Sehr gut geschlafen. Das etwas längere Posting von gestern nochmals verbessert. Dann galt es jede Menge Haushaltsdinge zu erledigen, denn morgen werde ich keine Zeit dafür haben.
Am Nachmittag ins Kino.
Die D. hatte mir von St.Jean aus berichtet, dass sie sich dort die Neuverfilmung von Dune angesehen hatte und sehenswert fand. Da die D. jahrelang Kinokritikerin war und ich ihren Geschmack kenne, täte ich gut daran ihr das zu glauben.
Ich habe das Monumentalwerk von Frank Herbert nicht gelesen. Ich kannte nur die erste Verfilmung mit Kyle MacLachlan in der Hauptrolle unter der Regie von David Lynch (weil Ridley Scott entnervt aufgab) die ihrer Zeit viel zu weit voraus war und von den Produzenten im Schnitt massakriert wurde. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen und der Film floppte. Ich habe ihn erst später in einer halbwegs wiederhergestellten Version auf DVD gesehen. Ich habe mir damals wirklich Mühe gegeben den Film gut zu finden, es gelang mir aber nicht richtig. Allein schon von den Kostümen und dem Makeup hatte der Film einen so gewaltigen 80er Jahre Hau, dass es nie Bestand haben würde. Die Miniserie fürs Fernsehen sah ich nie.
Nun hat sich der französische Regisseur Denis Villeneuve daran versucht mit dem schönen Timothée Chalamet in der Hauptrolle, der sich mit dem Film Call Me By Your Name unauslöschlich in mein Hirn eingegraben hat. Und ich hatte Angst um ihn. Doch sie war unbegründet. Der Film reiht sich in die gut gemachten Fantasie und SciFi Filme wie Krieg der Sterne oder auch Herr der Ringe ein. Die Dialoge sind ein kleines bisschen flach, was aber durch die Darsteller wettgemacht wird. Zudem ist der Film nicht überladen mit irrsinnigen, nicht enden wollenden Kampfszenen und Gemetzel. Auch in den CGI Effekten haben sie sich zurückgehalten und bedienen die Geschichte anstatt sie zu überladen. Ein recht schöner erster Teil, wenn auch ein wenig zu lang. Ich bin gespannt auf den zweiten.
Nach dem Kino immer wieder mal kurz in die Hochrechnungen der Bundestagswahl geschaut und mich beruhigt. Die Welt wird morgen nicht untergehen jedoch neu erfinden wird die Wahl sie auch nicht. Ich bin gespannt was die Kaltmamsell als Wahlhelferin morgen (bzw. heute) zu erzählen hat.
Daheim dann noch eine Wäsche gestartet ein wenig im Fernsehen herumgezappt und verhältnismäßig früh zu Bett.
***
Wer sich ein bisschen für Mode interessiert sollte sich die Reportage über Martin Margiela ansehen. Hier kommt er zum erstem mal selbst zu Wort, auch wenn es ihm immer noch wichtig ist, seine Anonymität zu wahren und sein Gesicht nicht zu zeigen.
Baustellenkrach am Samstagmorgen, vertreibt weder Kummer noch Sorgen. Obwohl… so ganz stimmt das nicht. Sie füllten die Quergräben auf, die mit Metallplatten belegt waren. Mir sollte das mehr es recht sein, denn jedesmal wenn ein Auto drüber fuhr, hörte es sich an wie entferntes Donnerrollen. An was ich mich aber nie gewöhnen werde, ist das unsägliche Fiepen wenn ein Laster den Rückwärtsgang eingelegt hat. Das macht mich über Stunden hinweg schier wahnsinnig.
Zwischendurch las ich mit Entsetzen dass ein Schulfreund von mir gestorben ist. Ich hatte ihn zum letzten Mal letztes Jahr in der alten Heimat gesehen. Er ging am Krückstock… Uns verbanden ein paar aufregende Jahre als wir beide Radiosprecher in dem kleinen Lokalsender der Alten Heimat waren. Ich glaube er hat das bis zum Schluss gemacht. Aus der Todesanzeige entnahm ich dass er bereits Großvater war. Leider werde ich nicht die Zeit haben ihm das letzte Geleit zu geben. Äddi Maurice …
Ich traf mich mit K. auf dem Markt und wir beschlossen die Däiwelskichen für den Mittagstisch aufzusuchen. Und es schmeckte wieder hervorragend.
Die K. wollte sich am Abend ein sehr ungewöhnliches Theaterstück im Wald ansehen und fragte mich ob ich auch Lust dazu hätte. Ich hatte von den Stück gehört, hatte es aber nicht auf dem Bildschirm, da ich der Meinung war ich hätte eh keine Zeit es mir anzusehen. Ich ich rief an ob es noch nicht übervoll wäre, was nicht der Fall und so fuhr ich am Abend hin.
Das neue Stück der Volleksbühn ‚De Bësch‘ ist eine Mischung aus Die Maschine steht still und The Matrix, mit immersiven Elementen wie in Sleep no more und mit einem Hauch Blair Witch Projekt. Jeder erlebt das Stück anders. Man bekommt nur am Anfang erklärt man soll den ‚Professor‘ suchen, wird mit einer Taschenlampe ausgestattet und einer Handynummer, auf die eine SMS schicken kann wenn man was entdeckt hat. Also irrt man durch den Wald über mehrere Stunden hinweg und versucht Dinge zu finden, man hört manchmal Schreie und Gesang, seltsame Musik und urplötzlich steht man mitten in einer Schauspielszene. Gutes Schuhwerk ist ein Muss und je dunkler es wird umso spannender wird es. Die Taschenlampe ist absolut von Nöten. Zwischenzeitlich fing es an zu nieseln, was es noch gruseliger machte. Kurz vor 22:00 Uhr war es dann zu Ende.
Auf dem Rückweg waren dann alle Beleuchtungen umgestellt und man fand den Weg wieder aus dem Wald zurück zum Parkplatz.
Ich hatte mir den Wecker gestellt der mich aus einem seltsamen Traum riss. So genau weiss ich nicht mehr was es war, aber es war kurios genug dass ich es gerne weitetgeträumt hätte.
Ich fuhr fix zum Sender, gab das gestrige Filmmaterial ab und fuhr nach Trier.
In Trier dann stellte ich entsetzt fest,dass die Pandemie dann doch mehr Läden erwischt hat als ich gedacht hatte. Mein geliebter Gewürzladen z.b. war weg. Ich besorgte mir lediglich den weißen Balsamico Essig anderweitig, den ich schon länger nicht mehr hatte. Für ein Mittagessen in der Brasserie blieb keine Zeit, da ich einen wichtigen längeren Termin wahrzunehmen hatte.
Am späten Nachmittag fuhr ich wieder zurück. Ich war sehr k.o. und zu nichts mehr weiter fähig. Die A. wollte mich noch zu einer Vernissage mitnehmen, doch ich sagte ihr ab.
Am Abend schaute ich mir eine sehr interessante aber auch einseitige Doku über Bob Ross auf Netflix an. Es gab mal eine Zeit in meinem Leben, da vertrug ich nichts anderes als Bob Ross gucken. Ich kann heute nachvollziehen, warum er so vielen Menschen geholfen hat und warum das auch bei mir funktionierte. Ich wollte aber auch immer schon wissen was aus seinem Sohn Steve geworden war, der mehrfach in seinen Sendungen auftrat. Hier erzählt Steve seine Seite der Geschichte und warum er heute noch um seine Rechte kämpfen muss.
Den Tag mit viel hin und her und dabei eine heftige Entscheidung bis Ende des Jahres getroffen. Ich traf sie hinsichtlich einer lieben Sms die ich von Freiburg bekam. Ein kleines Dankeschön geht dabei an Freiburg obwohl die liebe C. eigentlich gar nichts dafür kann.
Heute kann ich auch zeigen, was ich für die Sendung für Samstag mache, denn heute war die Vernissage der neuen Ausstellung in der Galerie Zidun & Bossuyt.
Ich hatte die Bilder vor fast zwei Wochen bereits im Pressedossier gesehen und war elektrisiert davon. Ich musste etwas darüber entweder hier im Blog oder für die Sendung machen. Jeff Sonhouse ist aus New York ,Jahrgang 1968, und das was er malt ist unglaublich schön, sehr sexy und zugleich sehr verstörend. Ich traf ihn heute auf der Vernissage und es war eine sehr schöne Begegnung. Alles andere werdet ihr in der Sendung sehen, die ich am Sonntag verlinke.
Ich hatte mir einen Tisch im Bovary reserviert und als ich hinfuhr passierte folgendes:
Das was ich erzählen werde ist sehr privat aber es trifft nur mich also kann ich erzählen. Ich hatte gestern ja berichtet dass ich versucht habe den Ohrwurm los zu werden. Nun, das stimmte dann doch nicht so ganz. Aber als ich ins Bovary fuhr und das Lied so richtig laut im Auto aufdrehte, verstand ich urplötzlich den Text und warum er mir so nahe ging, und warum ich das erste mal Tränen in den Augen hatte, als ich ihn hörte, ohne wirklich zu wissen warum. Ich werde wahrscheinlich endlich mit etwas abschließen können, das mit über seit 30 Jahren auf dem Magen liegt… Ich werde nicht in die Einzelheiten gehen. So nackig mache ich mich dann doch nicht. Aber es fällt mir eine sehr große Last von der Seele.
Im Bovary dann saß ich mit der Besitzerin L. zusammen und sie berichtete mir die neusten Ereignisse aus dem Bovary über den Sommer, die ich alle nicht mitbekommen hatte. Irgendwann werde ich ein Theaterstück oder Hörspiel über dieses Lokal schreiben…
Ich machte recht früh Schluss, denn morgen muss ich früh raus.
Das lange Posting von gestern, gleich am Morgen nochmal verbessert und umgeschrieben. Die Wohnung ein wenig aufgeräumt, den die Putzhilfe sollte am Nachmittag kommen. (Ja, das mache ich immer, meine Putzfrau ist zum putzen da, nicht um meine Unordnung wegzuräumen)
Vor dem Kleiderschrank stand ich dann etwas länger. Ist ja nicht so, dass da nichts drin wäre, im Gegenteil. Er wird irgendwann platzen wenn ich da nicht bald gegensteuere. Aber an Fernsehtagen will man halt immer ‚gut‘ aussehen…
Ich setzte mich dann in aller Ruhe noch auf eine Terrasse und sah nochmal die ganzen Notizen für die Chronik durch.
