1000 Fragen 761-780

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761: Glaubst du an den Zufall?
Es ist manchmal frappierend dass ich z.B. an jemand denke und im nächsten Augenblick ruft derjenige an oder ich begegne ihm/ihr an der nächsten Straßenecke. Doch wenn ich an Zufälle glaube, würde das ja irgendwie bedeuten dass ich mich auf sie verlasse, und so holistisch bin ich nun doch nicht.

762: Wie viel Zeit pro Tag verbringst du in der Küche?
Ein wenig mehr als in den anderen Zimmern. Nach dem Schlafzimmer ist der zweit meistgenutzte Raum.

763: In wem hast du dich vor Kurzem wiedererkannt?
Das ist schon so lange her dass ich mich erinnern kann.

764: Bist du impulsiv?
Bisweilen ja.

765: Für wen hast du dich vor kurzem geschämt?
Das ist schon länger her. Das war als ich noch nicht mit der Demenz meiner Tante umgehen konnte und sie fürchterliche Wutanfälle bekam, dass man mir aus dem Pflegeheim anrief und ich hinfahren musste um sie zu beruhigen.

766: Kannst du mit einer Person des anderen Geschlechts eine Freundschaft haben?
Ja.

767: Hast du ein Lächeln, das du nur für Fotos aufsetzt?
Nein.

768: Wen rufst du zuerst an, wenn du gute Nachrichten hast?
Das hängt von den guten Nachrichten ab.

769: Was würdest du tun, wenn du keine Verantwortlichkeiten mehr hättest?
Ich würde nur noch reisen.

770: Findest du dich selbst attraktiv?
Nein.

771: Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?
Ein Komponist über den ich die nächste Zeit noch schreiben werde.

772: Bist du ein gutes Vorbild?
Ich glaube nicht. Aber sollte man andere frage, nicht mich.

773: Welche Tradition wird überbewertet?
Weihnachten. Denn wenn das nicht wäre hätte ich jetzt nicht Jahr für Jahr damit zu kämpfen dass es mir immer wieder zu schaffen macht.

774: Packst du Geschenke immer hübsch ein?
Ich versuche es. Manchmal gelingt es manchmal nicht.

775: Interessierst du dich für Königshäuser?
Es tangiert mich peripher.

776: Welche Note würdest du deinem Leben geben?
Keine. Ich halte nichts von pauschalisierender Selbstkritik.

777: Fällt es dir leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen?
Ja.

778: Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt?
Ich lerne jeden Tag dazu, aber es war in letzter Zeit nichts dabei das mein Leben verändert hätte.

779: Wie hoch ist die Mauer um dein Herz?
Hoch genug.

780: Machst du manchmal etwas nur widerwillig?
Mein Arbeitsmaterial rumschleppen von einem Theater ins Nächste. Das mache ich nicht nur MANCHMAL widerwillig sonder IMMER.

Mitbringsel

Es gibt in Wissembourg einen Laden der mich sehr an den Laden meiner Großmutter erinnert. Er ist vollgestopft mit Haushaltswaren bis unter die Decke. La Boutique a Cadeau ist der Laden in dem ich jedes mal etwas finde was ich sonst nirgendwo finde. So fand ich zum Beispiel das letzte Mal die löchrigen Quiche Backformen, die ich schon lange suchte. Ich berichtete darüber.

Dieses mal fand ich einen kleinen Wasserkocher.

Ich suchte schon länger nach einem kleineren Modell, wenn ich mir nur eine Tasse Tee machen will und nicht einen ganzen Bottich voll. Zuerst hatte ich ein Modell von Le Creuset im Augenschein genommen. Doch Le Creuset ist meiner Meinung nach überteuert und man bezahlt auch für den Namen.

Und dann entdeckte ich diesen hier:

Le ‚Xpress von Kitchencraft kostete weniger als die Hälfte und ist von der Form her schöner als der andere. Wenn ihr mich jetzt fragt warum ich keinen elektrischen Wasserkocher wollte,…
Ich habe Induktion Kochplatten auf denen das Wasserkochen irre schnell geht, schneller als in einem Elektrokocher.

Ansonsten brachte ich noch ein wenig Schokolade von Rebert mit, der heute geöffnet hatte.

Zwei Tage Wellness mit einem Ausflug

Verschlafen. Aber gründlich. Der Plan war dass ich die D. gegen 10:00 Uhr abhole und gemeinsam dann zur K. fahren um von dort aus nach Dahn zu fahren.
Ich hatte den Wecker nicht gehört und erwachte kurz vor 10:00 Uhr. Den Koffer hatte ich ebenfalls noch nicht gepackt….
Also ging alles im Eilverfahren und dann wir fuhren los.
Die K. hatte angeboten dass sie mit ihrem Wagen bis nach Dahn fahren würde und ich war mehr als froh darüber denn ich war sehr müde.

Ich habe das Wellness Hotel Pfalzblick in Dahn schon oft erwähnt hier. Es ist quasi immer verbunden mit einem Ausflug nach Weissenburg.

Das Wetter war in Dahn nicht anders als in Luxemburg. Grau in grau.

Doch das Hotel entschädigt mit seiner ganzen Wellness Oase und mit gutem Essen. Ich hatte neben dem Vorspeisen Buffet eine ganz hervorragendes Roastbeef.

Hier konnte ich auch endlich wieder einmal nach Herzenslust schwimmen und hatte Glück, denn jedesmal als ich dort war, war das Schwimmbecken menschenleer. Das Wasser hier hat eine ganz besondere Qualität, denn die Haut die Haut fühlt sich immer butterweich und gepflegt an wenn aus dem Schwimmbecken steige. Ich bin inzwischen davon überzeugt dass sie irgend ein Pflegestoff ins Wasser geben.

Ich schlief nicht so besonders gut, denn in der ersten Nacht ein fremdes Bett ist nun mal nicht mein Bett.

***

Ich erwachte sehr früh, schlief jedoch wieder ein und erwachte erst gegen 9:00 Uhr, als wir ausgemachte hatten dass wir uns am Frühstückstisch treffen würden.

Wir machten eine kleine Wanderung, denn die Sonne kam zum Vorschein.

Das Hotel von der Rückseite ist eine große Baustelle denn es kommt eine weitere Saunalandschaft mit einem Schwimmteich und ein neuer Komlpex mit Zimmern dazu.

Auf unserem Wanderweg waren Teile verschiedene Wege gesperrt weil es dort noch Sturmschäden gab und die Wege nicht passierbar waren. Ich fragte mich wann das gewesen sein soll. Ich kann mich an einen Sturm im Frühling letzten Jahres erinnern, der auch in Luxemburg ein paar Bäume zu Fall brachte…

Die Felsen die der Gegend ihren Namen geben: Dahner Felsenland.

Zurück ins Dorf ging es durch die Hasenbergstraße, in der es viele Kleintierzüchter gibt.

***

Anschließend fuhren wir nach Frankreich nach Wissembourg (Weißenburg) doch es war leider nicht die beste Idee. Denn am Montag haben viele Geschäfte geschlossen. Und doch entdecke ich immer wieder Dinge dort die ein Foto wert sind.

Der Innbegriff eines „windschiefen“ Hauses.

Die K. hatte irgendwo gelesen dass die Kirche eine brandneue Orgel bekommen hätte. Und so sah auch ich zum ersten Mal die Kirche von innen. Und in der Tat, die Pfeifen glänzen noch.

Wissembourg hat mehrere Patisserie’s. In einer davon (leider nicht sie beste) kehrten wir ein zu einer Tasse Kaffee und einem Eclair ( das leider auch nur sehr mittelmäßig war)
Der Chocolatier Rebert zu dem ich unbedingt wollte, hatte geschlossen, so auch der Seifenladen. 🙁

Zwischendruch regnete es immer wieder und es vermießte uns ein wenig den Ausflug, aber nicht die gute Stimmung. Wir fuhren zurück ins Hotel und ich ging eine Runde schwimmen.

Zum Abendessen gab es Tafelspitz.

