München: 12von12 im Lenbachhaus & Olympiapark

Das wird heute eine Foto Lovestory werden. Und endlich schaffe ich auch einmal wieder ein 12von12. Wer nicht weiß was das ist, der schaue bitte hier nach.

Das Lenbachhaus. Ein Museum das ich bis jetzt noch nie von innen gesehen hatte, während meinen letzten München Besuchen. Sehr schöner Bau.

Ich nahm mir viel Zeit und schaute mir alle Ausstellungen im Haus an. Sehr schön fand ich die Serie von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky von 1902 bis 1908, die viele Reisen durch Europa und Nordafrika unternahmen. „Unter freiem Himmel“ zeigte mir auch wo Großmutter Marie, die ja gelernte Malerin war, ihre Einflüsse zum Teil her hatte. Auch die neu zusammengestellte Ausstellung Gruppen Dynamik Der blaue Reiter, war großartig weil sie eine Reihe der sehr bekannten Werke ausstellte, wie das blaue Pferd z.B.

Frau Klugscheisser hatte über die Kaltmamsell mitbekommen dass ich in München bin und meldete sich bei mir. Wir verabredeten uns im Kaffee des Lenabachhauses. Das letzte mal dass ich sie gesehen hatte, war auf dem Rosenfest gewesen, also schon weit über zwei Jahre. Da sie normalerweise beruflich „viel in die Luft geht“ passte es gut weil sie frei hatte.

Sie bot mir an den Olympiapark zu zeigen, den ich nur ansatzweise kannte, weil ich mal mir dem J., der N. und der A. das BMW Museum besichtigt hatte, das ja auch dort zu finden ist.

Es war strahlend schönes Wetter und die Temperaturen stiegen auf satte 29 Grad. Frau Klugscheisser schlug vor, dass wir auf den Fernsehturm steigen sollten um die Stadt von oben zu sehen, für sie als geborene Münchnerin war das auch eine Premiere.

Das BMW Museum

Ich bekam auch einen kurzen Einblick in das Olympiabad, das die Kaltmamsell regelmäßig besucht.
Und ich versuchte da etwas mit Eiskunstlauf.

Das Stadion das zur Zeit renoviert wird.

Es war ein wunderschöner aber heißer Nachmittag gewesen, den ich mit Frau Klugscheisser verbrachte. Und wenn es bei unserem Gespräch nicht so ganz klar gewesen sein sollte, so schreibe ich jetzt hierhin. Denn was man schreibt, das bleibt: Ich lade sie hiermit einmal nach Luxemburg ein. Sie hat schon so viele Länder der Erde bereist. Aber Luxemburg kennt sie nicht. That has to change!

Am Abend war ich dann bei Herr und Frau Kaltmamsell zum Abendessen eingeladen und wir verzehrten gemeinsam einen Teil des wöchentlichen Ernteanteil des Kartoffelkombinats, den die beiden ja angehören. Es gab einen herrlichen Gazpacho, der perfekt zum heißen Wetter passte. Als Hauptspeise gab es Pasta mit Mönchsbart, den der Herr Kaltmamsell extra meinetwegen besorgt hatte, weil es das bei uns nicht gibt und ich das gerne auch mal gekostet hätte. Gesagt, getan. Die Kaltmamsell hatte für den Salat gesorgt. Es gab einen herrlichen Sauvignon dazu.

Es war ein langer Tag gewesen und ich lag schon kurz nach 23:00 in den Federn und schlief sofort ein.

Von Luxemburg nach München

6:15
Oh wie schön! Ich flog zum ersten mal mit dem Luxair Pride Flieger. Allein dafür könnte ich die Airline knuddeln.
Goooood Mooooorning Cattenoooom!

Sonne und Nebelschwaden

In München dann: Good Morning Bahnstreik.
Es betraf aber nur zum Teil die S Bahn die ich nehmen musste. Auf dem Bahnsteig dann, ziemlich rabiate Polizisten mit Maschinengewehren, die jeden wieder zum Aussteigen aufforderten der keine FFP2 Maske hatte. Ein älteres Ehepaar das mit mir im Flieger gekommen war, stand ein wenig hilflos herum und wusste nicht weiter. Als der Polizist sie dann regelrecht anschnauzte, ging ich dazwischen. Ich gab den älteren Herrschaften zwei von meinen Masken und schaute den Polizisten so durchdringend an ohne ein Wort zu sagen, (mir war die Knarre die er trug, grad mal egal) dass er sich wortlos umdrehte und ging. Das ältere Ehepaar bedankte sich und bestand darauf mir die Masken mit 10€ zu quittieren.

Ich war dann auch kurz nach 9:00 im Hotel. Logisch dass das Einchecken noch nicht ging. Derweil trank ich einen Kaffee im Coffee Fellows nebenan und lernte eine Münchner Äthiopierin kennen. Sie bekam heute bei ihrer Ärztin die zweite Dosis, hatte sich aber in der Uhrzeit geirrt und war viel zu früh dran. Sie hieß Kallie (hoffentlich denn so geschrieben) und macht was ich so aus ihrem sehr schlechten Deutsch verstehen konnte, Kaffeezeremonien. Ich erklärte ihr was mein Beruf ist und sie war begeistert, weil sie den Beruf nicht kannte und sich nicht vorstellen konnte, wie man davon leben kann.

Ich versprach ihr folgendes Foto hier einzustellen:

Um 11:00 konnte ich dann schon mein Zimmer beziehen, worüber ich sehr froh war, denn die Müdigkeit schlug zu. Ich die Nacht davor kaum bis gar nicht geschlafen aus Angst ich würden den Wecker um 4:00 nicht hören. Ich legte mich für eine Weile hin.

Später dann trabte ich einfach los in Richtung Altstadt und ließ mich treiben . Ich hatte mit vorgenommen, da ich ja so lange nicht hier war, zu sehen ob „die Kirche noch im Dorf steht“.

Ja, sie haben sie nicht verschoben:

Im Eataly trank ich den bisher teuersten Cold Brew meines Lebens. Er schlug mit satten 5,40€ zu Buche. Rums!

Ich war bei Roeckl, den mir die Kaltmamsell vor Jahren einmal gezeigt und mich dazu verführt hatte, mir ein paar Lederhandschuhe zu kaufen, das ich über lange Zeit heiß und innig liebte, bis ich sie verlor. Sie wurden umgehend ersetzt:

Am frühen Abend war es dann soweit. Die größte Wiedersehensfreude des Jahres. Endlich sah ich Herr und Frau Kaltmamsell wieder. Das letzte mal war weit vor der Pandemie.
Die Kaltmamsell hatte mir schon vor meine Abreise einen original Biergarten versprochen und ich durfte mir einen aus einer Liste aussuchen. Ich wählte den im englischen Garten Den Biergarten beim chinesischen Turm. Da ich es bis dato noch nicht geschafft hatte mir den englischen Garten anzusehen, war das eine gute Gelegenheit ihn zu durchwandern.

Es war so schön die beiden endlich wieder zu sehen und es gab viel zu erzählen. Ich hatte allerelei Mitbringsel aus Luxemburg mitgebracht.

Ich hatte Schnitzel mit Pommes und Radler bis zum Anschlag. Wir gingen zurück als es schon dunkel wurde.

Kirmes im Park

Der Morgen bestand im Wesentlichen aus ein wenig Büroarbeit und Körperpflege.

