Häuslicher Sonntag

Legen wir doch gleich mal, an diesem für mich sehr häuslichen Sonntag, mit etwas morbidem los.
Caitlin Doughty referiert über Leichenschmausgebräuche aus der ganzen Welt.

Wie immer sehr unterhaltsam und informativ.
„Would I eat more of this? …. Yes!“

Zur Tagesordnung.

Ich erwachte spät, bloggte die beiden Tage weg und ging noch einmal im Kopf alles durch was ich mir vorgenommen hatte.
Sehr spätes Frühstück, bestehend aus zwei im Ofen aufwärmte Croissants. Kam sehr gut und sollte ich öfters machen.
Das Wetter ist immer noch sehr unschlüssig was es denn nun anbieten soll, also bot es alles im Wechsel. Regen, Sonne, Schnee und Hagel. Nur die kräftigen Windstöße der letzten Tage waren weniger.

Ich ließ die Waschmaschine mehrfach für mich arbeiten.

Zwischendurch übte ich angstfreies Backen mit Hefe. Ich und Hefe, egal ob, frisch oder trocken sind über die Jahre noch nie Freunde geworden. Dabei müsste ich doch irgendwo in den Genen etwas von meinem Großvater haben, der Bäckermeister war. Also ein weiterer Versuch, diesmal mit einer „idiotensicheren“ Brotbackmischung. Irgendwann muss es doch klappen, Nondikass!
Also Teigkneten in der Maschine bis er sich vom Rand löst, ging soweit gut. Dann 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen, auch ok. Hände mit Mehl bestäuben und den Teigling rundwirken. Das brachte ich ohne Probleme zustande, das habe ich schon in 30 Millionen Backvideos auf YouTube gesehen. Dann entweder auf Backpapier oder in eine Kastenform geben und nochmal aufgehen lassen bis das Volumen deutlich größer geworden ist. Ich wählte eine Kastenform und pinselte nach Anleitung immer wieder ein wenig Wasser darüber, damit er nicht austrocknet. Das sah dann nach 30 Minuten bereits so aus:

Innerlich jubilierte ich bereits, ganz vorsichtig.

Und dann:

Huiiiiii. „Ich glaube das ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.“

Seit etwas mehr als einer Woche habe ich ein Lockdown Login bei Runescape. Es sind nach deren Aussage nur ein kleiner Teil der Spieler betroffen, aber das schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich erinnerte mich waage dass ich mal ein zweites Profil erstellt hatte und siehe da das funktionierte noch. Doch bin ich dort ganz am Anfang in einem Neulingsmodus und das macht keinen Spaß.

Am Abend schaute ich mir The Avengers: Civil War, auf SRF Zwei an. Wenn die Serie nicht diese wirklich guten Darsteller hätte, wäre es gähnend langweilig sfx hin oder her.

Spät zu Bett.

Freitag & Samstag

Vorab die Tulpen vom Mittwochsmarkt. Sie sahen am Samstag erst richtig schön aus.

***

Am Freitag Abend hatte ich nicht die geringste Lust zum Schreiben. Es war einfach ein sehr langer Tag im Theater mit viel Herumsitzen und warten und den Darstellern beim Proben zusehen und bisweilen mit dem Text hadern. Nichts was außergewöhnlich wäre oder ich nicht kennen würde. Für mich sind solche Tage trotz allem wichtig, weil ich mir die Darsteller genau ansehe, sie regelrecht studiere, ihre Handbewegungen, ob sie sich oft mit den Händen ins Gesicht greifen, oder durch die Haare fahren. Das kommt im Anschluss alles zum Tragen wenn ich die Maske erstelle.

Am Abend hatte ich die A. eingeladen zum Abendessen. Da ich keine Idee hatte was ich kochen könnte und es eigentlich ein Tag gewesen wäre, an dem wir ins Restaurant gegangen wären, buchte ich den Lieferservice vom Royal Bengal und es gab indische Gerichte.
Ich hatte zwei veggie Gerichte bestellt und ein klassisches Chicken Tikka Masala. Dazu ein paar Naan Fladen. Und wie immer schmeckte es hervorragend. Es ist und bleibt einer der besten Inder der Stadt.
Große Mühe hatte ich mir nicht mit Tischeindecken gegeben. Darum auch kein Foto. Serviert haben wir uns aus den Schüsseln die vom Restaurant kamen. Es sind übrigens die guten Plastikschüsseln die man problemlos mehrfach verwenden kann und die ich im Haushalt für alles mögliche verwende. Sie halten sogar das Aufwärmen bis 80 Grad im Ofen aus.

Anschließend schaute ich mir die ersten drei Teile der Doku über das Cecil Hotel in L.A. auf Netflix an. Es ist etwas sehr in die Länge gezogen und man könnte die Story der kanadischen Studentin, die dort spurlos verschwand, etwas schneller erzählen. Aber ok. Die Doku nimmt sich die Zeit um jeden zu Wort kommen zu lassen, auch all die alle die kleinen Privatdetektive aus dem Internet, die auf den veröffentlichten Überwachungsvideos mehr herausfanden als die Polizei.

***

Seit drei Tagen stürmt es in Luxemburg. Manchmal so heftig, dass ich im Radio alle Nase lang etwas von gesperrten Straßen und umgefallenen Bäumen höre. Dann gibt es wieder kleine Lichtblicke mit Sonne und gleich im Anschluss Donner und Hagel.

Der Samstag Morgen war so stürmisch dass ich den Marktbesuch strich. Stattdessen schrieb ich ein wenig hier vor und machte mich auf ins Theater. Und dort hatte ich genug zu tun bis um kurz nach 15:00
Ich habe ein neues Lieblingswort in Englisch: Discrepency. Es klingt so viel schöner als Diskrepanz.

Ich hatte übrigens das Smartphone auf dem Schreibtisch daheim liegen lassen, was eine interessante Erfahrung war. Es war nicht so dass ich mich gelangweilt hätte, aber zu einem Zeitpunkt hatte ich ein klein wenig Leerlauf. Normalerweise hätte ich dann die Tageszeitung heruntergeladen und durchgeblättert. Doch das konnte ich ja nicht. Schon seltsam wie sehr man sich an dieses kleine Ding gewöhnt hat und wie sehr man glaubt davon abhängig zu sein.
Ich schaute unten im Kaffeeraum nach ob es eine lesenswerte Broschüre gibt und fand dort auch ein paar Bücher. Die Wilden von Harold Robbins. Das Buch fesselte mich gleich nach den ersten paar Seiten und ich beschloss es übers Wochenende auszuleihen.

Wieder daheim schaute ich aufs Smartphone das natürlich mehrfach geklingelt hatte. Vor allem die D. hatte sich mehrfach gemeldet, weil sie beunruhigt war.

Am Nachmittag legte ich mich eine kurze Weile aufs Bett zum Lesen was ein gewaltiger Fehler war, den ich schlief tief und fest ein.

Das hatte zur Folge dass ich erst sehr spät müde wurde. Ich las eine Weile im Buch von Harold Robbins. Dann entdeckte ich auf der Fernsehbox eine neue App (die nennen das App obwohl es nur ein weiteres System zum Filme anschauen ist) Der Sooner Streamingdienst hat keine Blockbuster. Es sind Arthouse Filme und Dokus. Eine davon schaute ich mir gestern aus reiner Neugier an. Tea with the Dames.
Die vier Damen ließen ihre Karriere Revue passieren in Anekdoten und lachen sich bisweilen halbtot dabei.

Pflanzenumzug

Vorsichtshalber den Wecker gestellt, weil ich einen Zahnarzttermin hatte. Doch es wäre nicht nötig gewesen, denn ich war weitab davor wach. Ich bloggte ohne Hektik alles weg.
Der Zahnarzt meines Vertrauens zu dem ich schon ging als ich noch in der Alten Heimat wohnte, hat seine Praxis auf dem Weg dorthin. Das war der dritte von insgesamt sechs Terminen. Aber nächste Woche habe ich keinen, da hat die Praxis eine Woche Urlaub.

Als ich dort fertig beschloss ich bis in Alte Heimat selbst zu fahren, zum Rewe Supermarkt. Dort fand ich dann auch den Großteil der Dinge die ich sonst immer bei Ausflügen nach Trier fand.
Auf den Rückweg ein wichtiges Telefonat zwecks Theater. Es war gut dass ich nicht getrödelt hatte, denn ich musste zurück.

Am frühen Nachmittag dann holte man meine zwei Monstera Pflanzen ab, die ich dem Theater vermacht habe.

Das sieht jetzt so aus:

Ein wenig leer, aber da kommt etwas neues hin.

Später fuhr ich noch kurz ins Theater wegen neuen Terminen weil sich da etwas „verschoben“ hat. Mehr kann ich nicht darüber erzählen. Aber etwas kann ich euch zeigen.

In einem Teil der Bühne ist ein kleines Gewächshaus. Und dort stehen sie nun.

Blue und die Tram

Früh aufgestanden weil ich kein Wort fürs Blog vorgeschrieben hatte. Ein wenig gelesen was bei anderen so los war. Anke Gröner schreibt über ihren Papa der immer stiller wird und immer weniger den Vater den sie einmal kannte.

Und mit einem Schlag waren die ganzen Jahre von Tante Gritty wieder so präsent wie selten zuvor. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich sie unter falschen Voraussetzungen von der Klinik aus gleich ins Pflegeheim fuhr, ohne einen Umweg über ihre Wohnung zu machen. Die Sozialhelferin hatte mir geraten sie nicht mehr zur Wohnung zu fahren weil sie dann wahrscheinlich nicht mehr weg wolle. Ich kam mir dabei wie ein Verräter vor. Ich hatte ihr bei all meinen Besuchen immer wieder erklärt dass sie Alzheimer hätte, aber sie verstand es nicht mehr. Die Anfangszeit war somit auch nicht einfach, weder für sie noch für mich, oder für das das Pflegepersonal das eine unglaubliche Geduld mit ihr aufbringen musste…

***

Im Theater Perrückenanprobe. Wenn ich etwas inzwischen gut kann, dann ist es ein Auge für Farben und Kopfgrößen haben. Es passte alles was ich ausgewählt hatte. Die A. war auch zugegen und hatte Blue im Schlepptau, die sich heute sehr unmöglich benahm. Ich bot der A. an sie mitzunehmen auf den Wochenmarkt, damit sie zwei Stunden in Ruhe arbeiten konnte.

