St. Jean-de-Luz Tag 10: Sonne, Süßes & Kino

Das Wetter ändert hier so schnell dass die Vorhersagen nicht mithalten. Also nehmen wir was kommt, die Wahl haben wir ja eh nicht.

Strahlender Himmel, Sonnenschein. Heute morgen war das Schwimmen im Meer war göttlich. Es ist vor allem klasse weil noch fast kein Mensch da ist und man das Meer quasi für sich alleine hat. Ich schaffte es endlich einmal bis zu den Bojen und zurück zu schwimmen.

Ich kaufte ein paar Mitbringsel für zuhause. (Was es ist kann ich hier nicht schreiben, es lesen ja alle mit!)

Die D. hat sich vorgenommen mir ALLE süßen Köstlichkeiten der Basken vorzusetzen. Eine davon ist der baskische Kuchen.  Ein Mürbeteigkuchen mit einer Füllung. Den ihr hier unten seht ist die Solo Version. (bereits geviertelt weil er gleich mit der Tasse Kaffee wegschnabuliert wird)
Das Original ist größer und ist für mehrere Personen gedacht.

Das Original ist es mit schwarzer Kirschmarmelade gefüllt, aber der hier hatte eine Vanillecreme und war auch… mjam.
Dann gibt es noch die baskischen Macarons. Weitaus einfacher als z.B. die schweizer Luxemburgerli, die ich ja schon einmal vorgestellt hatte.
Sie sind größer und mich mit einer Creme gefüllt sondern einfach naturbelassen. Hier schmeckt man noch richtig die Mandeln raus.

 

Bevor wir ins Kino gingen gab es noch ein Eis.

Die Eisdiele Bargeton ist nicht groß aber dafür sehr sehr lecker mit ungewöhnlichen Sorten, die man nicht so schnell findet.
In dem Becher waren 3 Sorten Sorbet: Orange, Grapefruit und rote Traube. Der absolute Wahnsinn.
Hier werden keine Konzentrate verarbeitet wie bei den meisten Eisdielen, hier werden noch richtige Saisonprodukte genommen. Und das schmeckt man sofort.

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Im Kino sahen wir dann eine Vorpremiere von I Feel Good, die erst Ende September in die Kinos kommt, im Beisein des Regisseurs.
I Feel Good mit Jean Dujardin, hatte ich schon als Trailer in Luxemburg gesehen und war neugierig, weil Dujardin ein sehr guter Darsteller ist und vor allem auch ein guter Komiker.

Es geht um einen Landstreicher der es nie in seinem Leben zu irgendetwas gebracht hat, der von großen Geld träumt, von der großen Idee die er haben wird um damit den großen Reibach zu machen…
Er wurde in der großen Emmaus Kommune von Pau in Frankreich gedreht, und der Großteil der Statisten sind Bewohner dieser Kommune.

Auch wenn der Film zu Anfang etwas zu lange braucht um in die Gänge zu kommen und stellenweise ein wenig wirkt wie ein Nummernprogramm, so ist er doch erfrischend anders und ein „Fell Good“ Film im besten Sinne der Wortes. Empfehlenswert!

St. Jean-de-Luz Tag 9: Bilbao

Heute erfüllte sich ein kleiner Traum.

Da es heute morgen wieder sehr nach Regen aussah und somit eine Strandpromenade oder überhaupt wandern in St. Jean nicht in Frage kam, fuhren wir noch ein Stück weiter nach Spanien hinein. Es ging bis nach Bilbao. Es sind gute 130 km die aber fix gefahren sind denn es ist nur Autobahn.

Seit ich vor etlichen Jahren in der Bundeskunsthalle in Bonn war, als die Guggenheim Kollektion dort zu sehen war, weil das Museum in New York renoviert wurde, (Renée, erinnerst du du dich?) war es immer mein Wunsch das Guggenheim in Bilbao zu sehen.

Ich habe viele Fotos gemacht:

 

Das Gebäude an sich ist schon ein Kunstwerk.

 

 

Puppy von Jeff Koons

 

Der Tulpenstrauß von Jeff Koons hatte ich schon vor Jahren in der Beieler Foundation in Basel gesehen als dort eine Retrospektive seiner Werke zu sehen war…

 

…genau so wie die Riesenspinne der fabelhaften, großartigen, genialen (ich könnte noch lange mit Superlativen weitermachen) Louise Bourgeois.

In den Ausstellungsräumen durfte leider nichts ablichten außer dieses gewaltige organische Ungetüm von Joana Vasconcelos in der Haupthalle das man unmöglich komplett auf ein Foto bekam. Es ist übrigens ganz aus Stoff genäht:

 

 

 

Das folgende Bild brachte mir den Rüffel eines Wärters ein, aber es war mir ehrlich gesagt egal:

Das ist ein wunderschöner Anselm Kiefer.

 

Und dann gibt es noch ein gewaltiges Kunstwerk von Richard Serra der allem Luxemburgern ein Begriff sein dürfte, verzierte er doch in Luxemburg den großen Kreisverkehr auf Kirchberg mit einem Kunstwerk. Hier im Guggenheim ist gewaltige Metallstrukturen die man durchlaufen kann und sie regelrecht körperlich erfährt.

Und dann habe ich noch ein kleines Kunstwerk erstanden, aber das zeige ich euch wenn ich wieder in Luxemburg bin.

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Abends ging es dann noch einmal in die Boëte in St. Jean, wo es  köstliche Schwertmuscheln gab. Aber das erzähle ich morgen in einem Nachtrag.

St. Jean-de-Luz Tag 8: Ein Regentag

Ich der Nacht ging ein derartiger Wolkenbruch nieder, dass ich davon wach wurde. Er dauerte fast eine Stunde lang, was mich leicht beunruhigte, denn anderweitig wären jetzt die Keller vollgelaufen, doch hier, so nah am Meer hat kaum jemand einen Keller.

Am Morgen sah St. Jean wir frisch gewaschen aus. Die Himmel war immer noch wolkenverhangen aber es regnete nicht. Also machten die D. und ich uns auf um eine Runde zu schwimmen.

Das Wasser war angenehm warm und wir schwammen wir gewohnt, doch im Hintergrund kündigte sich eine neue Regenfront an. Als wir zurückgingen stellte man folgendes Schild auf:

Nun ja…jetzt waren wir ja bereits drin.
Aber die D. meinte sie würden dies immer nach einem Wolkenbruch aufstellen weil ein paar Abwasserkanäle Gefahr laufen ungefiltert ins Meer zu fließen.  Damit sichert sich die Gemeinde ab, damit niemand sie verklagen kann, man hätte sich Salmonellen oder ähnliches zugezogen.  Sie würde aber weiterhin schwimmen gehen und  es sei noch nie etwas passiert.

Nach dem Schwimmen gingen wir eine Runde einkaufen und beratschlagten was man denn so heute Abend kochen könnte. In der Markthalle inspirierte mich nichts.
Gegen Mittag gingen wir in ein kleines Kaffee in einer  Seitenstraße in dem ich noch nicht war.

Ich trank einen guten Kaffee und aß ein schlechtes Bananenbrot. (Wahrscheinlich bin auch durch das Bananabread das von Australien her kenne zu verwöhnt)

Wir gingen von dort aus an der Kirche vorbei. Ich hatte ja schon darüber berichtet dass den Sonnenkönig Ludwig XIV. dort geheiratet hat.
So sieht sie sie von innen aus:

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Ein nachmittägliches Nickerchen, vollbrachte wahre Wunder. Es darf bloß nicht zur Gewohnheit werden, denn um es sich wieder abzugewöhnen ist richtig schwer.
Ich recherchierte ein wenig was es denn hier noch so an Restaurants gibt, die einen Umweg wert wären. Da die Boëte bereits an vierter Stelle im Tripadvisor steht (wo wir an Tag davor waren) ging ich mal deren Liste der Top 10 zusammen mit der D. durch. Alles was Tripadvisor so vorschlägt sollte man immer doppelt prüfen, denn ihr kennt ja die Story von dem Londoner Restaurant das es bei Tripadvisor auf Platz 1 schaffte und nie existierte.

Wir entschieden uns für nr. 6 Xaya la Cave a Manger. Und gleich in der ersten französischen Kritik wurde auf die leichte Unfreundlichkeit hingewiesen, die wir wir heute in voller Bandbreite zu spüren bekamen, so sehr dass wir NICHT hingingen.
Stattdessen gingen wir noch einmal zum l’Alcalde – l’Écailler wo wir weitaus besser empfangen wurden.

St. Jean-de-Luz Tag 7 : Getaria/Christóbal Balenciaga Museoa

Es wurde ein Tag mit vielen Wolken wenig Sonne und Gewitter angekündigt. Alles sollte sich bewahrheiten. Ein idealer Tag also um einen Ausflug zu machen.

Wir fuhren wieder über die Grenze ins spanische nach Getaria, der Geburtsort vom Modeschöpfer Christobal Balenciaga. Dort gibt es ein großes Museum zu seinen Ehren.

Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch einen gewaltigen Wolkenbruch mit Blitz und Donner. Doch als wir in dem kleinen Dorf ankamen regnete es fast nicht mehr.

 

 

 

 

Es war zwar verboten im Museum Fotos zu machen, aber eines machte ich trotzdem. Da die meisten Werke hinter Glas waren und sehr schwach beleuchtet, damit sie nicht verblassen, war es eh schwierig gute Fotos zu machen.

Es war eine reine Werksausstellung was mich ein wenig enttäuschte, denn ich hätte gern mehr über Balenciaga selbst gewusst, aber darüber erfährt man gar nichts im Museum. Wikipedia gibt auch nichts über ihn her. Er war ein sehr verschwiegener Mann, der in seinem Leben nur ein einziges Interview gab. Heute noch wird er als der große Wegweiser der Pariser Haute Couture angesehen.
Telegraph.co.uk – The mysterious Chrstóbal Balenciaga
In der Ausstellung steht ein sehr schöner Spruch von Christian Dior: “ Wir Modeschöpfer tun was wir können mit den Stoffen. Balenciaga macht was er will !“

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Wir wanderten noch ein wenig in Getaria herum das nicht sehr groß ist.  Die Straße um hinzufahren, am Meer vorbei ist atemberaubend schön und ist so konzipiert dass man sie auch wandern kann.

