Heute kam er in Luxemburg an. Pünktlich auf den Tag.
Nach der langen Fahrt sah er ein wenig verdattert aus.
Zudem haben sie ihm die Mähne vorne gerade abgeschnitten. Das lässt ihn ein wenig wie Mireille Matieu aussehen. Ich glaube da muss ich die nächsten Tage nochmal ran; so sieht das doof aus.
Und da ich ja Pate bin will die Tradition dass ich Dragees mitbringe. Ich persönlich mag Dragees überhaupt nicht, weder mit Schokolade noch mit Mandeln.
Ich fand bei meinem Konditor an der Ecke etwas viel besseres. Mandiants, die man mir hübsch einzeln verpackte.
Da war ich dann doch sehr überrascht, denn das wusste ich nicht!
Hier sind beide Links des zweiteiligen Artikels. Teil1 / Teil2
Es soll mir keiner nachsagen ich würde es euch mit den Links nicht leicht machen 😉
Wenn so viel an einem Tag passiert, wäre ich froh ich könnte mir das ein wenig aufteilen auf andere Tage fürs Blog wo es stinklangweilig ist aber, Tagebuch ist nunmal Tagebuch.
Eines vorweg, es werden sehr viele Fotos.
Früh am Morgen bereitete ich alles vor für das erste Meeting im Theater. Ich hatte schon so einiges noch vor der den Ferien vorbereitet. Das sollte sich als sehr nützlich erweisen, denn es wurde alles angenommen, und ich kann dem Endspurt des ersten Theaterstückes der Saison entspannt entgegen sehen.
Nach dem Friseurtermin, der sehr nötig war, traf ich mich mit der N. die ich schon eine Weile nicht gesehen hatte. Die N. sollte an diesem Nachmittag ihr Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr einlösen und ich durfte mit.
Es war ein Rundflug über Luxemburg in einer Piper und ich durfte mit. Das tolle für die N. war, sie durfte den Flieger in der Luft steuern.
Wir flogen von der Hauptstadt aus in nördliche Richtung bis hoch nach Diekirch bis um uns dann an der Sauer und der Mosel zu orientieren und wieder in den Süden zu fliegen, vorbei an meiner alten Heimat weiter hinunter bis zur Mosel.
Die alte Heimat.
Die kleine Ansiedlung an Häusern etwas außerhalb der Ortes in der ich aufwuchs. Und bei näherer Betrachtung sah ich das was ich schon wusste aber noch nicht gesehen hatte:
Am linken Ende der Siedlung ist eine leere Parzelle auf der kein Haus mehr steht. Dort stand mein Elternhaus. Es wurde vor wenigen Wochen abgerissen.
Doch trotz diesem kleinen Stich im Herzen, war es ein wunderschöner Rundflug, den ich um alles in der Welt nicht hätte missen wollen.
Die N. und unser Pilot.
MERCI N.!!!!!
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Von dort aus ging es dann ins Rooftop wo die A. uns erwartete mit einer weiteren Überraschung. Ich bekam eine Reihe von kleinen Geschenken die alle auf etwas größeres hinwiesen. da ich ja für meinen Geburtstag nicht hier war, kam das Geschenk jetzt nach.
Die N. dokumentierte das ganze mit Fotos, die ich aber unmöglich alle einstellen kann. Hier ein paar davon:
Ein Tiernapf? Nein eine herzförmige Silikonbackform.
Ich stehe völlig auf dem Schlauch. Minigewürze und ein Mini Einkaufswagen…
Eine Shoppingtour im Supermarkt????? Nein. Die A. brach zusammen vor Lachen.
Und dann bekam ich den letzten Umschlag….
Einen Gutschein für einen Kochkursus von einem Tag mit einem der größten Sterneköche aus Luxemburg.
WOW!
Der erste Teil der Fahrt am Mittwoch war ereignislos wenn auch lang. Ich mag einfach nicht mehr so lange fahren.
Das Hotel das ich mir bei Orléans ausgesucht hatte, war völlig in Ordnung, doch das angeschlossene Restaurant war ein Reinfall. Ein gehetzter gestresster Service. Dann war das Gericht das ich bestellte so gerade genießbar. Ich war zu müde zum reklamieren und ich ging einfach ins Bett.
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Den Rest der Fahrt nach Luxemburg erwies sich als schnell aber sehr trist. Es regnete quasi die ganze Strecke durch und die Temperaturen waren so kanpp unter 20 Grad.
Willkommen in Lxuemburg.
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Später am Nachmittag schickte mir die D. die neue Eisvariante von Bargeton in St.Jean. Rhabarber!
Ach Menno! Ich will die auch kosten!
Noch viel später saß ich im Rooftop:
…das wieder geöffnet ist, nachdem es für die Schobereasse geschlossen hatte.
Es war schön, aber es war schweinekalt.
421. Welches Ritual hast du beim Duschen?
Wenn das Duschgel oder die Seife die ich benutze etwas Ritualhaftes hat, dann ja. Aber eine bestimmte Reihenfolge der zu reinigenden Oberflächen habe ich nicht.
422. Wie gefährlich ist deine Arbeit?
Eigentlich gar nicht wenn man gute Nerven und ein dickes Fell hat.
423. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen?
Da ich früher sehr viel ins Kino ging und heute immer noch versuche mindestens einmal die Woche zu gehen, könnte ich jetzt ein Liste an Filmen angeben die genial fand. Einer meiner absoluten Lieblinge ist aber immer noch Cabaret von Bob Fosse.
424. Welches Brettspiel magst du am liebsten?
Keines.
425. Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?
Meiner Großmutter als sie noch lebte. Es war eine Urlaubskarte.
426. Wie eng ist deine Beziehung zu deinen Verwandten?
Die paar wenige sehr entfernte Verwandten die ich noch habe, sah ich die letzten Jahre nur auf Beerdigungen. Also tendiert es gegen Null.
427. Wann hast du zuletzt in ein Mikrofon gesprochen?
Bei diesem Radio Interview.
428. Hast du gelegentlich Freizeitspaß?
Ja. Was man auch immer darunter verstehen mag 😉
429. Was sind die drei schönsten Ereignisse des heutigen Tages? Heute war nichts schönes dabei. Gestern war es der Strand und das tolle Abendessen
430. Macht du manchmal einen Mittagsschlaf?
Oh ich LIEBE den Mittagsschlaf! Aber leider kann ich den nicht immer halten.
431. Findest du es wichtig, dass deine Meinung gehört wird?
Ja, sonst würde ich dieses Blog nicht schreiben.
432. Was ist dir in Bezug auf das andere Geschlecht ein Rätsel?
Das große Rätsel meiner Meinung nach ist, dass es keines gibt!
433. Kannst du dich gut beschäftigen?
Ja. Ich bin sehr selten gelangweilt.
434. Kannst du Dinge leicht von dir abschütteln?
Das hängt von den Dingen ab. Wenn es mich emotional sehr mitgenommen hat ist es schwieriger.
435. Wie voll ist dein Bücherregal?
Das neue Bücherregal ist noch nicht so voll dass ich schon wieder aussortieren müsste. Ich hoffe dass das auch nicht mehr so schnell vorkommt.
436. Bist du mit deiner Handschrift zufrieden?
Ja.
437. Können deine Hände machen, was dein Kopf will?
Ich verstehe die Frage nicht. Meine Hände machen grundsätzlich was mein Kopf will. Die führen kein Eigenleben.
438. Wie oft am Tag schaust du in den Spiegel?
Wenn ich an Projekten arbeite, stehe ich oft über Stunden vor dem Spielgel.
439. Klagst du schnell über körperliche Beschwerden?
Nein. Wenn es kleine Wehwehchen sind machen sie mich lediglich wütend.
440. Klickst du auf Facebook manchmal auf „gefällt mir“, obwohl du anderer Meinung bist?
Nein. Ich bin mit dem „Gefällt mir“ austeilen sehr sparsam. Und in letzte Zeit noch weniger da ich kaum noch Facebook nutze.
Ich schreibe die Überschriften nicht gerne.
Zumal nicht wenn es mir so außerordentlich gut gefallen hat wie hier.
Am Morgen stand noch ein vorletztes mal Schwimmen auf dem Programm. Das letzte mal wir morgen früh sein bevor ich die Heimreise antrete.
Zwischenzeitlich suchte ich ein Hotel für eine Übernachtung, da ich die 1200 km bis nach Luxemburg nicht an einem Tag fahre.
Ich fand ein recht schönes Best Western kurz vor Orléans.
Ein letztes Mal Schwimmen am Nachmittag, und während ich in Sand lag sah ich den Schäfchenwolken zu.
…die sich immer mehr zu etwas Größerem von der Südost Seite verdichteten:
Es ist schon beeindruckend, wenn am Meer etwas am Himmel aufzieht. Letztendlich sah es aber schlimmer aus las es tatsächlich war.
Am Tag davor prosteten die D. und ich uns zu, um Mitternacht und ich bekam ein Geschenk:
Das ist ein Badetuch aus baskischem Webtuch von Lartigue, das aber so schön und weich und chic ist, dass ich es als Plaid für das Sofa zu Hause nehmen werde.
Ein weiteres Geschenk das ich mir selbst gemacht habe ist diese neue Umhängetasche:
Gefertigt von einer Lederdesignerin hier vor Ort. Manufactoum hat echt sehr viele schöne Sachen.