Gegen Mittag traf ich mich mit der D. im Renert. Auf dem Rückweg gingen wir durch den Park mit der Königswiese wo man dieses Jahr eine kleine Kirmes wie früher aufgerichtet hat.

Letzteres ist ein kleines Kasperletheater, das es so auf der kleinen Kirmes, mit der ich in der Alten Heimat groß wurde, nie gegeben hat.

Nostalgisch wurde ich beim Kettenkarussell. Es fehlte nur der Mann mit dem langen Stock an dem eine Troddel befestigt war. Er fuchtelte damit zwischen umherfliegenden Stühlen umher und wer die Troddel zu fassen bekam und abreißen konnte, hatte eine Fahrt umsonst.

Ich setzte mich eine Weile in den winzigen Biergarten, ( morgen werde ich einen originalgetreuen Biergarten sehen) schaute dem Treiben zu und schrieb ein wenig im Blog vor, denn morgen werde ich wenig Zeit dafür haben. Ich kam ins Gespräch mit der Dame die im Biergarten arbeitete. Da er den Namen Café des Artistes trägt, sagte ich ihr dass es in Luxemburg im Viertel Grund eine Institution gäbe mit dem gleichen Namen. Dann erfuhr ich dass die ganze Kirmes wie ein kleines Familienunternehmen funktioniert und immer als ein geschlossenes Ganzes auftritt. Früher waren sie an den Zirkus Sarasani angeschlossen. Heute betreiben sie ein Kirmesmuseum in Oldenburg. Sie wären sehr froh wieder reisen zu können denn für fast zwei Jahre hatten sie totalen Stillstand.

Ich ging gedankenversunken nach Hause und fing an alles für morgen vorzubereiten, denn morgen geht es sehr früh los.

Montag mit Strogoff

Ich fühlte mich den ganzen Tag durch nicht besonders. Angedacht war dass ich mich eingehend um den ganzen Haushalt kümmern soll. Doch ich war unendlich müde. Zudem hatte ich beständig im Kopf dass ich schon am Dienstag wieder aus Reisen gehe, was aber erst am Mittwoch der Fall ist.
Zwecks dieser Reise regelte ich noch ein paar Dinge, die sich dann leider wegen totalem Desinteresse (nicht von meiner Seite) im Nichts auflösten. Leider.
Wer, wie, wo und was kann ich leider nicht schreiben. Nur so viel, (damit ich auch später noch weiß was ich hier meine) Ich hatte für eine Sendung ein Interview geplant und eine Besichtigung, die aber einerseits auf völliges Desinteresse stieß und jemand anders durch Abwesenheit glänzte. Tja, dann eben nicht.

Am Abend war ich mit der J., dem Y. und der D. im Strogoff verabredet. Es ist eine der seltenen Orte die Montags geöffnet haben. Ich hatte die J. seit ihrem runden Geburtstag nicht wiedergesehen. Es gab somit viel zu erzählen.

Später konnte ich dann länger nicht einschlafen.

Sonntag oder Erwartungen, die ich nicht haben sollte

Update von den letzten Tagen über das runde Wellblechdach:

Das wird definitiv kein Wellbelchdach mehr.

***

Geschlafen wie ein Stein. Ich werde definitiv einmal richtig Urlaub machen in Esch-Sauer, in dem Hotel. Ein klein wenig Luftveränderung mit sehr viel Grün. Selbst für die eine Nacht wirkte das Wunder.

Nach dem Frühstück fuhr ich zurück, obwohl ich hätte bleiben können da ich mich völlig in den Daten vertan hatte. (Das viel mir aber erst jetzt beim Schreiben auf)

Unterwegs schüttete es wieder wie auf Eimern. Nicht sehr lange, aber jedes mal wenn es wieder so anfängt zu regnen, machen sich wieder Ängste breit.
Wieder daheim, Wurschtelte ich ein wenig hier ein wenig da, und überlegte was ich denn machen könnte, hinsichtlich eines weiteren Unwetters das für den späten Nachmittag angekündigt worden war.

Wir erinnern uns Text vor zweit Tagen? Ich hatte diesbezüglich ein wenig rechecheriert was am denn so an einem Sonntagnachmittag machen könnte. Es standen mehrere Optionen zur Verfügung. Eine davon wäre im Maria Bonita sich ein Samba Band anzuhören, Die andere hätte eine kleine Fahrt in die ‚Alte Heimat‘ gebraucht, wo auch nach all den Überflutungen eine Feier angesagt war zum Geldspenden für die Oper der Flutkatastrophe. Beides stand wegen dem Wetter auf wackeligen Beinen.
Jedoch sagte dem Gegenüber nichts von beiden zu und so saßen wir in der Gelle Klack und redeten. Der Charme war verflogen und die Langweile zog ein. Es war vorauszusehen. Irgendwann gibt es nach mehreren Stunden kein Thema mehr was nicht schon durch wäre.
Ich versuchte das Ganze zu retten indem ich ihn zum Essen einlud in die Brasserie Guillaume. Wir bekamen auch einen Tisch.

Doch letztendlich merkte ich dass das alles nichts werden würde. Irgendetwas stimmte nicht. Ein analytischer Bericht wird nicht darüber folgen. Er ist nicht der Mühe wert.

Früh zu Bett.

Samstagkaffee & Theater im Norden

Nach dem üblichen Verbloggen traf ich mich mit dem B. zum Kaffee im Wellem. Des Wetter schien „stabil“ zu sein.
Der B. zeigte mir anschließend einen neuen kleinen Pop-up Laden, der für eine kurze Woche in der Grand Rue sein wird, neben der ING Bank. Eine Bekannte von ihm ist an dem Projekt beteiligt, das von der Handelskammer gestartet wurde im Rahmen Weltausstellung in Dubai. Es sind Damenhandtaschen oder besser gesagt, Clutch Taschen, im immer gleichen Modell mit dem Thema des Luxemburger Wappentieres, dem roten Löwen und dazu passend ein Seidenschal. Die Motive wurden alle von Schulklassen und hauptsächlich von Kunstklassen erstellt. Nach der Woche gehen sie dann nach Dubai zum luxemburger Pavillion für die Weltausstellung. (leider habe ich keine Fotos gemacht und Link habe ich auch keinen gefunden)

Anschließend besorgte ich fix ein paar Mitbringsel für nächste Woche. Mehr davon nächst Woche.

Wieder daheim packte ich den kleinen Rucksack und machte mich auf in den hohen Norden (das klingt immer so als ob ich von München nach Hamburg gefahren wäre, doch es war nur eine 50-minütige Autofahrt) nach Esch-Sauer.

Hier oben allerdings war das Wetter nicht besonders. Es regnete immer wieder. Dabei war ich extra hergekommen um ein Theaterstück zu sehen dass ich in der Stadt verpasst hatte, und hier noch einmal für das Water Wall Festival aufgeführt wurde in einer anderen Form.

Ich checkte ins Hotel de la Sure ein. Große Wiedersehensfreude mit den Besitzern, die ich schon sehr lange kenne und schätze.

Derweil ging ein Wolkenbruch nieder und ich befürchtete bereits dass ich den Weg für nichts auf mich genommen hatte, denn das Stück würde nicht gespielt werden, wenn es regnet.
Und als ob jemand irgendwo da oben jemand gnädig gewesen wäre, klärte es kurz von Beginn dann doch auf…

…und die Vorstellung konnte mit 8 Minuten Verspätung stattfinden.

Das Stück ‚Rosenkranz und Güldenstein auf Greta‘ läuft am Sonntag noch einmal.
Infos gibt es hier.