Unten am Hafen futterten wir ein paar Tapas:

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Apropos Futtern:

Die D. hatte mir von Anfang an von den zwei Normannen in St.Jean-de-Luz erzählt, die hier ein tolles Fischrestaurant haben. La Boëte liegt hier gleich um die Ecke und ist ein urgemütliches kleines Restaurant, bei dem man zeitig vorbestellen muss denn es ist jeden Abend proppenvoll.

Als Vorspeise gab es ein paar sehr gute Shrimps.

Sorry, der Teller ist schon halb leer gefressen 😐

Ich hatte Kalamar in einer ungewöhnlichen aber erstaunlichen guten Coca-Cola Caramel Sauce.

Dazu gab es einen spanischen Wein:

…der richtig lecker war.

St. Jean-de-Luz Tag 6: Im Kino – BlacKkKlansman

Ich hatte heute angekündigt alles etwas langsamer angehen zu lassen. Die Blase an dem einen Fuß ist an einer sehr doofen Stelle und es wird wohl etwas länger dauern bis verheilt ist. Bis dahin wäre es nicht schlecht wenn ich etwas weniger rumlaufen würde.

Ich ging heute morgen etwas später schwimmen:

Das Wetter schlug heute ein wenig um. Am Morgen waren dicke Wolken über dem Meer, doch kalt war es nicht.

Zum Markt ging ich trotzdem mit. Wir kauften wunderschöne Tomaten und ein wunderschönes Stück Thunfisch.

Dann zeigte die D. mir in einer Bäckerei DIE Spezialität der Basken. Der baskische Kuchen ist aus Mürbeteig gefüllt mit einem Kirschkompott. Sehr mächtig, sehr lecker.

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Ein fahrbarer Untersatz ist in St. Jean ein Problem, denn obwohl man dann an Ort und Stelle mobil ist, weiß man trotzdem nicht so richtig wohin damit. Die ersten beiden Tage parkte ich in einer Straße nicht weit entfernt von der Wohnung und bezahlte die Parkgebühr über eine App. Das klappte einwandfrei, ist aber nicht geschenkt, den die Parkgebühren sind ziemlich hoch.
Dann fand ich einen Platz in unserer Straße wo man für lau parken kann, doch die Plätze sind heiß begehrt und die Franzosen parken hier Stoßstange an Stoßstange.
Als ich an Tag davor von St. Sebastian zurück kam, fand ich gar keinen Platz, war müde, und stellte ihn in die Tiefgarage nahe am Strand. Das kostete satte 20€ als ich heute morgen wieder rausfuhr.
Ich fand schließlich etwas weiter abgelegen ein einer Seitenstraße ein Platz….uff.

Ich rechnete auch heute die globale Summe der Mautgebühren zusammen von Luxemburg nach St. Jean:

Sie ist schlicht irreal:
104,60 € für ein Strecke.
Das gleiche zahle ich nochmal wenn ich nächste Woche zurückfahre. Die Benzinkosten liegen bei ungefähr 175.-€ für ein Fahrt. Hin und zurück wird das global ungefähr um die 550.-€ kosten. Das Hotel, das ich dazwischen brauche rechne ich nicht mit ein, da ich die Strecke auch in einem Wisch fahren könnte.
Da wird fliegen sehr viel billiger und schneller!
Und das fühlt sich irgendwie sehr falsch an.

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Am Nachmittag (man sollte gute Gewohnheiten nicht aufgeben) war ich mit der D. im Kino.
Auf dem Programm: BlacKkKlansman von Spike Lee.
Es geht um die wahre Geschichte des Ron Stallworth der es als erster Afroamerikaner fertig brachte in den KluKluxKlan als Mitglied aufgenommen zu werden.
Lee geht sehr gekonnt mit der Geschichte um und beschönigt nichts. Er stellt zu einem gewissen Punkt sogar die Black Panther Bewegung dem KKK gegenüber. Filmisch erlaubt er sich ein paar schöne Handgriffe, die nur er sich als Afroamerikanischer Regisseur erlauben darf, (was ich wiederum auch nicht OK finde) Ganz hervorragend der Hauptdarsteller John David Waschington, aber vor allen hat Adam Driver mich sehr überzeugt.
Es ist ein wichtiger Film, der sich mit einem Teil amerikanischer Geschichte beschäftigt, der nicht vergessen werden darf. Er soll und muss unbedingt gesehen werden, und vor allem in Schulen in den kommenden Jahren gezeigt werden.
Und genau da liegt das Problem. Der Film ist sehr didaktisch aufgebaut und viel zu lang. Aus seinen 2 Stunden und 10 Minuten könnte man locker volle 20 Minuten herausstreichen, vor allem bei zwei verschiedenen Reden, bei denen man nach ein paar Minuten verstanden hat worum es geht. Es wird wie so oft alles zu Tode erklärt.
Der Film ist mit Abstrichen sehenswert, doch ein Meisterwerk ist es nicht.

Am Abend bereitete ich das Abendessen zu. Verschiedene Sorten von Tomaten in einem großen Salat, dazu ein Thunfischtartar.  Dazu fand ich diesen leichten Roséwein der vom Namen her passt wie die Faust aufs Auge 🙂 :

St. Jean-de-Luz Tag 5: St. Sebastian & Guétary

Stillleben mit Badehose und Badetuch. (Nein ich stand nicht nackt dabei.)

Die Überschrift ist heute sehr heilig.
Aber wenn man so nah an der spanischen Grenze ist, kann man nicht, nicht hinfahren.

Die D. war am Morgen beim Friseur und ich las für zwei Stunden das Internet leer. Dann machten wir uns auf den Weg.  St.Sebastian liegt ein knappe halbe Stunde entfernt.

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Sebastian
Der sich sexy in Schmerz windende heilige Sebastian.

 

Aus dem Augenwinkel entdeckte etwas im Wasser und schaute dann genauer hin.
Wunderschön große riesige Fische die Hafenbecken schwammen.

Ich erstand ein paar neue Schuhe, ein Hemd, Bermudashorts, zwei Badehosen, und ein Parfüm samt passendem Duschgel.

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Zum Mittagessen kehrten wir im Astelena ein. Die D. kannte die Bar von früher.

Eine Bar mit Tapas wie ich sie noch nie davor gesehen habe. Allein Beim Anblick bekam man doppelt so viel Hunger wie man eigentlich verspürte.

Und dieses kleine Ministeak war phänomenal lecker.

 

Wir machten eine kleine Bootsfahrt durch die Muschelbucht, deren Strand noch sehr belebt war für einen Montag.

 

Später bei einem Kaffee fand ich diese Servietten auf denen auf Baskisch und Spanisch gegen Gewalt gegen Frauen geworben wurde.  Die D. erzählte mir, dass es in Spanien ein ziemlich heißes Eisen sei, da hier die Zahl der Frauen, die durch häusliche Gewalt ums Leben kommen außergewöhnlich hoch ist.

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Anschließend fuhren wir nach Guéthary, ein Ort etwas oberhalb von St. Jean.

Dort sahen wir weit draußen die Surfer. Überhaupt ist die Gegend zwischen St. Jean und Biarritz ideal für Surfer. Das kleine Café das die D. mir zeigen wollte hatte leider geschlossen. Die Terrasse jedoch ist wunderschön. Guétary insgesamt ist aber ein wenig „Paris-Plage“ wie die D sagte, und das merkte man auch.

Anschließend fuhren zurück in die Wohnung und saßen bis es stockdunkel war, auf den Balkon.

 

 

St. Jean-de-Luz Tag 4: Hot!

Huiii war das heiß!

Ihr müsst euch jetzt immer vorstellen, dass ich jeden morgen im Meer bade und eine Runde schwimme, und so aussehe wir im Posting von Tag davor. Ich werde das jetzt nicht jeden Tag fotografieren, gell?

Da hier am Meer nicht wirklich ein Lüftchen ging war es an diesem Sonntag sehr schwül. Die D. hatte vorgeschlagen dass wir noch ein Stück weiter gehen sollten ,als die Pointe de St. Barbe, wo am Tag davor schon waren. Ein gutes Stück weiter kämen wir nach Erromardie, das auch sehr schön wäre.
Da ich mir gestern durch meine eigene Dummheit, zwei Blasen an den Füßen gelaufen hatte, (ich hätte anständige Schuhe anziehen sollen, anstatt Schlappen) war ich ein wenig beunruhigt ob ich das schaffen würde, es klappte aber ohne zu viel Aua.

 

 

Diese Klippen könnte man auch leicht verwechseln mit Klippen in Schottland:

 

Ein wenig weiter befinden sich noch die Schießbunker aus den zweiten Weltkrieg sie versiegelt wurden, auf den Türen gibt es aber schöne Garfitti.

In Erromardie angekommen, kehrten wir in eine weitere Guinguette ein. Ich hatte völlig vergessen ein Foto zu machen, doch fand ich hier auf Google Maps ein Foto das genau die Plätze zeigt, an denen wir saßen, nämlich an dem Havanna Club Fass…

 

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Auf dem Rückweg bemerkte ich ein seltsame Inschrift:
Wenn man genau hinschaut  sieht man im Berg im Hintergrund das Wort ‚NON‘ (Nein) stehen. Darüber könnte man noch die Buchstaben L, G, und V vermuten. Es stammt von einer Protestaktion, die eben diesen Berg betrifft. Der Berg heißt „La Rhune“ und ist DER mythische baskische Berg. Er ist nur sehr schwer zugänglich, denn es führt keine Straße hinauf. Es gibt nur eine Zugverbindung.
Nun sollte dieser Berg touristisch mehr erschlossen werden mit einer Straße und einem großen Erholungsgebiet im Disney Stil.
Die Basken wehen sich seitdem mit allen Mitteln dagegen.