Aus dem Familienalbum 16

Tante Gritty und Albert als sie 1982 frisch verlobt waren.
Ich hatte schon einmal ein Foto aus der Zeit gepostet, das man hier sieht und das auf ihrer Hochzeit gemacht wurde

Gritty und Albert lernten sich im Kirchenchor kennen. Gritty war Mitte Vierzig. Albert war Buchhalter in einer Bank und fast acht Jahre jünger als sie. Es war ein seltsames Paar doch schien es am Anfang zu klappen, auch wenn manch einer seiner Zweifel hegte. Großtante Greidi fragte hinter vorgehaltener Hand, was das denn für ein Gnom sei den sich Gritty da geangelt hätte. Doch Großmutter Thérèse ließ Gritty gewähren. „Lass gut sein, sagte sie immer, Gritty wollte ‚versorgt‘ sein.“
Und diesbezüglich hatte Gritty einen guten Fang gemacht, denn finanziell stand Albert gut dar.
Ein Jahr später heirateten sie, und kauften sich eine Wohnung.

Doch mit den Jahren stelle sich heraus dass Albert zwar sehr nett war, aber geplagt von Quälgeistern die immer mehr Überhand nahmen. Gritty erzählte oft dass er nachts hochschreckte aus Albträumen dann lange nicht mehr schlafen konnte und durch die Wohnung wanderte. Er rechnete auch im Schlaf murmelte vor sich hin.
Er war schon, bevor Gritty ihn kennenlernte, dem Alkohol nicht abgeneigt und trank gerne und mit der Zeit immer mehr.
Andererseits war Gritty auch nicht einfach. Sie war ein Hitzkopf und konnte sehr störrisch sein.

Der Alltag war beiden einfach zu viel. Sie konnten nur miteinander in Ausnahmesituationen. Sie verreisten häufig und machten wunderbare Reisen durch ganz Europa. Dann entdeckten sie ihre Liebe für Kreuzschiffe und unternahmen mehrere Kreuzfahrten.

Doch sobald sie wieder Zuhause waren ging das Gestreite wieder los.

Albert wurde krank. Da seine Gesundheit nie die Beste gewesen war, ging es ziemlich schnell mit ihm bergab. Er starb ein Jahr nachdem mein Bruder verstorben war.

Gritty hat nie weider geheiratet. Und in ihren letzten Jahren als sie schon an Demenz litt, erkannte sie ihn kaum noch auf Fotos. Sie hatte ihn vergessen.

***

Tagebuchtechnisch ist heute nur zu berichten dass ich die zweite Vorstellung hatte. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse.

Premiere

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Wenn ich das hier schreibe ist die Premiere von Stupid Fucking Bird bereits vorbei. Ich fühle mich sehr müde, platt und ohne Antrieb obwohl ich gut geschlafen habe. Ich frage mich eben warum das so ist. Ich habe jetzt 12 Tage am Stück gearbeitet ohne einen einzigen freien Tag…

Der Tag der Premiere verlief eigentlich gut. Die Schauspieltruppe war hibbelig bis in die Zehenspitzen. Aber das bin ich gewohnt, dass sie an Premieren nicht stillsitzen können. Die E. fragte sich wie jedes mal die klassische Frage: „Wieso tue ich mir das an? Warum habe ich keinen normalen Beruf gewählt? Ich sterbe grad vor Lampenfieber!“

Es gibt kleine Rituale vor der Premiere:
So wünscht man sich zum Beispiel NIE viel Glück, dann das bringt Unglück!
Auf Deutsch sagt man: Toi Toi Toi und spuckt sich dabei gegenseitig über die Schulter.
Auf Englisch sagt man auch: Toi Toi toi oder „Break a Leg“ nimmt sich in den Arm, aber das spucken entfällt.
Auf Französisch sagt man schlicht und ergreifend „Merde! “

Und dann gibt es noch die kleinen Premierengeschenke. Kennengelernt habe ich das aus dem deutschen Theaterstücken, doch die Engländer und Amerikaner machen es auch. Im Frankreich gab es das als ich mit Theater vor über 20 Jahren anfing noch nicht, doch inzwischen gibt ich diese kleine Geste auch dort.
Es ist meistens eine Karte mit einer kleinen Süßigkeit dabei.
Es kann aber auch etwas sein das mit dem Stück zu tun hat.
Bei Rumpelstilzchen letztes Jahr hatte ich jedem eine kleine Tüte an eine Glückwunschkarte getackert, in der sich eine kleine Strähne von Rumpelstilzchens Perücke befand.

Aber die Premierengeschenke sind keine Pflicht! Ich habe zum Beispiel dieses mal keine gemacht weil ich schlichtweg keine Idee und keine Zeit hatte.
Mann kann aber auch Dernierengeschenke, also zur letzten Vorstellung machen, was ich persönlich auch eine schöne Geste finde, besonders dann wenn es wirklich viel Spaß gemacht hat.

Das Theater steckt voll von solchen Ritualen.
So gibt es an deutschen Bühnen das ungeschriebene Gesetz dass man nicht einfach so aus guter Laune pfeifen soll. Das bringt Unglück über eine ganze Produktion.
Ich habe einmal einen Regisseur erlebt der wegen einem Handlanger völlig ausrastete, der das nicht kannte und immer bei der Arbeit ein Liedchen pfiff.

***

Nach der Vorstellung sah ich noch kurz die K. und die D. mit denen ich ja am Sonntagmorgen wegfahren werde für drei Tage Wellness und Völlerei. Kurz vor Mitternacht war ich dann Zuhause.

Generalprobe

Wenn ich so höre was überall an Schnee fällt… Von mir aus kann auch dort das an Schnee fallen was für Luxemburg vorgesehen war. Ich muss ihn nicht haben. Zumal nicht jetzt am Wochenende, da ich nämlich am Sonntag mit der K. und D. nach Dahn fahren werde. Aber dazu mehr wenn es soweit ist.

Da ich am Tag davor fast erfroren war auf dem Rückweg vom Theater, kramte ich nun doch endlich die Wellensteyn Jacke hervor. Ich habe sie schon seit Jahren, sie sieht auch immer noch sehr chic aus, aber sie ist schwer wie Blei.

Der Tag der Generalprobe. Sie verlief glatt bis auf den großen Umzug der völlig chaotisch war. Er wurde gleich nach dem Durchlauf noch einmal geprobt.

Auf dem Rückweg machte ich ein paar Fotos.

Die Weihanchtsbeleuchtung hängt immer noch.

 

Auf dem Plakat in der Mitte wird das Stück angekündigt das morgen Premiere hat.

 

 

Warum schießen iPhones immer noch schnell ein Foto bevor sie zurück in die Tasche wandern? Meine Schuhe, der Bürgersteig und verwischte Straßenbeleuchtung sind meine am häufigsten abgelichteten Motive.

Kleinere Hindernisse & Links 2,3,4

Es überrascht mich dann doch immer wieder wenn ich erfahre wer alles hier mitliest.
So zum Beispiel die Mutter der Disponentin C. die für die Kostüm- Requisiten- und Maskenabteilung zuständig ist.
‚Sie scheint ein großer Fan von Joel.lu zu sein. 🙂

Der gestrige Tag verlief ereignislos, mit ein paar kleinen Hindernissen abends in der Hauptprobe, von denen ich aber hier nicht berichten kann weil sie mich nur indirekt betreffen.
Ansonsten war ich beim Friseur und ließ, wie alle drei Wochen, nachschneiden.

Darum gibt es ein paar Links:

***

Mein Fernseher kann auch Youtube. Das rettet mich insofern manchmal am Abend, wenn ich noch irgendetwas sehen will ohne den Kopf groß anzustrengen und ohne dass es zu lang ist. Serien auf Netflix oder Prime ermüden mich bisweilen sehr.

Ein sehr schönes und lustiges Interview, das aber schon drei Jahre alt ist von Diana Rigg. (Ja, die legendäre Emma Peel aus den Avengers die NICHT von Marvel sind) Sie erzählt wie sie zu der Rolle kam und was für ein netter Kollege Patrick McNee war.

Und wem das noch nicht reicht, kann sich auch auch das hier ansehen. Ein Interview aus jungen Jahren. Großartig.

***

Via ReadOn einen schönen Text über den Ruhrpott von hmbl:
21.12.2018 – #prosperhaniel #lichtbeidernacht

 

1000 Fragen 741-760

Da es nichts weiter zu berichten gibt, außer dass die D. mich kurz besuchte da sie wieder zu Land ist,  gibt es eine Runde 1000 Fragen.