Am Nachmittag dann: Die, nein halt, es gab schon zwei, MEINE erste No Art Sendung nach der Sommerpause.
Es war schön dass wir die Sendung noch einmal draußen drehen konnten. Denn es war wahrscheinlich die letzte auf der schönen Terrasse von Gudde Wëllen. Gast war Luce Elsen.
Am Abend versuchte ich einen Ohrwurm loszuwerden, indem ich mir das Lied gefühlte hundertmal anhörte. Und jetzt eine Nacht später, da ich dies schreibe, scheint es geholfen zu haben. Es war dieses Lied. Es gefällt mir immer noch sehr gut, auch wenn das viele nicht nachvollziehen können.
Anfangen möchte ich aber heute mit einer Anekdote, die sich schon vor ein paar Wochen ereignete. Darüber zu berichten kam mir erst jetzt in den Sinn, weil ich ein altes Posting im Blog verbesserte, das einen fehlerhaften Link zu einem Video enthielt. In dem Posting beschrieb ich was einen Teil meiner Arbeit ausmacht, sprich Prothesen zu erstellen. Es ist aber inzwischen so spezifisch, dass es eigentlich als eigene Sparte angesehen wird.
Das Video ist inzwischen weit über zehn Jahre alt. Die Materialien haben sich inzwischen verbessert (die Prothesen bestehen inzwischen nicht mehr nur aus Silikon, sondern auch aus sehr feinem Schaumstoff oder Gelatine) Aber das Prozedere zu Erstellung mit Alginatabdruck und Gips immer noch gleich. Es gibt inzwischen auch den Abdruck mit Kamerascan aus dem 3D Drucker, doch ist die Anschaffung der ganzen Apparate noch sehr kostenaufwendig)
Zurück zur Anekdote. Es war im Renert und eine etwas sehr affektierte Dame, die auch etwas zu laut sprach und (es war nicht zu überhören) nur ihre Meinung gelten ließ, saß am Tisch neben mir. Sie hatte mich erkannt und hatte schon vorab mir ihrem Mann über mich getuschelt (das ist doch der aus dem Fernsehen und Theater), was mir nicht entgangen war. Es war schlicht nur noch eine Frage der Zeit wann sie mich endlich ansprechen würde. Sie mäkelte an der Herrenhandtasche ihres Mannes (ich nehme mal an dass es ihr Mann war) herum, dem das aber sichtlich egal war. In einem Nebensatz quatschte sie mich dann von der Seite an und wollte von mir bestätigt haben dass die Herrenhandtasche nicht mehr trendy sei. Ich müsste das doch wissen bei meinem Beruf. Hier meine Antwort: „Ich kann Ihnen genau sagen was nicht mehr ‚trendy‘ ist. Untrendy ist es ein Modediktat zu befolgen. Wenn Ihr Mann sich mit der Tasche wohlfühlt, dann lassen Sie Ihn doch! Trendy ist es nicht trendy zu sein.“ Ich sah ein leichtes Grinsen über dem Mann sein Gesicht huschen. Sie jedoch wollte dagegenhalten. Doch ich wurde in dem Augenblick von einem Bekannten sozusagen „gerettet“ ,der mich zu sich an einen anderen Tisch hinüber rief.
Und jetzt da ich das oben Geschriebene noch einmal Revue passieren lasse, ist es ein wenig unzusammenhängend. Aber mal davon angesehen, dass die Dame eine dumme Kuh war, glauben immer noch viele dass ich immer auf dem letzten Stand der Mode sein muss. Ja und Nein. Es gibt ganz klar Trends die kommen und gehen. Manche halten sich eine Weile andere sind so kurzlebig wie eine Eintagsfliege.
Was ich aber seit der Pandemie festgestellt habe ist, dass es keine richtigen Trends mehr gibt. Erklären kann ich es nicht, aber ein bisschen kommt es mir vor wie in Kriegszeiten als es auch keine ‚Mode‘ gab. Jeder war froh dass er überhaupt etwas zum Anziehen hatte. Andererseits wird vieles hinterfragt. Man hat so manches nicht während dem Lockdown nicht gebraucht. Braucht man es denn jetzt noch? Ich persönlich bin ja von dem Trend sehr begeistert, dass jeder das anziehen kann worauf er Lust hat und sich darin wohlfühlen soll und darf. Wie seht ihr das denn so?
***
Kommen wir zur Tagesberichterstattung: Eine Unmenge an Telefonaten am Morgen. Es ging zu wie im Taubenschlag.
Am Nachmittag hatte ich einen Termin einer Kunstgalerie zwecks der kommenden No Art Sendung. Ich hatte die neue Ausstellung selbst vorgeschlagen, weil ich das Pressedossier letzte Woche erhielt und völlig von den Socken war, allein beim Betrachten der Bilder. Am Samstag kann ich euch mehr davon zeigen. Die Bilder sind absolut sehenswert.
Anschließend setzte ich mich ins Renert und schrieb schon mal die Anekdote hier oben vor.
Ihr könnt euch das Gejammere vom Ischias erinnern, bevor ich nach St.Jean flog? Das fing an, um genau zu sein, in der Rotisserie Ardennaise an. Am Abend trieb ich dem Restaurant das schlechte Omen aus und ging nochmal hin…
… und haute rein! Ein Filetsteak Béarnaise mit Kartoffelpüree mit Trüffel, dazu frisches Ofengemüse. Peng! Es war Mega! Oder wie A. zu sagen pflegt: Mähgaa!
Anschließend Nachtisch:
Ein Cheescake mit Mirabellen. Nochmal Peng!
Ich hatte schon öfter mit der A. in Betracht gezogen die Rotisserie zu besuchen, aber da sie Vegetarierin ist, ist es schwierig weil sie keine Optionen haben. Ich hatte Herrn der mich bediente darauf angesprochen, der meinte dass sich das in einer Woche ändern würde, weil die dann die neue Winterkarte käme und dann gäbe es auch ein paar Alternativen für Veggies. Sehr schön. Denn das Restaurant sieht wirklich sehr schön aus und man sitzt fabelhaft dort.
Es war inzwischen richtig kühl geworden und ich war froh dass ich nicht weit laufen musste.
Ich war in meinem Leben selten so froh richtig gute fast schalldichte Fenster zu haben, denn die Baustelle in meiner Straße ist lauter als all die Tage davor. Zudem kommt dass sie Abends nach Schluss große schwere Metallplatten auf die Löcher legen, da die Straße für die Anlieger und das kleine private Parkhaus offen bleiben muss. Wenn die Platten nicht 100% gerade liegen scheppert es wenn ein Auto drüber fährt. Das was die letzte Nacht der Fall. Der einzige Hoffnungsschimmer ist, wenn das alles vorbei ist werde ich Glasfaserinternet bekommen.
Ich schrieb dem Blogbeitrag früh am Morgen zum Teil noch im Bett. Ich musste dann doch den Rest des Morgens vorne im Büro verbringen, da es für eine Recherche und mehrere Telefonate nicht anders ging. Zwischendurch fütterte ich die Waschmaschine regelmäßig mit Wäsche die noch von vor St. Jean liegengeblieben war.
Am späten Nachmittag fuhren die A., der große A. und ich nach Frankreich. Die N. hatte am Wochenende die Schlüssel bekommen, für das neue kleine Haus das sie sich nicht weit hinter Audin le Tiche gekauft hat. Es steht in einer kleinen Siedlung die einst für die Minenarbeiter gebaut worden war. Sowohl die A. wie ich waren skeptisch, doch als wir das Haus sahen wussten wir warum sie es gekauft hat. Es ist wirklich nicht sehr groß, hat aber einen kleinen eingezäunten Garten für den Hund Darwin und es hat das gewisse Etwas, dass man sich sofort wohlfühlt. Sie zeigte uns alles von Dachboden bis zum Keller und was noch alles umzumodeln sei und neu gemacht werden muss. In ihrem kleinen Garten begossen wir mit einem Glas Champagner den Kauf.
Anschließend fuhren wir alle vier zurück und kehrten im Come à la Maison ein. Ich war vor Jahren einmal kurz dort gewesen. Es ist ein Konzeptstore mit Restaurant, Weinladen und anderen Essensabteilungen, im gleichen Sinn wie das Eataly in München . Doch hier kommt noch der Möbel- und Dekoladen Robin du Lac dazu. Wir feierten meinen Geburtstag nach.
Als ich die Geburtstagskarte aufmachte wurde mir ganz warm ums Herz:
Ich war früh wach und genoss die auf dem Balkon mit dem ersten Kaffee und die Stille. Kein Baustellenkrach! Herrlich.
Gegen Mittag musste ich los zum Konzert, das schon um 15:00 Uhr stattfinden sollte. Es stand noch einiges an Arbeit an. Da es ja ein viel größerer Saal war als bei dem Konzert davor, musste auch ein Umplanung vom Dekor stattfinden. Zudem hatte eine der Sängerinnen zwischendurch mal schnell ein Baby bekommen und hatte passte nicht mehr in das Abendkleid, so dass auch ich in der Maske umdenken musste weil das neue Kleid nicht mehr im 20er Jahre Stil war.
Das Konzert lief wie am Schnürchen. Es wurde zudem auch live im Internet übertragen. Wenn es da später einen Link geben sollte, werde ich ihn einstellen. Die riesige Gerbera Wiese wurde nach dem Konzert zum Großteil an das Publikum verschenkt und jeder von uns bekam einen gewaltigen Blumenstrauß mit nachhause.
Am Abend schaute ich mir, in Ermangelung anderer Dinge, die erste Folge einer neuen Serie auf One an. Murdoch Mysteries, war wir mir in einer Instastory von kid37 empfohlen worden. Hier schreibt er auch im Blog darüber. Die erste Folge war interessant. Ich habe sie in der Fernsehbox jetzt mal auf wöchentliche Aufnahme gestellt.