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Am Abend aßen wir auf der Terrasse des JOA mit einer atemberaubenden Sicht über das Meer. Wenn ich denn Sonnenuntergang nicht fotografiert hätte; es wäre unverzeihlich gewesen.  Die Speisen waren übrigens auch sehr gut.

 

St. Jean-de-Luz Tag 3: Golden

Der Titel Golden von Kylie ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf.
Und wenn ich mir jetzt die Fotos ansehe die ich am Morgen gemacht habe, verstehe ich auch warum.
Das Licht ich St. Jean-de-Luz ist nicht wie am Mittelmeer wo es auch schon sehr schön ist.
Die D. erzählte mir auch vom Philosophen Roland Bathes der einmal behauptete das Licht in St Jean sei von einer luminosen Luminosität.

Hier ist es regelrecht golden. Und nein ich habe rein gar nichts an den folgen Fotos retuschiert. Es ist tatsächlich so blau und so gelb. Indian Summer in seiner reinsten Form.

golden
Auf dem Weg zu Strand morgens kurz vor 8.

 

Gibt es die Farbe Perlmuttblau?

 

Ein frisch gebadeter Joël aus dem Meer.

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Anschließend gab ganz frische Croissants und Baguette zum Frühstück auf dem Balkon.

Und während ich das hier schreibe merke ich dass meine Lieblingsgeräusche (Meeresrauschen) und Glücksmomente (Kaffee morgens bei Sonnenschein auf den Balkon) nach denen ich in den ‚1000 Fragen‘ gefragt wurde, hier die einzige Realität sind.

Am späten Morgen kauften wir noch ein wenig ein für das bevorstehende Abendessen. In der Markthalle gibt es einen Stand wo die Leute elend Schlange stehen, doch sie werden mit den tollsten Köstlichkeiten nachhause gehen.

Wir hatten Glück es waren nur 4 oder 5 Leute vor uns dran.

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Der Nachmittag war für den Strand vorgesehen und für einen kleinen Spaziergang.

Rechts vom Strand befindet sich der Hügel St.Barbe, wo man ungefähr eine gute halbe Stunde geht bis man da ist. Dort befindet sich auch die kleine Guinguette Le Middle von Jean-Pascale Lacoste, einem französischen Sänger und Fernsehmoderator. Dort gab es den Apéro des Abends.

Prost

 

St. Jean-de-Luz Tag 2: Schwimmen morgens vor acht

Zwei Dinge möchte ich klarstellen. Vielleicht habe ich mich auch nicht richtig ausgedrückt. Ich bin hier in St. Jean privat untergebracht, sonst wäre das wahrscheinlich nicht so ohne weiteres möglich gewesen zumindest nicht ohne dass es mich ein kleines Vermögen gekostet hätte.

Ich erwachte früh. und bevor St Jean richtig erwacht war schwamm ich schon meine erste Runde im Meer quasi alleine. Es war herrlich! Da ich mich nicht traute irgendwelche Wertsachen mitzunehmen nahm ich kein Smartphone mit und konnte kein Foto von dem Ereignis machen. Das wird morgen nachgeholt. Versprochen.

Heute Mittag kam die D. mit dem Zug aus Luxemburg nach und brauchte inklusive umsteigen so lange wie ich vorgestern von Luxemburg nach Poitiers, dank TGV.

Ich holte sie vom Bahnhof ab.

Wir legten uns am Nachmittag an den Strand, lasen, redeten, schauten den Leuten um uns herum zu und waren schon fast tiefenentspannt.

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Am Abend zogen wir ein wenig um die Häuser bevor wir uns ein Restaurant aussuchten und ich machte ein paar Fotos von den Dingen die in St Jean-de-Luz bemerkenswert sind.

Da wären zum Beispiel die typischen rot/weißen Häuser aus den Baskenland, die hier nur über einen steinernen Deich zu erreichen sind von den ein kleine Brücke jeweils zum Haus führt.

So sieht es von oben zur Seite des Meeres und und zu den Brückenhäusern aus.

Geht man über den Damm weiter kommt man zum Hafen in dem ein Haus ein wenig heraus sticht, da es eher eine holländische Fassade hat. Es ist das Geburtshaus von Maurice Ravel.
Es sind überhaupt verschiedene Baurichtungen vertreten die teilweise an Spanien oder sogar Italien erinnern.

Im Vorhof des Rathauses steht eine Bronze von Ludwig XIV. der hier in St Jean-de-Luz heiratete.

Wir aßen anschließend in einem Fischrestaurant und futterten ein gewaltige Platte an allerlei gegrilltem Fisch.
Wir lernten ein sehr sympathisches Paar vom Nachbartisch kennen. Beide wohnen in Limoges, verbringen aber regelmäßig immer wieder ein paar Tage hier, weil er aus der Gegend stammt. Er gab uns sehr viel Tipps was man sich noch alles in der Nähe ansehen kann.

Aber das seht ihr dann die nächsten Tage.

 

Blogroll

Foundry / Pixabay

Ich hatte schon lange keine Blogroll mehr. Einerseits weil es mir lästig war sie beständig zu aktualisieren, weil es halt immer wieder sogenannte Karteileichen gibt. Andererseits weil ich Anfragen bekam von wegen Linkaustausch, was mich aber nicht interessierte irgendwo in irgendeinem Blog zu stehen das über Dinge schreibt die mich partout nicht interessieren. Ich schaffte meine eigene Roll ab und es kehrte Ruhe ein.

Doch inzwischen finde ich dass es wieder an der Zeit ist gute Blogs zu verlinken. Das meiste was ich nämlich an Blogs in Luxemburg finde, sind Blogs die sich alle als „Influencer“ sehen vor allem in der Mode, Kosmetik, Food und seit neuestem steht Tratsch und Klatsch hoch im Kurs. Die paar wenigen die ich wirklich mochte schreiben jetzt entweder hauptberuflich oder sie haben ganz aufgehört.

Also werde ich langsam eine neue Blogroll vervollständigen, mit den Blogs die auch ich regelmäßig lese.

Da ich zur Zeit ja nicht zu hause und die auf meine Home PC eine Liste angelegt ist (und hier natürlich nicht…typisch) verlinke ich jetzt erst mal die die ich alle eh regelmäßig lese. Der Rest folgt später.

Der langen Fahrt zweiter Teil und der erste Tag in St. Jean-de-Luz

Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Da ich mir den Wecker sehr früh gestellt hatte, erwachte ich als ich endlich eingeschlafen war. Nun ja.
Ich würgte einen Kaffee hinunter und machte mich auf den Weg. Es waren ja nochmal 470 km.

Die Fahrt durch Bordeau war nicht besonders. Ich wusste dass ich auf einen  Stau zusteuern würde der sich aber als weniger schlimm erweisen sollte als gedacht. Ein Laster hatte auf der Autobahn Feuer gefangen. Als ich daran vorbei fuhr war er schon abtransportiert.  Es gibt einen recht tollen Service auf den französischen Autobahnen: Der Radiosender Info Autoroute 107,7 Je nach Gebiet wird die gleiche Welle von verschieden Studios versorgt.

Irgendwann fing ich jedoch an Hörbücher abzuspielen und hörte von Marc Uwe Kling, Der Tag an dem die Oma der Internet kaputt gemacht hat. Eine sehr schöne Geschichte.
(Affiliate Link)

Und dann war ich endlich da.

Ich wanderte ein bisschen umher und merkte, dass St. Jean-de-Luz nicht gut für meinen Geldbeutel sein wird. hier gibt es nach einem ersten Überblick zu viele zu tolle Geschäfte.
Aber davon morgen mehr.

***

Die Kaltmamsell erinnerte mich via diesen Artikel daran, dass vor 30 Jahren kam der Film Bagdad Café in die Kinos kam. Ich war in Cannes zu einer Zeit  als der Cousin meiner Mutter noch dort wohnte und sich um die Villa eines Millionärs kümmerte, der die meiste Zeit im Jahr nicht anwesend war.  Ich weiß noch dass ich mir den Film zwei mal angesehen habe, weil ich ihn so schön fand und das Lied „Calling you“ mir irre unter die Haut ging.  Es war das Jahr 1988 und dieses Jahr sollte sich sehr vieles für mich ändern…
Wenn ich recht überlege sollte sich alles ändern…
Ich sollte endlich frei atmen können…
Aber das ist eine andere Geschichte….

Der langen Fahrt erster Teil

Eigentlich hätte alles anders sein sollen. Aber gut. Es ist wie es ist und verpasste Dinge waren dann eben nicht für mich bestimmt.
Heute war der erste Tag der langen Fahrt nach St. Jean-de-Luz.
Ein paar Telefonanrufe verhinderten, dass ich bei Zeiten weg konnte. (Vor allem der letzte Anruf war sehr lästig.)
Die ersten 760 km verliefen ereignislos, und ohne Zwischenfall. Ich fuhr jedoch durch ein paar kräftige Regenschauern.

Jetzt bin ich in einer sehr flachen Gegend  bei Poitiers, und ich habe keine Lust mehr nach der stundenlangen Fahrt mir noch das Futuroscope anzusehen, weswegen der Zwischenstopp hier geplant war. Es war eigentlich vorgesehen, dass ich schon am Dienstag abreisen würde, doch dazu kam es nicht, aus Gründen die nicht ins Blog gehören.

Das Hotel ist groß und schön aber auch ein wenig in die Jahre gekommen.

Gemütlich in der Bar  bei einem Glas Sauvignon gebloggt und die Welt war wieder in Ordnung.

Das Restaurant war eines von der Sorte die versuchen in einer gewissen Zeit die Leute so flott wie möglich durchgeschleust zu bekommen. Ich mag das im Prinzip gar nicht, aber das Essen für diese Art von Restaurant war  erstaunlich gut.

Das war die Ausbeute des Vorspeisenbuffets.

Als Hauptspeise gab es Stör. Sehr gut!

