7 Jahre. Nachhaltigkeit geht anders.

Kommen wir zur Tagesberichterstattung:

Den Morgen ein bisschen vertrödelt, weil das auch mal sein musste. Es hatte in der Nacht gefröstelt und am Morgen gab es strahlenden Sonnenschein und Eiseskälte. Diese heftigen Wetterumschwünge bewirken ja immer einen Brumschädel und das machte hier keine Ausnahme. Der Tag begann also nebst einer Tasse Kaffee auch mit einem Schmerzmittel.

Kurz vor Mittag dann endlich in die Gänge gekommen.

Den Nachmittag emsig Unverblogbares getan.

Am Abend dann ein Dinner, das die N. und ich schon seit sehr langer Zeit geplant hatten. Ein Abendessen im Restaurant La Villa de Camille et Julien. Vor etlichen Jahren hieß der Ort noch Villa d‘Este und war ein italienisches Restaurant, bis dieser sein Tür schloss, auszog und die Villa langsam verlotterte. Nun ist dort eine der angesagtesten Gourmet Adressen.

Wir wählten das kleine Dinner mit Häppchen zum Apéro, einer Vorspeise, zwei Hautgängen und zwei Desserts. Als Aperitif hatten wir ein Glas Ruinart Rosé.
Es waren alles sehr kleine Portionen aber insgesamt war es dann doch sehr viel. Wir hatten die Weinbegleitung die von Camille, der Chefin des Hauses, ausgesucht worden war. Es gab auch noch eine andere Weinbegleitung mit Edelweinen, doch die verkniffen wir uns.
Die Deko seht ihr auf den Bildern der Homepage, Es ist schlichter und eher in dänischen Design, aber sehr gemütlich.

Insgesamt war es ein wundervoller Abend, aber…
Ja, es gibt ein oder auch zwei „Aber“

Mir schmeckten fast alle Gerichte, aber keines riss mich wirklich von Hocker. Es war keines dabei von ich gesagt hätte: ‚Oh davon will ich mehr!‘
Und ein Hauptgericht schmeckte mit gar nicht. Es war Zanderfilet auf der Hautseite gebraten mit einer sehr kräftigen Rotweinsoße dazu eine kleine Zitronen Creme und Puree von Schalotten mit Kardamom. Das wollte alles nicht zusammenpassen. Einer der Geschmäcker ließ es gräulich schmecken. Das zweite „Aber“ war der Preis. Ich habe für mich alleine, so viel bezahlt wie ich für zwei Personen im Sterne Restaurant Briketenia im Baskenland bezahle wo ich schon mehrfach war.

Doch das schöne daran war dass die N. und ich uns endlich mal wiedersahen und unser beider Lieblingsbeschäftigung nachgingen; Schlemmen.

Weit nach Mitternacht daheim augenblicklich ins Fresskoma gefallen.

Bronsky Beat & New Romantics

Sehr gut geschlafen aber zu kurz. Vor 6:00 Uhr war ich schon hellwach und schlafen ging gar nicht mehr. Ich lag im Bett plötzlich schwirrte mir das Lied von Bronsky Beat – Smalltown Boy durch den Kopf.
Ich las vor ein paar Tagen dass Jimmy Somerville auf seinem Twitter Account seines Band Partner Steve Bronski gedachte der mit 61 Jahren verstarb. (Steve ist der rechts im Bild)
Der andere, Larry Steinbachek, verstarb schon 2017.

Ich hatte schon mal erwähnt wie sehr mich die Musik von Bronski Beat bei ihrem Erscheinen geprägt hat. Allen voran der Song Smalltown Boy der genau das beschrieb, was ich in meiner ‚Alten Heimat‘ fühlte und durchmachte und ich hätte das durchaus auch sein können, der am Morgen weggeht, mit allen was er hat in einer schwarzen Kiste, auf einem Bahnsteig einsam und traurig…

Für den restlichen Morgen arbeitete ich emsig am PC sämtliche „Technik“ Dinge ab, die noch vor Weihnachten fertig sein müssen.

Über den Nachmittag hinweg wütete ich weiter in der Wohnung, ließ die Waschmaschine mehrfach laufen und nahm schon den Koffer hervor für Freitag.
Ich hatte vorgehabt eine kleine Runde durch die Stdt zu drehen, doch das wetter war so mieß dass ich bleiben ließ.

Am Abend schaute ich mir eine Doku über das Phänomen „New Romantics“ an und es kamen sehr viele Erinnerungen an meine Jugend zurück. Und genau dieses Gefühl was so oft in der Doku beschrieben wird, dass man nach einer Zugehörigkeit suchte, hatte ich auch.

Der lange Tag

Langes und emsiges Arbeiten am PC. Gleich am Morgen scannte ich die Fotos vom gestrigen Post ein . Daneben noch ein paar andere Dinge abgearbeitet. Und dann war auch schon wieder Zeit die nächsten Doppelvorstellungen in Angriff zu nehmen.
Da es diesmal lange Leerlaufzeiten gibt, nahm ich das kleine Tablet mit Tastatur mit und arbeitete zwischendurch weiter. Ich schrieb einen längeren Text für nächstes Jahr, den ihr am 29. Januar lesen könnt.
Zwischendurch fühlte ich mich sehr inspiriert am Hörspiel weiterzuarbeiten. Ob das wirklich was gebracht hat, werde ich nächste Woche sehen wenn ich mich über die Feiertage richtig dahinter klemme.