***
Als ich dann heute morgen aufstand war ich frohgemut und freute mich auf die Schwimmrunde im Meer, bis ich die traurige Nachricht bei Fräulein Read On las. Es war schon seit Tagen abzusehen dass das unausweichliche passieren würde, doch wenn es dann tatsächlich passiert ist immer noch mal ein Schock. Ich kenne das leider aus zu vielen eigenen Erfahrungen.
Der Himmel war ein wolkenverhangen, doch das Schwimmen im Meer macht so frei und klar im Kopf wie selten etwas anderes. Ich wanderte noch eine Weile am Strand herum als mir noch etwas anderes bewusst wurde:
„Ich werde heute so alt wie mein Vater…“
Ich weiß nicht ob das jemand versteht. Es war für mich die letzten Jahre sehr wichtig all den Ballast der Vergangenheit abzuwerfen und ein Leben zu führen das meines ist, und nicht eine Fortsetzung in den Fußstapfen von jemand anderem. Wer hier schon etwas länger mitliest weiß was ich meine. Ich habe sehr viele Dinge bewusst „über Bord geworfen“ und weggegeben obwohl mir klar war, dass ich manches bereuen würde.
Es ist auch immer eine Gratwanderung zwischen sich selbst verleugnen und mit der zu Vergangenheit leben, die man nun einmal hat. Eine ganz klare Abgrenzung für mich war, dass ich vor zwei Jahren zum ersten mal für Weihnachten ganz bewusst weg fuhr. Das war im Nachhinein betrachtet einer der wichtigsten Schritte für mich, endlich loszulassen. Heute, mit 52 Jahren kann ich sagen dass ich das Leben führe, was ich immer führen wollte, dass die Geister der Vergangenheit noch immer präsent sind, doch sie plagen mich nicht mehr.
***
Ich verbrachte einen herrlichen Tag mit der D. Wir gingen etwas später schwimmen als sonst und frühstückten erst gegen 11 Uhr. Danach las ich ausführlich im Internet und bloggte eine wenig. Am Nachmittag zogen wir ein wenig um die Häuser, will heißen, wir waren auf der Suche nach ein paar neuen Kleidungsstücken für den Gemahl der D. der in Luxemburg nur selten etwas in seiner Größe findet, so wie ich auch. Bei ihm ist es am unteren Ende der Skala, bei mir am oberen Ende.
Anschließend ging es noch einmal zu Strand um eine weitere Runde zu schwimmen. Ich weiß jetzt schon dass ich das sehr vermissen werde wenn ich wieder in Luxemburg bin.
Abend hatte die D. einen Tisch in einem Sternerestaurant in Guethari reserviert. Das Briketenia hat einen Michelin Stern.
Wir saßen draußen leicht erhöht und konnten bis zur Bucht von St.Jean sehen, es war eine Wucht. Und da war wieder dieses goldene Licht, das sich heute nach dem Sonnenuntergang auch noch mal in ein rosa verwandeln sollte.
Ganz weit hinten, am Fuße des Berges erkennt man das Meer.
Ich habe nicht daran herumgebastelt, die Wolken waren tatsächlich rosa.
Und auf solchen rosa Wolken flogen die D. und ich kulinarisch durch die nächsten 2 Stunden. Ein perfekteres Menü hätte ich mir für meinen Geburtstag nicht wünschen können. Ich habe weiter keine Fotos gemacht, weil ich für einmal nicht ans Blog dachte sondern einfach nur genießen wollte. Das Dessert jedoch lichtete ich ab:
Die D. die nach dem Kalbsmedaillon (das Hauptgericht), mehr als pappsatt war, verkündete lautstark, dass sie nichts mehr hinunter bekäme, ich könnte ihr Dessert getrost mitessen, sie wolle nur einmal „kosten“.
Das kleine schokoladige Etwas im Hintergrund bewirkte bei ihr eine wundersame Magenerweiterung und sie verputzte ihn mit allem drum und dran.
Auch mein kleiner Cheescake war der Himmel auf Erden.
Wir beglückwünschten die Chefin und den Küchenchef die am Ende zu uns an den Tisch kamen zu kompletten Menü und dass sie einen Konditor hätten der nicht mit Gold aufzuwiegen wäre.
Mit dem Taxi ging es anschließend zurück nach St. Jean.
So sah der Strand heute morgen aus. Ein paar Regentropfen hielten uns nicht davon ab unsere Runde zu schwimmen. Es ist immer wieder verrückt wie sehr die Farben und das Licht wechseln, wenn das Wetter umschlägt.
Wir fuhren heute mal ausnahmsweise nicht mit dem Wagen sondern mit Bus und später mit dem Schiff:
Es ging nach Hendaye, eine Stadt die an der Grenze zu Spanien liegt. Sie ist weitaus weniger „niedlich“ als St. Jean hat aber einen riesigen Strand der sich über mehrere Kilometer zieht. Hier auf dieser Luftaufnahme sieht man das sehr gut. Von dem kleinen Hafen aus ging es mit einer Minifähre nach Hondarribia in Spanien.
Natürlich ist alles Baskisch. Doch auf den spanischen Seite ist noch viel ersichtlicher als auf der Französischen Seite. Vieles ist nur in Baskisch geschrieben, was in Frankreich zum Beispiel nicht der Fall ist. Es gibt immer auch die französische Übersetzung.
Auf der Französischen Seite gibt es diesen unvergleichlichen Savoir Vivre, den ich auf der anderen Seite vermisste. Hondarribia ist irgendwie verschlafener und in den Geschäften sind sie weitaus weniger freundlich. Der Unterschied war frappierend.
Dabei waren wir extra hingefahren weil dort ein großes Fest stattfinden sollte, mit Riesenpuppen. Es herrschte auch eine Art Aufbruchstimmung und sehr viele hatten etwas saftgrünes an. Und überall sah man diese Plakate hängen:
Da ich ja gestern über die Baskischen Kuchen berichtete, war ich neugierig ob die im spanischen Teil genau so schmecken wie in Frankreich.
Ja und nein. Der Mürbeteig war etwas gröber und die Vanillecreme war nicht so lecker. Der andere Kuchen mit Schokolade war etwas völlig anderes. Mit einer Joghurtcreme und einer dicken Schicht Schokolade überzogen. Nicht schlecht aber sehr mächtig.
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Man hatte den Umzug der Puppen für 17:00 angekündigt, doch sie hatten gründlich Verspätung. Wir waren schon kurz davor wieder zum Hafen zu gehen als es endlich losging.
Das Wetter ändert hier so schnell dass die Vorhersagen nicht mithalten. Also nehmen wir was kommt, die Wahl haben wir ja eh nicht.
Strahlender Himmel, Sonnenschein. Heute morgen war das Schwimmen im Meer war göttlich. Es ist vor allem klasse weil noch fast kein Mensch da ist und man das Meer quasi für sich alleine hat. Ich schaffte es endlich einmal bis zu den Bojen und zurück zu schwimmen.
Ich kaufte ein paar Mitbringsel für zuhause. (Was es ist kann ich hier nicht schreiben, es lesen ja alle mit!)
Die D. hat sich vorgenommen mir ALLE süßen Köstlichkeiten der Basken vorzusetzen. Eine davon ist der baskische Kuchen. Ein Mürbeteigkuchen mit einer Füllung. Den ihr hier unten seht ist die Solo Version. (bereits geviertelt weil er gleich mit der Tasse Kaffee wegschnabuliert wird)
Das Original ist größer und ist für mehrere Personen gedacht.
Das Original ist es mit schwarzer Kirschmarmelade gefüllt, aber der hier hatte eine Vanillecreme und war auch… mjam.
Dann gibt es noch die baskischen Macarons. Weitaus einfacher als z.B. die schweizer Luxemburgerli, die ich ja schon einmal vorgestellt hatte.
Sie sind größer und mich mit einer Creme gefüllt sondern einfach naturbelassen. Hier schmeckt man noch richtig die Mandeln raus.
Bevor wir ins Kino gingen gab es noch ein Eis.
Die Eisdiele Bargeton ist nicht groß aber dafür sehr sehr lecker mit ungewöhnlichen Sorten, die man nicht so schnell findet.
In dem Becher waren 3 Sorten Sorbet: Orange, Grapefruit und rote Traube. Der absolute Wahnsinn.
Hier werden keine Konzentrate verarbeitet wie bei den meisten Eisdielen, hier werden noch richtige Saisonprodukte genommen. Und das schmeckt man sofort.
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Im Kino sahen wir dann eine Vorpremiere von I Feel Good, die erst Ende September in die Kinos kommt, im Beisein des Regisseurs.
I Feel Good mit Jean Dujardin, hatte ich schon als Trailer in Luxemburg gesehen und war neugierig, weil Dujardin ein sehr guter Darsteller ist und vor allem auch ein guter Komiker.
Es geht um einen Landstreicher der es nie in seinem Leben zu irgendetwas gebracht hat, der von großen Geld träumt, von der großen Idee die er haben wird um damit den großen Reibach zu machen…
Er wurde in der großen Emmaus Kommune von Pau in Frankreich gedreht, und der Großteil der Statisten sind Bewohner dieser Kommune.