***

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741. Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen?
Wenn es vertraulich war, nein. Aber auch sonst nur sehr bedingt.

742. Wem erzählst du, was du geträumt hast?
Das hängt davon ab was es war und ob ich mich überhaupt daran erinnere.

743. Ist Neues immer besser?
Nein nicht immer.

744. Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt?
Keine Ahnung. Mich nackt ausziehen? Vielleicht sollte ich es mal probieren.

745. Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immer noch profitierst?
Alles außer Mathe. (Immer noch!)

746. Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzten könntest?
Nein.

747. Was hast du in letzter Zeit jemandem gegeben, der die betreffende Sache dringender gebraucht hat als du?
Den Wimpernkleber an eine Kollegin deren Tube nicht mehr zu gebrauchen war weil sie beim Transport eingefroren war.
Die Gummimilch in dem Kleber wird schlecht wenn sie einfriert.

748. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?
Ich bin bedachter.

749. Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast?
Ich schaue bei Google Maps nach. Wenn es in einem Gebäude ist, frage ich nach.

750. Wann bist du zuletzt im Theater gewesen?
Gestern.

751. Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen?
Keine Ahnung. Eine Durian, eine Orange, ein Radieschen… ?

752. Sind deine Gedanken immer richtig?
Nein.

753. Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören?
Ich glaube das weiß ich erst dann wenn ich sie gehört habe.

754. Was an dir ist typisch deutsch?
Wenn dann wäre es mein Pragmatismus. Aber da ich nichts von typischen Zuschreibungen an eine Nation halte ist die Frage sehr irrelevant.

755. Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren?
Oh, ja!

756. Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden?
In sehr jungen Jahren als ich mit allerhand verbotenen Dingen experimentierte.

757. Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben?
Den Rest der Weltreise.

758. Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher?
Nein.

759. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen?
Das war mit den Nachbarskindern den K.’s und es war die S. und ihr Bruder R.

760. Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge?
Bis zu einem gewissen Grad, ja.

***

Bei dieser Runde hat ich das Gefühl als ob ich das alles schon einmal beantwortet hätte.
Ich bin froh dass ich dreiviertel der Fragen hinter mir habe, denn langsam wird es langweilig.
Was aber interessant ist, ist dass ich wenn ich ein wenig zurückblättere würde ich manches anders beantworten. Es hängt doch sehr von der Tagesform ab.

Ein Montag der anders verlief als geplant

Ich hatte so mittelmäßig geschlafen. Der Grund dafür war das Crocodile Bier im Swagat vom Vortag. Das ist ja nur Spülwasser vom Alkoholgehalt her, aber Bier ist nunmal Bier und ich vertrage Bier nicht gut. Selber schuld.

Gegen 11:00 machte ich mich auf den Weg ins Theater um meine ganzen Schminksachen im Maskenraum aufzubauen wegen dem englischen Stück, das ich diese Woche betreue. Für den Nachmittag hatte ich ,wenn das Wetter mitspielen sollte eine Fahrt nach Saarbrücken in die Oper geplant damit ich eine ganze Reihe von Leihgaben zurückgeben könnte.
Denkste!
Die erste Frage die kam, war wann ich dem Schauspieler O. dies und jenes machen würde und Schauspieler I. und M. brauchen einen Haarschnitt, und, und, und. Ich stellte mit leichten Groll fest, dass man mir nicht mitgeteilt hatte dass am Abend der Fotograph kommt um offizielle Fotos während des Durchlaufes für das Programmheft und die Plakate in den Schaukästen zu machen.
Na super! Danke auch!
Und so setzte ich im Schnellverfahren (da es logischerweise keinen Maskenplan gab) alle Dinge um die ich für das Stück vorgesehen hatte und verließ mich weitgehend auf meinen Bauchgefühl, dass das alles irgendwie richtig wäre, was ich da vorgebe.
Bis auf ein paar kleine Änderungen klappte auch alles doch ich war stocksauer.

Kurz vor 23:00 war ich Zuhause und viel tot um…

***

Die M. schickte mir ein Foto dass sie bei der letzten Vorstellung vom Rumpel machte. Der schnelle Umzugsraum war in Lastenaufzug verlegt worden. Ich berichtete davon.

Zwei Tage in Esch im Theater

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Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Kopfschmerzen bereits beim aufwachen. Nicht gut.

Da ich sehr früh im Theater sein musste ließ den Wochenmarkt sausen.

Die Creme die man mir für meine Bindehautentzündung gab, half nur mittelmäßig. Darum ging ich dieses mal die Apotheke meines Vertrauens und dort gab man mir das Mittel das ich schon einmal bekommen hatte. Es sind Tropfen statt einer Creme und sie helfen sofort. Zumindest das Jucken hörte augenblicklich auf und ich kann sofort klar sehen. Mit der Creme dauert es immer ein paar Minuten bis ich wieder klar sehen kann. So konnte ich zumindest ohne blinzeln arbeiten.

Was ich schon im vorigen Beitrag angedeutet hatte, es ist eng im Theater in Esch. Im Maskenraum schoben und hoben wir uns gegenseitig rum, und ich hatte das Gefühl als ob nichts vom Fleck kommt. Doch es ging besser als ich dachte. Auch die Nachmittagsvorstellung lief gut.

Am Abend blieb ich zu Hause und sah mir einen neu erworbenen Ghibli Film an. Ich verfolge die Anime Filme aus dem bekanntesten japanischen Studio immer nur sporadisch. So ist der Mohnblumenberg einer der Filme den ich noch nicht gesehen hatte.

***

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wesentlich besser geschlafen als davor. Den Film vom Mohnblumenberg aber habe ich nicht zu Ende gesehen, weil ich sehr müde war.

Ein bisschen Bloggen, Internet leer lesen und dann war es auch schon wieder Zeit nach Esch zu fahren für die Nachmittagsvorstellung. Es ging alles wie geschmiert, doch klang auch ein wenig Wehmut mit weil es eben die allerletzte Vorstellung war.  Ich hatte alle meine Kolleginnen so gebrieft, dass alles was in der Maske so verpackt und aussortiert werden musste, gleich so geschah wie es von der Bühne abgespielt raus kam. Das hatte den Vorteil dass wir alles beizeiten fertig hatten und wir niemand von uns länger als nötig bleiben musste.

Zwei der Hauptdarsteller (der König und die Müllerstochter) der P. und die E. hatten die Idee dass wir doch mit ein paar anderen Schauspieler (die ich ab morgen betreuen werde) doch noch im Swagat, einem indischen Restaurant etwas essen sollten. Alle sagten begeistert zu.

Das Swagat ist eines der besten indischen Restaurants Luxemburgs in das ich aber recht selten gehe, weil es ein wenig außerhalb liegt. Das letzte mal dass ich dort war, war mit Françoise

Es war ein sehr schöner Abend und ich freue mich sehr auf das nächste Theaterstück, denn der Großteil der Truppe war dabei und ich werde alle heute schon wiedersehen.

***

Am 1. Januar twitterte mein Namensvetter Joël:

https://twitter.com/JollySea/status/1080050692033835008

Ich glaubte nicht so richtig daran, doch er scheint es durchzuziehen. Er schreibt seit dem ersten Januar jeden Tag.
Wenn ihr noch andere Dinge als nur mein tägliches Gequengel aus Luxemburg lesen mögt, und euch nicht noch einen neuen Vornamen merken wollt:
Enjoying The Postapocalypse by Joël Adami

Umziehen mit einem Theaterstück

Rumpelstilzchen das ich gleich nach Weihnachten betreute, zieht noch einmal für zwei Vorstellungen um nach Esch ins Theater. Die Vorstellungen werden am Samstag und am Sonntag Nachmittag sein. Ich bin froh dass es dann endlich vorbei ist

Da ich das Theater kenne war mir schon klar dass es schwierig werden wird hinsichtlich des Platzes. Das Theater ist weitaus kleiner und das Bühnenbild muss reduziert werden. Aber sämtliche Kostüme, Requisiten und Perücken sind aber dabei. Wir brauchen Platz, der aber nicht vorhanden ist.
Ich fuhr am Mittag los um alles für morgen zu klären. Ich entschied mich dass die gesamten Perückenumzüge im Lastenaufzug stattfinden. Er ist nicht riesig aber es reicht. Morgen gibt es ein Bild davon.