Leicht verkatert aufgestanden. Ich hatte etwas zu viel Crémant am Vorabend. Anderen erging es noch viel schlimmer. Ich will das nur so nebenbei gesagt haben, damit ich später auch noch weiß wer sich da an dem Abend der Preisverleihung völlig weggeschmissen hat. Das war schon rekordverdächtig. In dem Sinne am Morgen jede Menge Telefonate geführt, weil da jemand nicht auftauchte und über Stunden verschwunden blieb. Es löste sich jedoch alles kurz vor Mittag in Wohlgefallen auf. Merke jedoch: Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. (Ich weiß, das ist sehr verklausuliert, aber ich will hier niemanden in Verlegenheit bringen.)
Als ich auf den Balkon trat fand ich das hier vor und jubilierte:
Der Kran wird abgebaut! Also hat die hintere Baustelle ein Ende.
Die Konzertreihe für Alzheimer Patienten die im Frühling 2019, also weit vor der Pandemie gestartet wurde, und von der ich hier berichtet hatte, war damals ein derartiger Bombenerfolg, dass man noch locker 20 weitere Konzerte hätte geben können. Doch dann kam alles ganz anders und ein weiteres Projekt wurde pandemiebedingt eingemottet. Heute hatten wir nun die erste Wiederaufnahmeprobe davon. Mit größerem Orchester und Chor und das Ganze in einem sehr viel größeren Saal als davor. Es war schön die altvertrauten Melodien wiederzuhören, die die Gesichter der Patienten aufleuchten ließen.
Morgen Nachmittag gibt es dann endlich wieder ein richtig großes Konzert.
Am späten Nachmittag setzte ich mich bei dem strahlend schönen Wetter auf die Terrasse des Renert weil ich keine Lust hatte daheim zu bleiben. Später gesellten sich noch die D2 mit Anhang und die A. dazu. Es gab verschiedene Burschetta, die ich verpasste abzulichten.
Wir machten früh Schluss den Morgen findet das Konzert bereits um 15:00 Uhr statt.
Ein bisschen Haushalt, Blogschreiben und Körperpflege. (Die Körperpflege findet übrigens täglich statt auch wenn ich sie hier nicht immer erwähne. Wollte das nur einmal klarstellen, nicht dass jemand auf dumme Gedanken kommt…)
Anschließend fuhr ich die dann die recht mühsame Fahrt zum Matratzenladen. Die Strecke dorthin ist zur Zeit ein Gräuel.
Ich hatte am Morgen das Bett vermessen und von dem zwei Stück die ich gestern zurückbehalten hatte, kam aber nur eine Frage. Die andere wäre zu hoch gewesen. Jetzt bekomme ich Mitte November eine neue Matratze mit dem klangvollen Namen „Versaille“ . Vom Namen her passt das schon mal.
Am Abend war die erste große Abendveranstaltung der neuen Theatersaison. In Luxemburg wurde zum ersten mal ein Theaterpreis verliehen zusammen mit dem Tanzpreis, den es aber schon seit einer Weile gibt.
Die A. stand mit auf der Shortliste. Und nun ratet mal wer den Theaterpreis in der Kategorie „Hannert der Bühn“ bekommen hat?!?!?
Ich glaube ich habe noch nie so laut geschrien vor Freude im einem Theatersaal wie an dem Abend.
Es ist nicht schön in genau die gleiche Situation zurückzukommen, in der ich meine Straße vor einer Woche verlassen habe.
Gleich am am Morgen krachte uns schepperte es von der Straßenbaustelle her, als ob sich dort nichts geändert hatte. Ich hatte gehofft dass sie zumindest die Betonplatten vom Bürgersteig wieder verlegt hätten, doch nein, sie haben gerade erst begonnen. Das schlimmste Geräusch ist das der Fräse, wenn sie Platten zurecht schneiden müssen damit sie passen. Noch schlimmer empfinde ich das durchdringende Piepen der Bagger und Laster, wenn sie den Rückwärtsgang einlegen. Zudem fiel mir auf, dass die sie nur meine Brügersteigseite aufgebaggert haben haben. Die gegenüberliegende Seite haben sie noch nicht angerührt, was bedeutet dass sie erst kommen wird. Ich rechne mal dass es Ende Oktober bis Dezember werden wird. Pfffff……
Auch hinter dem Haus dachte ich, dass sie in einer Woche weiter wären, doch sehe ich immer noch die Dachdecker auf herumhuschen, aber zumindest machen sie keinen Krach mehr.
Ich legte mit der Wäsche los und sah die Post von einer Woche durch. Es war Gott sei Dank nichts unerfreuliches dabei.
Am Nachmittag einen beruflichen Termin wahrgenommen, der allerdings verschoben worden war, ohne dass man mich benachrichtigt hatte.
Nach Termin kam ich zurück und sah, dass sie die Metallplatten vor der Garageneinfahrt wieder hingelegt hatten. Also nahm ich die Gengelegenheit wahr um zu einem Matratzengeschäft zu fahren. Ich hatte schon in der Woche vor St.Jean entschieden dass, ich eine Neue bräuchte. Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt und der Ischias hatte mich restlos davon überzeugt. Die letzte Matratze ist noch nicht so alt, war aber definitiv ein Fehlkauf. Ich hatte mir das etwas Memoryform-mäßiges und zu Weiches aufschwatzen lassen, anstatt meinem Instinkt zu folgen. Sie ist knappe fünf Jahre alt und im Prinzip müsste sie länger halten, aber jetzt fliegt sie.
Dem Verkäufer in diesem Laden erklärte ich dann mein Anliegen, der sofort verstand und ich probierte vier verschiedene Stärken aus. Die letzte und vorletzte machten das Rennen, wo bei eine davon wahrscheinlich zu hoch ist. Das muss ich aber noch ausmessen.
Am Abend schaute ich mir ein Folge von Miss Marple mit Benedict Cumberbatch auf ONE an, die ich aber nur mittelmäßig fand.
In Luxemburg ging dann alles blitzschnell. Ich stieg aus dem Flieger und auf dem Band kam mir schon der Koffer entgegen. Die A. holte mich ab und fuhr sofort weiter.
Ich packte den Koffer aus und dann ging draußen ein kräftiger Wolkenbruch nieder… willkommen daheim.
Am Abend im Renert wartete ich eine Weile auf die A.und die N. Da i h den ganzen Tag, mit Ausnahme des Croissants, nichts gescheites gegessen hatte, bestellte ich mir eine Bruschetta mit Lachs.
Und da gab es noch jemand der so voller Freude war mich wiederzusehen, dass sie nicht mehr vom Schoß runterwollte:
Ein Tag der sich als sehr bewölkt erweisen sollte.
In die morgendliche Schwimmrunde erinnerte mich an den See im Remerschen. Das Wasser was spiegelglatt. Ich schwamm meine Runde und anschließend ging es zum Frühstück zu der gleichen Bar wie die Tage davor. Ein Anruf aus der Heimat erinnerte mich daran dass übermorgen wieder der Alltag auf mich zukommt.
Wir sahen den S. kurz auf dem Markt bei dem wir am Abend zum Essen eingeladen sind. Später dann machte ich mich auf den Weg zum zweiten Osteopathen Termin, diesmal aber in seiner Praxis in St.Jean. Er zog und drückte mich noch einmal in alle erdenklichen Richtungen. Als ich mich dann vor den Spiegel stellte, merkte ich das ich sehr gerade stand. Sogar das eine Speckröllchen links, das immer dicker erschien als das andere war seltsamerweise geschrumpft.
Ich habe die ganze Zeit nicht erwähnt, dass ich fast jeden Tag einmal zur Eisdiele von Bargeton ging, die beste Eisdiele der Welt und der Umgebung. Ich habe ihn schon oft bei meinen Besuchen in St.Jean erwähnt. Heute zum letzten mal ein Eis.
Den Nachmittag verbrachte ich lesend am Strand. Ich erhielt eine sehr traurige Nachricht aus der Heimat, die mich sehr verstörte. Mehr möchte ich das hier aber nicht ausführen.
Am Abend dann zum S. nach Ciboure. Zwischendurch regnete es ein paar Tropfen. Wir hatten notfalls den Schirm eingepackt.
Ein wunderschöner Abend auf seiner lauschigen Terrasse, und es gab herrlichen Wein. Kurz vor Mitternacht wackelten die D. und ich zurück durch das fast menschenleere St.Jean.
So in etwa sieht das morgens aus wenn ich schwimmen war, bzw, gehe. Noch leicht verschlafene Augen aber doch hellwach.
Ein weiterer Tag den wir langsam angehen ließen. Angedacht war, dass wir eventuell nach Bayonne fahren, doch Montag ist so ein Tag in der Gegend an dem viele geschlossen hat. Zudem sollte es wieder drückend heiß werden.
Nach der ersten Schwimmrunde, in der das Meer so ruhig da lag wie ein Ölteppich, zogen wir uns um und nahmen das Frühstück noch einmal im dem gleichen Café wie wie gestern ein.
Anschließend ein Besuch bei der Juwelierin meines Vertrauens, Azénor, die inzwischen nicht mehr nur ein Atelier sondern auch einen kleinen Laden hat.
Sie macht neuerdings auch Siegelringe und das war ein Stichwort für mich. Sie zeigte mir ein paar ihrer neuesten Arbeiten und ich war sehr angetan. Wir verabredeten, dass ich ihr ein paar Entwürfe schicke was auf dem Siegelring sein sollte und dann sehen wir weiter.
Bei Henriet orderte ich noch ein „Ding“ für Mittwoch wenn ich zurückfliege.
Wieder in der Wohnung kümmerte ich mich um ein paar Mails, die keinen Aufschub duldeten und die D. begab sich derweil noch einmal an den Strand. Eine knappe Stunde später folgte ich ihr.
Die Sonne verzog sich langsam aber sicher hinter die Wolken, doch es blieb heiß und drückend. Zudem herrschte ein ungewöhnlicher Wind, der Sand aufwirblte, dass wir teilweise unangenehm gesandstrahlt wurden, also zusätzlich ein Peeling bekamen. Ich schwamm noch einmal eine kleine Runde um den Sand loszuwerden, aber es half nur bedingt. Duschen musste ich doch noch einmal .
Am Nachmittag sahen wir uns einen Film im Kino an. Serre moi fort, in den die Luxemburgerin Vicky Krieps die Hauptrolle spielt, lief bereits im Festival in Cannes. Die D. sowohl wie ich hatten zwar davon gehört aber nichts darüber gelesen. Der Film ist ein kleines Verwirrspiel, bis man endlich dahinter kommt was eigentlich erzählt wird. Vicky Krieps in der Rolle der Mutter liefert sehr eine sehr gute Arbeit ab, aber der Film an sich ist zu lang.