Und dann kam die Nummer des Abends.
Ich saß gleich neben dem Schkoladenspringbrunnen, der für Kinder (wie für mich) zu gut riecht als dass man da nicht zumindest einmal einen Löffel hinein halten würde.
Es kam eine spindeldürre Mutter mit ihren noch spindeldürreren Tochter an das Dessert Buffet. Das Mädchen, 9 oder 10 Jahre alt, starrte die die Schockofontaine an und hatte Sternchen in den Augen.  Es war so offensichtlich was sie wollte.
„Warum nimmst du dir nicht ein paar frische Früchte?“ fragte die Mutter in einem, dem Gesundheitswahn verfallenen Ton. Augenblicklich waren die Sternchen aus den Augen des Mädchens verschwunden, sie drehte sich zur Mutter, steckte sich den Finger in den Mund als ob sie kotzen müsste und nahm aus Trotz überhaupt nichts.
Wenn die Kleine in 10 Jahren 150 Kilo wiegt, … aber das ist eine andere Diskussion.

***

Sehr gelacht über den Post von Frau Brüllen. Frau Brüllen kennt ihr! Sie ist die Erfinderin von #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) an jedem 5ten des Monats. Ich habe da auch schon das ein oder andere mal mitgemacht, wenn ich am 5ten des Monats daran denke. Vielleicht klappt es ja für September.

1000 Fragen 401-420

OyeHaHa / Pixabay

401. Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?
Bei Frustration habe ich früher geraucht. Da ich seither noch nicht so richtig frustriert war, kann ich noch nicht sagen ob ich das jetzt durch Nahrung ersetze oder etwas anderes.

402. Hast du mal etwas Übernatürliches oder Unerklärliches erlebt?
Nein.

403. Welche Herausforderung musst du noch bestehen?
Wenn es beruflicher Natur wäre, dann wäre es herauszufinden was ich machen werde wenn ich nicht mehr Maskenbildner sein will.

404. Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
In jungen Jahren wahrscheinlich meine Eltern. Aber letztendlich sind es summasummarum mehr die Menschen um mich herum als die Eltern.

405. Was ist kleines Glück für dich?
Morgens bei Sonnenschein auf dem Balkon den ersten Kaffee trinken.

406. Tust du manchmal etwas aus Mitleid?
Da ich der felsenfesten Überzeugung bin, dass Mitleid noch nie jemandem geholfen hat!
Aber wenn ich es tue, dann aus einer Müdigkeit heraus, weil ich keine Kraft mehr habe jemanden zu überzeugen oder ihm anderweitig zu helfen.

407. Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?
Wenn unter spielen auch Daddeln fällt, dann kommt das mindestens ein- oder zweimal die Woche vor.

408. Bist du gut in deinem Beruf?
Ich denke ja. Aber Maskenbildner ist ein künstlerischer Beruf und entweder es gefällt dem Gegenüber was ich mache, oder nicht.

409. Wen bewunderst du?
Ich bewundere Leute die trotz aller Hürden, Schwierigkeiten und Rückschläge in ihrem Leben nie aufgegeben haben und heute mit beiden Beinen im Leben stehen und erfolgreich sind.

410. Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest?
Da ich zu hoher Selbstkritik neige, gibt es da nichts was ich von mir empfehlen könnte, es sei denn versuchen das Leben trotz allem zu genießen und versuchen so positiv wie möglich zu bleiben.

411. Was überspringst du in der Zeitung?
Die Sportseiten.

412. Was machst du, wenn du graue Haare bekommst?
Nichts. Ich hab sie ja schon.

413. Was war auf deinem letzten Instagram-Foto zu sehen?
Da ich so gut wie gar nicht instgramme, ist das nicht weiter von Belang.

414. Stehst du lieber im Vordergrund oder im Hintergrund?
Hintergrund.

415. Wie oft lackierst du dir die Nägel?
Wenn ich mit einer Schauspielerin beratschlage was für ein Nagellack sie für die Rolle nehmen soll und ich pinsele mir die Farbe auf die eigenen Nägel. Also nicht so häufig.

416. Bei welchen Nachrichten hörst du weg?
Sportresultate. Es gibt nichts Belangloseres.

417. Bei welcher TV-Sendung würdest du gern mitwirken?
Gar keiner.

418. Womit belegst du dein Brot am liebsten?
Die letzte Zeit habe ich ein Faible für Schinken und Käse zusammen. Aber das ändert sich auch wieder.

419. Was ist deine größte Schwäche?
Essen.

420. Wie kumpelhaft bist du?
Gar nicht. Ich bin entweder ein Freund, ein guter oder entfernter Bekannter, oder auch noch ein Arbeitskollege, aber ein Kumpel bin ich nicht.

Links 2,3,4

Luxemburger Wetter in seiner reinsten Form. Vor zwei Wochen hätte man die Temperaturzahl noch umdrehen können und sie wäre richtig gewesen. Und überhaupt war heute der erste Tag in diesem Jahr an dem mit kalt war. Der Entschluss  im Januar noch einmal loszufliegen verfestigt sich immer mehr.
Das ging so weit dass ich am Nachmittag meine Reiseagentin aufsuchte…

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Wunderschönes Cover der New York Times, das ich heute im Briefkasten hatte. Es wollte nicht nur ein Journalist über Aretha schreiben
Sämtliche Nachrufe kann man hier lesen. Insgesamt sind 1, 2, 3, 4, 5, 6 Stück.

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So wie das Annexe jetzt aussieht wird es nächste Woche nicht mehr aussehen. Es wird renoviert. F., der Besitzer, hat mir bereits die neuen Lampen gezeigt. Es kommen neue Stühle und neue Tische und neue Farben.
Wenn zurück bin aus St. Jean de Luz bekommt ihr neue Eindrücke meines Lieblingsrestaurants. Das ist das letzte Foto mit der alten Deko.

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Als ich heute morgen diese unglaubliche Nachricht las, dass der Papst dazu rät sämtliche Kinder bei denen die Homosexualität schon im Kindesalter ersichtlich sei, zum Psychiater zu schicken, war mir als ob mich jemand gegen den Kopf gestoßen hätte.
WIE BITTE? Und was kommt als nächstes? Die Inquisition??? Teufelsaustreibungen??? Hexenverbrennungen???
Am Abend wurde dann kräftig zurückgerudert:  Vatikan zieht umstrittene Äußerung zu homosexuellen Kindern zurück.
(Das ist SpOn Link. Wer Adblocker hat,weiß dass die Seite zerschossen wird…gell?)

Ich war schon im Begriff einen Shitstorm gegen den Papst aufzufahren. An der Aussage ist so viel falsch, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Nun gut.
Es ist mir (aber vor allem dem Papst!!!) erspart geblieben!

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Via Kaltmamsell
Die Nachrufe der New York Times sind legendär. Doch gab es eine Zeit in der, wenn man kein Mann und weiß war, nicht berücksichtigt wurde. NY Times nimmt das jetzt nach.
Obituaries Overlooked
Sehr spannende Leute dabei, von denen ich viele nicht kannte. Diane Arbus z. B., die Fotografin die behinderte Menschen zu einer Zeit fotografierte, in der man sie lieber versteckte.

Sonntag in der City

Spät aufgewacht. Am Morgen war das kalte Schmuddelwetter der letzten zwei Tage war wie weggeblasen.

Kaffee, Bloggen, Duschen und Haushalt.

Nachmittags wanderte ich ein wenig durch die Stadt und graste nach langem mal wieder Pokémons ab . Ich bin immer noch auf einem sehr niedrigen Level, doch heute konnte ich drei Eier ausbrüten und fand jede Menge neuer Pokémon die ich noch nicht hatte. Früher in der alten Wohnung war das alles etwas einfacher weil ich einen Pokéstop gleich vor der Haustür hatte, und dort über Stunden hinweg alles mögliche abstauben konnte. Ich hatte immer genug Pokébälle.

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Die Fotos könnte man meinen entstanden mitten in der wilden Natur weitab der Zivilisation. Vielleicht am Meer, dem letzten Foto nach zu urteilen.
Weit gefehlt.
Das ist an der Place de l’Étoile/Boulevard Grand-Duchesse Charlotte. Ein Grundstück das schon seit weit über zehn Jahren nicht bebaut wurde.

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Jodie Foster beantwortet die Google Fragen die am meisten über sie gestellt wurden.

Ein Samstag Morgen Kaffee in einem anderen Lokal

Kurz vor 7 war ich bereits wach und hörte draußen ein Geräusch das sich an anhörte wie das Klappern von Pferdehufen.
Ich hatte im Büro bei Fenster auf Kipp stehen lassen und  was das ‚klapperte‘ war der Regen der auf die Metellumschalung des Balkons tropfte.
Es ist fast jedes Jahr so dass bei Beginn der Schobermesse das Wetter umschlägt und der Sommer vorbei ist.

Bloggen, Duschen, Kaffee (die Reihenfolge war anders) und los.

Ich verabredete mich mit der D. gegen 11 im Café Piazza das sich ebenfalls auf der Place Guillaume befindet zum üblichen Kaffee. Das Renert hat, wie ich ja schon letzte Woche berichtete, geschlossen.
Wir beschlossen uns am Nachmittag einen Film anzusehen:

So wie letzte Woche sah ich auch diese Woche eine Adaption von einem Ian McEwan Roman. On Chisel Beach ist die Geschichte eines Paares das dem Druck der Gesellschaft 1962 nicht standhält. Die Stroy kulminiert in einer desaströsen Hochzeitnacht. Mir hat der Film eigentlich gut gefallen, auch wenn er stellenweise sehr vorhersehbar ist, sind die beiden jungen Darsteller sehr überzeugend.

Anschleßend ging en wir in die Réserve, eine Weinbar in der ich schon ein paar mal letztes Jahr war. Ich lernte zwei Freundinnen der D. kennen die ich bis dato nicht kannte. Die I. und die S. Es wurde ein sehr lustiger Abend mit etwas zu viel Wein.