Die Maskenloge sieht so aus:

Auf dem Bild sind übrigens alle Perücken auf einen Blick.

***

Die D. schickt liebe Grüße aus St. Jean mit einem dampfenden Meer.

***

 

Mittwoch in Trier & Donnerstag in Luxemburg

Doch vorab ein vorher/nachher Bild:

Die Ränder sind immer noch leicht rot, doch das Jucken hat nachgelassen. Und hoffentlich wird es in ein oder zwei Tagen ganz weg sein.

***

Ich nahm gleich den ersten regulären Arbeitstag wahr um in Trier im Perückenladen meines Vertrauens ein paar Teile zurückzugeben, die ich zur Anprobe mitgenommen hatte, und das noch weit vor Weihnachten.
Ich fuhr wieder mit dem Zug hin und zurück. Diese Stippvisiten dort, lassen immer wieder die Stimmung aufkommen als ob es ein Tagesausflug wäre verbunden mit Kaffeetrinken und Schaufensterbummel. Ich muss nicht extra betonen dass das jedes mal ein Loch in die Geldbörse reißt…
Er erwarb zwei neue Hemden bei Seidensticker, die bereits viele Teile stark reduziert haben.

Und für einen kurzen Moment kam die Sonne zum Vorschein.

***

Am Donnerstag Nachmittag war ich mit einer Bekannten, der I. verabredet, hinsichtlich einer Makeup Beratung die ich ihr versprochen hatte.  Die I. wohnt jetzt seit fast drei Jahren mit ihrem Mann in Äthiopien. Dort gibt es nichts, rein gar nichts, sagt sie. Schminkzeug schon überhaupt nicht. Und jedes mal wenn sie hier ist kauft sie alles mögliche.
Es war eine lange intensive Shoppingtour in der ich ihr alles mit auf den Weg gab was sie gebrauchen kann.

***

Anschließend hatte ich noch etwas Zeit und ich schaute mir die aktuelle Fotoausstellung in Cercle Cité im Ratskeller an. Die D. hatte sie mir wärmstens an Herz gelegt. Doch so sollte ich mich wappnen, denn sie wäre heftig.

Hard Truths: An exhibition of prize-winning photography from The New York Times ist einer bewegensten Ausstellungen die ich seit langem gesehen habe. Fünf Fotografen stellen ihre Bilder vor im Rahmen der Vorkommnisse des jeweiligen Landes vor.
Eine schockierensten Serien ist die von Daniel Berehulak „They’re slaugthring us like animals“ über die Drogenkriege in Manila auf den Philippinen. Es wird nichts beschönigt und es sind mit die härtesten Bilder über das Leid den ein Mensch einem anderen zufügen kann…
Als ich wieder draußen war brauchte ich eine Weile um zu mir zu kommen…
Absolut sehenswert, aber ihr seid gewarnt.

1000 Fragen 721 -740

Und da der erste Tag des Jahres ein sehr gepflegter Gammeltag war, gibt es eine Runde 1000 Fragen.

 

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721. In welchem Beruf wärst du wahrscheinlich ebenfalls gut?
Moderator für Funk oder Fernsehen

722. Was waren die liebsten Worte, die du jemals zu einer Person gesagt hast?
Ich liebe dich.

723. Was von der Einrichtung deiner Wohnung hast du selbst gemacht?
Wenn es im Sinne von gebastelt ist; nichts.

724. Wie würden dich Leute beschreiben, die dich zum ersten Mal sehen?
Das muss man die Betreffenden fragen.

725. Was würdest du mit einer zusätzlichen Stunde pro Tag anfangen?
Ich würde sie wahrscheinlich verschlafen.

726. Welchen Film würdest du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen?
Ein Klassiker.

727. Fühlst du dich anders, wenn du ein Kleid trägst?
Die Frage ist für mich irrelevant, aber ja, ich fühle mich dann anders.

728. Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher?
Der Parfüm Fahrenheit von Dior, versetzt mich sofort wieder in meine ersten Jahre in Cannes zurück.

729. Was würdest du anders machen, wen du auf niemanden Rücksicht nehmen müsstest?
Die Frage wäre in der Vergangenheitsform mehr von Belang gewesen. Ich wäre gleich nach der Schule ins Ausland an eine Schauspielschule gegangen.

730. In welcher alten Kultur hättest du leben wollen?
Bei den Griechen, denke ich. Aber ich bin eigentlich ganz froh mit meiner Zeit im Hier und Jetzt.

731. Denkst du lange über Entscheidungen nach?
Das kommt auf die Entscheidung an. Ich versuche sehr auf mein Bauchgefühl zu hören, was nicht immer einfach ist. Das zögert Entscheidungen bisweilen hinaus.

732. Hast du schon einmal vor dem Ende eines Films das Kino verlassen?
Ja.

733. Über welche unangemessenen Witze lachst du insgeheim doch?
Ich lache nie insgeheim. Wenn ich lache lache lauthals und laut über alles was ich witzig finde. Im Umkehrschluss kann DAS bisweilen unangemessen sein.

734. Findest du, dass die schlechten Tage auch zum Leben gehören?
Ja.

735. Was müsste in der Gebrauchsanweisung zu deiner Person stehen?
Bitte nur mit guter Nahrung füttern. Kein Dosen- oder Fertiggerichte!

736. Wie groß ist unsere Willensfreiheit?
Ich kann nicht für ‚unsere‘ sprechen, aber für meine. Und die ist soooooo groß.

737. An welchem Kurs würdest du gern teilnehmen?
Ich würde gerne Italienisch oder Spanisch lernen.

738. Machst du manchmal Scherze auf deine eigenen Kosten?
Oft und gerne.

739. Welche Blumen kauft du am liebsten für dich selbst?
Im Frühjahr sehr gerne Tulpen. Über das Jahr hinweg wechselt das jedoch von bis.

740. Welche Eigenschaft eines Tieres hättest du gern?
Ich wünschte ich könnte sehen wie Luchs.

***

Nachtrag: Ganz zu Anfang dieser Serie hatte ich einen Link der zu einem PDF führte mit all den 1000 Fragen an dich selbst.
Dieser Link ist leider seit ein paar Tagen futsch.
Hier bei Pinkepank, die allerdings zwischenzeitlich aufgab, findet man den Rest der Fragen.
Sie schreibt schon zurecht dass sich manche Fragen wiederholen auch wenn sie etwas anders formuliert ist. Am meisten nerven mich die Fragen in denen ich die Meinung von Drittpersonen wiedergeben soll.
Aber… ich hab das jetzt angefangen und zieh das auch bis zum Schluss durch.

Mit ‚leuchtenden‘ Augen

 

Als ich morgens erwachte sah das eine Auge so aus:

Es war rotunterlaufen und es juckte. So Dinge passieren natürlich immer dann wenn man sie an wenigsten gebrauchen kann wie jetzt zwischen den Feiertagen. Meine beiden Hausärzte waren nicht erreichbar. Auf Doctena.lu fand ich auch keinen Augenarzt der verfügbar gewesen wäre. Da der 31. aber ein regulärer Arbeitstag ist, öffnete die Maison médicale erst abends um 20:00.  Also ging ich zur Apotheke und die gaben mir eine Salbe zu desinfizieren.
Wenn sich bis Mittwoch keine Besserung einstellt, gehe ich zum Arzt.

***

Ein Silverstabend in Bildern:

 

 

Es gab Käsefondue, ein Gericht das ich *imBlogrückwartsblätter* das letzte mal vor 10!!! Jahren in Genf gegessen hatte. Es war mächtig, und der Crémant und der Wein flossen in Strömen. Ich war kurz nach 3:00 zuhause.

***

Ich wünsche euch allen, wie im ersten Bild oben, ein Jahr das wir beherzt und mutig durchziehen, komme was da wolle.

Und was die guten Vorsätze angeht halte ich zur Zeit mit Calvin & Hobbes:

Rückblick 2018

Das letzte Posting des Jahres.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wie ich gefeiert habe lest ihr morgen irgendwann im Laufe des Tages.
Doch hier die obligaten Rückblickfragen die ich (fast) jedes Jahr beantworte.