Blue geht wahnsinnig gerne in die Stadt. Inzwischen weiß sie dass wenn wir bei den Füssergängerstreifen stehen bleiben auch warten muss und nicht wie wild an der Leine ziehen muss. Wir trafen die D. auf der Place Guillaume und es gab einen Kaffee im Stehen und für mich noch ein Croissant. Ja, ok, Blue hat auch ein kleines Stück Croissant bekommen. (Sie hypnotisierte das Croissant so lange, bis sich ein Stück von selbst davon löste und in ihr Maul flog.)

Ich beschloss mit ihr und den ganzen Einkäufen vom Markt die Tram zu nehmen. Als die Tür aufging wollte sie zuerst nicht so richtig einsteigen und ich musste ein wenig nachhelfen. Doch dann legte sie sich hin und schaute zur gläsernen Tür hinaus.

Wir fuhren zurück ins Theater. Die A. war just fertig geworden und ich übergab Blue wieder in ihre Obhut.

Wieder daheim verstaute ich alles im Kühlschrank und machte Büroarbeit.

Am Abend kochte ich mir das hier:

Gebratener Reis nach der Grundanleitung die ich vor ein paar Tagen hier beschrieb, mit ein wenig Putengeschnetzeltes. Es schmeckte sehr gut.
Aber wisst auf was ich essenstechnisch so richtig, aber so richtig richtig richtig Lust hätte?
IM RESTAURANT SPEISEN!

Wetterumschwung

Einen Termin um 10:00 Uhr ließ mich sehr viel früher aufstehen, weil ich was vergessen hatte und vorab noch einmal los musste. Selber schuld! Es klappte aber alles ohne weitere Zwischenfälle und das zur höchster Zufriedenheit aller. Wenn einem so viel Dankbarkeit gleich am Morgen entgegenkommt kann der Rest des Tages nur gut werden.

Zwischendurch bekam ich mehrere Anrufe für zukünftiges Zeug das alles, zumindest zwei Projekte davon, auf sehr wackeligen Beinen stehen, weil die Situation sie jeden Augenblick zunichte machen kann. Das Gefühl das sich mittlerweile dabei einstellt, ist alles nur so halbherzig anzugehen, damit die Enttäuschung am Ende nicht zu groß wird, falls es wirklich nicht klappt. Aber in Kunst- und Kulturprojekte muss auch immer ein wenig Herzblut fließen, sonst macht das für mich zumindest keinen Sinn.
Noch etwas was die Pandemie gründlich vermasselt hat….

Am Nachmittag dann Wetterumschwung, von Sonnenschein auf Regen. Als sehr empfindliches Wetterdingbums, das nun mal bin, hatte ich schon ganzen Morgen ein leichtes Brummen im Schädel, das sich dann nachmittags zu einer Fast-Migräne entwickelte, Doch ich hatte mit einer Tablette vorgesorgt. Uff. Als die dann ihre Wirkung zeigt konnte ich los zur Probe. Diese war wieder so energiegeladen, dass ich den ganzen Missmut des Tages vergaß.

Auf dem Rückweg sah ich hoch oben an Himmel Störche oder so etwas in der Art mit langen Hälsen in Formation fliegen.

Am Abend schaute ich einen Film „weg“ den ich schon länger auf der TV-Box gespeichert hatte und der irgendwann im Schweizer Fernsehen lief. Lucy mit Scarlett Johanson in der Hauptrolle. Der Film stellt die Frage was wäre wenn der Mensch nicht nur ein paar wenige Prozent seiner Gehirnkapazität in Anspruch nähme sondern weitaus mehr. Die Frage wird im Film so beantwortet, dass Lucy sich zu einer Art Superheldin entwickelt und die Welt vor der Droge rettet die auslösen könnte. Der könnte einen Ticken weniger gewalttätig sein, aber sonst sehr gelungen.

Im Bett noch ein Podcast über Leo Tolstoi gehört: Szenen einer Ehe

Der Montag der ohne Wochenende begann

Aber echt! Ich hatte am Vorabend lange gebraucht um einzuschlafen. Die Nacht war unruhig und am Morgen erwachte ich gerädert. Ich musste nichts wegbloggen, das hatte ich am Abend davor getan und die Montagsfragen schreibe schon langer vorab. Die von nächstem Montag steht bereits fest.

Das Internet auch nicht leer gelesen, dafür war keine Zeit. Stattdessen gleich wieder ins Theater (ein anderes wie gestern) und um einer Probe beizuwohnen. Das schöne daran war, dass ich still in einer Ecke der Probe zuschaute, was mir dann so viel Energie vermittelte, dass das Wochenende ohne Pause schon fast wieder vergessen war.

Ein kurzes Gespräch mit der Regisseurin, über ein paar Änderungen die ich noch nicht kannte. Und schon musste ich wieder los.

Schnell ein paar Einkäufe im großen Supermarkt meines Vertrauens, an den ich sehr gerne am Montag gehe, weil er dann fast menschenleer ist.

Zuhause machte ich erstmal klar Schiff vom Wochenende da ich schlicht gar nichts weggeräumt und geputzt hatte, doch ich sollte am Abend Besuch bekommen. Dieser Besuch, war nebst dem, dass ich eine wenig was gekocht hatte, ein reines Arbeitsgespräch über das ich hier logischerweise nicht berichten kann. Es zog sich bis in den Abend hinein.

Ich versuchte früh zu Bett zu gehen weil ich am Dienstag ebenfalls früh raus muss, aber wegen einem Umstand an dem ich selber schuld bin. Ich hätte aufpassen sollen. „Wat een net am Kapp huet muss een en de Been hunn.“

Die Montagsfrage 2

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Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs.

Heute gibt es die Frage von letzter Woche nochmal, aber andersherum:

Die Pandemie hat uns alle gelernt zu verzichten. Gibt es ein Ding/ Umstand auf den du jetzt verzichtest, von dem du denkst, dass das gut und gerne auch nach der Pandemie so bleiben kann?

Oh ha! Ich musste schon eine Weile überlegen. Natürlich fallen mir als erstes die Dinge ein die ich schmerzlich vermisse. Aber etwas das ich nicht vermisse, im Gegenteil?!

Es gibt einen Umstand. Zugegeben es ist ein wenig weit hergeholt. Ich vermisse das Bussi-Bussi (in Luxemburg ist es Bussi-Bussi-Bussi) bei Begrüßungen nicht, mal davon abgesehen, dass ich das auch nur sehr begrenzt mach(t)e. Sogar bei manchen besten Freundinnen und Freunden, scheint es mir bisweilen fehl am Platz. Es nervte mich vor allem im Beruf wenn ich jemand neues kennen lernte, vor allem auf französischen Produktionen, bei denen ich merkte dass sie mir nicht besonders sympathisch waren und mit der Zeit die Sympathie noch mehr abnahm. Ich machte das Bussi-bussi Getuhe immer noch mit, aber ich hasste es.
In Pandemiezeiten hat es sich ausgebusselt und das kann meinetwegen auch so bleiben, zumindest mit Menschen die ich nicht „knutschen“ will.

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Unten könnt ihr eure Antwort eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Der lange Sonntag

Versucht auszuschlafen, was auch halbwegs gelang. Doch die Gedärme und der Magen grummelten dass da etwas nicht in Ordnung ist. Wie ich das in Ordnung brachte werde ich nicht aufschreiben…

Das Internet ein wenig leergelesen. Nicht ganz. Soll ja was für die anderen übrig bleiben.

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Die Maus wird 50. Ich denke ich habe sie ziemlich von Anfang an verfolgt. Ich durfte sie sehen wenn mein Vater nicht zuhause war, denn er hasste deutschen Fernsehen. Ich schaue sie übrigens heute noch gern. Ein Novum für ihren Geburtstag, und ich glaube das wurde noch nie für eine Fernsehsendung gemacht , ist eine 20 Euro Gedenkmünze.

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Via Viele Grüße fand ich das hier:
Es ist zwar nicht wirklich nützlich für mich und Spotify habe ich auch nicht, aber eine schöne Idee ist es trotzdem.
Der Spotify Kanal von Barilla bietet für jede Nudelsorte ,die perfekte Playlist an, die so lange dauert wie die Nudeln kochen müssen.

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Am Nachmittag dann wieder ins Theater. Es folgten wieder zwei Vorstellungen. Wahrscheinlich wird es nächste Spielzeit noch einmal aufgenommen. Ein wenig fuchsig machte mich der Umstand dass ich im Theater bleiben musste bei dem wunderschönen Wetter. Doch da musste ich jetzt durch. Ich machte nach der zweiten Vorstellung beizeiten Schluss, denn inzwischen kenne ich mich so gut, dass mir letzte Vorstellungen nicht bekommen. Für die Darsteller ist das immer ein wenig ein Grund zum feiern und/oder zum traurig sein. Ich hingegen habe mehr Arbeit weil alles wieder eingepackt werden muss, doch ich habe inzwischen ein relativ gutes System und es geht fix. Ich versuchte also noch vor Schluss der Vorstellung alles wieder in Koffern zu haben in alles im Wagen verstaut zu haben bevor das Publikum aus dem Saal strömt.
Klappte alles wie geplant.

Zuhause setzte ich mich noch einmal kurz vor den Rechner, schrieb das Posting fertig und haute mich vor den Fernseher. Was ich mir angesehen habe (oder auch nicht) erfahrt ihr am Dienstag, denn morgen kommt die Montagsfrage.

Der lange Samstag

Ich war früh wach, trödelte aber eine wenig herum dass ich anschließend doch mächtig Gas geben musste, um rechtzeitig im Casino zu sein. Die BTS Klassen hatten mich gefragt ob ich nicht Lust hätte während des Film-Festivals meinen Beruf vorzustellen in einer teilweise Videokonferenz teilweise live. Ich hatte zugesagt aber vorgewarnt dass es eventuell nicht möglich sei. Doch es lief glatt; alle Termine takteten sich problemlos ein. Und so saß ich am Morgen zwei Stunden zusammen mit anderen Profis in einem mit Schülern spärlich besetzten Saal vor Kameras und wir bekamen Fragen gestellt.

Gleich im Anschluss musste ich sofort ins Theater , denn es war eine Nachmittagsvorstellung angesagt. Alles lief wie am Schnürchen ohne Zwischenfall.
Auch die zweite Vorstellung ging problemlos über die Bühne.

Nach dem letzten Umzug (Darsteller in eine Leiche verwandeln) machte ich Schluss.

Die A. hatte gekocht. Es gab eine Zucchini Lasagne, die aber, als ich ankam immer noch nicht weich war. Also warteten wir noch ein Weilchen und das sah dann so aus:

Ein klein wenig sehr dunkel schmeckte aber gut mit dem Fetakäse all den Gewürzen und der Tomatenpassata.

Kurz von 23:00 zuhause und ich fiel ins Bett.