***

Als ich über den Tod von Dieter Thomas Heck las, versetzte mir das schon einen Stich. Er war irgendwie immer da, zum Teil auch durch die Dauerwiederholungen der ZDF Hitparade auf ZDF Neo.  Wusstet ihr übrigens dass seine Karriere nicht mit der Hitparade begann sondern schon davor bei RTL Radio und dass die Zuschauer ihm seinen Vornamen ausgesucht hatten?
Für all meine deutschen Leser eine gute Übung um Luxemburgisch zu lesen: Dieter Thomas Heck ass gestuerwen.

In den Kommentaren (die man ja nie lesen sollte) schreib jemand dass er auch ein Album herausbrachte: Es ist Mitternacht, John. OMG!!! Warum ich das nicht kannte … vielleicht habe ich auch verständlicherweise verdrängt.

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Gestern auf eine australische Werbung geklickt. Diese Badehosen sind so unmöglich, dass sie schon fast wieder schön sind. Ich war sehr versucht eine zu bestellen.
Budgy Smuggler

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Sehr viel Wäsche

Am Freitag morgen reisten die N. der A. und der kleine T. ab.

Es ist ja nicht so als ob ich es nicht gewusst hätte, aber so richtig bewusst wurde es mir erst als sie weg waren, dass ich ein enormen Berg Wäsche zu bewältigen hätte.

Wäsche

Das ist in sofern erwähnenswert, dass ich solche Berge nicht gewohnt bin.
Und jetzt höre ich die Mutter mit 4 Kindern die das liest, laut lachen….

Dann stellte ich mich erschrecken fest dass, die kleine Fernbedienung für die Garagentore kaputt ist. Zum Glück hatte ich vor etlichen Jahren vorgesorgt und eine neue auf Vorrat gekauft. Zudem fand ich noch eine alte Fernbedienung der gleichen Marke von meiner Mutter, die aber für das Garagentor in der alten Heimat vorgesehen war.
Das Tor gibt es übrigens seit vier Wochen nicht mehr.
Es ist nicht so als ob ich es nicht gewusst hätte. Man hatte mir über dritte Personen vor etlichen Monaten berichtet, dass das Haus samt Garage nicht stehen bleiben würde. Doch versetzte es mir einen Stich als ich es vor wenigen Tagen hörte. Ich werde es mir nicht ansehen.

Also fuhr ich am Nachmittag zu diesem Garagentor Hersteller, und kaufte eine neue.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit … Wäsche.

***

Immer wieder schaue ich ab und an auf australischen Newsseiten vorbei weil…. nun ja…Australien eben. Ich war eine Weile dort und es fehlt mir…irgendwie.
Mein Schulfreund H. der ja dort lebt postete folgenden Kommentar:

Nun ist das erstens mal ein Post der mich so nicht überrascht.  Aber ich war neugierig was Murdoch denn jetzt in Australien ausgefressen hat. Ich fand das hier und verstand warum H. so wütend ist.

Is Murdoch’s empire „waging a war on the Prime Minister of Australia“?

…The ‘Foxification’ of Australian politics…

In der Tat, da wäre mir auch speiübel.

Gäste herumführen

Ich hatte mir die letzten Tage überlegt wie ich die N. und den A.  mit ihrem kleinen T. durch Luxemburg herumführen würde. Da sie schon zweimal in Luxemburg waren, einmal im Dezember und einmal im September zu meinem Geburtstag, überlegte ich mir einen etwas ausgefallenen Wanderweg mit Tram- und Seilbahn.

Gegen 11 Uhr  gingen wir hinüber zur Place de l’Étoile und nahmen dort die neue Trambahn die erst seit wenigen Tagen vom Kirchberg aus dorthin fährt. Sie fährt jetzt am Glacisfeld vorbei, auf dem die Schobermesse stattfindet.  Der kleine T. war kaum noch zu halten. Wir fuhren über die rote Brücke hinweg und stiegen bei der Philharmonie aus   zum MUDAM zu gelangen. Die neueste Ausstellung hatte ich noch nicht gesehen und ich muss gestehen, dass mir alle ausgestellten Künstler bis auf eine gut gefielen.

Wunderschön fand ich die vielen unterschiedlichen Mobile von Susumu Shingu die auch auf dem Vorplatz verteilt waren.

Ich muss aber noch einmal alleine hin um mir ein paar Sachen genauer anzusehen. Im Keller war eine Geschichte mit Motten die sehr spannend schien.

Anschließend fuhren wir mit der Seilbahn ins Pfaffental um dort auf der anderen Seite mit Pfaffental Aufzug wieder in Oberstadt zu gelangen.  Ich hatte davon mal ein Video gemacht:

Anschließend ging es dann zu Schobermesse. Es ist wie jedes Jahr. Ich war jetzt dort und gut ist.

Am Abend waren wir dann ins Charles von dem ich vor ein paar Tagen berichtet hatte, weil es tolle Sandwiches, Salate und Burger hat.

Es ging etwas zeitiger nach hause als am Tag davor.

Gäste bewirten

Seit zwei Tagen die Wohnung auf Vordermann gebracht. Ich habe zum ersten mal Übernachtungsgäste in der Wohnung.  Die N. und der A. machen einen Abstecher in Luxemburg bevor es aus der Toscana zurück nach Münster geht.

Den Vorwand genutzt und mein Vailleeis gemacht.
Da ich es ja auf meine Art verfeinert habe, werde ich das Rezept einstellen.

Mein Vanilleeis

250 ml Sahne
250 ml Vollmilch
1 Vanilleschote (oder Vanilleextrakt)
6 Eigelb
200 Gramm Rohrzucker (davon sollten 25 Gramm Glukose oder Invertzucker sein; das sind ungefähr 2 Kaffeelöffel voll. Insgesamt sollten es aber nicht mehr wie 200 Gramm Zucker sein, sonst wird es zu süß.)

-Sahne, Vollmilch und die Hälfte vom Zucker in einen Topf geben.
-Die Vanilleschote längs aufschneiden, auskratzen und das Mark in die Sahne/Milch geben samt der Schote und einmal kurz aufkochen lassen.  In einem Eiswasserbad abkühlen lassen. Wenn ihr wollt dass die Schote noch mehr Geschmack abgibt, die Mischung über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
-Die 6 Eigelb zusammen mit dem restlichen Zucker in einem zweiten Topf verrühren.
-Die abgekühlte Zucker/Milch/Sahne Mischung hinein geben und langsam erhitzen. Die meisten machen das über einem Wasserbad. Ich persönlich finde dass es das nicht braucht. Wenn man beständig bei kleiner bis mittlerer Hitze mit dem Gummispachtel immer wieder über Topfboden rührt damit die Masse ständig in Bewegung ist, kann nichts schief gehen. Aber man sollte dazwischen nichts anderes tun als immer nur rühren, rühren, rühren.
-Die Creme zur Rose abziehen, d.h. sie bis zur einer Temperatur von ungefähr 80 Grad erhitzen. Anschließend sofort im Eisbad kalt schlagen.
-Die Creme in eine Eismaschine geben.

Heraus kommt das weltbeste Vanilleeis.

***

Und so sieht die Schlafstelle aus wenn Gäste bei mir übernachten:

Ich hatte ja versprochen dass ich die neue Bettwäsche zeigen würde, die farblich sehr gut in das Zimmer passt. Das fiel mir aber erst im Nachhinein auf, dass die Wandfarbe sehr gut mit der Kissenfarbe einher geht. Beim Kauf hatte ich nicht darauf geachtet.
Das Bild an der Wand müsstet ihr von hier kennen.
Ganz ehrlich, ich würde auch bei mir übernachten wollen 🙂 Sieht doch schick aus, oder?

***

Gegen 16:00 kamen sie an. Es wurde ein entspannter Abend im Annexe mit viel Alice Hartmann und anderen Leckerbissen.

1000 Fragen 381-400

OyeHaHa / Pixabay

 

381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Zu Unrecht kritisieren passiert immer dann wenn ich nicht alle Fakten kenne. Wenn mir das passiert ist es meistens im Job wenn ich die Arbeit anderer bewerten soll/muss und keine gute Stimmung herrscht, aus was für einem Grund auch immer.

382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?
Ja.

383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?
*** Ich bestelle IMMER die Nr.24 beim Chinesen.***
Nein, da ich ja oft auswärts esse, versuche ich das so abwechslungsreich wie möglich zu halten.

384. Gibt es etwas, du insgeheim anstrebst?
*** Ich versuche die Weltherrschaft an mich zu reißen.***
Aber wenn ich das hier erzähle ist es ja nicht mehr geheim.

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Ich würde noch mehr reisen.

386. Was begeistert dich immer wieder?
Richtig gutes Schauspiel.

387. Welche Sachen kannst du genießen?
Essen, einen guten Film oder Theaterstück. Meine Freizeit.

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?
Ja.

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?
Das hält sich, glaube ich, die Waage.

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?
Den Goldrahmen vom 50. Geburtstag mit neuen Postkarten dekorieren.

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
In der Regel Songs aus den 80ern oder 90er.

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?
Auf einer Feier bei der getanzt wurde.

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?
Der letzte was es, ja.

394. Welchen Akzent findest du charmant?
Den französischen Akzent im Englischen.

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
In den Momenten auf die du lange hingearbeitet hast um sie endlich zu erreichen und dann sind sie fluchs zu Ende.

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
Vor ungefähr einem Jahr. Aber um sie so zu halten muss ich alle drei Wochen zum Frisör.

397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?
Ja.

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?
Das hängt davon ab mit ich mich beschäftige. Für gewöhnlich bin nicht der Tempo Typ.

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?
Nein.

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?
Früher was das wenn man mich ganz offensichtlich beleidigte und darauf wartete dass ich reagiere.
Heute traut man sich das nicht mehr.

Der zerlegte Schrank & ein Abendessen

Anfang letzte Woche schrieb ich dass ich endlich den scheußlichen Schrank weghaben möchte, doch mich beim Anblick der Ungetüms der Mut verließ.
Gestern trat also der A-H. an, und der Schrank war binnen einer halben Stunde in seine Bestandteile zerlegt.