Am Abend hatten wir beschlossen in der Buvette der Markthalle zu speisen. Für die D. gab es gegrillte Sardinen und für mich Thunfisch auf Piperade. Und als wir dort saßen fing es an zu regnen. Es hatte sich bereits den ganzen Tag angekündigt.
Nach den letzten Tagen an denen wir viel durch die Gegend gefahren waren und uns Dinge angesehen hatten, legten wir heute mal eine Pause ein.
Am Morgen brachten wir den Leihwagen zurück und gingen ins Xistera für ein typisches französisches Frühstück. Anschließend schwimmen. Ich schwamm heute weiter hinaus als die Tage davor weil ich mich fitter fühlte. Der Ischias verhielt sich ruhig. Er meldete sich nur einmal den ganzen Tag als ich unbedacht eine sehr falsche Bewegung machte, im Sinne von: ‚Ich bin immer noch da und du machst noch immer hübsch langsam, gell?‘ Insgesamt hielten wir es aber nicht lange am Strand aus, denn es wurde heute richtig heiss.
Nach dem Schwimmen ging ich auf eine Einkaufsrunde für die Hinter Daheimgebliebenen. Später setzten wir uns in die Bar de la Marine in den Schatten und lasen. Doch gegen 16:00 wurde es sogar im Schatten unerträglich, dass wir uns in die kühlere Wohnung verzogen. Ein Nickerchen war angebracht.
Gegen sechs ging es dann noch einmal an den Strand der merklich leerer war. Noch einmal in die Fluten.
Wir hatten bei unserem letzten Aufenthalt und dem davor angedacht, endlich Arnaga zu besuchen. Beide Male wurde nichts daraus. Aber heute war das alles richtig geplant mit Kartenvorbestellung und Leihwagen. Doch greife wie so oft dem Tagesablauf vor.
Fangen wir mit dem gleichen Foto an wie im gestrigen Posting, diesmal in Farbe. (also mit Sonne und blauem Himmel)
Schwimmen. Entschädigt, belohnt, heilt, beruhigt und ist insgesamt ein rundum Wohlfühlpacket und für alles gut.
Anschließend ein Croissant mit einer Tasse Kaffee.
Wir fuhren nach Cambo wo sich diese doch sehr bekannte Villa des Schriftstellers Edmont Rostand befindet. Der Name mag vielen nicht geläufig sein, doch eines seiner Theaterstücke kennt die ganze Welt. Cyrano de Bergerac. Seit der letzte Erbe, sein Enkel gestorben ist, ist die Villa öffentlich zugänglich ( so glaube ich es zumindest irgendwo gelesen zu haben)
Ein riesiger Park umgibt das ganze Gelände und er ist zum Teil sehr den geometrischen Gärten von Versailles nachempfunden. Dort fand ich meine erste Kastanie dieses Jahr:
Die Villa an sich sieht dann von außen eher unspektakulär aus weil sie im Stil der Häuser des Baskenlandes gebaut wurde, nur viel größer:
Doch innen sieht es dann schon sehr anders aus. Es erinnerte mich an eine Mischung aus 20er Jahre mit einem kräftigen Schuss Ludwig den XIV. Herr Rostand hatte schon ein sehr großes Faible für alles Theatralische und Imposante. Auch seine Frau Rosemonde ließ sich gerne wie ein Kaiserin malen:
Wieder in St. Jean merkten wir dass Wochenende ist. Die Stadt war merklich voller als die Tage davor. Das hielt uns aber nicht davon ab nochmal eine Runde tu schwimmen. Zweimal am Tag ist schon fast Pflicht. Der Wind jedoch machte daraus eine schaukelige Achterbahnfahrt, das ich nicht lange aushielt.
Ein Apéro in der Bar de la Marine bestätigte die Vollizität der Stadt:
Nach einer Tasse Kaffee und Bloggen war Schwimmen angesagt. Der Himmel jedoch verhieß nichts gutes, doch mir war das Schnuppe. Und so schwamm ich zu ersten mal in St. Jean im Regen.
Der Ischias zwickte inzwischen nicht mehr so sehr. Doch lange herumlaufen ging auch noch nicht.
Am Nachmittag hatte ich einen Termin beim Osteopathen, den die D. mir ausgesucht hatte und ich hatte gleich schon Luxemburg aus einen Termin gebucht. Dafür musste ich aber nochmal nach Biarritz. Der Mann war eine Wucht. Es fand weitere Knoten und Verspannungen die alle dort waren wo ich sie nicht vermutete, jedoch damit zusammenhingen. Der beste Beweis; ich hinkte die Treppe hoch zu seiner Praxis und ging sie anschließend wieder ohne Schmerzen hinunter.
Am Abend hatten wir uns auch Reservierungsgründen dafür entschieden, dass wir in meinen Geburtstag hineinfeiern und hatten einen Tisch, wie schon die zwei Jahre davor im Briketenia gebucht. Der Sommelier erkannte uns sofort wieder und wusste sogar noch was wir das letzte mal getrunken hatten.
Zum Menü gab es ein Champagner von Delamotte, den ich noch nicht kannte, der jedoch großartig war.
Kurz vor Mitternacht waren wir zurück und tranken ein letztes Glas auf der Terrasse der D. als es anfing in Strömen zu regnen. Egal. Aber es war wunderbar.
***
Meinen eigentlichen Geburtstag verbrachte ich größtenteils in San Sebastian. Am Morgen länger ausgeschlafen als sonst. Der Champagner und der anschließende korsische Mandarinen Schnaps hatten es dann doch in sich. Die morgendliche Schwimmrunde aber brachte alles wieder ins Lot. Die D. überraschte mich mit einem Buch von Keith Haring, von dem ich nichts wusste und nicht kannte. Ich wusste nicht dass er von seinem 19. Lebensjahr an Tagebuch geführt hatte.
Später holten wir den Leihwagen ab und fuhren nach San Sebastian.
Ich kaufte mir ein paar neue Winterschuhe bei Camper, die es ja schon seit Jahren in Luxemburg gar nicht mehr gibt. Ich zeige sie wenn ich wieder daheim bin.
Im Kulturzentrum Tabakalera, gleich neben dem Bahnhof, gab es eine interessante Ausstellung über argentinische Fotografinnen mit Bilder von den 50er bis in 90er hinein. sehr spannend fand ich dass sie fast alle deutsche Namen hatten. Annemarie Heinrich, Grete Stern, Lisl Steiner… um nur ein paar Beispiele zu nennen. Alles Frauen die vor dem zweiten Weltkrieg geflüchtet waren. Was von ihnen gezeigt wurde erinnerte mich sehr eine Family of Man Ausstellung aber eben nur aus Argentinien. Irgendwann muss ich dann doch einmal dorthin. Es stand ja vor Jahren schone einem lauf dem Programm…
Ein Bild fand ich ganz besonders schön:
Dieses gewaltige Mobile hing im Eingang war von seiner Konstruktion so simpel wie genial.
In einer kleinen Pintxos Bar mitten im Altstadtzenrum, gab es dann gegen 14:00 ein schnelles Mittagessen.
Anschließend ging es noch einmal ins SanTelmo Museum, das ich auch schon letzte Jahr besucht hatte. Dort sahen wir eine atemberaubende Ausstellung über die Reise des Ferdinand Magellan, The longest journey die so spannend und schön gemacht war dass es mir die Sprache verschlug. Wenn sie nächstes Jahr noch zu sehen sein sollte würde ich sehr gern die A. mitnehmen, weil es in ihren Arbeitsbereich fällt. Fotos durfte ich keine machen.
Aber dafür von den riesigen Puppen die im Kreuzgang standen und einmal im Jahr für einen bestimmten Anlass (ich weiß leider nicht welcher) durch die Stadt getragen werden. Unter dem Rock verschwindet ein starker Mann der dann über 60 Kilo auf den Schultern schleppen muss.
Wir fuhren zurück und hatten einen kräftigen Stau auf der spanischen Autobahn wegen einer Polizeikontrolle in Frankreich. Das brachte unser Programm etwas ins Hintertreffen, denn ich hatte angedacht mich noch eine halbe Stunde hinzulegen, denn der Ischias hatte genug vom Herumlaufen. Stattdessen fuhren wir sofort nach Soccoa, dem Nachbardorf von St.Jean. Dort hatten wir bereits unterwegs einen Tisch in Pantxua bestellt, da es immer sehr voll ist und auf gut Glück, dort nicht fündig wird.
Für die D. gab es Thunfisch Tartare und für mich gegrillte Gambas mit Jakobsmuscheln.
Mein Ischias zickte immer mehr herum und meldete sich lautstark es wäre nun genug. Also fuhren wir zur Wohnung und waren recht früh im Bett.
Zwei lange ereignisreiche Tage. Morgen machen wir ein wenig langsamer.
Beim Aufstehen fühlte ich mich gerädert. So konnte das nicht weiter gehen. Ich warf alles an Schmerzmittel ein was ich noch zur Verfügung hatte. Anschließend fühlte ich mich wie ein hochgespriztes Rennpferd. Mir was schon klar dass, wenn ich das nicht machen würde, ich die zwei Stunden sitzend im Flieger nicht überstehen würde.
Ich versuchte dann im Flughafen mich nur kurz hinzusetzen, weil ich ja aus den letzten Tagen aus Erfahrung wusste, dass ich anschließend jaule wie Hund dem auf die Pfote getreten wurde.
Im Flieger sah die Chefstewardess dass ich hinkte und bot mir sofort einen Sitzplatz in der ersten Reihe an wo es ein wenig mehr Beinfreiheit gibt. Dafür war ich schon mal sehr dankbar. Sie meinte auch dass ich ruhig während dem zweistündigen Flug aufstehen und ein bisschen laufen könnte. Ach Luxair, I ❤️ you!
In Biarritz gelandet ging alles wie am Schnürchen. Mein Koffer kam als einer der ersten auf dem Band und ich bekam sofort ein Taxi.
Als ich dann der Wohnung ankam, war die D. noch nicht zurück von ihrem Termin. Ich beschloss alles liegen lassen, die Badehose aus dem Koffer zerren und sofort schwimmen zu gehen. Wenn ich etwas gelernt habe die letzten Tage, dann dass Bewegung der Chose gut tut. Doch just als ich raus wollte, fing es an zu regnen. Mist!