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Die No Art Sendung mit dem Jazz Musiker Gerg Lamy als Gast und in der ich die VR Brille vorstelle. (ab 16:15)

WMDEDGT im März

Also dann, der lieben Frau Brüllen wegen, heute wieder etwas ausführlicher. Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT findet ihr hier.

Aber vorab ein Foto von den Tulpen, die ich am Mittwoch schon auf dem Markt gekauft hatte. Ich weiß ehrlich nicht welche Farbe das ist. Es ist nicht orange und nicht rosa, aber so richtig lachsfarben ist es auch nicht. Das Foto gibt die Farbe übrigens nicht so ganz naturgetreu wieder.
Aber schön sind sie!

Kommen wir zur Tagesordnung:

Ich stand etwas später auf und fühlte mich leicht verschnupft. Nein, nicht im politischen Sinne, sondern im wahren Sinne des Wortes. Die Nase war zu. Nein, DAS kann es nicht sein, denn ich war gestern erst im Test, der negativ ausfiel, und habe zwischendurch niemanden an mich rankommen lassen. Nach einer Stunde ging es dann.
Kaffee, Bloggen Duschen, Internet leer lesen.

Die Mails durchgesehen und festgestellt dass ein paar wichtige Mails im Spam gelandet waren, auf die ich hätte längst antworten müssen. Nun ja. Ich habe dann alles per Telefon in die Wege geleitet, das ging sogar erstaunlich besser und effektiver als per Mail. Ich glaube ich werde das insgesamt in der nächsten Zeit so handhaben, denn das Gemaile geht mir langsam auf die Nerven.

Ich ließ die Waschmaschine für mich arbeiten und schaute noch einmal in meiner Rezeptsammlng nach,was ich alles für den Abend brauche, weil die D. zum Abendessen kam.

Am Nachmittag startete ich die Einkaufsrunde währendem die Putzhilfe da war. Im Supermarkt sprach mich die Kassiererin an. „Entschuldigen sie dass ich sie das frage, aber sind im Fernsehen?“ Ja bin ich.
Ich glaube das jetzt zum zweiten mal, dass mich jemand darauf ansprach und es fühlt sich immer noch seltsam an.

Im gleichen Atemzug fuhr ich mein ganzes Arbeitszeug zum Theater, denn am Wochenende wird es zwei Doppelvorstellungen geben. Ich machte das heute schon denn morgen wird es sehr knapp werden, weil ich am Morgen noch eine andere Veranstaltung haben werde und die erste Vorstellung ist bereits um 15:00

Im Theater stelle ich fest dass ich, wie so oft, die Abschminke vergessen hatte. Also noch einmal los… Ich werde es nie lernen.

Kurz vor 17:00 wieder in der Wohnung um in der Küche langsam Gas zu geben, denn ich hatte der D. ein Menü versprochen. Die D. hat zu einem Viertel Schweizer Blut in den Adern und ich hatte ihr einen Schweizer Klassiker versprochen. Züricher Geschnetzeltes mit Rösti.

Gegen 18:00 kam die D. und brachte eine wunderbare Flasche Wein mit.
Wir saßen gemütlich in der Küche, bis alles fertig war.
Und das sah dann so aus:

Ich muss mich ein klein wenig selber loben. So gut hatte ich das Fleisch schon lange nicht mehr hinbekommen.

Kurz nach 22:00 alles noch fix vorgebloggt und ab ins Bett, denn der Samstag wird ein laaaanger Tag.

Gas & Daddeln

Donnerstag war ein Tag mit viel hin und her. Der Tag fing mit einem Test PCR Test an, im Rahmen vom Large Scale Testing. Ich zähle sie inzwischen nicht mehr, irgendwann hab ich aufgehört damit. Um den Cliffhänger gleich vorneweg zu nehmen, der Test war negativ)

Die Baustelle vor meiner Tür lässt grüßen. Als ich die Treppe hinunter kam, hantierte einer der Arbeiter an den Gasleitungen im Keller. Am späten Nachmittag schütteten sie das Loch vor meinem Kellerfenster wieder zu. Ich nehme an dass die die Gasleitungen somit erst mal fertig sind. Jetzt fehlen noch die Wasserleitugen und die Telefon- bzw. Internetleitungen. (Und ich kann mir hoffentlich als Weihanchsgeschenk, die Internet Glasfaserleitung legen lassen)

Danach ein Friseurtermin. Der ging wie immer fix und flott. Ich wollte diesmal das Deckhaar schneiden lassen was ich über den ganzen Winter hinweg habe wachsen lassen. Die Vorderhaare sind inzwischen so lang, dass ich sie problemlos bis zur Nasenspitze ziehen kann. Doch J.P. meinte dass es das noch einmal hin bekäme. Jetzt sieht das wieder schick aus.

Am Nachmittag dann der Zahnarzttermin den ich von Mittwoch auf Donnerstag habe legen lassen, weil ich Falle einer Spritze nicht mit sabberndem Mundwinkel und schiefem Gesicht in der Sendung sitzen wollte. Da für Donnerstag nichts „offizielles“ anstand war es mir egal.

Wieder daheim führte ich noch ein paar Telefonate zwecks zukünftigen Dingen, bei denen ich ehrlich gesagt, nicht weiß ob sie überhaupt stattfinden. Dieses in blaue hinein arbeiten ist bei allem Enthusiasmus schon sehr ermüdend…

Am Abend wollte ich, weil ich keine Lust auf Fernsehen hatte, ein Runde daddelen. Doch der Server von Runescape war wie es scheint überlastet. Ich versuchte es später noch einmal. Nö. Immer noch nicht. (Ich versuchte es am heute morgen am Freitag nochmal und es ging immer noch nicht. da scheint etwas faul zu sein)

Früh zu Bett um zu lesen.

Termine

Terminlich war der Mittwoch ein Ritt, der einen schnelleren Galopp erforderte als ich ihn vorgesehen hatte. Das lag aber auch daran dass ich zwischendurch ein wenig getrödelt hatte.

Ich wollte die D. unbedingt auf den Markt sehen weil uns ja über Wochen nicht gesehen hatten. Ich machte mit ihr einen frühen Termin aus, damit ich mich für den Rest nicht sputen musste. Ich hatte zu dem Zweck das Auto mitgenommen damit ich den Einkauf des Marktes verstauen könnte und nicht alles zum nächsten Termin schleppen müsste. Ich hatte geplant im Parkhaus an der Place Guillaume zu parken, weil das für alles sehr mittig lag. Was ich nicht bedacht hatte, war dass es nicht mal ein Viertel der Parkplätze wegen Renovierungsarbeiten im Parkhaus zur Verfügung steht, und die alles schon vor 9 Uhr weg sind. Und so stand ich eine geschlagene halbe Stunde in der Schlange bis ich endlich rein konnte.
Zwischendurch telefonierte ich mit der D. die mir schon vorab am Markt meine Einkäufe erledigte damit wenigstens Zeit für einen Becher Kaffee blieb.
Gesagt getan.
Merke aber: Das Parkhaus der der Palce Guillaume ist zur Zeit ein No Go.

Für den nächsten Termin musste ich in die Unterstadt, fuhr mit dem Aufzug hin und ließ den Wagen oben stehen, denn dort ist es noch schlimmer einen Platz zu bekommen. Ich holte das „Ding“ ab, das ich am Nachmittag für die Aufzeichnung der Sendung brauchen würde. Das ging erstaunlich schnell und fix, dass ich anschließend eine weiteren Kaffeebecher im Piazza gönnte. Inzwischen war es in der Sonne sehr warm geworden und ich musste die Jacke ausziehen. Ich genoss es sehr bis ich auf die Uhr schaute. Huch!
Mit wehenden Fahnen wieder in die Wohnung umziehen. Zudem wollte ich das „Ding“ vorab ausprobieren, damit ich nicht wie ein Doofmann in der Sendung stehe.
Gesagt getan.

Dann fix zum Drehtermin, der heute sehr lustig war. Am Samstag mehr davon.

Am Abend schaute ich mir eine YouTube Doku an über das Buch und die Verfilmung von „Mommie Dearest“, den ich nie gesehen oder gelesen habe. Die Abrechnung der ältesten Tochter von Joan Crawford mit ihrer Mutter.

Die Möbel sind da

Früh am Morgen Baustellenkrach vor der Tür dass die ganze Wohnung vibrierte. Man hatte es ja angekündigt aber, es wird wohl so weiter gehen bis zum Ende des Jahres mit einer keinen Pause im Sommer.

Dann ein Termin der mir so gar nicht in den Kram passte, denn ich sollte die neue Balkongarnitur geliefert bekommen. Als Lieferzeit hatte man mir von 9:30 bis 12:00 Uhr angegeben. Na super. Doch es ging alles glatt. Ich war kurz vor der Lieferung zurück.

Und so sieht das jetzt aus:

Man sitzt superbequem darin und zusammengeschoben nimmt es weniger Platz weg wie der Tisch davor.

Am Nachmittag einer Probe zugesehen um ein Gefühl für das Stück zu bekommen.

Es gibt ein Probenhund. Er wird nicht mitspielen aber irgendwann vielleicht…

Das Ist Ira, eine sehr eigenwillige verfressene Hunddame, aber in den Proben ist sie (meistens ) brav.

Aus der Probe zurück machte ich schnell noch einen kleinen Einkauf im Supermarkt und fuhr zurück zur Wohnung, weil ich noch die Kiste entsorgen musste, in der die Möbel geliefert worden waren.

Am Abend schaute ich mir zwei Folgen Cagney & Lacey an, der alten Zeiten willen. Früh zu Bett aber ich konnte lange nicht einschlafen.

Sonntag und Montag

Den Sonntag vergessen wir aus Gründen. Nur so viel: die Luxemburger werden langsam wieder auf ihrem Territorium eingesperrt, weil wir es es wagen unserer eigenen Strategie zu folgen. Zur Zeit ist es unser südlicher Nachbar der Stunk macht.
Mehr kann ich leider nicht berichten, da es zu viele andere Menschen involviert.

***

Schlecht geschlafen. Früh wach geworden, was aber nicht verkehrt war. Denn ich hatte einen Termin wahrzunehmen. Doch der verschob sich auf die Mittagsstunde, was mir die Gelegenheit gab in der Wohnung klar Schiff zu machen. Ich lud die Waschmaschine mehrfach. Hängte alles auf und fuhr dann zum verschobenen Termin.