Auch wenn der Film zu Anfang etwas zu lange braucht um in die Gänge zu kommen und stellenweise ein wenig wirkt wie ein Nummernprogramm, so ist er doch erfrischend anders und ein „Fell Good“ Film im besten Sinne der Wortes. Empfehlenswert!
Da es heute morgen wieder sehr nach Regen aussah und somit eine Strandpromenade oder überhaupt wandern in St. Jean nicht in Frage kam, fuhren wir noch ein Stück weiter nach Spanien hinein. Es ging bis nach Bilbao. Es sind gute 130 km die aber fix gefahren sind denn es ist nur Autobahn.
Seit ich vor etlichen Jahren in der Bundeskunsthalle in Bonn war, als die Guggenheim Kollektion dort zu sehen war, weil das Museum in New York renoviert wurde, (Renée, erinnerst du du dich?) war es immer mein Wunsch das Guggenheim in Bilbao zu sehen.
Ich habe viele Fotos gemacht:
Das Gebäude an sich ist schon ein Kunstwerk.
Puppy von Jeff Koons
Der Tulpenstrauß von Jeff Koons hatte ich schon vor Jahren in der Beieler Foundation in Basel gesehen als dort eine Retrospektive seiner Werke zu sehen war…
…genau so wie die Riesenspinne der fabelhaften, großartigen, genialen (ich könnte noch lange mit Superlativen weitermachen) Louise Bourgeois.
In den Ausstellungsräumen durfte leider nichts ablichten außer dieses gewaltige organische Ungetüm von Joana Vasconcelos in der Haupthalle das man unmöglich komplett auf ein Foto bekam. Es ist übrigens ganz aus Stoff genäht:
Das folgende Bild brachte mir den Rüffel eines Wärters ein, aber es war mir ehrlich gesagt egal:
Das ist ein wunderschöner Anselm Kiefer.
Und dann gibt es noch ein gewaltiges Kunstwerk von Richard Serra der allem Luxemburgern ein Begriff sein dürfte, verzierte er doch in Luxemburg den großen Kreisverkehr auf Kirchberg mit einem Kunstwerk. Hier im Guggenheim ist gewaltige Metallstrukturen die man durchlaufen kann und sie regelrecht körperlich erfährt.
Und dann habe ich noch ein kleines Kunstwerk erstanden, aber das zeige ich euch wenn ich wieder in Luxemburg bin.
***
Abends ging es dann noch einmal in die Boëte in St. Jean, wo es köstliche Schwertmuscheln gab. Aber das erzähle ich morgen in einem Nachtrag.
Ich der Nacht ging ein derartiger Wolkenbruch nieder, dass ich davon wach wurde. Er dauerte fast eine Stunde lang, was mich leicht beunruhigte, denn anderweitig wären jetzt die Keller vollgelaufen, doch hier, so nah am Meer hat kaum jemand einen Keller.
Am Morgen sah St. Jean wir frisch gewaschen aus. Die Himmel war immer noch wolkenverhangen aber es regnete nicht. Also machten die D. und ich uns auf um eine Runde zu schwimmen.
Das Wasser war angenehm warm und wir schwammen wir gewohnt, doch im Hintergrund kündigte sich eine neue Regenfront an. Als wir zurückgingen stellte man folgendes Schild auf:
Nun ja…jetzt waren wir ja bereits drin.
Aber die D. meinte sie würden dies immer nach einem Wolkenbruch aufstellen weil ein paar Abwasserkanäle Gefahr laufen ungefiltert ins Meer zu fließen. Damit sichert sich die Gemeinde ab, damit niemand sie verklagen kann, man hätte sich Salmonellen oder ähnliches zugezogen. Sie würde aber weiterhin schwimmen gehen und es sei noch nie etwas passiert.
Nach dem Schwimmen gingen wir eine Runde einkaufen und beratschlagten was man denn so heute Abend kochen könnte. In der Markthalle inspirierte mich nichts.
Gegen Mittag gingen wir in ein kleines Kaffee in einer Seitenstraße in dem ich noch nicht war.
Ich trank einen guten Kaffee und aß ein schlechtes Bananenbrot. (Wahrscheinlich bin auch durch das Bananabread das von Australien her kenne zu verwöhnt)
Wir gingen von dort aus an der Kirche vorbei. Ich hatte ja schon darüber berichtet dass den Sonnenkönig Ludwig XIV. dort geheiratet hat.
So sieht sie sie von innen aus:
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Ein nachmittägliches Nickerchen, vollbrachte wahre Wunder. Es darf bloß nicht zur Gewohnheit werden, denn um es sich wieder abzugewöhnen ist richtig schwer.
Ich recherchierte ein wenig was es denn hier noch so an Restaurants gibt, die einen Umweg wert wären. Da die Boëte bereits an vierter Stelle im Tripadvisor steht (wo wir an Tag davor waren) ging ich mal deren Liste der Top 10 zusammen mit der D. durch. Alles was Tripadvisor so vorschlägt sollte man immer doppelt prüfen, denn ihr kennt ja die Story von dem Londoner Restaurant das es bei Tripadvisor auf Platz 1 schaffte und nie existierte.
Wir entschieden uns für nr. 6 Xaya la Cave a Manger. Und gleich in der ersten französischen Kritik wurde auf die leichte Unfreundlichkeit hingewiesen, die wir wir heute in voller Bandbreite zu spüren bekamen, so sehr dass wir NICHT hingingen.
Stattdessen gingen wir noch einmal zum l’Alcalde – l’Écailler wo wir weitaus besser empfangen wurden.
Es wurde ein Tag mit vielen Wolken wenig Sonne und Gewitter angekündigt. Alles sollte sich bewahrheiten. Ein idealer Tag also um einen Ausflug zu machen.
Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch einen gewaltigen Wolkenbruch mit Blitz und Donner. Doch als wir in dem kleinen Dorf ankamen regnete es fast nicht mehr.
Es war zwar verboten im Museum Fotos zu machen, aber eines machte ich trotzdem. Da die meisten Werke hinter Glas waren und sehr schwach beleuchtet, damit sie nicht verblassen, war es eh schwierig gute Fotos zu machen.
Es war eine reine Werksausstellung was mich ein wenig enttäuschte, denn ich hätte gern mehr über Balenciaga selbst gewusst, aber darüber erfährt man gar nichts im Museum. Wikipedia gibt auch nichts über ihn her. Er war ein sehr verschwiegener Mann, der in seinem Leben nur ein einziges Interview gab. Heute noch wird er als der große Wegweiser der Pariser Haute Couture angesehen. Telegraph.co.uk – The mysterious Chrstóbal Balenciaga
In der Ausstellung steht ein sehr schöner Spruch von Christian Dior: “ Wir Modeschöpfer tun was wir können mit den Stoffen. Balenciaga macht was er will !“
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Wir wanderten noch ein wenig in Getaria herum das nicht sehr groß ist. Die Straße um hinzufahren, am Meer vorbei ist atemberaubend schön und ist so konzipiert dass man sie auch wandern kann.
Unten am Hafen futterten wir ein paar Tapas:
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Apropos Futtern:
Die D. hatte mir von Anfang an von den zwei Normannen in St.Jean-de-Luz erzählt, die hier ein tolles Fischrestaurant haben. La Boëte liegt hier gleich um die Ecke und ist ein urgemütliches kleines Restaurant, bei dem man zeitig vorbestellen muss denn es ist jeden Abend proppenvoll.
Als Vorspeise gab es ein paar sehr gute Shrimps.
Sorry, der Teller ist schon halb leer gefressen 😐
Ich hatte Kalamar in einer ungewöhnlichen aber erstaunlichen guten Coca-Cola Caramel Sauce.
Ich hatte heute angekündigt alles etwas langsamer angehen zu lassen. Die Blase an dem einen Fuß ist an einer sehr doofen Stelle und es wird wohl etwas länger dauern bis verheilt ist. Bis dahin wäre es nicht schlecht wenn ich etwas weniger rumlaufen würde.
Ich ging heute morgen etwas später schwimmen:
Das Wetter schlug heute ein wenig um. Am Morgen waren dicke Wolken über dem Meer, doch kalt war es nicht.
Zum Markt ging ich trotzdem mit. Wir kauften wunderschöne Tomaten und ein wunderschönes Stück Thunfisch.
Dann zeigte die D. mir in einer Bäckerei DIE Spezialität der Basken. Der baskische Kuchen ist aus Mürbeteig gefüllt mit einem Kirschkompott. Sehr mächtig, sehr lecker.
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Ein fahrbarer Untersatz ist in St. Jean ein Problem, denn obwohl man dann an Ort und Stelle mobil ist, weiß man trotzdem nicht so richtig wohin damit. Die ersten beiden Tage parkte ich in einer Straße nicht weit entfernt von der Wohnung und bezahlte die Parkgebühr über eine App. Das klappte einwandfrei, ist aber nicht geschenkt, den die Parkgebühren sind ziemlich hoch.
Dann fand ich einen Platz in unserer Straße wo man für lau parken kann, doch die Plätze sind heiß begehrt und die Franzosen parken hier Stoßstange an Stoßstange.
Als ich an Tag davor von St. Sebastian zurück kam, fand ich gar keinen Platz, war müde, und stellte ihn in die Tiefgarage nahe am Strand. Das kostete satte 20€ als ich heute morgen wieder rausfuhr.
Ich fand schließlich etwas weiter abgelegen ein einer Seitenstraße ein Platz….uff.