Als es gegen 21:00 endlich vorbei war, dachte ich zu Anfang sofort heim zu gehen und mich auf die Couch zu schmeißen, doch auf dem Weg entschied ich mich um. Es ging zum Chinese King.

Frittierte Wontons. Sehr gut. Nicht zu kross und auch ohne Soße sehr schmackhaft.

Frittierte Hühnchenstücke mit Knoblauch und Piment. Sehr gut und sehr scharf. Genau das was ich brauchte.

Frittierte Eiskugeln. Außen heiß, innen Eiscreme. ( Ja, ich weiß, es war alles frittiert was ich gegessen habe! Aber das fiel mir erst nach dem Nachtisch auf.)

Ich ließ die letzten Tage ein wenig Revue passieren. Das Schlimmste ist vorbei. Uff. Morgen habe ich einen Tag frei, dann noch drei erträglichere Tage und dann… dann werde ich endlich das Meer sehen!

Aus dem Familienalbum 38

Es folgen zwei fast integral unverblogbare Tage, wegen der Doppelvorstellungen. Sie waren/werden lang und wenn auch nicht körperlich so anstrengend, wie anfangs gedacht, so waren/sind sie doch sehr ermüdend.

Darum mache ich jetzt und im morgigen Blogpost was anderes.

Ich habe schon lange die Endlosfolge Aus dem Familienalbum nicht mehr bedient. Hierzu holte ich eine Kiste aus dem Keller in der ich noch untergeordnete Fotos vermutete und ich hatte recht.

Alles Fotos meiner Mutter bevor sie meinen Vater kennenlernte. Ich hatte ja in diesem längeren Text geschrieben dass sie Krankenschwester war. Ich fand in der Kiste einen Briefumschlag mit ein Fotos aus der Zeit, auch welche die ich nicht kannte.

Ein Passfoto als Schwestenschülerin. Sie hat diese doofe Hütchen aus Pappe auf dem Kopf immer gehasst.

Links mein Mutter, die anderen beiden Personen kenne ich nicht.

Das war nach der Ausbildung als Krankenschwester als sie noch eine Zusatzlehre in Pediküre machte. Sehr viel später sollte das in Jahren, in denen sie nicht als Krankenschwester arbeitete, eine Teilzeitbeschäftigung werden.

Hier ist sie vierte von links die über das ganze Gesicht strahlt.

Eines der schönsten Passfotos von ihr auf dem ich immer fand, dass sie aussah wie ein Filmstar aus der Zeit.

***

Hier noch der Link zur No Art Sendung aus der Mediathek, die letzte von diesem Jahr.

Sonne & Wiedersehensfreude

Der Tag fing so an:

Ziemlich grau und wolkenverhangen doch die oberen Stockwerke der gegenüberliegenden Häuser waren knallrosa beleuchtet. Das versprach schon mal was.

Als ich dann kurz nach 10:00 loszog um noch ein paar kleine Besorgungen zu machen, strahlte die Sonne. Das hob die Stimmung schon mal enorm nach all den tristen grauen Tagen.

Und dann übermannte mich die große Wiedersehensfreude. Der H. aus Australien war endlich da!

Das letzte mal dass ich ihn gesehen hatte war in Australien kurz vor dem Lockdown. Anschließend kam mir die ganze Reise vor als ob ich sie nur geträumt hätte.

Es gab sehr viel zu erzählen von allem von seiner Seite, denn er liest ja eifrig hier mit und ich konnte ihm nichts neues erzählen mit Ausnahme der paar wenigen Dinge die ich hier nicht reinschreibe. So gläsern bin ich dann doch nicht.

Wir speisten im Renert, da einer der Besitzer mit ihm verwandt ist. Auch dort die große Freude. Wir aßen Kniddelen mit Rahm und Speck. Ein typisches luxemburger Gericht das der H. seit Jahren nicht hatte.

Anschließend wanderten wir ein wenig durch die Stadt. Das letzte mal dass er hier war, schrie die Innenstadt vor Baustellen, die aber jetzt soweit weg sind. Wir fuhren mit der Seilbahn, die er auch noch nicht gesehen hatte. Ich musste dann langsam los um wieder Unverblogbares zu verrichten, doch wir werden uns noch einmal wiedersehen just bevor ich nach St.Jean verdufte.

Am Abend dann die Premiere des Stückes das mich noch vor wenigen Tagen etliche Nerven und Kraft gekostet hat. Es lief alles glatt und alle waren froh dass es so wie es war über die Bühne ging. Ein Premierendrink, den ich aber sehr kurz hielt, weil ab Samstag schon Doppelvorstellungen anstehen.

Freudige Nachricht

Spät erwacht, was schön war und ich fühlte mich ausgeschlafen. Kurz danach war ich schon unterwegs um Toi toi‘s zu kaufen. Das kleine Geschenk das man zu Premieren macht.

Ich hatte zu Anfang überlegt kleine Schokobären von Lindt zu kaufen, doch ich fand keine mehr. In Trier gibt zwar einen Lindtladen aber dafür war keine Zeit. Ich fand hier bei Leonidas auch Schokobären und kaufte die.

Dazwischen viel Unverblogbares.

Am Abend dann erhielt ich eine sehr freudige Nachricht und machte einen noch freudigeren Anruf. Morgen gibt es ein großes Wiedersehen.