Dort entdeckte ich einen kleinen Schrank, der für den Garten gedacht ist, zum wegräumen von Gartenutensilien. Doch da er so klein und handlich ist konnte ich mir ihn gut auf dem Balkon vorstellen.
Nach dem Termin war ich sehr inspiriert mir sofort einen solchen anzuschaffen. Da ich aber keine Lust hatte zu Ikea zu fahren sah ich mich im hiesigen Baumarkt um und wurde ebenfalls fündig.

Zwischendurch versuchte eine schönes Foto der Tram zu machen.

Wieder in Wohnung machte ich mich sofort an den Aufbau. Ich war mittelmäßig begeistert denn er ist ein wenig zu groß. Ich werde ihn bei Gelegenheit durch einen anderen ersetzen und der hier wird einen Platz in der Garage finden wo es mir zur Zeit an Staumöglichkeiten fehlt.
Es war so warm auf dem Balkon dass ich während den Aufbau heftig ins Schwitzen geriet. Ich musste zum ersten mal dieses Jahr die Sonnenrollos rausfahren.
Anschließend legte ich mich eine Weile in die Liege und genoss die Sonne.

Am Abend kochte ich mir Komfort Zeugs. Es gab eine Bulette mit Tomaten Salat und einem kleinen Kartoffelgratin. Ich verspeiste das ganze während einem recht spät angesetzten Zoom Meeting,

Als ich ins Schlafzimmer kam stöhnte ich. Ich hatte völlig vergessen dass ich am Morgen während ich die Wäsche machte, auch den großen Kleiderschrank in Angriff genommen hatte, zwecks ausmisten. Das Bett lag voll mit Klamotten. Also los! Da leicht genervt war, mistete ich rigoroser aus als anfänglich gedacht.

Das wird alles in den Container gehen.

Anschließend fiel ich wie ein Stein ins Bett.

Die Montagsfrage 1

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Here we go!
Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus anderen Blogs.
Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob ich die Kommentare für die Montagsfrage offen lassen soll, weil das auch denen die Möglichkeit gibt zu antworten, die kein Blog haben. Ich werde sie offen lassen ABER ihr benehmt euch! Wenn ich merke das es ausartet, werden sie geschlossen!

***

Fangen wir mit etwas leichtem an:

Die Pandemie hat uns alle gelernt zu verzichten. Welche zwei Dinge/Umstände fehlen dir am meisten und warum?

Wenn man wie ich alleine lebt, ohne Partner und Familie, ist die Frage schnell beantwortet. Mir fehlt die Geselligkeit. Ich vermisse es sehr meine Freunde und Bekannte zu sehen, mit ihnen in einer Bar oder einem Restaurant beim Apéro zu plaudern und zu lachen. Wer hier schon länger mitliest, weiß dass ich nur sehr begrenzt mit einem ein paar wenigen, sehr guten Freunden engeren Kontakt halte, sprich die A., die N., und wenn sie denn wieder im Lande ist, die D.
Ganz zu Anfang, im ersten Lockdown, vor einem Jahr, ( Ist das schon ein Jahr?!) veranstalteten wir Zoom Apéros, die meinerseits aber immer ein wenig ausarteten, weil ich, ohne es wirklich zu merken eine ganze Flasche Wein im Alleingang trank. Wenn ich dann nicht weiter zum essen geplant hatte, war ich schon sehr durch den Wind. Und da Zoom inzwischen im Arbeitsalltag zur Notwendigkeit geworden ist, kann und will ich nicht noch die Abende damit verbringen.

Ein andere Punkt ist der Körperkontakt. Ein Händeschütteln, eine Umarmung, ein Kuss. Und wenn man es doch tut, ist immer diese kleine Stimme Im Kopf, die dir eindringlich ins Gewissen redet. Der Umstand dass man jeden als potenziellen „Feind “ ansehen muss macht sehr traurig.
Zudem bin ich zwar alleinstehend, aber nicht asexuell und irgendwann hätte ich schon gerne wieder einen Partner. Doch es ist noch schwieriger geworden, jemand neues kennenzulernen. Und wenn doch, ist auch hier ist wieder diese kleine Stimme im Kopf die noch lauter schreit, wie bei einer harmlosen Berührung.
Ein schöner Text von Melancholie Modeste machte mir das sehr bewusst.

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Unten könnt ihr eure Antwort eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Alter Ohrwurm & Reis

Es ist immer mindestens ein Tag in der Woche seit beginn der Pandemie der sich seltsam anfühlt. Bis jetzt kann ich mich nicht daran erinnern dass es der Samstag gewesen sein soll, weil ich dann fast immer auf den Markt gehe.
Ich wurde spät wach und war immer noch müde. Ich nehme mal an dass es dem der Käseschlacht des Vortages geschuldet war.
Ich überlegte ob ich mich sputen soll, schnell den Eintrag fürs Blogg fertigschreiben, und auf den Markt gehen soll. Doch nach näherer Betrachtung des Kühlschrankes, brauchte ich nicht wirklich was. Also ließ ich es langsam angehen.

Den gesamten Morgen schwirrte mit ein EBTG Lied im Kopf herum das ich schon lange nicht mehr gehört hatte, das ich aber zur einer Zeit in den 90ern bis zum Erbrechen hörte. Irgendwie hatte sich ein alter Ohrwurm aus den Tiefen meines Hirns wieder hochgebuddelt. Vor allem der Text davon machte sich als Grundgefühl sehr breit.

Ich wurstelte zuhause herum. Es war schönes Wetter draußen, doch es war wieder kühler geworden als die letzten Tage und am Nachmittag auf dem Balkon sitzen ging selbst in der Sonne nur mit Jacke.
Ich räumte den Balkon um. Am Dienstag werden ja die Balkonmöbel geliefert. Allein der Gedanke erzeugt schon ein freudiges Gefühl. Der alte Camping Tisch, denn ich mir vor weit über 10 Jahren angeschafft hatte, als ich noch mehr im Film zuhause war, kam weg. Er hatte lange Jahre sehr gute Dienste dort geleistet und zu Anfang wurde ich belächelt, als ich damit ankam. Doch am Set erwies er sich als höchst praktisch zum Settaschen abstellen, anstatt sie immer nur auf den Boden in den Dreck und Staub zu stellen. Ich hatte ihn jetzt die letzten Jahre auf dem Blakon unter dem Küchenfenster stehen und doch stand den Sommer über der Kontaktgrill.
Ich wollte den Tisch entsorgen, doch als ich ihn zusammenklappte, merkte ich dass er mit Ausnahme der Lamellen der Ablage, eigentlich noch in Ordnung ist. Ich brachte es nicht übers Herz und verstaute ihn im Balkonschrank.

Ein paar Schreibarbeiten für nächste Woche, ansonsten gab der Tag wenig her.

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Zum Abendessen wollte ich mir gebackenen Reis machen, eines meiner Lieblingsgerichte beim Chinesen, das so einfach und doch so lecker ist und bis ins Unendliche variiert werden kann. Ich hatte schon mehrfach versucht das aus der Lameng selbst zu tun, scheiterte aber immer wieder weil ich etwas grundlegend falsch machte.
Fried Rice oder Riz sauté wird, so wie der Schweizer Rösti, mit der Hauptzutat des Vortages hergestellt. Der war mir nicht klar. Der Reis muss sich sehr trocken anfühlen, sonst kocht man Reisbrei.

Aaron von Kanal Aaron & Claire erklärt das im Video sehr anschaulich.

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Morgen geht es los mit den Montagsfragen! Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Zoom, blaue Flecken, Pasta & Käse

Ich musste mir den Wecker stellen, da ich bereits um 9:00 Uhr ein Zoom Meeting hatte. Das gute daran wenn es so früh ist, man braucht nur ein Hemd anzuziehen, der Rest sieht man nicht, denn das war in meinem Fall eine Kimono Hose und Filzpantoffeln.
Es ging um den Auftrag den ich schon gestern erwähnt hatte, und der verspricht sehr toll zu werden.

Gestern meldete sich eine Bekannte mit der ich mal zeitweilig beruflich zu tun hatte. Sie war letzte Woche Treppe hinunter gestürzt. Sie fiel wie ein Sack hinunter. Außer ein paar kleine blaue Flecken am Körper hatte sie nichts gebrochen, war jedoch mit dem Gesicht voll in eine Steindeko am Fuß der Treppe gefallen. Sie ist Freiberuflerin und hatte am Nachmittag einen sehr wichtigen Termin, den sie nicht umdisponieren konnte. Die Schwellungen seien soweit abgeklungen aber die blauen Flecken im Gesicht sähen verheerend aus, zumal jetzt, da sie zurück gehen und alle möglichen Schattierungen bekommen. Zudem hätte sie Schmerzmittel genommen, die sie nicht hätte nehmen dürfen und das hätte es noch schlimmer gemacht. Ich sagte ihr zu dass ich sie für den Termin zurecht machen würde. Als sie ankam erkannte ich sie fast nicht wieder. So heftige Flecken hatte ich noch nie live gesehen. Zu gerne würde ich euch Fotos zeigen, weil ich nämlich welche gemacht habe, davor und danach.
Ein dreiviertel Stunde später sah sie (fast) aus wie neu. Aber ich hatte auch mit Alkoholfarben kräftigst vorgearbeitet, dann mit sehr deckender Grundierung und noch hochpigmentierter Abdeckcreme. Man sah im Anschluss wirklich dass sie schwer geschminkt war, doch Flecken waren weg.

Am Abend hatte die N. zum Abendessen geladen. Ich freute mich schon sehr darauf, denn sie hatte Pasta vom kleinen Italiener in ihrer Straße geordert und ich hatte schon lange keine Pasta mehr von ihm.

Von der Pasta habe ich leider kein Foto. Wir fielen darüber her wie die Raubtiere. Das war aber nur die Vorspeise. Was dann folgte, konnte man als Käseorgie bezeichnen.

Die N. hatte gnadenlos zugeschlagen beim Käsehändler. Als ich von jeder Sorte ein ordentliches Stück probiert hatte, konnte ich mich nicht mehr rühren. Zudem hatte sei eine großartige Flasche Sancerre gekauft. Doch wie auch bei den letzten Fressgelagen kam der Abend mir so kurz vor denn kurz vor 23:00 mussten wir Schluss machen.

Man darf mich nicht rauslassen

…sonst gebe ich viel Geld aus. Aber dazu komm ich noch.

Nach dem Bloggen machte ich mich auf den Weg zu einem Zehnarzttermin zur Kontrolle. Der kam auch genau recht den ich spürte seit ein paar Tagen dass da rechts hinten eine scharfe Kante war, die es davor nicht gab.
Fazit: eine Plombe war zum Teil ausgebrochen und musste ersetzt werden. Da sich aber schon Dreck dort gesammelt hatte und der Nachbarzahn ebenfalls im Mitleidenschaft gezogen ist, habe ich noch fünf Termine hinzu bekommen um alles in Ordnung zu bringen. Juchhu!