Ich rechnete auch heute die globale Summe der Mautgebühren zusammen von Luxemburg nach St. Jean:
Sie ist schlicht irreal:
104,60 € für ein Strecke.
Das gleiche zahle ich nochmal wenn ich nächste Woche zurückfahre. Die Benzinkosten liegen bei ungefähr 175.-€ für ein Fahrt. Hin und zurück wird das global ungefähr um die 550.-€ kosten. Das Hotel, das ich dazwischen brauche rechne ich nicht mit ein, da ich die Strecke auch in einem Wisch fahren könnte.
Da wird fliegen sehr viel billiger und schneller!
Und das fühlt sich irgendwie sehr falsch an.
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Am Nachmittag (man sollte gute Gewohnheiten nicht aufgeben) war ich mit der D. im Kino.
Auf dem Programm: BlacKkKlansman von Spike Lee.
Es geht um die wahre Geschichte des Ron Stallworth der es als erster Afroamerikaner fertig brachte in den KluKluxKlan als Mitglied aufgenommen zu werden.
Lee geht sehr gekonnt mit der Geschichte um und beschönigt nichts. Er stellt zu einem gewissen Punkt sogar die Black Panther Bewegung dem KKK gegenüber. Filmisch erlaubt er sich ein paar schöne Handgriffe, die nur er sich als Afroamerikanischer Regisseur erlauben darf, (was ich wiederum auch nicht OK finde) Ganz hervorragend der Hauptdarsteller John David Waschington, aber vor allen hat Adam Driver mich sehr überzeugt.
Es ist ein wichtiger Film, der sich mit einem Teil amerikanischer Geschichte beschäftigt, der nicht vergessen werden darf. Er soll und muss unbedingt gesehen werden, und vor allem in Schulen in den kommenden Jahren gezeigt werden.
Und genau da liegt das Problem. Der Film ist sehr didaktisch aufgebaut und viel zu lang. Aus seinen 2 Stunden und 10 Minuten könnte man locker volle 20 Minuten herausstreichen, vor allem bei zwei verschiedenen Reden, bei denen man nach ein paar Minuten verstanden hat worum es geht. Es wird wie so oft alles zu Tode erklärt.
Der Film ist mit Abstrichen sehenswert, doch ein Meisterwerk ist es nicht.
Am Abend bereitete ich das Abendessen zu. Verschiedene Sorten von Tomaten in einem großen Salat, dazu ein Thunfischtartar. Dazu fand ich diesen leichten Roséwein der vom Namen her passt wie die Faust aufs Auge 🙂 :
Stillleben mit Badehose und Badetuch. (Nein ich stand nicht nackt dabei.)
Die Überschrift ist heute sehr heilig.
Aber wenn man so nah an der spanischen Grenze ist, kann man nicht, nicht hinfahren.
Die D. war am Morgen beim Friseur und ich las für zwei Stunden das Internet leer. Dann machten wir uns auf den Weg. St.Sebastian liegt ein knappe halbe Stunde entfernt.
***
Der sich sexy in Schmerz windende heilige Sebastian.
Aus dem Augenwinkel entdeckte etwas im Wasser und schaute dann genauer hin.
Wunderschön große riesige Fische die Hafenbecken schwammen.
Ich erstand ein paar neue Schuhe, ein Hemd, Bermudashorts, zwei Badehosen, und ein Parfüm samt passendem Duschgel.
***
Zum Mittagessen kehrten wir im Astelena ein. Die D. kannte die Bar von früher.
Eine Bar mit Tapas wie ich sie noch nie davor gesehen habe. Allein Beim Anblick bekam man doppelt so viel Hunger wie man eigentlich verspürte.
Und dieses kleine Ministeak war phänomenal lecker.
Wir machten eine kleine Bootsfahrt durch die Muschelbucht, deren Strand noch sehr belebt war für einen Montag.
Später bei einem Kaffee fand ich diese Servietten auf denen auf Baskisch und Spanisch gegen Gewalt gegen Frauen geworben wurde. Die D. erzählte mir, dass es in Spanien ein ziemlich heißes Eisen sei, da hier die Zahl der Frauen, die durch häusliche Gewalt ums Leben kommen außergewöhnlich hoch ist.
***
Anschließend fuhren wir nach Guéthary, ein Ort etwas oberhalb von St. Jean.
Dort sahen wir weit draußen die Surfer. Überhaupt ist die Gegend zwischen St. Jean und Biarritz ideal für Surfer. Das kleine Café das die D. mir zeigen wollte hatte leider geschlossen. Die Terrasse jedoch ist wunderschön. Guétary insgesamt ist aber ein wenig „Paris-Plage“ wie die D sagte, und das merkte man auch.
Anschließend fuhren zurück in die Wohnung und saßen bis es stockdunkel war, auf den Balkon.
Ihr müsst euch jetzt immer vorstellen, dass ich jeden morgen im Meer bade und eine Runde schwimme, und so aussehe wir im Posting von Tag davor. Ich werde das jetzt nicht jeden Tag fotografieren, gell?
Da hier am Meer nicht wirklich ein Lüftchen ging war es an diesem Sonntag sehr schwül. Die D. hatte vorgeschlagen dass wir noch ein Stück weiter gehen sollten ,als die Pointe de St. Barbe, wo am Tag davor schon waren. Ein gutes Stück weiter kämen wir nach Erromardie, das auch sehr schön wäre.
Da ich mir gestern durch meine eigene Dummheit, zwei Blasen an den Füßen gelaufen hatte, (ich hätte anständige Schuhe anziehen sollen, anstatt Schlappen) war ich ein wenig beunruhigt ob ich das schaffen würde, es klappte aber ohne zu viel Aua.
Diese Klippen könnte man auch leicht verwechseln mit Klippen in Schottland:
Ein wenig weiter befinden sich noch die Schießbunker aus den zweiten Weltkrieg sie versiegelt wurden, auf den Türen gibt es aber schöne Garfitti.
Auf dem Rückweg bemerkte ich ein seltsame Inschrift:
Wenn man genau hinschaut sieht man im Berg im Hintergrund das Wort ‚NON‘ (Nein) stehen. Darüber könnte man noch die Buchstaben L, G, und V vermuten. Es stammt von einer Protestaktion, die eben diesen Berg betrifft. Der Berg heißt „La Rhune“ und ist DER mythische baskische Berg. Er ist nur sehr schwer zugänglich, denn es führt keine Straße hinauf. Es gibt nur eine Zugverbindung.
Nun sollte dieser Berg touristisch mehr erschlossen werden mit einer Straße und einem großen Erholungsgebiet im Disney Stil.
Die Basken wehen sich seitdem mit allen Mitteln dagegen.
***
Am Abend aßen wir auf der Terrasse des JOA mit einer atemberaubenden Sicht über das Meer. Wenn ich denn Sonnenuntergang nicht fotografiert hätte; es wäre unverzeihlich gewesen. Die Speisen waren übrigens auch sehr gut.
Der Titel Golden von Kylie ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf.
Und wenn ich mir jetzt die Fotos ansehe die ich am Morgen gemacht habe, verstehe ich auch warum.
Das Licht ich St. Jean-de-Luz ist nicht wie am Mittelmeer wo es auch schon sehr schön ist.
Die D. erzählte mir auch vom Philosophen Roland Bathes der einmal behauptete das Licht in St Jean sei von einer luminosen Luminosität.
Hier ist es regelrecht golden. Und nein ich habe rein gar nichts an den folgen Fotos retuschiert. Es ist tatsächlich so blau und so gelb. Indian Summer in seiner reinsten Form.
Auf dem Weg zu Strand morgens kurz vor 8.
Gibt es die Farbe Perlmuttblau?
Ein frisch gebadeter Joël aus dem Meer.
***
Anschließend gab ganz frische Croissants und Baguette zum Frühstück auf dem Balkon.
Und während ich das hier schreibe merke ich dass meine Lieblingsgeräusche (Meeresrauschen) und Glücksmomente (Kaffee morgens bei Sonnenschein auf den Balkon) nach denen ich in den ‚1000 Fragen‘ gefragt wurde, hier die einzige Realität sind.
Am späten Morgen kauften wir noch ein wenig ein für das bevorstehende Abendessen. In der Markthalle gibt es einen Stand wo die Leute elend Schlange stehen, doch sie werden mit den tollsten Köstlichkeiten nachhause gehen.
Wir hatten Glück es waren nur 4 oder 5 Leute vor uns dran.
***
Der Nachmittag war für den Strand vorgesehen und für einen kleinen Spaziergang.
Rechts vom Strand befindet sich der Hügel St.Barbe, wo man ungefähr eine gute halbe Stunde geht bis man da ist. Dort befindet sich auch die kleine Guinguette Le Middle von Jean-Pascale Lacoste, einem französischen Sänger und Fernsehmoderator. Dort gab es den Apéro des Abends.
Zwei Dinge möchte ich klarstellen. Vielleicht habe ich mich auch nicht richtig ausgedrückt. Ich bin hier in St. Jean privat untergebracht, sonst wäre das wahrscheinlich nicht so ohne weiteres möglich gewesen zumindest nicht ohne dass es mich ein kleines Vermögen gekostet hätte.