Ein schönes Stück bei dem ich ein paar mal sehr laut gelacht habe.

In geselliger und lustiger Runde gab es im Hotel noch einen Happen zu essen und ich fiel kurz nach Mitternacht wie ein Stein ins Bett.

Dating

person s hand forming heart
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Heute mache ich mal was anderes.

Dabei wusste ich nicht wie ich das angehen und ob ich überhaupt darüber schreiben soll. Aber ok, ich werde es jetzt tun.

Es ist kein Geheimnis dass ich schon länger Single bin. Dating Apps sind nichts neues für mich. Und mit den Jahren lernt man sehr gut zwischen Zeilen in den Profilen zu lesen, wahrscheinlich sogar zu gut.
Es wäre schon schön wieder jemand an der Seite zu haben. Manchmal reichen all die guten und sehr guten Freunde dann doch nicht. Und ‚‘ Freinds with Benefits‘ sind ja eigentlich gar keine Freunde, es sind nicht mal Bekannte wenn man es genau nimmt. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Engel. Es gibt genug ‚schnelle Gelegenheiten‘ und unter Männern ist es meines Erachtens um einen Dreh leichter, als zwischen Frauen und Männern.

Ich muss dabei mal eine Eigenheit von Luxemburg erklären. Es gibt hier in der Stadt keine einzige Schwulenbar mehr. Es gab auch davor nur zwei Stück. Die letzte, die ‚Bar Rouge‘ viel dem Covid zum Opfer und die andere schon weitaus davor, der Insolvenz. (Wenn ich falsch liege, möge man mich bitte berichtigen)

Das war vor 30 Jahren und mehr noch ganz anders. Als ich endlich alt genug war und einschlägige Bars besuchen durfte, gab es allein in der Stadt fünf bis sechs Stück. Und wenn es mir hier nicht gefiel, Trier hatte auch nochmal eine ganze Reihe von Lokalen zu bieten. Doch das war alles Pre-Internet und gehört zur Sparte „Schwank aus meinem Leben“. Ich schweife ab…

Ich gehöre, (weil ja alles und jeder in eine Schublade gehört, sonst würde die Welt untergehen) inzwischen der Daddy Fraktion an, obwohl ich mich gar nicht so sehe. Um es noch spezifischer zu machen, ich bin ein Silver Daddy, das meinem inzwischen silbergrauen Bart geschuldet ist. Das lässt mich zum Beuteschema von sehr viel jüngeren Jahrgängen werden, die auf der Suche nach einer Daddy/Sohn Beziehung sind.
Ich habe in all den Jahren mich immer erfolgreich dagegen gesträubt, weil es mir seltsam vorgekommen wäre, eine Beziehung mit einem jungen Burschen zu haben, dessen Vater ich altersmäßig tatsächlich sein könnte. Und von diesen sehr jungen Herrn gibt es aber sehr viel mehr als ich dachte.

Natürlich lässt das auch den Verdacht aufkommen, dass sie nicht einfach einen älteren Jahrgang suchen, sondern auch einen Sugar Daddy. Bei manchen merke ich das schon in der ersten Zeilen einer Profilbeschreibung oder eines Chats.
„Hi Daddy.“
Allein schon die Anrede widerstrebt mir zutiefst, weil ich dann im Kopf das Bild eines Kinderschänders habe, selbst wenn sich altersbedingt alles im legalen Rahmen abspielt.

Nun lernte ich ich aber mit der Zeit (denn die jungen Herren sind nicht daran schuld, die wissen ja ganz genau was sie wollen) das eigene Erscheinungsbild zu akzeptieren und dass Silberhaare schlicht für andere sexy sind.

So kam es, dass ich am Donnerstag und Freitag, an zwei aufeinanderfolgenden Abenden, zwei verschiedene Dates hatte. Einer davon ist Anfang dreißig, also schon nicht mehr der ganz junge Hüpfer und arbeitet in der gehobenen Hotelbranche. Der zweite ist im unteren Drittel von zwanzig und eher schüchtern. obwohl er in Berlin studiert hat und ich dachte, dass Berlin da schon was „vorgeleistet“ hätte, aber dem scheint nicht so.

Und damit endet dieser Post. Die „knusperigen“ (oder auch mauen) Details gehören nicht ins Blog, obwohl es wahrscheinlich genau das ist, was sich nun jeder erwartet.

Doch vielleicht eines noch. Ich habe mit den Jahren gelernt, dass man Dates ohne irgendeine Erwartung angehen soll und muss. Dann entsteht im Nachhinein auch keine Enttäuschung. Wenn es sich doch zu etwas Positivem entwickeln sollte, ist die Überraschung umso größer.

WMDEDGT: Der wahrlich ereignisloseste Tag…

…um beim monatlichen Aufruf von Frau Brüllen„Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ WMDEDGT mitzumachen. Aber nun gut, ich versuch es trotzdem.

Am Morgen wuselte ich viel in der Wohnung herum, verbloggte den Vortag und kümmerte mich um die Wäsche.

Das Wellblechdach ist inzwischen ganz abgerissen worden

Dann setzte ich mich endlich daran und machte dieses vermaledeite Update vom Lebenslauf, von dem ich gestern berichtete. Ich stellte dabei ein paar interessante Umstände fest. Es gibt Projekte die mich so wenig berührt haben, dass ich nicht mal mehr vom Namen her weiß was das war. Von anderen habe ich noch ganz minimalistische Bilder im Kopf, aber was ich da genau gemacht habe weiß ich nicht mehr. Und davon gibt es erschreckenderweise mehr als ich dachte.
Auch im Blog fand ich wenig darüber weil ich die Arbeit ja bis auf wenige Details hier außen vor lasse.

Zwischendurch chattete ich mit dem H, in Melbourne, der mir berichtete dass die Stadt nun zum siebten mal in den kompletten Lockdown geht. Ganz so heftig wie in Sydney ist es nicht wo das Militär seine Runden durch die Stadt zieht, aber ich kann mir vorstellen dass es sehr zermürbend ist, immer wieder eingesperrt zu werden.

Irgendwann kurz nach Mittag war ich dann endlich mit dem Update fertig. Uff.

Um den Abend zu beschreiben muss ich mir selbst erstmal die Frage stellen ob ich das überhaupt ins Blog schreiben soll oder nicht. Anke Gröner nennt es in ihrem Blog immer Datenight. Ja, so könnte ich das auch bezeichnen. Ich hatte ein Date.

Da es kurz vor dem Date ein ordentlicher Wolkenbruch nieder ging, war ich sehr unschlüssig wo wir uns hinsetzen sollten für ein Apéro. Doch wir bekamen einen Tisch im Renert. Dass es anschließend nicht mehr weiter regnete und es so aussah, als ob es nicht noch einmal loslegen sollte, beschloss ich mit dem Date in die Vinoteca zu gehen, der kleine geheime Ort mit der grandiosen Aussicht.

Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim.

„Da fliegt mir doch das Blech weg“

Manchmal verdränge ich Dinge und das sehr erfolgreich. Blöd ist aber, dass sie mich dann wieder einholen und heute war so ein Tag.