Wieder in der Stadt fuhr ich zum Hobbymarkt, der ebenfalls Gartenmöbel verkauft und schaute mich um. Ich hatte ja schon davon erzählt dass, wenn ich schon nicht viel verreisen kann, dieses Jahr mit einen schönen Balkon haben will.
Ich fand genau das war ich suchte, wenn auch ein wenig kleiner. Aber es wird schick werden. Die Möbel werden am Dienstag geliefert. Und ich bin um knappe 400€ ärmer. Juchhu!

Es wird ungefähr so aussehen aber in grau und die Ecken am Tisch und an den Sesslen sind rund. Ich saß im Laden in den Sesseln und man steht ungerne wieder auf.

Ein Anruf bescherte mir einen Auftrag nächste Woche, der verspricht sehr lustig und spannend zu werden. Juchhu!

Später lag ich im Liegesessel auf dem Balkon und stellte mir vor, wie das aussehen wird. Am liebsten würde ich auch schon die Blumenkästen neu bepflanzen, doch um diese Jahreszeit ist es definitiv zu früh.

Am Abend schaute ich die letzten Folgen von Capitani und ich muss zugeben dass mich klein wenig Nationalstolz befiel. Die Krimi Serie ist wirklich gut. Ich hatte schon letzte Woche darüber berichtet dass sie weltweit im Netflix Streaming in den Top 5 stand. Es ist ein klassischer Krimi, der nach dem skandinavischen Muster vorgeht und in zwölf Folgen den komplexen Mord an einer sechzehnjährigen aufklärt, in den das ganz Dorf verwickelt zu sein scheint. Jede Folge dauert ein halbe Stunde, was eher ungewöhnlich ist, und man hat die Staffel ohne zu wirklich zu bingen in drei Abenden durch.

An all meine deutschen Leser: schaut sie euch auf luxemburgisch an gegebenenfalls mit deutschen Untertiteln und prüft mal ob ihr es nicht auch so verseht. Ich prophezeie mal je höher ihr aus dem Norden seid oder je tiefer aus dem Süden von Deutschland werdet es es weniger verstehen. Köln und Umgebung wird es wohl am ehesten verstehen.

Mittwochsmarkt & Set Design

Ich erwachte irre früh schlief dann aber noch mal ein. Gut so. Ich wurde dann aber sehr viel später und musste Gas geben um zum Wochenmarkt zu kommen. da ich später los ging hatte der Renert bereits seine Tür geöffnet um Mittagessen zu verkaufen. Ich trank den obligatorischen Becher Kaffee also heute bei ihnen.

Die Place Guillaume ähnelt immer mehr einem Platz mit großen Maulwurflöchern mit Absperrungen. Mittlerweile ist ein kleiner Hürdenlauf um durch die kleine Passage bei der Brasserie Guillaume zu kommen. Es war vorauszusehen dass es so kommen würde. Zudem sind die Cafés und Restaurants ja noch immer geschlossen. Der einzige Grund warum Renert geöffnet hat, ist dem Mittagstisch geschuldet den sie to-go verkaufen um so wenigstens ein bisschen was in die Kasse zu bekommen.

Wenn ich schon so nah beim Cercle war, konnte ich mir auch gleich die mir die Ausstellung über die Luxemburger Filmsets ansehen.
Das größte Projekt das je in Luxemburg gebaut wurde, was auch ein Vermögen gekostet hatte, was das Venedig Set das jahrelang in Esch-sur-Alzette stand.

Es wurde für den Film The Secret Passage gebaut und wurde es späterhin noch für viele weitere Filme genutzt ,die alle eine Szene in Venedig brauchten und sie dann in Luxemburg drehten weil es in Venedig selbst zu teuer geworden wäre. Große Teile des Films Girl with a Pearl Earring wurden auch dort gedreht, weil die Geschichte ja in Delft spielt, das auch Kanäle besitzt. Die Häuser Wände wurden ein wenig umgestrichen und auch die Brücken wurden verändert.

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung ist wie man vortäuschen kann. Die Stadt Luxemburg und ihre Umgebung hat so viele völlig unterschiedliche Panoramen zu bieten. Es wurden hier schon die seltsamsten Herren Länder vorgegaukelt. Das Schloss in Vianden zum Beispiel diente mal als Schloss für Nosferatu im Film Shadow of a Vampire. Fast alle großen Konferenz Räume jeglicher Banken wurden schon in Filmen gezeigt.
Vieles von der Ausstellung ließ mich in Erinnerungen schwelgen…
Und plötzlich sprach mich jemand von einer Gruppe Jugendlicher, die die Ausstellung auch besuchten, an. Er hatte mir vor Monaten schon eine Mail geschickt ob ich während dem Filmfestival Zeit hätte, bei der Veranstaltung „Meet the Pros“ mitzumachen. Ich hatte durch die Situation nur halbwegs zugesagt weil sich immer wieder Daten ändern. Er hatte sich noch nicht zurück gemeldet und war jetzt aber sehr froh als ich ihm fest zusagte.
Mehr drüber nächste Woche.

Wieder in der Wohnung setzte ich mich auf den Balkon, las und genoss die Sonne.

Am Abend schrieb ich den Großteil dieses Postings vor. Für Fernsehen oder Netflix hatte ich keine Lust. Ich ging beizeiten ins Bett blätterte noch ein wenig im letzten New Yorker und hörte das Hörspiel Der Zwiefache Mann.

Brummschädel & Ausmisten

Den Brummschädel und das Wie und Warum muss ich nicht noch mal erklären, oder? Schaut einfach im Posting von gestern nach.

Nach ein wenig Aua, Grunz und Stöhn und einer Kopfschmerztablette machte ich mich ans Schreiben, was sich aber sehr beschwerlich anfühlte und langsam hinzog.

Im Anschluss musste ich etwas körperliches tun, denn geistige Glanzleistungen waren nicht zu erwarten.

Ich mistete das Badezimmer aus. Nun habe ich dort nicht so viele Schränke und Schubladen zum Ausmisten aber, die Maskenbildner Berufskrankheit will nun mal, dass ich sämtliche Tiegel und Töpfe mit Pröbchen und jeden erdenklichen Mist aufbewahre, in der Hoffnung ich könnte das mal im Beruf verwenden. Vor allem Proben mit Creme für jeden Hauttyp, werden von Darstellern nach dem Abschminken immer wieder gern genommen. Anstatt dann irgendwas zu kaufen sammele ich die Probentuben und verschenke sie dann. Außerdem nehme ich die Dinger auch gerne für mich auf Kurzreisen, denn sie nehmen wenig Platz weg. Doch mit den Jahren sammelt sich so einiges an und ich habe keine Ahnung wann ich das ganze Zeug benutzen soll. Also weg damit. Zudem wenn es einmal geöffnet ist sollte man das Zeug aufbrauchen und nicht ewig lang im Schrank aufbewahren denn es wird nicht besser.
Es gibt übrigens auch ein Verfalldatum für Kosmetik und es steht auf jeder Packung, aber die wenigsten wissen davon.
Eine kleine Warenkunde gefällig?

Dieses kleine Zeichen gibt es auf jeder Kosmetikcreme. 6M bedeutet dass sie innerhalb von sechs Monaten aufgebraucht sein soll. Das heißt nicht dass die Creme auf den Tag genau nach den Öffnen sechs Monte später schlecht wird, doch es ist eine Referenzzeit , die man schon ein wenig beachten sollte. Zudem hängt es auch davon ab wo sie gelagert ist. Im Kühlschrank hält es sich länger als im warmen Badezimmer.
Ein Produkt bei dem ich sehr pingelig bin, ist Wimperntusche. Nach dem Öffnen maximal zwei Monate und weg damit. Und jetzt mit der Pandemie bin ich noch vorsichtiger geworden. Jeder Darsteller bekommt seine eigenen Produkte. Wenn die Vorstellungen vorbei sind, muss es entweder ganz entsorgt werden, oder im Falle von mitunter sehr teuren Lidschatten, mit 95% Alkohol komplett desinfiziert werden.

Mehrere beruflich längere Telefonate geführt. Ich höre in letzter Zeit mehr Schlechtes wie Gutes. Ach ja… Die Pandemie hat so vieles kaputt gemacht und das nicht nur im direkten Bezug sondern in zweiter und dritter Linie.
Irgendwann wird es wieder bergauf gehen. Doch es wird dauern…

Am Abend große Lust auf Comford Food. Ich machte mir Orecchiette (zur Zeit meine absolute ober Lieblingspasta) mit einer schnell erfundenen Sauce, die, wenn ich sie jetzt nicht aufschreibe, nie wieder so hinbekomme.

200 gr Orecchiette
1 Esslöffel Tomaten Pesto (es war ein Rest, der musste weg)
1 Dose Saupiquet Thunfisch in Olivenöl (mit dem Olivenöl)
2 Esslöffel gefriergetrocknete Zweiblen
3-4 kräftige Spritzer Worcestershiresauce
1 Esslöffel voll frisch gemahlene Rote (Pfeffer) Beeren
Ein kleinen Schuss heißes Wasser dazu damit es beim Umrühren die Konsistenz einer Paste/ Sauce bekommt.
Die Pasta abschütten und sofort, siedend heiß und tropfnass in die kalte Sauce geben. Sofort umrühren. Ich brauchte weder Salz noch Parmesan, denn ich schon bereit gestellt hatte. Das schmeckte auch so. Ich würtze nur noch einmal mit ein wenig schwarzem Pfeffer nach.

Theater & Brummschädel

Das dieses Posting sehr spät raus ging, hatte mit Kopfschmerzen zu tun. Aber dazu komm ich noch.

Den Montag mit viel Schreibkram verbracht, weil er mir flott von der Hand ging. Den Blogeintrag geschrieben und geseufzt, denn so langsam gehen mir die Wörter aus, jeden Tag das gleiche zu beschreiben, ohne dass es langweilig klingt. Und es wird ob der Situation so schnell nicht besser werden. Und während ich ein sehr spätes Frühstück zu mir nahem überlegte ich wie ich das ändern kann. Die Tage noch detaillierter zu beschreiben nur damit ich was zum schreiben habe, wird mich wahnsinnig machen. Also kam mir die Idee mit der Montagsfrage, bei der alle mitmachen dürfen.
Also postete ich am Montag ausnahmsweise zweimal, was sehr selten vorkommt.
Ich überlegte mir schon einige Fragen und paar habe ich schon zusammen. Die nächsten drei Wochen sind gesichert.