Ich erwachte früh. und bevor St Jean richtig erwacht war schwamm ich schon meine erste Runde im Meer quasi alleine. Es war herrlich! Da ich mich nicht traute irgendwelche Wertsachen mitzunehmen nahm ich kein Smartphone mit und konnte kein Foto von dem Ereignis machen. Das wird morgen nachgeholt. Versprochen.
Heute Mittag kam die D. mit dem Zug aus Luxemburg nach und brauchte inklusive umsteigen so lange wie ich vorgestern von Luxemburg nach Poitiers, dank TGV.
Ich holte sie vom Bahnhof ab.
Wir legten uns am Nachmittag an den Strand, lasen, redeten, schauten den Leuten um uns herum zu und waren schon fast tiefenentspannt.
***
Am Abend zogen wir ein wenig um die Häuser bevor wir uns ein Restaurant aussuchten und ich machte ein paar Fotos von den Dingen die in St Jean-de-Luz bemerkenswert sind.
Da wären zum Beispiel die typischen rot/weißen Häuser aus den Baskenland, die hier nur über einen steinernen Deich zu erreichen sind von den ein kleine Brücke jeweils zum Haus führt.
So sieht es von oben zur Seite des Meeres und und zu den Brückenhäusern aus.
Geht man über den Damm weiter kommt man zum Hafen in dem ein Haus ein wenig heraus sticht, da es eher eine holländische Fassade hat. Es ist das Geburtshaus von Maurice Ravel.
Es sind überhaupt verschiedene Baurichtungen vertreten die teilweise an Spanien oder sogar Italien erinnern.
Im Vorhof des Rathauses steht eine Bronze von Ludwig XIV. der hier in St Jean-de-Luz heiratete.
Wir aßen anschließend in einem Fischrestaurant und futterten ein gewaltige Platte an allerlei gegrilltem Fisch.
Wir lernten ein sehr sympathisches Paar vom Nachbartisch kennen. Beide wohnen in Limoges, verbringen aber regelmäßig immer wieder ein paar Tage hier, weil er aus der Gegend stammt. Er gab uns sehr viel Tipps was man sich noch alles in der Nähe ansehen kann.
Ich hatte schon lange keine Blogroll mehr. Einerseits weil es mir lästig war sie beständig zu aktualisieren, weil es halt immer wieder sogenannte Karteileichen gibt. Andererseits weil ich Anfragen bekam von wegen Linkaustausch, was mich aber nicht interessierte irgendwo in irgendeinem Blog zu stehen das über Dinge schreibt die mich partout nicht interessieren. Ich schaffte meine eigene Roll ab und es kehrte Ruhe ein.
Doch inzwischen finde ich dass es wieder an der Zeit ist gute Blogs zu verlinken. Das meiste was ich nämlich an Blogs in Luxemburg finde, sind Blogs die sich alle als „Influencer“ sehen vor allem in der Mode, Kosmetik, Food und seit neuestem steht Tratsch und Klatsch hoch im Kurs. Die paar wenigen die ich wirklich mochte schreiben jetzt entweder hauptberuflich oder sie haben ganz aufgehört.
Also werde ich langsam eine neue Blogroll vervollständigen, mit den Blogs die auch ich regelmäßig lese.
Da ich zur Zeit ja nicht zu hause und die auf meine Home PC eine Liste angelegt ist (und hier natürlich nicht…typisch) verlinke ich jetzt erst mal die die ich alle eh regelmäßig lese. Der Rest folgt später.
Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Da ich mir den Wecker sehr früh gestellt hatte, erwachte ich als ich endlich eingeschlafen war. Nun ja.
Ich würgte einen Kaffee hinunter und machte mich auf den Weg. Es waren ja nochmal 470 km.
Die Fahrt durch Bordeau war nicht besonders. Ich wusste dass ich auf einen Stau zusteuern würde der sich aber als weniger schlimm erweisen sollte als gedacht. Ein Laster hatte auf der Autobahn Feuer gefangen. Als ich daran vorbei fuhr war er schon abtransportiert. Es gibt einen recht tollen Service auf den französischen Autobahnen: Der Radiosender Info Autoroute 107,7 Je nach Gebiet wird die gleiche Welle von verschieden Studios versorgt.
Ich wanderte ein bisschen umher und merkte, dass St. Jean-de-Luz nicht gut für meinen Geldbeutel sein wird. hier gibt es nach einem ersten Überblick zu viele zu tolle Geschäfte.
Aber davon morgen mehr.
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Die Kaltmamsell erinnerte mich via diesen Artikel daran, dass vor 30 Jahren kam der Film Bagdad Café in die Kinos kam. Ich war in Cannes zu einer Zeit als der Cousin meiner Mutter noch dort wohnte und sich um die Villa eines Millionärs kümmerte, der die meiste Zeit im Jahr nicht anwesend war. Ich weiß noch dass ich mir den Film zwei mal angesehen habe, weil ich ihn so schön fand und das Lied „Calling you“ mir irre unter die Haut ging. Es war das Jahr 1988 und dieses Jahr sollte sich sehr vieles für mich ändern…
Wenn ich recht überlege sollte sich alles ändern…
Ich sollte endlich frei atmen können…
Aber das ist eine andere Geschichte….
Eigentlich hätte alles anders sein sollen. Aber gut. Es ist wie es ist und verpasste Dinge waren dann eben nicht für mich bestimmt.
Heute war der erste Tag der langen Fahrt nach St. Jean-de-Luz.
Ein paar Telefonanrufe verhinderten, dass ich bei Zeiten weg konnte. (Vor allem der letzte Anruf war sehr lästig.)
Die ersten 760 km verliefen ereignislos, und ohne Zwischenfall. Ich fuhr jedoch durch ein paar kräftige Regenschauern.
Jetzt bin ich in einer sehr flachen Gegend bei Poitiers, und ich habe keine Lust mehr nach der stundenlangen Fahrt mir noch das Futuroscope anzusehen, weswegen der Zwischenstopp hier geplant war. Es war eigentlich vorgesehen, dass ich schon am Dienstag abreisen würde, doch dazu kam es nicht, aus Gründen die nicht ins Blog gehören.
Das Hotel ist groß und schön aber auch ein wenig in die Jahre gekommen.
Gemütlich in der Bar bei einem Glas Sauvignon gebloggt und die Welt war wieder in Ordnung.
Das Restaurant war eines von der Sorte die versuchen in einer gewissen Zeit die Leute so flott wie möglich durchgeschleust zu bekommen. Ich mag das im Prinzip gar nicht, aber das Essen für diese Art von Restaurant war erstaunlich gut.
Das war die Ausbeute des Vorspeisenbuffets.
Als Hauptspeise gab es Stör. Sehr gut!
Und dann kam die Nummer des Abends.
Ich saß gleich neben dem Schkoladenspringbrunnen, der für Kinder (wie für mich) zu gut riecht als dass man da nicht zumindest einmal einen Löffel hinein halten würde.
Es kam eine spindeldürre Mutter mit ihren noch spindeldürreren Tochter an das Dessert Buffet. Das Mädchen, 9 oder 10 Jahre alt, starrte die die Schockofontaine an und hatte Sternchen in den Augen. Es war so offensichtlich was sie wollte.
„Warum nimmst du dir nicht ein paar frische Früchte?“ fragte die Mutter in einem, dem Gesundheitswahn verfallenen Ton. Augenblicklich waren die Sternchen aus den Augen des Mädchens verschwunden, sie drehte sich zur Mutter, steckte sich den Finger in den Mund als ob sie kotzen müsste und nahm aus Trotz überhaupt nichts.
Wenn die Kleine in 10 Jahren 150 Kilo wiegt, … aber das ist eine andere Diskussion.
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Sehr gelacht über den Post von Frau Brüllen. Frau Brüllen kennt ihr! Sie ist die Erfinderin von #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) an jedem 5ten des Monats. Ich habe da auch schon das ein oder andere mal mitgemacht, wenn ich am 5ten des Monats daran denke. Vielleicht klappt es ja für September.
401. Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?
Bei Frustration habe ich früher geraucht. Da ich seither noch nicht so richtig frustriert war, kann ich noch nicht sagen ob ich das jetzt durch Nahrung ersetze oder etwas anderes.
402. Hast du mal etwas Übernatürliches oder Unerklärliches erlebt?
Nein.
403. Welche Herausforderung musst du noch bestehen?
Wenn es beruflicher Natur wäre, dann wäre es herauszufinden was ich machen werde wenn ich nicht mehr Maskenbildner sein will.
404. Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
In jungen Jahren wahrscheinlich meine Eltern. Aber letztendlich sind es summasummarum mehr die Menschen um mich herum als die Eltern.
405. Was ist kleines Glück für dich?
Morgens bei Sonnenschein auf dem Balkon den ersten Kaffee trinken.
406. Tust du manchmal etwas aus Mitleid?
Da ich der felsenfesten Überzeugung bin, dass Mitleid noch nie jemandem geholfen hat!
Aber wenn ich es tue, dann aus einer Müdigkeit heraus, weil ich keine Kraft mehr habe jemanden zu überzeugen oder ihm anderweitig zu helfen.
407. Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?
Wenn unter spielen auch Daddeln fällt, dann kommt das mindestens ein- oder zweimal die Woche vor.
408. Bist du gut in deinem Beruf?
Ich denke ja. Aber Maskenbildner ist ein künstlerischer Beruf und entweder es gefällt dem Gegenüber was ich mache, oder nicht.