***

Zugenommen oder abgenommen?
Sehr viel zugenommen und wieder teilweise zumindest abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Gleichgeblieben.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Keine Veränderung

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr wenn auch anders als sonst.

Mehr Kohle oder weniger?
Durch die halbe Weltreise logischerweise weitaus weniger verdient.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger als das Jahr davor.

Der hirnrissigste Plan?
Da gab es dieses Jahr nichts.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da muss ich wohl die Weltreise sagen und vor allem ihr Ausgang.

Die teuerste Anschaffung?
Ein Bild aus Australien.

Das leckerste Essen?
Hostellerie du Grünewald.

Das beeindruckenste Buch?
Bernard Schlink – Olga

Das enttäuschendste Buch?
Es gab keines

Der ergreifendste Film?
Ganz eindeutig und weit vor allen anderen: Call Me By Your Name.

Die beste Musik?
Das sind drei Alben:
Tracey Thorn – Record
Chrstine and the Queens – Chris
Davis Ianni – My Urban Piano

Das beste Theater?
Dieses Jahr hat kein Theaterstück wirklich nachhaltige Spuren hinterlassen

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Der A. und der D.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Der D. in St Jean

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Zufriedenheit neu entdecken

2018 zum ersten Mal getan?
Eine halbe Weltreise

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Auf einem OP Tisch liegen

Zwei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
1. Die oben besagte OP
2. Die oben besagte OP

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass man immer wieder einen Schritt zurücktreten soll und die Dinge mit einer gewissen Distanz betrachten soll.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ein Wellnesskurztrip für die N.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Essen im Briketenia in Guéthary

2018 war mit 1 Wort…?
Erkenntnisreich.

Vorsätze für 2018?
Keine

1000 Fragen 701-720

701. Wie zufrieden bist du mit deinem Körper?
Außer dass er mir dieses Jahr einen geplatzten Blinddarm bescherte, kann ich mich weiter viel beklagen.

702. Wenn du für eine Wand in deiner Wohnung eine Farbe aussuchen solltest: Für welche Farbe würdest du dich entscheiden?
Das wäre die Farbe die ich jetzt schon habe, petrol blau, siehe Foto.

703. Was hast du gestern Schönes getan?
Eine Doppelvorstellung absolviert.

704. Was machst du, wenn dir etwas nicht gelingt?
Das hängt davon ab was es ist. Wenn es überlebenswichtig ist, versuche ich es nochmal, wenn nicht dann lass ich es bleiben.

705. Was ist das Unheimlichste, das du jemals getan hast?
Da fällt mir nichts ein was wirklich so unheimlich gewesen wäre.
Es sei denn ich gebe eine doofe Antwort: Geisterbahn fahren.

706. Sind andere gern in deiner Nähe?
Das muss man die anderen fragen.

707. Was schwänzt du manchmal?
Früher den Schulunterricht. Heute nichts mehr.

708. Wann ist die Welt am schönsten?
Wenn die Sonne scheint.

709. Was hast du erst vor Kurzem herausgefunden?
Dass man Lektionen in Demut auch innerlich beherzigen sollte.

710. Magst du Kostümpartys?
Im Prinzip ja, aber eigentlich nein.
Als Maskenbildner kann ich da keine andere Antwort geben.

711. Wie schnell weichst du vom vorgegebenen Pfad ab?
Das kommt auf den Pfad an. Wenn er langweilig ist, kann das sehr schnell sein.

712. Was ist das beste Gefühl der Welt?
Zufriedenheit.

713. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?
Das ist sehr unterschiedlich. Aber meistens bereite ich mich für eine Abendvorstellung vor.

714. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du dich sehr gut verstehen?
Da ich so einige Berühmtheiten kenne, kann ich bis jetzt sagen, dass ich mich weitgehend mit allen gut verstanden habe.

715. Was würdest du servieren, käme die Königin von England zum Tee?
Tee.

716. Was kannst du einfach auf morgen verschieben?
Das was auch morgen erst erledigt werden kann/muss.

717. Was macht ein Spaziergang durch die Natur mit dir?
Er beruhigt mich und gibt neue Ideen und Kraft.

718. Welches Lied passt am besten zu deiner Beziehung?
Maybe this time – Liza Minnelli

719. Wie sieht deine ideale Welt aus?
Die gibt es nicht.

720. Was bedeutet für dich Geselligkeit?
Viel. Geselligkeit ist ein Teil von mir genauso wie es auch manchmal die Einsamkeit ist.

Doppelvorstellung

Etwas gerädert erwacht. Ich hätte den Wein vom Vortag wirklich weglassen sollen. Nun ja…aus Fehlern lernt man….oder auch nicht.

Kurz nach 10:00 machte ich mich auf den Weg zum Wochenmarkt um die D. und die K. zu treffen. Die D. wird ab morgen in St.Jean sein bis nächstes Jahr. Ich hatte für beide auch eine gute Nachricht. Wir werden zusammen nächsten Monat ein Wellnesswochenende verbringen. Aber dazu mehr wenn es soweit ist.

Unterwegs sah ich folgendes Plakat:

Ich war beim ersten Anblick überzeugt dass es sich um Les Ballets du Trocadero handelt, die ich ja letzte Saison gesehen hatte. Doch dann las ich dass es sich um das Russische National Ballett handelt. Die Zeichnung der Primaballerina kommt aber sehr maskulin daher. Das kantige Gesicht, die breiten Schultern…

***

Ich machte ein paar schnelle Einkäufe und war für Mittag in Theater. Die beiden letzten Vorstellungen für dieses Jahr standen an.

So sieht der Saal von der Bühne aus. Für das Foto war ich auf den Balkon der Bühnendeko gestiegen, auf der sich auch ein Teil der Stückes abspielt. Ich war zum ersten mal oben und muss sagen dass es doch recht hoch ist…

Es ist für eine Produktion dieser Größenordnung eher ungewöhnlich dass wir Doppelvorstellungen geben. Aber so war es angesagt und da mussten wir durch. Ich war heilfroh, dass ich alle meine helfenden Hände dabei hatte.

Die Perücken und Masken für den Rococo Teil lagen alle bereit. So auch der Plastik Truthahn und die Tafel.

Doch am Ende ging es schnell und wir waren in Rekordzeit fertig mit Einpacken, denn das Stück wird noch zweimal im neuen Jahr in Esch gespielt.

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In der Mediathek von Arte sah ich am Abend eine zweiteilige Reportage und Abba, die Bee Gees und The Carpenters und was die Bands miteinander verbindet. Sehenswert.
Abba, Bee Gees, Carpenters (1/2) Das Abc der Rock-Tabus
Abba, Bee Gees, Carpenters (2/2) Das Abc der Rock-Tabus

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© Padró & Co.

Und dann noch eine Bitte.
Weiß jemand wo ich diesen spanischen Vermouth Padró & Co. herbekomme? Es gibt nur eine einzige Bar in Luxemburg die ihn hat. und dort sagte man mir dass niemand ihn importiert. Die Bar selbst ist auch nicht so gut bestückt dass sie ihn mir flaschenweise verkaufen würde.
Mal davon abgesehen dass die Flaschen wie kleine Kunstwerke aussehen, so ist auch der Inhalt sehr empfehlenswert. Auf der Homepage sind leider keine Reseller vermerkt. Hat jemand eine Ahnung?

Von Bronchien die rappeln

Nach langem Ausschlafen fühlte ich mich endlich besser. Es geht bergauf. Die Bronchien rappeln immer noch ein wenig wie ein alter Dieselmotor, und so ganz frei ist die Nase auch noch nicht, doch damit kann ich leben. Das schlimmste an den Erkältungen ist der Schüttelfrost. Es ist eines der unangenehmsten Gefühle wenn dein Körper dir nur noch meldet dass ihm kalt ist und partout nicht warm werden will. Schmerzen, wie ein geplatzter Blinddarm halte ich besser aus.

Die Vorstellung im Theater kam, sah und siegte.