Da die Sonne sich nicht so richtig gegen den Hochnebel wehren konnte, blieb es den ganzen Tag bedeckt doch der Himmel und die weißen Häuserwände waren immer leicht gelblich.

Am Abend sah ich mir die Generalprobe von So dunkel hier an.

Das Kulturzentrum Neumünster ist nicht für große Theaterproduktionen bekannt sondern eher für Kunstausstellungen und Konzerte. Doch ab und an haben sie Theaterstücke auf dem Programm die Anlass bieten, es mit mit einem weiteren Event zu verbinden, wie zum Beispiel einer Ausstellung. Die Verantwortlichen gingen mit dieser Produktion ein kleines Risiko ein, weil sie nämlich draußen stattfindet, und das im Februar! Der Aufbau der Bühne war in der Kälteeinbruch Woche als es hier in die empfindlichen Minus Grade ging und man war sich partout nicht sicher, ob man das wirklich durchziehen kann.
Doch die Generalprobe am Montag, mit den Kasematten im Hintergrund war großartig. Jeder Probe-Zuschauer bekam eine dicke Wolldecke und mir war überhaupt nicht kalt.
So dunkel hier behandelt ein Stück Luxemburger Nachkriegsgeschichte, mit bissigem sarkastischem Ton und ich musste manchmal sehr laut lachen. Sehenswert!

Wieder zuhause machte ich mir, da ich nicht viel gegessen hatte, noch einen Champignon Toast. Aus Nostalgie Gründen hatte ich mir am Sonntag eine kleine Flasche Mateus Rosé gekauft, weil es den, als meine Mutter noch lebte, früher öfters im elterlichen Hause gab. Ein leichter Sommer Roséwein, leicht prickelnd, der nicht so viele „Umdrehungen“ hat. So hatte ich ihn zumindest in Erinnerung. Ich trank ein Glas davon und schauderte. Es war die reinste Plörre! Entweder stimmt was nicht mit meiner nostalgischen Erinnerung oder der Wein hat in der Qualität stark abgenommen.
Fazit: Nach nur einem Glas erwachte ich am Dienstag mit Brummschädel. Ich kippte den Rest der Flasche ins Spülbecken.

Die Frage der Woche

wet transparent misted window with question mark
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Ich habe schon länger überlegt, wie ich in diesen pandemischen Zeiten mein Blog ein wenig aufpeppen und der Langweiligkeit des Alltages entfliehen kann, weil so vieles zur Zeit nicht möglich ist. Tagebuchblogger (und das lese ich bei so manchen Kolleginnen) haben es schwer zur Zeit. Jeden Morgen wenn ich mich hinsetzte und versuche ein Zusammenfassung des Vortages hinzubekommen, stöhne ich inzwischen laut auf, weil die Alltäglichkeiten so banal sind, dass allein daran denken und aufschreiben, mich schon trübsinnig werden lassen. Vielleicht würde ich das anders sehen, wenn ich einen Partner hätte oder Familie um die mich kümmern müsste, doch ich bin alleinstehend und ich wohne nicht in einer WG.

Vor einigen Jahren hatte ich 1000 Fragen beantwortet, immer dann wenn Tage dazwischen waren, an denen nichts Aufschreibenswertes passierte. Später hatte ich die lose Folge Aus dem Familienalbum eingeführt. Die Serie läuft noch, so lange ich Fotos in Alben und Kisten finde, die eine Geschichte erzählen. Doch sie werden rar. Zudem habe ich nicht immer Lust in der eigenen Vergangenheit herumzuwühlen. Zu viel des Guten bewirkt bekanntlich das Gegenteil…

Die Woche hat sieben Tage und inzwischen sind gut und gerne fünf davon durch die Pandemie auf Alltagskleinigkeiten zusammen geschrumpft. Einen Tag möchte ich, blogtechnisch gesehen, gerne retten.

Ab nächster Woche erscheint die Montagsfrage die ich, soweit ich das kann, ausführlich beantworte. Die Fragen gehen von…bis.
Ihr könnt die Frage gerne in eurem Blog beantworten wenn sie euch zusagt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Die Woche ist für jeden durch eigenen Umstände anders gestaltet und ihr macht das dann wenn euch der Alltag „bäh“ vorkommt.

Unter meiner Antwort sammelt Mr. Linky die Antworten eurer Blogs, wie schon bei dem Fotorückblick des Jahres. Vielleicht findet ihr dabei auch das eine oder andere Blog das ihr (und ich!) noch nicht kanntet und das ihr vielleicht regelmäßiger lesen wollt. Ihr dürft mir auch gerne per Mail oder DM auf Twitter oder Instagram eine Frage schicken, wenn ihr eine Idee habt.

Macht ihr mit?

Ausflug in die „alte Heimat“ und die Mosel

Dass bei dem schönen Wetter alle raus wollten war nicht weiter verwunderlich. Ich hatte auch keine Lust drinnen zu belieben.
Ich rief den A. an den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, der noch immer in der alten Heimat wohnt und besuchte ihn. Es gab viel zu erzählen und mitunter auch trauriges.

Ich wanderte durch den kleinen Ort, der ja vor allem auf Tourismus ausgelegt ist und an Wochenenden bei schönem Wetter auch ein Ausflugsziel für viele Luxemburger ist. Doch bei geschlossenen Gaststätten, in die man nach der Wanderung einkehren könnte, macht die Alte Heimat weitaus weniger attraktiv.
Ich sah sehr wenige Menschen.

Wenn ich schon mal so weit raus fahre nutzte ich die Gelegenheit auch gleich ein bisschen bei Rewe einzukaufen, den einzigen den es in Luxemburg gibt, der auch Sonntags den ganzen Tag geöffnet hat, und dem ich die Dinge bekomme die ich sonst nur bei meinen Trier Visiten bekam.

Die K. hatte für den Nachmittag an die Mosel geladen zu einer Tasse Kaffee. Ich fuhr also einmal von Osten nach Süden an der Sauer und Mosel entlang. Je näher ich an Remich kam umso dichter wurde der Verkehr. In Remich selbst war dann kaum noch ein Durchkommen. Es waren so viele Menschen unterwegs die alle am Fluss spazieren wollten dass man dachte es wäre Hochsommer. Verkehrstechnisch ist Remich aber immer schon ein Nadelöhr und egal wie man es anstellt es gibt keine Ausweichmöglichkeit.

Ich saß noch eine ganze Weile auf der Terrasse mit der K. bis es anfing empfindlich kühl zu werden. Dann machte ich mich auf den Heimweg.

Daheim schaute ich mir zwei weitere Folgen Capitani an und brutzlete mir nebenher ein wenig Raclette Käse, den ich mit Pellkartoffeln und ein wenig Schinken verspeiste. Dazu ein Glas Pinot Noir.

Früh zu Bett.

***

Gestern hatte ich völlig vergessen die neue NO Art Sendung zu verlinken. Darin wird auch die neue Ausstellung über Filmsets in Luxemburg gesprochen, die ich mir in den nächsten Tagen ansehe.

Brezel & 16 Grad

Ich war sehr früh wach, zu früh für meinen Geschmack, aber schlafen ging nicht mehr, also, bloggte ich erstmal gemütlich den Vortag weg und las was bei anderen so los war. Ich fand ebenfalls ein neunes Shampoo, aber dazu unten mehr.

Ich wagte es am Morgen zum Wochenmarkt zu gehen ohne Mantel. Ich zog den Hoodie mir Pelz an. Zu Anfang war es ein wenig kalt aber danach als die Sonne richtig rauskam war es fast zu heiß. Und das bewirkte natürlcih dass sehr viele Menschen unterwegs waren. Ich kaufte Obst, Gemüse, ein Dinkelbrot beim Eifeler Bäcker und schaute auch bei Namur vorbei, denn ich hatte irre Lust auf eine gefüllte Brezel. Gestern schwirrte sie mir unentwegt im Kopf herum. Eine gefüllte fand ich nicht aber dafür diese hier:

Ich verspeiste sie auf dem Balkon mit einer Tasse Kaffee. Das erste mal in diesem Jahr dass ich in Luxemburg draußen sitzen konnte.

16 Grad waren angekündigt 16!!!
Am Nachmittag checkte ich die Temperaturanzeige in unserer Straße. Es ist ein Wunder dass sie noch immer da ist und funktioniert, denn Läden sind keine mehr dort. Und tatsächlich:

Ich verbrachte eine ganze Weile auf dem Balkon mit lesen.

Wann lag ich zum letzten mal in unseren Breitengraden an einem 20. Februar ohne Jacke bei 16 Grad auf dem Balkon im Liegesessel?

Und während ich so da lag, sah ich einer Wanze zu die auf dem Sims spazierte. Ich fragte sie ob sie Lust auf ein Fotoshooting hatte. Hatte sie und in der untergehenden Sonne schmiss sie sich in Pose.

***

Ich suche seit Jahren schon einen Weg im Badezimmer weniger Müll zu produzieren. Duschgel habe ich schon lange verbannt und nehme stattdessen ein Stück Seife. Zu Anfang wehrte ich mich ein wenig gegen die Seifen die zu viele Öle besitzen weil meine fettige Haut das nicht so sehr mag. Doch inzwischen bin ich sehr zufrieden mit den Seifen von La Maison du Savon de Marseille. Bis vor kurzem konnte ich die Seifen auch in der Innenstadt kaufen, bis das Geschäft der Pandemie zum Opfer fiel. Es war noch nicht so lange geöffnet und war nach dem zweiten Lockdown leider pleite. Ich hatte letztes Jahr dort meinen ganzen Seifenvorrat für ein komplettes Jahr gekauft und war sehr zufrieden. Doch es gibt sie auch online und diese hier mag ich ganz besonders.

Darum interessierte mich im gleichen Zusammenhang auch das neue Video der Friseurin Kayley Melissa, die ich schon vor ein paar Wochen verlinkte weil sie dem Trend, mit Reiswasser die Haare zu waschen, auf der Spur war. Nun hat sie das im Selbstversuch ausprobiert und ich, der in einem früheren Leben mal Friseur war, war sehr interessiert daran. Da ich ein immerwährendes Schuppenproblem habe ist das nicht so einfach. In ihren Reiswasserversuchen fand sie eine Firma die feste Shampoos auf Basis von Reiswasser herstellen, und da bin ich natürlich brennend interessiert daran. Ich möchte endlich die Shampooflasche weg haben und Shampoo in fester Form nehmen. Ich bestellte zwei Stück. Wenn sie da sind, werde ich berichten.