Sehr viel später machte ich dieses Mitternachtsfoto:

***

Neue Musik gefällig? Bitte schön! Ich bin ja nicht der Rap fan aber Stromae ist eine andere Liga und singen kann er auch, wobei seine Stimme mich immer ein wenig an eine Mischung aus den längst verstorbenen Georges Brassins und Jaques Brel erinnert.
Das neue Lied Santé von ihm ist ein Ohrwurm erster Klasse.

Die letzte Sendung des Jahres

Früh raus aus den Federn. Mein Ichias meldete sich kurz zu Wort. Nanu? Was soll das denn? Der hatte doch dieses Jahr erst seinen großen Auftritt.

Es standen zwei No Art Sendungen an. Die letzte von diesem und die erste fürs kommende Jahr. Beide liefen gut, außer dass ich in einer einen total Aussetzer hatte. Das war mir so auch noch nicht unterkommen.

Für die letzte Sendung hatten wir keinen Gast. Es waren aber fast alle Reporter der Sendung da. Wir blickten zurück auf ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Die Tiefen ausgelöst durch die Pandemie die uns dieses Jahr noch einmal einen Stillstand durchlaufen ließen. Doch wenn ich den Stillstand in Luxemburg mit denen in anderen Ländern vergleiche, war unserer nur sehr kurz. Und es gab einen Ausblick auf das was nächstes Jahr auf uns zukommt. Nochmal ein europäisches Kulturjahr, diesmal ausgetragen von den zweitgrößten Stadt des Landes Esch-sur-Alzette und ihrer Umgebung. Es wird also ein prall gefülltes Jahr werden.

Die Kolleginnen und ich

Nach der Aufzeichnung ging ich ins Theater und war froh dass es dort gemächlicher zuging, als die letzten Tage in denen es nur chaotisch war.

Wieder daheim sah ich dass die Putzhilfe gründliche Arbeit geleistet hatte.
Ich mir wollte noch irgendwas im Fernsehen anschauen, aber mein Körper wollte ins Bett.

Sonntag, Montag & Dienstag

Wenn es wenigstens ein bisschen was zu berichten gäbe…

Der Sonntag war völlig unverblogbar. Und obwohl ich eigentlich gut gelaunt in den Tag startete ging am Ende so vieles schief.

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Den Montag hatte ich dann endlich frei. Uff. Doch ich musste dann doch für mancherlei Unverblogbares kreuz und quer durch die Stadt rennen um nicht fündig zu werden. Letztendlich bestellte ich alles im Internet mit Express Lieferung. Es wird ein Vermögen kosten aber ‚die‘ wollen es ja so.

Und wenn der Montag schon so erfolglos war, wollte ich mir etwas Gutes antun. Ich fuhr zur Belle Etoile, (sonst muss man mich prügeln um dorthin zu gehen, aber an einem Montag ist es ruhig dort) einem der größten Einkaufzentren und schaute nach ob ich bei S.Oliver nicht ein paar schöne Hemden finde. Es wurden zwei sehr klassische Polos in dunkelblau und und in mausgrau.

Der angeschlossene Supermarkt Cactus war und ist immer noch der größte des Landes. Weil dort eh nicht viel los war, startete ich seit etlichen Jahren den ersten Versuch dort ein paar Dinge zu kaufen. Jetzt da er dünn bevölkert war würde ich wahrscheinlich nicht wahnsinnig werden. Und siehe da, es klappte! Ich fand sogar in der Elektroabteilung ein Käsefondueset mit elektrischen Heitzgerät und richtigem Fonduetopf von einer Schweitzer Marke. Foto davon gibt es die Tage. Ich nahm auch gleich eine Packung frischen Käse dafür mit.

Wieder daheim versuchte die neue Apparatur und war begeistert. Es klappt dann doch um Längen besser als mit Minibehelfstopf auf dem Raclettegerät.

Später gab es noch einen Schlagabtausch per SMS hinsichtlich der Arbeitsprogramms am Dienstag. Ich war kurz davor alles hinzuschmeißen. Kennt ihr das, wenn man etwas so gern vom Stapel lassen würde, jemanden mit Genuss dissen, und wie eine Sau durchs Dorf treiben würde? Ja! Genau so! Aber ich bin ja nicht so. Nein Joël, du bist nicht so. Aber ich musste es mir gebetsmühlenartig selbst vorsagen bis es wirkte.

Spät und grantig ins Bett.

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Der Dienstag ging dann mit einer erfreulichen SMS los, dass das Bestellte von Montag schon in Trier angekommen sei. Super! Also fuhr ich gleich los und nahm den Mittagstisch in der Brasserie mit.

Hier dann die erste Begegnung mit 2G+, was es in Luxemburg noch gar nicht gibt. Ich bin noch nicht geboostert. Der Termin steht, wird aber erst kurz nach Neujahr sein. Also musste ich einen zusätzlichen Schnelltest machen. Kostenpunkt 5€. Kein Problem, das nächste mal bring ich einen mit. Ich habe noch eine Kiste voll zuhause rumstehen.

Und hier fand ich dann seit Tagen zum erstmal die Ruhe und die Zeit zum Bloggen. Das einmal am Tag, wenn auch nur für kurz, sich zurücklehnen und den Tag zu reflektieren fehlt mir dann doch.

Nach dem Essen zurück nach Luxemburg, durch das triste graue Nieselwetter das es zur Zeit wirklich nicht einfacher macht, weiter zu einem unverblogbaren Abend, der aber heute zum erstenmal zumindest bei mir so verlief wie er sollte.