Ich war spät eingeschlafen. Ich watschelte demnach verschlafen durch die Wohnung ohne Plan und Ziel. Ich verbloggte erstmal den Vortag und setzte mich dann in Gang zum Wochenmarkt (der, weil Sommer, sehr spärlich besetzt ist). Ich traf mich mit der D. und dem B. im Piazza auf einen Kaffee. So langsam fielen mir dann die Dinge ein die ich vor den Cevennen noch erledigen wollte, aber nicht geschafft hatte. Ein wichtiger Gang zur Bank zum Beispiel. Da meine Filiale des Vertrauens nur noch morgens ohne Termin empfängt ging ich gleich im Anschluss hin, nur um zu sehen dass nur ein Schalter besetzt war und es nicht mehr reichen würde noch dranzukommen. Also buchte ich gleich für Nachmittags den ersten freien Termin über Internet.

Mittagstisch hab es im Renert. Schweinemedaillions im Speckmantel mit Senfsoße, Pfannengemüse und Kartoffelpüree.

Irgendwann dazwischen fiel mir siedend heiß ein, dass ich noch ein größeres Update machen müsste, das ich leidlich vor mit herschob und das schon seit mehreren Wochen. Wenn es ein Computer oder eine App wäre, wäre es ja leicht. Aber hier ist es ein Dokument, sprich mein Lebenslauf, den ich seit Jahren schon nicht mehr gebraucht habe, weil… ja weil ich einfach im „System“ drin bin und mich jeder kennt und weiss wer und was ich bin.

Ich blieb im Renert bis es Zeit war für Termin von der Bank und schrieb schon mal ein Teil des Bloggs vor.

Ich fand schönes neues Besteck das perfekt zu meinem Metrochic Geschirr von V&B passt, ohne wirklich protzig zu wirken. Ich werde es morgen mit dem Geschirr zeigen.

Dann begegnete ich drei „alten“ Kollegen aus der Zeit als das Kapuzinertheater noch einen eigenen Intendanten hatte. Es war ein schönes Wiedersehen. Wir quasselten so lange, bis es für mich fast zu spät war, denn ich hatte auch noch eine schnelle Verabredung, mit derA., bei der ich meine Agenda hatte liegen lassen. Ich sauste also schnell nach Hause um den Wagen zu nehmen, weil wir bei Dalton im Gestüt sehen sollten.

Und dort sah ich das was den Titel dieses Posts auslöste:

Die Hälfte des halbrunden Wellblechdachs war weg.

Im Gestüt dann fand ich die A. auf der Wiese mit Dalton grasen, (also Dalton graste, nicht die A.) der sich an einem Bein „etwas“ zugezogen hat. Er hinkt ein wenig seit Montag, und bekommt Medikamente und darf nur bedingt raus.

Am Abend schaute las ich ein wenig und fand ein tolles Video von Michel Oliver, dem Fernsehkoch aus längst vergangenen Zeiten des französischen Fernsehens. Er bereitete eine Tarte tropézienne zu, also eine Torte aus St.Tropez. Der Legende nach gab Brigitte Bardot ihr den Namen, während einem Filmdreh in St.Tropez. Sie hatte der Crew in die Lunchpause den Nachtisch spendiert und als jemand nach dem Namen der Torte fragte, meinte sie nur das sei eine Spezialität eines einheimischen Bäckers, es sei eine Tarte Tropézienne.
Ich habe die Torte zum ersten mal gekostet als ich nicht weit von St.Tropez in einem B&B untergebracht war. Es gibt sie immer noch und sie ist dort in der Gegend immer noch ein Verkaufsschlager.

…and back to Regen & Alltag

Doch um dem ein wenig zu entfliehen, ging ich mit der D. ins Kino.

Wir schauten uns den Film The Suicide Squad an. Ich hatte den ersten schon sehr schräg und gut gefunden. Allen voran Margot Robbie überzeugte damals sehr in der Rolle von Hailey Quinn, dass sie zwischendurch einen eigenen Film bekam.

Dieser Film ist vom gleichen Regisseur James Gunn, den man aus Guadrians of the Galaxy kennt und man erkennt seine Handschrift auch in diesem Film. Alle Protagonisten des ersten Films, mit Ausnahme von Quinn und Viola Davis als Amanda Waller, wurden ausgewechselt.
Der Film ist weitaus blutiger und härter als der Erste. Mit Blut und Gedärme wird nicht gespart. Doch wenn einem das nicht zu viel ausmacht, sind es zwei unterhaltsame Stunden, wenn auch ein klein wenig in die Länge gezogen.

Nach dem Film, der im Kinepolis lief, flitzte ich noch schnell hinüber zu Auchan und kaufte alles ein was ich brauchte für den Haushalt.

Am Abend schaute ich mir eine Doku auf Arte an über einen Filmstar von den ich recht wenig wusste. Jane Mansfield, die ein tragisches Ende hatte und immer im Schatten von Marilyn Monroe stand.

Der erste Tag nach dem Urlaub

Es ist dann doch erstaunlich was sich alles tut, wenn man 14 Tage weg war.

Da wäre zum Beispiel, der gewaltige Kran von dem ich schon vor den Cevennnen berichtet hatte. Ich hatte richtig vermutet, dass er zwecks dem Runddach der Halle hinter unserem Haus, aufgestellt wurde. Da es eine deutsche Dachdecker Firma ist , die hier arbeitet, nehme ich mal dass sie nicht an den Kollektivvertrag gebunden sind der drei Wochen Urlaub im Sommer vorsieht. Dieser geht meistens von Ende Juli bis m den 20. August. Oder sie haben eine Ausnahmeregelung erhalten.
Das Fazit ist nun, dass ich morgens auf den hinteren Balkon den ersten Kaffee im Gesellschaft trinke. Das war heute mal eine interessante Abwechslung. Ob ich sie auf die Dauer gut finden werde, davon bin ich weniger überzeugt.

Ich wanderte gefühlte hundertmal zur Waschmaschine. Dabei hatte ich für die Cevennen Tage gar nicht sooo viel mitgenommen. Das Einzige was ich nicht an hatte war, im Falle eines kühlen Tages, die Strickjacke und eine zweite lange Hose, bei der ich mich schon am ersten Tag des Urlaubs fragte, warum ich die überhaupt eingepackt hatte.

Am Mittag traf ich mich in der Stadt mit der D. zum Mittagessen. Große Wiedersehensfreude. Wir aßen im Kin-Khao, die zuvor nur ein Restaurant im Kinépolis hatten und erst vor kurzem einen zweiten Laden in der Stadt, gleich neben der Post, eröffnet haben. Ich berichtete der D. alles vom Urlaub, was nicht im Blog stand.

Am Nachmittag bereitete ich dann das versprochene Vanilleeis zu für die Geburtstagsfeier der A. am Abend zu.

Wir hatten ihr eine Überraschungskiste gebastelt.

Es wurde nicht sehr spät da es Montag war und viele der Gäste am Dienstag arbeiten müssen.

Die Montagsfrage 23

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

Das ist vorerst mal die letzte Montagsfrage. Es werden immer weniger die mitmachen. Vielleicht liegt es an den Fragen selbst. Vielleicht aber auch weil im Sommer einfach mehr los ist. Die Tagebuchblogger Langeweile, die wir ja alle Anfang des Jahres verspürten wegen der Einschränkungen, ist ja vorerst mal weg.

Hier also die letzte Frage, die mir in den Ferien bei einem Gespräch einfiel über Sommer Hits. Nur zu, es darf euch auch peinlich sein.

An welche Sommer Hits kannst du dich erinnern, auf die (vielleicht sogar heute noch ) ausgelassen getanzt hast?