Kurz darauf trudelte die D. ein und wir warteten die Schauer ab die nur kurz anhielt. Und dann:
Jaaaaaaaa! So soll das sein! Nichts macht mich glücklicher, fröhlicher und entspannter zugleich als Schwimmen.
Ein Apéro in der Bar de la Marine musste sein. Große Wiedersehensfreude mit dem S.
Für den Abend hatte die D. einen Tisch im Essentiel bestellt. Es gehört immer noch zu meinen Favoriten hier.
Das Hauptgericht und das Dessert kannte ich. Aber die Vorspeise war neu. Ein Tataki, so sensationell wie ich noch keines davor gegessen hatte.
‚An du koum de Mann mam Hummer.‘ Es kam so unerwartet schnell dass ich auf dem kurzen Rückweg zu Fuß hätte im Stehen schlafen können.
Das mit dem Hinken erwies sich dann doch als eine längere Angelegenheit. Es ist noch bei weitem nicht Ordnung. Ich hatte viel Schreibarbeit, musste notgedrungen viel sitzen und fühlte insgesamt nicht sehr wohl. Ich schleppte mich später hin und her zum Kofferpacken, da ich morgen noch eine Woche in St. Jean verbringen werde bevor es wieder los geht.
Ich bin inzwischen davon überzeugt dass es der Ischiasnerv ist, der mir Sorgen macht und der kann mitunter höllisch weh tun. Das weiß ich aus Erfahrung.
Ich verbrachte ein grottenschlechte Nacht mit wenig Schlaf. Nun ja…
dass Joël wieder laufen kann. Aber der Reihe nach.
Ich erwachte am Morgen, überzeugt davon dass dass das Pfund Pferdesalbe und 2 Ibu schon ihr Wirkung getan hätten. Hatten sie auch, aber nur zum Teil.
Ich schrieb in Windeseile den Blogbeitrag von gestern da mir klar war, dass ich bei einer längeren Sitzung im Bürostuhl nichts Gutes bewirken würde.
Anschließend telefonierte ich mit den Chiropraktiker den die N. mir damals empfohlen hatte und letztes mal wegen meinem Ellenbogen auch ein kleines Wunder bewirkt hatte. Doch der Gute war in Urlaub. Die Dame am Telefon gab mir aber einen Kollegen von ihm an.
Der quetschte mich zwischen zwei Termine, als er hörte dass ich von einem Kollegen empfohlen wurde. Ich war sehr dankbar dafür.
Kurz vor 13:00 hatte ich den Termin. Da ich mir nicht ganz sich war, wo das genau wäre, hatte ich angedacht hinzufahren, sicher ist sicher, als ich entsetzt feststellte, dass die Bauarbeiter von der Straße Mittag machten und die Metallplatten NICHT vor die Garagenausfahrt gelegt hatten. Gut dass es mir früh genug aufgefallen war. Denn ich musste jetzt mit dem Flieger, Zug und Bus hin. Das löste sich aber alles in Wohlgefallen auf denn ich hatte einen Bus den ich sonst nur selten nehme von einer Haustür zur nächsten.
Er war sehr nett und freute sich dass ich von einem Kollegen geschickt worden war. (Lustigerweise sind beide Praxen quasi gegenüber voneinander in Parallelstraßen) Er war jedoch im Vergleich zu dem Anderen um ein paar Grad härter und machte dem Namen ‚Schinder‘ alle Ehre. Er zog und drückte dass es knackste und quietschte ohne lange zu Warten. Ich nehme mal an dass es dem Umstand geschuldet war, dass er mich zwischen zwei Termine gequetscht hatte.
„Ok, dann stehen sie auf und sagen mir was ihnen noch weh tut.“ „Öh,…. nichts mehr!“ Ich fühlte tatsächlich nichts mehr und das ganze hatte ein bisschen etwas von einem Wunder aus der Bibel. ‚Steh auf und geh…!‘ Nun weiß ich aber auch aus Erfahrung, dass die erste Euphorie über die Schmerzfreiheit nachlassen wird, wenn der Schmerz wiederkommt. Das tat er auch, aber nicht sofort.
Zwischendurch erhielt ich eine sehr freudige Nachricht, die mich sehr glücklich machte. Ich erhielt eine Zusage auf die ich innerlich sehr gehofft hatte und nun bestätigt bekam. Viel kann ich noch nicht darüber erzählen weil es noch eine Weile dauern wird, aber für meine Luxi Leser: Merkt euch schon mal den Abend vom 9.November vor.
Ich fuhr zur Schobermesse und bestellt mir zu Feier des Tages das hier:
Das absolute luxemburgische Traditionsgericht auf der Schobermesse oder sonstigen Kirmes. Fisch im Teig frittiert mit Pommes und Salat. Der Fisch ist so heilig wie die Maß Bier auf dem Oktoberfest. Mehr Luxi Tradition geht nicht.
Ich ging zu Fuß zurück zur Wohnung und merkte dann doch, dass die Session beim Chiro mir mehr zugesetzt hatte als ich anfänglich wahrhaben wollte. Ich legte mich aus Bett und schlief sofort für zwei volle Stunden tief und fest ein. Danach fühlte ich mich um Längen besser, obwohl das Bein noch zwickte, aber das war auszuhalten.
Am Abend schaute ich mir ein Folge von Inspector Barnaby an, die ich noch nicht gesehen hatte.
Es tut mir leid Frau Brüllen, aber wieder haut der WMDEDGT Tag in einen der ereigenislosesten Tage des Monats. Also bloggbedingt war er ereignislos, ich war mehr als beschäftigt.
Ich hatte schon am Vortag am Abend gespürt dass da ein Nerv und/oder eine Sehne im Bein mir ganz unmissverständlich mir mitteilte dass er/sie falsch beansprucht, quergezogen oder was auch immer, wurde und ich hinkte von der Rottisserie zurück zur Wohnung. Doch mit der Bewegung wurde es langsam besser. Ich hatte den Schmerz schon einmal genau an der gleichen Stelle, vor ein Monaten, als der Chiro mich in der Mangel hatte.
Ich nahm präventiv eine Ibu und legte mich ins Bett. Das schien auch am Morgen geholfen zu haben . Doch ganz weg war es nicht.
Nachdem ich dann den langen Abba Text geschrieben hatte, der mehr Zeit kostete als ich erwartet hatte, und ich vom Bürostuhl aufstehen wollte, jaulte ich auf. Es schmerzte weitaus mehr als am Tag davor. Doch ich musste notgedrungen dort noch eine Weile verbringen da manchalei anstand, das abgearbeitet werden musste. Und dabei ist es egal ob Sonntag ist oder nicht.
Und dann machte ich den Fehler den ich nicht hätte (zumindest meiner Meinung nach) machen sollen. Ich bewegte mich für den Rest den Tages nicht mehr viel.
Als ich dann am Abend die A. vom Flughafen abholen sollte, streikte mein Bein fast komplett, so dass es höchste Anstrengung erforderte. Seltsamerweise war das Autofahren aber kein Problem. Aber beim Ein- und Aussteigen sah ich Sternchen.
Wieder daheim, schmierte ich gefühlt ein Pfund Pferdesalbe auf die Stelle, nahm zwei Ibu und wickelte mich in zwei Decken ein, da ich das Gefühl hatte, dass Wärme der Chose helfen würde und legte mich flach.
Fazit: es hat tatsächlich geholfen. Aber gerade jetzt zum Schreiben sitze ich schon wieder da, was dem Schmerz nicht entgegenkommt.
Es ist mir egal ob ihr mich jetzt für kitschig haltet, veraltet, seicht, im besten Fall romantisch und sicherlich melancholisch, aber das ABBA Comeback ließ mich nicht los. Ich versuchte mich zurückzuerinnern wann ich die Band kennenlernte. Er war 1974 als sie den ESC für Schweden gewannen.
Die nächste Erinnerung die ich an sie habe ist das Lied Honey Honey. Das war auf einer Schallplatte mit dabei die sich Hit-Explosion nannte. Meine Mutter hatte sie mir aus einem Plattenständer im Supermarkt herausgesucht. Es war ein Riesenbeschiss, denn auf der Platte befanden sich 20 Titel, alle abgekürzt und nicht von den Originalstars gesungen. Ich war stinksauer. Ich hatte mein Taschengeld und die ‚Sternchen‘ wegen guter Noten in der Schule eisern zusammengespart um mir eine Musikschallplatte zu leisten und dann das!
Irgendwo sehe ich mich noch eine Cassette einlegen, ebenfalls eine Hitparaden Compilation mit dem Song S.O.S., aber das war später.
Die Band war zu der Zeit ein Verkaufsargument in allen Hinsichten, das mich IMMER fing. Ich kann mich an ein Neujahrsabend erinnern, bei dem RTL (das Original Luxemburger wohlgemerkt) angekündiget hatte, dass die jede Menge Stars live im Studio wären. Unter anderem ABBA! Ich war total von den Socken und schaute mir die Sendung bis zum bitteren Ende nach Mitternacht nur damit sie ein VIDEOCLIP zeigen von Happy New Year.
Richtig kennengelernt habe die Gruppe erst mit zwölf, dreizehn Jahren. Es war mein erstes Jahr im Lycée Technique. Ich hatte aus den oberen Klassen ein Mädchen kennengelernt, das ein absoluter ABBA Fan war und ich hatte sie dazu gebracht, mir alle ihre Alben zu leihen damit ich sie auf Cassette aufnehmen konnte. Und ab da lernte ich die Band richtig kennen. Es war zu der Zeit als die Walkmanns von Sony rauskamen und ich meiner Mutter gefühlte 24/24 Stunden in den Ohren lag um einen zu haben. Ich hatte einen netterweise von einem Internatsfreund fürs Wochenende ausgeliehen bekommen um meinen Eltern zu zeigen, die schwer davon beeindruckt waren, weil die kleinen Kopfhörer halt eine wahnsinnige gute Qualität hatten für die Zeit. Ich bekam dann einen zu Weihnachen und hörte all die Kassetten von ABBA rauf und runter.
Später kaufte ich mir die Schallplatten nach.