409. Wen bewunderst du?
Ich bewundere Leute die trotz aller Hürden, Schwierigkeiten und Rückschläge in ihrem Leben nie aufgegeben haben und heute mit beiden Beinen im Leben stehen und erfolgreich sind.
410. Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest?
Da ich zu hoher Selbstkritik neige, gibt es da nichts was ich von mir empfehlen könnte, es sei denn versuchen das Leben trotz allem zu genießen und versuchen so positiv wie möglich zu bleiben.
411. Was überspringst du in der Zeitung?
Die Sportseiten.
412. Was machst du, wenn du graue Haare bekommst?
Nichts. Ich hab sie ja schon.
413. Was war auf deinem letzten Instagram-Foto zu sehen?
Da ich so gut wie gar nicht instgramme, ist das nicht weiter von Belang.
414. Stehst du lieber im Vordergrund oder im Hintergrund?
Hintergrund.
415. Wie oft lackierst du dir die Nägel?
Wenn ich mit einer Schauspielerin beratschlage was für ein Nagellack sie für die Rolle nehmen soll und ich pinsele mir die Farbe auf die eigenen Nägel. Also nicht so häufig.
416. Bei welchen Nachrichten hörst du weg?
Sportresultate. Es gibt nichts Belangloseres.
417. Bei welcher TV-Sendung würdest du gern mitwirken?
Gar keiner.
418. Womit belegst du dein Brot am liebsten?
Die letzte Zeit habe ich ein Faible für Schinken und Käse zusammen. Aber das ändert sich auch wieder.
419. Was ist deine größte Schwäche?
Essen.
420. Wie kumpelhaft bist du?
Gar nicht. Ich bin entweder ein Freund, ein guter oder entfernter Bekannter, oder auch noch ein Arbeitskollege, aber ein Kumpel bin ich nicht.
Luxemburger Wetter in seiner reinsten Form. Vor zwei Wochen hätte man die Temperaturzahl noch umdrehen können und sie wäre richtig gewesen. Und überhaupt war heute der erste Tag in diesem Jahr an dem mit kalt war. Der Entschluss im Januar noch einmal loszufliegen verfestigt sich immer mehr.
Das ging so weit dass ich am Nachmittag meine Reiseagentin aufsuchte…
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Wunderschönes Cover der New York Times, das ich heute im Briefkasten hatte. Es wollte nicht nur ein Journalist über Aretha schreiben
Sämtliche Nachrufe kann man hier lesen. Insgesamt sind 1, 2, 3, 4, 5, 6 Stück.
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So wie das Annexe jetzt aussieht wird es nächste Woche nicht mehr aussehen. Es wird renoviert. F., der Besitzer, hat mir bereits die neuen Lampen gezeigt. Es kommen neue Stühle und neue Tische und neue Farben.
Wenn zurück bin aus St. Jean de Luz bekommt ihr neue Eindrücke meines Lieblingsrestaurants. Das ist das letzte Foto mit der alten Deko.
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Als ich heute morgen diese unglaubliche Nachricht las, dass der Papst dazu rät sämtliche Kinder bei denen die Homosexualität schon im Kindesalter ersichtlich sei, zum Psychiater zu schicken, war mir als ob mich jemand gegen den Kopf gestoßen hätte.
WIE BITTE? Und was kommt als nächstes? Die Inquisition??? Teufelsaustreibungen??? Hexenverbrennungen???
Am Abend wurde dann kräftig zurückgerudert: Vatikan zieht umstrittene Äußerung zu homosexuellen Kindern zurück. (Das ist SpOn Link. Wer Adblocker hat,weiß dass die Seite zerschossen wird…gell?)
Ich war schon im Begriff einen Shitstorm gegen den Papst aufzufahren. An der Aussage ist so viel falsch, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Nun gut.
Es ist mir (aber vor allem dem Papst!!!) erspart geblieben!
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Via Kaltmamsell
Die Nachrufe der New York Times sind legendär. Doch gab es eine Zeit in der, wenn man kein Mann und weiß war, nicht berücksichtigt wurde. NY Times nimmt das jetzt nach. Obituaries Overlooked
Sehr spannende Leute dabei, von denen ich viele nicht kannte. Diane Arbus z. B., die Fotografin die behinderte Menschen zu einer Zeit fotografierte, in der man sie lieber versteckte.
Spät aufgewacht. Am Morgen war das kalte Schmuddelwetter der letzten zwei Tage war wie weggeblasen.
Kaffee, Bloggen, Duschen und Haushalt.
Nachmittags wanderte ich ein wenig durch die Stadt und graste nach langem mal wieder Pokémons ab . Ich bin immer noch auf einem sehr niedrigen Level, doch heute konnte ich drei Eier ausbrüten und fand jede Menge neuer Pokémon die ich noch nicht hatte. Früher in der alten Wohnung war das alles etwas einfacher weil ich einen Pokéstop gleich vor der Haustür hatte, und dort über Stunden hinweg alles mögliche abstauben konnte. Ich hatte immer genug Pokébälle.
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Die Fotos könnte man meinen entstanden mitten in der wilden Natur weitab der Zivilisation. Vielleicht am Meer, dem letzten Foto nach zu urteilen.
Weit gefehlt.
Das ist an der Place de l’Étoile/Boulevard Grand-Duchesse Charlotte. Ein Grundstück das schon seit weit über zehn Jahren nicht bebaut wurde.
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Jodie Foster beantwortet die Google Fragen die am meisten über sie gestellt wurden.
Kurz vor 7 war ich bereits wach und hörte draußen ein Geräusch das sich an anhörte wie das Klappern von Pferdehufen.
Ich hatte im Büro bei Fenster auf Kipp stehen lassen und was das ‚klapperte‘ war der Regen der auf die Metellumschalung des Balkons tropfte.
Es ist fast jedes Jahr so dass bei Beginn der Schobermesse das Wetter umschlägt und der Sommer vorbei ist.
Bloggen, Duschen, Kaffee (die Reihenfolge war anders) und los.
Ich verabredete mich mit der D. gegen 11 im Café Piazza das sich ebenfalls auf der Place Guillaume befindet zum üblichen Kaffee. Das Renert hat, wie ich ja schon letzte Woche berichtete, geschlossen.
Wir beschlossen uns am Nachmittag einen Film anzusehen:
So wie letzte Woche sah ich auch diese Woche eine Adaption von einem Ian McEwan Roman. On Chisel Beach ist die Geschichte eines Paares das dem Druck der Gesellschaft 1962 nicht standhält. Die Stroy kulminiert in einer desaströsen Hochzeitnacht. Mir hat der Film eigentlich gut gefallen, auch wenn er stellenweise sehr vorhersehbar ist, sind die beiden jungen Darsteller sehr überzeugend.
Anschleßend ging en wir in die Réserve, eine Weinbar in der ich schon ein paar mal letztes Jahr war. Ich lernte zwei Freundinnen der D. kennen die ich bis dato nicht kannte. Die I. und die S. Es wurde ein sehr lustiger Abend mit etwas zu viel Wein.
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Als ich über den Tod von Dieter Thomas Heck las, versetzte mir das schon einen Stich. Er war irgendwie immer da, zum Teil auch durch die Dauerwiederholungen der ZDF Hitparade auf ZDF Neo. Wusstet ihr übrigens dass seine Karriere nicht mit der Hitparade begann sondern schon davor bei RTL Radio und dass die Zuschauer ihm seinen Vornamen ausgesucht hatten?
Für all meine deutschen Leser eine gute Übung um Luxemburgisch zu lesen: Dieter Thomas Heck ass gestuerwen.
In den Kommentaren (die man ja nie lesen sollte) schreib jemand dass er auch ein Album herausbrachte: Es ist Mitternacht, John. OMG!!! Warum ich das nicht kannte … vielleicht habe ich auch verständlicherweise verdrängt.
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Gestern auf eine australische Werbung geklickt. Diese Badehosen sind so unmöglich, dass sie schon fast wieder schön sind. Ich war sehr versucht eine zu bestellen. Budgy Smuggler
Am Freitag morgen reisten die N. der A. und der kleine T. ab.
Es ist ja nicht so als ob ich es nicht gewusst hätte, aber so richtig bewusst wurde es mir erst als sie weg waren, dass ich ein enormen Berg Wäsche zu bewältigen hätte.
Das ist in sofern erwähnenswert, dass ich solche Berge nicht gewohnt bin.
Und jetzt höre ich die Mutter mit 4 Kindern die das liest, laut lachen….
Dann stellte ich mich erschrecken fest dass, die kleine Fernbedienung für die Garagentore kaputt ist. Zum Glück hatte ich vor etlichen Jahren vorgesorgt und eine neue auf Vorrat gekauft. Zudem fand ich noch eine alte Fernbedienung der gleichen Marke von meiner Mutter, die aber für das Garagentor in der alten Heimat vorgesehen war.
Das Tor gibt es übrigens seit vier Wochen nicht mehr.
Es ist nicht so als ob ich es nicht gewusst hätte. Man hatte mir über dritte Personen vor etlichen Monaten berichtet, dass das Haus samt Garage nicht stehen bleiben würde. Doch versetzte es mir einen Stich als ich es vor wenigen Tagen hörte. Ich werde es mir nicht ansehen.