9 Tage noch.

Horror Freitag & Samstag

Zuerst dachte ich ich nehme noch den Sonntag mit in dieses Posting, doch dann entschied ich um.

Der Freitag war, mal abgesehen von all wetterbedingten grau, dem Nebel, dem Schnee und Fieselregen, einer er schlimmsten Tage seit langer Zeit. Nebst dem Unverblogbaren und das winzige Zeitfenster das man mir dafür gnädigerweise zur Verfügung stellte und mir das Leben schon schwer genug machten, gab es auch noch anderes.
Der erste Knaller der Tages war dass, als ich am frühen Abend nach Hause gehen wollte und mein Handy weg war. Ich sauste mit einer Kollegin durch alle Ecken und Räume des Gebäudes wo ich mir aufgehalten hatte, während sie mein Handy immer wieder anrief und wir lauschten angestrengt in die Stille ob es nirgendwo summen würde, denn es war, zu allem Unmut, auf lautlos gestellt. Nichts…nirgendwo.
Also fuhr ich ohne Handy heim und nahm sofort mein iPad das dran gekoppelt ist und startete einen Suchlauf. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, dass mein Handy sich in einem völlig anderen Stadtteil befand. Also hatte es jemand mitgenommen!
Ich fuhr zur Adresse an der ich das Handy zuletzt gesehen hatte, und dann machte ich einen Fehler. Da das iPad keine Simkarte hat, funktioniert es nur wenn in einem WLAN eingeloggt ist. Ich versuchte krampfhaft in das freie Netz der Stadt zu kommen, aber das Provider gab das Netz nicht frei. Ich war einem Schreikrampf nahe. Wieder in der Wohnung, startete ich das Rufsignal und rief sofort über das Festnetztelefon (zum Glück habe ich noch eines) das Handy an.
Zum Glück hob jemand ab. Die Kostümbildnerin hatte es aus Versehen eingesteckt, weil sie dachte es sei ihr schwarzes Notizheft! Aaaaargh.

Der zweite Knaller war, dass meine Kreditkarte weg war. Ich hatte sie zum letzten mal in der Parkgarage gebraucht, kurz bevor ich zum ersten mal heim gefahren war. Weg. Unauffindbar. Ich suchte alle Taschen durch, kroch in Auto unter sämtliche Sitze, suchte alles mit der Taschenlampe ab. Sie blieb verschwunden. Ich suchte die 24 Stunden Service Nummer raus und ließ sie sofort sperren. Mist verdammter! Grad jetzt wo ich sie mehr denn je für die Arbeit brauche um sämtliche Bestellungen zu tätigen!

Ich trank auf der schrecklichen Tag mit mehreren Schrecken einen dreifachen Scotch auf Eis, ging beäuselt in Bett und schlief sofort ein. Puh!

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Der Samstag war dann noch einmal mit viel Unverblogbarem gekrönt, aber es ging alles glatt.

Ein Foto kann ich zeigen:

Nein, das sind keine Gedärme sondern pink eingefärbte Haarteile.

Am Morgen sah ich kurz die D. auf dem Wochenmarkt, die ich erst wieder im St.Jean sehen werde, denn sie fährt Anfang der nächsten Woche schon hin.

Und auch ich werde laut Hurra schreien wenn ich endlich im Zug sitzen werde um dorthin zu fahren. Noch zwölf Tage!

Mittwoch & Donnerstag

Mein zukünftiges Ich wird sich ärgern, wenn ich die Tage nicht einzeln poste, aber es geht halt nicht anders.

Eines möchte ich noch erklären, weil ja gerade alles wieder so eskaliert. Ich werde zur Zeit JEDEN Tag getestet. JEDEN TAG! Erst wenn ich den Test gemacht habe, darf ich überhaupt was tun. Die Regeln sind ultrastreng. Ich darf quasi gar nicht mit anderen Künstlern in Kontakt kommen, die nichts mit dem Projekt zu tun haben, an dem ich arbeite. Es steht zu viel auf dem Spiel. Wenn einer ausfällt ist die Produktion gelaufen, und das wäre fatal.

Die bösen Pfeile die jetzt gerne in gewisse Richtugen verschießen möchte, werde ich mir für Twitter aufbewahren. Seit dem Tag, an dem die Weihnachtsmärkte hier von Ungeimpften gestürmt wurden, habe ich nicht mehr das geringste Verständnis. Im Gegenteil, ich schäme mich für die Dumpfbacken.

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Der Mittwoch war bis auf den Abend, an dem mich eine Arbeitskollegin kurz besuchte, weitgehend unverblogbar.

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Der Donnerstag wäre ebenfalls so verlaufen wenn ich mir den Abend nicht erzwungen frei genommen hätte. Zudem gab es mir die Gelegenheit hier ein paar Zeilen zu schreiben.

Anfangs hatte ich überlegt den Lieferdienst in Anspruch zu nehmen, doch dann fuhr ich auf dem Heimweg an der Rotisserie Ardennaise vorbei und entschied mich um. Es war die beste Idee des Tages. Ich stellte das Auto fix in die Garage und ging zu Fuß hin.

Zu Anfang wurde das Restaurant mit seinem neuen Besitzer, das aber an sich eine Institution seit Jahrzehnten ist, nur zögerlich besucht. Inzwischen ist wesentlich besser geworden. Ich hatte auch schon einmal hier und hier darüber berichtet.