Ich hörte ABBA überall und zu jeder Gelegenheit. Auch die Texte erzählten immer ein Art Geschichte. Als ich dann endlich Englisch konnte, verstand ich auch ganz besonders ein Lied das anders war als die anderen Hits. Eagle spiegelte zur der Zeit genau das Gefühl wieder was ich hatte. Ich wollte nicht mehr eingesperrt sein, sondern abheben, …and to go anywhere that I please.
Nachdem sie sich aufgelöst hatten gab es eine Zeit in der ABBA als seichte Schnulzensänger angesehen wurden und niemand wollte sie mehr hören. Doch dann kam der australische Kultfilm Muriels Wedding in dem die Songs rauf und runter gespielt wurden und plötzlich waren sie wieder hoch im Kurs.
Und dann ist da noch ein Umstand der mir einen Stich ins Herz versetzte. Als ABBA groß waren und auch als sie sich auflösten, war meine Familie noch intakt. Heute ist niemand mehr da.
Zurück zur Gegenwart. Ich hörte mir das neue Lied von ihnen mehrfach an. Don‘t shut me down gliedert sich schon fast beängstigend nahtlos in ihre Songs von früher ein, so als ob sie nie weg gewesen wären. Auch der Text ist ’schlau‘ angelegt. I′m not the one you knew I’m now and then combined And I′m asking you to have an open mind Es ist schon ein bisschen so, als ob sie darum bitten nachsichtig zu sein.
Ich werde warten bis das neue Album Anfang November raus ist und dann entscheiden ob ich mir die Avatar Show in London im Frühjahr nächstes Jahr ansehe.
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Es fing damit an dass ich, entgegen meiner Gewohnheit erst um halb zehn erwachte. Ich hatte nicht unbedingt vorgehabt zum Markt zu gehen, da ich nächste Woche eh wieder in den Flieger steige und ich bis dahin mehr draußen bin als drinnen. Also zog ich erst sehr viel später los.
Im Renert las ein Stück weiter im Alan Bennett Buch Schweinkram.
Ich versuchte eine alte neue Bar, die der F. mal eine Weile geleitet hatte, die Side Bar.
Der Service war so so, der Wein nicht besonders und auch zu teuer.
Ich entschied mich das kleine spanische Tapasrestaurant aufzusuchen, doch das hatte wegen Jahresurlaub geschlossen. Ich überlegte noch ein wenig hin und her und ob ich überhaupt im Zentrum der Stadt bleiben soll, denn es proppenvoll mit Touristen und Menschen. Ich ging dann zurück durch die Grand Rue ins heimische Viertel .
Da ich ja nichts weiter eingekauft hatte entschied ich mich für ein Restaurant das im September letzten Jahres wieder eröffnet hat. Die Rotisserie Ardennaise ist nur einen Katzensprung von meiner Haustür entfernt. Ich wollte schon länger hin, doch es hat sich irgendwie nie ergeben. Die Menükarte ist übersichtlich, was ich immer sehr begrüße. Doch man muss wissen dass es eine Rotisserie ist, also eine Bräterei und Vegetarier kommen hier nicht auf ihre Kosten. Wenn ich mich richtig erinnere haben sie ein einziges Veggiegericht. Ich hatte ein klassisches Gericht. Rinderfilet mit Béarnaise, Pommes rissolés und Ofengemüse. Sehr gut. Auch die Fleischqualität war hervorragend. Der Nachtisch war ein frischgebackener Cookie in einer feuerfesten Form mit Praliné und einer Kugel Vanilleeis. Ein seltenes Vergnügen eines heiß/kalten Desserts, die man nicht oft findet.
Dazu gab es eine Party, auf der weltweit die Veröffentlichung gleichzeitig gefeiert wurde. Und es nahm mich emotional dann doch mehr mit als mir lieb war. ABBA war meine Kindheit und meine frühe Jugend. Ich hatte ALLE Schallplatten von ihnen. Als sie sich dann auflösten war ich sehr enttäuscht. Ich kann auch heute nicht erklären warum ich mir das so nahe ging. Es ist ein bisschen wie wenn eine alte Liebe wieder aufflammt. Es sind also zwei völlig neue Songs raus. Einen, Don’t Shut Me Down, mag ich sehr, den anderen weniger.
Nachdem ich mich beruhigt hatte, schrieb ich das Posting und arbeitete eine Reihe von Mails ab, samt Telefonaten die alle eine Verwirrung hinsichtlich ein paar Daten auslösten, so dass ich dann doch los musste um ein paar Dinge live und vor Ort abzuklären. Es war schön ein paar von den alten Kollegen wiederzusehen und mit der M. zusammen setzten wir uns noch für ein kurze Weile auf die Terrasse des Renert.
Am späten Nachmittag fuhr ich die A. zum Flughafen. Weil der Flug so spät ging hatte ich ein paar Bedenken, ob wir nicht früher losfahren sollten, wegen dem Verkehr. Doch es ging alles glatt.
Am Abend verabredete ich mich mit dem J. im Dipso, wo ich schon lange nicht mehr gewesen war. Eine angenehme kleine Runde, doch ich machte früh Schluss, weil es kühl wurde und ich keine Jacke mitgenommen hatte.
Vorab eine Frage an die Runde der Blogger. Wir handhabt ihr das mit alten Links im Blog die entweder fehlerhaft sind oder die es gar nicht mehr gibt? Löscht ihr die? Da ich erst seit kurzem mit einem Plugin arbeite das mir alle Links im Blog aufspürt, die futsch sind, habe ich da noch eine riesige Aufgabe vor mir. Ich habe mit den Jahren aber gelernt, dass es am verlässlichsten ist, Wikipedia zu verlinken. Links wie z.B. Schieß-mich-tot-the-movie.com haben immer nur eine begrenzte Lebensdauer.
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Ich habe inzwischen festgestellt dass ich mehr und besser schreibe wenn ich tagsüber immer schon ein wenig vorschreibe so wie gestern. Aber wenn der Alltag wieder zuschlägt wird es schwieriger.
♪ ♫Good Morning Baustelle, The earth says hello,…♪ ♫
Am Morgen zog ich eine Einladung zum Covid Antikörper Test aus dem Briefkasten, der inzwischen ziemlich flächendeckend durchgeführt wird. Ich sollte ihn ja schon einmal vor ein paar Monaten machen, bevor ich überhaupt geimpft wurde. Doch aus dem Termin wurde nichts weil ich ihn so lange im Voraus nehmen musste und dann beruflich etwas dazwischen kam, so dass ich ihn absagen aber nicht verschieben konnte. Nun gut, dann eben nicht. Morgen werde ich Termin festlegen und dann bin ich mal gespannt was das Resultat ergibt.
Gegen Mittag rief die A. weil sie meinen Rat brauchte und Hunger hatte. (Warum rufen die Leute mich an, wenn sie Hunger haben?!?*) Es gibt schon seit Jahr uns Tag ein kleines Restaurant in einem Hinterhof der Grand Rue mit den Namen Däiwelskichen (Teufelsküche) Es war eine Zeit lang nicht gut, doch die A. meinte, dass es besser geworden wäre. Zudem wäre es mal eine schöne Abwechslung zu all den anderen Adressen die wir sonst besuchen. Und in der Tat es war sehr gut. Es ist mexikanische Küche, die wirklich lecker ist und nicht zu teuer.
Anschließend kaufte die A. noch ein paar Kleinigkeiten für eine Geburtstagsfeier wo sie dieses Wochenende sein wird.
Am Abend war ich mit der K. verabredet, die ich schon seit über zwei Monaten nicht gesehen hatte. Große Wiedersehensfreude und es gab viel zu erzähelen. Die wollte unbedingt in die Brasserie Gullaume und hatte dort auch einen Tisch bestellt.
Für die K. gab es ein Carpacchio, eine der Spezialitäten des Hauses und für mich gab es gegrillten Schwertfisch. Wie schon öfters erwähnte, ist im BG nichts geschenkt, doch dafür habe ich dort auch noch nie etwas Schlechtes gegessen.
Und in dieser Kulisse mit der Aussicht auf die Kathedrale…
Ein wunderschöner Abend.
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Die D. , die sich seit vorgestern wieder in St. Jean befindet schickte mir am Morgen einen Link. Die Sängerin Hollysiz hat ein Lied in der Grottes de Sare mit einem Chor aus Bayonne aufgenommen. Wir hatten die Grotte bei meinem letzten Besuch besichtigt. Schönes Lied.
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Morgan Donner ist Youtuberin und beschäftigt sich eingehend und ausführlich mit Mode durch die Jahrhunderte hindurch. Von Biedermeier bis zu Roccoco hat sich schon ziemlich alles genäht, egal wie lange es dauerte. Ich folge ihr schon seit ein paar Jahren. Hier geht sie nun in einem einzigen Video durch 500 Jahre (von 1500 bis heute) Haargeschichte der westlichen Welt von Dekade zu Dekade. Ein Lehrstück für angehende Friseure und Maskenbildner. Zwischendurch stockte mir der Atem. Sie wird doch nicht…? Oh doch, sie wird!
Mittwoch ohne Markt. Er sehr wohl da, doch ich war nicht hin.
Ich erwachte weit vor 7:00 Uhr und vor dem Baustellenkrach, der mich heute aber nicht weiter störte, da er weiter weggezogen ist. Dafür habe ich jetzt einen Abgrund vor dem Haus mit großen Metallplatten belegt. Da muss ich jetzt alle Nase lang mit dem Wagen drüber fahren wenn ich raus will. Morgen werde ich das wohl zum ersten mal tun. Ich werde berichten.
Ich arbeitete eine Reihe von Emails ab und schrieb das gestrige Posting.
Bereits gegen 11:00 Uhr hörte ich den Schlüssel in der Tür! Die Putzhilfe war sehr früh da. Und sie brachte mir etwas aus dem Urlaub mit das ich sehr sehr mag, ich möchte fast sagen zu sehr. Vor Jahren brachte sie mir einmal eine portugiesische Spezialität mit: Cavacas de Pombal. Im Jahr darauf kam sie hiermit:
Sie sind wesentlich kleiner als die Cavacas de Pombal und mit einem Happs im Mund. Sie geben einem ‚gute Gefühl‘ dass man etwas luftig leichtes gegessen hat, da sie sofort im Mund schmelzen ohne große Schäden. Ha! Da die Putzfrau wusste, dass ich sie sehr mag, hat sie mir gleich 2!!! Tüten voll mitgebracht. Sie sind die ultimative Begleitung zu einer Tasse Kaffee und weil sie so locker luftig sind, ist es mit einem natürlich nicht getan. Auf einer Suchtskala von 1-10 ordne ich sie bei einer glatten 9 ein!