Also fuhr ich am Nachmittag zu diesem Garagentor Hersteller, und kaufte eine neue.
Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit … Wäsche.
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Immer wieder schaue ich ab und an auf australischen Newsseiten vorbei weil…. nun ja…Australien eben. Ich war eine Weile dort und es fehlt mir…irgendwie.
Mein Schulfreund H. der ja dort lebt postete folgenden Kommentar:
Nun ist das erstens mal ein Post der mich so nicht überrascht. Aber ich war neugierig was Murdoch denn jetzt in Australien ausgefressen hat. Ich fand das hier und verstand warum H. so wütend ist.
Ich hatte mir die letzten Tage überlegt wie ich die N. und den A. mit ihrem kleinen T. durch Luxemburg herumführen würde. Da sie schon zweimal in Luxemburg waren, einmal im Dezember und einmal im September zu meinem Geburtstag, überlegte ich mir einen etwas ausgefallenen Wanderweg mit Tram- und Seilbahn.
Gegen 11 Uhr gingen wir hinüber zur Place de l’Étoile und nahmen dort die neue Trambahn die erst seit wenigen Tagen vom Kirchberg aus dorthin fährt. Sie fährt jetzt am Glacisfeld vorbei, auf dem die Schobermesse stattfindet. Der kleine T. war kaum noch zu halten. Wir fuhren über die rote Brücke hinweg und stiegen bei der Philharmonie aus zum MUDAM zu gelangen. Die neueste Ausstellung hatte ich noch nicht gesehen und ich muss gestehen, dass mir alle ausgestellten Künstler bis auf eine gut gefielen.
Wunderschön fand ich die vielen unterschiedlichen Mobile von Susumu Shingu die auch auf dem Vorplatz verteilt waren.
Ich muss aber noch einmal alleine hin um mir ein paar Sachen genauer anzusehen. Im Keller war eine Geschichte mit Motten die sehr spannend schien.
Anschließend fuhren wir mit der Seilbahn ins Pfaffental um dort auf der anderen Seite mit Pfaffental Aufzug wieder in Oberstadt zu gelangen. Ich hatte davon mal ein Video gemacht:
Anschließend ging es dann zu Schobermesse. Es ist wie jedes Jahr. Ich war jetzt dort und gut ist.
Am Abend waren wir dann ins Charles von dem ich vor ein paar Tagen berichtet hatte, weil es tolle Sandwiches, Salate und Burger hat.
Es ging etwas zeitiger nach hause als am Tag davor.
Seit zwei Tagen die Wohnung auf Vordermann gebracht. Ich habe zum ersten mal Übernachtungsgäste in der Wohnung. Die N. und der A. machen einen Abstecher in Luxemburg bevor es aus der Toscana zurück nach Münster geht.
Den Vorwand genutzt und mein Vailleeis gemacht.
Da ich es ja auf meine Art verfeinert habe, werde ich das Rezept einstellen.
Mein Vanilleeis
250 ml Sahne
250 ml Vollmilch
1 Vanilleschote (oder Vanilleextrakt)
6 Eigelb
200 Gramm Rohrzucker (davon sollten 25 Gramm Glukose oder Invertzucker sein; das sind ungefähr 2 Kaffeelöffel voll. Insgesamt sollten es aber nicht mehr wie 200 Gramm Zucker sein, sonst wird es zu süß.)
-Sahne, Vollmilch und die Hälfte vom Zucker in einen Topf geben.
-Die Vanilleschote längs aufschneiden, auskratzen und das Mark in die Sahne/Milch geben samt der Schote und einmal kurz aufkochen lassen. In einem Eiswasserbad abkühlen lassen. Wenn ihr wollt dass die Schote noch mehr Geschmack abgibt, die Mischung über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
-Die 6 Eigelb zusammen mit dem restlichen Zucker in einem zweiten Topf verrühren.
-Die abgekühlte Zucker/Milch/Sahne Mischung hinein geben und langsam erhitzen. Die meisten machen das über einem Wasserbad. Ich persönlich finde dass es das nicht braucht. Wenn man beständig bei kleiner bis mittlerer Hitze mit dem Gummispachtel immer wieder über Topfboden rührt damit die Masse ständig in Bewegung ist, kann nichts schief gehen. Aber man sollte dazwischen nichts anderes tun als immer nur rühren, rühren, rühren.
-Die Creme zur Rose abziehen, d.h. sie bis zur einer Temperatur von ungefähr 80 Grad erhitzen. Anschließend sofort im Eisbad kalt schlagen.
-Die Creme in eine Eismaschine geben.
Heraus kommt das weltbeste Vanilleeis.
***
Und so sieht die Schlafstelle aus wenn Gäste bei mir übernachten:
Ich hatte ja versprochen dass ich die neue Bettwäsche zeigen würde, die farblich sehr gut in das Zimmer passt. Das fiel mir aber erst im Nachhinein auf, dass die Wandfarbe sehr gut mit der Kissenfarbe einher geht. Beim Kauf hatte ich nicht darauf geachtet.
Das Bild an der Wand müsstet ihr von hier kennen.
Ganz ehrlich, ich würde auch bei mir übernachten wollen 🙂 Sieht doch schick aus, oder?
***
Gegen 16:00 kamen sie an. Es wurde ein entspannter Abend im Annexe mit viel Alice Hartmann und anderen Leckerbissen.
381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Zu Unrecht kritisieren passiert immer dann wenn ich nicht alle Fakten kenne. Wenn mir das passiert ist es meistens im Job wenn ich die Arbeit anderer bewerten soll/muss und keine gute Stimmung herrscht, aus was für einem Grund auch immer.
382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?
Ja.
383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche? *** Ich bestelle IMMER die Nr.24 beim Chinesen.***
Nein, da ich ja oft auswärts esse, versuche ich das so abwechslungsreich wie möglich zu halten.
384. Gibt es etwas, du insgeheim anstrebst? *** Ich versuche die Weltherrschaft an mich zu reißen.***
Aber wenn ich das hier erzähle ist es ja nicht mehr geheim.
385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Ich würde noch mehr reisen.
386. Was begeistert dich immer wieder?
Richtig gutes Schauspiel.
387. Welche Sachen kannst du genießen?
Essen, einen guten Film oder Theaterstück. Meine Freizeit.
388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?
Ja.
389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?
Das hält sich, glaube ich, die Waage.
390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?
Den Goldrahmen vom 50. Geburtstag mit neuen Postkarten dekorieren.
391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
In der Regel Songs aus den 80ern oder 90er.
392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?
Auf einer Feier bei der getanzt wurde.
393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?
Der letzte was es, ja.
394. Welchen Akzent findest du charmant?
Den französischen Akzent im Englischen.
395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
In den Momenten auf die du lange hingearbeitet hast um sie endlich zu erreichen und dann sind sie fluchs zu Ende.
396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
Vor ungefähr einem Jahr. Aber um sie so zu halten muss ich alle drei Wochen zum Frisör.
397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?
Ja.
398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?
Das hängt davon ab mit ich mich beschäftige. Für gewöhnlich bin nicht der Tempo Typ.
399. Machst du jeden Tag etwas Neues?
Nein.
400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?
Früher was das wenn man mich ganz offensichtlich beleidigte und darauf wartete dass ich reagiere.
Heute traut man sich das nicht mehr.
Anfang letzte Woche schrieb ich dass ich endlich den scheußlichen Schrank weghaben möchte, doch mich beim Anblick der Ungetüms der Mut verließ.
Gestern trat also der A-H. an, und der Schrank war binnen einer halben Stunde in seine Bestandteile zerlegt.
Und wenn ihr das hier lest, wird der Schrank schon von der Sperrmüllabfuhr abgeholt sein.
Ich hingegen baute neue Regale auf die Anstelle des Schrankes kamen und das gefühlte 10-fache an Stauraum bieten. Denn mit allem was jetzt noch da steht und irgendwann auch teilweise aussortiert werden muss, kommt es mir vor als ob es nicht mal mehr ein drittel von dem ist, was zuvor da stand. Dabei habe ich nichts weggeschmissen!
So sieht es jetzt aus:
Die Kisten im obersten Regal sind randvoll mit Arbeitsmaterial, das ich extra für spezifische Produktionen angeschafft habe und seither aber nicht mehr gebraucht habe. Das muss aussortiert und entsorgt werden. Doch wenn es erst mal entsorgt ist, kommt ein Auftrag in dem man das Zeug gebraucht hätte.
Das ist der Fluch der Maskenbildner und ist mir schon mehr als einmal passiert.
***
Abends hatte die A. eingalden zum Abendessen. Es gab eine Quiche Provencale.
Dass ich auf den Wochenmarkt war, erwähne ich nur. Ich habe gefühlt mindestens ein Dutzend Fotos davon eingestellt.
Ich kaufte Käse, Brot, Obst und Gemüse fürs Wochenende. Da ich sehr früh dort war, hatte ich das Auto mitgenommen weil ich nicht alles schleppen wollte fuhr ins Parkhaus als noch über 150 Plätze frei waren. Das ist aber nur der Fall im August während der Sommerferien.
Ich traf die D. und es war unser letzter Kaffee im Renert, die ab Sonntag auch in Urlaub gehen für 2 Wochen. Es sind überhaupt viele Bars und Restaurants die Mitte/Ende August schließen und es sind jedes Jahr ein paar mehr.