Vorspeise: Teigtaschen mit Languste gefüllt in einem Sud von Zitronengras. Sehr sehr gut.

Filetsteak mit vier verschiedenen Sellerie. Als Purée, Carpaccio, in der Pfanne gebraten und frittiert, dazu Himbeeren. Ungewöhnlich aber sehr gut.

Ein Törtchen mit weißer Schokolade, die ein bisschen zu viel Gelatine abbekommen hatte, denn sie hatte etwas gummibärchenartiges was mir nicht gefiel. Aber der Geschmack ansonsten war sehr gut.

Und obwohl der Nachtisch ein kleiner Dämpfer war, wackelte ich zufrieden heim.

Ach ja, das hätte ich beinahe vergessen. Am Donnerstag zog erhielt ich endlich die Einladug für die Booster Impfung. Terminlich war aber vor Weihnachten nichts mehr frei. Also buchte ich ihn gleich Anfang Januar. Da habe ich auch ein paar freie Tage. Wenn ich wirklich ein heftige Reaktion darauf zeigen sollte, kann ich mich ohne schlechtes Gewissen überall abmelden.

WMDEDGT an einem Sonntag

WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag ist eine Aktion von Frau Brüllen an jedem 5. des Monats. Da es diesmal auf einen Sonntag fällt, ist sie ein bisschen dünner ausfallen, als wenn es ein Wochentag wäre.

Mit Schmerzen aufgewacht. Die ganze Nackenmuskulatur ist wieder so verspannt und hart, dass ich schreien könnte, nicht vor Freude wohlgemerkt. Es zieht sich bis vorne in Brustbereich und wenn es noch schlimmer kommen sollte, bis in die Unterarme. In dem Falle wäre ich wieder soweit wie kurz vor der Sommerpause…

Ich las am Morgen mit der ersten Tasse Kaffee den Demo Ereignissen von gestern im Netz hinterher. Das ist alles sehr traurig und beschämend.
Anschließend mit der zweiten Tasse Kaffee den gestrigen Blogbeitrag, fertig geschrieben und hochgeladen und den restlichen Morgen mit gutem Gewissen weitgehend vergammelt. Ich hatte mir fest vorgenommen erst am Nachmittag andere Dinge zu tun.
Ich wurschtelte an der Fritz Box herum um ein Einstellung zu ändern. Ich habe einen neuen Telefonapparat bekommen den ich auf eine andere Sprache umstellen wollte. Das ist in den ganzen Menüs und Untermenüs derart verschachtelt und kompliziert, dass ich etwas löschte was besser nicht getan hätte. Das hatte zur Folge dass ich jetzt gar kein Telefon mehr habe. Dann muss halt morgen der Kundenservice herhalten, die das hoffentlich wieder hinkriegen.

Später schlug der der „Dezember“ wieder zu, wie vor ein paar Tagen schon. Ich wünschte mir manchmal ich hätte einen anderen Job der es ermöglichen würde, den ganzen Winter über nicht in unseren Breitengraden verbringen zu müssen. Ich habe das zweimal bis jetzt getan, als ich im Winter in Australien war. Mal abgesehen von der ‚Situation‘ bei der es eh nur unter sehr großen Schwierigkeiten machbar wäre, wäre aus finanziell eine ziemliche Herausforderung.

Ich arbeitete Dinge am PC ab.

Am Abend machte ich mir ein kleines Käsefondue.

Es war wieder von der gleichen Marke die ich letztes Jahr schon gekauft hatte. Aber nachdem ich mit dem Zeug verwöhnt worden war das die A. von ihrem Bruder aus Schweiz hatte, schmeckte sie mir eher mittelmäßig.

Ich ging früh zu Bett zu hörte noch den Podcast zu Ende über den Geheimagent Marlowe – Ein Krimi im elisabethanischen Zeitalter

Rücken & Al Grappolo

Ein sehr langer Tag, der für mich ungewöhnlich früh begann, an dem ich viel auf einer Stelle stand oder saß und mich weiter nicht viel bewegte. Mein Rücken zahlte es mir mit Schmerzen heim.

Gegen 16:00 Uhr machte ich Schluss weil ich die Nase voll hatte. Zum Glück schreibt mir da niemand eine Uhrzeit vor.

Ich fuhr fix mit der Tram zum Auchan, ein größerer Supermarkt der direkt an der Haltestelle liegt und damit gut erreichbar ist, weil ich Dinge brauchte die ich n meinem kleinen Markt an der Ecke nicht bekomme. Als ich zur Haltestelle ging hörte ich von der Königswiese her ein gewaltiges Pfeifkonzert. Sehr beunruhigend und ich ahnte dass die Gegner schon wieder unterwegs wären. Waren sie auch. Es ist beschämend, welche Ausmaße das in Luxemburg annimmt. Inzwischen auch mit massiver Hetze und Einschüchterungsversuchen. Aber wahrscheinlich müssen noch viel mehr Menschen sterben bevor es ein Einsehen gibt.

Den Abend mit der A. , der N, und dem T. im Al Grappolo verbracht. Die N. hatte einen Tisch reserviert. Ohne Reservierung geht es nicht, denn es ist immer sehr gut besucht.

Später ging es noch auf einen Absacker zur N., der aber kurz ausfiel weil sehr müde waren.