***

Bei mir war es die Lambada, mit einer Bekannten, die so stocksteif in den Hüften war, dass es mir vorkam, als ob ich mit einem Besenstiel tanzen würde. Weil sie es aber unbedingt hinbekommen wollte übten wir in diesem Sommer mehrfach. Die Schrittfolge und die Figuren sind ja denkbar einfach. Man muss halt nur gelenkig in der Hüfte sein und dabei ein wenig in die Knie gehen (wie beim Bauchtanz)
Nach ein längerem Üben und mit kräftigem Seintenstechen, konnte sie es dann. Und da ich mir während dem Schreiben jetzt selbst einem Ohrwurm geschaffen habe, sollt ihr alle was davon haben:

***

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Von den Cevennen nach Lyon nach Luxemburg

Ein letztes Urlaubsfoto von Genolhac und seinem Samstagsmarkt, von dem ich letzte Woche kein Foto gemacht hatte.

Es ging zurück nach Lyon in dreieinhalb Stunden und am Tag danach noch einmal viereinhalb Stunden bis nach Luxemburg.

Sorry dass hier die Ausführlichkeit aus Gründen ein wenig flachfällt, aber die nächsten Tagen wird das wieder besser. Versprochen.

Cevennen: Der letzte Tag

Da es etwas später wurde, ging es auch am letzten Tag etwas später los.

Es war Hausputz am Morgen angesagt. Wir putzten alles was soweit möglich war.

Am Nachmittag kamen dann der E. Mit seiner Frau und Kleinkind zu Besuch und wir fuhren mit ihnen ins Dorf hinein denn am unteren Ende gibt es ein Ministrand am Wasser, der auch für Kleinkinder geeignet ist. Dort gibt es viele hohe Bäume und das war meine Aussicht auf dem Rücken liegend:

Am Abend fuhren über Stock und Stein zu einem kleinen Restaurant mitten in der Wildnis mit einer atemberaubenden Aussicht. Le Relais de l’épinasse, Wow!

Genau diese Blick genoss ich von der Terrasse aus.

Das Essen war einfach aber fabelhaft gut.

Und morgen treten es nach dem Kofferpacken wieder die Heimreise an.

Cevennen: Ein Tag lesend im Wasser

Die A. hatte mit der P. beschlossen eine größere Wanderung zu machen. Sie wollte aber Blue nicht mitnehmen und da ich mich eh nochmal an den Text setzen wollte leistete sie mir Gesellschaft. Ich fand heute aber keinen Zugang dazu und konzentriere mich auf Tippfehler und seltsame Satzkonsturktionen.

Zwischendurch kaufte ich noch einmal schnell etwas ein und wartete auf der beiden Rückkehr. Wir hatten uns bei Teuffy verabredet. Sie brachten mir ein Foto mit:

Nach kurzem Umzug ging es zum nahgelegensten Wasserloch. Zum Abkühlen. Und es war eine wahre Wohltat.

Ich las weiter in der Biographie von Alan Bennett, die mich immer mehr berührt, weil ich manche Parallelen entdeckte zwischen seiner und meiner Familie. Nicht so sehr seine Eltern, die meinen ganz und gar nicht ähneln, sondern entferntere Verwandtschaft, wie seine Tanten zum Beispiel.

Abends gab zwei verschiedene Salate mit Wein aus der Gegend.

Cevennen: Regen & Mas Nouveau

In der Nacht fing es an mit einem heftigen Wolkenbruch, dass ich davon erwachte. Ich schlief dann aber nochchmal ein und erwachte erst wieder als es schon hell war, aber noch vor dem Wecker. Ein Blick zu Fenster hinaus verriet mir dass wir mitten in einer Wolke steckten dann die Aussicht über das Tal war verschwunden.

Der Schreiner hatte sich angekündigt um mehrere Arbeiten zu machen die der Vater der A. Schon vor Wochen in die Weg geleitet hatte.

Die Klappläden zum neuen Balkon wurden ausgewechselt und wir bekamen eine neue Haustür. Die A. hatte vermutet dass es vielleicht ein, zwei nicht mehr als drei Stunden dauern würde, doch ich war mir ziemlich sicher,dass es den ganzen Tag in Anspruch nehmen würde. Uns so war es dann auch beinahe gegen 16:00 war endlich fertig, wäre schon eher fertig gewesen, wenn dazwischen nicht auch ein neuer Stromzähler installiert worden wäre.
Der Schreiner hinterließ einen durch das Bohren und Hämmern eine Staubschicht auf alles und jedem, dass wir schon mal gleich loslegten und Staub wischten.

Am Abend dann ein völlig anderes Programm.

Wir hatten einen Tisch im Mas Nouveau bestellt. Es gibt nicht sooo viele gute Adressen hier zum Essen, doch das ist mit Sicherheit eine davon.

Es ist ein kleines weit abgelegenes Restaurant mitten in Wald. Ich war noch jedes mal dort das wenn in den Cevennen war.

Es funktioniert nach dem Table d’Hôte Prinzip, es gibt nur ein Menü für alle, aber wir sitzen nicht mehr alle an einem großen Tisch, wie vor Jahren, sondern es gibt jetzt kleinere Tische wie im Restaurant. Der Situation halt eben angepasst. Das ist schade, denn es kommt nicht mehr die Stimmung auf, dass man neue Leute spontan kennenlernt, wie früher. Das Essen jedoch ist immer eine Wucht.

Perlhuhn im Apfelsaft gegart mit Polenta und einem Brennesel Soufflé .

Ein immer wieder schöner Ort zum Verweilen. Ich werde dort einmal so Urlaub machen.

Wieder zurück in unserem kleinen Dorf, es war bereits kurz nach Mitternacht, setzte ich mich noch einmal auf die Terrasse und schrieb den Blogbeitrag fertig. Und dann merkte ich dass ich nicht alleine war. Ich hörte unterhalb von mir im Hang im Garten ein kräftiges Grunzen.
Wildschweine!
Ich hatte sie bereits am ersten Abend gehört und mir war auch davor klar, dass sie hier ab und an herumtoben. Doch ich möchte aber keine nähere Bekanntschaft mit ihnen machen.
Also verzog ich mich zurück in mein Zimmer.

Cevennen: Nîmes

Wir waren beide bei Zeiten wach. Nach einem schnellen Frühstück fuhren wir los nach Nîmes.

Es ist auch die Hauptstadt de Département du Gare. Eine seht alte Stadt in der sich schon die Römer niedergelassen hatten. Das Zentrum der Stadt ist ein gewaltiges Amphitheater.

Wir fuhren hin weil wir eine Freundin abholten, die P. die von Luxemburg aus mit dem Zug bis hierher gefahren war. Wir werden sie am Ende der Woche wieder mit zurück nehmen.

Vom dem kleinen Dorf in den Bergen aus dauert die Fahrt dann doch anderthalb Stunden bis ins Zentrum von Nîmes.

Nachdem wir die P. vom Bahnhof abgeholt hatten, wanderten wir ein wenig durch die brütend heiße Stadt. Da sie weitaus tiefer liegt als unser Dorf in den Bergen, ist es auch um mehrere Grad heißer.

Das Wappentier sieht man ein wenig überall in Nîmes. Ein Krokodil, das auch wieder mit den Römern zu tun hat.

Ich erstand ein paar neue Filp Flops und Mokassins zu einem Spottpreis, beo Bocage, einen Laden denn es letztes Jahr auch noch in Luxemburg gab. .