Tage des Donners und Sonnenschein

Der Donnerstag war mit einer selten heftigen Langweiligkeit gekrönt. Für gewöhnlich langweile ich mich nie. Ich finde immer etwas das mich in irgendeiner Form auf Trapp hält. Doch hier…

Jetzt da ich das hier schreibe hätte ich auch noch einmal in Blog das Posting vor Vortag lesen können, dann wäre mir aufgefallen dass ich den Kleiderschrank ausmisten könnte.

Zudem hatte ich gleich beim Erwachen dunkle Gedanken. Ich spiele schon seit Tagen dieses Spielchen im Kopf „Was wäre wenn…“ in dem ich reihum alle Familienmitglieder durchnehme, was mit ihnen heute wäre, wenn sie noch da wären. Ich verliere mich dann in Gedanken die mich allesamt runterziehen, manchmal bis zu dem Punkt dass die Tränen kommen…
In nicht pandemischen Zeiten, konnte ich mich gut ablenken in dem ich mich Freunden verabredete zu einem Kino- oder Theaterbesuch oder zu ein Abendessen in einem Restaurant.

Ich lenkte mich ab mit daddeln, spielte ein Quest durch das ich noch nicht kannte, was mir aber nach einer Stunde auch auf die Nerven ging, weil zu aufwändig. Im Kopf ging ich reihum durch was ich sonst noch manchen könnte. Lesen ging nicht dafür fehlte mir die innerliche Ruhe. Ich versuchte es mit Fernsehen. Auf ARD One haben sie seit einigen Tagen die alte Serie Cagney & Lacey wieder ausgegraben Die allererste Staffel mit einer anderen Schauspielerin als Cagney kannte ich nicht. Ich erinnerte mich dass Großmutter die Serie gerne sah; die und Mord ist ihr Hobby.
Cagney und Layey sind schlecht gealtert. Die Plots sind zeitgemäß für die 80er, heute würde man das anders angehen.

Zwischendurch hatte ich ein kurzes Zoom Meeting, das mich ein wenig aufheiterte, weil es schöne Dinge für die Zukunft in Aussicht stellte.

Irgendwann kurz vor Mitternacht ging ich jedoch missmutig ins Bett.

***

Der Freitag fühlte sich dann um einiges besser an. Die A. hatte ein Abendessen in Aussicht gestellt.

Ich nahm mir am Morgen Zeit den Donnerstag zu verbloggen und beschloss ihn nicht zu posten sondern noch einen Tag zu warten. Für gewöhnlich relativiert sich ein schlechter Tag, wenn ich ihn mit etwas Abstand noch einmal betrachte. Das war der Fall und ich schrieb den Donnerstag am Freitag noch einmal neu. Gegen Mittag kam die C. vorbei, der ich einen Bottich Orangen Curd versprochen hatte und holte ihn ab.
Anschließend wollte ich los und ein bisschen was fürs Abendessen einkaufen, doch ich verschob es auf Samstag morgen, denn für den Abend war ich bei der A. eingeladen. Ich fand gleich zwei neue New Yorker im Briefkasten. Die Regelmäßigkeit mit der ich das Magazin sonst bekam, hat mit dem Beginn der Pandemie einen starken Knacks bekommen. Manchmal erscheint über drei Wochen gar nichts und dann bekomme ich zwei Stück und die Woche danach nochmal zwei. Nur gut dass die Reportagen zeitlich eine längere Gültigkeit haben.

Ich erhielt eine SMS vom B., den ich ja auf den Kanaren getroffen hatte, der mir aber jetzt von den Balearen schreibt. Ich hätte meinen Aufenthalt auf den Kananren verlängern sollen….

Da ich aus bekannten Gründen wahrscheinlich auch dieses Jahr keine größere Reise machen werde, recherchierte ich im Internet nach neuen Balkonmöbeln. Ich hätte gerne einen länglichen Tisch, an dem maximal vier Menschen Platz haben der im Alltag aber nur für zwei gedacht ist. Ich hatte vor etlichen Jahren mal so ein Modell gesehen mit sehr bequemen Sesseln die man aber aus Platzgründen komplett unter dem Tisch verschwinden lassen kann. Das sieht dann in etwa so aus. Wenn ich schon keine großen Touren machen darf, will ich es wenigstens schön zuhause haben.

Am Abend dann Sushi und Kuchen bei der A.
Die A. hatte den ganzen Nachmittag emisg Reis gerollt und mit viel Liebe den Kuchen selbst gebackenkauft. Die Sushi schmeckten so gut wie von unserem Lieblingsjapaner Haki, der inzwischen auch liefert, was er nicht von Anfang an tat.

Es gab auch vierbeinigen Besuch…

… und das gleich doppelt.

Ein wunderschöner Abend der vieles wieder wett machte was sich die Woche über angestaut hatte. Gerne hätten wir noch länger getagt, doch der Zapfenstreich ließ mich kurz vor 23:00 nach hause sausen.

Mittwochsmarkt & Sendung

Ich war früh wach und legte eine Stunde Körper Wellness ein mit Peeling und ähnlichem. Eine Runde durch den Kleiderschrank, was ich denn für die Sendung anziehen soll, ließ mich laut seufzen. Ich habe zu viel Zeug. Der Kleiderschrank muss ausgemistet werden.

Zwischendurch war ich der Nachbarin über mir begegnet, die sich entschuldigte für den Lärm der letzten Tage. Sie müsste das Badezimmer noch einmal frisch machen lassen, das die Firma davor die Rohre völlig falsch verlegt hatte, dann in Konkurs ging, und sie alles noch einmal von einer anderen Frima neu machen lassen muss. Nicht schön.

Eine schnelle Runde über den Mittwochsmarkt. Die K. hatte sich auch eingefunden und es gab einen schnellen Kaffee auf der Place Guillaume, die durch fortschreitende Baustelle immer trister aussieht. (Also die Place Guillaune, nicht die K.!)

Der Tag war bestimmt durch die Aufzeichnung der Sendung. Ich fühlte mich fit und ausgeglichen im Kopf. Die Sendung ist ja vor allem auf spontanen Talk aufgebaut und da muss man schon auf Zack sein und nicht rumstottern.

Die Sendung war schnell aufgezeichnet und und ich war am frühen Nachmittag wieder daheim.

Am Abend entdeckte ich mit großer Freude dass die Luxemburger Serie Capitani, die schon 2019 produziert wurde und jetzt auf Netflix !weltweit! auf Platz 4 in den Netflixcharts steht. Wow!
Instagramm Link der Filmproduktion.
Ich freute mich sehr für die ganze Crew. Und das schöne ist, es wird eine zweite Staffel geben und die steht in den Startlöchern um dieses Jahr abgedreht zu werden.

Blutorangen Curd

Am Morgen, da ich ja so früh wach war, das Internet gründlich leer gelesen.

Via Spontiv brachte ein Tweet gleich gute Laune:

https://twitter.com/akkitwts/status/1360410866332495879?s=20

Dann machte ich mich an das Blutorangen Curd, nach dem Lemon Curd Rezept von Sally.
Ich hatte ganze 12 Blutorangen über. Das ergab die erstaunliche Menge an 750 ml Saft. So viel Curd kann ich nie im Leben essen! Also reduzierte ich mal auf 650 ml, den Rest gab mit einer Tasse Kaffee als Halbwegs-Frühstück. Auf der Seite von Sally kann man ja die Menge im Portionsrechener einstellen. Ich nahm auf die Menge dann doch nur 10 Eier anstatt 12, weil ich „L“ Eier hatte. Zudem reduzierte ich die Zuckermenge die mir im Verhältnis 1:1 zum Saft viel zu hoch erschien. Ich nehme an dass man für Zitronen mehr Zucker braucht um die Säure auszugleichen. Ich fuhr sie runter auf 450 gr. Um die Eier, die Speisestärke und den Zucker in den Saft einzurühren nahm ich vorsichtshalber den Stabmixer. Mit dem Schneebesen allein schaffte ich es nicht die Masse homogen zu rühren. Dann, unter ständigem Rühren, bei mittelhoher Hitze die Masse auf dem Herd heiß werden lassen. Sie muss so ungefähr 80-85 Grad haben, aufkochen darf sie nicht, sonst gibt es süßes Rührei mit Orangengeschmack.
Man braucht aber nicht zwingend ein Thermometer dafür, denn man merkt sehr gut wann die Creme anfängt einzudicken. Ich habe da inzwischen ganz gute Übung mit einer ähnlichen Creme, wenn ich Vanille Eis mache.
Wenn die Creme die gewünschte Konsistenz hat, sofort vom Herd ziehen, durch ein Sieb streichen und ein klein wenig abkühlen lassen. Dann wird die Butter eingerührt und sie wird in Gläser eingefüllt.
Et Voilà:

Ich stellte die Gläser raus auf den Balkon zum Abkühlen.
Zugegeben es sind sehr große Gläser und sehr viele und ich könnte eine Großfamilie damit füttern.
Ich werde zwei Stück verschenken, denn so lange hält sich das Curd nicht.

Und während ich auf dem Balkon stand hörte ich plötzlich ein sehr vertrautes Geräusch über mir das ich mich sehr freute, dass ich fast einen Jauchzer von mir gab. Das Geschnatter von Wildgänsen. Ich schaute hoch und da waren sie! Die Wildgänse fliegen zurück und das, meine Damen und Herren, ist ein sehr gutes Zeichen! Es geht wettermäßig bergauf!

Am Nachmittag hatte ich vor ein wenig an einem neuen Text zu schreiben, der nicht fürs Blog ist, aber das wurde von den Nachbarnübermir zunichte gemacht. Sie fingen an das Badezimmer zu renovieren. ( ich frage mich warum, denn es wurde erst renoviert) Nun ja.

Später konnt ih der Versuchung nicht widerstehen und ich verkostete ein wenig von der Creme. Sie ist nicht so fest geworden wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielleicht doch ein Ei mehr? Aber lecker ist sie schon.

Am Abend schaute ich auf Arte die dreiteilige Serie der BBC über das Murdoch Imperium an. Nach dem dritten Teil dachte ich dass dieser Mann, mit Ausnahme dass er steinreich geworden ist, auf ganzer Linie versagt hat. In allen Bereichen.

Siebenschläfer & Risotto

Was noch vom Sonntag zu berichten bleibt; ich hatte mir aus dem Handgelenk ein schnelles Risotto gezaubert.

Da ich jeden Reis grundsätzlich nicht wie Pasta kochen mag, in einer großen Wassermenge und dann durch ein Sieb abschütten, (fragt nicht warum, es kommt mir einfach nicht richtig vor) hatte ich mir vor etlichen Jahren mal eine Tabelle aus dem Internet heruntergeladen in der alle Reissorten beschrieben werden mit den entsprechenden Wassermenge dass man ihn „à l’étouffée“ kochen kann. Arborio Reis braucht die dreifache Menge an Wasser. (drei Tassen Wasser auf eine Tasse Reis) Und im Cookeo den ich mir für Weihnachten geschenkt habe, geht das superfix.