Schrank

Und wenn ihr das hier lest, wird der Schrank schon von der Sperrmüllabfuhr abgeholt sein.

Ich hingegen baute neue Regale auf die Anstelle des Schrankes kamen und das gefühlte 10-fache an Stauraum bieten. Denn mit allem was jetzt noch da steht und irgendwann auch teilweise aussortiert werden muss, kommt es mir vor als ob es nicht mal mehr ein drittel von dem ist, was zuvor da stand. Dabei habe ich nichts weggeschmissen!
So sieht es jetzt aus:

Die Kisten im obersten Regal sind randvoll mit Arbeitsmaterial, das ich extra für spezifische Produktionen angeschafft habe und seither aber nicht mehr gebraucht habe. Das muss aussortiert und entsorgt werden. Doch wenn es erst mal entsorgt ist, kommt ein Auftrag in dem man das Zeug gebraucht hätte.
Das ist der Fluch der Maskenbildner und ist mir schon mehr als einmal passiert.

***

Abends hatte die A. eingalden zum Abendessen. Es gab eine Quiche Provencale.

…und Pablo war auch mit von der Partie:

 

Wochenmarkt, Charles & Tapas

Dass ich auf den Wochenmarkt war, erwähne ich nur. Ich habe gefühlt mindestens ein Dutzend Fotos davon eingestellt.
Ich kaufte Käse, Brot, Obst und Gemüse fürs Wochenende. Da ich sehr früh dort war, hatte ich das Auto mitgenommen weil ich nicht alles schleppen wollte fuhr ins Parkhaus als noch über 150 Plätze frei waren. Das ist aber nur der Fall im August während der Sommerferien.
Ich traf die D. und es war unser letzter Kaffee im Renert, die ab Sonntag auch in Urlaub gehen für 2 Wochen. Es sind überhaupt viele Bars und Restaurants die Mitte/Ende August schließen und es sind jedes Jahr ein paar mehr.

Der Grund ist die Alljährliche Schobermesse. Die Franzosen sagen übrigens „Schobi“ dazu, was ich erst vor kurzem hörte. Wer nicht weiß was die Schobermesse, oder die Fouer ist, der suche den Begriff auf dem Blog nach. Es gibt genug Einträge darüber.
Die K. die übrigens sehr nahe an dem Glacis Platz wohnt wo die Schobermesse jedes Jahr stattfindet, findet es seit letztem Jahr nicht mehr so schlimm, weil das altmodische Pferdekarussell, dass quasi vor ihrer Haustür stand anderweitig aufgestellt wurde. „Die Orgelmusik, lässt dich psychotisch werden“, erzählte sie vor kurzem. Das Gewummere von Technomusik würde sie weniger stören.
Ich selbst höre das Gekreische in meiner Wohnung nur je nachdem wie der Wind geht. Und insgesamt werde ich nicht viel von dem Rummel mitbekommen denn ich bin ja in knapp anderthalb Wochen wieder weg…

***

Ich sah den A. mit seiner Freundin aus der alten Heimat, die seit langem mal wieder an einem Samstag Morgen auf den Markt kamen. Gemeinsam gingen wir spontan zu Charles:

Charles

Charles ist ein Sandwichladen in dem es auch anständige Burger und Salate gibt, alles mit super frischen Zutaten und für luxemburger Verhältnisse sogar sehr günstig.

***

Später am Nachmittag rief dann die N. an, die zur Zeit ein paar Katzen in einem Haus an der Mosel versorgt weil die Besitzer in Urlaub sind, und fragte mich ob ich nicht Lust hätte auf Tapas.  Mit den Tapas hätte ich für diesen Tag theoretisch mein Pensum an Kalorien überschritten, und ich versuche so wenig wie möglich Ausnehmen zu machen. Doch dachte ich mit dass ich einen kleinen Saltat und ein wenig Serano Schinken nicht schaden könnten, und ich sagte zu.

Das Tapas Street das in Remich gleich neben Freibad liegt, (das Foto machte ich von der Terrasse aus) kam schon ein paar mal im Blog vor. Ich bin zumindest immer einmal im Sommer dort. Natürlich war die Portionen wieder gewaltig ich überfraß mich hoffnungslos.

***

‚I Knew You Were Waiting For Me‘ bekommt jetzt eine ganz andere Bedeutung.
Bye Aretha, bye Gerorge!

Aus dem Familienalbum 12

Das Foto stammt aus dem Nachlass von Großmutter Marie. Ich weiß auch wer darauf abgebildet ist, doch kenne ich sie nur unter dem Namen Tante Jeanne und Onkel Sepp. Den Familiennamen weiß ich nicht mehr.
Das Foto selbst wurde ganz offensichtlich in der Wohnung oder dem Haus von Großmutter Marie gemacht, denn ich erkenne die Möbel, das Bild an der Wand und die Stehlampe.
Dass sich Onkel Sepp hinter der Stehlampe versteckt oder Tante Jeanne so tut als ob sie lesen würde, ist meiner Meinung nach alles ein wenig gestellt.

Onkel Sepp und Tante Jeannne wohnten in Cronenbourg, einem Vorort von Straßburg, in dem auch das Kornenbourg Bier hergestellt wird.
Ich weiß aber nicht mehr zu welcher Seite der Familie sie gehörten, Großmutter Marie oder Großvater Camille (der sehr früh verstarb). Ich vermute mal dass es die Seite von Marie war, und Tante Jeanne eine Cousine war.

Weil ich mich in letzter Zeit viel mit Marcel Proust beschäftigt habe und auch viel in der Erinnerung herumkramen musste, kommt es mir so vor, als ob die Geschichten die ich von ihnen oder auch von anderen zu hören bekam hauptsächlich Krankeitsgeschichten und minutiöse Beschreibungen von Wehwehchen waren.

So gab es zum Beispiel eine Freundin meiner Tante Alice, Lucie, die in meiner Erinnerung eine wunderschöne Frau war, und auch recht lebenslustig, aber wenn Alice von ihr erzählte, war Lucie eine Enzyklopädie an Krankheitsbildern.  Sie hatte gebrechliche Knochen, litt an deformierendem Rheuma und hatte etwas das ich danach nie wieder hörte; sie hatte rheumatische Beschwerden in den Augen.

Bei Onkel Sepp und Tante Jeanne war es ähnlich. Wenn wir mal zu Besuch waren wurde immer irrsinnig viel über Krankheiten gesprochen und wie schlimm das alles sei.
Es gab mal eine Zeit als kleiner Junge da war ich felsenfest überzeugt Onkel Sepp wäre gestorben, da ich irgendwie noch wusste dass mein Vater sich Hals über Kopf  frei nehmen musste um nach Straßburg zu fahren. Aber Onkel Sepp sollte Jeanne und meinen Vater um etliche Jahre überleben, doch dazu später mehr.

Als ich neun oder zehn Jahre alt war, wurde ich in einem Sommer zur Kur geschickt.  Ich habe keine Ahnung wie oder was meine Mutter damit bezwecken wollte. Ich musste in eine ambulante Kur nach Obertal ins Schwarzwald Sanatorium. (das inzwischen einem chinesischen Konsortium gehört) Da es sehr teuer geworden wäre mich in Obertal unterzubringen fuhren wir jeden zweiten Tag von Straßburg aus dorthin. Wir waren dort bei Freunden von meinem Vater untergebracht.

Zwischenzeitlich besuchte meine Mutter pflichstschuldigst mit mir Onkel Sepp und Tante Jeanne. Ich weiß noch dass diese ganze Kur mich sehr müde machte, und ich auf dem Balkon einschlief. Ich glaube es war auch eine der letzten Male dass ich beide sah. Ich wüsste nicht dass sie später zu großen Familienfeierlichkeiten eingeladen worden wären, sonst gäbe es mehr Fotos von ihnen.

Die Jahre vergingen und als mein Vater starb musste meine Mutter natürlich auch Onkel Sepp informieren, der aber gesundheitlich nicht mehr in der Lage war nach Luxemburg zu Begräbnis zu kommen. Doch bedrängte er sie innigst ihn doch einmal zu besuchen in Cronenburg. Er würde sich über jeden Besuch freuen, jetzt da Jeanne nicht mehr da wäre, würde er sich sehr einsam fühlen.

Wir fuhren dann ein paar Wochen später hin. Ich sage „wir“ denn Mutter bat mich mitzukommen, weil sie eine Vorahnung hatte. Er war ein alter gebrechlicher Mann geworden, der am Stock ging und mehr schlecht als recht seinen kleinen Haushalt hielt. Es roch alt und muffig in der Wohnung. Wir unterhielten uns über seinen Gesundheitszustand und dass er, weil er keine Nachkommen hätte schon für alles vorgesorgt hätte. Als ich für ein paar Augenblicke das Klo aufsuchen musste, nutze er die Gelegenheit meiner Mutter an die Wäsche  zu gehen.  Sie wehrte ihn ab und kurz danach stand ich wieder bei ihnen. Meine Mutter wollte keinen Aufstand machen und verabschiedete sich mit der Argument dass wir beizeiten wieder zu hause sein wollten. Sie hatte bereits geahnt dass er ein Schwerenöter der ekelhaften Sorte sei und war somit nicht weiter überrascht, als er zu grabschen begann.

Sie hat anschließend den Kontakt völlig abgebrochen.  Irgendwann erfuhr sie über Dritte, dass Sepp verstorben war.

Friseurtermin & Kino am Donnerstag.

Der Feiertagsmittwoch war so ereignislos, wie selten ein Tag. Ich konnte mich auch zu nichts aufraffen. Es blieb bei Lesen, Daddeln, und ein bisschen YouTube kucken.

***

Ein Friseurtermin. Es ist wieder sehr kurz, so dass ich die nächsten vier Wochen ohne Friseur überstehen werde.
Von dort aus zu Fuß ins Annexe. Zum ersten mal die Brücke unter der Brücke von nahem gesehen. Ich hätte das schon Ende letzten Jahres gekonnt als die Eröffnung war. Doch hatte ich den Termin verschlafen.