Wir aßen zu Mittag in einem kleinen vietnamesischen Restaurant, Bobun Caphe, das erstaunlich lecker war. Wir hatten alle eine große Bobun Schüssel. Später gab es dann noch ein Eis was mir aber nur mittelmäßig schmeckte.

Als wir die Nase voll hatten, fuhren wir die lange Strecke zurück.

Am Abend gab es dann noch einen riesigen Topf Ratatouille. Und wir morgen früh raus müssen (zumindest einer von uns) ging ich schon mal zeitig ins Bett. Warum erkläre ich morgen.

Cevennen: Text schreiben

Die A. hatte sich den letzten Teil Garten vorgenommen, währenddem, und das vorab dem Schreiben, ich erst einmal ein Großeinkauf im Supermarkt im Nachbardorf machte und alles einkaufte was wir noch bis Ende der Woche brauchen werden, bzw. das was im Haus eh zu Verfügung stand und wieder aufgefüllt werden musste.

Insgesamt ein ruhiger Tag. Ich schrieb weiter am Text und kam gut weiter. Es ist ein seltsamer Text der so gar nicht zur Stimmung hier in den Cevennen passen will und doch kam ich erstaunlicherweise so weit, dass nur noch ein letzter Abschnitt fehlt. Ob ich den noch in den nächsten Tagen schaffe ist fraglich, denn es ist der Schluss. Und obwohl ich weiß wie und was ich schreiben will, so gibt es doch immer wieder ein paar Unbekannte, die im Kopf erforscht werden wollen. Tja, und dann geht das überarbeiten los, an das ich noch gar nicht denken will.

Ich bin froh dass ich diesen Text aber endlich ‚los‘ bin. Ich weiß dass er Ende des Jahres, oder Anfang des kommenden Jahres zum Einsatz kommen wird und was dann mit ihm passiert, steht noch in den Sternen. Doch fühlt sich so an, als ob ich mich von einem letzten Teil befreit hätte, der noch zu etwas gehörte, das ich schon längst abgelegt hatte. Ich hatte ja hier schon einmal kurz, wenn auch nicht ausführlich erklärt, um was es ging.

Die A., der ich den Text vorgelesen hatte, findet ihn gut und gab mir ein paar kleine aber wertvolle Tipps.

Die Sonne gab alles was sie konnte und es wurde wieder richtig warm. Sogar am Abend knallte sie noch so sehr bis sie dann endlich hinter dem Berg verschwand.

Für die kleine Blue ist es hier, obwohl sie ja eine Stadthündin ist, das Paradies auf Erden. Inzwischen entwickelt sie sich zur Wasserrate und war mit dem Nachbarhund, der regelrecht in den Wasserbecken abtaucht und Steine hervorholt, schwimmen. Sie versuchte es ihm nachzutun, was ihr aber nicht so recht geheuer war. Vor dem Wasser hat sie aber inzwischen keine Angst mehr. Eine kleine Eigenheit von ihr wollte ich aber noch zeigen:

Wenn sie sich hinlegt, streckt sie die Hinterbeine nach hinten weg, wie ein grillfertiges aufgeklapptes Hühnchen.

Wir machten früh Schluss, denn morgen geht es nach Nîmes.

Cevennen: Gartenarbeit & Käse

Ein kleines Dörfchen in den Cevennen. Ich hätte mir nicht träumen lassen dass ich dieses kleine Dorf über Jahre hinweg immer wieder besuchen würde.

Der Tag begann mit Gartenarbeit. Hier wächst und gedeiht alles prächtig. Aber eben nicht immer so wie man das haben möchte. Also nahm die A. den Garten in Angriff und ich schrubbte mit der Drahtbürste die Steinstufen um das Moos wegzubekommen. Jede kleine Ritze in den Mauern wurde von Unkraut befreit, das so schnell wächst dass man ihm dabei zusehen kann.

Gegen Mittag machten wir Schluss.

Den Nachmittag über verbesserte ich den Text der mir gestern nur so aus den Fingern floss.

Am Abend gab es jede Menge Käse, Pesto und Salat vom Markt von gestern.

Vielleicht ist ja das Paradies auf Erden.

Die Montagsfrage 22

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

Da ich noch immer im Urlaub bin und mir echt keine Gedanken um die Montagsfrage gemacht habe, habe ich eine Frage aus den Friday five gemopst… t’schuldigung.

Welches nutzloseste Ding besitzt du, das du hast das du aber niemals wegwerfen würdest?

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Cevennen: Markttag & Hotel Balme

In der Nacht hatte es gut abgekühlt was eine wahre Wohltat war, denn die Hitze am Tag davor war heftig gewesen.

Ich erwachte früh und es gab entgegengesetzt der vorigen Tage auch ein frühes Frühstück. Wir fuhren zeitig zum Markt nach Genolhac. Ich kaufte wieder die stets geliebten kandierten Ingverstücke, sowie den Bio Roséwein den ich auch vor zwei Jahren mitgebracht hatte. Außerdem füllten wir den Kühlschrank wieder bis obenhin.

Am Nachmittag ackerte die A. im Garten und ich am Text.

Und ich muss sagen dass ich sehr erfolgreich war und ein drittel wenn nicht schon die Hälfte fertig habe, worüber ich sehr froh bin, weil ich diese „Geschichte“ endlich fertig haben will, und sie damit auch im Kopf endlich abschließen kann. Ich trage sie schon etwas zu lange mit mir herum. Es wird Zeit dass sie geht.

Am Abend fuhren wir nach Villefort. Wir hatten einen Tisch reserviert im Hotel Balme, das ich schon einmal vor Jahren hier beschrieben hatte.

An der Beschreibung hat sich nichts geändert, es ist immer noch gleich. Dieselbe herzliche Stimmung und ich wäre gerne einmal dort vor 30 oder 40 Jahren gewesen, als man noch rauschende Feste dort feierte.

Zu essen gan als Vorspeise die schon fast legendäre Creme Brulée mit Steinpilzen. Ich hatte mir schon einmal vorgenommen sie nachzukochen doch die Creme hat so einen raffinieren Geschmack dass ich das nicht so ohne weiteres hinbekomme. (Leider kein Foto)

Anschließend hatte ich ein Forellen Curry und die A. ein Teller vegetarisch Buntes.

Das Curry war sehr gut und vor allem nicht zu kräftig im Geschmack. Das hätte zu der zarten Forelle so gar nicht gepasst.

Nachtisch war ein Teller mit verschiedenen Desserts von Kastanien.

Kastienenkuchen mit Kastanieneis und einer Kastanien Tuile (der Keks) neben einer Kastanienmousse. Das alles auf Kastaniencreme.

Wir tagten noch eine Weile auf dem Balkon nach unserer Rückkehr und gingen recht spät zu Bett.

Cevennen: Bambus

Vorweg eine kleine Interna die mich immer wieder ein wenig sehnsüchtig macht.

So sieht die Liste der Länder auf meinem Blog vorbeischauen. Immer wenn ich die zwei letzten aus der Reihe sehe, Australien und Neuseeland, weiß ich genau wer da vorbei geschaut hat und es macht mich froh und traurig zugleich, weil ich weiß dass ich diese Menschen so schnell nicht wiedersehe.

***

Nach dem Frühstück begaben wir uns auf eine längere Fahrt nach Anduze. Dort befindet sich die bekannte Bambouseraie en Cévenne. Ein Bambusgarten, wie ich noch keinen gesehen habe, zumindest nicht in Europa.