Und weil es mir heute um einiges besser ging, wollte ich nach der Vorstellung nicht gleich nach Hause fahren und ging für ein kurzen Absacker in den Grünewald. Das Glas Chardonnay war allerdings ein Fehler denn es stellten sich sofort Kopfschmerzen ein, die nicht weggingen und erst im Bett wieder nachließen als ich ruhig lag.
Selbst schuld…

Wiederaufnahme des Märchens vom letzten Jahr & Links 2,3,4,…

Ich konnte lange nicht richtig einschlafen, und so tat ich etwas was ich noch nie getan hatte. Ich schaute mir per iPhone fern. Mein Anbieter hat eine App auf von der ich auf mein Fernsehkonto zugreifen und auch alle aufgenommenen Filme abrufen kann. Ich schaute mir eine Miss Marple mit der längst verstorbenen Geraldine McEwan an.  Irgendwann schlummerte ich weg.
Am Morgen dann fühlte ich mich bedeutend besser als die letzten beiden Tage.

Am Nachmittag fuhr ich dann ins Theater. Die Premiere verlief reibungslos und der Applaus am Ende wollte nicht enden. Das Theater hatte, was ungewöhnlich ist, denn es ist ja eine Wiederaufnahme, eine kleine Feier organisiert, so als ob es eine Premiere wäre.  Es war ein schöner Abend, doch ich blieb vernünftig und machte beizeiten Schluss. Zu Hause nahm ich noch einmal ein Lemsip, da es mir kalt über den Rücken lief und vergrub mich wieder unter dem doppelten Federbett und schwerer falscher Pelzdecke.

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Die französische INA bringt regelmäßig neue alte Fernsehausschnitte auf ihrem Youtube Kanal. Vielleicht könnt ihr euch an die zwei Damen erinnern, Maité und Michelle aus „La Cuisines des Mousquetaires“, die während der Sendung Aale erschlugen oder lebende Hummer zerteilten. Ich hatte sie hier vorgestellt.

Während den Feiertagen stellten sie den französischen Knabenchor „Les Poppys“ ein.  Die Jungs wurden zu Stars unter anderem mit dem Lied  „Non, non rien n’a changé“ an das ich mich noch erinnern kann. Ich war damals fünf. Der Leadsänger Bruno Polius müsste in späteren Jahren vor Gericht um die Tantiemen kämpfen.

Das Video beginnt gleich bei ihrem Hit. Doch ihr könnt euch auch gerne die Lieder ansehen. Es sieht so fremd aus und hat so gar nichts mehr mit unserer Zeit zu tun. Doch der Text vom Song „Non,non rien n’a changé“ ist immer noch aktuell.

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Frau Meike schreibt über ihren Leidensweg der mit einer Panikattacke begann.

…Neben den übliche Symptomen wie Herzrasen, Muskelzittern und Schwindel hatte ich dabei eine sog. Depersonalisierung, was bedeutet, dass Vertrautes plötzlich fremd erscheint. Konkret verlor/vergaß ich von jetzt auf gleich alle Gefühle für meinen Mann, mit dem ich seit über 9 Jahren zusammen bin. Es war nicht nur so als liebte ich ihn nicht mehr, sondern als hätte es auch nie Liebe und ein ganzes Leben zwischen uns gegeben. Diese Stunden empfand ich als sehr bedrohlich, die Angst, meinen Mann nicht mehr zu lieben und mich daher sofort trennen zu müssen, steigerte meine Panik ins Unendliche….

Bis sie endlich fand an was sie tatsächlich leidet.
Von der Angst den eigenen Partner nicht mehr lieben zu können.

Der zweite Weihnachtstag und eine Generalprobe

Ich hatte mich am Abend zuvor unter mehreren Decken im Bett eingegraben und das wirkte, denn am Morgen war der Schüttelfrost weg.

Ich las bei anderen Bloggern wie es dort zuging. Sehr schön ist die „besinnliche Beschreibung“ des Fräulein Read On. Und dank ihr hatte ich den Rest des Tages einen Ohrwurm von Georg Kreisler, Tauben vergiften. Ein wunderbares Lied für die Feiertage.

Im Techniktagebuch beschreibt Katrin Passig wie ihre Mutter sie zu Hilfe ruft um ihr altes Radio und ihren alten Fernseher zu retten die im Zeitalter des Digitalen weder Ton noch Bild von sich geben.

Das erinnerte mich an meine Tante Gritty, die ebenfalls technisch null begabt war. Sie hat nie kapiert dass man für den Fernseher jetzt zwei Fernbedienungen braucht. Eine für den Fernseher und eine für den kleinen Kasten der daneben steht. Sie rief mich jede Woche mindestens einmal an, weil sie nicht klar kam.
„Kann man das nicht alles auf die Fernbedienung des Fernsehers setzen? Die ist viel schöner und ich sehe die Tasten besser.“
„Nein Gritty, das kann man nicht.“
„Dann lasse ich den Elektriker kommen! Der kann das.“
„Der kann das auch nicht.“
„Oh doch, du wirst sehen, wenn ich ihm das sage…“
Sie bestellte den Elektriker am Tag danach, zahlte ihm einen saftigen Preis für seine Hin- und Rückfahrt und musste doch mit zwei Fernbedienungen weiter hantieren, wogegen sie sich fortan sträubte.
Aber ich denke das waren auch schon die ersten Anzeichen von Demenz….

***

Am frühen Nachmittag packte ich mich in mehrere Schichten Kleidung ein (ich hatte sogar die Thermounterwäsche hervorgekramt, die ich früher nur an Filmsets anzog) und fuhr ins Theater. Die Medikamente die ich bereitgestellt hatte, vor allem das Lemsip, hatte ich natürlich auf dem Küchentisch liegen lassen. Ich merkte es aber erst als ich schon im Theater war und nochmal schnell zurück fahren konnte ich dann nicht. Die Generalprobe lief gut, doch ich war anschließend völlig groggi und mich überkam eine Schüttelfrostwallung nach der nächsten. Es war gut dass ich das Auto ins Parkhaus gestellt hatte und ich mich nicht in ein eiskaltes Auto setzten und noch die Scheiben freikratzen.
Wieder zurück nahm ich dann das Lemsip ein und legte mich sofort ins Bett.

 

Schnief.

Ach was soll ich groß drum herum reden. Der gepflegte Gammeltag verwandelte sich am Morgen in einen gepflegten Erkältungstag. Und so gerne wie ich am Nachmittag ein wenig nach draußen gegangen wäre, denn es war strahlend schönes Wetter, blieb ich zu Hause, scheutze, nieste, hustete und schüttelfrostete ich mich durch den Tag. Eigentlich wollte ich einen Runde 1000 Fragen einstellen doch selbst das schaffte ich nicht.
Dabei muss ich morgen fit sein… Ich kann mich nicht so einfach krankschreiben.

Heiligabend mit Live Band. Eine Feier in Bildern.

Und bevor wir gemeinsam in einer Melancholie versinken die keinem gut tut, wenden wir uns meinem Witz das Tages zu. Vielleicht ein bisschen lahm, aber in meinen anderen sozialen Netzen hatte er Erfolg:

Am Morgen trieb es mich doch noch einmal vor die Tür. Es war übrigens erstaunlich ruhig in der Stadt. Es waren bei weitem nicht so viele Menschen unterwegs wie ich erwartet hatte. Auch bei Mäc, bei denen ich noch ein kleines Präsent für meine beiden Maskenassistentinnen besorgte, wurde ich sofort bedient.
Ich hatte spontan entschieden dass ich mir ein ebenfalls  Weihnachtsgeschenk machen würde, das ich schon seit Tagen als Werbung an den Bushaltestellen sah.

Eine Marschall Box. Sie gefiel mir sehr vom Design her. Hier im Regal vom Büro hat sie noch nicht ihre endgültige Parkposition erreicht. Sie wird ins Wohnzimmer kommen auf das Buffet wo perfekt zum Rest der Einrichtung passen wird.  Doch muss ich mir Hilfe holen um das Buffet von Wand zu rücken um an die Steckdose zu kommen.

Am Nachmittag zog ich dann los zu der D. und gemeinsam gingen wir in der Küche ans Werk. Als Vorspeise gab ein wenig Räucherlachs und Foie Gras. Anschließend gab es Lammbraten mit Möhren, Bohnen und Kartoffelpüree. Das Dessert hatte ich ja gestern schon beschrieben.