Risotto mit Morcheln

1 Zwiebel fein hacken und mit etwas Olivenöl im Topf glasig dünsten. Für 1 Person eine halbe Tasse Arborio Reis hinzugeben und mit im Öl braten bis der Reis glasig ist. 3 halbe Tassen Gemüse Fond hinzu schütten, wenn dieser nicht gesalzen ist, Salz hinzugeben und schwarzer Pfeffer nach belieben (bei mir ist das immer ordentlich viel). Ebenfalls einen kleinen Schluck Weißwein hinzugeben. Den Deckel vom Cookeo schließen und 10 Minuten mit Pressluft kochen. In der Zwischenzeit eine Handvoll getrocknete Morcheln in einer kleinen Schüssel mit heißem Wasser aufweichen lassen und nach wenigen Minuten abtropfen lassen. Nach den 10 Minuten den Cookeo öffnen und die Morcheln hinzufügen. Den Topf dann auf normale Kochfunktion stellen und die Morcheln miterwärmen und den Reis so lange weiter kochen lassen bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist. (ungefähr 4-5 Minuten) Das muss nicht unbedingt sein wenn man mit den Morcheln noch eine Handvoll geriebenen Parmesan Käse einrührt, dann dickt es sofort ein. In dem Falle würde ich das Salz weglassen. Ich hatte keinen Parmesan da, also würzte ich noch einmal ein wenig nach mit ein wenig getrocknetem Oregano und Petersilie.

***

Gehen wir zur Tagesberichterstattung vom Montag über.

Nachdem ich das recht kurze Posting vom Sonntag fertig hatte schaute ich nach einem Rezept für Orangen Curd, weil ich von der ganzen Orangenkuchen Aktion noch einen Korb voll Früchte über hatte. Bei Sally würde ich fündig. (ja, es ist das Lemon Curd Rezept, aber das passt auch für Orangen) Dafür musste ich aber los Eier und Butter kaufen.

Zwischenzeitlich habe ich mich noch vorbereitet für Mittwoch da ich dann wieder bei NO ART dabei bin. Um was es genau geht erfahrt ihr wie gewohnt am Samstag, wenn die Sendung ausgestrahlt wird.

Das nahm aber recht viel Zeit in Anspruch dass ich erst am Nachmittag loszog um alles fürs Curd zu kaufen.

Als ich zurückkam überfiel mich die Müdigkeit. Normalerweise hilft eine Tasse Kaffee dagegen und ich bin wieder fit. Doch die Kaffeefitness hält so lange an dass ich später dann nicht einschlafen kann. Also versuchte ich es mit einem Nickerchen, das sich einen kompletten Nachtschlaf verwandelte. Ich erwachte einmal kurz gegen 8 Uhr abends drehte mich um und schlief weiter bis am Morgen kurz nach 5 Uhr und war quietschmunter. Kein Wunder auch.

Aus dem Familienalbum 36

Da der Sonntag sehr ruhig war mit Ausnahme eines sehr herzerwärmendem Telefonanruf am morgen, machen wir etwas anderes. Mein Büro, an dem ich jedem Tag sitze, sieht aus wir ein Schlachtfeld. In einer kleinen Papierablage vor mir liegt ein durchsichtige Mappe mit einem Foto. Dieses hier:

Mein Bruder Gilles mit dem Schäferhund Harras. Es ist eines der vielen Fotos die ich hier liegen habe, die ich irgendwann einscannen und in der losen Folge Aus dem Familienalbum posten wollte. Das muss Ende der Achtziger Anfang der Neunziger gewesen sein. Mutter hatte ihr Faible für Überwürfe und Deckchen entdeckt, deutlich zu sehen an dem Sessel links im Bild.

Ich habe in letzter Zeit oft an Gilles gedacht. Wie es ihm wohl heute gehen würde? Hätte ich Neffen und Nichten?

Nichts ist so wie es war & alles bleibt wie es ist

Es überkommt mich wieder, wie all die Wochen davor, die Lust NICHT zu bloggen, weil nichts denkwürdiges passiert. Doch mein zukünftiges Ich wird das beim rückwärts blättern nicht gut finden. Also bündele ich zwei Tage.

Am Donnerstag Abend bekam ich noch die Nachricht mit der heißen Nadel gestrickt, dass mein Freund H. in Melbourne wieder für fünf Tage in den vollen Lockdown geht, weil sie dort mehrere Fälle der neuen Variante im Quarantäne Hotel hatten. Er nahm es gelassen, denn die Melbourner sind inzwischen Weltmeister ge-lockdown-t sein.

Gehen wir zur Tagesberichterstattung über:

Am Freitag Abend wurde von der Regierung angekündigt, dass die bestehenden Einschränkungen beibehalten werden und das bis zum 14. März. Es wird sich also nichts ändern…

Ich hingegen war am Freitag recht früh schon geschäftig, wegen Einkäufen. Doch es war mir zu kalt um alles zu Fuß zu machen und ich nahm den Wagen. Ich kaufte beim Italiener meines Vertrauens in der rue Baumont mehrere Kugeln Burrata. Im Supermarkt bekam ich schönen Chicorée mit leicht rötlichen Blättern. Alles für dieses Gericht an dem ich schon im Januar einen Narren gefressen hatte. Ich habe das aber ein wenig abgeändert.
Hier mein leicht abgeändertes Rezept

Chicoree mit Burrata

Ich nehme pro Person ungefähr 10-12 Mini Chicorée oder wenn es größere sind dementsprechend weniger, die dann aber halbieren oder gar vierteln. Die werden in einer Pfanne mit Olivenöl kurz scharf angebraten von allen Seiten. Den Herd dann auf niedrige Hitze stellen ein Stück Butter hinzufügen. Dann erst würzen mit einer kleinen Prise Zucker, Salz, Pfeffer, Muskat und roten Pfefferbeeren. Im Original Rezept kommt dann noch ein Schluck Apfelsaft dazu. Hatte ich nicht da und ersetzte ihn durch ein ein Schluck Gemüse Fond. Das ganze dann gute 20 Minuten bei kleiner Hitze mit Deckel schmoren lassen. Eine Burrata pro Person in zwei teilen und auf dem Teller mit den Chicorée anrichten. mit ein wenig Olivenöl, Aceto Balsamico betreufeln sowie mit Pfefferminzblättchen und nochmals roten Pfefferbeeren bestreuen. (Das Original ist von Martina & Moritz)
Et voila:

Am Nachmittag machte ich daran den Orangenkuchen von vor ein paar Tagen noch einmal zu backen, denn die A. hatte ihn sich gewünscht.

Am Abend standen dann die A. und die N. auf der Matte für ein gemeinsames Abendessen. Da die N. nicht mit auf die Kanaren konnte, und nicht in den Genuss kam, wieder einmal in einem Restaurant sitzen zu können, hatte ich den Tisch fein eingedeckt und machte Tellerservice, wie das halt so in einer Gaststätte macht.

Es gemütlicher Abend der, wie das jetzt so üblich ist, wegen dem Zapfenstreich kurz nach 10:00 Uhr schon sein Ende fand.

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Am Samstag morgen fühlte ich mich mies, obwohl die Sonne über Berg und Tal schien. Aber es war mir einfach zu kalt um zum Markt zu gehen. Also blieb ich zuhause und räumte den Rest der „Party“ vom Vortag weg. Später las ich zur Aufheiterung ein bisschen lustige Tweets bei den Twitterperlen.

Am Nachmittag machte ich mich dann doch auf, weil ich keinen Kaffee mehr hatte und das geht GAR NICHT.

Am Abend schaute ich mir den aufgezeichneten Film Macbeth an, der vor wenigen Tagen auf 3Sat lief. Es ist neueste Verfilmung de Stoffes mit Michael Fassbender in der Hauptrolle und Marion Cotillard als Lady Macbeth. Da ich den Klassiker noch nie im Theater hatte, und diese Verfilmung nicht im Kino sah, war ich gespannt. Die Geschichte im original Text ist natürlich unanfechtbar. Bildermäßig ist der Film sehr düster, pocht aber nicht zu sehr auf das viele Blut das fließt, versteckt es auch nicht, doch zu explizit wird nichts gezeigt. Das ist alles recht gefällig und die Hauptakteure machen das alles sehr schön, aber so richtig vom Hocker gehauen hat der Film mich nicht. Was mich sehr gestört hat, und das ist seit Jahren in vielen Filmen ein Unding, ist das Gemurmele vom Text. Anstatt sauber zu sprechen wird gemurmelt. Und Shakespeare murmeln, das geht irgendwie gar nicht.
Vielleicht muss ich es mir irgendwann mal in den nächsten Jahren im Globe Theater in London ansehen, wenn das wieder machbar ist.

Im Alltagstrott

Und nach ein paar Tagen purem Vergnügen geht es weiter in einem sehr kalten Luxemburg.

Ich hatte euch die kleinen Andenken von Sumo versprochen.

Die Dosen Bier, die anfänglich nur zum Verzehr im Flieger gedacht waren, gibt es jetzt, wahrscheinlich durch den geringen Umsatz, wegen der wenigen Flüge, auch im freien Verkauf. Mit den Tüchern die auf den Kopfstützen liegen, kann ich aber wahrscheinlich etwas machen. (Es sind übrigens frische Auflagen, keine benutzten!)

Am Morgen ein schneller Friseurbesuch. Ich werde ihn nur erwähnen, nicht mehr zeigen, da ich weiß dass viele die hier mitlesen zur Zeit nicht zum Friseur gehen können.

Anschließend fuhr ich zum Baumarkt. Ich muss in den nächsten Tagen in meinem kleinen Atelier im Keller werkeln, das keine Heizung besitzt. Ich hatte mal vor Jahren einen kleinen Heißluftventilator, der aber seit Wochen unauffindbar ist. Ich hatte ihm mal ausgeliehen, aber da weiß ich dass ich ihn zurück bekam. Hab ich ihn danach verschenkt oder noch an jemand anders ausgeliehen? Ich habe keine Ahnung. Also musste ein neuer her. Ich weiß diese Stromfresser sind ein Unding. Aber für die paar Stunden die ich im Keller bin und dafür nicht alles mehrere Stockwerke hochschleppen muss…

Am Nachmittag Sonne pur aber eisig kalt.

Am Abend eine weitere Folge Lupin.