Es herrschte eine unglaubliche Hitze, dich in den schattigen Bambusalleen war es fast frisch, so sehr dass ich dort nicht mehr weg wollte.

Manche Stellen im Park erinnerten mich sehr an Bali. Andere wiederum waren japanischen Gärten nachempfunden.

Ein Baum ließ mich einmal kurz seufzen. Es war so als ob das Universum gewusst hätte, dass dieser Blogpost mit Australien anfangen würde:

Am schönsten fand ich den Wassergarten, bei dem ich mir zum ersten mal wünschte ich hätte einen Garten und könnte ihn so gestalten.

Gerne wäre ich noch länger geblieben, doch es war erdrückend heiss. Zudem fällt der Park unter Attraktionspark in Frankreich und man muss überall Maske tragen was unerträglich war bei der Hitze.

Wir waren froh über die Klimaanlage im Wagen und fuhren zurück.

Am Abend gab es die letzten Reste zu essen aus dem Kühlschrank, denn morgen ist großer Markt im Nachbardorf und dann steht ein Großeinkauf bevor.

Zur Feier des Tages und weil wir Lust darauf hatten:

Alice immer und überall.

Cevennen: Ruhetag

Die erste Schmuseeinheit des Tages:

Ein sehr heißer Tag. Wir bastelten, so lange die Temperaturen noch nicht vollends auf 31 Grad waren, auf dem Balkon etwas um, das die A. Ihrem Vater versprochen hatte zu tun.

Mittagessen hatte ich keine große Lust. Aber wir bereiteten schon mal ein paar Dinge fürs Abendessen vor.

Ich wollte am Nachmittag weiter am Text schreiben doch der Kopf wollte nicht, also las ich und döste eine Weile weg. Es war zu heiß etwas anderes zu tun.

Ich schlief tief und fest ein auf dem Bett. Die A. war auf das obere Becken geklommen zusammen mit Blue.

Am Abend setzten wir uns die Bar zu Teuffy.

Ich hatte drei Apérol Spritz. Huiiiiiii!

Gute Nacht.

Cevennen: Le-Pont-de-Montvert

Schlecht geschlafen. Wahrscheinlich war die riesige, fettige Kastanienwurst von gestern daran Schuld.

Ich verbrachte den Morgen auf der unteren Terrasse vor meinem Zimmer und arbeitete ein wenig an einem Text, der für Ende des Jahres fertig sein muss/soll. Es ist ein Text den ich letztes Jahr für eine größere Produktion geschrieben hatte, der aber nie zum Einsatz kam, weil da jemand dachte, dass… ach lassen wir das. Ich habe diesbezüglich 2020 meine Konsequenzen gezogen und das war ganz gut so.

Am Nachmittag fuhren wir zum Pont-de-Montvert, das von unserem kleinen Dorf aus weitaus höher liegt. Ich hatte die letzten Jahre schon drüber berichtet. Es gibt dort mein liebstes natürliches Wasserbecken zum Schwimmen, aber weil sehr viel höher in den Bergen liegt, auch um ein paar Grad kälter. Doch das war diesmal nicht der Fall. Einziger Dämpfer war, dass es ein wenig zu viele Gäste hatte. Doch wir bekamen Sonne satt. Auch Blue fand wieder einen Spielgefährten und tobte und planschte im Wasser.

Der Weg zum Wasserbecken, mit einer kilometerweiten Aussicht

Für den Abend hatten wir uns ein neues Restaurant ausgesucht. Auslöser dafür war, dass das Hotel ‚La Truite Enchantée‘ keine Gäste mehr von außen annimmt, es sei den man ist Gast im Hotel. Letztes Jahr war es auch schon so, wie mir die A. erzählte, pandemiebedingt, doch sie haben es beibehalten. Schade, denn es war ein sehr schöner Ort und ich habe mich jedes mal hoffnungslos überfressen.

Das neue Restaurant hatte die A. im Internet gefunden. Cevennes in the Box.

Die Gaststätte mit angeschlossenem Laden liegt ein wenig außerhalb des Trubels (also Trubel in der Größenordnung für das kleine Dorf), in einem Haus das so gar nicht zum Rest des Dorfes passen will. Sie haben es sich zum Ziel gemacht, ausschließlich lokale Produkte zu verkaufen und auch als Speisen zu verarbeiten. Ein sehr lobendes Ziel.
Der Laden selbst jedoch ist ein wenig seltsam, und mir persönlich zu sehr Hippie-Dippie (wie die A. immer sagt) angehaucht. Wir hatten beide eine ansehnliche Salatschüssel, die sehr gut war und fühlten uns zum ersten mal nicht überfressen.

Auf dem Weg zurück zum Wagen fand ich dieses Schild. Meine Luxileser werden es verstehen und schmunzeln wie ich:

Wir fuhren zum ersten mal den dann doch recht langen kurvenreichen Weg noch bei Tageslicht zurück und tagten noch ein wenig auf dem neuen Balkon, bis es stockdunkel war.

Cevennen: Stille & Genuss

Gut geschlafen und länger als sonst. Je nachdem wie der Wind weht höre ich den Wasserfall unten im Tal rauschen. Das beste Einschlafgeräusch der Welt.

Frühstück auf dem neuen Balkon.

Es gibt hier vier verschiedene Balkons und Terrassen auf denen wir speisen oder in der Sonne liegen können.

Da wäre gleich beim Eingang schon mal eine Terrasse die wir die letzten Jahre immer benutzt haben um dort im Freien zu speisen, auch aus praktischen Gründen weil sie der Küche am nächsten liegt.

Ein Foto von 2018

Dann gibt es im ersten Stock ein Balkon, der am höchsten gelegen ist und von dort hat man auch den besten Ausblick

Dann gibt es meine kleinere Terrasse im unteren Bereich vor meiner Schlafzimmertür, wo ich jeden Morgen sitze und blogge.

Und schließlich den nigelnagelneuen Balkon, den der Vater der A. erst im Frühling bauen ließ.

Wir haben die Qual der Wahl.

Die A. hatte mich gebeten ihr die Spitzen zu schneiden. Ich mache das eigentlich außerhalb der Arbeit gar nicht, weil ich es gegenüber den Berufskollegen aus meinem früheren Leben nicht fair finde. Doch bei der A. machte ich eine Ausnahme, weil sie halt davor keine ruhige Minute hatte und sie sonst auch für größere Haararbeiten zum gleichen Friseur geht wie ich. Und so bekam sie einmal Spitzenschneiden mit unvergleichlichem Ausblick.

Am Nachmittag fuhren wir nach Villefort. Dort gibt es einen sehr kleinen Strand am See von Villefort, der jedoch extrem überbevölkert war. Die zweite Option hatten wir am gleichen See aber 4km weiter am Ende des Sees. Ein wunderbares kleines Paradies.

GROSSARTIG! Ich konnte endlich ein paar Bahnen ziehen.

Und Blue fand endlich den Mut ins Wasser zu gehen und zu Schwimmen! Danach war sie aufgedreht dass sie kaum zu beruhigen war.

Am See gab es ebenfalls eine Guinguette, die uns als sehr gut empfohlen wurde. Und in der Tat:

Ein angenehmer Tag, wenn die Fahrt von dort nicht volle 40 Minuten dauern würde. Ein letzter Absacker auf der Terrasse und ab in die Federn.