***

Eine kurze Stippvisite im Annexe:

Gegenüber vom Annexe steht ein Kastanienbaum der die Touristen wie ein Magnet anzieht. Er hängt voll mit Zettel und Sprüche darauf:

***

Am Nachmittag traf ich mich mit der D im Kino. Ausgewählt hatten wir My Lady / The Children Act mit Emma Thompson und Stanley Tucci.  Emma Thompson ist so atemberaubend gut in den Film, wie selten zuvor. Ihre Präsenz sprengt die Leinwand.  Die Geschichte selbst basiert auf einem Roman von Ian McEvan.  Emma Thompson spielt eine Jugendrichterin, die in einem Fall von Verweigerung der Jehova Eltern einer Bluttransfusion an ihren minderjährigen Sohn eine Entscheidung treffen muss, wäre sicherlich nicht so gut geworden wenn es nicht Frau Thompson gewesen wäre.

***

Ach ja, das wollte ich euch noch zeigen:

Als ich mit der D. vor ein paar Tagen Eis essen war in die Bonomeria, kamen wir an einem Haus vorbei bei dem mehrere Kisten mit billigen französischen Krimis lagen. Ein Cover schöner als das andere…

***

Abends ging ich nach ewig langer Zeit mal wieder ins Dipso. Die T. war dort und es wurde ein lustiger Abend.

Möbel nicht niederreißen & Links 2,3,4

PublicDomainArchive / Pixabay

Als ich aus dem schwedischen Möbelgeschäft kam, war ich fix und foxi. Warum ist dort an einem Dienstag Nachmittag so viel los? Weil der Mittwoch ein Feiertag ist?
Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen doch als ich sah was das alles implizieren würde, verließ mich augenblicklich der Mut

Doch schön der Reihe nach.

Vorgenommen hatte ich mir den morschen alten 5-türigen sehr scheußlichen Schrank der immer noch in der Garage seht, und nicht wirklich für Stauraum sorgt, weil ein Teil der Ablageflächen herausgebrochen sind. Er ist so scheußlich dass ich ihn nicht mal ablichten wollte um hier einzustellen. Er muss weg!
Also ging ich am morgen voller Tatendrang in die Garage und als ich sah, was  ich da alles umräumen muss, und dass ich den Schrank nie im Leben alleine auseinander nehmen kann, verließ mich der Mut. Ich bestellte den A-H., der Mann für alles, der eine Zeit lang auch der Assistent der Bühnenbildnerin A. war und machte einen Termin aus.
Sonntag wird abgerissen, und Montag in aller Früh kommen die Männer vom Sperrmüll.

***

Da ich in zwei Wochen, kurz bevor ich wieder in der Süden fahre, zum ersten mal in der neuen  Wohnung Übernachtungsgäste haben werde, fuhr ich los um Bettzeug für das Schalfsofa zu kaufen. Da das Sofa weder den Maßen des alten Bettes aus der kleinen Wohnung (140×200), noch den Maßen des neuen Bettes entspricht(180×200) musste zumindest ein Matratzenschoner und und ein neuer Spannbezug her, in der Größe 160×200.
Ich griff zu da verschiedene Muster im Sonderangebot waren und kaufte ein komplett neue Garnitur, inklusive zwei neue Kissen, alles zusammen für knapp 50.-€. Kann man nicht meckern.

Wie schick alles ausschaut seht ihr wenn alles ausgepackt und die Lacken und Bezüge einmal gewaschen wurden.

***

Der Schuss Essig im Wasser um poschierte Eier zu machen muss gar nicht sein. Er hilft zwar dass das Eiweiß schneller stockt aber letztendlich bewirkt er auch, dass die Eier nach selbigem schmecken wenn man zu viel nimmt. Wichtig ist der Wasserstrudel. Wie man Rührei, Omlette, poschierte Eier und Spiegelei perfekt hinbekommt seht hier in dem Video von Bon Appétit, die übrigens ganz ganz ganz viele tolle Videos haben. Hier z.B. wie man Eggs Benedikt für ein Dutzend Leute gleichzeitig macht.

***

Sehr traurig war ich über die Nachricht vom Schriftsteller George Hausemer, der bereits am Montag an seinem Krebsleiden verstarb. Er berichtete fast zwei Jahre lang in seinem Blog Ich und mein Tumor über seine Krankheit, dies aber immer mit sehr viel Humor.

Aus dem Familienalbum 11

Immer dann wenn es aus dem Alltag nicht sehr viel zu berichten gibt, krame ich in der Fotokiste herum. Es kommt mir so vor als ob ich die beiden Fotos schon einmal gepostet hätte, aber ich finde sie nicht.
(Selbst schuld. Ich könnte auch Kategorien einfügen, was es um einiges leichter machen würde, aber dann müsste ich das auch für 5000 Beiträge machen….nö)

Das Foto war etwas inszeniertes von Großmutter Marie, mit meinem Bruder auf dem Stuhl neben Rax dem Hund, der es aber viel interessanter fand zum Fenster hinaus zuschauen. Ich erinnere mich noch an den kleinen windschiefen Apfelbaum gegenüber, und den hellblauen Briefkasten…

 

Ich kann mich noch vage an den Moment erinnern an dem Großmutter Marie das Foto schoss. Sie hatte mich und meinem jüngeren Bruder auf den Kunstledersessel gesetzt und machte ein Foto von uns. Das Stück Leopardenfell als Überwurf war echt. Heute wäre es ein totales No Go.
Ich durfte auf diesen Fotos nie groß lachen weil ich wegen der vielen Medikamente die ich kurz nach der Geburt wegen dem aktivem Kolibazillus bekommen hatte, meine Zähne voller brauner Flecken waren. Deshalb sieht man mich auf Fotos immer nur lächeln.

Mein Vater sprach Großmutter Marie nie zu, dass sie gute Fotos machen könne, doch letztendlich sind es die Fotos die ich aus ihren Erinnerungskisten habe, mit die besten die je von uns gemacht wurden.

1000 Fragen 361-380

OyeHaHa / Pixabay

361. Was war deine schlimmste Lüge?
Oh an die erinnere ich mich noch sehr gut, aber das gehört nicht hierher. Es reicht dass ich es noch immer weiß und was ich damit ausgelöst habe und dass es mir bis heute zu schaffen macht.

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Meine Wissensgrenzen erweitere ich quasi jeden Tag.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Ich KANN Witze erzählen, wie gut ist wieder so eine Skalafrage.

364. Welches Lied handelt von dir?
Es gibt keines, oder zumindest keines das mir jetzt spontan einfällt.

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Eine Verschnaufpause.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Wenn das Haus brennt in dem ich schlafe.

367. Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?
Ein paar Kilo weniger dürften es sein.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Das werden die entscheiden die der Beerdigung beiwohnen.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Nein.

370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?
Ein Banküberfall?

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Nein.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Die Frage würde eher auf mich zutreffen, wenn man sie in der Vergangenheitsform stellen würde. Wem hätte ich mehr Aufmerksamkeit schenken sollen? In dem Fall wäre es mein Vater gewesen.

373. Kannst du gut loslassen?
Vor eine paar Jahren noch nicht, aber jetzt, ja. Denn loslassen heißt die Hände freihaben.

374. Wofür bist du dankbar?
Der Mensch zu sein der ich bin und in der privilegierten Situation in Europa und in Luxemburg zu sein in der ich mich befinde.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?
Das hängt davon ab für was ich das Kompliment bekomme. Wenn es Menschen im Blog sind die mir einfach nur danke sagen für ein schönes Posting, freut mich das sehr.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Angst hab ich vor gar keinem Tier.  Respekt wäre treffender.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Als ich einer Diskussion nicht mehr folgen konnte, weil ich aus Müdigkeit einen Teil nicht mitkommen hatte.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Wasser, still und/oder Sprudel.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Nein. Da ich fast kein Fernsehen mehr schaue und vor allem keine Werbefernsehesender, sehe ich mir auch quasi keinen Mist an.

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Die ganzen Wochen meiner Weltreise, die letztendlich ja keine war.

Die etwas andere Erfüllung eines Traums.

Ich greife meinen Geschichten immer gerne etwas vor, der Spannung wegen, doch versuche ich das heute nicht zu tun.

Ich hätte die zwei letzten Tage auch bloggen können, doch war ich so müde von der Fahrerei, dass ich es bleiben ließ.
In den letzten zwei Postings hatte ich angedeutet, dass ich mir noch mehr Pferde ansehen würde. Es geht noch immer darum dass die A. ein eigenes Pferd haben will. Auf der Suche nach Minorquiner Pferden, die es gar nicht so häufig gibt, fand sie ein weiteres Gestüt im Nord Pas-de-Calais in einem winzig kleinen Dörfchen mit dem Namen Wail. Dort sollten wir und einen Minorquiner Hengst, der zu Verkauf stand, ansehen.

Wir fuhren also am Freitag, nachdem ich den ganzen Donnerstag damit verbrachte hatte die Waschmaschine be- und entfüllen, von Urlaubszeug, und waren wieder für 2 Tage auf Achse. Diesmal war es aber nur die A. und ich.  Die A. hatte ungefähr 30 Minuten vom Pferdehof In Montreuil-sur-Mer ein Best Western Hotel für die Übernachtung gefunden und gleich daneben ein tolles Restaurant, aber dazu komme ich gleich.

Wir fuhren so in Luxemburg los dass wir mit den zwei kleinen Pausen pünktlich in Wail zum Termin kamen. Der Hengst heißt Dalton und hatte der A. bereits auf den Fotos die man hier geschickt hatte, sehr gut gefallen.  Die hatte ihr Reitzeug mitgenommen und konnte Dalton zum ersten mal in der Halle reiten.