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Wie versprochen die No Art Sendung:

No Art on Air

Das erste Posting das über Glasfaser rausgeht

black and blue electronic tools on green circuit board
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Ihr könnt euch an all die elenden Baustellen Beiträge aus der Straße erinnern? Lärm und Gehämmer ohne Ende. Das trug heute nun endlich seine Früchte. Ich bekam Glasfaser Internet. Ich hatte schon Fiber als ich noch in der kleinen Wohnung lebte, vor über vier Jahren. Als ich dann umzog musste ich notgedrungen wieder zurück zur DSL Leitung weil es in der Straße noch nicht verlegt war, was alles andere als erfreulich war. Alles brauchte im Vergleich wieder elend lang. Downloads dauerten eine gefühlte Ewigkeit. Aber das hat jetzt ein Ende.

Und währendessen der Techniker vom Keller in mein Stockwerk sauste und wieder hinunter, beeilte ich mich, so lange die DSL Leitung noch nicht gekappt war, all die Büroarbeit zu erledigen die noch anstand. Denn wenn ich die neue Leitung habe muss ich alle Geräte neu im Netz anmelden. PC, Fernseher, Smartphone, Internetwecker, Drucker…

Die ganze Aktion dauerte dann doch länger als gedacht. Ich kam so just noch dazu ein wenig Unverblogbares zu tun.

Wieder daheim orderte ich Essen vom Red Face, sah mir zwei Folgen Murdoch Mysteries an und ging früh zu Bett.

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Aus dem Konzert das Adele in London gab ein Ausschnitt, der sehr emotional ist. Sie sah ihre erste Lehrerin wieder. Lasst euch nicht von dem Emma Watson Titel stören, die ist nur für einen Sekundenbruchteil zu sehen, es ist die andere weitaus interessantere Emma (Thompson) die ihr eine Frage stellt.

Zurück katapultiert

Ein guter Tag. Zumindest erwachte ich nicht mit den unerträglichen Kopfschmerzen wie am Tag davor.

Interessanterweise wenn ich die Arbeit die tagtäglich ansteht einfach erledige, ohne über den ganzen Rest nachzudenken, geht es einigermaßen, selbst dann wenn ich das Ganze noch nicht in seinem Ausmaß erfassen kann. Das ist nämlich genau der Punkt bei dem ich immer in wenig in Panik gerate, wenn ich die Übersicht nicht habe, bzw. noch nicht habe. Aber warum es sich einfach machen es auch komplizierter geht…

Zwischendurch noch einmal fix zum Fernsehstudio weil ich die Aufnahmen von Saarbrücken noch nicht abgeliefert hatte. Die Sendung wird übrigens (dem Gefühl nach) eine der sehr unterhaltsamen werden.

Am Abend wollte ich mir einfach etwas Gutes tun. (Die, die schon lange hier mitlesen, werden jetzt denken, dass ich das eh beständig tue, aber wenn ihr genau hinschaut, dem ist ist nicht so) Ich versuchte mein Glück in der Skybar, eines meiner Lieblingsrestaurants, und bekam sofort einen Tisch.

Espresso Mrtini
Baklava mir Champions gefüllt
Tagliatta vom Fasan
Tiramisu mit Trüffel

Und dann sah ich am Tisch im Eingang das hier:

Ein Adventskranz an dem die erste Kerze brannte. Und schlagartig kamen Bilder aus der Vergangenheit hoch. Es ist Dezember. Ein Monat den ich schon lange nicht mehr mag. Ein Monat der der mich immer wieder, obwohl es mit Jahren besser geworden ist, zurück katapultiert zu dem Menschen die nicht mehr da sind. Mein Bruder, meine Mutter, mein Vater… Größer war die Familie nicht. Keiner davon ist mehr da. Und es schmerzt immer noch, obwohl sie inzwischen so weit weg sind. Sie leben in mir weiter… Ich spiele oft das Gedankenspiel, als ob sie noch da wären und wie es ihnen jetzt wohl ginge. Kämen sie noch klar mit der Welt in der wir jetzt leben?

Zum Glück riss mich der Chefkoch Renaud Nols aus meinen dunklen Gedanken, als er sich an meinen Tisch setzte und wir urplötzlich über alles mögliche redeten. Ich habe ihm nicht gesagt was mich davor beschäftigte, aber ich bin ihm dankbar, dass es mich aus dem Loch rausholte. Für die, die noch nicht so lange hier mitlesen; Renaud war der Chefkoch, der meinen 50. Geburtstag ausgerichtet hat. Das war damals noch im Annexe…

Als ich wieder daheim war schrieb ich Renaud eine Sms um mich zu bedanken, dass er mich aus sehr dunklen Gedanken gerissen hat.

Daheim schaute ich mir eine Doku im SWR an. Aidas Geheimnise, ist eine sehr emotionale Reise in die Vergangenheit zweier Brüder die sich nicht kannten.

Barometer im Kopf

Ich erwachte mit brüllenden Kopfschmerzen am Morgen. Nicht der Migräneschmerz den ich ja auch kenne, sondern als ob da ein Druckausgleich stattfinden müsse. Oder ist das etwa ‚der‘ Kopfschmerz, wenn das Drecksvirus zugeschlagen hat? Wie fühlt der sich überhaupt an? Eher wie Migräne oder anders? Noch vor dem ersten Kaffee und der Dusche, machte ich einen Schnelltest. Negativ.
Draußen stürmte und regnete es. Also schrieb ich es dem Wetter zu, denn ich hatte mit nichts am Tag davor übertrieben.
Ich nahm eine 1000er Dafalgan und damit wurde es langsam besser, doch das wattige Gefühl begleitete mich den ganzen Tag über.