Cevennen: Der erste Tag

Die Aussicht vom unteren Gästezimmer aus wächst immer mehr zu. Da ich diesmal zwei Jahre nicht hier war, fällt es mir mehr auf als zuvor. Ich suche die nächten Tage mal Fotos raus von den Jahren davor um den Unterschied zu zeigen.

Die letzte Nacht war sehr stürmisch gewesen, so dass ich lange nicht einschlafen konnte. Einen interessanten Podcast über das neue Buch von Friedrich Dürrematt gehört. Seine Biographie oder zumindest Versatzstücke daraus, gekoppelt mit Gedankengängen und Phantasiegeschichten, ist jetzt als 2000-seitiger Band erschienen. Die Überarbeitung davon dauerte volle 10 Jahre.

Am Morgen dann auf ins Nachbardorf zu ein paar Einkäufen und einem Kaffee in der Bar du Midi:

Am Nachmittag ging es zu den Wasserbecken die von dem wilden Bach gespeist werden werden.

Le gouffre de l‘araigné heißt das eine Wasserbecken das dem Haus am nächsten liegt. Es Gibt mehrere in der Gegend davon. Ein idealer Platz zum lesen, sich im Wasser abkühlen und braun werden.

Ich fing wieder an die Biographie von Alan Bennett zu lesen, die schon einmal in Angriff genommen, aber nie fertig gelesen hatte. Als die ersten Seiten las verstand ich warum ich das damals nicht lesen konnte. Es waren zu viele kleine Episoden geschildert, die mich zu sehr an meine eigene Familie erinnerten.

Wir versuchten Blue zu schwimmen zu bewegen, doch außer sich mit dem Bauch ins pfotentiefe Wasser zu legen und sich abzukühlen, wird sie keine Wasserratte. Dabei haben wir uns wirklich Mühe gegben mit gut Zureden, Rufen und Leckerli. Nein, von selbst ging sie nicht ins Wasser.

Wieder zurück gab es den ersten Apéro. Ein Ricard, den ich nur hier trinke. Daheim würde mir das nicht in den Sinn kommen.

Eine Libelle besuchte uns auf dem Balkon.

Die A. hatte am Morgen alles eingekauft für eine Quiche provençale.

Ich überfrass mich. Wen wunders?

Das ist der neue spannende Ausblick von Blue.

Für meine Verhältnisse sehr früh zu Bett.

Die Montagsfrage 21

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

Da ich ja zur Zeit in Urlaub bin, habe ich die nächsten Tage Zeit drüber nachzudenken. Spannende Frage.

Welches Ereignis aus deinem Leben würdest du ändern, wenn du könntest und warum?

Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

In den Cevennen

Zwei Fotos noch vom Vortag.

Die A. hat ihren Zweitsitz in Lyon gefunden. Wie war das Sprichwort doch gleich? Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr…

Auf Autobahnfahrten schläft Blue wie ein Stein:

***

Das letzte mal dass ich hier war, gab es noch keine Seuche. (sic) Das Haus der Großeltern der A. wird mit viel Einsatz und Liebe von A.‘s Vater in Schuss gehalten. Im Frühjahr er ließ einen neuen Balkon bauen. Das Foto unten entstand auf ihm.

Das hat zur Folge dass die gewaltige Weinrebe, die ich davor schon oft abgelichtet hatte, dem Balkon ein wenig ausweichen musste. Sie ist aber immer noch da.

Es gab trotz des schönen Wetters immer wieder kräftige Windböen, denen der Sonnenschirm nicht standhalten konnte/wollte und ich stand ich zeitenweise länger als Schirmhalter rum.

Die erste Tanne von rechts ist mein Zeuge wie der Wind durch sie hindurchfegte, obwohl ich hier grad sehr entspannt aussehe.

Da wir am Sonntag ankamen und wir hier in „the middle of nowhere„ sind, hatten wir vorgesorgt und ein wenig Zeug von zuhause mitgebracht. Zum Abendessen gab es dann Comfort Food. Ich machte meine schnellen und unschlagbaren Mac‘n Cheese, bei Halbmond.

Relativ früh zu Bett um zu lesen.

Auf nach Lyon

Ich hatte mir den Wecker für meine Verhältnisse früher gestellt. Koffer packen ist mit all den Jahren einer meiner leichtesten Übungen. Es gilt halt immer ein fertig bestückten Kulturbeutel zu Hand zu haben. Der Rest geht dann, zumindest für mich, sehr fix.

Pünktlich gegen 10:00 holte die A. mich an und wir fuhren los.

Die Fahrt ging dann doch nicht ganz ohne Stau. Doch letztendlich waren wir mehr als zeitig da. In Lyon checkten wir wieder im Novotel ein, in dem ich schon einmal vor zwei Jahren war.

Das Viertel Confluence in Lyon ist eine Spielwiese für Architekten die sie sich nach Herzenslust austoben konnten. Wir beschlossen, wenn wir noch einmal herkommen, weil wir nur einen kurzen Stop einlegen, um ein oder zwei Tage zu verlängern.

Wir aßen eine Kleinigkeit im Hotel und machten früh Schluss.

Bodega mit Damen

Vorbereitungen für die nächsten Tage.

Am Nachmittag war der B. wieder da und wir beschlossen gemeinsam mit der D. uns auf einen Kaffee im Wellëm zu treffen. Aus dem Kaffee wurde jedoch etwas anderes.

Ich hatte Lust auf einen Cocktail und es wurde ein Teil aus den Tiefen der 80er. Eine Pina Colada. Sie war ok aber ich muss das nicht noch einmal haben.

Am Abend ging es dann mit der D., der V. und der N. in die Bodega. Das war anfänglich anders geplant. Ich hatte im Podenco einen Tisch für uns bestellt, doch das Lokal hatte wegen dem Hochwasser größere Schäden erlitten und sagte alle Reservierungen ab.

Also disponierte ich in die Bodega um

Es war wie immer schön wenn wir zu viert zusammen sind. Wir machten jedoch beizeiten Schluss, Samstag sehr lang werden wird.

Hochwasser

Sehr häuslich geblieben.
Der Dauerstarkregen, wandelte sich die Dauernieselregen um und am späten Nachmittag hörte er dann endlich ganz auf.

Ich sah sehr schreckliche Bilder aus der alten Heimat. Sie erinnerten mich an ein Jahr, Ende der 90er oder Anfang der 2000er, in dem es auch sehr schlimm um die kleine Stadt stand. Das Wasser war damals auch sehr hoch, doch ich glaube dass es diesmal noch höher stand als davor. Ein Foto das ich sehr beeindruckend finde ist das hier.
Die beiden Male (kann mich an zwei Hochwasser erinnern) wohnte ich noch in der kleinen Wohnung am Marktplatz. Beide male hatte ich zeitig die Feuerwehr kommen lassen, die den Brenner der Heizung abmontierte. Ansonsten hatte wir keinen größeren Schaden. Ich weiß noch dass ich erst Monate später die Feuchtigkeit in der Dachwohnung spürte….
Später als ich in dem Haus der Großmutter lebte, hatte ich dieses Problem nicht mehr, weil es weitaus höher lag und nur zu einem sehr geringen Teil unterkellert war.

Wenn ich ich jedoch sehe welche Schäden das Wasser in Deutschland angerichtet hat und wie viele tote und vermisste Menschen es gibt, kann ich guten Gewissens behaupten, dass wir hier mit einem blauen Auge davongekommen sind.

Am Morgen nur schnell einen Friseurtermin wahrgenommen, weil ich ab nächster Woche…
Aber drüber spreche ich nächste Woche. 🙂