Es ist ein ein wunderschönes Tier und er benahm sich, so lange er in der Halle war, vorbildlich. Doch als man der A. anbot etwas draußen zu reiten ging es an einer Wiese mit Stuten vorbei und da war Dalton nur noch schwer im Zaum zu halten. (Ein Hengst eben)
Es wurden eine Reihe von Details besprochen, wie z.B. dass wenn sie Dalton kaufen würde, er unbedingt einen kompletten Check-up beim Tierarzt durchlaufen müsse, vor allem die Beine müssen geröntgt werden.

Die A. war sehr nervös und aufgeregt.
Wir verabredeten uns mit dem Besitzer des Pferdes und dem Halter des Gestütes, dass wir am Samstag mit Dalton zum Tierarzt gingen.

Die Überlegungen der A. gingen in verschiedene Richtungen. Dalton wäre eigentlich der Richtige, aber nicht als Hengst, sondern als Wallach. Denn auf das Gestüt auf das er in Luxemburg kommen würde, wäre eines mit vielen Stuten und er hätte keine Minute Ruhe. Doch letztendlich hinge auch alles von den Röntgen ab, denn wenn man dort auch den kleinsten Fehler feststellen würde, würde sie ihn nicht nehmen.

***

Im Hotel angekommen, das übrigens sehr schön ist, legten wir ein Verschnaufpause ein und gingen zum Restaurant Anecdote das sich als ein Knaller erweisen sollte.

Vor allem der Merlan (u.l.) war besonders gut. Der Baba au Rhum (u.r.) hingegen war ok, kam aber nicht gegen den Baba der Hôstellerie du Grünewald an, über die ich ja schon oft berichtet habe.

***

Am Tag danach verlief alles glatt beim Tierarzt und er konnte nichts außergewöhnliches feststellen. Und somit stand eigentlich fest was geschehen würde. Dalton wird nach einer kleinen OP den Besitzer wechseln und nachdem der sich davon erholt hat nach Luxemburg kommen.
Die A. hatte Tränen in Augen.
Endlich!!! Nach all den Monaten in denen sie mir damit in Ohren lag…

Ich hatte ja in der Überschrift geschrieben die etwas andere Erfüllung eines Traumes. Diese Überschrift bezieht sich auf mich. Die A. bot mir an Pate vom Pferd zu werden. Das rührte mich sehr, denn dass ich je einmal Pate werden würde, war in weite Ferne gerückt, an dem Tag als mein Bruder starb. Und so erfüllt sich ein Traum den ich schon längst aufgegeben hatte wenn auch etwas anders.

Darf ich vorstellen:

Die A. und mein neues Patenkind Dalton.

Mitbringsel & Links 2, 3, 4.

Ich konnte nicht ohne Vin de Merde zurückkommen. Doch habe ich diesmal nur Weißwein mitgebracht, weil der Weinverkäufer sich mit dem Weingut in die Haare bekam, und er die letzten Flaschen verkauft, die er noch auf Lager hat. Danach wird es keinen mehr geben. Wie es scheint ist dem Herrn der den Wein konzipiert hat, der Erfolg zu Kopf gestiegen… Nun ja.

Die sechs Becher und die rote Salatschüssel stammen vom gleichen Töpfer bei dem ich letztes Jahr den Weincooler gekauft hatte, den ich aber jetzt als Behältnis für die Kochlöffel verwende.

Letztes Jahr hatte ich das große Salatbesteck gekauft. Dieses Jahr kam das kleine Besteck hinzu.

Den Goldpfeffer das Goldsalz und den Goldsenf habe ich eher aus Jux gekauft. Den Senf habe ich breites gekostet und er schmeckt gut.

Und dann wäre da noch der Kastaniencreme um eine original Coupe Cévénole herzustellen. Wenn es soweit ist zeige ich sie euch.

***

Ich bin ja nicht mehr so sehr RTL Luxemburg Fan, weil sie mir in letzter Zeit einfach zu sehr mit ihren Neuerungen an der Realität (und an mir) vorbei fahren. Das muss nicht jeder so sehen aber ich höre den Radiosender fast gar nicht mehr und Fernsehsender nur noch über ihre Internetseite, wenn gewisse Reportagen oder Filmausschnitte dabei sind die mein Interesse wecken.
Ein Artikel von Luc Marteling fand ich jedoch grandios.
Bist du ein Internet Troll? Mach den Test! Er stellt 13 Behauptungen auf wenn man alle allein und ehrlich für sich mit ja beantworten kann, ist man durchaus ein Troll. oder andersherum, je mehr man mit Ja geantwortet hat umso trolliger.
Ganz lustig geht es dabei in den Kommentaren zu, in denen sich viele der Großkommentiererinnen persönlich angegriffen fühlen und sich lautstark auf die freie Meinungsäußerung behaupten, als ob es ein Freifahtsschein wäre für jegliche Beleidigung oder Frechheit.

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Via Tageblatt ein Kurzfilm über das Dorf La Estrella in Spanien gefunden. Eines von vielen kleinen Dörfern in Galizien das zu einem Geisterdorf zu werden droht. Doch zwei Menschen leben noch dort.

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Tränen gelacht bei den Bloopers der Carol Burnett Show. Dort wurde bei den Aufnahmen vor Publikum nicht so schnell abgebrochen wenn etwas schief ging oder sich jemand versprach, die Schauspieler mussten versuchen es so gut wie möglich hinzukriegen, selbst wenn sie einen unhaltbaren Lachkrampf hatten.

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Wenn ihr das hier lest, bin ich schon wieder unterwegs in den Norden Frankreichs in den Nord Pas-de-Calais. Doch davon morgen mehr.

1000 Fragen 321-340

(Daran merkt man das ich die 1000 Fragen vorschreibe, Ich habe die Fragen 341-380 VOR den Fragen 321-340 publiziert. Die werden heute nachgereicht. Sorry)

 

321. Was gibt dem Leben Sinn?
Das wüsste ich auch gern. Wenn ich es auf die Erhaltung der eigenen Spezies reduziere, was nun mal bei vielen Lebewesen der Sinn des Lebens ist, dann macht das bei mir keinen Sinn, denn ich habe keine Nachkommen.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Diverse Infos in Projekten, damit ich effektiver arbeiten kann.

323. Wie alt fühlst du dich?
Vor der OP im Frühjahr hätte ich gesagt, dass ich mich wesentlich jünger fühle;  jetzt nach der OP, die mir einen gewaltigen Dämpfer versetzt hat, würde ich sagen dass ich mich so alt fühle wie ich bin.

324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Mich.

325. Kannst du gut zuhören?
Ja.

326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
„Welche Stars hast du beruflich schon kennengelernt?“

327. Ist alles möglich?
Nein.

328. Hängst du an Traditionen?
Nicht mehr, und immer weniger.

329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Nein.

330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Das werde ich beantworten wenn ich ihn gefunden habe.

331. Wonach sehnst du dich?
Nach der Ferne. Das nennt man auch Fernweh.

332. Bist du mutig?
Das können andere besser beurteilen als ich . Es wird zumindest behauptet dass ich es bin.

333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Ja.

334. Wofür bist du dir zu schade?
Mein Leben an Filmsets zu vergeuden,

335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Nein.

336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Bei der Zusammenarbeit mit der C. für das Weihnachtsmärchen vom letzten Jahr.

337. Bist du noch der Gleiche wie früher?
Nein.

338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Weil es die Arbeit ist die ich immer machen wollte und lange dafür gekämpft habe ihn auszuüben.

339. Welche schlechte Angewohnheit hast du?
Unangenehme Erledigungen vor mir herzuschieben.

340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Ja.

Zu den Fragen 301-320
Zu den Fragen 341-360

Sanilhac Tag 2: Erkundungen

In der Mitte des Bildes sieht man einen kleinen Kirchturm. Dort wollte ich am am Vormittag hin.

Doch zuerst noch ein anderes Bild:

Das Bild entstand unter Einsatz meines Lebens. Es war morgens am Frühstückstisch. Die Bienen und vor allem die Wespen machten sich über ein halbleeres Gläschen und Schälchen Marmelade her.  Zu hunderten waren sie dort. Der Besitzer meinte dass es allmorgendlich die gleiche Situation sei. Denn seitdem es so heiß wäre und so trocken würden auch die Wespen nichts mehr zu fressen finden und stünden morgens jeden Tag Schlange.
Ich selbst habe ja kein Problem mit den Tierchen und bin auch nicht allergische auf Stiche. Aber es verlangt schon einige Beherrschung so nah ranzugehen. Um die Teller abzuräumen, musste man nur warten bis nichts mehr drin sei….

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Der Dorfkern von Sanilhac:

Sanilhac

Sehr viel Spektakuläres gibt es  Sanilhac nicht zu sehen außer der Kirchturm, der von weitem sehr malerisch ausschaut. Von näherem betrachtet ist er weniger toll.
Folgendes Foto zeigt den ganzen Gebäudekomplex des Hotels, das sich aber sehr in die Natur einfügt. Von dort wo ich stand, war es die einzige Stelle an der man es einigermaßen ganz im Bild hat.

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Ich verbrachte den Nachmittag lesend im Zimmer und am Pool. Heute war es auch nicht so heiß.

Den Abend verbrachten wir wie gestern auch, auf der wunderschönen Terrasse mit Blick über das ganze Tal:

In der Hand ein Apérétif, Suze.

 

Irgendwann machte mich die N. auf die die rosa Wolken aufmerksam, da sie gestern die rosa Schäfchenwolken so schön fand.

 

Und zum Abschluss die Terrasse von oben auf der wir jeden Abend saßen, mit der Weinrebe und im Hintergrund der hell angestrahlte Kirchturm.

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Dienstag morgen wenn ihr das hier lest bin ich auf den Weg zurück nach Luxemburg.

Und am Freitag bin ich schon wieder unterwegs, das habe ich aber erst heute beschlossen. Es wird nur ein kurze Stippvisite zusammen mit der A. sein. Wir sehen uns ein weiteres Pferdegestüt an mit Menorquiner Pferden. Diesmal im Nord Pas-de-Calais.  Was tut man nicht alles für eine Freundschaft…