Das Highlight des Abends mit dem keiner gerechnet hatte, war die Band die vom Mann der D., dem M. spontan eingeladen worden war.  Er hatte sie am Morgen in der Fußgängerzone spielen gehört und war restlos begeistert von ihnen.

Hier die Bilder des Abends und ein Video der Band:

Der Sänger Andrija (FB Link) hat eine begnadete Stimme.

Die hauseigene Gelateria

Vielleicht vorab ein kurze Erklärung. Meine Weihnachtstage verlaufen folgendermaßen:
– Heiligabend werde ich mit der D. bei ihr zu Hause verbringen mit noch ein paar anderen Freunden und Bekannten.
– Weihnachten selbst wird ein gepflgter Gammeltag werden, bei mir daheim im Pyjama mit Lesen, Fernsehen und ein wenig Daddeln.
– Am zweiten Weihnachtstag werde ich schon wieder arbeiten.

***

Für Heiligabend werde ich für den Nachtisch zuständig sein und darum stand ich gestern den gesamten Vormittag in der Küche und machte fast zwei Liter selbstgemachtes Vanille Eis, das ich mit in Earl Grey eingelegten Quittenscheiben servieren werde. (Ja die Quitten, wir erinnern uns.) Da meine Eismaschine zwar sehr gut ist aber nicht riesengroß, machte ich dreimal 500ml Eis, die ja in der Maschine durch die eingrührte Luft noch ein drittel an Volumen gewinnt. Also fing ich auch dreimal an die Maschine zu befüllen und anschließend in Dosen für das Gefrierfach umzufüllen.

***

Am Abend besuchte ich mit der D. den berüchtigten ‚Thé Dansant‘ im Melusina.

Ich war schon seit Jahren nicht mehr dort. Doch war es so gerammelt voll das wir das Lokal wieder nach kurzer Zeit verließen. Ich ertrage diese Menschenamassen und diese Enge nicht mehr.
Stattdessen gingen wir gegenüber ins IkkI in die Rives de Clausen in dem ich auch schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr war.

 

Soooo viele

Nach einem kurzen morgendlichen Besuch auf dem Wochenmarkt zusammen mit der D. trafen wir den B. und anschließend auch die K. Es war eine sehr lustige Runde im Renert. Und der Vergleich den ich einmal mit der Muppetshow zog, ist endgültig nicht mehr von der Hand zu weisen.

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Es geht wieder los!

Mir war am Nachmittag beim Auspacken nicht mehr klar dass es sooo viele Perücken waren die ich in dem Stück untergebracht hatte. Es waren fünf große Container und zwei Kartonschachteln.
Ich zog sie alle auf Köpfe auf und legte los mit dem Auffrisieren. Irgendwann dazwischen entstand dieses Panorama Foto.

Es sind insgesamt 19 Stück. Auf den Foto sieht man nicht alle, falls jetzt jemand nachzählen sollte. Ich arbeitete konzentriert durch bis ich alle Perücken bis auf drei Stück durch hatte.
Am späten Nachmittag kam eine Praktikantin die ich in den ganzen Ablauf einwies. An die Schauspieler kann ich sie nicht lassen, aber sie wird uns eine große Hilfe sein und uns ein wenig Rumgerenne ersparen, denn die Wege vom Maskenraum bis zur Bühne sind lang.

***

Am Abend traf ich seit sehr langer Zeit mal wieder meine Namensvetterin (ja das Wort Vetterin gibt es!), die J.
Das es zur Zeit fast unmöglich ist in den gewohnten Restaurants einen Tisch zu bekommen wegen der unzähligen Weihnachtsfeiern, wählte ich das Bistrot des Parc Belair bei mir um die Ecke wo man fast immer einen Tisch bekommt. Es war sehr angenehm mit einer gedämpften Ambiente und das Essen war sehr lecker.

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Und wer meinen Freund H. kennenlernen will, den ich Anfang dieses Jahres in Melbournbe besucht habe, der schaue sich bitte diese Reportage an ab 3:50 Minute.
RTL hat wieder ein paar neue Reportagen über Luxemburger die ihr Glück weitab von hier gefunden haben.

Und wenn ich mir das ansehe, bekomme ich ganz gewaltiges Fernweh…

 

Wenn die Melancholie zuschlägt

Dieses Bild lud ich vor über 10 Jahren ceades.net als Wallpaper hoch. Es ist immer noch dort zu finden.

Der Freitag bestand zum größten Teil aus  rumwerkeln und Haare von Schauspielern zurecht schneiden für die Wiedraufnahme von Rumpelstilzchen. Ich machte früh Schluss. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen zum Konzert zu Ehren von Lisa Berg zu gehen die vor einem Jahr starb. Doch konnte ich mich nicht dazu aufraffen denn die Melancholie schlug mit aller Gewalt zu.
Inzwischen müsste ich es besser wissen, dass ich vor Weihnachten immer an einen oder mehreren Tagen in einem Meer von weihnachtlichen Erinnerungen versinke.
Ich war neugierig was ich in den letzten Jahren an bzw. vor Weihnachten geschrieben habe. Es gab ein paar Texte an die ich mich lebhaft erinnern konnte. Und es gab auch Texte in denen ich mich so sehr gegen das ganze Gerfeiere auflehnte. Doch daraus entstand auch eine neue Erkenntnis.
Ich bin ein Weihnachtsmensch, egal wie sehr ich mich dagegen sträube. Ich habe sehr schöne Weihnachtserinnerungen, denn bei uns galt immer das ungeschriebene Gesetz, dass an Weihnachten nicht gestritten wird.

Und vielleicht sollte ich einfach annehmen dass ich nun mal so bin, anstatt mich immer dagegen zu sträuben.

Eine vielversprechende Probe & meine erste Fernsehsendung

Der Regen ließ einen Bluemkasten überlaufen.

Ich schlief sehr lange und erwachte erst kurz vor 10:00. Dabei wollte ich einen längeren Blogtext zum Spider-Man Film schreiben der dann aber notgedrungen etwas kürzer ausfiel.

Es war eine erste komplette Durchlaufprobe eines Stückes das ich aber erst richtig Mitte Januar betreuen werde, angesagt.
Stupid Fucking Bird von Aaron Posner ist eine sehr lustige umgeschriebene Version von „Die Möve“ von Anton Tschechov. Und ich kann jetzt schon sagen dass es einer meiner Hightlights dieser Theatersaison werden wird. Wenn ihr es sehen wollt sichert euch bitte jetzt schon Karten, denn die englischensprachigen Stücke im Kapuzinertheater sind immer schnell ausverkauft.

Und dann am Abend kam endlich die Erlösung. Die Sendung NO ART ON AIR ging über den Sender. Ich hatte ja schon hier darüber berichtet. Und ich bin froh dass es so gut geworden ist. Die Moderatorin die durch die Sendung führt war sehr zufrieden.
Die Sendung könnt ihr euch hier im Replay von RTL.lu ansehen.

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Nachtrag via Kaltmamsell:
Ich nicht gedacht dass ich je ein Video des Bistums Essen verlinken würde.
Die Sicherheitshinweise zum Weihnachtsgottesdienst.

Kino am Mittag: Spider-Man: Into the Spider-Verse

Als ich eben auf einem Filmportal recherchierte wurde mir klar dass ich viele Spider-Man Filme nicht gesehen habe. Der letzte war vor über 10 Jahren mit Tobey Maguire. Ich war auch nur mittelbegeistert als die D. mich mit in den Film nahm denn ich bin nicht der große Fan von Spider-Man. Es gibt andere Marvel Figuren die mir weitaus lieber sind.
Wir hätten auch in den zeitgleich neuangelaufenen Mary Po(o)ppins gehen können, doch da die D. zur Zeit an verstärkter „Schmalz“-Intoleranz leidet ließen wir es bleiben. Ich hatte rein gar nichts vorab über den Zeichentrickfilm gelesen oder gehört und so war es für mich fast wie eine Sneak Preview.

Der Film ist ein einem völlig anderen Stil gezeichnet, der zur Anfang gewöhnungsbedürftig ist. Zumal der Hintergrund der Szenen ließ mich manchmal daran zweifeln ob wir nicht doch in der 3D Verfilmung gelandet wären. Es kommt dem Original Comic Heften aber sehr viel näher.