Mittagstisch im Renert. Ein Salat mit kaltem Hühnchenfilet. Nichts besonderes aber sehr gut.
Unterwegs dorthin hörte ich ein Album von einem Musiker von ich seit sehr vielen Jahren nichts Neues gehört habe und mir nicht einmal sicher war, ob er überhaupt noch lebt. Gordon Lightfoot. (Ja, er lebt noch und ist inzwischen 82) Ich lernte ihn durch Tante Gritty kennen auf eine sehr seltsame Art. Es muss Anfang der 80er gewesen sein. Sie führte damals bei der Caritas den Bekleidungsladen für Bedürftige wo man gebrauchte Kleidungsstücke abgeben konnte. Sehr oft wurden auch andere Artikel in den Kisten abgegeben zum Beispiel alte Schallplatten und Kassetten. Tante Gritty brachte mir eines Tages von dort Gord‘s Gold mit. Ich kannte den kanadischen Troubadour gar nicht. Ich mochte die Musik auf Anhieb, obwohl ich zur der Zeit nicht ein einziges Wort verstand, weil ich kein Englisch konnte. Ich glaube nicht einmal dass Tante Gritty wusste was sie mir da mitgebracht hatte.
Ich erinnerte mich an die Schallplatte und fand sie auch gleich bei Apple Music. Und als ich zum Renert ging, kamen die Bilder aus der Vergangenheit hoch. Mein kleiner knallroter Plattenspieler von Universum, den ich mir eisern zusammengespart hatte. Mein kleines Zimmer das ich mochte und hasste, weil es Rückzugsort und Gefängnis zugleich war. Diese Erinnerungen aus meiner Teeniezeit gehören zu mir wie heute meine grauen Haare. Sie schmerzen nicht mehr aber ganz gleichgültig lassen sie mich auch nicht.
Eine kleine Runde durch die Stadt.
Dann setzte ich mich eine Weile auf die Terrasse vom Vis-a-vis und las im mitgebrachten Buch von Alan Bennett.
Zwischendurch schaute ich den Passanten zu. Es ist schon erstaunlich wie das Publikum und den Straßen wechselt, jedes Jahr um die gleiche Zeit, wenn die Schobermesse stattfindet auch wenn sie dieses Jahr nur im Miniformat da ist. Man hört viel Luxemburgisch von Gestalten bei denen man sich das nicht erwarten würde. Man merkt sofort dass es keine Stadtbewohner sind. Wer übrigens sämtliche Fahrgeschäfte vom Fun um Glacis erleben möchte on und off ; kirmesfanmopohl hat alle besucht und es gibt eine wunderschöne Aussicht über die Stadt vom Hangover Tower.
Plötzlich stand meine Nachbarin, die S. neben mir, samt dem Kinderwagen. Wir wohnen wahrlich nur wenige Meter auseinander und doch laufen wir uns seltenst über den Weg. Das letzte mal dass wir wirklich ein paar Stunden miteinander verbracht hatten war bei mir in meiner Wohnung, als wir den neuen Restaurantservice für die Revue testeten. Sie hatte just erst entbunden und es war ihr allererster Ausgang ohne Baby und ohne Mann. Sie konnte nicht glücklicher sein. Wir liefen gemeinsam zurück durch den Park und redeten über ihre und meine Projekte. Wir sind in der gleichen Branche, haben aber schon lange nicht mehr gemeinsam an einem Strang gezogen. Es wird Zeit dass sich das ändert.
Daheim setzte ich mich ein Weile hin schaute mir eine alte Serie an die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Waiting for God mit der großartigen Stephanie Cole.
Gelobt sei der Tag, an dem ein Posting nicht mit Baustellenkrach anfangen wird! Der heutige schon mal nicht! Ich flog noch früher aus dem Bett als die Tage davor. Die Jungs fingen schon um 7:00 Uhr an. Da es genau unter meinem Balkon war, war es umso schlimmer.
Ich flüchtete also mit dem Notebook auf die hintere Terrasse, wo es ja jetzt seit dem Wochenende wieder ruhiger ist.
***
Da ich gestern gleich mehrere Anfragen für den neuen Kaffeevollautomaten bekam, gibt es bereits heute einen kurzen Zwischenbericht.
Sie ist von der Marke Beko, die im Prinzip nur große Elektroapparate herstellen. Ab und an findet sich jedoch ein Kaffemaschine darunter. So habe ich auf ihrer Homepage ebenfalls ein Gerät entdeckt das ausschließlich türkischen Kaffee herstellt. Der Vollautomat, den ich nun seit gestern habe, kann NUR Kaffee, wahlweise eine große oder kleine Tasse und heißes Wasser. Alles andere wie Latte, Capuccino, Macchiato und alle was dazwischen liegt kann er nicht. Das wäre bei mir auch vergebene Liebesmüh, denn Milch im Kaffee ist für mich ein Unding. Er hat auch keine Aufschäumdüse und kann weder Internet noch Blutooth. Das hat den großen Vorteil dass er verhältnismäßig wartungsarm ist. Er zählt die Tresterladungen mit und gibt an, wann der Behälter zu entleeren ist. Er zeigt auch an, wenn nicht mehr genug Wasser im Tank ist, doch das sieht man auch so, denn der Tank ist durchsichtig. Die Wassermenge für Espresso oder eine normale Tasse Kaffee kann man einstellen. Auch der Mahlgrad der Kaffeebohnen ist verstellbar. Er schaltet sich nach einer Weile automatisch ab und spült davor noch einmal durch. Das tut er übrigens auch wenn man ihn einschaltet. Das Aufbrühgerät an der Seite (das übrigens erstaunlich klein ist) sollte man einmal die Woche entnehmen und mit klarem Wasser abspülen und reinigen. Mit 19 Bar Druck baut er mehr Druck auf als andere Maschinen mit mit großem Namen. Zudem hat er noch ein Energiesparprogramm das man einstellen kann, bei dem er dann noch schneller ist, als es eh schon ist. Er hat ein Entklakungsprogramm, das 15-20 Minuten dauert und für den man den Wasserbehälter zweimal füllen muss. (das weiß ich aber erst wenn ich selbst ausprobiert habe) Preislich ist er ebenfalls sehr erträglich. Ich bekam ihn im ‚Planetenladen‘ für 265€ Fazit: Ich bin bis jetzt mehr als zufrieden.
***
Zurück zur Tagesberichterstattung. Ich kränkelte ein wenig, weil das Wetter nicht so ganz wusste wie es sich denn entscheiden soll ob, Sonne oder Regen, kalt oder warm, so hatte auch ich heute Kopf- und Gliederschmerzen. Gegen 17:00 zog ich los zur ein Verabredung mit der D., die mich aus Gründen noch sehen wollte bevor sie Mittwoch wieder in den Südwesten entschwindet. Es so angenehm in der Sonne im Renert dass ich gar nicht auf die Uhr geschaut hatte, als die N. anrief sie würde mich jetzt abholen. Huch!
Zum Abendessen ging es dann zu fünft ins Clubhaus der Spora, deren Terrasse angenehm leer war. Dort saßen wir noch lange im Sonnenschein. Eigentlich waren wir zu siebt, ich hatte die beiden halben Portionen nicht mit gerechnet. Blue und Darwin waren auch dabei.
Später dann lag Blue bei der D. auf dem Schoß und schlief tief und fest.
Gegen 22:00 machten wir Schluss weil es nur noch 13 Grad draußen waren. Ich war darüber nicht unfroh, denn ich hatte keine Weste oder dergleichen mitgenommen.
Die neue Kaffeemaschine wohlgemerkt. Aber eins nach dem anderen.
Ich hatte sehr schlecht geschlafen, lag oft wach,träumte dann wirres Zeug und erwachte davon. Ich bin ja der Meinung dass ich Befürchtungen, Ängste und alle sonstigen unverdauten Gedanken in meinen Träumen verarbeite, manchmal 1:1, manchmal so verklausuliert, dass ich sie für bizarre Vorahnungen halte. Nun, ja…
Pünktlich gegen 7:30 fing der Presslufthammer der Straßenbaustelle an. (Die Dachbaustelle hinter dem Haus ist Gott sei Dank abgeschlossen.) Wenn ich jedoch für etwas dankbar bin, dann, dass meine Tante noch kurz bevor das mit dem Alzheimer los ging, sämtliche Fenster in der Wohnung hat ersetzen lassen und ich den Krach heute nur bedingt höre.
Dann beschloss ich den alljährlichen großen Räumungsverkauf, die Braderie aufzusuchen. Mit ein bisschen Glück gäbe es noch ein paar Prozente mehr. Zuerst ging ich zum französischen Elektromarkt. Ich fand dort auch die besagte De‘Longhi Maschine, die ich schon ausführlich im Netz recherchiert hatte. Doch ich wollte auch bei anderen Fachhandel mit dem Planeten im Bahnhofsviertel nachschauen. Und dort fand ich dann eine Maschine von einer Marke von der ich nicht gehört hatte, zumindest nicht im Bereich kleine Elektrogeräte. Beko Der Kaffeevollautomat den ich fand, war mit sehr wenig Firlefanz ausgestattet, was ich durchweg begrüßte. Ich hatte schon einmal eine ähnliche Maschine von Jura ins Auge gefasst, da die D. eine solche hat. Anschließend setzte ich mich in den Royal Garden für ein kurzes schnelles Mittagessen. Und ich staunte nicht schlecht als ich das Lokal betrat. Das letzte mal dass ich dort war, sah es noch immer so aus wie zu meiner Schulzeit. Es war das allererste chinesische Restaurant in dem ich zum ersten mal chinesische Gerichte aß. Ich hatte, als ich noch in der kleinen Wohnung lebte, mir das Restaurant einmal aus, nun ja, nostalgischen Gründen ausgesucht, und wurde massiv enttäuscht. Sehr schlechte Bedienung und das Essen war auch fürchterlich. Ich gab dem Laden heute also noch einmal eine Chance und war angenehm überrascht. Die völlig überladene Deko war einem sehr cleanen Look gewichen und man hat sich auf Buffet Restauration spezialisiert.