Der Grund ist die Alljährliche Schobermesse. Die Franzosen sagen übrigens „Schobi“ dazu, was ich erst vor kurzem hörte. Wer nicht weiß was die Schobermesse, oder die Fouer ist, der suche den Begriff auf dem Blog nach. Es gibt genug Einträge darüber.
Die K. die übrigens sehr nahe an dem Glacis Platz wohnt wo die Schobermesse jedes Jahr stattfindet, findet es seit letztem Jahr nicht mehr so schlimm, weil das altmodische Pferdekarussell, dass quasi vor ihrer Haustür stand anderweitig aufgestellt wurde. „Die Orgelmusik, lässt dich psychotisch werden“, erzählte sie vor kurzem. Das Gewummere von Technomusik würde sie weniger stören.
Ich selbst höre das Gekreische in meiner Wohnung nur je nachdem wie der Wind geht. Und insgesamt werde ich nicht viel von dem Rummel mitbekommen denn ich bin ja in knapp anderthalb Wochen wieder weg…
***
Ich sah den A. mit seiner Freundin aus der alten Heimat, die seit langem mal wieder an einem Samstag Morgen auf den Markt kamen. Gemeinsam gingen wir spontan zu Charles:
Charles ist ein Sandwichladen in dem es auch anständige Burger und Salate gibt, alles mit super frischen Zutaten und für luxemburger Verhältnisse sogar sehr günstig.
***
Später am Nachmittag rief dann die N. an, die zur Zeit ein paar Katzen in einem Haus an der Mosel versorgt weil die Besitzer in Urlaub sind, und fragte mich ob ich nicht Lust hätte auf Tapas. Mit den Tapas hätte ich für diesen Tag theoretisch mein Pensum an Kalorien überschritten, und ich versuche so wenig wie möglich Ausnehmen zu machen. Doch dachte ich mit dass ich einen kleinen Saltat und ein wenig Serano Schinken nicht schaden könnten, und ich sagte zu.
Das Tapas Street das in Remich gleich neben Freibad liegt, (das Foto machte ich von der Terrasse aus) kam schon ein paar mal im Blog vor. Ich bin zumindest immer einmal im Sommer dort. Natürlich war die Portionen wieder gewaltig ich überfraß mich hoffnungslos.
***
‚I Knew You Were Waiting For Me‘ bekommt jetzt eine ganz andere Bedeutung.
Bye Aretha, bye Gerorge!
Das Foto stammt aus dem Nachlass von Großmutter Marie. Ich weiß auch wer darauf abgebildet ist, doch kenne ich sie nur unter dem Namen Tante Jeanne und Onkel Sepp. Den Familiennamen weiß ich nicht mehr.
Das Foto selbst wurde ganz offensichtlich in der Wohnung oder dem Haus von Großmutter Marie gemacht, denn ich erkenne die Möbel, das Bild an der Wand und die Stehlampe.
Dass sich Onkel Sepp hinter der Stehlampe versteckt oder Tante Jeanne so tut als ob sie lesen würde, ist meiner Meinung nach alles ein wenig gestellt.
Onkel Sepp und Tante Jeannne wohnten in Cronenbourg, einem Vorort von Straßburg, in dem auch das Kornenbourg Bierhergestellt wird.
Ich weiß aber nicht mehr zu welcher Seite der Familie sie gehörten, Großmutter Marie oder Großvater Camille (der sehr früh verstarb). Ich vermute mal dass es die Seite von Marie war, und Tante Jeanne eine Cousine war.
Weil ich mich in letzter Zeit viel mit Marcel Proust beschäftigt habe und auch viel in der Erinnerung herumkramen musste, kommt es mir so vor, als ob die Geschichten die ich von ihnen oder auch von anderen zu hören bekam hauptsächlich Krankeitsgeschichten und minutiöse Beschreibungen von Wehwehchen waren.
So gab es zum Beispiel eine Freundin meiner Tante Alice, Lucie, die in meiner Erinnerung eine wunderschöne Frau war, und auch recht lebenslustig, aber wenn Alice von ihr erzählte, war Lucie eine Enzyklopädie an Krankheitsbildern. Sie hatte gebrechliche Knochen, litt an deformierendem Rheuma und hatte etwas das ich danach nie wieder hörte; sie hatte rheumatische Beschwerden in den Augen.
Bei Onkel Sepp und Tante Jeanne war es ähnlich. Wenn wir mal zu Besuch waren wurde immer irrsinnig viel über Krankheiten gesprochen und wie schlimm das alles sei.
Es gab mal eine Zeit als kleiner Junge da war ich felsenfest überzeugt Onkel Sepp wäre gestorben, da ich irgendwie noch wusste dass mein Vater sich Hals über Kopf frei nehmen musste um nach Straßburg zu fahren. Aber Onkel Sepp sollte Jeanne und meinen Vater um etliche Jahre überleben, doch dazu später mehr.
Als ich neun oder zehn Jahre alt war, wurde ich in einem Sommer zur Kur geschickt. Ich habe keine Ahnung wie oder was meine Mutter damit bezwecken wollte. Ich musste in eine ambulante Kur nach Obertal ins Schwarzwald Sanatorium. (das inzwischen einem chinesischen Konsortium gehört) Da es sehr teuer geworden wäre mich in Obertal unterzubringen fuhren wir jeden zweiten Tag von Straßburg aus dorthin. Wir waren dort bei Freunden von meinem Vater untergebracht.
Zwischenzeitlich besuchte meine Mutter pflichstschuldigst mit mir Onkel Sepp und Tante Jeanne. Ich weiß noch dass diese ganze Kur mich sehr müde machte, und ich auf dem Balkon einschlief. Ich glaube es war auch eine der letzten Male dass ich beide sah. Ich wüsste nicht dass sie später zu großen Familienfeierlichkeiten eingeladen worden wären, sonst gäbe es mehr Fotos von ihnen.
Die Jahre vergingen und als mein Vater starb musste meine Mutter natürlich auch Onkel Sepp informieren, der aber gesundheitlich nicht mehr in der Lage war nach Luxemburg zu Begräbnis zu kommen. Doch bedrängte er sie innigst ihn doch einmal zu besuchen in Cronenburg. Er würde sich über jeden Besuch freuen, jetzt da Jeanne nicht mehr da wäre, würde er sich sehr einsam fühlen.
Wir fuhren dann ein paar Wochen später hin. Ich sage „wir“ denn Mutter bat mich mitzukommen, weil sie eine Vorahnung hatte. Er war ein alter gebrechlicher Mann geworden, der am Stock ging und mehr schlecht als recht seinen kleinen Haushalt hielt. Es roch alt und muffig in der Wohnung. Wir unterhielten uns über seinen Gesundheitszustand und dass er, weil er keine Nachkommen hätte schon für alles vorgesorgt hätte. Als ich für ein paar Augenblicke das Klo aufsuchen musste, nutze er die Gelegenheit meiner Mutter an die Wäsche zu gehen. Sie wehrte ihn ab und kurz danach stand ich wieder bei ihnen. Meine Mutter wollte keinen Aufstand machen und verabschiedete sich mit der Argument dass wir beizeiten wieder zu hause sein wollten. Sie hatte bereits geahnt dass er ein Schwerenöter der ekelhaften Sorte sei und war somit nicht weiter überrascht, als er zu grabschen begann.
Sie hat anschließend den Kontakt völlig abgebrochen. Irgendwann erfuhr sie über Dritte, dass Sepp verstorben war.
Der Feiertagsmittwoch war so ereignislos, wie selten ein Tag. Ich konnte mich auch zu nichts aufraffen. Es blieb bei Lesen, Daddeln, und ein bisschen YouTube kucken.
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Ein Friseurtermin. Es ist wieder sehr kurz, so dass ich die nächsten vier Wochen ohne Friseur überstehen werde.
Von dort aus zu Fuß ins Annexe. Zum ersten mal die Brücke unter der Brücke von nahem gesehen. Ich hätte das schon Ende letzten Jahres gekonnt als die Eröffnung war. Doch hatte ich den Termin verschlafen.
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Eine kurze Stippvisite im Annexe:
Gegenüber vom Annexe steht ein Kastanienbaum der die Touristen wie ein Magnet anzieht. Er hängt voll mit Zettel und Sprüche darauf:
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Am Nachmittag traf ich mich mit der D im Kino. Ausgewählt hatten wir My Lady / The Children Act mit Emma Thompson und Stanley Tucci. Emma Thompson ist so atemberaubend gut in den Film, wie selten zuvor. Ihre Präsenz sprengt die Leinwand. Die Geschichte selbst basiert auf einem Roman von Ian McEvan. Emma Thompson spielt eine Jugendrichterin, die in einem Fall von Verweigerung der Jehova Eltern einer Bluttransfusion an ihren minderjährigen Sohn eine Entscheidung treffen muss, wäre sicherlich nicht so gut geworden wenn es nicht Frau Thompson gewesen wäre.
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Ach ja, das wollte ich euch noch zeigen:
Als ich mit der D. vor ein paar Tagen Eis essen war in die Bonomeria, kamen wir an einem Haus vorbei bei dem mehrere Kisten mit billigen französischen Krimis lagen. Ein Cover schöner als das andere…
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Abends ging ich nach ewig langer Zeit mal wieder ins Dipso. Die T. war dort und es wurde ein lustiger Abend.