So ganz happy war ich nicht drüber, denn am frühen Nachmittag sollte die Aufzeichnung der Sendung stattfinden. Ich war bis dato noch nie krank für eine Sendung. Ich setzte mich also noch einmal hin ging alle Fakten durch und versuchte mir alle Namen zu merken, dich ich wissen musste. Ich stöberte durch den vollgestopften Schrank (ich hab nichts anzuziehen!) was ich für die Sendung anziehen sollte, entschied mich für für dunkle Farben.

Gast für die Sendung war der noch sehr junge Sänger und Performer Chaild.

Am Sonntag werde ich den Link aus der Mediathek posten.

Dann zog ich nochmal los um Unverblogbares zu verrichten und war am frühen Abend wieder daheim.

Anschließend zog ich noch einmal os weil um mir als Zuschauer ein Theaterstück in Mamer anzusehen, bei dem ich leider nicht auf der Premiere sein konnte.

Moi, je suis Rosa! verfolgt die Geschichte einer Statue, die als Kunstwerk 2001 ein paar Meter neben der „Gëlle Fra“ stand und für viel Aufregung und Diskussionsstoff sorgte. Sehr sehenswert!

Reportage aus den Nachrichten

Müdigkeit & Tunnelblick

Sehr müde.
Nein, nicht die Müdigkeit die mich erwischen würde wenn ich das Virus hätte, sondern einfach eine übergroße physische Müdigkeit.

So hatte ich mir den Montag einfach mal frei genommen, obwohl ich mir eigetnlich etwas vorgenommen hatte. Aber die A. machte mir einen Vorschlag der sich wenn auch nur zum Teil mit dem deckte was ich vorhatte.

Wir fuhren nach Trier. Sie zu einem Termin etwas ausßerhalb, ich derweil nochmal in den Perückenladen meines Vertrauens.

Mittagessen in der Trier Breasserie. es war gut dass ich einen Tisch vorbestellt hatte.

Anschließend bekam die A. eine kleinen Shoppinganfall. Ich kann das nachvollziehen, ich habe die auch bisweilen. Das letzte mal mir ihr in Knokke.

Wieder daheim, wollte ich noch ein wenig arbeiten, aber ich fiel das Länge nach aufs Bett und schlief sofort ein. als ich dann eine Stunde später erwachte, machte ich mich zubettgehfertig und schlief sofort wieder ein.

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Den Dienstag mit etwas mehr Energie als die Tage davor.

Ich musste nach Saarbrücken. Ein Treffen mit der B. die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Anschließend fix in die Stadtgalerie von Saarbrücken wegen ein paar Bildern.
Am Samstag in der No Art Sendung seht ihr mehr davon.

Anschließend noch ein paar unverblogbare Dinge getan, die sich aber gut anfühlten. Es geht wieder im größeren Schritten voran.

Langsam bekomme ich einen Tunnelblick. Ich sehe nur noch das Datum vom 24 Dezember vor meinen Augen. Zwischendurch wird zwar nach so einiges passieren was sehr erfreulich sein wird, aber wegen der „Situation“ freue ich mich mal nicht zu früh.

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Ihr wollt Entspannung?
Wie wäre es mit meinem liebsten Restaurator? Es kann ganz groß, aber er kann auch ganz klein.

Samstag & Sonntag

Der Samstag war dann wie angekündigt, elend lang und nach fast 13 Stunden, (ich bin derzeit der einzige der Abendcrew der eine Doppelbelastung hat) merkten auch die Kollegen dass ich stiller geworden war und nur noch funktionierte.

Daheim dann war ich so müde, dass es nur noch zwei große Gläser Gimber-Wasser reichte und ich ging sofort ins Bett. Schlafen ging natürlich nicht und ich hörte mir eine Folge von Professor Dr. Dr. Dr. van Dusen an, die zur Zeit alle im DLF Kultur wiederholt werden und hier als Podcast gemischt mit anderen, zu hören sind. Die Folge war ein wenig dröge und ich schlief darüber ein.

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Am Sonntagmorgen erwachte mit bösen Gliederschmerzen, die mehrere Dinge bedeuten können. Ein Erkältung ist im Anmarsch (nein), ich hatte am Tag davor übertrieben, (ja ) ich hatte während der Nacht ein seltsame Schlafposition (wahrscheinlich), oder das Wetter schlägt dramatisch um. Letzteres konnte ich mit einem Blick aus dem Fenster feststellen. Es schneite und der Himmel war sehr dunkel.

Ich watschelte durch die Wohnung, machte mir Kaffee, trat auf den Balkon, sah dem Schnee zu, dachte daran dass es anderswo schöner ist und man im Meer schwimmen könnte, stöhnte laut, begab mich zum Schreibtisch und schrieb schon mal ein wenig was vor.

Da das Wetter vorschrieb drinnen zu bleiben, kam ich auf die Idee mir selbst eine Challenge zu setzen. Ich wollte wissen ob ich es noch kann.
Zeit für ein Brot zu backen.

Und während der Teig vor sich hin ging, hüpfte ich unter die Dusche.

Das Endresultat sah großartig aus und duftete die Wohnung voll.