Dort recherchierte ich gründlich über die neue Kaffeemaschine und fand heraus dass sie in vielen Tests besser abschnitt zu anderen weitaus bekannteren Marken.
Und jetzt steht sie hier:
Der Kaffee schmeckt. Die Wassermenge muss ich aber noch ein wenig regulieren. Ich werde die Tage berichten wie die Maschine sich „eingebürgert“ hat.
Ich hatte mir am Morgen viel Zeit gelassen um alles wegzubloggen. Es war Sonntag und kein Baustellenkrach. Schon seit einer Weile hatte ich angedacht, die Alte Heimat zu besuchen. Das letzte mal, war weit vor den Überflutungen gewesen. Ich verabredete mich mit dem A., einer der letzten Freunde der noch dort wohnt. Er suchte ein Restaurant aus. Die Grappe d’Or. Sie war sehr lange geschlossen und hat nach dem gewaltigen Umbau auch einen neuen Pächter, was aber der Qualität keinen Abbruch tat.
Es war schön den A. wiederzusehen nach all der Zeit.
Den Absacker nahmen wir ein einem Laden, den ich seit gut zehn Jahren nicht betreten hatte. Das Café Philo’soff`‘ hat endlich wieder geöffnet. Früher war es eine Institution. Ich habe hier während meiner Alten-Heimat-Zeit viel über das Café geschrieben. (Und blätterte jetzt eben durch ein paar Erinnerungen)
Es regnete den ganzen Nachmittag hindurch. Der A. erzählte mir von dieser und jener ‚Persönlichkeit‘, die ich noch von früher kannte und was aus denen geworden ist. Ich sah den F. wieder, ein alter Schulkamerad. Wir erinnerten uns beide an das Klassentreffen das wir vor vier Jahren hatten. Ich wanderte anschließend durch den unteren Teil der Fußgängerzone, die an ihrem tiefsten Punkt, weit über einen Meter hoch im Wasser stand. Und hier erschloss sich einem das Ausmaß des Desasters. Viele der Geschäfte und Gaststätten haben noch geschlossen und man sieht Umbauarbeiten. An manchen Wänden kann man noch sehen wir hoch das Wasser stand. Es muss erschreckend gewesen sein… Ich erinnerte mich an das Hochwasser von 1993 das ungefähr genau so hoch war, vom dem auch ich betroffen war, weil ich damals eine kleine Wohnung am Marktplatz hatte. Sie war im dritten Stock und dort war kein Problem, doch das Wasser stand meterhoch im Keller und die Heizungsanlage war futsch.
Ich hatte gehofft dass der Elektroladen meines Vertrauens geöffnet hätte, wie viele andere Geschäfte am Sonntag auch, weil ich mich nach einer neuen Kaffeemaschine umsehen wollte, doch dem war leider nicht so.
Am späten Nachmittag fuhr ich durch den Regen zurück.
Der Tag war insgesamt so schön marmoriert wie ein Wagyū-Steak. Es regente immer wieder zwischendurch. Die A. simste gleich am Morgen dass sie mit zum Markt wolle. Es sind immer noch recht wenige Stände da, doch ich ich fand was ich brauchte. Anschließend ging es zum Wëllem auf einen Kaffee auf der Terrasse, doch wir saßen unter der Marquise als wieder anfing zu regnen und diesmal etwas heftiger als die paar Male davor.
Später ging ich dann durch die Grand Rue ( vom Luxemburgischen aus ins Deutsche übersetzt heißt sie Großgasse) Es gibt keine Woche an der hier die Läden nicht wechseln, durch das Popup System.
Die Confiserie Hary hat jetzt einen Laden zusammen mit der einem deutschen Modellbauer der sich Kirmesfahrgeschäfte spezialisiert hat.
Im Laden selbst sind ganz Städte zu sehen mit Rummleplätzen und Fahrgeschäften die ALLE beweglich sind wie die Großen und mit LED’s bestückt sind. Kirmesmodelle Scholz
Ein anderer Popup präsentierte ein neue Art Keramikvasen herzustellen mittels eines 3D Printers, der die Vasen Milliemeter für Millimeter hochzieht. Ein sehr langsamer Prozess und ich vermute dass es so langsam gehen muss, weil die Erde antrocknen muss, bevor die nächste Schicht aufgesprüht wird. Wenn der Printer sie dann fertiggestellt müssen sie noch gebrannt werden. Auf Insta sieht man auch die missglückten Versuche.
Die Vasen sehen zwar schön aus, weil man interessante Texturen herstellen kann, Doch Handwerkskunst ist es aus meiner Sicht keine mehr. Äerd Lab.
Gemütlicher Abend daheim u. a. mit Emily D. Baker, die dir neuesten Entwicklungen von verschiedenen Gerichtsprozessen vorstellte und erklärte.
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Ach ja, mein Kaffeeautomat, will nicht mehr so wie ich will. Ich merke schon seit einer Weile dass das Wasser nicht mehr so heiß wird und dass vorne am Ausguß etwas verstopft ist das nicht gereigt bekomme weil ich da nicht drankomme. Ich hatte ihn vor über fünf Jahren angeschafft, also hielt er nicht mal ein drittel der Zeit durch, die der Vorgänger gehalten hat. Mist! Ich werde mich wohl oder über nach einer neuen Maschine umsehen müssen. Aber ich glaube dieses Mal wird es eine von De’Longhi werden.
Als ich erwachte war der Baustellenlärm hinter wie vor dem Haus so laut, dass ich am liebsten geflüchtet wäre.
Dann erledigte ich erst mal das Problem einer Dusche. Italienische Duschen haben den Vorteil dass frei begehbar sind. Für gewöhnlich ist im Boden eine Vertiefung, die mit einer länglichen schmalen Platte abgedeckt ist. Diese Platte kann man anheben und entfernen um darunter den Filter von Haaren und sonstigem zu reinigen. Um da ran zukommen bekam ich bei Installation eine Art Hebel aus einem Stück Metall gebogen das so aussieht:
Der Vormieter der kleinen Wohnung hat dieses Teil entweder verloren oder versehentlich mitgenommen als es auszog. Also fuhr ich heute in den Baumarkt um etwas ähnliches zu finden. Dort meinte man ich sollte mir einen Kleiderbügel zurecht biegen. Danke auf die Idee war ich bereits selbst gekommen, doch das Ding ist nicht stabil genug. Also bastelte ich etwas auch einem dünnen Imbusschlüssel. Es klappt wenn auch mit mehr Mühe.
Und wenn wir schon bei bauen und basteln sind, hier ein Foto des neuen Daches hinter dem Haus, das früher ein rundes Wellblechdach war. Ich sollte weitgehend recht behalten. Die Dachdecker sind dieses Wochenende fertig geworden. Es fahlen nur noch die Ablußrohre der Dachrinne.
Und ich sehe jetzt erst dass der Kamin der auf unzähligen Wolkenfotos im Blog zu sehen ist, auch verschwunden ist. Der gab stilistisch schon was her. Zumindest hat man mir nichts von der Aussicht genommen, denn das Dach ist nicht höher geworden. Aber jetzt sieht es halt aus wir jeder x-beligbige Hinterhof mit Fabrikhalle. Das runde Dach hatte dann doch weitaus mehr Charakter.
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Manchmal vergisst man Lieder die einem zu gewissen Moment im Leben sehr viel bedeutet haben. Croco die ja auch jeden Tag postet, hat am stellt auch jeden Tag ein Video ein. So war es vorvorgestern eine live Version von Sade This Is no Ordenary Love. So schön. Und dann schlug der Algorithmus von YouTube mir The Masked Singer vor, mit einem Sänger den ich völlig vergessen hatte, obwohl ich in den 80ern heftigst in ihn verknallt war. Morten Harket von A-ha. Er ist schön gealtert und seine Stimme ist immer noch glasklar auch wenn er nicht mehr ganz so hoch kommt wie früher. Das Rateteam fand bis zum Ende nicht heraus wer es war, sogar als er seinen eignen Hit sang. Diese Stimme!
Es ist inzwischen ein Unding, gleich zwei Baustellen ertragen zu müssen. Vor allem die vordere in der Straße macht mir zu schaffen. Ich brauchte ewig bis ich den Blogbeitrag fertig geschrieben hatte mit al dem Krach. Zwischenzeitlich klingelte es mehrfach an der Haustür. Das erste mal war jemand vom Wasseramt der mich vorwarnte dass das Wasser für 2 Stunden abgestellt würde, ob das in Ordnung wäre. Na gut, dachte ich dann eben ohne Dusche. Ich wurschtelte noch ein wenig in der Wohnung bis es Zeit war zum Friseur zu gehen. Zähne putze ich mit der Flasche Leitungswasser die ich immer voll Kühlschrank stehen habe.
Vom Friseur zurück wurden geräuscharme Dinge af der Baustelle getan und das Wasser war wieder da. Ich nahm schnell eine Dusche und brachte die Wohnung auf Vordermann.
Es sollte kurz nach Mittag noch zweimal der Haustür klingeln. Ich bekam einerseits den heißersehnten Rucksack geliefert:
Das ist er. Er hat genau die Größe die ich mir vorgestellt hatte. Hat alle Taschen und Funktionlalitäten die ich haben wollte, sieht sehr schick aus, aber einen kleinen Makel hat er dann doch. Er ist vom Eigengewicht schwerer als ich gedacht hatte. Aber schön ist er!
Das zweite Haustürklingelen lieferte mir ein Produkt das ich schon eine Weile immer wieder aus Insta sehen und von dem mir schon jemand erzählt hatte. Gimber.
Gimber ist ein Ingwersaft Konzentrat mit Zitrone und noch ein paar anderen Kräutern. Ich testete gleich mal einen Schluck davon in einem Glas mit ein „wenig“ Wasser verdünnt. Und wenn ich davor noch nicht wach gewesen sein sollte, jetzt war ich es! Die Schärfe des Ingwers zieht dir Schuhe und Strümpfe zugleich aus, aber es schmeckt auch sehr lecker. Das nächste mal unbedingt mit mehr Wasser.
Für den Abend hatte die A. einen Tisch im Grünewald reserviert. Hach, war das schön!
Es begann mit einem Espresso Martini.
Anschließend gab es einen seltenen Genuss: Wagyū-Rind, mit allerlei knackigem Wurzelgemüse, einer Portweinsoße und Kartoffelpüree. Halleluja!