Da die Geschichte mit einem puertorikanischen Jugendlichen beginnt der von der ominösen Spinne gebissen wird,  versteht man zu Anfang nicht so richtig wo die Geschichte hin soll. Doch dann wird klar dass Spider-Man umgebracht wird von Schurken Kingpin. Der will mittels einer Höllenmaschine seine Frau und seinen Sohn aus einem Paralelluniversum zurück in sein Leben holen. Doch dabei kommen auch bei einem erster Versuch verschiedene andere Spider-Figuren aus anderen Welten im hiesigen Universum an…

Ich fand den Film sehr kurzweilig und unterhaltsam und er rutschte Gott sei Dank nie in den Schmalz ab, weil siehe oben.
Ein Empfehlung von mir für die Feiertage.

Der sehr lange Dienstag

 

Es geht zur Zeit wirklich rund. Ich fahre, wenn ich alle Produktionen zusammenzähle, auf drei Schienen. Das ist ein wenig mehr als mir lieb ist, denn ich riskiere immer etwas zu vergessen.

So fing heute die Oper von Alexandre Desplat an. Masken- und Kostümanprobe. Aber dazu komm ich noch.

Wenn ich etwas an meinem Beruf liebe, dann dass ich morgens meistens keinen Wecker zu stellen brauche, weil ich bis abends spät arbeite und morgens frei habe. Ausschlafen kann ich, so wie auch heute.
Der Himmel sah trist aus und es zog Nebel auf.
Meine Putzhilfe (da hatte ich gerade einen lustigen Verschreiber : Putzhilde) die F. rief an um sich bereits für morgen früh anzukündigen weil sie es anders nicht schafft noch einmal vor den Feiertagen zu kommen. Sie käme aber schon morgens früh. Also muss ich mir wohl den Wecker stellen.

Ein bisschen Bloggen, Kaffee, Duschen und los.

Jedes Jahr kaufe ich der F. zu den Jahresendfeierlichkeiten ein kleines Präsent. Da sie am Mittwoch zum letzten mal für dieses Jahr hier sein wird, (über die Feiertage ist sie in Urlaub) kaufte ich ihr einen Raumduft von Rituals den ich lange im Badezimmer stehen hatte und den sie sehr mochte.

***

Am Nachmittag zog ich dann wieder mit meiner gesamten beruflichen Habe ins Große Theater. Ich war viel zu früh da, aber es war gut, denn so bekam ich einen allerersten kompletten, wenn auch noch holperigen, Durchlauf der Oper mit. Herr Despalt war übrigens auch da.
Da der Kostümbildner seinen Flug verpasst hatte konnten wir erst sehr spät mit den Kostüm- und Maskenanproben beginnen und es war für mich ein Speedy Gonzales Akt, da alle müde waren und beizeiten fertig sein wollten.
Nach drei Stunden knallhartem Umschminken und Umfrisieren ohne Unterlass war auch ich alle.
Doch ich glaube es waren alle zufrieden.
Uff.

Ich war todmüde und aufgedreht zugleich und ich hätte eh nicht sofort schlafen können, also ging ich noch auf einen Absacker ins Bovary, wo ich die N. mit ihrer Schwester S. antraf. Eine Stunde später machte auch ich Schluss und viel daheim wie ein Stein ins Bett.

1000 Fragen 681-700

OyeHaHa / Pixabay

681. Was war deine letzte gute Tat?
Die Schauspielerin C. schminken und frisieren für die Abschiedsfeier, weil sie terminlich alles durcheinander geworfen hatte nicht darauf vorbereitet war, dass die Feier schon am Samstag sei.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
In der Regel ja.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Das klingt jetzt seltsam aber, 2018 war die beste Entscheidung, jetzt im Nachhinein, die Weltreise nach der OP abzubrechen. Auch wenn es mir im ersten Moment so schien als ob es nicht so wäre.

684. Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?
Das war eines meiner allerersten Konzerte. Andras Vollenweider mit der White Winds Tour.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Mit einer Ruhepause?

686. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?
Ja.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Qualität, immer.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
beim letzten Liebeskummer war es eine Reise ans Meer. Hat sehr geholfen.

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Besteck, Teller, Gläser, Essen, und eine Flasche Alice Hartmann.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Es geht so. Ich zweifele oft an mit selbst.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
Das war zum letzten Mal vor über 5 Jahren meine Mutter, die da aber nicht mehr krankheitsbedingt richtig antworten konnte. Seitdem nehme ich die Dinge selbst in die Hand.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Im Winter: Mantel ablegen, Schuhe aus. Kaffee.
Im Sommer: Schuhe aus, barfuß rumlaufen, mich auf den Balkon setzen.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
Biologie, Anatomie, Deutsch, Englisch, Französisch.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?
Ich kann mich nicht erinnern, aber es ist sehr lange her.

695. Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?
Das muss man die fragen die mit mir befreundet sind.

696. Kannst du gut warten?
Ja. Von Filmsets her weiß ich dass ich bis zu 3 Stunden warten kann, ohne dass es mich zu sehr schlaucht. Aber ab der dritten Stunde bin offiziell gelangweilt.

697. Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?
Wenn ich merke dass ich allein mit einem Umstand den ich nicht ändern kann nicht mehr klarkomme. Das war schon mal der Fall und es hat geholfen.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Italienisch.

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Kaffee.

700. Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“?
Oh, sehr sehr selten, wenn überhaupt. Denn der Satz beinhaltet auch irgendwie dass man festgefahren ist in der eigenen Evolution.

Schnee & eine Nachmittagsvorstellung

Die Sonntage sind ja bei mir eh nicht heilig, und wenn man wie ich viel an Theatern arbeitet, geht es um die Weihnachtszeit umso mehr rund und die Sonntage werden zu Arbeitstagen.

Das erste Bild des Tages als ich früh erwachte. Schnee aber diesmal so richtig. Ich war froh dass ich auf der Abschiedsfeier zeitig Schluss gemacht hatte.

***

Ich werkelte ein wenig rum, bloggte das Zeug vom Vortag und fuhr am sehr frühen Nachmittag los zur Nachmittagsvorstellung.

Ich persönlich finde ja dass es ein Unding ist wenn ein Stück auf einem Tourneeort nur ein einziges mal gespielt wird. Der Aufwand dafür ist enorm. Auch für die Darsteller, denn wenn das Stück eine Weile nicht gespielt wurde, liegt es „brach“ und muss teilweise neu geprobt werden. Wir absolvierten also das Stück mit ein paar kleinen Hürden und der Regisseur war weitgehend zufrieden.
Die D. war extra angereist um es sich anzusehen und ich nahm in meinem Wagen wieder mit zurück in die Stadt.

***

Das war einer der Fragen aus der letzten Fragerunde 1000 Fragen:

680. Welches Musikstück soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?
Das wechselte immer wieder, aber das letzte was ich mir ausgesucht hatte war Heartland von David Ianni. Und das ist es immer noch.

Das neue Album My Urban Piano von David Ianni ist raus und darauf zu finden ist auch das oben genannte Lied Heartland. Es ist auch bei iTunes zu finden.

Eine Abschiedsfeier

Am frühen Nachmittag sah ich noch einmal die C. die am Sonntag wieder zurück fahren wird. Wir trafen uns im Café von Lea Linster und die C. kaufte pfundweise Madelaines für die Heimreise.

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Gestern fing mit der Fernsehsendung etwas Neues für mich an, und eine Ära endete am Samstag für die K.
Schon seltsam wie nah die manche Dinge beieinander liegen.

Da ich mit einem Theaterstück eh im Kulturhaus zu Gast bin das sie leitet, bot es sich für die K. an, mich als Maskenbildner für den Abend zu „missbrauchen“.

Die Gemeinde hatte eine eine Abschiedsfeier für die K. organisiert, da sie in Rente gehen wird. Es waren viele Gäste geladen. Die K. freute sich sehr über all die Mitbringsel der Gäste und verdrückte doch ab und an ein Tränchen. Eine der Abschiedsreden hatte sie sich vom einem ganz bestimmten Laudator gewünscht, und ich freute mich insgeheim schon darauf, denn er ist bekannt dafür dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Und so war es auch. Der Saal bog sich vor Lachen.

Fotos kann ich leider keine einstellen denn ich könnte euch nur Räume mit ausradierten Gesichtern zeigen.