Doch dann musste ich los, wegen Unverblogbarem. Aber die Vorfreude am Abend in frisches Brot zu beißen war gross und so ging ich leichten Schrittes aus dem Haus. Ich malte mir das ganze mit einem feudalen Omelette aus ,mit Schinken und Käse und dazu die letzten paar Tomaten als kleiner Salat und dazu das frische Brot…
Doch es kam anders.

Als ich bereits am frühen Abend wieder daheim war, schlug die Müdigkeit mit einer solchen Wucht zu, dass es nur für ein Butterbrot mit Käse reichte. Wahrscheinlich war es dem Umstand geschuldet dass ich endlch seit Wochen der Doppelbelastung los bin und nur noch eingleisig fahre.
Ich lag sehr früh in den Federn.

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Ihr kennt sicherlich alle die sogenannten ‚Reacts to‘ Videos. Sie werden mir immer wieder vorgeschlagen vom YouTube Algorithmus, doch die meisten sind sinnlose Zeitverschwendung.
Es gibt jedoch Ausnahmen wie Georgina, eine Gesangs- und Stimmtrainerin, die sich das neueste Lied von Adele – Easy on me vornahm, ihre Technik erklärt und warum das so gut ankommt.

Mittwoch, Donnerstag & verblogbarer Freitag

Zwei Tage in denen es nichts zu berichten gibt mit Ausnahme, dass nichts wirklich so läuft wie geplant und das Virus wieder im nahen Umfeld wieder zugeschlagen hat. Aber mehr als aufpassen, regelmäßig Schnelltesten und sich impfen lassen, kann man ja nicht. Doch macht es mich irgendwie ein wenig kirre. Es muss dann spontan umgedacht und umdisponiert werden und im schlimmsten Fall geht ein Projekt den Bach runter.
Die Regierung hier hat beschlossen dass sich alle bis 18 Jahre geboostert werden können, wenn die Erstimpfung sechs Monate zurück liegt. Es wäre genug Impfstoff vorhanden. Ich verfolge indessen mit Argusaugen, was die Franzosen beschließen, da ich ja Ende des Jahres nach St.Jean will. Also werde ich in den nächsten zwei Wochen auch boostern, denn dort sind die Regeln ein wenig strenger als hier aber ich will nicht überrascht werden, dass das Alter (das dort zur Zeit bei 65 liegt) nochmal runtergeschraubt wird, was das Boostern angeht.

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Am Freitag dann dann erwachte ich, recht spät übrigens, mit dem Gedanken, ‚ich habe frei‘! Juchuu!
So ganz frei dann doch nicht. Ich musste einmal kurz nach Trier wegen Bestellungen und einmal kurz für eine Stunde ins Theater. So war es angedacht… und so kam es natürlich nicht. Ich hatte jede Menge Mails mit Fotos und allem drum und dran, die ich alle durchsehen, bewerten und kommentieren musste und war dann viel zu spät dran, weil der Laden einer der seltenen noch ist, der über die Mittagsstunde schließt.

Also reservierte ich fix einen Tisch in der Trier Brasserie und ging dann erst dort hin bevor der Laden wieder öffnete.

Kross gebratenen Zander auf Bandnudeln mit glasiertem Gemüse. Dazu ein Glas Graubrugunder. Sehr gut!

Anschließend wieder zurück fix ins Theater. Dort fragte man mich, warum ich am Abend nicht bei der Verleihung des luxembuger Filmpreises dabei bin, der am Abend im Großen Theater verliehen wird. Aus zwei Gründen: 1. bin ich seit etlichen Jahren schon nicht mehr im Filmbuisness dabei. 2. Es ist mein EINZIGER freier Abend diese Woche, bei dem ich nicht die geringste Lust hatte ihn mit Leuten verbringen, mit denen ich seit etlichen Jahren nichts mehr zu tun habe. Für ein paar Menschen tut es mit leid, die ich bei der Gelegenheit gerne wiedergesehen hätte, aber das ist verkraftbar.

Ich verbrachte dem Abend viel lieber im Grünewald! Oh ja!

Dass ich immer so spontan einen Tisch bekomme ist inzwischen meinem schieren Glück zuzurechnen, denn es ist an dem Wochenenden sehr schwer einen Tisch zu bekommen. Ich sitze dann bisweilen an ungewöhnlichen Orten, was mir aber egal ist. Mir geht es ja ums Schlemmen.

Als Amuse-Bouche gab es ein kleines Süppchen von Artischocken mit und Pastinakenchips.

Anschließend ein thailändisches Bouillon mit Waygu Rinderfilet.

Und dann Jakobsmuscheln mit Kresserisotto, einer Hummersauce und ein paar Miesmuscheln.

Der Nachtisch war ein Windbeutel mit Craquelin und einer extrem schokoladigen Cerme.

Ich genoss es seit langer Zeit wieder einmal alleine zu essen und mich voll und ganz auf die Gerichte konzentrieren zu können. Es war herrlich anregend und zugleich sehr entspannend.

Und während ich speiste und genoss, fiel der erste Schnee für diesen Winter, der aber zum Glück in der Stadt nicht liegen blieb.

Kommen wir zu den unschönen Dingen. Ich weiß jetzt schon, dass ich am Samstag denn Markt streiche und wahrscheinlich 12 Stunden am Stück durch muss. Aber das sehen wir dann morgen. Und zwischendurch hörte ich im Radio dass es eine neue südafrikanische Variante des Virus gibt. Ich weiß echt nicht mehr was ich dazu noch denken oder fühlen soll. Es macht mich nur unendlich müde.